THYSSENKRUPP

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20.07.2007 11:50
#1
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THYSSENKRUPP

Wer besitzt von euch Aktien von ThyssenKrupp (Valoren-Nr. 412006) ?? Ich denke, die habe sicher noch Potenzial. So einen Kurs von ca. CHF 65.- gegen Ende Jahr werde ich schätzen.

24.08.2016 13:12
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Thyssenkrupp erhält Auftrag aus Katar
24.08.2016 12:05

ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat einen Auftrag aus dem Emirat Katar an Land gezogen. Die auf Personenbeförderungsanlagen spezialisierte Tochter Elevator liefert über 500 Aufzüge und Fahrtreppen für das geplante Metro-Netzwerk in der Hauptstadt Doha, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Über das Auftragsvolumen sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein Sprecher./she/stb

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23.06.2016 13:31
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Presse: Thyssenkrupp kurz vor Einigung mit Tata über Stahlfusion
23.06.2016 13:13

ESSEN (awp international) - Der mögliche Zusammenschluss der europäischen Stahlgeschäfte von Thyssenkrupp und dem indischen Tata-Konzern ist einem Pressebericht zufolge zum Greifen nahe. Schon in wenigen Wochen könnten beide Seiten eine entsprechende Absichtserklärung vereinbaren, berichtete das "Manager-Magazin" am Donnerstag vorab aus seiner aktuellen Ausgabe, ohne genaue Quellen zu nennen. Gerüchte über die Gespräche gibt es schon seit Wochen. Thyssenkrupp wollte auf Anfrage den Bericht nicht weiter kommentieren. Ein Sprecher wiederholte lediglich bisherige Aussagen, wonach sich der Konzern an Gesprächen über eine mögliche Konsolidierung in der Branche beteilige.

/enl/stb

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10.05.2016 08:20
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Thyssenkrupp senkt Prognose wegen Stahlkrise - Schwaches Halbjahr
10.05.2016 07:08

ESSEN (awp international) - Die heftig gesunkenen Stahlpreise haben tiefe Spuren in der Bilanz des Industriekonzerns Thyssenkrupp hinterlassen. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres brach der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) um 22 Prozent auf 560 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag in Essen mitteilte. Der Verfall der Preise sei stärker gewesen und habe länger angehalten als erwartet. Deshalb senkte der Vorstand die Prognosen für die wichtigsten Kennziffern im Gesamtjahr. Zuletzt hatten sich die Preise angesichts besserer Aussichten vor allem der chinesischen Wirtschaft zwar recht deutlich erhöht. Doch das kommt für Thyssenkrupp zu spät, um die bisherigen Einbrüche aufzuholen.

Das Management erwartet daher nun im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr einen Rückgang des bereinigten Ebit auf nur noch gut 1,4 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern noch knapp 1,7 Milliarden Euro verdient. Bislang lag das Ziel für dieses Jahr bei 1,6 bis 1,9 Milliarden. Auch die Aussicht auf einen deutlich steigenden Nettogewinn gab der Vorstand nun auf. Er hält nun noch einen Überschuss auf dem Niveau des Vorjahres für möglich, als nach Abzug der Minderheitsanteile unter dem Strich 210 Millionen Euro übrig geblieben waren.

SPARPROGRAMM BREMST ABSTURZ

In der ersten Geschäftsjahreshälfte verdiente der Konzern unter dem Strich gerade einmal 37 Millionen Euro, das sind 62 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz ging um acht Prozent auf 19,4 Milliarden Euro zurück. Dabei erwiesen sich die Sparten jenseits des Stahlgeschäfts erneut als Stützen des Konzerns. Grossanlagenbau, Aufzüge und Autoteile konnten in den ersten sechs Monaten ihren operativen Gewinn steigern. Allerdings entwickelten auch sie sich angesichts der eingetrübten Stimmung in der Weltwirtschaft nicht mehr so dynamisch wie zuletzt. Die Ergebnisse wären ohne das neuerliche Sparprogramm noch schlechter ausgefallen, denn dies verbesserte allein den operativen Gewinn um 450 Millionen Euro. Im Gesamtjahr soll es 850 Millionen Euro an Einsparungen liefern.

Einen heftigen Rückschlag gibt es auch in der Cashbilanz des Konzerns. Im Gesamtjahr rechnet der Vorstand nur noch bestenfalls mit einem ausgeglichenen freien Mittelzufluss, schlimmstenfalls wird er im dreistelligen Millionenbereich negativ ausfallen. Dabei hatte der Konzern besonders hier viel Wert auf eine positive Bilanz gelegt. Im vergangenen Jahr war im operativen Geschäft erstmals seit neun Jahren wieder mehr Geld in den Konzern geflossen als abgeflossen.

GEARING WIEDER ÜBER KRITISCHER MARKE

Auch die Finanzlage verschärfte sich wieder. Die Nettoschulden stiegen von Ende Dezember bis Ende März um rund 400 Millionen auf 4,8 Milliarden Euro. Das lag unter anderem daran, dass der Konzern wie üblich zu Beginn eines Kalenderjahres seine Vorräte erhöht. Zugleich schmolz das Eigenkapital im gleichen Zeitraum um 600 Millionen auf 2,8 Milliarden Euro. Dabei schlugen sich vor allem die Folgen des historischen Zinstiefs nieder, weil der Konzern die Rückstellungen für seine Pensionsverpflichtungen neu bewerten musste.

Damit legte das Verhältnis der Schulden zum Eigenkapital wieder auf bedrohliche 175 Prozent zu. Liegt das sogenannte Gearing auch zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September über der Marke von 150 Prozent, könnten Banken einige Kreditverträge kündigen. Der Thyssenkrupp-Vorstand gab sich gelassen und betonte, dass in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres das Verhältnis von Schulden und Eigenkapital wieder unter die kritische Marke fallen werde. Der Anstieg sei nur vorübergehend und habe keine Auswirkungen auf die Finanzierung des Konzerns.

BRASILIEN BLEIBT VERLUSTBRINGER

Grund für die dünnen Finanzpolster sind immer noch die Fehlinvestitionen in den vor mehr als zehn Jahren begonnenen Bau von zwei Stahlwerken in Brasilien und den USA. Sie haben zu Milliardenverlusten geführt und die Substanz des Konzerns aufgezehrt. Während das Werk in den USA seit gut zwei Jahren verkauft ist, lastet die Anlage in Brasilien weiter auf dem Konzern. Sie steckt noch tief in den roten Zahlen.

Das Werk soll möglichst schnell verkauft werden. Ein Hindernis dafür räumte der Konzern zuletzt aus dem Weg, indem er sich mit dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale auf die Übernahme von dessen 27-prozentigem Anteil an der Anlage in der Nähe von Rio de Janeiro einigte.

SPEKULATIONEN IN EUROPA

Derweil hoffen viele Analysten auch auf Fortschritte im europäischen Stahlgeschäft. Zuletzt gab es nicht dementierte Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss des Thyssenkrupp-Stahlwerks Duisburg mit den niederländischen Aktivitäten des indischen Konzerns Tata Steel. Vorstandschef Heinrich Hiesinger betont seit langem, eine aktive Rolle bei einer Konsolidierung im von Überkapazitäten geprägten europäischen Stahlgeschäft spielen zu wollen./enl/he

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26.04.2016 08:24
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ThyssenKrupp entgeht milliardenschwerer U-Boot-Deal mit Australien
26.04.2016 06:31

ADELAIDE (awp international) - Thyssenkrupp ist bei der Ausschreibung eines Milliardenprojekts zum Bau von zwölf U-Booten in Australien leer ausgegangen. Die Regierung wählte den staatlichen französischen Schiffbaukonzern DCNS als bevorzugten Partner, wie Premierminister Malcolm Turnbull am Dienstag in Adelaide mitteilte. Der über mehrere Jahrzehnte gestreckte Auftrag hat ein Volumen von rund 35 Milliarden Euro und wäre für ThyssenKrupp einer der grössten Aufträge der Unternehmensgeschichte gewesen. Zugleich handelt es sich um die grösste militärische Anschaffung der australischen Geschichte.

Australien will seine U-Boot-Flotte von zurzeit sechs Schiffen ersetzen und ausbauen. Der Essener Industriekonzern war über seine Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) ins Rennen gegangen. Ebenfalls um den Auftrag beworben hatte sich ein japanisches Konsortium mit Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries. Letztlich gewann jedoch der Pariser Konzern, an dem der französische Staat knapp zwei Drittel der Anteile hält.

Turnbull verkündete die Entscheidung in der Küstenstadt Adelaide, wo sich die U-Boot-Werft befindet, die an dem Bau beteiligt werden soll. Die Schiffe sollen überwiegend in Australien gebaut werden, unter Einbeziehung der führenden australischen Marinewerft, der staatlichen ASC (früher: Australian Submarine Corporation). Sie baute die sechs U-Boote der Collins-Klasse, die zwischen 1994 und 2003 in Dienst gestellt wurden und jetzt abgelöst werden sollen. Die Fertigung der neuen U-Boote soll in wenigen Jahren beginnen, das erste U-Boot Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden.

TKMS hatte versprochen, in Australien ein Werk aufzubauen und die U-Boote dort herzustellen. Die Kieler Sparte wollte damit auch ein Standbein für Wartungsaufträge in der Asien-Pazifik-Region aufbauen. TKMS hatte eine enge Kooperation oder die Übernahme der Marinewerft ASC angeboten.

Australiens Regierung hatte im März ein umfangreiches Aufrüstungsprogramm angekündigt - mit Ausgaben von allein 195 Milliarden Australischen Dollar (134 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2025. Die Verteidigungskräfte müssten angesichts des Wettrüstens in Asien und wegen der Spannungen im Südchinesischen Meer schlagkräftiger werden. "In den nächsten 20 Jahren werden die Hälfte aller U-Boote weltweit und mindestens die Hälfte aller modernen Kampfflugzeuge in dieser Region stationiert sein", hiess es in einem Weissbuch zur Verteidigung. Bedrohungen seien mögliche Konflikte, Cyberangriffe, Terrorismus, Pandemien und der Klimawandel./oe/sub/DP/zb

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15.04.2016 13:40
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Thyssenkrupp-Chef: Stahl-Konsolidierung könnte Schritt nach vorn sein
15.04.2016 11:18

DÜSSELDORF (awp international) - Der grösste deutsche Stahlkonzern Thyssenkrupp beteiligt sich an Gesprächen über eine mögliche Konsolidierung der Branche. "Dass in dieser schwierigen Situation alle Stahlunternehmen nach Lösungen suchen, wie man mit den Herausforderungen umgeht, ist ganz normal und gehört zu einem verantwortungsvollen Management mit dazu", sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger am Donnerstagabend in Düsseldorf.

"Wir sprechen auch ganz offen darüber, dass aus unserer Sicht in der derzeitigen Situation eine Konsolidierung der europäischen Stahlindustrie ein möglicher Schritt nach vorne sein kann", so der Manager. Hintergrund der Überlegungen seien die anhaltenden Probleme beim Stahl unter anderem durch Überkapazitäten.

"Wir sehen strukturelle Themen in der Stahlindustrie, die wir nicht negieren können", so Hiesinger. Dies könne auch bedeuten, dass weniger leistungsfähige Anlagen abgeschaltet werden müssten. Ob und wann eine solche Konsolidierung tatsächlich stattfinde, sei jedoch noch "absolut unklar".

Nach Informationen des "Handelsblatts" (Freitagausgabe) könnte die Bereinigung des europäischen Stahlmarktes noch in diesem Jahr anlaufen. Im Zentrum der Überlegungen stehe das deutsche Schwergewicht Thyssenkrupp, hiess es. Der Essener Konzern könne seine Stahlsparte mit Tata Steel, Salzgitter oder ArcelorMittal zusammenführen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise./uta/DP/men

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13.04.2016 08:10
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Presse: Gespräche von Thyssenkrupp und Tata über Stahlfusion werden konkreter
13.04.2016 07:55

ESSEN (awp international) - Die Gespräche über einen Zusammenschluss des Stahlgeschäfts von Thyssenkrupp mit Teilen des indischen Konzerns Tata Steel nehmen einem Pressebericht zufolge konkretere Formen an. Nach Informationen der "Rheinischen Post" (Mittwoch) spielen die Konzerne auf höchster Ebene verschiedene Szenarien für eine Kombination durch. Auch am verlustreichen Thyssenkrupp-Stahlwerk in Brasilien haben die Inder der Zeitung zufolge grosses Interesse. Eine Einigung stehe aber nicht unmittelbar bevor.

Eine Variante für einen Zusammenschluss sieht vor, die europäischen Stahlgeschäfte beider Konzerne jeweils ihrem Wert entsprechend an einem Gemeinschaftsunternehmen zu beteiligen und diese Gesellschaft an die Börse zu bringen. Offiziell lehnen beide Seiten zu den seit Tagen umgehenden Berichten konkrete Kommentare ab. Gewerkschaften und Politik sind der Zeitung zufolge eng in die Gespräche eingebunden. Denkbar sei auch eine Dreier-Allianz mit Salzgitter. Die zweitgrösste deutsche Stahlhersteller könnte in die Verhandlungen miteinbezogen werden./enl/fbr

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05.04.2016 12:48
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Thyssenkrupp übernimmt brasilianisches Stahlwerk komplett
05.04.2016 09:33

ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp will sich künftig allein um die Zukunft seines brasilianischen Problem-Stahlwerks CSA kümmern. Das Unternehmen verständigte sich mit dem Rohstoffkonzern Vale auf die Übernahme von dessen knapp 27-prozentigem Anteil an der Anlage in der Nähe von Rio de Janeiro. Als Gegenleistung sei ein "symbolischer Kaufpreis" vereinbart, teilte ThyssenKrupp am späten Montagabend in Essen mit. An der Börse wurde das Geschäft mit Skepsis aufgenommen. Zum Handelsstart verlor die Thyssenkrupp-Aktie rund 3,5 Prozent an Wert und war damit Schlusslicht im Dax .

Als alleiniger Eigentümer hofft Thyssenkrupp nun, das verlustreiche Werk leichter verkaufen zu können. Frühere Versuche, die 2010 in Betrieb genommene Anlage zu veräussern, waren auch an den komplizierten Eigentums- und Mitspracherechten bei der Tochter gescheitert. Das sei nun bereinigt, erklärte Thyssenkrupp. Viele operative Verträge zwischen CSA und Vale seien aufgelöst. Langfristig verlängert wurde lediglich der Erzliefervertrag mit dem Rohstoffkonzern. Ein Sprecher sprach von guten Konditionen für beide Seiten.

Dank des nur symbolischen Kaufpreises muss Thyssenkrupp keine neuen Schulden aufnehmen. Lediglich für den Fall, dass der Ruhrkonzern das einst rund 12 Milliarden Euro teure Werk künftig über dem aktuellen Buchwert von rund 2,2 Milliarden Euro verkauft, würde Vale noch einen Nachschlag erhalten, für den eine feste Formel ausgehandelt ist. Der Transaktion müssen noch der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp und Aufsichtsbehörden zustimmen.

Der Bau des brasilianischen Stahlwerks hat sich für Thyssenkrupp als desaströser Fehlschlag erwiesen, der zu Milliarden-Verlusten führte und den Konzern in eine tiefe Krise stürzte. Erst explodierten die Baukosten, dann zeigte sich, dass es kaum wirtschaftlich für den Konzern zu betreiben ist. Zudem sorgten Schäden immer wieder für Probleme beim Anlauf der Produktion. Hinzu kamen Verstösse gegen Umweltschutzauflagen. Mehrfach ging Graphit-Staubregen nieder.

Von Beginn an war Vale Partner des Projekts. Dahinter stand auch die Idee, dem Werk die Rohstoffversorgung zu sichern. Ursprünglich war Vale allerdings nur zu zehn Prozent beteiligt. Doch als der Bau immer teurer und das Geld bei Thyssenkrupp knapp wurde, erhöhte Vale 2009 seinen Anteil an CSA auf knapp 27 Prozent. Allein für die Aufstockung zahlten die Brasilianer damals knapp eine Milliarde Euro.

Es war eine Zeit, als die Erzpreise weltweit noch dank des China-Booms fast unaufhörlich stiegen und die Bergbaukonzerne dickes Geld verdienten. Das hat sich nun komplett geändert. Vale steckt wegen des Verfalls der Rohstoffpreise selbst in der Krise. Im vergangenen Jahr kam ein Verlust von gut 12 Milliarden US-Dollar zusammen. Vor diesem Hintergrund stösst der Konzern Randbereiche ab.

Thyssenkrupp arbeitete sich dagegen zuletzt aus seiner Krise heraus und erwirtschaftete in den vergangenen beiden Jahren trotz des brasilianischen Bremsklotzes wieder Gewinne. Auch im brasilianischen Werk verbesserten sich Abläufe. Zuletzt verhinderte aber der Absturz der Stahlpreise schwarze Zahlen der Anlage.

Der Einbruch der Stahlpreise macht der ganzen Branche zu schaffen. Auch in Europa stecken die meisten Werke in Verlusten. Vor diesem Hintergrund gibt es zahlreiche Gespräche unter Stahlherstellern, um Möglichkeiten für eine mögliche Bereinigung des Marktes auszuloten. Zuletzt tauchten Gerüchte auf, dass Thyssenkrupp seine Stahlsparte in Europa mit den niederländischen Werken des indischen Tata-Konzerns zusammenbringen könnte. Die Unternehmen kommentieren das nicht weiter. Allerdings betont Thyssenkrupp selbst seit zwei Jahren, sich aktiv an einer möglichen Konsolidierung der Stahlbranche in Europa beteiligen zu wollen./enl/stw/stb

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18.03.2016 13:21
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Thyssenkrupp baut Anlagensparte um - Schwerpunkt in NRW
18.03.2016 12:36

ESSEN/DORTMUND/BECKUM (awp international) -Der Essener Stahl- und Technologiekonzern Thyssenkrupp baut seine Sparte Grossanlagenbau um. Die neue Struktur solle bis zum Oktober umgesetzt werden, berichtete das Handelsblatt am Freitag. Hintergrund sei eine abflachende Konjunktur in wichtigen Märkten sowie ein starker Wettbewerbsdruck. Der Konzern sei zwar mit der momentanen wirtschaftlichen Entwicklung noch zufrieden, sagte Spartenchef Jens Michael Wegmann der Zeitung. "Wir spüren aber den stärkeren Wettbewerb - da müssen wir uns anders aufstellen."

Ob es zu personellen Veränderungen komme, hänge vor allem von der Entwicklung des Auftragseingangs ab. "Da, wo es Unterauslastung gibt, müssen wir handeln." Die Details seien aber noch nicht besprochen: "Natürlich werden wir uns jetzt mit den Führungskräften und der Mitbestimmung anschauen, wo und wie wir die Organisation gemeinsam optimieren können", sagte Wegmann. Ziel sei es dabei jedoch nicht, Arbeitsplätze abzubauen, betonte eine Sprecherin. Geplant sei etwa ein Ausbau der Servicesparte und der regionalen Präsenz.

Thyssenkrupp beschäftigt in seiner Sparte Industrial Solutions, zu der neben dem Anlagenbau auch der Marineschiffbau gehört, weltweit rund 19 000 Mitarbeiter, davon gut 11 000 in Deutschland. Nordrhein-Westfalen gehört dabei mit rund 4 000 Beschäftigten und grösseren Standorten in Dortmund, Essen und Beckum zu den regionalen Schwerpunkten.

Weitere Standorte sind Bremen, Kiel, Hamburg und Heilbronn. Der Unternehmensbereich Industrial Solutions mit 6,3 Milliarden Euro Umsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr baut in seiner Sparte Anlagenbau unter anderem Fabriken für die Produktion von Zement, Düngemitteln oder chemischen Produkten./uta/DP/enl

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17.03.2016 13:00
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ThyssenKrupp verspricht bei Milliardenauftrag in Australien neue Jobs
17.03.2016 10:55

(Ausführliche Fassung)

CANBERRA (awp international) - Thyssenkrupp will im Falles eines Zuschlags für den milliardenschweren U-Boot-Auftrag in Australien 2000 Arbeitsplätze schaffen. Die Jobs sollen allerdings in Australien entstehen, nicht an der Kieler Werft. Die deutsche Wirtschaft profitiere aber auch, sagte der Chef des zuständigen Geschäftsbereichs, Hans Atzpodien, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Canberra. "Wir würden Schlüsselteile aus Deutschland liefern, auch, wenn der Grossteil der U-Boote in Australien produziert und entwickelt wird." Zudem öffne ein solcher Auftrag Türen: Kanada könnte an ähnlichen U-Booten interessiert sein.

Neben ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) haben sich der staatliche französische Schiffbaukonzern DCNS und ein japanisches Konsortium mit Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries um einen der weltweit grössten Rüstungsaufträge beworben. Australien hat für die zwölf U-Boote mindestens 50 Milliarden australische Dollar (34 Mrd Euro) bereitgestellt. Für ThyssenKrupp wäre es einer der grössten Aufträge der Unternehmensgeschichte.

Nach Angaben von Atzpodien will TKMS ein Werk in Südaustralien bauen, das auch andere Kunden in der Asien-Pazifik-Region betreuen soll. Die Abteilungsleiter kämen vor allem in den ersten Jahren sicher aus Deutschland. Einige positive Effekte bei einem solchen Grossauftrag auf die Beschäftigung in Deutschland schloss er auch nicht aus.

Welche Teile genau aus Deutschland geliefert würden, sei noch unklar. "Es ist zu früh für Details", sagte Atzpodien. "Einige Teile sind hoch spezialisiert, da würde es keinen Sinn machen, eine parallele Fertigung in Australien aufzusetzen", sagte er der dpa.

"Wir sind ein Global Player. Es ist egal, ob wir unsere Gewinne in Deutschland oder anderswo machen", sagte Atzpodien. "Worauf es ankommt ist der Nutzen für die Gruppe, und die ist deutsch, mit vielen deutschen Aktionären."

Welche Chancen rechnet Atzpodien sich aus? "Die agnostische Antwort ist: ein Drittel. Aber es gibt auch eine emotionale Antwort ... nämlich, dass man in dem Wettbewerb ist, weil man die besten Chancen hat zu gewinnen. Wir sind engagiert und optimistisch." Die Entscheidung trifft der nationale Sicherheitsrat innerhalb des australischen Kabinetts. Sie soll Mitte des Jahres fallen./oe/DP/stb

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12.02.2016 08:39
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Stahl reisst Thyssenkrupp wieder in rote Zahlen - Prognose steht weiter
12.02.2016 07:10

(Ausführliche Fassung)

ESSEN (awp international) - Der rasante Verfall der Stahlpreise hat den Aufwärtstrend des Industriekonzerns Thyssenkrupp gestoppt. Im Ende Dezember abgelaufenen ersten Quartal seines Geschäftsjahres rutschte das Unternehmen wegen neuerlicher Verluste im Stahlgeschäft wieder in die Verlustzone. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 23 Millionen Euro, wie das Dax -Unternehmen am Freitag in Essen mitteilte. Vor einem Jahr erwirtschaftete Thyssenkrupp noch 50 Millionen Euro Überschuss.

Der Umsatz ging wegen der schwachen Stahlnachfrage und der niedrigen Preisen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zurück. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) schmolz um gut ein Viertel auf 234 Millionen Euro. Analysten hatten bessere Ergebnisse erwartet.

TALFAHRT AN DER BÖRSE

Das Stahlgeschäft bereite Sorgen, sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Seit dem vergangenen Sommer sind die Stahlpreise weltweit unter neuen Druck geraten, weil China angesichts der gesunkenen Nachfrage im eigenen Land massenhaft billigen Stahl auf den Weltmarkt wirft. An der Börse hat Thyssenkrupp in diesem Jahr bereits mehr als ein Viertel an Wert verloren.

An der ohnehin schon vorsichtigen Prognose hielt der Vorstand fest, allerdings steht diese angesichts der immer grösseren Sorgen um die Weltwirtschaft und der schwierigen Lage der Stahlbranche unter Vorbehalt.

BODEN ERREICHT?

Thyssenkrupp rechnet in diesem Jahr auf vergleichbarer Basis - also etwa um Wechselkurseffekte bereinigt - mit einem stagnierenden Umsatz. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll bei 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro landen. Der Überschuss soll deutlich zulegen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern operativ 1,7 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 42,8 Milliarden Euro verdient. Unter dem Strich war der Überschuss um fast 50 Prozent auf 309 Millionen Euro gewachsen.

Einen wichtigen Beitrag von 850 Millionen Euro zum Gewinn sollen weitere Einsparungen liefern, davon erreichte der Konzern nach eigenen Angaben im ersten Quartal 250 Millionen Euro. Um die Ziele zu erreichen, muss sich zusätzlich das Stahlgeschäft im weiteren Jahresverlauf erholen. Dafür sieht der Vorstand nun erste Anzeichen. In der vergangenen Woche hatte Konkurrent ArcelorMittal nach einem Rekordverlust die Hoffnung geäussert, dass das Schlimmste im Stahlgeschäft vorerst vorbei ist.

STARKES INDUSTRIEGÜTERGESCHÄFT

Als Stütze erwies sich im ersten Quartal wieder einmal das Industriegütergeschäft. Der Aufzugbau und die Autokomponentensparte steigerten ihren operativen Gewinn weiter. Im Grossanlagenbau blieb es fast stabil. In diesem Geschäft rechnet der Konzern demnächst mit einigen neuen Grossaufträgen.

Erneut bekannte sich Vorstandschef Hiesinger zu seiner Strategie: ?Die solide Entwicklung der Industriegütergeschäfte bestätigt uns, dass der Weg zum diversifizierten Industriekonzern richtig ist.? Damit trat er erneut Forderungen von einigen Analysten und Aktionären entgegen, die eine Abspaltung des schwankungsanfälligen Stahlgeschäfts fordern. Hiesinger will dagegen die einzelnen Sparten enger miteinander verknüpfen.

SCHULDEN WIEDER GESTIEGEN

Thyssenkrupp hatte sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit harten Sparanstrengungen aus einer tiefen Krise gekämpft. Sie war durch den misslungenen Bau von neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA entstanden. Dies kostete den Konzern Milliardensummen.

Die Finanzstruktur ist deshalb immer noch angespannt. Im ersten Quartal verschlechterte sie sich wie üblich wieder. So lagen die Schulden Ende Dezember mit 4,4 Milliarden Euro rund eine Milliarde höher als drei Monate zuvor. Das lag vor allem daran, dass der Konzern sein Umlaufvermögen wieder erhöhte, weshalb er nun 847 Millionen Euro mehr Geld ausgab als einnahm. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Thyssenkrupp erstmal seit neun Jahren wieder einen positiven Cashflow aus dem operativen Geschäft. Das will der Vorstand auch in diesem Jahr wieder schaffen, so dass sich die Finanzlage in den nächsten Quartalen wieder besser könnte./enl/he

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29.01.2016 13:23
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Thyssenkrupp wird bei Prognose vorsichtiger - Schwaches Stahlgeschäft
29.01.2016 10:54

(Ausführliche Fassung)

BOCHUM (awp international) - Der Einbruch der Stahlpreise und die Sorgen um die Weltkonjunktur bremsen den Industriekonzern Thyssenkrupp immer stärker. Vorstandschef Heinrich Hiesinger setzte am Freitag bei der Hauptversammlung des Unternehmens in Bochum ein dickes Fragezeichen hinter die ohnehin schon vorsichtige Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Das erste Quartal von Oktober bis Ende Dezember sei von einem "erheblich" verschlechterten Umfeld im Stahlgeschäft geprägt gewesen. Um die eigenen Ziele zu erreichen, müssten sich die Märkte in der zweiten Geschäftsjahreshälfte deutlich verbessern. Die Industriegeschäfte seien im ersten Quartal "solide" gelaufen. Die genauen Zahlen will der Konzern in zwei Wochen vorlegen. Die Aktie verlor am Morgen ein Prozent, während der Dax gut ein Prozent im Plus notierte.

Thyssenkrupp rechnet in diesem Jahr auf vergleichbarer Basis - also etwa um Wechselkurseffekte bereinigt - mit einem stagnierenden Umsatz. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll bei 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro landen. Einen wichtigen Beitrag von 850 Millionen Euro zum Gewinn sollen weitere Einsparungen liefern. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern operativ 1,7 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 42, 8 Milliarden Euro verdient. Unter dem Strich wuchs der Überschuss um fast 50 Prozent auf 309 Millionen Euro.

Davon will das Unternehmen fast 85 Millionen an die Aktionäre ausschütten. Die Dividende pro Aktie steigt von 11 auf 15 Cent. Die Ausschüttung sei mittelfristig nicht zufriedenstellend, räumte Hiesinger ein. Der Vorschlag berücksichtige aber die "bilanziellen Erfordernisse". Thyssenkrupp ist weiter mit 3,4 Milliarden Euro verschuldet und verfügt über eine für einen Industriekonzern dünne Eigenkapitalquote von 9,3 Prozent.

Hiesinger hatte Thyssenkrupp in den vergangenen Jahren unter anderem mit harten Sparanstrengungen aus einer tiefen Krise geholt. Sie war durch den misslungenen Bau von neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA entstanden. Das hat den Konzern Milliarden gekostet.

"Wir haben Thyssenkrupp stabilisiert", sagte Hiesinger laut Redemanuskript. Die volle Leistungskraft habe der Konzern aber noch nicht erreicht. "Von unserem Mindestanspruch sind wir noch ein gutes Stück entfernt." Erneut bekannte er sich zu seiner Strategie, die einzelnen Teile des Unternehmens enger zusammenzuschliessen. Das bringe "messbare Erfolge" etwa bei Effizienzsteigerungen, Innovationen und Mitarbeiterförderung.

Viele Analysten und Aktionäre sehen darin allerdings einen Hemmschuh. Die Kritik, dass etwa das Stahlgeschäft nicht mehr zu den anderen Bereichen wie den Aufzugbau oder das Automobilzuliefergeschäft passe, nahm zuletzt vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Bedingungen auf dem Stahlmarkt wieder zu. Dort bringen massenhafte Importe aus China die Preise unter Druck. Dem kann sich auch Thyssenkrupp nicht entziehen, obwohl der Konzern unter den europäischen Stahlherstellern noch einer der profitabelsten ist.

"Die Lage in der europäischen Stahlindustrie ist in der Tat besorgniserregend", sagte Hiesinger. Es gebe grosse Risiken. Er warnte vor der geplanten Verschärfung des Emissionsrechtehandels in der EU, dann wäre die Stahlbranche in Europa dauerhaft nicht mehr überlebensfähig. Allein Thyssenkrupp hätte in der Zeit von 2021 bis 2030 eine Mehrbelastung von 1,9 bis 3 Milliarden Euro. "Das ist eine Dimension, die wir schlichtweg nicht stemmen können."/enl/men/stb

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20.01.2016 08:24
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ThyssenKrupp: Erwarten trotz Wachstumsschwäche weiter gute Geschäfte in China
20.01.2016 06:29

MÜNCHEN (awp international) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp lässt sich vom schwächeren Wachstum der Wirtschaft in China nicht verunsichern. "Wir können auch mit einem Wirtschaftswachstum von fünf Prozent in China gut leben", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe). Für übertriebene Aufregung bestehe kein Anlass.

Das Geschäft mit Aufzügen laufe in etwa wie im Vorjahr, der Absatz von Autos habe zuletzt wieder angezogen. China hatte am Dienstag für 2015 ein Wirtschaftswachstum von 6,9 Prozent gemeldet - der niedrigste Zuwachs seit 25 Jahren.

"Wir müssen allerdings darauf achten, dass wir auch Aufträge der lokalen Produzenten bekommen, aber das gelingt gut", sagte Hiesinger der Zeitung. "Wer aus Angst vor Risiken in China nicht mitspielt, hat sowieso verloren." Man müsse akzeptieren, dass die Wachstumsraten in China etwas zurückgehen. "Je grösser eine Volkswirtschaft wird, desto kleiner werden die Zuwachsraten, so ist das eben." Vor dem Hintergrund der massiven Probleme in Brasilien, in Russland und anderen Schwellenländern sei China aufgrund seiner Marktgrösse wichtiger denn je.

"2016 wird für die Stahlindustrie in Europa ein schwieriges Jahr werden", sagte Hiesinger. Chinesische Stahlhersteller, meist in staatlicher Hand, lenkten die eigene Überproduktion zurzeit stark in den Export um. Dabei würden Preise angeboten, die nicht kostendeckend seien./stb

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19.11.2015 08:38
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Konjunktur-Sorgen bremsen Thyssenkrupp - Vorsichtige Prognose
19.11.2015 07:17

ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp kämpft auf seinem Erholungskurs mit einem immer stärkeren Gegenwind. Zwar steigerte das Unternehmen im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr den operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) um gut ein Viertel auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Angesichts wachsender Sorgen über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und des neuerlichen Verfalls der Stahlpreise wagte das Management am Donnerstag in Essen aber nur eine auch nach eigenem Bekunden vorsichtige Prognose. Bei der Dividende hält sich der Konzern stärker zurück als erwartet.

Die Aussichten für Thyssenkrupp verdüsterten sich zuletzt deutlich. So legte der Umsatz im vergangenen Berichtsjahr nur dank des schwachen Euro um vier Prozent auf 42,8 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang wäre ohne die günstigen Wechselkurse sogar deutlich gesunken. Hintergrund ist der heftige Verfall der Stahlpreise weltweit wegen der massiv gestiegenen Ausfuhren aus China. Zudem sammelte der Grossanlagenbau wegen der niedrigen Rohstoffpreise weniger Aufträge ein.

ERSTMALS SEIT NEUN JAHREN KEIN GELD VERBRANNT

Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 309 Millionen Euro übrig, das ist fast die Hälfte mehr als ein Jahr zuvor. Dabei profitierte der Ruhrkonzern auch vor allem von milliardenschweren Einsparungen. Zudem legte das Aufzugsgeschäft kräftig zu. Der Konzern hatte lange vor allem unter Fehlinvestitionen in neue Stahlwerke in Übersee gelitten. Zwischenzeitlich waren Milliardenverluste angefallen.

Erstmals seit neun Jahren nahm Thyssenkrupp nun im laufenden Geschäft wieder mehr Geld ein als der Konzern ausgab. Der Geldzufluss aus dem Tagesgeschäft sei ein Meilenstein im Veränderungsprozess von Thyssenkrupp, sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger. "Wir haben geliefert, was wir versprochen haben." der Konzern habe sich weiter stabilisiert.

VORSTAND MIT DIVIDENDE NICHT ZUFRIEDEN

Allerdings hatten Analysten mit stärkeren Zahlen gerechnet. Vor allem die geplante Erhöhung der Ausschüttung an die Aktionäre von 11 auf 15 Cent pro Anteilsschein liegt unter den Erwartungen. "Die Dividende kann uns mittelfristig nicht zufrieden stellen", sagte Hiesinger. "Es ist aber ein Schritt in die richtige Richtung, der auch unsere bilanziellen Erfordernisse berücksichtigt." Damit sprach er die weiter im Vergleich zu anderen Dax-Konzernen dünne Eigenkapitalausstattung an, die sich nur leicht auf 3,3 Milliarden Euro verbesserte. Die Schulden sanken um sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.

Im neuen Jahr soll der operative Gewinn nun zwischen 1,6 und 1,9 Milliarden Euro landen. Damit ist das mittelfristige Ziel von zwei Milliarden noch etwas entfernt. Entscheidend sei vor allem die weitere Entwicklung der Stahlpreise. Einen wichtigen Beitrag von 850 Millionen Euro zum Gewinn sollen weitere Einsparungen liefern. "Gerade vor dem Hintergrund des tendenziell immer unsicherer werdenden Umfeldes müssen wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir selbst in der Hand haben", sagte Hiesinger. Unter dem Strich rechnet Thyssenkrupp mit einem kräftigen Anstieg der Überschusses sowie des Mittelzuflusses aus dem operativen Geschäft.

BRASILIEN BLEIBT EIN PROBLEM

Ein Problemfall bleibt das Stahlwerk in Brasilien. Es blieb erneut tief in den roten Zahlen stecken. Dabei machte sich die Wirtschaftskrise im Land ebenso bemerkbar wie neuerliche Probleme in der Produktion. Wegen Wasserknappheit konnte die Anlage teilweise nicht voll laufen. Zudem musste Thyssenkrupp wegen der Abwertung der brasilianischen Währung Steuerguthaben herunterschreiben. Zusammen mit dem Bau eines Werks in den USA hatte die Anlage den Konzern in die tiefe Krise gestürzt und zu Milliardenverlusten geführt. Während die Anlage in den USA seit fast zwei Jahr verkauft ist, versucht ThyssenKrupp, die brasilianische Fabrik in eigener Regie profitabel zu machen./enl/he

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14.10.2015 13:01
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ThyssenKrupp baut erstes Aufzugswerk in Indien

14.10.2015 11:02

ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern ThyssenKrupp will stärker von der rasanten Entwicklung der Städte in Indien profitieren. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch in Essen den Bau seines ersten Aufzugswerks in dem Riesenland für rund 44 Millionen Euro an. Die Fabrik in der westindischen Stadt Pune soll 2017 in Betrieb gehen. Die Produktion soll von anfangs 6000 auf 10 000 Fahrstühle bis zum Jahr 2020 steigen. Indien gilt wegen der stetig zunehmenden Bevölkerung in den Städten als der derzeit am schnellsten wachsende Markt für Aufzüge weltweit.

Die Aufzugssparte mit ihren derzeit 19 Produktionsstätten und 900 Standorten weltweit ist der grösste Gewinnbringer von ThyssenKrupp. In den ersten neun Monaten des Ende September abgelaufenen Geschäftsjahres erwirtschaftete der Bereich einen operativen Gewinn von 557 Millionen Euro und damit fast die Hälfte des Konzernergebnisses. Rund ein Drittel der 156 000 ThyssenKrupp-Beschäftigten arbeitet im Aufzugsgeschäft./enl/mne/stb

(AWP)

 

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07.09.2015 08:33
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ThyssenKrupp spart mehr als ursprünglich erwartet

06.09.2015 16:54

FRANKFURT (awp international) - Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat sein Sparziel im noch bis Ende September laufenden Geschäftsjahr wohl übertroffen. "Für das letzte Geschäftsjahr hatten wir auch 850 Millionen Euro angekündigt und im Endeffekt eine Milliarde Euro erreicht", sagte Finanzchef Guido Kerkhoff der "Börsen-Zeitung" (Samstag) mit Blick auf das Sparprogramm "Impact". Er glaube nicht, dass der Konzern in diesem Jahr weniger schaffen werde. Angekündigt waren für das noch laufende Geschäftsjahr Einsparungen in Höhe von 850 Millionen Euro.

Der Manager kündigte zudem an, dass das Sparprogramm fortgesetzt wird. So erzielte Einsparungen sollten auch in den kommenden Jahren einen wesentlichen Beitrag für weitere Ergebnisverbesserungen liefern, sagte er. "Das kann dann auch weit über ein Konzern-Ebit von zwei Milliarden Euro hinausgehen." Den genauen Zeitpunkt für dieses Ziel liess er aber offen. Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte er, dass beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) das obere Ende der angepeilten Spanne von 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro erreicht werde./jha/

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12.05.2015 08:30
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ThyssenKrupp arbeitet sich weiter nach oben - Prognose leicht angehoben

12.05.2015 07:09

(Ausführliche Fassung)

ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern ThyssenKrupp nimmt auf seinem Erholungskurs Fahrt auf. Im vergangenen Quartal legte der Gewinn im laufenden Geschäft um fast ein Drittel zu, wie das Unternehmen am Dienstag in Essen mitteilte. Dabei profitierte der grösste deutsche Stahlhersteller von seinen harten Sparanstrengungen, dem schwachen Euro und dem Verfall der Rohstoffpreise. Zudem legten die Aufzugssparte und das Autozuliefergeschäft zu. Der Vorstand hob seine Gewinnprognose leicht an. "Unsere Massnahmen zur Performance-Verbesserung greifen und wir kommen beim Konzernumbau voran", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger. "Die weitere Ergebnisverbesserung spiegelt unsere stärkere Leistungsorientierung wider."

Der Umsatz legte im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal um sieben Prozent auf fast elf Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn - das ist das um Sondereffekte wie die Kosten für Sparprogramme bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) - kletterte dank der Effizienzsteigerungen um fast ein Drittel auf 405 Millionen Euro. Unter dem Strich stand allerdings ein Gewinnrückgang von 82 Prozent auf 50 Millionen Euro. Grund ist der im April vereinbarte Verkauf des Spezialedelstahlherstellers VDM, bei dem ThyssenKrupp wie bereits angekündigt einen Buchverlust von gut 100 Millionen Euro hinnehmen musste.

ANALYSTEN WAREN NOCH ZUVERSICHTLICHER

Angesichts der kräftigen Zuwächse im laufenden Geschäft hob der Vorstand die Prognose für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr an. Nun soll der operative Gewinn bei zwischen 1,6 und 1,7 Milliarden Euro landen. Bislang sollte das bereinigte Ebit von 1,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf "mindestens" 1,5 Milliarden Euro steigen. Der Überschuss soll sich deutlich verbessern. Beim Umsatz rechnet das Management weiter mit einem Zuwachs im einstelligen Prozentbereich. Bei der Prognose hatten einige Beobachter allerdings mit etwas mutigeren Aussagen gerechnet.

ThyssenKrupp lässt damit aber weiter eine der schwersten Krisen der über 200-jährigen Unternehmensgeschichte hinter sich. Der Bau von neuen Stahlwerken in Brasilien und Amerika hatten zu Milliardenverlusten geführt. Während die Anlage in den USA seit einem Jahr verkauft ist, versucht ThyssenKrupp die Fabrik in Brasilien in eigener Regie profitabel zu machen. Im zweiten Quartal konnte das Werk den operativen Verlust allerdings nur leicht auf 20 Millionen Euro reduzieren. Grund waren gesunkene Stahlpreise und neuerliche technische Probleme, die zu Engpässen in der Produktion führten.

SCHULDEN WIEDER GESTIEGEN

Angesichts wieder gestiegener Schulden von 4,6 Milliarden Euro bleibt die finanzielle Situation des Konzerns weiter abgespannt. Das Eigenkapital schmolz zugleich auf unter 2,9 Milliarden Euro. Grund war ein neuerlicher negativer Cashflow. Das Unternehmen gab also mehr Geld aus, als es einnahm. Grund dafür waren auch ein Auffüllen der Vorräte und die Auszahlung der ersten Dividende an die Aktionäre nach zwei Jahren ohne Ausschüttung. In der zweiten Jahreshälfte soll der Cashflow aus dem laufenden Geschäft dann aber mindestens ausgeglichen sein.

Wenn der Mitte April vereinbarte Verkauf der Edelstahlsparte VDM an den Finanzinvestor Lindsay Goldberg Vogel abgeschlossen ist, dürften die Schulden wieder sinken. Zu den Konditionen machte ThyssenKrupp bislang offiziell keine Angaben, allerdings sickerte ein Preis von 550 Millionen Euro durch. Damit musste der Konzern die neuerlichen Abschreibungen vornehmen.

VERKAUFSLISTE WIRD KLEINER

Nun steht noch die italienische Edelstahltochter AST auf der Verkaufsliste. ThyssenKrupp will die Fabrik aber zunächst in Eigenregie sanieren, ehe der Konzern nach einem Käufer sucht. Langfristig soll auch für das brasilianische Stahlwerk ein neuer Eigentümer gefunden werden. ThyssenKrupp will sich künftig stärker auf seine Industriegütergeschäfte wie den Bau grosse Fabriken zur Herstellung von Düngemitteln, die Aufzüge und das Zuliefergeschäft für die Autobranche konzentrieren./enl/he

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30.01.2015 16:26
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ThyssenKrupp noch nicht über den Berg - Protest gegen Finanzinvestor

30.01.2015 15:13



(Ausführliche Fassung)

BOCHUM (awp international) - Nach der Rückkehr in die Gewinnzone will der Industriekonzern ThyssenKrupp mehr. "Die Wende ist noch nicht geschafft", sagte der Vorstandschef Heinrich Hiesinger am Freitag bei der Hauptversammlung in Bochum. Dafür müssten die laufenden Geschäfte nachhaltig mehr Geld in die Kasse spülen. In den vergangenen Jahren hatte ThyssenKrupp stets mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Auch 2014 hätte der Konzern ohne die Erlöse aus Unternehmensverkäufen wieder Geld verbrannt. An der Börse kamen die ehrgeizigen Aussagen gut an. Die ThyssenKrupp-Aktie legte als einer der wenigen Dax-Titel zu.

Vor der Versammlungshalle demonstrierten Vertreter der IG Metall gegen den schwedischen Finanzinvestor Cevian, dessen Deutschland-Chef Jens Tischendorf in den Aufsichtsrat gewählt werden sollte. Die Beteiligungsgesellschaft hat sich in den vergangenen anderthalb Jahren gut 15 Prozent der Anteile an ThyssenKrupp gesichert. Cevian gilt als Investor, der sich aktiv in die Geschäftspolitik bei seinen Beteiligungen einmischt, um den Börsenwert nach oben zu treiben. Mitarbeitervertreter sehen in dem Investor eine "Heuschrecke", der eine Zerschlagung von ThyssenKrupp vorantreiben könnte. Vor allem Stahlarbeiter machen sich Sorgen.

Vorstandschef Hiesinger versucht einer möglichen Aufspaltung des Konzerns entgegenzuwirken, indem er die einzelnen Konzernteile enger verbindet. "Wir sehen heute schon an vielen Stellen, dass dieser Verbund mehr Wert schafft, als es die Einzelteile in Summe jemals könnten." Zugleich schloss er nicht aus, dass es dabei Verkäufe einzelner Randgeschäfte geben könnte. "Aktives Portfoliomanagement" gehöre zum Konzernalltag. Unter anderem sucht der Konzern einen Käufer für die Edelstahlsparte VDM. Beschlüsse gebe es aber noch nicht, sagte Hiesinger. Keine Gespräche gebe es derzeit über einen Verkauf des zuletzt erfolgreichen U-Boot-Baus.

"Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte der Manager, dessen Vertrag erst kürzlich bis 2020 verlängert worden war. Nach drei Jahren mit Milliarden-Verlusten hatte sich ThyssenKrupp im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr wieder in die schwarzen Zahlen gekämpft. Unter dem Strich standen 210 Millionen Euro Überschuss nach einem Fehlbetrag von 1,4 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Der Konzern hatte lange unter Fehlinvestitionen in neue Stahlwerke sowie Abschreibungen auf das Edelstahlgeschäft gelitten, zeitweise stand sogar die Existenz auf der Kippe.

Von der Erholung profitieren auch die Aktionäre. Nach zwei Jahren ohne Ausschüttung bekommen sie nun wieder elf Cent Dividende je Aktie. "Das ist natürlich nicht mehr als ein Signal", sagte Hiesinger. Damit wolle das Unternehmen zeigen, dass es von der künftigen Ertragskraft überzeugt ist. Die Dividendenzahlung kostet ThyssenKrupp rund 56 Millionen Euro und ist bei der dünnen Eigenkapitalquote von nur 8,9 Prozent schon ein Kraftakt.

Aktionäre lobten den Aufwärtstrend, forderten aber mehr. "ThyssenKrupp ist ein Koloss auf tönernen Füssen, der immer noch ausgezehrt ist von den Managementfehlern der Vergangenheit", sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Union Investment. "Der Patient ist auf dem Weg der Besserung, aber noch längst nicht über den Berg." Anlegerschützer Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz lobte die Rückkehr zu einer Dividendenzahlung, auch wenn die Ausschüttung "vielleicht noch nicht ganz verdient" sei.

Hiesinger betonte, dass der Konzern noch viel Verbesserungspotenzial habe. "Unsere Bilanzkennzahlen haben noch lange nicht das Niveau erreicht, das wir uns mittelfristig vorstellen." Um das Ruder dauerhaft herumzureissen, hat Hiesinger den fünf Konzernsparten hohe Ziele gesetzt. Damit will er den operativen Gewinn in diesem Jahr von 1,3 auf mindestens 1,5 Milliarden Euro heben. Mittelfristig will der Manager mit dem laufenden Geschäft wenigstens zwei Milliarden Euro verdienen./enl/mmb/jha/

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20.01.2015 08:42
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ThyssenKrupp will 181 Millionen von Ex-Manager erstreiten

20.01.2015 06:39



DÜSSELDORF (awp international) - Der ThyssenKrupp -Konzern verlangt mach dem Auffliegen des sogenannten Schienenkartells 191 Millionen Euro von einem ehemaligen Manager des Konzerns. Der Rechtsstreit geht an diesem Dienstag (11.00) in eine neue Runde. Das Landesarbeitsgericht in Düsseldorf verhandelt den Fall in zweiter Instanz. Der Konzern verlangt von seinem früheren Bereichsvorstand die Erstattung der vom Bundeskartellamt verhängten Geldbussen. In erster Instanz hatte allerdings der Manager gewonnen: Der Konzern habe dessen Schuld nicht belegen können. Schienenhersteller hatten den Kartellwächtern zufolge jahrelang ihre Preise abgesprochen./fc/DP/zb

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20.11.2014 08:29
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Wdh: ThyssenKrupp wieder in den schwarzen Zahlen - Kleine Dividende

20.11.2014 07:38



(Wiederholung: Im zweiten Absatz, fünfter Satz und im sechsten Absatz, zweiter Satz wurden Tippfehler berichtigt.)

ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern ThyssenKrupp kommt allmählich aus seiner tiefen Krise. Nach drei Jahren mit Milliarden-Verlusten hat sich das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen gekämpft. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Dax-Konzern einen Überschuss von 210 Millionen Euro, wie er am Donnerstag in Essen mitteilte. Dabei zahlt sich vor allem das harte Sparprogramm aus. Zudem hat der Konzern sein Krisen-Stahlwerk in Brasilien allmählich im Griff. Vor einem Jahr kam noch ein Fehlbetrag von 1,4 Milliarden Euro zusammen. Der Konzern hatte lange unter Fehlinvestitionen in neue Stahlwerke sowie Abschreibungen auf das Edelstahlgeschäft gelitten.

Als Signal für die Trendwende gibt es für die Aktionäre zumindest wieder eine kleine Dividende von 11 Cent je Anteilsschein. Sie waren in den beiden Vorjahren leer ausgegangen. Analysten hatten mit einer neuerlichen Nullrunde gerechnet. Der Umsatz legte im vergangenen Geschäftsjahr bereinigt um verkaufte Geschäftsteile um sieben Prozent auf 41,3 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn, das ist das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit), konnte sich sogar auf gut 1,3 Milliarden Euro mehr als verdoppeln.

'WENDE NOCH NICHT GESCHAFFT'

"Das Geschäftsjahr 2013/2014 markiert einen Meilenstein in unserer Ergebnisentwicklung", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Für ihn selbst ist es der erste Gewinn, seit er Anfang 2011 an die Spitze von ThyssenKrupp rückte. Seitdem war er vor allem damit beschäftigt, Altlasten zu beseitigen. Das kostete viel Geld. In den drei Vorjahren häufte ThyssenKrupp Verluste von rund 7,4 Milliarden Euro an. Das Eigenkapital wurde zu grossen Teilen aufgezehrt. Entspannung brachten im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Kapitalerhöhung sowie der Verkauf des Stahlwerks im US-Bundesstaat Alabama. So sank die Nettoverschuldung von 5 auf 3,5 Milliarden Euro.

Hiesinger betonte, dass der Konzern die Wende noch nicht geschafft habe. Dazu fehle noch ein langfristig sicherer Geldzufluss aus dem laufenden Geschäft. In den vergangenen Jahren hatte ThyssenKrupp stets mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Auch im abgelaufenen Jahr hätte der Konzern ohne die Erlöse aus Unternehmensverkäufen wieder Geld verbrannt. "Und deshalb werden wir auch jetzt nicht nachlassen und die Spannung halten", sagte Hiesinger. Für den weiteren Umbau hat Hiesinger Unterstützung vom Aufsichtsrat. Die Kontrolleure verlängerten bereits am Mittwoch seinen Vertag bis 2020.

VORSTAND KÜNDIGT WEITERE EINSPARUNGEN AN

Für das laufende Geschäftsjahr stellte ThyssenKrupp trotz der zunehmenden Sorgen um die Weltwirtschaft weitere Gewinnzuwächse in Aussicht. So soll das operative Ergebnis auf mindestens 1,5 Milliarden Euro steigen. Dazu soll erneut das laufende Sparprogramm einen grossen Beitrag liefern. ThyssenKrupp will die Kosten um weitere 850 Millionen Euro drücken. Damit hätte der Konzern in den vergangenen drei Jahren 2,5 Milliarden Euro eingespart. Bislang lag das Ziel bei 2,3 Milliarden.

Damit soll auch der Nettogewinn "deutlich" zulegen. Beim Umsatz traut sich ThyssenKrupp auf vergleichbarer Basis - also bereinigt um Währungseffekte und verkaufte Firmenteile - einen Zuwachs im einstelligen Prozentbereich zu. Um langfristig die nötigen Mittel für Investitionen in neues Wachstum zu haben und eine stabile Dividende zu zahlen, braucht der Konzern nach eigenen Angaben einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von mindestens zwei Milliarden Euro. An diesem Ziel werde mit Hochdruck gearbeitet, versicherte der Vorstand.

BAUSTELLE EDELSTAHL

Die Hoffnung auf eine Trendwende hatte sich bei ThyssenKrupp zuletzt kontinuierlich verstärkt. So erwirtschaftete das Stahlwerk in Brasilien im dritten Quartal erstmals einen operativen Gewinn. Dabei spielt ThyssenKrupp der Verfall der brasilianischen Währung in die Karten. Als Stützen erwiesen sich weiter das Industriegütergeschäft mit Autokomponenten, Aufzügen und grossen Industrieanlagen.

Eines der grössten Probleme im Konzern sind die längst abgestossen geglaubten Edelstahlaktivitäten. Das verlustreiche Werk AST im italienischen Terni und der deutsche Spezialhersteller VDM gehören seit März wieder voll zu ThyssenKrupp. Ursprünglich hatte der Konzern diese Geschäfte an den finnischen Konkurrenten Outokumpu verkauft - musste sie aber zurücknehmen, als dieser in Schieflage geriet. Für VDM sucht ThyssenKrupp bereits neue Käufer, allerdings läuft dieser Prozess dem Vernehmen nach schleppend. Das Werk in Italien wiederum soll zunächst saniert werden. Dagegen regt sich aber massiver Protest./enl/he/stb

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19.08.2014 14:21
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Presse: ThyssenKrupp will operativen Gewinn mittelfristig verdoppeln

19.08.2014 13:45



DÜSSELDORF (awp international) - Auf dem Weg aus seiner tiefen Krise setzt sich der Industriekonzern ThyssenKrupp einem Pressebericht zufolge neue Ziele. Mittelfristig strebt der Vorstand eine weitere Verdoppelung des operativen Gewinns an, wie das "Handelsblatt" (Dienstag) unter Berufung auf das Konzernumfeld berichtete. Dazu sollen auch neue Sparanstrengungen beitragen. Zudem wolle der Konzern sich von zusätzlichen Geschäftsteilen trennen. Neben dem seit längerem vorgesehenen Verkauf von Fahrgasttreppen könnten dem Bericht zufolge langfristig auch die verbliebenen Werften mit dem U-Boot-Bau veräussert werden.

ThyssenKrupp wollte den Bericht nicht kommentieren. Man äussere sich nicht zu Marktspekulationen, sagte eine Sprecherin. Bei den Aktionären kam die Meldung aber gut an. Bis zum Mittag gehörte die ThyssenKrupp-Aktie mit einem Plus von knapp zwei Prozent zu den grössten Gewinnern im Dax .

Nach drei Jahren mit Milliarden-Verlusten ist der Konzern nun erstmals wieder auf Gewinnkurs. Im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr soll unter dem Stich erstmals wieder ein ausgeglichenes oder sogar leicht positives Nettoergebnis stehen. Ob das allerdings schon wieder für eine Dividende reicht, ist offen.

Um sich langfristig wieder gewohnt solide Ausschüttungen leisten zu können, muss ThyssenKrupp also weiter zulegen. In diesem Jahr soll sich der operative Gewinn - das ist das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen aus den fortgeführten Geschäften - bereits von 586 Millionen Euro im Vorjahr verdoppeln. Dazu tragen hohe Einsparungen bei. Bis Ende des kommenden Geschäftsjahres 2014/15 will das Unternehmen die Kosten dauerhaft um 2,3 Milliarden Euro senken.

Nun sollen dem Bericht zufolge weitere Sparpotenziale genutzt werden. Vorstandschef Heinrich Hiesinger wolle die einzelnen Konzernbereich dazu weiter miteinander verzahnen und so etwa im Einkauf grössere Preisvorteile herausholen.

Vor allem fehlgeschlagene Grossinvestitionen in Übersee und die Krise im Edelstahlgeschäft hatten den Ruhrkonzern in eine existenzbedrohende Krise gestürzt und die Schulden anschwellen lassen. Doch nach dem gelungenen Verkauf des Stahlwerks im US-Bundesstaat Alabama in diesem Frühjahr und einer Kapitalerhöhung im Dezember hat sich die Lage etwas entspannt.

Viele Beobachter rechnen damit, dass langfristig auch ein Verkauf des Stahlwerks in Brasilien ebenso wie die Trennung von den verbliebenen Werften wieder auf den Tisch kommt. Erst Ende 2011 hatte der Konzern seine zivilen Schiffbauaktivitäten wie weite Teile der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss verkauft, in diesem Jahr folgten die Marine-Werften in Schweden.

Zudem dürften die verblieben Edelstahlaktivitäten, die ThysenKrupp zu Jahresbeginn vom finnischen Outokumpu-Konzern zurücknehmen musste, nicht dauerhaft zum Kerngeschäft zählen. Für den Spezialhersteller VDM soll der Konzern schon aktiv auf der Suche nach Interessenten sein, wie die "Süddeutsche Zeitung" am Wochenende berichtet hatte. Das seit langem defizitäre Edelstahlwerk muss ThyssenKrupp allerdings erst für einen Käufer attraktiv machen. Deshalb ist dort ein Sanierungsporgramm geplant./enl/men/stb

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30.06.2014 08:20
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ThyssenKrupp verkauft Werften in Schweden an Saab

30.06.2014 06:32



ESSEN/STOCKHOLM (awp international) - ThyssenKrupp gibt den Schiffbau in Schweden auf. Wie der Stahlkonzern am Sonntag mitteilte, geht die Werft ThyssenKrupp Marine Systems AB (ehemals Kockums) an den Rüstungskonzern SAAB AB. Der Kaufpreis beträgt demnach 340 Millionen schwedische Kronen (rund 37 Millionen Euro). Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den Vorstand und die Aufsichtsgremien von ThyssenKrupp sowie durch die schwedische Wettbewerbsbehörde.

ThyssenKrupp hatte den Verkaufswunsch der Tochter Mitte April angekündigt. Grund waren Differenzen über U-Boot-Aufträge der schwedischen Regierung. Bei der Schiffbautochter in dem nordeuropäischen Land arbeiteten an den drei Standorten Malmö, Karlskrona und Muskö zuletzt rund 900 Beschäftigte./xxzz/DP/zb

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16.05.2014 14:24
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ThyssenKrupp investiert 200 Millionen Euro in Duisburg

16.05.2014 13:36



DUISBURG (awp international) - Der Stahlkonzern ThyssenKrupp investiert mehr als 200 Millionen Euro in die Modernisierung von Europas grösstem Hochofen in Duisburg. Während der Arbeiten muss der Hochofen 2 erstmals nach 21 Jahren wieder ausser Betrieb genommen werden, teilte das Unternehmen am Freitag in Duisburg mit. Die Anlage soll ab Mitte Juni heruntergefahren werden. Anschliessend wird unter anderem die feuerfeste Ausmauerung des rund 75 Meter hohen Hochofens erneuert. Die Arbeiten werden von einem rund 300-köpfigen Team von ThyssenKrupp zusammen mit rund 100 Fremdfirmen durchgeführt. Der grösste deutsche Stahlkonzern betreibt insgesamt vier Hochöfen am Standort Duisburg./uta/DP/enl

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13.05.2014 08:17
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ThyssenKrupp mit erstem Überschuss seit sieben Quartalen

13.05.2014 07:03



ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat sich zurück in die schwarzen Zahlen gekämpft. Im Ende März abgelaufenen zweiten Quartal seines Geschäftsjahres erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von 269 Millionen Euro, wie es am Dienstag in Essen mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte ThyssenKrupp noch einen Fehlbetrag von 129 Millionen Euro verbucht.

Bei seinem ersten Nettogewinn seit sieben Quartalen profitierte der Konzern von seinem Sparprogramm und einem kräftigen Wachstum im Industriegüter-Geschäft. Zudem traten diesmal keine grösseren negativen Sondereffekte aus, die der Dax-Gesellschaft zuletzt regelmässig die Bilanz verdorben hatten.

Der Umsatz legte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn - das ist das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen - stieg um 62 Prozent auf 309 Millionen Euro. Die Zahlen lagen über den Erwartungen von Analysten.

Angesichts eines im ersten Halbjahr um 87 Prozent auf 555 Millionen Euro gestiegenen operativen Gewinns erhöhte der Vorstand nun sein Ziel für das Gesamtjahr. Nun soll sich dieses Ergebnis nach 586 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012/13 fast verdoppeln. Bislang lag das Ziel bei rund einer Milliarde Euro. Auch beim Umsatz traut sich ThyssenKrupp mehr zu. Dieser soll auf vergleichbarer Basis - das heisst bereinigt um die entgangenen Erlöse aus verkauften Geschäftsteilen und Wechselkursschwankungen - nun im mittleren bis einstelligen Prozentbereich zulegen. Bislang hatte das Management einen Zuwachs im mittleren Prozentbereich in Aussicht gestellt.

FORTSCHRITTE BEI SCHULDENABBAU

Die Finanzlage hat sich im vergangenen Quartal weiter entspannt. Die Netto-Finanzschulden gingen von Ende Dezember bis Ende März um gut eine halbe Milliarde auf knapp unter 4 Milliarden Euro zurück, wie die Dax-Gesellschaft am Dienstag in Essen mitteilte. Hauptgrund war der Verkauf eines Stahlwerks im US-Bundesstaat Alabama. Der Erlös von 1,55 Milliarden Dollar ging nun ein.

Das sogenannte Gearing - das Verhältnis der Schulden zum Eigenkapital - normalisierte sich weiter. Es lag noch bei 124 Prozent. Vor einem halben Jahr war die Lage bedrohlicher. Damals waren die Nettoschulden noch doppelt so hoch wie das geschmolzene Eigenkapital. Der Konzern musste daraufhin im Dezember zu einer Kapitalerhöhung greifen, die knapp 900 Millionen Euro einbrachte.

ThyssenKrupp war durch den Bau von zwei Stahlwerken in Brasilien und den USA in die Krise gerutscht. Sie hatten den Konzern in den vergangenen drei Jahren tief in die roten Zahlen gestürzt. Dadurch waren grosse Teile des Eigenkapitals aufgezehrt worden. Vorstandschef Heinrich Hiesinger hätte gern beide Werke komplett verkauft, doch nach anderthalbjährigen Verhandlungen gelang nur die Trennung vom US-Werk in Alabama./enl/he

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