Lehman Brothers

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zeus.
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Lehman Brothers

Ist hier keiner (mehr) investiert?

LEHMAN BROTHERS Frankfurt EUR 09-01-2009 0.05 0.01 (23.81%) 0.05 0.05 0.06 0.04 5'318'284

LEH hatte am Freitag einen guten Tag. Was meint ihr, Top oder Flop?

Lohnt sich eine (kurz rein, schnell wieder raus) Investition noch?

btw: Am Montag wird bei den Amis mit einem fulminanten Wochenstart gerechnet. In den meisten Ami-Foren lautet die Devise: strong buy

http://www.americanbulls.com/StockPage.asp?CompanyTicker=LEHMQ&MarketTicker=OTC&Typ=S

orangebox
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Lehman Brothers

zeus wrote:

Ist hier keiner (mehr) investiert?

LEHMAN BROTHERS Frankfurt EUR 09-01-2009 0.05 0.01 (23.81%) 0.05 0.05 0.06 0.04 5'318'284

LEH hatte am Freitag einen guten Tag. Was meint ihr, Top oder Flop?

Lohnt sich eine (kurz rein, schnell wieder raus) Investition noch?

btw: Am Montag wird bei den Amis mit einem fulminanten Wochenstart gerechnet. In den meisten Ami-Foren lautet die Devise: strong buy

http://www.americanbulls.com/StockPage.asp?CompanyTicker=LEHMQ&MarketTicker=OTC&Typ=S

Lehman ist ne tote Bude, der Titel ist nun unter OTC (Abzockerbereich) plaziert.

da versuchen einige Gauner den letzten naiven Anleger (natürlich auch Geldgier) das Geld aus der Hose zu stehlen.

querschuesse.de

Touni
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Lehman Brothers

und das Volumen war am Freitag bei mickrigen 250 000.- was mich aber immer noch erstaunt. :roll:

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

zeus.
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Lehman Brothers

Touni:

Hier die Fakten vom Freitag:

Day's Close 0.0690

Previous Close 0.0510

Previous Open 0.0570

Change +0.0180

% Change +35.29%

Volume 25,833,340

Ich weiss nicht, wie du auf 250k kommst. Das Volumen ist doch prima.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob dies nicht dennoch einen Zock Wert ist. Werde morgen mal abwarten, was in Frankfurt geht

alchimist
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Lehman Brothers

zeus wrote:

Ist hier keiner (mehr) investiert?

LEHMAN BROTHERS Frankfurt EUR 09-01-2009 0.05 0.01 (23.81%) 0.05 0.05 0.06 0.04 5'318'284

LEH hatte am Freitag einen guten Tag. Was meint ihr, Top oder Flop?

Lohnt sich eine (kurz rein, schnell wieder raus) Investition noch?

btw: Am Montag wird bei den Amis mit einem fulminanten Wochenstart gerechnet. In den meisten Ami-Foren lautet die Devise: strong buy

http://www.americanbulls.com/StockPage.asp?CompanyTicker=LEHMQ&MarketTicker=OTC&Typ=S

Ich bin dabei mit Oblis zu rund 6%. Wird kein Daytrading aber auf Monate oder Jahre ein sehr gutes Investment Wink

Aktien sind nur nach dem Motto, ich hoffe ich finde einen Dümmeren als ich selber es bin Lol

Murphy
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Lehman Brothers

@Alchimist

Dann spekulierst du auf einen Überschuss am Ende der Liquidation von Lehman, sodass dieser an Obligationäre und Aktionäre ausbezahlt wird?

Freundliche Grüsse

Die Börse ist ein Haifischbecken, und ich bin der weisse Hai darin!

http://market-trade.blogspot.com

alchimist
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Lehman Brothers

Murphy wrote:

@Alchimist

Dann spekulierst du auf einen Überschuss am Ende der Liquidation von Lehman, sodass dieser an Obligationäre und Aktionäre ausbezahlt wird?

Freundliche Grüsse

Lol Glaub mir für die Aktionäre bleibt nichts übrig. Das mit den Oblis wird sicher ein gutes Geschäft aber ist langfristig.

Etwa eine Woche nach dem Konkurs ging man sogar noch von fast 50% aus aber das wird es sicher nicht bringen.

Elias
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Vor fünf Jahren stand die Finanz-Welt still

Es war die Zäsur, als 2008 die grosse US-Investmentbank Lehman Brothers kollabierte. Zuvor galt der Konkurs einer grossen Bank als Theorie, seither ist der Untergang real.

Mit dem Lehman-Knall am 15. September 2008, als die Bank in den frühen Morgenstunden dieses schwarzen Montags ihre Bücher deponieren musste, ging eine Ära zu Ende. Die Banken hatten ihren Kredit verspielt, der Staat musste rettend einspringen. Sonst wäre es wohl zu einem Dominoeffekt mit flächendeckenden Konkursen und einem Rückfall in graue Depressionszeiten gekommen. In der Schweiz musste die Nationalbank die UBS vor einer Schieflage bewahren.

Es war die historische Chance, ein fehlgeleitetes Finanzsystem auf neue Beine zu stellen. Die Banken hatten sich während Jahren immer stärker verschuldet und riesige Bilanzen aufgetürmt. Dahinter stand der Drang nach einem hohen Aktienkurs, gefordert von den Investoren und gepusht durch Bonus-getriebene Banker.

Der Plan war: Zuerst retten, dann flicken

In der akuten Krise waren alle froh, dass das System dank Hunderten von Milliarden öffentlicher Gelder dem Druck standhielt. Das Undenkbare, nämlich den wilden Marktkräften freien Lauf zu lassen, konnte man sich gar nicht vorstellen. Weltweit herrschte Einigkeit, dass zuerst die Rettung kommt, während die Prinzipien zu warten hatten.

Dass diese verletzt wurden, das war den politischen und wirtschaftlichen Führern selbstverständlich klar. Die freie Marktwirtschaft nach westlichem Zuschnitt basierte auf dem Grundsatz, dass man jedes Unternehmen untergehen lassen kann. Die Airlines hatte man in den Jahren zuvor im Stich gelassen, etwa die PanAm in den USA und die Swissair in der Schweiz. Ausgerechnet den Grossbanken hingegen, deren Chefs sehr hohe Boni kassiert hatten, griff der Staat mit Steuergeldern unter die Arme.

Boni, Verschuldung, Eigenhandel – das musste weg

Ein Fehler im System, lautete der Tenor. Noch während die Feuerwehrmänner der Notenbanken löschten und bargen, begannen Politik und Aufsicht, Big Banking an die Kandare zu nehmen. Rasch wurde klar, wo der Hebel angesetzt werden müsste. Die Anreize mit den riesigen Boni waren falsch gesetzt, das eigene Kapital galt im Verhältnis zur Grösse als viel zu knapp bemessen, und die Verbindung von Spargeldern mit riskantem Eigenhandel wurde nun als Gefahr erkannt.

Heerscharen von Funktionären machten sich ans Werk, um das Welt-Finanzhaus neu zu zimmern. Die Ansätze waren richtig, der Wille zum Aufbruch spürbar. Auf allen Ebenen – auf globaler und nationaler Stufe sowie bei den einzelnen Instituten – wurden die Vorschriften verschärft. Weil sich die Schweiz mit ihren für das Land überdimensionierten Grossbanken UBS und CS in einer besonders exponierten Lage befand, gingen ihre Verantwortlichen voraus und führten rascher als andere Staaten eine eigene Too-Big-To-Fail-Regelung ein. Das stiess weltweit auf Interesse.

Eingeschlafener Reformwille

Es war die Zeit der Warner und Reformer. Doch sie dauerte nicht allzu lange. Kaum hatten sich die Grossbanken vom Gröbsten erholt, geriet der Zug ins Stocken. Die Topshots der Finanzmultis setzten sich gegen in ihren Augen allzu harte Vorschriften zur Wehr. Weitgehend mit Erfolg. Die Boni blieben hoch, die Verknüpfung von Investment- und Privatebanking blieb erlaubt, und die Verschuldung ging zwar auf dem Papier zurück, absolut betrachtet blieben die Banken aber riesig.

Noch geben sich Politiker und Warner nicht geschlagen. In Bern haben soeben die SVP und die SP eine Initiative für Trennbanken gestartet. Die beiden Schweizer Grossbanken sollen separiert und in Einzelteile zerlegt werden, damit nicht Sparfranken für einen allfälligen Konkurs haften müssten. Der Vorstoss kommt spät und dürfte es in der politischen Arena schwer haben. Und dass international doch noch die absolute Verschuldung zum Gradmesser wird statt der relativen, die immer von den bankeigenen Modellen abhängt, ist wenig wahrscheinlich.

So bleibt das ernüchternde Fazit, dass fünf Jahre nach Lehman Brothers im Kern fast alles beim Alten geblieben ist. Die grossen Banken machen wieder stolze Gewinne, die bei den nächsten Skandalen in der Zukunft in Verluste umschlagen können; ihre Chefs lassen sich weiterhin vergolden; und die Bilanzen der grossen Finanzhäuser gleichen mit ihren Derivatkonstrukten explosiven Warenlagern. Die Welt hat es verpasst, aus dem real gewordenen Albtraum die richtigen Schlüsse zu ziehen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Vor-fuenf-Jahren-stand-die-Finanz...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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