ABB profitiert von Energie-Investitionen

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04.09.2006 15:26
#1
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

Wie der neuste Auftrag über USD 210 Mio. zeigt, profitiert ABB derzeit von der weltweiten Modernisierung der Energie-Infrastrukturen.

Unter anderem heizt das rasante Wachstum in der VR China oder Indien die weltweite Nachfrage nach Energietechnik an. Von der Expansion der Ballungsräume profitiert vor allem der Markt für Stromübertragung und -verteilung. Die Ausbaulücken sind immens, um den Bedarf in den Millionen-Metropolen der Welt zu decken. Auch der Stromhandel, in dem ganze Regionen zu einheitlichen Märkten verschmelzen, erfordert neue Leitungskapazitäten.

Kaum verwunderlich, dass sich daher die Energietechnik-Sparten besonders stark verbessert haben. Die bessere Auslastung mit höheren Volumen beflügelte das Betriebsergebnis ebenso wie interne Effizienzsteigerungen.

Ich bin überzeugt, dass die ABB-Aktie daher auch in Zukunft eine gute Performance zeigen wird. Auch künftig werden sich die zahlreichen Aufträge in der Erfolgsrechnung sehen lassen und zwar sowohl im Umsatz als auch im Cash-Flow.

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http://www.dailytalk.ch
14.09.2006 20:04
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Indien investiert 21 Mia $

Nach einem heutigen Bericht will Indien 21 Mia Dollar in Ölinfrastruktur

investieren, ABB sitzt auch hier in der ersten Reihe.......

http://in.news.yahoo.com/060914/137/67l32.html

08.09.2006 17:54
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

???

Meinst du die meldung vom 5.9. ?

*träum*

wär schön, würde den kurs sicher auf trab bringen...

Nichts ist Wahr, alles ist erlaubt.

08.09.2006 17:09
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Grossauftrag Russland

Kommt dieses Wochenende die Meldung vom Grossauftrag Russland......?

(siehe Cash-Guru).

Man darf weiter gespannt sein!

Ein schönes Wochenende

07.09.2006 13:06
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

Ich kann dir welche mailen... aber muss die zuerst zuhause raussuchen.

07.09.2006 12:11
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

Zu diesen Varianten leider nicht! Werde mich aber erkundigen, wo ich gute Unterlagen finden werde.

07.09.2006 12:02
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

Ich wollte damit sagen das die zwei Verfahren dieselben Resultate bringen und von daher gleich sind... Nicht unterschiedlich wie eine DCF-Methode und eine Ertragswertmethode.

Vergleich IRR - EVA

IRR ist definitv eine Investitionsrechnung und besagt mir bei welchem Zinssatz bekomme ich einen NPV von 0. Der Vergleich vom IRR mit dem vorgegebenen Zinssatz gibt mir dann an ob ich eine Investition tätigen soll oder nicht, ob sie meinen Anforderungen genügt oder nicht.

EVA ist definiv eine Unternehmensbewertungsmethode und besagt welchen Mehrwert erwirtschafte ich mit dem Unternehmen gegenüber der erwarteten Eigenkapitalrendite von den Kapitalgebern.

Ganz einfaches Beispiel:

Eigenkapital = 1'000

Erwartete Rendite = 10%

Erwarteter Gewinn = 100

Bei effektivem Gewinn von 120 schaffe ich einen Mehrwert (EVA) von 20.

Sonderbetrachtensweisen wie Zinseinfluss, berücksichtigung von Betriebsnotwendigem Vermögen, usw. sind hier nicht berücksichtigt.

Bei der Praktikermethode wird nicht abgezinst. Daher ist die DCF Methode nicht mit der Ertragswertmethode zu vergleichen.

Bei der EVA Methode berücksichtige ich ja nur den Mehrwert bei der Abzinsung, daher muss ich noch das betriebliche Gesamtvermögen dazuzählen. Bei der DCF Methode berücksichtige ich ja den gesamten zukünftigen Freecashflow, daher bleibt das betriebliche Gesamtvermögen unberücksichtigt.

Phuu, ist noch schwer zu erklären. Hast du Unterlagen zu den zwei Verfahren?

Gruss

Technischer

07.09.2006 11:09
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technischer wrote:

Und noch kurz zu der EVA-Methode:

Hier wird bei den abdiskontieren Mehrwerten (Mehrertrag Unternehmung im Vergleich zu einer Marktgerechten Verszinsung des Eigenkapitals) das Betriebliche Gesamtvermögen dazugezählt, da ich bei der obigen Berechnung nur den Mehrwert berüchsichtigt habe und das bestehende Vermögen noch nicht dazugekauft habe.

Dann muss ich etwas falsch verstanden haben. Ich habe Deine Erklärung folgendermassen interpretiert: EVA-Methode und DFC-Methode ist im Prinzip das Gleiche, ausser dass bei der EVA-Methode noch das betriebliche Gesamtvermögen (Substanzwert) dazugezählt wird ! Warum gibts jetzt den gleichen Unternehmenswert?

Def. EVA:

Der EVA-Ansatz verbindet die Idee des Übergewinnverfahrens mit der DFC-Methode. Der Grundgedanke besagt, dass ein Mehrwert generiert wird, wenn die Investitionsrendite höher als die Kapitalkosten (erwartete Rendite der Kaptitalgeber) ist.

Def. Übergewinnverfahren:

Verbindet Ertrags-und Substanzerhaltung. Dabei stellt der Übergewinn die Differenz zwischen dem tatsächlich realisierten Gewinn und dem durch die Kapitalgeber erwarteten Reingewinn dar.

Def. DFC-Methode:

Der DFC-Ansatz berechnet den finanziellen Wert eines Unternehmens als Present Value der in zukunft zu erwartenden Free Cash-flows.

Damit ich diese Definitionen des Übergewinnverfahrens und EVA-Ansatz richtig verstehe, werde ich mir noch Unterlagen besorgen mit detaillierten Bsp. Wenn ich die Def. des EVA-Ansatz lese, dann ist dies nichts anderes als der interner Zinsfuss oder IRR-Methode( Internal Rate of Return ) genannt. Nach meinem Wissen wird dabei die erwartete Rendite (effektivverzsinsung ) mit der Mindestverzinsungsanforderung verglichen.

Der DFC ist klar, aber bin noch nicht ganz schlau aus den anderen zwei Def. geworden Smile Hat das Übergewinnverfahren mit der Praktiker-Methode (ist ja auch Verbindung von Substanz -u. Ertragswert) zu tun? Wird da nicht abgezinst?

Dass durch die Anwendung dieser Methoden das gleiche Resultat resultiert hab ich noch nicht begriffen...........

PS: Mein Name hat mit Kostolany oder wie der heisst nichts zu tun.......

07.09.2006 10:15
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das muss ich dir recht geben :!:

07.09.2006 09:38
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Guten Morgen Kostelani

Bitte ist doch gern geschehen.

Deine Annahme ist falsch. Wenn du alle Grundlagen gleich lässt und die Bewertung nach beiden Methoden vornimmst, dann erhälst du auch bei beiden dasselbe Resultat. Der Unternehmenswert ist also bei beiden gleich gross... zumindest theoretisch...

Gruss

Technischer

Von wo kommt eingentlich dein Name? Bist du ein grosser Fan vom Altmeister...

07.09.2006 08:46
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Hallo Technischer

Dies war für mich sehr verständlich, danke! In der Praxis werden diese Methoden ständig abgeändert :-)! Dann sollte man wohl eher die EVA-Methode anwenden, weil man zur einer höheren Unternehmensbewertung gelangt. Ich sollte mal ein Investitions-Formular auf Excel erstellen.

Gruss

Kostelani

07.09.2006 00:37
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Sorry, ich muss mich korrigieren... habe da die DCF und die EVA Methode vermischt... :oops: .

Beispiel DCF:

Jahre 1-5 werden einzeln geplant, ab dem 6 Jahr wird ein ewiger Cashflow angenommen. Verzinst wird das ganze mit 8%. Bei Cashflow ist der Freecashflow (also nach Abzug der Investitionen) berücksichtigt werden.

1. Jahr: Cashflow 3'200 x Barwertfaktor 8% 0.926 = 2'963

2. Jahr: Cashflow 3'800 x Barwetfaktor 8% 0.857 = 3'256

3. Jahr: Cashflow 5'200 x Barwertfaktor 8% 0.794 = 4'129

4. Jahr: Cashflow 6'400 x Barwertfaktor 8% 0.735 = 4'704

5. Jahr: Cashflow 4'200 x Barwertfaktor 8% 0.681 = 2'860

Total Barwerte = 17'912

"Ewiger" Cashflow = 5'600 / 8% = 70'000 x Barwertfaktor vom Jahr 5 0.681 = 47'670

Bruttounternehmungswert = 17'912 + 47'670 = 65'582 - Finanzschulden 20'000 = Netto Unternehmungswert 45'582.

Die Finanzschulden müssen abgezogen werden da wir die ja dann bezahlen müssen wenn wir die Unternehmung kaufen. Also kein Ertrag für uns darstellt. Und der Substanzwert wird hier nicht berücksichtigt... Da habe ich eben die EVA Methode kombiniert :oops: . Denn was ich kaufen will ist ja der Wert der zukünftigen Geldflüsse aus dem Unternehmen bereinigt um den Zeitverzug zwischen heute (Kaufdatum) und Zukunft (Eingang der Cashflows). Die Investitionen muss ich beim Brutto-Cashflow abziehen, da diese Zahlungen mir als Investor nicht ausbezahlt werden sondern in Investitionen fliessen, welche ich wiederum für die zukünftigen Cashflows benötige.

Und noch kurz zu der EVA-Methode:

Hier wird bei den abdiskontieren Mehrwerten (Mehrertrag Unternehmung im Vergleich zu einer Marktgerechten Verszinsung des Eigenkapitals) das Betriebliche Gesamtvermögen dazugezählt, da ich bei der obigen Berechnung nur den Mehrwert berüchsichtigt habe und das bestehende Vermögen noch nicht dazugekauft habe.

So, hoffe ich konnte meinen "Fehler" oder besser mein durcheinander der beiden Methoden wieder gutmachen...

Gute Nacht

technischer

06.09.2006 17:35
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technischer wrote:

Unternehmensbewertung = Cashflow pro Jahr mit dem Barwertfaktor multipliziert. Geplant werden nur die ersten Jahre. Dann wird ein ewiger Cashflow angenommen, da ja die Unternehmung "ewig" besteht. Die Summe aller abdsikontierter Cashflows + Substanzwert des EK per Stichtag gibt dann den aktuellen Unternehmenswert.

FAZIT: Annahme, dass eine geplante Plan-ER für 5 Jahre vorliegt:

Substanzwert bei Stichtag + Ertragswert gem. DFC-Methode + Kapitalisierung des unendlichen Cashflow (Dieser Wert sollte noch mit dem Barwertfaktor gemäss einer Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeszinst werden 1) = Unternehmenswert (Diese Methode ist nun etwas zusammengewürfelt, gefällt mir aber am Besten

1) Dieser Wert muss meiner Meinung nach noch abgezinst werden, weil der ewige Cashflow erst ab dem 5 Jahr berücksichtigt wird..........

Ufff....jetzt muss ich mal wieder etwas anderes machen........dies ist aber ein sehr interessantes Gespräch....... Wink

06.09.2006 17:27
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Ich habe es Biggrin Kapitalwert bei unbegrenzter Laufzeit:

(e-a) multipliziert 1/i - A

Übersetzt:

Cashflow x (1 dividiert Zinssatz ) - Auszahlung = Barwert

Wenn ich die Formel richtig interpretiere: Lässt man die Auszlg. weg (Formel gilt für Investitionsrechnung), dann entspricht das resultat dem Ertragswert. Richtig oder Falsch ?

Substanzwert bei Stichtag + Ertragswert gem. DFC-Methode + Kapitalisierung des unendlichen Cashflow = Unternehmenswert (Diese Methode ist nun etwas zusammengewürfelt, gefällt mir aber am Besten Smile

06.09.2006 15:04
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Da gebe ich dir schon recht, nur.... Bei der Million sieht er das Zinsen fliessen wenn er sie auf dem Bankkonto hat. Aber ob er es grad ganz so einfach versteht das eine Maschine (oder Unternehmung) Zinsen bringen soll? Schliesslich kostet die Maschine ja, und die Zinsen sind ja nur Opportunitätskosten vom Charakter her. Wenn er das versteht dann ist das natürlich ok, aber grad verlangen kann man das nicht.

Bei der Berechnung des ewigen Cashflows spielt die Zeit keine Rolle... der Cashflow vom letzten Jahr wird in eine Art Ertragswert umgerechnet und dann dieser abgezinst.... Sagt meine Formel oben schon aus.

06.09.2006 13:39
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Stimmt!

De Produktionsleiter würde ich zwei alternativen Vorschlagen:

Wenn er die Wahl hätte Heute Millionär zu sein oder erst in 10 Jahren, dann wäre seine Antwort wohl logisch! Selbst er würde nebst für die Bejahung der 1. Variante die Überlegung machen, dass er bis in 10 Jahren einen erheblichen Zinsezins erwirtschaften könnte.

Die Formel für dieser ewige Cashflow sollte ich auch noch irgendwo in meinen Bücher haben. Werde es hoffentlich finden. Aus dem Kopf: Cashflow multipliziert mit (1:Zinsatz)"hoch n"! Aber wieviel wäre n (Nutzungsjahre)? Man rechnet so glaube ich mit 10! Werde es aber noch überprüfen. Was hätte das Resultat für eine Bedeutung? Ertragswert, oder?

Gruss Kostelani!

06.09.2006 13:18
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Berechnung ewiger Cashflow... Bin mir nicht ganz sicher so aus dem Kopf, aber kann das heute Abend noch nachschauen wenn das Interesse da ist. Brauche es halt nicht grad täglich Smile . Annahme man rechnet ab dem 5 Jahr mit einem gleichbleibenden Cashflow von 1.000 und mit einem Zinssatz von 8%. Berechnung 1.000 / 8% = 12.5000 x Barwertfaktor vom Jahr 5 und Zinssatz 8%.

Somit zahlt der Käufer heute den Substanzwert plus die zukünftigen Cashflows zum Wert von heute. Tönt doch irgendwie noch logisch, oder Wink ? Klar, das Problem ist die Zukunft... wie fast immer. Aber die Ungewissheit sollte halt in die Wahl des Zinssatzes und die angenommenen Cashflows einfliessen.

Ein riesen Vorteil der statischen ist gerade eben die Einfachheit und der tiefe Aufwand. Macht ja keinen Sinn komplizierte Berechnungen anzustellen schon beim ersten groben Check. Zudem erklär mal einem "einfachen" Abteilungsleiter der Produktion (dessen Hauptwissen auch nicht die Finanzzahlen sein dürfen) das Resultat einer dynamischen Berechnung?

Und dann ist da natürlich noch die Ersatzinvestition oder wo der Maschinentyp von der Produktionsmenge ect. gegeben ist. Da reicht doch vollkommen eine statische Methode wo ich sehe welche der Alternativen die günstiger ist. Der Cashflow ist ja gleichgross da die Ausstossmenge gleich ist.

Also hat die statische durchaus ihre Berechtigung bei groben Berechnungen. Und wenn diese Methode ausreicht, warum dann die wählen wo mehr Aufwand bedeutet? Damit du dann ein genaues Resultat hast, die Berechnungsgrundlagen aber eh nur geschätzt sind?

Auch hier gilt, Wirtschaftlichkeit beachten.

06.09.2006 12:00
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All diese Berechnungen mit Abzinsen war mir bekannt, aber dass der Substanzwert am Stichtag bei der Unternehmensbewertung dazugezählt wird, habe ich ehrrlich gesagt vergessen. Soweit so gut, aber was ist die Formel für den ewigen Cashflow? Nur aus reiner Logik, wenn dieser ewige Cashflow in die Unternehmensbewertung einfliesst resultiert nicht ein fiktiver Wert (überdimensional)? Ich vermute der ewige Cashflow kann für die Unternehmensbewertung berücksichtigt werden (ausser meinem vorher genannter Zweifel), aber ein Investor wird sich wohl mit einer bestimmten Zeitpanne rechnen. (Wer weiss, ob diese Firma in 10 Jahren noch existiert).

Ich hatte mir gerade noch überlegt, welche Vorteile die statische Methode gegenüber der dynamischen aufweisen kann. Ehrrlich gesagt ist mir nichts schlaues eingefallen als es einfacher / weniger aufwand/ -und mit niedrigen kosten verkünpft ist. Nebst nicht Berücksichtigung der Mindestverzinsungsanforderung des Investors ist wohl auch die Tatsache, dass die statischen Methoden mit Aufwand und Ertrag rechnen im Gegensatz zur dynamischer Methode, die nur Einzahlungen und Auszahlungen berücksichtigen.

Dies ist wirklich sehr interessant und danke Dir für Deine Tipps.........

06.09.2006 11:06
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Ich bin mit deinen Aussagen vollkommen einig.

Die Unternehmensbewertung und die dynamische Investitionsrechnung sind sehr ähnlich und von der Systematik her gleich. Nur ist das Statische Verfahren Ausschliesslich eine Investitionsrechnung... Oder sag mir mal wie du damit ein Unternehmen bewerten willst Wink ?

Mit der dynamischen Rechnung kannst du bei jeder Berechnung schauen ob die Investition die geforderte Kapitalverzinsung bringt.

Die Basis ist für beide Verfahren in etwa dieselbe:

Investitionsrechnung = Zukünftige Cashflows aus dieser Investition mit dem Barwertfaktor multipliziert. Die Investition stellt einen Minus-Cashflow im Jahr 0 dar. die Schwierigkeit ist dann oft einfach die Cashflows der jeweiligen Investition gegenüberzustellen. Berechnet wird über die die gesamte Nutzungsdauer.

Unternehmensbewertung = Cashflow pro Jahr mit dem Barwertfaktor multipliziert. Geplant werden nur die ersten Jahre. Dann wird ein ewiger Cashflow angenommen, da ja die Unternehmung "ewig" besteht. Die Summe aller abdsikontierter Cashflows + Substanzwert des EK per Stichtag gibt dann den aktuellen Unternehmenswert.

Alles klar? oder nichts mehr klar?

Gruss

Technischer

06.09.2006 10:34
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Das stimmt, dass diese Methoden für Investitionsrg. gedacht sind, nur sind diese sehr eng mit der Unternehmensbewertung verknüpft. Mit der Net-Present-Value-Methode (Kaptitalwertmethode) ist doch für ein Investor ersichtlich, ob nebst der wiedergewinnung der eingesetzten Mittel, die ausstehende Beträge verzinst und darüber hinaus noch einen barwertigen Überschuss erhält. Es ist doch massgebend, was für eine Mindesverzinszungsanforderung der Investor an ein Objekt stellt. Mit dieser Methode (allen Dynamischen Methoden) ist die Geschäftleitung in der Lage, die geplanten Erträge in der ER derart zu abändern, damit der Investor zufrieden ist. Eigentlich ein Witz, aber so ist nun mal.

Ist die Basis /Grundlage der DCF-Methode für die Unternehmensbewertung bzw. für die Investitonsrechnung eine andere, d.h. ist dabei anders vorzugehen (andere Formel, andere Basis)? Wenn Du mir den Unterschied erklären könntest, dann wäre dies sehr hilfreich.

Die Praktiker-Methode ist mir klar, aber wie wird bei Anwendung der DCF-Methode bezüglich Unternehmensbewertung vorgegangen. Gilt das Gleiche wie für die Investitionsrg.?

06.09.2006 09:56
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kostolani

Statische und Dynamische Rechnungen kommen bei der Investitionsrechnung vor, aber nicht bei der Unternehmensbewertung. Wobei man nicht allgemein sagen kann das das dynamische Verfahren besser ist, kommt halt ganz auf die Situation an. Jedes hat seine Vorteile und Nachteile. Aber mit der Aussage hast du recht, dass die dynamische den Zahlungszeitpunkt berücksichtigt und somit eine Zahlung von 1'000.00 heute mehr Wert hat als eine Zahlung von 1'000.00 in 4 Jahren.

Der Unterschied zwischen der Entity-Approach und Equity-Approch-Methode liegt in der berücksichtigung der Steuern. Kann nicht grad aus dem Kopf heraus sagen welche welche ist, aber bei der einen wird die Steuer im Abzinsungsfaktor berücksichtigt und bei der anderen nicht. Dafür wird bei der einen das Resultat vor Steuern und bei der anderen nach Steuern als Ausgangswert genommen. Aber das Resultat der Berechnungen muss bei beiden Methoden dasselbe sein.

Mit Übergewinnverfahren meinst du wahrscheinlich die EVA Methode (Economic-Value-Added). Ist auch eine Unternehmensbewertungsmethode und muss theoretisch das selbe Resultat geben wie die DFCF (Discounted-Freecashflow). Die Überlegung dahinter: Wieviel Mehrwert erwirtschafte ich (wieviel höher kann ich mein Eigenkapital verzinsen) gegenüber einer Marktgerechten Rendite auf dem Eigenkapital.

So, aber eigentlich sind wir total in einem falschen Trade dafür...

Entschuldigung das ich einfach so vom Thema abgewichen bin.

Gruss

Technischer

06.09.2006 09:36
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

Solche Investitionsmethoden sind schon etwas speziell, vor allem gibts da unendliche Methoden.

Ich habe mal gelernt, dass zwischen den Dynamischen und dem statischen Verfahren zu unterscheiden sei.

Die Dynamischen wie die DCF / Kapitalwertmethode / Annuitäten-Methode sind sind dem statischen Verfahren (Gewinnvergleichs -/Kostenvergleich - / Rentabilitäts und Amortisationsverfahren) vorzuziehen. Die Dynamische Versionen berücksichtigen mit Hilfe des Abzinsungsfaktor die Ein -und Auszlg. auf den Barwert.

Die Praktiker-Methode genannt auch Schweizer-Methode soviel mir bekannt ist, für die Steuerbehörden massgebend.

Bei der Discountetd-Cashflow-Methode habe ich schon von der Entity-Approach-Methode und Equity-Approach-Methode gehört. Ich wüsste aber nicht, was der Unterschied ist. Soviel ich weiss, wird jede Methode je nach Unternehmen abgeändert (auch anders bezeichnet) und wie bereits vom User "Technischer" erwähnt wird der Wert vor allem durch Verhandlung festgesetzt.

Es gibt noch das Übergewinnungsverfahren, bin mir aber nicht mal sicher, ob damit nicht eines der obengenannten statischen Verfahren gemeint ist :-), eventuell Gewinnvergleichsrechnung.

06.09.2006 08:40
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

Warum soll nichts dran sein? Aber...lasse es doch einfach so stehen...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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06.09.2006 06:22
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Russlands Elektrizität

Weiss jemand was an der Geschichte vom Cash-Guru dran ist, dass ABB

beim Elektrizitätsprojekt von Russland von 87 Mia Dollar, in der ersten Reihe

sitzt?

05.09.2006 22:11
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

Sascha

Ich gebe dir natürlich in allen Punkten vollkommen Recht. Ich meinte es auch in diese Richtung, auch wenn es evtl. nicht so rübergekommen ist.

Langfristig sind solche Überlegungen vollkommen richtig. Da ist es sogar zwingend mich mit solchen Fragen auseinanderzusetzten. Aber wenn ich hier die Beiträge im Forum so anschauen dann geht es doch meistens nur darum, welche Aktie ist zu stark abgestraft worden, welche kann innerhalb der nächsten 2 Wochen 15% gutmachen, wo gibt es nächstens eine Korrektur von 10%, usw. Und um das zu beurteilen brauche ich keine Unternehmenswert in 2 Jahren. Das meinte ich damit. Es ist natürlich klar das mich solche Daten auch interessieren wenn ich langfristig in Aktien investieren will und von den Dividenden "leben" will.

Als Antwort zur Ergänzung Smile .

Diese Formel habe ich auch schon gehört, und stimmt sicher auch für den super schnellen Überblick. Aber 1. wird wohl eher selten der CEO eine Unternehmensbewertung vornehmen bei einer Übernahme. 2. wäre eine solche Vorgehensweise noch ungenauer als die Bewertung eh schon ist und 3. stimmt das sicher für einen schnellen Blick vom Schiff aus, aber sicher nicht wenn ich mich ernsthaft mit dem Unternehmen befasse. Aber dann kommen ja noch -zig andere Grundlagen zur Anwendung und schlussendlich wird der Kaufpreis am Tisch ausgehandelt und ist rechnerisch nicht wirklich nachzuvollziehen. Sonst würde es ja nie Goodwill geben und nie ausserordentliche Goodwill-Abschreibungen.

Gruss

Technischer

(Der weder ein CEO noch sonst was so modernes ist) (Bin nicht Fan von der Managergemeinde Wink )

05.09.2006 21:54
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Re: Unternehmenswert

technischer wrote:

Und zu guter letzt: Wenn wir auf den Unternehmenswert als Investitionsentscheid abstellen, dann sind wir hier im falschen Forum. Auf diesen Wert stelle ich ab wenn ich als Unternehmer in ein Geschäft einsteigen will. Hier im Forum ist doch nur die Psychologie der Börsenteilnehmer massgebend.

das sehe ich differenzierter und nicht so allgemein:

Auf kurze/mittlere Sicht stimmt das sicher mit der Psychologie, aber wenn ich langfrsitige denke (mehere Jahre) interessiert es mich nicht im geringsten wie sich die Kurse Morgen entwickeln. Langfristig zählen dann mehr die Fundamentaldaten.

und noch zum Unternehmenswert, speziell bei Aquisitionen (nur als Ergäntzung zum Thema!):

Wärst du ein CEO (evtl. bist du ja einer), dann wird in der Praxis oft eine Methode verwendet. Man schaut sich die Umsätze an und multipliziert dies mit 1.0-2.0 ("Handglänk mal Pi").

05.09.2006 21:05
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Unternehmenswert

Jumper kannst du das mal genauer erklären wie du das meinst?

Meiner Meinung nach gibt es mehrere Modelle der Unternehmensbewertung. Und die sind nicht alle begründet in der Kapitalisierung der Zukunftserfolge.

Die "Praktikermethode z.B. stützt doch immerhin zu einem Drittel auf dem aktuellen Substanzwert ab.

Ich gebe dir aber recht, dass eine zuverlässig Aussage wohl am ersten mit den kapitalisierten Zukunftserfolgen möglich ist. Und zu denen gehören die EVA und die DFCF Methode.

Ich kann aber nicht ganz nachvollziehen welchen Einfluss die Dividendenzahlungen bei dieser Berechnung haben sollen.

Zudem kommt hier wieder das Problem wo immer besteht bei der Zukunft... Alles sind nur Annahmen und Vermutungen. Wer sagt mir dass sich das Geschäft so entwickelt wie ich es in der Berechnung angenommen habe?

Und zu guter letzt: Wenn wir auf den Unternehmenswert als Investitionsentscheid abstellen, dann sind wir hier im falschen Forum. Auf diesen Wert stelle ich ab wenn ich als Unternehmer in ein Geschäft einsteigen will. Hier im Forum ist doch nur die Psychologie der Börsenteilnehmer massgebend.

Ich wünsche einen schönen Abend.

Gruss

Technischer

05.09.2006 14:15
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Unternehmensbewertung

Aus theoretischer Sicht herrscht weitgehende Übereinstimmung über die

«korrekte» Herleitung des Unternehmenswerts. Dieser resultiert aus der

Kapitalisierung der in Zukunft erwarteten Nettoeinnahmen für die Investoren.

Zur Messung der Nettoeinnahmen stehen drei Ebenen zur Auswahl: Gewinne, Cash-Flows oder Dividenden bzw. Zins- und Kapitalzahlungen an die Aktionäre und Gläubiger.

05.09.2006 14:03
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

Den offiziellen? Ist das der mit den vielen belanglosen langweiligen Glaubensbezeugungen für oder gegen ABB? Ich würde eigentlich gerne einen ernsthaften Dialog führen. Ist das möglich?

05.09.2006 14:01
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

jumper wrote:

SMI im Minus ABB im Plus. So hat mans gerne.... Biggrin

Bitte den offiziellen Tread benutzen, besten Dank.

Erfindung, Euphorie, Aktiencrash, technologischer Durchbruch

05.09.2006 13:55
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ABB profitiert von Energie-Investitionen

SMI im Minus ABB im Plus. So hat mans gerne.... Biggrin

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