Makro-News zur Weltwirtschaft & Derivate

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@sdo

Sehr spannend zu lesen, wie, weshalb und warum sich die Welt dem Abgrund zusteuert. Auch wenn China riesige Probleme hat, so sitzen sie auf grosse Devisenberge. Es ist deshalb sehr gut möglich, dass China auch Reglementierungen und Investitionen vornimmt, welche das ganze entschärfen könnte.

Für mich gilt die Besorgnis was mach Amerika! Sollte der Zinsschritt tatsächlich kommen, dann ist die Welt in grosser Not. Wenn die grossen Kapitalflüsse von Asien nach Amerika fliessen, ist der Vertrauensverlust für Asien umso grösser! China muss dann ebenfalls mit der Geldschwemme beginnen. 

Am Schluss werden wohl alle Banklizenzen eingezogen und wir starten wieder mit der Realwirtschaft. Nea

Die Glücklichen sind dann diejenigen, die ihr Gold vergraben haben.

sdo
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FX-Research - Beggar-Thy-Neighbor wird ausgeweitet

Extrem niedrige Zinsen wurden seitens der Europäischen Zentralbank auf der Ratssitzung auf Malta bestätigt. Der Euroraum-Leitzins wurde auf dem bisherigen Rekordtief von 0,05 Prozentpunkten belassen. Somit wird die Politik des ultragünstigen Zentralbankgeldes für Geschäftsbanken gefördert. Mario Draghi hofft auch weiterhin auf eine Belebung von Konsum und Investitionen über die erhöhte Kreditvergabe. Damit hat sich am Kurs des eingeschlagenen Pumpkapitalismus nichts geändert.

Der Trend ist klar definiert: Die EZB macht das, was die Nationalbank Chinas Mitte August mit der Abwertung des Renminbis gemacht hat und worauf das globale Marktbeben folgte. Die Federal Reserve vollzog den Leitzinsschritt kürzlich nicht, der US-Dollar blieb günstig. Günstig genug, um die eigenen Exporte nicht abzuwürgen und um Importe im Modus „Teuer“ zu belassen. Wenn dies kein Währungskrieg im Dienste einen lupenreinen Beggar-Thy-Neighbor-Politik ist, was bitteschön ist dann ein Währungskrieg?

Devisenhandel – Es wird vermutlich volatiler

Die Implikationen auf das Devisen-Trading sind ebenfalls nicht vom Tisch zu fegen, die Volatilität im Zuge solcher Geldpolitik wird vermutlich zunehmen. Bis Mitte Oktober hat die EZB im Rahmen ihres Anleihenankaufprogramms bereits Staatsanleihen im Gegenwert von 371 Milliarden eingesammelt, geplant ist die unvorstellbare Summe von 1,1 Billionen bis 10/2016. Draghi verteidigte zudem seinen Kurs hinsichtlich der Inflation.

Ökonomisch gesehen wurde diese hauptsächlich durch den niedrigen Ölpreis hervorgerufen. Viele Volkswissenschaftler sind sich darin einig, dass der Ölpreis nicht wirklich zu hundert Prozent beeinflussbar ist. Draghi plädierte gestern für ein Nachfragephänomen. Dies könnte sich in der Tat, ohne dass die wahren Gründe genannt wurden, als richtig erweisen.

ISIS und Rohöl

Es ist kein besonders großes Geheimnis, dass tagtäglich ISIS-Tankfahrzeuge das schwarze Gold in den Regionen nahe der Türkei absetzen, um den Terrorkrieg zu finanzieren. Eigens eingerichtete Scharfschützeneinheiten der Peschmerga versuchen auf der Gegenseite diese ISIS-Tankwagen auf dem Weg zum Bestimmungsort zu zerstören.

Kriege sind in der Tat teuer, die ISIS finanziert ihren Jihhadistenkrieg hauptsächlich über das Rohöl. Hier spielt der US-Dollar die entscheidende Rolle und erfährt aufgrund seines Gebrauchs als Weltwährung, insbesondere an Energie- und Devisenmärkten als Petrodollar, die notwendige Stützung. Die EU ist durch den ISIS-Krieg über die Inflation betroffen.
 

EZB – Lockerung verstärken

Im Grunde genommen ist es nahezu sicher, dass die EZB die Lockerung intensivieren wird, jetzt kommt es nur noch auf den Weg an. Da für Draghi der Weg offensichtlich das Ziel ist, sei man im EZB-Rat aufgeschlossen für die totale Flutung, sprich: Der Einlagenzins, der ja bereits negativ ist, kann noch negativer werden. Im Klartext: Mehr Zahlen fürs Sparen, der Bürger soll konsumieren, am besten noch auf Pump, bis er vollkommen mittellos ist.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt dar. Der komplette Bericht, weitere Publikationen, Live-Marktüberblick und Devisen-Tools können im unabhängigen Börsenportal gesichtet werden. Smartest Finance FX verfügt jetzt über ein Live-News-Feed mit Börsennachrichten von zahlreichen Quellen.

sdo
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Ja, die Konzentration...

 Hallo Ghost,

 sehe ich genauso. Es ist auch leider so, dass von den Zentralbankprogrammen nichts mehr in der Realwirtschaft ankommt. Umso schlimmer könnte es werden, wenn dann die Märkte crashen und die große Geldverbrennung losgeht.

Die Lösung ist in meinen Augen die Förderung von mittelständischen Unternehmen auf direktem Wege, nicht über Kredite. Zinsen sind zwar unten, aber welcher halbwegs gesunder Unternehmer investiert in diesem Umfeld auf Pump?

Zudem makroprudentiell Konzentration auf die Umsetzung von regulatorischen Rahmenbedingungen, nur viel flotter als bisher.

Herzliche Grüße,

sdo

 

 

 

 

Ghost
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Die Schweiz geht voran!

Die Sensation ist perfekt: Das Stimmvolk stimmt über eine kleine Geld-Revolution ab! Die eidgenössische Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank!» – die sogenannte Vollgeld-Initiative – kommt zustande.

«Wir haben derzeit rund 105'000 beglaubigte Unterschriften zusammen und werden die Initiative am 1. Dezember einreichen», sagt Mitinitiant Reinhold Harringer zu Blick.ch. In den kommenden Wochen wird noch weiter gesammelt, so dass gegen 110'000 Unterschriften eingereicht werden dürften.

Private Geldschöpfung verbieten

Mit ihrer Initiative wollen die Initianten die private Geldschöpfung durch Banken verbieten. Heute siehts nämlich so aus: Wer bei einer privaten Geschäftsbank einen Kredit von beispielsweise einer halben Million Franken aufnimmt, erhält den Betrag nicht in bar, sondern elektronisch auf ein Konto gut geschrieben.

Quasi per Knopfdruck entsteht so neues Geld – elektronisches «Buchgeld». In Boomzeiten tragen die Banken damit zu einer wundersamen Geldvermehrung bei. Das wiederum birgt Risiken wie Finanzblasen.

«Auf unseren Konten liegen keine echten Schweizer Franken. Vielmehr sind die Guthaben nur ein Versprechen der Bank, bei Bedarf Bargeld auszuzahlen», sagt Ökonom Harringer. «Ein Versprechen, welches die Bank im Krisenfall vielleicht nicht mehr einlösen kann.»

Das soll sich mit Vollgeld ändern. Nur noch die Nationalbank dürfte Geld in Umlauf bringen – sei es Bargeld oder eben Buchgeld. Sie steuert die Geldmenge damit direkt. Die Banken wiederum würden für die Kunden die Zahlungskonten treuhänderisch verwalten – «wie es heute bereits für Wertschriften der Fall», so Harringer.

Diese Guthaben wären selbst im Fall einer Banken-Pleite vollumfänglich durch die Nationalbank garantiert. «Vollgeld ist sicheres Geld. Wir sorgen damit für ein stabiles Geld- und Finanzsystem.»

1000 Franken Bürgerdividende

Auch das Volk könnte vom neuen Geldsegen profitieren: Dann nämlich, wenn die Nationalbank die Geldmenge erhöhen müsste. Das neue Geld könnte nicht nur via Banken in den Kreislauf eingespeist werden, sondern auch via Staat, der damit einen Teil seiner Aufgaben finanzieren und Schulden abbauen könnte. Oder direkt ans Volk in Form einer «Bürgerdividende» von zum Beispiel 1000 Franken pro Jahr.

Von einer Geld-Revolution will Harringer aber nicht sprechen. Stattdessen zieht er eine historische Parallele: «1891 hat das Schweizer Volk den Privatbanken das Drucken von Banknoten verboten und zu einer Aufgabe der Nationalbank gemacht. Dasselbe wollen wir nun mit dem elektronischen Geld machen – so einfach ist das

http://www.blick.ch/news/politik/105000-beglaubigte-unterschriften-vollg...

Endlich, der richtige Ansatz, da bin ich dafür. Wenn die Banken nur per Knopfdruck Eigenkapital bilden, und so Kredite vergeben, wäre jeder Bürger bei gleichem Sachverhalt schon längstens im Knast! Dieses Schneeballsystem ist brandgefährlich und muss verboten werden.

Wenn neu die Kredite von der NB an die Banken vergeben werden, dann werden sich die Kantone freuen, denn diese Kredite werden mit einem Zinsaufschlag gewährt. Das wiederum, wird die Zinsen steigen lassen! Eine erfreuliche Massnahme für die Sparer und solche, die auf die Inflation warten. 

 

sdo
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Vielen Dank!

 Hallo Ghost,

 

 vielen Dank für den interessanten Beitrag! Jeder Leser ist herzlichst eingeladen, sich hier produktiv einzubringen.

 

Herzliche Grüße,

sdo

sdo
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Mario Draghi und das EZB-Inflationsziel

Caixin-Einkaufsmanagerindex – Leichte Erholung in China?

Die chinesischen Konjunkturdaten sind erneut enttäuschend ausgefallen. Für das produzierende Gewerbe signalisieren die Einkaufsmanagerindizes Werte unter dem Expansionsniveau. Caixin-Einkaufsmanagerindex verharrte bereits zum wiederholten Male im Kontraktionsbereich, dennoch konnte auf Monatsbasis eine leichte Erholung festgestellt werden.

Der seitens der offiziellen Stellen ermittelte Einkaufsmanagerindex verbleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt ebenfalls im Kontraktionsbereich. Die institutionellen Händler üben sich aufgrund der undurchsichtigen Datenlage in Geduld und warten gespannt auf die US-Meldungen nach dem Handelsbeginn in den Vereinigten Staaten.

Als wichtigster Termin des Tages wäre der „ISM Manufacturing Index“ zu nennen, der um 16:00 Uhr MEZ bekanntgegeben wird. Der Markt spekuliert im Vorfeld auf Werte um 50.0 Zähler, nachdem zuvor 50.2 Punkte in die Bücher aufgenommen worden sind.

Mario Draghi – Inflationsziel zu erreichen dürfte länger dauern

Im gemeinsamen europäischen Währungsraum stehen die Zeichen weiterhin auf Sturm. Die Lohnabwärtsspirale hat die europäische Peripherie seit dem Ausbruch der Finanzkrise ergriffen und sorgt in breiten Bevölkerungsschichten der GIPS-Staaten für die Ausbreitung der Massenarmut. Die Tendenz ist klar: Die Preise stagnieren nicht nur, sondern es besteht die ernstzunehmende Gefahr, dass diese generell in einen verhängnisvollen Abwärtssog geraten. Der Teufelskreislauf aus sinkenden Investitionen seitens der Firmen würde für noch mehr Entlassungen und für noch niedrigere Löhne als ohnehin sorgen. Die Ironie des Schicksals zeichnet eine Lage, die nicht verhängnisvoller sein könnte.

Der europäische Pumpkapitalismus frisst seine eigenen Kinder. Die Europäische Zentralbank steckt aufgrund der niedrigen Inflationsraten in der Zwickmühle, in der sie einerseits gezwungen ist, die Politik des ultrabilligen Geldes fortzuführen, um das Wirtschaftssystem am Leben zu erhalten, obwohl dieses Geld andererseits im Finanzsystem versickert ohne in der Realgüterwirtschaft überhaupt anzukommen. Somit wird die Hausse genährt, der Punkt des totalen Crashs rückt unter gleichbleibenden Bedingungen unweigerlich näher. Das Krisenland Spanien hat beispielsweise in den vergangenen Jahren trotz des harten Sparkurses eine sagenhafte Auslandsverschuldung in Höhe von mehr als einer Billion Euro angehäuft. Spaniens Außenschulden überwiegen nahezu die Summe der übrigen GIPS-Staaten Griechenland, Italien und Portugal.

Die EU sollte im gegenwärtigen Umfeld mit äußerster Vorsicht handeln. Eines ist sicher: Der eingeschlagene Weg hat bisher wenig gefruchtet. In der italienischen Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“ gab Mario Draghi zu, dass der Prozess der Normalisierung des Inflationsziels bis zur angepeilten Schwelle von 2 Prozentpunkten wohl länger dauern könnte als dies bislang in den EZB-Kreisen angenommen worden ist.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt dar. Der komplette Bericht, weitere Publikationen, Live-Marktüberblick und Devisen-Tools können im unabhängigen Börsenportal gesichtet werden.

sdo
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Devisen Makro - Investmentskandal erschüttert China

Selbst in China scheint Insiderhandel populär zu sein. Kürzlich vorgenommene Festnahmen seitens der chinesischen Sicherheitsorgane haben das Reich der Mitte bis ins Knochenmark erschüttert. Am Shanghaier Finanzplatz wurden die Geschäftsräume von Zexi Investments, dem chinesischen Star-Hedge-Funds, in einer Razzia durchsucht. Insider von der chinesischen Nachrichtengesellschaft „Xinhua News Agency“ bestätigten, dass der Gründer Xu Xiang, unter Kennern liebevoll Big Xu genannt, wegen Manipulationen am Aktienmarkt verhaftet worden ist.

Big Xu hatte unter anderem mit seinem Steckenpferd, dem “Zexi No. 3 Fund” seit Anfang 2010 3945 Prozent erwirtschaftet, allein seit dem Beginn dieses Jahres wurden 382 Prozent Gewinn eingefahren. Das kann man durchaus als eine nette Performance bezeichnen. Die Brisanz der Verhaftungswelle, in der auch andere Trading- und Investmentfirmen, darunter Huaxin Future, betroffen waren, liegt in der Tatsache, dass zuverlässige Smartest Finance-Quellen eine Serie an Marktmanipulationen vermuten, die neue Festnahmen initiieren und die chinesischen Märkte hart treffen könnten.

Forex Makro – VW-Abgasskandal nun auch auf Porsche und Audi ausgeweitet

Wie in der Vergangenheit berichtet könnte der milliardenschwere VW-Abgasskandal Kreise ziehen, welche die deutsche Automobilindustrie empfindlich in Mitleidenschaft ziehen dürften. Nach Angaben der EPA, der US-amerikanischen Umweltbehörde, hat VW die Manipulationssoftware auch bei 3000-ccm-Dieselmotoren eingesetzt. Diese Motoren wurden auch in den Premiumklassen wie Porsche oder Audi verbaut.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt dar. Der komplette Bericht, weitere Publikationen, Live-Marktüberblick und Devisenkurse live können im unabhängigen Börsenportal gesichtet werden.

Smartest Finance FX hat einen Relaunch der Startseite vollzogen und darf sich jetzt als das bestvernetzte Devisenportal bezeichnen. Alle relevanten deutschen Nachrichtenquellen können nun von der Landing Page aus erreicht werden.

sdo
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Nationale Verschuldungsquoten zunehmend

FX Research – Verschuldungsquoten zunehmend

Das unabhängige Bonitätsinstitut I-CV (Independent Credit View AG) aus der Schweiz hat sich in einer Studie zu den QE-Programmen der globalen Notenbanken geäußert. Die QE-Programme, die zur Bekämpfung der Krise herangezogen werden, kann man hierbei ruhigen Gewissens als großangelegte Experimente unvorstellbarer Größenordnung in unserer Finanzgeschichte bezeichnen.

Die Ergebnisse der Schweizer sind niederschmetternd. Einerseits sind im Zuge der QE-Maßnahmen die globalen Verschuldungsquoten enorm gestiegen, insbesondere in ihrem Verhältnis zu der eigentlichen Wirtschaftsleistung der Staaten. Andererseits hat das billige Geld dafür gesorgt, dass die Haushaltsdisziplin vieler Staaten einfach auf die lange Bank geschoben wurde, wodurch sich lediglich eine Kaschierung der strukturellen Mängel ergeben hat. Im Zuge der staatlichen Ausgabendrosselung, verwiesen sei hierbei insbesondere auf den Sozialsektor in den GIPS-Staaten, wurde der Privatsektor erneut zu Ausgaben auf Pump verleitet, was die ohnehin bestehende Blasenbildung verstärkt hat. Zudem wurde das enorme Kreditwachstum durch das bestehende Niedrigzinsumfeld katalysiert.

Zentralbankbilanzen – Qualitativ schlechter

Laut dem angewandten „4-Phasen Sovereign-Model“ haben die Zentralbankbilanzen an Qualität eingebüßt, was dann zukünftig den Steuerzahler zur Kasse bitten dürfte.

Vor einer Nachhaltigkeit der Maßnahmen kann keine Rede sein, denn weder die Haushalskonsolidierung noch die Strukturreformen werden in diesem ungünstigen Umfeld vorangetrieben.

BRD Flüchtlingskrise – Die Folgen

Selbstverständlich muss man dann, abseits der Schweizer Studie, die Flüchtlingskrise der BRD im Auge behalten.

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sdo
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Forex Nonfarm Payrolls und EZB

Die globalen Märkte scheinen sich vorerst beruhigt zu haben. Dass von dem Geld der QE-Maßnahmen der globalen Notenbanken fast nichts mehr in der Realgüterwirtschaft wie in diesem Abstrakt anhand der Eurozone geschildert, ankommt, das steht auf einem anderen Blatt. Die Konjunkturabkühlung hat die Volkswirtschaften der globalisierten Welt erfasst, insbesondere auch die Wirtschaft der Vereinigten Staaten. Experten gehen von einer Fortsetzung des negativen Trends aus.

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve wird den Leitzins vermutlich in diesem Jahr nicht erhöhen, vielmehr ist ein Szenario eines weiteren Programms denkbar. Ein Umlabeln wird mindestens angebracht sein, man wird die Maßnahme mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht QE nennen, denn dieser Name ist in der Öffentlichkeit negativ behaftet.

Eine Momentaufnahme in die Lage der US-Wirtschaft brachten die gestrigen Zahlen um 14:30 Uhr zu den Non Farm Payrolls. Erwartet wurde im Vorfeld ein Wert bei 180 Tausend nach zuvor offengelegten 142 Tausend. Vorgelegt wurden dann 271 Tausend, die US-Dollar-Bullen hatten ihre Freude. Weitere Datensätze und Termine können im Wirtschaftskalender oder im Live-Börsenfernsehen auf der Smartest Finance Webpräsenz gesichtet werden.

Euro wird gegen den US-Dollar zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei 1,0737 gehandelt. Es ist in kommenden Tagen mit hoher Volatilität zu rechnen.

Devisen Research EZB

Peter Praet, der EZB-Chefvolkswirt, hat sich besorgt über den Wirtschaftsabschwung in der Eurozone geäußert. Praet argumentierte bei einer Frankfurter Pressekonferenz im Hinblick auf die weiteren geldpolitischen expansiven Maßnahmen. Interessanterweise hat sich der Chefvolkswirt noch Anfang 2015 für die EZB-Entscheidung ausgesprochen, Staatsanleihen der Eurozone-Staaten im Gesamtvolumen von mehr als einer Billionen Euro zu erwerben, was allgemein als das QE-Programm bekannt ist. Praet unterstrich damals die Notwendigkeit für ein stabiles Preisniveau zu sorgen und warnte vor der Deflationsgefahr.

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sdo
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Finance Devisen - Reuters Tankan Report

Finance Devisen – China-Daten  Im vergangen Monat hat die Industrieproduktion Chinas erneut die Erwartungen der Marktteilnehmer enttäuscht. Der Druck auf Peking erneut in die Konjunkturmaßnahmenkiste zu greifen nimmt somit allmählich zu. Der aktuelle Datensatz des nationalen Statistikamts signalisiert eine Schwächung des Produktionszuwachses. Zwar wurde für den Monat Oktober im Vorjahresvergleich eine Zunahme um 5,6 Prozent bekanntgegeben, doch im Vorfeld waren 5,8 Prozent erwartet worden. Die chinesischen Daten hatten die Märkte zuletzt sowohl in punkto Inflation als auch bezüglich des Außenhandels enttäuscht. Soviel sei gesagt, um die Meldungen aus den Mainstreammedien im Licht der Mäeutik ausreichend zu würdigen.

News – Asien Trading

Aus gestrigen vertraulichen Gesprächen mit chinesischen Bänkern konnte Smartest Finance eine andere Sichtweise gewinnen. Das Wirtschaftswachstum Chinas wird sich um das gegenwärtige Niveau stabilisieren, welches die übrigen globalen Ökonomien bei weitem übertrifft. In den kommenden beiden Jahren werden niedrigere Werte offengelegt werden, doch die chinesische Wirtschaft bleibt allen anderen bezüglich der Qualität und Stabilität überlegen, zumal weitere Lockerung der Geldpolitik ausreichend Puffer haben und die Volkswirtschaft nicht vollkommen in Liquidität ertränken, wie dies in den westlichen Ökonomien der Fall ist.

Es ist zudem davon auszugehen, dass sich der Rohstoffpreiseinbruch, wie er im vergangenen Jahr beobachtet wurde, nicht wiederholen wird. Der Einbruch ist bekannterweise ein politisches Druckmittel auf das wiedererstarkte Russland nach der Wodka-Jelzin-Ära, in der das staatliche Tafelsilber wortwörtlich verschleudert wurde. Ein Barrelpreis um 20 US-Dollar ist sehr unwahrscheinlich, zumal auch die Gegenseite davon betroffen werden würde.

Der BRIC-Block hat seine Schwächen, doch mehr Sorgen bereitet einem denkenden Investor die Euro-Zone. Zwar hält sich die Nachrichtenlage rund um die GIPS-Staaten noch im grünen Bereich auf, doch weitere Hiobsbotschaften könnten folgen. Die Effekte der US-Dollar-Rallye werden relativ rasch verpuffen, was der Eurozone auf der Gegenseite helfen würde. Allein gegenüber dem Yuan hat im letzten Jahr eine Kaufkraftsteigerung des US-Dollars um 2,6 Prozent stattgefunden, was die US-Exporte verteuert hat. Zu der gleichen Einsicht gelangt man auch in der Euro-US-Dollar-Überlegung, wenn auch zugegebenermaßen nicht so stark ausgeprägt wie im Fall des Yuans.

Asien FX-Trading – Reuters Tankan

Für die japanische Industrie wurde laut dem Reuters Tankan im aktuellen Monat zum dritten Termin hintereinander eine Eintrübung festgestellt. Der Reuters-Tankan-Index notiert in der Zeitreihe auf dem schwächsten Niveau seit Mai 2013.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt dar. Smartest Finance verfügt jetzt über die Sektion Live-Devisen, in der der interessierte Leser neben den Hauptwährungen mehr als 200 globale Währungspaare findet.

Ghost
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Devisen und Rohstoffe

Leider wiederholt sich der Einbruch bei den Rohstoffen, welches geopolitische grosse Probleme mit sich bringt. Auch wenn sich die chinesische Börse bis anhin wieder erholt halt, so ist der Hunger nach Rohstoffen bei den Chinesen rückläufig. Die Wirtschaft kommt einfach nicht in die Gänge. Da nützen auch die Förderungsprogramme der Chinesen bis jetzt, noch wenig. Das wiederum wird die Saudis in Bedrängnis bringen, denn der US-Dollar fliesst nicht mehr so rund, wie vor paar Jahren. Und genau hier liegt der Hund begraben! Falls die Saudis ihre Staatsanleihen in Dollar auflösen, um ihre eigene Wirtschaft (mit diesen Dollars) ins rollen zu bringen, werden die Zinsschritte schneller steigen, als die Amis es im Dezember ankündigen möchten. Die Refinanzierung durch die Saudis fällt somit weg. 

Anstelle von Inflation, wird es weiterhin mit der Deflation auf der Welt weitergehen. Der starke Dollar und die schwache Nachfrage bei den Rohstoffen, wird auch noch mit der Geldschwemme von Draghi nicht besser. Ein schwacher Euro ist zwar gut für die Exportwirtschaft, aber wenn die Wachstumimpulse fehlen, geht der Schuss auch für die Europäer hinten raus. Denn die Schulden der Privathaushalte in den Staaten, werden Währungsbedingt und durch den Zinsanstieg zunehmen!

Eine schwierige Ausgangslage für die nächsten Monaten. Trotzdem rechne ich mit eher steigenden Aktienkursen in Europa. Das Geld fliesst schlussendlich wieder in die Aktienmärkte! 

 

sdo
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Danke!

 Hallo Ghost, vielen Dank. Hast du Statistiken, Übersicht, Webseite etc. zu den Saudis und den US-Anleihen? EU ist auch heiß dabei. Bezüglich Rohstoffe und Equitymärkte gebe ich Dir Recht, genau mein Szenario.

Herzliche Grüße,

sdo

sdo
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Zinsen – Gedanken zum EUR/USD

Das Drehen an der Zinsschraube kann manchmal die falsche Strategie sein. Der aufmerksame Blick richtet sich nach China. Im Reich der Mitte hat die PBoC (People's Bank of China) in diesem Jahr exakt sechsmal an der Zinsschraube gedreht, um die Leitzinsen zu senken. Die Ergebnisse belaufen sich zumindest bisher auf Zero, denn weder konnte den Unternehmen eine Erleichterung der Finanzierungskosten präsentiert werden, noch konnten anderweitig ökonomische Impulse gesetzt werden.

Es bleibt nur zu hoffen, dass der erhoffte Reservewährungsstatus des Renminbis von den Marktteilnehmern als potenzielles Stärkesignal gewürdigt wird und somit positive Impulse für die lahmende chinesische Volkwirtschaft hervorbringt. Dies wiederum würde sich positiv auf die komplette Weltwirtschaft auswirken. Sollten jedoch die politischen Entscheidungsträger in Peking scheitern, so stünden die globalen Ökonomien vor einem ernsten Problem.

DIW zur Lage in der BRD – „Leben von der Substanz“

Auch in der Bundesrepublik macht sich nach Angaben des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) eine zunehmende Ungleichheit breit. Man lebt hierzulande nach Angaben von Marcel Fratzscher, dem Präsidenten des renommierten Instituts, „von der Substanz“.

Da dürfte sich der VW-Skandal nicht gerade positiv auswirken, zumal das chinesische Absatzwachstum aufgrund der dortigen Wirtschaftsakühlung einzubrechen droht. Festhalten kann man: Die EZB-Politik der niedrigen Zinsen hat bisher wenig gefruchtet.

Goldman Sachs zu EUR/USD-Parität – Wahrscheinlich

Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um die Zeichen in der Eurozone richtig zu deuten. Die Eurozone ist dazu gezwungen die Märkte weiterhin mit ultrabilligen Geld zu fluten. Auch Jörg Kukies von Goldman Sachs sprach in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ von einer Ausweitung des EZB-QE-Programms und von noch niedrigeren Zinsen im Euroraum.

Der Co-Chef sieht den Euro im Wechselkurs zum US-Dollar in Q1/2016 gar bei 0,95. Da die US-Investmentbank für ihre präzisen Vorhersagen bekannt ist, sollte man sich davor hüten gegen dieses Szenario zu wetten. Für den US-Zinssatz geht Kukies von einer Erhöhung um 0,25 Prozent im Dezember dieses Jahres und von weiteren Erhöhungen um bis zu einen Prozentpunkt im nächsten Jahr aus.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt dar. Smartest Finance verfügt jetzt über alle Chi-X DAX-Kurse im Advanced Charting-Modul. Diese erreicht man bequem von der Startseite oder in der Sektion Börse aus.
 

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Gemäss Handelsblatt:

In den kommenden fünf Jahren könnte Saudi-Arabien seine Verschuldung auf 50 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) steigern, berichtet die FT weiter. Der anhaltend niedrige Ölpreis belastet den Haushalt des Golfstaats. Laut IWF-Schätzungen wird das Haushaltsdefizit Saudi-Arabiens in diesem Jahr bei 700 Milliarden Euro liegen. Das entspricht 19,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Ölexporte trugen bislang bis zu 85 Prozent der Staatseinnahmen bei. Doch nach Berechnungen des IWF benötigt das Königreich einen Ölpreis von 82 Dollar je Barrel, um den Staatshaushalt auszugleichen. Derzeit liegt der Preis für ein Barrel der Sorte Brent unter 48 Dollar.

Im Oktober stufte die Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit des Lands auf A+ herunter. Für die Agentur gilt das Königreich zwar noch als solider Schuldner, liegt aber auf einem Niveau mit der Slowakei oder Irland. Die saudische Regierung beschwichtigt die Lage. „Saudi-Arabien befindet sich nicht in einer Krise“, sagte ein hochrangiger Beamter der FT. Der Staat könne sich Geld leihen und besitze Währungsreserven. Diese sind im vergangen Jahr von 737 Milliarden US-Dollar auf nur noch 647 Milliarden Dollar im September gesunken – den niedrigsten Stand der vergangenen drei Jahre.

Die Devisenreserven sind somit innerhalb eines Jahres um 90 Milliarden gesunken. Dieses Jahr werden es paar hundert Milliarden mehr sein.

Der Input kommt aus folgendem Link, http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/oelkrise-und-saudi...

 

sdo
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Many thanks

 Hallo Ghost, many thanks!

Liebe Grüße,

sdo

 

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Vor EZB - Blick auf CHF-Schock und Folgen

CHF-Schock – Spätfolgen für die Schweiz

Die Schweizer SNB hat die Märkte bereits einmal mit der Freigabe des Franken am 15.Januar 2015 überrascht. Der an den Märkten allseits bekannte Franken-Schock ließ die Währung der Eidgenossen in wenigen Minuten gegenüber nahezu allen Weltwährungen aufwerten. Insgeheim wusste man in Insiderkreisen, dass das kleine Land am EU-Rand vor den Folgen der 2007 ausgebrochenen Finanzkrise die Kapitulationserklärung unterschrieben hatte.

Die Abkoppelung des Schweizer Franken vom Euro und der folgende Flash-Boom brachten nicht nur die Schweizer Exportunternehmen aufgrund der Verteuerung ihrer Produkte in Bedrängnis, mehr noch, ihnen haftete die Signalwirkung, wonach die Schweiz ihre autonome Geldpolitik eingebüßt hatte, an. Doch zunächst zu der Realgüterwirtschaft: Es lässt sich kaum leugnen, dass die eidgenössische Industrie zu einem gewissen Grad angeschlagen ist. So wurde beispielsweise bereits in Q2/20015 ein Rückgang der Bestellungen in Höhe von 6,3 Prozent in die statistischen Bücher eingetragen. Auch in Q3 des aktuellen Jahres gaben die Auftragsbestellungen im Vorjahresquartalsvergleich um 5,1 Prozent nach.

Die Schweizer versuchen sich gegenwärtig gegen die ausländischen Konkurrenten zu schützen, indem sie den eigenen Exportsektor produktiver gestalten. Zudem kann man einen Shift von den klassischen Industriezweigen wie Maschinenindustrie zu Pharmaindustrie verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit ist momentan kontrollierbar, doch erst die kommende Zeit wird ein klares Bild zeichnen, da der Arbeitsmarkt stets mit Verzögerung auf veränderte Wechselkurse reagiert. Man kann dennoch mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in der Schweiz zukünftig zunehmen wird.

SNB-Geldpolitik  – Negativzinsen und FX-Intervention

Der vergangene Abwertungswettlauf der Bank of Japan (BoJ), der EZB und der FED im Sinne einer Beggar-Thy-Neighbour-Politik hält an. Die Schlussfolgerung für die Eidgenossen ist wie bereits oben angerissen ein Verlust der autonomen Geldpolitik, denn die Schweiz sieht sich gezwungen mit Negativzinsen und Devisenmarkt-Intervention gegen mächtige Gegner zu kämpfen. Die SNB-Bilanz spricht ihre eigene Sprache, denn seit Januar 2015 kann man bis zum aktuellen Datensatz für den Monat September eine Aufblähung um etwa 17,6 Prozent erkennen. Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, kalkuliert diesen Kollateralschaden offensichtlich mitein.

Eines ist jedoch sicher: Die Negativzinsen sind ein Interventionsmittel, das nicht unendlich angewandt werden kann. Zum einen entstehen mannigfaltige Anreize zur übermäßigen Verschuldung, zum anderen werden Signale an die Marktteilnehmer verzerrt. Die Leidtragenden sind vor allem die Pensionskassen, aber auch Versicherungen und Banken.

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Forex-Report – Devisenreport – EZB-Sitzung

Devisenreport Smartest Finance – Stiglitz kritisiert

Der US-Nobelpreisträger Stiglitz hat sich bei der UNIDO-Generalkonferenz in Wien not amused über die globale Notenbank-Politik gezeigt. Stiglitz sprach von nicht vorhandener Nachhaltigkeit und von versteckter Arbeitslosigkeit. Der renommierte US-Ökonom hält in den Vereinigten Staaten eine Arbeitslosenquote in Höhe von zwölf Prozent für realistisch. Insbesondere der arme Bevölkerungsanteil würde für ein zu niedriges Einkommen arbeiten.

Stiglitz ließ die Frage, ob sich die Vereinigten Staaten ökonomisch erholen würden, offen im Raum stehen und erwartet diese alarmierende Entwicklung übrigens auch für die Europäer. Im Falle der EZB-Politik (Europäische Zentralbank) sprach Stiglitz von der falschen Richtung und historischen Fehlern. So hätten die GIPS-Staaten beispielsweise einen immensen Preis für ihre Austerität gezahlt. Auch in der Bundesrepublik würden die armen Bürger vom Staatsreichtum nicht mehr profitieren.

Devisenreport – GIPS-Bankensystem

Der EZB warf er vor allem eine Vernachlässigung im GIPS-Bankensystem vor und wies auf die Höhe der Kosten hin, die nun durch die Flüchtlingskrise geschultert werden müssten.

Die Akzeptanz von Flüchtlingen in Staaten mit erhöhter Arbeitslosigkeit wäre fatal, denn die Neuankömmlinge werden wohl oder übel künftig mit den Einheimischen um die ohnehin prekären Billigjobs konkurrieren.

EZB  – Kurs-Suche, Geldmenge M3 gestiegen

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Euro-Raum-Unternehmen durch die immense Geldflut der EZB bei der Kreditvergabe etwas begünstigt worden sind. Dabei wurde die Geldmenge M3 im Monat Oktober um weitere 5,3 Prozent aufgebläht, obwohl im Vorfeld ein Anstieg in Höhe von 4,9 Prozent erwartet worden war.

Das Fahrwasser der geldpolitischen Entscheidungsträger wird rauer, so dass die Ratssitzung am Donnerstag mit der weiteren Öffnung der Geldschleusen besiegelt werden dürfte. Im Falle, dass die Europäische Zentralbank ihren Einlagenzins senkt, werden kleinere europäische Zentralbanken, etwa die schweizerische Nationalbank (SNB), rasch reagieren, so dass Marktturbulenzen zu erwarten sind.

Der SNB-Einlagenzins von minus 0,75 Prozent könnte in diesem Fall vom SNB-Chef Jordan weiter gesenkt werden, aber auch Währungshüter Schwedens könnten auf die EZB-Strategie adäquat reagieren. Schwedens ebenfalls negativer Leitzins liegt momentan bei -0,35 Prozent.

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Ghost
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Draghisplan

Die schlechten Nachrichten fließen kontinuierlich, ohne dass es bei den Verantwortlichen ein Umdenken stattfindet. Das Glück besteht darin, dass die Zukunft veränderbar ist. Trotzdem staune ich, wie der Aktienwert einiger Unternehmer an Wert verloren haben, und die nachfolgender Manager sich weiterhin feiern, während die Aktionären ihrem Schicksal überlassen werden.

Prostituierten-Skandal bei VW, der Bestechungskandal bei Siemens, der Test-Skandal beim ADAC – alles Schnee von gestern. Börsenbeben bei RWE und Eon, welche die Energiewende verschlafen haben. Das gleiche mit den Bankentiteln, welche noch einen Viertel an Substanzwert ausweisen. Eine nachhaltige Erholung ist nicht in Sicht. Und jetzt der VW-Diesel Skandal. Lässt sich mit der Ehrlichkeit und Moralwerte kein Geld mehr verdienen? Sind gerissene und manipulierte Handlungen, die neuen Säulen der Egomanen?

Jetzt betreibt die Politik einen grossen Aufwand um die Nachwehen in den Griff zu bekommen. Ersetzt man die Führungskräfte ist damit nichts verbessert worden. Jetzt folgt noch Draghi und setzt auf die Minus-Zinsschraube! Dann noch die Flüchtlingsproblematik, welche das ganze System an ihre Grenzen bringt. Die Investitionen der Kommunen werden somit auch noch zurückgestellt.

Es ist klar, was Draghi beabsichtigt, er will den Geldumschlag erhöhen und dadurch die Inflation los treten. Bis jetzt wurde immer von der Deflation geredet, das bedeutet, der Cashwert nimmt zu, wie auch die Schulden der Privathaushalte.

Bei der Inflation gilt, dass die Sachwerte an Wert zunehmen. Die Unternehmungen können dadurch mehr Löhne den Arbeitnehmern zugestehen, welche den Wirtschaftwachstum steigern können. Nur sind dadurch die Sparer die grossen Verlierer, wenn die Zinsen nicht nachziehen. 

In einer globalen Wert, kommt es nun zur Abweichung der verschiedenen Zentralbanken. Welche die Machtverhältnisse verschieben. Wobei alle Staaten die Inflation wollen. Es gibt aber ein grundlegendes Problem. Die Renter, die Arbeitslosen, die Armen, werden von der Inflation am härtesten betroffen, denn sie werden den Wertanstieg nicht meistern können. 

Klar, im Umfeld von Inflation und tiefen Zinsen, werden die Aktionären hoch jubeln, aber man vergisst dabei, dass der soziale Frieden darunter leiden wird. Es wird somit nicht leicht sein, die Pläne von Draghi schonungslos zu akzeptieren! 

Sind wir doch ehrlich, bei diesem System profitieren nur die Reichen. Die Armen und Mittellosen wird die Inflation viel härter treffen. Es kann doch nicht sein, dass man monatlich über 60 Milliarden in das Finanzsystem fliessen lässt, und der Mann von der Strasse spürt nichts davon. Es wird nur der Investor profitieren und abkassieren.

Viel wichtiger wäre es, ein Wirtschaftspacket zu schüren, 60 Milliarden jeden Monat für Aufträge zu vergeben, nur dann ist die Produktivität im Lande gewährleistet. Derjenige der keinen Job hat, wird dadurch wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden. Alles andere ist nur Bilanzfälscherei und hilft den Banken, ihre Fehlinvestitionen wieder zu korrigieren.

Es ärgert mich noch heute, dass die UBS weiterhin besteht. Diese Bank hätte man verstaatlichen müssen, dass wäre ein Zeichen gewesen. Aber so dreht sich das Spiel weiter, heute ist es die Deutsche Bank und morgen? 

Und weitere Strafzahlungen werden folgen! Wer nicht mithält bleibt wohl auf der Stecke und das Wort Sparen gilt nur für die Bankkunden! 

Eine vielfältige und undurchsichtliche Welt, welche von staatlicher Seite noch getragen wird. FIFA lässt grüssen.

 

 

sdo
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Hallo Ghost

Danke für den interessanten Beitrag.

 

Herzliche Grüße,

 

sdo

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Börsenjahr 2016 - Euro-Trading

Die Abwertung der eigenen Währung hat sich für viele Staaten im vergangenen Börsenjahr als das Mittel der Wahl im Sinne einer Beggar-Thy-Neighbour-Geldpolitik erwiesen. Auf viele im Vorfeld vereinbarte wirtschaftspolitische Kooperationen wurde im Zuge der Verbilligung der landeseigenen Exporte mit Füssen getreten. Auch der Euro-Raum stellt hier keine Ausnahme dar.

Eines ist jedoch sicher: Möchte man die Zukunft einschätzen, muss man schon etwas weiter zurückblicken als nur auf das vergangene Jahr. Das globale Arbeitskräfteangebot hat sich aufgrund der demografischen Entwicklung, nicht zuletzt durch den Eintritt Chinas in die WTO kurz nach Beginn des neuen Jahrtausends, nahezu verdreifacht. Die problembeladene Spirale wurde in Gang gesetzt.

Sinkende Arbeitskosten initiierten den disinflationären Effekt, die besorgten Unternehmen verlagerten die Produktion ins günstigere Ausland, vor allem in den asiatischen Raum, und auf die dringend benötigten Technologieinvestitionen verzichtete man in europäischen Kernländern weitgehend.

Emerging Markets

In den Emerging Markets wurden die Sparquoten erheblich erhöht, ein neuer Wohlstand machte sich vielerorts breit, während im EU-Raum das Kapitalüberangebot für sinkende Zinssätze sorgte. Die Bürger, insbesondere diejenigen der europäischen Peripherie, die Rede ist von GIPS-Staaten, verschuldeten sich weitgehend bis hin zu astronomischen Quoten in einigen Staaten wie Griechenland oder Spanien.  

Die stagnierenden Gehälter und Löhne gepaart mit einem nicht vorhandenen Weitblick für die globalen makroökonomischen Gegebenheiten, vor allem für die wahren Ursachen um die niedrigen Zinssätze, wirkten insbesondere bei den Privathaushalten, aber auch in staatlichen Apparaten, als eine Art Verschuldungskatalysator. Dies alles waren keine guten Vorzeichen für den Euro.
 

Marktbewegende Faktoren

Das moderate Wirtschaftswachstum, global und im EU-Raum, dürfte sich zumindest zum Jahresbeginn 2016 fortsetzen. Die drastischen Tagesbewegungen im Euro könnten auch im kommenden Börsenjahr zur Tagesordnung gehören. Das EZB-QE-Programm läuft weiter, die Politik der negativen Zinsen scheint für viele Volkwirte und politische Entscheidungsträger das Allheilmittel zu sein, wobei technische Marktfaktoren vorübergehend für Überreaktionen sorgen.

Ob Mario Draghi und die europäische Geldpolitik die Markterwartungen enttäuschen werden, dies bleibt noch abzuwarten. Viel wichtiger wäre eigentlich die Fragestellung, ob die Eurokrise endlich in den Griff bekommen oder ob der Euro-Raum mit noch gravierenderen Problemen als ohnehin konfrontiert werden wird. Zumindest bei diesem Faktor, der massiv expansiven EU-Geldpolitik, dürfte es auf ein weiteres Erstarken des US-Dollars gegenüber der europäischen Leitwährung hinauslaufen.

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Börse 2016 - Gold, DAX-30 und Ölpreis

Global werden die Volkswirtschaften in einem angenehmen Tempo wachsen, zumal die Notenbanken die Geldpolitik weiterhin expansiv gestalten. Eine Erholung, insbesondere in China, würde dem asiatischen Wirtschaftsraum zugutekommen, wobei hier die Betonung auf der Benutzung des Konjunktivs liegt. Soweit der ökonomische Standpunkt, der eine Rolle spielen würde, wenn die Marktteilnehmer vollkommen rational wären.

Da der Ölpreis zu einem Politikum geworden ist, muss man sich die Ölpreisentwicklung differenzierter anschauen. Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs geht bei WTI von einem Barrel-Preis in Höhe von circa 20 US-Dollar aus. Da Goldman eben Goldman ist und sich kaum irrt, dürfte die Ölpreisfrage insbesondere die Hochzinsanleihen aus dem Rohöl-Sektor hart treffen.

Stichwort Notenbanken: Diese benötigen dringend Spielräume und was ist da vorteilhafter als die Minderung des Inflationsdrucks über die traumhaft niedrigen Energiepreise, über die sich sowohl Russland als auch Venezuela kaum freuen werden.

Da jeder Markt irgendwann seinen Boden findet, dürfte selbst der geringste Anstieg der Rohölnachfrage für steigende Preise sorgen. Die von den Ölproduzenten in 2015 heruntergefahrenen Kapazitäten könnten für echte Überraschungen in puncto Vola im Börsenjahr 2016 sorgen.

Der Durchschnittspreis wird vermutlich im neuen Börsenjahr dennoch höher ausfallen als im vergangenen. Dies bleibt bei einem Investment zu berücksichtigen: Auch ein Politikum kann nicht ewig auf dem globalen Macht-Pokertisch als Trumpf ausgespielt werden.

Ausblick Edelmetalle – Gold in 2016

Das gelbe Metall als vermeintlich sicherer Hafen hat sich insbesondere für unbesonnene Bullen bei Preisen oberhalb 1600 US-Dollar in der Vergangenheit als fatal erwiesen. Eines ist sicher: Sollten die Märkte irgendwann total crashen, hat Gold einen intrinsischen Wert, während man mit dem Papiergeld den Keller tapezieren kann.

Die anhaltende gegenwärtige US-Dollar-Stärke, zudem verstärkt durch die Erwartung der Marktteilnehmer auf weiter steigende US-Zinsen dürfte dem Goldpreis auch in 2016 weiter zusetzen. Leichte Goldbullen-Tendenzen wird es auch in kommenden Börsenjahr geben, doch dies nur als eine Ausnahmeerscheinung. Long-Investitionen lohnen sich, wenn an den Equitymärkten die Ernüchterung überwiegt.

DAX-Handel 2016 – EZB-Geldpolitik

Die Zinsen bleiben weiterhin niedrig und schaffen die Grundlage für steigende Indizes. Der fair ermittelte Wert von DAX-Unternehmen resultiert aus den summierten abdiskontierten Gewinne in den kommenden Perioden. Das niedrige Zinsumfeld ermöglicht ergo höhere Bewertungen der DAX-30-Werte, selbst wenn die Unternehmensgewinne stagnieren.

Im ersten und bis Mitte des zweiten Quartals des Börsenjahres 2016 ist mit der Fortsetzung der Rally zu rechnen. Spätestens Ende April dürften sich die institutionellen Marktteilnehmer über die EZB-Geldflut Gedanken machen und die Frage nach der Nachhaltigkeit der Maßnahme stellen. Dies gilt übrigens auch für die anderen Notenbanken.

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sdo
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Russischer Rubel - Quo vadis?

In der Ostukraine nehmen die Waffenstillstandsverletzungen zu. Militärlastwagen, meistens ohne Kennzeichen, dafür aber mit schwerem Kriegsgerät, sind in den vergangenen Monaten laut internationalen Medienberichten immer wieder auf beiden Seiten der ukrainisch-russischen Grenze gesichtet worden. Beide Seiten hatten in der Vergangenheit immer wieder geleugnet, den Konflikt anzuschüren.

Um die Ereignisse kurz zu rekapitulieren: Die ukrainische Regierung zeigt sich, zumindest bisher, nicht bereit die Krim-Abspaltung zu akzeptieren. Die Moskauer Regierung um Präsident Putin hat ihrerseits in der Vergangenheit immer wieder den Einsatz russischer Soldaten bestritten.

Ob politische Faktoren auch weiterhin den Kurs des russischen Rubels bestimmen, über dieses exklusive Wissen verfügen nur wenige.

Russischer Rubel – Im Chart-Fokus

Der Blick auf die Charts zeigt eindeutig die Abwertung der russischen Währung.

USD-RUB Devisen-Chart

Die Währung Russlands hat vor wenigen Tagen gegenüber dem US-Dollar ein Jahrestief markiert. Während im Dezember des vergangenen Jahres für einen US-Dollar als Spitzenwert mehr als 79 Rubel hingeblättert werden mussten, so sind es beim heutigen Wechselkurs (30.12.2015, 15 Uhr MEZ) mehr als 73 Rubel. Im April waren es noch 50 Rubel gewesen. Dies entspricht einem Kaufkraftverlust von etwas mehr als 46 Prozent.

EUR-RUB Devisen-Chart

Für einen Euro muss der Moskauer Bürger gegenwärtig etwas mehr als 80 Rubel bezahlen, während es im Mai noch knappe 54 Rubel waren. Auch hier schlägt ein Kaufkraftverlust von 32,5 Prozent zu Buche.
Die Erklärung hierfür: Für Russland stellen die beiden Bodenschätze Gas und Öl die wichtigsten Deviseneinnahmequellen dar. Laut Angaben der russischen Zentralbank wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Russlands im kommenden Jahr, sollte der Ölpreis so niedrig bleiben, erheblich nachgeben. Die Rede dreht sich gegenwärtig um Werte oberhalb der 2-Prozent-Marke.

Forex Trading – Asset Manager verunsichert

Am vergangenen Donnerstag war schließlich bis zum Neujahr eine Waffenruhe in der Ost-Ukraine ausgehandelt worden, die ein paar Stunden später Raketenwerfer zunichte gemacht haben. Ähnlich ist es auch den übrigen Waffenruhevereinbarungen ergangen, etwa der vom Anfang September.

Ukrainische Quellen berichten vom Artillerieeinschießen der pro-russischen Kämpfer auf die ukrainischen Stellungen und der systematischen Suche nach Schwachpunkten in der ukrainischen Verteidigung. Pro-russische Quellen behaupten das Gegenteil. Der deutsche Außenminister Steinmeier hat sich besorgt gezeigt.

Die russische Währung erfährt nach Meinung einiger verunsicherter Asset Manager gerade eine Übertreibung. Bis zum Ende des nächsten Jahres sind erhebliche Kursgewinne des Rubels möglich. Dafür sprechen gleich mehrere Faktoren. Zum einen könnte die US-Notenbank Federal Reserve die Märkte mit ihrem geldpolitischen Kurs enttäuschen, zum anderen könnten heruntergefahrene Rohölförderungskapazitäten Engpässe bei der globalen Versorgung verursachen, was den Ölpreis explosiv steigen lassen könnte.

UniCredit zu Konjunktur

Doch auch andere Faktoren sprechen für ein Widererstarken des Rubels und für viel Bewegung am Devisenmarkt im Zuge der fortschreitenden Globalisierung. Im CEE Quarterly, dem Bericht der italienischen UniCredit, werden Prognosen an den Tag gelegt, die von einem Anziehen der russischen Konjunktur ausgehen. Der Startschuss soll ab Mitte 2016 fallen, die Entwicklung soll auch in 2017 andauern. Auch sei das Konjunktur-Risiko im Westeuropa höher.

Dies ist ein Exzerpt. Den kompletten Bericht kann der interessierte Leser im unabhängigen Smartest Finance Börsenportal sichten.

sdo
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Schlechte Börsenwoche

Börsencrash – Schlechte Börsenwoche

Sehr heftige Turbulenzen haben die Finanzmärkte im neuen Börsenjahr begrüßt. Sollte sich die Börsenregel, wonach die erste Handelswoche den gesamten Jahresverlauf indiziert, bewahrheiten, so wird dies ein bitteres Jahr für die Börsianer werden. Der Blick auf die Indizes ist erschütternd.

Der deutsche Aktienindex DAX verlor 8,3 Prozent, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 7,2 Prozent in die Tiefe, der defensiv aufgestellte Swiss Market Index SMI gab im Wochenverlauf um 6,4 Prozent nach. Alle im SMI gelisteten Wertpapiere schlossen die Handelswoche mit Abgaben ab. Das Nervenkostüm der institutionellen Börsenakteure ist so lädiert, dass mittlerweile gut ausgefallene Konjunkturdaten eine negative Interpretation erfahren.

China-Börsencrash – Renminbi-Abwertung

Doch was war der Auslöser für den Börsen-Crash? Die globale Verkaufswelle schieben viele Medienvertreter auf die Abwertung des Renminbis. Demnach könnten sich die Besorgnisse wegen der Abkühlung der chinesischen Volkswirtschaft weiter manifestieren, zumal die PBOC, die Notenbank Chinas, einlenken musste und den Referenzkurs Yuan-Dollar neu adjustierte. Die Entspannung war jedoch nur von sehr kurzer Dauer.

Ist die Sorge berechtigt? Zum Teil, den sollte der Yuan weiter abgewertet werden, würden zum einen Schocks in den Emerging Markets entstehen, zum anderen wäre die Gefahr einer weltweiten Deflation immanent. China würde quasi einen Domino-Effekt herbeiführen, der die globalen Volkswirtschaften in die Tiefe reißt.

Finanzmärkte – Technische Seite

Die obige Erklärung ist jedoch nur die halbe Wahrheit, so dass es durchaus lohnenswert erscheint etwas tiefer in die Materie einzusteigen.
Zur technischen Seite des Marktes: Die staatlich legitimierte CSF oder „China Securities Finance Corporation“ verfügt über Mittel von etwa 500 Milliarden Dollar, um den Aktienmarkt Chinas vor Kurseinbrüchen zu schützen.

Den chinesischen Pensionsfonds wurde zudem ein Verkaufsverbot beim letzten Crash im vergangenen Sommer erteilt. Da dieses Verbot jedoch in den kommenden Tagen ausläuft und dann mit wahren Verkaufsorgien zu rechnen ist, haben einige schon vorausschauend auf den Sell-Botton gedrückt.

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sdo hat am 11.01.2016 - 16:32 folgendes geschrieben:

China-Börsencrash – Renminbi-Abwertung

 

Ist die Sorge berechtigt? Zum Teil, den sollte der Yuan weiter abgewertet werden, würden zum einen Schocks in den Emerging Markets entstehen, zum anderen wäre die Gefahr einer weltweiten Deflation immanent. China würde quasi einen Domino-Effekt herbeiführen, der die globalen Volkswirtschaften in die Tiefe reißt.

 

 

Ich glaube sehr wohl, dass die Sorge berechtigt ist. Wie viele Börsenindexe hat China? Ich glaube es sind rund 20, davon sind 3 für ausländische Investoren zugänglich. Durch die politische Elite, wurde der kleine Mann zum Aktienerwerb ermuntert, welche durch Fremdfinanzierung der Banken gefördert wurde. Diese 17 Indexe haben sich in kurzer Zeit vervielfacht. Diese inländischen Indexe sind geplatzt und nur durch den Verkaufsstop der Pensionskassen und Grossinvestoren nicht zusammengebrochen.

Wenn man zurück schaut, war der Aktiencrash 1929 und 1987 jeweils im Herbst. Vielleicht wiederholt es sich auch in diesem Herbst.

Die Ausgangslage war 1929 fast identisch. Der Index des Dow Jones begann bei Hundert und erreichte Dank der Gier des kleinen Mannes,  schnell mal 300. Als die Schockwelle begann, wollte jeder verkaufen, denn die Kreditvergabe war wie bei den Chinesen ein Witz. Jeder hat Hypotheken oder sonstige Kredite in die Aktien investiert. Als die Banken ihre Kreditvergabe bedroht sahen,wurden die Kredite gleichzeitig alle aufgelöst. Dieses verstärkte die Verkaufswelle, und niemand hatte das Geld diese Aktien zu erwerben. Der Dow Jones sackte damals auf 40 herunter! Die Korrektur Betrug somit fast 90%. Eine Überschuldung war die Folge und die hohen Zinsen brachen dem Manne das Genick. Dadurch sinkte die Kaufkraft und die Firmen konnten ihre Produkte nicht mehr verkaufen. Es kam zur Massenarbeitslosigkeit! Als dann die Amerikaner den Deutschen die Kredite entzogen, welche nach dem 1.Weltkrieg für den Wiederaufbau benötigten wurden, war die Existenzgrundlage Millionen von Deutschen ebenfalls gefährdet.

Nun, diese Optik zurück, lässt folgende Schlussfolgerung zu. 

In China haben wir Blasenbildungen der verschiedenen Indexe. Die Kreditvergabe der Banken erfolgte ohne Sicherheiten. Durch die Zinserhöhungen der Amerikaner entziehen die ausländischen Investoren ihre Einsätze aus dem chinesischen Markt. Damit China ausländische Währungen ins Land holen kann, entwertet sie Ihre Landeswährung Renminbi stark. Sie kann dadurch ihre Exporte zwar steigern, aber ihre Kaufkraft lässt nach. Damit sind unmittelbar die Rohstofflieferanten von China sehr betroffen.

Auch der tiefe Ölpreis birgt seine Gefahren. Man rechnet damit, dass die Saudische Regierung in 5 Jahren pleite sind. Diese Preisspirale wird den Terror vor Ort noch fördern. Auch Russland wird die Gas- und Öleinnahmen fehlen. Da wird schnell mal Amerika zu Verantwortung herangezogen! Und die ersten Verschwörungstheorien werden ihre Runden machen.

Ich weiss, niemand kann die Zukunft voraussehen, aber die Zusammenhänge und Folgen sehr wohl.

Wenn es nun den Chinesen, Russen und den Saudis schlecht geht, wem wird die Karte "schwarzer Peter" zugestellt? Was passiert wenn die Russen und Chineses zusammen was lostreten? Da steht Nordkorea gerne bereit! 

Dieser Prozess ist reine Theorie und zum Glück ist die Diplomatie ein wirksames Mittel gegen die schlimmsten Befürchtungen wohin die Weltwirtschaft hinsteuert. Früher war das Öl das Mass aller Dinge, heute ist es wohl die Währung.

Trotzdem bin ich für das Jahr 2016 zuversichtlich, und glaube daran, dass wir dieses Jahr sehr viele Fusionen sehen werden, auch deshalb, weil das Geld immer noch sehr billig ist. Die Zinssätze sind zum Glück, nahe bei null.

Der Aktienmarkt ist – kurzfristig betrachtet – faszinierend und irreführend. Auf lange Sicht ist der Markt nahezu langweilig zuverlässig und vorhersagbar. – Charles D. Ellis

 

 

sdo
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Devisen – Russischer Rubel

Russlands Währung verliert weiter an Boden. Für einen US-Dollar musste man am Mittwochabend etwas mehr als 82 Rubel berappen. Selbst hartgesottene Marktteilnehmer wurden vom historischen Tiefkurs überrascht. Die europäische Leitwährung wertete gegen den Rubel auf den höchsten Stand seit Dezember 2014 auf, die Notierungen kletterten kurzzeitig über die wichtige Marke von 90.

Zum Vergleich: Anfang Dezember 2014 lag der Wechselkurs des Euros zum Rubel oberhalb der 97,50-Linie. Marktbeobachter richteten ihre Aufmerksamkeit auf den Verfall des Ölpreises. Russlands Wirtschaft bezieht den Großteil ihrer Deviseneinnahmen aus dem Rohölexport. Für einen Barrel der Sorte WTI bezahlte man am Mittwoch weniger als 27,50 US-Dollar.

Wirtschaft in Russland – IWF-BIP-Prognose

Der IWF hat bereits auf den Verfall des Ölpreises reagiert und die Konjunkturprognose abgesenkt. Laut IWF-Experten soll das russische Bruttoinlandsprodukt im aktuellen Jahr um etwa einen Prozent nachgeben.

Einige Werte zum russischen BIP: Noch 2013 lag dieses bei 2079,02 Milliarden, 2014 bei 1860,60 Milliarden und im vergangenen Jahr bei 1235,86 Milliarden US-Dollar. Die niedrigeren Rohstoffpreise haben bereits die russischen Haushaltseinnahmen auf die Talfahrt geschickt, die Fiskalpolitik dürfte in der Zukunft noch restriktiver gestaltet werden. Eine Tatsache kann man jetzt schon festhalten: Die Aufwertung des US-Dollars hat den Wohlstand vieler Staaten extrem geschmälert.

Russland-Wirtschaft – Reformen oder Innovationen?

Russland leidet insbesondere unter verhängten Sanktionen. Im Kreml tröstet man sich noch damit, die Rezession mit der Kraft der wirtschaftlichen Innovationen zu überwinden.

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Interessante Parallelen

 Hallo Ghost,

 

 sind natürlich interessante Parallelen, die du da aufführst. Vielen Dank für die Denkanstöße!

 

Herzliche Grüße,

sdo

 

sdo
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Rohstoffpreise und Staatsverschuldung

Nach Aussagen von William White, dem früheren BIZ-Chefvolkswirt (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich), ist das globale Finanzsystem „gefährlich instabil“. William White, der sich in der Vergangenheit einen Namen mit treffsicheren ökonomischen Vorhersagen gemacht hat, bläst offensichtlich in das gleiche Horn wie Kenneth Rogoff mit seinem Deficit Endgame. Die zunehmende Staatsverschuldung ist im Grunde genommen nichts Neues, auch wenn sich diese seit dem Ausbruch der Finanz-Krise noch einmal verschärft hat.

Die nächste Rezession dürfte logischerweise nur ans Tageslicht bringen, dass ein Großteil der Schulden nicht bedient werden kann. Das Verheerende dabei: In den vergangenen Zeitperioden sind die makroökonomischen Maßnahmen zur Rezessionsbekämpfung aufgebraucht worden, so dass die Zentralbanken machtlos gegen die kommende Krise sind. Bleibt also noch die Frage, wer die Kosten schultern soll?

Finanzkrise – Sparer und „Lender of last resort“

Die europäischen Banken haben eine unglaublich anmutende Summe in Höhe von einer Billion US-Dollar an Krediten angesammelt, die faul sind. Die Emerging Markets und die Bundesrepublik sind aufgrund internationaler Finanzverstrickungen besonders exponiert. Die enorme Liquiditätsflut der Zentralbanken hat eine Schuldenblase entstehen lassen. Die niedrigen Rohstoffpreise bringen diese jetzt zum Platzen. Die niedrigen Rohstoffpreise, insbesondere der Ölpreis, bringen diese jetzt zum Platzen.

Die zunehmende Divergenz zwischen der restriktiven US-Geldpolitik und der expansiven EU- und Japan-Geldpolitik verschlimmert die Lage auf globaler Ebene zusätzlich.

Um auf die Frage vom Beginn zurückzukommen: Jeder, die über Vermögenswerte verfügt, sprich auch die Anleger und Sparer, werden als „lender of last resort“ herhalten müssen. Europäische Einlagensicherungssysteme existieren zwar, wobei jedoch noch nicht einmal sicher ist, ob Spareinlagen der Privathaushalte unter der Summe von 100.000 Euro geschützt sind.

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gemäss fuw

Die Minuszinspolitik ist zu Europas grösstem Exportschlager geworden. Am Freitag hat die japanische Zentralbank den Leitzins für bei ihr hinterlegte Bankeinlagen um 0,2 Prozentpunkte auf –0,1% gesenkt. Japan ist damit das erste aussereuropäische Land, das Negativzinsen einführt.

In der Eurozone, in Schweden, Dänemark und der Schweiz produzierte die Minuszinspolitik keine grösseren Kollateralschäden. Dafür erwies sie sich als erstaunlich effektiv, um die eigene Währung zu schwächen. Diese Erkenntnis bewog nun die Notenbank in Tokio, ihr Zögern aufzugeben und in die neue Zinsära einzutauchen.

Der Yen hat sich umgehend abgewertet. Besonders begrüssen die Märkte den Hinweis, dass der Leitzins noch tiefer gesenkt werden dürfte. Die EZB hatte anfangs noch den Fehler begangen, zu sagen, der Boden sei nun erreicht. Sie wollte Kritiker beruhigen. Erst als sie die Bemerkung widerrief, erzielte sie die gewünschten Effekte. Notenbanken müssen offensichtlich immer forscher auftreten, um überhaupt noch etwas zu bewegen.

Der Kurswechsel in Japan lässt vor allem die Kollegen in den USA im Regen stehen. Sie hatten sich im Dezember endlich dazu durchgerungen, die Leitzinsen schrittweise zu erhöhen. Nun, da die Briten eine Zinswende immer mehr hinausschieben und in Euroland und Japan weitere Lockerungen anstehen, ist die US-Notenbank die letzte unter den Grossen, die noch vom Vorteil positiver Zinsen für die Wirtschaft überzeugt ist.

Der Dollar nimmt damit eine Sonderrolle ein und dürfte sich zusätzlich aufwerten. Das kommt einer Straffung der monetären Rahmenbedingungen gleich und könnte am Ende die US-Notenbank davon überzeugen, die eben erst begonnene Zinswende vorzeitig abzubrechen.

http://tablet.fuw.ch/article/nur-eine-halt-noch-durch/

Wenn man sich überliegt, welchen Zweck die Zinsen erfüllen, so scheint es mir, dass die Welt nur noch auf Krediten aufgebaut wird. Ein Fass ohne Boden, dass Geld sickert nur noch durch! Was zurück bleibt, heisse Luft bis zur letzten Instanz und faule Kredite bei den Banken. 

Ghost
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Legalisierter Betrug!

Der Bruchteil eines Wimpernschlags genügt, um an den Börsen Gewinn zu machen. Weniger als 350 Mikrosekunden erlauben es den Hochfrequenzhändlern, andere Anleger zu übervorteilen und Milliardenprofite einzustreichen. Die US-Börsenaufsicht (SEC) tolerierte diese Form des Computerhandels bisher, steht nun aber an einer Wegscheide. Sie muss entscheiden, ob sie eine neue Handelsplattform zulassen will, die den Hochfrequenzhandel unterbinden will. Bedroht sehen sich damit die etablierten Börsen, die mit den «Flash Boys» zusammenspannen und damit mehr Geld verdienen als mit den Handelskommissionen selber.

Technische Bremsschwelle

Die Investorenbörse unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von anderen Börsenplätzen. Ihr Handelssystem ist mit einer «Verkehrsberuhigung» versehen, quasi einer technischen Bremsschwelle. Diese besteht aus einer 61 Kilometer langen Zusatzschlaufe zwischen der IEX-Handelsplattform in Manhattan und den Datenservern in New Jersey. Die Schlaufe verzögert die Ausführung eines Auftrags um 350 Mikrosekunden. Das reicht, um den Vorsprung des Hochfrequenzhandels zunichtezumachen. «Bei uns haben alle Anleger die gleichen Chancen. Käufer und Verkäufer können sicher sein, dass sie nicht von einem Hochfrequenzhändler ausgesogen werden», erklärte IEX-Gründer Katsuyama jüngst bei einem Besuch im Silicon Valley, wo er bei Hightechfirmen Unterstützung für sein Zulassungsgesuch bei der Börsenaufsicht zusammentrommelte.

Wie aber erreichen die Flash Boys ihren unfairen Vorsprung? Hochfrequenz-händler zahlen Millionen, um ihre Computerserver unmittelbar neben den Servern der etablierten Börsen aufstellen zu dürfen. Sie erreichen so einen minimal schnelleren, aber eben entscheidenden Zugang zu den Aufträgen anderer Kunden. Solche Daten erlauben, Tausende von fingierten Aufträgen pro Sekunde zu generieren und minimale Preisdifferenzen auszunützen. Normalanleger hätten keine Ahnung, dass die Börsen und die Hochfrequenzhändler gemeinsame Sache machten, meint David Swensen, Chefinvestor der Yale-Universität. Tatsache sei leider, dass die Börsen «das dreckige Spiel der Hochfrequenzhändler» begünstigten und die US-Börsenaufsicht (SEC) dies zulasse.

Unklar ist, wie stark die Allgemeinheit der Anleger geschädigt wird. Lewis schätzt die Profite der Flash Boys auf jährlich bis zu 15 Milliarden Dollar. Dies scheint realistisch, zeichnet der Hochfrequenzhandel in den USA täglich doch für mehr als 60 Prozent aller Aufträge verantwortlich. Bekannt ist, dass die Citadel-Gruppe, ein führender Tempo-Trader, in vier Jahren nur an einem einzigen Tag keinen Gewinn machte. So wasserdicht ist die Kollusion zwischen Hochfrequenzhandel und Börsen wie der Nasdaq oder der New York Stock Exchange.

Die Börsenaufsicht tut sich schwer mit einem Entscheid. Eine unheilige Allianz von Börsenplätzen und Hochfrequenzhändlern hat sie mit einer Fülle von Eingaben eingedeckt und beklagt, die neue Konkurrenz sei unfair. Gestützt wird das Gesuch auf der anderen Seite von Anlagefondsfirmen wie Franklin Templeton, Versicherungen wie der Mass Mutual sowie grossen Pensionskassen wie jener der Lehrer in Texas. Das sind auch die Hauptopfer der Flash Boys. «Wir stehen an einer für den ganzen Finanzsektor sehr wichtigen Wegscheide», sagt Lewis. «Wenn die SEC die IEX ablehnt, so wischt sie auch das Konzept eines gerechten Marktes für alle Anleger beiseite.» Der Status quo helfe nur wenigen, so Lewis, aber sie profitierten überdurchschnittlich davon.

Denn sie wissen, was sie tun

So liegt denn auch die Idee nahe, die Flash Boys zu einem Film zu machen und so den Druck für eine Reform zu erhöhen. Drehbuchautor Aaron Sorkin und Sony waren sich im letzten Frühling bereits einig, das Projekt in Angriff zu nehmen, bevor Sorkin Zweifel kamen, die Hauptrolle des IEX-Gründers ideal besetzen zu können. Das Projekt wurde auf Eis gelegt. Doch Lewis gibt nicht auf. «‹Big Short› ist so erfolgreich, dass der Film genug Zug auch für die ‹Flash Boys› entwickeln wird», sagt er und deutet an, dass «mein Freund Brad Pitt» im neuen Film mitmachen würde.

«Flash Boys» wäre aber nicht der übliche Wallstreet-Film. Der Vorteil von «Big Short» ist, dass er laut Lewis «den Betrug und die schiere Stupidität an Wallstreet leicht erkennbar abbildet». Bei den Hochfrequenzhändlern sei dies anders. «Diese Leute sind nicht dumm. Sie wissen sehr genau, was sie tun. Dies macht es auch so schwer, gegen sie vorzugehen.»

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Ghost
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Zuletzt online: 21.11.2018
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Sieht nicht gut aus! Die Tiefpunkte vom Januar wurden nun unterschritten. Der Preisverfall von Öl wird hohe Kreditausfälle auslösen. Die Kreditwürdigkeit der Schieferproduktion ist jetzt im freien Fall! Die Banken welche im Boomzeiten die Kredite vergeben haben, sitzen jetzt auf Ramschpapiere! Folgt nach der Immopleite nun die Ölpleite? 

Der Panikmodus ist bei der Börse angekommen und jetzt, was nun? 

Jetzt sind wieder die Zentralbanken gefragt! Man weiss, was geschehen kann, wenn man die Banken nicht stützt! Aber, bis man wieder reagiert, ist die Welle bereits am Rollen!

Draghi hat es bereits angekündigt, im März folgt die nächste Liquiditätsspritze, es bleibt ihm nichts anderes übrig! Er hat es verstanden, es gibt kein Weg zurück! 

Aber die Chinesen sitzen lieber auf ihren Dollarbergen, als dass sie die chinesische Börse stützen. Ein platzen ist somit sehr wahrscheinlich! Einen Vorgeschmack konnten wir bereits im Januar erleben. Dabei ist die Lage noch überschaubar, die Wirtschaft hat immer noch gute Wachstumswerte.

Und die Amerikaner möchten weiterhin an der Zinsschraube drehen! Es ist einfach diese Situation zu entschärfen, aber dazu braucht es, dass die verschiedenen Zentralbanken gemeinsame Schritte unternehmen!

Schritt 1: die chinesische Regierung unterstützt ihre Börse (Stützungskäufe) 

Schritt 2: die Amerikaner nehmen weitere Zinsschritte vom Tisch (Kapitalmarkt wird sich beruhigen)

Schritt 3: die Japaner wie auch die Europäer werden die Liquiditätzuschüsse in den Kapitalmarkt mit den übrigen Zentralbanken koordinieren! Auch sind die Wechselkurse zu fixieren, es darf keine willkürliche Abwertungen der Währung erfolgen.

Ganz einfache Schritte, aber ob der Wille auch vorhanden ist? Die Fehler von 2008 könnten verhindert werden, aber ob der Entschluss gemeinsam erfasst werden kann? 

Es wird wohl an den Chinesen scheitern.

 

 

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