Aryzta

ARYZTA N 

Valor: 4323836 / Symbol: ARYN
  • 1.079 CHF
  • -4.35% -0.049
  • 18.12.2018 17:30:13
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Elias
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Kunden backen lieber selber

Toland muss aber nicht nur finanzielle Probleme lösen: In Europa macht Aryzta den Trend zu schaffen, dass Kunden Backwaren wieder selber herstellen wollen. So hat beispielsweise Detailhändler Coop letztes Jahr den Auftrag bei Aryzta gekündigt. Und Aryzta hat tiefe Margen, besonders im wichtigsten Markt USA: Dort sind die Produktionskosten gestiegen, und Arzyta hat Mühe, seine Betriebe auszulasten. «Wir haben die Herausforderungen des schwierigen Marktumfelds unterschätzt», sagte Toland im Mai.

https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/aryzta-serviert-hartes-brot

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Benjamin Franklin

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@Blaues Hufeisen

@Blaues Hufeisen

Glaube ich nicht. Am Nachmittag dann wieder im Minus Mosking Mal rauf, mal runter.

(P.S.: geht aber jetzt mächtig nach Norden Secret )

gertrud
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Gift (weniger davon)

Ich habe jetzt 2 Jahre giftige Kommentare zu Aryzta geschrieben. Wegen Verdrängen der Lage und Nicht-Aufräumen.
Jetzt tun sie das, allerdings sehr spät, aber sie tun es richtig. 800 Mio Euro Neugeld, damit kann man ordentlich Altlasten entsorgen.

Das gibt jetzt zwei spannende Monate, und ich schau mir das interessiert an, und die Kommentare werden hoffentlich nicht mehr giftig sein, sondern sachlich zum Mechanismus der KE.
Ich hab auch mal vorgerechnet im Forum, dass eine Aryzta Aktie eigentlich wertlos ist, beziehungsweise nur mit zweifelhaftem Goodwill hinterlegt. Dieser ist bei einer Liquidation wertlos, gewinnt aber natürlich umgekehrt an Werthaltigkeit, je nachhaltiger der Fortbestand der Firma gesichert ist. Und in diese Richtung geht es jetzt.

Ich bin nach wie vor kein Fan der Aktie. Wieviel sie wert sein könnte, kann man erst abschätzen, wenn die Bedingungen der KE bekannt sind. Gefühlsmässig würde ich sagen, mit CHF 10 ist sie gut bezahlt.
Das Management hat jedoch ein Interesse daran, dass die Aktie möglichst hoch steht bei Festlegung der KE Bedingungen. Das gibt mehr Gestaltungs-Möglichkeiten und sieht attraktiver aus (weniger Verwässerung). 

Was die berüchtigten Leerverkäufer angeht: Die werden jetzt ihre Position in aller Ruhe schliessen. Zu einem Short Squeeze wird es kaum kommen, schliesslich werden in wenigen Wochen Unmengen neuer Aryztaaktien geschaffen, um die sich die Käufer kaum reissen werden.

gertrud
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Des Bären Fell

Des Bären Fell sollte man bekanntlich nicht verkaufen, solange man das Tier nicht erlegt hat. Aryzta hat die 800 Mio EUR noch nicht. Trotzdem eine Ueberlegung, was damit geschehen wird.

Aryzta hat aktuell 4 Probleme:

  • eine Verschuldung höher als der Unternehmenswert
  • zu niedrigen CashFlow im Verhältnis zu den Schulden
  • das Tiefkühl Backwaren Geschäft brummt nicht gerade
  • Vertrauen ins Management zumindest angeschlagen.

Mit 800 Mio kann Aryzta die ersten beiden Probleme aus der Welt schaffen. Sie könnten Schuldscheine ablösen und vor allem den am 19. März 2019 kündbaren Euro Bond.  Dieser 250 Mio Bond ist unter den Hybriden der für Aryzta unbequemste.
Falls der zurückbezahlt wird, sieht es aber auch für die CHF Hybriden schlagartig besser aus, denn dann müssen die ausgesetzten Zinszahlungen wieder aufgenommen werden (Cross Klausel). Und die Ausstände nachgezahlt. ARY13 wäre dann im Frühjahr 109 wert (aktuell 83).

So stell ich mir das vor. Vielleicht wird es aber auch komplexer. 
Oder das Aryzta Management macht was Dummes, mit dem vielen Geld.

Megavolt
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Fell über die Ohren...

 

Aryzta hat folgende finanzielle Ausgangslage:

Schulden VOR KE: 1.734 Mia. € (VJ 1.720 Mia. €)
EBITDA: 420 Mio. € (VJ 610 Mio. €)
EBITDA-Marge: 11.1% (VJ 15.7%)
Angestrebte Neugeldaufnahme (KE): 800 Mio. €
Schulden NACH KE (sofern erfolgreich): 934 Mio. € (Schulden – KE)
Goodwill: 1.8 Mia. € (Geschäftsbericht S. 150)

 

Schulden
Die Schulden sind – wie die Zahlen oben zeigen – derart hoch, dass auch 800 Mio. € nicht das grosse Reinemachen herbeiführen können. Wären die Gewinne auf Stufe EBITDA noch gleich hoch wie vor einem Jahr (sie sind um über 30% tiefer – keine Trendumkehr in Sicht), würde ich da unter Umständen mitmachen. Da dies nicht der Fall ist, werde ich mir in der Backstube nicht die Finger verbrennen. Ich schaue nicht mal von der Seitenlinie zu sondern aus sicherer Entfernung und lasse mir vom neuen Management, das ich für unfähig halte (welches gemäss eigenen Angaben, ich zitiere: „die Situation unterschätzt hat“ und eine frühzeitige KE verschlafen hat) nicht das Fell über die Ohren ziehen.

Mindestens genauso besorgniserregend wie die Schulden: Der Goodwill
Der Goodwill ist, stark vereinfacht ausgedrückt, der Betrag, den Aryzta in der Vergangenheit zu viel bezahlt hat für Übernahmen.
Dieser zu viel bezahlte Betrag wird dann aktiviert.
So als hätte man – um ein fiktives Beispiel anzuführen – ein Gipfeli für einen 5-Liber bewertet. Verkauft man das Gipfeli, muss man die Differenz zwischen dem Marktpreis des Gipfeli (sagen wir einmal 1.20) und dem Buchwert (also 5.-) abschreiben (das wären dann 3.80).
Goodwill per se ist eigentlich nie werthaltig (es ist eine Leiche im Keller, die man „später“ entsorgen muss), sondern nur die damit verbundenen Anschaffungen und die daraus resultierenden Cashflows.
Auf Seite 60 des Geschäftsberichts ist folgender Satz zu lesen:
„The Group faces the risk of impairment of its goodwill, brands and intangibles.“
Also mit anderen Worten: Es besteht das Risiko, dass der oben als Goodwill angegebene Betrag von 1.8 Mia. € wertberichtigt (also erfolgswirksam abgeschrieben) werden muss. Dieses Horrorszenario ist nicht aus der Luft gegriffen. Alleine im Geschäftsjahr 2017 hat man fast 600 Mio. € (!) Goodwill abschreiben müssen (Geschäftsbericht Seite 68). Alleine das entspricht 75% der geplanten KE.
NACH dieser riesigen Abschreibung sind aber per 31.07.2018 immer noch 1.8 Mia. € an Goodwill in den Büchern.  

Einmaleins:
1.8 Mia € Goodwill + 1.734 Mia. € Schulden = Altlast aktuell = 3.534 Mia. €
Altlast aktuell - 800 Mio. € Kapitalerhöhung = Altlast neu = 2.734 Mia.
Mit den aktuellen 420 Mio. € EBITDA braucht Aryzta 6.5 Jahre zum Abzahlen von Schulden und zum Abschreiben von Goodwill.
Und das, NACHDEM 800 Mio. € zugeflossen sind.

Die 800 Mio. € sind (sofern das Geld überhaupt zusammenkommt) ein Tropfen auf den heissen Stein.

Benutzt dicke Topflappen!

MfG
Megavolt

 

Megavolt
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Schulden und Goodwill

So viel vorweg: Eigentlich hat jeder Bäckerlehrling mehr Ahnung vom Backgewerbe als ich.
Auch jeder hobbymässige Bierbrauer versteht mehr von Fermentation als ich.
Was ich aber relativ gut kann, ist das Lesen von Bilanzen.

Zusammenzählen von Schulden und Goodwill
Den Goodwill und die Schulden habe ich deshalb zusammengezählt um das Total an „Altlasten“ zu illustrieren. Das finde ich schon eine wichtige Information.
In diesem Sinne ist ein Zusammenzählen von Schulden und Goodwill sehr wohl zulässig, unabhängig davon, ob die Altlast in der Kontenklasse 1 (Aktiven) oder in der Kontenklasse 2 (Passiven) verbucht ist.

Diese buchhalterische Aussage von Dir verstehe ich aber inhaltlich nicht:

gertrud hat am 19.08.2018 08:46 geschrieben:

...Wenn man Schulden zurückzahlt, kann man im Gegenzug Goodwill entsprechend abschreiben....

Goodwill kann man unabhängig von einem Schuldenabbau abschreiben. So wurden letztes Jahr kennzeichnenderweise auch die bereits erwähnten 600 Mio. € an Goodwill abgeschrieben, OHNE dass gleichzeitig irgendwelche Schulden abgebaut wurden.

Aber eigentlich ist dieses Detail ja egal. Wir sind uns in den wesentlichen Punkten einig.
Aryzta ist Gülle.

 

ARY13
Unter der Voraussetzung, dass die 800 Mio. € zusammenkommen, kann ich mir vorstellen, dass der Plan aufgeht.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück bei Deiner Wette (keine Ironie) und dass es nicht zu einer Rekapitalisierung mit Einbezug der Nachränge kommt.

 

MfG
Megavolt

 

gertrud
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Bilanz

Megavolt, der Abschreiber im letzten Jahr ging zu Lasten des Eigenkapitals (EK steht auch auf Passivseite der Bilanz).

Das ist das Grundprinzip der Bilanz (Balance - Waage): Sie muss immer im Gleichgewicht sein.
Wenn ich was auf der Aktivseite mache was die Summe verändert, muss ich auch was auf der Passivseite machen. Wenn ich Geld bekomme und damit Schulden zurückzahle, KANN ich Goodwill abschreiben. Ich kann den Goodwill aber auch stehenlassen, dann erhöht sich halt mein Eigenkapital.

Ich bin auch keine Expertin. Eigentlich erstaunlich, dass hier im Forum kein erfahrener Buchhalter schreibt. Wir könnten alle lernen.

 

Megavolt
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Sachverstand verschafft einem Respekt. Aber Demut Sympathie

 

gertrud hat am 19.08.2018 16:42 geschrieben:

Megavolt, der Abschreiber im letzten Jahr ging zu Lasten des Eigenkapitals (EK steht auch auf Passivseite der Bilanz).

Der Goodwill wird zusammen mit den immateriellen Anlagen als Vermögenswert „Assets“ (also Aktiven) bilanziert. Auf Seite 20 des Geschäftsberichts (Ziffer 16 „Net assets, Goodwill and Intangibles“) kannst Du das nachlesen. Wird der Goodwill abgeschrieben, erfolgt die Abschreibung somit auf der Aktivseite.
Danke aber für die Information, dass das Eigenkapital auf der Passivseite zu finden ist.
 

Das ist das Grundprinzip der Bilanz (Balance - Waage): Sie muss immer im Gleichgewicht sein.
Wenn ich was auf der Aktivseite mache was die Summe verändert, muss ich auch was auf der Passivseite machen. 

Spätestens seit ich zum ersten Mal CFO war, hat sich niemand mehr dazu veranlasst gefühlt, mir diese grundlegende Weisheit mitzuteilen. Ein wahrlich nostalgischer Moment! An dieser Stelle gibt es zu erwähnen, dass natürlich jede Abschreibung am Ende einen Effekt auf das EK hat. Warum?
Das Eigenkapital bildet als Residualwert die Differenz zwischen der Aktivseite und dem Fremdkapital. Sinkt die Aktivseite (z.B. infolge einer Abschreibung des Goodwills) bei gleichbleibendem Fremdkapital, so sinkt auch das Eigenkapital. Eben wegen der Balance.

Wenn ich Geld bekomme und damit Schulden zurückzahle, KANN ich Goodwill abschreiben. Ich kann den Goodwill aber auch stehenlassen, dann erhöht sich halt mein Eigenkapital.

Und wenn ich Geld bekomme und damit Schulden zurückzahle, KANN ich auch eine Kreuzfahrt buchen, eine Schokoladentorte essen oder mit meinem Hund spazieren gehen...
Deine ursprüngliche Aussage vom 19.08.18 („Wenn man Schulden zurückzahlt, kann man im Gegenzug Goodwill entsprechend abschreiben“) suggeriert, dass ein Zusammenhang zwischen Schuldenrückzahlung und Goodwill besteht. Das ist falsch (genauso wie kein Zusammenhang zwischen Schuldenrückzahlung und einer Schokotorte besteht) und darauf wollte ich hinaus.

Ich bin auch keine Expertin. Eigentlich erstaunlich, dass hier im Forum kein erfahrener Buchhalter schreibt. Wir könnten alle lernen.

 

Vieles kann ich im Forum nicht übernehmen, die Rolle des erfahrenen Buchhalters hingegen schon.
Allerdings heisst das eben nicht, dass ich niemals eine Falschaussage zu buchhalterischen Belangen machen werde. Ein erfahrender Buchhalter ist nicht ein unfehlbarer Buchhalter.

Was ist eigentlich das Ziel dieses Beitrages (denn es geht mir nicht darum Dich in die Pfanne zu hauen)?

Ich schätze Deine Beiträge wirklich ausserordentlich und das meine ich wirklich so.
Sie sind nicht nur fundiert, sondern auch rechnerisch korrekt, humorvoll und auch abwechslungsreich.
Was ich aber zumindest in letzter Zeit von Dir vermisse ist Demut und Bescheidenheit.
Einfach ein ungerades Mal von Gertrud zu lesen: „Ups, sorry, da habe ich mich vertan“ würde Dir doch keinen Zacken aus der Krone fallen lassen.
Im Gegenteil. 

Zum Schluss aber noch etwas Nettes und ebenfalls Ernstgemeintes.
Ich freue ich mich wirklich bereits auf Deine Beiträge zum Mechanismus der Kapitalerhöhung von Aryzta (ich hoffe zumindest darauf).
Davon verstehe ich nämlich viel weniger als Du und freue mich, wieder etwas dazuzulernen. Das Thema ist spannend!

MfG
Megavolt

kirschbaum
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chapeau Megavolt

Deiner einfachen und  verständlichen Erklärung kann ich nur zustimmen! War vor meinen jetzigen Job mal ein paar Jahre Buchhalter und anschl. Wirtschaftsprüfer.

Wobei betr. Schokitorte: Diese dürfte in der Bilanz von Aryzta ebenfalls enthalten sein, mindestens in den Aktiven als Waren. Und würde man den bilanzierten Goodwill in Form von Gipfeli (Rezepten..) auseinander nehmen, könnte man wohl ganz China über Jahre ernähren. Aber ob dies den chinesischen Mägen gutkommt, ist eine andere Frage.

Elias
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ABC für Anleger: Kapitalerhöhung

Wer Chancen auf den Kapitalmärkten nutzen will, muss die wichtigsten Regeln kennen. Finanztest erläutert daher in jeder Ausgabe ein grundlegendes Thema.

„Kapitalerhöhung“: Aktionäre sollten ihre Ohren gut spitzen, wenn im Zusammenhang mit einem „ihrer“ Unternehmen dieser Begriff fällt. Er kann nämlich zweierlei bedeuten: Chance und Krise.

https://www.test.de/ABC-fuer-Anleger-Kapitalerhoehung-1117897-0/

 

 

 

Kunnskap

Das Börsenlexikon

Auswirkungen der Kapitalerhöhung auf den Aktienkurs

 

Die Kapitalerhöhung hat in der Regel auch Auswirkungen auf den Aktienkurs. Erstmals führt sie zu einer Verwässerung des Gewinnes. Schließlich sind nach der Kapitalerhöhung mehr Aktien im Umlauf als zuvor und der Gewinn muss sich von da an auf mehrere Aktien verteilen. Als Ausgleich erhalten die Altaktionäre jedoch meistens ein Bezugsrecht, womit sie junge Aktien im Verhältnis zum bisherigen Anteil erwerben können. Mit diesem Bezugsrecht wird den Altaktionären die Chance gegeben, keine Verluste und keinen Verwässerungseffekt zu erleiden. Die Aktien werden dem Altaktionär zu einem günstigeren Preis als der aktuelle Börsenkurs angeboten. Führt eine Aktiengesellschaft eine Kapitalerhöhung durch, so werden vorab jedoch alle Altaktionäre über die genauen Details informiert. Dazu erhalten Sie eine Mitteilung, welche aus ihrem Depot abrufbar ist.

Bei einer Kapitalerhöhung fällt jedoch meistens der Aktienkurs, da das Angebot an Aktien nun größer ist als zuvor, die Nachfrage ist jedoch immer noch gleich hoch. Der Wert des Unternehmens wird von nun an auf mehrere Aktien verteilt, was somit jede Aktie weniger ‚wertvoll‘ macht. Auch die Dividende muss nun auf eine größere Anzahl von Aktien verteilt werden, was schließlich zu einem Rückgang der Dividendenrendite führen kann, sollte der Altaktionär nicht von seinem Bezugsrecht Gebrauch machen. Ein Großteil des Kursverlustes entsteht jedoch meistens schon sofort nach Bekanntgabe der Kapitalerhöhung, weshalb Privatanleger in der Regel gar nicht so schnell auf den Kursrückgang reagieren können.

Wichtig ist auch, wofür das zusätzlich eingenommene Geld verwendet wird und wie dieses vom Markt bewertet wird. Wird das Geld aus der Sicht vom Markt positiv und sinnvoll eingesetzt, kann sich der Aktienkurs stabiler verhalten, als wenn der Markt die Erhöhung des Kapitals als negativ einschätzt. Sie kann z.B. ein negatives Zeichen dafür sein, dass sich das Unternehmen in der Krise befindet und deshalb zusätzlich Geld benötigt. Anderseits können mit dem Geld auch zukunftsorientierte Fusionen oder Übernahmen vorbereitet werden, was der Markt wieder positiv einstufen könnte.

Fazit: Bei einer Kapitalerhöhung fällt in der Regel der Kurs, weil von nun an der Wert des Aktienunternehmens auf mehrere Anteilsscheine verteilt wird. Oft pendelt sich der Kurs nach der Kapitalerhöhung innerhalb weniger Wochen jedoch wieder ein. Außerdem wichtig für Altaktionäre, die nicht von Ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen, je höher der Aktienkurs ist, desto geringer der Effekt der Verwässerung, denn, je niedriger der Aktienkurs, desto mehr neue Aktien muss die Aktiengesellschaft ausgeben, um den gewünschten Erlös zu erzielen.

 

http://www.kunnskap.de/auswirkungen-der-kapitalerhohung-auf-den-aktienkurs/

 

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Blaues Hufeisen
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Wieder nahe 10 Stutz....

Bin gespannt, ob sich der Trend verstärkt. Ev. gibt es ja doch noch einen Short-Squeeze in Richtung CHF 15...

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@Blaues Hufeisebn

@Blaues Hufeisebn

Völlig unrealistisch. Das würde einem Aufholpotenzial von +50% bedeuten. Nein, nein, nicht vor der Kapitalerhöhung.

Blaues Hufeisen
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Vorsichtig sein

mit Ausdrücken wie "völlig unrealistisch". Ich als Leerverkäufer würde mir schon meine Gedanken machen. Klar fällt die Aktie nach ex-Anrecht. Fragt sich einfach, von welchem Niveau aus. Womöglich wäre es immer noch besser, jetzt bei CHF 10 die Position glatt zu stellen, als zu warten, bis die Aktie ex-Anrecht geht, der Aktienkurs dann aber schon sehr stark gestiegen ist und der ex-Anrecht-Kurs plötzlich über den heutigen CHF 10 liegt. Grundsätzlich wäre der Mist für die Leerverkäufer nach Ankündigung der Kapitalerhöhung geführt gewesen. Ausser jemand spekuliert noch darauf, dass die Kapitalerhöhung scheitert und die Aktie kollabiert. Wir werden sehen, wer am Schluss richtig liegt...

gertrud
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@ Link & Hufeisen

 Es ist zwar unlogisch und wenig wahrscheinlich, dass ARYN vor der KE weit über CHF 10 steigt, aber unrealistisch ist es nicht.

Das Management und die Banken haben ein starkes Interesse daran, dass der Kurs bei Festlegung der Konditionen möglichst hoch ist.

Link, Du warst doch dabei und erinnerst Dich, und sonst kann man das prima im Meyer-Burger Thread nachlesen:
Die KE von Meyer-Burger war wie die von Aryzta auch, eine «Verzweiflungs-KE» mit langer Vorgeschichte. Zwischen Ankündigung und Durchführung schwankte der Kurs stark. Unmittelbar nach der Ankündigung war ein erstes Tief, danach erholte sich MBTN wieder bis zur Durchführung. Und bei der eigentlichen  KE von Meyer Burger im Dezember 2016  kam es zu krassen Verzerrungen. So handelte die Altaktie-ex während Tagen bei grossen Volumen etwa bei 0.76 CHF, während die neuen Aktien (über das BZR gerechnet) zwischen CHF 0.53 und 0.58 handelten. Ich hab mir das nie erklären können. Möglich, dass es mit Leerverkäufen zu tun hatte. Unmittelbar nach der KE war der Spuk vorbei, und die vereinheitliche MBTN pendelte sich um CHF 0.65 ein.

Ich würde jetzt nicht drauf spekulieren, dass das bei Aryzta gleich läuft.

sarastro
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...

Die Kapitalerhöhung im Umfang der gesamten Börsenkapitalisierung von Aryzta dürfte spannend werden. Bei der Ausgangslage sehe ich kaum Möglichkeiten, attraktive Konditionen zu konstruieren, die bisherige Aktionäre verführt, ihren Kapitaleinsatz zu verdoppeln. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Kapitalaufnahme auf 300 bis 400 Millionen CHF reduziert oder es wird der Aktienkurs mit allen Mitteln nach oben gepuscht. Vermutlich wird demnächst mit allen Tricks gepusht, da die Verschuldungssituation von Aryzta verzweifelt ist und eine Kapitalerhöhung von 400 Millionen CHF kaum ausreichen dürfte.

Bei Meyer Burger war dieser Weg einfacher, da es dort um weniger Kapital ging. (Die damalige Diskrepanz der Kurse zwischen Alt- und Neuaktien von Meyer Burger spricht Bände). Aryzta ist eine größere Nummer, da die Börsenkapitalisierung im Vergleich zu Meyer Burger mehr als das Doppelte beträgt.

Es steht uns also eine eindrückliche Demonstration bevor, wie man Schrottaktien nach oben pusht. Vielleicht helfen in diesem Forum die üblichen Fans von Schottaktien wacker mit.

Bellavista
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Und täglich grüsst das Murmeltier

sarastro hat am 22.08.2018 11:30 geschrieben

Es steht uns also eine eindrückliche Demonstration bevor, wie man Schrottaktien nach oben pusht. Vielleicht helfen in diesem Forum die üblichen Fans von Schottaktien wacker mit.

Eigentlich schade, dass du es nicht sein lassen kannst und am Schluss immer wieder die anderen kritisiren musst, die eine andere Optik vertreten.

Schau dir doch den Film mal an. Vielleicht nützt es was. Es wäre dir zu gönnen. 

Und täglich grüßt das Murmeltier (Originaltitel: Groundhog Day) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1993Bill Murray spielt darin einen arroganten, egozentrischen und zynischen Wetteransager, der in einer Zeitschleife festsitzt und ein und denselben Tag immer wieder erlebt, bis er als geläuterter Mann sein Leben fortsetzen kann.

Bellavista

sarastro
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@Bellavista

Du bist bei mir ohnehin schon längst unten durch. Du weisst das genau, sonst schaue einmal deinen allerersten Post gegenüber meiner Person an.

Im Übrigen habe ich hier niemanden kritisiert. Ich habe lediglich eine Prognose gestellt, was in nächster Zukunft mit Aryzta vermutlich abgehen wird, die Reaktionen im Cash-Forum inklusive.

 

Blaues Hufeisen
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Frage an Profis..

und an alle, welche die Antwort wirklich wissen. Wer sich nicht sicher ist, soll bitte nichts schreiben. Ich möchte eine Antwort, die zu 100% stimmt. Möglichkeiten, Eventualitäten und was sein könnte oder auch nicht, das habe ich mir bereits selber überlegt.

Also: Wie verhält es sich beim Ex-Tag des Anrechts in Bezug auf die Leerverkaufspositionen. Wenn jemand short in der Aktie ist und das Anrecht ex geht, müsste der Leerverkäufer der Aktie konsequenterweise ja auch short im Anrecht sein, oder?

Dann stellt sich mir aber die Frage, falls obige Annahme stimmt und der Aktien-Leerverkäufer ist short im Anrecht, ob das Anrecht während des Anrechtshandels zurückgedeckt werden muss? Was passiert jedoch, wenn die Gegenpartei, die ja long ist, das Anrecht zur Ausübung angemeldet hat? Klar gäbe es noch genug andere Anrechte, welche der Aktien-Leerverkäufer kaufen könnte. Irgendwie geht mir diese Rechnung aber nicht auf. Was wäre zum Beispiel, wenn alle Anrechte zum Aktienbezug angemeldet werden? Dann hätte es für die Aktien-Leerverkäufer ja keine Anrechte mehr zum zurückkaufen...

Zyndicate
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Aryzta kommt mit

Aryzta kommt mit Kapitalerhöhung voran - Wechsel im Verwaltungsrat

Der Backwarenhersteller Aryzta macht mit seiner angekündigten Kapitalerhöhung vorwärts. Die Gesellschaft hat mit verschiedenen Banken eine Underwriting-Vereinbarung über 800 Millionen Euro unterzeichnet.

11.09.2018 07:56

Dies teilt Aryzta am Dienstag mit. Gleichzeitig wurden drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat nominiert.

Mitte August hatte die Gesellschaft angekündigt, dass sie ihr Kapital erhöhen wolle. Nun hat sie mit Merrill Lynch und UBS als Ausführungsbanken und Credit Suisse, JPMorgan und HSBC als globale Koordinatoren eine Vereinbarung zu Marktkonditionen zur Platzierung der Kapitalerhöhung im Umfang von 800 Millionen Euro unterzeichnet.

Die Kreditgeber hätten den Änderungen der bestehenden Vereinbarungen zugestimmt, teilte Aryzta weiter mit. Weitere Details zur Kapitalerhöhung sollen demnächst mit der Einladung zur Generalversammlung vom 1. November 2018 offengelegt werden.

Der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat drei neue unabhängige Mitglieder zur Wahl vor. Es sind dies Michael Andres, Gregory Flack und Tim Lodge. Dagegen will sich Charles Adair nicht der Wiederwahl stellen.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
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Aryzta legt erneut tiefroten

Aryzta legt erneut tiefroten Jahresabschluss vor

Abschreibungen haben den hoch verschuldeten Backwarenhersteller Aryzta erneut in die roten Zahlen gedrückt.

01.10.2018 07:41

Die irisch-schweizerische Firma verbuchte im Geschäftsjahr 2017/18 einen Verlust von 470 (Vorjahresverlust 906) Millionen Euro, wie Aryzta am Montag mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um 9,5 Prozent auf 3,44 Milliarden Euro. Im laufenden Geschäftsjahr peile das Unternehmen ein Wachstum des operatives Ergebnisses (Ebitda) um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbetrag an.

Auf einer Generalversammlung am 1. November stimmen die Aktionäre wie bereits angekündigt über eine Kapitalerhöhung im Volumen von 800 Millionen Euro ab, mit der die Schulden abgebaut werden sollen. Die neuen Anteile sollen vom 7. bis zum 15. November gezeichnet werden können.

(Reuters)

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Elias
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Aktienkurs legt um einen Drittel zu

Wertberichtigungen, Restrukturierungskosten und Verluste aus dem Verkauf von Teilbereichen führten unter dem Strich zu einem Fehlbetrag von 470 (Vorjahresverlust 906) Millionen Euro, wie die irisch-schweizerische Firma am Montag mitteilte. Doch im laufenden Geschäftsjahr sollen die von Konzernchef Kevin Toland eingeleiteten Sanierungsmassen Früchte tragen. "Wir haben das Unternehmen stabilisiert und sind jetzt daran, die Bilanz in Ordnung zu bringen", erklärte er.

Im laufenden Jahr will Aryzta das operative Ergebnis (Ebitda) organisch um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz steigern. Mittelfristig peilt das Unternehmen eine Marge von zwölf bis 14 Prozent an. 2017/18 belief sich die bereinigte Ebitda-Marge auf 8,8 Prozent. Gemäss ZKB-Analyst Patrik Schwendimann liegt die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr über den Markterwartungen.

An der Börse schossen die Aryzta-Aktien um ein Drittel hoch auf 12,40 Franken. Das Unternehmen hat dieses Jahr bislang allerdings drei Viertel an Wert verloren.

Was wollen die Grossaktionäre?

Aryzta hatte jahrelang einen scharfen Wachstumskurs gesteuert. Mit einer Reihe von Zukäufen wollte die Firma das angestammte Geschäft der Herstellung von tiefgekühlten Backwaren für Firmen wie McDonald's erweitern und in den Einzelhandel einsteigen. Doch die Strategie schlug fehl, Aryzta hinkte den Wachstumsraten des Marktes zunehmen hinterher und häufte Schulden an.

Mit dem Rückzug aus dem Einzelhandel, Bereichsverkäufen und einen Kostensenkungsprogramm gab der seit Mitte September 2017 amtierende Toland Gegensteuer. Noch auf dem Programm steht der Verkauf der Beteiligung an der französischen Tiefkühlkostfirma Picard. "Picard ist ein grossartiges Geschäft, aber wird sind einfach kein grossartiger Eigner dieses Geschäfts", sagte Toland.

Das noch gewichtigere Vorhaben ist die Kapitalerhöhung im Volumen von 800 Millionen Euro. Mit dem Geld soll vor allem die Nettoverschuldung von gegenwärtig rund 1,5 Milliarden Euro abgebaut werden. Gegen die Transaktion hat der aktivistische Investor Larius Capital Opposition angemeldet. Der Anteil von Larius liegt jedoch unter der meldepflichtigen Schwelle von drei Prozent. Unklar ist, wie sich Grossaktionäre wie Cobas Asset Management zu dem Vorschlag stellen.

Auf einer Generalversammlung am 1. November können die Aktionäre über die Kapitalerhöhung abstimmen. Die mit der Transaktion betrauten Institute Bank of America Merrill Lynch, UBS, Credit Suisse, JP Morgan und HSBC haben eine Übernahmevereinbarung unterzeichnet. Experten gehen davon aus, dass die neuen Aktien mit einem kräftigen Abschlag zum aktuellen Börsenkurs platziert werden.

(Reuters)

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Benjamin Franklin

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Aryzta will Kapitalerhöhung

Aryzta will Kapitalerhöhung durchdrücken

Trotz des Widerstandes des grössten Aktionärs hält der kriselnde Backwaren-Hersteller Aryzta an der geplanten Kapitalerhöhung fest.

11.10.2018 08:21

Konkret solle das Aktienkapital um 912,152 Millionen Franken durch die Ausgabe von bis zu 45'607'600'000 voll zu liberierenden Namenaktien aufgestockt werden, teilte Aryzta am Donnerstag in der Einladung zur Generalversammlung vom 1. November mit.

Der finale Betrag der Kapitalerhöhung, die definitive Anzahl auszugebender Aktien und der definitive Bezugspreis der auszugebenden Aktien werde vom Verwaltungsrat spätestens am Tag vor der Generalversammlung festgelegt und den Aktionären spätestens am Morgen des 1. November 2018 mitgeteilt, hiess es weiter. Der Betrag sei auch abhängig vom Euro-Kurs zum Franken. Den bestehenden Aktionären werde ein Recht zum Bezug von Aktien zukommen.

Ohne die Kapitalerhöhung werde es für Aryzta schwierig, schrieb Verwaltungsratspräsident Gary McGann in einem Communiqué. Ende des vergangenen Geschäftsjahres 2018 (per Ende Juli) hatte Aryzta einen totalen Nettoverschuldungsgrad (inkl. hybriden Instrumenten) von dem 7,7-Fachen des Betriebsgewinns vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA). "Ein solcher Verschuldungsgrad ist keine nachhaltige Basis für die Gruppe", schrieb McGann an die Aktionäre.

Der Verschuldungsgrad der Gruppe im Bereich der vorrangigen Verbindlichkeiten ("Senior Debt") liege bei 5:1 des EBITDA. In den Kreditbedingungen mit den Banken ist ein Verschuldungsgrad vom 3,83-fachen des EBITDA vorgesehen.

Geld für Turnaroundplan

Obwohl die Gruppe auch nach der geplanten Kapitalerhöhung weiterhin relativ hoch verschuldet sein werde, werde sie dann jedoch über die Kapitalstruktur und Liquidität verfügen, um einen umfassenden, mehrjährigen Turnaroundplan umzusetzen, schrieb McGann weiter. Insbesondere bekomme man durch die 800 Millionen Euro die Flexibilität, den Wert bei der Veräusserung nicht strategischer Vermögenswerte zu maximieren.

Die 800 Millionen Euro würden die notwendige Liquidität für die Fälligkeiten im Jahr 2019 bereitstellen. "Mit der Zeit wird dadurch auch unser Zugang zu den Fremdkapitalmärkten verbessert und es uns ermöglicht werden, gegebenenfalls mit der Ausschüttung von Dividenden zu beginnen."

Werben um Zustimmung

McGann warb eindrücklich für die Pläne: "Wir sind der Ansicht, dass die vorgeschlagene Kapitalerhöhung in der Höhe von 800 Millionen Euro im besten Interesse der Gruppe und all seiner Interessengruppen ist. Die Kapitalerhöhung erlaubt es uns, die Herausforderungen von Aryzta anzugehen, unseren Turnaroundplan umzusetzen und schrittweise daran zu arbeiten, den Wert für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, wiederherzustellen."

Damit reagierte der Verwaltungsratspräsident auf die Kritik des spanischen Grossaktionärs Cobas Asset Management. Dieser hatte vergangene Woche erklärt, dass Aryzta eine so stark verwässernde Kapitalerhöhung nicht brauche. Cobas hält 14,5 Prozent am Backwarenkonzern.

Ohne Kapitalerhöhung unterliege Aryzta kommerziellen, operativen und finanziellem Risiken, schrieb McGann. Insbesondere das Kostensenkungsprogramm "Renew" könnte möglicherweise nicht umgesetzt werden. Auch könnte Aryzta zu wenig Liquidität und Umlaufvermögen haben, um das Geschäft mittelfristig aufrechtzuerhalten, hiess es weiter.

(AWP/Reuters)

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tolggoe28
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Ist das ein Druckfehler mit

Ist das ein Druckfehler mit den 45 Mrd. oder haben Aryzta einen Nennwert von 2 Rappen? 

Krasse verwässerung wenn man bedenkt das an einem Tag bis anhin mal 1 Mio Aktien am Tag gehandelt wurden. Tut zwar nichts zur Sache abrer trotzdem.

Zyndicate
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Aryzta-Grossaktionär will nur

Aryzta-Grossaktionär will nur halbe Kapitalerhöhung

Der Aryzta-Grossaktionär Cobas Asset Management stellt sich gegen die Pläne des Managements zur Refinanzierung des Unternehmens und fordert eine Kapitalerhöhung von nur 400 Millionen Euro.

15.10.2018 14:00

Man könne die Pläne einer Kapitalerhöhung über 800 Millionen nicht unterstützen, weil sie zu einer Vernichtung von Unternehmenswert führen würde, heisst es in einer Medienmitteilung von Cobas am Montag. Entsprechend werde man an der Generalversammlung gegen die Vorschläge des Verwaltungsrats stimmen.

Die Cobas Asset Management, die gut 10 Prozent an Aryzta hält, macht dem Verwaltungsrat zudem Gegenvorschläge, wie die Finanzsituation von Aryzta verbessert werden könnte. Dazu habe man mit Finanzberatern einen alternativen Plan entworfen. Dieser beinhalte eine Kapitalerhöhung über 400 Millionen Euro sowie den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft zählenden Unternehmensteilen im Volumen von rund 250 Millionen, exklusive des Anteils am französischen Unternehmen Picard. Zudem habe man den Verwaltungsrat aufgefordert ein Kreditrating anzustreben und alternative Finanzierung über die Ausgabe von Anleihen zu suchen.

Nicht auf der Traktandenliste

Der Aryzta-Verwaltungsrat habe es abgelehnt, die Vorschläge als Ergänzung auf die Traktandenliste an der Generalversammlung zu setzen, heisst es weiter. Cobas fordert den Aryzta-VR auf, eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen, sollte die vom VR-geplante Kapitalerhöhung scheitern.

Wenn entgegen der Erwartungen von Cobas an der GV die 800 Millionen-Kapitalerhöhung angenommen werden sollte, will Cobas an der Bezugsrechteemission in vollen Umfang teilnehmen, heisst es zudem.

(AWP)

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gertrud
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Aergern

Aryzta hat zu Recht keine Freunde hier, und deshalb kann man schimpfen, ohne dass sich deswegen gleich rosa Brillen beschlagen.

Ich ärger mich immer noch über die Firma. Unter Killian war es unterirdisch, nicht nur im Rückblick.
Unter Toland ging es am Anfang doch sehr harzig. Er hätte gleich eine KE durchziehen sollen, sozusagen als Antrittsbedingung. Hat er nicht.
Als es dann wirklich nicht mehr ohne ging, war es zwar sehr spät, aber unter dem Druck der Banken sollten es dann gleich 800 Mio. Euro werden.

Was mich aber jetzt ärgert: Statt Entschlossenheit und Einigkeit zu zeigen, liessen diese Iren durchblicken, dass sie eigentlich finden, mit weniger Geld und ein bisschen Durchwursteln wäre es doch auch gegangen.
Und prompt kommt dieser Francisco Garcia Parames von Cobas AM aus dem spanischen Busch und macht mächtig Stimmung gegen die 800 Mio, weil er bei seinem Einstieg zu ca. CHF 15.00 nicht damit gerechnet hatte, dieser post completo. Lustigerweise ist er aber genauso wackelig, und schreibt schon mal, wenn denn die 400 Mio nicht ausreichen, würde er nächstes Jahr nochmals 400 Mio. unterstützen. Und auch bei 800 Mio. würde er die Bezugsrechte ausüben. Irisch-Spanische Entschlossenheit.

Also. Ich ärgere mich, und hoffe, dass die Banken sich durchsetzen. Auch wenn sie so unverschämte 50 Mio. Euro (!) Kommission kassieren. Dafür ist dann für ein paar Jahre Ruhe und Schluss mit dem Gewackel.

Ich bleibe mit dem Posten ARY13 dabei bis zum nächsten Frühjahr. Wer hier mit aufgesprungen ist, müsste eigentlich heute im Gewinn sein. Vor allem, wenn sich abzeichnen sollte, dass die 800 Mio. nicht zusammenkommen, würde ich verstehen, wenn man die Gewinne realisiert.

Zyndicate
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Aryzta: Stimmrechtsberater

Aryzta: Stimmrechtsberater ISS empfiehlt Ablehnung der geplanten Kapitalerhöhung

Beim Backwarenkonzern Aryzta wächst der Widerstand der Aktionäre gegen die 800 Millionen Euro schwere Kapitalerhöhung. Nachdem der Grossaktionär Cobas am Montag alternative Szenarien zur Kapitalbeschaffung vorgeschlagen hatte, lehnt nun auch der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS die geplante Erhöhung des Aktienkapitals ab.

16.10.2018 15:32

In dem am Dienstag veröffentlichten Schreiben, empfiehlt ISS den Aktionären, gegen den entsprechenden Vorschlag der Verwaltungsrats an der Generalversammlung vom 1. November zu stimmen. Für ISS sei nicht ersichtlich, in welchem Ausmass Aryzta bei den Aktionären nach Alternativen zu der nun vorgeschlagenen Kapitalerhöhung gesucht habe. Das Unternehmen könne seinen Vorschlag auf der von Cobas einberufenen ausserordentlichen Generalsammlung erneut zur Abstimmung stellen.

Weiter stellt ISS fest, dass der Vorschlag von Cobas besser dazu geeignet scheine, die durch eine Kapitalerhöhung entstehende Verwässerung abzufedern. Allerdings könnte der Kapitalpuffer bei Umsetzung dieser Alternative knapp werden und er sei davon abhängig, wie viel Geld durch den Verkauf von nicht notwendigen Vermögenswerten tatsächlich eingenommen werden könne. Aus heutiger Sicht könnte ein Mittelweg der Vorschläge von Aryzta und Cobas eine praktikable Lösung sein, so die Einschätzung von ISS.

Cobas, die mit 14,5 Prozent an Aryzta beteiligt ist, hatte am Montag eine Kapitalerhöhung von lediglich 400 Millionen Euro vorgeschlagen und beantragte dafür eine ausserordentliche Generalversammlung. Darüber hinaus hat der Aktionär auch die Veräusserung von nicht zum Kerngeschäft zählenden Unternehmensteilen im Wert von rund 250 Millionen vorgeschlagen.

mk/rw

(AWP)

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Aryzta pocht auf

Aryzta pocht auf Kapitalerhöhung

Aryzta bleibt dabei: Die Aktionäre sollen am 1. November an der Generalversammlung über eine Kapitalerhöhung über 800 Millionen Euro befinden.

17.10.2018 06:54

Der Backwarenhersteller erteilt damit seinem Grossaktionär Cobas Asset Management eine Abfuhr. Cobas hatte auf eine halb so grosse Kapitalerhöhung über lediglich 400 Millionen Euro gedrängt und zusätzliche alternative Finanzierungsmodelle vorgeschlagen. Dazu zählte ein Verkauf von Firmenteilen und die Aufnahme von Fremdmitteln.

Unter Berücksichtigung aller Alternativen ist eine Kapitalerhöhung in der geplanten Höhe der einzig gangbare Weg, um das Unternehmen zu entschulden und einen Turnarounds zu bewerkstelligen, hält Aryzta am Dienstagabend in einer Stellungnahme fest. Sie sei im besten Interesse aller Beteiligten.

Vorschläge sich «unzureichend»

Die von den Spaniern eingereichten Vorschläge seien "unzureichend". Sie würden überdies ein erhebliches Ausführungsrisiko für die Aktionäre darstellen. So sei insbesondere die von Cobas vorgeschlagene Kapitalerhöhung über 400 Millionen Euro nicht gezeichnet. Aryzta hat dagegen für ihren doppelt so hohen Betrag mit verschiedenen Banken eine Underwriting-Vereinbarung vereinbart.

Es gebe somit keine Garantie, dass es möglich sein wird, unter den Bedingungen von Cobas einen Betrag von 400 Millionen Euro zusammenzubringen. Die von Aryzta geplante Transaktion habe damit eine viel höhere Chance, einen erfolgreichen Turnaround auf den Weg zu bringen.

Bedingung ist aber, dass die Aktionäre von Aryzta am 1. November dem Vorhaben zustimmen. Sollten die Aktionäre aber gegen die Kapitalerhöhung stimmen, will Cobas eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen. Die Spanier halten gemäss der letzten Meldung 14,5 Prozent an Aryzta.

Zuletzt ist der Widerstand der Aktionäre gegen Aryzta gewachsen. Am Dienstag hatte auch der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS die geplante Erhöhung des Aktienkapitals abgelehnt.

Hoher Schuldenberg

Aryzta hatte jahrelang einen scharfen Wachstumskurs gesteuert. Mit einer Reihe von Zukäufen wollte die Firma das angestammte Geschäft der Herstellung von tiefgekühlten Backwaren für Firmen wie McDonald's erweitern und ins Einzelhandelsgeschäft einsteigen. Doch die Strategie schlug fehl, Aryzta hinkte den Wachstumsraten des Marktes zunehmend hinterher und häufte Schulden an, die sich inzwischen auf netto 1,5 Milliarden Euro belaufen.

(AWP)

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Aryzta-CEO gibt sich

Aryzta-CEO gibt sich zuversichtlich in Bezug auf Kapitalerhöhung

Der Backwarenkonzern Aryzta ist optimistisch im Hinblick auf die geplante Kapitalerhöhung. "Wir sind zuversichtlich, dass die Mehrheit unserer Aktionäre unseren Plan unterstützt, auch wenn unser Aktionär Cobas anderer Meinung ist", sagte CEO Kevin Toland im Interview mit dem "Tages-Anzeiger" (Ausgabe 26.10.)

26.10.2018 10:38

Die Banken hätten Aryzta zwar "zusätzlich Luft bis Oktober 2019" gegeben. Aber das ändere nichts an der Tatsache, dass Aryzta die vorgeschlagene Kapitalerhöhung von 800 Millionen Euro zur Stabilisierung des Unternehmens brauche. "Dann können wir Teilverkäufe aus einer Position der Stärke angehen. Ohne diese Kapitalerhöhung müssen wir Zwangsverkäufe tätigen. Und dann bekommen wir keine guten Preise", so der seit rund einem Jahr im Amt stehende Ire Toland.

Wie er weiter erläuterte, plant Aryzta auch nach der Kapitalerhöhung ein "umfangreiches Programm" von Verkäufen von Unternehmensteilen. Denn selbst nach der Kapitalerhöhung werde die Verschuldung noch kein nachhaltiges Niveau erreicht haben. "Aber diese Verkäufe jetzt vorschnell aus einer Position der Schwäche anzugehen, wenn wir dringend Geld brauchen, ergibt für die Aktionäre absolut keinen Sinn", sagt Toland.

Der grösste Aryzta-Aktionär, die spanischen Finanzgesellschaft Cobas mit einem Anteil von etwas weniger als 15 Prozent, hatte bekanntlich einen alternativen Plan vorgeschlagen, um die Verwässerung im Rahmen zu halten. Eine Kapitalerhöhung von nur 400 Millionen Euro und weitere Unternehmensverkäufe über 250 Millionen Euro.

Laut Aryzta-CEO Toland kann man das aber nicht vergleichen. "Unser Plan ist durchgerechnet, die Banken garantieren die Kapitalerhöhung." Der Alternativ-Plan dagegen reiche finanziell nicht aus, um die Verschuldung im nötigen Umfang zu senken. Zudem sei er riskant, denn der Erfolg eines Schnellverkaufs von Unternehmensteilen stehe in den Sternen.

Die Aryzta-Aktionäre werden nächste Woche (am 1.11.) anlässlich der ordentlichen Generalversammlung über die Kapitalerhöhung abstimmen.

uh/ra

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gertrud
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Morgen ist Backtag

 

Weil es so eindrücklich ist:
Hier zur Erinnerung und Einstimmung auf morgen der Chart einer Firma, die über all diese Jahre satte operative Gewinne (EBITDA) gemacht hat

spesenmoos
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Kapitalerhöhung

Gertrud, ich gehe davon aus, dass die Kapitalerhöhung morgen durchgewunken wird (braucht meines Wissens eine 2/3 Mehrheit). Was passiert dann mit dem Kurs?

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