THYSSENKRUPP

thyssenkrupp I 

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Thyssenkrupp vertröstet auf spätere Erholung im Stahlgeschäft
09.02.2017 07:04

ESSEN (awp international) - Der Industriezweig von Thyssenkrupp hat sich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres einmal mehr als Stütze des Konzerns erwiesen. Unter anderem dank solider Geschäfte mit Aufzügen und Autokomponenten hat Thyssenkrupp im ersten Quartal von Oktober bis Dezember besser abgeschnitten als im Vorjahreszeitraum. Dazu trug nicht zuletzt eine Entspannung in der amerikanischen Stahlsparte bei. Die Erholung im europäischen Stahlgeschäft liess dagegen trotz zuletzt wieder gestiegener Stahlpreise auf sich warten. Thyssenkrupp begründete dies am Donnerstag mit dem hohen Anteil an längerfristigen Verträgen. Die gestiegenen Stahlpreise würden sich erst im Jahresverlauf positiv bemerkbar machen.

"Unsere Strategie ist richtig", erklärte Konzernchef Heinrich Hiesinger in Essen. "Wir bauen den Anteil der Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäfte aus. Das ermöglicht uns, in Zukunft stabilere Ergebnisse zu erwirtschaften und profitabel zu wachsen." Der ehemalige Siemens-Manager ist seit seinem Amtsantritt vor sechs Jahren mit der Sanierung des Konzerns beschäftigt. Das vorherige Management hatte Thyssenkrupp mit dem viel zu teuer gewordenen Bau zweier Stahlwerke in den USA und Brasilien in eine Schieflage gebracht.

OPERATIVES ERGEBNIS BESSER ALS ERWARTET

Im ersten Quartal konnte Thyssenkrupp den Umsatz um 6 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro hochschrauben. Der operative Gewinn - das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern - stieg um 40 Prozent auf 329 Millionen Euro. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Allerdings blieb der Überschuss mit 8 Millionen Euro hinter den Erwartungen zurück. Thyssenkrupp verwies auf einen ungewöhnlich hohen Steueraufwand. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern unterm Strich noch 23 Millionen Euro verloren. An der Prognose fürs Gesamtjahr hielt die Konzernführung fest.

Anleger achten derzeit aber ohnehin weniger auf die Finanzkennziffern, als vielmehr auf die strategischen Weichenstellungen: Die grosse Frage ist, ob die Fusion der europäischen Stahlgeschäfte von Thyssenkrupp und Tata Steel klappt. Das würde die Lage auf dem Markt entspannen. Hiesinger hatte auf der Hauptversammlung wegen des Preisdrucks und der bestehenden Überkapazitäten erneut für eine Fusion der europäischen Stahlsparte geworben, dabei aber auch um Geduld gebeten. Thyssenkrupp sei mit mehreren Parteien im Gespräch.

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN STEIGEN

Thyssenkrupp könnte einen grossen Wurf gut gebrauchen. Denn die Finanzlage ist trotz erzielter Fortschritte bei der Sanierung weiter angespannt: Die Nettoschulden stiegen binnen drei Monaten von 3,5 Milliarden auf 5,4 Milliarden Euro. Der Konzern begründete dies in erster Linie mit den stark gestiegenen Rohstoff- und Werkstoffpreisen. Das Eigenkapital verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 2,6 Milliarden auf 3,3 Milliarden Euro. Hintergrund hier ist ein wieder gestiegenes Zinsniveau und damit einhergehend gesunkene Pensionsverpflichtungen.

Damit verschlechterte sich das Verhältnis der Schulden zum Eigenkapital auf 166 Prozent. Diese Marke ist für Thyssenkrupp wichtig, weil Banken beim Überschreiten einer bestimmten Schwelle zum Ende des Geschäftsjahres einige Kreditverträge kündigen können. Lag dieser Grenzwert früher bei 150 Prozent, so schwankt er heute zwischen 150 und 200 Prozent. Thyssenkrupp betonte, solide finanziert zu sein.

JAHRESPROGNOSE BESTÄTIGT

Grundsätzlich hat sich an der Lage Thyssenkrupps nach den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres wenig geändert: In dem bis Ende September laufenden Jahr soll der operative Gewinn weiterhin auf rund 1,7 Milliarden Euro steigen. Damit käme der Konzern dem mittelfristigen Ziel eines operativen Ergebnisses von mindestens 2 Milliarden Euro wieder näher. Im Vorjahr war der Gewinn noch auf knapp 1,5 Milliarden Euro gefallen. Auch der Überschuss soll sich im laufenden Jahr deutlich verbessern./das/zb/fbr

(AWP)

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Thyssenkrupp wird brasilianisches Stahlwerk endlich los - Verlustgeschäft
22.02.2017 06:37

ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp verkauft sein verlustreiches brasilianisches Stahlwerk CSA an Ternium. Der Stahlkonzern mit Sitz in Luxemburg zahle 1,5 Milliarden Euro, teilte Thyssenkrupp am frühen Mittwochmorgen in Essen mit. Da dies rund 900 Millionen Euro weniger ist als die Essener das Werk derzeit in der Bilanz bewerten, muss diese Summe abgeschrieben werden. Der Verkauf werde entsprechende Auswirkungen auf den Jahresüberschuss haben. Die Schulden können aber durch den Verkauf deutlich reduziert werden.

"Das ist ein wichtiger Meilenstein beim Umbau von Thyssenkrupp hin zu einem starken Industriekonzern", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Das Geschäft soll bis zum 30. September abgeschlossen sein. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden müssen es noch genehmigen. Tyssenkrupp hatte das brasilianische Stahlwerk in Santa Cruz nahe Rio de Janeiro im April 2016 komplett übernommen. Als alleiniger Eigentümer hoffte der Konzern, das verlustreiche Werk leichter verkaufen zu können.

Frühere Versuche, die 2010 in Betrieb genommene Anlage abzustossen, waren auch an den komplizierten Eigentums- und Mitspracherechten bei der Tochter gescheitert./hme/DP/zb

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Proteste bei Thyssenkrupp nach Ankündigung von Sparprogramm
09.04.2017 14:47

ESSEN (awp international) - Der Betriebsrat von Thyssen Krupp reagiert mit Protestaktionen und kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen auf das angekündigten Sparprogramm in der Stahlsparte des Konzerns. Am Sonntag seien Arbeiter in Duisburg-Hüttenheim beim Schichtwechsel am Mittag über die geplanten Einschnitte informiert worden, sagte der Hüttenheimer Betriebsratsvorsitzende Werner von Häfen der Deutschen Presse-Agentur. Durch solche - auch in den kommenden Tagen geplanten - Informations-Veranstaltungen kann es nach Angaben des Betriebsrats zu spürbaren Einschränkungen in der Produktion kommen. "Wir planen weitere Arbeitskämpfe", sagte von Häfen. Zentrum der Proteste sei zunächst der Standort Hüttenheim mit rund 1300 Mitarbeitern.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hatte geplante Einsparungen von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren und die Schliessung von Teilanlagen angekündigt. Der Betriebsrat befürchtet den Wegfall von mehr als 300 Arbeitsplätzen. Demnach sollen die Anlagen zur Verarbeitung von Grobblech in Duisburg-Hüttenheim und Bochum vor der Schliessung stehen.

Schon am Freitag hatte es in der Hüttenheimer Anlage eine Belegschaftsinformation gegeben. Thyssenkrupp hatte erklärt, im Mittelpunkt der Sparmassnahmen stünden Effizienzsteigerungen bei Personal, Instandhaltung und Reparatur, Logistik, Vertrieb und Verwaltungskosten.

Es sei eine "Salamitaktik" zu befürchten, in deren Folge weitere Stellen gestrichen würden, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel Europe, Günter Back. Zudem könne bei einer möglichen Fusion mit dem Konkurrenten Tata ein weiterer Aderlass drohen. Konzernchef Heinrich Hiesinger hatte mehrfach betont, dass der geplanten Umbau der Stahlsparte unabhängig vom Ergebnis der laufenden Gespräche mit dem Konkurrenten notwendig sei.

Thyssenkrupp beschäftigt in seiner Stahlsparte in Deutschland knapp 26 000 Mitarbeiter, davon knapp 22 000 in Nordrhein-Westfalen. Während sich die Stahlbranche insgesamt derzeit über steigende Aufträge freuen kann, hat der Bereich Grobblech in der Vergangenheit nach Angaben des Betriebsrats rote Zahlen erwirtschaftet. Zudem leidet die Branche unter Überkapazitäten, die nach Einschätzung von Konzernchef Hiesinger eine Konsolidierung notwendig machen./sil/dot/DP/he

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alpenland
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Umbruch bei Thyssen, eine Empfehlung von CS

habe mir paar KO C zugelegt.

10:16 Credit Suisse hebt Thyssenkrupp-Ziel auf 33 Euro - 'Outperform'

 

Der Umbau von Thyssenkrupp zu einem reinen Investitionsgüterkonzern wird nach einer Studie der Credit Suisse der Aktie einen neuen Schwung verleihen. Dieser tiefgreifende Wandel werde, so die Studie weiter, verborgene Werte gehoben.....

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/thyssenkrupp-aktie-credit-suisse-konzernwandel-bei-thyssenkrupp-ist-chance-fuer-aktionaere_H585232540_426696/?SOURCE=7000008

 

alpenland
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Berenberg sieht 28.5 €

thyssenkrupp-Aktie: M&A-Potenzial noch nicht eingepreist - Kaufempfehlung bestätigt - Aktienanalyse (Berenberg Bank) | Aktien des Tages | aktiencheck.de

thyssenkrupp-Aktie: M&A-Potenzial noch nicht eingepreist - Kaufempfehlung bestätigt - Aktienanalyse (Berenberg Bank) | Aktien des Tages | aktiencheck.de

http://www.aktiencheck.de/exklusiv/...estaetigt_Aktienanalyse-7967442

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Thyssen outperform

Analysten stufen die ThyssenKrupp-Aktie als Outperform ein.

Für die ThyssenKrupp Aktie gibt es aktuell 10 Buy, 3 Outperform, 8 Hold und 4 Sell Analystenmeinungen. Das durchschnittliche Kursziel für diese Aktie auf Basis der Analystenmeinungen liegt bei 25,80€. Das bedeutet, dass der aktuelle Kurs um 6,30% steigen würde.

Ich denke, die neusten Trends bei der Entwicklun von TKA  zu einem Industriellen Anbieter (ausserhalb Stahl) ist damit noch nicht voll berücksichtigt.

 

alpenland
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aus Böhms Daxstrategie

ThyssenKrupp: Neue Aufträge treiben den Kurs

Um es gleich voraus zu schicken: Nach wie vor gibt es bei ThyssenKrupp keine Entscheidung über die Zukunft der Stahlsparte. Die Gespräche mit Tata Steel über eine Fusion des europäischen Stahlgeschäfts stocken weiterhin. Allerdings sind die Aussichten gut, dass es zu einem Deal kommt.

Gute Nachrichten gibt es dafür aus anderen Bereichen – allerdings nur für die Aktionäre. In der Sparte Anlagenbau sollen Kosten eingespart werden. Insgesamt geht es um einen Betrag von 250 Mio. Euro, der durch Umstrukturierungen, aber auch durch Personalabbau in der Kasse bleiben soll.
Ebenfalls gute Nachrichten gibt es für die Marinewerft des Unternehmens, nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestags den Kauf von fünf Korvetten im Wert von 2 Mrd. Euro abgesegnet hat. ThyssenKrupp Marine Systems ist Teil eines Konsortiums von drei Werften.

Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem kräftigen Ausbruch über den Widerstand bei 24,40 Euro und beendete damit die rund sechsmonatige Seitwärtsphase:

 
Die Aktie ist auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren gestiegen.
Es besteht kurzfristig Kurspotenzial bis 28,00 Euro.

Kennzahlen für ThyssenKrupp

Aktueller Kurs:

25,38 EUR

WKN / ISIN:

750000 / DE0007500001

KGV 2017e / 2018e:

20,9 / 15,1

Dividendenrendite 2017e:

0,8 Prozent

Meine Einschätzung:

kurzfristig aufwärts – langfristig aufwärts

Mein Fazit zu ThyssenKrupp

Die positive Kursreaktion der ThyssenKrupp-Aktie hat nur bedingt mit dem Korvetten-Auftrag zu tun, so weltbewegend ist der nicht. Viele Anleger stehen aber schon seit längerem in den Startlöchern, um von einem positiven Abschluss des Deals mit Tata Steel zu profitieren. Denn das würde den ThyssenKrupp ein großes Stück im langfristigen Umbau weg vom Stahl hin zu einem Maschinenbaukonzern voranbringen. Tradingorientierte Anleger können z.B. mit einem Long-Zertifikat auf einen weiteren Kursanstieg der Aktie setzen.

alpenland
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Heuschrecke im Rückzug

Düsseldorf - Leerverkäufer Marshall Wace LLP senkt Shortposition in Aktien der thyssenkrupp AG wieder deutlich: Die Leerverkäufer des Hedgefonds Marshall Wace LLP bleiben im Rückwärtsgang heraus aus ihrem Short-Engagement in den Aktien des Stahlherstellers thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF).

Der von Ian Wace und Paul Marshall gegründete Londoner Hedgefonds Marshall Wace LLP 
hat am 06.07.2017 seine Netto-Leerverkaufsposition von 0,95% auf 0,85% der 
thyssenkrupp-Aktien reduziert.

Aktuell halten die Leerverkäufer der Hedgefonds folgende Netto-Leerverkaufspositionen in 
den thyssenkrupp-Aktien:

0,85% Marshall Wace LLP (06.07.2017)
0,49% AQR Capital Management (07.03.2016)
0,42% Citadel Europe LLP (08.02.2017)

alpenland
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ThyssenKrupp: U.S. Steel ü Erwartungen, auch Klöckner gut

ThyssenKrupp: U.S. Steel pulverisiert Erwartungen – Startschuss für die Rallye?

Die Aktie von ThyssenKrupp konsolidiert im schwachen Marktumfeld derzeit knapp unterhalb des Mehrjahreshochs bei 27,07 Euro. Neue Impulse könnten die Quartalszahlen liefern, die am 10. August präsentiert werden. Wichtig: Die Vorzeichen für das Sorgenkind Stahl sind gut, nachdem die Wettbewerber bisher glänzende Ergebnisse vorgelegt haben.
Am Mittwoch hat der Stahlhändler Klöckner & Co einen Gewinnsprung im ersten Halbjahr vermeldet. Der Konzern sieht sich zudem auf Kurs zu den Jahreszielen. Auch aus den USA kamen zuletzt gute Nachrichten. Während Nucor trotz eines Gewinnsprungs die Erwartungen noch knapp verfehlt hatte, wurden die Analystenschätzungen von AK Steel und U.S. Steel förmlich pulverisiert.
Nach Börsenschluss vermeldete U.S. Steel gestern einen Gewinn pro Aktie von 1,48 Dollar für das zweite Quartal. Die Erwartungen lagen bei 0,34 Dollar und wurde damit um mehr als das Vierfache übertroffen. Ähnlich gut lief es bei AK Steel. Nach der jüngsten Talfahrt lag der Gewinn hier ebenfalls knapp 60 Prozent über den Schätzungen. Die starke Entwicklung macht sich auch in den Kursen bemerkbar. Beide Aktien legen heute vor US-Börsenstart im zweistelligen Bereich zu.
Starke Entwicklung
Die angeschlagenen US-Stahlkonzerne glänzen mit starken Zahlen und beenden ihre Talfahrt. Auch wenn ThyssenKrupp sich inzwischen auf die europäischen Stahlaktivitäten konzentriert: Die Zahlen sind ein gutes Vorzeichen, dass sich geringere Überkapazitäten aus China und die Entwicklung der Rohstoffpreise positiv auf die Zahlen auswirkt. ThyssenKrupp treibt zudem selbst die Konsolidierung voran und plant die Fusion mit Tata. Die Aktie sollte von der Entwicklung profitieren und steht vor einer Neubewertung. Kurse über 30 Euro sind möglich.

 

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Stahlgeschäft

Stahlgeschäft

@alpenland

Interessant, in der Tat. Ob da Schmolz+Bickenbach auch profitieren konnte ? Das wäre doch was... "S+B pulverisiert die Gewinnerwartungen" Lol

 

alpenland
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Credit Suisse sieht's positiver, Ziel 34,3 € (z.Z 24.6)

Credit Suisse belässt Thyssenkrupp auf 'Outperform'

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Thyssenkrupp vor Quartalszahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 34,30 Euro belassen. Die Aktie sei wegen der möglichen Aufspaltung des Industrie- und Stahlkonzerns sowie der geplanten Restrukturierungen sein "Top Pick" im Stahlbereich, schrieb Analyst Michael Shillaker in einer Branchenstudie vom Donnerstag./gl/zb Datum der Analyse: 03.08.2017

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Thyssen auf Erholungskurs

Thyssenkrupp setzt operative Erholung fort

(Ausführliche Fassung) - Der Industriegüterkonzern Thyssenkrupp hat im dritten Geschäftsquartal seinen Erholungskurs fortgesetzt. Auftragseingang, Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis wuchsen im zweistelligen Prozentbereich, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei profitierte Thyssenkrupp von guten Geschäften mit Komponenten und Aufzügen sowie von einer Erholung der Stahlpreise. Die Aktie zeigte sich nach der Veröffentlichung der Zahlen vorbörslich leicht im Plus.

10.08.2017 08:27

Der Umsatz stieg im Ende Juni beendeten Jahresviertel um 11 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte um 41 Prozent auf 620 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Thyssenkrupp mit 120 Millionen Euro 10 Millionen weniger als im Vorjahr. Nach neun Monaten stand hier jedoch immer noch ein Verlust von 751 Millionen Euro im Zusammenhang mit Abschreibungen auf das mittlerweile verkaufte brasilianische Stahlwerk.

VOLLE AUFTRAGSBÜCHER

Dabei kann sich Thyssenkrupp auf volle Auftragsbücher stützen. In den ersten neun Monaten erhielt der Konzern Aufträge über 32,8 Milliarden Euro, 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Neue Höchstwerte erzielte dabei das Komponenten- sowie das Aufzugsgeschäft. Das zuletzt schwächelnde Geschäft mit Industrielösungen habe zudem die Trendwende geschafft, erklärte Thyssenkrupp. Hier konnte der Konzern den Ordereingang im dritten Quartal nahezu verdoppeln.

Alle Sparten trugen im Quartal zum Umsatzwachstum bei. Mit Ausnahme des Geschäfts für Industrielösungen konnten alle Bereiche auch höhere operative Ergebnisse erzielen. Das europäische Stahlgeschäft profitierte dabei von einer deutlichen Erholung der Preise. "Wir haben das erforderliche Mindestniveau zur Deckung der Kapitalkosten erreicht", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Die starken Schwankungen im Quartal zeigten jedoch, dass es richtig sei, sich auf den Ausbau des Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäfts zu konzentrieren, so der Manager.

ZUKUNFT DER STAHLSPARTE WEITER OFFEN

Thyssenkrupp sucht nach einer Lösung für sein europäisches Stahlgeschäft und prüft mehrere Optionen, unter anderem einen Zusammenschluss mit der indischen Tata Steel. Wegen des starken Widerstands der Gewerkschaften könnte der Dax-Konzern als Alternative zur Stahlhochzeit auch eine radikale Aufspaltung erwägen.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende September) bekräftigte der Konzern. Das bereinigte Ebit sieht der Konzern bei 1,8 Milliarden Euro, nach knapp 1,5 Milliarden im Vorjahr. Das fortgeführte Geschäft soll dabei ein bereinigtes operatives Ergebnis von 1,7 Milliarden erzielen. Unter dem Strich rechnet Thyssenkrupp wegen der Brasilien-Abschreibungen mit einem deutlichen Verlust, nach einem Plus von 261 Millionen Euro im Vorjahr. Darum bereinigt soll der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr signifikant steigen. Der Verkauf des brasilianischen Werks soll im vierten Quartal abgeschlossen werden./nas/zb/fbr

(AWP)

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Outperform Ziel 29 €

RBC Capital belässt Thyssenkrupp auf 'Outperform' - Ziel 29 Euro

Das Analysehaus RBC Capital hat Thyssenkrupp auf "Outperform" mit einem Kursziel von 29 Euro belassen. Die jüngste Berichtssaison habe eine Gewinnerholung der europäischen Stahlunternehmen gezeigt, von denen viele die höchste Profitabilität seit 9 Jahren erreicht hätten, schrieb Analyst Ioannis Masvoulas in einer Branchenstudie vom Dienstag. Bei Thyssenkrupp rechnet er bis Anfang des vierten Quartals mit der Ankündigung einer Zusammenlegung des europäischen Stahlgeschäfts mit den entsprechenden Aktivitäten von Tata. Die Synergien durch das Gemeinschaftsunternehmen könnten den Wert der Thyssenkrupp-Aktie um 2,90 Euro steigern./gl/ag Datum der Analyse: 15.08.2017

Zyndicate
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Nach Tata-Deal: Thyssenkrupp

Nach Tata-Deal: Thyssenkrupp besorgt sich gut eine Milliarde Euro

(Ausführliche Fassung) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat sich nach der Einigung auf eine Fusion der europäischen Stahlsparte mit der von Tata Steel gut eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt besorgt. Durch die Platzierung von knapp 56,6 Millionen Euro neuer Aktien fliessen dem Unternehmen brutto rund 1,4 Milliarden Euro zu, wie aus einer am späten Montagabend veröffentlichten Mitteilung des Essener Konzerns hervorgeht.

25.09.2017 22:37

Der Preis habe bei 24,30 Euro je Stück gelegen, hiess es weiter. Händlern zufolge wurden die Papiere damit am unteren Ende der Spanne veräussert. Der Schlusskurs im Xetra-Handel am Montag lag bei 24,70 Euro. Käufer waren der Mitteilung zufolge institutionelle Investoren.

Der Schritt folge "auf wesentliche strategische Weichenstellungen der vergangenen Monate", hatte es in einer vorherigen Mitteilung zur Ankündigung der Massnahme geheissen. Man schaffe sich Spielraum für Wachstum im Industriegütergeschäft. Der Aktienkurs von Thyssenkrupp hatte im Anschluss an die erste Mitteilung um zwei Prozent nachgegeben, einen Teil des Verlustes nach der nun erfolgten zweiten Mitteilung aber wieder wettgemacht.

HOHE SYNERGIE-EFEKTE ERWARTET

Vergangene Woche hatte Thyssenkrupp eine Einigung mit Tata Steel über eine Zusammenlegung der europäischen Stahlgeschäfte erzielt. An dem Gemeinschaftsunternehmen, das seinen Sitz in den Niederlanden haben soll, wollen beide Partner 50 Prozent halten. Bis Anfang 2018 soll der Deal in trockenen Tüchern sein. Thyssenkrupp und Tata erhoffen sich durch die Zusammenlegung ihrer Aktivitäten Synergien in Millionenhöhe - die erwarteten jährlichen Einsparungen bezifferte der Essener Konzern auf 400 bis 600 Millionen Euro.

"Bis sich die positiven Effekte aus der Transaktion auf unsere Bilanz auswirken, braucht es aber Zeit", sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger nun mit Blick auf die Kapitalerhöhung. "Diese Zeit nutzen wir, um schon jetzt unsere Industriegütergeschäfte zu stärken."/he/tos/he/ajx

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Thyssenkrupp-Chef:

Thyssenkrupp-Chef: Stahlkocher behalten Rechte zur Mitbestimmung

Thyssenkrupp -Chef Heinrich Hiesinger hat die Stahlfusion mit dem indischen Unternehmen Tata verteidigt, die allein in Deutschland rund 2000 Jobs kosten soll. "Wir gehen diesen Schritt mit Tata, damit Zehntausende deutsche Arbeiter auch in Zukunft noch Stahl hier produzieren können. Sie sollen ein sichereres Zuhause bekommen", sagte Hiesinger der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

04.10.2017 06:31

Beim Abbau von Arbeitsplätzen hielten sie sich an die Obergrenze "von bis zu 2000 Stellen in den nächsten Jahren". Wie es danach weitergehen soll, liess Hiesinger offen. "Keiner kann natürlich heute sagen, was in fünf oder zehn Jahren ist." Gegen den Zusammenschluss mit Tata hatten Gewerkschafter und Tausende Mitarbeiter protestiert.

Mitarbeitern in Deutschland sagte Hiesinger zu, sie würden ihre Mitbestimmungsrechte behalten, auch wenn die neue Zentrale der Sparte in Amsterdam liegt: "Die deutschen Stahlkocher behalten ihre Montanmitbestimmung so wie sie heute ist." Das Gesetz regelt seit den 1950er Jahren die Zusammensetzung von Aufsichtsräten in grossen Kohle-, Bergbau- und Stahlbetrieben.

Aufsichtsräte sollen demnach paritätisch mit Arbeitnehmer- und Eigentümervertretern besetzt sein. In Pattsituationen entscheidet die Stimme eines zusätzlichen neutralen Mitglieds. In dem Interview erklärte Hiesinger, er nehme "die Emotionen" der Mitarbeiter ernst. "Aber ein Vorstand darf vor Problemen die Augen nicht verschliessen." Gemeinsam mit Tata würden sie die Möglichkeit haben, bei Einkauf, Entwicklung, Verwaltung und Forschung Millionen zu sparen./kil/DP/zb

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Thyssenkrupp-Betriebsräte

Thyssenkrupp-Betriebsräte wollen Klarheit über Fusionspläne mit Tata

20 Jahre nach der Ankündigung einer Vollfusion zwischen Thyssen und Krupp sieht der Betriebsrat einen möglichen Zusammenschluss der Stahlsparte mit dem indischen Konzern Tata weiter kritisch. Während die Mitarbeiter damals einen guten Beschäftigungsschutz gehabt hätten, sei heute noch keine entsprechende Absicherung in Sicht, sagte Thyssenkrupp -Betriebsratschef Wilhelm Segerath. "Zur Zeit haben wir keine Klarheit." Die Arbeitnehmerseite sehe zudem derzeit keine ausreichende finanzielle Substanz in dem neuen Firmengebilde.

03.11.2017 06:54

Im Rückblick sei es damals vor allem über die Einbindung der Beschäftigten gelungen, eine gute Lösung zu finden. "Das war der grosse Unterschied", sagte Segerath. Dadurch hätte der zunächst feindliche Übernahmeversuch durch den Krupp-Konzern in einen freundlichen Zusammenschluss umgewandelt werden können.

Segerath kündigte für den kommenden Dienstag (7. November) eine ausserordentliche Betriebsversammlung der Stahlsparte an, bei der man die Beschäftigten über den Stand der Verhandlungen informieren wolle. Dabei könne es auch erneut zu Einschränkungen der Produktion kommen.

Vor fast genau 20 Jahren, am 4. November 1997, hatten die beiden Konzerne Thyssen und Krupp nach mehrwöchigen Verhandlungen ihre Vollfusion angekündigt, nachdem sich die Unternehmen zunächst auf eine gemeinsame Stahlgesellschaft geeinigt hatten. Zuvor waren Pläne des Krupp-Konzerns bekannt geworden, die Thyssen AG im Wege einer feindlichen Übernahme zu schlucken.

Bei der nun geplanten Fusion mit dem indischen Konkurrenten Tata geht es lediglich um einen Zusammenschluss der Stahlsparten der beiden Unternehmen. Thyssenkrupp hatte zuvor angekündigt, wegen der Fusion in Deutschland rund 2000 Stellen streichen zu wollen. Sitz der neuen Gesellschaft soll die Region um Amsterdam sein. Besiegelt werden soll das Geschäft dem von Konzernchef Heinrich Hiesinger vorgelegten Zeitplan zufolge bereits Anfang des kommenden Jahres./uta/DP/zb

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Stahlsparte beflügelt

Stahlsparte beflügelt Thyssenkrupp im zweiten Quartal

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat seine Ergebnisse im zweiten Quartal dank der guten Entwicklung im Stahlgeschäft deutlich verbessert. In den Monaten Januar bis März stieg das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) um gut ein Fünftel auf 500 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Essen mitteilte. Dabei bremsten negative Währungseffekte und höhere Materialkosten bei den Industriegütergeschäften die Entwicklung. Der Umsatz stieg leicht um 1 Prozent auf 10,75 Milliarden Euro. In den Vorjahreszahlen nicht mehr enthalten sind dabei die Ergebnisse des inzwischen verkauften brasilianischen Stahlwerkes.

15.05.2018 07:18

Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten erwarteten im Schnitt ein bereinigtes Ebit von 501,7 Millionen Euro und einen Umsatz von 10,6 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis verbesserte der Konzern deutlich auf 243 Millionen Euro - im Vorjahreszeitraum hatte Thyssenkrupp wegen hoher Abschreibungen auf das brasilianische Stahlwerk tiefrote Zahlen geschrieben.

Deutlich verbessert zeigte sich die Stahlsparte, die vor dem Zusammenschluss mit den europäischen Aktivitäten von Tata Steel steht. Dank höherer Preise konnte der Bereich sein bereinigtes Ebit mit 198 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Den Zeitplan für den Zusammenschluss bekräftigte Thyssenkrupp und geht davon aus, dass die Verträge im ersten Halbjahr unterschrieben werden können.

Die Industriegütergeschäfte litten hingegen im zweiten Quartal unter den gestiegenen Materialkosten. Das Komponentengeschäft verzeichnete einen Ergebnisrückgang, auch beeinflusst durch die weiterhin geringe Nachfrage aus der Windkraftindustrie. Bei der Aufzugssparte sank der Gewinn leicht. Der Anlagenbau schrieb hingegen rote Zahlen. Hier hatte das Unternehmen ein Sparprogramm eingeleitet, welches ab der zweiten Geschäftsjahreshälfte "eine spürbare Ergebnisverbesserung" bringen soll.

Die Jahresprognose bekräftigte der Konzern. Der Umsatz soll im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen und das bereinigte operative Ergebnis von 1,7 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,8 bis 2,0 Milliarden Euro zulegen. Der Jahresüberschuss wird deutlich positiv erwartet./nas/he

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Stahlfusion mit Tata ebnet

Stahlfusion mit Tata ebnet Weg für Thyssen-Konzernumbau - Cevian fordert Tempo

Die Konkurrenten Thyssenkrupp und Tata schliessen sich angesichts weltweiter Überkapazitäten beim Stahl zusammen und gründen den zweitgrössten Stahlkonzern Europas. Nach über zweijährigen Verhandlungen unterzeichneten beide Unternehmen am Samstag die Verträge für ein Stahl-Gemeinschaftsunternehmen. Damit ist auch der Weg frei für einen weiteren Umbau bei Thyssenkrupp. Die Strategie solle bis Mitte Juli vorgelegt werden, kündigte das Unternehmen am Samstag vor Investoren in Essen an.

01.07.2018 16:27

Über die Details des Gemeinschaftsunternehmens wollen Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger und der Chef der Tata-Stahlsparte, Natarajan Chandrasekaran, am Montag in Brüssel informieren. Entstehen soll Europas zweitgrösster Stahlkonzern nach ArcelorMittal mit rund 48 000 Mitarbeitern, einem Umsatz von über 17 Milliarden Euro und Werken in Deutschland, Grossbritannien und den Niederlanden.

Thyssenkrupp soll daran mit einem Anteil von 50 Prozent beteiligt sein. Erwartet werden jährlich wiederkehrende Synergien in Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro. Das Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Thyssenkrupp Tata Steel B.V. soll seinen Sitz in den Niederlanden haben.

"Mit dem Joint Venture sichern wir uns langfristig eine wettbewerbsfähige Position in der europäischen Stahlindustrie - mit einem überzeugenden industriellen Konzept und auf Basis einer klaren strategischen Logik", sagte Hiesinger. "Damit erhalten wir langfristig Arbeitsplätze und erhalten Wertschöpfungsketten in europäischen Schlüsselindustrien."

Nach heftigen Protesten hatten zuletzt auch die Arbeitnehmervertreter Zustimmung signalisiert. "Ich bin froh, dass wir Klarheit haben und die Beschäftigten nach einer ewig langen Zeit der Unsicherheit nun wissen, wohin die Reise geht", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Thyssenkrupp-Stahlsparte, Tekin Nasikkol. "Wir erwarten, dass die Belegschaft mitgenommen und offen kommuniziert wird."

Die deutschen Stahlkocher hatten zuvor eine Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung erhalten. Geplant ist aber auch der Abbau von bis zu 4000 Stellen, davon etwa die Hälfte in Deutschland.

Experten wie Professor Roland Döhrn vom RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung schliessen Einschnitte beim Stahl auch künftig nicht aus. "Solche Fusionen sind häufig der erste Schritt für Bereinigungen", sagte Döhrn. Der Stahlexperte zeigte sich jedoch überzeugt, dass die bei der Fusion ausgehandelten Garantien verlässlich seien.

"Das grösste Problem der Stahlindustrie ist, dass die Nachfrage durch den wirtschaftlichen Strukturwandel abnimmt", sagte Döhrn. Viele Produkte wie etwa Autos enthielten immer weniger Stahl, weil sie immer leichter würden. "Das sind Entwicklungen, denen kann sich die Branche nicht entziehen", sagte Döhrn. Weltweit stehe die Stahlbranche in den entwickelten Ländern daher vor weiteren Kapazitätsanpassungen.

Für den seit sieben Jahren an der Spitze von Thyssenkrupp stehenden Hiesinger ist die Vereinbarung mit Tata ein lang erwarteter Befreiungsschlag. "Hiesinger sitzt jetzt wieder deutlich fester im Sattel", stellte Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpaperbesitz (DSW) fest.

Zuletzt war er immer wieder unter Druck geraten, weil Anteilseigner wie der US-Hedgefonds Elliott oder Cevian Capital mehr Tempo bei dem seit langem angekündigten Umbau des Ruhrkonzerns gefordert hatten. "Jetzt ist es dringend notwendig, die Gelegenheit zu nutzen, um die erhebliche und andauernde Underperformance der Industriesparten zu beseitigen", forderte Cevian-Gründungspartner Lars Förberg am Sonntag. "Thyssenkrupp ist mit der Strategie des Konglomerats und seiner Matrixorganisation gescheitert. Jetzt muss für jede der Sparten konsequent geprüft werden, welche Struktur und welche Eigentumsverhältnisse am besten geeignet sind."/uta/DP/men

(AWP)

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Thyssenkrupp-Betriebsratschef

Thyssenkrupp-Betriebsratschef warnt vor Konzernzerschlagung

Der voraussichtliche Abgang von Thyssenkrupp -Chef Heinrich Hiesinger alarmiert die Arbeitnehmer. Konzernbetriebsratschef Wilhelm Segerath warnte vor einer Zerschlagung und einem Ausverkauf des Industriekonzerns. Er sehe die Gefahr, dass der Rest des Mischkonzerns von Finanzinvestoren zerschlagen werde, sagte Segerath der Deutschen Presse-Agentur. Der IG-Metall-Vertreter gehört dem Aufsichtsrat von Thyssenkrupp an, der an diesem Freitag über die Bitte Hiesingers über Auflösung seines Mandats als Vorstandschef entscheiden will.

06.07.2018 06:34

Die IG Metall bedauerte den am Donnerstagabend angekündigten Rücktritt von Hiesinger. "Auch wenn wir in der Sache oft unterschiedlicher Meinung waren - Herr Hiesinger ist ein integrer Mensch", sagte Detlef Wetzel, früherer IG-Metall-Chef und stellvertretender Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp Steel, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Freitag). Er bedauere, dass Hiesinger den Konzern verlassen wolle. An der Börse kam die Ankündigung dagegen erst einmal gut an. Die Aktie legte am Donnerstagabend nachbörslich deutlich zu.

IG Metall und Hiesinger hatten lange um die Ausgliederung der Stahlsparte in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem indischen Tata-Konzern gerungen. Nachdem Hiesinger die Fusion nach zweijährigen Verhandlungen Ende vergangener Woche mit Tata besiegelt hatte, kündigte er am Donnerstagabend überraschend seinen Rückzug an.

Hiesinger bat den Aufsichtsrat um Gespräche, "die zur einvernehmlichen Auflösung seines Mandats als Vorsitzender des Vorstands der Thyssenkrupp AG führen sollen", wie der Dax -Konzern in Essen mitteilte. Hiesinger erklärte, er "gehe diesen Schritt bewusst, um eine grundsätzliche Diskussion im Aufsichtsrat über die Zukunft von Thyssenkrupp zu ermöglichen".

Hiesinger war im Zuge der Fusion der Stahlsparte mit dem Konkurrenten Tata zuletzt immer wieder unter Druck geraten, weil Anteilseigner wie der US-Hedgefonds Elliott oder Cevian Capital aus Schweden mehr Tempo bei dem seit langem angekündigten Umbau des Ruhrkonzerns gefordert hatten. Einzelne Investoren wie der als aktivistisch geltende US-Investor Paul Singer und sein Hedgefonds Elliott hatten den Thyssenkrupp-Chef scharf attackiert.

Für Hiesinger, der seit sieben Jahren an der Spitze von Thyssenkrupp steht, war die Vereinbarung mit Tata ein lang erwarteter Befreiungsschlag. Die Stahlfusion soll den Weg für einen Konzernumbau ebnen. Die Strategie dafür soll bis Mitte Juli vorgelegt werden.

Die beiden Konkurrenten schliessen sich vor dem Hintergrund von weltweiten Überkapazitäten beim Stahl zusammen und gründen den zweitgrössten Stahlkonzern Europas. Thyssenkrupp und Tata sollen zunächst mit je 50 Prozent an dem fusionierten Stahlkonzern mit etwa 17 Milliarden Euro Umsatz und rund 48 000 Beschäftigten beteiligt sein. Das Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Thyssenkrupp Tata Steel B.V. soll seinen Sitz in den Niederlanden haben./uta/sl/DP/zb

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Thyssenkrupp schreibt

Thyssenkrupp schreibt Verluste - Neue Renditeziele

(Ausführliche Fassung) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp ist im dritten Quartal wegen der Probleme in seinem Anlagen- und Schiffbaugeschäft in die roten Zahlen gerutscht. Das derzeitige Sorgenkind im Konzern leidet unter fehlenden Grossaufträgen sowie höheren Kosten für Projekte und war bereits Auslöser für eine Gewinnwarnung Anfang August. Interimschef Guido Kerkhoff will nun den Umbau der Sparte vorantreiben, sowie auch die Profitabilität der übrigen Industriegeschäfte verbessern. Dafür gab der Manager erstmals feste Renditeziele für die kommenden drei Jahre aus.

09.08.2018 07:17

"Wir sehen ein gemischtes Bild. Die aktuellen Ergebnisse stellen uns unter dem Strich nicht zufrieden", sagte Kerhoff bei der Vorlage der Zahlen am Donnerstag in Essen. So betrug der Nettoverlust in den drei Monaten per Ende Juni 131 Millionen Euro. Negativ wirkte sich zudem ein einmaliger Steueraufwand in Zusammenhang mit der Ausgliederung des Stahlgeschäfts aus. Im Vorjahr hatte Thyssenkrupp noch einen Gewinn von 254 Millionen Euro erzielt.

Auch das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank im Quartal deutlich - von 519 auf 332 Millionen Euro. Grund waren die Verluste im Anlagen- und Schiffbau, die vor allem aus höheren Kosten für Projekte sowie einer schwachen Nachfragen bei Grossaufträgen resultierten. Aus diesem Grund hatte Thyssenkrupp bereits Anfang August die Gewinnerwartung für das laufende Jahr senken müssen. Es gab aber auch Lichtblicke. So stieg der Umsatz um 7 Prozent auf gut 11 Milliarden Euro, der Auftragseingang legte ebenfalls um 7 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro zu.

Die gesenkte Jahresprognose bestätigte der Konzern. Für das bis Ende September laufende Jahr rechnet Thyssenkrupp mit einem bereinigten Ebit von rund 1,8 Milliarden Euro, nach 1,72 Milliarden Euro im Vorjahr, und damit am unteren Ende der zuvor gesetzten Spanne von 1,8 bis 2 Milliarden Euro. Die Probleme im Anlagenbau wirken sich auch negativ auf die Barmittel aus. Bei dieser Kennziffer, die bei Analysten besonders im Fokus steht, geht Thyssenkrupp nicht mehr von einer positiven Entwicklung aus, sondern von einem Abfluss. Nach neun Monaten lag dieser bei knapp 1,6 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss des Konzerns soll dennoch weiter signifikant besser als das Vorjahresergebnis von 271 Millionen Euro ausfallen.

"Wir müssen uns in all unseren Geschäften deutlich verbessern", kommentierte Kerkhoff. So will Thyssenkrupp nach der Ausgliederung seiner Stahlsparte die Profitabilität seiner verbliebenen Geschäfte in den kommenden drei Jahren erhöhen. Zudem setzte sich das Unternehmen ein ehrgeiziges Liquiditätsziel. So soll der freie Mittelzufluss vor Akquisitionen bis zum Geschäftsjahr 2020/21 (per 30. September) bei mindestens einer Milliarde Euro liegen.

Das Komponentengeschäft soll in den kommenden drei Jahren seine operative Marge (Ebit) von derzeit 5 Prozent auf 7 Prozent steigern. Der Umsatz soll jährlich im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Die profitabelste Sparte, die Aufzüge, soll ihre Marge von 12 auf 13 Prozent steigen und ein Ebit von mehr als einer Milliarde Euro erreichen. Langfristig bleibt das Ziel einer Rendite von 15 Prozent bestehen. Der Umsatz soll dabei im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen und damit schneller als der Markt. Auch der aktuell schwächelnde Anlagenbau soll seine Profitabilität deutlich erhöhen. Die Rendite-Ziele liegen dabei in etwa im Rahmen der von Thyssenkrupp bereits ausgegeben Erwartungen, allerdings hatte das Management dafür nie einen festen Zeitrahmen gesetzt.

Der Konzern steht unter Druck, bessere Ergebnisse zu liefern. Ein anhaltender Konflikt mit Grossaktionär Cevian sowie Uneinigkeit im Aufsichtsrat über die Strategie hatten zuletzt eine Führungskrise ausgelöst. Chef Heinrich Hiesinger sowie Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Lehner warfen das Handtuch. Nachfolger gibt es bislang nicht. Finanzvorstand Kerkhoff hat die Führung des Unternehmens übergangsweise übernommen. Cevian-Mitgründer Lars Förberg forderte zuletzt wiederholt mehr Freiraum für einzelne Sparten. Der Finanzinvestor hatte zudem gegen die Fusion der Stahlsparte mit dem europäischen Geschäft von Tata Steel gestimmt, weil er Thyssenkrupp bei der Transaktion benachteiligt sah.

Dabei gab es zuletzt moderatere Töne, nachdem Förberg vorher Thyssenkrupp und die Führung um Hiesinger scharf kritisiert hatte. Weiteren Druck könnte zudem der US-Hedgefonds Elliott aufbauen, der im Mai seinen Einstieg in den Konzern verkündet hatte und ebenfalls eine Neuausrichtung fordert, ebenso wie Cevian aber nicht von Zerschlagung reden will. Dennoch geistert das Thema weiterhin durch den Raum./nas/he

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Thyssenkrupp gewinnt Auftrag

Thyssenkrupp gewinnt Auftrag im schwächelnden Anlagenbaugeschäft

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat in seinem schwächelnden Anlagenbaugeschäft einen milliardenschweren Auftrag an Land ziehen können. Für das ungarische Öl- und Gasunternehmen MOL soll der Konzern einen Chemiekomplex in dessen Heimatland bauen, wie Thyssenkrupp am Mittwoch in Essen mitteilte. Die Aktie stieg daraufhin auf ein Tageshoch.

12.09.2018 11:18

MOL werde insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in den neuen Anlagenkomplex investieren, hiess es. Die Anlage soll 2021 in Betrieb gehen und jährlich 200 000 Tonnen Polyether-Polyol produzieren. Das Halbfabrikat kommt den Angaben zufolge als wichtiger Ausgangsstoff vor allem für Produkte in der Automobil-, Bau-, Verpackungs- und Möbelindustrie zum Einsatz.

Thyssenkrupp klagte zuletzt über anhaltende Probleme im Anlagenbau, insbesondere über fehlende Grossprojekte. Wegen Verzögerungen bei bestehenden Projekten musste der Konzern zuletzt seine Prognose senken. Der Bereich, der zuletzt Verluste schrieb, steht vor einem tiefgreifenden Umbau./nas/fba

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Thyssenkrupp baut Anlagenbau

Thyssenkrupp baut Anlagenbau-Sparte um - Bereichschef muss gehen

Der krisengeplagte Industriekonzern Thyssenkrupp will seine Anlagenbau-Sparte laut einem Pressebericht gründlich umbauen. Teil der Neuaufstellung sei eine Ablösung von Spartenchef Peter Feldhaus und Finanzchef Stefan Gesing, berichtete das "Handelsblatt" am Mittwochabend unter Berufung auf Konzernkreise. Nachfolger an der Spitze der Sparte mit 21 000 Mitarbeitern werde Marcel Fasswald, im Bereichsvorstand bisher für das operative Geschäft verantwortlich. Mit dem Bau von Anlagen, intern Industrial Solutions genannt, hat Thyssenkrupp zuletzt erhebliche Einbussen hinnehmen müssen.

12.09.2018 19:34

Ein Konzernsprecher lehnte einen Kommentar der Zeitung zufolge ab. Am Abend war bei Thyssenkrupp zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Laut "Handelsblatt" will Interims-Vorstandschef Guido Kerkhoff mit dem Umbau den Weg für einen Neuanfang bereiten. Dazu solle Fasswald seine ganze Kraft auf den Anlagenbau fokussieren. Teil des Plans ist demnach, die Werftensparte Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) auszulagern und direkt als eigene Einheit am Konzernvorstand anzudocken.

TKMS war wegen Pannen beim Bau von U-Booten zuletzt tief in die Verlustzone gerutscht. Eine engere Kontrolle durch den Vorstand soll die Probleme bei der Tochter eindämmen. Insider werteten den Umbau auch als ersten Schritt für eine Trennung von der Werftengruppe, schreibt das "Handelsblatt". Als möglicher Interessent gelte unter anderem der französische Staatskonzern Naval Group./stw/men

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Thyssenkrupp errachte ich zurzeit als attraktiv bewertet. Würde man die Firma zerstücken und verkaufen, würde allein schon das Aufzugsgeschäft mehr einbringen als die momentane Marktkapitalisierung. Nach Beseitigung des aktuellen Führungs-Chaos und Erreichen von ersten Umstrukturierungs-Erfolgen sollte es hier wieder deutlich nach oben gehen. Jemand investiert?

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Krupp-Stiftung stützt

Krupp-Stiftung stützt Aufspaltungspläne von Thyssenkrupp

Die Krupp-Stiftung als Grossaktionär von Thyssenkrupp hat die beschlossene Aufspaltung des Industriekonzerns begrüsst. "Dieser Vorschlag besitzt eine überzeugende industrielle Logik", sagte die Stiftungsvorsitzende Ursula Gather, die Mitglied im Aufsichtsrat des Dax-Unternehmens ist. Der Plan des zum Vorstandsvorsitzenden berufenen Guido Kerkhoff habe "die volle Unterstützung des Aufsichtsrates".

01.10.2018 06:52

Demnach soll der kriselnde Konzern in zwei selbstständige Gesellschaften aufgespalten werden. Auf der einen Seite soll die Thyssenkrupp Materials AG den 50-Prozent-Anteil aus dem fusionierten Stahlgeschäft mit dem indischen Partner Tata enthalten. Hinzu kommen der Handel mit Werkstoffen sowie der Marineschiffbau. Im zweiten Unternehmen Thyssenkrupp Industrials AG soll etwa das Geschäft mit Aufzügen oder Zulieferungen für die Autoindustrie gebündelt werden.

"Die Stiftung steht voll hinter dem aktiven Vorstand und befürwortet eine konsequente Umsetzung der Vorschläge unter Führung von Guido Kerkhoff als CEO", sagte Gather. "Herr Kerkhoff zeigt den Willen und die Fähigkeit, das Unternehmen strategisch neu auszurichten."

Mit dem schwedischen Fonds Cevian hatte bereits ein anderer Grossaktionär Zustimmung zu dem Vorhaben signalisiert, das der Aufsichtsrat am Sonntag in Essen beschlossen hatte. Die endgültige Entscheidung soll jedoch eine Hauptversammlung voraussichtlich erst im Jahr 2020 treffen./bvi/uta/DP/zb

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Thyssenkrupp-Chef sieht in

Thyssenkrupp-Chef sieht in dem erwarteten Dax-Abstieg kein Problem

Der neue Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff hat mit dem erwarteten Abstieg aus der ersten Börsenliga nach der geplanten Aufteilung des Konzerns kein Problem. "Der Dax ist kein Selbstzweck", sagte er der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Dienstagausgabe). "Wir schaffen zwei starke Unternehmen, die sich besser entwickeln können als Thyssenkrupp in der derzeitigen Aufstellung." Das sei für die Mitarbeiter entscheidend. "Es geht hier nicht um Eitelkeiten." Mit Thyssenkrupp würde nach der Commerzbank innerhalb kurzer Zeit ein zweiter Traditionskonzern aus dem Dax verschwinden.

02.10.2018 07:53

Thyssenkrupp selbst ist zwar erst 1999 im Dax notiert - aber mit Thyssen war eine der Vorgängergesellschaften Gründungsmitglied des seit 1988 existierenden Dax, in dem die 30 grössten börsennotierten Konzerne Deutschlands versammelt sind. Die Commerzbank war ebenfalls von Anfang an dabei, musste aber nach den massiven Kursverlusten in den vergangenen Jahren vor wenigen Wochen den Platz für das Fintech-Unternehmen Wirecard räumen.

Bei Thyssenkrupp gilt es als wahrscheinlich, dass die geplanten Gesellschaften Materials (Stahl und Werkstoffhandel) sowie Industrials (Aufzüge, Autoteile, Anlagenbau) nicht die Dax-Kriterien bei der Marktkapitalisierung erfüllen. Um im Dax notiert zu sein, muss man zu den wertvollsten Unternehmen des Landes zählen und zudem muss die Aktie rege gehandelt werden. Kerkhoff betonte aber, dass dies keine Auswirkung auf das Geschäft haben werde. "Beide Unternehmen können sich alleine besser entwickeln", sagte er. "Beide werden auch finanziell stärker sein."

Kerkhoff, der vom Thyssenkrupp-Aufsichtsrat einen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten hat, wandte sich gegen Verkäufe von Unternehmensteilen, um schnell Kasse zu machen. "Ich habe zu jeder Zeit klar gemacht, dass ein Ausverkauf mit mir nicht zu machen ist", sagte er. Neben dem Ankeraktionär Krupp-Stiftung hatten auch der Finanzinvestor Cevian und die IG Metall Zustimmung für seine Pläne signalisiert.

"Es ist uns gelungen, den Ausverkauf einzelner Konzernteile zu verhindern, den die Investoren betrieben haben", sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann der WAZ. "Für uns war entscheidend, dass die Beschäftigung und Standorte langfristig gesichert werden. Das haben wir mit der Grundlagenvereinbarung, die der Aufsichtsrat am Sonntag mitbeschlossen hat, erreicht."/zb/nas/jha/

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Thyssenkrupp rechnet kaum

Thyssenkrupp rechnet kaum noch mit Gewinn - Aktie sackt ab

(Ausführliche Fassung) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp rechnet wegen Risiken aus einem Kartellverfahren im Geschäftsjahr 2017/18 kaum noch mit Gewinn. Die Aktionäre reagierten mit einem Abverkauf auf die Nachricht.

08.11.2018 21:27

Es sei lediglich ein Überschuss von 100 Millionen Euro zu erwarten, teilte der Konzern am Donnerstagabend nach Börsenschluss in Essen mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 271 Millionen Euro eingefahren. Die Prognose für den bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde zudem von 1,8 Milliarden auf 1,6 Milliarden Euro gesenkt.

Der Aktienkurs von Thyssenkrupp gab im Anschluss an die Veröffentlichung nachbörslich auf Tradegate um rund 5,6 Prozent nach.

Grund für die verschlechterten Erwartungen seien neue Entwicklungen im Ermittlungsverfahren wegen möglicher Absprachen bei Stahlpreisen, hiess es in der Mitteilung. Man habe sich zur Bildung von Rückstellungen entschieden, da man "erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht ausschliessen" könne. Thyssen treibe die Untersuchungen im Konzern "mit externer Unterstützung" voran.

Hinzu kämen Risiken im Geschäftsbereich Components Technology - hier seien ebenfalls Rückstellungen gebildet worden - sowie Probleme bei Steel Europe und Elevator Technology.

Die Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr, das am 30. September abgelaufen ist, sollen wie bislang geplant am 21. November vorgelegt werden.

Thyssenkrupp versucht derzeit, die Profitabilität seiner Geschäftsbereiche zu erhöhen und Kosten einzusparen, vor allem in der Konzernzentrale, dem schwächelnden Anlagen- und Schiffbau sowie im Aufzugsgeschäft./tos/jsl/fba/edh

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Thyssens schwacher Aktienkurs

Thyssens schwacher Aktienkurs heizt Übernahmephantasie an

Der Unternehmenswert des deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp auf 14,3 Mrd Euro geschmolzen. Das macht das Traditionsunternehmen zum möglichen Übernahmeziel.

11.11.2018 16:10

Der Aktienkurs von Thyssenkrupp kennt seit Monaten nur eine Richtung: nach unten. Was die Aktionäre verzweifeln lässt, löst am Markt Spekulationen über eine womöglich drohende Übernahme aus. Je niedriger der Kurs, desto grösser seien die Chancen dafür, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die schwache Entwicklung des Dax-Papiers könnte die Pläne von Konzernchef Guido Kerkhoff für eine Aufspaltung des Traditionsunternehmens aus dem Ruhrgebiet scheitern lassen.

Am Freitag rutschte der Aktienkurs zeitweise um über zwölf Prozent auf 16,70 Euro ab - das war der höchste Tagesverlust seit Juni 2016. Seit Jahresbeginn hat der Börsenwert des gesamten Konzerns mehr als 20 Prozent eingebüsst, er liegt inzwischen unter den 15 Milliarden Euro, die Analysten allein für die lukrative Aufzugsparte aufgerufen haben.

"Der Wert des gesamten Mischkonzerns könnte ein Konsortium von Finanzinvestoren anlocken", sagte einer der Insider. Die Aufzugssparte hatte bereits das Interesse des finnischen Konkurrenten Kone angelockt. Spartenchef Andreas Schierenbeck steht vor der Ablösung, wie Reuters erfahren hat. Die Aufzüge und Fahrtreppen sind zwar die Ertragsperlen des Konzerns, die Renditen der Konkurrenz sind aber teilweise besser.

Liftgeschäft attraktiv

Nicht nur Kone, auch die Konkurrenten Otis und Schindler hätten Thyssens Aufzugssparte im Visier, sagten die Insider. Für das Geschäft mit Autoteilen und den Anlagenbau hätten sie aber nichts übrig. Dies will Kerkhoff jedoch ebenfalls in die künftige Industrial AG abspalten, während in der Materials AG unter anderem die Beteiligung an dem geplanten Stahl-Joint-Venture mit Tata Steel landen soll. Leicht wäre eine solche Spartenübernahme nicht: Die Struktur mit dem lukrativen Aufzugsgeschäft neben der weniger profitablen Autozulieferersparte und dem schwächelnden Anlagenbau stelle im Prinzip eine Giftpille dar, sagte ein Experte.

"Was die Frage eines Zusammenschlusses der Aufzugssparte mit dem Konkurrenten Kone betrifft, so glaube ich, dass das kartellrechtlich ganz schwierig würde", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Thomas Hechtfischer, der Nachrichtenagentur Reuters. Ein niedriger Aktienkurs reize aber natürlich alle. "Ich könnte mir vorstellen, dass Cevian weiter aufstockt." Der Finanzinvestor aus Schweden ist mit rund 18 Prozent der zweitgrösste Thyssenkrupp-Einzelaktionär hinter der Krupp-Stiftung mit rund 21 Prozent.

Die Krupp-Stiftung gilt als Bollwerk gegen eine feindliche Übernahme. Sie müsste ebenso wie die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen und wohl auch der Bund von einem Angreifer auf den Gesamtkonzern überzeugt werden. In NRW sind mehrere zehntausend Mitarbeiter von Thyssenkrupp beschäftigt. Der Bund wiederum dürfte das sensible Rüstungsgeschäft mit dem U-Boot-Bau nicht jedem überlassen.

(Reuters)

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Aufspaltung von Thyssenkrupp

Aufspaltung von Thyssenkrupp kostet Millionen

Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp sieht durch die geplante Aufspaltung erhebliche Kosten auf sich zukommen.

21.11.2018 07:30

Im neuen Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) würden der Jahresüberschuss sowie der freie Mittelzufluss nach vorläufigen Berechnungen mit einem höheren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Thyssenkrupp will sich in zwei Teile spalten: In ein Unternehmen für die Industriebereiche, sowie ein weiteres für die Werkstoffgeschäfte. Über die Spaltung soll die Hauptversammlung im Januar 2020 abstimmen.

Der von Thyssenkrupp vorgesehene Zeitplan sieht dabei vor, dass die neuen Unternehmen zum 1. Oktober 2019 weitgehend operativ selbstständig aufgestellt werden sollen. Den Spaltungbericht will der Konzern dabei zur Bilanzpressekonferenz im kommenden Jahr vorlegen. Über die Besetzung der beiden Vorstandsteams soll im Frühjahr 2019 entschieden werden. Thyssenkrupp erhofft sich durch die Teilung eine Wertsteigerung der einzelnen Geschäfte, etwa durch die Hebung stiller Reserven im Aufzuggeschäft. Zudem sollen die Unternehmen einzeln wettbewerbsfähiger werden und schnellere Entscheidungen treffen können.

Trotz der Belastungen erwartet Thyssenkrupp für das neue Jahr einen deutlich höheren Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr. Ergebnissteigerungen der fortgeführten Geschäfte sowie positive Effekte aus dem erwarteten Abschluss des Stahl-Gemeinschaftsunternehmen mit Tata Steel sollen die Belastungen überkompensieren, hiess es. In der Prognose für das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sind die Ergebnisse des Stahlgeschäfts nicht mehr enthalten. Das Gemeinschaftsunternehmen, dessen Genehmigung durch die europäische Wettbewerbsbehörde immer noch aussteht, sieht Thyssenkrupp dabei im Plan.

Im fortgeführten Geschäft erwartet Thyssenkrupp für das bereinigte Ebit einen Anstieg von vergleichbar 706 Millionen auf mehr als 1 Milliarde Euro. Zu der Steigerung sollen auch die geplanten Einsparungen beitragen.

Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Jahresüberschuss bereinigt um die verkauften Stahlaktivitäten in Amerika von 271 Millionen auf 60 Millionen Euro. Probleme bei Projekten im Anlagen- und Schiffbaugeschäft, Qualitätsprobleme bei der Komponentensparte, hohe Rohstoffkosten bei Aufzügen sowie Rückstellungen für das laufende Stahl-Kartellverfahren waren der Grund dafür. Thyssenkrupp hatte deswegen Anfang November zum zweiten Mal die Prognose gesenkt. Der Jahresüberschuss fiel nochmals niedriger als von Thyssenkrupp mit zuletzt etwa 100 Millionen Euro prognostiziert aus. Die Aktionäre sollen trotzdem eine unveränderte Dividende von 0,15 Euro je Aktie erhalten.

Das bereinigte Ebit sank von 1,72 auf 1,55 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte sich Thyssenkrupp einmal eine Bandbreite von 1,8 bis 2 Milliarden Euro beim Ebit gesetzt. Dabei erreichte der Konzern mit 890 Millionen Euro höhere Einsparungen als ursprünglich mit 750 Millionen Euro geplant.

(AWP)

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