Daimler [DAI]

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04.10.2007 11:01
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Daimler [DAI]

DaimlerChrysler soll wieder Daimler werden

04.10 10:02

Die Aktionäre des Autokonzerns DaimlerChrysler sollen der Umbenennung ihres Konzerns in Daimler AG zustimmen. Das Unternehmen hat für heute zu einer ausserordentlichen Hauptversammlung in Berlin eingeladen.

Auf der Traktandenliste steht die Abstimmung über den neuen Namen. Es wird mit intensiven Diskussionen über den geplanten Namen Daimler AG gerechnet, da eine Gruppe von Anteilseignern den Namen von Autopionier Carl Benz vermisst.

Der Namenswechsel erfolgt fünf Monate nach der Bekanntgabe des Verkaufs des US-Autobauers Chrysler an den Investmentfonds Cerberus. Dem Verkauf von Chrysler waren hohe Verluste der US-Sparte vorausgegangen. Ein radikales Sparprogramm, in dem Werke geschlossen und tausende Stellen gestrichen wurden, hatte letztendlich keinen Erfolg.

Die "Ehe im Himmel", wie der frühere Konzernchef Jürgen Schrempp den Zusammenschluss von Daimler-Benz und Chrysler einst nannte, war 1998 geschlossenen worden und hatte neun Jahre gehalten.

Zum offiziellen Ende der Ära DaimlerChrysler trumpft die Mercedes-Gruppe mit einem Rekordabsatz auf.Im September steigerte die Mercedes-Gruppe den Absatz im Jahresvergleich um 7,4 Prozent auf 124 600 Autos. In den ersten drei Quartalen 2007 verkaufte die Mercedes-Gruppe insgesamt 942 300 Fahrzeuge nach 934 200 Autos ein Jahr zuvor.

(Quelle: SDA)

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22.04.2016 09:45
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USA fordern von Daimler Abgas-Untersuchung

Nach dem Abgas-Skandal bei Volkswagen nimmt das US-Justizministerium nun auch Daimler unter die Lupe. Das Unternehmen sagt bereits seine Kooperation zu.

Der deutsche Autohersteller ist nach eigenen Angaben vom US-Justizministerium aufgefordert worden, den Zertifizierungsprozess in Bezug auf Abgasemissionen zu untersuchen. Daimler wolle vollumfänglich mit den amerikanischen Behörden kooperieren, gab das Unternehmen in der Nacht auf Freitag bekannt. Etwaigen Hinweisen auf Regelverstösse werde Daimler «konsequent nachgehen und die erforderlichen Massnahmen selbstverständlich treffen».

Der Autokonzern, zu dem hauptsächlich die Marke Mercedes gehört, teilte darüber hinaus mit, die US-Sammelklagen wegen angeblich überhöhter Abgaswerte für unbegründet zu halten. Das Unternehmen wolle sich dagegen mit sämtlichen juristischen Mitteln zur Wehr setzen.

Daimler bestreitet Software-Benutzung

Der Besitzer eines Mercedes-Modells mit Blue-Tec-Dieselmotor wirft dem Autohersteller vor, der Ausstoss von giftigem Stickoxid überschreite bei Temperaturen unter zehn Grad die Grenzwerte in den USA um bis das 65-fache. Die Klage vor einem Bezirksgericht in Illinois wurde von der Anwaltskanzlei Hagens Berman eingereicht, die bereits VW in den USA wegen überhöhter Abgaswerte verklagt hat.

Der Wolfsburger Konzern hatte im September zugegeben, Stickoxid-Abgaswerte mit einer speziellen Software manipuliert zu haben. Daimler hat den Einsatz einer speziellen Software zur Manipulation von Abgaswerten mehrfach bestritten.

Nachfragen bei Mitsubishi

Derweil nimmt die US-Verkehrsaufsicht den japanischen Autohersteller Mitsubishi Motors unter die Lupe. Die Behörde NHTSA teilte am Freitag mit, den PKW-Hersteller um Informationen über Fahrzeuge gebeten zu haben, die in den USA verkauft worden seien. Weitere Angaben machte die NHTSA zunächst nicht.

Mitsubishi hatte am Mittwoch Tricks bei Tests zum Treibstoffverbrauch eingeräumt. Es geht um 625'000 Kleinwagen für den japanischen Markt, die meisten davon wurden für Nissan gebaut.

Der Konzern baut etwa eine Million Autos im Jahr und wirbt unter anderem mit umweltfreundlichen Motoren. Analysten von JP Morgan schätzen, der Skandal könne Mitsubishi mindestens 400 Millionen Euro kosten - zusätzlich zum Vertrauensverlust.

(afo/sda)

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

10.02.2016 08:33
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Daimler ruft 840 000 Fahrzeuge mit Takata-Airbags zurück
09.02.2016 21:15

(Ausführliche Fassung)

STUTTGART (awp international) - Daimler ist stark von der jüngsten Ausweitung des Debakels um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata in den USA betroffen. Der deutsche Autobauer teilte am Dienstag mit, 705 000 Mercedes-Benz Pkw und und rund 136 000 Daimler Vans vorsorglich in die Werkstätten zu beordern. Das entspricht mehr als dem Doppelten des letzten US-Jahresabsatzes der Stuttgarter. Die US-Verkehrsaufsicht hatte Daimler zuvor darüber informiert, dass der Behörde mögliche Defekte gemeldet worden seien.

Mit den Airbags von Takata gibt es in der Auto-Industrie schon seit Jahren grosse Probleme. Sie können wegen technischer Mängel unvermittelt auslösen und so eine regelrechte Explosion verursachen, bei der Teile der Verkleidung durch den Innenraum des Fahrzeugs geschleudert werden. US-Ermittler gehen von mindestens zehn Todesfällen im Zusammenhang damit aus.

Daimler teilte am Dienstag ausserdem mit, Rückstellungen für den Rückruf gebildet zu haben, die das Konzernergebnis 2015 um 340 Millionen auf 8,7 Milliarden Euro schmälern. An der vorgeschlagenen Dividendenerhöhung und der Ergebnisbeteiligung der Mitarbeiter für das abgelaufene Jahr ändert sich dadurch aber nichts. Der Konzern bestätigte zudem die Gewinnprognose für 2016.

Bislang gilt BMW als der am stärksten von den Takata-Mängeln betroffene deutsche Hersteller. Ende Januar hatte die US-Verkehrsbehörde jedoch eine Ausweitung des landesweiten Rückrufs um fünf Millionen weitere Autos angekündigt. Es seien in den USA nun insgesamt mehr als 24 Millionen Fahrzeuge betroffen. Die NHTSA hatte im Oktober erklärt, die Probleme ballten sich bei den fünf Autobauern Fiat Chrysler , Ford , Mazda , Honda und BMW, auf die 14 Millionen der Wagen entfielen. Der grösste Teil betrifft Honda.

Bei Daimler war bereits bekannt, dass einige Laster der Marke Daimler Trucks North America betroffen sind. Die jüngste Ausweitung des Rückrufs betrifft auch die VW -Tochter Audi . Allerdings gibt es bislang weder von der NHTSA noch vom Unternehmen konkrete Angaben zum Ausmass. Ein VW-Sprecher sagte am 24. Januar auf Nachfrage, welche Fahrzeuge des Konzerns betroffen seien, müsse intern ermittelt werden.

Volkswagen habe den von der NHTSA angeordneten Rückruf aller Takata-Fahrerairbags vom Typ SDI und PSDI auf dem US-Markt "zur Kenntnis" genommen: "Volkswagen wird die Auswirkungen dieser Entscheidung für den US-Markt und andere Märkte sorgfältig bewerten und kooperativ mit der NHTSA und anderen Behörden zusammenarbeiten."

Obwohl die Airbags des Zulieferers seit über zehn Jahren Probleme machen, ist die genaue Ursache noch immer nicht abschliessend geklärt. Takata vertritt den Standpunkt, die Unfälle stünden im Zusammenhang mit besonders heissem und feuchtem Klima. Den Einsatz des Treibstoffs Ammoniumnitrat, der als Auslöser im Verdacht steht, hat das Unternehmen grösstenteils gestoppt. Takata hat von der NHTSA bereits Millionenstrafen aufgebrummt bekommen, Top-Manager des Konzerns wurden vom Kongress ins Kreuzverhör genommen./hbr/DP/he

(AWP)

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