VOLKSWAGEN (VOW)

Volkswagen Aktie - VW Aktie 

Valor: 352780 / Symbol: VOW
  • 146.40 EUR
  • 0.00% 0.000
  • 18.02.2019 14:11:15
387 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Auch Südkorea zieht gegen VW vor Gericht

Im VW-Abgasskandal will nun auch Südkorea vor Gericht ziehen.

Das Umweltministerium in Seoul kündigte noch für Dienstag eine Strafanzeige gegen den VW - und Audi-Chef in dem asiatischen Land, Johannes Thammer, an. Im Rückrufplan des Wolfsburger Autobauers würden wesentliche Vorgaben des Umweltschutzgesetzes nicht berücksichtigt, teilte das Ministerium mit. Im November hatte Südkorea wegen der Abgas-Manipulationen eine Rekordstrafe von umgerechnet rund elf Millionen Euro gegen VW verhängt und den Rückruf von gut 125.000 Autos gefordert. Volkswagen hatte am 6. Januar einen Rückrufplan eingereicht.

Neben Klagen von Anlegern und Autokäufern hatte vor kurzem auch das US-Justizministerium im Namen der Umweltbehörde EPA eine Zivilklage gegen Volkswagen wegen des Verstoßes gegen das Luftreinhaltegesetzt eingereicht. In der Klageschrift werden Geldstrafen gefordert, die sich auf bis zu 46 Milliarden Dollar summieren. Auch strafrechtliche Ermittlungen laufen gegen den Konzern.

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Volkswagen denkt trotz Krise nicht an Verkauf einzelner Marken
31.01.2016 15:56

WOLFSBURG (awp international) - Bei der Neuausrichtung des tief in der Krise steckenden VW -Konzerns soll es keine Verkäufe einzelner Marken geben. "Wir haben zwölf erfolgreiche Marken, die sehr wettbewerbsfähig sind", sagte VW-Konzernchef Matthias Müller der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Samstag). Derzeit gebe es keinen Grund, das infrage zu stellen.

Dies gelte auch für die Lkw-Sparte, betonte VW-Vorstand Andreas Renschler. "Es wird keinen Notverkauf geben", sagte Renschler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zwar müsse Volkswagen in der gegenwärtigen Krise organisatorisch "neu ausgerichtet werden", es gebe aber keinen Druck. "Die operativen Ergebnisse im Volkswagen-Konzern sind gut, trotz allem."

Der Volkswagenkonzern steckt seit Bekanntwerden der weltweiten Abgasmanipulationen bei Diesel-Fahrzeugen im vergangenen September tief in der Krise. VW drohen weltweit Milliardenstrafen und immense Rückrufkosten. Müller hat aus diesem Grund kurz nach seiner Ernennung zum Konzernchef einen massiven Sparkurs angekündigt./had/DP/men

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Volkswagen drosselt Produktion in den Werken Emden und Baunatal
31.01.2016 14:33

WOLFSBURG (awp international) - Wegen technischer Probleme muss Europas grösster Autobauer Volkswagen in seinen Werken im hessischen Baunatal und im niedersächsischen Emden die Produktion teilweise drosseln. Dies habe aber nichts mit der Abgaskrise zu tun, sagte ein VW -Sprecher am Samstag in Hannover. In Emden sei ein kaputtes Presswerk in der Passatproduktion verantwortlich, aus diesem Grund könne derzeit nur mit verminderter Kraft gefertigt werden.

Wann der Defekt behoben werden könne, sei noch unklar. "Es wird wohl noch bis in die kommende Woche dauern", sagte der Sprecher. In Emden werden der Passat und das Coupé CC gefertigt - bis 2015 mehr als elf Millionen Fahrzeuge.

Die gedrosselte Produktion in Emden hat direkte Konsequenzen für das VW-Getriebewerk Kassel in Baunatal. Bereits am Freitag mussten nach einem Bericht der "Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen" (HNA) mit Sitz in Kassel rund 400 Mitarbeiter des Werkes in Baunatal zu Hause bleiben, für den kommenden Montag seien sogar bis zu 2500 Beschäftigte des Getriebebaus betroffen.

In dem nordhessischen VW-Werk werden unter anderem Teile für den Passat gefertigt. Auch für den 5. und den 8. Februar seien aufgrund der geringeren Abfrage an Fahrzeugteilen Schliesstage vorgesehen. "Wir haben Schliesstage analog zu den fahrzeugbauenden Werken", sagte Betriebsratschef Carsten Bätzold der Zeitung. In den nicht betroffenen Bereichen "brumme" aber die Nachfrage an Bauteilen.

"Ursache ist nicht etwa eine rückläufige Nachfrage beim Passat, sondern sind einzig die internen Abläufe bei der Getriebeproduktion", betonte der Konzernsprecher. Er widersprach damit Berichten, wonach sich die gegenwärtige Abgaskrise auf die Nachfrage auf Kundenseite bereits ausgewirkt habe.

Volkswagen hatte im vergangenen September zugegeben, bei weltweit mehr als elf Millionen Diesel-Fahrzeugen mit einer verbotenen Software die Abgaswerte nach unten korrigiert zu haben. Dem Konzern drohen deshalb Milliardenstrafen. In der vergangenen Woche hatte VW in Deutschland bei dem ersten betroffenen Modell, dem Pick-Up Amarok, mit dem Rückruf begonnen. Bis Ende des Jahres sollen die rund 2,5 Millionen in Deutschland von den Manipulationen betroffenen Autos überarbeitet werden. Dazu sind entweder nur Software-Updates oder auch bauliche Veränderungen am Motor nötig./had/DP/men

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW-Vorstand Heizmann rechnet mit rund sechs Prozent Wachstum in China
16.02.2016 08:34

PEKING (awp international) - Nach dem Absatzrückgang 2015 in China rechnet der Volkswagen -Konzern in diesem Jahr wieder mit rund sechs Prozent Wachstum auf seinem wichtigsten Markt. "Ich bin ganz optimistisch", sagte China-Vorstand Jochem Heizmann am Dienstag in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Trotz der schlechten Absatzzahlen des Vorjahres sei der Profit "ordentlich" ausgefallen. Die Auswirkungen des Abgas-Skandals auf China seien nicht gross. Der Konzern habe auch seine Investitionspläne hier nicht verändert. Doch werde die geplante Aufstockung des Anteils an dem Joint Venture mit First Automotive Works (FAW) um zwei bis drei Jahre verschoben./lw/DP/das

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Nächste Millionenstrafe gegen VW

Mexikos Behörden haben gegen den Autohersteller Volkswagen eine Millionenstrafe wegen des Verstosses gegen Umweltauflagen verhängt.

Dem Wolfsburger Konzern wurde eine Geldbusse von umgerechnet acht Millionen Euro für den Verkauf von Fahrzeugen ohne gültige Umweltzertifikate auferlegt, wie das Umweltbüro der mexikanischen Bundesstaatsanwaltschaft (Profepa) am Montag mitteilte. Die Unregelmässigkeiten betreffen demnach fast 45 500 Fahrzeuge des Modelljahres 2016 der Marken VW, Audi , Bentley, Porsche und Seat.

Die fehlenden mexikanischen Zertifikate legen Auflagen für den Schadstoffausstoss bei Fahrzeugen unter einem Gewicht von 3857 Kilo fest. Die Strafe sei nach einer Mitte Dezember durchgeführten Inspektion bei Volkswagen verhängt worden, hiess es. Der Mitteilung zufolge sind vor allem Fahrzeuge der Marke VW betroffen.

Mexiko ist einer der wichtigsten Märkte für Volkswagen in Lateinamerika. Der Konzern betreibt in dem Land eine Autofabrik in Puebla und ein Motorenwerk in Silao.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Volkswagen nennt zwei weitere Starttermine für Diesel-Rückrufe
19.02.2016 10:48

WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen hat für die weiteren Rückrufwellen im Abgas-Skandal erstmals genaue Termine genannt. Demnach sollen die Wagen mit dem kleinsten betroffenen Motor - dem mit 1,2 Litern Hubraum - ab der Kalenderwoche 22 und damit ab dem 30. Mai in die Werkstatt. Das Datum geht aus dem ersten generellen Anschreiben an die hierzulande rund 2,5 Millionen betroffenen Halter hervor. In dem Brief heisst es weiter, dass die mittelgrossen Motoren mit 1,6 Litern Hubraum ab dem 5. September (Kalenderwoche 36) an der Reihe sind.

Bereits bekannt ist der Starttermin 29. Februar (Kalenderwoche 9) für die 2,0-Liter-Maschinen. Dabei machen bestimmte Varianten des Passat den Anfang. Wann genau welche Modelle dran sind, hängt von den vielen verschiedenen Varianten aus Motor, Baujahr und Getriebe ab. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gibt sie schrittweise in Stufen frei.

Bei den mittelgrossen 1,6-Liter-Motoren, die die letzte der drei grossen Wellen bilden, muss neben einem Software-Update auch ein Bauteil eingesetzt werden. In dem Schreiben heisst es, jeder Halter erhalte noch einmal einen zweiten Brief, der zu einem konkreten Termin in der Werkstatt aufruft. "Wir bedauern zutiefst, dass wir Ihr Vertrauen enttäuscht haben und werden diese Unregelmässigkeit schnellstmöglich beheben", schreibt Volkswagen. Alle Fahrzeuge seien auch ohne die Nachbesserung "technisch sicher und fahrbereit"./loh/DP/stk

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

alpenland
Bild des Benutzers alpenland
Offline
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 24.05.2006
Kommentare: 4'717
Einigung in USA

dies scheint bereits positive Kursauswirkungen zu haben:

Abgas-Skandal: VW-Markenchef Herbert Diess rechnet in kommenden Monaten mit Einigung in USA. "Ich bin der Meinung, dass wir gute Chancen haben, in den nächsten Monaten zu einer Einigung mit den US-Behörden zu gelangen", so Diess gegenüber der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung".

 

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW will sich rasch mit Anlegern einigen

07.03.2016 07:39

Volkswagen will die vielen Anlegerklagen im Zuge der Abgas-Affäre mit einem gebündelten Sammelverfahren vor Gericht schnell aus der Welt schaffen.

Dazu hat der Konzern selber einen Antrag auf ein sogenanntes Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig gestellt. Das geht aus einer Erwiderung des Autobauers auf Anlegerklagen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Diverse Anleger machen vor Gericht geltend, dass VW angeblich zu spät über das Ausmass der Abgas-Affäre informiert habe. Sie sehen sich wegen Verlusten an der Börse um viel Geld gebracht und klagen daher.

"Die Chancen auf einen Prozesserfolg klagender geschädigter VW-Aktionäre haben sich damit deutlich erhöht", sagte der Tübinger Anlegeranwalt Andreas Tilp. Seine Kanzlei hat nach eigenen Angaben hierzulande die erste Aktionärsklage gegen VW eingereicht. Tilp wirft dem Konzern vor, bei der Affäre um manipulierte Dieselfahrzeuge die Finanzwelt zu spät mit einer Pflichtmitteilung informiert zu haben. Tilps Kanzlei hat Anlegerklagen in Musterverfahren schon gegen die Telekom und die Bank Hypo Real Estate vor Gericht zum Erfolg geführt.

VW sieht sich entlastet

VW sieht nach der bisherigen internen Aufklärung keine Ansatzpunkte für Anlegerklagen. Insbesondere sei die Behauptung falsch, den Vorstand könne eine Mitschuld treffen. Vielmehr glaubt VW beweisen zu können, dass der gesamte Vorstand erst wenige Wochen vor dem öffentlichen Auffliegen der Affäre von den Software-Manipulationen wusste. Andere Sichtweisen seien Behauptungen "ins Blaue hinein", argumentieren die Anwälte des Autobauers in der Klageerwiderung.

"Die Entscheidung, die Motorsteuerungssoftware zu verändern, wurde vielmehr von VW-Mitarbeitern unterhalb der Vorstandsebene auf nachgeordneten Arbeitsebenen des Bereichs Aggregate-Entwicklung von Volkswagen getroffen", heisst es in der Klageerwiderung weiter.

"Der Vorstand von Volkswagen hatte weder von der Programmierung der unzulässigen Softwareveränderung noch von deren späteren Einsatz in den betroffenen Diesel-Aggregaten Kenntnis, sondern erfuhr von dieser Thematik erst im Sommer 2015." Über das gesamte Ausmass des Skandals mit elf Millionen betroffenen Wagen informierte der Konzern Ende September die Öffentlichkeit per Pflichtmitteilung an die Finanzwelt.

Nach VW-Darstellung war der Erkenntnisgewinn bis zur Gewissheit über die ganze Dimension kompliziert und langwierig. So hätten externe juristische Berater noch Anfang August 2015 keine Gewissheit über die Zulässigkeit der fraglichen Motor-Software gegeben. Demnach bewegte sich die juristische Einschätzung zu der Frage, ob die US-Behörden die Software als illegale Abschalteinrichtung (defeat device) sehen dürften oder nicht, in einer Grauzone, bei der die vorangegangene Rechtsanwendung "höchst subjektiv" und "inkonsistent" sei.

Eigene Techniker sollen Schuld sein

Zudem hätten die eigenen Techniker die interne Aufklärung erschwert. Demnach verdichteten sich erst ab Mai 2015 auch auf der Führungsebene des Konzerns die Hinweise darauf, "dass es zum Einsatz einer gegen US-Recht verstossenden Software gekommen sein könnte". Daraufhin habe man den Druck "insbesondere durch Rückfragen bei Technikern der in Frage kommenden Abteilungen intensiviert", schreibt VW.

"Diese internen Aufklärungsbemühungen, die durch das "Mauern" einzelner Techniker erschwert wurden, führten schliesslich zu der Offenlegung der Softwareveränderung" gegenüber den beteiligten US-Behörden am 3. September des vergangenen Jahres. Auch danach habe es noch bis Ende des Monats gedauert, um Gewissheit über die Dimension zu haben.

Manipulation war kostengünstig

Einen zentralen Auslöser für den Skandal sieht der Konzern im Zeit- und Kostendruck, der in der Motorenentwicklung geherrscht habe. Demnach wählten Volkswagen-Techniker den Ausweg über die illegale Software, da sie bei den Arbeiten für den Skandalmotor EA189 anders als früher nicht mehr auf legalen Wegen ans Ziel zu kommen glaubten.

Das Ganze erfolgte demnach laut bisherigem Kenntnisstand schon im November 2006 und blieb auch so lange unentdeckt, da die Manipulation so günstig umzusetzen gewesen sei. "Diese Programmierung konnte insbesondere ohne Kostengenehmigung durch übergeordnete Stellen erfolgen, so dass es nicht verwundert, dass der Volkswagen-Vorstand erst Jahre später von der Softwareveränderung erfuhr", schreibt VW.

Der Konzern will in der zweiten Aprilhälfte öffentlich über den Stand der bisherigen internen Ermittlung und Aufklärungsarbeit informieren.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW droht in den USA noch mehr Ärger

09.03.2016 07:16
Volkswagen könnte im Abgas-Skandal weiterer Ärger in den USA drohen. Die Ermittlungen der Justiz wurden auf den Verdacht des Bankbetrugs und mögliche Verstösse gegen Steuergesetze ausgedehnt.

Die Ermittlungen des Justizministeriums seien auf den Verdacht des Bankbetrugs und mögliche Verstösse gegen Steuergesetze ausgedehnt worden, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Die Anwendung eines eigentlich für die Finanzbranche vorgesehenen Gesetzes könne für VW zusätzliche Strafen bedeuten.

Die Ermittler prüfen dem Bericht nach, ob Kreditgeber durch Manipulationen von VW bei der Autofinanzierung gefährdet wurden. Betroffene Fahrzeuge mit überhöhten Abgaswerten waren ursprünglich als umweltfreundlich vermarktet worden und haben durch die Affäre erheblich an Wert verloren. Ausserdem soll untersucht werden, ob VW für Steuergutschriften haftbar ist, die US-Autokäufer für den vermeintlich geringen Abgas-Ausstoss erhalten haben.

Ein Sprecher des Justizministeriums wollte sich auf Nachfrage nicht äussern. Eine Sprecherin von VW sagte lediglich, dass das Unternehmen weiter mit allen relevanten US-Behörden kooperieren werde. Volkswagen hatte im September nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA eingeräumt, Hunderttausende Diesel-Wagen in den USA mit einer Betrugs-Software zum Austricksen von Abgas-Tests ausgerüstet zu haben. Dem Konzern droht durch eine Zivilklage der US-Regierung bereits eine Strafe in zweistelliger Milliardenhöhe.

Die neuen Ermittlungen wegen Bankbetrugs zeigen dem "Wall Street Journal" zufolge das erste Mal, dass die USA ein für Regelverstösse von Banken entwickeltes Gesetz ausserhalb der Finanzindustrie einsetzen. Damit würde "die Rechtstheorie gegen einen nicht besonders genehmen Beschuldigten bis an die äussersten Grenzen gedehnt", zitiert die Zeitung den Columbia-Rechtsprofessor John Coffee. Das Gesetz von 1989 war vor allem im Zuge der Finanzkrise 2008 genutzt worden, um Grossbanken besser zur Verantwortung ziehen zu können.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Porsche bleibt Gewinnbringer für VW
11.03.2016 10:09

STUTTGART (awp international) - Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche bleibt für den Volkswagen -Konzern ein wichtiger Gewinnbringer. Im vergangenen Jahr legte das Ergebnis nach Steuern um 6 Prozent auf 2,335 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Umsatz der Stuttgarter kletterte 2015 um ein Viertel auf den Rekordwert von 21,5 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis stieg um 25 Prozent, es erreichte 3,4 Milliarden Euro.

Porsche kam auf eine Umsatzrendite - also einen Anteil des Gewinns am Umsatz - von 16 Prozent, innerhalb der VW -Gruppe bleibt die Firma damit eine Ertragsperle. Auch bei den Auslieferungen ging es weiter steil bergauf: Rund 225 000 Autos wurden an die Kunden übergeben, 18,6 Prozent mehr als 2014. Porsche-Chef Oliver Blume sprach von einem "ausserordentlichen Ergebnis"./wdw/DP/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

278 Grossanleger reichen Milliardenklage gegen VW ein
15.03.2016 06:47

(Ausführliche Fassung)

BRAUNSCHWEIG (awp international) - Profi-Investoren nehmen Volkswagen im Abgas-Skandal ins Visier. 278 institutionelle Grossanleger - darunter der grösste US-Pensionsfonds Calpers und die Sparkassen-Fondstochter Deka - haben den Wolfsburger Autobauer auf Schadenersatz in Höhe von 3,255 Milliarden Euro verklagt. Einen entsprechenden Bericht von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR bestätigte der Tübinger Rechtsanwalt Andreas Tilp am Montag. Schon zuvor gab es allerdings dutzende vergleichbarer Klagen.

Bei den Vorwürfen geht es darum, ob der Konzern seiner Auskunftspflicht gegenüber Anteilseignern nachgekommen ist. VW hatte erst Tage, nachdem die US-Umweltbehörde EPA ihre Betrugs-Vorwürfe am 18. September öffentlich machte, über drohende finanzielle Konsequenzen informiert. Volkswagen bekräftige mehrfach seine Auffassung, alle Informationspflichten befolgt zu haben.

Tilp vertritt die Investoren vor dem Landgericht Braunschweig. Bei den Klägern handelt es sich um Anleger, die ab Mitte 2008 VW-Aktien gekauft haben. Sie fordern einen Ausgleich für die hohen Kursverluste, die sie im Zuge der Affäre um manipulierte Emissionswerte erlitten haben. Laut Tilp wollen sich noch diverse andere Investoren der Klage anschliessen. "Das ist erst der Anfang", sagte der Anwalt. Das Landgericht war am Abend nicht für eine Bestätigung des Klageeingangs erreichbar.

Über ein Konsortium mehrerer Gesellschaften, das die Prozesskosten finanziert, plane Tilp vor einer drohenden Verjährung im September 2016 noch weitere Klagen für mehr als 20 Grossanlegern, heisst es in dem Bericht von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR. Diese Aktionäre dürften noch einmal deutlich mehr als eine Milliarde Euro an Schadensersatz fordern. Eine Allianz-Tochter sei bereits unter den Klägern.

Ein Sprecher der Vermögensverwaltung Allianz Global Investors (AGI) hatte vor einigen Tagen gesagt, man müsse prüfen, "ob unsere Anleger geschädigt worden sind und wir dann dementsprechend Schritte einleiten". Die AGI hält 0,06 Prozent an dem Wolfsburger Autokonzern.

Der kalifornische Lehrer-Pensionsfonds CalSTRS hatte bereits Anfang März angekündigt, vor deutschen Gerichten um Schadensersatz streiten zu wollen./hbr/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Prominenter US-Anwalt setzt VW unter Druck
16.03.2016 08:25

WOLFSBURG (awp international) - Im Abgas-Skandal mehren sich für Volkswagen die juristischen Baustellen. Nun kündigte auch der US-Staranwalt Michael Hausfeld an, in Deutschland gegen den Autobauer vorgehen zu wollen. In einem Schreiben an VW fordert die Kanzlei Hausfelds ein Treffen mit der Spitze von Volkswagen innerhalb der kommenden zwei Wochen. VW müsse im Abgas-Skandal alle Fakten auf den Tisch legen, heisst es in dem Schreiben, das der dpa vorlag. Zuvor hatten das "Handelsblatt" und die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Die Kanzlei sei von deutschen Kunden und Unternehmen beauftragt worden, ihre Rechte wahrzunehmen.

Hausfeld ist auf Sammelklagen spezialisiert und spielte etwa im Verfahren um die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter in Deutschland eine wichtige Rolle. In den USA zahlt Volkswagen Besitzern von Hunderttausenden von der Affäre um manipulierte Emissionstests betroffenen Diesel-Wagen Einkaufsgutscheine im Wert von bis zu 1000 Dollar. In Deutschland plant VW so eine Aktion nicht.

VW hat in der Abgas-Affäre viele Baustellen. So hatte erst vor kurzem eine Gruppe von Profi-Anlegern am Landgericht Braunschweig eine Klage gegen VW auf 3,255 Milliarden Euro Schadenersatz eingereicht./hoe/DP/das

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW-Abgas-Skandal: Gesamtergebnis von Nachmessungen lässt weiter auf sich warten
07.04.2016 14:13

BERLIN (awp international) - Bei den grossangelegten amtlichen Abgas-Nachmessungen infolge des VW -Skandals ziehen sich die Untersuchungen weiter hin. "Bisher liegt das Gesamtergebnis nicht vor", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Donnerstag auf Anfrage in Berlin. Veröffentlicht werden solle es nach dem Abschluss der Untersuchungen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte im vergangenen Herbst Nachmessungen bei mehr als 50 Diesel-Modellen von Herstellern aus dem In- und Ausland begonnen. Die Ergebnisse sollen zunächst mit den Autobauern und anderen Behörden besprochen werden.

Minister Alexander Dobrindt (CSU) will die Endergebnisse dann als Gesamtpaket publik machen, hat dafür aber bisher keinen Termin genannt. Nach Informationen des "Handelsblatts" (Donnerstag) soll der Abschlussbericht samt Prüfdaten und Reformvorschlägen Ende April vorgelegt werden. Grüne und Linke im Bundestag haben mehrfach eine schnellere Veröffentlichung und generell mehr Aufklärung verlangt. Sie erwägen deswegen die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses./sam/DP/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Streit um VW-Vorstandsboni beschäftigt Spitze des Aufsichtsrats
10.04.2016 17:07

(Zusammenfassung)

WOLFSBURG (awp international) - Der Streit um einen Verzicht der Volkswagen -Vorstände auf Bonuszahlungen im Zuge der Abgas-Affäre wird am Montag die Spitze des VW -Aufsichtsrates beschäftigen. Im Gespräch sind dabei verschiedene Vorschläge zum Umgang mit den Prämien, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Aufsichtsratskreisen erfuhr. Demnach stehen Ideen zu Kürzungen von 30 Prozent und mehr im Raum. Denkbar sei auch, einen Teil der Boni in eine Stiftung abzuführen. Eine abschliessende Entscheidung wird aber nach Informationen von Insidern am Montag noch nicht fallen.

Das Präsidium ist die Spitze der insgesamt 20 Volkswagen-Kontrolleure. Die Boni sind ein heisses Eisen für den kriselnden Konzern. Einerseits sind die variablen Vorstandsvergütungen vertraglich fest geregelt. Sie hängen am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und zudem an individuell mit den Managern vereinbarten Zielen für die persönliche Leistung. Sowohl für einen Komplett- als auch für einen Teilverzicht müssten die Vorstände jeweils einwilligen und von den vertraglichen Regelungen zurücktreten. Sie könnten aber auch genauso gut auf einer Zahlung der Boni nach den Berechnungsregeln bestehen.

SIGNALWIRKUNG

Die Höhe der Vorstandsboni und ein möglicher freiwilliger Verzicht haben im Strudel des Abgas-Skandals auch grosse öffentliche Signalwirkung. Erste Leiharbeiter müssen das Unternehmen schon verlassen. Die 120 000 Mitarbeiter im VW-Haustarif haben wegen roter Zahlen bei der VW-Kernmarke keinen Anspruch auf ihre gewohnte Erfolgsbeteiligung. Sie erhalten alternativ eine Anerkennungsprämie, deren Höhe aber noch unklar ist. Die Volkswagen-Aktionäre müssen sich diesmal auf weniger Dividende einstellen oder womöglich sogar auf eine Minimal-Zahlung.

Mit der Affäre um weltweit elf Millionen manipulierte Dieselfahrzeuge drohen besonders in den USA hohe Strafen und Prozessrisiken, die laut Konzernkreisen einen zweistelligen Milliardenbetrag erreichen können. Der US-Bezirksrichter Charles Breyer, bei dem die Klagen in den USA gebündelt sind, hat dem Konzern und den US-Umweltbehörden ein Ultimatum bis zum 21. April gesetzt, um eine Lösung für die mehr als eine halbe Million manipulierten Fahrzeuge in den USA zu finden.

BERATUNGEN VERSCHOBEN

Wegen dieses wichtigen Termins verschiebt der Aufsichtsrat auch seine Beratungen über den Jahresabschluss 2015. Das eigentlich für den 20. April anberaumte Treffen werde auf den 22. April verlegt, hiess es am Samstag in Aufsichtsratskreisen. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Spätestens bis zur Bilanz-Pressekonferenz am 28. April, die Europas grösster Autobauer wegen des Abgas-Skandals verschoben hatte, sollte VW Klarheit haben, wie viel Geld für drohende Strafen zurückgelegt werden muss. Spätestens wenn der Konzern seinen Geschäftsbericht vorlegt, wird auch klar sein, wie hoch die Vorstandsvergütungen ausfallen.

HEIKLE DEBATTE

Die Bonidebatte ist bei zwei Personen besonders delikat: Der in der Affäre zurückgetretene Konzern-Vorstandschef Martin Winterkorn hat noch finanzielle Ansprüche in Wolfsburg. "Ich kann bestätigen, dass er einen gültigen Vertrag hat", sagte ein Konzernsprecher am Sonntag. Für das Jahr 2014 kassierte Winterkorn knapp 16 Millionen Euro Gesamtvergütung. Der Wert seiner Pensionsvorsorge, für die das Unternehmen neben seiner jährlichen Vergütung aufkommt, belief sich zuletzt auf fast 29 Millionen Euro (Barwert zum 31. Dezember 2014).

Winterkorns früherer Finanzchef Hans Dieter Pötsch erhielt für 2014 6,8 Millionen Euro Salär. Der Barwert seiner Pensionsleistung lag zuletzt bei 21 Millionen Euro. Pötsch ist im Zuge des Abgas-Skandals Aufsichtsratschef geworden. In dieser Funktion verdient man weniger. Laut Medienberichten soll sich Pötsch mit dem Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrats vertraglich eine zweistellige Millionensumme gesichert haben, um damit den Wegfall seiner finanziell besseren Perspektive als Vorstandsmann aufzufangen./loh/had/DP/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Volkswagen legt Quartalsbilanz erst Ende Mai vor
14.04.2016 12:21

WOLFSBURG (awp international) - Europas grösster Autobauer Volkswagen wird seinen Zwischenbericht zum Startquartal 2016 am 31. Mai veröffentlichen. Die Verschiebung um mehrere Wochen ist eine Folge des Abgas-Skandals. Den neuen Termin teilte Volkswagen am Donnerstag mit.

Wegen der Krise und offener Bewertungsfragen hatte der Konzern seine Jahresbilanz für 2015 auf den 28. April verschieben müssen und daher auch die Hauptversammlung von ursprünglich Ende April auf den 22. Juni verlegt. Da der Quartalsbericht etwa bei der Prognose auf der Jahresbilanz 2015 aufbaut, bekam nun auch er einen späteren Termin./loh/DP/men

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Neuer starker Mann soll Volkswagen in USA wieder in Spur bringen
17.04.2016 15:29

(Zusammenfassung)

HERNDON/WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen verzichtet auf dem schwierigen US-Markt überraschend auf einen direkten Ersatz für den im März zurückgetretenen Landeschef Michael Horn. Stattdessen soll der Leiter der Region Nordamerika, der frühere BMW -Manager Hinrich Woebcken, den Posten in Personalunion übernehmen. Die wichtige Region solle ausserdem eigenständiger handeln als früher, wie VW -Markenchef Herbert Diess in den US-Zentrale am Freitag (Ortszeit) in Herndon mitteilte.

Woebcken erklärte, VW wolle mit Hilfe der neuen Struktur die richtigen Produkte zur richtigen Zeit auf den Markt bringen. Volkswagen hat auf dem zweitwichtigsten Automarkt der Welt auch deswegen grosse Probleme, weil die Produktpalette nicht richtig auf die speziellen Bedürfnisse des US-Markts abgestimmt ist. So fehlt VW im wichtigen Pick-up-Segment ein Modell.

DIESELGATE VERSCHÄRFT US-MISERE

Der Skandal um manipulierte Abgastests von Dieselfahrzeugen, der seinen Ursprung in den USA hatte, verschärfte die Misere von VW in Amerika. Der Absatz brach ein. Im März schrumpfte der US-Absatz der Marke mit dem VW-Logo im Jahresvergleich um 10,4 Prozent auf 26 914 verkaufte Autos. Im Gesamtjahr sanken die Verkäufe bislang um 12,5 Prozent. Nach Bekanntwerden von Manipulationen bei Stickoxidwerten war für VW-Dieselmodelle in den USA ein Verkaufsstopp verhängt worden.

Für Aufregung hatte im März der überraschende Rücktritt von US-VW-Chef Michael Horn gesorgt - mitten in der Abgas-Affäre. Dies hatte auch in der Wolfsburger VW-Zentrale für Bestürzung gesorgt. Horn galt vor allem für die Händler in den USA als wichtiger Mann. Der US-Verband der VW-Händler hatte sich nach dem Horn-Rücktritt als "beunruhigt" gezeigt.

HOHE STRAFEN UND PROZESSRISIKEN DROHEN BESONDERS IN USA

Lange galt es als sicher, dass VW den Posten Horns direkt nachbesetzt. Nun aber soll Woebcken als neuer starker Mann den Autobauer in den USA wieder in die Spur bringen. Er ist bei VW erst seit dem 1. April neuer Leiter der Region Nordamerika, die die Märkte USA, Kanada und Mexiko umfasst, und nun in Personalunion auch US-Chef von Volkswagen.

Wegen des Abgas-Skandals drohen Volkswagen besonders in den USA hohe Strafen und Prozessrisiken, die laut früheren Angaben aus Konzernkreisen einen zweistelligen Milliardenbetrag erreichen können. Für die manipulierten Dieselautos in den USA ist VW noch auf der Suche nach einer Lösung, mit der auch die US-Umweltbehörde EPA zufrieden ist. In den USA sind von den Manipulationen rund 580 000 Autos betroffen, weltweit sind es rund elf Millionen.

BORT 'BEAUFTRAGTER FÜR DIE BEWÄLTIGUNG DER DIESEL-THEMATIK IN EUROPA'

Der US-Bezirksrichter Charles Breyer, bei dem die Klagen in den USA gebündelt sind, hatte ein Ultimatum bis zum 21. April gesetzt. Einen Tag später will das Kontrollgremium nach Angaben aus Aufsichtsrats-Kreisen über den Jahresabschluss 2015 beraten.

Unterdessen setzte Volkswagen angesichts der anhaltenden Probleme im Abgas-Skandal bei seiner Hauptmarke VW einen eigenen Krisenmanager eingesetzt. Der bisherige Leiter der Qualitätssicherung der Marke Volkswagen, Manfred Bort, wurde zum "Beauftragten für die Bewältigung der Diesel-Thematik in Europa" ernannt. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der Branchenzeitung "Automobilwoche". VW hat bei der Aufarbeitung der Manipulationen bei Abgastests von Dieselfahrzeugen noch viele Probleme. So hatte sich zuletzt der Rückruf von betroffenen Passat-Fahrzeugen weiter verzögert./he/hoe/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

alpenland
Bild des Benutzers alpenland
Offline
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 24.05.2006
Kommentare: 4'717
VW will sich "güner" machen

unglaubliche Stärke der Aktien heute +7% !

 

VW: Mit E-Mobilität und Milliardeninvestition gegen die Dieselkrise?14:20 Uhr 20.04.2016 Der VW Konzern befindet sich immer noch mitten in der Abgas-Krise. Am nächsten Donnerstag (28.04) wird der vollständige Geschäftsbericht für 2015 veröffentlicht. Dann kann ein tieferer Eindruck über die Kosten der Krise entstehen. Doch mitten in der Krise nun die Offensive des Autobauers. Ein deutlich gestiegener Fokus auf die E-Mobilität soll den Konzern nachhaltig aufstellen. So solle der Elektofahrzeuganteil bis 2025 auf 25 Prozent der verkauften Fahrzeuge erhöht werden, so der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller und Markenchef Herbert Diess. Zeitgleich sollten diese Modelle keine Kombinationen aus Verbrennungs- und Elektroantrieb mehr haben, sondern reine batteriebetriebene Fahrzeuge sein. Zum Vergleich: Im Vorjahr verkaufte VW rund 40.000 E-Fahrzeuge. Dieser Anteil, sofern die 25 Prozent erreicht werden sollen, müsste auf 1,5 Millionen Fahrzeuge steigen. Ab 2019 soll der Verkauf der neuen Modelle starten, nachdem das Grundgerüst schon zwei Jahre vorher stehen soll. Dabei handelt es sich um eine Milliardeninvestition in die Zukunft. Auch gibt es Ideen in die eigene Batterieproduktion einzusteigen. Denn die Akkus sind die teuersten Teile am Fahrzeug und dort liegt der bisherige Produktionsgroßteil bei den asiatischen Produzenten. Damit würde VW einen heiß umkämpften Markt stärker in den Fokus rücken. Denn neben Tesla und BMW mit seinen i-Modellen, stoßen immer mehr asiatische Unternehmen in den Elektromarkt vor. Wie beispielsweise der Billighersteller BYD, der zu einem Konkurrenten von Tesla werden möchte und daher die Marketingstrategie deutlich änderte. Auch der ramponierte Ruf der sauberen Technik könnte mit dem Fokus auf die Nachhaltigkeit wieder deutlich aufpoliert werden.

alpenland
Bild des Benutzers alpenland
Offline
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 24.05.2006
Kommentare: 4'717
was die "lieben" Amis alles so können..

DJ US-Justiz bittet VW um Schweigen zu konzerneigener Ermittlung

Von Devlin Barrett und Aruna Viswanatha

NEW YORK (Dow Jones)--Das US-Justizministerium wendet sich mit einer Aufforderung an Volkswagen. Die Behörde verlangt von VW, auf eine Veröffentlichung der Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung des Abgasskandals zu verzichten. Der Grund: Namen und Details, die auch ein Schlüssel zur regierungseigenen Untersuchung sind, sollen geheim gehalten werden.

Die Aufforderung des Ministeriums könnte es für die Deutschen erschweren, ihren Aktionären und Kunden Antworten zu liefern. Eine Missachtung der Ministeriumsbitte könnte potenzielle Strafverfolgungen und mehrere Milliarden US-Dollar schwere Strafen vereiteln, so Insider. Vergangenen Monat hatte VW versprochen, Details einer Untersuchung zu veröffentlichen, die die Kanzlei Jones Day im Auftrag der Wolfsburger vorgenommen hatte. Was die Kommunikation über die Diesel-Thematik anbelange, sei man in dauerndem Austausch, bekräftigte VW in einer Mitteilung. Man werde sich in der zweiten Aprilhälfte näher dazu äußern.

Zeugen könnten plötzlich nicht mehr mit Ermittlern sprechen wollen 

Das Justizministerium verdeutlichte gegenüber VW, dass, wenn gewisse Namen oder Tatsachen an die Öffentlichkeit gelangten, es für Zivil- und Strafverfolger schwieriger sein könne zu ermitteln, was wirklich passiert ist, wie Insider berichten. Angestellte und Zeugen, die die Firma nennt, könnten plötzlich nicht mehr mit den Behörden sprechen wollen.

Die Wolfsburger wollen den Aufsichtsrat am 22. April informieren und dabei die Ergebnisse der Untersuchung vorstellen, wie nahezu 600.000 Autos gegen die strengen Emissionsauflagen verstoßen konnten. VW räumte im vergangenen September ein, manipulierte Software in Diesel-Fahrzeugen eingesetzt zu haben, wodurch die Autos die Umwelt auf der Straße stärker belasteten als während Emissionstests der Regierung.

VW in Vielzahl von Klagen verwickelt 

Die offizielle Untersuchung in den USA dauere an, nähere sich aber ihrem Ende, erklärten Insider. Diese Verzögerung kommt zu einer Zeit, in der VW in rechtliche Scharmützel in den USA und Deutschland involviert ist, darunter strafrechtlicher Verfolgung, mehr als 500 Zivilklagen und einer Untersuchung der US-Wettbewerbsbehörde FTC, ob Volkswagen mit seiner Diesel-Werbung betrogen habe.

Die Aufforderung des Justizministeriums ist keine formale Anweisung, setzt den Konzern aber unter Druck, ihr zu folgen. Firmen, die als nicht kooperativ erscheinen, sind tendenziell mit harscheren Strafen konfrontiert. Alles in allem ist die neue Entwicklung ein neuerliches Zeichen dafür, dass der Autohersteller den Abgasskandal nicht so schnell wie erwünscht abhaken kann. VW hat bereits zwei Mal die Veröffentlichung seiner Gesamtjahreszahlen 2015 verschoben und ebenso die Hauptversammlung. Die Konzernergebnisse sollen jetzt am 28. April präsentiert werden.

alpenland
Bild des Benutzers alpenland
Offline
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 24.05.2006
Kommentare: 4'717
hier der Grund

FRANKFURT (Dow Jones) - Die deutschen Aktien haben am Mittwoch im nachbörslichen Handel noch etwas zugelegt. Dominiert wurde das Geschehen von VW. Nachdem die Welt am Abend auf ihrer Homepage unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet hatte, dass VW sich mit den US-Behörden auf einen Vergleich geeinigt habe, legten die Aktien bei lebhaften Umsätzen um 2,4 Prozent zu. Spekulationen auf eine bevorstehende Einigung hatten die Aktie schon im regulären Geschäft um 6,6 Prozent nach oben getrieben. Die von der Welt genannte Entschädigungssumme von 5.000 Dollar pro betroffenem Fahrzeug liege deutlich unter den Erwartungen, sagte ein Händler. Und er fügte hinzu, der ganze nachbörsliche Handel sei sehr "VW-lastig" gewesen. Ohne VW wäre der Handel ähnlich ruhig gelaufen wie in den vergangenen Tagen. / Quelle: Guidants News http://news.guidants.com

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 14.02.2019
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'007
VW in USA zum Rückkauf von Dieselautos bereit

In den USA läuft die gerichtlich festgelegte Frist aus, bis zu der sich VW mit den Behörden geeinigt haben muss. Der Autobauer soll bereit sein, bis zu 500'000 manipulierte Fahrzeuge zurückzukaufen.

Volkswagen hat Insidern zufolge in der Abgasaffäre ein Rahmenabkommen für eine Einigung mit den US-Behörden getroffen. Der deutsche Autobauer werde beim zuständigen US-Gericht an diesem Donnerstag voraussichtlich anbieten, bis zu 500.000 manipulierte Dieselfahrzeuge mit 2,0-Liter-Motoren zurückzukaufen, sagten in den Vorgang eingeweihte Personen. 

Alternativ werde Kunden womöglich auch eine Reparatur angeboten, sofern die US-Aufseher dafür grünes Licht geben sollten. In beiden Fällen würden die Besitzer der Autos eine zusätzliche Entschädigung erhalten, wofür ein Fond mit einem Volumen von vermutlich mehr als einer Milliarde Dollar eingerichtet werde. Die Zeitung «Die Welt» berichtete unter Berufung auf Verhandlungskreise, jeder US-Halter eines VW-Modells, das mit einer beanstandeten Software ausgestattet sei, solle 5000 Dollar Entschädigung erhalten. Davon unabhängig müsse VW die Kosten für die Umrüstung des jeweiligen Autos tragen.

Belastungen von 10 Milliarden Euro

In den USA läuft an diesem Donnerstag eine vom Bezirksgericht in San Francisco gesetzte Frist aus, bis zu der sich Volkswagen mit den Behörden geeinigt haben muss. Der Konzern verhandelt seit Monaten mit der Umweltbehörde EPA und deren kalifornischem Pendant CARB über die Reparatur oder den Rückkauf von manipulierten Autos in den USA. Sollte ein Kompromiss scheitern, droht im Sommer ein Prozess. Volkswagen muss wegen des Dieselskandals Insidern zufolge in seiner Bilanz 2015 Belastungen von mindestens 10 Milliarden Euro verkraften. Der genaue Betrag hänge vom Ausgang der Gespräche mit den US-Behörden ab.

Eine Einigung wäre für VW ein wichtiger Schritt, denn dann könnte sich besser absehen lassen, wie viel Geld VW für den Skandal letztendlich insgesamt zur Seite legen muss. Die Berichte über ein Abkommen kamen nach Börsenschluss in Deutschland. In den USA gehandelte VW-Aktien legten fast sechs Prozent zu.

Auch Umweltentschädigungsfonds im Gespräch

Eine mit der Einigung vertraute Person sagte, die Besitzer betroffener Fahrzeuge würden etwa zwei Jahre Zeit bekommen, um zu entscheiden, ob sie ihr Auto verkaufen oder reparieren lassen wollen. Im Falle eines Rückkaufs werde geschätzt, welchen Wert das Fahrzeug hatte, bevor der Skandal im September 2015 publik wurde. Unklar blieb, ob VW die zurückerworbenen Autos weiterverkaufen darf.

Eine endgültige Einigung werde zudem einen Umweltentschädigungsfonds vorsehen. Ob mit dem Abkommen auch das zivilrechtliche Verfahren beigelegt wird, das das US-Justizministerium gegen VW im Januar anstrengte, oder ob der Konzern der Zahlung eines Bussgeldes zustimmen wird, war nicht klar. Volkswagen, die EPA und das US-Justizministerium lehnten Stellungnahmen ab.

Anwälte wollen Abmachung zum Masstab in Deutschland

Einige Details mussten den Insidern zufolge noch ausgearbeitet werden. Die «Welt» berichtete, anders als zunächst erwartet werde mit dem Vergleich kein detaillierter Plan zur Umrüstung der in den USA betroffenen Autos vorgelegt. Auch die Strafen und Wiedergutmachungsmassnahmen seien nicht in allen Einzelheiten geregelt. "Es handelt sich vielmehr um eine Art Eckpunktepapier, in dem die grosse Linie für die kommenden Monate festgelegt ist und an dem weitergearbeitet wird", wird ein Prozessbeteiligter zitiert. Einzelheiten würden demnach nach dem Gerichtstermin in San Francisco noch nicht mitgeteilt. Alle Beteiligten hätten Stillschweigen vereinbart.

Christopher Rother, der deutsche Partner des US-Anwalts Michael Hausfeld, sagte laut «Welt», die Abmachungen für US-Kunden sollten zum Massstab für Entschädigungen von deutschen VW-Besitzern gemacht werden. Die Kanzlei Hausfeld vertritt der Zeitung zufolge Kläger im Sammelprozess gegen Volkswagen in den USA.

(reuters/cfr/me)

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Warten auf Richter Breyer: Abgas-Deal zwischen VW und US-Behörden?
21.04.2016 13:34

(neu: mehr Details und Hintergrund)

SAN FRANCISCO/WOLFSBURG (awp international) - In der Abgas-Affäre wird kurz vor dem Auslaufen eines Ultimatums eine Einigung zwischen Volkswagen und den US-Behörden über eine milliardenschwere Schadenersatz-Lösung erwartet. Auch für VW -Kunden in Deutschland fordern Verbraucherschützer nun Klarheit.

Jeder US-Halter eines VW-Modells, das mit der "defeat device" genannten Betrugs-Software ausgestattet sei, solle 5000 US-Dollar (gut 4400 Euro) an Entschädigung erhalten, berichtete die "Welt" (Donnerstag) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Davon unabhängig müsse der Konzern die Kosten für die Umrüstung des jeweiligen Autos tragen. Daneben kursierten aber auch andere mögliche Summen. Ein Volkswagen-Sprecher in Wolfsburg wollte dies nicht kommentieren.

LÖSUNG ERWARTET

Am Donnerstag (17.00 Uhr MEZ) will der für Hunderte Zivilklagen wegen Verstössen gegen US-Gesetze zuständige Richter Charles Breyer in San Francisco eine Lösung sehen. Er hatte Volkswagen und der US-Umweltbehörde EPA die bereits ein Mal verlängerte Frist gesetzt.

Breyer verlangt einen detaillierten Plan zur Reparatur der rund 580 000 Dieselwagen, die in den Vereinigten Staaten von der Affäre um manipulierte Emissionswerte betroffen sind. Ob ein Deal in den USA sich anschliessend auf die Situation in Europa mit etwa 8,5 Millionen Fahrzeugen übertragen liesse, gilt jedoch als fraglich.

VERBRAUCHERSCHÜTZER MAHNEN

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Klaus Müller, warnte VW davor, seine US-Kunden grosszügiger zu entschädigen als VW-Fahrer in Deutschland. "Wenn Volkswagen geschädigten Kunden in den USA 5000 Dollar zahlt, steigt die Ungerechtigkeit gegenüber deutschen Kunden. Auch betroffene VW-Kunden in Deutschland erwarten eine unkomplizierte Lösung." Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer meinte, die Anwendung einer ähnlichen Regelung in Europa sei eher unwahrscheinlich. Aber: "Mit 5000 Dollar pro Fahrzeug hätte man schon mal ein grosses Problem weggeräumt: die Sammelklagen der US-Kunden."

An der Frankfurter Börse reagierte die VW-Aktie auf die mögliche Einigung in Kalifornien mit einem deutlichen Kurssprung. Am frühen Nachmittag lag sie um über 5 Prozent im Plus und führte den Dax an.

AUCH HOHE KOSTEN FÜR EVENTUELLE RÜCKKÄUFE

Fest steht, dass VW - zusätzlich zu einem möglichen Schadenersatz - hohe Kosten für eventuelle Rückkäufe und Auflagen der US-Regulierer drohen. Die Rückstellungen zur Bewältigung des Skandals sollen Insidern zufolge deutlich erhöht werden. Bislang wurden dafür 6,7 Milliarden Euro beiseite gelegt. Vorstandschef Matthias Müller hatte zudem angekündigt, den US-Kunden Einkaufsgutscheine anzubieten.

Ein genauer Plan zur Umrüstung der Autos soll Richter Breyer laut dem Zeitungsbericht zunächst nicht vorgelegt werden. Auch die Strafen und Wiedergutmachungs-Angebote seien nicht in allen Details geregelt. "Es handelt sich vielmehr um eine Art Eckpunktepapier, in dem die grosse Linie für die kommenden Monate festgelegt ist und an dem weitergearbeitet wird", zitierte die "Welt" einen Prozessbeteiligten./jap/DP/jha

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW verkauft wieder mehr Autos als Toyota

Inmitten der Abgas-Affäre hat VW dank eines starken China-Geschäfts Toyota wieder überholt.

Der deutsche Autokonzern war damit im ersten Quartal der weltgrösste Fahrzeughersteller. Beim japanischen Erzrivalen Toyota ging der Absatz in den ersten drei Monaten unter anderem wegen eines Produktionsstopps in einigen heimischen Fabriken nach einer Explosion um 2,3 Prozent auf 2,46 Millionen Stück zurück. Dies teilte der Konzern am Dienstag in Tokio mit.

VW hatte bereits Mitte April mitgeteilt, dass der Absatz konzernweit trotz der Probleme in den USA infolge des Skandals um manipulierte Abgastests um 0,8 Prozent auf 2,51 Millionen Stück anzog. Wachstumstreiber war vor allem ein starkes China-Geschäft.

VW war bereits in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres an den Japanern vorbeigezogen, gab die Spitzenposition infolge des Diesel-Skandals aber wieder ab. Die Japaner waren 2015 mit 10,15 Millionen verkauften Fahrzeugen zum vierten Mal in Folge der weltweit grösste Autohersteller.

Nummer zwei war VW mit einem Absatz von 9,93 Millionen Stück. Nummer drei war sowohl im vergangenen Jahr als auch im ersten Quartal der US-Konzern General Motors, zu dem der deutsche Hersteller Opel gehört.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

alpenland
Bild des Benutzers alpenland
Offline
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 24.05.2006
Kommentare: 4'717
Berenberg sieht grün, KZ 210 !
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Zehntausende VW-Mitarbeiter sammeln sich zu spontanem Protest
11.05.2016 10:30

WOLFSBURG (awp international) - Zehntausende VW -Mitarbeiter wollen am Mittwoch ihrem Unmut über die stockende Haustarifrunde bei dem Autobauer Luft machen. Die Arbeitnehmerseite ruft in den Werken Wolfsburg, Hannover Braunschweig, Emden, Kassel und Salzgitter zu Informationsversammlungen am Vormittag auf, die trotz der laufenden Friedenspflicht erlaubt sind. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Morgen in Wolfsburg. Allein dort werden gut Zehntausend Mitarbeiter vor dem Vorstandsgebäude erwartet. Der VW-Haustarif gilt für die sechs genannten westdeutschen Werke und die VW-Finanztochter. Mit 120 000 Beschäftigten ist er der grösste Firmentarif Deutschlands.

Die IG Metall fordert in der laufenden Runde fünf Prozent mehr Geld, so wie in der parallel laufenden Flächentarifverhandlung auch. Die VW-Arbeitgeber hatten auch beim zweiten Verhandlungstreffen Anfang Mai kein Angebot vorgelegt. Runde drei ist nächste Woche./loh/DP/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW will neue Regeln für Managergehälter - Klagen nehmen Fahrt auf
18.05.2016 12:41

(Ausführliche Fassung)

WOLFSBURG (awp international) - Nach heftiger Kritik an Bonuszahlungen für die Vorstände bei Volkswagen will der Konzern neue Regeln für die Gehälter der Führungskräfte schaffen. "Das derzeitige System braucht Veränderung", schreibt VW -Finanzvorstand Frank Witter in einem Brief an den Investor Chris Hohn, der dem Konzern zuletzt öffentlich Druck gemacht hatte. "Wir werden das als Teil unserer Strategiediskussion adressieren", erklärt Witter in dem Schreiben, das mehreren Medien vorliegt.

Volkswagen werde sich aber die nötige Zeit nehmen, um ein neues System sorgfältig auszuarbeiten. Die neue Konzern-Strategie 2025 soll weiterhin vor der Sommerpause vorgestellt werden. Details zu einem neuen Vergütungssystem nannte Witter nicht. Man müsse aber eine Balance finden zwischen Fairness und Transparenz auf der einen Seite, und Attraktivität des Konzerns für Talente auf der anderen Seite.

Witter war im Strudel des Diesel-Skandals Ende 2015 auf den Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch gefolgt, der seinerseits an die Spitze des VW-Aufsichtsrates wechselte. Witter räumte in dem Brief auch ein: "Bei uns besteht kein Zweifel, dass unsere finanzielle Leistung sich verbessern muss. Wir schulden es allen unseren Anteilseignern und Interessengruppen, zu beweisen, dass wir viel mehr sind als nur die Summe unserer zwölf unverwechselbaren Marken."

Derweil wurden weitere Details zu der Klageerwiderung der VW-Anwälte bekannt, die die Wolfsburger am Montag beim zuständigen US-Richter Charles Breyer eingereicht hatten. Darin fordern sie ihn auf, mehrere Punkte in der Klage des US-Justizministeriums abzuweisen.

Die US-Regierung sieht Volkswagens Zurückweisung aber entspannt. "Wir glauben nicht, dass der Antrag auf Klageabweisung einen Einfluss auf die laufenden Verhandlungen haben wird", sagte ein Sprecher des US-Justizministeriums am Dienstag (Ortszeit). VW und die US-Behörden führen derzeit Gespräche über einen Vergleich im Abgas-Skandal.

Der Konzern hofft, rasch eine aussergerichtliche Einigung mit der US-Regierung über einen Rückruf, mögliche Rückkäufe und Strafen in den USA zu finden und damit auch die Milliardenklage aus der Welt zu schaffen. Eine erste Grundsatzeinigung hatte es vor kurzem gegeben. Insgesamt sind aus dem VW-Konzern rund 580 000 Autos in den USA von Manipulationen betroffen. Für sie muss eine Lösung her.

Der VW-Konzern hat weltweit in elf Millionen Dieseln eine Software im Einsatz, die Testsituationen der Behörden erkennt und dann Abgaswerte nach unten regelt, um Vorgaben zu erfüllen. Der im Herbst 2015 aufgeflogene Betrug hatte VW in die grösste Krise der fast 80-jährigen Firmengeschichte gestürzt und 2015 zu einem Milliardenverlust geführt - dem grössten in der Konzerngeschichte. VW kämpft seither um das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Politikern und Branchenkollegen.

Die juristischen Forderungen von Anlegern sind milliardenschwer. Am Landgericht Braunschweig sind zudem im Zuge des Skandals bislang 46 Klagen von Besitzern eines Autos von VW eingereicht worden. Sie würden entweder den jeweiligen Verkäufer des Fahrzeuges, ein Autohaus oder die Volkswagen AG, auf Rückabwicklung des Kaufvertrages oder den Konzern als Hersteller auf Schadenersatz verklagen, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Darüber hinaus lägen inzwischen 114 Schadensersatzklagen von Kapitalanlegern gegen den Konzern vor. Sie alle beklagen, dass Volkswagen den Aktienmarkt zu spät über die drohenden Konsequenzen der Manipulationen von Dieseln informiert hat.

Am 24. Mai soll es in der kommenden Woche am Landgericht eine Urteilsverkündung im Prozess eines Audi -Besitzers gegen ein Autohaus geben, hiess es. Ein zweiter angesetzter Termin, bei dem die Klage eines Autobesitzers gegen VW direkt verhandelt wird, wurde auf den 8. Juni verschoben. Für den Juni und Juli seien zudem fünf weitere Verhandlungen terminiert. Die bundesweiten Schadenersatzklagen der Kapitalanleger werden alle in Braunschweig verhandelt. Dagegen können die Klagen von Autobesitzern auch an anderen Gerichten abgeurteilt werden. Entscheidend ist hier der Gerichtsstand des Beklagten. In etlichen Fällen sind Autobesitzer bisher aber erfolglos geblieben.

loh/DP/fbr

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

Volkswagen beteiligt sich mit 267 Millionen Euro an Uber-Konkurrent
24.05.2016 18:09

WOLFSBURG (awp international) - Im Zuges eines geplanten Umbaus steigt Volkswagen mit 267 Millionen Euro (300 Mio Dollar) bei der Taxi-App Gett ein. Mit einer "signifikanten Beteiligung" ebne Volkswagen damit den Weg für neue Mobilitätskonzepte, teilte der Konzern am Dienstag in Wolfsburg mit. Gett ist den Angaben zufolge in mehr als 60 Städten weltweit aktiv. Die Firma vermittelt ähnlich wie die umstrittene US-Firma Uber Fahrdienstleistungen auf Abruf, auch Taxifahrten.

VW hatte auch als Reaktion auf den Abgas-Skandal angekündigt, sich zu einem "Mobilitätsdienstleister" zu wandeln. Dies ist Teil einer neuen Strategie, die VW-Chef Matthias Müller noch im Sommer vorstellen will und zu denen auch mehr Elektromobilität gehört. Branchenexperten halten Geschäftsmodelle, in denen Autos im weitesten Sinne mit anderen geteilt werden, für einen wichtigen Zugang zum Zukunftsmarkt der Mobilitätsdienstleistungen.

Volkswagen hatte bereits angekündigt, eine stärkere Zusammenarbeit mit Partnern im Geschäftsfeld Mobilität zu prüfen - nun folgt der Einstieg bei der Firma Gett. Gemeinsam will VW digital vernetzte Dienstleistungen rund um das Thema Mobilität ausweiten. Müller bezeichnete die Beteiligung an Gett als "Meilenstein".

Auch andere Autobauer weiten ihre Mobilitätsangebote aus, Daimler ist etwa mit der Tochter MyTaxi aktiv. Daimler und BMW sind auch im wachsenden Carsharing-Markt unterwegs. Dagegen hatte sich VW mit einem eigenen Angebot aus dem hartumkämpften Markt zurückgezogen.

Gett mit Entwicklungsstandort in Israel sieht sich als einer der führenden Anbieter auf dem europäischen Markt für die Vermittlung von Fahrdienstleistungen. Die Firma ist aktiv etwa in London, Moskau und New York. Das Geschäftsmodell sieht demnach vor, dass ausschliesslich Fahrer zum Einsatz kommen, die über eine entsprechende offizielle Lizenz zur Personenbeförderung verfügen. Mit einer App können Kunden per Knopfdruck Fahrten entweder sofort oder im Voraus buchen./hoe/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW kommt Lösung im US-Rechtsstreit um Abgas-Betrug näher
24.05.2016 18:51

(Ausführliche Fassung)

SAN FRANCISCO (awp international) - Volkswagen macht auf dem Weg zu einem Vergleich im "Dieselgate"-Mammutverfahren in den USA weiter Fortschritte. Der Konzern und die zahlreichen Kläger gingen in die richtige Richtung, um fristgemäss eine Einigung zu präsentieren, sagte der zuständige Richter Charles Breyer bei einer Anhörung am Dienstag in San Francisco. Er sei "extrem dankbar" für die Anstrengungen, die alle Beteiligten unternähmen, um rechtzeitig eine Lösung zu finden.

Wie bereits bei einer Anhörung im April kündigte Breyer erneut an, dass von den Abgasmanipulationen betroffene Dieselautos zurückgekauft oder umgerüstet werden müssten. VW muss den geschädigten Besitzern und Leasing-Partnern anbieten, die Wagen zurückzunehmen oder Verträge aufzulösen. Das könnte für den Konzern sehr teuer werden. Denn bei vielen Fahrzeugen gilt es als unwahrscheinlich, dass sie durch Reparaturen in einen zulässigen Zustand versetzt werden können. Darüber hinaus sollen VW-Besitzer noch eine "substanzielle Entschädigung" erhalten, bekräftigte Breyer.

Ausserdem werde der Wolfsburger Autohersteller Geld in US-Umweltfonds einzahlen, so Breyer weiter. Um welche Summen es bei diesen Beiträgen und den Entschädigungszahlungen geht, blieb weiter unklar. Neue Details einer möglichen Lösung nannte der Richter nicht. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die Kläger - dazu zählen neben den Autobesitzern auch US-Behörden, die wegen Verstössen gegen Umweltgesetze und Wettbewerbsverzerrung auf Wiedergutmachung pochen - bis zum 21. Juni die Unterlagen für den verbindlichen Vergleich einreichen.

Für den 30. Juni setzte Breyer eine weitere öffentliche Anhörung an. Bis zum 26. Juli will er bekanntgeben, ob sein Gericht dem vorgeschlagenen Vergleich der Streitparteien zustimmt. Im April hatte VW mit den Klägern eine provisorische Einigung erzielt, die allerdings nur für etwa 480 000 kleinere Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren gilt, die in den USA mit "Defeat Device" genannten Betrugs-Programmen zum Austricksen von Emissionstests ausgerüstet sind. Insgesamt haben dort rund 580 000 Dieselwagen aus dem Konzern eine verbotene Software an Bord.

Über die Umrüstung und Entschädigung der grösseren Fahrzeuge mit von der VW-Tochter Audi entwickelten 3,0-Liter-Dieselmotoren wird weiter verhandelt. Richter Breyer zeigte sich mit Blick auf diesen bislang ungeklärten Aspekt aber gelassen - diese Wagen seien später hinzugekommen, also dauere die Klärung eben etwas länger. Volkswagen versprach in einem Statement, sich um eine schnelle Lösung zu bemühen und reagierte erleichtert auf die Fortschritte im Rechtsstreit. "Die grundsätzliche Einigung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiedergutmachung und bei der Arbeit, das Vertrauen der Kunden, Autohäuser, Behörden und US-Öffentlichkeit zurückzugewinnen."

Auch wenn das Unternehmen auf Kurs scheint, wichtige rechtliche Baustellen in den USA zu schliessen, bleiben die konkreten finanziellen Belastungen weiter offen. Obwohl VW weltweit etwa elf Millionen Autos manipuliert hat, dürfte die Rechnung in den USA, wo der Abgas-Skandal ans Licht gekommen war, am höchsten ausfallen.

Die Wolfsburger hatten im September 2015 nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA zugegeben, in grossem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Für die finanziellen Folgen des Skandals hat VW bislang 16,2 Milliarden Euro zurückgelegt, was dem Konzern für das vergangene Jahr den schwersten Verlust seiner Unternehmensgeschichte eingebrockt hat.

Ob von einer Einigung in den USA auch Kunden im Ausland profitieren würden, ist äusserst fraglich. VW-Chef Matthias Müller hat für Deutschland und Europa Entschädigungen im gleichen Umfang wie in den USA ausgeschlossen. Es werde keine direkte Übertragung der Lösung geben, die in den USA diskutiert werde, hatte er bei der Bilanz-Pressekonferenz des Konzerns Ende April klargestellt.

Verbraucherschützer kritisieren die unterschiedliche Behandlung von Kunden in den USA und Europa. Einige Anwaltskanzleien haben sich zum Ziel gesetzt, auch für VW-Besitzer in Deutschland Entschädigungen zu erstreiten. Aufgrund der unterschiedlichen Rechtssysteme sind die Erfolgsaussichten allerdings ungewiss./fri/hbr/DP/stb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW ruft weitere Takata-Airbags in USA zurück
02.06.2016 18:19

HERNDON (awp international) - Die Probleme rund um den Autozulieferer Takata nehmen kein Ende. Der deutsche Hersteller Volkswagen muss in den USA 217 000 weitere Autos mit Airbags aus der Produktion der Japaner zurückrufen, wie aus am Donnerstag bei der US-Verkehrsaufsicht NHTSA eingereichten Dokumenten hervorgeht. Andere Autobauer, allen voran General Motors (GM), sind noch stärker betroffen. Beim US-Branchenführer werden 1,9 Millionen Fahrzeuge weitere zurückgerufen.

Damit käme das Unternehmen der jüngst von der NHTSA angeordneten Ausweitung des landesweiten Takata-Rückrufs nach, erklärte ein Sprecher. Bei einigen Takata-Airbags besteht das Risiko, dass sie zu kräftig auslösen und bei der Explosion Teile der Verkleidung durch das Innere des Fahrzeugs geschleudert werden können.

Der Defekt wird weltweit mit mindestens elf Todesfällen und zahlreichen zum Teil schweren Verletzungen in Zusammenhang gebracht - die meisten in den USA. Takata muss in den Vereinigten Staaten nach derzeitigem Stand rund 70 Millionen Airbags zurückrufen, und die NHTSA betont, dass es durchaus noch mehr werden könnten. Es handelt sich bereits um den grössten Rückruf der US-Unternehmensgeschichte.

Auch die deutschen Hersteller Daimler und BMW hat der Takata-Rückruf stark erwischt. Beide Unternehmen hatten schon in den Vorwochen bekanntgegeben, deshalb weitere 200 000 beziehungsweise 120 000 Autos in den USA zurückzurufen. Bereits zuvor waren die Hersteller mit jeweils über 800 000 und VW mit rund 680 000 Wagen betroffen gewesen. Insgesamt machen die Takata-Probleme mindestens 14 Autobauern zu schaffen, am stärksten dem japanischen Hersteller Honda .

Für neuen Wirbel in dem Fall sorgte zudem ein Bericht des US-Senats, der in einem grösseren Artikel in der "New York Times" aufgegriffen wurde. Darin beschuldigen Abgeordnete mindestens vier Autokonzerne - Toyota , VW, Fiat Chrysler und Mitsubishi - weiterhin Takata-Airbags in Neuwagen zu verwenden, bei denen Rückrufgefahr besteht. Es geht um Airbags mit Gasgeneratoren mit dem umstrittenen Treibstoff Ammoniumnitrat und ohne ein bestimmtes Trockenmittel, das langfristig Korrosion bei feuchtem und heissem Klima verhindern soll.

Sprecher von Mitsubishi, Toyota und Fiat Chrysler bestätigten, dass in den USA teilweise weiter Autos mit diesen Gasgeneratoren verkauft würden. Toyota und Fiat Chrysler betonten aber, dass man sich an alle Vorgaben der NHTSA halte. Toyota werde den Einsatz von Gasgeneratoren von Takata mit dem Trockenmittel stufenweise weiter erhöhen oder aber auf Generatoren von anderen Zulieferern zurückgreifen, hiess es. Von VW gab es zunächst keine Reaktion./hbr/DP/jha

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

VW-Konzern erhält weitere Freigabe für gut 1 Million Diesel-Rückrufe
08.06.2016 12:59

WOLFSBURG (awp international) - Nach monatelangen Verzögerungen nimmt der Rückruf von millionenfach manipulierten VW -Dieseln in Europa weiter Fahrt auf. Der Konzern meldete am Mittwoch die behördliche Freigabe für die Nachbesserungslösungen bei weiteren 1,1 Millionen betroffenen Fahrzeugen der Marken VW-Pkw, VW-Nutzfahrzeuge und Audi .

Damit erreicht der grösste Rückruf in der europäischen Autogeschichte einen weiteren wichtigen Meilenstein, nachdem der Anlauf der Aktionen im Frühling ins Stocken geraten war. Mit der jüngsten Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist nun der Weg frei dafür, dass erste Halter von VW-Tiguan- und VW-Caddy-Modellen - falls sie mit dem Skandal-Motor EA 189 als 2,0-Liter-Hubraum-Variante ausgestattet sind - demnächst Post bekommen und in die Werkstatt dürfen.

Insgesamt hat das KBA laut Volkswagen damit bisher gut 2,5 Millionen Konzern-Fahrzeuge europaweit zur Umrüstung freigegeben. In Summe sind auf dem Heimatkontinent 8,5 Millionen Diesel von den Manipulationen bei der Motorsoftware betroffen. Als Faustformel gilt, dass etwa ein Drittel davon auf Deutschland entfällt. Bei den rund 2,5 Millionen Wagen hierzulande, die zur Umrüstung müssen, macht das etwa 800 000 Fahrzeuge bundesweit, die nun in die Werkstatt können und bei denen die Halter absehbar angeschrieben werden oder auch schon Post haben.

In einem generellen Schreiben hat VW bereits alle Besitzer der rund 2,5 Millionen Fahrzeuge in Deutschland angeschrieben. Die konkreten Briefe mit dem finalen Aufruf zum Werkstattbesuch folgen Schritt für Schritt je nach erfolgter KBA-Freigabe. Die Behörde ruft dabei je nach Hubraum, Modell und Variantenart Chargen auf, die gebündelt abgearbeitet werden. Eine exakte Vorhersage dazu, wann ein bestimmtes Modell an der Reihe sein wird, ist dem Autobauer daher unmöglich.

Fest steht lediglich der grobe Zeitplan, wonach die grossen Motoren mit 2,0 Litern den Anfang bilden, die kleinen 1,2-Liter-Antriebe dann folgen und die mittleren 1,6-Liter-Maschinen zum Schluss dran sind.

Den Angaben zufolge sind inzwischen bei VW-Pkw Lösungen für mehrere betroffene 2,0-Motorvarianten der Baureihen Golf, Passat und Tiguan bestätigt. Der Rückrufprozess ist bei der Marke Audi ebenfalls gestartet. Hier lägen Freigaben für eine Reihe von Fahrzeugen der Modelle A4, A5, A6 sowie Q5 mit dem EA-189-Motor vor. Auch beim Seat Exeo mit demselben Motorentyp laufe die Umrüstung bereits.

Der Autobauer verspricht, dass die Umrüstungen keine Auswirkungen auf die Verbrauchswerte, die Leistungsdaten und die Geräuschemissionen haben. Zu möglichen Langzeitproblemen wie nötigen Wartungsintervallen oder der Lebenserwartung von Bauteilen kann Volkswagen dagegen keine Versprechen abgeben, weil Langzeittests fehlen. Der Konzern betont aber, dass es bisher keine Anzeichen für Befürchtungen gebe./loh/DP/mis

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Online
Zuletzt online: 18.02.2019
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 21'111

EZB kauft VW-Obligationen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat offenbar Unternehmensanleihen des kriselnden Automobilkonzerns Volkswagen (VW) gekauft.

Die EZB habe am Donnerstag Papiere des Unternehmens mit einer Laufzeit bis 2019 erworben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf eine Person, die mit der Sache vertraut, jedoch nicht befugt sei darüber zu sprechen und nicht namentlich genannt werden möchte. Ausserdem seien Obligationen des französischen Telekommunikationsanbieters Orange sowie des deutschen Automobilzulieferers Continental in den Besitz der EZB übergegangen, hiess es weiter.

Im Kampf gegen die niedrige Inflation kauft die EZB seit Mittwoch neben Staatsanleihen auch Anleihen von Unternehmen. Unter Experten ist diese Massnahme wegen Zweifeln an der Wirksamkeit, wegen möglicher Risiken für die Finanzmärkte und wegen rechtlicher Bedenken sehr umstritten. Volkswagen hat unterdessen nach wie vor mit den Folgen des Skandals um manipulierte Abgaswerte zu kämpfen.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten