BANK OF IRLAND

2 Kommentare / 0 neu
19.11.2010 19:07
#1
Bild des Benutzers etage1
Offline
Kommentare: 2
BANK OF IRLAND

seit heute aktionär mit 50Kstk. zu 0.46.

alltime-high: 18.9

falls europa nächste woche eine positive entscheidung raus bringt, dann geht es durch die decke. ich rechne auf 12 Monate mit 1.5, also > 200%

don't believe the hype....

http://www.youtube.com/watch?v=N7Tt8GjLwMg&feature=related

03.04.2014 12:45
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Auf den Ruinen des Immobilienbooms

Irische "Schrottpapiere" heiss begehrt¨

 

Fragwürdige Aktiven irischer Banken finden reissenden Absatz unter ausländischen Käufern. Die Abwicklung gescheiterter Banken beschleunigt sich. Auch die staatliche Bad Bank erwägt, ihre eigene Abwicklung nicht erst für 2020 vorzusehen.

Die Liquidatoren der Auffanggesellschaft für die beiden abgewickelten irischen Banken Anglo Irish und Irish Nationwide haben am Dienstag überraschende Fortschritte gemeldet: Als die Irish Bank Resolution Corporation (IBRC) im Februar 2013 überraschend liquidiert wurde, erwartete die Regierung, dass mehr als ein Viertel ihrer Aktiven mit einem damaligen Buchwert von 21,7 Mrd. € als vorläufig unverkäuflich an die staatliche Bad Bank, Nama, übertragen werden müssten. Nun zeigt sich, dass dubiose Aktiven im Wert von 19,8 Mrd. € bereits verkauft sind.

Abschläge bleiben geheim

85% eines Portfolios von kommerziellen Immobiliendarlehen mit einem Buchwert von 9,3 Mrd. € wurden in Tranchen an die Deutsche Bank, den amerikanischen Hedge Fund Lone Star und die mit Goldman Sachs verbundene Private Equity Firma CarVal verkauft. Lone Star und die Branchenkollegin Oaktree Capital kauften 62% eines Pakets privater Hypotheken, von denen etwa die Hälfte in Zahlungsverzug ist.

Über die tatsächlich bezahlten Preise wurde Stillschweigen bewahrt. Der irische Finanzminister, Michael Noonan, begrüsste die erfolgreiche Abwicklung: «Diese erfolgreichen Verkäufe an Drittparteien brechen endlich die Verknüpfung zwischen Anglo Irish Bank und dem irischen Steuerzahler.»

Auch Nama will profitieren

Der «Ausverkauf» fragwürdiger irischer Bankaktiven aus der Zeit vor dem Kollaps im Herbst 2008 beschränkt sich nicht auf IBRC. Zusammen mit Grossbritannien, Spanien und Deutschland spielt Irland eine wichtige Rolle im europäischen Markt für unerwünschte Bankaktiven. Die Erholung irischer Immobilienpreise hat in den letzten Monaten das Interesse ausländischer Käufer beflügelt.

Die abgewickelten Töchter ausländischer Banken in Irland haben ebenfalls gewichtige Portfolios abgestossen, teilweise zu Schleuderpreisen. Nun überlegt sich auch Nama, die National Assets Management Agency, die staatliche Bad Bank, ihre eigene Abwicklung, die ursprünglich für 2020 vorgesehen war, zu beschleunigen. Noch im letzten September hatte Nama am ursprünglichen Termin festgehalten und eine «schwarze Null» erwartet. Inzwischen hofft sie auf einen rascheren Abschluss des Projekts und einen Nettoprofit. Nama hatte im Jahr 2010 kommerzielle Immobilienkredite mit einem Buchwert von 74 Mrd. € für 32 Mrd. € von den einheimischen Banken übernommen. Derzeit sind noch Aktiven in der Höhe von 22,5 Mrd. € in den Büchern von Nama; die als Entgelt ausgegebenen Schuldscheine sollen bis Ende 2014 zur Hälfte getilgt sein.

Sinkende Rettungskosten

Nach den Berechnungen der irischen Zentralbank lagen die Aktiven des irischen Bankensystems – einschliesslich ausländischer Finanzinstitute – vor der Krise in der Höhe des Neunfachen der jährlichen Wirtschaftsleistung Irlands. Dank Gebühren und Rückzahlungen haben sich die Nettokosten der Bankenrettung für den irischen Steuerzahler seither von 64 Mrd. € auf 40,5 Mrd. € reduziert. Diese Zahlen berücksichtigen die Tätigkeit von Nama nicht.

http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/finanzportal/beschleunigter-ausver...

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin