SARTORIUS (SRT)

1 post / 0 neu
10.02.2010 16:27
#1
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Kommentare: 1924
SARTORIUS (SRT)

Bei diesem Titel sehe ich im nächsten Jahr noch Potential von ca. 100% bis 200%. Natürlich alles ohne Gewähr.

Vorläufige Geschäftszahlen 2009: Sartorius Konzern steigert operativen Gewinn

* Biotechnologie-Sparte mit deutlichem Umsatzwachstum und Ertragssprung

* Mechatronik-Sparte schafft Trendwende und leicht positives operatives Ergebnis trotz des rezessionsbedingt erheblichen Umsatzrückgangs

* Konzern insgesamt erzielt operatives Ergebnis über Vorjahr und starken operativen Cash-Flow

* Für 2010 in beiden Konzernsparten Wachstum von Umsatz und Gewinn erwartet

Göttingen, 10. Februar 2010 – Sartorius, ein weltweit führender Prozess- und Labortechnologieanbieter, hat am heutigen Mittwoch seine vorläufigen, noch nicht testierten Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009 veröffentlicht. Das Geschäft in den beiden Konzernsparten verlief im Berichtszeitraum sehr unterschiedlich: Während die Biotechnologie-Sparte, die rund zwei Drittel zum Konzernumsatz beiträgt, dynamisches Wachstum zeigte und beim operativen Gewinn ein neues Niveau erreichen konnte, war die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in der Mechatronik-Sparte erheblich durch den globalen Abschwung belastet. Dennoch schaffte die Sparte im Jahresverlauf die Trendwende und schloss 2009 mit einem positiven operativen Ergebnis ab.

Im Konzern lag der operative Gewinn trotz der schwierigen Rahmenbedingungen über dem Vorjahreswert; der Cash-Flow aus operativer Tätigkeit stieg um mehr als das Zweieinhalbfache. Für 2010 erwartet die Unternehmensleitung steigende Umsätze und Gewinne in beiden Sparten.

Geschäftsentwicklung der Sparten

Sartorius Stedim Biotech

Die Biotechnologie-Sparte, die unter Sartorius Stedim Biotech (SSB) firmiert, steigerte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2009 um 9,4% von 366,0 Mio. Euro auf 400,4 Mio. Euro (wechselkursbereinigt: 8,3%). Auch der Auftragseingang legte sehr deutlich um 11,5% von 367,1 Mio. Euro auf 409,2 Mio. Euro zu (wechselkursbereinigt: 10,3%). Wachstumstreiber mit zweistelligen Steigerungsraten war erneut das Geschäft mit Einwegprodukten für die biopharmazeutische Industrie. Zusätzliche Impulse setzten im Berichtsjahr die Impfstoffhersteller, die für die Produktion des Vakzins gegen den H1N1-Virus in erheblichem Umfang Einwegbehälter und Filter nachfragten. Dieser Effekt trug rund zwei Prozentpunkte zum Wachstum bei. Das Geschäft mit großen Fermentationsanlagen hingegen ging erwartungsgemäß etwas zurück, wobei sich ab dem zweiten Halbjahr auch hier ein positiver Trend abzeichnete.

Bezüglich der regionalen Umsatzverteilung trugen alle Geschäftsregionen mit deutlich positiven Wachstumsraten zur erfolgreichen Entwicklung bei. Das größte Wachstum erzielte Nordamerika mit einem Plus von 18,1% (wechselkursbereinigt: 11,6%), gefolgt von Asien/Pazifik mit 7,8% (wechselkursbereinigt: 4,7%) und Europa mit 5,1% (wechselkursbereinigt: 6,5%).

Die gute Umsatzentwicklung spiegelt sich auch im Ergebnis der Sparte Biotechnologie wider. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation (underlying EBITA bzw. operatives Ergebnis) verbesserte sich stark überproportional um 51,5% auf 60,2 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte es bei 39,7 Mio. Euro gelegen. Die entsprechende Marge erhöhte sich von 10,9% auf 15,0% und markiert damit ein neues Niveau. Neben dem Volumenanstieg waren der verbesserte Produktmix sowie ein stringentes Kostenmanagement maßgeblich für die Profitabilitätssteigerung.

Sartorius Mechatronics

Die Mechatronik-Sparte verzeichnete im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der ausgeprägten Investitionszurückhaltung in fast allen Abnehmerbranchen eine deutlich verringerte Nachfrage nach ihren Produkten. Dies betraf das Geschäft mit industrieller Wäge- und Kontrolltechnik noch etwas stärker als das Geschäft mit Laborinstrumenten. Das Service-Geschäft zeigte sich hingegen robust. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Sparten-Umsatz um 17,9% von 245,6 Mio. Euro auf 201,7 Mio. Euro (wechselkursbereinigt: -19,3%). Auch der Auftragseingang lag mit 205,9 Mio. Euro nach 242,7 Mio. Euro um 15,2% unter Vorjahr (wechselkursbereinigt: -16,6%). Nachdem der Nachfrageeinbruch im ersten Halbjahr besonders stark war, zeigte das Geschäft zum Jahresende erste Erholungstendenzen.

Regional betrachtet fiel der Umsatzrückgang der Sparte in der Region Asien/Pazifik mit einem Minus von 8,2% (wechselkursbereinigt: -12,7%) etwas geringer aus als in den Regionen Nordamerika (-14,4%; wechselkursbereinigt: -19,1%) und Europa (-22,4%; wechselkursbereinigt: -21,7%).

Trotz des rückläufigen Umsatzes konnte die Mechatronik-Sparte im Berichtszeitraum ein leicht positives operatives Ergebnis in Höhe von 0,7 Mio. Euro erreichen (Vorjahr: 17,1 Mio. Euro). Maßgeblich hierfür war das im Berichtsjahr implementierte umfangreiche Restrukturierungsprogramm, durch das die Spartenstrukturen den veränderten Marktbedingungen angepasst wurden und die jährliche Kostenbasis um rund 30 Mio. Euro reduziert wurde. Die underlying EBITA-Marge belief sich auf 0,4% nach 7,0% im Vorjahreszeitraum.

Geschäftsentwicklung im Sartorius Konzern

Auf Konzernebene konnte hinsichtlich des Geschäftsvolumens die sehr gute Entwicklung des Biotechnologie-Geschäfts die rezessionsbedingten Einbußen in der Mechatronik weitgehend kompensieren. Der Konzernumsatz belief sich im Jahr 2009 auf 602,1 Mio. Euro (Vorjahr: 611,6 Mio. Euro) und gab damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur leicht um 1,6% nach (wechselkursbereinigt: -2,7%). Der Auftragseingang lag mit 615,1 Mio. Euro etwas über dem Vorjahreswert in Höhe von 609,8 Mio. Euro (0,9%; wechselkursbereinigt: -0,4%).

Das operative Konzernergebnis erhöhte sich aufgrund der deutlich gestiegenen Profitabilität der Biotechnologie-Sparte sogar gegenüber dem Vorjahr um 7,2% von 56,8 Mio. Euro auf 60,9 Mio. Euro. Die entsprechende Marge stieg von 9,3% auf 10,1%. Die Sonderaufwendungen, die überwiegend Rückstellungen für das Restrukturierungsprogramm in der Mechatronik-Sparte beinhalten, beliefen sich auf insgesamt 30,0 Mio. Euro. Das unbereinigte Konzern-EBITA betrug 30,9 Mio. Euro (Vorjahr: 56,8 Mio. Euro).

Der maßgebliche Konzernnettogewinn (um Sonderaufwendungen bereinigter Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter ohne die beiden nicht-zahlungswirksamen Positionen Amortisation und Zinsaufwand für Kursgarantien) lag ebenfalls etwas über dem Vorjahresniveau bei 20,8 Mio. Euro (Vorjahr: 18,2 Mio. Euro); das entsprechende Ergebnis je Aktie beträgt 1,22 Euro (Vorjahr 1,07 Euro). Insbesondere aufgrund der signifikanten Restrukturierungsaufwendungen in der Mechatronik-Sparte beträgt der unbereinigte Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter -7,3 Mio. € (12,4 Mio. €).

Sartorius verzeichnete zudem im Geschäftsjahr 2009 einen sehr deutlichen Anstieg des operativen Cash-Flows. Aufgrund des guten operativen Ertrags, einem konsequenten Management des Working Capitals sowie des zur Jahresmitte umgesetzten Factoring-Programms erhöhte sich der operative Cash-Flow von 53,0 Mio. Euro auf 143,4 Mio. Euro.

Ausblick

Für die Sparte Biotechnologie erwartet die Unternehmensleitung auch für das Jahr 2010 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich. Dabei sollten das Geschäft mit Einwegprodukten stark und das Equipment-Geschäft moderat wachsen. Da 2010 kein Zusatzgeschäft mit der Impfstoffindustrie und ein relativ hoher Anteil des Equipment-Geschäftes am Umsatzwachstum zu erwarten ist, dürfte die operative EBITA-Marge der Sparte eher leicht zulegen.

Für die stärker konjunkturabhängige Mechatronik-Sparte geht das Management trotz der weiterhin bestehenden Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung von einer leichten konjunkturellen Erholung aus. Vor diesem Hintergrund wird ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich erwartet. Mit der durch die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen deutlich reduzierten Kostenbasis sollte dabei eine operative EBITA-Marge von rund 5% erzielt werden.

Im Konzern insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2010 dementsprechend ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwas oberhalb von 5% und eine weitere Verbesserung der operativen EBITA-Marge um ein bis zwei Prozentpunkte erwartet. Zudem rechnet die Unternehmensleitung mit einem deutlich positiven operativen Cash-Flow.

Die vorstehenden Geschäftszahlen obliegen noch der finalen Prüfung durch den Abschlussprüfer. Endgültige Zahlen werden im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 9. März 2010 vorgestellt.

Aufklappen