Langfristanlage Strategie 2.0 (in memoriam John Doe)

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Karat1
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Raiffeisenbank

Die Raiffeisenbank in unserer Region Aarau - Lenzburg bietet die Zeichnung von Genossenschaftsanteilen an. Die Verzinsung ist vergleichsweise mehr als gut und die Anlage sollte aus meiner Sicht sehr sicher sein. Ich habe schon seit Jahren Anteilscheine der RB und habe nun noch weitere gezeichnet. Karat1

Karat1
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Gut gelaufen - Was jetzt?

Für uns Langfristanleger ist die Börse 2015 (bis jetzt) ja eigentlich zufriedenstellen gelaufen. Meiner Meinung nach kann und wird es aber so nicht noch lange weitergehen. Was uns kurz- bis mittelfristige die "Börsensuppe" versalzen könnte wird uns ja täglich um die Ohren geschlagen. Grexit, Zinserhöhungen in den USA, Terror der ISIS, rückläufiges Wachstum in den wichtigsten Ländern, Russland-Ukraine-Konflikt, etc., etc.! Gut man kann ja sagen, das wissen wir schon alles und diese Probleme ist bereits eingepreist in den Kursen. Aber stimmt das auch, ich denke eher nicht. Im Moment glauben die Anleger noch, "DIE" werden es schon irgendwie richten, dass alles wieder rund läuft. OK, kann sein, kann aber auch nicht sein. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, sollten wir als Langfristanleger unser Aktiendepot nicht um 1/3 oder gar 1/2 reduzieren und mal die aufgelaufenen Gewinne realisieren? Die Alternative ist durchhalten. Hat man verkauft, kommt irgendwann wieder das Problem wo man wieder einsteigen soll. Trifft man dann in etwas die richtigen Zeitpunkt bzw. den richtigen Kurs?

Würde mich interessierten wie ihr taktiert und wo eure Gedanken kreisen.

Karat1  

Karat1
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Danke Sastro.

Ja, im Nachhinein ist man klüger. Ich werde die Lage weiter beobachten und hoffe, dass ich den Entscheid teilweise verkaufen oder voll investiert zu bleiben gar nicht erst fällen muss. Dann nämlich wenn es wieder oppsi gaht. Karat1

Supermari
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Ihr sprecht was wichtiges an.:

Raus gehen in einem guten Zeitpunkt klappt vielleicht recht gut. Das schwierig ist dann aber jeweils... wann steige ich wieder rein? Das ist eine tricky Sache. Das dürften viele unterschätzen.

Das ist auch der Grund wieso ich wohl nie ganz raus gehen werde resp. rel. zeitnah dann die Aktienquote erhöhen würde.

Zur Zeit ist noch alles i.O. meiner Ansicht nach. Nach studieren anderer Bullenphasen fehlt mir hier noch eine richtige Übertreibungsphase so wie mir bei Gold schon seit anfangs Jahr der letzte richtige schmerzvolle Taucher fehlt. Man sollte sich vor Augen halten das wir nach über eine Dekade Seitwärtsphase bei vielen wichtigen Indizes endlich mal ausbrechen konnten. Das ist schon mal ein starkes Signal.

Es ist doch so... doch recht viele haben sich wieder auf das Börsenparkett gewagt kürzlich nach jahrelangem Zuschauen... und diese hat man schon wieder verjagt. Die meisten behaupten wieder wir stände zu hoch, der Absturz stehe vor der Tür, Höchststände an den Börsen! Ja nicht rein, das kann nur nach unten... wenn es jetzt aber rauf geht, DAX neue ATH (KURSINDEX), SMI bei 10'000, US-Indizes mit ATH's... was wird wohl passieren? Was wenn nach dem ATH vor dem ATH ist? (ATH = All Time High)

PS: Bei Indexfonds würde ich dann ganz rausgehen sollten es gewisse Signale so suggerieren... das oben geschrieben gilt für die einzelnen Aktien in meinem Depot.... dort dürfte ich nur in den seltesten Fällen ganz raus gehen - schon gar nicht wenn ich sie zu den Kerntitel zähle.

Karat1
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Griechenland

Wenn es nicht noch ein Nachbeben gibt und davon gehe ich aus, werden sich die Aktienkurse wohl relativ schnell wieder erholen. Schade, dass die Korrektur nach unten nicht grösser ausgefallen ist. Den Grund für die "relativ" harmlose Korrektur deute ich so, dass alle Marktteilnehmen lange Zeit hatten sich zu positionieren bzw. zu entscheiden wie sie reagieren sollten. Je länger die Unstimmigkeiten in den verschiedenen Gremien anhielten um so vertrauter konnten die Anleger sich ein Bild machen. Es sind ja nicht die Unternehmen die Probleme haben sondern die Politiker. Und Politiker sind nun einfach mal keine Unternehmer. Bei Problemen unternimmt der Unternehmer etwas. Die Politiker sind keine Unternehmer und daher unternehmen sie nichts. Es ist ja nicht ihr Geschäft und im besten Fall werden sie dann hoffentlich abgewählt.

Mir persönlich wäre ein kurzer u. grösserer Taucher lieb und recht gewesen. Wollte mir noch Novartis N reinnehmen. Aber die nächste Chane kommt wieder. Wenn nicht, es hat noch viele gute Unternehmen die man kaufen kann. Die Zeit wird kommen um dann noch was ins Depot zu legen. Karat1

 

simisimy
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Novartis möchte ich neben Nestle auch noch gerne aufstocken beim nächsten grösseren Taucher.

Welche Unternehmen hast du sonst noch im Visier Karat1?

 

Bei mir wären noch Zurich insurance und Swiss Re auf auf der Watch-List, oder Kühne und Nagel.

 

Schnitthelm Wac...
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Ich bin überzeugt, dass die Griechenlandkrise bei Weitem noch nicht in den Kursen enthalten ist. Morgen (Grexit) könnte es allerdings krachen! Und/oder Ende Juli, wenn wiederum Zahlungen anstehen.

Es sollte uns eine Lehre sein, was eine Linksregierung für die Wirtschaft bringt (unsere Wahlen im Herbst!).

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

Karat1
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@simisyms

 

Ernsthaft habe ich im Moment eigentlich nur noch Novartis u./od. Bayer auf dem Kaufzettel. Mal schauen ob NOVN noch etwas günstiger werden. Wenn nicht lass ich es mal so sein. Im Sommer kann noch viel passieren und da bin ich dann froh, wenn ich nochmals günstig etwas posten kann. Schauen wir mal. Karat1

 

 

khug
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@Karat1: ja, Novartis hatte ich auch auf meiner Liste - bis gestern. Da habe ich nochmals um etwa 8% aufgestockt. Sollte der Kurs noch weiter fallen, so dass die Dividendenrendite über 3% zu liegen kommt, würde ich gerne noch weiter einkaufen, habe aber wenig Cash zurzeit... Ausserbörsliche Projekte wie Ferien und anderes Schönes. 

Unabhängige Informationen zum Investieren in Aktien findet Ihr auf 
www.clever-investiert.info

Domtom01
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Verallgemeinerungen

Mir ist es egal, wer regiert, solange die Freiheits- und Menschenrechte respektiert werden. Ob es eine linke, rechte, liberale oder sonstwas Regierung ist, ist schlicht drittrangig. Sie müssen nur der Wirtschaft Freiraum gewähren. Und das haben selbst linke Regierungen gemacht, z.B. in D unter Schröder (rot-grün), in GB unter Tony Blair, auch in den USA, denn Clinton und Obama sind "Linke" im Verständnis der USA. Tsipras und seine "Linken" haben durchaus richtige Ansätze, was die Logig betrifft, aber es ist in Europa nicht hoffähig, zurecht wie ich meine, denn die Schulden wurden gemacht und das Geld verbraucht. Dennoch: Verallgemeinerungen sind selten treffend, sondern allgemein, wie der Name schon sagt.

Karat1
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Novartis

@sarastro

 

Habe meine Novartis zum gewünschten Kurs erhalten. D.h. ich habe eine weitere Position in meinem Depot mit der ich nichts mehr zu tun habe die nächsten Jahre. Ausser natürlich die Dividenden zu kassieren. Das ist ja meine Lieblingstätigkeit und belastet mich nicht Wink

Karat1

 

Schnitthelm Wac...
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Domtom01 hat am 30.06.2015 - 12:18 folgendes geschrieben:

Mir ist es egal, wer regiert, solange die Freiheits- und Menschenrechte respektiert werden. Ob es eine linke, rechte, liberale oder sonstwas Regierung ist, ist schlicht drittrangig. Sie müssen nur der Wirtschaft Freiraum gewähren. Und das haben selbst linke Regierungen gemacht, z.B. in D unter Schröder (rot-grün), in GB unter Tony Blair, auch in den USA, denn Clinton und Obama sind "Linke" im Verständnis der USA. Tsipras und seine "Linken" haben durchaus richtige Ansätze, was die Logig betrifft, aber es ist in Europa nicht hoffähig, zurecht wie ich meine, denn die Schulden wurden gemacht und das Geld verbraucht. Dennoch: Verallgemeinerungen sind selten treffend, sondern allgemein, wie der Name schon sagt.

Ein Tsipras will nur Kredite und nie zurück zahlen! Eine solche Regierung sagt schon alles. Ich warte nur noch, bis dieser Typ die Banken ausraubt (in den eigenen Sack!). Sein hämische Lachen verrät bereits alles! Auf den Abstimmungsformulare vom kommenden Sonntag werden wohl zwei Nein-Felder stehen!

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

Brunngass
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Lieber Schnitthelm,

bis Tzipras die Banken ausraubt,musst Du lange warten.Nirgens auf der Welt hat es sowenig Geld,wie in den griechischen Banken. 40 Milliarden liegen unter den griechischen Kopfkissen.Dort müsste er suchen.

Wahrscheinlich gibts diese Nacht einen faulen Kompromiss und dann geht die Chose von vorne lose.

 

 

Mit links und rechts hat das Ganze wenig zu schaffen.

 

Karat1
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Novartis

Kaum habe ich Novartis N im Depot, schon liegt eine Milliarden-Klage auf dem Tisch. Ich hoffe, dass sich die Amerikaner und Novartis über einen "faulen" Kompromis einigen können. Was ist nur los mit den Führungspersönlichkeiten in der Politik und Wirtschaft. Sind sich diese Personen überhaupt noch ihrer Verantwortung bewusst. Wohl nicht. Die glauben doch sie seien der Nabel der Welt. Dabei geht es um nichts weniger als um die gesamte Menschheit. Sanktionen haben sie ja nicht zu befürchten und Bußen zahlen sie aus der Portokasse. Aber eben eine Krähe pickt keiner anderen Krähe ein Auge aus. Ich bin aber der Meinung, dass sich auch ohne salben und schmieren, dafür mit Qualität und Ehrlichkeit gutes Geld verdienen lässt. Es muss für alle reichen, sonst wird es irgendwann "böse" enden. Karat1

Zyndicate
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Ein bisschen «Matrix» fürs Portfolio
 

Wird die künstliche Intelligenz zum nächsten grossen Anlagethema? Ein führendes amerikanisches Unternehmen soll laut einer Studie auf diesem Gebiet führend sein.

Von Lorenz Burkhalter

Im Frühsommer 1999 setzte "The Matrix" mit Keanu Reeves in vielerlei Hinsicht neue Massstäbe. Der Science-Fiction-Film handelt davon, dass die Menschheit einen Krieg gegen von ihr selbst geschaffene Maschinen mit künstlicher Intelligenz verloren hat und seither von dieser unterdrückt wird. Die Menschen leben in einer Art Brutkasten, wo sie durch eine computergenerierte Traumwelt unter Kontrolle gehalten werden und den Maschinen als Energiequelle dienen.

Darf man dem Analysten Steven Milunovich von der UBS Investmentbank Glauben schenken, dann hat die Forschung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz auch in der realen Welt gewaltige Fortschritte zu vermelden. Laut Milunovich könnte die damit verbundene Technologie zum nächsten grossen Anlagethema werden.

Enorme Folgen für ganze Wirtschaftszweige

Milunovich zufolge ist der amerikanische Riesenkonzern IBM mit seinem Projekt Watson führend auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Doch auch andere grosse Unternehmen wie Microsoft, Google oder Facebook seien dabei, zum Rivalen aufzuschliessen. Der profunde Branchenkenner sieht auf diesem Gebiet aber auch vielversprechende neue Firmen entstehen.

Die künstliche Intelligenz kann ganze Wirtschaftszweige grundlegend verändern. Sowohl in den Industrieländern als auch in den aufstrebenden Regionen droht in rund zehn Jahren ein signifikanter Verlust von Arbeitsplätzen. Betroffen sei nicht mehr länger nur das verarbeitende Gewerbe, sondern auch Berufsgattungen wie Buchhalter, Anwälte oder Berater. Auch im Finanzsektor sieht Milunovich Anwendungsmöglichkeiten für die neue Technologie, beispielsweise im Bereich der Vermögensverwaltung oder der Kreditanalyse.

Bei der UBS Investmentbank macht man aber keinen Hehl daraus, dass Anlegern auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz viel Geduld abverlangt wird und ein langfristiger Anlagehorizont gefragt ist. Die Grossbank rät Anlegern dazu, mit der Aktie von IBM ein bisschen "Matrix" ins Portfolio zu legen.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Supermari
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Der Zeitpunkt des Kaufs ist immer noch eines der entscheidenden Faktoren. Alleine damit kann man bei einem soliden Dividendentitel der Dividenden über Zeitraum 10 Jahren zu erhöhen vermag - am besten schrittweise - gut 5-6% oder gar etwas mehr holen. Kursgewinne kommen dann obendrauf. So sind über 10 Jahre und mehr denke ich schon mal zweistellige Renditen möglich.

Mit etwas Glück und Geduld kann mit Growthtitel als Beimischung mehr rausgeholt werden.

Mind. 20% ist dann aber wohl als Privater über Jahre hinweg schon sportlich und nur mit ETF auf Indizes und ähnliches kaum machbar.

Supermari
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Jetzt wirds langsam wirklich spannend und die heisse Phase dürfte nun eingeläutet sein. In den amerikanischen Indizes erwarte ich nun eine klare Bewegung. Insbesondere beim S&P500 dürfte nun endlich was passieren.

Das Jahr 2015 war zur Zeit vom Kursband her gesehen eines der langweiligsten seit langem. Die Monatskerzen (Körper) sind..... lieber kein Kommentar.

Nun aber spitzt sich im Chart alles zu. Eine Entscheidung muss her.

Bei den europäischen Indizes ist die Sachlage etwas anders... nur den Amis werden sie sich leider nicht entziehen können sollte es ruppeln dort drüben.

Ich denke den viel beschworenen Crash... ach ich hasse das Wort... die viel beschworene Korrektur... ach das hört sich gleich besser an... werden wir erst gegen Ende 2016 haben. Zuvor dürfte es aber schon etwas Ruppeln.

Wie sich absichern? Cash auf der Seite... Cash ist King... gar sollten Negativzinsen uns Kleinen auch belasten für eine Weile (solange diese nicht extrem hoch sind).

Und bei Aktien bei klaren Signalen raus. Keine Käufe bei fallenden Messern. Zukäufe eher vorsichtig und gut durchtacht... und sollte die Zeit von Gold und später Rohstoffe wieder geschlagen haben dort zugreifen... aber lieber zu später und teurer rein dort als viel zu früh.

Ghost
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Weltwirtschaft

Nun, die Währungsabwertung der Chinesen wird ganz Asien betreffen. Auch die Rohstoffe werden darunter leiden. Wenn es durch die Zinserhöhung der Amerikaner eine weitere Dollaraufwertung gibt, dann werden die Kapitalflüsse verstärkt nach Amerika fliessen. Zum Leidwesen der Asiaten, werden die Investitionen zurück gefahren. Sollte die Terrorgewalt weitere Metropolen betreffen, wird die Verunsicherung noch stärker. Keine gute Voraussetzung für die Weltwirtschaft. Eine  erste Aktien-Korrektur wird es wohl im Oktober 2015 geben. 

Ich bleibe vorsichtig und beobachte die Märkte genau. 

Domtom01
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Doppelt richtig

Hallo sarastro

Ich danke dir für das Einstellen dieses sehr interessanten Beitrages!

Du hast nicht nur den richtigen Platz gefunden, genau hier gehört er hin, sondern auch dargelegt, warum man als Normalinvestor NICHT in Pennystocks/Schrottaktien investieren sollte.

Day-Traden ist nichts für den Durchschnittsinvestor, da zu zeitintensiv und in der Schweiz zu teuer.

Und stell dir vor! Es gibt Leute, die hier lesen. 

Schönen Tag und gute Langzeit-Geschäfte

Karat1
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John Doe's Erben!

Hallo GWT. Finde es toll, dass Du diesen Beitrag wieder "aktivierst"! Dank, den Lehren aus J.D.'s Beiträgen, welche immer Hand und Füsse hatten, lässt mich dieser kürzliche Einbruch an den Börsen erstaunlicherweise eigentlich kalt. OK, im ersten Moment ist es mir schon auch etwas wärmer geworden bei dem "roten" Gemetzel. Aber eigentlich hatte ich diesen Moment auch herbeigesehnt, um in der Wirklichkeit mein Handeln zu prüfen. Der Rede kurzer Sinn, ich bin immer noch mit allen Positionen die ich vor dem Einbruch schon hatte investiert geblieben. Eigentlich war es ganz einfach. Weil ich weis, dass sich das Blatt auch wieder wendet. Wann das sein wird, werden wir sehen. Jedenfalls ist dies die sichere Möglichkeit wieder in die Gewinnzone zu kommen. Auch generiere ich keine Bankspesen, keine Courtagen, etc.! Ich kann bequem auf die Wende warten. Dass es wieder mal nach oben geht ist sicher. Wie lange es geht, lässt sich nicht sagen. Wichtig ist, dass man dabei ist wenn die Trendwende kommt. Ich danke aber mit Zukaufen kann noch zugewartet werden. Ich habe allerdings gleich nach dem Crash eine Portion Anheuser Bush in Brev. gekauft. Die hatte ich ja vorher schon mal im Depot und dann mal mit Gewinn verkauft. Jetzt ist aber wieder Zeit, diese Aktie wieder ins Depot zu nehmen. Vielleicht ist der Kaufzeitpunkt nicht 100% optimal (im Winter wird ja weniger Bier getrunken), aber der Preis der Aktien war halt schon sehr verlockend. Sonst habe ich nichts in meinem Depot geändert. Und bald, flattern auch die Dividenden wieder auf's Konto. Danke John Doe!

Brunngass
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Lieber Sarastro,

verlieren kann man mit jeder Anlage.

Es ist klar dass an der six auch richtiger Mist gehandelt wird.Aber wenn jemand Geld anlegt,ohne vorher das Unternehmen gründlich zu untersuchen,ist er sowieso selber schuld.

 

Aber ich war ja jetzt in der Welt unterwegs und habe vieles gesehen und mit ein paar Menschen gesprochen.

 

Ein höheres Tier aus dem grössten europäischen Automobilkonzern hat mir dabei ein Gerücht bestätigt.

Jedes 2. Auto,wurde als Scheinverkauf abgestossen.Man kann diese Autohalden auf Google im Süden Deutschlands sehen (daher stammt ja auch das Gerücht ).

 

Ich wundere mich aber schon das Nestle seine Thomy im Heimmarkt nur als Aktion los wird. In meinem Tante Emma Laden zahlt man natürlich den regulären Preis.Es kauft aber nicht jeden Tag einer eine Mayotube in diesem Laden.

 

WER GLAUBT ER KÖNNE FADEGRAD ZWISCHEN GUT UND SCHLECHT UNTERSCHEIDEN IST NAIV

 

 

es ist allerdings schon so dass meine Röller ,meine Performance verhageln.Hat man mit einer Aktie dreimal gutes Geld verdient,ist nicht gesagt,das sich dass immer wiederholt.

Karat1
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Der lange Atem bringts!

Der "lange Atem bringts"

K-Geld 4/2015

________________________________________________________________________________________

In der K-Tipp Ausgabe 4/2015 vom September 2015. Aktien: Wertentwicklung in Zehnjahresperioden:

1973 - 1982     - 32,6%

1991 - 2000      426.6%

1993 - 2002      136.1%

1994 - 2003        94.7%

1995 - 2004      123.3%

1996 - 2005      148,3%

1997 - 2006      153.8%

1998 - 2007        60,9%

1999 - 2008        -8.7%

2000 - 2009         2,2%

2001 - 2010        -5,1%

2002 - 2011        13,5%

2003 - 2012         82,8%

2004 - 2013         87,7%

2005 - 2014        101,6%

 

Was braucht's dafür? Nebst Stehvermögen in stürmischen (Hurricans) Perioden, braucht es dafür Topaktien. Solche die es schon 100 Jahre gibt und die es auch in weiteren 100 Jahren noch geben wird! Schade, dass ich wohl höchstens noch zwei  10-Jahresperioden erleben werde. Wenn ich gesund bleibe, würde ich aber gerne auch noch eine 3. 10-Jahresperiode mit-erleben. Aber eben, diesbezüglich gibt es halt kein Wunschkonzert.

 

 

 

    

 

 

 

Ghost
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Karat1 hat am 04.09.2015 - 10:32 folgendes geschrieben:

Wenn ich gesund bleibe, würde ich aber gerne auch noch eine 3. 10-Jahresperiode mit-erleben. Aber eben, diesbezüglich gibt es halt kein Wunschkonzert.

 

 

 

    

 

 

 

Ich wünsche dir natürlich ein langes und gesundes Leben. Aber die beste Zeit ist immer das hier und jetzt und nicht die ungewisse Zukunft.

Hat mit Börse nichts zu tun, aber es darf auch mal was praktisches sein, was ein intensives Leben auf kurzer Zeit bedeuten könnte.

Habe ein gutes Buch gelesen, der Autor war ein Pfarrer. Darin beschreibt er die Schicksale von Leuten, die den Tod vor Augen haben. Die einten zaudern über den bevorstehenden Tod, die anderen nehmen es mit Fassung. Der Pfarrer ging der Sache auf den Grund, weshalb es diese zwei unterschiedlichen Gruppen gibt.

Ich will es kurz fassen, wer ein glückliches und intensives Leben hinter sich hat, kann das Ende eher akzeptieren, als die Gruppe, welche sich alles für die Zukunft aufsparen. 

Man spart zwar für die Zukunft, aber man kann es irgendwann nicht mehr geniessen. Langfristiges Anlegen muss diesen Ansatz berücksichtigen. 

Domtom01
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@Karat1 & Interessierte

Ich habe lange gezögert, auf deinen Post zu antworten, denn meine Antwort ist etwas länger und wird nicht unbedingt gefallen. Warum soll ich mir so was antun?

Sagen wir es so, ich mache es zu Ehren des Mannes, der das Thema langfristiges Investieren auf seine Fahne geschrieben hat: John Doe

Wenn ich mir die Tabelle anschaue, dann frage ich mich zuerst: Was willst du damit zeigen? So wie ich deine Worte verstehe, soll es wohl heissen:"Investiere in Top-Aktien und lass laufen und ja nicht verkaufen, denn langfristig steigt dein Depot".

Doch so genial ist es nicht. Schau dir mal die folgenden Perioden an:

1991 - 2000      426.6% 

1993 - 2002      136.1%

1994 - 2003        94.7%

1995 - 2004      123.3%

Der fantastische Anstieg von 1991 bis 2000 wird in der Periode 1994 bis 2003 dramatisch eingedampft. 

Auch hier sieht es nicht wirklich gut aus!

1997 - 2006      153.8%

1998 - 2007        60,9%

1999 - 2008        -8.7%

2000 - 2009         2,2%

2001 - 2010        -5,1%

Woran liegt es? Und was kann man tun, um bessere Resultate zu erreichen?

Erklärungsversuch

Es gibt langfristige Perioden, wo Aktien super-performen (ca. 4-6 Jahre) und solche wo sie under-performen (ca. 1-2 Jahre). Dabei wechseln sich Perioden mit länger dauernden Aufwärtsphasen ab mit relativ kurzen Crash-Phasen.

Der Trick besteht jetzt darin, einigermassen früh zu erkennen, wann wir uns in welcher Periode befinden. Dabei nehme ich hin, dass ich den Markt nicht perfekt timen kann, das kann niemand. 

Folgender Chart zeigt den DAX von 1990 bis 2015:

Wer 1990 Aktien gekauft (oder ETF) hat und liegen liess, hat eine sehr gute Performance gemacht: von ca. 2000 auf ca. 10000 

Wenn es nun gelingt, die "hässlichen Perioden" zumindest teilweise zu vermeiden, dann wäre die Performance wesentlich besser! Konkret hätte man 2000 - 2003, 2008 bis 2009 zumindest teilweise vermeiden müssen. Ich sage sogar: Man hat es vermeiden können. Dafür braucht man Instrumente. Hierfür nutze ich Charts, die ich sonst (im kurzfristigen Bereich) nicht benütze, schon gar nicht für Biotechs.

Das wichtigste ist dabei, mit den Trendlinienn zu arbeiten: 50-Tages- und 200-Tageslinie. Folgender Chart zeigt mehr als 1000 Worte:

Anfang 2008 durchquert die grüne Linie (50 Tage Trendlinie) die rote von oben nach unten, ein sogenanntes "Todeskreuz", was ein Verkaufssignal ist. 

Ca. Juni 2009 durchquert die grüne Linie die rote, diesmal von unten nach oben. Das ist das Kaufsignal.

Auf diese Weise hätte man die Verluste beträchtlich eingrenzen können: von ca. 7500 auf 5000. Mehr noch: Man hätte einen Teil des Geldes in Puts investieren können, bzw. in Festgeld parken (damals gab es noch Zinsen!).

Das ist die Basis. Daneben kann man andere Instrumente heranziehen, um die Performance weiter zu verbessern, was aber den Rahmen hier sprengen würde.

Zum Abschluss ein Chart zum Nachdenken:

Nicht vergessen: Es gibt in allen Phasen Aktien, die super-performen. Die Auswahl der richtigen Aktien bleibt von grösster Wichtigkeit. Ich bleibe weiterhin vor allem in einer Aktie investiert, aus Gründen, die ich dort genannt habe (Cosmo).

Daneben habe ich einen Put im Depot (Versicherung) und weitere kleinere Positionen (alles Biotechs).

Von den sogenannten blue-chips habe ich schonn seit vielen Monaten nichts mehr.

 

Karat1
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@sarastro

Bin ganz Deiner Meinung. Qualitätsaktien mit Zukunft, in der Vergangenheit regelmässig (steigende) Dividenden Aktien und natürlich in einem seit Jahren und auch in Zukunft gefragtem Business. Mit dieser Positionierung kann kaum etwas schief gehen. Klar, es kann immer mal runtergehen, Aber Aktien von guten Firmen, Markführer, etc. werden immer Käufer finden.

Seit wie vielen Monaten werden jetzt schon höhere Zinsen erwartet/verkündet. Steigende Zinsen sind für Aktienkurs nicht gerade förderlich. Aber bis jetzt ist sind die Zinsen nicht gestiegen. Aber es ist schon klar, dass die Zinsen wieder mal steigen werden, aber wann das ist wird die Zukunft zeigen und die kennen wir nicht. Wann die Zinsen steigen weis ich nicht, aber ich bin der Meinung, dass die Zinsen nicht schockartig steigen sondern sehr moderat. Ich bleibe voll in Aktien investiert (ausser Sparkonti, etc.)! Karat1

Supermari
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Die Zeichen sind seit ein paar Wochen recht klar finde ich... abwarten. Was man mit dem DAX angestellt hat war ein Schlag ins Gesicht. Als sehr konjukturlästiger Index halte ich viel vom dem Index.

Verkaufen? Wer es will soll das tun. Ich für meinen Teil habe wenige Sachen verkauft und wenn dann nicht weil Märkte fielen sonder weil Charts bei entsprechenden Titel futsch waren (grosse Bild).

Kaufen? Nööö danke... warte ab. Möglichst optimaler Risiko / Chancenmix muss her... vor allem bei den Blue Chip und Dividendenperlen. Ich werde nicht mehr gross auf das Thema eingehen, da es vor einiger Zeit grosse Diskussionen gab... nur zwei Punkte...

 

a)

Dividendentitel soll man möglichst tief kaufen können... Mehrrendite über Jahren MASSIV... egal was einige meinen. Man hat ja bei gleichen Einsatz mehr Titel.

Grössere Anzahl Aktien im Depot > Mehr Kursgewinn. Mehr Titel > jährlich mehr Dividenden. Mehr Dividenden, welche man gleich reinvestiert > Schönerer Dividenden Dividenden Effekt. Schöner Dividenden Dividenden Effekt > Grössere Anzahl Aktien im Depot. Grössere Anzahl Aktien im Depot > Grösserer Kursgewinn. usw.

Über viele Jahre hinweg ist der Unterschied, die Titel jeweils z.B. 10% weiter unten zu kaufen als andere Käufer frappant. MASSIV... egal was einige meinen.

Ist klar dass man Tief nicht erwischen wird. Manchmal hat man Glück und erwischt zwar Tief recht gut... aber selten. Es geht einfach darum nicht gleich oben zu kaufen. Das sollte man vermeiden.

 

b)

Wenn Dividendentitel dann möglichst solche mit einer lumpenreinen Dividendenhistory. Möglichst keine Senkungen. Möglichst keine Aussetzer. Möglichst schön stetig steigende Dividenden jährlich oder einfach alle 2-3 Jahren wären sehr schön. Zudem Dividenden von Firmen welche nicht gleich 100% als Dividenden ausschütten.

Was alleine die jährliche Erhöhung der Dividenden von ca. 3% bei Dividendenrendite von ca. 6% ausmachen kann sieht man beim nächsten Chart (alleine Effekt von Anhebung Dividenden... Kursgewinne interessiert hier keinen).

Nun überlege man sich, wie es aussehen täte wenn Dividendenrendite durchschnittlich ca. 5% wäre und Dividenden im Durchschnitt durchs Valuedepot ca. 5-6% betragen würde. Alleine die Dividendenrendite (brutto) wäre dreistellig... alleine Dividendenrendite. Kursgewinne kämen dazu. Und dies ohne grosse "Anstrengung".

 

>>>

 

Zusammengefasst: Dividendentitel möglichst günstig kaufen und liegenlassen. Dividenden möglichst reinvestieren. Möglichst erstklassige Dividendentitel kaufen mit schöner Dividendenhistory und regelmässig steigenden Dividenden. Keine Dividentitel, welche gross über 60% Ausschüttung aufweisen... Dividenden sollen nachhaltig ausbezahlt werden.

 

Lage zur Zeit: Kleine Käufe okay... denke etwas abwarten und beobachten kann auch nicht schaden. Gross kaufen drängt sich aktuell nicht ein... dass ist das was die Charts der grossen Indizes erzählen. Wieso alles runter soll oder rauf... halte mich eher zurück Mutmassungen zu treffen auf Grund "Fundamentales". Erstens haben Grosse Wissensvorsprünge. Zweitens können Grosse Lage besser einschätzen. Dritten ist die Welt viel zu kompliziert und viel zu vernetzt.

Zu diesem Thema ein "guter" Artikel von Steffen von heute...

https://www.stockstreet.de/steffens-daily/21944-die-3-faktoren-anlageent...

 

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Domtom01
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Eine Krise kommt nicht dann, wenn die Mehrheit damit rechnet. Auch nicht, wenn sie von einer Minderheit herbeigeredet wird. Dennoch wird es welche geben, die hinterher sagen werden, dass sie vorher davor gewarnt hätten. 

Ein Teil der - wie soll man sie jetzt nennen? - Experten, Gurus, Propheten oder sonst was, ist bemüht, objektiv erkennbare Signale zu identifizieren, die einen bevorstehenden Crash ankündigen. Mein vorangehender Beitrag zum Todeskreuz ist ein solches Instrument. Dennoch erwies sich das Todeskreuz nicht immer als zuverlässig.

Andere führen das Hindenburg Omen als Indikator an, das eine "Trefferquote" von etwa 70 bis 80% haben (soll). Ich habe es nicht statistisch und historisch überprüft. Das Problem hierbei ist, dass es ziemlich früh ein Verkaufssignal geben kann, und die Börse noch lange weitersteigt (bis zu ca. 11 Monaten). Auch das Hindenburg Omen liefert keine hieb- und stichsichere Resultate

Ich habe hier mal eine Definition reinkopiert:

Hindenburg-Omen: Definition

Vier Faktoren müssen zusammenspielen, damit man von einem Hindenburg-Omen sprechen kann. Das wohl bekannteste Kriterium befasst sich mit der Zahl der neuen 52-Wochen-Hochs und der neuen 52-Wochen-Tiefs.

Übersteigen beide Zahlen 2,2% der gehandelten Aktien, so ist das erste Kriterium erfüllt. Es geht hier um Aktien, die an der NYSE (New York Stock Exchange) gehandelt werden. Des Weiteren muss der gleitende 10-Wochen-Durchschnitt (50-Tage-GD) der NYSE steigen.

Als dritten Punkt schreibt das Omen einen negativen McClellan Oszillator an demselben Tag vor. Der Indikator berechnet das Verhältnis von steigenden zu fallenden Kursen, von neuen Hochs zu neuen Tiefs und von Aufwärtsvolumen zu Abwärtsvolumen.

Schließlich wird noch die Anzahl der 52-Wochen-Hochs mit den Tiefs verglichen. Dabei darf die Zahl der neuen Wochen-Hochs nicht mehr als doppelt so groß sein wie die Zahl der neuen 52-Wochen-Tiefs.

Crash von 1987

Das Hindenburg-Omen wurde zum erstem Mal entdeckt beim Crash von Oktober 1987. Es gab als Warnzeichen davor insgesamt drei solcher Omen: am 23. und 24. September sowie am 6. Oktober. Mit dem letzten Signal begann die Abwärtsfahrt des S&P500 von gut 320 auf 220 Punkte. Damals haben drei Omen ausgereicht, um die Talfahrt anzukündigen.

Besonders interessant ist die Konstellation von 1987. Damals gab es etwa im August das Jahreshoch und der Abverkauf erfolgte erst, als ein tieferes Hoch ausgebildet wurde. Das fand zeitgleich mit dem dritten Hindenburg-Omen statt.

Hindenburg-Omen warnt vor Börsencrash

Das Hindenburg-Omen ist und bleibt eine Warnung. Auch hier gibt es keine 100%-Garantie auf ein Eintreten eines Börsencrashs. Was man sich aber merken kann, ist, dass bei mehreren Hindenburg-Omen hintereinander extrem hohe Gefahr besteht, dass die Kurse deutlich nachgeben.

Dennoch können auch zwei Omen aufeinander folgen und es passiert gar nichts. Zuletzt ist das so geschehen im Dezember 2010

Fundamental lässt sich die Gefahr durch das Hindenburg-Omen auch begründen: Sind die oben genannten Kriterien aktiv, sind die Marktteilnehmer komplett unterschiedlicher Meinung. Während die einen nach oben rennen, stürzen die anderen nach unten. Dadurch entstehen die neuen Hochs und Tiefs. Dazwischen gibt es ein Lager, das neutral gestimmt ist und abwartet.

In solch einer Situation reicht ein Funken – wie damals beim Zeppelin – und der Markt kann nach unten einbrechen, wenn das neutrale Lager plötzlich pessimistisch wird.

 

Das Omen taucht zu selten auf, als dass man dazu schon eine große Menge an Daten hätte sammeln können. Dennoch kann man durch die Börsenpsychologie die Gefahr eines Crashs begründen.

 

Auch ein Chart, der interessant sein könnte:

Quelle: http://www.zerohedge.com/news/2015-08-09/when-hindenburg-omens-are-ominous

 

Das soll niemanden beeinflussen oder Angst machen. Aber nachdenken und beobachten kann man allemal.

Karat1
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@sastro

Warum wartest Du nicht bis die Kurse den Boden gefunden haben und wieder nach oben drehen. Du weisst ja nicht, wann der Boden erreicht ist. Es könnte auch noch 10% runtergehen! Klar es könnte auch 10% raufgehen.Karat1

Karat1
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@ srastro

Wenn wir auf alle Ängste und Euphorien immer reagieren würden, kämen wir nie auf einen grünen Zweig. Darum sollte man solche Artikel in Finanzzeitschriften oder Börsenforen immer mit genügender Skepsis gegenüber stehen. Man könnte ja dahinter auch vermuten, das "irgendwer" die Börsenkurse in die einte oder andere Richtung pushen möchte. Daher hinter jeder Nachricht, ob sie nun positiv oder negativ für die Aktienkurse ist, immer sachlich hinterfragen, ob der Artikel Sinn macht oder ob der Schreiber die Kurse in seine gewünscht Richtung puschen will. Wer langfristig investiert und Topaktien im Depot hat, den stört das wenig. Er hat alle Optionen. Halten ist nicht falsch, Übertriebene Kurse oben und nach unten auch mal realisieren. Aber er muss sich nicht jeden Tag mit dieser Frage beschäftigen. Für seine Langfriststrategie wird er jährlich nebst Kursgewinnen auch mit Dividenden belohnt. Karat1

Schnitthelm Wac...
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Immer wenn die Hedge Funds aktiv werden, sollte man aus den Aktien aussteigen! Jetzt (seit Juli) sind sie wieder sehr aktiv! Meistens sind sie so ca. 2 - 2 1/2 Jahre aktiv. Ich rechne, dass wir Ende 2017 den Tiefpunkt erreicht haben. 

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

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