Deutsche Bank

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28.04.2009 18:57
#1
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Deutsche Bank

Hier ein interessanter Bericht aus: "Zeitwende".

( hier der Link: http://blog.zeitenwende.ch/hansruedi-ramsauer/pimp-up-my-profit/ )

Pimp up my profit

DIENSTAG, 28. APRIL 2009

Die Deutsche Bank reiht sich in die Liste der Banken ein, welche ihre Zahlen mit ein paar Zaubertricks aufgehübscht haben. Schön sehen sie tatsächlich aus, zu schön, um wahr zu sein. Aber wer interessiert das schon, solange die Schlagzeilen stimmen.

Die Deutsche Bank hat nach dem Rekordverlust von 3,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr für das erste Quartal einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro gemeldet. Völlig vergessen ging dabei folgendes (Quelle: Focus)

Was den Investoren richtig aufstößt, ist ein Detail, das die Deutsche Bank in ihrer Pressekonferenz nicht erwähnte. Es ist auf Seite zehn des Quartalsberichts versteckt. Dem ist zu entnehmen, dass das Institut seit Juli 2008 Handelsaktiva im aktuellen Wert von 31,4 Milliarden Euro ins Anlagevermögen umklassifizierte, um keine Abschreibungen mehr vornehmen zu müssen. Hätte sie dies nicht getan, wäre der Quartalsgewinn um 1,165 Milliarden Euro niedriger ausgefallen. Die Eigenkapitalrendite hätte sich glatt halbiert. Das sagte Ackermann heute nicht.

Warum auch, solange die Medien aus einer Presseerklärung einen redaktioniellen Beitrag basteln mit Schlagzeilen wie: Ackermann erzielt Traumrendite trotz Krise, Ackermann zeigt's allen oder Die größte Wiederauferstehung seit Lazarus

Doch Achtung: Der Autor der letzten Schlagzeile heisst Paul C. Martin und ist, wie einige Zeitenwende-Leser vermutlich wissen, kein Greenhorn in Sachen Bankbilanzen. Im Text steht deshalb auch:

Allerdings: Was die Zahlen taugen, weiß niemand. (...) Denn niemand vermag zu sagen, was die Bank offen ausweist und was an faulen Papieren oder Krediten noch in ihren Tresoren schlummert.

So isses und die Börsianer ducken sich schon mal: Die Aktien der DB sind aktuell 7 Prozent im Minus.

Zudem fährt die Bank noch höhere Risiken als in der Vergangenheit. Nochmals Focus

Im ersten Quartal 2007 erreichte die Deutsche Bank einen Quartalsgewinn von 2,1 Milliarden Euro und eine Eigenkapitalrendite von 36,9 Prozent. Damals bewegte der Konzern mit 37 Milliarden Euro Eigenkapital 1,7 Billionen Euro Bilanzsumme. Zwei Jahre später ist das Eigenkapital auf 33,6 Milliarden Euro gesunken, die Bilanzsumme aber auf 2,1 Billionen Euro gestiegen. Die Risiken nahmen also zu.

Da waren selbst Subprime-Häuser noch solide finanziert. Doch das ist offenbar einigen egal. Ein Leserkommentar zum Focus-Artikel:

Ich bin regelmäßig empört, wenn ich lesen muss, wie schlecht und mies doch alle Banker sind und allen voran Herr Dr. Ackermann! Immerhin ist die Deutsche Bank die einzige Bank der Bundesrepublik die es in der Krise geschafft hat noch schwarze Zahlen zu schreiben. Und diese „Tricks“ können alle anderen Banken auch machen! Ich bin stolz auf meinen Chef und auf mein Unternehmen!

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Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

10.11.2016 10:02
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Lynx; Ziel 18 €
27.10.2016 08:18
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Überraschung: Deutsche Bank schafft Gewinn

Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal überraschend schwarze Zahlen geschrieben. Vor allem der Wertpapierhandel lief rund.

Vor Steuern lag der Gewinn bei 619 Millionen Euro, nach Steuern bei 278 Millionen Euro, wie Deutschlands grösstes Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen wegen der andauernden Sanierung einen Nettoverlust von 600 Millionen Euro erwartet. Zwar drückten erneut Altlasten auf die Bilanz - so stockte die Bank ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten leicht auf 5,9 (Ende Juni: 5,5) Milliarden Euro auf. Allerdings zeigte sich das Tagesgeschäft robust, die Erträge im Konzern stiegen sogar leicht. Vor allem der wichtige Wertpapierhandel lief rund.

Der Umbau der Deutschen Bank führt regelmässig zu grossen Schwankungen in den Ergebnissen: im zweiten Quartal dieses Jahres hatte sich der Konzern unter dem Strich nur knapp in den schwarzen Zahlen gehalten. Im dritten Quartal 2015 dagegen - dem ersten unter Vorstandschef John Cryan - hatten Abschreibungen zu einem Verlust von sechs Milliarden Euro geführt.

(Reuters)

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12.10.2016 16:37
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutsche-bank-sahra-wagenknecht-und-fabio-de-masi-fordern-zerschlagung-a-1115621.html

Was hat solches eigentlich für Auswirkungen auf die Geldinstitute in Europa und USA?

Kriegen wir nochmals Krise?

 

10.10.2016 14:40
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Nun, wird wohl noch dauern, bis der Patient von der Intensivstation verlegt werden kann?

 

10.10.2016| UnternehmenAA

 

Deutsche Bank: Ex-Chefökonom gibt Politik Mitschuld an KriseDie Krise der Deutschen Bank ist nicht komplett selbst verschuldet, sagt ihr ehemaliger Chefvolkswirt Thomas Mayer. Aus der Zeit heraus seien die Entscheidungen des Instituts nachvollziehbar.

Thomas Mayer, von 2010 bis 2012 Chefvolkswirt der Deutschen Bank

Der Ruf der Deutschen Bank hat in den vergangenen Jahren arg gelitten. Kritiker werfen dem Institut eine Serie schwerwiegender Fehler und Verfehlungen vor: Es habe mit dem Einstieg ins Investmentbanking seine Wurzeln als Kreditbank verraten, sei obszönen Renditezielen hinterhergejagt und habe schmutzige Geschäfte getätigt. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) bricht der Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, nun eine Lanze für seinen ehemaligen Arbeitgeber.

Die Kritik sei nicht komplett aus der Luft gegriffen, räumt Mayer ein. Die Krise der Deutschen Bank sei aber zumindest teilweise dem damals herrschenden Zeitgeist geschuldet.

So war der Einstieg ins Investmentbanking Ende der 1980er Jahre eine nachvollziehbare Entscheidung. Die deutsche Industrie, eine wichtige Kundengruppe des Instituts, verlangte zunehmend Leistungen und beatende Unterstützung am Kapitalmarkt. Die Deutsche Bank war damit geradezu gezwungen, ein globales Kapitalmarktgeschäft aufzubauen. Nur die Umsetzung war schwieriger als erwartet, und nicht frei von Fehlern.

Ahnungsloslosigkeit ausgenutzt
Auch dem Vorwurf der Profitgier erteilt Mayer eine Absage. Finanzmathematisches Risikomanagement sollte Risiken beherrschbar machen, die Erwartungen an die Eigenkapitalrendite der Investmentbanken stiegen. Das damals von Josef Ackermann ausgerufene Renditeziel von 25 Prozent galt an den Aktienmärkten nicht als anrüchig, sondern als notwendig für eine Anlage. "Der Neuling im globalen Kapitalmarktgeschäft konnte es sich nicht leisten, gegen den Strom zu schwimmen", so Mayer.

Auch die Rechtsstreitigkeiten und Strafzahlungen erklärt der Ökonom aus dem Umständen heraus. Die im Investmentbanking unerfahrenen Deutschbanker seien Blendern aufgesessen, die schnellen Erfolg suchten und sich nicht um die Reputation der Deutschen Bank scherten. Das Urteil der Öffentlichkeit über das Institut sollte deshalb milder ausfallen, so Mayer. "Politik und Öffentlichkeit scheinen es vorzuziehen, den Bankaktionären in außergerichtlichen Vergleichen Lösegeld abzupressen. Dass sie damit den Aktienbanken die Aktionäre nehmen, ohne die für die missratenen Geschäfte Verantwortlichen zu belangen, scheint sie nicht zu interessieren", wettert Mayer. Er verweist darauf, dass die Deutsche Bank als Begleiterin der deutschen Industrie noch immer wertvoll ist – und fordert die Politiker dazu auf, sich nicht vor den Karren derjenigen spannen zu lassen, die den Untergang der Bank herbeireden.

Streit um US-Hypothekenpiere schwelt weiter
Auf eine schnelle Besserung der Lage warten Anleger und Angestellte derweil vergebens. Am Montag zerschlugen sich zwischenzeitlich aufgekeimte Hoffungen, das Geldhaus könne dank des Verhandlungsgeschicks von Vorstandschef John Crayn ihren Rechtsstreit um faule US-Hypothekenpaiere in den Vereinigten Staaten rasch beilegen und die im Raum stehen Geldstrafe in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar erheblich nach unten drücken. 

Cryan war in der vergangenen Woche am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington auch mit Vertretern des US-Justizministeriums zusammengetroffen – offenbar aber ohne greifbares Ergebnis. Die Aktie der Deutschen Bank verlor am Montag erneut massiv an Wert und zählte zu den Schlusslichtern im Dax.(fp/ps)

 

10.10.2016 08:23
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Deutsche Bank: Risiken aus Derivatebuch werden überschätzt

Während die Verhandlungen zur Beilegung des US-Hypothekenstreits auf Hochtouren laufen, tritt der Deutsche-Bank-Risikochef Zweifeln an der Stabilität des Geldhauses entgegen.

Sorgen von Investoren und Politikern, das billionenschwere Derivatebuch des Instituts berge unkalkulierbare Gefahren für die globalen Finanzmärkte, seien unbegründet, sagte Risikovorstand Stuart Lewis der "Welt am Sonntag". "Die Risiken aus unserem Derivatebuch werden bei weitem überschätzt. Wir haben diese Risiken abgesichert."

Als Risiko stufen die Börsen auch die drohende Strafe der Deutschen Bank wegen problematischer Hypothekengeschäften in den USA ein. Das US-Justizministerum hat im Verhandlungspoker zunächst eine 14-Milliarden-Dollar-Busse aufgerufen. Das würde die Rückstellungen der Bank deutlich übertreffen. Deutsche-Bank-Chef John Cryan war deshalb Insidern zufolge in den vergangenen Tagen am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington mit Vertretern des Justizministeriums zusammengetroffen, um das Strafmass herunterzuhandeln.

Cryan strebt eine möglichst schnelle Entscheidung an. Denn am 8. November wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Zu gross ist die Unsicherheit, mit welcher Agenda eine neue Regierung starten würde. Die Anleger wollen lieber heute als morgen Klarheit - zumal noch einige andere potentiell sehr teure Rechtsstreitigkeiten köcheln.

Wahres Risiko kleiner

In Sachen Derivate versucht Risikovorstand Lewis, die Anleger zu beruhigen. Zum Ende des zweiten Quartals lag der Umfang des Derivatebuches der Deutschen Bank bei 46 Billionen Euro. Die reine Zahl sei aber irreführend, sagte Lewis. "Das wahre Risiko ist viel kleiner", betonte er. So sei dies lediglich der theoretische Nominalwert der Absicherungsgeschäfte. Viel relevanter als das Gesamtvolumen des Derivatebuches sei das eigentliche Risiko aus allen Kontrakten, sagte das Vorstandsmitglied. Dieses betrage netto 41 Milliarden Euro und sei damit teilweise unter dem Niveau vieler Wettbewerber.

"Die Deutsche Bank wird falsch wahrgenommen", sagte Lewis weiter. "Wir sind auch deshalb relativ glimpflich durch die Finanzkrise 2008 gekommen, weil wir eben nicht die grossen Risikonehmer waren und Risiken relativ gut im Blick hatten. Wir haben zwar ebenfalls Verluste gemacht, aber die waren beherrschbar", sagte Lewis.

Die Deutsche Bank versuche bereits, ihre Geschäfte weniger komplex zu machen und fahre ihr Derivatebuch zurück. "Ein Teil ist bereits vor einigen Jahren in eine Abwicklungseinheit überführt worden", sagte der Risikovorstand. Die Bank prüfe die Kreditwürdigkeit jedes einzelnen Kunden genau und bewerte beispielsweise Hedgefonds. Zusätzlich würden von Kunden noch Sicherheiten verlangt, die täglich angepasst würden.

Derivate sind komplexe Finanzprodukte, mit denen Unternehmen sich zum Beispiel gegen Währungsschwankungen absichern und Hedgefonds auf bestimmte Ereignisse wetten. Sie waren einer der Auslöser der Finanzkrise im Jahr 2008.

Schmerzhafte Anpassungen erforderlich

Nach Einschätzung des Verbandes der deutschen Privatbanken muss sich die deutsche Bankenbranche und ihr Marktführer Deutsche Bank schmerzhaften Anpassungen unterziehen. Allerdings sieht der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Michael Kemmer, keine Anzeichen, dass die Turbulenzen um das grösste deutsche Kreditinstitut den gesamten Finanzplatz Deutschland belasten.

"Das glaube ich nicht", sagte er am Samstag in Washington am Rande der IWF-Jahrestagung. Die Politik solle sich in den aktuellen Problemfall nicht einmischen. "Ich glaube, die Politik verhält sich klug", sagte er. In solchen Fällen sollte sie sich zurückhalten.

Nach Ansicht von Kemmer müssen sich die deutschen Banken im globalen Wettbewerb nicht verstecken, auch wenn sie derzeit nicht auf Rosen gebettet seien. Ihr Hauptproblem sei mangelnde Profitabilität. Sie müssten Kosten sparen, in die Digitalisierung investieren und fusionieren. "Dies wird kein leichter Weg und erfordert Zeit", sagte Kemmer. Als einen Schuldigen für die aktuelle Lage machte er die Europäische Zentralbank mit ihrer Niedrigzinspolitik aus.

(Reuters)

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07.10.2016 11:19
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Deutsche Bank mit möglicher Rückkehr der Deutschland AG – Spekulanten fahren Leerverkäufe zurück

 

http://finanzmarktwelt.de/deutsche-bank-mit-moeglicher-rueckkehr-der-deu...

07.10.2016 10:05
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Deutsche Bank prüft IPO ihrer Vermögensverwaltungssparte

Die wegen hoher Strafzahlungen unter Druck geratene Deutsche Bank erwägt einem Medienbericht zufolge einen Börsengang ihrer Vermögensverwaltungssparte.

Das Geldhaus prüfe, einen Minderheitsanteil an der Deutsche Asset Management an den Aktienmarkt zu bringen, berichtet die "Financial Times" am Freitag auf ihrer Homepage. Mit den Erlösen könnte das renditeschwache Institut seine Kapitalbasis aufpolstern. Eine Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen, schreibt die Zeitung und beruft sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab.

Die Deutsche Bank steckt derzeit mitten im Verhandlungspoker mit den US-Behörden, um eine 14-Milliarden-Dollar-Strafe im Streit um faule Hypothekenpapiere noch zu drücken. Spekulationen über einen Verkauf der Vermögensverwaltung war Deutsche-Bank-Chef John Cryan erst Mitte September entgegengetreten. In einem Brief an die Mitarbeiter erklärte Cryan, "die Deutsche Asset Management ist und bleibt ein essenzieller Bestandteil unseres Geschäftsmodells."

(Reuters)

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06.10.2016 15:41
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Deutsche Bank treibt Stellenabbau voran - Einigung mit Betriebsrat
06.10.2016 14:56

FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Bank treibt den Abbau Tausender Stellen voran. Für weitere 1000 Arbeitsplätze in Deutschland seien nun die notwendigen Interessenausgleiche mit dem Konzern- und Gesamtbetriebsrat vereinbart, teilte das Institut am Donnerstag in Frankfurt mit. Damit sind die letzten Hürden für den im Herbst angekündigten Abbau von 4000 Vollzeitstellen im Heimatmarkt überwunden. Konzernweit will Deutschlands grösstes Geldhaus über den geplanten Postbank-Verkauf hinaus bis 2018 unter dem Strich 9000 Arbeitsplätze streichen.

Knapp 2500 Vollzeitstellen fallen im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weg, gespart wird auch in der Vermögensverwaltung und im Risikomanagement. Die nun ausgehandelten Vereinbarungen betreffen die Verwaltung für das operative Geschäft, wo etwa 450 Jobs wegfallen. Die übrigen Stellen werden unter anderem in der Personal- und der Kommunikationsabteilung, im Kapitalmarktgeschäft und in der volkswirtschaftlichen Abteilung DB Research gestrichen.

Personalchef Karl von Rohr versicherte, die Bank werde den Stellenabbau "so sozialverträglich und verantwortungsvoll wie nur möglich gestalten". Ziel sei es, Mitarbeiter möglichst auf freie Arbeitsplätze innerhalb des Konzerns zu vermitteln. Betroffene Mitarbeiter, die ausserhalb des Unternehmens nach einem neuen Job suchen, will die Bank dabei unterstützen./ben/DP/stb

(AWP)

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05.10.2016 11:19
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@Tengri

Ich finde die Story etwas gar dick aufgetragen. Wolff und die sieben Geisslein?

Fact ist, entschieden scheint noch nichts, kurz und bündig:

http://www.stock-world.de/nachrichten/stwexklusiv/Deutsche-Bank-bleibt-Top-Thema-n7458839.html

03.10.2016 12:30
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Was steckt hinter dem Drama um die Deutsche Bank?

 

http://www.goldseiten.de/artikel/303268--Was-steckt-hinter-dem-Drama-um-...

03.10.2016 11:10
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Deutsche Bank – Game over! Ein Institut vor dem Untergang

 

http://finanzmarktwelt.de/deutsche-bank-game-over-ein-institut-vor-dem-u...

03.10.2016 08:29
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Deutsche Bank und US-Behörden kommen bei Verhandlungen voran

Die Deutsche Bank und die US-Behörden kommen einer Zeitung zufolge bei ihren Verhandlungen im Hypothekenstreit voran.

Allerdings sei noch kein Vorschlag ausgereift genug, um den hochrangigen Entscheidungsträgern auf beiden Seiten vorgelegt werden zu können, berichtete das "Wall Street Journal" in der Nacht zum Montag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Einzelheiten seien ebenfalls noch nicht festgezurrt, hieß es.

So hätten die Anwälte des US-Justizministeriums ins Gespräch gebracht, zunächst eine Einigung mit anderen europäischen Banken in ähnlichen Fällen zu erzielen. Dann könnten die Übereinkünfte alle auf einmal bekanntgegeben werden. Eine Stellungnahme der Deutschen Bank und des Ministeriums lag der Zeitung zufolge in der Nacht zunächst nicht vor.

Der Deutschen Bank droht in den USA eine Strafe von 14 Milliarden Dollar. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hatte am Wochenende berichtet, die Konzernspitze werde in den kommenden Tagen zu den Verhandlungen in die USA reisen. Die Nachrichtenagentur AFP hatte am Freitag gemeldet, das Institut stehe kurz davor, sich mit dem Justizministerium in Washington auf ein Bußgeld von 5,4 Milliarden Dollar zu verständigen.

(Reuters)

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02.10.2016 20:50
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According To JPMorgan, This Is The Biggest Risk Facing Deutsche Bank At This Point

 

http://www.talkmarkets.com/content/global-markets/according-to-jpmorgan-...

 

Morgen ist an der Deutschen Börse bekanntlich Feiertag. Doch werden die Deutsche Bank Aktien (DB) an der NYSE als ADR gehandelt. Das dürfte äusserst spannend werden.

30.09.2016 20:15
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Gerüchte, dass die ärgerliche 14 Milliarden Strafe womöglich auf eine "Peanut" Zahlung von 5.4 Milliarden USD reduziert werden könnte, geben der Aktie anscheinend und angeblich deutlich Auftrieb und Hoffnung.

Meine Meinung - das ist ein Short Squeeze erster Güte. Die zweite (und allenfalls dritte) Welle des Abverkaufs wird folgen. Noch wird das Derivatemonster "Deutsche Bank" völlig unterschätzt - und ebenso die Abzüge von Liquidität durch US Hedgefonds und andere Grossinvestoren.

Ob man - mit "man" meine ich den deutschen Staat oder die EU - die DB retten möchte oder nicht, bleibt für heute offen. Ob "man" überhaupt noch kann, wenn derivative Geschäfte in Billionen (nein nein, nicht Milliarden) Höhe aufgekündigt werden, ist eine andere Frage.

30.09.2016 17:39
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Joe Ackermann hat sich noch rechtzeitig abgeseilt, der hat die DB mit der damaligen Strategie da reingeritten..

Gruss Hans

30.09.2016 12:47
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Ein lesenswerter Artikel (in englisch) hier:

http://www.marketslant.com/articles/deutsche-bank-crisis

30.09.2016 10:42
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Prof. Burghof: "Wir haben eine Bankenkrise in Deutschland"

https://www.youtube.com/watch?v=J0XuVQ3vzi0

„Die Deutsche Bank mit Staatshilfe zu retten, wäre dämlich“

 

30.09.2016 08:30
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Deutsche Bank betont stabile Finanzen

Die Deutsche Bank hat nach einem Medienbericht über den Rückzug von Clearing-Kunden auf eine solide Finanzsituation verwiesen.

"Unsere Kunden gehören zu den anspruchsvollsten Investoren der Welt", erklärte ein Sprecher des Instituts am Donnerstagabend. "Wir sind zuversichtlich, dass die meisten von ihnen Kenntnis haben von unserer stabilen Finanzposition, dem derzeitigen makroökonomischen Umfeld, dem Rechtsstreit in den USA und den Fortschritten, die wir mit unserer Strategie machen."

Ähnlich äußerte sich der Chef der Vermögensverwaltung, Fabrizio Campelli. "Wir haben derzeit keine auffälligen Abflüsse von Kundengeldern", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). "Natürlich fragen einige unserer Kunden, was gerade mit der Deutschen Bank los ist. Wir erklären ihnen dann, dass wir besser dastehen als es von außen wahrgenommen wird." Die Kunden würden die Lage verstehen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass sich einige Fonds, die ihre Derivate-Geschäfte über die Deutsche Bank abwickeln, langsam zurückziehen. Sie hätten einige ihrer gelisteten Derivate in dieser Woche anderen Firmen übertragen, hieß es unter Berufung auf interne Bank-Dokumente, in die Bloomberg Einsicht nahm. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte Bloomberg, es handele sich um rund zehn Hedgefonds, die ihr Engagement zurückfahren. Die meisten der mehr als 200 Hegdefonds-Kunden der Bank hätten hingegen keine Änderungen vorgenommen.

Ein Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Eine Handvoll Kunden, die meisten davon Hedgefonds, stellen Fragen." In den USA gehandelte Titel der Deutschen Bank brachen um mehr als sieben Prozent ein. Mehr als 41 Millionen Aktien wechselten den Besitzer - so viele wie noch nie zuvor.

Die Deutsche Bank steckt in der Krise: Zuletzt war der Aktienkurs wegen des Streits mit den US-Behörden über faule Hypothekenpapiere eingebrochen, der die Bank im schlimmsten Fall 14 Milliarden Dollar kosten könnte. Eine solche Strafe würde die Rückstellungen des Instituts deutlich übersteigen - und viele andere Rechtsstreitigkeiten schwelen noch.

(Reuters)

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29.09.2016 16:19
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Man sollte es meinen, man hätte kommuniziert, ev. aber halt nicht. Ich selber habe das so nicht gesehen, allerdings, abbauen werden die bestimmt auch, wieviel, who knows.

Ein Zock hätte mich hier gereizt, allerdings

was ich aber sehe heute und drum für mich gilt Finger weg:

http://de.reuters.com/article/deutschland-ezb-deutsche-bank-idDEKCN11Z1J6 und

http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/Deutsche-Bank-Aktie-Sorge-um-Geldhaus-waechst-Kreditausfall-Versicherungen-auf-Rekordniveau-1001426969

 

 

 

29.09.2016 15:22
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@Selector

Das hätten sie Gestern doch kommuniziert, nicht?

Ist das Ding eigentlich ein Kauf wert? Jedenfalls eine hochriskante Wette; die Up's und Down's sind ja ausgeprägter als bei einem Yo-Yo Wink

29.09.2016 14:32
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Stimmt es, dass die Deutsche Bank 12'000 Stellen abbaut?

 

Offenbar sind es bei der Commerz gerade mal 9600 wie hier zu lesen:

http://www.plusvisionen.de/29_09_2016/deutsche-bank-commerzbank-aktie-fuck-up/

 

28.09.2016 08:17
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Deutsche Bank will weder Staatshilfe noch Kapitalerhöhung

Die Deutsche Bank braucht laut Konzernchef John Cryan keine Rückendeckung durch die Politik.

In einem Interview der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) sagte Cryan auf die Frage, ob die Bank Staatshilfen benötige: "Das ist für uns kein Thema. Ich habe die Bundeskanzlerin zu keinem Zeitpunkt um Hilfe gebeten. Ich habe auch nichts dergleichen angedeutet." Weil das US-Justizministerium von Deutschlands grösstem Geldhaus 14 Milliarden Dollar als Wiedergutmachung für Tricksereien auf dem amerikanischen Immobilienmarkt fordert, steht das Institut seit Tagen an der Börse unter Druck.

Cryan sagte, die Frage einer Kapitalerhöhung stelle sich derzeit nicht. Die Bank erfülle alle aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen. Sie habe "weitaus weniger Risiken in den Büchern als früher" und sei "komfortabel mit freier Liquidität ausgestattet".

Den Umbau des Instituts sieht der Top-Manager auf einem guten Weg. "Wir haben in den vergangenen Monaten viele Fortschritte dabei erzielt, eine einfachere und bessere Bank zu schaffen." Beim geplanten Abbau von insgesamt 9000 Stellen sei die Bank im Plan. "Die Verhandlungen mit den Betriebsräten sind weitgehend abgeschlossen." Am Verkauf der Postbank soll festgehalten werden: "Alles ist vorbereitet, wir könnten die Postbank morgen in neue Hände geben - aber dann muss der Preis stimmen. Wir haben Zeit", so Cryan.

Das britische Votum für einen EU-Austritt wird auch bei der Deutschen Bank Veränderungen mit sich bringen. "Wir werden ganz flexibel auf die Wünsche unserer Kunden reagieren. Wenn die zum Beispiel verstärkt Geschäfte auf dem europäischen Festland abwickeln wollen, werden wir entsprechend Kapazitäten verlagern - vor allem nach Frankfurt." Um welches Geschäftsvolumen und um wie viele Stellen es sich konkret handelt, sagte Cryan nicht: "Das steht noch nicht fest."

(Reuters)

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26.09.2016 18:06
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Deutsche Bank ist laut CEO John Cryan nicht im Verteidigungsmodus
02.03.2016 12:25

Tja, ob Herr Cryan seine Aussage heute noch wiederholen würde?

Falls es Frau Merkel wirklich ernst sein sollte (was zu Recht bezweifelt werden darf), dann könnte sich hier ja ein Kollaps à la Lehman Brothers anbahnen. Dann wär's wieder mal vorbei mit der Gemütlichkeit an den Börsen. 

Unabhängige Informationen zum Investieren in Aktien findet Ihr auf 
www.clever-investiert.info

26.09.2016 12:58
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Was die "Wende-Merkel" nicht schon alles gesagt hat! Einfach das Gegenteil verstehen, dann stimmt es schon, wie z.B.:

- kein Atomausstieg (vor Fukushima), dann Standpunkt gewendet

- kein Mindestlohn, na ja, Haltung angepasst

- "wir schaffen das!", Wandlung im Gang

Und jetzt das? Nein, Frau Merkel, das ist nicht glaubhaft, zumal die DB für D und auch Europa systemrelevant ist., wie einst die UBS. Leere Wahlversprechen für den blöden kleinen Mann (Frau darf sich auch angesprochen fühlen!).

Ob das jetzt schon Kaufkurse sind? Muss jeder selbst wissen, aber dass Frau Merkel noch lange systemrelevant ist, ist mehr als fraglich!

26.09.2016 08:11
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Angela Merkel schliesst Hilfe für Deutsche Bank aus

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat jegliche Staatshilfen für die Deutsche Bank AG in dem Jahr vor den Bundestagswahlen im September 2017 ausgeschlossen.

Die berichtet das Nachrichtenmagazin Focus am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Die deutsche Regierungschefin lehne auch ab, sich in den Rechtsstreit des Frankfurter Finanzhauses mit dem US-Justizministerium einzuschalten, so das Magazin. Das US-Justizministerium fordert von der Deutschen Bank eine Zahlung von bis zu 14 Mrd. Dollar, um einen Streit um Geschäfte mit hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS) beizulegen. Ein Regierungssprecher lehnte am Samstag eine Stellungnahme zu dem Bericht ab und auch eine Sprecherin der Deutschen Bank wollte sich nicht dazu äussern.

Die Finanzausstattung der grössten Bank in Deutschland, die in diesem Jahr fast die Hälfte ihres Marktwerts verloren hat, stimmt deutsche Politiker besorgt. Finanzpolitiker der Sozialdemokraten beschäftigten sich in einer internen Sitzung vergangene Woche mit der Finanzlage der Deutschen Bank, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Das Thema sei im Rahmen einer Debatte der Basel-Regeln aufgekommen, hiess es.

Die Bundesregierung gehe davon aus, dass in dem US-Verfahren ein "faires Ergebnis" erzielt werden könne, erklärte das Finanzministerium am 16. September.

Die Deutsche Bank beabsichtigt nach eigenen Angaben nicht, den von den US-Behörden geforderten Höchstbetrag zu zahlen, doch Anleger sorgen sich um die Kapitalausstattung. Vorstandschef John Cryan, 55, versucht die Profitabilität der Deutschen Bank zu steigern, indem er risikoreichere Vermögenswerte verkauft und Stellen abbaut. Doch nicht abgeschlossene Rechtsstreitigkeiten und Forderungen schüren die Besorgnis, dass die Bank zu einer Kapitalerhöhung gezwungen sein könnte.

Focus berief sich auf Diskussionen zwischen Merkel und Cryan in diesem Sommer.

(Bloomberg)

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23.09.2016 08:29
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Deutsche Bank fällt aus Top 5 der globalen Investmentbanken heraus
23.09.2016 07:15

London (awp/sda/reu) - Die Deutsche Bank zählt neuesten Erhebungen zufolge nicht mehr zu den Top 5 der weltgrössten Investmentbanken. Die Schweizer Geldhäuser Credit Suisse und UBS landen auf den Plätzen 8 und 9.

Den Daten des Branchendienstes Coalition vom Freitag zufolge rutschte die deutsche Bank im internationalen Ranking zum Ende des ersten Halbjahres 2016 auf Platz 6 ab, nach Platz 3 vor Jahresfrist. Damit kommen nun alle Banken auf den Plätzen 1 bis 5 aus den USA.

Branchenführer gemessen an den Einnahmen ist weiterhin JPMorgan, gefolgt von Goldman Sachs, Citigroup, Bank of America und Morgan Stanley. Hinter der Deutschen Bank folgen Barclays, Credit Suisse, UBS, HSBC, BNP Paribas und Societe Generale.

Die Deutsche Bank hat nach eigenen Angaben wegen ihres Umbaus zuletzt bewusst auf Geschäft verzichtet.

(AWP)

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02.08.2016 08:18
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Nächster Dämpfer für CS und Deutsche Bank

Die kräftigen Kursverluste der Deutschen Bank und ihres schweizerischen Konkurrenten Credit Suisse haben Konsequenzen: Die Aktien der beiden Grossbanken fliegen aus dem wichtigen Index Stoxx Europe 50.

Die Aktien von Deutsche Bank und CS werden zum 8. August aus dem Auswahlindex Stoxx Europe 50 entfernt, wie der Indexanbieter Stoxx am Montagabend mitteilte. Dafür werden die Titel des französischen Baukonzerns Vinci und des niederländischen Zulieferers für die Halbleiterindustrie ASML aufgenommen. Experten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.

Hintergrund des ausserplanmässigen Austausches ist die sogenannte "Fast-Exit-Regel". Diese besagt, dass Index-Titel aus dem insgesamt 50 Unternehmen umfassenden Stoxx-Index entnommen werden, wenn sie zwei Monate in Folge auf der monatlichen Selektionsliste auf Platz 75 oder schlechter landen. Beide Bank-Titel hatten zuletzt nach der Vorlage ihrer Quartalszahlen, aber auch infolge des Brexit-Votums heftige Kursverluste hinnehmen müssen.

Wichtig sind Index-Veränderungen insbesondere für Fonds, die die Indizes nachbilden, da sie ihre Portfolios entsprechend anpassen müssen.

(AWP)

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27.07.2016 08:24
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Deutsche Bank nur noch mit Mini-Gewinn

Die Talfahrt der Deutschen Bank geht weiter. Im zweiten Quartal brach der Überschuss auf nur noch 20 Millionen Euro ein, wie das Institut am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Vor einem Jahr verdiente es noch 818 Millionen Euro. Darin schlugen sich auch Kosten für den laufenden Umbau nieder. Zudem führte die Bank die grossen Unsicherheiten an den Kapitalmärkten unter anderem wegen des Brexit-Votums als Belastungsfaktor an, auch die niedrigen Zinsen schlagen immer stärker auf die Ergebnisse durch. Die Risikovorsorge musste der Konzern erhöhen.

Die Erträge - die gesamten Einnahmen der Bank - sackten um 20 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro ab. Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Vorstandschef John Cryan kündigte an, eine Verschärfung des laufenden Sparprogramms zu prüfen: "Sollte das derzeit schwache wirtschaftliche Umfeld anhalten, müssen wir bei Geschwindigkeit und Intensität unseres Umbaus noch ehrgeiziger werden."

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21.07.2016 13:12
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Deutsche Bank prüft weiteren Umbau
21.07.2016 13:06

FRANKFURT (awp international) - Angesichts anhaltender Probleme prüft die Deutsche Bank einen weiteren Konzernumbau. Ziel sei es, dass Institut in sich und seiner Struktur zu vereinfachen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Das Projekt mit dem Namen "Jade" laufe schon länger. Es gehe dabei nicht darum, die Bank aufzuspalten. Zuvor hatte das "Manager Magazin" unter Berufung auf ein Geheimprojekt "Jade" berichtet, dass die Bank eine Trennung in einen Teil für das Kapitalmarktgeschäft und einen für das Privat- und Firmenkundengeschäft durchspiele.

Die Bank hatte im vergangenen Jahr noch unter dem alten Management unter Anshu Jain eine solche Aufteilung erwogen. Schliesslich entschied sich das Institut aber lediglich zu harten Einsparungen und der Trennung von der Postbank. Der Verkauf der Tochter gestaltet sich angesichts des Kurseinbruchs für Bankaktien an der Börse aber als schwierig. Die Deutsche Bank müsste derzeit auch bei einem Börsengang hohe Abschläge auf die Postbank hinnehmen und damit neue Abschreibungen vornehmen.

Laut "Manager Magazin" prüft die Deutsche Bank intern nun sogar, die Postbank wieder zu integrieren. Dabei ist die operative Trennung des Tochter vom Gesamtkonzern überhaupt erst vor wenigen Wochen abgeschlossen worden. Seit Anfang des Monats arbeitet die Postbank komplett eigenständig. Dieser Schritt hat bereits viel Geld gekostet.

Die Aktie der Deutschen Bank lag am Mittag mit einem Plus von etwas mehr als zwei Prozent an der Dax-Spitze. Der Bericht des "Manager Magazins" hatte dabei nur geringe Auswirkungen auf den Kursverlauf, der schon zuvor stark war./enl/zb/das

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18.07.2016 08:34
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Deutsche Bank dünnt Filialnetz aus

Bei der Schliessung von Filialen der Deutschen Bank ist das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen am meisten betroffen.

Im Laufe des Jahres 2017 sollen in Nordrhein-Westfalen 51 Filialen wegfallen. In Berlin sind es 43 Filialen - darunter 26 der Konzerntochter Berliner Bank. Die Deutsche Bank veröffentlichte am Sonntag im Internet die Liste der betroffenen Standorte, die geschlossen werden - insgesamt sind es 188. Die Aussenstellen sollen mit der nächstgelegenen Filiale zusammengelegt werden. Die Deutsche Bank will damit auch Kosten senken.

Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" über die Liste berichtet. Demnach macht das grösste deutsche Geldhaus zum Beispiel in Niedersachsen 16 Filialen dicht, in Baden-Württemberg 12 und in Bayern 11. In Hamburg sind 9 Aussenstellen betroffen und in Hessen 11, darunter fünf am Sitz der Deutschen Bank in Frankfurt.

Das Institut hatte bereits im Juni auch im Zuge ihres Sparkurses angekündigt, dass gut ein Viertel der Filialen in Deutschland geschlossen werden sollen - die Zahl der Standorte wird von 723 auf 535 verringert. Mit dem neuen Filialnetz reagiert die Deutsche Bank nach eigenen Angaben ausserdem darauf, dass immer mehr Kunden Online-Banking nutzen.

Immer weniger Bankfilialen gefragt

Immer weniger Menschen nutzten das Angebot, in eine Filiale zu kommen, sagte der Privatkundenvorstand der Deutschen Bank, Christian Sewing, am Sonntag auf dpa-Anfrage. Von den 188 Filialen, die geschlossen werden, sollten rund 30 an ländlichen Standorten in "Finanzagenturen" umgewandelt werden. Diese sollen demnach einen Grossteil des heutigen Beratungsangebots weiter fortführen und über SB-Zonen mit Geldautomaten verfügen. "Damit bleiben wir also auch auf dem Land für unsere Kunden gut zu erreichen."

Sewing bekräftigte, die Deutsche Bank wolle bis 2020 rund 750 Millionen Euro in den Ausbau ihres digitalen Angebots investieren. Ausserdem solle es künftig zusätzlich sieben Beratungscenter in Deutschland geben, in denen 360 ausgebildete Bankkaufleute per Video, Chat oder Telefon die Kunden beraten, auch ausserhalb der klassischen Banköffnungszeiten.

Um trotz des anhaltenden Zinstiefs Erträge zu steigern, will die Deutsche Bank ausserdem verstärkt auf vermögende Kunden setzen, wie sie bereits mitgeteilt hatte. In jeder Filiale soll es künftig Beratung zur Vermögensverwaltung geben. Dafür wird die Zahl der Experten in diesem Bereich aufgestockt.

Im Zuge ihres Sparkurses hatte die Deutsche Bank ebenfalls bereits im Juni mitgeteilt, dass knapp 3000 Vollzeitstellen wegfallen. Davon sollen etwa 2500 auf das Privat- und Firmenkundengeschäft entfallen. Betroffen sind unter anderem zudem die Vermögensverwaltung und das Risikomanagement.

Über den Stellenabbau hinaus zieht sich die Deutsche Bank aus zehn Auslandsmärkten zurück und dampft auch das Investmentbanking ein. 2015 hatte die Deutsche Bank auch wegen der Anlaufkosten für den Konzernumbau einen Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro ausgewiesen./hoe/DP/he

(AWP)

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