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Crypto Fund erhält Finma

Crypto Fund erhält Finma-Bewilligung als Vermögensverwalter

Die Crypto Fund AG erhält laut eigenen Angaben als bisher einziges Kryptounternehmen der Schweiz die Bewilligung Finma als Vermögensverwalter.

09.10.2018 08:10

Die Tochter der Crypto-Finance-Gruppe darf damit Vermögen verwalten, die Anlageberatung für institutionelle Kunden übernehmen sowie inländische und ausländische Fonds vertreiben.

Die Bewilligung als Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen erhöhe die Messlatte für alle Kryptounternehmen in der Schweiz und im Ausland, teilte Crypto Fund am Dienstag mit. Ohne eine solche Bewilligung seien die Aktivitäten von allen Marktteilnehmern, die sich mit digitalen Anlagen beschäftigten, beschränkt.

Weiter gab das Unternehmen bekannt, den Basler Wirtschaftsprofessor Fabian Schär in den Verwaltungsrat zu holen. Dieser erforscht Anwendungen auf Basis der Blockchain-Technologie. Die Crypto Finance Gruppe, zu der neben der Crypto Fund noch zwei weitere Töchter gehören, wurde im Juni 2017 gegründet. Crypto Fund verkauft institutionellen Anlegern Fondsprodukte, die Zugang zu Kryptoanlagen bieten.

(AWP)

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Warum manche ICOs ins Stocken

Warum manche ICOs ins Stocken geraten

Das Umfeld für ICOs, also Initial Coin Offerings, ist härter geworden. Das zeigen zwei Beispiele aus der Schweiz.

13.11.2018 22:30

Von Marc Forster

Kuhställe sind in den Schweizer Alpen ein bekanntes Bild. Kuhställe, die grosse Container zum Schürfen von Kryptowährungen enthalten, wären indessen etwas Neues: Das Start-up Swiss Alps Mining will so dank Höhenlagen mit niedrigen Stromverbrauch den Alpenraum mit Kryptomininganlagen in leerstehenden Alphütten überziehen (cash berichtete). 

Rund 100 Millionen Franken sollten durch ein Initial Coin Offering, also die Ausgabe eines Tokens namens SAM, im Laufe des Sommers gewonnen werden. Investoren sollten diese neu geschaffene Kryptowährung beziehen, um dann am grossen Geschäft mit den alpinen Kryptominern beteiligt zu sein. Während des ICO, das im vergangenen Mai vorgestellt worden war, reduzierten Swiss Alps Energy allerdings das Ziel um die Hälfte. 

Per Ende Oktober kamen schliesslich 10,5 Millionen Dollar zusammen, wie die Website von Swiss Alps Mining zeigt. Das ist ein Zehntel des ursprünglich geplanten Betrages. Die zusammengekommene Summe sei zufriedenstellend und erlaube es, das Projekt dank neuer Technologien weiterzuentwickeln, sagt Gian-Carlo Collenberg, Geschäftsführer des Start-ups Swiss Alps Energy, im Gespräch mit cash.ch. Er sagt aber auch: "Der ICO-Boom ist langsam vorbei." 

Kryptokurse sind eingebrochen

Ins Stocken geraten ist offenbar auch das ICO der Schweizer Firma Cryptectum. Die Idee hier war, über die Kryptowährung – beziehungswiese einen so genannten Token «Tectum» - rund 80 Millionen Franken einzusammeln, die dann in Immobilien investiert werden sollten. Investoren hätten über den Token Zugang zu Liegenschaftserträgen erhalten sollen, die Investments sollten über die Ethereum-Blockchain verwaltet werden (cash berichtete).

Auf der Website Cryptectum kann man aber keine Tokens mehr zeichnen. Es besteht bloss noch die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren. Das Pre-ICO, bei dem Start-ups einen Mindestbetrag einnehmen wollen, wurde Ende Mai auf der Website angekündigt. Seitdem aber sind keine News mehr zu sehen. Es kam allem Anschein nach zu wenig Geld zusammen, um die Geschäftsidee überhaupt zu lancieren. 

Branchenkenner bestätigen, dass die Lancierung von ICOs viel schwieriger ist als noch vor einem Jahr. Darin besteht eine gewisse Logik, schaut man auf die Märkte: Nach der Begeisterung, welche die Welt der Kryptofinanzierung und der digitalen Währungen noch vor einem Jahr weiterherum auslöste, hat sich eine Ernüchterung eingestellt. Zumindest ausserhalb der Tech-Community ist die Vorsicht gegenüber Kryptowährungen grösser geworden, was sich ja alleine schon am Kursverfall von Bitcoin zeigt. Seit Anfang Jahr ist der Wert zum Franken um die Hälfte eingebrochen, seit dem Beginn des Herbsts ist die Kursentwicklung flach.

So viele ICOs wie noch nie

Allerdings: Die Kryptowelt besteht nicht nur aus Bitcoin, und der ICO-Markt ist nicht tot. Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften schreibt in einer Studie, dass die auf Token basierende Finanzierungsweise die am schnellsten wachsende Kapitalbeschaffungsform darstellt. Bis Mitte November dieses Jahres wurden weltweit etwa 950 ICOs in Höhe von 21,7 Milliarden Dollar durchgeführt. Das ist deutlich mehr, als in sämtlichen Jahren davor zusammengerechnet.

Beim ein Jahr lang dauernden Start-up Block.One, das seinen Sitz offiziell auf den britischen Cayman-Inseln in der Karibik hat, kann bis zum vergangenen Juni gut 4 Milliarden Dollar zusammen. Block.One arbeitet an EOS, einer Digitalwährung, die als zweite Innovationsstufe der Blockchain gilt und als Plattform für neue Kryptprojekte dienen soll. Hat EOS Erfolg, dann bekommt die Ethereum-Blockchain, wo heute drei Viertel aller ICOs durchgeführt werden, möglichweise ein Problem. Bei EOS bestehen extrem hohe Erwartungen an die Technologie, was den Erfolg des ICOs zu einem guten Stück erklärt. ICOs leben davon, dass sie den Investoren etwas versprechen: Manche Start-ups werben von Anfang an damit, dass ihrer zur Finanzierung ausgebenen Kryptowährung ein Realwert zugrunde liegt. 

"Grundsätzlich gilt, dass etwa ein Drittel aller angekündigten ICO-Projekte erfolgreich abgeschlossen werden", sagt Fabian Danko, Mitautor der ICO-Studie der ZHAW. Doch während in den vergangenen zwei Jahren praktisch sämtliche Projekte finanziert worden seien, würden die Investoren nun skeptischer, sagt Danko zu cash.ch. Ein Grund dafür ist aus Sicht des Experten, dass viele ICOs ihre Ideen kopieren und Produkte oder Dienstleistungen keine wirklichen Innovationen darstellen. Auf der anderen Seite fehle angesichts der gesunkenen Kurse von Bitcoin und Ethereum der Rückenwind von den Krypowährungsmärkten. "Diese Tendenz sieht man allerdings auch bei traditionellen Finanzanlagen immer wieder", sagt Danko.

Leitplanken sind notwendig

Mit traditionellen Finanzanlagen sind Finanzierungsmodelle über Kryptowährungen beziehungsweise Token nach wie vor nur sehr bedingt vergleichbar. Zwar hat in verschiedenen Ländern, so auch der Schweiz, der Regulator inzwischen eingegriffen. In der Schweiz werden Unternehmen einzeln überprüft, dazu hat die Finma bereits im Februar gewisse Rahmenbedingungen für eine ICO-Regulierung definiert. Der Schwerpunkt des regulatorischen Ansatzes liegt bisher allerdings auf der Bekämpfung der Geldwäscherei.

Bei ICOs hingegen stellen sich Themen wie Anlegerschutz und Grundlagen für ein höheres Investorenvertrauen anders dar als in der Welt traditioneller Finanzprodukte. Aber auch dies wandelt sich: "Die Investoren-Community unterstützt bevorzugt reifere Projekte mit einer klar formulierten Strategie sowie einem detaillierten Business Case. Eine Absichtserklärung und ein White Paper reichen für die Start-Ups nicht mehr aus", sagt Daniel Diemers, ICO-Experte beim Beratungsunternehmen PWC Strategy. Aber so können sich ICOs als Finanzierungsform dauerhaft etablieren, gewissermassen als Private-Equity-Investments in der Frühphase.

Wie bei der traditionellen Unternehmensfinanzierung müssen ICO mit einem Produkt und einem Zielmarkt überzeugen. ICO-Start-ups werden gemessen an den Teams und deren Erfahrungsschatz und Leistungsausweis beim Aufbau von Unternehmen. Aber wie traditionelle Firmengründer muss das Geschäftsmodell stimmen. So gesehen läuft eine Unternehmensgründung nicht grundlegend anders ab, wenn sie auf einem Token basiert. Und wie es sich schon seit einiger Zeit abzeichnet, werden Investoren vermehrt gewisse Sicherheiten bei ICOs fordern. Auch hier wird sich die Welt der digitalen Unternehmensfinanzierung mehr der traditionellen Kreditwelt angleichen. 

Mit redaktionaller Mitarbeit von Pascal Züger.

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«Krypto-Absturz ist wie das Platzen der Dotcom-Bubble»

«Krypto-Absturz ist wie das Platzen der Dotcom-Bubble»

Ein bekanntes Aushängeschild der internationalen Krypto-Szene vergleicht den Absturz der Kryptowährungen mit dem Platzen der Aktienblase um die Jahrtausendwende.

https://www.cash.ch/news/top-news/bitcoin-co-krypto-absturz-ist-wie-das-platzen-der-dotcom-bubble-1238848

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Bitcoin-Kurs rutscht unter 4200 Dollar

Der Bitcoin-Ausverkauf geht weiter: Der Kurs der Cyber-Devise fiel am Dienstag um bis zu zwölf Prozent.

Der Bitcoin sinkt auf 4199,36 Dollar – das ist ein 14-Monats-Tief. Damit summiert sich das Minus der vergangenen Tage auf rund 33 Prozent. Das ist der grösste Kursrutsch seit einem Dreiviertel Jahr. Auch die Digitalwährungen Ethereum oder Ripple verbuchten am Dienstag Kursverluste im zweistelligen Prozentbereich.

 

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Talfahrt geht weiter: Bitcoin unter 4000 Dollar

Der Kurs der Kryptowährung befindet sich seit Monaten im freien Fall. Nun sackt sie auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr.

Die Talfahrt bei Bitcoin findet kein Ende. Der Kurs der grössten und bekanntesten Kryptowährung sackte am Wochenende unter die Marke von 4000 Dollar und erreichte mit 3474 Dollar den tiefsten Stand seit über einem Jahr. Am Montag erholte sich der Preis an der Börse Bitstamp wieder etwas.

Ein Bitcoin kostete 4029 Dollar. Es sei fraglich, ob Bitcoin es schaffe, sich wieder über der 4000er-Marke einzupendeln, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. «Sollte sich die Hürde als zu hartnäckig erweisen, könnten Anleger gezwungen sein, den Gang gen Süden bis auf 3000 Dollar anzutreten.» Mitte November mussten Anleger für die Cyberdevise noch rund 6300 Dollar auf den Tisch legen.

(reuters/mlo/me)

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Kryptogeld-Werbung: Hohe

Kryptogeld-Werbung: Hohe Strafen zwei Promis

Die US-Börsenaufsicht SEC hat erstmals Prominente wegen unlauterer bezahlter Werbung für dubiose Geschäfte mit Kryptowährungen bestraft.

30.11.2018 06:41

Der Profiboxer Floyd Mayweather und der Hip-Hop-Star DJ Khaled akzeptierten im Rahmen eines Vergleichs Bussgelder in Höhe von 300 000 beziehungsweise 100 000 Dollar, wie die Behörde am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mitteilte.

Zudem zahlen Mayweather und Khaled laut SEC weitere 300 000 beziehungsweise 50 000 Dollar, diese Beträge sollen ihnen Promo-Aktionen für Krypto-Coins eingebracht haben. Die beiden bewarben laut der Behörde über ihre Social-Media-Kanäle "Initial Coin Offerings" (ICOs), ohne offenzulegen, dass sie dafür bezahlt wurden.

ICOs sind sogenannte digitale Börsengänge. Start-ups können damit bei Investoren Geld für Projekte einsammeln, indem sie Kryptowährungen (Coins) ausgeben und diese versteigern. Diese weitgehend unregulierte Art der Mittelaufnahme ist jedoch schon länger höchst umstritten und wurde laut US-Aufsehern in vielen Fällen zum Betrug genutzt.

Auch beim sogenannten Centra ICO, den Mayweather und Khaled angepriesen hatten, ging es der SEC nach nicht mit rechten Dingen zu. Die Behörde hatte die drei Köpfe hinter dem Projekt bereits im April wegen Wertpapierbetrugs verklagt. Sie sollen mit falschen Versprechen 32 Millionen Dollar am Kapitalmarkt ergaunert haben.

"Anleger sollten skeptisch sein bei Investmentratschlägen, die auf Social-Media-Plattformen gepostet werden, und keine Entscheidungen auf Basis von Empfehlungen von Prominenten treffen", warnte Co-Direktor Steven Peikin von der SEC. "Social Media Influencer" seien oft bezahlte Promoter, keine Finanzprofis.

Befeuert vom Rummel um Bitcoins - dem bekanntesten Spekulationsobjekt unter den Kryptowährungen - war der Markt für digitales Geld 2017 heissgelaufen und auch ICOs lagen stark im Trend. Mittlerweile ist der Hype vorbei und viele Anleger, die zu spät einstiegen, haben heftige Verluste erlitten. Der Bitcoin-Preis ist seit Ende 2017 von einem Rekordhoch bei rund 20 000 auf zuletzt unter 4000 Dollar gefallen.

ICOs gelten an den Finanzmärkten mittlerweile als verpönt. Die meisten der zahlreichen kleinen Digitalwährungen fristen neben den bekannteren Schwergewichten wie Bitcoin, Ether oder XRP ein noch kümmerlicheres Dasein. Viele von ihnen werden sogar in der Szene selbst inzwischen verächtlich als "Shitcoins" bezeichnet.

(AWP)

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Kryptofirma verlangt

Kryptofirma verlangt Bewerbungsgebühr - und lockt mit hohen Gehältern

100 Franken müssen Interessenten hinblättern, um sich für einen Job als «Crypto Trader» in Zürich zu bewerben. Die Stelle wird mit möglichen Monatslöhnen im fünfstelligen Bereich angepriesen. Was steckt dahinter?

07.12.2018 11:04

Von Pascal Züger

"Trete unserem Trading Desk in Zürich bei und lerne von den besten Krypto-Tradern", heisst es in einem Stelleninserat des Unternehmens Auf der Mauer Gruppe auf dem sozialen Netzwerk LinkedIn. Die Schweizer Krypto-Firma mit Hauptsitz in Baar ZG, gegründet im Jahr 2009, will in Zürich in Partnerschaft mit einem New Yorker Hedgefonds eine Handelsabteilung einrichten, erfährt man im Online-Inserat weiter.

Die Anforderungen sind nicht unbescheiden: Wer sich für die Stelle als "Crypto Trader" bewerben will, braucht einen Universitätsabschluss, muss fliessend Englisch sprechen und sollte die verschiedenen Kryptowährungen und den Kryptowährungsmarkt kennen. So weit, so normal.

Am Ende des Inserats wird der Interessent jedoch noch darauf hingewiesen, dass für die Bewerbung eine Registrierungsgebühr von 100 Franken anfällt, für Studenten sind es 35 Franken. Geld zahlen, damit man sich bei einer Firma bewerben darf - das ist doch eher ungewöhnlich.

"Die Gebühr haben wir erhoben, damit sich nicht jede beliebige Person bewirbt, sondern nur wirklich Interessierte. Es ist eine sehr effiziente Methode, um gute Bewerber herauszufiltern", sagt Alexandre Touihri, CEO von Auf der Mauer, auf Anfrage von cash. Wer nicht die Zeit finde, eine "symbolische Gebühr" zu bezahlen, werde wohl auch nicht die Zeit finden, am mehrteiligen interaktiven Wettbewerb teilzunehmen. Touihri betont zudem, dass die Gebühr bei künftigen "Competitions" nur noch fünf Franken betragen werden.

Wettbewerb mit Preisen - hohe Löhne als Lockmittel

Der Firmenchef nennt dies bewusst "Competition", da das Bewerbungsverfahren als mehrtägiger Trading-Wettkampf aufgebaut ist, wo die besten Trader danach mit einem Job prämiert werden. Zudem winken auch noch verschiedene Preise: Ein Finalist darf etwa einen Monat lang gratis einen Tesla Model S fahren. Die Auf der Mauer Gruppe hat nach eigenen Angaben bereits einen neuntägigen Trading-Wettbewerb durchgeführt, wo von den ursprünglich 250 Bewerbern noch rund 40 teilgenommen hätten. Für Februar ist eine weitere Runde geplant.

Zuletzt beinhaltet das "Crytpo Trader"-Inserat auch vage Angaben zum Gehalt: Die Vergütung ist variabel, ohne Fixlohn. 30 Prozent der erzielten Profite durch den Handel mit Kryptowährungen werden ausbezahlt. Im Beschrieb ist die Rede davon, dass die Top-40-Prozent Trader aus den USA damit ein fünfstelliges Salär verdienen - pro Monat. 

Etwas differenzierter beurteilt ein Headhunter das Vorgehen der Auf der Mauer Gruppe. "Dass man für eine Bewerbung bezahlen muss, ist sehr atypisch und unseriös", sagt der Personalvermittler, der namentlich nicht genannt werden will, im Gespräch mit cash. Und mit dem stark erfolgsabhängigen Lohnmodell ziele die Firma ganz klar nur auf den eigenen Erfolg ab. "Man will günstig Leute reinholen." Dazu sind laut dem Headhunter die Aussagen zu den Löhnen nichtssagend. Man wisse nicht, ob Monatslöhne im fünfstelligen Bereich bei 10'000 Franken oder eher bei 90'000 Franken lägen.

Auf-der-Mauer-CEO Touihri verteidigt sein Salärsystem. Bei Trading-Jobs werde dies häufig so gehandhabt, um entsprechende Anreize zu guten Leistungen zu setzen. Zudem streicht er die momentan optimalen Bedingungen heraus: "Der jetzige Kryptomarkt mit der hohen Volatilität ist das Eldorado für Trader, es herrschen ähnliche Zustände wie in den 1980er-Jahren an den Aktienmärkten", erklärt Touihri. In diesem lukrativen Umfeld sei es nicht nur möglich, er erwarte von seinen Mitarbeitern gar, dass sie fünfstellig im Monat verdienen würden.

Volatil ist der Markt für Kryptowährungen sicher, wenn man ihn auf Tagesbasis betrachtet. Die letzten zwölf Monate zeigten indes ein deutlich abnehmendes Interesse der Anleger für Bitcoin, Ripple, Ethereum und andere Digitalwährungen. Der Bitcoin notiert derzeit bei etwa 3300 Dollar. Das ist der tiefste Wert seit September 2017. Von seinem Rekordstand bei 20'000 Dollar, erreicht Ende 2017, ist der Bitcoin meilenweit entfernt. Alle rund 2000 Digitalwährungen zusammen haben derzeit einen Marktwert von rund 108 Milliarden Dollar. Beim Höhepunkt des Krypto-Booms waren es deutlich mehr als 800 Milliarden Dollar. 

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Bitcoin-Anleger mussten 2018

Bitcoin-Anleger mussten 2018 starke Nerven bewahren

Für Bitcoin-Anleger geht ein rabenschwarzes Jahr zu Ende. Während Kryptowährungen 2017 noch teils vierstellige prozentuale Zuwachsraten verzeichnet hatten, brachen die Preise 2018 deutlich ein.

Aktualisiert um 11:50

Mit rund 3600 Dollar kostete Bitcoin am Freitag gerade noch so viel wie im September 2017. Auf Jahressicht bedeutet das ein Minus von 75 Prozent. "Für Krypto-Investoren ist das Jahr 2018 ein Jahr zum Abschenken", sagte Börsenanalyst Timo Emden von Emden Research. Zugesetzt habe der Branche vor allem, dass keine globale Regulierung auf die Beine gestellt worden sei. Außerdem hätten Hackerangriffe und technische Spaltungen von Bitcoin und anderer Kryptowährungen Investoren verunsichert.

Die zusammengerechnete Marktkapitalisierung aller rund 2100 Kryptowährungen schrumpfte im zu Ende gehenden Jahr laut dem Branchendienst CoinMarketCap.com auf noch knapp 130 Milliarden von gut 600 Milliarden Dollar zusammen.

Viele Experten rechnen damit, dass auch 2019 kein einfaches Jahr für Cyberdevisen wird. "Bitcoin wird unserer Meinung nach das zweite Jahr in Folge die am schlechtesten abschneidende Finanzanlage bleiben", sagte Portfoliomanager Mark Dowding vom Vermögensverwalter BlueBay Asset Management.

(Reuters)

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Blockchain muss 2019

Blockchain muss 2019 langweilig werden

Etabliert und bewährt hat sich Blockchain laut Experten bislang «so gut wie nirgends». 2019 sollte zum Jahr der entscheidenden Entwicklungsstufe werden.

13.01.2019 22:43

Von Ivo Ruch

Etwas wird sich in Bezug auf die Blockchain-Technologie auch 2019 nicht ändern: Die Lager der Skeptiker einerseits und der Optimisten andererseits werden sich weiterhin mit Spott, Häme und Kritik eindecken. So wie zuletzt der bekannte Ökonom Nouriel Roubini. Er bezeichnete die Blockchain als die "nutzloseste und am meisten überbewertete Technologie aller Zeiten".

Auf die Twitter-Nachricht von Roubini am letzten Donnerstag folgte zwar eine animierte Diskussion über die Vor- und Nachteile der Blockchain, über Kryptowährungen und über konkrete Projekte in der Digitalwelt. Aber das Beispiel zeigt, wie unterschiedlich die Perspektiven für die Blockchain-Technologie derzeit immer noch beurteilt werden.

Durch ihre Struktur soll die Blockchain zahlreiche Dienstleistungen vereinfachen, sicherer und günstiger machen. Der dezentrale Aufbau ermöglicht es zwei Parteien zum Beispiel den Austausch von Geldeinheiten ohne Drittpartei wie einer Bank. Auch die Transaktion und die Aufbewahrung von Eigentum gilt als grosse Vision – um etwa herkömmliche Grundbucheinträge obsolet zu machen.

Technische Probleme lösen

Kühne Visionen bestehen schon seit längerer Zeit. Doch es fehlen immer noch Anwendungen, welche das grosse Potenzial der Blockchain-Idee beweisen. Hinzu kommt der Absturz zahlreicher Kryptowährungen wie Bitcoin, was ebenfalls am Image von Blockchain gekratzt hat. Ganz zu schweigen von der schlechten Medienberichterstattung durch die zahlreichen dubiosen Initial Coin Offerings (cash berichtete).

Insofern wird 2019 wird ein wichtiges Jahr für die Blockchain. Denn in der Vergangenheit klafften Ankündigung und Lieferung vieler Firmen teils weit auseinander. Alexander Denzler, Blockchain-Experte an der Hochschule Luzern, gibt zu bedenken, dass die Technologie in ihrer Entwicklung noch am Anfang stehe und es noch viel Zeit brauche, um die grossen Hoffnungen erfüllen zu können. "Im Fokus steht dabei die Lösung technischer Probleme. Nur so lassen sich Blockchain-Projekte realisieren, die auch praxistauglich sind", so Denzler.

Es mangelt vielerorts an der Skalierbarkeit: Prototypen funktionieren, aber eine Ausdehnung auf grössere Kapazitäten ist noch nicht möglich. Auch regulatorische Hürden können den Durchbruch verhindern. Ein Grund, wieso die Schweiz und Liechtenstein als Standorte für Blockchain-Firmen so beliebt sind, ist denn auch die vergleichsweise fortgeschrittene Regulierung.

Etabliert und bewährt habe sich die Blockchain "so gut wie nirgends", sagt auch Philipp Sandner, der das Frankfurt School Blockchain Center leitet, auf Anfrage von cash. "Ich sehe kleine Projekte, aber nichts, was man nennen müsste. Alles ist weiterhin im Experimentierumfeld."  

Milliarden an Schlagzeilen

Die Unternehmensberater von McKinsey schrieben unlängst in einer Studie, die Blockchain-Technologie sei ein möglicher "game changer". In Anbetracht der immensen Summen von Geld und Zeit, die zur Forschung eingesetzt würden, sei das bisher Erreichte jedoch gering. Alleine die Finanzindustrie experimentiere im Umfang von rund 1,7 Milliarden Dollar jährlich mit der Blockchain. "Trotz Milliarden an Investments und fast so vielen Schlagzeilen, gibt es den Beweis einer skalierbaren Nutzung der Blockchain noch nicht", so McKinsey.

Und doch gibt es einige konkrete Anwendungen, die bereits erfolgreich laufen. Dazu gehört die von IBM entwickelte Lieferketten-Lösung, die im Agrarhandel Verwendung findet. Auch die Nachverfolgung von Diamanten ist möglich oder der Handel von Energie in sogenannten Peer-to-Peer Energienetzwerken. Der Detailhändler Carrefour nutzt eine Blockchain zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit.

Auch für die Startup-Finanzierung spielt die Blockchain mittlerweile eine wichtige Rolle. Zwar tummelten sich viele Betrüger im Markt für Initial Coin Offerings (ICO), so Professor Philipp Sandner. Aber auch hier dürfte 2019 eine neue Welle an Projekten bringen, die rechtlich korrekt ablaufen. Sandner nennt ein Beispiel: "Indem man traditionelle Kapitalmarktkonstrukte, zum Beispiel Genussscheine, auf Ethereum-Basis technisch notiert - und somit Fundraising für Startups macht".

Andere Projekte stehen laut Alexander Denzler ebenfalls kurz vor dem Durchbruch: "Zum Beispiel E-Voting oder verschiedene Lösungen in der Fintech- und Insurtech-Branche". Dazu gehört auch die digitale Börse SIX Digital Exchange, die im kommenden Sommer starten soll. Die Schweizer Börse SIX will mit Hilfe der Blockchain-Technologie den Handel von Aktien und Obligationen komplett neu aufstellen. Das bestehende System könnte in etwa zehn Jahren vollständig von der digitalen Börse abgelöst werden, sagte SIX-Manager Thomas Zeeb kürzlich in einem Interview.

Vielleicht liegt die Zukunft der Blockchain aber auch einfach darin, weniger revolutionäre Ankündigungen zu machen. Die Zeitschrift "Technology Review" des Massachusetts Institute of Technology (MIT) schrieb dazu, die Blockchain-Technologie werde 2019 nicht mehr so viel Lärm verbreiten wie 2018. Aber sie werde nützlicher. Kurz: Die Blockchains werden langweilig.

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Das sind die Aufsteiger unter

Das sind die Aufsteiger unter den Kryptowährungen

Bitcoin bleibt unbestritten die grösste digitale Währung - trotz starken Kurseinbruchs in den letzten Monaten. Doch dahinter hat sich in den letzten Monaten einiges getan. cash stellt die Aufsteiger in den «Top 10» vor.

07.02.2019 15:42

Von Pascal Züger

Die grosse Goldgräberstimmung im Bereich der Kryptowährungen hat sich gelegt. Der Hype erreichte gegen Ende 2017 den Höhepunkt, als die mit Abstand grösste Kryptowährung Bitcoin in nur einem Jahr ihren Wert von 1000 auf 20'000 Dollar verzwanzigfachte. Inzwischen kostet ein Bitcoin noch 3414 Dollar - das ist rund sechsmal weniger als auf dem Höhepunkt. In den letzten 12 Monaten hat sich der Wert von Bitcoin mehr als halbiert, wie die Kursgrafik verdeutlicht:

Kursentwicklung von Bitcoin in USD in den letzten 12 Monaten, Quelle: cash.ch

Mit Bitcoin haben auch andere grosse Kryptowährungen stark gelitten: Ripple (-61 Prozent), Ethereum (-86 Prozent) oder Litecoin (-77 Prozent) haben in den letzten 12 Monaten allesamt massiv an Wert eingebüsst. Die deutliche Korrektur ist wenig erstaunlich, da sich die Kurse bis Ende 2017 extrem stark aufgebläht haben und eine Korrektur überfällig schien.

Eine brisante Studie von zwei US-Finanzwissenschaftern der University of Texas aus dem Jahr 2018 kommt zum Schluss, dass die Hälfte des Bitcoin-Preisanstieges auf 20'000 Dollar mit gezielten Manipulationen erreicht worden sein könnte. Konkret sei bei Preiskorrekturen jeweils die Kryptowährung Tether verwendet worden, um Bitcoin zuzukaufen und den Preis zu stabilisieren und zu manipulieren. Das rief sogar die US-Justiz auf den Plan, die derzeit wegen möglicher Kursmanipulationen ermittelt. Das ist natürlich Gift für den Bitcoin-Kurs.

Doch deswegen den Tod der Kryptowährungen vorauszusagen - wie dies einige bereits getan haben - wäre überstürzt. Noch immer existiert gemäss coinmarketcap.com eine bunte Vielfalt von 2055 Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung von insgesamt 112,7 Milliarden Franken. Und das Leiden der bekannten Währungen hat zuvor unbekannten Coins die Chance gegeben, bezüglich Marktanteilen aufzuholen. cash stellt die vier grössten Aufsteiger der letzten 12 Monate in den "Top 10 nach Marktanteilen" vor (zur Tabelle):

EOS

EOS hat vergleichsweise geringe 8 Prozent eingebüsst in den letzten 12 Monaten und sich damit bezüglich Marktkapitalisierung von Rang 9 auf Rang 4 emporgehievt. Betrieben wird die im Juni 2017 lancierte Kryptowährung von der Firma Block.one mit Sitz auf den Cayman Islands. Ähnlich wie bei Ethereum ist EOS mehr als eine Kryptowährung: EOS ist auch eine Plattform für dezentrale Anwendungen. Ihre Blockchain soll für den Bereich "Smart Contracts" besser und günstiger sein als die bisher existierenden Plattformen. Im September 2018 wurde mit "EOS Knights" das erste Handyspiel auf der EOS-Blockchain lanciert. Wie so oft im Kryptobereich gehen die Meinungen Punkto Potenzial weit auseinander: Die einen sehen EOS künftig als führendes System für dezentrale Anwendungen - andere wiederum zweifeln an dessen Zuverlässigkeit.

Tether

Tether ist anders als alle anderen Top-10-Kryptowährungen: Es handelt sich um einen sogenannten Stablecoin. Stablecoins gelten als schwankungssichere Kryptowährungen, da sie an einen Gegenwert gekoppelt sind. Quasi die sicheren Häfen der Krypto-Trader. Tether, der eins zu eins an den US-Dollar gebunden ist, ist mit Abstand der grösste Coin seiner Art: Er ist für über 90 Prozent des ganzen Marktwertes von Stablecoins verantwortlich. Wenig überraschend hat sich der Kurs in den letzten 12 Monaten zum Dollar kaum verändert, grundsätzlich sollte der Preis bei 1 Dollar liegen. Nur Vertrauenskrisen sorgten zwischendurch für leichte Abweichungen zum Dollar. Kursgewinne sind mit Tether keine möglich, es dient lediglich der Wertbewahrung.

Lesen Sie mehr zum Thema: Sind Stablecoins die besseren Kryptowährungen?

Tron

Tron hat binnen 12 Monaten "nur" einen Viertel seines Werts verloren. Das reicht, um in die "Top 10" der Kryptowährungen vorzustossen. Tron ist ein Coin sowie eine auf Blockchain basierende Open-Source-Plattform, die sich auf die digitale Unterhaltungsindustrie fokussiert. Und grosse Pläne hegt: Man träumt von einer neuen Form des Internets (Web 4.0), wo kostenlose und auf Blockchain basierende Inhalte zur Verfügung gestellt werden und jeder Nutzer selber entscheiden kann, welche Daten er veröffentlichen will. Vergangenen Oktober sorgte CEO Justin Tron für Aufsehen, da er via Twitter verkündete, künftig mit einem Giganten der Industrie zusammenzuarbeiten, der mehrere zehn Milliarden Dollar wert sei.

Wilde Gerüchte machten in der Folge die Runde, dass es sich dabei um Disney, Alibaba oder gar Google handeln könnte (auch wenn diese Firmen deutlich mehr als "nur" einige zehn Milliarden Dollar wert sind). Bis Tron dann die Katze aus dem Sack liess: Der neue Partner ist die chinesische Suchmaschine Baidu. Der Coin reagierte kaum auf diese Meldung.

Binance Coin

Binance mit Hauptsitz in Hongkong gehört zu den zuverlässigsten und schnellsten Krypto-Börsen. Aus dem ICO hat Binance auch einen eigenen Token, den Binance Coin, herausgegeben. Dieser hat stark an Beliebtheit gewonnen und ist nun die zehntgrösste Kryptowährung. In den letzten zwölf Monaten hat Binance Coin entgegen dem allgemeinen Trend um 2 Prozent auf 8,28 Dollar zugelegt. Mit Binance Coin können auf der eigenen Plattform Gebühren deutlich vergünstigt bezahlt werden. Zudem ist die Zahl der herausgegebenen Tokens auf 200 Millionen limitiert, wobei Binance selbst bereits angekündigt hat, 100 Millionen davon zurückzukaufen und vernichten zu wollen. Ähnlich wie bei Aktienrückkäufen ist ein solches Vorhaben grundsätzlich positiv für den Kurs.

Die zehn grössten Kryptowährungen im Überblick

Rang (Rang Vorjahr) Kryptowährung Marktanteil Aktueller Preis (in USD) Kursentwicklung, 12 Monate
1 (1) Bitcoin 53,5% 3414,18 -56%
2 (3) Ripple 10,7% 0,29 -61%
3 (2) Ethereum 9,9% 105,27 -86%
4 (9) EOS 1,9% 2,36 -8%
5 (4) Bitcoin Cash 1,8% 116,3 -23%
6 (-)* Tether 1,8% 0,999 -1%
7 (5) Litecoin 1,8% 33,25 -77%
8 (-)* Tron 1,5% 0,026 -26%
9 (8) Stellar 1,3% 0,076 -79%
10 (-)* Binance Coin 1,0% 8,28 +2%

*Vor einem Jahr noch nicht in den Top 10 vertreten
Quelle: coinmarketcap.com

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Die Credit Suisse bringt

Die Credit Suisse bringt Fonds (ein bisschen) auf die Blockchain

Ein Aktienfonds der Credit Suisse fand den Weg zu einem Kunden komplett über die Blockchain. Das Potenzial für solche Geschäfte ist theoretisch riesig.

15.02.2019 14:35

Von Marc Forster

Ein Kunde der portugiesischen Onlinebank Banco Best konnte vor einigen Tagen in Luxemburg einen Anteil eines Aktienfonds der Credit Suisse (CS) kaufen. Ein ganz alltäglicher Vorgang. Wäre da nicht eine Besonderheit: Alle Schritte des Prozesses fanden auf der dezentralen Datenspeicherkette Blockchain statt. Und das nicht hintereinander, sondern gleichzeitig.

Marktreif ist die Lösung nicht. Es handelte sich um einen Versuch. Allerdings: Die Fondabwicklung war ein echtes Geschäft und keine Simulation – das heisst, die Fondsanteile befinden sich nun im Portfolio des Banco-Best-Kunden.

Der Handel hat gezeigt, dass sich eine solche Fondsabwicklung, die mehrere Tage in Anspruch nehmen kann, idealerweise innerhalb von Sekunden durchführen lässt. Ein Wermutstropfen für die Projektverantwortlichen war, dass die Bezahlung per Auslandüberweisung erst am nächsten Morgen vollzogen werden konnte.

Die CS griff auf die Distributed-Ledger-Technologie des Luxemburger Spezialisten FundsDLT zurück. Das Geschäft fand auf der Ethereum-Blockchain «Quorum» statt. Die Blockchain, ursprünglich die Technologie zur Unterstützung der Kryptowährung Bitcoin, ist als Datenspeicher für schnelle und transparente Transaktionen eigentlich ideal.

Aber obwohl in der Bankenwelt mit der Technologie viel geforscht und ausprobiert wird, findet sie im Finanzalltag noch wenig Verwendung (cash berichtete). Die Fondsindustrie ist nach wie vor stark von einem traditionellen System von Transaktionen und Abwicklungen geprägt, das oft komplex und zeitintensiv ist. Eine wichtige Rolle beim Vertrieb und bei der Abwicklung von Fonds spielen Transfer Agents (TA) beziehungsweise Transfer- und Registerstellen.

Deren Funktion kann die Blockchain übernehmen, wodurch für den Kunden nicht nur Zeit, sondern auch Kosten gespart werden können: "Auch für den Retailkunden wird es spürbar günstiger, weil so die Wertschöpfungskette verkürzt und verschlankt wird", sagt Nils Reimelt von der Beratungsfirma Capco, der das Projekt der CS in Luxemburg mitbetreut hat, auf Anfrage von cash.ch. "Auch Verwahrung und Depots kosten. Wenn aber diese Custody-Funktionen auf der Blockchain laufen, kostet es theoretisch fast nichts", so Reimelt.

Transparenz bei Kundenüberprüfung

Ein weiterer Aspekt der Fondstransaktion sind Regulationsthemen. So lässt sich mit der Blockchain das KYC – "Know your Customer" - vereinfachen. Diese Legitimations- und Identitätsprüfungen von Kunden dienen zur Bekämpfung illegaler Handlungen wie Geldwäscherei. "KYC muss auf der Blockchain im Prinzip nur einmal erfasst und abgelegt werden. Danach liegen die Daten auf der Blockchain und lassen sich von allen angebundenen Banken abfragen", sagt Reimelt.

Inwiefern die CS beziehungsweise ihr Asset-Management-Arm mit 400 Milliarden Franken Fondsvermögen die Technologie nach diesem geglückten Geschäft weiterverfolgt, hat die Bank laut der Nachrichtenagentur Reuters nicht bekannt gegeben.

Schon vor etwa einen Jahr handelte die CS mit der niederländischen Bankengruppe ING Staatsanleihen über die Blockchain, unter "realen Bedingungen", wie es damals hiess. Die nun vor einigen Tagen erfolgte Fondsabwicklung war nach Angaben der Projektverantwortlichen die erste dieser Art, in der ein realer Kunden im Sinne einer Business-to-Customer-Transaktion effektiv ein Anlageprodukt kaufte.

Das Potenzial für Banktransaktionen über die Blockchain ist grundsätzlich sehr gross. Dies sieht man auch bei der CS so. Es könnten aber gerade auch die neueren, internetbasierten Banken wie beispielsweise Revolut oder N26 sein, die sich dieses Echtzeit-Trading und die Blockchain als Distributionskanal in ihren künftigen Entwicklungsschritten als erste nutzen wollen. 

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Marc Faber: «Ich habe zum

Marc Faber: «Ich habe zum ersten Mal Bitcoin gekauft»

Der Bitcoin-Skeptiker Marc Faber hat nun selber zum ersten Mal die Kryptowährung gekauft, wie er im cash-Börsen-Talk sagt. Er sagt der aktuellen Rally an den Börsen ein baldiges Ende voraus.

https://www.cash.ch/news/top-news/crash-prophet-marc-faber-ich-habe-zum-ersten-mal-bitcoin-gekauft-1294130?autostart=1

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Bitcoin klettert auf

Bitcoin klettert auf Viereinhalb-Monats-Hoch

Bitcoin springt markant in die Höhe und markiert den höchsten Stand seit November 2018. Auch andere Kryptowährungen wie Ethereum sind gefragt.

02.04.2019 08:22

Bitcoin springt an der Börse Bitstamp am Dienstag um 23 Prozent auf 5076 Dollar in die Höhe. Das ist der höchste Kurs seit viereinhalb Monaten. Auch andere Cyberdevisen sind gefragt. So steigt etwa der Preis für Ethereum um gut zehn Prozent auf 155 Dollar.

(Reuters)

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Bitcoin klettert über 5000

Bitcoin klettert über 5000 Dollar

Der Preis für Bitcoin hat erstmals seit November die Marke von 5000 Dollar geknackt. Auch andere Cyberdevisen wie Ethereum waren gefragt.

Aktualisiert um 13:21

Nachdem sich der Kurs der bekanntesten und grössten Kryptowährung monatelang kaum bewegt hatte, schoss er an der Luxemburger Börse Bitstamp um bis zu 23 Prozent auf 5076 Dollar in die Höhe. Branchenexperten vermuten, dass ein einzelner Käufer dahinter steckt. Andere Cyberdevisen wie Ethereum und Ripple profitierten von der generell steigenden Nachfrage nach digitalen Münzen.

Laut dem Chef des Londoner Kryptowährungs-Spezialisten BCB Group, Oliver von Landsberg-Sadie, wurde der Kurszuwachs von einem Käufer ausgelöst, der auf den Handelsplattformen Kraken, Coinbase und Bitstamp eine Order im Volumen von 100 Millionen Dollar abgegeben habe. "Es gab einen einzigen Auftrag zum Kauf von rund 20.000 Bitcoin, der automatisch über diese drei Börsen abgewickelt wurde", sagte der Manager. "Wenn man sich die Volumina an jeder der Plattformen anschaut, dann sieht man, dass in einer Stunde je rund 7000 Stück abgestimmt und synchronisiert gekauft wurden."

Zweistellige prozentualen Kurssprünge sind bei Bitcoin & Co. nicht selten, kamen aber schon länger nicht mehr vor. Gegen Ende 2018 war der Bitcoin-Kurs von über 6000 Dollar innerhalb weniger Tage auf rund 3300 Dollar abgestürzt - ohne ersichtliche Gründe. Seither lag er zwischen 3000 und 4000 Dollar.

Zu den Boomzeiten um den Jahreswechsel 2017/18 hatte ein Bitcoin zeitweise um die 20.000 Dollar gekostet. Seither schossen neue Kryptowährungen wie Pilze aus dem Boden. Laut dem Branchendienst Coinmarketcap.com gibt es inzwischen mehr als 2100 Kryptowährungen, die zusammen auf eine Marktkapitalisierung von rund 159 Milliarden Dollar kommen. Das ist allerdings nur noch ein Bruchteil der Marktgrösste von vor einem Jahr.

Bitcoin ist eine von Hochleistungs-Rechnern geschaffene digitale Währung. Die Computer müssen komplizierte Algorithmen lösen und bekommen dafür Bitcoin zugeteilt. Im Fachjargon wird dieses System Mining genannt. Je mehr Bitcoin geschürft werden, desto schwieriger werden die Aufgaben, die es zu berechnen gilt. Bislang wurden so 17,6 Millionen Stück Bitcoin entwickelt. Die maximal mögliche Menge ist auf 21 Millionen beschränkt. Bitcoin können dafür genutzt werden, im Internet Dienstleistungen und Waren zu kaufen sowie Finanzmarktgeschäfte abzuwickeln.

(Reuters)

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Krypto-Firma Amun bringt

Krypto-Firma Amun bringt weiteres Krypto-Produkt an die Schweizer Börse

Das Zuger Finanz-Startup Amun hat ein weiteres "Exchange Traded Product" (ETP) für Kryptowährungen an der Schweizer Börse lanciert. Nun ist auch die nach Marktkapitalisierung drittgrösste Kryptowährung XRP als ETP handelbar.

02.04.2019 11:45

Neben dem Amun Crypto Basket Index ETP, dem Bitcoin ETP und dem Ethereum ETP ist nun auch ein XRP ETP unter dem Ticker AXRP an der SIX Swiss Exchange erhältlich, teilte Amun am Dienstag mit. XRP wurde ursprünglich vom US-Unternehmen Ripple entwickelt und soll von Banken als Einheit zur Zahlungsabwicklung genutzt werden.

sta/tp

(AWP)

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«Bitcoin wird in diesem Jahr

«Bitcoin wird in diesem Jahr weiter ansteigen»

Der Bitcoin-Kurs hat sich zuletzt deutlich erholt. Der weitere Anstieg der Kryptowährung wird aber langsamer sein als das Tempo des Absturzes im letzten Jahr, sagt Tokensuisse-CEO Alain Kunz.

https://www.cash.ch/news/top-news/kryptowaehrungen-bitcoin-wird-diesem-jahr-weiter-ansteigen-1315453

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Bitcoin steigt über 6000

Bitcoin steigt über 6000 Dollar

Die Kryptowährung Bitcoin setzt ihren Kursanstieg der vergangenen Wochen fort. Am Donnerstag stieg die älteste und bekannteste Digitalwährung erstmals seit einem halben Jahr über die Marke von 6000 US-Dollar. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurden in der Spitze fast 6100 Dollar erreicht. Das ist der höchste Stand seit November. Von seinem Rekordhoch bei 20 000 Dollar, erreicht Ende 2017, ist der Bitcoin aber noch weit entfernt.

09.05.2019 08:25

Auch andere Kryptowährung wie Ether oder Litecoin profitieren derzeit von der stärkeren Nachfrage nach Bitcoin. Experten nennen als Grund Medienberichte über ein grösseres Interesse institutioneller Investoren. Demnach will der grosse amerikanische Vermögensverwalter Fidelity seinen Profikunden den Handel mit Bitcoin anbieten. Fidelity ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt.

Auf der anderen Seite wird der Ruf von Bitcoin und Co. immer wieder durch Meldungen über Hackerangriffe auf Handelsplattformen beschäftigt. In dieser Woche hat die grosse asiatische Plattform Binance einen Diebstahl von 7000 Bitcoin mit einem Marktwert von aktuell etwa 40 Millionen Dollar eingeräumt./bgf/zb

(AWP)

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Bitcoin über 7'000 Dollar

Bitcoin über 7'000 Dollar

Die Kryptowährung Bitcoin hat ihren starken Kursanstieg am Wochenende fortgesetzt und sich am Montag über 7'000 US-Dollar gehalten. Am Morgen wurde die älteste und bekannteste Digitalwährung auf der Handelsplattform Bitstamp bei 7'050 Dollar gehandelt.

13.05.2019 08:13

Am Sonntag war der Bitcoin-Kurs zeitweise bis auf 7'585 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit vergangenen August. Marktbeobachter sprachen vom grössten Handelsvolumen beim Bitcoin seit Beginn des Jahres.

Seit dem Hoch am Sonntag ist der Bitcoin-Kurs bis zum Morgen allerdings wieder etwa sechs Prozent zurückgefallen. In der vergangenen Woche war der Kurs des Bitcoin dagegen mehr als 1'000 Dollar gestiegen.

Als Ursache für die Kursrallye gelten Medienberichte über ein grösseres Interesse institutioneller Investoren wie der amerikanische Vermögensverwalter Fidelity. Trotz der jüngsten massiven Kursgewinne wird die Digitalwährung aber noch weit unterhalb des Rekordhochs gehandelt, das Ende 2017 bei rund 20'000 Dollar erreicht worden war.

jkr/jha

(AWP)

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Bitcoin durchbricht auch

Bitcoin durchbricht auch Marke von 8'000 Dollar

Der Aufwärtstrend des Bitcoin beschleunigt sich weiter. Er hat nun in der Nacht auf Dienstag auch noch die Marke von 8'000 Dollar durchbrochen, nachdem er erst am Tag davor über 7'000 Dollar gestiegen war. Zuletzt hatte der Bitcoin im Juli 2018 auf dem derzeitigen Niveau notiert.

14.05.2019 07:42

Am Dienstagmorgen wurde der Bitcoin auf der europäischen Handelsplattform Bitstamp bei rund 8'040 Dollar gehandelt. Zuvor war bis auf einen Wert von 8'109 Dollar gestiegen. Treiber des neuen Kursanstiegs dürfte laut Beobachtern die Hoffnung auf neue Bitcoin-Futures in den USA sein. Die Bitcoin-Futures-Börse Bakkt hatte am Montagabend angekündigt, eine Testphase der Futures im Juli zu starten.

Weitere Beobachter verwiesen zudem auf eine starke Nachfrage aus Ostasien: Chinesische Investoren würden sich mit der Kryptowährung gegen eine weitere Abwertung der eigenen Landeswährung absichern, schreiben die Analysten von CMC Markets in einem Kommentar.

"Dünnes Eis"

"Es scheint, als würden nun alle Dämme brechen", so das Analystenhaus Emden Research. "Investoren reiten derzeit auf einer Euphoriewelle, die auf dem Prinzip Hoffnung beruht." Solange die Hoffnungen am Leben blieben, könnte es für die "Cyber-Devise" auch schnell bis auf 9'000 Dollar gehen. Allerdings bewegten sich die Anleger auf dünnem Eis, warnen die Analysten: Die Vergangenheit habe gezeigt, dass es schnell in beide Richtungen gehen kann.

Der Preis des Bitcoin hatte noch im Februar 2019 unter 3'500 Dollar notiert. Nach monatelanger Stagnation spürt die digitale Währung seit dem April einen neuen "Krypto-Frühling". Von ihren Höchstständen ist sie allerdings auch jetzt noch weit entfernt. Ende 2017 hatte der Bitcoin noch sein Allzeit-Hoch bei knapp 20'000 Dollar erreicht.

tp/rw

(AWP)

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Die Kryptowährungen schrauben

Die Kryptowährungen schrauben sich gegenseitig nach oben

Nicht nur Bitcoin, sondern auch die anderen Kryptowährungen befinden sich in einer Kursrally. Eine grosse Digitalwährung macht den Anstieg allerdings nicht mit. Die Gründe.

13.05.2019 15:05

Von Marc Forster

Bitcoin hat schon seit Monaten einen guten Lauf. Die grösstkapitalisierte Kryptowährung der Welt erholt sich seit vergangenem Dezember wieder und hat seit dem Jahresbeginn 83,4 Prozent an Wert zugelegt.

Derzeit hält sich der Kurs über 7000 Dollar. Für den erneuten Investoren-Run auf Bitcoin gibt es mehrere Gründe. Da gibt es charttechnische und psychologische Aspekte wie das jüngst aufgetretene "Golden Cross" (cash berichtete), aber auch die Tatsache, dass Bitcoin bei institutionellen Investoren besser und besser ankommt. Grossinvestoren, die so genannten "Bitcoin-Wale" haben mutmasslich sogar koordiniert gehandelt, um Preis zu treiben. 

Die Kurssteigerungen beschränken sich aber nicht auf Bitcoin allein. Die nach Bitcoin nächstgrösseren Krytowährungen zeigen teils noch noch deutlichere Kursgewinne. Bitcoin Cash, Litecoin und EOS, die nach Marktkapitalisierung jeweils viert- bis sechstgrössten ditigalen Devisen, haben ihren Wert seit Anfang Januar mindestens verdoppelt oder gar um mehr als das Eineinhalbfache gesteigert (siehe Tabelle).

Grösste Kryptowährungen seit Anfang Jahr

Krypowährung Perfomance zum Dollar
Bitcoin +83,4 Prozent
Ethereum +33,8 Prozent
Ripple -13,9 Prozent
Bitcoin Cash +115,7 Prozent
Litecoin +167,6 Prozent
EOS +102,7 Prozent

Quelle: marketsinsider.com

Die grundlegende Erklärung ist: Die Kurse von Kryptowährungen sind immer noch eng miteinander korrelliert. Und gegen Ende 2018 sind die Internetdevisen aus ihrer Lethargie erwacht.

Zu diesem Zeitpunkt waren Kryptowährungen noch überverkauft. Ungleichgewichte zwischen Long- und Shortpositionen waren sehr hoch. Im Grunde genommen aber haben die Altcoins, also die wichtigen Kryptowährungen neben Bitcoin, den Bitcoinkurs nach oben gezogen - und nicht umgekehrt. An Fahrt gewonnen haben die Kursentwicklungen vor allem im vergangenen Monat. 

"Neben anderen Effekten beobachten wir im Detail auch einen Triangulationseffekt", sagt Adrian Gut, Senior Trader beim Finanzdienstleister Crypto Broker, auf cash-Anfrage. Dies geht so: Ein Händler verkauft beispielsweise Litecoin gegen Bitcoin und nimmt so Gewinne mit. Das festigt den Kurs von Bitcoin auch gegen Dollar, da Arbitrage-Trader nun Litecoin auch gegen Dollar verkaufen, da dieses Paar relativ gesehen noch höher handelt.

"Mit Dollar wiederum kauft der Arbitrageur dann Bitcoin und festigt damit den Kurs von Bitcoin gegen Dollar", erklärt Gut weiter. Um letztendlich einen Gewinn zu realisieren, kaufe der Händler mit den Bitcoin dann die nun tiefer tradenden Litecoin. 

Bei Ripple sind Voraussetzungen anders

Auffällig im Vergleich der grössten Kryptowährungen ist allerdings der Kursrückgang von Ripple (XRP). Die Nummer Drei der Kryptowelt scheint vom Aufschwung der anderen Coins völlig abgekoppelt zu sein.

Marktbeobachter vermuten das Problem bei Ripple selber: Ripple will sich als Zahlungs- beziehungsweise Überweisungsmittel für Banken etablieren, wird in dieser Funktion aber noch wenig berücksichtigt. Im Gegenteil: Einige der grossen Finanzinstitute der Welt experimentieren mit eigenen Kryptowährungen, die eine Konkurrenz zu Ripple werden würden. 

Ein anderer Grund für die Kursschwäche ist, dass das Unternehmen Ripple, das selbst rund die Hälfte aller Coins besitzt, periodisch grössere Mengen der Kryptowährung an den Markt beziehungsweise an institutionelle Investoren abgibt. Das bestehende Überangebot hat bisher einen Kursanstieg verhindert. Baut sich dieses Überangebot aber ab, wird im Zuge der allgemeinen Kryptohausse auch Ripple wieder zulegen. 

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Bitcoin-Rally geht weiter -

Bitcoin-Rally geht weiter - Kurs nähert sich 9000 Dollar

(Ausführliche Fassung) - Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin hat zum Wochenstart ihren jüngsten Höhenflug fortgesetzt. Am Montagmorgen wurde ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp zuletzt bei etwas mehr als 8700 US-Dollar und damit rund sieben Prozent höher als noch am Freitag gehandelt. Damit baute der Bitcoin die Gewinne der vergangenen Monate aus und stieg auf den höchsten Stand seit etwas mehr als einem Jahr. Seit Ende 2018 legte der Kurs um rund 130 Prozent zu.

27.05.2019 07:47

Trotz der jüngsten Kursgewinne ist der Bitcoin aber noch weit von seinen Höchstständen im Dezember 2017 bei fast 20 000 Dollar entfernt. Wegen der starken Kursschwankungen warnen Experten immer wieder vor den Risiken des Bitcoin. Die Europäische Zentralbank (EZB) verweist etwa neben den starken Kursveränderungen auf den mangelnden rechtlichen Schutz für Anleger.

Bitcoin-Experte Timo Emden von Emden Research sieht in den vergleichsweise geringen Handelsvolumen über das Wochenende einen möglichen Grund für die Rally zum Wochenstart. Plötzliche Preisaufschläge seien dann keine Seltenheit. Zudem könnte es sein, dass Anleger rund ein Jahr vor der nächsten erwarteten Verknappung bei der Produktion, dem so genannten "Mining" oder zu Deutsch "Schürfen", der Kryptowährung wieder stärker in Bitcoins investieren.

"Anleger legen derzeit eine gewisse Torschlusspanik an den Tag", schrieb Emden in einer Kurzstudie. Grund dafür sei das sogenannte "Halving". Dieses wurde beim Bitcoin im Gegensatz zu den meisten anderen Kryptowährung bereits mit der Erfindung vor zehn Jahren mit in den Code eingebaut. Durch diesen Mechanismus wird die Belohnung für das Bereitstellen von Rechenleistung, um Bitcoin-Transaktionen zu bearbeiten und zu verifizieren, in regelmässigen Abständen halbiert.

Damit soll das Wachstum der Währung kontrolliert werden. Von den auf maximal 21 Millionen Stück limitierten Bitcoins wurden durch das Schürfen bereits 17,6 Millionen erschaffen. Nach dem nächsten anstehenden Halving, das für Ende Mai 2020 erwartet wird, wird das Bereitstellen der Rechenleistung nur noch mit 6,25 Bitcoins entlohnt - statt wie derzeit mit 12,5 Bitcoins. 2009 hatten Schürfer noch 50 Einheiten der Kryptowährung erhalten./zb/bgf/fba

(AWP)

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Facebooks geplantes

Facebooks geplantes Digitalgeld Libra sorgt für Aufwind beim Bitcoin

Die Euphorie der Bitcoin-Anlegern ist wieder da. Am Wochenende knackte die Digitalwährung erstmals seit März 2018 wieder die Marke von 11 000 US-Dollar. Zuletzt wurde der Bitcoin-Kurs von der Ankündigung einer neuen Digitalwährung beflügelt: Facebook will mit seinem Digitalgeld Libra bald den Markt der Bezahldienstleister aufmischen.

25.06.2019 13:52

Was macht der Kurs?

Zu Jahresbeginn dümpelte der Kurs noch bei etwa 4000 Dollar vor sich hin. Anfang April brach er das erste Mal über 5000 Dollar aus. Im Mai nahm der Aufwärtstrend dann richtig Fahrt auf: Innerhalb des Monates knackte der Bitcoin die 6000, 7000, 8000 und 9000 Dollar-Marken.

Danach erhielt er im Juni zunächst einen kleine Dämpfer unter die 8000 Dollar, war damit aber noch doppelt so viel Wert wie zu Jahresstart. Mit der Libra-Ankündigung von Facebook zog der Kurs kräftig an. Mitte Juni kletterte er über die 9000 Dollar, gefolgt von der 10 000 Dollar-Marke, bis hin zu den jüngsten Höchstständen über 11 000 Dollar. Am Dienstag notierte er erneut über diesem Wert.

Damit nähert sich der Kurs der Digitalwährung wieder den Hochs von Anfang 2018. Das Rekordhoch von rund 20 000 Dollar Ende 2017 ist jedoch noch ein gutes Stück entfernt.

Was sind die Gründe für die jüngsten Kursbewegungen?

Grundsätzlich unterliegt der Bitcoin hohen Kursschwankungen. Für die jüngste Kursrallye machen Analysten vor allem Facebooks Ankündigung einer eigenen Digitalwährung namens Libra aus. Das Digitalgeld basiert zwar ähnlich wie Bitcoin auf der Blockchain-Technologie, soll aber ohne Kursschwankungen auskommen. Denn es ist geplant, die Libra durch Reservefonds mit verschiedenen Währungen wie Dollar, Euro und Yen zu decken. Der Kurs soll damit stabil gehalten werden. Anders als der Bitcoin soll Libra nicht dezentral erstellt, sondern zentral verwaltet werden.

Zunächst ist Libra vor allem für Überweisungen zwischen verschiedenen Währungen gedacht. Damit würde die Ditigalwährung eher Paypal oder Western Union Konkurrenz machen als dem Bitcoin. Ziel sei aber, Libra zu einem vollwertigen Zahlungsmittel auszubauen. Um das Digitalgeld zu verwalten, hat Facebook bereits eine Allianz mit Finanzdienstleistern wie Paypal, sowie Visa und Mastercard geschlossen, aber auch Vodafone , Ebay und Spotify sind mit von der Partie.

Für Aufwind sorgt zudem die zunehmende Beliebtheit der Digitalwährungen. Die dahinter stehende Blockchain-Technologie will etwa auch die US-Grossbank JPMorgan für sich nutzen. So soll eine eigens geschaffene Kryptotechnik für Zahlungen zwischen Geschäftskunden verwendet werden. Die interne Rechnungseinheit wird als "JPM Coin" bezeichnet.

Hoffnungsvoll stimmt die Szene ausserdem seit langem eine mögliche Zulassung von börsengehandelten Fonds (ETFs) auf Bitcoins. Die Erwartung nährte immer wieder den Kurs, denn mit einer ETF-Zulassung würde den Anlegern mehr Sicherheit versprochen. Jedoch hat die amerikanische Börsenaufsicht SEC sich noch nicht zu einer Entscheidung durchgerungen und sie auf unbestimmte Zeit verschoben.

Staatliche Regulierungen oder auch nur deren Ankündigung haben den Bitcoin hingegen immer wieder belastet. So bleibt abzuwarten, wie Wettbewerbshüter den Vorstoss Facebooks in die Finanzwelt betrachten. Wegen ihrer umfassenden Marktposition stehen Digitalkonzerne unter Beobachtung. Notenbanken wie die Bank of England oder auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatten die Pläne Facebooks kritisiert und vor den Risiken der Cyberdevisen gewarnt.

Zu den weiteren Kritikpunkten an der Digitalwährung zählt ihr hoher Energieverbrauch. Für die Herstellung von Bitcoin sind komplexe Rechenprozesse notwendig. Wissenschaftler der Technischen Universität München hatten den Verbrauch der für die Generierung von Bitcoins nötigen Energie jüngst berechnet. Mit dem Stand November 2018 verbrauchten Rechner, die Bitcoins erstellen, etwa 45,8 Billionen Wattstunden pro Jahr, wie die Forscher rund um Christian Stoll in der Fachzeitschrift "Joule" schrieben. Dies führt der Studie zufolge zu einem jährlichen Ausstoss von 22 bis 22,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2). Damit liege der Ausstoss zwischen dem der Länder Jordanien und Sri Lanka.

Das sagen die Analysten

"Der Bitcoin ist - für seine Verhältnisse - in den vergangenen Monaten langsam gestiegen, aber die Einführung von Facebooks Libra war ein klarer Katalysator für den kürzlichen Anstieg", schrieben die Analysten der Devisen-Plattform Oanda. Die Aufmerksamkeit, die der geplante Start der Kryptowährung bekommen habe, habe die Fangemeinde begeistert.

Die Unterschiede zwischen dem von Facebook geplanten Digitalgeld und dem Bitcoin sind Marktbeobachtern zufolge aber gross. Die Analysten der BayernLB etwa sind der Ansicht, dass Libra im Grunde keine neue Kryptowährung ist, sondern einem Zahlungssystem wie Paypal näher kommt.

Bitcoin-Analyst Timo Emden zufolge beweise das Projekt des Tech-Giganten, dass Kryptowährungen als alternatives Zahlungs- und Tauschmittel ernst genommen werden. Bitcoin rücke nun zusehends in den Fokus institutioneller Anleger, die angesichts des erheblichen Zukunftspotentials langfristige Investmentziele verfolgen könnten./elm/jsl/bgf/mis

(AWP)

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Das Auf und Ab des Bitcoin

Das Auf und Ab des Bitcoin-Kurses

Totgesagte leben länger: Die knapp eineinhalbjährige Talfahrt von Bitcoin ist vorerst beendet.

27.06.2019 19:05

In den vergangenen drei Monaten hat sich der Kurs der ältesten und wichtigsten Cyberdevise auf zeitweise knapp 14'000 Dollar mehr als verdreifacht.

Experten zufolge lassen die Pläne von Facebook zur Einführung eines eigenen Digitalgeldes das Interesse an Kryptowährungen wieder aufflammen. Ausserdem drängen institutionelle Investoren verstärkt in den Markt. Einige Analysten warnen aber vor einer neuen Spekulationsblase, die jederzeit platzen könne.

Kursausschläge sind bei Bitcoin keine Seltenheit, da hinter der Cyberdevise kein Staat oder keine Notenbank stehen, die bei Bedarf eingreifen. Hier regeln allein Angebot und Nachfrage den Kurs. Eine Chronik der wichtigsten Ereignisse:

31. Oktober 2008

Eine Person oder Gruppe mit dem Pseudonym "Satoshi Nakamoto" veröffentlicht ein neunseitiges Papier, in dem die Funktionsweise von Bitcoin beschrieben wird. Es umreisst ausserdem die Prinzipien einer Blockchain. Auf dieser Technologie basieren alle der aktuell existierenden rund 2100 Kryptowährungen.

Oktober 2009

Der Kryptobörse New Liberty Standard zufolge kosten 1309,03 Bitcoin 1 US-Dollar.

7. Juli 2010

Eine Gruppe von Entwicklern veröffentlicht ein Software-Update für Bitcoin. Dadurch verzehnfacht sich der Kurs auf 0,08 von 0,008 Dollar.

28. November 2013

Mit wachsendem Medieninteresse überspringt Bitcoin erstmals die Schwelle von 1000 Dollar. Wenige Tage danach rutscht sie wieder unter diese Marke zurück und erreicht dieses Niveau erst drei Jahre später wieder.

18. Dezember 2017

Dank eines zunehmenden Hypes um Kryptowährungen markiert Bitcoin mit einem Kurs von 19'666 Dollar an der Börse Bitstamp ein Rekordhoch. Das ist ein Plus von rund 2000 Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn.

2018

Der Bitcoin-Kurs geht unter grossen Schwankungen auf Talfahrt. Vier der zehn grössten Tagesverluste fallen in diesen Zeitraum. Am 7. April verbucht die Devise mit 28 Prozent ein Rekordminus, nachdem sie zwei Tage zuvor noch etwa 42 Prozent zugelegt hatte. Ende des Jahres kostet sie nur noch 3122 Dollar. Das ist ein Minus von fast 85 Prozent im Vergleich zum Rekordhoch. 2018 ist das schwärzeste Jahr der Bitcoin-Geschichte.

Frühling und Sommer 2019

Parallel zur Diskussion um die geplante Facebook-Kryptowährung "Libra" erobert Bitcoin binnen weniger Wochen die psychologisch wichtige Marken von 5000 und 10'000 Dollar zurück. Am 26. Juni markiert die Devise mit 13.895,10 Dollar ein Eineinhalb-Jahre-Hoch.

(Reuters)

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Kryptowährungen, das Geld des

Kryptowährungen, das Geld des Internet-Zeitalters

Bitcoin und Co haben sich bis jetzt nicht als breit akzeptiertes Zahlungsmittel etabliert. Aber Facebook startet mit Libra einen neuen Versuch, eine weltweit verwendete Internetwährung einzuführen.

30.06.2019 20:10

Mit den Plänen für eigenes Digital-Geld katapultiert Facebook das Thema Kryptowährungen zurück in die Schlagzeilen. Das US-Unternehmen will ein Manko der schon bestehenden aktuell rund 2300 Cyber-Devisen beheben - und "Libra" zu einem globalen Zahlungsmittel machen. Bitcoin & Co. fristen in dieser Beziehung bislang ein Schatten-Dasein und werden eher als Geldanlage betrachtet.

Ein Überblick:

Am Anfang war die Krise

Als Reaktion auf die Finanzkrise entwickelte eine Person oder Gruppe mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto 2008 die erste Kryptowährung: Bitcoin. Anders als bei klassischen Devisen kontrollieren hier weder Staaten noch Notenbanken den Wechselkurs. Er wird allein über Angebot und Nachfrage ermittelt. Dadurch sind zweistellige prozentuale Kursausschläge keine Seltenheit.

Zentral oder dezentral

Kryptowährungen unterscheiden sich zunächst durch die Art, wie neue Digital-Münzen entstehen. Bei Bitcoin oder Ethereum stellen Nutzer Rechner-Kapazität zur Verschlüsselung der Transaktionen zur Verfügung. Entlohnt werden sie in der jeweiligen Cyber-Devise. Diese Methode nennt man "Schürfen" oder "Mining".

Andere Kryptowährungen wie Ripple werden dagegen von einer Organisation - meist ein Unternehmen - ausgegeben. Sie dienen dazu, über ein sogenanntes Initial Coin Offering (ICO) Geld bei Investoren einzusammeln. Anschliessend werden beide Arten von Cyber-Devisen an speziellen Börsen gehandelt. Das Volumen der weltweit notierten Kryptowährungen beläuft sich dem Branchendienst CoinMarketCap.com zufolge derzeit auf knapp 387 Milliarden Dollar. Etwa zwei Drittel davon entfallen auf Bitcoin.

Schwankungsanfällig oder stabil

Die Schwankungsanfälligkeit von Bitcoin & Co. gilt als einer der Gründe, warum sich Cyber-Devisen bislang nicht als alternatives Zahlungsmittel durchgesetzt haben. Dem wollen sogenannte "Stablecoins" begegnen. Dabei richtet sich der Kurs nicht nach Angebot und Nachfrage, sondern an einem Basiswert aus. Inzwischen gibt es Stablecoins, deren Wert an Gold oder Währungen wie Euro oder Dollar gekoppelt ist. Die Facebook-Devise "Libra" soll sich an einem Korb mehrerer Währungen und Staatsanleihen orientieren.

Legal oder illegal

Kryptowährungen sind prinzipiell legal. Sie sind aber fast nirgendwo gesetzliches Zahlungsmittel. Das bedeutet, Firmen und Organisationen bleibt freigestellt, die Währung zu akzeptieren. Japan hat Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt.

Schnell oder langsam

Neben der Schwankungsanfälligkeit verhindert die geringe Transaktionsgeschwindigkeit die Verbreitung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Da bei nicht zentral kontrollierten Devisen wie Bitcoin jede Zahlung nicht nur verschlüsselt, sondern auch verifiziert werden muss, steigt mit jedem zusätzlichen Nutzer der Rechenaufwand. Einge Kryptowährungen versuchen mit modifizierter Software, dieses Problem zu lösen. Bislang erreichen die Transaktionsvolumina aber nur einen Bruchteil dessen, was klassische Finanzdienstleister wie die Kreditkarten-Unternehmen Visa und Mastercard weltweit abwickeln.

(Reuters/cash)

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Bitcoin bleibt im Abwärtssog

Bitcoin bleibt im Abwärtssog und fällt kurz unter 10'000 US-Dollar

Der Bitcoin hat am Montag seine jüngste Talfahrt fortgesetzt. Nachdem sich die Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp zunächst nur mit Mühe auf Höhe des Vortagestiefs bei gut 10 650 US-Dollar stabilisieren konnte, geriet sie im Nachmittagsgeschäft zunehmend unter Druck. Der Bitcoin fiel sogar wieder kurz unter 10 000 US-Dollar - ein Niveau, das er zuletzt vorletzte Woche Freitag gesehen hatte. Am Abend erholte sich die Kryptowährung wieder etwas und ein Bitcoin kostete 10 228 US-Dollar.

01.07.2019 20:48

Letzte Woche Mittwoch hatte der Bitcoin noch bei 13 880 US-Dollar den höchsten Stand seit Januar 2018 erreicht. Seitdem zeigt der Trend wieder nach unten. "Die Serie der Gewinnmitnahmen scheint noch nicht gestoppt", sagte Bitcoin-Analyst Timo Emden. "Anleger scheinen dazugelernt zu haben und lehnen sich nicht wie im Jahr 2017 zu weit aus dem Fenster." Im Dezember 2017 hatte der Bitcoin im Hype um die sogenannte Blockchain-Technologie, auf der Kryptowährungen basieren, bei 19 666 US-Dollar den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht.

Die Kryptowährung läuft laut Emden nun Gefahr, in einen Abwärtsstrudel zu geraten. Sollten bei 10 000 Dollar keine Anschlusskäufe erfolgen, wäre die nächste Tausendermarke von 9 000 Dollar ein nächster Haltepunkt.

Der wesentliche Grund für den Höhenflug des Bitcoin und anderer Kryptowährungen im gerade abgelaufenen Juni war Börsianer zufolge die Ankündigung des Online-Netzwerkes Facebook und weiterer Unternehmen, eine globale Digitalwährung namens Libra schaffen zu wollen. Ferner stützte die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik grosser Notenbanken. Das Argument lautet, ähnlich wie beim Goldpreis, dass zinslose Anlagen bei fallenden Zinsen attraktiver würden./la/he

(AWP)

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Bitcoin knackt Marke von 13

Bitcoin knackt Marke von 13'000 Dollar

Der Kurs des Bitcoin hat am frühen Mittwochmorgen die Marke von 13'000 Dollar überschritten und notiert derzeit bei 13'020 Dollar. Damit bleibt die grösste Kryptowährung auf Kurs, das bisherige Jahreshoch von 13'880 Dollar zu überbieten.

10.07.2019 07:32

Der Kurs des Bitcoin werde derzeit von einem soliden Interesse institutioneller Anleger getragen, schreibt das deutsche Emden Research am Mittwoch in einem Kommentar. Die technische Erholungsbewegung lasse Spielraum für Anschlusskäufe und verstärke somit den Aufwärtsdruck. Nun könnte die Marke von 14'000 Dollar angepeilt werden.

Am Vortag war der Bitcoin bereits wieder über die Marke von 12'000 Dollar geklettert. Die Kryptowährung hatte nach einer monatelangen Seitwärtsbewegung bei Kursen unter 5'000 Dollar im Frühling 2019 wieder Fahrt aufgenommen. Weiterhin bleibt sie aber noch unter ihren Ende 2017 erreichten Höchstständen von rund 20'000 Dollar.

tp/ys

(AWP)

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Bitcoin-Preis seit

Bitcoin-Preis seit Mittwochabend um fast 2'000 Dollar abgesackt

Die hohen Schwankungen am Kryptowährungsmarkt setzen sich fort. Der Bitcoin ist zwischen dem späten Mittwochnachmittag und dem frühen Donnerstagmorgen um fast 2000 Dollar auf ein Tagestief von unter 11'300 Dollar abgesackt. Auch weitere Kryptowährungen mussten deutliche Rückgänge hinnehmen.

11.07.2019 11:50

Anleger machten nun offenbar nach dem jüngsten klaren Anstieg wieder "in grossem Stil Kasse", kommentiert das deutsche Emden Research am Donnerstag. Nach den jüngsten "Kletterpartien" sei das zuletzt immer wieder die Regel gewesen.

Am späten Vormittag notiert der Bitcoin nur leicht erholt bei rund 11'500 Dollar. Einen heftigen Rücksetzer erlitt innert Tagesfrist auch die zweitgrösste Kryptowährung Ether, die von einem Niveau von 310 Dollar auf 271 Dollar und damit wieder klar unter die Marke von 300 Dollar gefallen ist.

Eine Reihe von Beobachtern verwiesen zur Erklärung auch auf die Äusserungen von Fed-Chef Jerome Powell vom späten Mittwochnachmittag, der sich vor Vertretern des Repräsentantenhauses sehr kritisch über die geplante Facebook-Digitalwährung Libra geäussert hatte. Ein Teil der jüngsten Bitcoin-Hausse wird immer wieder auch auf den medialen "Hype" um die Facebook-Währung zurückgeführt, der den Weg für eine breitere Akzeptanz auch der traditionellen Kryptowährungen ebnen könnte.

tp/sta

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Trump fordert

Trump fordert Bankenregulierung für Kryptowährungen

US-Präsident Donald Trump hat für Kryptowährungen eine Bankenregulierung gefordert.

12.07.2019 02:56

Wenn Facebook und andere Unternehmen eine Bank werden wollten, bräuchten sie eine entsprechende Zulassung, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. "Dann müssen sie sich der Bankenregulierung unterwerfen, genau wie andere Banken auch, sowohl national als auch international." Er sei kein Freund von Kryptowährungen wie Bitcoin. Es handele sich nicht um Geld, ihr Wert sei sehr schwankungsanfällig und basiere auf dünner Luft.

Bislang sind Kryptowährungen nicht reguliert. Mit seinen Plänen für eine eigene Cyberdevise mit dem Namen Libra rief Facebook die großen Notenbanken und Politiker auf den Plan. Fed-Chef Jerome Powell äußerte am Mittwoch Bedenken. Dabei ging es um Privatsphäre, Geldwäsche, den Verbraucherschutz und die Finanzstabilität.

Libra soll in der ersten Hälfte 2020 an den Start gehen. Damit steigt Facebook in den weltweiten Zahlungsverkehr ein. Facebook wird jeden Tag von etwa ein bis zwei Milliarden Menschen genutzt. Libra soll es allen Nutzern des Netzwerks ermöglichen, untereinander Geld zu versenden und Waren von Unternehmen zu erwerben. Branchenkenner halten es für nicht ausgeschlossen, dass Facebook damit das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellen könnte.

(Reuters)

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Bitcoin Suisse beantragt

Bitcoin Suisse beantragt Banklizenz

Das in Zug ansässige Kryptounternehmen Bitcoin Suisse hat eine Schweizer Banklizenz beantragt. Die Brokerfirma reagiert damit auf ein strengeres regulatorisches Umfeld.

16.07.2019 10:05

Laut einer Mitteilung vom Dienstag hat Bitcoin Suisse eine Schweizer Banklizenz und eine Effektenhändlerlizenz gemäss Börsengesetz bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma beantragt. Mit den Lizenzen wolle man das Angebot weiter ausbauen und die Position als Krypto-Finanzdienstleister stärken.

Weiter begründet Bitcoin Suisse den Schritt mit einem sich verändernden regulatorischen Umfeld, das Krypto-Anlagen zunehmend dem Finanzmarktrecht unterstelle.

Mit dem Banklizenzantrag reiht sich die Brokerfirma in eine Reihe von Kryptobank-Kandidaten ein, die sich bei der Finma um eine Banklizenz bewerben. Neben Bitcoin Suisse sind dies unter anderem die ebenfalls in Zug ansässige Bank Seba und das Blockchain-Startup Signum.

Höhere Sicherheiten

Bereits zu Jahresanfang veröffentlichte das Unternehmen erstmals Finanzkennzahlen. Für das Jahr 2018 wies die Brokerfirma einen Ertrag von 44 Millionen Franken und einen Reingewinn von 25 Millionen aus. Das Eigenkapital wurde damals auf 50 Millionen Franken beziffert.

Für das laufende Jahr erwartet Bitcoin Suisse ein weiteres Wachstum des Eigenkapitals, heisst es weiter. Im Rahmen einer Bankgarantie habe Bitcoin Suisse zudem 45 Millionen Franken bei einer Schweizer Bank als Sicherheit für eine Ausfallgarantie hinterlegt, um Devisen- und Krypto-Einlagen von Kunden abzusichern. Dieser Betrag solle auf 55 Millionen erhöht werden.

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Kritik an Libra schickt

Kritik an Libra schickt Bitcoin auf Talfahrt

Das vernichtende Urteil von US-Senatoren über die geplante Facebook-Kryptowährung «Libra» setzt Bitcoin zu.

17.07.2019 07:57

Die älteste und wichtigste Cyber-Devise fiel am Mittwoch auf bis zu 9226 Dollar und büsste damit binnen 24 Stunden rund 1500 Dollar ein.

Am Dienstag hatte der Bankenausschuss des US-Senats David Marcus, der bei Facebook das Projekt "Libra" leitet, in die Mangel genommen. Die Parlamentarier bezeichneten die Pläne des Online-Netzwerks als "verrückt". Ausserdem sei es eine "wahnhafte Idee", dass Facebook angesichts zahlreicher Datenskandale glaube, die Politik werde dem Unternehmen erlauben, Geld seiner Kunden zu verwalten.

"Facebook und Co. haben die Rechnung offensichtlich nicht mit den politischen Führungseliten gemacht", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Skepsis um Libra ist grösser geworden. Dafür scheinen die regulatorischen Bedenken zu gross und geeignete Antworten seitens Facebook noch nicht vorhanden zu sein." Unabhängig vom US-Senat hatte sich am Dienstag auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz kritisch zu "Libra" geäussert.

Bitcoin werde der Gegenwind für die Facebook-Währung aber nur kurz belasten, prognostizierte Lennon Sweeting, Chef-Händler des Kryptowährungsbrokers Coinsquare. Die Cyber-Devise werde schnell wieder auf das Niveau von 11.000 bis 12.000 Dollar zurückkehren.

(Reuters)

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