Stadler Rail

Stadler Rail N 

Valor: 217818 / Symbol: SRAIL
  • 43.78 CHF
  • -1.31% -0.580
  • 22.01.2021 17:30:30
105 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Touchdown1
Bild des Benutzers Touchdown1
Offline
Zuletzt online: 24.11.2020
Mitglied seit: 29.03.2020
Kommentare: 180
Neuer Divisionsleiter Service bei Stadler

Jürg Gygax, Divisionsleiter Service und Mitglied der Konzernleitung von Stadler, gibt zum 31. März 2021nach mehr als drei Jahrzehnten in Spitzenpositionen in der Schweizer Industrie auf eigenen Wunsch die operativen Verantwortung ab, bleibt Stadler aber in einer beratenden Funktion erhalten. Er führte die Division Service, für die er seit 2013 verantwortlich ist, zu signifikantem Wachstum. Daniel Baer übernimmt seine Nachfolge, Baers Stellvertreter wird Benjamin Niederhauser.

Jürg Gygax stiess Anfang 2005 als Mitglied der Konzernleitung zu Stadler. 2013 übernahm er den Aufbau des globalen Service-Geschäfts, welches heute 1300 Mitarbeitende in 19 Ländern umfasst. Nach über 15 Jahren bei Stadler hat sich Jürg Gygax nun entschlossen, seine Position per Ende März 2021 zu verlassen, sich aus der operativen Verantwortung zurückzuziehen und in den Ruhestand zu treten. Um den Generationenwechsel zu begleiten, wird er Stadler anschliessend noch einige Zeit in einer beratenden Funktion zur Verfügung stehen.
 
Jahrzehntelang prägend im Management von Schweizer Industrie-Unternehmen
Vor seiner Zeit bei Stadler war Jürg Gygax als CEO und Verwaltungsratspräsident des Kreuzlinger Herstellers von Spezialfahrzeugen MOWAG und als CEO der Saurer Sticksysteme AG in Arbon tätig. Zuvor hatte er verschiedene Funktionen bei der Rieter AG inne. Gygax besitzt einen Abschluss als Diplom-Techniker HTL, zudem absolvierte er das Executive Management Program der University of Michigan, Ann Arbor, USA und den Diplomlehrgang Unternehmensführung am SKU, Zürich.
 
Erfahrener Nachfolger: Daniel Baer
Daniel Baer stiess 2004 erstmals zu Stadler und tritt per 31. März 2021 die Nachfolge von Jürg Gygax als Divisionsleiter Service und Mitglied der Konzernleitung an. Derzeit ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Stadler Service AG. Zuvor hatte er verschiedene Fach- und Führungspositionen in der Division Service inne. Ausserdem war er in früheren Positionen auch bei ABB und Huber+Suhner tätig. Daniel Baer besitzt einen Master-Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und einen Abschluss als Diplom-Techniker der ABB-Technikerschule. Er schloss zudem eine Berufslehre als Elektromechaniker ab. Die Stellvertretung von Daniel Baer wird Benjamin Niederhauser übernehmen, der aktuelle Leiter der Service-Region Mitte bei Stadler.
 
Jahrzehntelange Zusammenarbeit und Blick nach vorne
Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a. i. von Stadler, sagt: «Im Namen des Verwaltungsrats und der Konzernleitung von Stadler danke ich Jürg Gygax für seinen grossen Einsatz und all seine Verdienste. Ich kenne ihn als führungsstarke, engagierte und unternehmerisch denkende Persönlichkeit, mit der ich über lange Zeit Seite an Seite eng zusammengearbeitet habe. Für den neuen Lebensabschnitt wünsche ich Jürg Gygax und seiner Familie von Herzen alles Gute, viel Glück und Gesundheit. Daniel Baer und Benjamin Niederhauser gratuliere ich zu ihren neuen Positionen und wünsche ihnen viel Erfolg bei ihren neuen Aufgaben. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.»
 
Starkes Wachstum im Service – Stadler als Lösungsanbieter
Stadler ist dank seines umfassenden Service-Angebots ein Lösungsanbieter für Transport auf der Schiene. Kunden können von Stadler nicht nur Züge und Lokomotiven beziehen, sondern auch an über 45 Standorten in 19 Ländern Wartungen, Instandhaltungen (Full Service), Modernisierungen und Revisionen durchführen lassen. Die dafür zuständige Division Service, für die Jürg Gygax noch bis März verantwortlich ist, wächst stark. Die Flotte, welche Stadler im Service betreut, ist für jährlich eine Laufleistung von über 220 Millionen Kilometern ausgelegt.

 

Viva la Vida ...and have fun 

Touchdown1
Bild des Benutzers Touchdown1
Offline
Zuletzt online: 24.11.2020
Mitglied seit: 29.03.2020
Kommentare: 180
Stadler liefert neue Strassenbahnen nach Mailand

 

Stadler und Azienda Transporti Milanesi S.p.A. (ATM) haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 80 Strassenbahnen vom Typ TRAMLINK für die Stadt Mailand unterzeichnet. Das Auftragsvolumen für den Rahmenvertrag beläuft sich auf 172.6 Millionen Euro. In einem ersten Abruf bestellt ATM 30 Fahrzeuge. Stadler liefert damit zum ersten Mal Strassenbahnen nach Italien.

Nach der Bestätigung der Gültigkeit der Auftragsvergabe vom Juli 2019 haben Stadler und Azienda Trasporti Milanesi S.p.A. (ATM) den Rahmenvertrag über die Herstellung und Lieferung von bis zu 80 Strassenbahnen vom Typ TRAMLINK unterzeichnet. Der Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von 6 Jahren und ein Auftragsvolumen von 172.6 Millionen Euro. Gleichzeitig bestellte ATM in einem ersten Abruf 30 Fahrzeuge.
 
Die 80 Zweirichtungsfahrzeuge vom Typ TRAMLINK sind für den Einsatz im Stadt- und Überlandverkehr vorgesehen. Neben der Erweiterung des Transportangebots ersetzt ATM damit schrittweise älteres Rollmaterial. Die moderne Fahrdynamik und ein hohes Mass an Sicherheit und Komfort tragen zur Verbesserung des Reiseerlebnisses für die Fahrgäste bei.  
 
Die dreiteiligen, jeweils 25 Meter langen TRAMLINK bestehen aus Edelstahl. Die drei innovativen Drehgestelle verbessern die Laufruhe der Strassenbahn in den für Mailand typischen Kurven mit sehr kleinem Radius. Damit reduziert sich die Lärmbelastung für Passagiere und Anwohner deutlich.  
 
Drei niederflurige Türen pro Seite ermöglichen einen schnellen Passagierfluss. Dies bestätigen Studien der Polytechnischen Universität Mailand. Davon profitieren besonders Personen mit eingeschränkter Mobilität, die sich dank des breiten Innenkorridors problemlos im TRAMLINK bewegen können.
 
Ein besonderes Augenmerk gilt der Sicherheit für Fahrgäste, Fahrer und Fussgänger. Der TRAMLINK ist mit einer Antikollisionsvorrichtung ausgestattet, die bei möglichen Kollisionen mit Fussgängern, Autos oder ähnlichen Hindernissen eingreifen kann. Im Fahrzeuginneren ist die Sicherheit durch Kameras gewährleistet. Dank der ergonomisch gestalteten Führerkabinen erhöht sich zudem die Sicht des Fahrers.
 
Íñigo Parra, Geschäftsführer von Stadler Valencia, sagt: «Wir sind sehr stolz darauf, dass eine Weltstadt wie Mailand, mit einem starken Engagement für eine grüne und nachhaltige Mobilität, sich für unsere innovative Strassenbahn entschieden hat. Im TRAMLINK ist Stadlers langjährige Erfahrung im Bereich Fahrzeuge für Personenförderung eingeflossen. Ich bin überzeugt, dass unsere Strassenbahn die Herausforderungen im mailändischen Stadtverkehr erfolgreich meistern wird – einschliesslich der Olympischen Winterspiele im 2026.»
 
ATM wurde 1931 gegründet und ist ein Unternehmen im Besitz der Stadt Mailand, das den öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt der Lombardei (U-Bahn, Strassenbahnen, Autobusse und Oberleitungsbusse) und in 95 umliegenden Gemeinden verwaltet, wobei ein Gebiet mit 2.5 Millionen Einwohnern bedient wird. Der Mailänder Strassenbahndienst verfügt derzeit über 20 städtische Linien, die ein Netz von 180 Kilometern Länge bedienen.

 
 
Rendering des TRAMLINK für ATM
   

 

Viva la Vida ...and have fun 

Pieti
Bild des Benutzers Pieti
Offline
Zuletzt online: 21.01.2021
Mitglied seit: 27.11.2013
Kommentare: 103
Der schwere Klotz Belarus

Stadler nimmt heute mal wieder einen Anlauf Richtung 40.-, doch mir scheint, solange die Lage in Belarus so unruhig ist und die Werksarbeit dort gefährdet sein könnte, dass eine nachhaltige Erholung auf sich warten lässt. Schade, die Bücher sind ja mehr als voll.

Touchdown1
Bild des Benutzers Touchdown1
Offline
Zuletzt online: 24.11.2020
Mitglied seit: 29.03.2020
Kommentare: 180
Kurszielanpassung

Oddo Securities ist für BUY bis 48 (47) Fr. Sieht Firmenpatron Peter Spuhler die Dinge richten. Erhöht deshalb die Gewinnschätzungen um bis zu 2.6 Prozent.

 

*good*

Viva la Vida ...and have fun 

Touchdown1
Bild des Benutzers Touchdown1
Offline
Zuletzt online: 24.11.2020
Mitglied seit: 29.03.2020
Kommentare: 180
Medienmitteilung

Stadler liefert den Bestseller FLIRT erstmals auf die Iberische Halbinsel

 

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Comboios de Portugal (CP) und Stadler haben den Vertrag für Produktion und Lieferung von 22 Regionalzügen des Typs FLIRT unterzeichnet. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 158 Millionen Euro. Damit kommt der FLIRT von Stadler erstmals auf der Iberischen Halbinsel für Fahrgäste zum Einsatz.

Die portugiesische Staatsbahn Comboios de Portugal (CP) und Stadler haben heute den Vertrag für die Lieferung von total 22 Zügen zur Erneuerung der Regionalzugflotte von CP unterschrieben. Der Vertrag umfasst die Herstellung und Lieferung von zehn elektrischen Triebzügen (EMU) und zwölf bimodalen Triebzügen (BMU) des Typs FLIRT. Im Gesamtwert des Auftrags von 158 Millionen Euro sind neben der Fahrzeuglieferung auch Instandhaltungsleistungen für mindestens vier Jahre und Schulungen enthalten.
 
Erstmals baut Stadler den FLIRT für den Fahrgastverkehr auf der iberischen Spurweite von 1668 Millimetern. Die zwölf bimodalen FLIRT (BMU) verfügen über einen zusätzlichen Wagenkasten als Antriebsmodul, der das dieselelektrische Traktionssystem beinhaltet. Damit ist ein Fahrbetrieb auch auf nicht elektrifizierten Strecken möglich. Der modulare Aufbau vereinfacht je nach Bedarf des Bahnbetreibers eine zukünftige Umrüstung vom bimodalen auf einen rein elektrischen Antrieb oder den Austausch der Dieselgeneratoren durch Batterien. Zudem sind 95 Prozent der verbauten Materialen wiederverwendbar.
 
«Wir sind stolz, dass unsere FLIRT für die Erneuerung der Regionalzugflotte ausgewählt wurden. Ich bin überzeugt, dass die portugiesischen Fahrgäste die innovativen und modernen FLIRT schätzen werden – wie es unter anderem bereits Millionen von Menschen in der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden tun. Der portugiesische Markt ist für Stadler von grosser Bedeutung. Wir freuen uns, bei der Modernisierung der portugiesischen Bahnindustrie mitzuhelfen», sagt Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter von Stadler.
 
Mehr über die Fahrzeuge
 
Die 22 FLIRT sind 63.2 (EMU) oder 74.4 (BMU) Meter lang. Sie bestehen aus drei Aluminium-Wagenkasten und bieten 375 Passagieren Platz, davon 214 auf Sitzplätzen. Je nach verwendeter Stromquelle erreichen die Triebzüge eine Höchstgeschwindigkeit von 160 oder 140 Kilometer pro Stunde. Stadler hat ein besonderes Augenmerk auf die Zugänglichkeit der Fahrzeuge gelegt, um allen Fahrgästen, auch solchen mit eingeschränkter Mobilität, ungehinderten Zugang von Bahnsteigen unterschiedlicher Höhe zu ermöglichen. Weiter verfügen die Züge über reservierte Bereiche für Rollstühle sowie für Fahrräder oder Kinderwagen.
 
Zur Erhöhung des Fahrgastkomforts können an Bord Verkaufsautomaten eingebaut werden. Die FLIRT verfügen zudem über ein WLAN-Netz, über welches die Fahrgäste sowohl auf die Inhalte des Bahnbetreibers als auch auf Multimedia-Inhalte zugreifen können. Ein innovatives Fahrgastinformationssystem rundet das Reiseerlebnis in den neuen FLIRT ab.
 
Über 1900 verkaufte FLIRT
 
Der FLIRT ist der Bestseller von Stadler und bei Kunden auf der ganzen Welt immens beliebt. Bis heute hat Stadler über 1900 FLIRT in 21 Länder verkauft. Aktuell sind drei weitere bimodale FLIRT-Aufträge in Europa in Arbeit, zwei davon in Grossbritannien – Greater Anglia und Keolis Wales & Borders – und eines in Italien im Valle d'Aosta. Bimodale FLIRT, der FLIRT H2 und der FLIRT Akku positionieren Stadler als führenden Hersteller umweltfreundlicher Züge mit alternativen Antrieben.

 

 

 
Rendering eines FLIRT in Stadler-Farben

Viva la Vida ...and have fun 

severin
Bild des Benutzers severin
Offline
Zuletzt online: 12.01.2021
Mitglied seit: 06.08.2009
Kommentare: 191
Ab heute Generalstreik in Belarus

Tichanowskaya, im August zur Präsidentin gewählt, aber in die Emigration gezwungen, hat zu einem Generalstreik ab heute aufgerufen. Auch die Eisenbahnmitarbeiter schliessen sich voraussichtlich an. Für den Nachmittag sind grosse Demonstrationen und Strassenblockaden geplant. Diese Aktionen können sich nicht nicht auf das Stadler-Werk auswirken. Ich würde daher bei dieser Aktie noch einmal eine erhebliche Bewegung nach unten erwarten.

severin
Bild des Benutzers severin
Offline
Zuletzt online: 12.01.2021
Mitglied seit: 06.08.2009
Kommentare: 191
Stadler-Mitarbeiter in Minsk schliessen sich Generalstreik an

Soeben wurde bekannt - vermeldet die belarussische Online-Zeitung 'Nasha niva' - dass sich die Stadler Mitarbeiter in Minsk dem Generalstreik anschliessen.

Moderatio
Bild des Benutzers Moderatio
Offline
Zuletzt online: 23.01.2021
Mitglied seit: 23.09.2014
Kommentare: 413
https://www.cash.ch/news/politik/infrastruktur-siemens-sieht-zug

https://www.cash.ch/news/politik/infrastruktur-siemens-sieht-zugboom-dur...

In wie fern wird Stadler Rail von diesem Schwung profitieren können? Zumal Stadler mit ihrem Produkt SMILE immerhin ebenfalls ein Hochgeschwindigkeitszug im Angebot hat.

Ich bin hier noch nicht investiert. Corona hat meinen Einstieg etwas verzögert. Für 2021 werde ich unter 40.-- wohl mal mit einer Tranche einsteigen. Und dies mit einen Anlagehorizont +5Jahre. 

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 31'224
Stadler Rail gibt deutscher

Stadler Rail gibt deutscher Tochter neuen Namen

Der Zugbauer Stadler Rail startet das Jahr 2021 mit einem neuen Firmennamen in Deutschland. Zudem wird der Standort Berlin ausgebaut.

11.01.2021 07:20

Die in Berlin ansässige Stadler Pankow hat ihren Handelsnamen in Stadler Deutschland umbenannt, wie das Thurgauer Unternehmen am Montag mitteilte. Mit der Umbenennung werde der Entwicklung der Gesellschaft Rechnung getragen, indem der Fokus auf den deutschen Markt auch im Namen geführt werde, heisst es als Begründung.

Stadler Pankow wurde im Jahr 2000 als Joint Venture der Stadlerrail und der Adtranz gegründet und im Folgejahr mit rund 200 Mitarbeitenden zu 100 Prozent durch Stadler übernommen.

In den Berliner Standort investiert Stadler derzeit bis zu 70 Millionen Euro. Bis im Sommer 2021 würden eine Produktions- und Inbetriebsetzungshalle sowie Büro- und Sozialraumflächen entstehen, heisst es weiter. Zusätzlich werde in Brandenburg sowie Schleswig-Holstein expandiert. Dort sollen weitere Flächen für Service- und Inbetriebsetzungstätigkeiten entstehen.

sig/cf

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 31'224
«Die Stadler-Rail-Aktie wird

«Die Stadler-Rail-Aktie wird dieses Jahr einiges aufholen können»

LLB-Experte Christian Zogg rechnet mit einer starken Performance von Stadler. Im Interview erklärt er ausserdem, ob Inflationsängste berechtigt sind und welche Trends die Märkte 2021 bestimmen.

12.01.2021 21:04

Interview: Marc Bürgi

Das IPO von Stadler im April 2019 war der wohl wichtigste Neuzugang an der Schweizer Börse in der jüngeren Zeit. Mit welcher Performance rechnen Sie?

Christian Zogg: Die Aktie legte seit ihrem Börsendebut im April 2019 bis Mitte Februar 2020 fulminant zu und erreichte eine Performance in der Nähe von 30 Prozent. Mit den Folgen der Pandemie auf den öffentlichen Verkehr und einigen hausgemachten Problemen wie dem überraschenden CEO-Wechsel war die Performance über das gesamte Jahr 2020 mit –14  Prozent deutlich schlechter als der Gesamtmarkt mit +3,8 Prozent. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach neuen Zügen wieder zunimmt. Stadler Rail ist der fünftgrösste Zughersteller in seinem Segment, in Europa sogar die Nummer drei hinter Bombardier und Alstom. Besonders stark ist die Marktposition dabei bei Regionalzügen. In den USA ist Stadler aktuell noch sehr klein, hat aber in letzter Zeit einige interessante Aufträge gewonnen. Wir denken, dass das Potenzial in den USA riesig ist. Wir erwarten, dass die Aktie dieses Jahr einiges aufholen könnte. So wäre ein Plus von bis zu 15 Prozent keine Überraschung.

Aktien von Tabakkonzernen und andere sogenannte Sin Stocks, also "sündhafte Aktien", liefern laut verschiedenen Studien langfristig oft gute Renditen. Wie stehen Sie zu solchen Investments?

Das Thema "Sin stocks" wird vor allem in den USA gespielt. In Diskussionen mit Kunden stellt man fest, dass je nach geographischer Herkunft die Wahrnehmung solcher Anlagethemen deutlich variieren kann. Nebst Tabak fallen auch Faust- und Handfeuerwaffenhersteller, Glückspielunternehmen oder private Gefängnisbetreiber und ähnliche Branchen in dieses Raster. In Skandinavien mag schon ein Bierhersteller in diese Kategorie fallen. Als Unterzeichner der UNPRI schliesst die LLB "Sin stocks" aus ihren nachhaltigen Portfolios aus, weswegen wir sie unseren Kunden auch nicht empfehlen. Der zunehmende Trend zu nachhaltigen Finanzanlagen führt dazu, dass diese Aktien von beaufsichtigten Investoren bereits jetzt schon systematisch gemieden werden. Das lastet auf der Bewertung und könnte zum (Fehl-)Schluss führen, dass die Performance in Zukunft deshalb überdurchschnittlich hoch sein müsste. Wir erwarten eher, dass sich diese Firmen mittelfristig vom öffentlichen Kapitalmarkt zurückziehen und in Hände wie Private Equity wechseln.

Das Börsenjahr 2021 hat begonnen. Welche drei Trends abseits der Pandemie werden das Anlagejahr prägen?

Gehen wir ein Jahr zurück und schauen, was uns vor Ausbruch der Pandemie beschäftigte. Hier kommen einem drei wesentliche Themenblöcke in den Sinn: Einmal ist da der Klimawandel, der weiter fortschreitet und industriell nachhaltiger Lösungen bedarf, um einerseits den weiter steigenden Energiebedarf CO2-neutral bereitzustellen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum nicht abzuwürgen. Der zweite Themenblock ist die Globalisierung und der Welthandel in einer Situation, in der sich China und die USA als Kontrahenten gegenüberstehen und die EU noch kein sichtbares Konzept hat, wie sie darauf reagieren soll. Das dritte Thema Staatsverschuldung hat mit den finanziellen Folgen der Pandemie markant an Brisanz zugelegt. Das "beherzte" Eingreifen der bedeutenden Notenbanken hat zu einer Vermischung von Geld- und Fiskalpolitik geführt, die immer schwieriger zu beherrschen sein wird.  

Manche Ökonomen sagen eine langfristig stark steigende Inflation voraus. Teilen Sie diese Einschätzung – und wenn ja, zu welcher Strategie raten Sie Anlegerinnen, um sich dagegen zu wappnen?

Wie schon nach der Finanzkrise hat die massive Lockerung der Geld- und Fiskalpolitik im Zuge der Coronakrise bei einigen Anlegerinnen und Anlegern zu Inflationsängsten geführt. Da es mit den in den vergangenen Jahren eingesetzten geldpolitischen Instrumenten (forward guidance, negative Nominalzinsen, Wertpapierkäufe) nicht gelungen ist, die Inflationsrate auf den Zielwert von 2 Prozent anzuheben, hat die amerikanische Notenbank ihre geldpolitische Strategie hin zu "mehr Flexibilität" geändert. Die sich für die nächsten Jahre abzeichnende wirtschaftspolitische Konstellation deutet nun auf höhere Inflationsraten hin. Allerdings ist in diesem Zusammenhang noch unklar, ob die expansive Geld- und Fiskalpolitik die strukturellen Deflationskräfte (demographischer Wandel, Digitalisierung, Globalisierung) überkompensieren kann. In Anbetracht der gegebenen Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Inflationsentwicklung und widersprüchlicher Marktsignale ist eine anlagepolitische Wette, die über unser Übergewicht bei inflationsgeschützten Anleihen hinausgeht, unseres Erachtens derzeit noch nicht gerechtfertigt. Ein systematisches Monitoring der Inflationssignale an den Finanzmärkten und der Bedingungen für die künftige Entwicklung der Verbraucherpreise ist aber dringend zu empfehlen.

Wie wird sich die Schweizer Börse kurzfristig entwickeln?

Die ersten Handelstage im Januar haben positiv begonnen. Seit letztem Juni bewegte sich der Schweizer Aktienmarkt in einer Seitwärtsbewegung zwischen 10'000 und 10'500 Punkten. Die letzten Handelstage haben einen Ausbruchsversuch in Richtung 11'000 Punkte gebracht. Das Erreichen dieser Marke trauen wir dem Markt in den nächsten Wochen durchaus zu.

Wo steht der SMI in zwölf Monaten?

Die Performance des Schweizer Aktienmarktes wird stark durch Nestlé und die beiden Pharma-Schwergewichte beeinflusst.  Die Kontrolle beider Parlamentskammern durch die Demokraten erhöht die Wahrscheinlichkeit für ein grösseres US-Fiskalpaket und damit ein noch stärkeres Wachstum der Wirtschaft. Den Finanzwerten, also Banken und Versicherungen, trauen wir 2021 damit eine klar positive Performance zu. In einem Jahr sehen wir den SMI im Bereich von 11'250 bis 11'750 Punkten.

Das Interview wurde schriftlich geführt. Es erschien zuerst auf HZ unter dem Titel: "Zu Stadler Rail: 'Wir denken, dass das Potenzial in den USA riesig ist'"

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 31'224
Stadler erhält Auftrag im

Stadler erhält Auftrag im Wert von bis zu 240 Millionen Euro

Der Zughersteller Stadler Rail hat mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) eine Vereinbarung zur Lieferung von bis zu 20 neuen Lösch- und Rettungstriebzügen unterzeichnet.

14.01.2021 07:37

Der Auftragswert beträgt bis zu 240 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zunächst, in einem ersten Abruf, bestelle die ÖBB fünf Züge im Wert von rund 60 Millionen Euro, heisst es weiter. Die ersten Fahrzeuge sollen bis spätestens Mitte 2024 in den Einsatz kommen.

Die Fahrzeuge sind sowohl für Interventionen in den drei neuen Basistunneln Koralm, Semmering und Brenner, als auch als Ersatz der ersten Generation von Lösch- und Rettungszügen der ÖBB vorgesehen, so Stadler weiter. Sie können auf dem gesamten Streckennetz der ÖBB verkehren.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Pieti
Bild des Benutzers Pieti
Offline
Zuletzt online: 21.01.2021
Mitglied seit: 27.11.2013
Kommentare: 103
Widerstand überwunden

Nach der positiven Berichterstattung/Einschätzung von LLB Experte und der News bezüglich der Zugbestellung der ÖBB scheint nun nach einigen Versuchen der Widerstand bei 41.40 überwunden. Der Weg scheint endlich offen bis Richtung 45.-  Mal schauen, ob heute das Niveau von 42.- gehalten werden kann. 

 

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 31'224
Stadler liefert 30

Stadler liefert 30 Lokomotiven an britische Rail Operations

Der Zugbauer Stadler Rail liefert 30 dieselelektrische Lokomotiven der neuen Klasse 93 an das britische Unternehmen Rail Operations.

15.01.2021 06:59

Die erste Tranche von 10 Loks werde im Jahr 2023 geliefert, teilte das Ostschweizer Unternehmen Stadler Rail am Donnerstagabend in einem Communiqué mit.

Die Lokomotiven der neuen Klasse 93 basieren auf der bisherigen Modellen der Klasse 68 und 88, die bereits seit Jahren in Grossbritannien im Einsatz sind, wie es weiter hiess. Die Loks haben einen Dreifachantrieb: Sie können mit Strom, mit Diesel und mit Batterien betrieben werden, um auch auf nicht-elektrifizierten Strecken eingesetzt werden zu können. Zudem sind sie schneller als die Vorgängermodelle: Statt 160 Kilometer pro Stunde können sie 177 km/h fahren. Finanzielle Details des Deals wurden nicht genannt.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 31'224
Übernimmt Peter Spuhler die

Übernimmt Peter Spuhler die Chefrolle bei Stadler Rail dauerhaft?

Peter Spuhler zieht sich aus dem Verwaltungsrat von Autoneum zurück. Das lässt das Unternehmen die Öffentlichkeit in einer Medienmitteilung beiläufig wissen. Was das für Stadler Rail bedeuten könnte.

21.01.2021 08:16

Von Lorenz Burkhalter

Peter Spuhler wird sich an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl in den Autoneum-Verwaltungsrat stellen. Das lässt sich quasi beiläufig der Medienmitteilung des Automobilzulieferunternehmens rund um die Veröffentlichung der Jahresumsatzzahlen entnehmen.

Davon lassen sich Beobachtern zufolge zwei Rückschlüsse ziehen. Einerseits könnte Spuhler bei seinem Steckenpferd Stadler Rail auf Dauer auf dem Chefsessel bleiben. Der Industrielle bekleidet diese Rolle seit Mai 2020 interimistisch. Denn wie Autoneum in der Medienmitteilung schreibt, will sich Spuhler "aufgrund der unvorhergesehenen Wiederübernahme der Funktion als Group CEO von Stadler Rail verstärkt fokussieren".

Andererseits könnte der Rückzug aus dem Verwaltungsrat auch als Vorbote einer Reduktion der Autoneum-Beteiligung verstanden werden. Spuhler hält gut 16 Prozent am Automobilzulieferer. Das macht ihn zum zweitgrössten Aktionär nach Michael Pieper (21 Prozent). Die Beteiligung geht auf die Zeit vor der Abspaltung des Unternehmens vom Textilmaschinenhersteller Rieter von 2011 zurück.

Aktienkurs bei Stadler Rail lässt noch zu wünschen übrig

Beobachter würden es sehr begrüssen, übernähme Spuhler die Chefrolle bei Stadler Rail auf Dauer. Der Industrielle kenne nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Branche wie seine Westentasche. Das sei angesichts des anspruchsvollen Umfelds und im Wissen um die firmenspezifischen Probleme von grossem Vorteil.

Die Anleger scheinen diese Meinung zu teilen. Im vorbörslichen Handel von Julius Bär erfassen Anschlusskäufe die Stadler-Rail-Aktie. Diese gewinnt zur Stunde 0,3 Prozent auf einen Mittelkurs von fast 44 Franken. Jene von Autoneum notieren dank guten Umsatzzahlen hingegen bei 154,70 Franken und damit um 2,2 Prozent über dem Schlussstand vom Vortag.

Nach einer enttäuschenden Kursentwicklung im letzten Jahr konnte die Stadler-Rail-Aktie in den vergangenen Tagen kräftig Boden gutmachen. Alleine seit Freitagabend errechnet sich ein Plus von fast 8 Prozent. Ursprünglich ging der Hersteller von Schienenfahrzeugen im April 2019 zu 38 Franken je Aktie an die Börse.

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten