Finanz Crash, Top Bericht

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26.11.2008 16:30
#1
Bild des Benutzers ciao-peppino
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Finanz Crash, Top Bericht

Habe mal im Gomopa eine sehr interessanten Bericht zur Finanzkrise gelesen, vielleicht regt es zu einer netten Diskussion an.

Gruss Peppino

Es gibt viele komplizierte Betrachtungen zur Finanzkrise.

Für die, die einfach mitdenken wollen, ein Angebot.

Aber in der Reihenfolge durchlesen, die Sache braucht einen kleinen Anlauf.

Die Krise der Finanzmärkte hat ihre Ursache nicht in den Finanzmärkten. Egal, wie gierig Banker oder Anleger sind, egal wie kompliziert Finanzprodukte konstruiert werden, es bedarf einer Voraussetzung, Kapital.

Eine Form dieses Kapitals ist Geld. Wo kommt das eigentlich her und wieso ist so viel da?

Nicht jeder kann es herstellen, aber die, die es dürfen sind nur durch den Bestand an Farbe und Papier limitiert.

Klartext, es kann unkontrolliert hergestellt werden. Gegenwert Null. Niemand hat einen Anspruch, gegen das Papiergeld einen festgelegten Gegenwert vom Hersteller zu bekommen.

Die fiktive Bonität des Herstellers bestimmt einen fiktiven Wert der Währung.

Das funktioniert, solange der Markt an ein Gleichgewicht von Papiergeldmenge einerseits und Wertschöpfung an Waren und Dienstleistungen andererseits beim druckenden Staat glaubt.

Wenn nicht, geht die Währung in den Keller. Inflation.

Vereinfacht, mehr Papiergeld als eigene Wertschöpfung, dann muss der Preis hoch um mehr Papiergeld zu binden.

Papiergeldmenge soll irgendwie in Relation zur geringen Wertschöpfung gebracht werden.

Macht das ein Staat wie Simbabwe, der nichts darstellt, geht das razfaz.

Ein Dollar von Bush entspricht 180 Billiarden Dollar von Mugabe.

Stellschraube überdreht, Bankrott!

Währe Simbabwe eine Weltwirtschaftsmacht, wäre die Weltwirtschaft abgestützt.

Aber die Weltwirtschaft hat ja die Weltwährung Dollar.

Funktioniert wie?

Mit diesem bedruckten Papier geht die USA seit 1913 gezielt weltweit einkaufen.

Ware gegen Papier.

Eine wichtige Säule des eigenen Wohlstandes. Leistungen anderer konsumieren, für nothing. Funktioniert, solange das Papiergeld nicht in Größenordnungen zurückkommt und nach Waren verlangt, die in der Größenordnung gar nicht da sind.

Dann lässt Simbabwe grüßen.

Also mußten die Amis dafür sorgen, dass das Papiergeld in Größenordnungen nicht zurückkommt.

Erster AKT.

Die Amerikaner haben dafür gesorgt, dass andere das Geld bunkern. Der Dollar wurde wichtig gemacht. Man sicherte einen Gegenwert in Gold zu.

Das war bequem für Staaten und Unternehmen. Man verfügte als Wertreserve dank verbrieftem Dollar über Gold. Die Kohle war mal schon aus dem Verkehr gezogen, was die USA dafür an Werten gezogen hat, quasi geschenkt.

Es wurde aber fleißig weitergedruckt.

Andererseits war auch klar, wie viel Gold auf der Welt überhaupt da ist. Die Dollarbesitzer wurden unruhig und immer mehr Dollars wanderten zurück zum Hersteller, um das verbriefte Gold abzurufen.

Ging längst nicht mehr auf, die Amis sagten folgerichtig- sorry. Aus der Traum.

Zweiter AKT.

Eine Ersatzparität mußte her.

Die Amis nutzten ihre Weltmachtstellung und zwangen die Ölstaaten, dass der Ölhandel ausschließlich in Dollar abgewickelt wird.

Das hatte zwei Vorteile, Reservewährung für Dritte machte wieder Sinn. Daneben werden Größenordnungen in einer notwendigen Zirkulation gebunden. Das operative Ölgeschäft verlangt ständig Dollars.

Dollars sind beschäftigt, aber immer noch da. Und werden mehr. Das läuft perspektivisch gegen den Baum.

Dritter AKT.

Dollars müssen definitiv auch wieder weg.

Eine Variante, man fordert in regelmäßigen Abständen die Dollarbesitzer auf, jeden zweiten Schein zu verbrennen. Macht den anderen wertvoller. Und man kann wieder ordentlich drucken. Bis zum nächsten Aufruf.

Geht so plump nicht.

Jetzt kommen die Finanzmärkte.

Angeführt von der US-Börse werden riesen Geldströme in die Börse gelenkt. Neben ihrer wichtigen Funktion als Kapitalbeschaffer der Wirtschaft, wurde sie geschickt auch zum Kapitalverbrenner profiliert. Papiergeld in Wertpapiere, Wertpapiere in regelmäßigen Abständen versenken oder halbieren und die gewünschte Verbrennung hat stattgefunden. Dafür wurden Batterien von Konstruktionen entwickelt, die bloßen Wetten gleichkommen und das schnell erledigen. Daneben noch Schleichbrenner wie US-Staatsanleihen, mit denen insbesondere die Scheichs zwangsweise zugepflastert werden. Denn die stehen am Ender der Dollarzirkulation. Die Berge müssen so gut wie möglich gebunden werden.

Reicht aber nicht.

Durch einen Crash hier und da wird richtig zugelangt. So bedauerlich im menschlichen Bereich der 11. September war, Billionen an Buchwerten wurden in diesem Sinne eben auch entsorgt. Und das schafft Luft. Luft, die dringend gebraucht wurde. Scheint aber nicht zu reichen, denn jetzt wird schon wieder inszeniert vernichtet.

Die USA ist zwar nicht der einzige aber der größte Papiergeldganove. Und damit hat sie auch das größte Probelm. Denn auch wenn bisher bei dieser Finanzkrise wohl drei Billionen Buchwerte vernichtet wurden, es reicht nicht. Das kostet schon der Irakkrieg. Schönen Gruß an die Geldpresse.

Und diesmal meutert der Rest der Welt zum Finanzgebaren. Das wird so nicht mehr ohne weiteres laufen.

Vierter AKT.

Den gibt es noch nicht.

Aber er ist denkbar.

Die Amis machen eine Währungsreform.

Problem, dass was sich ein einzelnes Land immer leisten kann um durchzustarten ( Wirtschaftswunder Deutschland) ist eben bei einer Weltwährung ein ganz schwerer Akt. Allein die Chinesen sollen auf 1,6 Billionen Dollars sitzen. Wenn die durch eine Währungsreform zusammengeschossen werden sollen, dann haben die Chinesen keine Skrupel die vorher in den Markt zu feuern und wenigsten mit Schaden für die Ammis zu verbrennen. Das ist aber nur einer.

Übrigens den Betrug mit dem Papiergeld hat schon Goethe im Faust festgehalten.

Der Kaiser bekommt sein Problem mit Papiergeld gelöst. Faust weißt darauf hin, dass dieses Geld durch Arbeit zu decken ist. Sonst ist es nichts Wert. Von dem Thema lenkt Mephisto geschickt ab.

Der Rausch beginnt.

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irgendwann erwischt es alle
27.11.2008 08:44
Bild des Benutzers ciao-peppino
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Finanz Crash, Top Bericht

Wink der meinung bin ich auch voll und ganz.

fand den bericht allerdings einigermassen gut getroffen, was die Medien betrifft muss ich sagen wird man täglich enttäuscht, erst heisst es man hat die lage im griff, 3 tage später heisst es wir brauchen milliarden, wenn ich sehe welch hoffnung die amerikaner in den neuen presidenten werfen, bin sehr gespannt, letztendlich ist sich jeder seiner selbst, ob amerika noch das gleiche gewicht in der welt in 10 jahren inne hat wage ich arg zu bezweifeln.

gruss peppino

irgendwann erwischt es alle

26.11.2008 20:22
Bild des Benutzers Bullish
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Finanz Crash, Top Bericht

Nun, wissenschaftlich ist der Bericht nicht, aber eine schöne Erklärung. Jeder, der sich etwas vertiefter mit 9-11 beschäftigte, weiss, da stinkt etwas.

Wer gesehen hat, welche "Beweise" gegen S. Hussein und den Irak vorlagen, der wusste, da stinkt etwas. Die USA bombardierten Irak 12 Jahre lang. In dieser Zeit gelang es dem Irak, nicht ein Flugzeug abzuschiessen. Aber die sollen hochentwickelte Massenvernichtungswaffen haben?

Der Bailout Plan sieht vor, dass niemand weiss, wo das Geld hinfliessen sollte und keiner je belangt werden kann. Die 700Mrd sind ja eine Hohn angesichts der gesamten Summe, die eventuell reingebuttert wird. UND UNSERE MEDIEN SIND EINE SCHANDE, so wie über die Kongressabstimmungen berichtet wurde. Die haben genau keine Infos ausser was die NYT am Vortag druckte und was über den AP-Ticker läuft. Die haben wahrscheinlich nicht einmal die Abstimmung auf CNN oder so verfolgt.

Eine Diskussion wird schwierig sein, denn das sind alles Spekulationen. Ebenso wie die AMERO Berichte im kanadischen Fernsehen und auf Nsbc.