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26.12.2012 14:27
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Yen ¥

Yen sackt auf tiefsten Stand seit 20 Jahren

 

Der japanische Aktienmarkt hat am Mittwoch zugelegt. Vor allem die Aktienkurse exportorientierter Unternehmen wie Nissan Motor oder Sony stiegen an.

Grund dafür ist die Erwartung, dass die neue japanische Regierung unter Shinzo Abe eine extrem lockere Geldpolitik zur Ankurbelung der Wirtschaft fahren wird.

Der Yen sackte am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit 20 Monaten. Damit könnten die Unternehmen höhere Gewinne einfahren als bislang erwartet.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Aktienwerte ging mit einem Plus von 1,49 Prozent bei 10'230,36 Zählern aus dem Handel. Der breit gefasste Topix legte 1,16 Prozent auf 847,71 Zähler zu.

Auch in Südkorea, China, Singapur und Taiwan legten die Kurse an den Börsen zu. http://www.cash.ch/news/top_news/yen_sackt_auf_tiefsten_stand_seit_20_ja...

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15.02.2016 15:39
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Die unheimliche Aufwertung des Yen

Der japanische Yen hat sich im Februar über 6% aufgewertet. Fünf Gründe, weshalb die Nachfrage nach Yen so gross ist.

Während die Aktienkurse weltweit in die Tiefe rauschen, herrscht auch auf den Devisenmärkten eine Art Ausnahmezustand. Der japanische Yen, der über Jahre von der Zentralbank geschwächt wurde,  blüht auf einmal wieder in alter Stärke auf. Allein in den ersten Februartagen hat er sich zum Dollar 7% aufgewertet.

Lange hatte der Yen den Ruf eines sicheren Hafens. Jede Zuckung am Aktienmarkt führte zu einer Flucht in die japanische Valuta. Anscheinend trifft das auch drei Jahre nach Beginn der «Abenomics» noch zu. Das sind die möglichen Gründe:

1. Japan ist der grösste Gläubiger

Die japanischen Vermögen und Investitionen im Ausland belaufen sich auf etwa 370 Bio. Yen, oder umgerechnet 3 Bio. $. Damit führt Japan als Nation seit vierundzwanzig Jahren die Rangliste der Kreditgeber.

Wenn nun die Risiken im Ausland zunehmen und die Vermögenswerte an Wert verlieren, werden diese Gelder repatriiert. Auslöser kann zum Beispiel eine Abwertung wie jüngst in China sein. Solche Ereignisse schüren Ängste und die Investoren verkaufen Anlagen und tauschen den Erlös in Yen.

Je mehr sich der Yen aufwertet, desto grösser werden die Verluste. Und desto grösser ist der Druck auf die Investoren, die Portfoliopositionen im Ausland abzustossen.

2. Zweifel an der Dollarstärke und an der weiteren Yen-Schwäche

Unter Premier Shinzo Abe verfolgt Japan seit 2013 eine Wirtschaftspolitik, deren Grundpfeiler eine extrem expansive Geldpolitik ist. Mit Wertschriftenkäufen im Wert von 660 Mrd. $ pro Jahr sollte der Yen geschwächt werden, um die hartnäckig deflationären Kräfte zu überwinden.

Gleichzeitig zeichnete sich immer deutlicher ab, dass die US-Notenbank als erste grosse Zentralbank die seit der Finanzkrise anhaltende Nullzinsphase beenden würde. Was im vergangenen Dezember dann auch eintrat.

Der Yen-Dollar-Kurs spiegelte diese geldpolitische Divergenz. Zwischen Ende 2012 und Sommer 2015 hat sich der Dollar-Yen-Kurs von 77 auf 125 Yen/$ bewegt, was einer Abwertung des Yen um 40% entspricht.

Doch nun sind Kräfte am Werk, die stärker sind als die offenen Schleusen der Bank of Japan. Die Bedenken um den Zustand der Weltwirtschaft und die Angst vor einer wirtschaftlichen Abkühlung in den USA lassen Zweifel am eingeschlagenen Kurs der US-Notenbank aufkommen. Mit diesen Zweifeln bekommt auch der Glaube an die Dollarstärke Risse.

3. Carry Trades als Brandbeschleuniger

Damit die Auf- oder Abwertung Fahrt aufnehmen kann, braucht es aber mehr als einen Stimmungsumschwung. Entscheidend ist der Umfang von Carry Trades.

Bei einem Carry Trade werden Kredite in einer Tiefzinswährung wie dem Yen aufgenommen, um in höher verzinsliche Währungen wie zum Beispiel den Dollar zu investieren. Der Gewinn daraus ist die Zinsdifferenz und die Abwertung des Yen zum Dollar.

«In den letzten Monaten war eine Häufung von solchen Trades zu beobachten», sagt Thomas Flury, Währungsstratege bei der UBS (UBSG 14.9 2.76%) gegenüber «Finanz und Wirtschaft». Obwohl die Zinsdifferenzen derzeit nicht sehr gross sind, können solche Strategien attraktiv sein, vor allem wenn wie im Falle von Japan die Zentralbank aktiv versucht, die eigene Währung zu schwächen.

Wenn die Investoren diese Trades auflösen, zahlen sie die Yen-Kredite zurück, die Nachfrage nach Yen steigt. Die Auflösung der Carry Trades wirkt so wie ein Brandbeschleuniger.

«Die Auflösung von Carry Trades spielt derzeit wieder eine grosse Rolle», sagt Flury.

5. Liquiditätsengpässe im Bankensystem

Ende Januar hat die Bank of Japan Negativzinsen angekündigt. Erst führte das Signal geldpolitischer Lockerung zu einer Abwertung des Yen. Doch dann kam es laut Flury zu Verwerfungen auf dem japanischen Geldmarkt und Liquiditätsengpässen bei den Banken.

4. Zweifel an der Bank of Japan

«Ein Stück weit ist es auch eine spekulative Aufwertung», sagt Flury. Einige Investoren setzten auf eine weitere Yen-Stärke, weil sie Zweifel haben, ob die Bank of Japan nach den schlechten Erfahrungen mit den Negativzinsen  in der Lage ist, dem Aufwertungsdruck  etwas Wirkungsvolles entgegen zu halten.

Zu solchen Zweiflern gehört etwa die Bank Barclays (BARC 160.7 2.49%). «Die fundamentalen Marktkräfte sind stärker als die Geldpolitik», lautet ihre Einschätzung. Sie sieht den Dollar-Yen-Kurs per Ende Jahr bei 95 Yen/$. Das entspricht einer Aufwertung um weitere 20%.

Wie es jetzt weitergehen könnte

Nicht alle sind von der Yen-Stärke so überzeugt wie Barclays. Die UBS rechnet in den nächsten drei Monaten mit einer Abwertung auf 120 Yen/$. «Wir halten die jüngste Bewegung für übertrieben und erwarten eine Erholung des Yen-Dollar-Kurses», sagt Flury. Die Chancen seien gross, dass die Zentralbank die Geldpolitik noch weiter lockern wird.

Denn durch die Aufwertung und die weiter fallenden Rohstoffe ist die Deflationsgefahr gestiegen. «Unter einem Wechselkurs von 115 Yen/$ beginnt es den japanischen Exporteuren weh zu tun», erläutert Flury.

Vorstellbare wäre eine Ausweitung des Wertschriftenkaufprogramms mit mehr Gewicht auf Aktien sowie der Erwerb von Fremdwährungsanleihen.

Auch Morgan Stanley (MS 23.09 6.45%) sieht durchaus die Möglichkeit, dass die Risiko-Rally im Yen fürs Erste vorbei ist und die Bank of Japan den Stecker zieht. Per Ende März erwartet die US-Bank ein Abwertung des Yen von heute 112 auf 125 Yen/$.

http://www.fuw.ch/article/die-unheimliche-aufwertung-des-yen/

 

 

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11.12.2014 14:41
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Japaner, schafft endlich das Bargeld ab!

Hat die Bank of Japan wirklich alles getan, um Inflation zu erzeugen? Nein, meint ein US-Ökonom, solange es den Yen noch als Bargeld gibt.

......aber Kimball gehört zu den Wirtschaftswissenschaftlern, die elektronisches Geld statt Papiergeld befürworten – damit man darauf negative Zinsen erheben kann. Gibt es kein Bargeld mehr, kann man sich vor negativen Zinsen auf dem Konto – wie es einzelne Banken in Deutschland für Geschäftskunden schon eingeführt haben – nicht mehr in Papiergeld retten.

Könnte die Bank of Japan auch nach ihren riesigen Anleihenkäufen keine anhaltende Inflation erzeugen, dann könnten wir dort vielleicht die erste Abschaffung des Papiergelds einer Nation erleben.

Ganzer Beitrag: http://www.fuw.ch/article/japaner-schafft-endlich-das-bargeld-ab/

 

Dann flüchtet man in irgend welche Münzen (Gold, Silber, Platin) oder Bitcoins.

 

 

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05.02.2014 09:28
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Anleger flüchten sich in den Yen

Die Angst vor einer Konjunkturkrise lässt Anleger Schutz beim japanischen Yen suchen – die Währung hat seit Jahresbeginn fast vier Prozent zugelegt.

Die Furcht vor einer tiefgreifenden Konjunkturkrise in den Schwellenländern macht den Yen begehrt. Am Mittwoch fiel der Dollar zeitweise auf 101,25 Yen nach 101,64 Yen im Schlussgeschäft des Vortages. Seit Ende Januar hat die japanische Landeswährung in der Spitze fast vier Prozent gewonnen. Die japanische Landeswährung wird gerne als sicherer Hafen angesteuert. Die jüngsten Kursturbulenzen in den Schwellenländern hatten Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Staaten geschürt, die für viele Industrienationen eine wichtige Exportregion sind. Anleger warteten nun auf eine Stabilisierung der Lage, bevor sie wieder bei risikoreicheren Anlagen zugriffen, sagten Händler.

Zurückhaltung war am Mittwoch auch beim Euro angesagt. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,3503 Dollar leicht schwächer als im New Yorker Schlussgeschäft. Einige Investoren spekulierten darauf, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag die Zinsen senkt, um Deflationsgefahren entgegenzuwirken.
 

Warten auf Konjunkturdaten aus den USA

Nach der jüngsten Talfahrt haben sich die Anleger in Fernost am Mittwoch weiter verunsichert gezeigt. Vereinzelt nutzten Schnäppchenjäger die Gunst der Stunde und griffen bei Papieren zu, die am Tag zuvor trotz guter Geschäftszahlen deutliche Kursverluste verbucht hatten. Viele Investoren hielten sich aber noch zurück und warteten auf weitere Konjunkturdaten aus den USA.

Der Nikkei-Index ging auf Berg- und Talfahrt, bevor er mit einem Plus von 1,23 Prozent auf 14.180 Punkte aus dem Handel ging. Nach dem Einbruch von mehr als vier Prozent am Tag zuvor, blieb der Index aber weit entfernt von der für Händler wichtigen Marke des 200-Tage-Durchschnittswerts von 14.425 Zählern. Seit Jahresanfang hat der Nikkei rund 14 Prozent eingebüsst, nachdem er im vergangenen Jahr ein Plus von 50 Prozent hingelegt hatte.

Gute Unternehmenszahlen konnten nicht beruhigen

Auch deutlich über den Erwartungen liegende Unternehmenszahlen konnten die Gemüter nicht beruhigen. Allerdings profitierten die Aktien des Elektronikkonzerns Panasonic, die nach einem verdreifachten Quartalsgewinn fast um 19 Prozent in die Höhe schossen. Auch Papiere von Toyota legten sechs Prozent zu, nachdem der japanische Autobauer ein Rekordergebnis in Aussicht gestellt hatte. Sony-Aktien gewannen 4,6 Prozent. Der Konzern ist nach Angaben eines Insiders im Gespräch mit dem Investmentfonds Japan Industrial Partners über einen Verkauf seiner verlustreichen PC-Sparte Vaio.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/anleger-fluechten-sich-den-yen-5...

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