VOLKSWAGEN (VOW)

Volkswagen Aktie - VW Aktie 

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Domtom01
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Quo vadis VW?

aus: http://www.capital.de/themen/vw-im-krisenmodus.html

Bis klar ist, welche Kosten auf den Konzern insgesamt zukommen, wird noch längere Zeit vergehen. Die Landesbank Baden-Württemberg schätzt den Schaden auf 47 Mrd. Euro. Der Konzern braucht jedenfalls gute Anwälte, denn eine Klagewelle rollt auf das Unternehmen zu. In den USA verklagte der texanische Landkreis Harris County den Autobauer auf Schadenersatz. Das Unternehmen habe durch die Abgasmanipulationen die Bemühungen zur Verbesserungen der Luftqualität hintertrieben. 25.000 Dollar fordert der Landkreis für jeden Tag, an dem VW gegen die Grenzwerte verstoßen habe.  

47 Mrd.? Na dann dürfte der Boden nach unten noch weit entfernt sein. Die Unsicherheit ist Gift. Tolle Trades warten aber sicher noch!

Domtom01
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Ich will hier niemandem Konkurrenz im Reinkleben von Artikeln machen, denn das können andere besser. 

Doch da VW in meinen Augen zum Traden geradezu herausfordert, lese ich so manchen Artikel..., darunter auch diesen:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bericht-Gestaendnisse-in-VW-Abgasskandal-a...

Gemeinsam mit den Zulieferern bereitet Volkswagen derzeit eine Rückrufaktion vor, um die verbotene Technik aus den Diesel-Fahrzeugen zu entfernen. Während bei der Bosch-Software offenbar ein Computer-Update in der Werkstatt genügt, wird es beim Continental-System laut "BamS" teurer und aufwändiger, da auch beim Motor Veränderungen erforderlich seien. So sollen unter anderem Einspritzdüsen ausgetauscht werden.

Es ist weniger dieser relativ kleine Mehrposten, als vielmehr die Art und Weise, wie immer weiter schlechte Nachrichten in die Öffentlichkeit sickern. 

Gerade am Wochenende gibt es Zeit zum Verdauen der bisherigen Nachrichten und zur Meinungsbildung. Und solch grosse Skandale brauchen Zeit, um ins Bewusstsein der Anleger zu kommen.

Meine Prognose ist wenig überraschend: Es bleibt wohl volatil mit Abwärtstrend. Der grosse Befreiungsschlag kann zurzeit nicht gelingen, schliesslich weiss man noch gar nichts über das tatsächliche Ausmass. 

Strategie(n): daytrading für diejenigen, die Zeit haben. Mir ist es aber zu doof, den ganzen Tag vor dem Compi zu hängen.

Eventuell das hier:

 

Oder einfach die simple "kaufen und liegenlassen-Strategie". Hier würde ich aber in Tranchen kaufen. Bedarf allerdings mehr Zeit und Cash, und ob man das jetzt in die Autoindustrie investieren soll, kann ich auch nicht einsehen.

Deshalb wird es für mich nur die "Überfall-Methode" geben: am gleichen Tag kurz rein und wieder raus, sofern die Volatilität und der Neewsflow es gestatten.

Natürlich kann man auch daneben liegen. Dann übernimmt eben die long-Strategie .

So oder so: Da ist was zu machen!

Domtom01
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@spylong

Technik: Geht bis 86 runter!

Mit meinen 1x1-Kenntnissen in Sachen Chartanalyse erkenne, bzw. finde ich die 86 nicht, wir sind aber nicht mehr weit entfernt. Und mit den neuesten Kenntnissen kann ich mir auch ein Abrutschen in die tiefen 80er bis hohen 70er vorstellen, wenn da noch irgendeine Analyse oder ein Downgrade kommt. Shit happens - des einen Leid, des anderen Freud. 

laurencio
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Put Warrant

Ist es eine gute Idee, jetzt noch mit einem Put Warrant auf VW reinzugehen?

Ich habe da zum Beispiel an einen Warrant von GS (Symbol: 26533395) gedacht.

Domtom01
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Stattdessen bietet sich ein Volkswagen Discount Put von BNP Paribas an. Das Papier generiert eine Rendite von 22,1 Prozent, wenn die Aktie am 20. November unter 125 Euro steht.

Aber die Aktie darf auch nicht unter 85 Euro fallen, sonst wird sie geliefert. Deshalb ein Risiko. Es soll nur als mögliche Alternative gelten. Ich werde es eher nicht machen. Will mich aber nicht nur auf eine Strategie festlegen.

Domtom01
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Interessant auch das hier:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/volkswagen-plaedoyer-fuer-auge...

Das Wichtigste: 

... Beide Vergleiche legen also eine deutlich niedrigere Strafe nahe als die derzeit diskutierte Summe. Ein Prinzip des amerikanischen Rechtssystems kommt dem bedrängten Autokonzern dabei zugute: Der aktuelle Fall darf nicht strenger beurteilt werden als andere in der Vergangenheit.

USA Busse also nur zwischen 900 Mio. und 23,2 Mrd.$

Dennoch gilt festzuhalten: Der Skandal ist global, wenn auch anderswo die Strafen nicht so hoch sind, wie in den USA. Doch die vielen zivilrechtlichen Klagen in den USA werden die grösste Gefahr für den VW Konzern.

Elias
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Domtom01 hat am 04.10.2015 - 08:11 folgendes geschrieben:

Mir ist es aber zu doof, den ganzen Tag vor dem Compi zu hängen.

Letzte Anmeldung: 5. Oktober 2015 - 3:44http://www.cash.ch/community/user/domtom01  Senile Bettflucht 

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Elias
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Krise ist für VW "existenzbedrohend" Wie tief kann die VW-Aktie

Anleger lassen die VW-Aktie fallen. Zu wenig kalkulierbar die Kosten, die der Diesel-Skandal noch mit sich bringt. Und wenn jetzt auch noch der designierte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch von einer existenzbedrohenden Krise spricht... die Aktie sackt auf ein Fünf-Jahres-Tief.

http://boerse.ard.de/aktien/vw-ist-in-existenz-bedroht100.html

 

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Domtom01
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Senile Bettflucht? Ich halte es jetzt nicht für nötig, das grossartig zu kommentieren. 

Was ich sagen will, hast du vielleicht verstanden. Belassen wir es dabei, du hast andere, die sich um dich "kümmern", da brauche ich nicht nachzutreten. Das liegt unter meiner Würde.

Elias
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Domtom01 hat am 05.10.2015 - 13:13 folgendes geschrieben:

Senile Bettflucht? Ich halte es jetzt nicht für nötig, das grossartig zu kommentieren. 

Was ich sagen will, hast du vielleicht verstanden. Belassen wir es dabei, du hast andere, die sich um dich "kümmern", da brauche ich nicht nachzutreten. Das liegt unter meiner Würde.

Danke für deinen "grossartigen" Kommentar zu  meinem Posting.

Du hast es aber offensichtlich nicht verstanden. Du schreibst zwar "Mir ist es aber zu doof, den ganzen Tag vor dem Compi zu hängen", hängst aber nun nachweislich schon den ganzen Morgen fleissig im Cash-Forum herum. Ich sehe das, auch wenn du nichts postest.

Ich gehe davon aus, dass sich deine Freunde bald zu Wort melden werden und dir würdig unter die Arme greifen.

 

 

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Domtom01
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Börse mache ich so nebenher. Ich habe das Privileg, dass ich auch bei meiner Arbeit an der Börse aktiv sein kann. Und da zurzeit die Börse viele Trades hergibt, nehme ich mir Zeit, weil ich es jetzt gerade will.

Über deine Beiträge spricht man lieber nicht. Das ist, ach lassen wir das!

Domtom01
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Nur zu deiner Beruhigung. Ich habe mal ne ordentliche Ladung VW reingezogen. Somit kann ich meine Zeit auch in Franken bezahlen. Ich sitze also nicht umsonst vor dem Copmi und klebe den ganzen Tag, sondern handle!

Domtom01
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Nur zur Klarstellung: Wir sind hier im VW-Forum.

Mein Kauf hat sich zumindest bis jetzt als Glücksgriff erwiesen. Warum habe ich heute gekauft?

Einfach deshalb, weil wir vermutlich eine kurzfristige Übertreibung haben. Langfristig kann die Firma durchaus noch weiter absacken. Dennoch gehe ich eher von einer recht kräftigen Zwischenerholung aus. Die 100er Marke morgen scheint möglicherweise nehmbar zu sein, zumindest die 98/99. Ob ich da mit zu grossen Augen sehe, werden wir morgen wissen.

Domtom01
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aus capital.de

Die Analysten von M.M. Warburg haben zudem im vergangenen Sommer die Regel „Greife nie in ein fallendes Messer“ auch einmal einer kleinen empirischen Analyse unterzogen. Dabei gingen sie der Frage nach, wie sich die 600 größten europäischen Aktien in den vergangenen 15 Jahren nach Kursstürzen verhalten haben. Vereinfacht gesprochen haben sie untersucht, wie sich Aktien, die über einen Zeitraum von fünf Tagen stark (zwischen fünf und 25 Prozent) gefallen sind, in den folgenden fünf Tagen abgeschnitten haben. Tatsächlich schnitten diese stark gefallenen Aktien in den folgenden Tagen deutlich besser ab – und zwar umso stärker, je größer der vorherige Verlust war (die Studie finden Sie hier).

Demnach sollte/könnte es Platz für eine weitere Gegenbewegung geben.

sarastro
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Kaufkurse

Beim VW-Konzern hat man mit der Motorenfamilie EA189 versagt. Das wird jetzt bestraft (Umrüstkosten, Bussen, Einbrüche bei den Verkaufszahlen). Ich glaube aber nicht, dass die Marktstellung von VW langfristig gefährdet ist. Die Marken von VW haben eine sehr hohe Kundenbindung.

Ich sehe zwei typische Arten von Konzernkunden. Eine Gruppe sind die gewerblichen Fahrer, die möglichst günstig ihre Transporte erledigen wollen (z.B. Monteure im Skoda Octavia). Die andere Gruppe sind Möchtegern-Aufsteiger, die eine Premium-Marke fahren möchten, aber das nötige Kleingeld dazu nicht haben (z.B. Audifahrer, die nach dem Kauf ihres schmalbrüstigen Wagens gleich zum Chip-Tuner gehen). Zu dieser Gruppe zähle ich auch Bentley-Fahrer, die sich keinen RollsRoyce leisten können.

Die typischen Kunden der VW-Marken haben sich noch nie um Abgaswerte gekümmert. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Sie fürchten eher, dass durch die bevorstehende Umrüstaktion ihre Beschleunigungswerte beim Ampelstart beschnitten werden und der Dieselverbrauch stärker auf ihrem Geldbudget lastet. In spätestens fünf Jahren wird das Auto gewechselt und der Klamauk um die Abgasmanipulation ist längst vergessen. Die typischen Kunden werden ihre Wagen aus dem VW-Konzern weiterhin lieben und kaufen.

Als einzige gravierende Folge müssen möglicherweise die Marken Bugatti und Porsche verkauft werden, die aber im Konzern finanziell nur eine untergeordnete Bedeutung haben (Bugatti macht ohnehin Verluste).

Für langfristige Anleger sind jetzt bei VW klare Kaufkurse angesagt. Ich persönlich kaufe zwar nicht, weil ich schon seit längerer Zeit dort investiert bin.

Domtom01
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Mein appetit war zu gross für die Kurze Zei und habe verkauft. Dennoch toller Trade in sehr kurzer Zeit. Danke VW

Zyndicate
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VW-Krise: Rückruf startet im Januar
 

Bei der Nachbesserung der vom Abgas-Skandal betroffenen Dieselfahrzeuge müssen Volkswagen-Kunden Geduld haben.

Die Rückrufaktion soll Anfang des kommenden Jahres beginnen und kann sich lange Zeit hinziehen. "Bis Ende 2016 sollen dann alle Autos in Ordnung sein", sagte VW-Chef Matthias Müller der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe). VW müsse die jeweilige Lösung auf jedes Modell abstimmen und die notwendigen Teile bestellen. Sorgfalt gehe vor Geschwindigkeit. "Wenn alles läuft wie geplant, können wir im Januar den Rückruf starten."

Es gehe um den Motor EA 189 in Kombination mit verschiedenen Getrieben und diversen länderspezifischen Auslegungen. "Wir brauchen also nicht drei Lösungen, sondern Tausende." Für die meisten Motoren genüge ein Update der Software in der lokalen Werkstatt. Manche Fahrzeuge aber könnten neue Injektoren und Katalysatoren brauchen. Müller sagte, VW habe in dieser Woche dem Kraftfahrtbundesamt technische Lösungen vorgestellt.

Europas grösster Autokonzern hatte eingeräumt, mit einem Computerprogramm die Abgaswerte bei Dieselwagen manipuliert zu haben. Weltweit sind nach Konzernangaben rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen, davon rund 2,8 Millionen auch in Deutschland. VW hatte bereits mitgeteilt, alleine fünf Millionen Fahrzeuge der Konzern-Kernmarke VW in die Werkstätten holen zu wollen.

Zur Aufarbeitung des Skandals kommt am Mittwoch der VW-Aufsichtsrat zusammen. Das 20-köpfige Kontrollgremium will ab 09.00 Uhr auf dem Werksgelände in Wolfsburg abermals abgeschottet von der Öffentlichkeit über die nächsten Schritte zur Bewältigung des Manipulations-Skandals beraten.

Umstrittene Personalie

Auf der Agenda steht dabei auch die nicht unumstrittene Personalie Hans Dieter Pötsch. Der bisherige VW-Finanzchef soll nach dem Willen des Präsidiums Chef des Aufsichtsrates werden. Kritiker, wie die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), sehen in seiner Person den falschen Kandidaten zur Aufarbeitung der Abgas-Krise, da nicht zweifelsfrei nachgewiesen sei, dass er keine persönliche Verantwortung für Verfehlungen in der Affäre trage.

Dennoch wird in Aufsichtsratskreisen davon ausgegangen, dass es nur eine Formalie ist, dass der gesamte Aufsichtsrat dem Präsidiumsbeschluss für Pötsch zustimmt. Anschliessend soll Pötsch vom Amtsgericht Braunschweig für das Kontrollgremium benannt werden.

Auf einer Betriebsversammlung am Dienstag hatte VW-Chef Müller die Beschäftigten auf schwere Zeiten eingestimmt. Milliardenschäden durch den Abgas-Skandal drohen demnach zentrale Investitionspläne bei Volkswagen zu kippen. "Unser Ergebnis und die bisherige Finanzplanung kommen massiv unter Druck", sagte Müller. VW drohen Milliardenschäden.

(AWP)

 

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Zyndicate
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Welche Firmen von der VW-Krise profitieren
 

Der VW-«Dieselgate» bringt nicht nur Verlierer hervor, es gibt auch Gewinner-Aktien. Europa-Spezialist Anis Lahlou nennt einige davon. Und der Fondsmanager macht auf Schweizer Unternehmen mit Euro-Fokus aufmerksam.

Von Ivo Ruch

Weltweit vollziehen die Aktienmärkte Kurskapriolen. Seit Wochen folgen auf negative Tage grosse Gewinne und umgekehrt. Gleichzeitig sind die Bilanzen der grossen internationalen Indizes für das laufende Jahr sehr unterschiedlich. Während der französische CAC 40, der japanische Nikkei oder der niederländische AEX-Index eine positive Performance zwischen 5 und 10 Prozent aufweisen, stehen der Dow Jones und der Swiss Market Index deutlich im Minus.

Ein Preisrutsch bei Rohstoffen, die Verlangsamung des Wachstums in China und den Schwellenländern sowie die laufend aufgeschobene Zinswende in den USA sind nur ein paar Themen, welche die Märkte momentan beschäftigen. Aus europäischer Sicht dürfte das so weitergehen, sagt Anis Lahlou, Spezialist für europäische Aktien bei J.P. Morgan. "Bis wir wissen, was der Einfluss auf die Euro-Zone und Gesamteuropa ist", so der Fondsmanager im cash-Börsen-Talk.

Die Konjunktur in Europa gewinnt zwar allmählich an Fahrt, aber immer noch schleppend und - je nach Land - in Verbindung mit Risiken. Langfristig ist Lahlou jedoch optimistisch, was die europäischen Aktienmärkte angeht; nicht zuletzt aufgrund der andauernden Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB). Aber: Dass billiges Zentralbankengeld nicht automatisch steigende Aktienkurse mit sich bringt, war in den letzten Monaten zu beobachten. Seit Einführung des Quantitative Easing (QE) der EZB im März des laufenden Jahres haben europäische Aktien in Form des EuroStoxx50 knapp 10 Prozent verloren.

Kursverlauf des EuroStoxx50 im laufenden Jahr, Quelle: cash.ch

Grosses Thema an den europäischen Märkten bleibt der sogenannte "Volkswagen-Skandal". Europas grösster Autokonzern hatte eingeräumt, mit einem Computerprogramm die Abgaswerte bei Dieselwagen manipuliert zu haben. Weltweit sind nach Konzernangaben rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen, davon auch Zehntausende in der Schweiz. Im Zuge der Diesel-Affäre wurde fast die Hälfte der VW-Marktkapitalisierung eliminiert. Aber auch andere Autohersteller wurden in Sippenhaft genommen.

Eine ganze Industrie im Umbruch

Für Anis Lahlou ist die grosse Unsicherheit rund um den Autosektor noch nicht vorbei, die negativen Nachrichten dürften anhalten. Denn noch stehen hohe Bussen in den USA und anderen Regionen an. "Die Rufschädigung von Volkswagen könnte sich auf die ganze deutsche Industrie auswirken." Und schliesslich könnten hohe Kosten auf die Autoindustrie zukommen, aufgrund von zusätzlichen Regulierungen und Neuausrichtungen von Modellen.

Eine Industrie dürfte ganz besonders von diesen Umbrüchen profitieren: Autozulieferer, die Teile herstellen, die es für die anstehenden Veränderungen braucht. Fondsmanager Lahlou nennt aus diesem Bereich die deutsche Continental oder die französischen Unternehmen Valeo, Faurecia und Plastic Omnium. "Wer wieviel profitiert, ist allerdings noch unklar", so Lahlou. Auch in der Schweiz gibt es entsprechende Firmen. Autoneum, Ems-Chemie, SFS oder Georg Fischer sind nur ein paar Beispiele aus der Zulieferer-Industrie.

Schweizer Aktien mit Euro-Fokus

Aufgrund des starken Frankens dürften es viele Schweizer Firmen auch in Zukunft allerdings schwer haben. Eine Ausnahme stellten Unternehmen dar, die sich auf die Euro-Zone fokussieren, sagt Lahlou. Dazu gehört Adecco. Der Stellenvermittler macht 65 Prozent des Umsatzes in der Euro-Zone, ein Viertel davon in Frankreich. Als anderes Beispiel nennt der Europa-Experte Lonza. Der Lifesciencekonzern bewege sich in einer Nische und habe eine von der Schweiz unabhängige Preissetzungsmacht. Beide Titel haben ein bislang ein ordentliches Jahr hinter sich. Adecco konnte 7 Prozent zulegen, Lonza sogar deren 16.

CASH

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Sammelklage gegen VW auch in Australien gestartet

08.10.2015 12:33

SYDNEY (awp international) - Nach dem Abgasskandal bei Volkswagen haben sich mehr als 700 VW-Fahrer in Australien einer Sammelklage gegen den deutschen Auto-Hersteller angeschlossen. Sie gehören zu den 91 000 VW- und Audi-Besitzern auf den fünften Kontinent, deren Autos nach VW-Angaben mit der Manipulationssoftware ausgestattet waren, berichtete die Anwaltskanzlei Maurice Blackburn am Donnerstag. Sie rechnet mit zahlreichen weiteren Klägern, und will die Klage in etwa drei Wochen einreichen. Eine Vielzahl von Sammelklagen wird auch in den USA vorbereitet.

"VW hat bislang nicht klar gemacht, wie Verbraucher entschädigt werden sollen, die vielleicht tausende Dollar mehr für den Unterhalt ihres Autos zahlen müssen oder den Wagen später schlechter als geplant verkaufen können", sagte Anwalt Damian Scattini der Zeitung "The Australian". Die Verbraucherschutzbehörde Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) ermittelt ebenfalls gegen VW./oe/DP/stw

(AWP)

 

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Merkel verteidigt deutsche Autoindustrie
 

Im Skandal um manipulierte Abgasuntersuchungen bei Fahrzeugen von VW hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine rückhaltlose Aufklärung gefordert. Zugleich warnte sie vor einer Verurteilung der ganzen deutschen Branche.

Die Vorgänge bei Volkswagen müssten "auf dem schnellstem Wege aufgearbeitet und transparent gemacht werden", sagte Merkel am Donnerstagabend auf einer CDU- Veranstaltung in Wuppertal. "Wer aber versucht, angesichts dieses Fehlverhaltens in einem Bereich die ganze Automobilindustrie gleich an den Pranger zu stellen, der wird es mit der CDU zu tun bekommen", betonte die Kanzlerin. "Denn es hängen viele Arbeitsplätze daran."

Zuvor hatte bereits Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) die Dieseltechnik in deutschen Autos verteidigt. Dies sei keine Debatte über die Dieseltechnologie oder die deutsche Autoindustrie, sagte Gabriel am Donnerstag nach einem Treffen mit Arbeitnehmervertretern des VW-Werks in Wolfsburg. Vielmehr handele es sich hier um einen Einzelfall, der aufgeklärt werden müsse. Der VW-Konzern hatte am Mittwochabend fristgerecht einen ersten Bericht mit Lösungsvorschlägen an das Kraftfahrtbundesamt übermittelt.

(Bloomberg)

 

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VW: Winterkorn wird wohl alle Ämter aufgeben
 

Nach seinem Rückzug von der Volkswagen-Spitze wird Martin Winterkorn einem Bericht zufolge auch alle anderen Ämter im Konzern aufgeben. Der Manager habe seine Lage analysiert und werde sich vollständig zurückziehen.

Dies berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Montag. Damit sei in den kommenden Tagen zu rechnen. Zunächst müssten noch einige Formalien geklärt werden, berichtete die Zeitung und berief sich auf Konzernkreise.

Der 68-Jährige ist zurzeit etwa Chef der Holdinggesellschaft Porsche, in der die Familien Piëch und Porsche ihre Anteile gebündelt haben. Ausserdem ist er Aufsichtsratschef von Audi und der VW-Tochter Truck & Bus, in der das Lkw- und Busgeschäft des Konzerns angesiedelt ist.

Von der VW-Konzernspitze hatte sich Winterkorn wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte bereits im September zurückgezogen. Sein Nachfolger wurde der bisherige Chef des Sportwagenbauers Porsche, Matthias Müller.

Winterkorn will der "SZ" zufolge aber sein Aufsichtsratsmandat beim FC Bayern München behalten. Dieses sei nicht an VW gekoppelt.

(SDA)

 

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VW kündigt auch in China Rückruf an - Aufseher 'sehr besorgt'

12.10.2015 09:56

PEKING/WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen hat in der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Dieselautos nun auch in China einen Rückruf angekündigt. Die Aktion betrifft allerdings nur wenige Modelle, weil die Diesel-Technologie im Reich der Mitte bisher kaum verbreitet ist. Es geht um 1946 Tiguan und 4 Passat, die alle importiert wurden, wie der Autobauer am Montag mitteilte.

Chinas Aufsichtsbehörden zeigten sich "sehr besorgt" über den Abgas-Skandal. Während der Wolfsburger Konzern eine förmliche Entschuldigung aussprach, teilte die staatliche Qualitätsaufsicht in Peking mit, sich weitere Schritte je nach Entwicklung vorzubehalten.

VW produziert auf seinem grössten Absatzmarkt keine Dieselautos, die auf Chinas Strassen auch keine grössere Rolle spielen. "Volkswagen möchte sich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten entschuldigen, die unseren Kunden entstehen", hiess es in der VW-Pressemitteilung. Das Unternehmen werde "alles Menschenmögliche tun", um das Vertrauen zurückzugewinnen.

Die Kunden werden vorerst nur informiert, während Volkswagen den chinesischen Behörden noch eine technische Lösung vorlegen muss, wie genau das Problem behoben werden soll. Weltweit geht es um etwa elf Millionen Autos des Konzerns, in denen Software bei Abgastests niedrigere Schadstoffwerte als im Normalbetrieb vorschwindelt. Der neue VW-Vorstandschef Matthias Müller geht davon aus, dass die Rückrufe im Januar 2016 beginnen können./lw/DP/stb

(AWP)

 

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Presse: Top-Manager Vahland verlässt Volkswagen-Konzern

14.10.2015 12:50

WOLFSBURG (awp international) - Der krisengeschüttelte VW -Konzern verliert im Kampf gegen die Abgas-Affäre einen seiner wichtigsten Hoffnungsträger aus dem Top-Management. Völlig überraschend verlässt der bisherige Skoda-Chef Winfried Vahland (58) laut Informationen der "Auto Bild" das Unternehmen und wird damit doch nicht - wie Ende September zunächst verkündet - neuer Chef für die neu geschaffene Region Nordamerika mit den Märkten USA, Mexiko und Kanada. Konzernkreise bestätigten die Angaben am Mittwoch. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

In den Vereinigten Staaten hatte der Skandal um manipulierte Abgaswerte begonnen, zudem kämpft Volkswagen in den USA seit Jahren mit Absatzproblemen. Vahland war lange auch als möglicher Nachfolger für Konzernchef Martin Winterkorn gehandelt worden, kam dann aber nach dessen Rücktritt in der Abgasaffäre doch nicht zum Zuge. Auf Winterkorn war der frühere Porsche-Chef Matthias Müller gefolgt./loh/DP/fbr

(AWP)

 

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VW beschließt Radikalumbau:

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Verschwundene Akte zu VW-Skandal ruft Staatsanwaltschaft auf den Plan

21.10.2015 13:17

HANNOVER/WOLFSBURG (awp international) - Vor einem Besuch von Niedersachsens Ministerpräsident und VW -Aufsichtsrat Stephan Weil im Stammwerk in Wolfsburg sorgt eine verschwundene Akte zum Abgas-Skandal für neuen Ärger. Aufgrund einer Strafanzeige der Landesregierung ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover wegen möglichen Diebstahls. Am Nachmittag will Weil mit dem neuen VW-Chef Matthias Müller und Betriebsratschef Bernd Osterloh Gespräche mit Mitarbeitern der Golf-Produktion führen.

"Wir haben ein Ermittlungsverfahren zunächst gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Diebstahl eingeleitet", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den Fall berichtet.

Ob die Handakte am Ende wirklich gestohlen, nur verlegt oder gar versehentlich in den Müll geworfen wurde, war zunächst offen. In der Staatskanzlei wird der Diebstahl nach dpa-Informationen jedoch "als naheliegendste Variante" vermutet. Die Akte soll nach Angaben von Regierungssprecherin Anke Pörksen am 9. Oktober "zuletzt bewusst gesehen" worden sein. Vermisst gemeldet wurde sie dann am 12. Oktober vom zuständigen Sachbearbeiter, die Anzeige erfolgte am 16. Oktober.

"In der Handakte befanden sich ausschliesslich Ausdrucke und Duplikate von Unterlagen, die meisten davon sind im Netz verfügbar, aber auch hausinterne Vermerke zu rechtlichen Fragen, keine Aufsichtsratsunterlagen", sagte Pörksen. "Insofern ist der Verlust der Handakte zwar ärgerlich, aber nicht hoch problematisch." Eine bereits durchgeführte Befragung von rund einem Dutzend Mitarbeiter habe bislang keine konkreten Ergebnisse geliefert.

Unterdessen hat nach Europas grösstem Autobauer VW nun auch Toyota eine millionenfache Rückrufaktion von mangelhaften Fahrzeugen angekündigt. Weltweit muss der japanische Autoriese nach eigenen Angaben 6,5 Millionen Wagen in die Werkstätten beordern. Grund sei ein Defekt bei einem Modul für Fensterheber. Erst im vergangenen Jahr hatte Toyota Millionen Autos zurückgerufen.

Volkswagen und Toyota liefern sich ein Wettrennen um den Titel des weltgrössten Autokonzerns. Die Wolfsburger stehen wegen der Abgas-Affäre vor dem grössten Rückruf ihrer Geschichte. In den 28 EU-Ländern holt VW 8,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge in die Werkstätten. Rund 2,4 Millionen davon entfallen auf den Heimatmarkt Deutschland.

Zudem hat Volkswagen seinen europäischen Vertragspartnern untersagt, Bestandsfahrzeuge, die von der Dieselaffäre betroffen sind, zu verkaufen. Der Verkaufsstopp gilt für alle Neuwagen mit dem Motor EA 189 ohne Erstzulassung, die im Handel auf Lager stehen. Er geht nach einem Bericht der Fachzeitschrift "Automobilwoche" (online) auf einen Beschluss des Kraftfahrt-Bundesamts zurück.

Nach Angaben Osterlohs hat der Abgas-Skandal in der ersten Oktober-Hälfte noch nicht auf die Verkäufe durchgeschlagen. "Es gibt noch keine Anzeichen dafür", sagte der VW-Betriebsratschef in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das gelte auch explizit mit Blick auf den wichtigen Heimatmarkt Deutschland und Europa.

Osterloh betonte aber, es sei noch viel zu früh für eine Entwarnung bei den Arbeitsplätzen. Dies hob auch der neue IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hervor: "Wir können im Moment nur über Szenarien reden. Aber wenn ein Szenario eintritt, müssen wir handlungsfähig sein."/had/loh/ceb/ln/hoe/DP/stb

(AWP)

 

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VW prüft weiteren Motoren auf Manipulation
 

Die Krise um manipulierte Dieselfahrzeuge aus dem VW-Konzern könnte sich noch erheblich ausweiten. Auch frühe Versionen vom Nachfolger des VW-Skandalmotors EA189 sind möglicherweise von der Abgas-Affäre betroffen.

Derzeit untersuche Volkswagen auch die anfängliche Variante des ab 2012 eingesetzten EA288 mit Euro-5-Norm, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag der Deutsche Presse-Agentur. "Das schauen wir uns gerade genau an", sagte er.

Zur Grössenordnung der zu untersuchenden Zahlen konnte er noch nichts sagen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe bisher nur ausgeschlossen, dass die Euro-6-Versionen des EA288 von den Problemen und damit von den Rückrufen betroffen sind.

Der EA288 kam seit dem Jahr 2012 zunächst in Euro-5-Norm zum Einsatz, auch in Deutschland - zum Beispiel im VW-Verkaufsschlager Golf. In einem "gleitenden Übergang" sei dann schrittweise auf Euro-6 umgestellt worden.

Details zum Zeitraum der Umstellung waren zunächst unklar. Seit diesem September stehen in den VW-Autohäusern nur noch Modelle mit der laut KBA nicht betroffenen Euro-6-Version. Europas grösster Autobauer hatte bisher stets betont, dass die "aktuelle Dieselmotorengeneration EA288 nicht betroffen" sei, sich dabei jedoch nicht eindeutig zu der Euro-5-Vorgängerversion des EA288 geäussert.

VW hatte vor gut einem Monat eingeräumt, die Abgaswerte von Millionen Dieselautos manipuliert zu haben. Ans Licht gebracht hatte den Fall die US-Umweltbehörde EPA.

(SDA)

 

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Toyota überholt Volkswagen
 

Der japanische Autobauer Toyota hat den vom Skandal manipulierter Abgastests gebeutelten VW-Konzern beim Absatz wieder überholt.

Die Japaner sind mit knapp 7,5 Millionen verkauften Fahrzeugen ihrer Marken Toyota, Daihatsu und Hino in den ersten neun Monaten wieder der Autokonzern mit dem höchsten Absatz, auch wenn dieser um 1,5 Prozent gefallen ist. Der VW-Absatz ging im gleichen Zeitraum ebenfalls um 1,5 Prozent auf 7,43 Millionen Stück zurück. Im ersten Halbjahr hatte Volkswagen noch mehr Fahrzeuge verkauft als die Japaner.

Der frühere und inzwischen über den Abgas-Skandal gestolperte VW-Chef Martin Winterkorn war damit seinem Ziel, den Konzern zum weltgrössten Autobauer zu machen, näher gekommen. Doch seitdem hat sich in Wolfsburg so gut wie fast alles geändert. Das Unternehmen steckt wegen der Manipulation von Abgastests in der tiefsten Krise seiner Geschichte. Der Kampf um die Krone des weltgrössten Autobauers ist daher in den Hintergrund gerückt. In der Abgas-Affäre hatte VW eingeräumt, millionenfach Dieselwagen mit einer Software ausgestattet zu haben, die den Schadstoffausstoss auf Prüfständen der Behörden manipuliert.

(AWP)

 

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VW: Eintauschprämie für Schummel-Autos?
 

Volkswagen denkt einem Agenturbericht zufolge über Eintauschprämien für manipulierte Dieselfahrzeuge als Alternative zur Reparatur nach.

Händler könnten den betroffenen Wagen in Zahlung nehmen und weitere Anreize für einen Neukauf anbieten, berichtete die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag unter Berufung auf Konzernkreise und VW-Partner. Das würde sich für den Konzern vor allem bei Motoren mit 1,6 Liter Hubraum lohnen, weil bei diesen nicht ein einfacher Software-Update ausreicht, um die Manipulation zu beheben, sondern aufwendige und teurere Nachbesserungen nötig sind.

Für den Rückruf der weltweit bis zu elf Millionen betroffenen Autos hat VW 6,5 Milliarden Euro zur Seite gelegt. Für das dritte Quartal wird der größte Autobauer Europas deshalb Analystenschätzungen zufolge einen Verlust von gut zwei Milliarden Euro ausweisen.

Allein in Deutschland muss der Konzern 2,4 Millionen Fahrzeuge zurückrufen, europaweit sind es 8,5 Millionen. Bei den meisten Motoren genüge es, die alte Software, die die Abgas-Emissionen bei Tests manipulierte, zu ersetzen, hatte VW bereits erklärt. Bei rund drei Millionen 1,6-Liter-Motoren müsse aber auch die Motortechnik erneuert werden. Ein nötiges Bauteil dafür muss erst noch entwickelt werden und steht VW zufolge nicht vor September 2016 zur Verfügung.

Die Nachrüstung dieser Fahrzeuge in den Werkstätten wird also erheblich teurer. Deshalb könnte sich für VW eine Anreizzahlung für den Eintausch gegen einen Neuwagen ähnlich der vor Jahren gezahlten staatlichen Abwrackprämie lohnen. Es sei aber noch nichts entschieden, hieß es in dem Agenturbericht. Ein VW-Sprecher erklärte, es sei tägliches Geschäft, dass Konzern und Händler über Angebote für Kunden nachdächten.

Unterdessen zog Volkswagen weitere personelle Konsequenzen aus dem Abgasskandal: Der Leiter des Bereichs Antriebstechnologie sei beurlaubt worden, sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Interne Ermittlungen liefen. Der Abgasskandal hatte Ex-VW-Chef Martin Winterkorn den Job gekostet, weitere drei Entwicklungschefs wurden beurlaubt.

Keine Beförderungen

VW lotet unter dem neuen Vorstandschef Matthias Müller derzeit alle Möglichkeiten aus, um als Folge des Abgasskandals die Kosten zu senken. So wolle der Wolfsburger Konzern bei der nächsten Generation des Kassenschlagers Golf möglichst viele aktuelle Bauteile erneut verwenden und dadurch Hunderte Millionen Euro sparen, berichtete das "Manager Magazin" unter Berufung auf Konzern-Insider. Dazu solle es im kommenden Jahr keine Beförderungen geben. Betriebsratschef Bernd Osterloh nannte das in einer schriftlichen Stellungnahme eine "bloße Symbolpolitik", die die Arbeitnehmervertreter nicht akzeptierten. "Wir erwarten andere Symbole zuerst: zum Beispiel eine klare Aussage, wie sich der Konzernvorstand zu seinen Boni-Zahlungen stellt." Die Manager müssten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Ein VW-Sprecher lehnte einen Kommentar ab.

Bei der Konzerntochter Audi sicherte Personalvorstand Thomas Sigi den Beschäftigten zu, dass die bis 2018 geltende Beschäftigungsgarantie eingehalten wird. "Diese Abmachung gilt", sagte Sigi der "Heilbronner Stimme" in einem Interview, das im Audi-Intranet veröffentlicht wurde. Audi wolle trotz des Diesel-Abgasskandals an seinen Wachstumszielen festhalten und wie geplant neue Mitarbeiter einstellen. Außerdem werde Audi auch im kommenden Jahr eine Erfolgsbeteiligung ausschütten. Die Mitarbeiter könnten mit einer "ansehnlichen Summe" rechnen.

Wie stark Volkswagen unter dem Abgasskandal leiden wird, ist noch nicht klar. Neben den reinen Kosten für Rückrufaktionen, Gerichtsverfahren und mögliche Schadenersatzforderungen ist auch der Vertrauensverlust der Kunden ein Problem. Im Oktober spürte der Konzern nach den Worten von Stephan Weil, niedersächsischer Ministerpräsident und Mitglied im VW-Aufsichtsrat, noch keine Auswirkungen bei den Verkäufen. Der Absatz sei bisher stabil geblieben, hatte er vergangene Woche gesagt.

Die Quartalszahlen, die VW am Mittwoch veröffentlicht, werden darüber auch keinen Aufschluss geben, denn sie betreffen den Zeitraum Juli bis September. Analysten rechnen mit einem Umsatzplus von drei Prozent. Unter dem Strich wird VW aber allein wegen der 6,5 Milliarden Euro an Rückstellungen tief in die roten Zahlen rutschen. VW-Chef Müller hat bereits weitere Rückstellungen für den Fall, dass der Absatz sinkt, nicht ausgeschlossen.

(Reuters)

 

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VW-Geschäft von Abgas-Krise bisher verschont
 

Trotz Abgas-Affäre spürt der VW-Konzern in Europa auch beim Bestelleingang noch keine Auswirkungen des Skandals.

In Deutschland wachse seit dem Bekanntwerden der Manipulationen vor rund einem Monat sogar die Zahl der Bestellungen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Konzernvertriebs. Jedoch sei das Bild europaweit uneinheitlich. So seien die Diesel-Bestellungen in Grossbritannien abgesackt, was VW als direkte Folge der Affäre wertet.

Unter dem Strich schlage der Skandal aber bislang nicht aufs Geschäft durch. Bisher war das nur für die Kennziffer Absatz bekannt - also für die Kette hinter den Bestellungen. Hierzulande vergehen zumindest bei den privaten Autokäufen Wochen oder Monate zwischen dem Bestellen per Auftragseingang und dem Ausliefern, also dem eigentlichen Absatz.

Vergangene Woche hatten Konzernchef Matthias Müller, VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) und Konzernbetriebsrat Bernd Osterloh nach einem Besuch im VW-Werk in Wolfsburg von einem stabilen Absatz berichtet. Zum Frühindikator der Order in den Auftragsbüchern sagten sie aber nichts. Am Trend der Verkäufe hängt bei den Wolfsburgern die Produktion - und damit stehen und fallen schliesslich Arbeitsplätze.

Bis zu 10'000 verschiedene Lösungen

Teuer wird die Aufarbeitung für VW aber in jedem Fall, nicht zuletzt wegen der umfangreichen Nacharbeiten an den betroffenen Fahrzeugen. VW muss für die Nachbesserung der manipulierten Dieselfahrzeuge bis zu 10 000 verschiedene Lösungen ausarbeiten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Konzernkreisen erfuhr.

Demnach ergibt sich die enorme Anzahl der Tausenden individuellen Lösungen aus der Zahl der betroffenen Motorvarianten. Sie unterscheiden sich nicht nur beim Hubraum (2,0 sowie 1,6 und 1,2 Liter), sondern etwa in der Auslegung auf Getriebe (Automatik, 5- oder 6-Gang), unterschiedliche Marken (etwa Volkswagen -Pkw, Seat, Skoda oder Audi ), Modelljahre oder Märkte weltweit.

So liege die Verästelung der Variantenzahl unter den insgesamt elf Millionen betroffenen Dieseln zum Beispiel auch daran, dass teilweise für einige Märkte spezielle Anpassungen der Leistung erfolgen, um mit den Motoren den örtlichen Gegebenheiten der Besteuerung Rechnung zu tragen - etwa bei PS-Obergrenzen. Der Konzern hatte Mitte Oktober erklärt, "mit Hochdruck" an den technischen Lösungen zu arbeiten. Ab Januar 2016 soll laut Plan mit den Nachbesserungen begonnen werden.

Dabei geht es um Softwarelösungen, aber teils auch um neue Bauteile. "Alle Massnahmen werden zunächst den zuständigen Behörden vorgestellt", erklärte VW. "Danach werden die Halter dieser Fahrzeuge von Volkswagen in den nächsten Wochen und Monaten darüber informiert." Bei den betroffenen Dieseln mit 1,6 Liter Hubraum ist absehbar, dass neben den Anpassungen der Software auch neue Bauteile hermüssen. Daher beginnt ihr Rückruf frühestens im Herbst 2016.

(AWP)

 

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VW-Konzern weist neue Vorwürfe um grössere Dieselmotoren zurück
03.11.2015 06:31

BERLIN/WASHINGTON (awp international) - Der Skandal um Abgas-Manipulationen an älteren Dieselfahrzeugen droht sich für den VW -Konzern empfindlich auszuweiten. Während die US-Umweltbehörde EPA dem europäischen Branchenprimus am Montagabend vorwarf, auch bei Dieselmotoren mit 3,0 Litern Hubraum eine Manipulations-Software eingesetzt zu haben, hielt Volkswagen am späten Abend dagegen, man habe kein Programm installiert, "um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern".

Damit stand zunächst Aussage gegen Aussage. Doch die Vorwürfe der EPA wiegen schwer und sind detailreich. Die US-Umweltschutzagentur hatte den Skandal um geschönte Abgas-Werte bei Volkswagen Mitte September ins Rollen gebracht. Die US-Behörde wies nach, dass Dieselwagen aus dem VW-Konzern über eine Software die Situation auf einem Prüfstand erkennen und in eine Art Abgas-Schonmodus schalten, um so strikte Emissionsvorgaben einzuhalten. Bisher ging es dabei nur um die kleineren Vierzylindermotoren, die bis 2,0 Liter Hubraum haben. Die EPA-Enthüllung erreichte schliesslich auch Europa, wo der VW-Konzern vom nächsten Jahr an 8,5 Millionen Dieselfahrzeuge zurückrufen muss.

Die neuen Vorwürfe der EPA zielen nun auf Sechszylinder-Diesel mit 3,0 Litern Hubraum. Erstmals in der Abgas-Affäre geht es dabei neben Audi und VW-Pkw auch um die VW-Tochter Porsche. Sie entwickelt nur Benzinmotoren selber und greift für Diesel auf die Vorarbeit von Audi und VW zurück. In der Regel werden die Diesel für den Sportwagenbauer angepasst, etwa mit ein paar zusätzlichen Pferdestärken. Im Kern bleiben die Selbstzünder-Antriebe aber markenübergreifend identisch.

Der neue Vorwurf gegen Porsche ist pikant, da VW-Konzernchef Matthias Müller noch bis vor kurzem Chef des Sportwagenbauers war. Müller war im Strudel des Skandals auf den zurückgetretenen Vorstandschef Martin Winterkorn gefolgt, der damit Verantwortung für die Affäre übernahm.

Die neusten Vorwürfe der EPA wiegen schwer. "VW hat einmal mehr seine Verpflichtungen missachtet, sich an die Gesetze zu halten, welche saubere Luft für alle Amerikaner sichern", sagte EPA-Vertreterin Cynthia Giles laut Mitteilung. Den Kern des Vorwurfes beschreibt die Behörde wie folgt: "Die Software in diesen Fahrzeugen beinhaltet ein oder mehrere Zusatz-Instrumente zur Abgas-Kontrolle, die der Konzern bei der Zulassung der Modelle nicht offengelegt, beschrieben und begründet hat." Laut EPA erkennt eben jene Software, die der Behörde zunächst verborgen blieb, die Abgas-Testprozedur aus den USA und schaltet in einen Modus, der Stickoxide (NOx) gezielt mindert. Für NOx-Gase gelten in den Vereinigten Staaten besonders strikte Grenzen.

Der Autobauer teilte mit: "Die Volkswagen AG betont, dass keine Software bei den 3-Liter V6-Diesel-Aggregaten installiert wurde, um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern." Den Vorwurf selber, der die Wolfsburger den Angaben zufolge ebenfalls am Montag erreichte, beschreibt der Konzern damit, dass es um eine Software gehe, "die im Genehmigungsprozess nicht hinreichend beschrieben worden sei". Das Unternehmen versicherte, man werde mit der EPA "vollumfänglich kooperieren", um alles "rückhaltlos aufzuklären".

Die Materie ist vielschichtig. Nicht alles, was per Motorsteuerung die Abgase mildert, ist gleich eine illegale Software. So führen Motoren beispielsweise in bestimmten Fahrsituationen Abgase zurück und verbrennen sie erneut. Die EPA definiert die Kernfrage dabei so: "Ein Zusatz-Instrument zur Abgas-Kontrolle, das zum Überlisten von Abgastests entwickelt wurde, ist ein "defeat device"". Und eben jenes "defeat device", ein Instrument zum Ausstechen der Testsituation, ist illegal. Hierzulande spricht das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) von einer "unzulässige Abschalteinrichtung im Sinne der Gesetzgebung".

Nach Angaben der EPA wurden in bestimmten Diesel-Modellen der Marken VW, Audi und Porsche der Modelljahrgänge 2014 bis 2016 Drei-Liter-Diesel-Motoren verbaut, die bei Stickoxid-Emissionen die in den USA erlaubten Grenzwerte um das bis zu Neunfache überträfen.

Im einzelnen gehe es um die Modelle und Jahrgänge VW-Touareg (2014), Porsche Cayenne (2015), Audi A6 Quattro, Audi A7 Quattro, Audi A8 und A8 Langversion sowie um den Audi Q5 (alle 2016). Wie viele Fahrzeuge in den USA und weltweit betroffen sind, ist bislang nicht bekannt: Die neuerliche Rüge der EPA betreffe ungefähr 10 000 Diesel, die seit dem Modelljahr 2014 in den USA verkauft worden seien. Zusätzlich sei eine bislang unbekannte Zahl aus dem Modelljahrgang 2016 betroffen.

Im September hatte die EPA ihre Vorwürfe zu den Vierzylindern bekannt gegeben. VW hatte die Vorwürfe daraufhin eingeräumt. Seitdem steckt der Konzern in der tiefsten Krise seiner fast 80-jährigen Geschichte./loh/DP/stk

(AWP)

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