Schwellenländer. Chancen und Gefahren!

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07.11.2010 10:30
#1
Bild des Benutzers Karat1
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Schwellenländer. Chancen und Gefahren!

Wenn man jetzt wieder die Unternehmensberichte zu den Drittquartalszahlen bzw. zu den Geschäftszahlen der ersten 9 Monate 2010 liest, stellt man beinahe ausnahmslos fest, dass die meisten Unternehmen für die nächsten Jahre ihr Wachstum in den Schwellenländer sehen. Klar, unsere Volkswirtschaften sind auf einem sehr, sehr hohen Level und nur noch punktuell zu topen. Ausser es kommt neuer Schub aus Forschung, Erfindung und Entwicklung. Das heisst also für uns, dass unsere Wirtschaft immer mehr abhängig wird von Wirtschaftsregionen mit grösstenteils korrupten Regierungen, Korruption allg. und steigender organisierter Kriminalität, Verfolgung von Minderheiten und politischen Gegnern.

OK, es kann sein, dass das alles gut wird. Möglich, dass ein steigender Wohlstand für alle, die Gefahren von Kriminalität, Organisiertem Verbrechen, Hunger, Drogenkrieg, Terrorismus eingedämmt werden kann. Kann, aber muss nicht.

Gut, ich und die Schweiz können diese Probleme nicht alle lösen. Auch die bestehenden Organisationen wie z.B. die UNO können diese Probleme nicht lösen. Die UNO z.B. ist ja eine reine Farce! Gar nicht lösen können diese Probleme die USA. Im Gegenteil, viele Proleme gehen von den USA selber aus.

Aber was hier im Forum ja interessiert, was passiert mittel- bis längerfristig mit CH-Unternehmen, welche ihre Umsätze und Gewinn und damit auch unsere AHV- und Pensionskassengelder erwirtschaften müssen, in diesen Regionen? So bald sie unser Knowhow kopiert haben können wir abzotteln.

Natürlich kann man auch einfach positiv denken, nur wird das in Zukunft noch genügen.

Ich sehe da auf jeden Fall nicht unbedeutende Gefahren für westliche Unternehmen.

Deshalb möchte ich diese Problematik hier im Forum mal zur Diskussion stellen.

Karat

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 www.mama-elizza.com/

www.haller-stiftung.ch

www.waisenkinder.jimdo.com

www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

07.11.2010 12:11
Bild des Benutzers beat.
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Schwellenländer. Chancen und Gefahren!

Wenn du einen Bereich hast, der von den Schwellenländern mit Wettbewerbsvorteilen angeboten wird (wie z.B. Solar, Wind...) Dann musst du in den Schwellenländern long gehen und die westliche Konkurrenz shorten, womit du auf beiden Seiten verdienst. Beispiele gibt es ja genug.

Die Schwellenländer sehen natürlich auch etwas krimineller aus, als sie eigentlich sind, da die westlichen Firmen einen Teil ihrer kriminellen Energie in diese Länder auslagern. (Momentan z.B. viele Banken). Somit steigt das Gefälle, weil hier die Kriminalität abnimmt.

Zudem sagst du ja, dass die westlichen Firmen auf dem Top angelangt sind. Also investiert man dort, wo es noch Potential gibt. CH-Firmen hatten schon immer diverse Wettbewerbsnachteile (z.B. horrende Löhne, starker Franken...). Das müssen sie durch einen Mehrwert wettmachen. Wenn ihnen dies nicht mehr gelingt, dann sind sie weg. Aber dann entwickeln sich ja die Schwellenmarktfirmen entsprechend besser, was ja auch OK ist, falls man dort investiert ist.

Zudem muss man ja auch nicht immer so ein Geschrei machen, nur weil sich die Schwellenländer anschicken, die jahrhundertelange Ausbeutung etwas runter zu fahren, um selber auch am wirtschaftlichen Erfolg zu partizipieren.

Ob nun eine CH-Firma Branchenleader ist oder eine Indische, ist ja egal. Investiert wird dort wo das Potential liegt. Und wenn die AHV und Pensionskassen damit Probleme haben, werden sie schon für eine Änderung der Reglemente sorgen...