Makro-News zur Weltwirtschaft & Derivate

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Makro-News zur Weltwirtschaft & Derivate

02/11/2014 – Japanisches Szenario, Covered Bonds und der Hochmut

 

EZB kauft nun auch Covered Bonds

 

Die Kreditvergabe in der europäischen Peripherie gestaltet sich seit geraumer Zeit mehr als schwierig. Die EZB hat deshalb, und auch zwecks der Entlastung der Bankbilanzen, Pfandbriefkäufe in einem Gesamtvolumen von etwa 1,7 Mrd. Euro getätigt. Nach dem Vorstoß in den Bereich der privaten Anleihen hat die Europäische Zentralbank nun auch Kreditverbriefungen auf ihrer Einkaufsliste. Draghi ist endgültig bereit eine weitere Aufblähung der Bilanz um eine Billion Euro vorzunehmen. Ob der Markt überhaupt in der Lage ist dieses Volumen zu absorbieren steht gegenwärtig auf einem anderen Blatt. Früher oder später wird sich das End Game um die massiven Staatsverschuldungen in groß angelegten Staatsanleihekäufen niederschlagen.

Für gewöhnlich sollten Staaten in der Lage sein aus ihren Schulden herauszuwachsen. Jedoch hat sich die abzeichnende Konjunkturflaute im gemeinsamen europäischen Währungsraum mittlerweile insbesondere in der langanhaltenden Jugendarbeitslosigkeit niedergeschlagen und zwar in solchen Dimensionen, dass man die Wahrheit nicht mehr verschleiern kann und auch nicht mehr verschleiern darf.

Selbst der EZB-Ratsmitglied Nowotny sprach erst kürzlich in diesem Zusammenhang von einem möglichen "japanischen Szenario" in Europa. Hierbei werden niedrige Inflationsraten von einem geringen Wachstum begleitet. Die unmittelbare Folge ist das Verharren auf niedrigen Produktionsoutputs, was den Arbeitsmarkt auf die Dauer schwächt und zu einem Einstellungsstopp beziehungsweise Entlassungen führt.

Beschäftigungsabbau wird fortgesetzt

 

Auch die Berliner Konjunkturforscher vom DIW kamen bei Ihrem Monatsbericht zum selben Ergebnis. Insbesondere würde sich die Vielzahl der gegenwärtigen geopolitischen Krisen hemmend auf das Ausgabeverhalten mit Investitionscharakter auswirken. In der Bundesrepublik habe das verarbeitende Gewerbe im großen Maße gelitten, etwas Rückendeckung bekommt die deutsche Wirtschaft dennoch vom starken privaten Verbrauch. Was aber unterm Strich bleibt ist der weitere Beschäftigungsabbau in der größten Volkswirtschaft der EU.

Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. So könnte man das gegenwärtige Tauziehen innerhalb Europas ganz gut zusammenfassen. Die starke Abwertung des Rubels hat die russischen Währungshüter zu einem besonders drastischen Schritt veranlasst. Die Zentralbank Russlands erhöhte den Leitzins am vergangen Freitag um satte 150 Basispunkte. Das ist das Dreifache vom Zinsschritt, der im Vorfeld von den Marktteilnehmern erwartet worden ist, zumal die letzte Steigerung erst Ende Juli erfolgt war.

Zu dem damals vollzogenen Schritt um 50 Basispunkte wird die Kreditvergabe jetzt erheblich gedrosselt werden, was die russische Konjunktur, obgleich die Inflation zukünftig gering ausfallen dürfte, zusätzlich belasten wird. Die Märkte sahen den russischen Leitzins von momentan 9,5 Prozent jedenfalls ziemlich gelassen. Nach anfänglichen Zugewinnen des Rubels gegen den festgelegten Währungskorb ist es zu weiteren Abgaben der russischen Währung gekommen. Der russische Staat sitzt dennoch auf einem ziemlich dicken Devisenpolster, die privaten Verschuldungsquoten sind relativ niedrig. Wie sieht das anderswo aus?

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Den kompletten Bericht sowie weitere Publikationen können Sie in unserem Blog sichten.

Allen Lesern eine schöne Zeit und alles Gute!

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Das Papiergeld, die Pumpe und Ungerechtigkeit

Rogoff versus Papiergeld
 

Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Rogoff hat neue Pläne für die Durchsetzung von Negativzinsen vorgetragen. Das eigentliche Problem hinsichtlich der gegenwärtigen Wirtschaftsflaute sei eigentlich das Papiergeld, welches nach Rogoffs Ansicht eine weitere Senkung der Zinsen seitens der Notenbanken verhindert. Rogoff ist ein wahres Multitalent, denn auf diese Weise könnten auch die Drogenkriminalität, aber auch die Steuerflucht eingedämmt werden.

Schuld an dem fehlenden Vermögenstransfer nach unten soll insbesondere die Kriminalität sein. So habe sich beispielsweise die Europäische Zentralbank die Ankurbelung der Wirtschaftslage rund 4000 Euro pro einzelnem Bürger im gemeinsamen Währungsraum kosten lassen. Die Gegenfrage, die man jetzt Rogoff frech stellen könnte, wo denn das Geld jetzt sei, beantwortet der renommierte Ökonom mehr als gekonnt. Dieses sei nämlich in den Depots der Kriminellen verschwunden! Böse Stimmen könnten auch behaupten, schaut man sich nun diesen praxisfernen Vorschlag etwas genauer an, dass wir mit unserem Latein so ziemlich am Ende sind.

Rogoff hat durch seine Theorie über die Auswirkungen des Verschuldungsgrades auf das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft mächtig Öl in das alles versengende Feuer der Austeritätspolitik, wie sie insbesondere in den GIPS-Staaten zum Einsatz kam, gegossen. Die Folgen dieser Politik sind wohlbekannt. Verarmte Landstriche, Jugendarbeitslosigkeit in schwindelerregenden Höhen, unbeliebte Regierungen, Massenausschreitungen, Kapitalflucht und viele andere Unannehmlichkeiten waren die mittelbaren oder unmittelbaren Folgen, bis sich herausstellte, dass Rogoffs theoretische Berechnungen von Fehlern in Excel-Dateien durchsetzt waren.

 

Das ökonomische Märchen von der rettenden Technologieinnovation

 

Den ohnehin im Vorfeld stark angeschlagenen Ländern wie Griechenland, die dazu gezwungen worden sind, sich bis zum bitteren Ende kaputtzusparen, wird dieser Fehler vermutlich ein nur sehr schwacher Trost sein. Keine Frage, Rogoff hat sich mit seinen richtigen Äußerungen zu immensen Staatsverschuldungsquoten einen Namen gemacht. Etwas, was in der westlichen Welt Anfang der Achtziger des vergangenen Jahrhunderts seinen verhängnisvollen Lauf mit den Star Wars-Spielen von Reagan nahm, sich wenig später mit dem Zinsschritt der FED erheblich verschlimmerte, nämlich das rigorose, ungehemmte Ausgabeverhalten der Staaten, verbunden mit den steigenden Finanzierungskosten, schwappte spätestens mit der deutschen Wiedervereinigung auch nach Europa über, und konnte nicht länger verschwiegen werden. Es waren mitunter historische Notwendigkeiten in der langen Kette dabei, sei es die Beilegung des Kalten Krieges oder die deutsche Wiedervereinigung, nur wurden gerade diese zu schnell vollzogen.

Man tröstete sich anschließend über lange Zeitperioden mit Theorien über Technologieinnovationen, wodurch Staaten quasi über Nacht wieder die Oberhand über ihre Haushalte zurückgewinnen konnten, doch die Schuldenuhr tickte gnadenlos weiter. Was unterm Strich übrig blieb war die Hilflosigkeit der Staaten sich gegen erdrückende Schuldenberge zu stemmen. Die darauffolgende Sparpolitik nach dem Ausbruch der Wirtschaftskrise hat die Staaten über einen Punkt ohne Wiederkehr befördert.


Dies ist ein Exzerpt. Den vollständigen Beitrag finden Sie im unserem unabhängigen Wirtschaftsblog.
 

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EZB-Bilanzausweitung, Wirtschaftswachstum in China und Rohöl

Staatsanleihekäufe bald auf der EZB-Agenda?

Laut Aussagen des EZB-Vizechef Conatancio erwägt die EZB, um die Niedriginflation im gemeinsamen europäischen Währungsraum zu bekämpfen, nun doch den Erwerb von Staatsanleihen der einzelnen Mitgliedsstaaten. Damit dürfte der Moral Hazard-Problematik, die sich bei einigen Mitgliedsstaaten breitgemacht hat, endgültig Tür und Tor geöffnet werden. Zwar würde man im Lager der Zentralbänker auch weiterhin auf die bereits beschlossenen Lockerungsschritte setzen, doch die EZB werde die Ausweitung der Bilanz erneut in Q1/2015 prüfen. Bis dahin sollte diese nach vorsichtigen Schätzungen auf drei Billionen ausgeweitet werden.

Mit diesem Schritt sollen gleich mehrere Problemherde ins Visier genommen werden. Mit dem Wissen um die niedrigen Renditen gerüstet dürfte es auf der Hand liegen, dass die Wirkung solcher Anleihenkäufe eher begrenzt ausfallen könnte, doch man möchte die Inflationserwartungen der Kapitalmarktteilnehmer beeinflussen. Die zusätzliche Geldflut dürfte dennoch zum einen die europäische Zentralwährung über den Kauf ausländischer Wertpapiere weiter schwächen und somit die europäischen Exporte ankurbeln, zum anderen die restriktive Kreditvergabe der Geschäftsbanken etwas lockern, um der erlahmenden Wirtschaft zu neuen Kräften zu verhelfen.

Spiel auf Zeit - Erlahmende Wirtschaft quält auch China

Die nachlassende Wirtschaftskraft quält gegenwärtig auch die chinesische Notenbank. Zwar habe die überraschende Zinssenkung in der jüngsten Vergangenheit für etwas Spielraum gesorgt, doch es bleibt ein Spiel auf Zeit, was die Notenbank in der zweitgrößten Ökonomie dazu bewogen hat, die Rückkaufgeschäfte am heimischen Geldmarkt an einigen Handelstagen der letzten Woche zu unterbrechen, was zur zusätzlichen Liquidität beigetragen hat.

Diese kann man grob auf rund 4,5 Milliarden Euro beziffern, dennoch dürfte das Wachstumsziel trotz aller Zahlenspielereien in Peking verfehlt werden. Es könnte noch schlimmer kommen. Alle guten Dinge kommen eines Tages zum Ende, so auch die ungeheure Wachstumsphase der BRIC-Staaten. Über kurz oder lang wird man sich wieder mit den Zahlen des Wachstumspfads von vor etwa 25 Jahren zufriedengeben müssen.


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Dänische Krone, indische Notenbank, EZB und QE-Lancierung

Dänische Krone - Im Fokus der Spekulanten

Bereits seit mehreren Wochen prägen starke Käufe das Bild am Währungsmarkt rund um die Dänische Krone. Dabei ist die landeseigende Zentralbank bemüht die heimische Währung innerhalb der Bandbreite der Euro-Anbindung zu halten. Gegenwärtig sprechen die ökonomischen Rahmenbedingungen, wie jüngst von der OECD bestätigt, für eine gesunde dänische Volkswirtschaft, dennoch rechtfertigen diese den starken Aufwertungsdruck in keiner Weise.

Der Notenbankchef Rohde hat, neben der Ankündigung, das Wechselkursregime mit allen ihm zur Verfügung stehenden geldpolitischen Mitteln zu verteidigen, einiges aus seinem Arsenal bereits abgefeuert. Seit Wochen werden beispielsweise die Währungsreserven des Landes auf ein Rekordhoch hochgefahren.

Auch ist der Einlagensatz angepasst worden und liegt nun bei minus 0,75 Prozent. Ob die Maßnahmen ausreichend sind, um die in Kronen denominierten Aktiva der Hedgefonds noch ein wenig unattraktiver zu gestalten, dies dürften die kommenden Wochen sehr spannend demonstrieren. Laut einer Bloomberg-Quelle hat der Druck auf die dänische Währung an Impuls verloren, dennoch ruft die jüngste Vergangenheit das Bild der SNB und des Schweizer Franken in Erinnerung.

 

Staatsanleihen der Eurozone - Lehrreiche Übertreibungen

Einiges haben uns, neben der Entwicklung bei den Aktienmärkten, die niedrig rentierenden, vermeintlich sicheren Staatsanleihen aus der Eurozone bereits gelehrt: Übertreibungen an den globalen Finanzplätzen sind mittlerweile zur Gewohnheit geworden. Die Flucht in den bis jetzt noch sicheren Hafen ist nicht zuletzt durch die Währungsturbulenzen der Emerging Markets ausgelöst worden.

Die darauf folgende schwächelnde globale Konjunkturentwicklung hat diese Flucht synergetisch mit der Ukraine-Krise weiter verschärft. Die extrem expansive EZB-Politik wird, zumindest statistisch kaschiert, den wirtschaftlichen Aufschwung im gemeinsamen europäischen Währungsraum weiter anschieben und die institutionellen Anleger auch weiterhin in die Euroanleihen hineinmanövrieren.

Zwar gibt es ab und zu kleine Dämpfer, wie bei der letzten Ausgabe von griechischen Geldmarktpapieren. Ein Volumen von rund 1,1375 Milliarden Euro, dazu eine Laufzeit von 26 Wochen, die erhoffte starke Überzeichnung blieb jedoch aus.

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Herzliche Grüße, alles Gute!

 

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Draghi macht Ernst - QE-Start

 QE - EZB startet das Anleihekaufprogramm

 

Rund 60 Milliarden Euro werden monatlich von der EZB in das Anleihekaufprogramm befördert. Ob gedeckte Schuldverschreibungen, Staatsanleihen oder verbriefte Kredite, Mario Draghi scheint nicht mehr sehr wählerisch zu sein, wenn es darum geht, die angeschlagene Wirtschaft der Euro-Zone zu stützen. Ob es sich dabei tatsächlich um die Stützung der Wirtschaft handelt, dies darf bezweifelt werden.

Der gemeinsame Währungsraum profitiert bereits von der starken Euro-Abwertung. Die niedrigen Energiepreise wirken sich zudem positiv auf die Konjunktur aus, ganz zu schweigen von den fehlenden Anlagealternativen für die institutionellen Investoren, die wie ein Katalysator die zusätzliche Geldschwemme anheizen und zugleich rechtfertigen, indem sie das frisch erzeugte Geld in die Kassen der angeschlagenen Staaten spülen. Ohne diesen Liquiditätsstrom wäre die europäische Peripherie, wie am Beispiel Griechenland eindrucksvoll demonstriert, binnen kürzester Zeit zahlungsunfähig. Der Teufelskreis schließt sich, schlimmer noch, die Vernunft scheint sich endgültig aus Europa verabschiedet zu haben.

Böse Stimmen sprechen in diesem Zusammenhang von der repressiven Staatsfinanzierung. Eines ist sicher: Der Pumpkapitalismus produziert den Tropf, an dem er hängt und mit dem er künstlich am Leben gehalten wird, mit dem QE-Programm, äußerst medienwirksam elegant von der Öffentlichkeit getarnt, selbst.

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Fx News - BoJ, Jemen-Krise und die Deflation

  Asien – Japanische Notenbank (Bank of Japan), der Ölpreis und die vergebliche Suche nach der Inflation  

Für die japanische Notenbank (Bank of Japan) ticken die Uhren seit dem Ölpreissturz anders. Der niedrige Ölpreis auf dem Weltmarkt erschwert das Erreichen ihrer Inflationszielvorgaben.

Der Kernverbraucherpreisindex ist im Berichtsmonat Februar im Vorjahresvergleich zwar um 2,0 Prozent geklettert, doch berücksichtigt man die Konsumsteuer nicht mit, bleibt nahezu eine schwarze Null stehen. Die BoJ möchte die Inflationsrate bei 2,0 Prozent verankern.

Keine Frage, die Inflationsentwicklung der japanischen Ökonomie ist durch die hohen Lebensmittelpreise ohnehin sehr beschönigt, zudem ist Japan im hohen Maße vom Ölpreis betroffen.

Jemen-Krise – Neuordnung durch das Rohöl?

Ob die derzeitige Jemen-Krise, die militärisch eskaliert ist und das Rohöl wieder verteuert, die Karten neu mischen wird, das werden die kommenden Wochen zeigen.

Zwischenzeitlich hatte Saudi-Arabien mit dem Bau einer Atombombe gedroht.

Abenomics-Versagen – Durch die Beggar-thy-Neighbor-Politik zum globalen Währungskrieg?

Abenomics, bisher das Synonym für die Reflationierung, hat seine Wirkung verloren. Ein Anfachen der Inflation im Zuge weiterer quantitativer Lockerungen erscheint wenig wahrscheinlich, zumal die japanische Notenbank zum großen Teil das komplette Spektrum an Wertpapieren, die sie noch erwerben könnte, bereits in der Vergangenheit ausgeschöpft hat.

Das Währungspaar EUR/JPY befindet sich seit Dezember 2014 langfristig auf der Verkaufsliste institutioneller Marktteilnehmer.

Ob die japanische Notenbank im Zuge des QE-Programms seitens der EZB noch sehr lange stillhalten wird oder ob sich die angespannte Lage in einen echten Währungskrieg verwandeln wird, das dürfte wohl die interessanteste Frage in den kommenden drei Monaten sein.

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US-Notenbank – Janet Yellen sendet keine Zins-Signale

 

Janet Yellen und die US-Zinswende – FED sendet keine Signale

Die Vorsitzende der US-amerikanischen Notenbank (FED), Janet Yellen, hüllte sich zum Ende der vergangenen Handelswoche in Schweigen.

Bezüglich des Zinspfads kann man laut Yellen von graduellen Zinsanhebungen ausgehen, die jedoch keinem festen Zeitplan folgen werden.

USA – US-Bruttoinlandprodukt (BIP) wächst, aber langsamer als erwartet

Für die US-Wirtschaft war im Vorfeld der Datenveröffentlichung ein BIP-Wachstum für den Zeitraum Oktober bis Dezember in Höhe von 2, 4 Prozent erwartet worden.

Die Bekanntgabe des US-Handelsministeriums erwischte zum Wochenschluss einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß.

Der Konsens lautet: Der Weg zur normalen Geldpolitik muss an die aktuelle Konjunktur angepasst werden, jedoch enttäuschte die heutige Datenreihe. Die Anhebung des historisch niedrigen Zinsniveaus von aktuell 0 auf 0,25 Prozent sollte ab Juni stattfinden.

Europa – EZB – Gefahr einer Deflation im Euroraum

Der Druck zu handeln lastet schwer auf den Schultern der Europäischen Zentralbank, insbesondere aufgrund der drohenden Deflationsgefahr im gemeinsamen europäischen Währungsraum. Obwohl im Verlauf des QE-Programms Wertpapiere im Gesamtvolumen von etwa 1.100 Milliarden Euro erworben werden und dies mit der Intention die Inflationsrate, die jetzt unter null Prozent stagniert, auf die Zielmarke von etwa zwei Prozent zu steigern, tun sich bei der genaueren Betrachtung Abgründe auf.

Voraussichtlich wird das  Anleihekaufprogramm der EZB alleine nicht ausreichen, um die Eurokrise zu beenden, zumal sie mit dem QE-Programm empirisch unbekanntes Terrain betreten hat. Zwar existieren Studien ähnlicher Maßnahmen aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien, doch wurden diese unter anderen Setups angefertigt, ergo sowohl ihre Rahmenbedingungen als auch ihre Wirkungsweise waren verschieden zum jetzigen Szenario in der Eurozone.
Somit werden isolierte geldpolitische Maßnahmen kaum den erstrebten Erfolg herbeiführen, nach dem sich Mario Draghi und die europäische Politikelite so sehr sehnen.

Nachhaltiges Wachstum, initiiert durch koordinierte struktur- und fiskalpolitische Maßnahmen, ergänzend unterstützt durch den geldpolitischen Segen der EZB, sollte im Vordergrund der Bemühungen stehen. Erst die Scherenwirkung aus zurückgewonnener Wettbewerbsfähigkeit und dem Schuldenbergabbau dürften eine Besserung, sollte es dazu überhaupt noch kommen, für die GIPS-Staaten bewirken.  

QE-Programm – Zinsniveau problematisch – Signalwirkung überwiegt

Makroökonomisch betrachtet bleibt das Zinsniveau weiterhin sehr problematisch. Zwar hat die Programmankündigung, wie bereits in den USA, auch in der Eurozone die Inflationserwartungen erhöht und einen Abwertungsdruck auf den Euro ausgeübt, doch scheint sich die Wirkung des QE-Programms bei dem ohnehin niedrigen Zinsniveau lediglich auf die Signalwirkung für die Kapitalmarktteilnehmer zu beschränken.

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EUR/USD-Trading FX News – Finanzpoker um Griechenland-Illiquidät

Alexis Tispras – Bilaterale Beziehungen zwischen Athen und Moskau ausbauen

Das Pokern zwischen Athen und Brüssel geht in die nächste Runde, nach Aussagen von Insidern könnte der griechischen Staat am 9. April von der Illiquidität ereilt werden. Griechenland hat zwischenzeitlich den Einsatz erhöht.

Der Regierungschef Tsipras hat einen Ausbau der bilateralen Beziehungen zwischen Griechenland und Russland angekündigt.

Die von Westeuropa eingeführten Sanktionen gegen Moskau nannten die griechischen Regierungkreise eine "Sackgasse", der Vorgängerregierung attestierte Tsipras das Mitwirken bei "sinnlosen" Maßnahmen.

Dabei stehen im Vordergrund der neuen russisch-griechischen Freundschaft Kooperationen in den Bereichen Energie und Landwirtschaft, aber es geht vor allem um neue Finanzspritzen für Griechenland, die der russische Außenminister Lawrow prüfen werde.

Finanzpoker – Spieltheoretiker Giannis Varoufakis sorgt für Chaos

Seit mehreren Monaten wird die letzte  Tranche des  Notkredits der EZB zurückgehalten, aber es geht auch um Ausschüttungen aus dem Hellas-Bonds. Bei den vergangenen Gesprächen zwischen Athen und Brüssel konnte kein nennenswerter Durchbruch erzielt werden, die Investoren verlangen Nachbesserungen in puncto griechischer Reformwille.

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Grexit - Warum die weitere Euro-Abwertung wahrscheinlich ist

EZB QE – Europäische Zentralbank mit dem Anleihekaufprogramm zufrieden

 

Laut Aussagen der Europäischen Zentralbank, die sich mit unkonventionellen Maßnahmen gegen die Inflationsschwäche und ein Stocken des Konjunkturmotors im Euroraum stemmt, ist das monatliche Ankaufvolumen der Staatsanleihen, Covered Bonds (Bankanleihen) und ABS (Kreditverbriefungen) in Höhe von 60 Milliarden erreicht worden.

Zu den wichtigen Fakten: An GIPS-Staatsanleihen erworb die EZB ein kummuliertes Volumen von rund 13 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich um vorwiegend Papiere aus Spanien und Italien. Damit dürfte der Weg in Richtung Moral Hazard vollends asphaltiert worden sein, denn hier wurde ein Blankoscheck ausgestellt. Das, was vor etwa zwei Jahren noch unvorstellbar war, ist nun zur Realität geworden und traurigerweise auch notwendig.

 Griechenland – Deutsche Reparationszahlungen gefordert

 

Stellvertretender griechischer Finanzminister Mardas hat die Gangart im kontroversen Disput um Reparationszahlungen der Bundesrepublik an Griechenland verschärft, indem er die Summe von 278,7 Milliarden Euro in den Raum gestellt hat. Eines is sicher: Griechenland ist pleite, keiner weiß so genau, am wenigesten wohl die Griechen, woher das Land das Geld zur Begleichung seiner Schulden nehmen soll.

Das kann man gegenwärtig als eine Verzweiflungstat der Griechen ansehen, obwohl kaum zu leugnen ist, dass während des II. Weltkrieges grausame Vergeltungsmaßnahmen für Anschläge der griechischen Partisanen von der damaligen Besatzermacht Hitler-Deutschland verübt worden sind.

 Grexit wahrscheinlicher – Tsipras liebäugelt mit Moskau

 

Ob Menschenleben mit Geld aufgewogen werden können, dies ist bestimmt mehr als fragwürdig, hinsichtlich der zerstörten Infrastruktur und den notwendigen Kosten zum Wiederaufbau des Landes mit Sicherheit nicht.
Es läuft alles nach dem für die Öffentlichkeit unsichtbaren Plan.

Die ablehnende deutsche Haltung wird Tsipras in die  Arme von Putin treiben, was den angeschlagenen Euroraum weiter schwächen dürfte.

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US-Dollar als Mittel der Politik

 Euro schwach – US-Dollar als Musterknabe unter den G10-Währungen, Yen stark

Die aktuelle Dollar-Stärke, die sich hauptsächlich aus den Erwartungen der Investoren bezüglich einer baldigen Erhöhung der US-Zinsen und der relativ stärkeren Erholung der US-Wirtschaft im Vergleich zu ihren Handelspartnern nährt, hat dem Greenback handelsgewichtet im Vergleich zu anderen G10-Währungen auf das höchste Niveau seit mehreren Jahren verholfen.

Eine Zunahme um etwa sechs Prozent gegenüber dem G10-Währungskorb konnte allein seit dem Beginn des Jahres verbucht werden, während die europäische Leitwährung im selben Zeitraum und im gleichen statistischen Setup etwa sieben Prozent verloren hat. Dem japanischen Yen wird gegenwärtig eine Verteuerung von 5,8 Prozent gutgeschrieben.

 BRIC-Staaten – Die geopolitische Nivellierung

Das Quantitative Easing-Programm der EZB treibt die internationalen Investoren in den US-Dollar, was auch die Schwellenländer treffen wird. Ihre in US-Dollar denominierten Kredite düften sich in den vergangenen Monaten erheblich verteuert haben.

Das gewollte Muster ist ziemlich offensichtlich: Der Druck auf die Rohstoffpreise hat durch die Entwicklung der US-Währung zugenommen und die Rohstoffproduzenten in die Bredouille gebracht. Insbesondere leidet Brasilien, trotz der lauwarmen Worte seitens Dilma Rousseff in der aktuellen Bloomberg Businessweek. “The giant stands strong” trifft den Sachverhalt, wenn überhaupt, nur noch entfernt. Der brasilianische Riese strauchelt bereits seit der Petrobas-Affäre gehörig und könnte bald auf die Knie fallen.

Der Versuch, ein politisches Gegengewicht mit den BRIC-Staaten zu etablieren, ist zwar gelungen, doch hinsichtlich sozialer Fortschritte hat sich in den entsprechenden Ländern nichts getan. Gerade ist man wieder dabei, den Staaten den “Überschuß an Macht” zu entziehen, um sie zur Räson zu bringen.

Ziemlich praktisch erweist sich hierbei die simultane Beeinträchtigung der US-Wettbewerbsfähigkeit durch den teueren US-Dollar. So schlägt man quasi, auch mehr als zwei Fliegen, mit einer einzigen Klappe, die in diesem Fall die US-Währung ist.

Etwas eleganter hat es Charles Collyns am „Institute of International Finance“ präsentiert, indem er von „bisschen Turbulenzen“, aber einer generell guten Sache hinsichtich der Umverteilungsfunktion des US-Dollars sprach.

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FX – Griechische Banken, DAX und Euro volatil

Griechische Banken – Auf dem Balkan in Quarantäne

Aus südeuropäischen Staaten wurden heute laut der griechischen Traditionszeitung Kathimerini beunruhigende Signale bezüglich eines potentiellen Zusammenbruchs Griechenlands vernommen.

Mehrere europäische Zentralbanken, darunter die albanische, bulgarische, rumänische, serbische, mazedonische, zyprische sowie die türkische haben die Tochterbanken mit finanziellen Verbindungen zu Griechenland dazu aufgefordert, staatliche Bonds, Kredite und Wertpapiere der entsprechenden Institute abzustossen.

In der Quintessenz heißt dies nicht anderes, als dass die Mutterkonzerne der Bankinstitute erst einmal aufs Abstellgleis gestellt worden sind. Rund 2500 Filialen und 40 Tausend Mitarbeiter werden in den genannten Staaten von der Alpha Bank, Eurobank, National Bank und der Piraeus Bank unterhalten.

Griechenland – ELA der EZB als Notlösung – Bank Run wahrscheinlich?

In Griechenland selbst ist die Lage um einiges angespannter, zunehmend fließt Geld von den Bankkonten ab.

Geldinstitute gaben an, die Einlagen würden sich auf so einem niedrigen Niveau wie noch nie seit dem Ausbruch der europäischen Schuldenkrise belaufen.

Seit geraumer Zeit sind die griechischen Bankinstitute auf die Notkredite der Zentralbank angewiesen. Ende des vergangenen Monats wurden die Einlagen seitens der Sparer auf 135 Milliarden Euro reduziert. Allein im Januar flossen rund 12,8 Milliarden von den griechischen Bankkonten ab.

Im Fokus stehen die Sorgen um den Streit zwischen der EU und dem Ministerpräsidenten Tsipras, die sich noch nicht auf Reformpläne des angeschlagenen GIPS-Staates einigen können.

Wolfgang Schäuble – Rasche Einigung unwahrscheinlich – Euro volatil

Zuletzt haben die Uneinigkeiten zwischen dem griechischen Staat und dem Rest der Eurozone die Fronten zunehmend verhärten lassen. Auch der deutsche Bundesfinanzminister Schäuble hält eine rasche Einigung mittlerweile für unwahrscheinlich.

Selbst die Euro-Gruppe dürfte in der nächsten Woche in Riga kein Patentrezept parat haben. Die Probleme Griechenlands sind tiefer struktureller Natur, weder Tsipras noch die EU können zaubern. Dem Land fehlt es an Wirtschaftskraft, um aus den Schulden herauszuwachsen, ganz zu schweigen davon diese am internationalen Kapitalmarkt fristgerecht zu bedienen.

Die europäische Zentralwährung reagierte auf die Nachrichtenlage äußerst volatil. Einer der Gründe mag auch der der kleine Verfallstag gewesen sein.

Deutscher Aktienindex – Rekordstimmung beim DAX verflogen

Die Summe der oben genanten negativen Meldungen hat für eine wahre Talfahrt beim DAX gesorgt. Dicke 2,58 Prozent Minus standen beim Handelsschluss auf der Anzeigetafel.

Insgesamt 5,6 Prozent hat der deutsche Aktienindex in der Handelswoche eingebüsst, der letzte Tick lag bei 11 688,70 Zählern. Dies ist nebenbei bemerkt der größte Wochenverlust seit Ende Oktober 2011.

Somit wird Behavioral Finance an den Aktienmärkten wieder zunehmend sichtbar. Nach Insiderquellen übersteigt die Marktnachfrage nach Staatsanleihen aus dem Euroraum bei weitem die Neuemission.

Diese Papiere werden aus regulatorischen Beweggründen vermehrt nachgefragt, da große , noch risikoarme, Erträge locken, was die Flucht aus den Aktien auslöst.

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EUR/USD-Trading - Griechenland pleite

Griechenland –  Prokopis Pavlopoulos beruhigt Gläubiger Prokopis Pavlopoulos, der griechische Staatspräsident, hat den internationalen Gläubigern die Rückzahlung der gewährten Kredite zugesichert und zwar "bis zum letzten Euro". Die Strategie, die er bei diesem mutigen Vorgehen verfolgen möchte, legte der Staatspräsident leider nicht offen, zudem schloss er den Grexit kategorisch ab.

Das dem griechischen Staat auferlegte Sparprogramm war kaum wachstumsfreundlich, im Gegenteil, es brachte die ohnehin kriselnde Ökonomie auf Rezessionskurs. Jetzt versucht man auf griechischer Seite Zeit zu gewinnen und Gläubiger zu beruhigen.
 

Verhandlungen schleppend – Tsipras tauscht den Chefunterhändler aus

Der Regierungschef Tsipras spielt ebenfalls die Zeitkarte und zieht personelle Konsequenzen aus dem Verhandlungsdebakel um die griechischen Schuldenberge.

Der neue ist Giorgos Chouliarakis und hat sich seine Sporen bereits als Unterhändler der alten Regierung verdient.

Die Reparationsforderungen für die während der Nazizeit von der damaligen Basatzungsmacht Hitlerdeutschland in Griechenland verübten Verbrechen sind derweil, und dies ganz zurecht, noch offen. Deutschland habe sich zwar mehrfach entschuldigt, doch für Worte kann man bekanntlich nichts kaufen.

Als externer Beoabachter muss man leider anmerken, dass gegenwärtig auf beiden Seiten viel Chaep Talk und wenig Handlungsspielraum vorliegt.
 

Euro – Unsicherheit überwiegt

Bei dem gegenwärtigen Finanzpoker zeigt sich im FX-Markt beim Eurohandel kaum überlegter Spielraum. Die europäische Leitwährung konnte zwar im Tagesverlauf die 1,090-Marke überwinden, dennoch überwiegt die Unsicherheit.

Der Bereich zwischen 1,0500 und 1,1050 wird seit geraumer Zeit von den Institutionellen genutzt, um den Retail-"Händlern" das letzte Hemd auszuziehen. Der Ausspruch, der sich in besseren Kreisen eingebürgert hat, nämlich: "Kaufe die Angst, verkaufe die Gier.", hat gerade in solchen Zeiten Hochkonjunktur.

Der deutsche Aktienindex ging wieder oberhalb der 12 000-Linie mit einem Zugewinn von 1,93 Prozent aus dem Handel.
 

Wirtschaftsdaten – Griechische Bankeinlagen und Schätzung für den VPI Euroraum

Die 12 000-Marke beim DAX kommt hierbei einem ziemlich bekannt vor. Bis Mittwoch wird sich an den Märkten kaum weltbewegendes zutragen.

Dann aber könnte es spannend werden, wenn die Zahlen für griechische Bankeinlagen offengelegt werden. Das Geld verlässt Griechenland gegenwärtig schneller, als es den Banken lieb ist.

Diese Signalwirkung für den absoluten Vertrausensverlust in den griechischen Staat und damit auch die Eurozone dürfte wieder etwas Entscheidungsfreude für größere Bewegungen auf die Märkte zurückbrigen.

Am Donnerstag werden die Zahlen für den Monat April bezüglich der VPI-Schätzung veröffentlicht. Für die Kernrate des Vebraucherpreisindex werden 0,6 Prozent nach 0,6 Prozent in der Periode davor erwartet.

Weitere Daten finden Sie im Smartest Finance Wirtschaftskalender.

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Euro zwischen Eurostat und EU-Kommision

Eurostat – Inflation und die EZB

 

Die EZB gerät hinsichtlich der Entwicklung ihrer Inflationserwartung zunehmend unter Druck. Für die Jahresrate der Verbraucherpreise versucht sie seit geraumer Zeit die Marke von zwei Prozent zu erreichen. Die Produzentenpreise werden ihr hierbei kaum in die Karten spielen.

Nach aktuellen Zahlen von Eurostat, dem europäischen Statistikamt, zu beurteilen, sind die Produzentenpreise im gemeinsamen europäischen Währungsraum auf Jahresbasis gesunken. 2,3 Prozent wurden in die Bücher aufgenommen.

Da kann der Monatsvergleich mit dem Klettern um 0,2 Prozent für den Monat März kaum die langfristige unangenehme Entwicklung für die europäischen Währungshüter aufhellen.

Immerhin kann man der EZB und den Notenbanken allgemein eine lobenswerte Zurückhaltung bescheinigen. Selbst die FED schreckt noch davon ab, mit dem Blick auf die US-Erwerbsquote nicht ganz zu Unrecht, den Zinsschritt zu vollziehen. Böse Stimmen verweisen zu gerne auf die ungeheure Liquidität im Euroraum, die realwirtschaftlich dennoch wenig Besserung verspricht.

 

EU-Kommission – Ölpreis und Euro beflügeln die Eurozone

 

Zumindest versucht die EU-Kommission etwas Optimismus an den Tag zu legen. Die Brüsseler sehen die Konjunktur in der Eurozone mit deutlichen Rückenwind, verantwortlich dafür wären hauptsächlich der schwache Euro und die niedrigen Ölpreise.

Diese sind gegenwärtig für die Kommission Grund genug, ihre Wachstumsprognose für den Euroraum von ehemals 1,3 Prozent auf 1,5 Prozent zu erhöhen. Insbesondere an der deutschen Volkswirtschaft wird Gefallen gefunden, so sehr, dass der Ausblick für das aktuelle Jahr um 0,4 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent angehoben worden ist.

Bezüglich der inländischen Investitionen zeigten sich die Brüsseler, eventuell etwas zu voreilig im aktuellen Marktumfeld,ebenfallspositivgestimmt. Von Berlin wurden mehr Investitionen nachgefragt.

 

Eurozone – Scheitern durch nationale Interessen

 

Insgesamt kann man festhalten, dass die Europäer in einer Zeit leben, in der von einem viel gefordert, aber einem wenig gegeben wird. Wer in der akuten europäischen Lage nicht die Glocken läuten hört, den könntesehr bald das griechische Schicksal ereilen. Der Ruf, ein guter Europäer zu sein, ist unter den Schuldenbergen verschwunden.

Das europäische Schwergewicht, die Bundesrepublik hat einiges geschultert, die eigene Bevölkerung gerätdabeiimmer mehr unter Druck. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die GIPS-Staaten ein Sozialsystem vom Feinsten fremdfinanziert haben. Es ist genauso wenig zu leugnen, dass die europäische Peripherie bezüglich Wettbewerbsfähigkeit von Anfang an keine Chance hatte.

Ergo: Der Euroraum war vom Anfang an zum Scheitern verurteilt.Nicht zuletzt scheiterte er an einem Absegnen der nationalen Interessen. Den Weg des Untergangs werden die Europäer, dem Beispiel des ehemaligen Ostblocks folgend, wohl gemeinsam beschreiten müssen.

 

Griechenland – Prognose gesenkt

 

Falls es Tsipras bis Juni gelingen sollte, die internationalen Geldgeber von der Tragfähigkeit des griechischen Staates zu überzeugen, bescheinigt die EU-Kommission Griechenland eine gesenkte Wachstumsprognose von immerhin noch 0,5 Prozent.

Die Zeiten ändern sich schnell, noch im Februar war von 2,5 Prozent die Rede. Dem massiv verschuldeten Staat droht, falls keine Einigung erzielt wird, die Illiquidität. Da kann auch nicht mehr von finanziellen Engpässen die Rede sein, das ist die Eurozone am Abgrund. Die Frage ist doch: Welche Art von Investor schenkt dem griechischen Staat noch Vertrauen?

Hellas erinnert an ein schwarzes Loch, das jegliche Liquidität verschwinden lässt. Das ist die europäische Tragödie.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Der komplette Bericht sowie weitere Publikationen können im unabhängigen FX-Wirtschaftsblog gesichtet werden.

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sdo hat am 07.05.2015 - 15:25 folgendes geschrieben:

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die GIPS-Staaten ein Sozialsystem vom Feinsten fremdfinanziert haben. Es ist genauso wenig zu leugnen, dass die europäische Peripherie bezüglich Wettbewerbsfähigkeit von Anfang an keine Chance hatte.

 

Ein scheitern von Europa, hat schlimme Folgen für uns alle. Ein grosses Sicherheitsproblem wird kommen, welche wieder auf die einzelnen Staaten zurück fällt. Die Süd- und Mittelmeerstaaten wird es wieder um Jahrzehnte zurückwerfen. Werden neue Bündnisse den Grundstein für weitere Konflikten setzen?

Diese Staaten-Fremdfinanzierung der letzten Jahre hat die Krise noch beschleunigt. Die Reformen wurden nicht vollzogen, vieles ist ins Stocken geraten. Wenn die Amis jetzt an der Zinsschraube drehen, dann lässt man die Inflationwelle 2015/16 steigen. Die Schuldzinsen werden für einige Staaten ein riesen Problem werden. Die Notenpresse wird weiteres billiges Geld drucken und durch den Wertzerfall des Euros die Inflation ebenfalls ins Land bringen. Eine Spirale die nicht gut endet.

Es liegt nun an den Nordeuropäern die Löhne anzuheben, damit die Konkurrenzfähigkeit der Südländer ins Rollen kommt. Ohne diesen Schritt nach vorne, wird das Gefälle Nord/Süd nicht lösbar sein. Auch sind die verschiedenen nationalen Steuergesetze zu harmonisieren. Es steht soviel auf dem Spiel und trotzdem ist die Politik keinen Schritt weiter. 

Die Politik wird das gleiche Theaterstück in Spanien, Portugal und Italien aufführen. Nur die Schauspieler werden ausgewechselt und dann stehen die nationalen Interessen Europa tatsächlich im Weg. Und wenn dann die Nationalisten wiedererwachen, dann wird der letzte Freigeist das Licht löschen. 

sdo
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EZB Forward Guidance und Deutsche Anleihen

 Renditeanstieg – Deutsche Anleihen im Licht des EZB-QE

 

Der Chef der Europäischen Zentralbank Draghi hat es mit seinem QE-Programm zwar nicht geschafft, wie man der einschlägigen Presse in den letzten Tagen entnehmen konnte, die Anleihenkurse zu stützen, jedoch wurde ihr Renditeanstieg verflacht. Die anziehende Konkunktur im gemeinsamen europäischen Währungsraum, aber auch die wachsenden Inflationssorgen unter den institutionellen Marktteilnehmern haben den erheblichen Renditeanstieg bei den deutschen Bundesanleihen ausgelöst.

Bis zum Ende des Jahres sollten die zehnjährigen Papiere der Bundesrepublik bei etwa einem Prozent rentieren. Die EZB wird die Teuerungsrate, die im großen Maße vom volatilen Ölpreis abhängt, nicht aus den Augen verlieren. Die Anleihenkäufe werden, nicht zuletzt aus Gründen der Nachhaltigkeit des eingeschlagenen QE-Programms, fortgeführt werden.

Rückendeckung dürften die deutschen Anleihen nicht zuletzt durch die erwartete US-Zinswende und die damit ausgelöste Flucht aus den Anleihen der Emerging Markets erfahren. Die große Gefahr, nicht nur für die Anleihen, liegt in der verzögerten Wirkung der Notenbankpolitik. Die Faustregel lautet etwa ein Jahr, bis sich die Effekte der Geldpolitik entfaltet haben und so könnte sich die Inflation, die sich beispielsweise nicht nur Draghi sehnlich herbeiwünscht, zu einem unangenehmen Problem für den Euroraum entwickeln.

 Europäische Zentralbank – „Forward Guidance“

 

Mario Draghi hat es wie kein anderer vor ihm brilliant hinbekommen die Handlungen der Investoren in seine Strategie einzuspannen. Ob das positive Ergebnis dieses Kalküls, nämlich die abnehmende Unsicherheit unter den Professionals die damit zusammenhängende negative Entwicklung, die dauerhafte Abnahme der Marktfunktionalität, die man nicht leugnen kann, aufwiegen kann, das werden die kommenden zwei Jahre ans Licht bringen.

„Forward Guidance“ oder vorlaufende Zusagen der Notenbank über ihre zukünftige Strategie an die Marktteilnehmer hat Draghi mit dem historischen "Whatever it takes"-Ausspruch wohl zementiert.

Im Euroraum wurden in den vergangenen Jahren strukturelle Fortschritte gemacht, die jedoch zunehmend mit Einschnitten in das Sozialwesens verbunden gewesen sind. Die Aufhellung der Konjunktur ist bisher zwar nur graduell, realistisch kaum wahrnehmbar, aber sie ist da. Die Gefahren für das Wirtschaftssystem selbst sind, nicht zuletzt durch den Pumpkapitalismus, umso größer geworden.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt dar. Der komplette Bericht sowie weitere Publikationen können im unabhängigen FX-Wirtschaftsblog gesichtet werden.

 

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FX Briefing - Tsipras vs. EZB, griechische Banken und Öl-Rally

Banken Griechenlands vor Insolvenz – EZB kann Druck ausüben

Die Banken des angeschlagenen GIPS-Staates befinden sich gegenwärtig in einer äußerst prekären Situation, die den Ministerpräsidenten Tsipras zum Einlenken im Finanzpoker zwischen Griechenland und der Eurozone zwingen könnte. Das ELA-Programm der europäischen Zentralbank hat dem griechischen Bankensystem bislang ein Volumen von 80 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die Banken haben im Gegenzug Sicherheiten hinterlegt, die bisher ausreichend sind, um weitere 15 Milliarden Euro aufzunehmen, vorausgesetzt die EZB erhöht die geforderten Abschläge nicht.

Dieses Szenario setzt voraus, dass zum einen die Verhandlungen erfolgreich fortgeführt werden und zum anderen Griechenland seine Zahlungen fristgerecht bedient. Bei dem aktuellen Tauziehen bleibt Griechenland bis zur Hälfte des Jahres Herr der Lage, spricht liquide. Falls die EZB jedoch die Abschläge erhöht, werden weitere Mittelabflüsse aus Griechenland ausgelöst werden, was aber die Insolvenz für griechische Banken zur Folge hätte. Für Alexis Tsipras bedeutet dies entweder die Einigung mit den internationalen Gläubigern oder die rasche Einführung von Kapitalverkehrskontrollen.

 

Euro – Erhöhte Volatilität wahrscheinlich

Am Devisenmarkt wurde die europäische Leitwährung gegen den US-Dollar stark verkauft.

Sollten der Finanzpoker zwischen Tsipras und seinen immer ungeduldiger werdenden internationalen Gläubigern verschärft werden, ist in den kommenden Wochen mit einer erheblichen Erhöhung der Volatilität in den EUR-FX-Paaren zu rechnen.

 

Rally beim Rohöl – Absehbar, kaum von Fundamentaldaten unterstützt

Die Rally beim Rohöl, die man seit dem Beginn des Jahres beobachten kann, steht fundamental auf sehr wackeligen Beinen. Um uns die Entwicklung in Erinnerung zu rufen: Brent-Öl kletterte von einem Preisniveu um die 45 US-Dollar zum Beginn des Jahres auf gehandelte Niveaus von zeitweilig mehr als 65 US-Dollar pro Barrel.

WTI-Öl stieg seit dem 16.März von 43 US-Dollar auf Preisstände über der Marke von 60 US-Dollar. Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar.

Den kompletten Bericht sowie weitere Publikationen können Sie in unserem Wirtschaftsblog sichten.

 

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FED-Offenmarktausschuss - FOMC-Protokoll mit neuen Einblicken

US-Notenbank FED – US-Zinsen bleiben vorerst gleich

Die US-amerikanische Notenbank und ihre Vorsitzende Yellen scheinen in der Realität angekommen zu sein. Wie man dem offiziellen FOMC-Protokoll entnehmen kann setzt sich bei den US-Notenbänkern die Einsicht durch, dass eine Erhöhung des US-Zinssatzes zur Jahresmitte die US-Wirtschaft erheblich belasten würde.

Kritische Stimmen hoben insbesondere die gegenwärtigen Entwicklungen in China, hier deutet der HSBC-PMI-Index auf Schwäche hin, und im Dauerkrisenherd Griechenland hervor. Konsumzurückhaltung heißt die Frage, die dieses Mal heftigerörtert wurde und ob diese wohl nur temporär sei. Im Klartext bedeutet dies: Die Flutung der Märkte mit dem utrabilligen Geld hält an, es bleibt alles beim alten, guten Pumpkapitalismus bis zum bitteren Ende.

Noch kritischere Stimmen sollten eventuell auf die Qualität der Datenerhebung der US-Statistikbehörden aufmerksam machen. Trotz der vielen Camouflage, insbesondere am US-Arbeitsmarkt, zeichnen die neuesten Datensätze ein realistischeres Bild von der amerikanischen Wirtschaft. So sind auch die neuesten Erstanträge auf die Arbeitslosenunterstützung stärker als im Vorfeld erwartet geklettert, dieses Mal auf 274 000 neue Anträge.

Der Vierwochenschnitt kann aussagekräftiger sein, muss aber nicht. Auch das neuerdings verkündete 15-Jahrestief kann aussagekräftig sein... eine ähnliche Situation gab es schon einmal zum Beginn des Jahres. Weiterführende und aussagekräftige Betrachtungen zum US-Arbeitsmarkt findet man unter anderem bei Zero Hedge.

Um einige kritische Gedankengänge anzuregen: Als Langzeitarbeitsloser wird man von der US-Statistik nur dann erfasst, wenn man die Kriterien erfüllt, sprich man muss den Nachweis führen, dass man sich in der vergangenen Woche(!) aktiv um eine Arbeitsstelle bemüht hat.

Krankheit als Entschuldigung ist nicht valide. Wer auch nur eine Stunde pro Woche arbeitet, fällt nicht in die Kategorie arbeitslos. Das letzte 15-Jahrestief deckt sich übrigens ausgezeichnet mit dem Platzen der New Economy Blase. Weitere Verarmungswellen folgten dann mit dem Ausbruch der Finanzkrise in 2008. Wie viele US-Amerikaner tatsächlich überhaupt nicht mehr von der Statistik erfasst werden, dies bleibt, auch vor dem Hintergrund der Machtlosigkeit der US-Gewerkschaften, eine vollkommene Dunkelziffer.

Den Langzeitarbeitslosen dürfte es jedenfalls schwerfallen von den Rekordständen der US-Indizes zu profitieren.

 

EZB – Knappheit bei den Bonds ausgeschlossen

Auch in Europa hält man am alten Kurs fest, zumindest gibt sich die EZB bezüglich einer möglichen Knappheit am Anleihenmarkt gelassen. Der neueste Kniff aus Draghis Trickkiste zielt auf eine Flexibilisierung des Anleihekaufprogramms ab. Da die Käufe bis September nächsten Jahres andauern sollen, und dies im monatlichen Volumen von rund 60 Mrd. Euro, ist die EZB-Führungsspitze bemüht der vigilanter werdenden Öffentlichkeit die Wirksamkeit des Programms immer eindringlicher zu suggerieren.

Nichtsdestotrotz geht es auf die Sommermonate zu, die Handelsaktivität nimmt ab. Der Bondmarkt reagierte bereits zum Wochenbeginn mit heftigen Kursausschlägen, sowohl auf offizielle Aussagen als auch auf die Gerüchteküche unter den Bondhändlern. Draghi signalisierte auch weiterhin eine ungebrochene "entschlossene" Umsetzung des EZB-Programms und ging erneut auf die ausbleibenden strukturellen Reformen seitens der Politelite der Eurozone ein.

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Hyperinflation Griechenland

Die Regeln des Spiels sind viel simpler, als Varoufakis erwartet hatte, und zwar wegen einer folgenschweren Entwicklung, die sich just in derselben Woche ereignete wie die Wahlen in Griechenland: Am 22. Januar tat die EZB einen entscheidenden Schritt, um die Eurozone vor einem griechischen Zahlungsausfall zu schützen. Mit der Ankündigung eines massiven Anleihenkaufprogramms  – relativ zur Grösse des europäischen Bondmarktes viel umfangreicher als die quantitative Lockerung in den USA, Grossbritannien oder Japan – zog EZB-Präsident Mario Draghi die unüberwindbare Brandmauer hoch, die seit langem nötig war, um die Währungsunion vor einem Finanzkollaps im Stil von Lehman Brothers zu schützen.

Da die EZB nun in der Lage ist, nahezu unbegrenzt Geld zu drucken, sind allfällige Ansteckungseffekte Griechenlands vernachlässigbar geworden. Das ist für Europa ein grundlegender Wandel – den die griechischen Politiker, ebenso wie viele Ökonomen und Analysten, allerdings nach wie vor nicht begriffen haben.

Die jüngste griechische Verhandlungsstrategie ist als Versuch zu sehen, ein Lösegeld zu verlangen, um vom drohenden Selbstmord abzusehen. Eine derartige Erpressung mag bei einem Selbstmordattentäter funktionieren. Aber Griechenland hält eine Pistole an den eigenen Kopf – und Europa braucht es nicht sehr zu kümmern, wenn Athen abdrückt.

http://tablet.fuw.ch/article/vor-dem-griechischen-selbstmord/

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EU/USA

Ein spannendes Wochenende steht vor die Tür. Ob jetzt Griechenland gerettet wird? Wohl auch nur wegen den Amerikanern, welche unter dem schwachen Euro sehr leiden würden. 

 

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Nikkei 225 wirklich im Höhenrausch? - China "beflügelt" Börsen

Nikkei-225-Fakten – China stabilisert, Abe pumpt

Die Anstrengungen des chinesischen Wirtschaftsriesen und seine Stabiliserungsmaßnahmen bezüglich der eigenen Wirtschaft haben den Aktienmärkten, insbesondere dem japanischen, kräftigen Rückenwind verliehen. Sehr positiv wirkten sich auch die Steuererleichterungen aus, die der Präsident Japans, Shinzo Abe, den japanischen Unternehmen eingeräumt hat.

Zudem haben die Equitymärkte Japans von einem verbilligten Yen profitiert. Der japansiche Leitindex Nikkei-225 konnte den größten Tagesgewinn seit dem Jahr 2008 verbuchen, er verteuerte sich um satte 7,7 Prozent auf einen Stand von 18.770 Zähler.

Zusammengefasst kann man festhalten: Die Ankündigungen des chinesischen Finanzministeriums seine Steuerpolitik zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums zu intensivieren, werden in der kommenden Zeit Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 10 Milliarden Euro in die heimische Wirtschaft fließen lassen.

Dies dürfte die anhaltende Unsicherheit über chinesische Wachstumsaussichten in den Augen der internationalen Investoren zumindest etwas abschwächen. Ist dies nun positiv oder negativ zu werten? Nun, zunächst zu Japan und dem sogenannten Kursfeuerwerk: Die Stabiliserungsmaßnahmen Japans zielen weiterhin auf den alten Pfad ab, nämlich die Intensivierung des Pumpkapitalismus. Doch was ist mit China?

Globale Krisenwahrscheinlichkeit – China kontrolliert über Schwellenländer Ökonomien

Für die chinesische Volkswirtschaft kann das Szenario einer ernsten Wirtschaftskrise mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Zum einen ist die Kontrolle der Liquidität im eigenen Bankensektor weitgehend sichergestellt, zum anderen verfügt China über extrem hohe Devisenreserven. Zwar gibt es ab und zu Meldungen von Rekordrückgängen, aber man redet hier schließlich von sicher vorhandenen Devisenreserven in einem Umfang von 3,56 Billionen US-Dollar.

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Kein Szenario

 Hallo, sorry, war hier schon länger nicht. Griechenland ist eine Art Kaktus im Hintern Europas *biggrin*. Habe kein Szenario wie es weiter geht.

 

Grüße, alles Gute,

 

sdo

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Liquidationismus - Wie die Armut der Euro-Zone gefördert wird

EZB und ihre Geldpolitik

Wolfgang Schäuble, der Bundesfinanzminister der BRD, hat besorgte Äußerungen zur globalen Liquiditätsschwemme der Notenbanken kundgetan. Im Grunde genommen hat Schäuble vor den Zuhörern der Atlantik-Brücke, dem Verein zur Förderung der deutsch-amerikanischen Beziehungen, auf die altbekannte Problematik im Wirtschaftssystem, der vollends auf dem Pumpkapitalismus basiert, hingewiesen.

Die nahezu komplette Vernachlässigung der Realgüterwirtschaft zugunsten des Finanzsystems, die daraus resultierende totale Konzentration auf die Geldpolitik als Allheilmittel zur Lösung der Krise werden die Ökonomien der Eurozone in die nächste Preisblase führen.

 

Liquidationismus – Stark gefördert

Schäuble unterstrich zudem die Notwendigkeit der Strukturreformen. Nun, dies ist ein erhabener Gedanke, wird aber in den von der Austeritätspolitik gebeutelten GIPS-Staaten sehr wenig fruchtbaren Boden vorfinden.

Ein Blick auf die Vergangenheit der Strukturreformen offenbart den geförderten Liquidationismus in der Eurozone. Zunächst hat der von Kenneth Rogoff und seinen wissenschaftlich zweifelhaften Forschungsergebnissen zur Staatsverschuldung angefachte harte Kurs gegen die europäische Peripherie das soziale Gefüge, vor allem in Griechenland und Spanien, zerbrechen lassen. So hat beispielsweise der spanische Staat die Ausgaben für Bildung und Kultur um ca. 21 Prozent radikal gekürzt.

Nachdem die Situation so offensichtlich eskaliert ist und nicht mehr vor den Augen der Weltöffentlichkeit versteckt werden konnte, hat man nach einer Rechtfertigung gesucht. Was ist da näher, als erneut die Wissenschaft zu mißbrauchen, indem man eklektisch nach Erklärungen sucht?

 

Liquidationistische Schule – Staatspapiere vs. Teuerungsrate

Die liquidationistische Schule zielt darauf ab, dass Depression als notwendige Folge von defizitären Sünden entsteht und somit das Leiden natürlich, ja sogar gut ist und nicht behandelt werden sollte. Oder anders ausgedrückt: Rezession ist der faire Preis, der für die vergangenen Booms bezahlt werden sollte.

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FX – EZB läutet TLTRO-Runde fünf ein, Realwirtschaft adé

EZB und Geldpolitik – TLTRO-Runde No. 5 startet, Finanzsektor aufgepumpt

Noch nie bisher waren die Finanzmärkte in einer vergleichbar instabilen Phase wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken, vor allem der EZB, schwindet mit jedem Tag. Auch auf die kleinste Zuckung an den Kapitalmärkten wird sprichwörtlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen, die Reaktionen mit immer neueren Anreizen überschlagen sich förmlich.

Wenn wundert es da noch, dass die Risiken des QE-Programms zum einen permanenten Marktmerkmal geworden sind. Nun startet bereits die TLRTO-Runde fünf der EZB, die Refinanzierungsoperation, mit der krampfhaft versucht wird die Kreditvergabe anzururbeln. Schätzungen zufolge wird sich in der kommenden TLRTO-Runde das neue von den Banken aufgenommene Kreditvolumenn auf stolze 70 Milliarden Euro belaufen.

Der weitere EZB-Weg dürfte besiegelt sein: Das Ankaufprogramm wird sich vermutlich auf andere Aktiva ausweiten, dann dürfte das QE-Programm über die Aufstockung der monatlichen Volumina weit über den bisher angekündigten Zeitraum weiterlaufen.

Liquidität geringer – Bundesanleihen hoch volatil, kaum erreichbare Realwirtschaft

Die Folgen des Programms sind mittlerweile unübersehbar. Durch den massiven Staatsanleihenankauf litt die Liquidität, sichtbar an der Ausweitung der Kursausschläge bei deutschen Anleihen. Zu dieser Einschätzung kommt auch die BIZ, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit dem Hauptsitz in Basel.

Die Orderbuchtiefe, insbesondere bei Bundesanleihen, die duch eine lange Laufzeit charakterisiert sind, ist sehr niedrig. Somit sind diese Anlageinstrumente zu einem Spielball der Investoren geworden. Bereits Handelsvolumenanstiege im kleinsten Bereich führen zu sehr hohen Preisauschlägen.

Was kann man festhalten? Im Grunde genommen liegt eine Verneinung der Wissenschaft vor. Die regulatorischen Maßnahmen, die seit dem Ausbruch der Finanzkrise ausgearbeitet wurden und zum Implementieren in unser Wirtschaftssystem bereitliegen, wurden nur halbherzig umgesetzt. Was bedeutet dies für das Individuum? Anpassung ist gefragter denn je, denn die Zeichen der Zeit stehen auf Sturm. Man kann sich stundenlang über die Verfehlungen an den Kapitalmärkten unterhalten, es wird aber, solange man den Markt nicht betritt, beim leeren Gerede bleiben.

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Devisen-Trading - FX FED-Entscheidung - Federal Reserve in Nöten

Leitzins der US-Notenbank – Federal Reserve-Entscheidung bei FX und Bonds eingepreist

Die Stimmung an den Märkten wird angespannter. Zu der Besorgnis um die Konjunkturschwäche Chinas gesellt sich die Frage, wann nun der Leitzins in den Vereinigten Staaten angehoben wird. Der mit Spannung erwartete 17. September teilte selbst die Zinsexperten in einer neuerdings veröffentlichten Bloomberg-Umfrage in zwei gleich große Lager.

Während 50 Prozent der Befragten mit einer stufenweisen Erhöhung des Zinssatzes auf 0,5 Prozentpunkte rechnen, gab die andere Befragtenhälfte an, sie spekuliere eher auf den gleichbleibenden Zinssatz. Eines ist sicher: Die amerikanische Notenbank hinkt im internationalen Zinsumfeld den anderen Zentralbanken hinterher, sie hat zu lange gezögert. Ist der Medienrummel um die Zinsfrage berechtigt?

Eigentlich kaum, denn die Notierungen am Devisenmarkt, noch mehr die an den Anleihemärkten, zeugen bereits vom vollzogenen Zinsschritt. Die Signalwirkung der Anleihemärkte mit ihren steigenden Renditen ist kaum zu übersehen. Was den FX-Bereich betrifft, ein Wiedererstarken des US-Dollars könnte in den kommenden Monaten an der Tagesordnung sein, die Zeit des Commission-Eating-Handels sollte vorerst überwunden werden.

 

FED in Catch-22-Situation – USA vs. Euroraum: Ausweitung des Währungskriegs

Dabei kann die amerikanische Industrie momentan nicht gerade mit guten Daten strotzen. Die amerikanische Exportwirtschaft steht vor einem Problem im internationalen Währungskrieg. Schenkt man offiziellen Berichten Glauben, so gibt es keinen Währungskrieg. "Inoffiziell" sieht es aber so aus, dass seitens der amerikanischen Multis ein Großteil der Umsätze im Ausland erwirtschaftet wird. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung seitens der US-Notenbank wird kleiner, die FED steckt somit in einer Zwickmühle.

Der Blick nach Europa, insbesondere in Richtung GIPS-Staaten macht es deutlicher. Der noch schwächer werdende Euro könnte ein richtig wohltuende Wirkung für Länder wie Italien oder Spanien haben und ihre Wettbewerbsfähigkeit kräftig aufpolieren. Draghis Kalkül ist somit, zumindest was die Makrofrage betrifft, nicht gerade verkehrt.

Die Kehrseite der Medaille ist selbstverständlich die soziale Frage, die im Zuge der EZB-Politik entstanden ist. Die Rede ist hier vom Vermögenstransfer von unten nach oben. Vom Geld der Multis kommt leider kaum noch etwas beim arbeitenden Bürger an. Lenkt man nicht dagegen, wird man selbst in Deutschland einen kompletten Abbau des Sozialstaates erleben.

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Weitere Zinssätze der Zentralbanken können hier eingesehen werden.

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Devisen-Marktberichte - Griechenland-Wahlkampf als Risiko?

Griechenland-Wahlkampf – Syriza und Nea Dimokratia ohne absolute Mehrheit

Im angeschlagenen GIPS-Staat Griechenland zeichnet sich im politischen Geschehen eine Pattsituation ab. Ein kurzer Blick auf die Geschehnisse davor: Alexis Tsipras hatte seinen Rücktritt am Donnerstag, den 20. August bekanntgegeben. In der Euro-Zone wurden Stimmen laut, welche die Griechen vor einem Verlassen des zugesagten Reformkurses eindringlich gewarnt haben.

Sorgen, die Vereinbarungen mit internationalen Geldgebern würden nicht eingehalten werden, machten auf dem politischen Parkett die Runde. Für Athen, welches am Tropf der Gläubiger hängt, ging es darum die dringend benötigten Kredite ausbezahlt zu bekommen, um einen Staatsbankrott zu verhindern.

Für das Linksbündnis Syriza dürfte die kommende Zeit von Schwierigkeiten gekennzeichnet sein. Tsipras, der bisher innenpolitisch ungeschlagene Taktiker, konnte bei der jetzigen Wahl seiner Partei Syriza etwas Luft verschaffen. Immerhin geht es um den knappen Vorsprung von etwa drei Prozentpunkten.

Die konservative Nea Dimokratia, geführt von Evangelos Meimarakis, folgt sehr dicht dahinter, so dass die absolute Mehrheit von keinem der beiden Kontrahenten erreicht werden konnte.

Griechenland-Krise – Tsipras gibt sich siegessicher, Evangelos Meimarakis kämpferisch
 

Syrizas Anhänger sind dennoch sehr optimistisch. Viele Athener halten das Linksbündnis für die richtige Lösung zur Bekämpfung der endlosen Krise, die das Land hart getroffen und die sozialen Strukturen untergraben hat. Alexis Tsipras jedenfalls trat zum Abschluss des Wahlkampfes auf dem Athener Parlamentsvorplatz auf. Auch dieses Mal konnte Tsipras am Puls der Zeit fühlen. Angeprangert wurde das alte korrupte System, Tsipras versprach seinen Anhängern, er werde alles tun, um einen Schlussstrich zu ziehen.
 

Evangelos Meimarakis kämpft auch mit ziemlich harten Bandagen. Er hielt Tsipras vor, Syriza habe die Griechen getäuscht, eine Fehlentscheidung an die andere gereiht, womit  der GIPS-Staat an den Rand des Abgrunds gebracht worden ist. Was er dabei jedoch vergisst ist die Tatsache, dass Tsipras Zugeständnisse machen musste. Das internationale Kapital hatte Forderungen gestellt, die kein Premier in der vergleichbaren Lage erfüllen konnte.  

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Devisen Marktberichte – Abstufungen im Finanzsektor

Devisen Marktberichte – Frankreich von Moody’s herabgestuft

Frankreich, das Schwergewicht der Eurozone wurde seitens der Ratingagentur Moody’s auf Aa2 abgestuft. S&P, die größte Ratingagentur der Welt, hatte das Land  bereits in 2013 abgestuft.

Hohe Schuldenberge und die stockende französische Wirtschaft veranlassten die Analysten zu diesem Schritt, der zugleich aufgrund der Bedeutung Frankreichs im gemeinsamen europäischen Währungsraum einem schweren Schlag für die Eurozone gleichkommt. Dies könnte ernste Folgen am Devisenmarkt für die europäische Leitwährung haben.

Ratingagentur S&P  – Mehr als 600 Abstufungen möglich, Finanzsektor betroffen

Doch die Downgrade-Welle könnte vor allem empfindlich den europäischen Bankensektor treffen. Nach offiziellen Angaben sieht sich die Ratingagentur S&P dazu veranlasst mehr als 600 Abstufungen vorzunehmen, wobei der große Teil der potentiellen Kandidaten, ein Anteil von 25 Prozent, im europäischen Finanzsektor beheimatet ist.

Die Gründe liegen auf der Hand: Explosive Geopolitik gepaart mit hohen wirtschaftlichen Risiken. Im Visier der US-amerikanischen Ratingagentur stehen aufgrund geringer Kapitalaufnahme vor allem die österreichischen Banken.

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Tipp: Die neue Devisenrubrik mit vielen nützlichen Tools ist online.

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EZB-Geldpolitik - Wirkt sie wirklich?

Forex-Research Eurokrise – Wirtschaft vorerst auf Wachstumspfad

The good: Die aktuellen Wirtschaftszahlen aus der Eurozone bescheinigen dem gemeinsamen europäischen Währungsraum eine gewisse Stetigkeit in puncto Wachstumskurs. Für den vorläufigen Einkaufsmanagerindex (privatwirtschaftlicher Sektor) wurde für den Monat September ein deutlich über der 50er-Schwelle liegender Wert ausgewiesen.

Er notiert aktuell bei 53,9, was eine Verschlechterung um 0,4 Punkte zum Vormonat impliziert, die jedoch im aktuellen Volkswagen-Börsenumfeld eher von geringer Bedeutung ist. Für die Datensätze verarbeitendes Gewerbe bzw. Dienstleistungssektor wurde ebenfalls ein Absinken um 0,3 bzw. 0,4 Punkte auf 52 bzw. 54 festgestellt.

Der VW-Skandal nimmt an Fahrt auf und droht sich für die Verantwortlichen zu einem Schlamassel größeren Ausmaßes zu entwickeln. Nun möchte auch die Umweltbehörde Kanadas etwa 100.000 VW-Diesel-Fahrzeuge untersuchen.

China-Krise – Einkaufsmanagerindex signalisiert Abkühlung

The bad: Wenig Neues gibt es aus China. Hier wurde vom Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie das bestätigt, was schon lange kein Geheimnis mehr ist.

Man bewegt sich trotz vieler Zahlentricksereien unter den 50 Punkten und das heißt nun einmal Kontraktion. So wurde auch für den aktuellen Monat ein Ergebnis bei 47 Punkten bekannt gegeben.

Eurokrise – Verpufft die Draghi-Geldpolitik wirkungslos?

The ugly: Die Mehrheit der wichtigen europäischen Aktienmärkte hält sich nach den gestrigen Verlusten und der Draghi-Rede in wenig aussagekräftigen Handelsspannen auf. Zur Erinnerung: Die Europäische Zentralbank hat mit der astronomischen Summe in Höhe von fast 327 Milliarden Euro Staatsanleihenkäufe getätigt.

Das erklärte Ziel war auch die Ankurbelung der Kreditvergabe, vor allem in der europäischen Peripherie, was die Investitionsbereitschaft der Unternehmen stärken und Arbeitsplätze schaffen sollte. Draghis Bemühungen haben bis heute kaum Früchte getragen, so dass die EZB erwägt, das Anleihekaufprogramm auch über Q4/2016 zu verlängern. Bisher kann man also festhalten: Fast-Versagen der aktuellen Draghi-Geldpolitik auf ganzer Linie.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Der komplette Bericht sowie weitere Publikationen können im unabhängigen Wirtschaftsblog gesichtet werden.

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Fixed Income im Euroraum, Indien-Leitzins

Indische Zentralbank: Senkung des Leitzinses, Inflation kontrollierbar

Der BRIC-Staat Indien möchte die Konjunktur weiter ankurbeln und reagiert mit einer Leitzinssenkung auf die Forderungen der indischen Industrieverbände. Damit möchte der Notenbankchef Indiens, Raghuram Rajan, den Unternehmen des Schwellenlandes die Kreditaufnahme weiter erleichtern.

Insiderkreise nannten die wiedererlangte Kontrolle über die Inflationsentwicklung als den ausschlaggebenden Grund für den Schritt Rajans. Die Inflationsrate konnte in den letzten beiden Quartalen erfolgreich unter der Markt von 5 Prozent stabilisiert werden, so dass die Dispute Rajans mit dem Finanzminister Jaitley der Vergangenheit angehören sollten.

Rajan befindet sich, da die Niedrigzinspolitik im aufstrebenden BRIC-Staat im Gegensatz zum Euroraum keine Tradition hat, in der äußerst komfortablen Lage noch ausreichend nach unten taktieren zu können. Um einen Vergleich anzustellen: Indiens gegenwärtiger Leitzinsschritt wurde von 7,25 Prozent um gerade einmal 0,5 Punkte auf die Marke von 6,75 Prozent vollzogen.

Die Europäische Zentralbank hält den Leitzins momentan bei 0,05 Prozent. Dieser Wert wurde am 04.09.2015 festgesetzt. Im Euroraum hätte eine Leitzinssenkung somit, wenn überhaupt, nur noch einen symbolischen Charakter. Man würde guten Willen zeigen. Die Hoffnung des Euroraums und der gemeinsamen europäischen Zentralwährung besteht vielmehr in dem Staatsanleihenankaufprogramm der EZB.

Eurozone – Gefahren bei Fixed Income

Man sollte warnend festhalten, dass die fallende Verzinsung von Euro-Staatsanleihen in den vergangenen Perioden das Geld der Investoren in die Hochzinsanleihen hineinmanövriert hat. Dieser Markt hat sich seit dem Ausbruch der Finanzkrise etwa vervierfacht.

Sollte die Volatilität stressbedingt zunehmen, könnten die übrigen Marktmacher dem Beispiel der großen Investmentbanken folgen. Diese haben die institutseigenen Handelsbestände aufgrund höherer Eigenmittelunterlegungen zuletzt um etwa 75 Prozent abgebaut.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt dar. Der komplette Bericht sowie weitere Publikationen können im unabhängigen Smartest Finance-Wirtschaftsblog gesichtet werden. Der interessierte Leser ist gerne eingeladen sich mit den Informationen im non-kommerziellen Börse-Echtzeit-Portal vertraut zu machen.

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Fundamentaldaten Börse - Finanzkrise, Volatilität und Banken

Börse – Fundamentaldaten im Fokus der China-Volatilität und Notenbanken

Die aufkeimende Krise in China hält die Märkte in ihrem Bann. Die Volatilität ist angeheizt, den Fundamentaldaten außerhalb China wird wenig Respekt gezollt. Es bleibt festzuhalten, dass die Risiken sowohl aus geldpolitischen Fehlentscheidungen als auch die, die aus dem instabilen geopolitischen Umfeld stammen, zu einem gefährlichen Gemisch gemixt werden könnten.

In einigen Segmenten des Anleihenuniversums nimmt die Liquidität kontinuierlich ab. Bezüglich der Forward Guidance-Überlegungen zeichnet sich für die FED eine Niederlage ab. Gleich mehrere Faktoren, vor allem aber das Problemkind Inflation, stehen einer Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten ökonomisch im Weg. Auf der anderen Seite weisen Marktbeobachter auf die überfällige Erhöhung der Zinsen hin.

Das Szenario einer gesunden Achtung der Fundamentaldaten sollte sich an den internationalen Finanzplätzen wieder einstellen, sobald die Volatilität, die durch die Krise in China entstanden ist, etwas abgenommen hat.

Notenbanken – Wenig Beachtung unter Anleihen-Tradern

Sowohl die Bank of Japan als auch die EZB möchten den Märkten natürlich glaubhaft vermitteln, dass der kommende Straffungszyklus der US-Leitzinsen eine stärkere Ausprägung als im Vorfeld von den meisten Marktteilnehmern angenommen, wie er zudem seitens der FED auch immer wieder suggeriert wird, finden sollte. An den Märkten jedoch stößt die gegensätzliche Meinung auf immer größeren Zuspruch, das Volumen der Positionierungen, die exakt gegen die öffentlichen Meinungsmacher der Zentralbanken gerichtet sind, ist in den vergangenen Wochen stark angestiegen.

Die prominenteste Folge dieser durchaus unglücklichen und fatalen Kaskade ist offensichtlich geworden. Die Mobilisierung seitens der Zentralbanken war großspurig angelegt: Es wurden Billionen in die QE-Programme hineinmanövriert, vielerorts Zinssenkungen auf null durchgeführt, die Geldpressen liefen heiß und das spieltheoretische Arsenal des Strategiespiels mit der Erwartungen der Investoren wurde allzu oft überreizt. Dennoch überwiegen an den Anleihenmärkten die Tiefstände der Inflationserwartungen, wie sie zu Zeiten des globalen Zusammenbruchs ab 2007 vorkamen. Bond-Trader vertrauen den geldpolitischen Maßnahmen kaum noch.  

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Devisenhandel - Defizitabbau schreitet voran

Die Ratingagentur Moody’s beurteilt die ökonomischen und fiskalischen Rahmenbedingungen in den Vereinigten Staaten weiterhin positiv. Moody’s lobte vor allem die Ausgabenzurückhaltung und den Defizitabbau durch die politischen Entscheidungsträger. Zum Vergleich: Der Konkurrent S&P beurteilt die Noch-Wirtschaftsmacht mit AA+, was eine Bonitätsstufe schlechter ist. Auch Fitch bläst für die Vereinigten Staaten ins gleiche Horn, hier wird sogar die Höchstnote AAA vergeben.

Warum Russlands Bonität auf Ramschniveau bei vergleichbar besseren und stabileren Wirtschaftsbedingungen des Landes liegt, dies bleibt ein Rätsel. Russland wurde bekanntlich im Februar 2015 von Moody’s mit der Note Ba1, was dem sogenannten Speculative Grade entspricht, versehen. Anton Siluanow, Russlands Finanzminister, sprach damals von Faktoren, die starke politische Charakterzüge tragen würden.

Dabei ist die Wirtschaft des russischen Bären so stark, dass der Kapitalmarkt durch die Herabstufung nicht weiter belastet wird. Größere Sorgen sollte sich eher die US-amerikanische Bevölkerung machen, denn Moody’s äußerte sich besorgt über die sozialen Ausgaben der USA und sprach von möglichen Folgen für das weitere Rating.

Festhalten kann man also: Entweder werden die Sozialausgaben heruntergeschraubt oder es gibt möglicherweise Probleme bei der weiteren Kreditaufnahme. Warum man nicht die Militärausgaben des Landes anspricht, die 2014 bei 577,51 Milliarden US-Dollar lagen, auch dies bleibt ein Rätsel getreu dem Motto: „Frieden durch Stärkedemonstration erhalten“. Übrigens, 2014 lag China auf Platz zwei mit knapp 129,4 Milliarden US-Dollar. Der „Aggressor Russland“ lag deutlich unter diesen Zahlen.

Devisenhandel – IWF-Blick

Der IWF hat sich in seinem Bericht erneut zur globalen Finanzstabilität geäußert. Laut dem IWF existieren drei mögliche Gefahrenherde, namentlich die abnehmende Belastungsresistenz der globalen Finanzplätze, die Krisengefahr in den Emerging Markets und die Folgen der Finanzkrise für die hochindustrialisierten Staaten. Insbesondere China befände sich in einer schwierigen Situation und müsse unter anderen Faktoren ihr Wirtschaftssystem marktbasierter gestalten.

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Unternehmensanleihen China – Brandgefährlich

Man kann es ruhigen Gewissens als Ironie des Schicksals bezeichnen, dass der Crash am chinesischen Equitymarkt die institutionellen Finanzjongleure auf den Markt für China-Unternehmensanleihen getrieben hat. Vorausschauende Kollegen aus dem AM-Umfeld sprechen in diesem Zusammenhang sarkastisch von der Flucht aus einer geplatzten Blase in das nächste böse Ungewitter.

In der Tat kann man Anzeichen, sogar einer weltweiten Überhitzung an wichtigen Märkten für Unternehmensanleihen nur schwer übersehen, denn die Renditen weisen global ein 21-Monats-Rekordhoch auf, doch Chinas Superlative sprengen auch dieses Mal alle Grenzen. So hat der Crash bei Aktien für eine anfangs durchaus erfreuliche Entwicklung bei chinesischen Unternehmensanleihen geführt, doch das Hochschnellen des Emissionsvolumens um mehr als 90 Prozent allein im letzten Quartal sorgte dann in vielen Handelsräumen für eine wachsamere Einstellung gegenüber den schnellen Gewinnen.

Es war die synergetische Wirkung mehrerer Faktoren, die eine Blasenbildung im Anleihensektor gefördert haben und beim genaueren Hinsehen eine gewisse Analogie zu den Vorzeichen des chinesischen Aktienmarktscrashes aufweisen. Leider könnte der nächste Zusammenbruch einen verhängnisvollen Ausverkauf im Bereich aller Schwellenmarktanlagen und in Folge dessen die ungehemmte Kapitalflucht auslösen.
 

Peking – Momentan machtlos

Es lohnt sich einen genaueren Blick auf das Geschehen zu werfen. Die hinkende Weltwirtschaft verschaffte den chinesischen Exportunternehmen zunächst sinkende Gewinne, während die zu Zeiten des Optimismus ausgesprochenen hohen Firmenbewertungen Chinas insbesondere bei vorsichtigen Investoren im neuen Wirtschaftsklimaumfeld für Kopfschütteln gesorgt haben. Die Krone dem ganzen dürfte dann der hohe Anteil fremdfinanzierter Investments aufgesetzt haben, wodurch man dann erneut beim alten Problem, nämlich dem Pumpkapitalismus, angekommen ist.

Betrachtet man die Problematik der bisher stärksten Konjunkturabschwächung seit den Neunzigern vor dem Hintergrund des fast sechs Billionen Euro schweren Marktes für chinesische Unternehmensanleihen, kann man durchaus hellhörig werden, zumal die Karten für Peking ungünstig gemischt sind. Sollte Peking nicht intervenieren, so sind die Blase und ihr Platzen durch eine hohe Wahrscheinlichkeit charakterisiert. Sollte Peking intervenieren, sendet China eindeutige Signale an die Investoren, was Fremdfinanzierungen rasch auflöst und der Markt bricht ebenfalls ein.

Blick auf Märkte – Euro-Raum

Zu betonen ist, dass der Aktienmarkteinbruch kürzlich im Grunde genommen nur die Besorgnisse um China beflügelt hat. Der ehrliche Blick: Chinas Wachstum basierte in den vergangenen Jahren auf massiven staatlichen Investitionsprogrammen, der Crash signalisierte lediglich, dass es an der Zeit ist die Überproduktion nach unten anzupassen. Dies wiederum drückte die Rohstoffpreise, der Welthandel verlor an Schwung. So weit, so gut, dies wäre bei anderen passablen Variablen kein Beinbruch, zumal es an den Märkten in der Vergangenheit immer wieder zu heftigen Korrekturen kam.

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Eine schöne Zeit, alles Gute!

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