Aryzta

ARYZTA N 

Valor: 4323836 / Symbol: ARYN
  • 0.916 CHF
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  • 22.07.2019 17:31:15
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Kapitalist
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Einstieg

Ich bin heute für meine Verhältnisse relativ gross in Aryzta eingestiegen. Ich spekuliere darauf dass es in dieser Aktie zu einem short squeeze kommen könnte. Bis zum 15. November müssen meiner Meinung nach rund 16,5 Millionen Aktien und 165 Millionen Anrechte gehandelt werden nur um die ausstehenden leerverkauften Aktien zurück zu kaufen! Pro Börsentag müssen somit durchschnittlich mindestens 2,75 Millionen Aktien und 27,5 Millionen Anrechte gehandelt werden. Ich bezweifle ob das in dieser kurzen Zeit möglich ist. Da ist die Chance gross, dass es am letzten Handelstag zu einem short squeeze mit extrem hohen Kursen kommt, weil einach zu wenig Aktien zum Verkauf zur Verfügung stehen. Für mich wäre das dann ein grosses Glück (der Lottojackpot quasi).

 

Sollte dieses Szenarium nicht eintreten behalte ich die Aktien einfach. Durch diese KE fliessen Aryzta rund 900 Millionen zu. Mit disem Geld werden sie vor allem laufende Kredite zurück zahlen und damit relativ viele Kreditzinsen einsparen, was sich logischerweise positiv auf die zukünftigen Gewinne auswirkt. Mit dieser riesigen KE ist Aryzta für die Zukunft saniert und sollte finanziell deutlich besser dastehen.

Der Kurs von Aryzta ist in letzter Zeit massiv eingebrochen (ich meine in der Grössenordnung von etwa 80 Wacko und nach der Sanierung sollte dieser eigentlich mittelfristig wieder einiges vom Verlust wieder wettmachen. Ich gehe deshalb davon aus dass sich ein aktueller Einstieg auf alle Fälle lohnen sollte.

 

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nummelin
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Swissquote Estim. 1.90.-  

Swissquote Estim. 1.90.-  Help

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gertrud
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Ueberlegungen zur KE

 

Es gibt einige Beispiele, wo die Aktie nach einer KE noch tiefer gesunken ist: Züblin, Evolva, AFG, CSG und natürlich meistens die Pharmaentwickler.
Die KE von Meyer Burger war sicher eindrücklich - aber heute weiss man, dass der Anstieg spekulationsgetrieben war. Das wird sich so bei Aryzta nicht wiederholen.

Aryzta ist ein extremer Fall, was die Verwässerung angeht. Aber Aryzta war keineswegs akut konkursgefährdet. 
Im Grunde geht es hier um eine Umfinanzierung: Vergleichbar mit einem Haus, dessen Marktwert auf die Höhe des Hypothekardarlehens gesunken ist, und wo die Banken nun verlangen, dass ein Teil der Hypothek mit Eigenmitteln abgelöst wird, damit die Belehnungsquote wieder stimmt.
Durch diesen Vorgang gewinnt das Haus ja auch nicht an Marktwert.

Für Spekulanten gelten bei einer KE oft die folgenden Erfahrungswerte:
- Fast immer ist der Einstieg über den BZR Kauf etwas billiger als über die Aktie (theoretisch sollte   1 ARYN1 = ARYN-1 CHF sein).
- Meist sind die BZR am billigsten in der 2. Hälfte des Handels, also Freitag oder nächsten Montag.
- Häufig kann man auch in den Tagen nach der KE noch recht günstig an die (dann) Einheitsaktie kommen, wenn die Teilnehmer ihre Fraktionen ausgleichen.

Aryzta hat eine ewig lange Leidensgeschichte der Wertvernichtung. Die KE ist der  brutale Höhepunkt für die Altaktionäre, war aber lange voraussehbar. Man würde annehmen, dass sich die Akteure inzwischen positioniert haben. Wer kein Neugeld nachschiessen will, hat wohl längst seine ganze Aryztaposition mit einem wüsten Fluch verkauft. In dem Fall müsste der Aryztakurs ausgebombt sein und die eigentliche KE jetzt relativ unspektakulär verlaufen.

Mal die Volumen und die Volatilität die nächsten Tage beobachten. Ich denke nicht, dass man bis Freitag viel verpasst.

spesenmoos
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??

Was wird denn hier gespielt?

Wenns so weitergeht ist der Marktwert der Aktie so hoch wie die Kapitalerhöhung...

Kapitalist
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Bargain hat am 07.11.2018 17

Bargain hat am 07.11.2018 17:09 geschrieben:

Ein short squeeze wurde schon oft bei div. anderen Titel erwartet und passiert ist dann praktisch nichts. Wird ein solcher nicht vor allem durch shorties in Kombination mit einer Verknappung des Angebots ausgelöst? Von einer Angebots Knappheit kann man hier wohl nicht davon ausgehen. 

Sollten ich die BZR “ tief“ bekommen, werde ich es mir überlegen. Aber brauchen tue ich sie nicht.

Gruss

Heute wurden bereits knapp 12 Millionen Aktien umgesetzt, das schmälert dier Chancen auf einen short squise massiv. Ja nun, dann halte ich die Aktien halt mit der Hoffnung auf steigende Kurse.

 

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otti
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Die Aktie war vor der KE im

Die Aktie war vor der KE im Grunde schon nichts mehr wert. Daher überrascht es mich nicht, dass der Kurs der Altaktie jetzt Richtung 1 Franken fällt. Es sind zwar viele Aktien leerverkauft worden, aber wen hindert das die Altaktie weiterhin zu shorten? Ich könnte mir vorstellen, dass das BZR am Ende der Laufzeit zur Wertlosigkeit tendieren wird und die neuen Aktien unmittelbar nach Ablauf der KE nicht viel über 1 Franken notieren werden. Erst dann könnte man es sich überlegen  hier mal auf einen Zock einzusteigen.

Dagegen finde ich die Hybridbonds, besonders ARY13 immer noch unterbewertet. Da liegt immer noch eine relativ sichere 15% Chance drin. 

Blaues Hufeisen
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Und trotzdem...

gertrud hat am 09.11.2018 11:26 geschrieben:

Blaues Hufeisen hat am 09.11.2018 08:58 geschrieben:

wäre die "alte" Aryzta demnach wertlos, was sie ja eigentlich schon war. Dennoch wäre es heftig, wenn die Börsenkapitalisierung bloss noch die aktuelle Kapitalerhöhung umfasst. Wertvernichtung pur!

Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Der momentane Kurs von 1.33 entspricht CHF 4.60 der "alten" Aryzta. Also nochmals eine Halbierung seit der GV vor 10 Tagen und 95% vom all-time-high in 2014 pulverisiert.

frage ich mich, wann die Shorties ihre Positionen glattstellen. Ich meine, wenn die Aktie 94% an Wert verliert, will man dann wirklich noch auf die letzten 6% spekulieren? Zumal die Kap.erhöhung das Untergangsszenario mehr oder weniger weit in die Zukunft verschiebt. Möchte zu gerne einem dicken Fisch mal über die Schulter schauen und kapieren, welche Szenarien die Leerverkäufer in so einer Situation verfolgen. Irgendwie muss ja jeder damit rechnen, dass irgend jemand den Short-Squeeze auslöst. Oder stecken die alle unter eine Decke? Wohl kaum, bleibt für mich aber ein Rätsel...

otti
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Da die Banken offenbar nicht

Da die Banken offenbar nicht bereit waren zu Preisen über 1 Franken/ pro Neuaktie eine Garantie für die KE abzugeben, sollte das wohl dem aktuellen Wert der Titel  nahekommen. Ich habe in meinem letzten Posting gemeint, dass der Wert des BZR Richtung Null tendieren sollte. Es kann natürlich sein, dass die Banken die Kurse auf irgendeine Art stützen damit es nicht wie ein totaler Flop rüberkommt.  Vielleicht kann man mal spekulativ auf eine Zwischenerholung zocken, bin mir aber (noch) nicht sicher.

Bargain
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Wie ist eigentlich der spread

Wie ist eigentlich der spread zw. Aktie und BZR zu erklären? Sollte sich das nicht angleichen?

spesenmoos
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sie verkauf jetzt leer was

sie verkauf jetzt leer was das Zeug hält, decken sich günstig ein und am Ende verkaufen sie höher. Machen sie 2 mal Kasse. Einerseits das Gebührli von 50 Mio und dann noch ein Kursgewinnli.  

Oder macht das sonstwie Sinn, dass die alte Aktie seit dem Bezugsrechtshandel rund 25% verloren hat?

Aber reine Vermutung von mir. ohne Profikenntnis 

otti
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@spesenmoos: warum sind die

@spesenmoos: warum sind die Banken an einem tiefen Aktienkurs interessiert wenn es 50 Mio braucht damit sie die KE garantieren?

spesenmoos
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Dividende

Denke schon, dass es Dividende geben kann, bei diesem EBITDA und besserer Finanzierung.

Der Kurs derzeit ist ja krass, Tag für Tag gehts runter. Könnten da die Banken dahinterstecken? Sie haben ja garantiert, dass sie die neuen Aktien zeichnen (mit der kleinen Gebühr von 50 Mio natürlich...). Dann sind sie doch an tiefen Kursen interessiert. Glaube der einzige der wirklich Antwort geben kann ist das Kroki aus dem Unterholz.

otti
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Die KE war unangenehm,

Die KE war unangenehm, vorallem für die Altaktionäre. 

Die Bilanzkennzahlen von Aryzta sind schon gruselig. Ich bewundere ich selbst über meinen Mut überhaupt in die Hybridbonds eingestiegen zu sein. 

Ist es denn angesichts dieser Zahlen überhaupt noch realistisch von einer Dividendenzahlung in den nächsten Jahren auszugehen? 

spesenmoos
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genau

genau diese Fragen stellen sich. 

Und übrigens halte ich das Management für sehr fähig. Wenn man hinsteht und EHRLICH sagt, dass man etwas falsch eingeschätzt hat, zeugt das von Grösse. Wünschte ich mir in andern börsenkotierten Betrieben auch mal... Diese Kapitalerhöhung war unangenehm, vor allem für das Management. Viele verbale Prügel. 

ursinho007
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Zwei Fragen

Für mich stellen sich zwei Fragen:

1. Goodwill: Ist ein weiterer Abschreiber im erwähnten Umfang von 1.8 Mia. zu erwarten?

2. EBITDA 420 Mio.: Wie wird sich dieser in den nächsten Jahren entwickeln?

Je nach Antwort/Einschätzung ist jetzt kaufen oder verkaufen bzw. "Finger weg" angesagt.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

spesenmoos
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Goodwill

Danke Gertrud. Die Aufstellung von Mega Volt ist super. Es gibt nichts über gute Buchhalter.

Wie gute Buchhalter wissen, muss Goodwill abgeschrieben werden, wenn die Beteiligung nicht werthaltig ist, (Impairment!) hat aber nichts mit Liquidität zu tun. Schmälert einfach die Eigenkapitalbasis.

Meint ihr, dass neue Management kommt zuerst nach der Kapitalerhöhung mit einem Goodwill-Abschreiber? Nein nein, das haben sie schon beim letzten Abschluss gemacht. Lieber noch etwas mehr abschreiben als zuwenig. Sie werden gute News bringen, Interessenten für Picard Beteiligung etc etc.

Aryzta gefällt mir, weil sie operativ Gewinne erzielen (EBITDA 420 Mio EUR!). Zudem ist Liquidität jetzt wieder ordentlich. Gut gemacht.

Aryzta oder UBS kaufen? ich bin für erstes.

 

otti
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Naja, die Aktionäre hatten

Naja, die Aktionäre hatten halt die Wahl nach dem Motto " Friss oder Stirb". Ohne KE hätte man die Assets zu Liquidationspreisen verkaufen müssen und da die Erlöse dann vermutlich nicht ausgereicht hätten, wären die Hybridholder drangekommen. Für die Aktionäre wäre in diesem Fall nichts mehr zu holen gewesen. Mit KE steigt der Wert von Aryzta um mehr als 800 Mio, da man nun Zeit hat ohne Druck Assets zu verkaufen. Das bedeutet aber nicht mal, dass Aryzta nach KE überhaupt 800 Mio wert sein muss, da meiner Meinung nach der Laden vorher bereits überschuldet war.  

Das Management ist total unfähig was eigentlich einen weiteren Abschlag des Börsenkurses auf den Buchwert rechtfertigen würde. Allfällige kurzfristige Erholungen des Aktienkurses sind natürlich möglich, die Titel sind sicher aktuell im überverkauften Territorium. Kurzfristige Zocks mit Laufzeit von ein paar Stunden bis wenigen Tagen auf mögliche Aktienpreiserholungen bieten sich natürlich an. Auf längere Sicht möchte ich hier kein Aktionär sein. Mein Hauptengagement besteht in den Hybridbonds, die ich aber bei einem weiteren Kursanstieg auch dann gerne loswerden möchte.

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@Gertrud

Aber was in obiger Darstellung von Megavolt fehlt sind die Aktiven! Goodwill entsteht ja dadurch dass man bei Übernahmen einen zu hohen Preis bezahlt hat, aber diese Aktiven die werden von Megavolt in seiner Darstellung nicht ausgewiesen. Aber es spicht natürlich gar nicht für ein Management wenn bei Übernahmen so horrent zu teure Preise bezahlt werden.*dash1*

Aber dass der Konzern jetzt gar nichts mehr wert ist, resp. nur noch so viel wie die KE einbringt ist sicher auch falsch.

 

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gertrud
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Megavolt hat am 18.08.2018 08

Megavolt hat am 18.08.2018 08:19 geschrieben:

 

Aryzta hat folgende finanzielle Ausgangslage:

Schulden VOR KE: 1.734 Mia. € (VJ 1.720 Mia. €)
EBITDA: 420 Mio. € (VJ 610 Mio. €)
EBITDA-Marge: 11.1% (VJ 15.7%)
Angestrebte Neugeldaufnahme (KE): 800 Mio. €
Schulden NACH KE (sofern erfolgreich): 934 Mio. € (Schulden – KE)
Goodwill: 1.8 Mia. € (Geschäftsbericht S. 150)

 

Schulden
Die Schulden sind – wie die Zahlen oben zeigen – derart hoch, dass auch 800 Mio. € nicht das grosse Reinemachen herbeiführen können. Wären die Gewinne auf Stufe EBITDA noch gleich hoch wie vor einem Jahr (sie sind um über 30% tiefer – keine Trendumkehr in Sicht), würde ich da unter Umständen mitmachen. Da dies nicht der Fall ist, werde ich mir in der Backstube nicht die Finger verbrennen. Ich schaue nicht mal von der Seitenlinie zu sondern aus sicherer Entfernung und lasse mir vom neuen Management, das ich für unfähig halte (welches gemäss eigenen Angaben, ich zitiere: „die Situation unterschätzt hat“ und eine frühzeitige KE verschlafen hat) nicht das Fell über die Ohren ziehen.

Mindestens genauso besorgniserregend wie die Schulden: Der Goodwill
Der Goodwill ist, stark vereinfacht ausgedrückt, der Betrag, den Aryzta in der Vergangenheit zu viel bezahlt hat für Übernahmen.
Dieser zu viel bezahlte Betrag wird dann aktiviert.
So als hätte man – um ein fiktives Beispiel anzuführen – ein Gipfeli für einen 5-Liber bewertet. Verkauft man das Gipfeli, muss man die Differenz zwischen dem Marktpreis des Gipfeli (sagen wir einmal 1.20) und dem Buchwert (also 5.-) abschreiben (das wären dann 3.80).
Goodwill per se ist eigentlich nie werthaltig (es ist eine Leiche im Keller, die man „später“ entsorgen muss), sondern nur die damit verbundenen Anschaffungen und die daraus resultierenden Cashflows.
Auf Seite 60 des Geschäftsberichts ist folgender Satz zu lesen:
„The Group faces the risk of impairment of its goodwill, brands and intangibles.“
Also mit anderen Worten: Es besteht das Risiko, dass der oben als Goodwill angegebene Betrag von 1.8 Mia. € wertberichtigt (also erfolgswirksam abgeschrieben) werden muss. Dieses Horrorszenario ist nicht aus der Luft gegriffen. Alleine im Geschäftsjahr 2017 hat man fast 600 Mio. € (!) Goodwill abschreiben müssen (Geschäftsbericht Seite 68). Alleine das entspricht 75% der geplanten KE.
NACH dieser riesigen Abschreibung sind aber per 31.07.2018 immer noch 1.8 Mia. € an Goodwill in den Büchern.  

Einmaleins:
1.8 Mia € Goodwill + 1.734 Mia. € Schulden = Altlast aktuell = 3.534 Mia. €
Altlast aktuell - 800 Mio. € Kapitalerhöhung = Altlast neu = 2.734 Mia.
Mit den aktuellen 420 Mio. € EBITDA braucht Aryzta 6.5 Jahre zum Abzahlen von Schulden und zum Abschreiben von Goodwill.
Und das, NACHDEM 800 Mio. € zugeflossen sind.

Die 800 Mio. € sind (sofern das Geld überhaupt zusammenkommt) ein Tropfen auf den heissen Stein.

Benutzt dicke Topflappen!

MfG
Megavolt

 

Spesenmoos, ich erlaube mir, einen geübten Buchhalter zu zitieren.

Cabrillo
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KE ist gesichert

Die KE ist gesichert, Banken haben sich dazu verpflichtet für eine "kleine" Gebühr.

Nachricht von Megavolt kann ich so nicht bestätigen. Diskussion über Goodwill ob werthaltig oder nicht sei einmal dahin gestellt. Würde Arzyta nächstes Jahr 500 Mio am Goodwill abschreiben, würde das zwar nicht schön aussehen, aber es tangiert den Cashflow nicht. Wird also ein Cashflow von ebenfalls 500 Mio erzielt, können weitere 500 Mio amortisiert werden (was wiederum nicht erfolgswirksam ist).

Blaues Hufeisen
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Und ich erlaube mir..

gertrud hat am 09.11.2018 13:34 geschrieben:

Megavolt hat am 18.08.2018 08:19 geschrieben:

 

Die 800 Mio. € sind (sofern das Geld überhaupt zusammenkommt) ein Tropfen auf den heissen Stein.

Benutzt dicke Topflappen!

MfG
Megavolt

 

Spesenmoos, ich erlaube mir, einen geübten Buchhalter zu zitieren.

Gertrud zu zietieren:

gertrud hat am 01.11.2018 14:01 geschrieben:

Die KE kann jetzt technisch gar nicht mehr scheitern.

Die Banken haben ja fest übernommen.

Megavolt schreibt "sofern da Geld überhaupt zusammenkommt"

-> Was stimmt denn nun?

Kapitalist
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Wert von Aryzta?

Bei solchen Sanierungen ist es in der Regel üblich. dass Abschreibungen und der ausgewiesene Goodwill sehr grosszügig bemessen werden, man kann das ja alles den Vorgängern in die Schuhe schieben. In den späteren Jahren werden die zu grossügigen Abschreibungen usw. dann korrigiert und man kann so, zu Gunsten der neuen Manager den Gewinn und das eigene Ansehen (inkl. persönlichen Bonus usw.) erhöhen. 

Dass jetzt Aryzt quasi nichts mehr wert sei. wie das der aktuelle Aktienkurs widerspigelt, ist doch eine Mär,die gelegentlich an der Börse sicher wieder korrigiert wird.

 

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mats
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Die FUW hat Aryzta ja vor

Die FUW hat Aryzta ja vor einem Jahr ins Risk Portfeuille aufgenommen. Bei gut 3 Milliarden Kapitalisierung. Sie hielten es für ein gutes Risk/Chancen Profil.

Diese stieg dann sogar gegen 4 Milliarden an um die Jahreswende. Mit knappem Kapitalpolster.

Wegen sinkenden Margen und der Nichteinhaltung des Ebita an das Verhältnis Schulden sank der Kurs im laufenden Jahr rapide.

FUW verkaufte seine virtuelle Beteiligung bei gut 15.- mit der Hälfte Verlust (Soviel ich weiss der grösste Verlust seit den 66% bei Addex vor ein paar Jahren).

Sie verkauften vor allem wegen der nach wie vor grossen Ungewissheit. (Marge, Kapitalerhöhung..? Verschiebung eines Beteiligungsverkauf.. Management.)

Bei 9-10 sf.meinten einige Analysten nachdem sich das Geschäft etwas stabilisiert hat. Dass die Firma bei unter 2.0 Milliarden doch dann sehr günstig sei nach der Kapitalerhöhung/ Sanierung

Eventuell startet Aryza jetzt dann gar deutlich unter 1,5 Milliarden. Gut die small und Midcaps haben auch noch einiges eingebüsst.

Kevin Toland scheint auf mich aber einen recht guten Eindruck zu hinterlassen (Besser als viele andere Manager)

tolggoe28
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Was mich an diesem Video

Was mich an diesem Video etwas stört ist, dass die Abschreibung zu starr als Entwertung betrachtet wird.

Bei einer langfristig laufenden Maschine ist es aber aus Unternehmersicht irrelevant ob die Maschine nächstes Jahr 20% weniger Wert hat, weil ein neues Model heraus gebracht wird. Hier geht es vielmehr um die Frage, habe ich das Geld in 5 oder 10 Jahren für die Wiederbeschaffung der Ersatzmaschine. Die Abschreibungsbuchung verhindert also auch, dass ein zu hoher Gewinn ausgewiesen wird und dadurch ggf. zuviel Dividende ausbezahlt oder zu viel Steuern an den Fiskus abgeliefert werden, wodurch sich die Liquidität in all den Jahren schmäleren und die Wiederbeschaffung im schlimmsten Fall gar verhindern würde.

Somit ist auch eine Abschreibungsbuchung streng genommen sehr wohl liquiditätswirksam. Einfach nicht in der vollen Wucht in der Periodizität der Entstehungsbuchung. 

Megavolt
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Die Sache mit der Wohnzimmerschrankwand...

Cabrillo hat am 09.11.2018 14:13 geschrieben:

...Nachricht von Megavolt kann ich so nicht bestätigen. Diskussion über Goodwill ob werthaltig oder nicht sei einmal dahin gestellt. Würde Arzyta nächstes Jahr 500 Mio am Goodwill abschreiben, würde das zwar nicht schön aussehen, aber es tangiert den Cashflow nicht....

https://www.youtube.com/watch?v=qEicsuxAK4U

Dieses Lernvideo ging übrigens bestimmt unter, weil die Kommentarfrequenz heute sehr hoch ist und dieser Beitrag gerade mit einem Seitenwechsel verbunden war.
Dabei ist die Botschaft des Lehrers so wichtig - deshalb schiebe ich das Ding nochmals nach vorne...

Schönen Abend allerseits

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@ Kapitalist

Vielleicht mag sich ja Megavolt die Aryztabilanz nochmals anschauen, jetzt wo bei EVE alles klar ist.

Ja, wenn Assets verkauft werden, muss spätestens der Goodwill abgeschrieben werden. Wie otti richtig schreibt, Aryzta hat jetzt Druck weg, und muss nicht zu Liquidationswerten verkaufen. Mal schauen, wie sie jetzt arbeiten. Sie stehen gewaltig in der Pflicht, wieder Aktionärswert aufzubauen.

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Aktiven bewusst nicht aufgelistet

gertrud hat am 09.11.2018 18:38 geschrieben:

Vielleicht mag sich ja Megavolt die Aryztabilanz nochmals anschauen, jetzt wo bei EVE alles klar ist.

Ja, wenn Assets verkauft werden, muss spätestens der Goodwill abgeschrieben werden. Wie otti richtig schreibt, Aryzta hat jetzt Druck weg, und muss nicht zu Liquidationswerten verkaufen. Mal schauen, wie sie jetzt arbeiten. Sie stehen gewaltig in der Pflicht, wieder Aktionärswert aufzubauen.

Nicht nötig. Kapitalists Frage bezog sich auf meinen Beitrag vom August. Er wollte wissen, weshalb ich damals die Aktiven nicht aufgelistet habe.
Also braucht mich zur Beantwortung seiner Frage nicht die Bilanz im November zu interessieren. Aryn schaue ich mir für geraume Zeit nicht mehr an.
Ich traue dem Management nicht. Deshalb schaue ich mir auch eine Firma Wisekey nicht an...

Die Antwort auf Kapitalist Frage ist: Ich wollte mit meinem damaligen Beitrag (als der Aktienkurs um die 10.- war! ) auf grosse Risiken ("Altlasten") hinweisen.
Also habe ich nur die Altlasten aufgelistet. Aktiven sind Vermögenswerte und keine Altlasten (ausser eben bilanzierter Goodwill).
Die grössten Altlasten sind die Schulden und der Goodwill. Der Aktienkurs heute zeigt, dass mein Warnhinweis von damals nicht übertrieben war.
Mehr kann ich dazu nicht sagen.

otti
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@kapitalist:  " nichts mehr

@kapitalist:  " nichts mehr wert" bezieht sich auf den inneren Wert der Aktie vor KE. Nach KE hat die Aktie schon einen gewissen Wert. Ich denke, dass auf kürzere Sicht  das Risiko nach unten bei 1 Fr. pro Titel erstmal begrenzt ist. Langfristig muss man halt sehen ob das Management weiter abwirtschaftet. Da mir das Risiko zu gross ist, würde ich meine Hybridbonds spätestens dann abgeben, wenn sie Richtung pari laufen sollten und im besten Fall noch die Zinsen nachzahlen. 

Bei der Aktie kaufe ich eventuell am Montag erstmals einen Handtaschenbestand mit der Option weiterer Käufe, sollte sie Richtung 1 Franken abstürzen. Falls die Banken auf vielen neuen Aktien sitzen bleiben sollten, werden sie vermutlich versuchen die Titel am Markt loszuwerden. Daher halte ich 1 Franken vorläufig für die Kursuntergrenze beim Aktienkurs. 

Hat jemand mal ausgerechnet was eine Aryzta nach KE pro Aktie an Gewinn machen würde unter der Annahme, dass die Margen nicht weiter sinken?

gertrud
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Wert von Aryzta

Bei Kevin Tolands Antritt war die BöKap 2700Mio. Hätte er gleich die 800 Mio Euro via KE eingesammelt, wäre der Wert danach – schätz ich – 2500 Mio gewesen, und die Aktionäre hätten etwas geschimpft, aber dem Herrn Toland hätte niemand einen Vorwurf gemacht.
Aber der Herr Toland liest halt das Cash-Forum nicht, denn

gertrud hat am 13.03.2017 10:40 geschrieben:

..... Ich erwarte eine massive Wertberichtigung mit anschliessender Kapitalerhöhung. Wenn jetzt das alte Management schon Ende März weg ist, könnte das noch im ersten Halbjahr 2017 durchgezogen werden. Der neue CEO könnte das zur Antrittsbedingung machen, damit er sich nicht zuerst noch mit den Altlasten rumschlagen muss, sondern gleich auf das Geschäft konzentrieren kann. Ich würde das jedenfalls so machen. Ich wurde allerdings nicht angefragt. Dabei backe ich auch gelegentlich Brot.

Durch das Verschleppen der KE um anderthalb Jahre wird der Wert nun nach der KE – schätz ich – 1400 Mio sein, also eine satte Milliarde weniger.

Das ist wäre/hätte/würde und Vergangenheit. Also nach vorne schauen:

Ich denke, dass am Freitag bei CHF1.30 ein Boden gefunden sein könnte, WENN NICHT nur SOWENIGE Anrechte (12% vom Total) bis heute gehandelt worden wären.
- Die positive Interpretation: Die meisten Aktionäre haben sich längst im Vorfeld entschieden und allenfalls die Aktien abgestossen.
- Die negative Interpretation: Die Flut der Bezugsrechte wird erst morgen Montag auf den Markt geworfen.

Morgen Mittag wird man es wissen: Sind bis dann wieder nur 10-15 Mio ARYN1 gehandelt, ist die KE wohl gelaufen.

otti
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In D läuft es üblicherweise

In D läuft es üblicherweise bei KE´s mit BZR Handel so, dass alle BZR von Aktionären, die ihrer Bank keine Weisung erteilt haben, am letzten Tag zum Schlusskurs am Markt bestens verkauft werden. Ist das an der SIX auch so? In dem Fall würde ich mir überlegen am späten Nachmittag eine Position zu kaufen. 

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