Deutsche Bank

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28.04.2009 18:57
#1
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Deutsche Bank

Hier ein interessanter Bericht aus: "Zeitwende".

( hier der Link: http://blog.zeitenwende.ch/hansruedi-ramsauer/pimp-up-my-profit/ )

Pimp up my profit

DIENSTAG, 28. APRIL 2009

Die Deutsche Bank reiht sich in die Liste der Banken ein, welche ihre Zahlen mit ein paar Zaubertricks aufgehübscht haben. Schön sehen sie tatsächlich aus, zu schön, um wahr zu sein. Aber wer interessiert das schon, solange die Schlagzeilen stimmen.

Die Deutsche Bank hat nach dem Rekordverlust von 3,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr für das erste Quartal einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro gemeldet. Völlig vergessen ging dabei folgendes (Quelle: Focus)

Was den Investoren richtig aufstößt, ist ein Detail, das die Deutsche Bank in ihrer Pressekonferenz nicht erwähnte. Es ist auf Seite zehn des Quartalsberichts versteckt. Dem ist zu entnehmen, dass das Institut seit Juli 2008 Handelsaktiva im aktuellen Wert von 31,4 Milliarden Euro ins Anlagevermögen umklassifizierte, um keine Abschreibungen mehr vornehmen zu müssen. Hätte sie dies nicht getan, wäre der Quartalsgewinn um 1,165 Milliarden Euro niedriger ausgefallen. Die Eigenkapitalrendite hätte sich glatt halbiert. Das sagte Ackermann heute nicht.

Warum auch, solange die Medien aus einer Presseerklärung einen redaktioniellen Beitrag basteln mit Schlagzeilen wie: Ackermann erzielt Traumrendite trotz Krise, Ackermann zeigt's allen oder Die größte Wiederauferstehung seit Lazarus

Doch Achtung: Der Autor der letzten Schlagzeile heisst Paul C. Martin und ist, wie einige Zeitenwende-Leser vermutlich wissen, kein Greenhorn in Sachen Bankbilanzen. Im Text steht deshalb auch:

Allerdings: Was die Zahlen taugen, weiß niemand. (...) Denn niemand vermag zu sagen, was die Bank offen ausweist und was an faulen Papieren oder Krediten noch in ihren Tresoren schlummert.

So isses und die Börsianer ducken sich schon mal: Die Aktien der DB sind aktuell 7 Prozent im Minus.

Zudem fährt die Bank noch höhere Risiken als in der Vergangenheit. Nochmals Focus

Im ersten Quartal 2007 erreichte die Deutsche Bank einen Quartalsgewinn von 2,1 Milliarden Euro und eine Eigenkapitalrendite von 36,9 Prozent. Damals bewegte der Konzern mit 37 Milliarden Euro Eigenkapital 1,7 Billionen Euro Bilanzsumme. Zwei Jahre später ist das Eigenkapital auf 33,6 Milliarden Euro gesunken, die Bilanzsumme aber auf 2,1 Billionen Euro gestiegen. Die Risiken nahmen also zu.

Da waren selbst Subprime-Häuser noch solide finanziert. Doch das ist offenbar einigen egal. Ein Leserkommentar zum Focus-Artikel:

Ich bin regelmäßig empört, wenn ich lesen muss, wie schlecht und mies doch alle Banker sind und allen voran Herr Dr. Ackermann! Immerhin ist die Deutsche Bank die einzige Bank der Bundesrepublik die es in der Krise geschafft hat noch schwarze Zahlen zu schreiben. Und diese „Tricks“ können alle anderen Banken auch machen! Ich bin stolz auf meinen Chef und auf mein Unternehmen!

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Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

06.02.2017 08:19
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Deutsche Bank entschuldigt sich in Zeitungsanzeigen für Fehler
05.02.2017 14:39

FRANKFURT (awp international) - Mit einer seitenfüllenden Anzeige in mehreren Zeitungen hat sich die Deutsche Bank für Fehler aus der Vergangenheit entschuldigt. "Seit ich vor anderthalb Jahren Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank wurde, mussten wir insgesamt rund fünf Milliarden Euro für Rechtsfälle aufwenden, deren Ursachen zum grossen Teil viele Jahre zurückliegen", schrieb Bankchef John Cryan am Wochenende darin.

Diese Altlasten hätten die Bank nicht nur viel Geld, sondern auch Reputation und Vertrauen gekostet. "Wir möchten uns dafür entschuldigen. Es wurden schwerwiegende Fehler gemacht", heisst es in der Erklärung, die Cryan auch zur Bilanzvorlage am Donnerstag gegeben hatte. Noch gebe es weitere Verfahren, die ihre Ergebnisse belasten werden, aber das Geldhaus habe "wesentliche Rechtsfälle abgeschlossen".

Der radikale Konzernumbau und der Abbau teurer Altlasten hatte bei der Deutschen Bank im zweiten Jahr in Folge für rote Zahlen gesorgt: Unterm Strich verlor die Bank 2016 annähernd 1,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte sie ein Rekordminus von 6,8 Milliarden Euro gemeldet.

Deutschlands grösstes Geldhaus einigte sich zuletzt mit den US-Behörden wegen umstrittener Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise und zahlte weitere Strafen in den USA und Grossbritannien wegen einer Geldwäsche-Affäre, in die Kunden des Instituts verwickelt waren. Die Annonce wurde nun in mehreren Tageszeitungen geschaltet. Zu den Kosten äusserte sich ein Banksprecher nicht. Für ganzseitige Anzeigen können laut Preislisten mehrere Zehntausend Euro anfallen./kil/DP/edh

(AWP)

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02.02.2017 08:13
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Deutsche Bank schreibt erneut Milliardenverlust
02.02.2017 07:35

Frankfurt (awp/sda/reu) - Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr wegen ihrer zahlreichen Altlasten abermals rote Zahlen geschrieben. Der Verlust summierte sich auf 1,4 Milliarden Euro.

Das teilte Deutschlands grösstes Geldhaus am Donnerstag mit. Das Minus war damit grösser als erwartet. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Verlust von 668 Millionen Euro gerechnet.

2015 hatte allerdings wegen des laufenden Konzernumbaus noch ein Rekordverlust von fast sieben Milliarden Euro zu Buche gestanden. Hauptgrund für den neuerlichen Fehlbetrag ist der milliardenschwere Hypothekenvergleich in den USA. Vor Steuern belief sich das Minus auf 0,8 Milliarden Euro.

(AWP)

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31.01.2017 08:19
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Deutsche Bank zahlt Millionenstrafe in russischer Geldwäsche-Affäre
31.01.2017 06:33

NEW YORK (awp international) - Die Deutsche Bank hat sich mit der New Yorker Finanzaufsicht auf einen millionenschweren Vergleich im russischen Geldwäsche-Skandal geeinigt. Das Institut zahle ein Bussgeld in Höhe von 425 Millionen Dollar (397 Mio Euro), teilte das New York State Department of Financial Services (DFS) am Montagabend (Ortszeit) mit.

Kunden der Deutschen Bank sollen der Behörde zufolge über die Finanzplätze Moskau, New York und London rund zehn Milliarden Dollar an Rubel-Schwarzgeld aus Russland gewaschen haben. Das Institut habe wegen Aufsichtsversagen über Jahre zahlreiche Gelegenheiten ungenutzt gelassen, das Komplott zu bemerken und zu unterbinden, so das DFS.

Die New Yorker Behörde hatte bei ihrer Untersuchung nach eigenen Angaben eng mit der britischen Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) zusammengearbeitet. Eine DFS-Sprecherin sagte auf Nachfrage, der Vergleich betreffe nur die Auseinandersetzung mit ihrer Behörde.

Laut einer Sprecherin in New York kooperiert die Deutsche Bank mit anderen Regulierern und Aufsichtsbehörden, deren Untersuchungen in dem Fall noch andauerten. US-Medien zufolge ermittelt auch das US-Justizministerium wegen möglicher strafrechtlicher Vergehen. Das Ministerium war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Teil der Einigung ist auch, dass die Bank ihre Geschäftsabläufe in New York durch einen unabhängigen Prüfer untersuchen lässt. Der Sprecherin der Deutschen Bank zufolge ist das Bussgeld durch bestehende Rückstellungen abgedeckt. Erst Mitte Januar hatte die Bank einen insgesamt 7,2 Milliarden Dollar teuren Vergleich mit der US-Justiz wegen dubioser Hypothekengeschäfte geschlossen./hbr/DP/stk

(AWP)

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25.01.2017 08:27
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Deutsche Bank wird US-Milliardenklage von Grossinvestoren nicht los
24.01.2017 18:30

NEW YORK (awp international) - Die Deutsche Bank muss sich in den USA weiter mit einer milliardenschweren Klage von Grossinvestoren um die Finanzriesen Blackrock und Pimco auseinandersetzen. Dabei geht es um angebliche Regelverstösse als Treuhänder von Hypothekenpapieren. Der zuständige Richter entschied am Montag gegen einen Antrag der Bank, die Sammelklage abzuweisen, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht.

Die Kläger werfen der Bank vor, bei der Verwahrung von mit Immobilienkrediten besicherten Wertpapieren treuhänderische Pflichten verletzt zu haben. Sie fordern 2,6 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro) an Wiedergutmachung. Das Verfahren läuft bereits seit 2014. Nun gab der Richter ohne nähere Begründung den Einwänden der Bank zwar teilweise statt - liess die Klage jedoch in wesentlichen Punkten zu. Eine Sprecherin der Deutschen Bank in New York wollte die Entscheidung des Gerichts auf Nachfrage nicht kommentieren.

Das Geldhaus hatte erst jüngst einen Vergleich über insgesamt 7,2 Milliarden Dollar mit dem US-Justizministerium wegen fauler Hypotheken-Deals, die zur letzten grossen Finanzkrise beigetragen haben sollen, geschlossen. Diese Fälle sind aber nicht direkt vergleichbar. Bei der Anlegerklage geht es um die Rolle der Deutschen Bank als Treuhänder und nicht als Händler fauler Wertpapiere.

Sowohl der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock als auch die Allianz-Fondstochter Pimco sind Grossaktionäre der Deutschen Bank. Zu den Klägern zählen zudem weitere institutionelle Investoren wie der Versicherer Prudential oder die deutsche DZ Bank. Bei einer Anhörung am 2. Februar soll der Fall beim Gericht weiter verhandelt werden./hbr/DP/tos

(AWP)

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18.01.2017 08:20
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Deutsche Bank erwartet Milliarden-Belastung im vierten Quartal
18.01.2017 08:02

Frankfurt (awp/sda/reu) - Der US-Hypothekenvergleich wird sich für die Deutsche Bank im vierten Quartal deutlich bemerkbar machen. Für das Vorsteuerergebnis der letzten drei Monate 2016 sei wegen der Geldbusse mit einem negativen Effekt von knapp 1,2 Milliarden Dollar zu rechnen, schrieb Vorstandschef John Cryan in einem Brief an die Mitarbeiter.

Am Dienstagabend hatten die Frankfurter eine ihrer grössten Altlasten zu den Akten legen: Der mit Spannung erwartete Vergleich mit den US-Behörden über unsaubere Geschäfte auf dem amerikanischen Immobilienmarkt ist unter Dach und Fach.

Das US-Justizministerium bestätigte die Einigung, die Deutschlands grösstes Geldhaus insgesamt 7,2 Milliarden Dollar kostet. Nach offiziellen Angaben ist es die höchste Strafe, die in der Sache je gegen eine einzelne Bank verhängt worden ist - und viele grosse Investmentbanken mussten bereits zahlen.

(AWP)

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05.01.2017 08:10
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Deutsche Bank legt US-Steuerstreit mit Millionenzahlung bei

Die Deutsche Bank legt einen Steuerstreit in den USA mit der Zahlung von 95 Millionen Dollar bei. Das geht aus Gerichtsunterlagen vom Mittwoch hervor.

Die US-Behörden hatten der Deutschen Bank vorgeworfen, im Jahr 2000 über ein Geflecht aus Luftbuchungen und Scheinfirmen im großen Stil Steuern hinterzogen zu haben.

Die US-Regierung hatte die Deutsche Bank ursprünglich auf Zahlung von mehr als 190 Millionen Dollar verklagt.

(Reuters)

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04.01.2017 14:17
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auch hier endlich Erhollung

http://www.ariva.de/news/lampe-belaesst-deutsche-bank-auf-kaufen-ziel-21-euro-5996215

 

Lampe belässt Deutsche Bank auf 'Kaufen' - Ziel 21 Euro - 04.01.17 - News - ARIVA.DE Deutsche Bank (moderiert 2.0) 22348074Nachricht: Lampe belässt Deutsche Bank auf 'Kaufen' - Ziel 21 Euro - 04.01.17 -

28.12.2016 08:14
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Deutsche Bank braucht ab 2017 weniger Kapital

Die Deutsche Bank braucht wie die meisten Geldhäuser in Europa von 2017 an keine so dicke Kapitaldecke mehr.

Die Europäische Zentralbank (EZB) als Bankenaufseher habe die geforderte harte Kernkapitalquote für die Bank auf mindestens 9,51 Prozent - einschließlich Übergangsregelungen - festgelegt, teilte das Institut am Dienstag mit. Unterhalb dieser Schwelle müsste die Bank Dividenden, andere Ausschüttungen und Boni kürzen oder streichen. Im laufenden Jahr musste die Deutsche Bank mindestens 10,76 Prozent hartes Kernkapital vorhalten. Ende September war das Institut auf 12,58 Prozent gekommen.

Die EZB hat die verpflichtenden Kernkapitalquoten für die meisten der von ihr beaufsichtigten Banken gesenkt. Darüber hinaus macht sie ihnen Vorgaben, für die aber nicht so scharfe Sanktionen gelten. Die Institute sollen damit in schwierigen Zeiten mehr Spielraum erhalten.

(Reuters)

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27.12.2016 09:20
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Guten Morgen

Mich würde eure Meinung zur DB-Aktie in den nächsten 3-6 Monaten interessieren.

Ich persönlich habe das Gefühl, dass es nach dem fulminanten Comeback ab Oktober nun zu einer grösseren Korrektur kommen könnte. Spiele mit dem Gedanken auf diese Korrektur zu spekulieren mittels short-Faktorzertifikat.

Gründe / Ideen:

- Massiver Anstieg seit dem Low, eine Korrektur scheint überfällig

- Die Strafe in den USA wird die Bücher auf die nächsten paar Jahre belasten

- Die Rückstellungen für Rechtsfälle wurden durch den US-Vergleich bereits stark beansprucht. Es könnten weiterere     Rückstellungen notwendig sein.

- Generell ist das Umfeld für den Bankensektor im Moment schwierig.

- Italienische Bankenkrise wird ebenfalls auf die Stimmung im Sektor drücken

- ramponiertes Image der DB könnte zu Schwierigkeiten beim Neugeldzufluss führen 

 

Wie sehen das andere Cash-Forum-Leser?

 

Frohe Festtage!!!

Gorlim81

27.12.2016 08:15
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Deutsche Bank: Aufstieg und Fall auf dem US-Markt

Für die Deutsche Bank ist der US-Markt einer der wichtigsten überhaupt. Doch die letzten Jahre haben die Situation markant verändert.

Das Geschäft dort wurde über Jahrzehnte nach und nach aufgebaut - mit dem Anspruch verknüpft, im Reigen der internationalen Finanzkonzerne ganz vorne mitzuspielen. Dazu wurde vor allem das Investmentbanking gestärkt, das in den Boom-Zeiten vor der Finanzkrise verlässlich Milliardengewinne einbrachte. Das ging aber auch mit einigen Risiken einher, für die die Bank nun teuer bezahlen muss.

Ein Überblick:

Geschichte

- 1979 beginnt mit der Eröffnung einer Niederlassung in New York und 76 Mitarbeitern die Präsenz der Deutschen Bank in den USA unter eigenem Namen. Im Fokus steht sehr bald das Kapitalmarktgeschäft, das viel Geld verspricht. Die Deutsche Bank entscheidet sich dafür, im US-Markt über einen grossen Zukauf zu wachsen: 1999 schluckt das Institut die New Yorker Investmentbank Bankers Trust für zehn Milliarden Dollar. Das soll den Abstand auf die grossen US-Rivalen verkürzen.

Fokus Kapitalmarkt

- Die Rechnung geht zunächst auf. Die Deutsche Bank, die seit Anfang 2003 im noblen Wolkenkratzer 60 Wall Street ganz nahe an der New Yorker Börse in Lower Manhattan residiert, ist aus den Wall-Street-Grössen bald nicht mehr wegzudenken. Das Investmentbanking, insbesondere der Handel mit komplexen Wertpapieren und Finanzinstrumenten, gewinnt an Dominanz im Konzern. Dabei hilft, dass diese Geschäfte vor der Finanzkrise weitgehend unreguliert sind. Die Investmentbanker - auch in London sitzt eine grosse Truppe - werden im Konzern immer mächtiger.

- Eine besondere Rolle spielt der amerikanische Immobilienmarkt. Hier mischten die Frankfurter ordentlich mit, und zwar an verschiedenen Fronten: Einerseits kauften sie Hypotheken auf, verbrieften diese und verkauften die Anleihen als sichere Anlagen an Investoren weltweit weiter. Andererseits wettete die Bank intern auf einen Crash des Immobilienmarktes, weil sich längst abzeichnete, dass viele Familien überschuldet waren und ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten. Als der Immobilienmarkt 2007 tatsächlich abstürzte, ging die Wette zwar auf. Doch viele Hypothekenpapiere wurden auf einen Schlag wertlos. Investoren, die sich getäuscht wurden, überzogen das Institut - wie auch andere grosse Investmentbanken - mit Klagen.

- Die Deutsche Bank hat in den USA seither ein besonderes Imageproblem: In einem vernichtenden Ermittlungsbericht des US-Senats aus dem Jahr 2011 wurden ihre Geschäftspraktiken auf dem amerikanischen Häusermarkt in allen schmutzigen Details beschrieben. Im Fokus des Berichts stand der Händler Greg Lippmann. Er inspirierte Hollywood später zum Zockerfilm "The Big Short".

Aktuelle Präsenz

- Von den weltweit rund 100.000 Angestellten der Deutschen Bank arbeiteten Ende 2015 fast 11.000 in den USA. Das Institut bietet dort neben dem Handelsgeschäft auch klassische Beratung von Firmenkunden, etwa bei Finanzierungen, Börsengängen und Übernahmen, sowie Zahlungsverkehr und Vermögensverwaltung an. Das klassische Privatkundengeschäft spielt dagegen keine Rolle. Es gibt in den USA keine Deutsche-Bank-Filialen.

- Seit Juli 2016 hat die Deutsche Bank ihr US-Geschäft in einer eigenen Einheit gebündelt: Die neue Dachgesellschaft heisst DB USA Corporation. Damit wurde eine wichtige Forderung der amerikanischen Regulierer erfüllt: Sie dringen darauf, dass das US-Geschäft grosser ausländischer Banken eigenständig aufgestellt und mit ausreichend Kapital ausgestattet wird. Die Strukturen sollen so transparent wie möglich sein, um die Risiken für das dortige Finanzsystem zu begrenzen.

Ertragslage

- Die Deutsche Bank weist die Ertragslage für das US-Geschäft erst seit kurzem getrennt aus, die Boomjahre bleiben intransparent.

- 2015 lagen die Nettoerträge bei rund 7,5 Milliarden Dollar (Konzern: 33,5 Milliarden Euro), der Nettoverlust summierte sich auf 2,9 Milliarden Dollar (Konzern: 6,8 Milliarden Euro). Hauptgrund waren Abschreibungen auf Bankers Trust - denn viele Hoffnungen von einst haben sich nicht erfüllt. Seit der Finanzkrise ist vor allem das Handelsgeschäft teurer geworden. Es muss mit mehr Eigenkapital unterlegt werden, und die Deutsche Bank hat hier keine üppigen Reserven.

- 2014 stand bei leicht höheren Erträgen noch ein Gewinn von gut einer Milliarde Dollar zu Buche.

(Reuters)

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23.12.2016 12:26
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etwas weniger Erpressung als erwartet

Dabei haben ja die US-Grossbanken diesen ganzen Schlamassel erfunden Sad

 

Was für ein genialer Jahresausklang für die DBK und ihre Aktionäre. Smile

Ein zentrales Element der AdHoc: 4. Quartal wird mit über 1Milliarde Dollar (vor Steuern!) negativ belastet. "Derzeit wird daraus kein wesentlicher Einfluss auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 erwartet."

 

23.12.2016 08:18
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Faule Hypotheken-Deals kosten Deutsche Bank 7 Milliarden Dollar

Ihre Tricksereien auf dem amerikanischen Immobilienmarkt kosten die Deutsche Bank mehr als sieben Milliarden Dollar.

Davon muss das Institut zunächst aber nur 3,1 Milliarden zahlen, wie es in der Nacht zum Freitag nach einer Grundsatzeinigung mit dem US-Justizministerium bekanntgab. Das dürfte Deutschlands größtes Geldhaus aus eigener Kraft schaffen. Der Rest der Summe wird in den kommenden Jahren in Form von Verbraucherentschädigungen fällig. Die Vergleichsverhandlungen liefen seit September auf Hochtouren. Bankchef John Cryan hatte sich persönlich eingeschaltet, um das Schlimmste abzuwenden. Denn ursprünglich hatte eine Rekordstrafe von 14 Milliarden Dollar im Raum gestanden. Das sorgte an den Finanzmärkten zeitweise für Panik, die Aktie stürzte ab und Kunden liefen in Scharen davon. Denn die Reserven der Bank, die mitten in der Sanierung steckt, sind knapp.

Auch jetzt ist die Unsicherheit noch nicht komplett gebannt. Die Deutsche Bank will den Hypothekenstreit zwar unbedingt noch mit der scheidenden US-Regierung von Barack Obama beilegen, wie Insider zur Nachrichtenagentur Reuters sagten. Doch das Geldhaus musste einräumen, dass die Tinte noch nicht trocken ist - auch wenn für das Schlussquartal schon jetzt eine Milliardenbelastung erwartet wird: "Es gibt keine Garantie, dass sich das US-Justizministerium und die Bank darauf einigen werden." Das US-Justizministerium äußerte sich zunächst nicht zu dem Fall.

Offenbar hatten die Entwicklungen bei Barclays den Druck erhöht, zumindest eine Grundsatzeinigung bekanntzugeben: Die britische Großbank wird wegen ähnlicher Vorwürfe von der US-Seite nun verklagt, weil sie sich deren Strafforderungen nicht beugen wollte.

Der grosse Crash

Der Hypothekenstreit ist eine der größten Altlasten der Deutschen Bank. Die Aufsichtsbehörden sehen es als erwiesen an, dass das Institut vor der Finanzkrise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt unsaubere Geschäfte machte: Es bündelte faule Hypotheken in hochkomplexe Wertpapiere, die mit dem Einbruch auf dem US-Häusermarkt 2007 auf einen Schlag wertlos wurden und bei vielen Anlegern zu hohen Verlusten führten. Während die Bank die Papiere als sicheres Investment verkaufte, wettete sie intern längst auf den großen Crash, wie 2011 aus einem vernichtenden Untersuchungsbericht des US-Senats hervorging.

Die US-Behörden haben das Hypothekenthema seither akribisch aufgearbeitet. Zunächst wurden wegen ähnlicher Geschäftspraktiken die heimischen Finanzinstitute belangt und mussten hohe Strafen abdrücken, jetzt sind die europäischen Investmentbanken an der Reihe. Neben der Deutschen Bank und Barclays befanden sich zuletzt etwa Credit Suisse und die Royal Bank of Scotland in der Warteschleife.

Die Deutsche Bank hat nun zumindest Klarheit, wie schmerzhaft es wird. Für alle Rechtsstreitigkeiten - und die Liste ist lang - hatte das Institut per Ende September knapp sechs Milliarden Euro zurückgestellt. Finanzkreisen zufolge war davon weniger als die Hälfte für den Hypothekenstreit reserviert. Mit anderen Worten: Die Bank muss hier noch eine Schippe drauflegen, was sie im laufenden Schlussquartal auch tut: Sie erwartet allein durch die Zivilbuße eine Ergebnisbelastung vor Steuern von 1,17 Milliarden Dollar.

Neben der Strafzahlung sollen 4,1 Milliarden Dollar als Erleichterungen für die US-Verbraucher bereitgestellt werden, und zwar über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren. Hier hat die Bank also keinen unmittelbaren Druck. "Ob die Erleichterungen für Verbraucher finanzielle Auswirkungen haben, hängt von den endgültigen Bedingungen des Vergleichs ab. Derzeit wird daraus kein wesentlicher Einfluss auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 erwartet", teilte die Bank mit.

Eine Kapitalerhöhung, über die Analysten immer wieder spekulieren, scheint damit zunächst kein Thema zu sein. Die Bank selbst wollte sich dazu nicht äußern. Vorstandschef Cryan hatte immer wieder betont, dass er diesen Weg unbedingt vermeiden will. Die Deutsche Bank hat aber auch noch andere große Rechtsstreitigkeiten offen, die sie zeitnah abarbeiten will und die sehr teuer werden könnten: der Geldwäsche-Skandal in Russland, mutmaßliche Sanktionsverstöße bei Iran-Geschäften und Manipulationen auf dem billionenschweren Devisenmarkt.

(Reuters)

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09.12.2016 19:18
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heute Morgen Calls verkauft

mit sehr schönem Erfolg, zum Glück den Crashisten nicht geglaubt.

diese laufen nächste Woche aus.
Nach einem Bump denke ich an Neueinstieg.

10.11.2016 10:02
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27.10.2016 08:18
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Überraschung: Deutsche Bank schafft Gewinn

Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal überraschend schwarze Zahlen geschrieben. Vor allem der Wertpapierhandel lief rund.

Vor Steuern lag der Gewinn bei 619 Millionen Euro, nach Steuern bei 278 Millionen Euro, wie Deutschlands grösstes Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen wegen der andauernden Sanierung einen Nettoverlust von 600 Millionen Euro erwartet. Zwar drückten erneut Altlasten auf die Bilanz - so stockte die Bank ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten leicht auf 5,9 (Ende Juni: 5,5) Milliarden Euro auf. Allerdings zeigte sich das Tagesgeschäft robust, die Erträge im Konzern stiegen sogar leicht. Vor allem der wichtige Wertpapierhandel lief rund.

Der Umbau der Deutschen Bank führt regelmässig zu grossen Schwankungen in den Ergebnissen: im zweiten Quartal dieses Jahres hatte sich der Konzern unter dem Strich nur knapp in den schwarzen Zahlen gehalten. Im dritten Quartal 2015 dagegen - dem ersten unter Vorstandschef John Cryan - hatten Abschreibungen zu einem Verlust von sechs Milliarden Euro geführt.

(Reuters)

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12.10.2016 16:37
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutsche-bank-sahra-wagenknecht-und-fabio-de-masi-fordern-zerschlagung-a-1115621.html

Was hat solches eigentlich für Auswirkungen auf die Geldinstitute in Europa und USA?

Kriegen wir nochmals Krise?

 

10.10.2016 14:40
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Nun, wird wohl noch dauern, bis der Patient von der Intensivstation verlegt werden kann?

 

10.10.2016| UnternehmenAA

 

Deutsche Bank: Ex-Chefökonom gibt Politik Mitschuld an KriseDie Krise der Deutschen Bank ist nicht komplett selbst verschuldet, sagt ihr ehemaliger Chefvolkswirt Thomas Mayer. Aus der Zeit heraus seien die Entscheidungen des Instituts nachvollziehbar.

Thomas Mayer, von 2010 bis 2012 Chefvolkswirt der Deutschen Bank

Der Ruf der Deutschen Bank hat in den vergangenen Jahren arg gelitten. Kritiker werfen dem Institut eine Serie schwerwiegender Fehler und Verfehlungen vor: Es habe mit dem Einstieg ins Investmentbanking seine Wurzeln als Kreditbank verraten, sei obszönen Renditezielen hinterhergejagt und habe schmutzige Geschäfte getätigt. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) bricht der Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, nun eine Lanze für seinen ehemaligen Arbeitgeber.

Die Kritik sei nicht komplett aus der Luft gegriffen, räumt Mayer ein. Die Krise der Deutschen Bank sei aber zumindest teilweise dem damals herrschenden Zeitgeist geschuldet.

So war der Einstieg ins Investmentbanking Ende der 1980er Jahre eine nachvollziehbare Entscheidung. Die deutsche Industrie, eine wichtige Kundengruppe des Instituts, verlangte zunehmend Leistungen und beatende Unterstützung am Kapitalmarkt. Die Deutsche Bank war damit geradezu gezwungen, ein globales Kapitalmarktgeschäft aufzubauen. Nur die Umsetzung war schwieriger als erwartet, und nicht frei von Fehlern.

Ahnungsloslosigkeit ausgenutzt
Auch dem Vorwurf der Profitgier erteilt Mayer eine Absage. Finanzmathematisches Risikomanagement sollte Risiken beherrschbar machen, die Erwartungen an die Eigenkapitalrendite der Investmentbanken stiegen. Das damals von Josef Ackermann ausgerufene Renditeziel von 25 Prozent galt an den Aktienmärkten nicht als anrüchig, sondern als notwendig für eine Anlage. "Der Neuling im globalen Kapitalmarktgeschäft konnte es sich nicht leisten, gegen den Strom zu schwimmen", so Mayer.

Auch die Rechtsstreitigkeiten und Strafzahlungen erklärt der Ökonom aus dem Umständen heraus. Die im Investmentbanking unerfahrenen Deutschbanker seien Blendern aufgesessen, die schnellen Erfolg suchten und sich nicht um die Reputation der Deutschen Bank scherten. Das Urteil der Öffentlichkeit über das Institut sollte deshalb milder ausfallen, so Mayer. "Politik und Öffentlichkeit scheinen es vorzuziehen, den Bankaktionären in außergerichtlichen Vergleichen Lösegeld abzupressen. Dass sie damit den Aktienbanken die Aktionäre nehmen, ohne die für die missratenen Geschäfte Verantwortlichen zu belangen, scheint sie nicht zu interessieren", wettert Mayer. Er verweist darauf, dass die Deutsche Bank als Begleiterin der deutschen Industrie noch immer wertvoll ist – und fordert die Politiker dazu auf, sich nicht vor den Karren derjenigen spannen zu lassen, die den Untergang der Bank herbeireden.

Streit um US-Hypothekenpiere schwelt weiter
Auf eine schnelle Besserung der Lage warten Anleger und Angestellte derweil vergebens. Am Montag zerschlugen sich zwischenzeitlich aufgekeimte Hoffungen, das Geldhaus könne dank des Verhandlungsgeschicks von Vorstandschef John Crayn ihren Rechtsstreit um faule US-Hypothekenpaiere in den Vereinigten Staaten rasch beilegen und die im Raum stehen Geldstrafe in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar erheblich nach unten drücken. 

Cryan war in der vergangenen Woche am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington auch mit Vertretern des US-Justizministeriums zusammengetroffen – offenbar aber ohne greifbares Ergebnis. Die Aktie der Deutschen Bank verlor am Montag erneut massiv an Wert und zählte zu den Schlusslichtern im Dax.(fp/ps)

 

10.10.2016 08:23
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Deutsche Bank: Risiken aus Derivatebuch werden überschätzt

Während die Verhandlungen zur Beilegung des US-Hypothekenstreits auf Hochtouren laufen, tritt der Deutsche-Bank-Risikochef Zweifeln an der Stabilität des Geldhauses entgegen.

Sorgen von Investoren und Politikern, das billionenschwere Derivatebuch des Instituts berge unkalkulierbare Gefahren für die globalen Finanzmärkte, seien unbegründet, sagte Risikovorstand Stuart Lewis der "Welt am Sonntag". "Die Risiken aus unserem Derivatebuch werden bei weitem überschätzt. Wir haben diese Risiken abgesichert."

Als Risiko stufen die Börsen auch die drohende Strafe der Deutschen Bank wegen problematischer Hypothekengeschäften in den USA ein. Das US-Justizministerum hat im Verhandlungspoker zunächst eine 14-Milliarden-Dollar-Busse aufgerufen. Das würde die Rückstellungen der Bank deutlich übertreffen. Deutsche-Bank-Chef John Cryan war deshalb Insidern zufolge in den vergangenen Tagen am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington mit Vertretern des Justizministeriums zusammengetroffen, um das Strafmass herunterzuhandeln.

Cryan strebt eine möglichst schnelle Entscheidung an. Denn am 8. November wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Zu gross ist die Unsicherheit, mit welcher Agenda eine neue Regierung starten würde. Die Anleger wollen lieber heute als morgen Klarheit - zumal noch einige andere potentiell sehr teure Rechtsstreitigkeiten köcheln.

Wahres Risiko kleiner

In Sachen Derivate versucht Risikovorstand Lewis, die Anleger zu beruhigen. Zum Ende des zweiten Quartals lag der Umfang des Derivatebuches der Deutschen Bank bei 46 Billionen Euro. Die reine Zahl sei aber irreführend, sagte Lewis. "Das wahre Risiko ist viel kleiner", betonte er. So sei dies lediglich der theoretische Nominalwert der Absicherungsgeschäfte. Viel relevanter als das Gesamtvolumen des Derivatebuches sei das eigentliche Risiko aus allen Kontrakten, sagte das Vorstandsmitglied. Dieses betrage netto 41 Milliarden Euro und sei damit teilweise unter dem Niveau vieler Wettbewerber.

"Die Deutsche Bank wird falsch wahrgenommen", sagte Lewis weiter. "Wir sind auch deshalb relativ glimpflich durch die Finanzkrise 2008 gekommen, weil wir eben nicht die grossen Risikonehmer waren und Risiken relativ gut im Blick hatten. Wir haben zwar ebenfalls Verluste gemacht, aber die waren beherrschbar", sagte Lewis.

Die Deutsche Bank versuche bereits, ihre Geschäfte weniger komplex zu machen und fahre ihr Derivatebuch zurück. "Ein Teil ist bereits vor einigen Jahren in eine Abwicklungseinheit überführt worden", sagte der Risikovorstand. Die Bank prüfe die Kreditwürdigkeit jedes einzelnen Kunden genau und bewerte beispielsweise Hedgefonds. Zusätzlich würden von Kunden noch Sicherheiten verlangt, die täglich angepasst würden.

Derivate sind komplexe Finanzprodukte, mit denen Unternehmen sich zum Beispiel gegen Währungsschwankungen absichern und Hedgefonds auf bestimmte Ereignisse wetten. Sie waren einer der Auslöser der Finanzkrise im Jahr 2008.

Schmerzhafte Anpassungen erforderlich

Nach Einschätzung des Verbandes der deutschen Privatbanken muss sich die deutsche Bankenbranche und ihr Marktführer Deutsche Bank schmerzhaften Anpassungen unterziehen. Allerdings sieht der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Michael Kemmer, keine Anzeichen, dass die Turbulenzen um das grösste deutsche Kreditinstitut den gesamten Finanzplatz Deutschland belasten.

"Das glaube ich nicht", sagte er am Samstag in Washington am Rande der IWF-Jahrestagung. Die Politik solle sich in den aktuellen Problemfall nicht einmischen. "Ich glaube, die Politik verhält sich klug", sagte er. In solchen Fällen sollte sie sich zurückhalten.

Nach Ansicht von Kemmer müssen sich die deutschen Banken im globalen Wettbewerb nicht verstecken, auch wenn sie derzeit nicht auf Rosen gebettet seien. Ihr Hauptproblem sei mangelnde Profitabilität. Sie müssten Kosten sparen, in die Digitalisierung investieren und fusionieren. "Dies wird kein leichter Weg und erfordert Zeit", sagte Kemmer. Als einen Schuldigen für die aktuelle Lage machte er die Europäische Zentralbank mit ihrer Niedrigzinspolitik aus.

(Reuters)

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07.10.2016 11:19
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Deutsche Bank mit möglicher Rückkehr der Deutschland AG – Spekulanten fahren Leerverkäufe zurück

 

http://finanzmarktwelt.de/deutsche-bank-mit-moeglicher-rueckkehr-der-deu...

07.10.2016 10:05
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Deutsche Bank prüft IPO ihrer Vermögensverwaltungssparte

Die wegen hoher Strafzahlungen unter Druck geratene Deutsche Bank erwägt einem Medienbericht zufolge einen Börsengang ihrer Vermögensverwaltungssparte.

Das Geldhaus prüfe, einen Minderheitsanteil an der Deutsche Asset Management an den Aktienmarkt zu bringen, berichtet die "Financial Times" am Freitag auf ihrer Homepage. Mit den Erlösen könnte das renditeschwache Institut seine Kapitalbasis aufpolstern. Eine Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen, schreibt die Zeitung und beruft sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab.

Die Deutsche Bank steckt derzeit mitten im Verhandlungspoker mit den US-Behörden, um eine 14-Milliarden-Dollar-Strafe im Streit um faule Hypothekenpapiere noch zu drücken. Spekulationen über einen Verkauf der Vermögensverwaltung war Deutsche-Bank-Chef John Cryan erst Mitte September entgegengetreten. In einem Brief an die Mitarbeiter erklärte Cryan, "die Deutsche Asset Management ist und bleibt ein essenzieller Bestandteil unseres Geschäftsmodells."

(Reuters)

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06.10.2016 15:41
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Deutsche Bank treibt Stellenabbau voran - Einigung mit Betriebsrat
06.10.2016 14:56

FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Bank treibt den Abbau Tausender Stellen voran. Für weitere 1000 Arbeitsplätze in Deutschland seien nun die notwendigen Interessenausgleiche mit dem Konzern- und Gesamtbetriebsrat vereinbart, teilte das Institut am Donnerstag in Frankfurt mit. Damit sind die letzten Hürden für den im Herbst angekündigten Abbau von 4000 Vollzeitstellen im Heimatmarkt überwunden. Konzernweit will Deutschlands grösstes Geldhaus über den geplanten Postbank-Verkauf hinaus bis 2018 unter dem Strich 9000 Arbeitsplätze streichen.

Knapp 2500 Vollzeitstellen fallen im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weg, gespart wird auch in der Vermögensverwaltung und im Risikomanagement. Die nun ausgehandelten Vereinbarungen betreffen die Verwaltung für das operative Geschäft, wo etwa 450 Jobs wegfallen. Die übrigen Stellen werden unter anderem in der Personal- und der Kommunikationsabteilung, im Kapitalmarktgeschäft und in der volkswirtschaftlichen Abteilung DB Research gestrichen.

Personalchef Karl von Rohr versicherte, die Bank werde den Stellenabbau "so sozialverträglich und verantwortungsvoll wie nur möglich gestalten". Ziel sei es, Mitarbeiter möglichst auf freie Arbeitsplätze innerhalb des Konzerns zu vermitteln. Betroffene Mitarbeiter, die ausserhalb des Unternehmens nach einem neuen Job suchen, will die Bank dabei unterstützen./ben/DP/stb

(AWP)

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05.10.2016 11:19
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@Tengri

Ich finde die Story etwas gar dick aufgetragen. Wolff und die sieben Geisslein?

Fact ist, entschieden scheint noch nichts, kurz und bündig:

http://www.stock-world.de/nachrichten/stwexklusiv/Deutsche-Bank-bleibt-Top-Thema-n7458839.html

03.10.2016 12:30
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Was steckt hinter dem Drama um die Deutsche Bank?

 

http://www.goldseiten.de/artikel/303268--Was-steckt-hinter-dem-Drama-um-...

03.10.2016 11:10
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Deutsche Bank – Game over! Ein Institut vor dem Untergang

 

http://finanzmarktwelt.de/deutsche-bank-game-over-ein-institut-vor-dem-u...

03.10.2016 08:29
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Deutsche Bank und US-Behörden kommen bei Verhandlungen voran

Die Deutsche Bank und die US-Behörden kommen einer Zeitung zufolge bei ihren Verhandlungen im Hypothekenstreit voran.

Allerdings sei noch kein Vorschlag ausgereift genug, um den hochrangigen Entscheidungsträgern auf beiden Seiten vorgelegt werden zu können, berichtete das "Wall Street Journal" in der Nacht zum Montag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Einzelheiten seien ebenfalls noch nicht festgezurrt, hieß es.

So hätten die Anwälte des US-Justizministeriums ins Gespräch gebracht, zunächst eine Einigung mit anderen europäischen Banken in ähnlichen Fällen zu erzielen. Dann könnten die Übereinkünfte alle auf einmal bekanntgegeben werden. Eine Stellungnahme der Deutschen Bank und des Ministeriums lag der Zeitung zufolge in der Nacht zunächst nicht vor.

Der Deutschen Bank droht in den USA eine Strafe von 14 Milliarden Dollar. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hatte am Wochenende berichtet, die Konzernspitze werde in den kommenden Tagen zu den Verhandlungen in die USA reisen. Die Nachrichtenagentur AFP hatte am Freitag gemeldet, das Institut stehe kurz davor, sich mit dem Justizministerium in Washington auf ein Bußgeld von 5,4 Milliarden Dollar zu verständigen.

(Reuters)

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02.10.2016 20:50
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According To JPMorgan, This Is The Biggest Risk Facing Deutsche Bank At This Point

 

http://www.talkmarkets.com/content/global-markets/according-to-jpmorgan-...

 

Morgen ist an der Deutschen Börse bekanntlich Feiertag. Doch werden die Deutsche Bank Aktien (DB) an der NYSE als ADR gehandelt. Das dürfte äusserst spannend werden.

30.09.2016 20:15
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Gerüchte, dass die ärgerliche 14 Milliarden Strafe womöglich auf eine "Peanut" Zahlung von 5.4 Milliarden USD reduziert werden könnte, geben der Aktie anscheinend und angeblich deutlich Auftrieb und Hoffnung.

Meine Meinung - das ist ein Short Squeeze erster Güte. Die zweite (und allenfalls dritte) Welle des Abverkaufs wird folgen. Noch wird das Derivatemonster "Deutsche Bank" völlig unterschätzt - und ebenso die Abzüge von Liquidität durch US Hedgefonds und andere Grossinvestoren.

Ob man - mit "man" meine ich den deutschen Staat oder die EU - die DB retten möchte oder nicht, bleibt für heute offen. Ob "man" überhaupt noch kann, wenn derivative Geschäfte in Billionen (nein nein, nicht Milliarden) Höhe aufgekündigt werden, ist eine andere Frage.

30.09.2016 17:39
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Joe Ackermann hat sich noch rechtzeitig abgeseilt, der hat die DB mit der damaligen Strategie da reingeritten..

Gruss Hans

30.09.2016 12:47
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Ein lesenswerter Artikel (in englisch) hier:

http://www.marketslant.com/articles/deutsche-bank-crisis

30.09.2016 10:42
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Prof. Burghof: "Wir haben eine Bankenkrise in Deutschland"

https://www.youtube.com/watch?v=J0XuVQ3vzi0

„Die Deutsche Bank mit Staatshilfe zu retten, wäre dämlich“

 

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