Petrobras

6 Kommentare / 0 neu
10.07.2008 15:48
#1
Bild des Benutzers Master_Sepp
Offline
Kommentare: 1
Petrobras

Hallo zusammen

Petrobras ist soweit ich weiss eine staatlich finanzierte Ölfirma. Seit einiger zeit ist sie im Abwärtstrend. Meint ihr,sie wird sich wieder holen oder sollte man jetzt verkaufen, um Verluste einzugrenzen? Bin bei 52.6 rein und hab die Gewinne nicht mitgenommen... :cry:

Gruss

Sepp

Aufklappen
31.08.2016 13:11
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9499

Petrobras-Affäre führt zu vier Verfahren in der Schweiz
31.08.2016 12:06

Bern (awp/sda) - Neben dem Vorwurf, mit Bilanztricks das brasilianische Staatsdefizit beschönigt zu haben, setzte auch die Petrobras-Affäre Dilma Rousseff politisch unter Druck. Der Korruptionsskandal um den Ölriesen Petrobras schlug Wellen bis in die Schweiz.

In den Petrobras-Skandal sind zahlreiche Geschäftsleute und Politiker verwickelt. Von 2004 bis 2014 sollen mehr als zwei dutzend Firmen - zumeist grosse Baukonzerne - Schmiergelder an Petrobras gezahlt haben.

Petrobras wiederum zahlte Bestechungsgeld an Politiker. Allein die Arbeiterpartei soll bis zu 200 Millionen Dollar erhalten haben.

Im Zusammenhang mit der Petrobras-Affäre fror die Bundesanwaltschaft in der Schweiz 771 Millionen Franken ein. Die auf verschiedenen Schweizer Konten blockierten Gelder gehören Führungskräften von Petrobras, Finanzintermediären, brasilianischen Politikern sowie brasilianischen und internationalen Unternehmern.

VIER VERFAHREN

Im vergangenen Februar ordnete die Bundesanwaltschaft zudem die Festnahme eines Brasilianers im Zusammenhang mit der Affäre an. Ihm wurde der Versuch vorgeworfen, Vermögen aus der Schweiz abgezogen zu haben. Dafür verbrachte er drei Monate in Haft.

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA eröffnete vier Verfahren im Zusammenhang mit dem Fall Petrobras. Das Verfahren, das sich auf die Tessiner Bank BSI bezog, wurde im Mai letzten Jahres abgeschlossen. Die Tessiner Bank kam mit einer Rüge davon.

Rousseff war Vorsitzende des Petrobras-Verwaltungsrates von 2003 bis 2010. Zudem war sie in den 90er Jahren Energieministerin auf Bundesstaatenebene und von 2002 bis 2005 brasilianische Energieministerin.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

22.03.2016 08:14
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9499

Ölkonzern Petrobras mit Milliardenverlust nach Korruptionsskandal
22.03.2016 07:48

(Ausführliche Fassung)

RIO DE JANEIRO (awp international) - Der von einem Korruptionsskandal erschütterte brasilianische Erdölkonzern Petrobras hat 2015 einen Rekordverlust verbucht. Das staatlich kontrollierte Unternehmen meldete bei der Bilanzvorlage für das vergangene Jahr am Montag einen Fehlbetrag von 35 Milliarden Reais (8,6 Mrd Euro). Wie das grösste Unternehmen Brasiliens mitteilte, trugen Abschreibungen infolge der gefallenen Ölpreise, schlechte Bewertungen durch Rating-Agenturen und die Abwertung der Währung des Schwellenlandes zum negativen Ergebnis bei.

2014 hatte Petrobras ein Minus von umgerechnet 6,7 Milliarden Euro verzeichnet. Vor dem Ausbruch des Skandals konnte der Konzern 2013 noch einen Gewinn von umgerechnet 7,3 Milliarden Euro erzielen.

Der Kurs der Vorzugsaktien von Petrobras brach 2015 um 33 Prozent ein, während die Stammaktien 11 Prozent ihres Wertes verloren. Der Börsenwert fiel damit von 126 auf 101 Milliarden Reais (knapp 25 Mrd Euro), wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.

Im laufenden Jahr erholten sich die Aktien bisher wieder um 21 Prozent, der Börsenwert des Konzerns stieg auf 122 Milliarden Reais (30 Mrd Euro). Zum Vergleich: Im Jahr 2008 war Petrobras noch 510 Milliarden Reais wert (damals etwa 150 Mrd Euro).

Petrobras hat eine Kürzung der Investitionspläne um 25 Prozent für die Jahre 2015 bis 2019 angekündigt, um der zunehmenden Verschuldung entgegenzuwirken. Unter anderem sollen Ölfelder in Argentinien verkauft werden. Die neue Raffinerie Comperj in Rio de Janeiro mit einer Kapazität von täglich 165 000 Barrel (je 159 Liter) soll erst 2023 in Betrieb genommen werden. Der Plan war ursprünglich, den 2008 begonnenen Bau 2016 einzuweihen.

Die Ermittlungen der Justiz wegen der Zahlung von Schmiergeldern im Gegenzug für Petrobras-Aufträge betreffen hohe Ex-Manager des Erdölkonzerns, die Spitzen der 11 grössten brasilianischen Bauunternehmen sowie zahlreiche Politiker der regierenden Arbeiterpartei (PT) und ihrer Koalitionspartner. Die Ermittler schätzen die Verluste von Petrobras aufgrund der Korruptionsaffäre auf 43 Milliarden Reais (10 Mrd Euro)./am/DP/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

13.01.2016 08:27
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9499

Ölriese Petrobras auf Schrumpfkurs
12.01.2016 17:58

RIO DE JANEIRO (awp international) - Brasiliens Ölkonzern Petrobras muss nach der Verwicklung in einen Korruptionsskandal einen rigiden Sparkurs fahren. Wie das halbstaatliche Unternehmen am Dienstag mitteilte, sollen bis 2019 die Investitionen um rund 32 Milliarden US-Dollar gekürzt werden, was 24,5 Prozent entspricht. Dadurch wird weniger Öl als geplant gefördert werden können, für 2016 wird eine Förderung von 2,145 Millionen Barrel pro Tag statt zuvor geplanter 2,185 Millionen Barrel erwartet.

Petrobras soll bei Auftragsvergaben, etwa für den Bau von Bohrplattformen, in Schmiergeldzahlungen verwickelt sein, zudem leidet das mit einem Jahresumsatz von bisher 140 Milliarden Dollar grösste Unternehmen des Landes unter dem Absturz des Ölpreises. Petrobras beschäftigt 80 900 Menschen und ist in 19 Ländern aktiv./ir/DP/jha

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

25.09.2015 10:14
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Der Bondmarkt-Wahnsinn

Anfang Juni, vor nur etwas mehr als drei Monaten, nutzte der parastaatliche brasilianische Ölkonzern Petrobras genau diese verzweifelte Suche nach Rendite aus: Petrobras gab unter der Wertpapier-Kennnummer US71647NAN93 einen Bond in US-Dollar mit 100 Jahren Laufzeit aus. Der jährliche Zinscoupon des Papiers beträgt 6,85 Prozent.

Richtig: 6,85 Prozent für eine Laufzeit von 100 Jahren. Und das für einen Schuldner, der in einen der grössten Korruptionsskandale aller Zeiten verwickelt ist; für einen Konzern, der bereits 133 Milliarden Dollar Schulden in seiner Bilanz trägt und die zweifelhafte Ehre geniesst, der am höchsten verschuldete Ölförderer der Welt zu sein; für ein Unternehmen, dessen Bonität von den Ratingagenturen als «Junk» – Ramsch – eingestuft wird; für einen Ölmulti, von dem niemand weiss, ob er in zwanzig, fünfzig oder hundert Jahren überhaupt noch Ölreserven besitzt.

Geschweige denn, ob im Jahr 2115 überhaupt noch jemand Erdöl benötigt.

Die Anleihe mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Dollar war dreifach überzeichnet. Die Investoren rissen sich darum. Der Emissionspreis wurde so angesetzt, dass die Rendite auf Verfall 8,45 Prozent betrug.

Ganzer Beitrag hier schon gepostet http://www.cash.ch/comment/628709#comment-628709

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

21.07.2015 08:18
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9499

Brasilien-Korruptionsskandal weitet sich aus
 

Im Korruptionsskandal um den brasilianischen Ölriesen Petrobras greift die Justiz durch - und nimmt die führenden Industriellen des Landes ins Visier.

Auf Drängen der Bundespolizei sollen nun auch der Chef des grössten Baukonzerns Odebrecht, Marcelo Bahia Odebrecht, und sieben weitere Spitzenmanager angeklagt werden.

Es geht um den Verdacht auf Geldwäsche und Korruption im Zusammenhang mit dem Kauf von Bohrinseln des Ölkonzerns Petrobras, wie die Agencia Brasileira Montagabend (Ortszeit) mitteilte. Odebrecht hat 181 000 Mitarbeiter und ist in 23 Ländern tätig. Seit Monaten wird im Rahmen der Operation Lava Jato ein Korruptionsnetz offengelegt, auch viele Politiker des fünftgrössten Landes sollen bestochen worden sein.

Ein Bundesgericht in Curitiba verurteilte am Donnerstag bereits mehrere Topmanager des Baukonzerns Camargo Corrêa zu Haftstrafen von bis zu 15 Jahren, wie die Agencia Brasil mitteilte. Dabei ging es um den Vorwurf der Korruption im Zusammenhang mit dem Bau mehreren Raffinerien. Petrobras ist das grösste Unternehmen Brasiliens mit einem Jahresumsatz von rund 140 Milliarden US-Dollar (129 Mrd. Euro).

Der frühere Petrobras-Spitzenmanager Paulo Roberto Costa wurde in dem Verfahren zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Ermittler prüfen in umfangreichen Verfahren Unregelmässigkeiten in Milliarden-Höhe.

Bei der Vergabe von Aufträgen soll systematisch Schmiergeld geflossen sein, das teilweise auch an Politiker und Parteien ging. Laut früheren Aussagen von Ex-Petrobras-Direktor Costa sollen bei überhöhten Vertragsabschlüssen des Konzerns mit anderen Firmen zwei Prozent der Vertragssumme an die Arbeiterpartei von Präsidentin Dilma Rousseff geflossen sein. Vergangene Woche hatte der Präsident des Abgeordnetenhauses, Eduardo Cunha, offiziell seinen Bruch mit Rousseff erklärt - nachdem Anschuldigungen gegen ihn erhoben worden waren, vom Baukonzern Camargo Corrêa fünf Millionen US-Dollar für die Beschaffung von Petrobras-Aufträgen gefordert zu haben.

Cunha gehört der Partido del Movimiento Democrático Brasileño (PMDB) an, dem wichtigsten Koalitionspartner von Staatspräsidentin Rousseff. Noch ist nicht absehbar, ob durch die Affäre auch Rousseff selbst noch stärker unter Druck geraten könnte. Der Journalist und Analyst Josias de Souza bilanzierte in seinem Blog, das Urteil des Richters Sérgio Moro sei ein "historischer Markstein" - bisher seien solche Unternehmensgrössen in Brasilien nicht derartig belangt worden. In diesem sehr angespannten Umfeld sollen am 19. und 20. August die ersten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen in Brasilia stattfinden - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehrere Bundesminister werden dazu in der Hauptstadt des Landes erwartet.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!