VOLKSWAGEN (VOW)

Volkswagen Aktie - VW Aktie 

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VW-Kernmarke will bis zu 7000

VW-Kernmarke will bis zu 7000 Stellen streichen Milliarden sparen

Der Volkswagen-Konzern will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen streichen. VW will Routineaufgaben automatisieren und unter anderem auch damit ab 2023 eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte.

13.03.2019 08:11

Stellen sollen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden. Mit den bisherigen Sparprogrammen habe VW bereits viel erreicht, sagte der bei der Marke VW für das Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter. "Aber wir müssen noch deutlich mehr tun, um die anstehenden Herausforderungen auch in der Zeit nach 2020 zu bewältigen", betonte er.

Hintergrund ist, dass VW derzeit viel Geld in moderne IT-Systeme investiert. Das eröffnet Spielraum für das Management, über Stellenstreichungen Kosten zu sparen. Bereits seit einigen Tagen steht ein weiterer Personalabbau bei der Marke VW im Raum. Zudem will Volkswagen die Modellvielfalt reduzieren und die Materialkosten senken.

Im Herbst 2016 hatte das Unternehmen mit der Arbeitnehmerseite bereits ein grosses Sparprogramm verabredet, das bis Ende 2020 läuft. Es sieht den weltweiten Abbau von 30 000 Stellen vor, 23 000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollen 9000 Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen wie der Softwareentwicklung neu entstehen, betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2025 ausgeschlossen. Das Programm sollte eine Ergebnisverbesserung von 3,7 Milliarden Euro ab 2020 bringen und die Produktivität der Werke deutlich erhöhen.

VW-Chef Herbert Diess will mit der neuen Sparrunde auch die Investitionen für den Schwenk zu Elektromodellen und Digitalisierung bezahlen. Die Marke VW verfehlte im vergangenen Jahr ihre Renditeziele, vor allem weil die Probleme rund um den neuen Abgas- und Verbrauchstest WLTP viel Geld kosteten. Weil Zulassungen nach dem neuen Prüftest fehlten, konnte lange Zeit nur ein eingeschränktes Modellangebot verkauft werden./men/jha/

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US-Börsenaufsicht SEC reicht

US-Börsenaufsicht SEC reicht Klage gegen Volkswagen ein

Die US-Börsenaufsicht SEC hat Volkswagen im Dieselskandal wegen angeblicher Verstösse gegen amerikanische Wertpapiergesetze verklagt.

15.03.2019 06:34

Tochterfirmen des Konzerns sollen bei der Ausgabe von Anleihen und anderen besicherten Wertpapieren gegen Informationsvorschriften verstossen haben. VW kündigte am Freitag an, sich mit "Nachdruck" zur Wehr zu setzen. Die Klage weise "erhebliche juristische und inhaltliche Mängel auf". Die Klage steht im Zusammenhang mit der im September 2015 in den USA aufgeflogenen Software-Manipulation von Abgastests.

"Volkswagen hat bereits vor über zwei Jahren milliardenschwere Vergleichsabkommen mit dem US-Justizministerium, fast allen US-Bundesstaaten sowie beinahe 600 000 Verbrauchern in den USA geschlossen", sagte ein VW-Sprecher. "Bedauerlicherweise versucht die SEC nun noch einmal draufzusatteln." VW hatte mehr als 23 Milliarden US-Dollar gezahlt, um die Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu räumen. Zum Vergleich mit dem Justizministerium zählte auch ein Schuldeingeständnis des Konzerns, gegen US-Gesetze verstossen zu haben.

Volkswagen sieht sich - neben Klagen von Autokäufern - einer Reihe von Anlegerklagen gegenüber, vor allem im Kapitalanlegermusterverfahren von Aktionären vor dem Oberlandesgericht Braunschweig. Zuletzt bezifferte VW die Risiken aus solchen anhängigen Anlegerklagen weltweit im Geschäftsbericht auf rund 9,6 Milliarden Euro. Volkswagen hat immer wieder bestritten, gegen Informationspflichten verstossen zu haben. Mit einigen klagenden US-Anlegern hatten sich der Konzern bereits auf einen Vergleich geeinigt.

Im Geschäftsbericht hatte VW am Dienstag auch mitgeteilt, dass die US-Börsenaufsicht den Konzern im Januar 2017 informiert hatte, dass sie rund um die Begebung von Anleihen und vermögensbesicherte Wertpapieren (sogenannte ABS - Asset Backed Securities) ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet habe.

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Volkswagen + Plug Power?

Nach Audi, will jetzt auch Volkswagen massiv auf EV + FCEV setzen und gross investieren:

https://edition.cnn.com/2019/03/12/business/volkswagen-electric-cars/index.html

Volkswagen + www.plugpower.com ? Das wäre eine sackstarke Sache...

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Unabhängige Energieversorgung durch Brennstoffzellen

The global picture for Fuel Cell companies. Hydrogen Economy is emerging around the world in 2019. No country owns hydrogen, can’t be embargoed, sanctioned, surrounded by tanks or blockaded or sunk at sea. Every country has it and can make it. Our current stock holdings are first operationally proven company’s in the world to make hydrogen work for mankind .... and spare us from many future wars and conflicts. Green is the national and global passion, openly now. Soft green is the decentralization of ALL forms of energy production to fuel cells. We own the most desireable stock in the world no matter what its future name becomes, All our companies (e.g. Plug Power) are subject to buyout. Stay long.

Wasserstoff ist tatsächlich überall auf der Welt frei verfügbar. Wie wahr, Bitte an alle Politiker und Entscheidungsträger weiterleiten.      

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Volkswagen-Konzernchef kauft

Volkswagen-Konzernchef kauft VW-Aktien

VW -Chef Herbert Diess setzt auf die Aktien des weltgrössten Autobauers: Der Konzernlenker hat für gut zwei Millionen Euro VW-Aktien gekauft. Das gab Volkswagen am Montag bekannt.

18.03.2019 16:28

Seit längerem versucht Diess, bei der chronisch renditeschwachen Kernmarke VW Pkw das Ruder herumzureissen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Konzern bei seiner Kernmarke in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen streichen will. Ab 2023 soll so eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielt werden - was auch die Börse freuen dürfte. Bis zum Montagnachmittag legte die Aktie an der Frankfurter Börse um 0,85 Prozent auf 145,32 Euro zu.

Seit Beginn der Abgas-Affäre war die VW-Aktie von einem Hoch Mitte März 2015 bei 262,45 Euro auf ein Tief von 86,36 Euro im Mai 2015 abgestürzt. Nach dem dramatischen Einbruch ging es in den folgenden Jahren langsam bergauf. 2018 verlief jedoch nicht gut für den Autobauer: Seit dem Zwischenhoch Mitte April bei 179,60 Euro, dem höchsten Wert seit der Krise, verlor die Aktie rund 27 Prozent bis zu einem Tief Ende Oktober bei 131,44 Euro.

Aktien sind auch Teil der variablen Vergütung der Volkswagen-Vorstände. So verdiente Diess im vergangenen Jahr einschliesslich Versorgungsaufwand insgesamt knapp 8,5 Millionen Euro - bis zum 12. April 2018 wurde er als Vorstandsmitglied bezahlt, danach als Vorstandsvorsitzender. Die variable Vergütung machte dabei über 5,6 Millionen Euro aus.

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Hauptaktionär Porsche SE

Hauptaktionär Porsche SE stockt Anteile an Volkswagen auf

(Ausführliche Fassung) - Der grösste Aktionär des Volkswagen -Konzerns, die Porsche SE , baut seine Beteiligung am Wolfsburger Autobauer noch ein Stück aus. Statt der bisherigen 52,2 Prozent halte die Stuttgarter Holding nun 53,1 Prozent der Stimmrechte, sagte Vorstandschef Hans Dieter Pötsch am Dienstag. 400 Millionen Euro seien in den vergangenen Monaten investiert worden, um Aktien vom freien Markt zu kaufen. Das sei ein weiteres starkes Bekenntnis zu VW . "Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass der Volkswagen-Konzern über ein erhebliches Wertsteigerungspotenzial verfügt", sagte Pötsch, der zugleich Aufsichtsratschef bei VW ist.

19.03.2019 12:58

Er schloss auch nicht aus, dass weitere solche Transaktionen folgen könnten. "Wir wollen uns durchaus offenhalten, auch in Zukunft weiter zu kaufen, wenn das opportun erscheint", sagte der Vorstandschef. Das solle dann in einem "überschaubaren einstelligen Bereich" bleiben. Konkrete Ziele oder Pläne dafür gebe es jedoch noch nicht.

Die Beteiligung am VW-Konzern, von dem sie einst noch deutlich mehr zu übernehmen versucht hatte, ist im Wesentlichen das Geschäft der von den Familien Porsche und Piëch kontrollierten Porsche SE. Sie weist deshalb auch kaum Umsätze aus. Trotz einiger kleinerer Beteiligungen hängt das Ergebnis immer noch nahezu ausschliesslich an der Entwicklung von VW in Wolfsburg.

Dank der weiterhin hohen Gewinne von Volkswagen verbuchte die Holding daher für 2018 selbst einen Gewinn von rund 3,5 Milliarden Euro, rund 200 Millionen Euro oder sechs Prozent mehr als im Jahr davor. 676 Millionen Euro sollen - sofern die Hauptversammlung zustimmt - als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Das wären 138 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Zur Strategie der Porsche SE gehören Investitionen "mit Bezug zur automobilen Wertschöpfungskette", wie Pötsch am Dienstag sagte. Bisher grösstes Geschäft der Holding jenseits der VW-Beteiligung war 2017 die Übernahme der Karlsruher Firma PTV, die Software zur Verkehrsplanung entwickelt. Obwohl sie 2018 einen Verlust einfuhr, halte man unverändert an ihr fest, betonte Pötsch.

Für das laufende Jahr peilt die Porsche SE einen Gewinn von 3,4 Milliarden bis 4,4 Milliarden Euro an. Diesen Rahmen hatte Pötsch vor einem Jahr auch schon für 2018 vorgegeben, den Ausblick dann aber später unter anderem wegen des hohen Bussgeldes für die VW-Tochter Audi im Zusammenhang mit dem Dieselskandal nach unten korrigiert.

Vor Gericht droht der Porsche SE selbst noch Ungemach. In Sachen Diesel und auch im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht mit VW summieren sich die Schadenersatzforderungen von Anlegern in diversen Prozessen auf rund sechseinhalb Milliarden Euro. Die Holding hält sie aber allesamt für unbegründet oder unzulässig./eni/DP/tav

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Tausende VW-Mitarbeiter auf

Tausende VW-Mitarbeiter auf Betriebsversammlung erwartet

Zoff um den neuen Abgasprüfstandard WLTP, Milliardeninvestitionen in E-Mobilität und Digitalisierung, drohende Stellenstreichungen und Sparprogramme: Die Lage bei Volkswagen bleibt angespannt. In den nächsten fünf Jahren sollen zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen wegfallen, ab 2023 sollen so die Kosten weiter sinken und der Gewinn um 5,9 Milliarden Euro jährlich steigen.

20.03.2019 06:30

Ziel ist, finanziellen Spielraum zu gewinnen, um zusätzliches Geld in Zukunftstechnologien stecken zu können. Das bedeutet neue Sorgen für die Beschäftigten - der verschärfte Sparkurs dürfte die Mitarbeiter daher bei der Betriebsversammlung am Mittwoch vor allem beschäftigen.

Laut Betriebsratskreisen werden wegen der aktuellen Lage bis zu 20 000 Mitarbeiter bei der Betriebsversammlung erwartet. Sowohl VW-Konzernchef Herbert Diess als auch Betriebsratsboss Bernd Osterloh werden zur Belegschaft sprechen.

Immerhin: die bis 2025 geltende Beschäftigungssicherung bekräftigte der Autobauer in der vergangenen Woche. Vorgesehen ist den Angaben zufolge, dass Stellen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden. Personalvorstand Gunnar Kilian kündigte unlängst an, dass es Gespräche mit dem Betriebsrat geben werde, bei denen die Auswirkungen erarbeitet würden.

Das brachte Betriebsratschef Osterloh auf die Palme: "Ehe der Betriebsrat in Gespräche mit dem Vorstand einsteigt, wollen wir Antworten auf unsere Fragen hören", sagte er kürzlich. Der Vorstand sei bisher nicht in der Lage gewesen, die Grössenordnung von bis zu 7000 Stellen zu erläutern. Er sprach von Managementfehlern. Als Beispiel nannte er Milliardenverluste wegen des neuen Abgastests WLTP, die nicht die Belegschaft zu verantworten habe.

Die Marke VW verfehlte im vergangenen Jahr ihre Renditeziele, weil die Probleme rund um den Abgas- und Verbrauchstest viel Geld kosteten. Über längere Zeit konnte eine Reihe von Modellen nicht ausgeliefert werden, weil die entsprechenden Zulassungen fehlten. Dafür dürfe nicht allein die Belegschaft bluten, forderte IG Metall-Chef Jörg Hofmann in der vergangenen Woche. "Daher darf und wird es keine Entlassungen geben", sagte er "Braunschweiger Zeitung".

Schon im Herbst 2016 hatte VW mit der Arbeitnehmerseite ein grosses Sparprogramm für die Kernmarke verabredet, das bis Ende 2020 läuft und den weltweiten Abbau von 30 000 Stellen vorsieht. "Dass in den letzten Tagen darüber hinaus über einen weiteren Arbeitsplatzabbau bei Volkswagen öffentlich diskutiert wurde, bevor es auch nur substanzielle und intern abgestimmte Planungen gibt, halte ich für einen Fehler", kritisierte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der auch im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt. Von den neuen Kürzungsplänen dürfte vor allem das VW-Stammwerk Wolfsburg betroffen sein.

Auch mit der Politik und den Mitbewerbern ist Volkswagen in Sachen E-Mobilität nicht in allen Punkten einig. Alle bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus, heisst es in einem Volkswagen-Strategiepapier.

Demnach regt der Branchenprimus die E-Auto-Förderung bis mindestens 2025 an - besonders für Geringverdiener und Kleingewerbe. "Eine Umsetzung dieses Programms läuft klar auf Wettbewerbsverzerrung hinaus", kritisierte ein BMW -Manager. Nach Einschätzung der Bundesregierung ist Volkswagen "mit diesen Vorstellungen auf dem falschen Weg"./bch/tst/DP/zb

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Korea setzt voll auf Wasserstoff + Brennstoffzellen

Korea geht mit gutem Beispiel voran und setzt voll auf Wasserstoff + Brennstoffzellen:

http://m.koreaherald.com/view.php?ud=20190320000572#cb

Da dürften Brennstoffzellen-Firmen wie Plug Power stark profitieren...

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VW erwartet Aufstockung und

VW erwartet Aufstockung und Verlängerung von E-Förderung

(Ausführliche Fassung) - Der Volkswagen -Konzern rechnet mit einer stärkeren Förderung der Elektromobilität und einer Ausweitung von Steueranreizen bis ins nächste Jahrzehnt. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wolle "Bedingungen festlegen für eine steuerliche Förderung von batterieelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden, die längerfristig angelegt sind", sagte der Cheflobbyist des VW -Konzerns, Thomas Steg, dem "Tagesspiegel" (Sonntag).

24.03.2019 14:09

"Eine über Jahre verlässlich errichtete Förderkulisse schafft Vertrauen", sagte der frühere Regierungssprecher. Nach "Tagesspiegel"-Informationen gibt es im Finanzministerium Überlegungen, die Förderung bis ins Jahr 2030 aufrecht zu erhalten. Im Finanzministerium war dazu am Sonntag keine Stellungnahme zu erhalten.

Volkswagen hatte mit einem Forderungskatalog für Unruhe in der Branche gesorgt. Der grösste Autobauer der Welt sprach sich unter anderem für eine Förderung elektrischer Kleinwagen aus - zum Ärger der Wettbewerber BMW und Daimler , die vor allem Fahrzeuge der Ober- und Luxusklasse produzieren. Nach offenem Streit einigten sich VW, BMW und Daimler, dass E-Mobilität Priorität habe. In der Startphase könnten reine E-Autos und Plug-in-Hybride gefördert werden.

Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland ist immer noch gering. Hauptgründe sind der vergleichsweise hohe Preis der Fahrzeuge sowie eine unzureichende Lade-Infrastruktur. Auch aus Klimaschutzgründen soll die Elektromobilität aber ausgebaut werden.

Mitte Februar hatte Scholz angekündigt, E-Autos als Dienstwagen länger steuerlich zu fördern als bisher geplant. Er verwies darauf, dass die Hälfte aller Autos in Deutschland als Dienstwagen verkauft werde. Er habe sich daher entschlossen, dass die Steuer-Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden als Dienstwagen nicht 2021 ende, sondern vielleicht über das ganze nächste Jahrzehnt ausgedehnt werde, sagte Scholz in einem Interview. Er erwäge auch eine Ausweitung auf Lieferwagen mit Elektroantrieb, die innerstädtisch unterwegs sind.

Der japanische Autobauer und VW-Rivale Toyota setzt bei alternativen Antriebsarten weiter auf die Brennstoffzellen-Technologie. "Wir müssen jetzt mit der Brennstoffzelle anfangen, nicht irgendwann später", sagte Konzernsprecher Hisashi Nakai der "Welt am Sonntag".

VW setzt auf Elektroautos. Der Batterieantrieb sei "auf absehbare Zeit die beste und effizienteste Möglichkeit für weniger CO2 im Strassenverkehr", hatte Konzernchef Herbert Diess gesagt. BMW-Chef Harald Krüger hatte sich dagegen für Technologieoffenheit ausgesprochen. Er schloss nicht aus, dass die Politik die Hersteller dazu verpflichten könnte, Brennstoffzellen-Autos anzubieten.

"Wir können verstehen, wenn sich jemand auf eine Technologie konzentrieren will", sagte Toyota-Sprecher Nakai der "Welt am Sonntag". "Aber wir glauben, dass wir beides brauchen, die Batterie und die Brennstoffzelle. Das ist nicht nur eine Frage des Geschäfts, sondern auch eine des Klimaschutzes."

In einer Brennstoffzelle reagiert ein Brennstoff - meist Wasserstoff, es gibt aber auch andere - mit Sauerstoff, wodurch elektrische Energie freigesetzt wird. Dieser Antrieb der Zukunft für Autos hat sich bisher aber noch nicht wirklich durchsetzen können.

Toyota glaubt den Angaben zufolge, dass die Kosten mit steigender Marktdurchdringung so sinken, dass auch Wasserstoff-Modelle unterhalb von Mittel- und Oberklasse konkurrenzfähig werden: "Auch wenn wir Zeit brauchen, es wird auch Kompaktautos mit Brennstoffzellen geben", sagte Toyota-Sprecher Nakai. Toyota baut unter anderem den Prius. Zur Gruppe gehören auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino./sl/DP/mis

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VW-Nutzfahrzeuge stecken 1,8

VW-Nutzfahrzeuge stecken 1,8 Milliarden Euro in Mobilitätsdienste

Die Volkswagen -Sparte für leichte Nutzfahrzeuge will sich mit Milliardeninvestitionen vom reinen Autobauer zum Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen wandeln. Allein im laufenden Jahr sollten 1,8 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Mobilitätsdienste, den Umbau der Werke und neue Produkte fliessen, sagte Markenchef Thomas Sedran am Donnerstag in Hannover.

28.03.2019 10:33

Die konzernweite Entwicklung für das autonome Fahren werde in Hannover gebündelt, für die geplante Allianz mit Ford bei den leichten Nutzfahrzeugen seien erste Verträge geschlossen - darunter für den Nachfolger des Pickups Amarok. "Mit unserer neuen Strategie verfolgen wir einen klaren Plan und erhöhen das Tempo deutlich", betonte Sedran.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbuchte die Sparte den Angaben zufolge das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte: Der Umsatz lag mit 11,9 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, das operative Ergebnis gab allerdings von 853 Millionen Euro ein Jahr zuvor auf 780 Millionen nach. Das begründete die Marke etwa mit den Schwierigkeiten mit dem neuen Abgas-Prüfstandard WLTP. Der Absatz stieg auf rund 500 000 Fahrzeuge./tst/DP/jha

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Mega-Trend Elektro-Mobilität

Elektro-Mobilität etabliert sich immer mehr als langfristiger Mega-Trend:

https://fuelcellsworks.com/news/plug-power-announces-commercial-launch-of-the-30-kilowatt-hydrogen-progen-engine/

Ist das nicht ein Gefährt aus dem Hause Volkswagen auf dem untersten Bild? Hören wir hier bald von einer neuen Zusammenarbeit?

 

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Korr: Volkswagen hat mehr als

Korr: Volkswagen hat mehr als 300 000 alte Diesel umgetauscht

(Berichtigt wurde im zweiten Absatz, letzter Satz, der Bezug des Rabatts. Es geht um den Umstieg auf einen VW-Gebrauchtwagen rpt VW-Gebrauchtwagen) - Für Volkswagen haben die Wechselrabatte zum Umtausch älterer Diesel die eigenen Erwartungen übertroffen. Seit August 2017 seien konzernweit mehr als 300 000 ältere Diesel der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 5 getauscht worden, teilte Volkswagen am Donnerstag mit. Die Wechselprämien für Neuwagen liefen wie vorgesehen Ende April aus, die Prämien für Gebrauchtwagen von VW und Audi würden "bis auf Weiteres" verlängert, sagte Konzern-Vertriebsleiter Christian Dahlheim. "Unsere Kunden entscheiden sich zuletzt zunehmend für Gebrauchtwagen." Ende Januar hatte Volkswagen die Wechselrabatte auf ganz Deutschland ausgedehnt - aber nur bis Ende April.

28.03.2019 15:55

Bis dahin war die sogenannte Wechselprämie Kunden in besonders belasteten Städten vorbehalten. Bei der Inzahlungnahme eines Dieselfahrzeugs mit Euro-4- oder Euro-5-Abgasnorm werden bei der Marke VW zusätzlich zum Restwert zwischen 500 und 7000 Euro für Neuwagen gezahlt. Bei Audi sind bis zu 9000 Euro drin. Beim Kauf eines Jahreswagens sind die Prämien geringer. Darüber hinaus gilt weiter der Umweltprämie genannte Rabatt bei Verschrottung eines Diesels mit der Abgasnorm Euro 1 bis Euro 4 und Umstieg auf einen VW-Gebrauchtwagen.

Experten hatten skeptisch auf die Wechselangebote reagiert, für den Auto-Branchenfachmann Ferdinand Dudenhöffer geht es um reine Verkaufsanreize. Im Kampf gegen drohende Diesel-Fahrverbote werde dies nicht helfen, urteilte Dudenhöffer damals./tst/DP/jha

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VW testet autonomes Fahren in

VW testet autonomes Fahren in Hamburg

Der VW -Konzern hat am Mittwoch in Hamburg seine erste Teststrecke für autonomes Fahren in einer deutschen Grossstadt vorgestellt. Ab sofort sind fünf Elektro-Golf autonom in der Hansestadt unterwegs, bestückt mit Laserscannern, Kameras, Ultraschallsensoren und Radaren, teilte VW-Forschungschef Axel Heinrich in der Hansestadt mit. Es wird jedoch immer ein Fahrer an Bord sein, um die Touren zu überwachen und bei Bedarf eingreifen zu können.

03.04.2019 12:09

Die Autos fahren zunächst auf einem drei Kilometer langen Teilstück einer neun Kilometer langen Strecke, die Hamburg eigens für Testzwecke definiert hat und mit zusätzlicher Infrastruktur aufrüstet. Die Ergebnisse der Fahrten sollen in die Forschungsprojekte des Konzerns zum autonomen Fahren und zur Optimierung des Individualverkehrs eingehen./egi/DP/fba

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Angela Merkel will Wasserstoff + Brennstoffzellen

Angela Merkel will Wasserstoff und Brennstoffzellen:

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/umweltschutz-merkel-fordert-radikalen-wandel-in-der-verkehrspolitik-/24171516.html?ticket=ST-5064018-VWZfATB4lWXvRTNY3NYZ-ap6

Zitat Angela Merkel: "Das können wir nur durch einen radikalen Wandel zu Elektromobilität oder Wasserstoff oder ganz anderen Dinge erreichen“, sagte Merkel am Dienstag in einer Schülerdiskussion in Berlin."

Gestrige PLUG-Runde mit der Politik und Vertretern der Wirtschaft:

https://www.plugpower.com/2019/04/plug-power-ceo-discusses-commercial-fuel-cells-with-clean-air-act-advisory-committee/

Sehr spannende Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoff und Brennstoffzellen...

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Presse: Volkswagen prüft

Presse: Volkswagen prüft Anteilskauf an chinesischem Autobauer JAC

Der Volkswagen -Konzern soll laut einem Medienbericht an einem Einstieg beim chinesischen Autobauer Anhui Jianghuai Automobile (JAC) interessiert sein. VW hat bereits eine Partnerschaft mit JAC für Elektro-Fahrzeuge unter der Marke Sol im Land. Doch nun hätten die Wolfsburger die US-Investmentbank Goldman Sachs als Berater für einen möglichen Anteilskauf eingeschaltet, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

10.04.2019 09:20

Bisher hat VW keine Anteile an JAC Motor. Volkswagen beobachte die Auswirkungen der Öffnung für ausländische Anteilseigner in China sorgfältig und werde dahingehend alle möglichen Optionen für langfristigen Erfolg im Land zusammen mit allen Interessensgruppen prüfen, sagte ein Unternehmenssprecher.

JAC hat nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg derzeit einen Börsenwert von 12,7 Milliarden Yuan oder umgerechnet 1,7 Milliarden Euro. China hatte vor einem Jahr die Beschränkungen für ausländische Anteilseigner an chinesischen Produktionsfirmen gelockert. Für Pkw dürfen ausländische Investoren dann ab 2022 mehr als die Hälfte der Anteile an chinesischen Gemeinschaftsunternehmen besitzen.

Der BMW-Konzern hatte sich daraufhin die Mehrheit an seinem chinesischen Joint Venture BBA gesichert, auch bei weiteren deutschen Autobauern wird spekuliert, dass sie Interesse an dem Ausbau ihrer Anteile haben. Daimler etwa strebt nach Informationen von Bloomberg beim Gemeinschaftsunternehmen BBAC einen Anteil von 65 Prozent an.

Der Volkswagen-Konzern hat neben der Partnerschaft mit JAC zwei grössere Gemeinschaftsunternehmen mit den Herstellern FAW und SAIC. China ist für den VW-Konzern mit rund 40 Prozent Anteil an den Auslieferungen von Pkw und Nutzfahrzeugen der bedeutendste Einzelmarkt./men/mne/jha/

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Zwei Länder für neues VW-Werk

Zwei Länder für neues VW-Werk im Ausland in engerer Auswahl

Die Suche von Volkswagen nach einem Standort für ein neues Werk im Ausland ist auf der Zielgeraden. In der engeren Auswahl sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur das EU-Land Bulgarien und die Türkei. Eine Entscheidung ist demnach noch nicht gefallen - das Thema dürfte aber auch den Aufsichtsrat auf seiner Sitzung nach Ostern beschäftigten. Das Rennen sei offen, hiess es aus gut informierten Kreisen. In beiden Ländern sind die Personalkosten weitaus niedriger als in Deutschland. Es geht um eine Milliardeninvestition. Der Konzern äusserte sich nicht dazu.

12.04.2019 06:40

Zuvor hatten die VW-Pläne bereits den Betriebsrat auf den Plan gerufen: Die Arbeitnehmerseite sorgt sich um die Auslastung bestehender Fabriken und rief dazu auf, statt neu zu investieren lieber einen der bisherigen Standorte umzunutzen. Dies könnte eines der Motorenwerke in Salzgitter, im polnischen Polkowice (Polkwitz) oder im ungarischen Györ sein. Nach bisherigen Informationen soll die Entscheidung über ein neues Werk erst in der nächsten Planungsrunde des Aufsichtsrats im November endgültig getroffen werden.

Vor allem die Bulgaren machen sich Hoffnungen: Am Tag vor dem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Sofia Anfang April nahm eine Volkswagen-Besuchergruppe nach dpa-Informationen einen deutschsprachigen Kindergarten in der Hauptstadt unter die Lupe. Auch das gehört zu den Standortbedingungen, die Volkswagen vor einer Entscheidung prüft - der Autokonzern will bei der Auswahl des künftigen Standorts nichts dem Zufall überlassen.

Angesichts hoher Investitionen in die Elektromobilität stehen die Motorenwerke des Autoriesen besonders unter Druck. E-Motoren erfordern nach früheren Angaben von VW-Konzernchef Herbert Diess 30 Prozent weniger Arbeit. Das dürfte sich auf die Beschäftigtenzahl auswirken, allerdings hatte Volkswagen betont, sich an der demografischen Kurve orientieren und auf Altersteilzeit setzen zu wollen. Unlängst allerdings war bekannt geworden, dass bis zu 7000 Stellen etwa wegen der Automatisierung in der Verwaltung zusätzlich gestrichen werden könnten.

Der Autobauer hatte Mitte November angekündigt, seine Investitionen in Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren auf knapp 44 Milliarden Euro aufzustocken. Davon seien 30 Milliarden Euro für die Elektromobilität bestimmt, sagte Diess damals. Er kündigte auch an, die Produktion des Skoda Karoq und des Seat Ateca solle in ein neues, zusätzliches Mehrmarkenwerk verlagert werden, ein Standort in Osteuropa werde gesucht. Gleichzeitig soll die Passat-Produktion aus Emden zu Skoda Tschechien verlagert werden, während in den VW-Werken Zwickau, Hannover und eben auch Emden künftig E-Autos gebaut werden.

Das neue Werk soll auch für Entlastung bei Skoda sorgen: Schon im vergangenen Jahr hatte der Vorstandschef der VW-Tochter, Bernard Maier, gesagt, in Europa seien die Kapazitäten der Skoda-Werke vollständig ausgelastet. Eine mögliche Lösung könne unter anderem der Bau einer neuen Fabrik sein. Der Volkswagen-Betriebsrat verlangte seinerzeit, die Kosten einer möglichen Neuinvestition in Osteuropa sollten mit denen für mögliche Auslastungsprobleme bei den Motorenwerken verglichen werden. Im Motorenwerk Salzgitter entsteht derzeit eine Pilotanlage zur Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos./tst/DP/zb

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Neuer Golf 8 kommt zum Start

Neuer Golf 8 kommt zum Start in kleinerer Stückzahl

Der neue Golf 8, die nächste Generation des VW -Dauerbrenners, wird in diesem Jahr in kleinerer Stückzahl produziert als geplant. Zum Marktstart im laufenden Jahr sollten über 10 000 Fahrzeuge von den Bändern rollen - ursprünglich geplant waren 80 000 Stück, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" unter Berufung auf interne Papiere schrieb. Gründe seien Probleme mit der Software und der Elektronik. Demnach geht der neue Golf Ende des Jahres mit abgespeckter Technik an den Start, zahlreiche elektronische Funktionen sollten dagegen erst später laufen.

12.04.2019 13:31

Bei VW sprach man von einer flacheren Anlaufkurve beim neuen Golf. Der bei der Kernmarke fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter hatte schon im März gesagt, bei der Einführung des Golf 8 laufe nicht alles rund. Für den geplanten Produktionsanlauf des Kassenschlagers vor Ende des Jahres sei noch viel zu tun, sagte er. Konzernchef Herbert Diess lobte auf der Plattform "Linkedin" kürzlich das Engagement und die "Intensität der Arbeit" der zuständigen Teams. Der Golf werde "im Volumensegment bei Vernetzung und Fahrerassistenz neue Massstäbe setzen".

Auch der neue vollelektrische ID, dessen Produktion Ende 2019 in Zwickau startet, wird laut VW zum Produktionsstart einen "Erstumfang an Online-Funktionalitäten" erhalten. Updates sollten die Funktionen stetig erweitern./tst/DP/jha

(AWP)

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VW-Vertriebschef: Sehen

VW-Vertriebschef: Sehen Belebung auf chinesischem Absatzmarkt

Der Autobauer Volkswagen rechnet in seinem grössten Einzelmarkt China nach dem Einbruch der Verkaufszahlen wieder mit einer Erholung. "Wir sehen eine Belebung im April, aber es ist noch keine Goldrauschstimmung", sagte Marken-Vertriebschef Jürgen Stackmann am Montag in Shanghai vor dem Beginn der Automesse in der Hafenmetropole. China hatte Anfang April den Mehrwertsteuersatz um drei Prozentpunkte gesenkt.

15.04.2019 07:08

Im vergangenen Jahr war der chinesische Automarkt zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren zurückgegangen, vor allem weil der Zollstreit mit den USA die Autokäufer verunsichert. Nach aktueller Schätzung rechne der Autobauer im Land mit einem Absatz etwa auf Vorjahresniveau, sagte Stackmann. Vor allem im zweiten Halbjahr soll sich der Markt wieder erholen. "Für den Weltmarkt sind wir optimistisch, dass wir vielleicht einen Tick wachsen können."/men/mis

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Deutsche Autobauer setzen auf

Deutsche Autobauer setzen auf schnelle Erholung in China

Die deutschen Autobauer setzen nach einer Schwächephase in China auf eine Erholung ihres wichtigsten Absatzmarktes.

16.04.2019 07:11

Man sei "vorsichtig optimistisch", sagte der angehende Daimler -Konzernchef Ola Källenius am Dienstag auf der Automesse in Shanghai. Nach Wachstum im ersten Quartal rechne der Konzern auch für das Gesamtjahr mit Zuwächsen.

Ähnlich äusserte sich BMW -Finanzchef Nicolas Peter. Auf dem wichtigsten Einzelmarkt China werde das Unternehmen trotz der aktuellen Marktschwäche mehr Autos verkaufen. "Wir werden zwischen fünf und zehn Prozent in diesem stagnierenden Markt wachsen und damit Segmentanteile gewinnen", sagte Peter.

Entspannung im Zollstreit

"Wir haben leichte Signale, dass sich die Bedingungen am chinesischen Markt in den kommenden Wochen, vielleicht schon im Mai, entspannen könnten", hatte Volkswagen-China-Chef Stephan Wöllenstein bereits am Montag im Vorfeld der Messe gesagt. VW ist als Hersteller von kleinen und mittleren Fahrzeugen am stärksten von der derzeitigen Kaufzurückhaltung in China betroffen.

Im vergangenen Jahr hatte der chinesische Automarkt zum ersten Mal seit mehr als zwanzig Jahren einen Rückgang verzeichnet. Vor allem der Zollstreit zwischen den USA und China verunsicherte Verbraucher und liess sie beim Kauf zögern. Zudem warteten Kunden zuletzt auch auf eine angekündigte Mehrwertsteuersenkung zum 1. April, und die nicht mehr so rasant wachsende chinesische Konjunktur dämpfte die Kauflust. Im März gingen die Verkäufe an Privatkunden im Land im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwölf Prozent auf 1,78 Millionen Wagen zurück - es war der zehnte Rückgang in Folge.

Anzeichen einer Entspannung sind nach Einschätzung von BMW-Finanzchef Peter auch im Zollstreit zwischen den USA und China zu erkennen: "Unser Eindruck ist auch, da könnte eine Lösung in den kommenden Wochen oder Monaten kommen." Im vergangenen Jahr hatten zwischenzeitlich erhobene Sonderzölle auf Autos aus US-Produktion den Dax -Konzern mit 270 Millionen Euro belastet. BMW importiert vor allem SUVs der X-Modellreihe aus den USA nach China.

China stark bei E-Autos

"Immer, wenn die Steuern für Verbraucher nach unten gehen, ist das grundsätzlich positiv", kommentierte Källenius am Dienstag das neue chinesische Konjunkturprogramm. Die genauen Auswirkungen seien aber schwer vorherzusagen. Langfristig werde das Wachstum in China sicher wieder anziehen. Mit steigendem Wohlstand könnten sich mehr und mehr Chinesen Autos im Luxus- und Premium-Segment leisten.

Die "Auto China", die jedes Jahr im Wechsel in Shanghai und Peking stattfindet, zählt zu den weltweit wichtigsten Ausstellungen der Branche. Im Zentrum steht auch in diesem Jahr die Elektromobilität. China gilt als Vorreiter bei E-Autos. Die deutschen Konzerne müssen in den kommenden Jahren viel Geld in die Hand nehmen, um aufzuholen.

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VW packt

VW packt Batteriezellfertigung an - Lkw-Sparte bald an die Börse

(neu: weitere Details; Reaktion IG Metall) - Paukenschlag bei Volkswagen : Kurz vor der Hauptversammlung bastelt Konzernchef Herbert Diess an einem grossen Wurf. Die Arbeitnehmer bekommen die lange geforderte Batteriezellfertigung, in Salzgitter will der Konzern dafür knapp eine Milliarde Euro investieren, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Zudem macht VW beim lange angepeilten Börsengang der Lkw-Sparte Traton nun doch ernst und will diesen vor der Sommerpause in trockene Tücher bringen - wenn die Bedingungen am Finanzmarkt stimmen.

13.05.2019 22:06

Die Marktbedingungen hatten Diess und Lkw-Chef Renschler erst vor rund zwei Monaten einen Strich durch die Rechnung gemacht - Investoren waren enttäuscht, dass es nun doch wieder nicht klappen sollte. VW könnte früheren Medienberichten zufolge bis zu einem Viertel von Traton an die Börse bringen und damit rund 6 Milliarden Euro erlösen können.

Nun setzt Diess noch einen obendrauf: Die ebenfalls lange angedachte Überprüfung von Randbereichen im grossen VW-Konzern scheint erste Früchte zu tragen. Beim Anlagenbauer Renk und dem Grossmotoren- und Turbinenbauer MAN Energy Solutions sollen Optionen geprüft werden, Partnerschaften, Gemeinschaftsunternehmen - oder auch der Verkauf. "Die Automobilindustrie befindet sich in einem grundlegenden Wandel, den wir auch bei Volkswagen mit Vehemenz voranbringen", sagte Diess.

Investoren hatten sich lange gewünscht, dass Diess das Thema Randgeschäfte verstärkt anpackt, des Öfteren waren Bestrebungen in dieser Hinsicht an Widerständen im Konzern gescheitert.

"Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat begrüssen die Entscheidungen und unterstützen sie ausdrücklich", sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh. "Es handelt sich um Weichenstellungen, mit denen wir sowohl Beschäftigungssicherung als auch Wirtschaftlichkeit nachhaltig weiterentwickeln können."

Volkswagen ist der erste deutsche Autobauer, der in die Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos einsteigt. In Salzgitter erforscht der Konzern bereits die Zellfertigung in einer Pilotlinie, nun soll es allerdings mit einem bis dato noch unbekannten Partner auch eine Serienfertigung werden.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann erklärte, Volkswagen habe damit eine "wichtige und richtige strategische Entscheidung" getroffen. Die IG Metall fordere seit Jahren den Bau einer Batteriezellenfabrik in Deutschland. Die Batteriezelle sei die zentrale Leistungskomponente im Elektrofahrzeug, hieran entscheide sich der Wettbewerb. "Die eigene Produktion sichert Knowhow über wichtige Teile der Wertschöpfung und vermeidet Abhängigkeit von asiatischen Herstellern", sagte Hofmann. Für die Innovationskraft der deutschen Automobilindustrie sei das wesentlich: "Die Politik muss solche Entscheidungen der Unternehmen befördern und erleichtern."

Die Batteriezellfertigung gilt als teures Unterfangen, das mit hohen Investitionskosten verbunden ist. Die Arbeitnehmerseite hatte den Einstieg lange gefordert, auch um damit den Bedeutungsverlust der herkömmlichen Verbrennerproduktion aufzufangen. In Salzgitter baut VW derzeit vor allem Verbrennungsmotoren.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte die Batteriezellfertigung für Elektroautos als "ganz und gar unverzichtbar" am Standort Deutschland bezeichnet. Der grosse Bedarf für eine solche Produktion stehe fest, auch stehe fest, dass damit Tausende Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, hatte der SPD-Politiker kürzlich gesagt. Niedersachsen ist ein grosser Anteilseigner von VW und hat grosses Stimmgewicht.

VW hatte kürzlich bekannt gegeben, die Forschung zu Batteriezellen gemeinsam mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt voranbringen zu wollen. Das von Volkswagen und Northvolt geführte Konsortium will sich auch an der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgelobten Förderung der industriellen Fertigung von Batterien beteiligen.

Diess forciert aktuell den Richtungswechsel des Konzerns hin zur Elektromobilität, auch gegen Widerstände in der Branche. In reinen Elektroantrieben sieht der Manager auf absehbare Zeit die grösste Chance, Autoabgase nennenswert zu reduzieren und damit verschärfte Emissionsregeln in Europa und Quotenvorgaben in China einzuhalten.

Volkswagen will in den kommenden zehn Jahren auf der eigenen Produktionsplattform 22 Millionen Elektroautos bauen. Bis 2028 stehen knapp 70 neue Elektromodelle auf dem Plan. Dafür braucht VW auch die Versorgungssicherheit bei den Batterien. Auch der US-Elektroautopionier und VW-Rivale Tesla stellt seine Batterien inklusive den Zellen selbst in eigenen Fabriken her./men/he

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Berater: Deutscher

Berater: Deutscher Autobranche droht Zollspirale im Handelskrieg

Eine weitere Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China könnte die deutschen Autokonzerne nach Einschätzung von Unternehmensberatern schon bald deutlich belasten. Nicht nur Einfuhrzölle von US-Präsident Donald Trump auf europäische Autos hätten schwerwiegende Folgen, geht aus einer Analyse der Strategieberatung Boston Consulting Group hervor. Auf kurze Sicht sei der US-chinesische Handelsstreit das grössere Risiko für die Branche.

15.05.2019 07:28

"Die deutschen Hersteller exportieren von ihren grossen Werken in Amerika aus nach China. Zölle von Peking auf US-Ausfuhren würden so auch die deutschen Konzerne treffen", sagte Nikolaus Lang, Auto-Experte bei BCG in München. Schaukelten sich China und die USA hoch, drohe eine Negativspirale zulasten der deutschen Autobauer.

Der Studie zufolge sind die Importe von europäischen Pkw in die USA 2018 auf den Wert von 34 Milliarden Dollar gestiegen - fast doppelt so viel wie 2013 (18 Mrd Dollar). Die deutsche Autobranche kam mit Ausfuhren von 15 Milliarden Dollar auf einen Anteil daran von fast 45 Prozent. Die Amerikaner exportierten indes nur relativ wenige und günstige Pkw. Der Wert ihrer Ausfuhren in die EU liege bei 3 Milliarden Dollar, was ein Handelsdefizit von 31 Milliarden Dollar zulasten der USA ergebe.

"Diese Ungleichgewicht ist Trump ein Dorn im Auge, weshalb er europäische Autos so in den Fokus nimmt", sagte Lang. Während US-Hersteller wie Ford und General Motors die Mittelklasse-Segmente in Europa bedienten, hätten sich die Deutschen auf teure SUVs spezialisiert. Dazu gehöre etwa der SUV X3 und X5 von BMW , der im Werk Spartanburg (South Carolina) produziert werde - nahe am amerikanischen Kunden.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sagte jüngst, sie erwarte nicht, dass Trump diese Woche Zölle auf Autoimporte aus der EU verhänge. Zwar sei die Deadline für die Autozoll-Entscheidung am 18. Mai, aber die Frist könne verlängert werden. Dafür gebe es Signale. Andernfalls sei die EU vorbereitet mit Sonderzöllen auf US-Produkte./als/DP/zb

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VW-Aktionäre nehmen sich

VW-Aktionäre nehmen sich Konzern vor

Aktionäre sparten auf der Generalversammlung am Dienstag nicht mit Kritik, auch wenn VW in der aktuellen Branchenflaute und angesichts der milliardenschweren Herausforderungen noch vergleichsweise gut dasteht.

15.05.2019 06:49

Milliardenkosten für "Dieselgate", zigtausende Kundenklagen vor Gericht, Anklagen und Untersuchungen gegen ehemalige Vorstände - das sind nur einige der Schlagzeilen, die den weltgrössten Autobauer Volkswagen auch mehr als drei Jahre nach dem Auffliegen der Dieselmanipulationen nicht loslassen. 

"Volkswagen ist weiter getrieben durch die Justiz", kritisierte Fondsmanager Ingo Speich von der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka, die auch Musterklägerin im Anlegerverfahren um eine angeblich zu späte Information des Kapitalmarkts ist. Zahlreiche weitere Anleger kritisierten unter anderem die Besetzung des Aufsichtsrates und die in ihren Augen zu geringen Dividendenaufschläge für die Vorzugsaktionäre, die im Gegenzug für den Verzicht auf ihr Stimmrecht mehr Ausschüttung sehen wollen. Sowohl die Deka als auch die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS wollten Vorstand und Aufsichtsrat mit nur punktuellen Ausnahmen nicht entlasten.

Allerdings ist die Macht im Konzern klar verteilt. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch halten mehr als die Hälfte der Stimmrechte, das Land Niedersachsen weitere 20 Prozent. Die im Dax notierten Vorzugsaktien haben kein Stimmrecht.

Diess dürfte es ohnehin nicht in den Kram passen, dass weiter Themen aus der Vergangenheit die Diskussion um den Konzern massgeblich prägen. Während der laufenden Hauptversammlung wurde der Termin für das Verfahren zur bundesweit ersten Musterfeststellungsklage im Diesel-Skandal Ende September bekannt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zieht dabei für rund 400 000 Dieselfahrer vor Gericht.

Zukunft gehört der Elektromobilität

Mit "Vehemenz" will Diess aber den Blick der Öffentlichkeit auf die Zukunft des Konzerns richten - die in der Elektromobilität liegen und dem Konzern damit auch einen grünen Anstrich geben soll. Auch gegen Widerstände in der Automobilbranche will er die Politik auf den reinen Elektroantrieb einschwören. "Auf absehbare Zeit gibt es keine Alternative zum batterieelektrischen Antrieb", sagte Diess.

Am Abend vor der Aktionärsversammlung schnürte das Unternehmen ein Paket an Massnahmen: der milliardenschwere Einstieg in die Batteriezellenfertigung in Salzgitter und der nun doch recht zügig in Aussicht gestellte Börsengang der Lkw- und Bustochter Traton. Zudem stellte das Unternehmen - ebenfalls ein Wunsch von Anlegern - die Zukunft des Maschinenbauers Renk sowie des Grossmotoren- und Turbinenbauers MAN Energy Solutions unter dem Konzerndach in Frage. "Wir überprüfen, ob wir noch der beste Eigentümer für die unterschiedlichen Geschäfte sind", sagte Diess.

In der Vergangenheit scheiterten geplante Verkäufe von Randbereichen immer wieder an Widerständen von Interessengruppen im Konzern. Betriebsratschef Bernd Osterloh machte zur Bedingung, dass Verschlechterungen für die Belegschaft ausgeschlossen werden müssten. Doch die Arbeitnehmerseite kann nun auf neue Arbeitsplätze in der Batteriezellfertigung hoffen. Zunächst soll Ende 2022 oder Anfang 2023 in Salzgitter die Zellfertigung mit 700 Mitarbeitern und einer Kapazität von mehr als 10 Gigawattstunden starten, sagte VW-Einkaufschef Stefan Sommer.

Das Unternehmen stellte mehr in Aussicht. Im Jahr 2025 habe Volkswagen einen Gesamtbedarf von 150 Gigawattstunden an Batterien allein für die in Europa geplante Produktion, sagte Sommer. Davon sei längst noch nicht alles vergeben. "Ich gehe davon aus, dass man das verdoppeln kann, aber die Details sind noch nicht ausgearbeitet." Am Rande der Hauptversammlung in Berlin wurde bekannt, dass der schwedische Batteriehersteller Northvolt Partner für das Batterieprojekt in Salzgitter ist.

Investitionen in Standort Salzgitter, Deutschland

"Salzgitter ist ein Standort, wo wir schon heute etwa 200 Forscher und Entwickler mit dem Thema Batteriezelle beschäftigen, und ist deshalb auch ein natürlicher Standort für weitere Investitionen in eine Zellfabrik", sagte Diess. VW-Aufsichtsrat und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, das Vorhaben habe den Charakter einer Richtungsentscheidung. "Ich sehe das als einen echten Durchbruch und den Beginn einer Entwicklung. Wenn die Verkaufszahlen so hoch gehen, wie es geplant ist und wie sie auch hochgehen müssen angesichts der CO2-Vorgaben, dann wird der Bedarf nach Batterien noch einmal wesentlich grösser werden", sagte Weil am Rande der Hauptversammlung.

Dem Konzern zufolge steht der Plan für die Zellfertigung noch unter Vorbehalt stimmiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. "Das ist im Kern geklärt, und deswegen habe ich an dieser Stelle keinen Zweifel", sagte Weil jedoch. Landessubventionen gebe es keine, der energieintensive Betrieb dürfte aber von der EEG-Umlage für den Ausbau erneuerbarer Energien befreit werden.

Für die Stadt Salzgitter, die mit aussergewöhnlichen Problemen zu kämpfen habe, bedeute die Entscheidung sehr viel, sagte Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU). "Salzgitter wird eine wichtige Rolle beim Transformationsprozess des Konzerns spielen und sich damit auch künftig wettbewerbsfähig aufstellen." In Salzgitter fertigt VW derzeit mit gut 7000 Mitarbeitern vor allem Verbrennermotoren. Daher stand die Zukunft der Arbeitsplätze dort schon länger in Frage.

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Volkswagens Batteriekauf-Deal

Volkswagens Batteriekauf-Deal mit Samsung ist in Gefahr

Der Autobauer Volkswagen muss seinen Plan zum Einkauf von Batterien Insidern zufolge womöglich überarbeiten. Es gebe Anhaltspunkte, dass ein Liefervertrag mit Samsung in Höhe von rund 50 Milliarden Euro platzen könnte, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

27.05.2019 13:11

Samsung habe sich bereit erklärt, Batterien für etwas mehr als 20 Gigawattstunden zu liefern. Damit sollten 200 000 Autos mit 100 Kilowattstunden-Paketen versorgt werden. Allerdings hätten sich während der Verhandlungen unterschiedliche Vorstellungen zu Produktionsvolumen und Zeitplan offenbart. Dadurch sei die Lieferzusage letztlich auf ein Volumen von weniger als fünf Gigawattstunden gesunken.

VW wollte den Bericht nicht weiter kommentieren. Der Konzern teilte lediglich mit, dass Samsung weiterhin sein Batteriezellenzulieferer für Europa bleibe. Die Koreaner lehnten eine Stellungnahme ab.

Volkswagen will in den kommenden Jahren deutlich mehr Elektroautos bauen. Bis 2028 stehen knapp 70 neue Elektromodelle auf dem Plan. Dafür braucht VW auch die Versorgungssicherheit bei den Batterien. Die Forschung zu Batteriezellen will VW gemeinsam mit dem schwedischen Batterie-Start-up Northvolt voranbringen./elm/stw/fba

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Volkswagen treibt Umbau zur

Volkswagen treibt Umbau zur ersten E-Fabrik in Zwickau voran

Volkswagen treibt den Umbau seines Werkes im sächsischen Zwickau zur ersten E-Auto-Fabrik Deutschlands voran. Von Mitte 2020 an sollen am Standort ausschliesslich Elektrofahrzeuge gebaut werden. Los geht es mit dem ID.3, der Ende 2019 vom Band rollen soll.

31.05.2019 06:46

"Es wird umgerüstet für ein neues Zeitalter", sagte der Geschäftsführer Technik und Logistik bei VW Sachsen, Reinhard de Vries, der Deutschen Presse-Agentur. Dafür wurden in Zwickau unter anderem 1500 neue Roboter wurden angeschafft und Produktionsanlagen neu gebaut. Zudem läuft die Schulung der knapp 8000 Mitarbeiter, um sie fit für das Thema Elektromobilität zu machen.

Statt bisher jährlich 300 000 Fahrzeugen sollen in Zwickau künftig 330 000 und damit jeden Tag 1500 Autos vom Band rollen. Verkauft werden sollen sie nicht nur in Deutschland, sondern vor allem im Rest der Welt - allen voran in China, wo der VW-Konzern zuletzt 40 Prozent seiner Jahresproduktion von 10,8 Millionen Fahrzeugen abgesetzt hat. Insgesamt 44 Milliarden Euro investiert der Konzern in den kommenden fünf Jahren in E-Mobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung./raz/DP/zb

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VW steigert US-Absatz erneut

VW steigert US-Absatz erneut kräftig - Daimler und Audi im Minus

(Ausführliche Fassung) - Volkswagen bleibt auf dem US-Automarkt dank der gefragten SUV's Atlas und Tiguan sowie dem neuen Jetta auf Erfolgskurs. Im Mai stiegen die Verkäufe von Neuwagen mit dem VW -Logo im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 35 702 Stück, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Auch BMW wurde im vergangenen Monat mehr Autos bei der insgesamt eher zurückhaltenden US-Kundschaft los, während Daimler und Audi Absatzrückgänge hinnehmen mussten

04.06.2019 06:31

VW setzt seine Aufholjagd in den USA, wo die Verkäufe nach dem Abgasskandal zeitweise eingebrochen waren, mit beschleunigtem Tempo fort. Auf Jahressicht ergibt sich ein Absatzplus von 6,2 Prozent. VWs Tochter Audi hingegen verkaufte im Mai 2,2 Prozent weniger Autos als im Vorjahreszeitraum. Der ebenfalls zum Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche meldete ein Mini-Plus von 0,1 Prozent.

Daimler erlitt zwar ein weiteres Absatzminus, konnte die Talfahrt auf dem US-Automarkt aber deutlich verlangsamen. Die Verkäufe sanken um 0,5 Prozent auf 30 048 Fahrzeuge. Im Vormonat hatte der Rückgang noch fast 15 Prozent betragen. Der deutsche Oberklasse-Rivale BMW schaffte mit seiner Kernmarke im Mai einen 1,7-prozentigen Zuwachs auf 27 109 Neuwagen. Der Absatz der Tochter Mini brach um ein Drittel ein.

Insgesamt kühlt sich die Autokonjunktur in den USA schon länger ab. Einer vorläufigen Schätzung des Fachblatts "Automotive News" zufolge gab es im Mai branchenweit den fünften Rückgang in Folge. Mit minus 0,1 Prozent fiel dieser jedoch wesentlich geringer aus als von Analysten erwartet. Grossen Herstellern wie Fiat Chrysler und Toyota gelangen deutliche Zuwächse. Die US-Branchenführer General Motors und Ford legen ihre Zahlen nur noch im Quartalstakt vor./hbr/DP/he

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Volkswagen steigt bei

Volkswagen steigt bei Roboterauto-Firma Aurora aus

Volkswagen steigt bei der Roboterauto-Firma Aurora aus. "Die Aktivitäten im Rahmen unserer Partnerschaft sind abgeschlossen", teilte dazu ein VW-Sprecher am Dienstag auf Anfrage mit. Details nannte er nicht.

11.06.2019 20:18

Das 2016 gegründete Start-up-Unternehmen Aurora aus dem Silicon Valley entwickelt Software für selbstfahrende Autos. Erst im Februar hatte es sich bei Investoren 530 Millionen Dollar besorgt. Mit dem Geld soll die Entwicklung der Technologie beschleunigt werden.

Wie die "Financial Times" berichtete, ist mit dem Ende der Kooperation der Weg für VW frei, die angestrebte Partnerschaft mit Ford und dem Aurora-Konkurrenten Argo AI einzugehen.

Aurora wurde unter anderen vom ehemaligen Chefentwickler der Google -Roboterwagen, Chris Urmson, gegründet sowie von Sterling Anderson, der bei Tesla einst für das Autopilot-System zuständig war. Unter den Geldgebern sind der bekannte Risikokapitalgeber Sequoia und auch Amazon ./brd/DP/fba

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VW will mit Traton-Börsengang

VW will mit Traton-Börsengang knapp 2 Milliarden Euro einspielen

(Ausführliche Fassung) - Der Volkswagen -Konzern (VW) will seine Lkw- und Bustochter Traton in zwei Wochen an die Börse bringen. Mit dem Verkauf von gut einem Zehntel der Anteile wollen die Wolfsburger zunächst bis zu knapp 1,9 Milliarden Euro in die Kassen spülen, wie das Unternehmen in der Nacht zum Freitag mitteilte. Den sprichwörtlichen Gang aufs Parkett hat der Konzern schon länger im Visier, nun machen VW-Chef Herbert Diess und Traton-Boss Andreas Renschler Tempo. Der erste Handelstag ist für den 28. Juni geplant. Private und institutionelle Anleger können die Aktien von voraussichtlich 17. bis 27. Juni zeichnen.

14.06.2019 09:25

Insgesamt strebt Volkswagen eine Gesamtbewertung von 13,5 bis 16,5 Milliarden Euro für Traton an. Im März noch hatte VW die Pläne wegen der Bedingungen an den Finanzmärkten vorerst auf Eis gelegt, das Unternehmen wollte die Anteile an der Sparte mit den grossen Nutzfahrzeugen nicht unter Wert verkaufen. In Medienberichten war zuvor über eine angepeilte Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro spekuliert worden. VW soll demnach mit dem Gedanken gespielt haben, bis zu ein Viertel der Anteile zu verkaufen. Nach einer Haltefrist von sechs Monaten nach dem Börsengang könnte VW auch weitere Anteile verkaufen.

Das Vorhaben ist ein wichtiger Baustein in den Plänen von Diess, der den Börsenwert von VW steigern will. Unter Analysten und Investoren gilt es als einfacher, verschiedene Geschäfte unabhängig voneinander bewerten zu können. Grosse, mitunter undurchsichtige Mischkonglomerate werden an der Börse daher oft mit einem Abschlag zum eigentlichen rechnerischen Wert gehandelt. Für Manager kann es daher erstrebenswert sein, Randgeschäfte zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Auch der Maschinenbauer Renk und der Grossmotorenbauer MAN Energy Solutions stehen bei Diess auf dem Prüfstand.

"Der Börsengang hat das klare Ziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen", sagte VW-Finanzvorstand Frank Witter. Damit sind neben Mitarbeitern und anderen Interessenten auch die Aktionäre gemeint. Nach dem vorerst abgeblasenen IPO (Initial Public Offering - Erstangebot von Aktien) im März hatten Börsenexperten enttäuscht reagiert. Seit langem fordern Kapitalmarktanalysten eine stärkere Trennung von Geschäften bei VW, die wenig miteinander zu tun haben.

Zur Hauptversammlung im Mai kündigte Volkswagen dann einen neuen Versuch an, Traton noch vor der sogenannten Sommerpause an die Börse zu bringen. Für Investmentbanker gibt es Zeitfenster an der Börse, in denen sich eine Erstnotiz lohnt - im Sommer geht dies bis etwa Mitte Juli, weil dann Sommerferien auch für Börsianer anstehen. Zudem geben Geschäftszahlen zum ersten Kalenderquartal mitunter nicht mehr so viel Aufschluss über den aktuellen Geschäftsverlauf, was sich Investoren von einem neuen Börsenkandidaten aber wünschen.

Traton-Aktien sollen in Frankfurt für zwischen 27 und 33 Euro je Stück an die neuen Aktionäre gehen. Notiert werden soll Traton aber auch an der Börse in Stockholm, einen grossen Teil von Traton macht neben MAN schliesslich die schwedische Marke Scania aus. Dabei verkauft Volkswagen insgesamt inklusive Mehrzuteilungsoption bis zu 57,5 Millionen Papiere aus dem eigenen Bestand, das sind bis zu 11,5 Prozent des Kapitals. Je nach Zuteilungspreis streicht VW dann zwischen 1,55 und 1,9 Milliarden Euro ein.

Das Geld soll nach früheren Angaben von Konzernchef Diess in der Sparte bleiben und deren Wachstumsstrategie stützen. Nutzfahrzeugvorstand Renschler will den Lkw- und Bushersteller zu einem "weltweiten Champion" machen. Das bemisst sich für den Manager aber nicht nur an reinen Stückzahlen - Branchenrivale Daimler ist als Weltmarktführer bei schweren Nutzfahrzeugen hier auch weit voraus.

Im vergangenen Jahr verkaufte Traton weltweit 233 000 Nutzfahrzeuge, Daimler zusammengenommen rund 548 000 Trucks und Busse. Vor allem in Asien und Nordamerika hat Traton Nachholbedarf, will aber hier über Partnerschaften stärker Fuss fassen. In Europa und Südamerika hingegen hat Traton die Nase vorn.

Zu Traton gehören die Hersteller Scania, MAN und die brasilianische Nutzfahrzeugtochter Volkswagen Caminhões e Ônibus. Das Unternehmen erzielte 2018 einen Umsatz von 25,9 Milliarden Euro, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern lag bei 1,7 Milliarden Euro. Scania steuert bei Umsatz und Gewinn den grössten Teil bei. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz von Traton im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um mehr als ein Fünftel auf 470 Millionen Euro.

Derzeit laufen die Nutzfahrzeugmärkte noch gut, auch weil sich etwa Südamerika von einer tiefen Krise erholt. Allerdings ist das Geschäft stark konjunkturanfällig. Mit dem Abschwung der Weltkonjunktur könnte sich also auch die Lage bei den Lkw-Herstellern wieder eintrüben./men/elm/stk

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VW muss bei Traton-Börsengang

VW muss bei Traton-Börsengang Abstriche hinnehmen

Der Volkswagen -Konzern (VW) streicht beim Börsengang seiner Lkw- und Bustochter Traton nicht so viel Geld ein wie erhofft. Der Platzierungspreis für die insgesamt 57,5 Millionen Aktien aus dem eigenen Bestand sei auf 27 Euro je Stück festgesetzt worden, teilten die Wolfsburger am Donnerstagabend mit. Mit gut 1,5 Milliarden Euro fliessen damit knapp 400 Millionen Euro weniger in die Kasse des Autobauers als ursprünglich maximal erhofft. Die Preisspanne hatte zunächst bei 27 bis 33 Euro gelegen, war Kreisen zufolge aber am Mittwoch auf 27 bis 28 Euro eingeengt worden.

27.06.2019 21:27

Auch die auf dem Platzierungspreis basierende Marktkapitalisierung von 13,5 Milliarden Euro liegt am unteren Ende der ursprünglichen Spanne von 13,5 bis 16,5 Milliarden Euro. Der anfängliche Streubesitz von 11,50 Prozent entspricht hingegen den Planungen. An diesem Freitag wird das Traton-Papier erstmals in Frankfurt und Stockholm an der Börse gehandelt. Der VW-Aktienkurs reagierte am Donnerstagabend zunächst nicht auf die Neuigkeiten.

Im März noch hatte VW die Pläne wegen der Bedingungen an den Finanzmärkten vorerst auf Eis gelegt, das Unternehmen wollte die Anteile an der Sparte mit den grossen Nutzfahrzeugen nicht unter Wert verkaufen. In früheren Medienberichten war über eine mögliche Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro spekuliert worden. VW soll demnach mit dem Gedanken gespielt haben, bis zu ein Viertel der Anteile zu verkaufen.

Zur Hauptversammlung im Mai kündigte VW dann einen neuen Versuch an, das Geschäft an die Börse zu bringen. Dass der milliardenschwere Börsengang nun erst einmal deutlich geringer ausfällt, ist womöglich auch den Marktbedingungen geschuldet. Die angestrebte Traton-Bewertung erscheine mit Blick auf die historischen Bewertungen von MAN und Scania als recht gering, schrieb NordLB-Analyst Frank Schwope. Die Unternehmensführung scheine sich in einem Zwiespalt zu befinden.

Aktien aus der Automobilbranche stehen spätestens seit dem offenen Ausbruch des Zollstreits zwischen den USA und China Mitte vergangenen Jahres deutlich unter Druck. Der europäische Branchenindex aus Herstellern und Zulieferern hat seit Anfang 2018 fast ein Viertel an Wert verloren.

Das Vorhaben ist ein wichtiger Baustein in den Plänen von VW-Chef Herbert Diess, der den Börsenwert des Konzerns steigern will. Grosse, mitunter undurchsichtige Konglomerate werden an der Börse oft mit einem Abschlag zum geschätzten Wert ihrer Teile gehandelt. Für Manager kann es daher erstrebenswert sein, Randgeschäfte zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Auch der Maschinenbauer Renk und der Grossmotorenbauer MAN Energy Solutions stehen bei Diess auf dem Prüfstand.

Das Geld soll nach früheren Angaben von Diess in der Sparte bleiben und deren Wachstumsstrategie stützen. Nutzfahrzeugvorstand Renschler will den Lkw- und Bushersteller zu einem "weltweiten Champion" machen. Das bemisst sich für den Manager aber nicht nur an reinen Stückzahlen - Branchenrivale Daimler ist als Weltmarktführer bei schweren Nutzfahrzeugen hier ohnehin weit voraus.

Im vergangenen Jahr verkaufte Traton weltweit 233 000 Nutzfahrzeuge, Daimler zusammengenommen rund 548 000 Trucks und Busse. Vor allem in Asien und Nordamerika hat Traton Nachholbedarf, will aber hier über Partnerschaften stärker Fuss fassen. In Europa und Südamerika hingegen hat Traton die Nase vorn.

Zu Traton gehören die Hersteller Scania, MAN und die brasilianische Nutzfahrzeugtochter Volkswagen Caminhões e Ônibus mit weltweit rund 81 000 Mitarbeitern. Das Unternehmen erzielte 2018 einen Umsatz von 25,9 Milliarden Euro, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern lag bei 1,7 Milliarden Euro. Scania steuert bei Umsatz und Gewinn den grössten Teil bei.

Im ersten Quartal war der Umsatz von Traton dank gestiegener Verkäufe im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gestiegen, das operative Ergebnis um mehr als ein Fünftel auf 470 Millionen Euro. Derzeit laufen die Nutzfahrzeugmärkte noch gut, auch weil sich Südamerika von einer tiefen Krise erholt. Allerdings ist das Geschäft stark konjunkturanfällig./he/gl

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VW steigert US-Absatz kräftig

VW steigert US-Absatz kräftig - Gesamtmarkt schwächelt weiter

Volkswagen bleibt auf dem US-Automarkt im Aufwind. Starke Verkäufe des neuen Jettas und des SUV Atlas liessen den Absatz im Juni im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 31 725 Neuwagen mit VW -Logo klettern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im bisherigen Jahresverlauf steht ein Plus von 6,8 Prozent zu Buche. Damit holt VW in den USA, wo die Verkäufe nach dem Abgasskandal zeitweise eingebrochen waren, weiter kräftig auf.

02.07.2019 22:24

Für Volkswagens Tochter Audi bleibt der US-Markt hingegen schwierig. Im Juni sank der Absatz um 0,3 Prozent auf 19 409 Autos. Nach sechs Monaten ergibt sich ein Rückgang um sechs Prozent. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche erhöhte den Absatz im vergangenen Monat indes um deutliche 6,4 Prozent auf 5205 Fahrzeuge. BMW wurde dank grosser Nachfrage nach neuen Stadtgeländewagen 31 627 Autos seiner Stammmarke los - ein Anstieg um starke 7,5 Prozent.

Dabei schwächelt der US-Markt eigentlich, branchenweit dürfte es im Juni den sechsten Rückgang der Verkaufszahlen in Folge geben. Daimler tat sich weiter schwer und brachte mit 26 196 Fahrzeugen lediglich 5 Mercedes-Benz-Autos mehr als vor einem Jahr an die Kundschaft. Zum Halbjahr liegt die Bilanz mit 7,2 Prozent im Minus. Auch sonst sah es für die meisten Hersteller zuletzt mau aus. US-Marktführer General Motors (GM), der nur noch vierteljährlich berichtet, verbuchte im zweiten Quartal einen Rückgang um 1,5 Prozent auf 746 659 Neuwagen.

Mit Fiat Chrysler schaffte zwar einer der grössten Anbieter im Juni einen leichten Absatzanstieg um 1,9 Prozent, das war jedoch allein der starken Nachfrage nach Pick-up-Trucks der Marke Ram geschuldet. Die japanischen Branchengrössen Toyota , Honda und Nissan meldeten deutliche Rückgänge. Damit ergibt sich jetzt schon ein trübes Gesamtbild, auch wenn noch nicht alle Ergebnisse da sind. Der zweitgrösste US-Autobauer Ford etwa will seine Absatzbilanz für das abgelaufene Quartal erst am Mittwoch vorlegen./hbr/DP/he

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VW und Ford weiten ihre

VW und Ford weiten ihre Allianz aus

(Ausführliche Fassung) - Volkswagen und Ford bauen ihre Zusammenarbeit aus. Das kündigte VW am Donnerstagabend nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Wolfsburg an. Was genau die neue Allianz umfasst, wollen VW-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett am Freitag (14.00 Uhr MESZ) in New York bekanntgeben.

11.07.2019 19:18

Bisher kooperieren die Unternehmen bereits im Bereich leichter Nutzfahrzeuge und Pick-ups, um Hunderte Millionen Euro in der Entwicklung zu sparen. Nun könnten sie auch bei der Elektromobilität und dem autonomen Fahren die Kräfte bündeln - diese Möglichkeit hatten Diess und Hackett stets offengelassen. Beide Felder sind ebenfalls mit hohen Entwicklungsausgaben verbunden.

Vor der Aufsichtsratssitzung war vermutet worden, Ford könne an der von VW entwickelten Plattform MEB interessiert sein. Diese bildet eine technische Grundlage für den Bau von Elektroautos. Der kriselnden Europatochter von Ford fehlt ein solches System bisher. Angesichts verschärfter CO2-Abgasregeln in der Europäischen Union ab 2021 könnten daher Strafzahlungen drohen.

"Der Pkw-Bereich von Ford Europe kann ohne die Zusammenarbeit mit einem anderen Hersteller bei Elektromobilität nicht eigenständig überleben", sagte der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer dazu. Bisher habe Ford in Europa "absolut nichts in der Pipeline".

Volkswagen könnte sich seinerseits an Fords Autonom-Tochter Argo AI beteiligen. Fraglich wäre dann aber, wie Argo in die VW-Aktivitäten rund ums autonome Fahren eingebunden werden soll. Die Zusammenarbeit mit dem US-Start-up Aurora hatte VW-Chef Diess jüngst schon gekappt und damit einen Stolperstein für die Allianz mit Ford aus dem Weg geräumt.

Zugute kommen könnte VW dabei, dass die Aufmerksamkeit für das autonome Fahren in den vergangenen Monaten nachgelassen hat. Zulieferer warnten vor unausgereiften Systemen, zudem beurteilten Manager die finanziellen Aussichten skeptischer. Das könnte eine Beteiligung günstiger machen.

"Man muss heute investieren, um vielleicht 2030 die ersten Umsätze damit zu machen", sagte auch Dudenhöffer. "Daher macht es für beide - Ford und VW - viel Sinn, gemeinsam das anzugehen." Zuletzt hatten sich sogar die Erzrivalen Daimler und BMW verbündet, um die Technik kostenschonender voranzutreiben.

Entscheidend für die Allianz von VW und Ford dürfte nach Dudenhöffers Einschätzung am Ende vor allem die Gestaltung der Zusammenarbeit sein. Das "kulturelle Verständnis" sei wichtig, sagte er. "Bei Daimler-Chrysler und Opel-GM waren das ja keine Erfolgsgeschichten."/cwe/DP/men

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