Rio Tinto

6 Kommentare / 0 neu
06.02.2008 14:15
#1
Bild des Benutzers revinco
Offline
Kommentare: 13
Rio Tinto

MELBOURNE/LONDON (AWP International) - Der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP Billiton hat im Übernahmepoker um den Konkurrenten Rio Tinto ein höheres Angebot auf den Tisch gelegt. Beim Zusammenschluss könnte nach Angaben von BHP das weltweit führende Unternehmen für natürliche Rohstoffe entstehen. Da Rio Tinto seit vergangener Woche mit Chinalco und Alcoa einen neuen Grossaktionär an Bord hat, halten Branchenkenner es für möglich, dass ein Bieterwettstreit um den in Grossbritannien, Australien und den USA beheimateten Rio-Tinto-Konzern entbrennen könnte.

Das erste Kaufangebot hatte BHP im vergangenen November abgegeben und den Aktionären für jede Rio-Tinto-Aktie drei seiner eigenen angeboten. Damals hatte Rio Tinto das Angebot als "mehrere Baseballstadien entfernt" vom Wert des Konzerns bezeichnet und abgelehnt. Mit der Offerte vom Mittwoch (Ortszeit) hat das in Melbourne beheimatete Unternehmen den Einsatz erhöht und bietet nun 3,4 Aktien für jeden Rio-Tinto-Anteil. Dies entspricht einem Angebotswert von 147,4 Milliarden US-Dollar. Damit bietet BHP 45 Prozent mehr als bei seinem ersten Angebot aus dem vergangenen Herbst.

PRESSE: MÖGLICHES GEGENANGEBOT AUS CHINA

Während Rio Tinto am Mittwoch mitteilte, dass der Konzern das Angebot gründlich prüfen werde und seine Aktionäre bat, solange abzuwarten, könnte der seit kurzem an Rio Tinto beteiligte staatliche chinesische Aluminium-Produzent Chinalco laut einem Pressebericht ein Gegenangebot starten. Das Unternehmen könnte intervenieren und auf das erhöhte Angebot mit einem eigenen Gebot reagieren, berichtet die britische Tageszeitung "The Times" und beruft sich dabei auf Unternehmenskreise. Zuletzt liess Chinalco wissen, dass es die weitere Entwicklung um Rio Tinto genau beobachten werde.

Chinalco ist zusammen mit dem Aluminiumkonzern Alcoa mit neun Prozent an Rio Tinto beteiligt. Vergangene Woche hatten die beiden Konzerne zwölf Prozent der an der Londoner Börse notierten Rio-Tinto-Anteile für rund 14 Milliarden Dollar erworben. Da Rio Tinto zusätzlich in Australien notiert ist, liegt der

Gesamtanteil am Unternehmen dennoch bei neun Prozent. Noch am Montag hatte der Chinalco-Chef Xiao Yaqing gesagt, es handele sich bei der Rio-Tinto-Beteiligung um ein strategisches Investment, Chinalco plane keinen Ausbau der Beteiligung.

BHP WILL MINDESTENS 50 PROZENT

Mit seinem Angebot möchte BHP Billiton mindestens 50 Prozent der

Rio-Tinto-Anteile erwerben. "Wir haben die 50 Prozent-Hürde gewählt, um den Rio-Tinto-Aktionären zu demonstrieren, dass wir es mit unserem Angebot ernst meinen", sagte BHP-Chef Marius Kloppers. Dennoch wolle BHP die volle Kontrolle über Rio Tinto erlangen.

Nach dem Bekanntwerden des Angebots fielen die Aktien von BHP an der Londoner Börse um fast sechs Prozent. Zuletzt notierten sie im Leitindex FTSE-100 mit minus 4,7 Prozent bei 1.522 Pence. Der Konzern hatte zudem am Vortag seine Geschäftszahlen für das erste Geschäftshalbjahr veröffentlicht und einen geringeren Nettogewinn als von Analysten erwartet mitgeteilt. Aktien von Rio Tinto stiegen dagegen leicht um 0,22 Prozent auf 5.446 Pence.

BHP Billiton erhöht Gebot im Rio-Tinto-Übernahmepoker (AF)

MILLIARDENSCHWERE SYNERGIEN

Mit der Offerte vom Mittwoch hält BHP eine Frist des britischen Takeover Panels ein, wonach der Konzern bis zum 6. Februar ein verbindliches Angebot vorlegen muss. Nach Schätzungen von BHP kann die Übernahme innerhalb von sieben Jahren nach Abschluss des Kaufs jährliche Synergien in Höhe von 3,7 Milliarden US-Dollar für den Gewinn vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bringen./FX/stb/she/tw

Aufklappen

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

11.02.2016 08:27
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9568

Gewinn von Rio Tinto bricht um die Hälfte ein - Künftig weniger Dividende
11.02.2016 07:29

MELBOURNE (awp international) - Der Verfall der Rohstoffpreise hat dem britisch-australischen Bergbaukonzern Rio Tinto im vergangenen Jahr schwer zugesetzt. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss halbierte sich auf 4,5 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das ist der niedrigste Gewinn seit Jahren, lag aber im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Als Reaktion will der Konzern nun seine Dividendenpolitik ändern. Für das vergangene Jahr soll es zwar noch einmal 2,15 Dollar je Aktie geben, für dieses Jahr dann aber deutlich weniger. Allerdings solle die Ausschüttung nicht unter 1,10 Dollar je Aktie sinken./enl/fri/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

19.01.2016 08:20
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9568

Rio Tinto schraubt Eisenerz-Produktion weiter hoch - Kupfer rückläufig
19.01.2016 06:31

LONDON (awp international) - Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto kämpft weiterhin mit dem Preisverfall beim Eisenerz und hat dazu auch im Schlussquartal mehr von dem Rohstoff gefördert als ein Jahr zuvor. Mit 87,2 Millionen Tonnen lag die Eisenerz-Produktion im vierten Quartal um zehn Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Montag mitteilte. Analysten hatten eine noch etwas höhere Menge auf dem Zettel gehabt. Auch im laufenden Jahr will Rio Tinto die Produktion des Rohstoffes ausweiten, auf insgesamt 350 Millionen Tonnen - nach 327,6 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr.

Da wegen der sinkenden Stahlnachfrage in China der Preis für den wichtigen Rohstoff Eisenerz seit seinem Hoch im Jahr 2011 um mehr als 75 Prozent eingebrochen ist, versucht Rio Tinto sich mit einer höheren Produktion mehr Marktanteile in dem hart umkämpften und unter einem Überangebot leidenden Markt zu sichern. Wettbewerber wie die brasilianische Vale fahren ebenfalls diese Strategie. Ähnliches ist derzeit auch am Ölmarkt zu beobachten, wo ebenfalls ein Überangebot besteht und sich die Ölförderländer ein Rennen um Marktanteile liefern.

Stark rückläufig war bei Rio Tinto indes die Produktion von Kupfer, die im Schlussquartal um 13 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum lag. Bei Kokskohle wurde die Produktion um 16 Prozent ausgeweitet./stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

06.08.2015 09:11
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9568

Gewinneinbruch bei Rio Tinto wegen Preisverfall bei Eisenerz

06.08.2015 09:03

LONDON (awp international) - Der Verfall der Preise für Eisenerz hat tiefe Spuren in der Bilanz des weltweit zweitgrössten Bergbaukonzerns Rio Tinto hinterlassen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn brach in den ersten sechs Monaten um 43 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 2,9 Milliarden US-Dollar ein, wie das britisch-australische Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte. Analysten hatten sogar mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Inklusive aller Sondereffekte wie etwa negativen Effekten aus der Bewertung eigener Schulden und weiterer Finanzinstrumente blieben sogar nur noch 806 Millionen Dollar als Überschuss übrig, 80 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dennoch will der Konzern an seinem laufenden Aktienrückkaufprogramm festhalten.

Die Eisenerzpreise sackten wegen der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in China zuletzt auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren. Für nach China geliefertes Erz bekamen die Bergbauunternehmen in diesem Jahr 46 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dennoch erhöhen die grossen Erzförderer wie Rio Tinto ihre Produktion. Viele in den vergangenen Boomjahren erschlossene neue Abbaustätten gehen derzeit in Betrieb. Der grösste Erzförderer der Welt, der brasilianische Vale-Konzern, hatte bereits in der vergangenen Woche eine Halbierung seines operativen Gewinns gemeldet./enl/fbr

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

20.01.2015 11:16
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9568

Rio Tinto fördert weiterhin mehr Eisenerz - Kupferproduktion fällt deutlich

20.01.2015 10:37



SYDNEY (awp international) - Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto hat auch im Schlussquartal mehr Eisenerz gefördert als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig drosselte der Bergbaukonzern wegen des heftigen Preisverfalls die Förderung von 10 seiner 13 wichtigsten Produkte. Dabei produzierte Rio Tinto vor allem deutlich weniger Kupfer und Kohle.

Im vierten Quartal steigerte Rio Tinto seine Eisenerz-Produktion zwar um zwölf Prozent auf 79,1 Millionen Tonnen. Experten hatten allerdings mit einer noch höheren Förderquote gerechnet. Es gebe keinen Zweifel, dass die Zahlen unter den Erwartungen gelegen haben, kommentierte Marktstratege Evan Lucas von IG Ltd. Man könne den Rückschluss ziehen, dass die im vergangenen Jahr stark unter Druck geratenen Preise für Eisenerz letztendlich zu einigen Entscheidungen geführt hätten.

Weniger produzierte Rio Tinto von Oktober bis Dezember an Kokskohle, Kraftwerkskohle, Diamanten, Bauxit und Aluminium. Bei veredeltem Kupfer drosselte der Bergbaukonzern die Förderung sogar um 50 Prozent. Neben Eisenerz gehörten nur Uran und Borate zu den Rohstoffe, deren Produktion zulegte.

Rio Tinto versucht, schneller auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und will in diesem Jahr sein Geschäft noch mehr auf Profit trimmen. In einer internen Email an seine Mitarbeiter, die der Nachrichtenagentur Bloomberg vorlag, schrieb Vorstandschef Sam Walsh: Das Unternehmen werde sich nur noch auf Projekte konzentrieren, die das meiste Geld bringen. Gleichzeitig warnte Walsh, fallende Produktpreise machten 2015 zu einem schwierigen Jahr.

Die Eisenerzpreise waren 2014 um 47 Prozent gesunken. Der Preisverfall liegt zum einen an den unsicheren Aussichten für die globale Konjunktur und vor allem an den Sorgen um das Wachstum in China, dem grössten Eisenerzimporteur der Welt. Die niedrige Nachfrage trifft dabei auf ein wachsendes Angebot. Viele Bergbaukonzerne haben in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau ihrer Förderung investiert./mne/jha/stb

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

15.10.2014 10:59
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9568

Rio Tinto will trotz Preisverfall Dividende steigern - Förderung wächst

15.10.2014 09:25



SYDNEY (awp international) - Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto lässt sich trotz des heftigen Preisverfalls nicht von seinem Kurs abbringen. Vorstandschef Sam Walsh versicherte am Mittwoch in Sydney, dass die Dividende wie zu Jahresbeginn angekündigt kräftig steigen werde. Zudem macht der Konzern keine Anstalten, seine Förderung zu drosseln. Die Eisenerzpreise waren zuletzt auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gesunken. Das hatte bei Anlegern Sorgen ausgelöst, dass die angekündigten Ausschüttungen kleiner ausfallen könnten.

Der Preisverfall liegt zum einen an den unsicheren Aussichten für die globale Konjunktur und vor allem an den Sorgen um das Wachstum in China, dem grössten Eisenerzimporteur der Welt. Die niedrige Nachfrage trifft dabei auf ein wachsendes Angebot. Viele Bergbaukonzerne haben in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau ihrer Förderung investiert. In den ersten neun Monaten steigerte Rio etwa seine Produktion um 11 Prozent auf 216 Millionen Tonnen. Im Gesamtjahr will der Konzern erstmals 300 Millionen Tonnen Erz fördern, 2013 waren es 266 Millionen Tonnen./enl/she/fbr

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!