Deutsche Bank

Deutsche Bank N 

Valor: 829257 / Symbol: DBK
  • 7.352 EUR
  • +1.69% +0.122
  • 19.09.2019 14:48:35
225 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Deutsche Bank will

Deutsche Bank will Personalabbau bei Postbank-Integration beschleunigen

Die Deutsche Bank will nach dem Scheitern des Commerzbank-Fusionsplans die Integration der Postbank beschleunigen. Der frühere Postbank-Chef und jetzt im Konzern für das Privat- und Firmenkundengeschäft zuständige Vorstand, Frank Strauss, sagte der "Financial Times" (Mittwoch), dass sich an den grundsätzlichen Plänen nichts ändert, es aber schneller gehen soll.

15.05.2019 07:27

"Zum Beispiel wollten wir die Personalkürzungen in unseren Zentralen binnen drei Jahren durchziehen und planen das nun in zwei Jahren zu schaffen." Die Deutsche Bank hatte sich nach einigem Hin und Her im Frühjahr 2017 entschieden, die kurz nach der Finanzkrise gekaufte Bonner Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern. Im Mai 2018 wurde die DB Privat- und Firmenkundenbank AG mit aktuell 28 000 Vollzeitkräften im Handelsregister eingetragen.

Am Dienstag hatte der Dax-Konzern angekündigt, die Postbank-Tochter BHW und die wesentlich kleinere eigene Bausparkasse der Deutschen Bank zusammenzulegen Unter der Marke BHW entstehe somit Deutschlands zweitgrösste private Bausparkasse nach Marktführer Schwäbisch Hall, hiess es./stw/zb/jha/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Deutsche-Bank-Chef kündigt

Deutsche-Bank-Chef kündigt harte Einschnitte an

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing kündigt einen massiven Umbau des seit Jahren darbenden Investmentbankings an.

23.05.2019 10:30

"Wir sind zu harten Einschnitten bereit", sagte Sewing auf der Generalversammlung der grössten deutschen Bank am Donnerstag in Frankfurt. "Wir werden die Transformation beschleunigen - indem wir unsere Bank konsequent auf die profitablen und wachsenden Bereiche ausrichten, die für unsere Kunden relevant sind. Dafür stehe ich. Darauf können sie sich verlassen", rief er Tausenden Aktionären in der Frankfurter Festhalle zu. Konkret wurde der 49-Jährige, der die Bank seit gut einem Jahr führt, allerdings nicht.

Die Investmentbank des Konzerns hat sich in den vergangenen Jahren vom Prestigeobjekt zum Sorgenkind entwickelt. Vor allem in den USA, wo frühere Deutsche-Bank-Chefs mit den grossen Wall-Street-Häusern konkurrieren wollten, ist das Institut inzwischen weit abgeschlagen. Sewing hat bereits im vergangenen Jahr, kurz nachdem er auf dem Chefsessel in den Frankfurter Doppeltürmen Platz nahm, im Aktienhandel oder bei Dienstleistungen für Hedgefonds den Rotstift angesetzt. Vielen wichtigen Aktionären reicht das aber nicht, weil die Eträge erodieren und der Bereich kaum Gewinne erwirtschaftet.

Viel vor hat Sewing unter anderem mit der sogenannten Transaktionsbank, die Dienstleistungen im Zahlungsverkehr vor allem für Unternehmen anbietet, und der zum Konzern gehörenden Fondstochter DWS. "Es muss unser Ziel sein, hier einen der zehn grössten Vermögensverwalter der Welt zu formen." Dies sei erreichbar, "wenn wir organisch weiter wachsen und gleichzeitig offen sind für andere strategische Optionen, wenn sie sich uns bieten. Die Akquisitionswährung dafür haben wir mit dem Börsengang geschaffen." Die DWS verhandelt mit der UBS über eine mögliche Zusammenlegung mit deren Fondsparte. Auch andere grosse Vermögensverwalter sind an der DWS interessiert.

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Aktionäre rechnen mit

Aktionäre rechnen mit Deutscher Bank ab

Die Aktionäre der Deutschen Bank haben auf der Generalversammlung kein gutes Haar an der Strategie des deutschen Geldhauses gelassen.

24.05.2019 06:06

Die Aktie im freien Fall, beim Gewinn meilenweit hinter der Konkurrenz und im öffentlichen Ansehen ganz tief unten. Abermals wurde eine schnelle Kursänderung gefordert. Andreas Thomae von der zur Sparkassengruppe gehörenden Fondsgesellschaft Deka sprach etwa von einem "Horrorfilm mit Überlänge". Auch Alexandra Annecke von Union Investment, dem Fondshaus der Volks- und Raiffeisenbanken, machte wie viele andere Anteilseigner ihrem Ärger Luft: "Es ist traurig und schockierend, was aus der Deutschen Bank geworden ist. Das einstige Vorzeigeinstitut ist nur noch ein Koloss auf tönernen Füssen."

Die im deutschen Aktienindex Dax notierte Aktie musste am Donnerstag einen neuen Tiefschlag verkraften. Während der seit einem Jahr amtierende Konzernchef Christian Sewing und der schon länger in der Kritik stehende Verwaltungsratsschef Paul Achleitner bei den Anteilseignern um Vertrauen warben, fiel das Papier wie ein Stein um bis zu vier Prozent auf ein Rekordtief von 6,35 Euro. Die gesamte Deutsche Bank ist an der Börse inzwischen weniger als 14 Milliarden Euro wert.

Die Aktionäre erteilten Achleitner und Sewing dennoch die Entlastung, auch ein Antrag auf Abberufung Achleitners scheiterte. Die Bank, die im kommenden März 150 Jahre alt wird, kommt auch unter Sewing nicht aus der Krise. Auf seiner zweiten Generalversammlung als Konzernlenker kündigte der 49-Jährige abermals einen Umbau der darbenden Investmentbank an. "Wir sind zu harten Einschnitten bereit", rief er den enttäuschten Aktionären zu, rund 4000 hatten sich auf den Weg in die Festhalle gemacht.

"Wir werden die Transformation beschleunigen - indem wir unsere Bank konsequent auf die profitablen und wachsenden Bereiche ausrichten, die für unsere Kunden relevant sind. Dafür stehe ich. Darauf können Sie sich verlassen." Konkret wurde Sewing allerdings nicht.

Investmentbanking das Sorgenkind

Die Investmentbank des Konzerns war vor der Finanzkrise eine Gewinnmaschine, hat sich in den vergangenen Jahren aber zum Sorgenkind entwickelt. Vor allem in den USA, wo frühere Deutsche-Bank-Chefs mit den grossen Wall-Street-Häusern auf Augenhöhe konkurrieren wollten, ist das Institut inzwischen abgeschlagen. Sewing hat vergangenes Jahr im Aktienhandel oder bei Dienstleistungen für Hedgefonds den Rotstift angesetzt. Vielen wichtigen Aktionären reicht das aber nicht, weil die Erträge weiter erodieren, ohne dass ein Ende des Abwärtstrends in Sicht wäre.

Besonders viel Kritik musste - wie schon in den Vorjahren - Achleitner einstecken. Seit der Österreicher vor sieben Jahren als Chefkontrolleur antrat, ist der Aktienkurs um mehr als 70 Prozent in die Knie gegangen. Einen Rückzug oder Rücktritt schloss der 62-Jährige trotzdem aus: Er habe nicht vor, Investoren und Kunden des Instituts im Stich zu lassen, sagte er. "An einem Denkmal liegt mir nichts, am Wohl der Deutschen Bank aber schon."

Dafür bekam er von den Aktionären keinen Applaus, Buh-Rufe blieben allerdings auch aus. Selbstkritisch räumte er ein: "Natürlich habe ich Fehler gemacht in den letzten sieben Jahren." An den globalen Ambitionen der Investmentbank will der frühere Deutschland-Chef der US-Bank Goldman Sachs festhalten. Achleitners Vertrag läuft noch drei Jahre.

Der 62-Jährige erhielt schliesslich 71,6 Prozent der abgegebenen Stimmen zur Entlastung, wie Achleitner selbst als Leiter der Hauptversammlung bekanntgab. Zuvor hatte es Zweifel gegeben, ob der Österreicher entlastet wird. Konzernchef Sewing wurde mit 75,2 Prozent entlastet. Üblich sind Quoten von mehr als 90 Prozent.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Insider: Deutsche Bank

Insider: Deutsche Bank reduziert US-Aktienhandelsgeschäft auf Minimum

Die angeschlagene Deutsche Bank will in den USA nur noch wenige ausgewählte Kunden im Aktienhandelsgeschäft betreuen.

18.06.2019 06:17

Die Deutsche Bank will Insidern zufolge ihr Aktienhandelsgeschäft in den USA auf das Allernotwendigste reduzieren. Es sollten dort nur noch Geschäfts- und hochvermögende Kunden bedient werden, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei auch über einen kompletten Rückzug aus dem amerikanischen Aktienhandelsgeschäft beraten worden. Man habe jedoch eine Option bevorzugt, die die Beibehaltung einer Präsenz in dem Markt vorsehe.

Es sei noch nicht klar, wie viele der rund 9000 US-Mitarbeiter von dem Vorhaben betroffen seien, verlautete weiter aus den Kreisen. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefällt worden. Die Pläne sollten bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen im Juli vorgestellt werden. Die Deutsche Bank teilte in einer E-Mail mit, dass das Geldhaus an Massnahmen arbeite, um ihren Umbau zu beschleunigen und ihre nachhaltige Profitabilität zu verbessern.

Vorstandschef Christian Sewing hatte auf der Hauptversammlung im Mai gesagt, dass der Konzernumbau beschleunigt werden soll. Das Geldhaus werde zu gegebener Zeit darüber informieren. Sewing hatte vor den Aktionären "harte Einschnitte" angekündigt. Die Investmentbank müsse mehr auf ihre Stärken ausgerichtet werden, hatte der 49-Jährige erklärt und Einschnitte im Aktienhandel und im Handel mit Staatsanleihen angedeutet. 

(Reuters/cash)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Zitterpartie überstanden:

Zitterpartie überstanden: Deutsche Bank meistert US-Stresstest (AF)

(Ausführliche Fassung) - Endlich mal gute Nachrichten für die Deutsche Bank : Das Geldhaus hat den zweiten Teil des jährlichen US-Stresstests für grosse Finanzkonzerne mit ihrer Tochter DB USA bestanden. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) habe keine Einwände gegen die Kapitalpläne des Unternehmens, teilte sie am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Auch alle anderen zur Teilnahme verpflichteten Institute erhielten von den Aufsehern grünes Licht. Für die Deutsche Bank ist es aber ein besonderer Erfolg - in den vergangenen Jahren war sie mit ihrem US-Geschäft dreimal bei der Prüfung durchgefallen. Anleger feierten im nachbörslichen Handel bereits, der Aktienkurs der Frankfurter legte deutlich zu.

27.06.2019 23:14

Den ersten Teil der jährlichen Belastungsprobe, bei der die Fed die Kapitalausstattung anhand simulierter Krisenszenarien testet, hatte die Deutsche Bank in der Vorwoche bereits ohne Probleme bewältigt. Beim zweiten Teil, bei dem es vor allem um interne Kontrollen und Risikomanagement geht, galt dies jedoch als ungewiss. In diesen Bereichen hatte die Deutsche Bank lange Zeit Schwächen, so dass es keine Überraschung gewesen wäre, wenn die Fed etwas bemängelt hätte. Entsprechend gross dürfte die Erleichterung in Frankfurt sein.

Im vergangenen Jahr hatten die Finanzaufseher der Deutschen Bank noch "erhebliche Schwächen" attestiert und die Kapitalplanung durchkreuzt. In der Fed-Bewertung war damals die Rede von "weit verbreiteten und wesentlichen Unzulänglichkeiten". Für die Banken ist das Urteil der Aufseher vor allem wichtig, weil davon für US-Institute geplante Dividenden und Aktienrückkäufe abhängen und für Töchter ausländischer Geldhäuser Gewinnausschüttungen an ihre Konzernmütter. Für die Deutsche Bank ist der Stresstest zudem aus Imagegründen bedeutsam.

Nach zahlreichen Verfahren und Ermittlungen wegen angeblicher Regelverstösse gleichen die USA für das Frankfurter Institut eigentlich schon seit der Finanzkrise einer riesigen juristischen Baustelle. In den vergangenen Jahren zahlte die Deutsche Bank hier Milliarden Dollar an Strafen und erhielt im Rahmen von Vergleichen mit US-Behörden diverse Auflagen. Trotz des positiven Fed-Zeugnisses scheint das Geldhaus auch noch nicht aus dem Schneider. Jüngst erst berichtete die "New York Times" über neue Ermittlungen der US-Justiz wegen des Verdachts möglicher Verstösse gegen Anti-Geldwäschegesetze.

Die grossen US-Banken kündigten nach den Stresstest-Ergebnissen umgehend umfangreiche Akteinrückkäufe und deutliche Dividendenerhöhungen an, was die Aktienkurse im nachbörslichen Handel bei den meisten Instituten mit Anstiegen quittierten. Die 2009 eingeführten Gesundheitschecks der Fed sollen die Krisenfestigkeit der grössten Finanzkonzerne prüfen. Nach den schlechten Erfahrungen in der jüngsten grossen Finanzkrise soll so sichergestellt werden, dass die Kreditvergabe bei einem Finanzmarkt-Crash nicht abrupt ins Stocken gerät und Banken nicht wieder mit Steuergeld gerettet werden müssen. Die Methodik der Tests wurde in den vergangenen Jahren allerdings deutlich verändert./hbr/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Deutsche Bank könnte bis zu

Deutsche Bank könnte bis zu 20'000 Stellen streichen

Die Deutsche Bank will Kreisen zufolge mehr als ein Fünftel ihrer Stellen streichen.

01.07.2019 07:50

Das sind aktuell mehr als 20 000 Stellen, die wegfallen würden. Die Bank unter Führung von Vorstandschef Christian Sewing könnte diesen Schritt mit dem neuesten Umstrukturierungsplan womöglich schon in dieser Woche verkünden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Am Wochenende hatte bereits das "Wall Street Journal" darüber berichtet.

Die offizielle Ankündigung dürfte spätestens am 8. Juli erfolgen, hiess es weiter. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht, auch die Zahl der eventuell betroffenen Mitarbeiter stehe noch nicht endgültig fest.

Die Deutsche Bank arbeite an Schritten zur Beschleunigung der Transformation, um die Profitabilität nachhaltig zu verbessern, erklärte eine Sprecherin per E-Mail auf Anfrage von Bloomberg. "Stakeholder" würden bei Bedarf darüber informiert. Auf der Hauptversammlung Ende Mai hatte Sewing weitere Kürzungen angekündigt: "Wir sind zu harten Einschnitten bereit. Wir werden die Transformation beschleunigen." Im Fokus steht dabei vor allem das zuletzt verlustreiche Kapitalmarktgeschäft.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Verwirrung um möglichen neuen

Verwirrung um möglichen neuen Deutsche-Bank-Finanzvorstand

(neu: FAZ zu Privatkundenvorstand Strauss im vierten Absatz) - Alexander Ilgen wird Kreisen zufolge nicht neuer Finanzchef der Deutschen Bank . Dieser werde nicht den derzeitigen Amtsinhaber James von Moltke ersetzen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Ilgen ist jetzt Finanzvorstand für den Bereich Privat- und Firmenkunden.

04.07.2019 18:14

Damit widersprach die Agentur einem zuvor veröffentlichten entsprechenden Bericht des "Focus". Bei der ausserordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am Sonntag sollen diesem Bericht zufolge insgesamt mindestens drei Mitglieder des neunköpfigen Vorstandes abgelöst werden.

Neben von Moltke sollen laut der Zeitschrift auch der für das Investmentbanking zuständige Garth Ritchie und die für Regulierung zuständige Sylvie Matherat abgelöst werden. Die Aufgaben von Ritchie solle vorerst Vorstandschef Christian Sewing übernehmen. Als Nachfolgerin für Matherat stehe Karin Dohm bereit, bislang Leiterin des Bereichs Aufsichtsfragen.

Der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zufolge werden Finanzvorstand und Asien-Vorstand Werner Steinmüller ihre Posten behalten. Gehen müsste möglicherweise Privatkundenvorstand Frank Strauss, hiess es auf der Internetseite der Zeitung am Donnerstag weiter. Hintergrund seien in den vergangenen Wochen vermehrt aufgetretene persönliche Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit den gescheiterten Fusionsverhandlungen mit der Commerzbank. Gehen dürften der Zeitung zufolge auch Investmentbanking-Vorstand Garth Ritchie, dessen Aufgaben wahrscheinlich Bankchef Christian Sewing zusätzlich übernehme, und Complicance-Vorstand Sylvie Matherat.

Im vor dem Hintergrund der geschlossenen US-Börsen sehr ruhigen Handel in Frankfurt bewegten die verschiedenen Meldungen den Akteinkurs der Deutschen Bank nicht nennenswert./jsl/fba/he/jsl/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Deutsche Bank will 18'000

Deutsche Bank will 18'000 Stellen abbauen

Die Deutsche Bank verabschiedet sich von ihren einstigen Ambitionen im globalen Investmentbanking und setzt zum Kahlschlag an.

07.07.2019 22:02

Bis 2022 will die Bank weltweit 18'000 Jobs und damit jede fünfte Stellen streichen. "Heute haben wir die umfassendste Transformation der Deutschen Bank seit Jahrzehnten vorgestellt", sagte Konzernchef Christian Sewing am Sonntag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats. "Wir packen all das an, was notwendig ist, um das volle Potenzial unserer Bank zu entfalten: unser Geschäftsmodell, unsere Kosten, unser Kapital und unser Führungsteam."

Seit Wochen war klar, dass die Deutsche Bank nach der abgeblasenen Fusion mit der Commerzbank angesichts mauer Gewinne ihre Strategie noch einmal überdenkt und auch vor tiefen Einschnitten nicht zurückscheut. Nun steht der Fahrplan: Die Kosten sollen bis Ende 2022 um sechs Milliarden Euro auf dann 17 Milliarden fallen.

Dazu streicht Sewing insbesondere im Investmentbanking, das bei den Frankfurtern schon lange keine Gewinnmaschine mehr ist: Aus dem weltweiten Aktienhandel will sich die Deutsche Bank komplett zurückziehen. Und auch der Anleihehandel, lange Zeit das Aushängeschild der Deutschen Bank, muss abspecken. Damit ist Sewing, seit etwas mehr als einem Jahr im Amt, radikaler als alle seine Vorgänger, die tiefe Einschnitte im Kapitalmarktgeschäft stets scheuten - teils auch in der Hoffnung, die Sparte werde sich irgendwann schon wieder erholen.

Für die Aktionäre bedeutet der neuerliche Umbau der Deutschen Bank einmal mehr Verzicht: Für 2019 und 2020 soll es keine Dividende geben, zumindest dieses Jahr erwartet die Deutsche Bank wegen der Umbaukosten einen Verlust - das vierte Verlustjahr binnen fünf Jahren. Immerhin sollen die Anleger nicht erneut um frisches Geld gebeten werden. "Der Verzicht auf eine Kapitalerhöhung ist grundsätzlich positiv, belastet aber auf Jahre die Ertragskraft der Bank", sagte Alexandra Annecke von Union Investment, dem Fondshaus der Volks- und Raiffeisenbanken. "Die Aktionäre brauchen weiter einen langen Atem." Nach Einschätzung von Michael Hünseler vom Vermögensverwalter Assenagon sind die Pläne der Bank auf Kante genäht. "Die Fehlertoleranz des Plans, gemessen am Kapitalbedarf, ist gering."

Wenn Sewing erfolgreich ist, soll die Bank 2022 deutlich profitabler sein und eine Rendite von acht Prozent abwerfen - im internationalen Vergleich immer noch wenig, aber ein Vielfaches der im vergangenen Jahr erreichten 0,5 Prozent.

Aus der Traum

Die Ansprüche der Deutschen Bank waren einst enorm: Mit dem Kauf der britischen Bank Morgan Grenfell vor rund 30 Jahren und einige Jahre später mit der Übernahme der New Yorker Investmentbank Bankers Trust hatte das Institut versucht, mit den Wall-Street-Giganten mitzuhalten. Doch zuletzt war die Deutsche Bank immer weiter hinter JP Morgan, Goldman Sachs und Co zurückgefallen. Statt Milliardengewinne abzuliefern, brockten die Investmentbanker dem Geldhaus immer wieder teure Strafen und Negativ-Schlagzeilen ein. Zuletzt fuhr die Sparte sogar in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen einen Verlust ein.

Die Gewerkschaften stellten sich hinter den Umbau, auch wenn er viele Jobs kostet. Insidern zufolge fielen die Beschlüsse im Aufsichtsrat einstimmig. "Das deutliche Verkleinern des Investmentbankings ist eine radikale Neuausrichtung der Deutschen Bank", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske, der im Kontrollgremium sitzt. Es gehe darum, das Institut langfristig zu stabilisieren. Ähnlich äußerte sich Stephan Szukalski, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft dbv: "Ich glaube, dass die beschlossenen Maßnahmen in die richtige Richtung gehen. Es könnte ein echter Neuanfang für die Deutsche Bank sein."

Allerdings dürfte der Arbeitsplatzabbau auch an Deutschland nicht spurlos vorbeigehen, die Postbank-Integration läuft ohnehin bereits auf Hochtouren. Details, wie sich die Stellenstreichungen genau verteilen, ließ die Deutsche Bank zunächst noch offen.

Zurück zu den Wurzeln?

Sewing will die Bank, die 1870 gegründet wurde, um deutsche Unternehmen ins Ausland zu begleiten, wieder zurück zu ihren Wurzeln führen. Das deutsche Geschäft mit Firmenkunden und die Transaktionsbank, die für viele nationale und internationale Unternehmen Dienstleistungen wie etwa den Zahlungsverkehr anbietet, sollen zu einer Unternehmensbank gebündelt werden. Auch viele kleine und mittlere Unternehmen, die bisher von der Privatkundenbank bedient wurden, sollen künftig dort angebunden sein.

Was von der Investmentbank übrig bleibt, soll sich ebenfalls hauptsächlich auf Dienstleistungen für Unternehmen konzentrieren. So sollen in der Investmentbank Bereiche wie Kredit- und Devisenprodukte ausgebaut werden. Was nicht mehr benötigt wird, landet in einer internen "Bad Bank". Sie soll Bilanzrisiken (RWA) in Höhe von 74 Milliarden Euro - ein Fünftel der gesamten Bilanzrisiken der Bank - möglichst wertschonend abbauen. Ihre letzte interne "Bad Bank" hatte die Deutsche Bank Ende 2016 nach knapp vier Jahren geschlossen, anfangs hatte sie ein Volumen von 128 Milliarden Euro.

Bis Ende 2022 rechnet der Vorstand mit Belastungen von insgesamt 7,4 Milliarden Euro durch den Umbau - allein drei Milliarden wurden im zweiten Quartal verbucht. Deshalb fuhr das Geldhaus im zweiten Quartal einen Verlust von 2,8 Milliarden Euro nach Steuern ein. Die vollständige Bilanz soll am 24. Juli veröffentlicht werden.

Die Kosten für den Umbau will die Bank aus eigener Kraft stemmen. Die Kapitalpolster dürften aber abschmelzen - die Bank setzt sich künftig eine harte Kernkapitalquote (CET 1) von mindestens 12,5 Prozent zum Ziel, nachdem bislang mindestens 13 Prozent angestrebt wurden.

Auch der Vorstand wird umgekrempelt. Mit Privatkunden-Chef Frank Strauß, Regulierungsvorständin Sylvie Matherat und Investmentbanking-Chef Garth Ritchie verlassen gleich drei Vorstände das Führungsgremium zum 31. Juli. An ihrer Stelle ziehen der Vertrauensmann des Großaktionärs Katar, Stefan Simon, der ehemalige SAP-Vorstand Bernd Leukert und Christiana Riley, die bisher Finanzchefin der Unternehmens- und Investmentbank war, in den Vorstand ein.

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
US-Justiz ermittelt auch

US-Justiz ermittelt auch gegen Deutsche Bank

Im Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB ermitteln US-Behörden laut einem Zeitungsbericht auch gegen die Deutsche Bank.

11.07.2019 06:49

Das US-Justizministerium prüfe, ob der Finanzkonzern bei seiner Arbeit für den Fonds gegen Korruptions- und Geldwäschegesetze verstossen habe, schrieb das "Wall Street Journal" am Mittwochabend (Ortszeit) unter Berufung auf Insider. Bislang steht vor allem die US-Bank Goldman Sachs wegen ihrer Rolle bei der Affäre unter Druck.

"Die Deutsche Bank hat bei allen Anfragen von Regulierungs- und Justizbehörden in Verbindung mit 1MDB vollumfänglich kooperiert", erklärte ein Unternehmenssprecher in New York. Das Justizministerium habe in Unterlagen zu dem Fall befunden, dass 1MDB "erhebliche Falschdarstellungen" gegenüber der Deutschen Bank gemacht habe. Dies decke sich mit den eigenen Erkenntnissen. Das Justizministerium wollte eine Anfrage zu dem Bericht nicht kommentieren.

Der 1MDB-Fonds, aus dem Geld verschwunden und an malaysische Regierungsmitglieder zurückgeflossen sein soll, war 2009 zur Wirtschaftsförderung des Landes eingerichtet worden. Wegen Betrugs- und Geldwäscheverdachts laufen jedoch schon länger weltweite Ermittlungen unter Leitung des US-Justizministeriums. Im Zentrum des Skandals stand bislang vor allem Goldman Sachs, Malaysia forderte bereits Milliardenbussgelder und Gefängnisstrafen für Ex-Mitarbeiter.

Laut "Wall Street Journal" half die Deutsche Bank 1MDB unter anderem 2014 - als es bereits erste Bedenken gegenüber dem Fonds gab -, eine Finanzierung über 1,2 Milliarden Dollar zu besorgen. Zudem soll eine Mitarbeiterin, die zunächst bei Goldman mit 1MDB arbeitete, später auch bei der Deutschen Bank mit dem Fonds zu tun gehabt haben. Sie verliess die Bank angeblich 2018, nachdem diese von Nachrichten zwischen ihr und dem Hauptbeschuldigten in der 1MDB-Affäre erfahren hatte.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Deutsche-Bank-Chef:

Deutsche-Bank-Chef: Substanzieller Stellenabbau auch in Deutschland

Beim geplanten Konzernumbau der Deutschen Bank sollen auch in Deutschland in nennenswertem Umfang Arbeitsplätze gestrichen werden. "Natürlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl an Stellen wegfallen", sagte Deutsche-Bank-Vorstandschef Christian Sewing dem "Handelsblatt" (Freitag). "Dabei ist allerdings wichtig zu wissen, dass der schon zuvor geplante Abbau im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl enthalten ist."

11.07.2019 19:06

Im Zuge der Postbank-Integration sollen nach Informationen des "Handelsblatts" aus Finanzkreisen rund 6000 Stellen wegfallen. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte dazu, diese Zahl sei nicht korrekt. Wie die Deutsche Bank am Sonntag mitgeteilt hatte, will sie bis zum Ende des Jahres 2022 weltweit rund 18 000 von zuletzt rund 91 000 Vollzeitstellen streichen. Eine Zahl für Deutschland nannte das Kreditinstitut nicht.

Nach dem Scheitern eines Zusammenschlusses mit der Commerzbank will Sewing die Deutsche Bank erst einmal alleine voranbringen: "Es bringt nichts, jetzt über einen dritten oder vierten Fusionsanlauf mit der Commerzbank zu sprechen. Wir haben uns für diesen Alleingang entschlossen, jetzt lassen Sie uns bitte erst mal machen", sagte er. "Wenn es dann zu einer Konsolidierung kommen sollte, fände ich europäische Zusammenschlüsse logischer als nationale. Aber das ist Zukunftsmusik."/brd/DP/men

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Deutsche Bank gibt

Deutsche Bank gibt Aktienresearch nicht auf

Die verbliebenen Mitarbeiter der Deutschen Bank möchten ihre Kunden wissen lassen, dass sie noch da sind.

14.07.2019 18:30

Nach einer Flut von Schlagzeilen in den letzten paar Tagen, in denen der Abbau von 18.000 Arbeitsplätzen und die Schliessung des Aktienbereichs angekündigt wurden, könnten sich die Kunden gefragt haben, wie die Geschäfte abgewickelt werden und von wem.

Jim Reid, weltweiter Leiter fundamentale Kreditstrategie, lieferte in seiner Morgennotiz am Dienstag - die einige Stunden später als gewöhnlich kam - eine Antwort. “Wie Sie sicher alle erfahren haben, hat die Deutsche Bank eine grundlegende Umgestaltung ihres Geschäfts angekündigt”, schrieb der Londoner Analyst. “Wir wollten nur sicherstellen, dass alle wissen, dass DB Research im Unternehmen weiter im Vordergrund stehen wird.”

Die Deutsche Bank wird Aktienresearch und Vermarktung der Analysen in der so genannten Company Research and Advisory Group zusammenfassen, “um die kontinuierliche Vernetzung mit institutionellen Kunden zu stärken”, so Reid.

Stellenreduktion trifft auch Analysten

Nicht alle Analysten entkamen dem Stellenabbau. Die Kürzungen betrafen fast alle in Asien ansässigen Aktienanalysten sowie den grössten Teil des Sales- und Trading-Teams. In einer Mitteilung an Kunden in Australien schrieb die Deutsche Bank am Montag, dass sie das lokale Research sowie gewisse Sales- und Handelsdienstleistungen einstellen werde.

Grundsätzlich entschied sich die Deutsche Bank für die Fortführung des Aktienresearch, um die Beratung von Unternehmen bei Emissionen zu unterstützen, sagte der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing am Montag in London gegenüber Analysten. Die Bank wolle dies insbesondere in Kernbranchen und ausgewählten Branchen beibehalten, sagte der Deutsche-Bank-Chef. Er wollte nicht sagen, wie viele Personen im Research der Bank arbeiten.

Die Bank wird weiterhin “qualitativ hochwertiges, unabhängiges” Research zu Wirtschaft, Festverzinslichen und speziellen Themen veröffentlichen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank auf Anfrage von Bloomberg. Die Bank habe sich auch verpflichtet, eine Research-Abdeckung für Unternehmen in Schlüsselsektoren in Europa und den USA zu liefern, fügte er an.

(Bloomberg)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Umbau reisst Deutsche Bank

Umbau reisst Deutsche Bank tiefer in die Verlustzone als gedacht

Der Radikalumbau mit der Streichung von 18'000 Jobs hat die Deutsche Bank im zweiten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als vorausgesagt.

Aktualisiert um 08:11

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal in wichtigen Geschäftsbereichen teils deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Vor allem im Handel, aber auch in der Transaktionsbank verdiente das Institut weniger. Zuwächse verzeichnete das Geldhaus im Geschäft mit vermögenden Kunden.

Insgesamt stand wegen Milliardenkosten für den Konzernumbau nach Steuern ein Verlust von 3,15 Milliarden Euro zu Buche, wie das die Deutsche Bank am Mittwoch mitteilte. Das ist etwas mehr, als die Bank mit der Bekanntgabe ihrer neuen Strategie Anfang Juli bereits in Aussicht gestellt hatte.

"Wir haben bereits wichtige Schritte unternommen, um unsere Strategie umzusetzen und die Deutsche Bank zu transformieren", sagte Vorstandschef Christian Sewing. "Das schlägt sich auch in unseren Ergebnissen nieder." Ohne die Belastungen für den Umbau, für den die Bank insgesamt mehr als sieben Milliarden Euro veranschlagt hat, wäre das Geldhaus profitabel gewesen.

Die Erträge in der Unternehmens- und Investmentbank brachen um 18 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro ein. Vor Steuern fiel hier ein Verlust von 907 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 475 Millionen vor Jahresfrist. Im Aktienhandel, der im Zuge der Neuausrichtung aufgegeben werden soll, brachen die Erträge sogar um 32 Prozent auf 369 Millionen Euro ein. Aber auch im Beratungs- und Emissionsgeschäft, auf das die Deutsche Bank auch in Zukunft setzt, gingen die Erträge um knapp ein Drittel zurück.

Die Vermögensverwalter-Tochter DWS machte im zweiten Quartal dagegen Boden gut. Der bereinigte Gewinn vor Steuern stieg um 21 Prozent auf 185 Millionen Euro. Dabei half aber auch ein strenger Sparkurs.

Zur Neuausrichtung gehört auch der Abbau von weltweit 18.000 Jobs. Ein Fünftel der gesamten Bilanzrisiken werden in einer internen "Bad Bank" gebündelt.

(Reuters/AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Deutsche Bank verschont Fixed

Deutsche Bank verschont Fixed-Income-Händler

Die Fixed-Income-Händler der Deutschen Bank wurden bislang von dem radikalen Stellenabbauprogramm des Finanzkonzerns verschont. Doch irgendwann wird sich das wohl ändern.

28.07.2019 07:50

Der jüngste Plan von Vorstandschef Christian Sewing wird unterrichteten Kreisen zufolge letztlich dazu führen, dass es sowohl bei Front-Office- als auch bei Back-Office-Stellen mit Bezug zum Kauf und Verkauf von zinsbezogenen Wertpapieren Einschnitte geben wird. Der Zeitpunkt und die genauen Zahlen seien noch nicht festgelegt, sagten die mit dem Vorgang vertraute Person, die aufgrund der vertraulichen Natur der Sache nicht genannt werden wollte.

Das angeschlagene Geldhaus kündigte Anfang des Monats eine tiefgreifende Umstrukturierung an, die einen Rückzug aus dem Aktienhandel und begrenzte Einschnitte im Zinshandel beinhaltete. Die Bank plant, bis Ende 2022 rund 18.000 Arbeitsplätze abzubauen. Kurz nach der Ankündigung versicherte der Leiter des Fixed-Income-Handelsbereichs der Deutschen Bank, Ram Nayak, seinen Mitarbeitern, dass sie ihre Jobs in seinem Bereich behalten werden, wie Bloomberg damals aus unterrichteten Kreisen erfahren hatte.

Die Deutsche Bank hat die Verteilung des Stellenabbaus nach Gebieten oder Bereichen nicht aufgeschlüsselt und lediglich gesagt, dass alle Regionen betroffen seien. Die Bank erklärte, seit Ankündigung der Umstrukturierung seien mehr als 900 Mitarbeiter - hauptsächlich im Aktienhandel - darüber informiert worden, dass ihre Beschäftigung enden wird.

(Bloomberg)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.09.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 23'671
Deutsche Bank dämpft

Deutsche Bank dämpft Ertragshoffnungen

Die Deutsche Bank rechnet wegen der Niedrigzinsen und der abflauenden Konjunktur mit Gegenwind beim angestrebten Ertragswachstum.

10.09.2019 06:16

Dies sagte der Finanzchef des deutschen Geldinstituts, James von Moltke, bei einer Investorenkonferenz am Montag in New York. Bis zum Jahr 2022 stelle die Deutsche Bank einen Ertrag zwischen 24 und 25 Milliarden Euro in Aussicht. Damit ist das Geldhaus etwas vorsichtiger als noch im Juli.

Damals hatte die Bank ihre neue Strategie vorgestellt und bis 2022 einen Ertrag von rund 25 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im Jahr 2018 hatte die Deutsche Bank auf vergleichbarer Basis einen Ertrag von knapp 23 Milliarden Euro erzielt. Seit Juli habe sich das Umfeld allerdings eingetrübt und die Lage der Weltwirtschaft sei fragiler geworden, hiess es nun. Daher plane die Bank derzeit mit einem Ertrag zwischen 24 und 25 Milliarden Euro.

"Wir denken, das bleibt erreichbar. Aber wir bekommen offensichtlich Gegenwind durch die niedrigen Zinsen", sagte von Moltke. Viele Experten bezweifeln schon seit der Vorstellung der Strategie, dass die Bank ihr Ertragsziel erreichen kann, obwohl sie gleichzeitig Kosten senken und die Risiken reduzieren will.

Die vorsichtigeren Aussagen des Finanzchefs könnten den Aktienkurs weiter belasten. Dieser hatte sich in den vergangenen Tagen kräftig erholt - seit dem Rekordtief von 5,777 Euro Mitte August ging es um rund 27 Prozent nach oben. Trotz der jüngsten Erholung kosten die Papier fast ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten