VOLKSWAGEN (VOW)

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15.08.2007 15:10
#1
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VOLKSWAGEN (VOW)

Hallo Leute...

Ist ja unglaublich wie VW der Subprime-Krise getrotzt hat und sogar noch einen Uptrend hinlegt.. ausserdem ist sie die derzeit "relativ stärkste" Aktie unter den deutschen Standardtiteln.

Hängt sicherlich auch mit den Porsche-Nachrichten zusammen..

Was meint ihr? Nachdem sie ja jetzt jeden Widerstand überschritten hat, könnte sie ja tendenziell noch stärker zunehmen... Jedoch zeigen einige Indikatoren auch starke überkaufte Tendenzen.....

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vor 11 Stunden 14 Minuten
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Weitere Millionenstrafe für Volkswagen in Südkorea

Im Abgas-Skandal kommt auf Volkswagen eine weitere Strafzahlung in Südkorea zu.

Die Wettbewerbshüter kündigten am Mittwoch in Seoul an, dem Autobauer eine Busse von umgerechnet rund 30 Millionen Euro wegen falscher Werbeversprechen zum Schadstoffausstoss aufzubrummen. Es ist die bislang höchste Strafe in einem solchen Fall in dem Land. Zudem werde die Staatsanwaltschaft aufgefordert, Ermittlungen gegen die südkoreanische Volkswagen-Tochter sowie fünf ehemalige und derzeitige Manager des Unternehmens einzuleiten. Volkswagen habe seine Autos fälschlicherweise als umweltfreundliche Fahrzeuge angepriesen, die die Abgasnormen erfüllen. Tatsächlich seien sie aber mit einer Abschaltvorrichtung ausgerüstet gewesen, um auf dem Prüfstand eine Einhaltung der Vorgaben vorzutäuschen.

Südkorea hatte Volkswagen bereits im Sommer zu einer Strafe von umgerechnet rund 14 Millionen Euro verdonnert wegen falscher Angaben zu Emissionen und Lärmbelastung. Zudem wurde ein Verkaufsstopp für fast alle Volkswagen-Modelle in dem Land verhängt. Tricksereien rund um den Verbrauch und die Abgaswerte von Diesel-Fahrzeugen haben Europas grössten Autobauer in eine schwere Krise gestürzt, es drohen milliardenschwere Straf- und Vergleichszahlungen - vor allem in den USA.

(Reuters)

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05.12.2016 08:16
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VW stellt Details zur neuen Mobilitätsmarke vor
05.12.2016 06:39

LONDON (awp international) - Volkswagen will an diesem Montag (ab 11.00) erste Details zur geplanten neuen Marke vorstellen, die auf Mobilitätsdienste ausgerichtet sein soll. Sie solle den Namen "Moia" tragen, hatte bereits am Freitag das "Gründerszene"-Magazin "NGIN Mobility" unter Berufung auf Unternehmenskreise geschrieben. VW will die 13. Konzernmarke in London auf der Internet-Konferenz "TechCrunch Disrupt" präsentieren.

VW setzt angesichts des Branchenwandels - mehr Menschen als früher wollen Autos nur nutzen, statt sie zu besitzen - verstärkt auf Mobilitätsdienste. Im Mai investierte der Konzern 300 Millionen Dollar in den Fahrdienst-Vermittler Gett. Ziel ist, Mobilitäts-Dienstleistungen zu einem weiteren Standbein des Geschäfts zu machen. Zudem ist der Konzern auf der Suche nach einem Neuanfang nach dem verheerenden "Dieselgate"-Skandal um manipulierte Abgaswerte.

"Moia" werde den Hauptsitz in Berlin haben und solle von VW-Manager Ole Harms geleitet werden, der auch schon bisher für Mobilitäts-Dienste zuständig war, berichtete "NGIN Mobility" weiter./so/DP/das

(AWP)

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18.11.2016 08:17
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Bei VW sind bis zu 30'000 Stellen in Gefahr

Volkswagen will einem Zeitungsbericht zufolge bis zu 30'000 Stellen abbauen. Das sehe der zwischen Betriebsrat und Vorstand ausgehandelte «Zukunftspakt» vor.

Dieser Pakt solle nun dem Aufsichtsrat vorgelegt werden, berichtete das "Handelsblatt" am Freitag. Zwei Drittel der Stellenkürzungen seien in Deutschland vorgesehen. Die Kosten sollten durch die Umstrukturierung um bis zu vier Milliarden Euro pro Jahr sinken. Der Konzern wollte sich der Zeitung zufolge zu den Zahlen nicht äussern.

Seinen Plan für den Umbau der schwächelnden Hauptmarke VW will der Konzern am Freitagvormittag den Aufsehern vorlegen. Vorstand und Arbeitnehmervertretung haben in den vergangenen Monaten um einen Kompromiss gerungen, um Schritte zu Kostensenkung mit Zusagen für Investitionen in Werke und Modelle zu verknüpfen. Bis zuletzt wurde an Details gefeilt. Denn der beschleunigte Umschwung hin zur Elektromobilität führt dazu, dass Werke, die bisher fast völlig auf die viel arbeitsintensiveren Verbrennungsmotoren ausgerichtet sind, Beschäftigung verlieren.

Im Anschluss an eine Pressekonferenz der Marke VW am Morgen soll der Aufsichtsrat tagen, um auf Grundlage des Zukunftspakts die Budgetplanung des Konzerns für die nächsten Jahre zu beschliessen. Damit sollen auch die Weichen für die Zeit nach dem Dieselskandal gestellt werden.

(Reuters)

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04.10.2016 08:24
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VW will trotz Diesel-Rückschlägen von Mexiko aus wieder angreifen
04.10.2016 07:18

PUEBLA (awp international) - Der Abgas-Skandal hat VW in seinem weltweit zweitgrössten Werk im mexikanischen Puebla ein Fünftel der Belegschaft gekostet. Es habe sich dabei um die 20 Prozent der Angestellten mit befristeten Verträgen gehandelt, sagte Volkswagen-Landeschef Andreas Hinrichs am Montag (Ortszeit) in Puebla. "Die konnten wir nicht verlängern, die mussten nach Hause gehen. Die werden wir aber jetzt sukzessive wieder einstellen." VW beschäftigt in Puebla derzeit 13 500 Menschen. Hinrichs stellte in Aussicht, "fast die gleiche Anzahl" der damals entlassenen Mitarbeiter wieder erneut befristet an Bord zu holen. Das Werk in Puebla hängt zu 60 Prozent von den USA als Exportmarkt ab - die USA sind nach China der weltgrösste Pkw-Markt.

Dort hatte die vor rund einem Jahr ausgebrochene Abgas-Krise zu einem Diesel-Verkaufsstopp geführt und den VW-Absatz einbrechen lassen. Die Fabrik in Puebla hatte im Rekordjahr 2012 rund 605 000 Fahrzeuge von den Bändern rollen lassen. Dieses Jahr dürfte es auf nur gut 400 000 Wagen hinauslaufen, sagte Hinrichs. "Das wird aber im nächsten Jahr wieder deutlich steigen", meinte der Manager. Die Marke der 600 000 stehe mittelfristig wieder als Messlatte. "Mit den neuen Fahrzeugen, die wir hier in den nächsten Jahren implementieren, wird uns das auch wieder gelingen", betonte er.

Unter anderem startet Anfang 2017 die Langversion des VW-Tiguan in Puebla. Die 21,5 Zentimeter längere Sieben-Sitzer-Version des normalen Tiguan soll nach der Hochlaufphase 130 000 Mal pro Jahr von den Bändern rollen. Dafür erweitert VW das Werksgelände derzeit, das Projekt kostet rund eine Milliarde Euro. Der Lang-Tiguan soll aus Mexiko weltweit exportiert werden. Nur China ist als Markt noch nicht beschlossen, aber man prüfe ein "Szenario".

Hinrichs betonte, dass Pueblas Produktionsziel der 600 000 Wagen nicht unter Vorbehalt der Diesel-Probleme stehe. "Das, was wir als Volumen geplant haben, ist ohne Diesel. Das heisst, wir können relativ sicher sein, dass das geplante Volumen auch kommt." Hinrichs wollte sich nicht dazu äussern, ob der Lang-Tiguan nächstes Jahr in den USA überhaupt noch mit Diesel-Motoren angeboten werden soll. "Das muss man sehen. Da würde ich mich jetzt nicht zu äussern", sagte er.

Hinrichs hatte am Montag Besuch von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erhalten, der mit einer Delegation durch Mexiko reist. Weil vertritt den VW-Grosseigner Niedersachsen im Aufsichtsrat des Autobauers. Er sagte zur laufenden Auf- und Abarbeitung der Diesel-Krise: "Wir haben wieder deutlich Grund unter den Füssen."/loh/DP/zb

(AWP)

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28.09.2016 08:20
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EU prüft nach VW-Skandal Wege für mehr Sammelklagen

Die Europäische Union sollte laut EU-Kommissarin Vera Jourova als Konsequenz aus der Volkswagen-Abgasaffäre Reformen erwägen, um mehr Sammelklagen zu ermöglichen.

Die Kommissarin für Justiz und Verbraucherschutz sagte dem "Handelsblatt" am Dienstag laut Vorabbericht, es sei frustrierend, dass Volkswagen-Kunden in den USA besser Schadenersatz geltend machen könnten als in Europa. Es werde momentan geprüft, ob man dies EU-weit regeln könne.

In den USA hat sich Europas grösster Auto-Hersteller mit Sammelklägern, Behörden und US-Bundesstaaten geeinigt. Dies kostet die Wolfsburger 15,3 Milliarden Dollar. Eine Entschädigung der Kunden in Europa lehnt VW ab, obwohl sich Forderungen nach einem ähnlichen Vergleich mehren.

Die EU-Kommission sei in Gesprächen mit den nationalen Regierungen und Verbraucherschutzgruppen, sagte Jourova. "Ich denke, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist." VW hat jahrelang Abgaswerte manipuliert.

(Reuters)

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27.09.2016 13:31
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Kreise: US-Justiz prüft Strafhöhe für VW
27.09.2016 13:11

NEW YORK (awp international) - Die US-Justizbehörde evaluiert Kreisen zufolge derzeit die mögliche Strafe für den Autobauer Volkswagen (VW) wegen seiner Abgastricksereien. Eine Entscheidung solle bis Januar fallen, bevor eine neue Regierung gebildet werde, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Bei der Straffestsetzung solle auch das finanzielle Wohl des Konzerns eine Rolle spielen. Seine Existenz solle nicht bedroht werden. Die VW-Aktie geriet am Dienstag unter Druck und verlor zeitweise über 4 Prozent.

Der Konzern hatte Ende September 2015 nach Vorwürfen des US-Umweltamtes EPA zugegeben, in grossem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Weltweit sind rund elf Millionen Wagen betroffen, rund 600 000 in den USA. Mit Hunderten Zivilklägern in den USA hat sich VW bereits auf einen Vergleich in Höhe von bis zu 15,3 Milliarden Dollar geeinigt./she/mne/stb

(AWP)

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21.09.2016 13:13
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Abgas-Skandal: Aktionäre fordern mehr als acht Milliarden Euro von Volkswagen
21.09.2016 11:26

Braunschweig (awp/sda/afp) - In Zusammenhang mit dem Abgasskandal verklagen weit mehr als tausend Aktionäre Volkswagen auf insgesamt rund 8,2 Mrd EUR. Diese neue Bilanz der eingegangenen Klagen veröffentlichte das Landgericht Braunschweig am Mittwoch.

Allein am Montag seien rund 750 weitere Schadenersatzforderungen eingetroffen. Zwei dieser Klagen von institutionellen Anlegern hätten allein einen Streitwert von 2 Mrd EUR.

In den insgesamt etwa 1400 Klagen fordern Aktionäre Schadenersatz, weil sie sich von Volkswagen getäuscht sehen. Ihrer Meinung nach hätte der Konzern früher über die Manipulationen an Diesel-Motoren und die möglichen Konsequenzen informieren müssen.

Im deutschen Wertpapierhandelsgesetz ist vorgeschrieben, dass Aktiengesellschaften bestimmte relevante Informationen unverzüglich veröffentlichen müssen.

Als der Skandal schliesslich bekannt wurde, stürzte der Aktienkurs des Konzerns binnen Tagen um 40% ab. Unter den Aktionären, die nun Geld wollen, sind nach Angaben des Landgerichts auch Fonds der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Die Länder hatten Rücklagen, etwa für Pensionsansprüche von Beamten, in VW-Aktien gesteckt. Auch die USA wollen laut Gericht Schadenersatz.

PERSONAL AUFGESTOCKT

Wegen der riesigen Zahl an Klagen, die zu einem guten Teil auch von Privataktionären stammen, hat das Landgericht nach eigenen Angaben "zusätzliche Lagerkapazitäten" geschaffen und das Personal für die Erfassung der Unterlagen "deutlich verstärkt". Die 1400 Klagen entsprächen etwa 50% der Eingänge, die das Gericht für gewöhnlich pro Jahr in Zivilsachen verzeichne.

Die Ansprüche der Anleger sollen in einem sogenannten Musterverfahren geklärt werden. Dazu müsste zunächst noch das Oberlandesgericht Braunschweig einen Fall auswählen, der dann verhandelt wird. Alle übrigen Klagen werden so lange ausgesetzt.

Das Oberlandesgericht klärt dann anhand des Musterfalls jene Fragen, die sich auf alle Kläger gleichermassen beziehen. Der Musterentscheid dient schliesslich als Vorlage für die Entscheidungen der unteren Instanzen über die anderen Klagen. Die Auswahl des Musterklägers im Fall Volkswagen ist laut Landgericht frühestens für das vierte Quartal 2016 zu erwarten.

cp/

(AWP)

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14.09.2016 08:20
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VW kämpft zum ersten Jahrestag des Abgas-Skandals an allen Fronten
14.09.2016 06:30

WOLFSBURG (awp international) - Ein Jahr nach dem Ausbruch des Abgas-Skandals kämpft der VW-Konzern an so vielen Fronten wie nie zuvor. In der Affäre um weltweit elf Millionen manipulierte Dieselautos sind allenfalls frühe Etappen genommen. So kostet ein erster Vergleich in den USA bis zu 14,7 Milliarden Dollar (aktuell 13,1 Mrd Euro). Es drohen aber weitere Zivilklagen und auch strafrechtliche Folgen.

Beim Rückruf der Fahrzeuge mit dem Motor EA 189 hat der Konzern zwar rund die Hälfte der für Europa nötigen Genehmigungen erhalten. Doch ursprünglich sollte die Rückrufaktion bis Ende 2016 abgewickelt sein.

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen 30 Beschuldigte. Auch intern bemüht sich VW weiter um Gewissheit zur Schuldfrage, doch erste Ergebnisse gibt es frühestens zum Jahresende.

Im Alltagsgeschäft blieb immerhin der befürchtete Absatzeinbruch aus. Aber mit rund 1,6 Milliarden Euro Nachsteuerverlust wurde 2015 zum verlustreichsten Jahr in der rund 80-jährigen VW-Konzerngeschichte.

Zu allem Überfluss muss sich VW mitten in der Krise für branchenweit gewaltige Herausforderungen wappnen: Autopilot-Funktionen sollen das Steuern überflüssig machen, die Digitalisierung macht Autos zu Apps auf Rädern. Die E-Mobilität trifft Verbrennungsmotoren, an deren Bau Tausende Jobs nicht nur bei VW hängen. Ein "Zukunftspakt" soll der VW-Belegschaft daher noch in diesem Jahr neue Sicherheiten bringen./loh/DP/zb

(AWP)

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13.09.2016 11:07
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VW-Tochter Audi punktet mit starkem Absatz im Heimatmarkt
13.09.2016 11:01

INGOLSTADT (awp international) - Die VW-Oberklassentochter Audi punktet im August vor allem beim Verkauf in Westeuropa. Weltweit setzte der Autobauer mit 132 350 Autos 2,9 Prozent mehr ab als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dank des neuen A4 war insbesondere der Absatz auf dem Heimatmarkt Deutschland mit einem Plus von 10,9 Prozent robust - aber auch in Grossbritannien konnte Audi mit plus 13,2 Prozent verlorenen Boden wiedergutmachen. Im Juli war der Verkauf nach dem Brexit-Votum der Briten hier noch um knapp zehn Prozent eingeknickt. Stark entwickelte sich im August auch Spanien mit einem Plus von fast einem Viertel. In China stand ein Plus von 8,8 Prozent zu Buche. Schwierigkeiten macht das von einer Wirtschaftskrise geschüttelte Brasilien.

In den ersten acht Monaten hat Audi rund 1,23 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Den Branchenrivalen Daimler und BMW fährt Audi auf Jahressicht damit aber hinterher. Die Marke Mercedes-Benz verkaufte in diesem Zeitraum knapp 1,33 Millionen Autos, die Marke BMW kommt auf 1,28 Millionen Fahrzeuge./men/stb

(AWP)

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12.09.2016 08:17
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VW-Aktie lässt Dieselgate hinter sich

Nach Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen in den USA stürzte die VW-Aktie jäh ab. Zwar hat sich der Kurs mittlerweile wieder gefangen. Er dürfte aber noch eine Zeit lang volatil bleiben.

Der Schock an jenem Montag im September 2015 dürfte so manchem Aktionär noch in den Gliedern sitzen: Gleich zum Handelsauftakt rauschen die Volkswagen-Aktien um gut 14 Prozent in den Keller. Hektisch trennen sich viele Anleger in grossem Stil von VW. Knapp zwei Wochen zuvor erst hatten die Titel mit 172,45 Euro ein Jahreshoch markiert, und nun sind sie mit einem Schlag nur noch etwas mehr als 130 Euro wert.

Bis zum Handelsschluss an jenem 21. September summieren sich die Verluste auf 18,6 Prozent. Erst am 5. Oktober ist bei einem Kurs von 86,36 Euro die Talsohle erreicht. 31,5 Milliarden Euro an Börsenwert sind ausradiert, was in etwa der aktuellen Marktkapitalisierung von Adidas oder der Deutschen Post entspricht.

Was war geschehen? Der traditionsreiche Autobauer - berühmt in der Nachkriegszeit für den unermüdlich von den Bändern rollenden Käfer - hatte massive Abgas-Manipulationen in den USA zugegeben. Die US-Umweltschutzbehörde EPA sprach von einer möglichen Strafe von bis zu 18 Milliarden Dollar. Sie selbst machte am Freitag, den 18. September, den Fall publik.

Ruf nach personellen Konsequenzen

VW hatte schon am 3. September in einer Telefonkonferenz mit der Behörde die Manipulation eingeräumt, als der Aktienkurs noch über 166 Euro lag. Kein Wunder, dass viele Aktionäre Schadensersatz wollen. Man sei zu spät informiert worden, werfen sie VW vor.

An der Börse wird schnell der Ruf nach einem personellen Neuanfang laut. VW-Chef Martin Winterkorn räumt denn auch ein paar Tage später seinen Schreibtisch und verschafft dem Aktienkurs zumindest einen Tag etwas Luft. Nach einem kurzen Abtauchen unter 100 Euro schliessen die VW-Titel mit 111,50 Euro rund fünf Prozent im Plus.

"Sie haben ihren Chef rausgeschmissen", sagte seinerzeit Ion-Marc Valahu, Fondsmanager beim Vermögensberater Clairinvest. "Das Unternehmen und seine Aktien sollten in der Lage sein, sich zu stabilisieren." Der Analyst sollte mittelfristig recht behalten.

Chefwechsel und US-Kompromiss läuten Trendwende ein

Die Trendwende kommt zwar nicht sofort, aber sie kommt - wenn auch unter zeitweilig heftigen Schwankungen. Am 10. Dezember 2015 verspricht die neue Führungsriege unter Matthias Müller und Hans Dieter Pötsch eine konsequente Aufklärung der Affäre. Anfangs reagieren die Anleger skeptisch, doch kurz vor Handelsschluss drehen VW ins Plus.

Inzwischen haben die Titel ohnehin wieder ein Niveau von über 130 Euro erreicht. Erst im Februar, als Dax & Co insgesamt wegen der Ölpreisturbulenzen unter Druck stehen, rutscht der Kurs nochmals unter die 100-Euro-Marke. Doch selbst die Klage von Profi-Investoren auf einen Schadensersatz von 3,3 Milliarden Euro belastet die Aktien nur zeitweise.

Schon die Aussicht auf eine Einigung mit der US-Umweltbehörde gibt VW an der Börse bald neuen Schub. Als sich der Wolfsburger Konzern am 21. April mit den US-Behörden auf einen umfassenden Entschädigungsplan verständigt liegt der Kurs bei 127 Euro.

VW-Aktie wird wohl volatil bleiben

"Der Diesel-Skandal hat den Volkswagen-Konzern im letzten Jahr genug erschüttert und gelähmt, so dass es längst Zeit wird, sich wieder auf das operative Geschäft zu konzentrieren", schrieb unlängst NordLB-Analyst Frank Schwope in Reaktion auf die Verkündung einer Allianz von VW mit dem US-Lkw-Bauer Navistar. Die Aktie werde volatil bleiben. "Irgendwann ist der Diesel-Skandal ein Non-Event geworden für Anleger", fasst ein Börsianer zusammen.

Inzwischen notieren die VW-Aktien meist um 130 Euro. Damit liegen sie über 20 Prozent unter dem Jahreshoch von 2015 - ähnlich wie Daimler und BWM. Der einzige Unterschied: Daimler und BMW hatten ihre Hochs am 1. Dezember 2015 markiert, VW am 9. September. Zur Erinnerung: Sechs Tage zuvor hatte der Konzern - unbemerkt von der Öffentlichkeit - gegenüber der US-Umweltbehörde die Manipulationen eingeräumt, die dann am 18. September bekannt wurden.

(Reuters)

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07.09.2016 11:44
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Volkswagen will mit Chinesen bei Elektroautos zusammenarbeiten
07.09.2016 11:22

(Ausführliche Fassung)

PEKING/WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen will auf dem weltweit wichtigsten Automarkt China mit einem Partner beim Bau von Elektroautos zusammenarbeiten. Mit dem chinesischen Hersteller Anhui Jianghuai Automobile (JAC) wurde eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist die langfristige Kooperation und gemeinsame Entwicklung rein elektrisch betriebener Fahrzeuge in China, wie VW am Mittwoch mitteilte.

Jianghuai zählt zu den grössten Herstellern von mit Strom betriebenen Autos in China. Die Wolfsburger betreiben in dem Land bereits Gemeinschaftsunternehmen mit den Autobauern First Automotive Works und Shanghai Automotive. China gilt als grösster Wachstumsmarkt für Elektroautos.

"Wir wollen in der Elektromobilität eine führende Position einnehmen", sagte VW-Konzernchef Matthias Müller einer Mitteilung zufolge. VW prüfe daher alle Möglichkeiten, um eine enge und wechselseitig gewinnbringende Partnerschaft mit JAC zu realisieren.

Volkswagen will die Zahl seiner Elektroautos in den kommenden Jahren massiv ausbauen, auch als Reaktion auf den Abgasskandal bei Dieselfahrzeugen. Die Elektromobilität ist ein Schwerpunkt der neuen Konzern-Strategie "2025". Ein Ausbau der E-Mobilität ist auch notwendig, damit VW die schärferen CO2-Ziele in Europa erreicht. Im Jahr 2025 will der Konzern eine Million reine Elektrofahrzeuge verkaufen - das wäre nach jetzigem Stand jedes zehnte verkaufte Auto.

China ist weltweit der Leitmarkt für Elektromobilität. Im vergangenen Jahr zogen die Verkäufe von E-Autos in China nach Branchenangaben stärker an als überall sonst auf der Welt. Die Zahl der verkauften Elektro- und Plug-in-Hybrid-Pkw vervierfachte sich auf rund 180 000. Die chinesische Regierung fördert den Kauf von E-Autos mit finanziellen Anreizen.

In Deutschland dagegen kommt die Elektromobilität nicht voran. Im ersten Halbjahr wurden laut KBA rund 20 500 Hybrid-Fahrzeuge und etwa 4400 reine E-Autos neu zugelassen. Seit Anfang Juli gibt es zwar für reine E-Autos eine Prämie von 4000 Euro und für Hybridwagen von 3000 Euro, die Staat und Industrie je zur Hälfte finanzieren. Bis zum 1. September aber gingen nur 3027 Anträge bei der zuständigen Behörde ein. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Strasse zu bringen./jpt/DP/stb

(AWP)

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29.08.2016 08:15
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Die Kosten für den VW-Skandal türmen sich auf

Der Volkswagen-Konzern erhält immer mehr Klarheit darüber, was ihn der Skandal um manipulierte Dieselautos kosten wird. Eine Übersicht über den VW-Bussenberg.

In den USA erzielte er einen Milliarden-Vergleich zur Entschädigung der US-Kunden, auch mit den Händlern in den USA einigte er sich auf Ausgleichszahlungen. Weltweit drohen Europas grösstem Autokonzern weitere Kosten für Rückrufe, Aktionärsklagen und Strafen, die sich auf mehr als zehn Milliarden Euro auftürmen könnten. Analysten schätzen, dass die Aufarbeitung des Skandals um manipulierte Abgaswerte den Konzern am Ende insgesamt zwischen 20 und 35 Milliarden Euro kosten wird. Es folgt eine Übersicht:

Der US-Vergleich

Die Einigung mit Hunderten Sammelklägern, Behörden und US-Bundesstaaten kostet Volkswagen bis zu 15,3 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 13,6 Milliarden Euro). Der grösste Teil entfällt auf den Rückkauf von 475.000 manipulierten Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren, für die gut zehn Milliarden Dollar reserviert sind. Die tatsächlichen Kosten hängen davon ab, wie viele Dieselbesitzer ihre Wagen zurückgeben und ob die US-Behörden eine Umrüstung genehmigen.

Entschädigung für US-Händler

Seinen rund 650 US-Händlern will VW Insidern zufolge mindestens 1,2 Milliarden Dollar Entschädigung zahlen, weil sie seit fast einem Jahr keine Dieselautos mehr verkaufen durften. Eine Grundsatzvereinbarung ist getroffen, für eine endgültige Einigung gab ein Gericht den Parteien bis Ende September Zeit.

Weitere Strafen und Klagen in den USA

Mit dem US-Justizministerium laufen derzeit Verhandlungen über eine Strafzahlung wegen der Abgasmanipulation. Das "Wall Street Journal" berichtete, dem deutschen Autobauer könne eine Strafe von mehr als 1,2 Milliarden Dollar aufgebrummt werden. Analysten rechnen mit einer Summe zwischen einer und drei Milliarden Euro. Einige US-Bundesstaaten wollen zudem zivilrechtlich versuchen, einen höheren Schadensersatz durchzusetzen, weil sie mit dem Vergleich nicht zufrieden sind. Dabei geht es um Hunderte Millionen Dollar.

Lösung für Drei-Liter-Autos lässt auf sich warten

Keine Einigung gibt es bisher für die rund 85.000 grösseren Fahrzeuge mit Drei-Liter-Dieselmotor. VW zeigt sich zuversichtlich, dass eine Reparatur gelingen kann. Bis Ende Oktober hat das Gericht in San Francisco Volkswagen Zeit gegeben, um Lösungsvorschläge einzureichen. Für den 3. November setzte Richter Charles Breyer eine weitere Anhörung an. Sollte Volkswagen gezwungen werden, auch diese teureren Wagen zurückzukaufen, würde das weitere Milliarden verschlingen. Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler schätzt die Kosten auf bis zu zwei Milliarden Euro.

Rückrufe in Europa

Ein grosser Brocken ist auch die Umrüstung der rund 8,5 Millionen Dieselautos in Europa. Schätzungen reichen von gut einer bis drei Milliarden Euro, die das kosten dürfte. Der Autoanalyst Arndt Ellinghorst von Evercore ISI rechnet zudem damit, dass sich schrumpfende Marktanteile von Volkswagen und geringere Preise im Ergebnis bemerkbar machen werden.

Entschädigung in Europa?

Eine Entschädigung der Kunden in Europa lehnt VW nach wie vor ab, obwohl sich Forderungen nach einem ähnlichen Vergleich wie in den USA mehren. Sollten diese dennoch fällig werden, könnte das Volkswagen finanziell das Genick brechen, fürchten Experten. Analyst Pieper geht von einem Wertverlust in einer Grössenordnung von 500 Euro je Fahrzeug aus. "Es ist schwierig zu sagen, ob VW am Ende doch einen symbolischen Betrag zahlen wird." Branchenexperte Ellinghorst hält es für wahrscheinlich, dass die Kunden in Europa kein Geld sehen werden.

Aktionärsklagen

Weltweit sieht sich Volkswagen zudem mit milliardenschweren Schadensersatzklagen von Investoren und Kleinaktionären konfrontiert. Die Inhaber von Aktien und Anleihen werfen Volkswagen vor, zu spät über das Ausmass des Abgasskandals informiert zu haben und wollen einen Ausgleich für Kursverluste durchsetzen. Inzwischen liegen beim Landgericht Braunschweig 170 Schadensersatzklagen mit Forderungen von zusammen knapp vier Milliarden Euro.

Die Krise ist eine grosse Einnahmequelle für Anwälte

Die Scharen an Anwälten, die Volkswagen weltweit wegen des Dieselskandals beschäftigt, verschlingen ebenfalls Geld. Der Autoexperte Pieper geht von bis zu einer Milliarde Euro aus, sein Kollege Ellinghorst schätzt die Anwaltskosten auf mehrere hundert Millionen.

Pieper erwartet, dass der Dieselskandal Volkswagen insgesamt rund 25 Milliarden Euro kosten wird. Ellinghorst rechnet mit Gesamtkosten in ähnlicher Höhe. Die Experten sehen den Konzern wegen seiner Reserven und der Finanzkraft in der Lage, das zu stemmen. Erst ab 50 Milliarden Euro müsste sich Volkswagen von Beteiligungen trennen, sagt Pieper.

(Reuters)

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23.08.2016 08:24
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Kein Durchbruch bei VW und Zulieferern

Bei den Verhandlungen zwischen Volkswagen und zwei Lieferanten deutet sich auch nach mehr als dreizehn Stunden kein Durchbruch an.

Man arbeite weiter an einer Lösung, erklärten Sprecher beider Seiten in den frühen Morgenstunden am Dienstag. Die Gespräche in Wolfsburg zwischen VW sowie Car Trim, ES Automobilguss und der Prevent Group über eine gütliche Lösung im Streit über ausgesetzte Teile-Lieferungen waren am Montagnachmittag aufgenommen worden. Eine rasche Einigung wurde nicht erwartet, da die Fronten als verhärtet gelten.

Fast 30'000 VW-Beschäftigte müssen in den kommenden Tagen zuhause bleiben, weil ihnen wegen fehlender Bauteile die Arbeit ausgeht.

(AWP)

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03.08.2016 08:19
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Volkswagen will in China aufdrehen - Heizmann 'überrascht' von Klage
03.08.2016 07:57

(Ausführliche Fassung)

PEKING (awp international) - Volkswagen rechnet in China mit beschleunigtem Wachstum. Auf dem grössten Automarkt der Welt werde der Konzern in diesem Jahr weiter aufholen, sagte Vorstandsmitglied Jochem Heizmann am Mittwoch im Journalistengespräch in Peking. Das Wachstum des Gesamtmarktes, der im ersten Halbjahr unerwartet stark um 9,4 Prozent zugelegt hatte, wird sich nach seiner Einschätzung bis Jahresende wohl etwas abschwächen, aber "weiter gut sein".

Die Volkswagen-Gruppe hatte seit Jahresanfang in China aufgeholt und ein Plus von 6,8 Prozent auf 1,86 Millionen Autos erreicht. Im Juni wurden auch dank neuer Modelle sogar 18,7 Prozent mehr ausgeliefert. "Unsere Erwartung für das gesamte Jahr liegt im Bereich des Gesamtmarktes", sagte Heizmann. "Volumen ist aber nicht das wichtigste", betonte der Vorstand. "Viel wichtiger ist für uns, dass wir langfristiges, sauberes und qualitatives Wachstum haben."

Der Gesamtmarkt wird sich nach seiner Einschätzung im zweiten Halbjahr weiter schneller als das Wirtschaftswachstum entwickeln, das im ersten Halbjahr bei 6,7 Prozent gelegen hatte. Im nächsten Jahr gibt es aber Unsicherheiten, weil die Reduzierung der Verkaufssteuer für kleinere Autos unter 1,6-Liter Hubraum zum Januar wegfallen soll. Eventuell würden Käufe zum Jahresende vorgezogen, so dass es danach wieder schwieriger werde, meinte Heizmann.

Ob er den starken Absatz in China als "Rettungsanker" für den durch den Dieselskandal angeschlagenen Konzern sehe, beantwortete Heizmann nur ausweichend: "Die Zahlen sprechen für sich." Der Konzern verkauft 36 Prozent seiner Autos weltweit in China. Bei der VW -Kernmarke sind es sogar 48 Prozent. Anteilig aus den Gemeinschaftsunternehmen verbuchte der Konzern in China im ersten Halbjahr einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,37 Milliarden Euro. Die Abgas-Affäre hatte China nicht betroffen, weil es dort kaum Diesel-Pkw gibt.

Heizmann zeigte sich "überrascht" über die Schadenersatzklage Bayerns als erstes Bundesland, wollte aber sonst keinen Kommentar dazu abgeben. Es geht dabei nach bayerischen Angaben um einen Schaden von maximal 700 000 Euro (CSU) durch Aktienkurs-Verluste, die dem bayerischen Pensionsfonds entstanden sind. Wie andere klagende VW-Anleger geht Bayern davon aus, dass VW zu spät über die Risiken des Abgas-Betrugs informiert habe. Volkswagen hatte den Vorwurf als unbegründet zurückgewiesen. Alle Pflichten seien erfüllt worden.

Im Zuge der neuen Volkswagen-Strategie will Heizmann in China verstärkt an neuen Produkten, alternativen Antrieben, dem "Budget-Car" und neuen Mobilitätskonzepten arbeiten. Als neuer VW-Markenchef für China wurde Stephan Wöllenstein eingesetzt, so dass sich Heizmann stärker den Zukunftsthemen widmen kann.

Beim Billigauto, das wie geplant 2018 oder 2019 in China kommen soll, gibt es laut Heizmann konkrete Fortschritte mit dem chinesischen Partner First Automotive Works (FAW). Zu einem Bericht des "Manager Magazins", dass Volkswagen beim "Budget Car" auch mit dem indischen Autobauer Tata liebäugelt, wollte sich Heizmann nicht äussern und sagte nur: "Es geht hier nicht nur um China."

Auch die Elektromobilität wird stark ausgebaut. Bis 2020 wolle Volkswagen "mehrere Hunderttausend solche Fahrzeuge" in China verkaufen, bekräftigte Heizmann. Das sei auch notwendig, um die chinesischen Verbrauchsgesetze zu erfüllen, die dann einen Flottenverbrauch von fünf Litern vorschreiben.

Die Restriktionen in grossen chinesischen Metropolen, die Zulassungen für Benzinautos beschränken oder tageweise Fahrverbote erlassen, förderten den Absatz in China, sagte der Vorstand. Auch gingen die bisher hohen Kosten für E-Autos zurück. Während sich mit höheren Volumen die Batterien und Komponenten verbilligten, erhöhten sich gleichzeitig die Kosten für konventionelle Fahrzeuge, die in China ab 2019 noch strengere Abgasvorschriften erfüllen müssten./lw/DP/stb

(AWP)

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02.08.2016 08:19
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Südkorea stoppt Verkauf von VW-Modellen

Vor dem Hintergrund der Ermittlungen zum Abgas-Skandal bei Volkswagen hat Südkorea den Verkaufsstopp von 80 Modellen des deutschen Autobauers im Land angeordnet.

Die Zulassungszertifikate von 83'000 Autos der Marken Volkswagen, Audi und Bentley seien zurückgezogen worden, teilte das Umweltministerium am Dienstag mit. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Dokumente über Emissionswerte und Lärmtests geschönt zu haben.

Die Behörden des Landes hatten zuvor ihre Ermittlungen gegen VW wegen des Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerte deutlich ausgeweitet. VW hatte im Juli bereits freiwillig den Verkauf von 79 Modellen in Südkorea ausgesetzt.

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29.07.2016 08:35
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Weitere Millionen-Strafe für Volkswagen im Abgas-Skandal
29.07.2016 06:29

OLYMPIA (awp international) - VW kommt die Affäre um manipulierte Emissionswerte noch teurer zu stehen. Der US-Bundesstaat Washington verhängte eine Strafe in Höhe von 176 Millionen Dollar (derzeit etwa 159 Mio Euro) gegen den deutschen Autobauer, wie das Umweltamt Washington Department of Ecology am Donnerstag mitteilte.

"Volkswagen hat die Luftreinhaltegesetze unseres Staates verletzt und die Gesundheit der Menschen gefährdet", erklärte Maia Bellon, die Leiterin der Behörde. Durch die Strafe werde der Konzern für umweltrechtliche Verstösse zur Rechenschaft gezogen.

VW habe bei Abgastests mit einer Betrugs-Software getrickst, der tatsächliche Schadstoffausstoss der etwa 21 000 in Washington registrierten Dieselwagen sei bis zu 40-fach höher als vorgegeben. Die Strafe kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen angefochten werden. VW war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Konzern hatte sich erst Ende Juni mit Hunderten US-Klägern sowie den Generalstaatsanwälten von 44 Bundesstaaten, darunter auch Washington, auf einen Vergleich von insgesamt bis zu 15,3 Milliarden Dollar geeinigt. Danach haben allerdings bereits die Staaten New York, Maryland und Massachusetts neue Klagen gegen VW eingereicht./hbr/DP/zb

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28.07.2016 16:04
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Autobauer Porsche bleibt die Ertragsperle im VW-Konzern
28.07.2016 15:56

STUTTGART (awp international) - Der Autobauer Porsche macht noch bessere Geschäfte als bisher. Die operative Gewinnmarge der VW -Tochter lag im zweiten Quartal 2016 bei 16,8 Prozent und damit 0,6 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor, wie der Sport- und Geländewagenbauer am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Die Marge bezeichnet das Verhältnis zwischen dem operativen Ergebnis und dem Umsatz - pro 100 Euro Umsatz blieben also 16,80 Euro als operativer Gewinn hängen.

Bei der Autobauer-Kernmarke VW lagen die Werte nur bei 2,9 Prozent und bei Audi bei 8,7 Prozent - beide Marken mussten Einbussen bei der Rendite hinnehmen. Damit bleibt Porsche die Ertragsperle in dem durch den Dieselskandal angeschlagenen VW-Konzern. Weltweit ist nur der italienische Autobauer Ferrari ähnlich profitabel wie Porsche. Die Belegschaft baut Porsche weiter kräftig aus, die Zahl der Beschäftigten stieg binnen eines Jahres um 12 Prozent auf 26 191.

Nach dem rasanten Wachstum vergangener Jahre hat der Bolidenbauer inzwischen einen Gang runtergeschaltet. Finanzvorstand Lutz Meschke geht für das Gesamtjahr 2016 nur von einer leichten Steigerung von Auslieferungen und Umsatz aus./wdw/DP/she

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27.07.2016 13:30
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Volkswagen verkauft im ersten Halbjahr mehr Autos
27.07.2016 12:56

(Ausführliche Fassung)

WOLFSBURG (awp international) - Der VW -Konzern trotzt bei seinen Auslieferungen den Stürmen der Diesel-Krise. Ein starker Monat Juni schob den Autobauer bei seiner Verkaufsbilanz zum Halbjahr merklich ins Plus. Im Juni lieferte Europas grösster Autobauer mit seinen zwölf Marken 883 400 Fahrzeuge an Kunden aus; 5,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das teilten die Wolfsburger am Mittwoch mit. Die ganze Halbjahres-Bilanz auch mit Umsatz- und Gewinnkennzahlen folgt am Donnerstag. Eckwerte sind aber schon bekannt. Demnach belastete die Diesel-Krise abermals.

Mit dem starken Juni stehen nach sechs Monaten die Zeichen bei den Verkäufen klarer als zuvor auf Zuwachs: 5,12 Millionen Fahrzeuge - vom VW-Up bis zum schweren Scania -Lkw - sind 1,5 Prozent Verbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Trotz Diesel-Krise steuert der Konzern damit 2016 bisher auf ein Auslieferungsplus zu. Nach fünf Monaten Ende Mai hatte der Zuwachs lediglich bei 0,8 Prozent gelegen. Zumindest als Momentaufnahme scheint der Autobauer damit zehn Monate nach dem Ausbruch der Diesel-Krise eine Durststrecke zu verlassen.

Neben Russland und Südamerika bereitet der zweitgrösste Automarkt USA Sorgen: Dort stehen die konzernweiten Auslieferungen auch wegen eines Diesel-Verkaufsstopps im Halbjahr gut 7 Prozent im Minus - dort verkaufte der Konzern 273 800 Autos. Die Rückgänge auf diesen Märkten konnte aber der wichtigste Markt China mehr als ausgleichen. Dort legten die Verkäufe um 7 Prozent auf knapp 1,9 Millionen Autos zu. Gut 36 Prozent aller Verkäufe macht Volkswagen im Reich der Mitte.

Wie lange China noch verlässlich liefert, scheint ungewiss. Schon 2015 hatte es zeitweise Dämpfer gegeben. NordLB-Analyst Frank Schwope warnt: "Wenn die Steuererleichterungen für Autos in China Ende 2016 auslaufen, könnte sich 2017 für den Volkswagen-Konzern im Reich der Mitte eine neue Baustelle auftun."

Bei den einzelnen Marken verzeichnete VW-Pkw einen starken Juni (+4,7 Prozent), liegt aber auf Sechsmonatssicht noch leicht im Minus (-0,7 Prozent). Auch der Lkw- und Bushersteller MAN steckt auf Jahressicht im Rückwärtsgang (-1,1 Prozent) und verlor im Juni sogar zweistellig. Auch Porsche (-2,7 Prozent) erlebte im Juni einen kleinen Dämpfer.

In China legte VW-Pkw im Juni-Vergleich sogar fast um ein Viertel zu. Mit 48 Prozent entfällt für die VW-Kernmarke derzeit fast jede zweite Auslieferung weltweit auf China. Die Gewinne dort müssen jedoch mit örtlichen Partnern geteilt werden, so regeln es chinesische Auflagen.

Laut vorläufigen Zahlen, die Volkswagen bereits in der vergangenen Woche vorlegte, lastet die Diesel-Krise auch im ersten Halbjahr noch einmal milliardenschwer auf dem Konzern. Doch die renditeschwache Kernmarke um Golf und Passat, die Ende 2015 sogar in die Verlustzone gerutscht war, soll zuletzt erheblich Boden gutgemacht haben. Bisher hat Volkswagen gut 16 Milliarden Euro für die Krise und deren Folgen zurückgelegt. Diese Summe stieg jüngst an, Details sind noch unklar./loh/DP/stb

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25.07.2016 08:55
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Kalifornische Umweltbehörde macht VW Hoffnung für Diesel-Rückrufpläne
25.07.2016 08:23

SACRAMENTO (awp international) - Die kalifornische Umweltbehörde Carb sieht die Pläne für eine Umrüstung der manipulierten VW-Dieselwagen in den USA auf gutem Weg. "Unserer Einschätzung nach können die Fahrzeuge so repariert werden, dass die Emissionen um 80 bis 90 Prozent reduziert werden können", sagte Behördenchefin Mary Nichols dem "Handelsblatt" (Montagausgabe) mit Blick auf einen Umbau der Wagen mit Zwei-Liter-Motoren.

"Das sind nicht ganz 100 Prozent, aber dafür gibt es ja einen Fonds, der die Emissionen kompensiert, und zwar vergangene und künftige", sagte Nichols. Der von VW zu füllende Umweltfonds ist ein Teil des bis zu 15 Milliarden Dollar schweren Vergleichs mit US-Klägern.

Würden amerikanische Behörden einen Rückruf genehmigen, könnten sich VW-Besitzer in den USA auch für eine Umrüstung ihrer Autos entscheiden. Das dürfte für den Konzern deutlich billiger werden als ein Rückkauf aller betroffenen Wagen.

Trotz der jüngsten Ablehnung eines Rückrufplans für die grösseren Drei-Liter-Motoren ist Nichols auch hier optimistisch: "Wir glauben, dass Volkswagen die meisten Autos reparieren kann. Aber wir müssen die Details dazu noch erarbeiten." Es werde auch Strafzahlungen geben, sagte Nichols: "Die werden allerdings nicht so hoch ausfallen." Der bereits ausgehandelte 15 Milliarden Dollar schwere Vergleich umfasste lediglich Modelle mit Zwei-Liter-Motor. Für die Drei-Liter-Motoren gibt es bislang keine Einigung./fri/enl/stb

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22.07.2016 13:39
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VW-Konzern setzt in Südkorea Verkauf von 79 Modellen aus
22.07.2016 12:07

(Ausführliche Fassung)

SEOUL (awp international) - Vor dem Hintergrund der Ermittlungen zum Abgas-Skandal setzt Volkswagen den Verkauf von 79 seiner Modelle in Südkorea aus. "Wir stoppen den Verkauf freiwillig, um der Konfusion im Markt entgegenzutreten", sagte eine Sprecherin von Audi Volkswagen Korea am Freitag. Die Massnahme, die in einem Schreiben an die örtlichen Händler angekündigt worden sei, werde von Montag an für zunächst unbestimmte Zeit wirksam.

Hintergrund des Schrittes ist, dass das Umweltministerium in Seoul die Zertifizierung für Dutzende von VW - und Audi Modellen zurückziehen und ihre Auslieferung stoppen will.

Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Hunderte von Dokumenten über Emissionswerte, Kraftstoffverbrauch und Lärmtests geschönt zu haben, um so die Zulassung von Importautos zu erlangen. Es geht um Wagen wie den VW Golf und Audi-Modelle, die seit 2010 in Südkorea verkauft wurden. Die Dokumente wurden bei Durchsuchungen von Firmenbüros sichergestellt.

Die Behörden des ostasiatischen Landes hatten in den vergangenen Monaten ihre Ermittlungen gegen VW wegen des Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerte deutlich ausgeweitet. Am Montag will das Ministerium eine öffentliche Anhörung durchführen, bevor es eine endgültige Entscheidung über den geplanten Verkaufsstopp treffen will. Die Staatsanwaltschaft hatte dazu bereits eine Liste mit über 70 VW- und Audi-Modellen vorgelegt, die trotz gefälschter Dokumente zugelassen worden sein sollen.

"Das hat Verwirrungen gestiftet", sagte die Sprecherin von Audi Volkwagen Korea. Zahlreiche Kunden dächten, die Auslieferung sei bereits eingestellt worden. Das Unternehmen wolle das Ministerium bitten, die Pläne zum Verkaufsstopp zu überdenken.

Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi hatten die Behörden im vergangenen November eine Rückrufaktion angeordnet. Betroffen sind Autos mit Dieselmotoren der Bauart EA 189, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden. Allerdings wird dem Unternehmen vorgeworfen, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125 000 Diesel-Fahrzeuge eingereicht zu haben. VW hatte bei mehr als elf Millionen Fahrzeugen weltweit Abgastests manipuliert.

Südkorea ist für den VW-Konzern ein vergleichsweise kleiner Markt. In der ersten Hälfte 2016 hatten Audi und VW in Südkorea nach Angaben eines Branchenverbands mit über 25 500 Autos zusammen einen Marktanteil bei Importwagen von etwa 22 Prozent. Der Absatz beider Marken ging in dieser Zeit im Vergleich zum Vorjahr zurück./dg/DP/enl

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28.06.2016 08:09
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Abgasaffäre kostet VW in den USA mehr als erwartet

Zur Beilegung des US-Abgasskandals muss Volkswagen (VW) tiefer in die Tasche greifen als zunächst gedacht.

Der Autobauer solle eine Entschädigungssumme von insgesamt fast 15 Milliarden Dollar zahlen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag. Davon seien zehn Milliarden Dollar für das Angebot des Wolfsburger Pkw-Herstellers zum Rückkauf von fast einer halben Million manipulierter Dieselautos mit 2,0-Liter-Motoren vorgesehen.

In der vergangenen Woche war von etwa zehn Milliarden Dollar zur Beilegung des Skandals die Rede. Die Einigung solle am Dienstag bekanntgegeben werden. Am 28. Juni läuft die Frist für einen finalen Kompromiss in den USA aus.

Europas größter Autokonzern hatte sich bereits im April nach monatelangen Verhandlungen mit den amerikanischen Behörden auf Grundzüge eines Entschädigungsplans geeinigt. Volkswagen hatte im September auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, Diesel-Abgaswerte bei Zweiliter-Dieselmotoren mit einer speziellen Software manipuliert zu haben. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge davon betroffen.

Die juristische Aufarbeitung des Skandals ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Die Niedersachsen sind wegen der Manipulationen mit zahlreichen Schadensersatzklagen von Dieselbesitzern, Autohändlern und Investoren konfrontiert. Dieser Streit dürfte VW noch mehrere Jahre beschäftigen, bevor die Kosten auch hier absehbar sind. Auch laufen noch strafrechtliche Ermittlungen wegen der Abgasmanipulation.

(Reuters)

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24.06.2016 13:09
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Presse: VW-Manager in Südkorea in U-Haft - Dokumente gefälscht?
24.06.2016 13:02

(Ausführliche Fassung)

SEOUL (awp international) - Bei den Ermittlungen zum VW -Abgas-Skandal ist in Südkorea Berichten zufolge ein Manager der örtlichen Niederlassung des Autobauers in Untersuchungshaft gekommen. Die Beamten sollen dem 52-jährigen Beschäftigten von Audi Volkswagen Korea vorwerfen, unter anderem Dokumente zu Emissionswerten gefälscht zu haben, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag berichtete. Das Bezirksgericht in Seoul hatte demnach Haftbefehl erlassen. Volkswagen äusserte sich in Südkorea zunächst nicht dazu.

Das Unternehmen soll Hunderte von Dokumenten über Emissionswerte, Kraftstoffverbrauch und Lärmtests geschönt haben, um so die Zulassung von Importautos zu erlangen. Es geht Wagen wie den VW Golf und Audi-Modelle, die seit 2010 in Südkorea verkauft wurden. Die Dokumente wurden bei Durchsuchungen von Firmenbüros sichergestellt. Dem Manager drohe jetzt unter anderem eine Anklage wegen Verstosses gegen das Gesetz zur Reinhaltung der Luft, hiess es in den Berichten.

Die Behörden hatten in den vergangenen Monaten ihre Ermittlungen gegen VW wegen des Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerte erheblich ausgeweitet. Auch aktuelle Modelle wurden auf die Einhaltung von Abgas-Vorschriften überprüft.

Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi hatten die Behörden im vergangenen November eine Rückrufaktion angeordnet. Betroffen sind Autos mit Dieselmotoren der Bauart EA 189, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden. Allerdings wird dem Unternehmen vorgeworfen, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125 000 Diesel-Fahrzeuge eingereicht zu haben.

Audi und VW hatten in Südkorea nach Angaben eines Branchenverbands in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zusammen mit über 22 800 Autos einen Marktanteil bei Importwagen von etwa 22,4 Prozent. Der Absatz beider Marken ging in dieser Zeit im Vergleich zum Vorjahr zurück./dg/DP/stb

(AWP)

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24.06.2016 08:41
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Abgasaffäre kostet VW in den USA 10 Milliarden Dollar

Zur Beilegung des Abgasskandals will Volkswagen (VW) in den USA eine Entschädigungssumme von insgesamt rund zehn Milliarden Dollar zahlen.

In dem Betrag sei das Angebot des Wolfsburger Pkw-Herstellers zum Rückkauf von fast einer halben Million manipulierter Dieselautos mit 2,0-Liter-Motoren enthalten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Donnerstag. Zudem beinhalte die Summe eine milliardenschwere Förderung von Umweltprogrammen. Die Fahrzeughalter sollen demnach im Durchschnitt mit rund 5000 Dollar entschädigt werden.

Derzeit sehe der Vergleich eine Gesamtzahlung von knapp 10,3 Milliarden Dollar vor. Die Summe könne sich jedoch vor der vom Gericht festgesetzten Frist für eine finale Einigung am Dienstag noch ändern. Allerdings könnten auf den Konzern weitere Kosten zukommen. VW wollte sich nicht dazu äußern.

Europas größter Autokonzern hatte sich im April nach monatelangen Verhandlungen mit den amerikanischen Behörden auf Grundzüge eines Entschädigungsplans geeinigt. Volkswagen hatte im September auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, Diesel-Abgaswerte bei Zweiliter-Dieselmotoren mit einer speziellen Software manipuliert zu haben. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge davon betroffen.

Durch die Annäherung mit den US-Behörden ist für VW inzwischen ein großer Unsicherheitsfaktor aus dem Weg geräumt. Der Konzern hatte in der Bilanz für das abgelaufene Jahr 16,2 Milliarden Euro zur Seite gelegt, um die Lasten der Dieselmanipulationen zu schultern. Dies hatte VW den höchsten Verlust in der Unternehmensgeschichte eingebrockt.

Die juristische Aufarbeitung des Skandals ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Die Niedersachsen sind wegen der Manipulationen mit zahlreichen Schadensersatzklagen von Dieselbesitzern, Autohändlern und Investoren konfrontiert. Dieser Streit dürfte VW noch mehrere Jahre beschäftigen, bevor die Kosten auch hier absehbar sind. Auch laufen noch strafrechtliche Ermittlungen wegen der Abgasmanipulation.

(Reuters)

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21.06.2016 08:11
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Bostoner Pensionsfonds reicht Sammelklage gegen VW ein

Der Pensionsfonds für Angestellte der US-Stadt Boston hat nach Angaben einer Anwaltskanzlei eine Sammelklage gegen Volkswagen im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal eingereicht.

Dem Autobauer wird darin vorgeworfen, Anleihegläubiger getäuscht zu haben. Falsche und irreführende Erklärungen sowie Auslassungen des Unternehmens hätten dazu geführt, dass die Bonds zu künstlich aufgeblasenen Preisen gehandelt worden seien, nur um dann nachzugeben, nachdem der Abgasskandal publik gemacht worden sei, teilte die Kanzlei Labaton Sucharow mit.

Für Anleihegläubiger, die zwischen dem 23. Mai 2014 und den 22. September 2015 Bonds kauften, werde Schadensersatz gefordert. Die Klage wurde bei einem US-Bezirksgericht in Kalifornien eingereicht.

Der deutsche Konzern hatte am 20. September auf Druck der US-Umweltbehörden öffentlich zugegeben, Abgaswerte durch eine illegale Software manipuliert zu haben. Nach dem Geständnis brach die VW-Aktie um 20 Prozent ein.

Am 22. September gab VW bekannt, dass weltweit rund elf Millionen Fahrzeuge von dem Betrug betroffen seien und der Konzern deswegen 6,5 Milliarden Euro zur Seite legen müsse. Die Rückstellungen wurden später auf 16,2 Milliarden Euro erhöht. Der Konzern wies deshalb im vergangenen Jahr den höchsten Verlust seiner Firmengeschichte aus.

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20.06.2016 08:21
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Für Volkswagen kommt die Dieselkrise gerade recht

So paradox es klingt: Die Krise, in der Volkswagen durch den Abgasbetrug steckt, ist auch ein Glücksfall. Und den will CEO Matthias Müller mit seiner strategischen Neuausrichtung nutzen.

Dabei sieht er die "Diesel-Affäre", die den Wolfsburger Konzern kräftig durchschüttelt, als Katalysator. Auch Autoexperten und VW-Manager sind sich einig, dass nur so die über Jahrzehnte verkrusteten Strukturen aufgebrochen werden können. Und das ist nötig, damit der weltumspannende Autobauer mit seinen zwölf Marken und 600.000 Mitarbeitern, der in den vergangenen Jahren rasant gewachsen ist, Anschluss an die bei neuen Mobilitätsdiensten davoneilende Konkurrenz bekommen kann. Zu lange hätten sich die Ingenieure in Wolfsburg als der Nabel der Welt verstanden und die Kosten dabei ausser acht gelassen, meinen Analysten.

"Die Krise wirkt wie ein Befreiungsschlag", sagt Arndt Ellinghorst von Evercore ISI. "Jetzt werden Kräfte freigesetzt und die Unternehmenskultur kann sich erneuern. Im Rückblick wird man sagen können, dass VW sich durch die kreative Kraft der Diesel-Zerstörung erneuert hat", ist der Autoanalyst überzeugt.

Neue VW-Strategie soll Steuer rumreissen

Mit seiner am Donnerstag präsentierten "Strategie 2025" will Müller nun in der Krise umsteuern. Er nutzt dafür den Schock, den der Skandal im Wolfsburger Selbstbewusstsein verursacht hat. "Bei Volkswagen haben sich Türen geöffnet", sagte Müller. Die Bereitschaft zum Wandel sei deutlich gewachsen. Unabhängig von der Dieselkrise sei der Veränderungsdruck aber schon vorher gross gewesen.

Müller sprach von einer "berechtigten Kritik an einer gewissen Fixierung auf Grösse" und einer "Portion Selbstgefälligkeit", die sich im Laufe der Jahre eingeschlichen habe. Der Konzern habe gravierende Schwächen in Struktur, Kultur und Effizienz, stellte er fest. Diese Schwächen seien seit dem vergangenen Herbst deutlicher zutage getreten als zuvor.

Das sehen auch andere so: Die Krise zwinge Volkswagen dazu, "sich zu entstauben", sagt der Autoexperte Helmut Becker, der das Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation (IWK) in München leitet. "Das VW-Management muss nun in alle Winkel schauen, um die Kosten zu senken."

Winterkorn hatte den Konzern mit harter Hand geführt

Einsparungen standen zwar schon unter Müllers Vorgänger Martin Winterkorn ganz oben auf der Prioritätenliste. Der frühere Konzernchef habe jedoch versucht, das Problem durch Wachstum in den Griff zu bekommen, sagt Becker. Je mehr Autos bei gleichbleibender Belegschaft vom Band rollen, desto stärker steigt die Produktivität und die Kosten je Fahrzeug sinken automatisch, lautete die verlockende Logik.

"Man wollte wachsen um jeden Preis, um die Kosten in den Griff zu bekommen", sagt Becker. Das Prinzip ging nicht auf. Tatsächlich verdoppelte sich die Mitarbeiterzahl unter Winterkorn seit 2007 fast auf mehr als 600.000 Beschäftigte, weil VW weltweit immer mehr Werke aus dem Boden stampfte und mit Porsche, MAN und Ducati weitere Marken übernahm.

Winterkorn hatte den Konzern mit harter Hand geführt und selbst kleine technische Details selbst entschieden. Kritiker bemängeln, der autoritäre Führungsstil habe mit dafür gesorgt, dass Missstände nicht offen ausgesprochen wurden. Das soll mit dafür gesorgt haben, dass die Abgasmanipulation überhaupt möglich wurde, die Volkswagen in die tiefste Krise seiner Geschichte gestürzt hat. Müller will das ändern. Nicht mehr die Zentrale in Wolfsburg soll in allem das Sagen haben. Stattdessen sollen die einzelnen Marken und Regionen mehr Befugnisse erhalten.

Dieselgate kostete VW 16,2 Milliarden Euro

Volkswagen ist aus zwei Gründen zu massiven Kürzungen gezwungen. Einerseits benötigt der Konzern viel Geld für die Aufarbeitung des Dieselskandals. Allein für die Umrüstung der manipulierten Dieselfahrzeuge, für Bussgelder und Schadenersatz musste Volkswagen 16,2 Milliarden Euro zur Seite legen. Gleichzeitig verschlingt der von Müller angekündigte Wandel zu einem Mobilitätsdienstleister in den nächsten Jahren mehr als zehn Milliarden Euro.

Das dafür nötige Geld will Volkswagen durch Einsparungen, eine geringere Modellvielfalt und den Verkauf von Randaktivitäten aufbringen. Alleine acht Milliarden Euro will das Management jährlich durch die Straffung der Abläufe und Kostensenkungen lockermachen. Eine Herkulesaufgabe.

Konzern-Chef Müller wirkt dabei wie ein Jongleur, der zwei Sätze an Bällen gleichzeitig in der Luft halten muss: die Aufarbeitung des Dieselskandals, dessen Ende noch nicht absehbar ist, und den Aufbruch ins digitale Zeitalter, in dem Elektrofahrzeuge und Dienste wie Carsharing und selbstfahrende Taxis mit im Mittelpunkt stehen sollen. Es bleibt abzuwarten, ob es Müller gelingt, keinen der Bälle fallen zu lassen.

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09.06.2016 13:32
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EZB kauft VW-Obligationen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat offenbar Unternehmensanleihen des kriselnden Automobilkonzerns Volkswagen (VW) gekauft.

Die EZB habe am Donnerstag Papiere des Unternehmens mit einer Laufzeit bis 2019 erworben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf eine Person, die mit der Sache vertraut, jedoch nicht befugt sei darüber zu sprechen und nicht namentlich genannt werden möchte. Ausserdem seien Obligationen des französischen Telekommunikationsanbieters Orange sowie des deutschen Automobilzulieferers Continental in den Besitz der EZB übergegangen, hiess es weiter.

Im Kampf gegen die niedrige Inflation kauft die EZB seit Mittwoch neben Staatsanleihen auch Anleihen von Unternehmen. Unter Experten ist diese Massnahme wegen Zweifeln an der Wirksamkeit, wegen möglicher Risiken für die Finanzmärkte und wegen rechtlicher Bedenken sehr umstritten. Volkswagen hat unterdessen nach wie vor mit den Folgen des Skandals um manipulierte Abgaswerte zu kämpfen.

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08.06.2016 13:30
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VW-Konzern erhält weitere Freigabe für gut 1 Million Diesel-Rückrufe
08.06.2016 12:59

WOLFSBURG (awp international) - Nach monatelangen Verzögerungen nimmt der Rückruf von millionenfach manipulierten VW -Dieseln in Europa weiter Fahrt auf. Der Konzern meldete am Mittwoch die behördliche Freigabe für die Nachbesserungslösungen bei weiteren 1,1 Millionen betroffenen Fahrzeugen der Marken VW-Pkw, VW-Nutzfahrzeuge und Audi .

Damit erreicht der grösste Rückruf in der europäischen Autogeschichte einen weiteren wichtigen Meilenstein, nachdem der Anlauf der Aktionen im Frühling ins Stocken geraten war. Mit der jüngsten Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist nun der Weg frei dafür, dass erste Halter von VW-Tiguan- und VW-Caddy-Modellen - falls sie mit dem Skandal-Motor EA 189 als 2,0-Liter-Hubraum-Variante ausgestattet sind - demnächst Post bekommen und in die Werkstatt dürfen.

Insgesamt hat das KBA laut Volkswagen damit bisher gut 2,5 Millionen Konzern-Fahrzeuge europaweit zur Umrüstung freigegeben. In Summe sind auf dem Heimatkontinent 8,5 Millionen Diesel von den Manipulationen bei der Motorsoftware betroffen. Als Faustformel gilt, dass etwa ein Drittel davon auf Deutschland entfällt. Bei den rund 2,5 Millionen Wagen hierzulande, die zur Umrüstung müssen, macht das etwa 800 000 Fahrzeuge bundesweit, die nun in die Werkstatt können und bei denen die Halter absehbar angeschrieben werden oder auch schon Post haben.

In einem generellen Schreiben hat VW bereits alle Besitzer der rund 2,5 Millionen Fahrzeuge in Deutschland angeschrieben. Die konkreten Briefe mit dem finalen Aufruf zum Werkstattbesuch folgen Schritt für Schritt je nach erfolgter KBA-Freigabe. Die Behörde ruft dabei je nach Hubraum, Modell und Variantenart Chargen auf, die gebündelt abgearbeitet werden. Eine exakte Vorhersage dazu, wann ein bestimmtes Modell an der Reihe sein wird, ist dem Autobauer daher unmöglich.

Fest steht lediglich der grobe Zeitplan, wonach die grossen Motoren mit 2,0 Litern den Anfang bilden, die kleinen 1,2-Liter-Antriebe dann folgen und die mittleren 1,6-Liter-Maschinen zum Schluss dran sind.

Den Angaben zufolge sind inzwischen bei VW-Pkw Lösungen für mehrere betroffene 2,0-Motorvarianten der Baureihen Golf, Passat und Tiguan bestätigt. Der Rückrufprozess ist bei der Marke Audi ebenfalls gestartet. Hier lägen Freigaben für eine Reihe von Fahrzeugen der Modelle A4, A5, A6 sowie Q5 mit dem EA-189-Motor vor. Auch beim Seat Exeo mit demselben Motorentyp laufe die Umrüstung bereits.

Der Autobauer verspricht, dass die Umrüstungen keine Auswirkungen auf die Verbrauchswerte, die Leistungsdaten und die Geräuschemissionen haben. Zu möglichen Langzeitproblemen wie nötigen Wartungsintervallen oder der Lebenserwartung von Bauteilen kann Volkswagen dagegen keine Versprechen abgeben, weil Langzeittests fehlen. Der Konzern betont aber, dass es bisher keine Anzeichen für Befürchtungen gebe./loh/DP/mis

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03.06.2016 08:19
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VW ruft weitere Takata-Airbags in USA zurück
02.06.2016 18:19

HERNDON (awp international) - Die Probleme rund um den Autozulieferer Takata nehmen kein Ende. Der deutsche Hersteller Volkswagen muss in den USA 217 000 weitere Autos mit Airbags aus der Produktion der Japaner zurückrufen, wie aus am Donnerstag bei der US-Verkehrsaufsicht NHTSA eingereichten Dokumenten hervorgeht. Andere Autobauer, allen voran General Motors (GM), sind noch stärker betroffen. Beim US-Branchenführer werden 1,9 Millionen Fahrzeuge weitere zurückgerufen.

Damit käme das Unternehmen der jüngst von der NHTSA angeordneten Ausweitung des landesweiten Takata-Rückrufs nach, erklärte ein Sprecher. Bei einigen Takata-Airbags besteht das Risiko, dass sie zu kräftig auslösen und bei der Explosion Teile der Verkleidung durch das Innere des Fahrzeugs geschleudert werden können.

Der Defekt wird weltweit mit mindestens elf Todesfällen und zahlreichen zum Teil schweren Verletzungen in Zusammenhang gebracht - die meisten in den USA. Takata muss in den Vereinigten Staaten nach derzeitigem Stand rund 70 Millionen Airbags zurückrufen, und die NHTSA betont, dass es durchaus noch mehr werden könnten. Es handelt sich bereits um den grössten Rückruf der US-Unternehmensgeschichte.

Auch die deutschen Hersteller Daimler und BMW hat der Takata-Rückruf stark erwischt. Beide Unternehmen hatten schon in den Vorwochen bekanntgegeben, deshalb weitere 200 000 beziehungsweise 120 000 Autos in den USA zurückzurufen. Bereits zuvor waren die Hersteller mit jeweils über 800 000 und VW mit rund 680 000 Wagen betroffen gewesen. Insgesamt machen die Takata-Probleme mindestens 14 Autobauern zu schaffen, am stärksten dem japanischen Hersteller Honda .

Für neuen Wirbel in dem Fall sorgte zudem ein Bericht des US-Senats, der in einem grösseren Artikel in der "New York Times" aufgegriffen wurde. Darin beschuldigen Abgeordnete mindestens vier Autokonzerne - Toyota , VW, Fiat Chrysler und Mitsubishi - weiterhin Takata-Airbags in Neuwagen zu verwenden, bei denen Rückrufgefahr besteht. Es geht um Airbags mit Gasgeneratoren mit dem umstrittenen Treibstoff Ammoniumnitrat und ohne ein bestimmtes Trockenmittel, das langfristig Korrosion bei feuchtem und heissem Klima verhindern soll.

Sprecher von Mitsubishi, Toyota und Fiat Chrysler bestätigten, dass in den USA teilweise weiter Autos mit diesen Gasgeneratoren verkauft würden. Toyota und Fiat Chrysler betonten aber, dass man sich an alle Vorgaben der NHTSA halte. Toyota werde den Einsatz von Gasgeneratoren von Takata mit dem Trockenmittel stufenweise weiter erhöhen oder aber auf Generatoren von anderen Zulieferern zurückgreifen, hiess es. Von VW gab es zunächst keine Reaktion./hbr/DP/jha

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25.05.2016 08:23
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VW kommt Lösung im US-Rechtsstreit um Abgas-Betrug näher
24.05.2016 18:51

(Ausführliche Fassung)

SAN FRANCISCO (awp international) - Volkswagen macht auf dem Weg zu einem Vergleich im "Dieselgate"-Mammutverfahren in den USA weiter Fortschritte. Der Konzern und die zahlreichen Kläger gingen in die richtige Richtung, um fristgemäss eine Einigung zu präsentieren, sagte der zuständige Richter Charles Breyer bei einer Anhörung am Dienstag in San Francisco. Er sei "extrem dankbar" für die Anstrengungen, die alle Beteiligten unternähmen, um rechtzeitig eine Lösung zu finden.

Wie bereits bei einer Anhörung im April kündigte Breyer erneut an, dass von den Abgasmanipulationen betroffene Dieselautos zurückgekauft oder umgerüstet werden müssten. VW muss den geschädigten Besitzern und Leasing-Partnern anbieten, die Wagen zurückzunehmen oder Verträge aufzulösen. Das könnte für den Konzern sehr teuer werden. Denn bei vielen Fahrzeugen gilt es als unwahrscheinlich, dass sie durch Reparaturen in einen zulässigen Zustand versetzt werden können. Darüber hinaus sollen VW-Besitzer noch eine "substanzielle Entschädigung" erhalten, bekräftigte Breyer.

Ausserdem werde der Wolfsburger Autohersteller Geld in US-Umweltfonds einzahlen, so Breyer weiter. Um welche Summen es bei diesen Beiträgen und den Entschädigungszahlungen geht, blieb weiter unklar. Neue Details einer möglichen Lösung nannte der Richter nicht. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die Kläger - dazu zählen neben den Autobesitzern auch US-Behörden, die wegen Verstössen gegen Umweltgesetze und Wettbewerbsverzerrung auf Wiedergutmachung pochen - bis zum 21. Juni die Unterlagen für den verbindlichen Vergleich einreichen.

Für den 30. Juni setzte Breyer eine weitere öffentliche Anhörung an. Bis zum 26. Juli will er bekanntgeben, ob sein Gericht dem vorgeschlagenen Vergleich der Streitparteien zustimmt. Im April hatte VW mit den Klägern eine provisorische Einigung erzielt, die allerdings nur für etwa 480 000 kleinere Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren gilt, die in den USA mit "Defeat Device" genannten Betrugs-Programmen zum Austricksen von Emissionstests ausgerüstet sind. Insgesamt haben dort rund 580 000 Dieselwagen aus dem Konzern eine verbotene Software an Bord.

Über die Umrüstung und Entschädigung der grösseren Fahrzeuge mit von der VW-Tochter Audi entwickelten 3,0-Liter-Dieselmotoren wird weiter verhandelt. Richter Breyer zeigte sich mit Blick auf diesen bislang ungeklärten Aspekt aber gelassen - diese Wagen seien später hinzugekommen, also dauere die Klärung eben etwas länger. Volkswagen versprach in einem Statement, sich um eine schnelle Lösung zu bemühen und reagierte erleichtert auf die Fortschritte im Rechtsstreit. "Die grundsätzliche Einigung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiedergutmachung und bei der Arbeit, das Vertrauen der Kunden, Autohäuser, Behörden und US-Öffentlichkeit zurückzugewinnen."

Auch wenn das Unternehmen auf Kurs scheint, wichtige rechtliche Baustellen in den USA zu schliessen, bleiben die konkreten finanziellen Belastungen weiter offen. Obwohl VW weltweit etwa elf Millionen Autos manipuliert hat, dürfte die Rechnung in den USA, wo der Abgas-Skandal ans Licht gekommen war, am höchsten ausfallen.

Die Wolfsburger hatten im September 2015 nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA zugegeben, in grossem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Für die finanziellen Folgen des Skandals hat VW bislang 16,2 Milliarden Euro zurückgelegt, was dem Konzern für das vergangene Jahr den schwersten Verlust seiner Unternehmensgeschichte eingebrockt hat.

Ob von einer Einigung in den USA auch Kunden im Ausland profitieren würden, ist äusserst fraglich. VW-Chef Matthias Müller hat für Deutschland und Europa Entschädigungen im gleichen Umfang wie in den USA ausgeschlossen. Es werde keine direkte Übertragung der Lösung geben, die in den USA diskutiert werde, hatte er bei der Bilanz-Pressekonferenz des Konzerns Ende April klargestellt.

Verbraucherschützer kritisieren die unterschiedliche Behandlung von Kunden in den USA und Europa. Einige Anwaltskanzleien haben sich zum Ziel gesetzt, auch für VW-Besitzer in Deutschland Entschädigungen zu erstreiten. Aufgrund der unterschiedlichen Rechtssysteme sind die Erfolgsaussichten allerdings ungewiss./fri/hbr/DP/stb

(AWP)

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25.05.2016 08:20
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Volkswagen beteiligt sich mit 267 Millionen Euro an Uber-Konkurrent
24.05.2016 18:09

WOLFSBURG (awp international) - Im Zuges eines geplanten Umbaus steigt Volkswagen mit 267 Millionen Euro (300 Mio Dollar) bei der Taxi-App Gett ein. Mit einer "signifikanten Beteiligung" ebne Volkswagen damit den Weg für neue Mobilitätskonzepte, teilte der Konzern am Dienstag in Wolfsburg mit. Gett ist den Angaben zufolge in mehr als 60 Städten weltweit aktiv. Die Firma vermittelt ähnlich wie die umstrittene US-Firma Uber Fahrdienstleistungen auf Abruf, auch Taxifahrten.

VW hatte auch als Reaktion auf den Abgas-Skandal angekündigt, sich zu einem "Mobilitätsdienstleister" zu wandeln. Dies ist Teil einer neuen Strategie, die VW-Chef Matthias Müller noch im Sommer vorstellen will und zu denen auch mehr Elektromobilität gehört. Branchenexperten halten Geschäftsmodelle, in denen Autos im weitesten Sinne mit anderen geteilt werden, für einen wichtigen Zugang zum Zukunftsmarkt der Mobilitätsdienstleistungen.

Volkswagen hatte bereits angekündigt, eine stärkere Zusammenarbeit mit Partnern im Geschäftsfeld Mobilität zu prüfen - nun folgt der Einstieg bei der Firma Gett. Gemeinsam will VW digital vernetzte Dienstleistungen rund um das Thema Mobilität ausweiten. Müller bezeichnete die Beteiligung an Gett als "Meilenstein".

Auch andere Autobauer weiten ihre Mobilitätsangebote aus, Daimler ist etwa mit der Tochter MyTaxi aktiv. Daimler und BMW sind auch im wachsenden Carsharing-Markt unterwegs. Dagegen hatte sich VW mit einem eigenen Angebot aus dem hartumkämpften Markt zurückgezogen.

Gett mit Entwicklungsstandort in Israel sieht sich als einer der führenden Anbieter auf dem europäischen Markt für die Vermittlung von Fahrdienstleistungen. Die Firma ist aktiv etwa in London, Moskau und New York. Das Geschäftsmodell sieht demnach vor, dass ausschliesslich Fahrer zum Einsatz kommen, die über eine entsprechende offizielle Lizenz zur Personenbeförderung verfügen. Mit einer App können Kunden per Knopfdruck Fahrten entweder sofort oder im Voraus buchen./hoe/DP/he

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