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Microsoft will wieder

Microsoft will wieder Smartphones bauen

Es war die Überraschung des Herbstevents von Microsoft in New York City. Der Konzern, der erst vor wenigen Jahren die eigenen Windows-Telefone aufgegeben hatte, will wieder in den Smartphone-Markt zurückkehren.

03.10.2019 07:09

Das Gerät mit dem Namen Surface Duo soll sich dabei stark von klassischen Smartphones wie Apples iPhone abheben: Es kommt mit zwei Displays mit je 5,6-Zoll Diagonale, die zu einem grossen Bildschirm aufgeklappt werden können. Es handelt es sich nicht um ein grosses, biegsames Faltdisplay wie bei Samsung oder Huawei. Diese Bildschirme können grosse Probleme bereiten - Samsung musste den Start seines Modells Galaxy Fold um Monate verschieben. Microsoft setzt auf klassische LCD-Displays mit extrem dünnem Rand und stabilen Metallscharnieren. Sie sollen den Eindruck einer einzigen grossen Arbeitsfläche vermitteln.

Viele Details des Geräts wurden noch nicht bekannt, da es erst zu Weihnachten 2020 in die Geschäfte kommen soll. Aber schon die Eckdaten lassen aufhorchen. Als Betriebssystem soll Googles Android Verwendung finden, in einer nicht genauer spezifierten "modifizierten Version". Allerdings, verspricht Microsofts Hardware-Chef Panos Panay, werden "alle Android-Apps" auf dem Gerät laufen. Unter der Haube wird - wie bei fast allen anderen Smartphones - ein Chip mit Technologie des Halbleiter-Designers ARM werkeln. Bislang gehen die Planungen von integriertem LTE-Mobilfunkmodem aus, zu 5G wollte auf dem Event in einem alten Lagerhaus in New York niemand Stellung nehmen. Microsoft selbst spricht auch nicht von einem Smartphone, sondern nennt das Gerät nur "Surface". Mit 5,6-Zoll-Bildschirmgrösse kommt das Duo aber praktisch wie ein etwas dicklich geratenes iPhone 11 daher (6,1-Zoll-Display), aber eben aufklappbar zu doppelter Grösse.

Die Entwicklung entbehrt nicht einer gewissen Ironie. In den Anfängen der Smartphone-Ära hatte sich Handy-Weltmarktführer Nokia gegen Googles Android und für Microsofts Windows Phone als Betriebssystem entschieden. Es lief nicht besonders gut, Microsofts Plattform wurde von Android und Apples iPhone-Ökosystem abgehängt. Dann kaufte Microsoft Nokias Handy-Geschäft in einem Versuch, Windows Phone doch noch im Markt zu verankern.

Die Akquisition geriet zu einem finanziellen Desaster in Milliardenhöhe, tausende Mitarbeiter verloren ihres Jobs, das Nokia-Investment wurde mit dem Ausstieg aus dem Smartphone-Markt vollkommen abgeschrieben - und jetzt kommt Microsoft also selber mit einem Android-Telefon zurück.

Die Zeiten haben sich allerdings auch geändert. Mittlerweile sind alle wichtigen Microsoft-Angebote für Android verfügbar und somit liesse sich das Gerät für den Privatkundenmarkt vermarkten oder als Einstiegsgerät im Unternehmensbereich.

Das Duo bekommt auch einen grossen Bruder, das Neo, mit zwei aufklappbaren 9-Zoll-Displays sowie dem neuen Windows 10 X, das das Arbeiten mit zwei Bildschirmen optimieren soll. Angekündigt sind zudem kompatible Geräte mit Windows 10 X auch von Herstellern wie Asus, Dell, HP Inc oder Lenovo.

Microsoft-Chef Satya Nadella, der zu der Vorstellung erschienen war, hatte noch mehr zu bieten als einen Blick in die Glaskugel. Für die ambitionierten Geschäftskunden wird das Surface Pro X eingeführt, das neue Top-Modell von Microsofts Mobil-Serie. Es bekommt einen eigens entwickelten Prozessor, den Microsoft SQ1, der besonders energieeffizient sein soll und ein 7,3 Millimeter dünnes Gehäuse. LTE Advanced sorgt für den Anschluss an das Mobilfunknetz. Das Display bietet ein 13-Zoll-Display, zwei USB-C Anschlüsse und eine Schnellladefunktion. Pfiffig: Als Zubehör gibt es ein neues Keyboard und einen flachen Stift, der innerhalb der Tastatur gelagert und dabei auch geladen wird. Die neue Tastatur passt leider nicht an die Vorgänger-Surface-Geräte. Preislich startet das Surface Pro X bei 1149 Euro.

Weitgehend im Inneren und ausstattungsmässig überarbeitet erscheinen auch das Tablet Surface Pro 7 und der Surface Laptop in seiner 3. Generation. Mit der breit gefächerten Produktpalette demonstriert Microsoft den unbedingten Willen, die Windows-Plattform in der mobilen und Cloud-Welt fest zu verankern und den Markt nicht Apples iPads, dem MacBook Air oder den MacBooks zu überlassen. Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres stieg der Umsatz mit Surface-Geräten um 14 Prozent. Genauere Zahlen gibt Microsoft nicht Preis, die Umsätze sind im Geschäftsbereich "More Personal Computing" versteckt.

(AWP)

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Cloud-Geschäft treibt

Cloud-Geschäft treibt Microsoft an

Microsoft profitiert weiterhin von dem Fokus auf das Cloud-Geschäft und dem nahenden Ende der Unterstützung von Windows 7.

24.10.2019 06:40

Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 33,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang in dem Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 21 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar hoch, wie Microsoft nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

Die Erlöse mit Cloud-Diensten und Servern stiegen um 30 Prozent. Das Geschäft mit Windows-Produkten für Unternehmen wuchs um 26 Prozent. Microsoft lässt die Unterstützung des betagten, aber bis zuletzt noch in vielen Firmen genutzten Betriebssystems Windows 7 Anfang kommenden Jahres auslaufen. Deswegen steigen sie verstärkt auf das neuere Windows 10 um. Das ist oft auch mit dem Kauf neuer Gerät verbunden. Der Umsatz mit auf Computern installierter Windows-Software wuchs um neun Prozent.

Zugleich blieb das Geschäft mit der Spielekonsole Xbox praktisch unverändert.

Die Aktie gab im nachbörslichen Handel zeitweise leicht nach. Möglicherweise sahen die Anleger die Abschwächung des Wachstums bei der Cloud-Plattform Azure - auf immer noch 59 Prozent - als ein Warnsignal.

(AWP)

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Microsoft bekommt US-Lizenz

Microsoft bekommt US-Lizenz für Software-Lieferungen an Huawei

Der amerikanische Technologiekonzern Microsoft hat vom US-Handelsministerium eine Lizenz zum Verkauf von Software an das chinesische Unternehmen Huawei erhalten.

22.11.2019 07:10

Dies teilte Microsoft am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte einigen amerikanischen Firmen am Mittwoch gestattet, den Verkauf an den chinesischen Telekom-Riesen wiederaufzunehmen.

Vor einem halben Jahr hatten die USA den Huawei-Konzern auf eine schwarze Liste gesetzt und dies mit Bedenken für die nationale Sicherheit begründet.

(SDA)

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Microsoft geht gerichtlich

Microsoft geht gerichtlich gegen Hacker aus Nordkorea vor

Der Software-Riese Microsoft zerrt die vermutlich von Nordkorea aus operierende Hackergruppe "Thallium" in den USA vor Gericht. Laut Angaben von Microsoft haben die Hacker gezielt die Email-Adressen von Regierungsmitarbeitern, Denkfabriken, Universitätsmitarbeitern und Personen, die an nuklearen Projekten arbeiten, sowohl in den USA, Japan als auch Südkorea angegriffen.

31.12.2019 07:01

Die Cyber-Spionage-Gruppe soll über sogenannte "Spear-Phishing"-Angriffe in die Konten und Netzwerke von Microsoft-Kunden eingedrungen sein, um sensible Informationen zu stehlen. Dabei gaukeln glaubwürdig aussehende E-Mails Legitimität vor. Thallium habe auch Malware verwendet, um Systeme zu kompromittieren und Daten zu stehlen, sagte das Unternehmen.

(AWP)

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Microsoft schliesst Windows

Microsoft schliesst Windows-Schwachstelle nach NSA-Hinweis

Microsoft hat eine brisante Sicherheitslücke in seinem Windows-Betriebssystem geschlossen, dank der sich böswillige Schadsoftware als legitime Programme ausgeben konnte. Der Hinweis kam vom US-Abhördienst NSA, der die Schwachstelle entdeckte und dem Software-Konzern meldete. Die Lücke kann nur durch die Installation des am Dienstag veröffentlichten Updates für Windows 10 und Windows Server geschlossen werden.

15.01.2020 07:38

Bei US-Geheimdiensten gibt es ein Abwägungsverfahren, in dem entschieden wird, ob eine von ihnen entdeckte Sicherheitslücke stillschweigend ausgenutzt oder zum Schliessen gemeldet wird. Vor einigen Jahren wurde eine einst von der NSA genutzte Schwachstelle öffentlich bekannt und machte die Welle von Angriffen mit dem WannaCry-Trojaner möglich. Das Schadprogramm verschlüsselte Computer und forderte Lösegeld. Betroffen waren unter anderem britische Krankenhäuser und Anzeigen auf Bahnhöfen in Deutschland.

Im aktuellen Fall fand die NSA heraus, dass Windows unter Umständen gefälschte Vertrauenswürdigkeits-Zertifikate von Software akzeptierte. Solche Zertifikate sind in vielen Fällen die Voraussetzung dafür, dass Programme auf Computern laufen dürfen. Dieses System sei grundsätzlich weiterhin sicher, nur seine Umsetzung in diesem konkreten Fall müsse korrigiert werden, betonte die NSA./so/DP/eas

(AWP)

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Microsoft will jetzt grün

Microsoft will jetzt grün werden

Microsoft will im grossen Stil zur Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen beitragen. Spätestens 2030 wolle man der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entziehen als man produziere.

17.01.2020 07:04

Das kündigte Microsoft-Chef Satya Nadella am Donnerstag in Redmond an. Und bis zum Jahr 2050 wolle Microsoft all den Kohlenstoff aus der Umwelt entfernen, den das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1975 entweder direkt oder durch den Stromverbrauch verursacht habe.Hintergrund der Microsoft-Initiative ist die Tatsache, dass die IT-Branche wegen des grossen Strombedarfs bislang signifikant zum CO2-Ausstoss und damit zum Klimawandel beigetragen hat. Einigen Studien zufolge setzt allein das Internet mit Cloud-Anwendungen wie Amazon AWS, Google Cloud oder Microsoft Azure sowie Streamingdiensten wie Netflix inzwischen mehr CO2 frei als die globale Luftfahrt.

Nadella räumte ein, dass es noch keine Verfahren gebe, um der Atmosphäre sehr grosse Mengen an CO2 zu entziehen. Deshalb werde Microsoft einen Fonds in Höhe von einer Milliarde Dollar (900 Mio Euro) auflegen, um die Entwicklung von Techniken und Methoden zu fördern, mit denen man "CO2-negativ" werden könne. Das Unternehmen werde dabei auf ein Portfolio von Techniken setzen - darunter Wiederaufforstung, Kohlenstoffbindung im Boden, Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sowie direkte Luftaufnahme.

Zulieferer nach CO2-Fussabdruck ausgewählt

An der Initiative sollen auch Partner und Zulieferer von Microsoft beteiligt werden. Ab 2021 werde die CO2-Reduktion ausdrücklich bei der Auswahl von Zulieferern berücksichtigt. Intern werde Microsoft eine CO2-Abgabe von 15 Dollar pro Tonne CO2 einführen, mit der jede Abteilung in der internen Verrechnung auch tatsächlich belastet werde.

Bei der Entwicklung der Anlagen und Verfahren zur CO2-Reduktion gehe es vor allem darum, dass sie auch im grossen Massstab zum Einsatz kommen können und bezahlbar seien. Ausserdem sollten sie kommerziell verfügbar gemacht werden und überprüfbar sein. "Angesichts des aktuellen Stands der Technologie und der Preisgestaltung werden wir uns zunächst auf naturbasierte Lösungen konzentrieren", erläuterte Microsoft in einem Blogeintrag. Bis 2050 strebe man an, auf technologiebasierte Lösungen umzusteigen, wenn diese rentabler werden.

"Die Reduzierung des Kohlenstoffs ist das Ziel, das die Welt erreichen muss", betonte Nadella. "Dies ist eine gewagte Wette - ein "Moonshot" - für Microsoft." Es werde nicht leicht für sein Unternehmen sein, bis 2030 kohlenstoffnegativ zu werden. "Aber wir glauben, dass es das richtige Ziel ist." Mit dem richtigen Engagement sei es aber auch ein erreichbares Ziel.

(AWP)

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Cloud und Windows-Upgrades

Cloud und Windows-Upgrades halten Microsoft auf Wachstumskurs

Microsoft hat im vergangenen Quartal von seinem Fokus auf das Cloud-Geschäft und auch dem Ende des betagten PC-Systems Windows 7 profitiert. Der Software-Riese steigerte den Umsatz um 14 Prozent auf 36,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 38 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar hoch, wie Microsoft nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

30.01.2020 06:39

Die Erlöse im Cloud-Bereich legte dabei um 27 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar zu. Im Windows-Geschäft mit Geräteherstellern gab es ein Plus von 18 Prozent. Microsoft hatte im Januar die Unterstützung von Windows 7 eingestellt. Deswegen wechselten in den vergangenen Monaten bereits verstärkt Unternehmen auf das aktuelle Windows 10 - und kauften dabei oft auch gleich neue Computer.

Das Geschäft mit den Surface-Geräten wuchs um sechs Prozent, teilte Microsoft mit, ohne den genauen Umsatz zu nennen. In der Spielesparte mit der Xbox-Konsole sanken die Erlöse dagegen um elf Prozent. Klassische Konsolen-Spiele hatten zuletzt zusätzliche Konkurrenz durch Online-Games wie "Fortnite" bekommen.

Die Microsoft-Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um zwei Prozent zu./so/DP/he

(AWP)

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Heimarbeit in Corona-Krise

Heimarbeit in Corona-Krise treibt Microsoft-Geschäft an

Der Software-Riese Microsoft legt dank seiner Cloud-Angebote auch in der Corona-Krise zu.

30.04.2020 06:32

Office-Büroprogramme, die Kooperations-Software Teams und die von vielen Apps genutzte Cloud-Plattform Azure sind gefragt, während Menschen in vielen Ländern zuhause statt im Büro arbeiten, wie das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Auch beim Betriebssystem Windows und Microsofts "Surface"-Tablets lief es den Angaben zufolge besser als erwartet, weil verstärkt mobile Geräte gekauft worden seien.

Die Corona-Pandemie beeinflusse alle Lebens- und Arbeitsbereiche, "und wir haben ein Ausmass digitaler Transformation von zwei Jahren in zwei Monaten erlebt", sagte Microsoft-Chef Satya Nadella in einer Telefonkonferenz mit Analysten. So komme Microsoft Teams jetzt auf 75 Millionen Nutzer täglich - doppelt so viele wie noch Anfang März.

Bei Microsofts Cloud-Flaggschiff - der Azure-Plattform für Unternehmen - stiegen die Erlöse um 59 Prozent. Das Cloud-Geschäft insgesamt legte um 27 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz der Sparte mit Windows, der Xbox-Spielekonsole und den "Surface"-Geräten wuchs um drei Prozent auf elf Milliarden Dollar. Für diesen Bereich hatte der Konzern wegen der Corona-Pandemie im Februar vorsorglich eine Umsatzwarnung abgegeben. Die Lieferketten in China erholten sich jedoch etwas schneller als gedacht.

Der Bereich, in dem unter anderem die Office-Bürosoftware untergebracht ist, wuchs um 15 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar. Microsoft hilft dabei, dass Kunden für viele Produkte wie Office inzwischen zu grossen Teilen im Abo bezahlen. Die Einmal-Verkäufe von Software gingen dagegen im März zurück, wie Finanzchefin Amy Hood dem Finanzdienst Bloomberg sagte.

Im gesamten vergangenen Vierteljahr steigerte Microsoft den Gewinn im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar (9,9 Mrd Euro). Der Umsatz kletterte in dem Ende März abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um 15 Prozent auf 35 Milliarden Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Wall Street klar übertroffen, die Aktie legte im nachbörslichen Handel um gut zwei Prozent zu.

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Microsoft verkauft keine

Microsoft verkauft keine Gesichtserkennungs-Software mehr an Polizei

Auch Microsoft will keine Gesichtserkennungs-Software mehr an die US-Polizei verkaufen, bis es eine gesetzliche Regelung gibt.

12.06.2020 05:40

Der rechtliche Rahmen dafür müsse auf Grundlage der Menschenrechte erfolgen, sagte der Chefjustiziar des US-Konzerns, Brad Smith, am Donnerstag bei einer Veranstaltung der "Washington Post". Zuvor hatte Amazon die Versorgung der Polizei mit der Gesichtserkennungs-Software "Rekognition" für ein Jahr ausgesetzt. IBM stieg diese Woche ganz aus dem Geschäft aus.

Zuletzt verstärkte sich in den USA Kritik am breiten Einsatz von Gesichtserkennung, weil damit Überwachung von Menschen und die Diskriminierung einzelner Bevölkerungsgruppen möglich ist. Städte wie San Francisco untersagen die Nutzung bereits. Bei der Gesichtserkennung werden zur Identifizierung einzelner Menschen Kamerabilder mit Datenbanken abgeglichen. Befürworter entgegnen, damit könnten Straftaten schneller aufgeklärt werden.

Die Polizei hat aber auch andere Möglichkeiten. So sorgte Anfang des Jahres die Firma Clearview AI für Aufsehen, die einfach eine Datenbank aus Millionen öffentlich zugänglicher Fotos von Online-Diensten zusammentrug. Google , YouTube und Twitter forderten die Firma auf, das Abgreifen von Bildern zu unterlassen.

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Microsoft kauft US

Microsoft kauft US-Spieleentwickler für 7,5 Milliarden Dollar

Der US-Softwareriese Microsoft stärkt seine Gaming-Sparte um die Spielkonsole Xbox mit einem milliardenschweren Zukauf. Das Unternehmen gab am Montag eine Übernahmevereinbarung mit Zenimax Media bekannt, der Konzernmutter von Bethesda Softworks und einigen anderen bekannten Spieleentwicklern. Demnach zahlt Microsoft 7,5 Milliarden US-Dollar (6,4 Mrd Euro) in bar. Zenimax ist mit seinen Studios für Spielehits wie "Doom", "Fallout" oder "The Elder Scrolls" verantwortlich und hat laut eigenen Angaben rund 2300 Mitarbeiter.

21.09.2020 16:20

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Washington DC wurde 1999 gegründet und soll unter dem Konzerndach von Microsoft in seiner gewohnten Struktur und mit seinem bisherigen Führungsteam fortbestehen. Die Übernahme muss noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Microsoft rechnet damit, sie in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres abzuschliessen. Die Transaktion dürfte den Betriebsgewinn lediglich "minimal" beeinträchtigen, so der Konzern. Anleger nahmen die News verhalten auf, die Aktie reagierte kaum./hbr/DP/men

(AWP)

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Microsoft-Chef will Home

Microsoft-Chef will Home Office verbessern

Microsoft war ein Hauptnutzniesser des Heimarbeits-Booms, der von der Pandemie ausgelöst wurde. Konzernchef Satya Nadella erkennt inzwischen jedoch die Fallstricke, die es mit sich bringt, lange nicht im Büro zu sein.

07.10.2020 19:30

Online-Meetings könnten Mitarbeiter ermüden und den Übergang von der Arbeitsspäre ins Privatleben erschweren, sagte der Manager am Dienstag beim CEO Council des Wall Street Journal. “Wenn Sie von zu Hause aus arbeiten, fühlt es sich manchmal an, wie am Arbeitsplatz zu schlafen”, fügte er hinzu.

Anstrengende Videokonferenzen

Besonders anstrengend könnten Videokonferenzen sein, stellte der Microsoft-CEO unter Berufung auf Studien aus der Hirnforschung fest. “Dreissig Minuten nach der ersten Videokonferenz am Morgen sind Sie erschöpft, wegen der Konzentration, die es bei Video braucht.”

Zudem vermisse er bei der Fernarbeit einige der Vorteile des Büros. “Videositzungen sind eher transaktionsorientiert”, sagte Nadella. “Die Arbeit findet vor und nach den Sitzungen statt.”

Microsoft will diesen Heimarbeits-Problemen mit einem neuen Produkt zu Leibe rücken. Bei Together Mode finden Videokonferenzen in virtuellen Räumen statt: einem Auditorium, einem Besprechungsraum oder einer Kaffeebar. Dies soll trotz der Virtualisierung eine Büroatmosphäre schaffen.

Übergänge regeln

Ein wichtiges Thema, so Nadella, seien auch die Übergänge zwischen Arbeit und persönlichen Aktivitäten. “Wie schaffen Sie also Übergänge? Essen Sie mit der Familie zu Abend?”, fragte der CEO, der bekannte, mehr auf seinen Zeitplan zu achten.

Ein Kernaspekt sei auch die Einarbeitung von Mitarbeitern, die in Zeiten der Heimarbeit neu zu Unternehmen stossen. “Sie müssen an Bord genommen werden, erfolgreich an Bord genommen werden”, so Nadella. “Lernen, Umschulung, und Weiterqualifizierung wird ein grosses Thema werden.”

(Bloomberg)

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