Aktuelle Lage - Ausblick

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17.11.2011 06:24
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Aktuelle Lage - Ausblick

Die aktuelle Lage

• Die beiden ausgewiesenen Ökonomen Mario Monti und Lucas Papademos sollen als neue Regierungschefs Italien und Griechenland aus der Krise führen.

• An den Finanzmärkten ist die Ernennung der beiden Technokraten positiv aufgenommen worden. Hervorgehoben wird die Tatsache, dass die beiden Regierungschefs keine politischen Ambitionen haben und sich nicht in Parteipolitik aufreiben lassen sollten. • Ihnen wird zugetraut, die richtigen Massnahmen gegen die hohe Verschuldung der beiden Länder einzuleiten. Die Erwartungen an den Märkten vor allem gegenüber Monti sind allerdings hoch.

• Die 500 grössten US-Unternehmen haben mehrheitlich ein erfolgreiches Quartal hinter sich. Kurz vor Ende der US-Gewinnsaison liegt der durchschnittliche Gewinn pro Aktie der S&P500-Unternehmen um fast 17% über dem Wert von Q3-10.

Eurozone: Die vergangene Woche im Überblick

• Am Freitag und Samstag haben die beiden Kammern des italienischen Parlaments den Weg frei gemacht für das jüngste Reform- und Sanierungsgesetz und so die Bedingung Berlusconis an einen Rücktritt erfüllt. Berlusconi ist am Samstagabend nach 17 Jahren in der italienischen Politik zurückgetreten.

• Das beschlossene Sparpaket sieht unter anderem den Verkauf von Staatseigentum, Bürokratieabbau und die leichtere Schaffung von Jobs vor.

• Heute hat der designierte Ministerpräsident Mario Monti sein Kabinett vorgestellt. Um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, muss Italien das Sparpaket schnell und überzeugend umsetzen sowie weitere drastische Sparmassnahmen beschliessen.

• Trotz der weitherum begrüssten Wahl Montis hat sich die Schuldenkrise in den letzten Tagen erneut zugespitzt und auf bisher wenig betroffene Länder ausgeweitet: Am Dienstag sind auch die Renditen der Staatsobligationen von Frankreich, Belgien, Österreich, Finnland und den Niederlanden teils deutlich gestiegen.

• Die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihen liegen wieder über der kritischen Marke von 7%.

• Italien und Spanien haben am Dienstag in

Anleihenauktionen Rekordzinsen zahlen müssen.

• Sollten sich die Renditen nicht entspannen, bleibt nur eine kurzfristig umsetzbare Massnahme zur Stabilisierung der Eurozone: Die EZB muss ihr Anleihenaufkaufprogramm massiv ausweiten und so die Renditen drücken. An den Märkten ist die Überzeugung gross, dass dieser Schritt unumgänglich ist. Vor allem Deutschland wehrt sich dagegen (siehe «Ausblick»).

• Die Grafik zeigt die Höhe der Investitionen in italienische Anleihen (schwarz: Staatsanleihen; blau: Unternehmensanleihen) in Prozent des jeweiligen BIP von Frankreich, Irland, Österreich, Deutschland, Belgien, Spanien, Portugal und Griechenland (von links).

Eurozone:Frühindikatoren deuten klare Abkühlung an

• Das BIP im Euroraum ist im Q3-11 gegenüber dem Vorquartal erneut um 0,2% gestiegen (blaue Balken, linke Skala).

• Die Daten für einzelne Staaten: Deutschland 0,5%, Frankreich 0,4%, Spanien 0%, Portugal minus 0,4%. Zu Irland und Griechenland sind keine Daten vorhanden.

• Die Zahlen nach neun Monaten lassen für Deutschland ein überdurchschnittliches BIP-Wachstum von fast 3% für 2011 erwarten.

• Der Ausblick verdüstert sich allerdings zusehends: Die Industrieproduktion in der Eurozone hat im September wegen der krisenbedingt nachlassenden Nachfrage den stärksten Rückgang auf Monatssicht seit Februar 2009 verzeichnet (blaue Linie, rechte Skala).

Die jüngsten Zahlen zur Industriproduktion deuten auf eine Abkühlung der Eurozonen-Konjunktur hin

Quelle:

Ausblick

• Die Stimmen von Ökonomen werden immer lauter, dass die EZB ihre Interventionen an den Staatsanleihemärkten in den nächsten Tagen deutlich ausweiten müsse, um die Eurokrise noch zu stoppen. Nur so würden sich unkontrolliert steigende Zinsen und der Kollaps der Eurozone verhindern lassen.

• Kritik gegen ein solches Vorgehen kommt vor allem aus Deutschland: Es widerspreche dem EU-Vertrag, untergrabe die Glaubwürdigkeit der Notenbank und führe zu einem erhöhten Inflationsrisiko. Die Inflation müsste mit steigenden Zinsen bekämpft werden, was die schuldgeplagten Länder zusätzlich belasten würde. • In den USA muss das aus Kongressabgeordneten beider Parteien bestehende Super Committee bis 23. November seine Sparpläne in der Höhe von 1,2 Billionen USD über die nächsten zehn Jahre vorlegen.

• Kommt bis kommenden Mittwoch keine Einigung zu Stande, treten automatische Budgetkürzungen nach einem fixen Schlüssel in Kraft.

• Die Erwartungen der Marktteilnehmer an das Super Committee sind gering. Positive Überraschungen mit Folgen für den US-Aktienmarkt sind durchaus möglich

Quelle: www.vermoegenszentrum.ch

Ein Wochenausblick dieser Art wünsche ich mir von marcus fabian. Es müsste nicht so umfassend sein. Einfach Hinweise was "läuft" und was "absäuft. Mit andern Worten was aktuell zu bevorzugende Anlagen sind und warum andere Anlagen eher zu meiden sind.

Einfach, kurz und bündig. Eine Orientierungshilfe im Dschungel der Börsenmeldungen, Analystenmeinungen, etc. einfach auf den Punkt gebracht.

Anschliessende Diskussion natürlich möglich.

Karat

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