VOLKSWAGEN (VOW)

Volkswagen Aktie - VW Aktie 

Valor: 352780 / Symbol: VOW
  • 145.50 EUR
  • -0.61% -0.900
  • 19.02.2019 15:47:45
389 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

VW stoppt Dieselwagen-Verkauf in USA - Aktie bricht ein

21.09.2015 10:49

(Ausführliche Fassung)

WOLFSBURG (awp international) - Im Skandal um manipulierte Abgastests muss VW die Notbremse ziehen. Vorerst wird der Verkauf von Diesel-Autos mit Vierzylinder-Motoren in den USA gestoppt. Ein Sprecher des Konzerns bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Betroffen seien aktuelle Modelle der Marken VW und Audi . Volkswagen werde bis auf weiteres auch keine Gebrauchtwagen dieser Typen verkaufen.

Die Wolfsburger hatten am Sonntag eingeräumt, dass Abgaswerte von Diesel-Autos in den Vereinigten Staaten für Fahrzeugtests manipuliert worden waren. Die Börse reagierte zum Beginn der neuen Handelswoche prompt: Die VW-Vorzugsaktie brach am Morgen in Frankfurt um bis zu 19 Prozent ein. Analysten und Händler zeigten Unverständnis und Ungläubigkeit angesichts des Eingeständnisses von Volkswagen, mit Hilfe einer Software die Resultate von Abgastests bei Diesel-Autos in den USA geschönt zu haben.

SCHLIMMSTENFALLS STRAFEN VON ÜBER 18 MILLIARDEN DOLLAR

Bei der US-Umweltbehörde EPA läuft eine Untersuchung gegen den Konzern unter anderem wegen des Verstosses gegen das Klimaschutzgesetz "Clean Air Act". Dem Dax -Unternehmen drohen daher schlimmstenfalls Strafzahlungen von mehr als 18 Milliarden Dollar und ein nicht abzuschätzender Imageschaden - nicht nur auf dem chronisch schwächelnden US-Markt, wo VW bisher enttäuschend abschneidet.

Die Wolfsburger hatten auf dem nach China weltgrössten Automarkt etwa der Nachfrage nach leichten offenen Kleintransportern (Pick-ups) lange nichts entgegenzusetzen. Sie fuhren dort bislang vielen Konkurrenten hinterher.

ABSATZ VON VW IN USA UNTER DRUCK

Das wichtigste VW-Modell in den USA ist weiterhin der Jetta Sedan. Im August brachen die Verkäufe für das Modell nach dreimonatigem Aufwärtstrend um knapp 18 Prozent auf gut 11 000 Exemplare ein. Die Zahl der verkauften Autos insgesamt sank im Jahresvergleich um 8,1 Prozent auf rund 32 300 Stück. Im Gesamtjahr liegt VW dort mit 238 000 verkauften Autos bisher 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bis 2018 erhofft sich der Konzern einen Absatz von bis zu 800 000 Fahrzeugen./rek/DP/fbr

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

VW offenbar auch im Visier der US-Justiz
 

Die manipulierten Abgastests bei VW-Dieselwagen in den USA schrecken die Autobranche auf und könnten für den Konzern laut US-Medien auch strafrechtliche Folgen haben. Ausserdem soll es personelle Konsequenzen geben.

Die Abgasaffäre beim Automobilbauer VW wird nach Auffassung von Aufsichtsratsmitglied Olaf Lies am Ende auch personelle Konsequenzen haben. "Wir werden jetzt, glaube ich, in den nächsten Tagen und Wochen ... die Details erfahren, wer: wann, wo welche Entscheidungen getroffen hat, wer dafür verantwortlich ist", sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister am Dienstag im Deutschlandfunk. Wenn denn klar sei, welche Personen verantwortlich seien, könne man auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen. "Und ich bin mir sicher, daraus wird es dann am Ende auch personelle Konsequenzen geben", sagte Lies. Einen Rücktritt von Vorstandschef Martin Winterkorn forderte er nicht.

Aktuell ermittle auch das US-Justizministerium, ob dem Konzern kriminelle Machenschaften vorzuwerfen seien, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf zwei mit der Untersuchung vertraute Personen.

VW war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. In Kriminalfällen können die Ermittlungen in den USA Monate oder Jahre andauern, ergebnislos enden, aber auch zu heftigen Strafen führen. Das Justizministerium wollte sich gegenüber Bloomberg nicht zu dem Fall äussern.

Der Amerika-Chef von VW, Michael Horn, entschuldigte sich unterdessen. "Wir waren unehrlich", sagte Horn am Montagabend bei der Präsentation eines neuen Passat-Modells in New York. "Wir waren unehrlich zur Umweltbehörde EPA, wir waren unehrlich zu den Behörden in Kalifornien und, am schlimmsten von allem, wir waren unehrlich zu unseren Kunden. Um es auf gut Deutsch zu sagen: Wir haben Mist gebaut."

Imageverlust und Strafzahlung

Die US-Umweltbehörde wirft VW die Manipulation von Schadstoffmessungen bei Dieselfahrzeugen vor, es drohen milliardenschwere Strafzahlungen. Die Wolfsburger haben das Fehlverhalten eingeräumt und versprachen, mit der Behörde zu kooperieren. Der Konzern erliess zudem einen Verkaufsstopp für die betreffenden Modelle in den USA.

Neben einem Imageverlust drohen Volkswagen Strafzahlungen von bis zu 18 Milliarden Dollar durch die EPA, Rückrufkosten sowie mögliche Regressansprüche von enttäuschten Kunden und Aktionären. Volkswagen erliess einen Verkaufsstopp für die betroffenen Modelle in den USA.

In Südkorea kündigte das Umweltministerium am Dienstag an, den Schadstoffausstoss von Diesel-Fahrzeugen der Marken VW und Audi zu untersuchen. Betroffen seien 4000 bis 5000 Autos der VW-Modelle Jetta und Golf sowie des Audi A3, die 2014 und 2015 produziert worden seien.

Aktienkurs vorbörslich wieder positiv

"Sollten die südkoreanischen Behörden Probleme in den VW-Diesel-Wagen finden, könnte die Untersuchung auf alle deutschen Diesel-Wagen ausgeweitet werden", sagte ein Ministeriumsvertreter.

Ob der Skandal auch die Schweiz betrifft, ist unklar. Entsprechende Untersuchungen seien am Laufen, sagte ein Sprecher des VW-Importeurs Amag am Montag der Nachrichtenagentur sda.

Der Abgas-Skandal hat auch das Vertrauen der Anleger erschüttert. An der Frankfurter Börse verlor das Papier von Europas grösstem Autobauer am Montag zeitweise mehr als ein Fünftel an Wert und zog auch die Titel anderer Hersteller mit in die Tiefe. Am Handelsende stand noch ein Minus von 18,60 Prozent für die VW-Aktie zu Buche. Das bedeutete einen Börsenwert-Verlust von etwa 14 Milliarden Euro.

Am heutigen Dienstag startet Volkswagen einen vorsichtigen Erholungsversuch. Die Aktien legen vorbörslich um ein Prozent zu und gehören damit zu den stärksten Dax -Werten.

(SDA/Reuters)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Diesel-Skandal trifft VW-Gewinn - Elf Millionen Autos "auffällig"

22.09.2015 12:35

(Ausführliche Fassung)

WOLFSBURG/BERLIN (awp international) - Europas grösster Autobauer Volkswagen bekommt die Folgen des Diesel-Skandals auch finanziell zu spüren - bei rund elf Millionen Fahrzeugen gibt es nach Konzernangaben Unregelmässigkeiten. Nach internen Prüfungen kündigte das Unternehmen am Dienstag in Wolfsburg eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr an. Um die Folgen der Manipulation für die Kunden abzufedern und weitere Massnahmen zu bezahlen, werden rund 6,5 Milliarden Euro ergebniswirksam zurückgestellt, wie der Konzern am Dienstag in Wolfsburg mitteilte. Ein VW -Sprecher erklärte, dass es sich um eine Vorsichtsmassnahme handle.

Untersuchungen im Konzern hätten ergeben, dass es die betreffende Steuerungssoftware auch in anderen Diesel-Autos ausserhalb der USA gebe, wo Ermittlungen der Umweltbehörde EPA den Fall ins Rollen gebracht hatten. Bei Tests in den USA war festgestellt worden, dass einige VW-Diesel-Modelle auf dem Prüfstand deutlich geringere Abgaswerte anzeigten als im normalen Fahrbetrieb auf der Strasse.

BETROFFEN SEIN KÖNNTEN ELF MILLIONEN FAHRZEUGE WELTWEIT

Wörtlich heisst es in einer Mitteilung der Wolfsburger: "Auffällig sind Fahrzeuge mit Motoren vom Typ EA 189 mit einem Gesamtvolumen von weltweit rund elf Millionen Fahrzeugen. Ausschliesslich bei diesem Motortyp wurde eine auffällige Abweichung zwischen Prüfstandswerten und realem Fahrbetrieb festgestellt." Der Konzern stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden und dem deutschen Kraftfahrtbundesamt, um diese Abweichungen mit technischen Massnahmen zu beseitigen.

Neben einem Imageverlust drohen VW Strafzahlungen von bis zu 18 Milliarden Dollar, Rückrufkosten, strafrechtliche Folgen sowie mögliche Regressansprüche enttäuschter Kunden und Aktionäre.

AUFSICHTSRAT BERÄT ÜBER KRISE

Die Wolfsburger hatten bereits ein Fehlverhalten eingeräumt und versprochen, mit der EPA zu kooperieren. Der Konzern erliess zudem einen Verkaufsstopp für die betreffenden Modelle in den USA.

Vorstandschef Martin Winterkorn hat eine externe Untersuchung und eine rasche Aufklärung zugesagt. Am Mittwoch will sich der innerste Zirkel des Aufsichtsrats bei einem Krisentreffen mit dem Thema beschäftigten, verlautete aus VW-Kreisen./rek/jap/DP/fbr

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Südkorea will wegen Skandals um Abgaswerte Sondertests für VW

22.09.2015 11:26

SEOUL/WOLFSBURG (awp international) - Nach dem Bekanntwerden von Manipulationen bei VW-Abgastests in den USA stehen dem deutschen Autobauer auch verschärfte Untersuchungen in Südkorea bevor. Im Oktober sollen entsprechende Tests auf die europäische Abgasnorm Euro 6 bei Modellen der Marken Volkswagen und Audi durchgeführt werden, die in den USA und Südkorea verkauft werden, teilte Park Jun Hong vom südkoreanischen Umweltministerium am Dienstag in Seoul mit: "Wir sind besorgt, dass die Modelle die gleichen Abgastechnologien und Kontrollstrategien wie die US-Versionen vorweisen."

Park betonte, dass es sich bei den geplanten Tests der VW-Modelle Jetta, Golf und Beetle sowie des Audi A3 um Sonderuntersuchungen handelt. "Gleichzeitig werden wir genau verfolgen, wie die EU-Regierungen mit dem Problem umgehen." Der VW-Konzern hatte eingeräumt, dass Abgaswerte von Dieselautos in den USA für Fahrzeugtests manipuliert worden waren.

Nach Angaben des Verbands der koreanischen Auto-Importeure und -Händler (KAIDA) lagen die deutschen Hersteller bei den Anmeldungen importierter Autos in den ersten acht Monaten 2015 deutlich vorn. Danach lag BMW mit 31 774 Registrierungen vor Mercedes mit 30 561, VW mit 24 778 und Audi mit 19 972 Fahrzeugen. Als grosser Konkurrent von VW auf den Weltmärkten gilt der koreanische Autoproduzent Hyundai mit der Schwesterfirma Kia Motors./dg/DP/fbr

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Australien verlangt von Volkswagen Aufklärung im Abgas-Skandal

22.09.2015 11:26

SYDNEY (awp international) - In der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen fordert auch Australien Antworten von dem deutschen Konzern. VW müsse klären, ob betroffene Modelle auch in Australien verkauft worden seien, hiess es nach Regierungsangaben vom Dienstag.

Die USA werfen Volkswagen vor, die Motorelektronik von Dieselmodellen so manipuliert zu haben, dass sie bei Tests bessere Abgaswerte als im Strassenverkehr vorgaukelte. Die Wolfsburger haben das Fehlverhalten bereits eingeräumt und versprachen, mit den Behörden zu kooperieren. Demnach waren in den USA 482 000 Autos betroffen. Für die Modelle erliess der Konzern in den USA einen Verkaufsstopp./fw/DP/fbr

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

spylong
Bild des Benutzers spylong
Offline
Zuletzt online: 30.05.2018
Mitglied seit: 05.09.2012
Kommentare: 145

Technik: Geht bis 86 runter!

spylong

thunder
Bild des Benutzers thunder
Offline
Zuletzt online: 29.08.2018
Mitglied seit: 07.09.2011
Kommentare: 881

spylong hat am 22.09.2015 - 13:52 folgendes geschrieben:

Technik: Geht bis 86 runter!

Sag sowas nicht, jetzt wo ich gekauft habe. (€107.27)

 

 

#####

Disclaimer: No information or alert is intended to be considered as advice, and is not a solicitation to buy or sell.

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Abgas-Affäre: Auch Italien fordert Aufklärung von VW

22.09.2015 13:40

ROM/WOLFSBURG (awp international) - Wegen der Abgas-Affäre fordert auch Italien von VW und der obersten Zulassungsbehörde des Landes Aufklärung. Das Verkehrsministerium in Rom fragte am Dienstag beim deutschen Kraftfahrtbundesamt und bei Volkswagen an, ob die in den USA bekanntgewordenen Verfahren auch bei Zulassungen für Europa angewendet und ob betroffene Fahrzeuge auch in Italien verkauft würden. In dem Schreiben an das Kraftfahrtbundesamt drückte das Ministerium laut Mitteilung seine "Besorgnis" aus und forderte die Behörde auf, ihm alle Informationen zukommen zu lassen.

Auch Umweltminister Gian Luca Galletti äusserte sich besorgt. "Nach der Frage der Emissionen in den USA habe ich von Volkswagen Italia eine Versicherung über den italienischen Markt verlangt. Wir wollen hier klar sehen", sagte er am Dienstag in Rom.

Der Minister wolle von VW wissen, ob die Normen für Emissionen und Luftverschmutzung bei den auf dem italienische Markt verkauften Fahrzeugen tatsächlich respektiert würden, hiess in einer Mitteilung. Volkswagen hat in Italien keine eigenen Fabriken, ist aber als Importeur in der drittgrössten Volkswirtschaft des Euroraums präsent./blu/DP/stb

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

waspch
Bild des Benutzers waspch
Offline
Zuletzt online: 10.02.2019
Mitglied seit: 29.07.2008
Kommentare: 843

Bin ja mal gespannt, wie tief einige deutsche Politiker Obama in den Allerwertesten kriechen...

Vielleicht steigen ja dann die Aktien von Taschenlampen und Duracell.

Ho ho ho ...

Goldman Sucks !

spylong
Bild des Benutzers spylong
Offline
Zuletzt online: 30.05.2018
Mitglied seit: 05.09.2012
Kommentare: 145

Winterkorn wird am Freitag vom Duo Lewandowsky/Guardiola abgelöst.

spylong

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

VW-Untersuchungen weiten sich aus
 

Mehrere US-Bundesstaaten haben mittlerweile Untersuchungen gegen Volkswagen eingeleitet, nachdem der Wolfsburger Autohersteller Tricksereien bei US-Abgastests eingeräumt hatte.

Sie gesellen sich zu der US-Justiz und einer länger werdenden Liste von Ländern, die den deutschen Autobauer genauer unter die Lupe nehmen.

Volkswagen hatte am 18. September zugegeben, eine "Abschalteinrichtung"-Software benutzt zu haben, die Abgase während offizieller Schadstoffmessungen reduziert. Die Abgaswerte der Diesel-Fahrzeuge liegen in der Praxis jedoch bis zum 40-fachen über dem gesetzlichen Limit, behauptet die US- Umweltschutzbehörde EPA. Volkswagen kooperiert nach eigenen Angaben mit den US-Behörden.

Volkswagen droht in der Sache eine Strafzahlung über maximal 18 Mrd. Dollar seitens der EPA, basierend auf der Höchstbusse von 37.500 Dollar je Verstoss von fast einer halben Million Diesel-Fahrzeuge der Modelle VW Jetta, Golf, Beetle und Passat sowie Audi A3.

Untersuchung auch in Deutschland

Matt Mittenthal, ein Sprecher des New Yorker Generalstaatsanwalts Eric Schneiderman, bestätigte in einer E-Mail am Dienstagabend, New York sei Teil einer Gruppe mehrerer Bundesstaaten, die an der Untersuchung beteiligt sind, nannte aber nicht die Namen der anderen Bundesstaaten.

Das US-Justizministerium startete eine strafrechtliche Untersuchung gegen Volkswagen, wie Bloomberg aus unterrichteten Kreisen erfuhr. Im Nachbarland Kanada wird der deutsche Autohersteller ebenfalls unter die Lupe genommen. Die kanadische Umweltbehörde versprach nicht weiter spezifizierte "rechtliche Konsequenzen", falls der Autobauer auch in ihrem Land geschummelt habe.

Auch in Deutschland wurde eine Untersuchung eingeleitet. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt setzte am Dienstag eine Untersuchungskommission ein. Diese soll "untersuchen, ob die betreffenden Fahrzeuge innerhalb der bestehenden deutschen und europäischen Vorschriften gebaut und geprüft worden sind – und ob dies konform der Fahrzeug-Zulassungen geschehen ist", hiess es in der Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Das Eingeständnis von Volkswagen, bei Abgastests in den USA getäuscht zu haben, hat auch in Asien Folgen. In Südkorea soll untersucht werden, ob der deutsche Autohersteller die dortigen Emissionsstandards eingehalten hat, wie ein Vertreter des südkoreanischen Umweltministeriums sagte.

(Bloomberg)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Zivilklage gegen VW wegen Verhaltens während Diktatur in Brasilien

23.09.2015 06:41

São Paulo (awp/sda/afp) - Weiteres Ungemach für Volkswagen: Gegen den deutschen Autokonzern ist in Brasilien eine Zivilklage wegen seines Verhaltens während der Militärdiktatur in dem südamerikanischen Land eingereicht worden. VW habe die Folter und illegale Festnahme von Mitarbeitern hingenommen.

Damit begründete das Arbeiterforum für Wahrheit, Gerechtigkeit und Reparation am Dienstag seine Klage in São Paulo. Der Konzern habe während der Diktatur in den Jahren 1964 bis 1985 "die Existenz einer Staatspolizei im Inneren des Unternehmens" zugelassen, sagte Sebastião Neto vom Arbeiterforum der Nachrichtenagentur AFP.

Zwölf ehemalige Mitarbeiter des VW-Werks in São Bernardo do Campo nahe São Paulo waren laut Klageschrift festgenommen und gefoltert worden. Dutzende Mitarbeiter seien auf schwarzen Listen geführt worden. Das Unternehmen soll daher nun Entschädigungen zahlen, fordern die Kläger. Die Klage gegen VW wird von Gewerkschaften, Menschenrechtsaktivisten und Anwälten unterstützt.

"Volkswagen war nicht das einzige beteiligte Unternehmen, aber es hatte in São Paulo eine Führungsrolle und es hat sogar andere (Unternehmen) koordiniert", sagte Neto. Das Arbeiterforum für Wahrheit, Gerechtigkeit und Reparation war 2012 von Brasiliens linksgerichteter Staatschefin Dilma Rousseff eingesetzt worden, um die Verbrechen während der Militärdiktatur zu untersuchen.

FOLTER IN DER HR-ABTEILUNG

"Sie haben mich gefesselt in die Personalabteilung mitgenommen und dort haben sie angefangen, mich zu foltern", schilderte Ex-VW-Mitarbeiter Lucio Bellentani seine Verfolgung während der Diktatur der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Vorfall im Jahr 1972 war Bellentani 28 Jahre alt und überzeugter Kommunist.

Der Dachverband Kritische Aktionäre erklärte vorab in Köln, dass er die Klage gegen VW unterstütze. Der Verband habe Volkswagen bereits bei den Hauptversammlungen in diesem und im vergangenen Jahr mit dem Vorwurf der Verstrickung in die brasilianische Militärdiktatur konfrontiert.

"Volkswagen muss sich seiner historischen Verantwortung stellen und sich dazu bekennen", erklärte Christian Russau vom Verbandsvorstand. Dazu gehöre "aber neben einer Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit auch die Bitte bei den Betroffenen um Entschuldigung sowie eine deutliche Entschädigung der Opfer".

Die Klage trifft den deutschen Konzern inmitten eines Skandals um manipulierte Abgaswerte bei seinen Diesel-Modellen. Die Vorwürfe gegen Volkswagen und die Tochter Audi waren am Freitag öffentlich geworden. Nach Angaben der US-Umweltbehörde EPA entwickelte Volkswagen eine Software, mit der Vorgaben zur Luftreinhaltung zwar bei Tests, nicht aber beim normalen Betrieb der Autos erfüllt wurden.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Volkswagen sucht Winterkorn-Nachfolger

24.09.2015 06:35

WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen ist nach dem Rücktritt von Konzernchef Martin Winterkorn weiter um Schadensbegrenzung im Abgas-Skandal bemüht. Winterkorn hatte am Mittwoch angesichts des enormen Ausmasses der Affäre seinen Posten geräumt; über seinen Nachfolger will der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung an diesem Freitag beraten. Die Aufarbeitung des Debakels werden den Nachfolger und den Konzern aber noch lange Zeit in Anspruch nehmen. Die Folgen der Manipulationen von Abgaswerten bei Dieselautos sind noch immer nicht absehbar.

Europas grösster Autobauer hatte zuvor zugegeben, dass weltweit elf Millionen Motoren mit einer Software ausgestattet sind, um die Messung des Schadstoffausstosses zu manipulieren. "Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen Konzern möglich waren", heisst es in der Rücktrittserklärung Winterkorns. Er übernehme die Verantwortung "im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin".

Über den Skandal ist die ganze Industrie ins Zwielicht geraten. VW drohen neben strafrechtlichen Konsequenzen Regressansprüche und Strafzahlungen in Milliardenhöhe. In vielen Ländern beschäftigt der Skandal die Politik, Sonderprüfungen werden verlangt oder wurden bereits verordnet. Zudem steht auch die Frage im Raum, ob andere Hersteller ebenfalls bei der Abgasmessung getrickst haben könnten.

Die Grünen im Bundestag fordern von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Überprüfung auch anderer Hersteller. "Er muss nicht nur gegen VW vorgehen. Im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung muss er auch Modelle von anderen Herstellern prüfen lassen", sagte die Vorsitzende des Umweltausschusses, Bärbel Höhn, der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstag).

Zugleich warf Höhn Regierung und Industrie "Kumpanei" vor. So habe die EU vor einigen Jahren auch Deutschland aufgefordert, "die Nutzung der sogenannten Abschaltvorrichtungen durch Autohersteller unter Strafe zu stellen. Nach meiner Kenntnis ist das nicht passiert", sagte Höhn dem Blatt./sbr/DP/stk

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Othello
Bild des Benutzers Othello
Offline
Zuletzt online: 20.06.2016
Mitglied seit: 17.08.2012
Kommentare: 780

So, ich denke mal,  bei 120 Euro wird vorerst Schluss sein mit wieder steigenden Kursen. Man darf einfach die Folgekosten und den Imageschaden nicht vergessen. Das vergessen auch nicht die Investoren, die unter 100.- zugekauft haben. Schöner Gewinn in nur zwei-, drei Tagen.

Mit Geld lässt sich fast alles kaufen was schön und eingebildet macht.

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 14.02.2019
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'007
Nicht nur Volkswagen hat ein Problem

..

..

Schliesslich sollten diejenigen, die jetzt laut nach mehr staatlicher Kontrolle rufen, gerade beim Blick auf VW noch einmal nachdenken. Bei Volkswagen sitzt der Staat quasi in der Firma – und hat trotzdem nichts mitbekommen. So besitzt das deutsche Bundesland Niedersachsen mit 20% der Stimmrechte von VW eine Sperrminorität, kann also in wichtigen Entscheidungen sein Veto einlegen. Die Vorzugsbehandlung von Diesel, der starke (deutsche) Hang, für alles Grenzwerte zu setzen, statt mehr auf marktwirtschaftliche Instrumente im Umweltschutz zu setzen, sowie die Eigentümerrolle bei VW machen eines deutlich: Es ist nicht nur der VW-Konzern, der jetzt Hausaufgaben vor sich hat.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/nicht-nur-vw-hat-ein-problem-1.1861...

 

 

 

Kampf gegen Abgaben-Hinterzieher: Niedersachsen kauft CD mit Steuersünder-Daten

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kampf-gegen-abgaben-hinterzieh...

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

VW-Präsidium in Wolfsburg spricht über Winterkorn-Nachfolger

25.09.2015 08:34

WOLFSBURG (awp international) - Dreieinhalb Stunden vor Beginn der Sitzung des VW-Aufsichtsrates ist am frühen Freitagmorgen bereits das Präsidium des Kontrollgremiums in Wolfsburg zusammengekommen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Teilnehmerkreisen. An der Vorbesprechung nehmen der Interimsvorsitzende des Präsidiums, Berthold Huber, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Grossaktionärs-Vertreter Wolfgang Porsche sowie Betriebsratschef Bernd Osterloh und dessen Stellvertreter Stephan Wolf teil.

Das oberste Kontrollgremium von Europas grösstem Autobauer will die Weichen für die Neubesetzung des VW-Chefpostens stellen. Der bisherige Vorsitzende Martin Winterkorn war am Mittwoch wegen des Abgas-Skandals zurückgetreten. Als Top-Favorit für die Nachfolge gilt Porsche-Chef Matthias Müller./had/DP/stk

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

VW «made in China» nicht betroffen
 

In China produzierte Fahrzeuge von Volkswagen sind offenbar nicht von der Manipulationsaffäre um Abgaswerte betroffen.

Wie die zwei grossen Gemeinschaftsunternehmen von VW am Freitag in Shanghai mitteilten, sind ihre Produkte nicht in den Skandal verwickelt. Diesel-Fahrzeuge, die im Zentrum der Affäre stehen, spielen für VW in China zudem nur eine geringe Rolle.

China, der grösste Automarkt der Welt, ist für VW extrem wichtig. Im vergangenen Jahr lieferten die Wolfsburger dort 3,67 Millionen Fahrzeuge aus. VW war eines der ersten grossen ausländischen Unternehmen, das den chinesischen Markt für sich über Gemeinschaftsunternehmen - sogenannte Joint Ventures - mit dem chinesischen Autobauer SAIC erschlossen hatte.

Die US-Umweltbehörde EPA hatte vergangene Woche aufgedeckt, dass bei VW-Dieselfahrzeugen die Abgaswerte manipuliert worden waren. Mit Hilfe einer speziellen Software wurden im Testbetrieb deutlich weniger gesundheitsschädliche Stickoxide gemessen als im regulären Betrieb. In insgesamt elf Millionen Fahrzeugen weltweit wurde die Software verbaut.

Am Freitag wollte der VW-Aufsichtsrat in Wolfsburg über einen Nachfolger des am Mittwoch zurückgetretenen Martin Winterkorn beraten. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Porsche-Chef Matthias Müller neuer CEO von Volkswagen werden.

(AWP/SDA/AFP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Ermittlungen gegen Ex-VW-Chef Winterkorn
 

Im Zug des Abgas-Skandals bei Volkswagen ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig nun wegen Betrugsverdachts gegen den zurückgetretenen Konzern-Chef Martin Winterkorn.

Der Schwerpunkt der Untersuchungen liege auf dem Vorwurf, dass Fahrzeuge mit manipulierten Abgaswerten verkauft worden seien, teilte die Ermittlungsbehörde am Montag mit. Winterkorn war am vergangenen Mittwoch als Vorstandschef zurückgetreten. Als seinen Nachfolger bestimmte der Aufsichtsrat den bisherigen Porsche-Chef Matthias Müller. Ihren Ausgang genommen hat die Abgas-Affäre in den USA. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hatte VW nachgewiesen, bei zahlreichen Diesel-Fahrzeugen die Abgasvorschriften vorsätzlich umgangen zu haben. VW hatte dies zugegeben und später mitgeteilt, bis zu elf Millionen Fahrzeuge könnten weltweit von Manipulationen betroffen sein. Auch in den USA wird gegen Volkswagen ermittelt.

(Reuters)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Versicherer wollen bei VW nur wenig zahlen
 

Der Volkswagen-Konzern kann von den Milliardenkosten infolge des Abgas-Skandals nur einen Bruchteil von der Manager-Haftpflichtversicherung zurückholen.

Die Deckungssumme der sogenannten D&O-Versicherung dürfte kaum über einer halben Milliarde Euro liegen, sagte Michael Hendricks, Chef des Düsseldorfer D&O-Maklers Hendricks & Co., der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Laut dem Leiter der D&O-Versicherung des Maklers Aon in Hamburg, Marcel Roeder, liegt die Summe bei Dax -Konzernen häufig sogar nur bei 350 bis 400 Millionen Euro.

Selbst wenn das Unternehmen weitere Millionen direkt von verantwortlichen Managern hereinholt, bliebe die Summe damit weit unter dem von VW geschätzten Schaden von 6,5 Milliarden Euro. Zusätzlich drohen dem Konzern in den USA Strafzahlungen von bis zu 18 Milliarden US-Dollar (16,1 Mrd Euro). Der Autobauer wollte sich zum Thema Manager-Haftpflicht auf Nachfrage nicht äussern.

Die Directors- and Officers-Versicherung, kurz D&O, soll Manager bei Verfehlungen und Versäumnissen gegen Schadenersatzforderungen ihres Arbeitgebers absichern. Gerade bei Grosskonzernen können sich kleine Fehler an der Unternehmensspitze zu immensen Schäden auswachsen. Vorstände und Aufsichtsräte müssen bereits haften, wenn sie ihren Kontrollpflichten nicht ausreichend nachgekommen sind, auch wenn sie von den konkreten Vorfällen nichts wussten. Wissentlich verursachte Verstösse decken die Versicherungen hingegen nicht ab. Laut dem Aon-Experten Roeder ist auch die Erstattung von Bussgeldern rechtlich umstritten, da diese sonst ihre Wirkung verfehlen würden.

Der langjährige VW-Chef Martin Winterkorn war am vergangenen Mittwoch wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Dieselmotoren zurückgetreten. Der Konzern hatte zuvor einräumen müssen, dass weltweit rund elf Millionen Fahrzeuge von den Manipulationen betroffen sind. Nach mehreren Strafanzeigen leitete die Braunschweiger Staatsanwaltschaft am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen Winterkorn ein. Seinen eigenen Worten zufolge hat Winterkorn von den Tricksereien bei den Abgastests nichts gewusst. Bei VW läuft die Suche nach den Verantwortlichen. Das Unternehmen will sie für die Vorgänge zur Rechenschaft ziehen.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

CEO Müller sieht VW vor 'grösster Bewährungsprobe' der Firmengeschichte

28.09.2015 20:09

WOLFSBURG (awp international) - Der neue VW-Konzernchef Matthias Müller sieht den Autobauer angesichts des Abgas-Skandals vor der "grössten Bewährungsprobe" der Unternehmensgeschichte. "Es geht darum, verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen", sagte Müller laut Mitteilung von Volkswagen am Montag vor Führungskräften des Konzerns. "Dazu braucht es eine schonungslose und konsequente Aufklärung." Müller sprach von einem "schweren Weg". Dabei werde es nur Stück für Stück voran gehen, und es werde Rückschläge geben.

Müller ist Nachfolger von Martin Winterkorn, der im Zuge des Skandals seinen Posten räumen musste. VW hatte Abgaswerte von Diesel-Fahrzeugen in den USA manipuliert. Das gesamte Ausmass des Skandals ist weiter unklar. Weltweit sind 11 Millionen Autos betroffen, davon 2,8 Millionen in Deutschland.

Die Software sei nur in einem Teil der 11 Millionen Fahrzeuge aktiviert, sagte Müller laut Mitteilung. "Wir rechnen deshalb damit, dass die Zahl der tatsächlich betroffenen Fahrzeuge letztlich geringer sein wird." VW werde in den nächsten Tagen die betroffenen Kunden informieren, dass das Abgasverhalten ihres Fahrzeugs in Kürze nachgebessert werden müsse.

Täuschung und Manipulation seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte der neue Konzernchef, der zuvor den Sportwagenbauer Porsche geführt hatte. Er sprach von einem "unfassbaren Fehlverhalten bei Volkswagen". Der Aufsichtsrat habe eine unabhängige externe Untersuchung durch die US-amerikanische Grosskanzlei Jones Day beauftragt.

Müller sagte zudem, VW müsse aus den Fehlern lernen. Dazu zähle eine neue Unternehmenskultur. Der Aufsichtsrat hatte bereits einen Konzernumbau auf den Weg gebracht, bei dem die einzelnen Marken mehr Verantwortung bekommen sollen./hoe/DP/stk

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Ben
Bild des Benutzers Ben
Offline
Zuletzt online: 15.02.2019
Mitglied seit: 11.01.2010
Kommentare: 608

Gab es bei VW Tote und Verletzte wie bei GM wegen des Zündschloss-Skandals?

http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-1053321.html

Domtom01
Bild des Benutzers Domtom01
Online
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 09.01.2014
Kommentare: 2'496

VW hat gewaltige finanzielle Mittel und Reserven. Die könnten auch eine Megabusse verkraften.

Ob sie aber den technologischen Anschluss verpasst haben, ist noch nicht absehbar.

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 14.02.2019
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'007

Ben hat am 29.09.2015 - 12:06 folgendes geschrieben:

Gab es bei VW Tote und Verletzte wie bei GM wegen des Zündschloss-Skandals?

http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-1053321.html

Total 125 Todesfälle bei GM gaben 900 Mio Busse

JÄHRLICHE Todesfälle bei VW im niedrigen dreistelligen Bereich

Allein das könnte teuer werden. Und je länger diese manipulierten Gurken herum fahren, desto teurer wird es

 

So giftig sind die manipulierten VW-Diesel

..

..

Die gesundheitlichen Folgen einer erhöhten Stickoxid-Belastung in der Luft sind beträchtlich, lassen sich jedoch schwer abschätzen. Stickoxide tragen zu Atemwegserkrankungen bei. Zudem sorgen sie für die Bildung von Ozon, das Atemnot auslösen kann und krebsverdächtig ist.

Jeder Schadstoffausstoß  über dem gesetzlichen Grenzwert führt statistisch gesehen zu einem Anstieg bei Krankheits- und Todesfällen. Legt man Werte der US-Umweltbehörde auf der Basis verschiedener Studien zugrunde, könnten die 2,8 Millionen manipulierten Dieselfahrzeuge jährlich Todesfälle im niedrigen dreistelligen Bereich verursachen.

http://www.stern.de/gesundheit/vw-diesel--so-viel-giftige-stickoxide-sto...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 14.02.2019
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'007
VW-Skandal könnte Enron-Dimensionen annehmen

Der Autokonzern steht im Verdacht, Steuerabzüge von der US-Regierung erschlichen zu haben. Damit drohen mehr als nur hohe Bussen.

..

..

Die Rechnung ist schnell gemacht:

Der Steuerabzug lag pro Fahrzeug bei 1300 Dollar. Gefördert wurde damit die für VW äusserst wichtige Markteinführung der Jetta-Modelle ab 2009, von denen rund 39 500 Stück sofort abgesetzt werden konnten. Die Steuerzahler kostete die Aktion somit rund 51 Millionen Dollar. Der texanische Kongressabgeordnete Joe Barton, der 2005 für den Dieselbonus lobbyiert hatte, sieht sich in die Irre geführt. VW müsse nun «schwerwiegende wirtschaftliche Sanktionen» fürchten, sagt er.

2009 hängte sich VW an ein weiteres staatliches Ankurbelungsprogramm, die Aktion «Cash for Clunkers». Damit gewährte die Regierung Obama Autobesitzern eine Abwrackprämie für alte Dreckschleudern. Belohnt wurde der Eintausch gegen «saubere» Autos mit einem Gutschein von 4500 Dollar, was im Fall von VW nach Angaben des Autoanalysten von Yahoo zum Kauf von rund 4600 neuen Jettas führte. Die Kosten für die Regierung liegen demnach bei knapp 21 Millionen Dollar. Diese Autos sprachen vor allem umweltbewusste Fahrer an.

Manager müssen zittern

Obwohl VW mit den Manipulationen auch gegen das Luftreinhaltegesetz ver­stiess, kann das Umweltministerium nicht strafrechtlich gegen die VW-Manager vorgehen. Es kann aber den Verkauf der betroffenen Fahrzeuge stoppen und eine Umrüstung verlangen, die den strikten US-Luftreinhaltegrenzwerten entspricht.

Die maximale Strafe liegt bei mehr als 18 Milliarden Dollar allein für die VW-Fahrzeuge. Wenn auch illegale Audi- und Skoda-Wagen ausgeliefert wurden, könnte diese Summe noch weiter steigen. Strafrechtliche Massnahmen sind Sache des Justizministeriums, das vor wenigen Wochen erklärt hat, künftig härter vorzugehen. Sally Yates, die stellvertretende Justizministerin, kündete in einer Rede Anfang September an, straffällig gewordene Unternehmen könnten nicht nur mit finanziellen Vergleichen rechnen. Vielmehr wolle das Ministerium die verantwortlichen Manager persönlich haftbar machen und vor Gericht stellen. Auch die Bereitschaft, mit den Behörden zu kooperieren, wie dies VW tun will, soll nicht mehr mit einer milderen Strafe belohnt werden, sagte Yates. VW könnte zum Testfall dieser Linie werden.

Was VW noch blüht, lässt sich kaum absehen.

Ein Vergleich mit der von BP im Golf von Mexiko verursachten Ölpest kann als Richtschnur dienen. Der Ölkonzern musste für Aufräumarbeiten, Schadenersatzforderungen sowie Bussen 22,7 Milliarden Dollar auf den Tisch legen. Volkswagen könnte es noch schlimmer erwischen. Der Skandal könnte gar die Ausmasse des Enron-Betrugs annehmen, argumentiert die «Financial ­Times». Der texanische Energiekonzern stürzte sich mit Bilanzmanipulationen und Betrug an Stromkonsumenten 2000 nicht nur selber in den Ruin, sondern zog auch die Revisionsfirma Arthur Andersen in den Abgrund. Mehrere Topmanager wurden zu langen Haftstrafen verurteilt.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/vwskan...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Domtom01
Bild des Benutzers Domtom01
Online
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 09.01.2014
Kommentare: 2'496

So schlimm wie Enron wird es wohl nicht werden. Die 18 Mrd. sind auch noch nicht sicher abgeschrieben. Es wird auf einen Vergleich hinauslaufen. Und beim Ermessesn des "Umweltskandals" hinkt der Vergleich mit Deepwater Horizon. Die Folgen der Ölpest steht in keinem Verhältnis zum "Lüftchen-Skandal". Der Betrug wiegt schlimmer, aber so was wird in den Staaten wieder "gutgekauft". 

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Weniger Motoren, kein neues Finanzpersonal - Abgas-Krise bremst VW

30.09.2015 12:44

(Meldung weiter ausgebaut)

WOLFSBURG/SALZGITTER (awp international) - Eine Woche nach dem Rücktritt von VW-Chef Martin Winterkorn hat die weltweite Abgas-Krise auch konkrete Konsequenzen für die Mitarbeiter bei Volkswagen . Im Motorenwerk Salzgitter wurde erstmals die Produktion zurückgefahren, sagte eine Werkssprecherin am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der "Wolfsburger Allgemeinen". Vorsorglich sei auch eine Sonderschicht pro Woche abgesagt worden.

Die VW-Vorzugsaktien erholten sich am Mittwoch etwas von ihren heftigen Verlusten seit Bekanntwerden der Abgas-Tricksereien. Um die Mittagszeit lag der Kurs mit 2,86 Prozent im Plus bei 97,92 Euro.

FINANZTOCHTER VERHÄNGT EINSTELLUNGSSTOPP

In Salzgitter, nach Konzernangaben einem der grössten Motorenwerke der Welt, werden täglich rund 7100 Otto- und Dieselmotoren hergestellt. Im Werk arbeiten rund 7000 Mitarbeiter.

Im rund 20 Kilometer entfernten Braunschweig verhängte darüber hinaus die VW-Finanztochter Volkswagen Financial Services bis zum Jahresende einen Einstellungsstopp. "Bereits mündlich gegebene Zusagen für Stellenbesetzungen sind davon aber unberührt", sagte Sprecher Stefan Voges am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Ferner sollen alle in diesem Jahr auslaufenden Verträge von Werkstudenten und Zeitarbeitern zunächst nicht verlängert werden. Nach dpa-Informationen sind knapp 30 Zeitverträge betroffen. Am Dienstag waren die Mitarbeiter der Finanztochter mit Sitz in Braunschweig auf einer Betriebsversammlung über die Massnahmen informiert worden. Ob der Einstellungsstopp zum Jahreswechsel beendet oder verlängert wird, ist nicht entschieden.

AUFSICHTSRATS-PRÄSIDIUM SPRICHT ÜBER AFFÄRE

In der Konzernzentrale in Wolfsburg will sich am späten Nachmittag das Präsidium des Aufsichtsrates erneut zu einer Krisensitzung treffen. Dabei will das fünfköpfige Gremium unter anderem über einen Zwischenbericht zu der Affäre sprechen. Demnach fiel die Entscheidung zum Einbau der manipulierten Software bereits in den Jahren 2005 und 2006, und zwar in der Motorenentwicklung in der VW-Zentrale, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Konzernkreisen erfahren hatte. Noch unklar ist, ob im Anschluss an die Sitzung mit einer Erklärung zu rechnen ist.

Darüber hinaus soll es bei dem Treffen auch um weitere Personalentscheidungen gehen. Nach dpa-Informationen wird das Präsidium insbesondere über die Zukunft des bisherigen VW-Finanzchefs Hans Dieter Pötsch beraten. Anfang September hatte das Präsidium Pötsch noch einstimmig als Nachfolger von Ferdinand Piëch an der Spitze des Aufsichtsrates vorgeschlagen. Der langjährige VW-Patriarch Piëch hatte im Frühjahr einen internen Machtkampf mit Winterkorn verloren und war zurückgetreten. Seitdem hat den Posten übergangsweise der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber inne.

WIRTSCHAFTSMINISTER FORDERT STRAFRECHTLICHE VERFOLGUNG

VW-Aufsichtsratsmitglied Olaf Lies forderte unterdessen eine konsequente strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen für die Diesel-Manipulationen. "Diejenigen, die erlaubt haben, dass dies geschehen kann und die, die entschieden haben, die Software zu installieren, haben kriminell gehandelt. Sie müssen deshalb dafür die persönliche Verantwortung übernehmen", sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister am Mittwoch dem englischen TV-Sender BBC. Der Aufsichtsrat müsse jetzt zudem schnell herausfinden, warum er so lange nichts von dem Einsatz der Betrugssoftware erfahren habe.

Volkswagen könne nach wie vor nicht absehen, wie hoch der finanzielle Schaden für VW alleine aufgrund der notwendigen Nacharbeiten an den betroffenen Motoren, sagte Lies. Es sei noch unklar, wie viele Autos dazu etwa in die Werkstätten zurückgerufen werden müssten, "aber es muss wirklich schnell gehen."

RÜCKRUF VON 5 MILLIONEN FAHRZEUGEN

Am Dienstag hatte der Konzern mitgeteilt, dass alleine von der Kernmarke VW fünf Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten geholt werden sollen. Die betroffenen VW-Kunden sollen demnächst per Post informiert werden, wenn ihre Diesel-Fahrzeuge nachgebessert werden müssen. VW sprach von "Servicemassnahmen".

Vor zehn Tagen war herausgekommen, dass VW in den USA mit einem Computerprogramm die Abgaswerte bei Dieselwagen manipuliert hat. Weltweit sind nach Konzernangaben rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen, davor rund 2,8 Millionen auch in Deutschland.

ANGEBLICH EIN DUTZEND MITARBEITER BEURLAUBT

Der langjährige VW-Chef Winterkorn hatte deshalb vor einer Woche sein Amt aufgegeben. Sei Nachfolger ist der bisherige Porsche-Chef Matthias Müller. VW drohen weltweit Milliardenstrafen.

Nach Informationen des Fachblattes "Manager Magazin" wurden bereits ein Dutzend VW-Mitarbeiter beurlaubt. Sie seien an Entwicklung und Einsatz der zur Manipulation von Abgaswerten genutzten Software beteiligt gewesen oder hätten zumindest frühzeitig davon gewusst. Deshalb würden sie bis zur Klärung der Vorwürfe beurlaubt. Betroffen seien Entwickler und Manager höherer Hierarchieebenen in Deutschland sowie den USA./vf/DP/stw

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

Auf Volkswagen könnte in Australien Millionenstrafe zukommen

01.10.2015 06:57

SYDNEY (awp international) - Volkswagen drohen im Abgas-Skandal auch in Australien möglicherweise Millionenstrafen. Zum einen könnten Verbraucher mit falschen Angaben über die Umweltfreundlichkeit der Wagen getäuscht worden sein, teilte die Verbraucherschutzbehörde Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) am Donnerstag mit. Zum anderen verstosse der Einbau manipulierter Software gegen australische Gesetze. Die Behörde warte noch auf Angaben von VW , ob Autos mit dieser Software nach Australien geliefert wurden. Audi hatte dies bereits eingeräumt, allerdings sei die Software in den Audi-Fahrzeugen nicht aktiv gewesen.

"Wir sind sehr besorgt über die potenziellen Verbraucher- und Wettbewerbsnachteile", teilte der Vorsitzende der Behörde, Rod Sims, mit. Jeder Verstoss gegen die Gesetze könne eine Strafe von bis zu 1,1 Millionen australischen Dollar (692 000 Euro) nach sich ziehen, sagte ein Sprecher der Behörde der Nachrichtenagentur dpa. Diese Strafe werde pro verkauftes Auto berechnet, in dem aktive manipulierte Sorftware eingebaut war. Seit 2009 sind in Australien nach Schätzungen rund 50 000 VWs mit Dieselantrieb verkauft worden./oe/DP/fbr

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

VW-Absatz stagniert in den USA im September
 

Trotz des Abgas-Skandals ist der Absatz von Volkswagen in den USA im September nicht gesunken. Andere deutsche Automarken sind hingegen im Plus.

Der Wolfsburger Volkswagen Konzern verkaufte von seiner Kernmarke VW im vergangenen Monat gut 26.000 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Verkaufszahlen liegen damit einen Hauch über dem Vorjahresmonat. Die Manipulation von Abgaswerten bei Diesel-Fahrzeugen hatte das US-Umweltamt EPA am 18. September öffentlich bekanntgemacht. VW hatte dann den Verkauf der betroffenen Modelle gestoppt. Der Absatz besonders der amerikanischen Konkurrenz legte in dem Monat zum Teil deutlich zu.

Wegen der Affäre rechnen Analysten bei VW mit einem Absatzeinbruch am US-Markt. Das Nordamerika-Geschäft der Wolfsburger schwächelt schon länger, da sie nicht die richtigen Modelle im Angebot hatten. Große Hoffnung setzt der Konzern auf den neuen Passat, der zum Jahresende in die amerikanischen Autohäuser rollt.

Die Premiumtochter Audi konnte unterdessen beim Absatz noch keine Kratzer im Lack entdecken. Mit einem Plus von 16,2 Prozent auf 17.340 Autos schlossen die Ingolstädter nach eigenen Angaben des 57. Rekordmonat in Folge ab.

Die anderen deutschen Hersteller gaben in den USA und Nordamerika Zugewinne bekannt. Mercedes USA verkaufte sechs Prozent mehr Fahrzeuge, BMW etwa vier Prozent mehr und Porsche sogar 22,7 Prozent. Bei den großen US-Konzernen verzeichnete General Motors ein Plus von 12,5 Prozent, Ford von 23 Prozent und Fiat Chrysler von 13,6 Prozent. Auch Toyota Motor schlug im September 16,2 Prozent mehr Autos los. Experten begründen die gestiegene Nachfrage in den USA mit den niedrigen Benzinpreisen und Kreditzinsen.

(Reuters)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Domtom01
Bild des Benutzers Domtom01
Online
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 09.01.2014
Kommentare: 2'496

Die Absatzzahlen der nächsten Monate werden erst Aufschluss  darüber geben, wie sehr der Skandal sich auf die Verkäufe auswirken wird. Zudem werden die Verkäufe wohl durch Prämien gestützt werden (müssen). 

Klar auch, dass alle Aasgeier kommen werden, um sich ihren Teil von der Beute zu sichern. Das Mitleid wird sich in Grenzen halten, wenn man nicht direkt mit VW liiert ist.

Ich warte mal ab, da geht wohl noch was Richtung Süden, bevor ich einen weiteren Trade lanciere.

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 19.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'138

VW-Zulassungsverbot gilt ab Montag
 

Ab Montag macht das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ernst: Als erstes Land der Welt führt die Schweiz dann das angekündigte Zulassungsverbot für mutmasslich manipulierte Autos aus dem VW-Konzern ein.

Überreagiert habe man nicht, sagte ASTRA-Sprecher Guido Bielmann. Irgendwie habe man ja auf dieses Problem reagieren müssen, sagte Bielmann der Nachrichtenagentur sda. Der Hauptgrund für das vorläufige Zulassungsverbot sei, dass die Autos mit der eingebauten Software für die Prüfung manipuliert wurden, sagte Bielmann. Zudem wird das Verbot in einer Mitteilung vom Freitag mit dem Umweltschutz begründet.

Unterdessen ist auch klar, für welche Autos das Zulassungsverbot gilt: Nämlich für solche, die erstmals in der Schweiz immatrikuliert werden. Also neue, noch nicht zugelassene Fahrzeuge oder Occasion-Autos aus dem Ausland, wie das ASTRA bereits am Montag mitteilte.

Occasionen nicht betroffen

Wer hingegen bereits ein möglicherweise manipuliertes Auto besitzt, kann dieses weiter verkaufen. Der Käufer kann das Fahrzeug dann auch wieder zulassen lassen. Die erste Mitteilung des ASTRA vor einer Woche war in diesem Punkt unklar formuliert und verursachte deshalb einige Aufregung.

Vom vorläufigen Zulassungsverbot betroffen sind Modelle der Marken Audi, Seat, Skoda und Volkswagen der Baujahre 2009 bis 2014 (Ausführungen Euro5), die mit Dieselmotoren vom Typ 1.2TDI, 1.6TDI und 2.0TDI ausgerüstet sind. Das Zulassungsverbot ist vorläufig. Über eine Aufhebung werde entschieden, wenn neue Erkenntnisse vorliegen, heisst es in der Mitteilung.

(SDA)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten