Aryzta

ARYZTA N 

Valor: 4323836 / Symbol: ARYN
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  • 22.08.2019 09:17:59
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Bellavista
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Bedingungen der KE

Hier noch etwas ausführlicher, wie die Bedingungen für die KE angedacht sind:

Zürich (awp) - Der Backwarenkonzern Aryzta hat im Vorfeld der am heutigen Donnerstag stattfindenden Generalversammlung Details der geplanten Kapitalerhöhung veröffentlicht. Den Aktionären wird die Ausgabe von rund 900,18 Millionen neuen Aktien vorgeschlagen. Dies soll zu Einnahmen von rund 900 Millionen Euro führen und zu einem Bruttoemissionserlös von 790 Millionen, wie es in einer Mitteilung von Donnerstag hiess.

 

Vorbehaltlich der Zustimmung an der GV sollen die Aktien über Bezugsrechte zum Preis von 1,00 Franken pro Stück den bestehenden Aktionären angeboten werden. Sie sollen pro am Stichtag 6. November gehaltener Aktie 10 Bezugsrechte erhalten. Ab dem 7. November werden Aryzta-Aktien Ex-Bezugsrechte gehandelt und der Handel der Rechte soll ab diesem Termin bis zum 15. November laufen. Als erster Handelstag für die neuen Aktien an der Six Swiss Exchange und der Euronext Dublin ist der 19. November geplant.

 

Der detaillierte Angebotsprospekt soll am morgigen Freitag, 2. November, veröffentlicht werden.

 

Der Verwaltungsrat empfiehlt den Aktionären einstimmig die Annahme des Antrages. Die Kapitalerhöhung sei notwendig, um die strategische und finanzielle Stabilität zu erreichen, um den Businessplan umzusetzen, schreibt das Unternehmen weiter. Die Einnahmen sollen vor allem für den Schuldenabbau verwendet werden.

 

Die Finanzirungspläne waren beim Grossaktionär Cobas, der 14,5 Prozent an Aryzta hält, auf Kritik gestossen. Cobas fordert eine Kapitalerhöhung von nur 400 Millionen Euro sowie andere Massnahmen zum Abbau der Verbindlichkeiten. Die drei wichtigen Stimmrechtsberater ISS, Glass Lewis und Ethos empfehlen die Annahme des Antrags des Verwaltungsrates.

 

Die Aktien von Aryzta sind bis auf Weiteres vom Handel ausgesetzt.

 

yr/cf

Bellavista

gertrud
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Echt forsch

... oder sogar noch was darunter.
... setzt aber  andererseits auch die Altaktionäre unter Druck, ihre Bezugsrechte auch auszuüben und nicht zu verkaufen. ...

1 Franken !  Aryzta ist immer für eine Ueberraschung gut.

Das ist echt forsch. Manche würden sagen, Nötigung!
Wird einen spannenden Bezugsrechtshandel geben.

spesenmoos
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....

Wenn die Kapitalerhöhung durchkommt, ist der Kurs der Aktie Fr. 10.- + plus Fantasie, dass Turnaround gelingt

norisknomoney
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Nötigung

gertrud hat am 01.11.2018 07:52 geschrieben:

... oder sogar noch was darunter.
... setzt aber  andererseits auch die Altaktionäre unter Druck, ihre Bezugsrechte auch auszuüben und nicht zu verkaufen. ...

1 Franken !  Aryzta ist immer für eine Ueberraschung gut.

Das ist echt forsch. Manche würden sagen, Nötigung!
Wird einen spannenden Bezugsrechtshandel geben.

Was meinst du mit Nötigung?

Bzw. was bedeutet das für die Aktionäre wenn der Bezugspreis lediglich 1.- beträgt? Gibt das nicht eine brutale Verwässerung? Und spricht das eher für eine Annahme der KE oder nicht?

Fragen über Fragen ich weiss..

Blaues Hufeisen
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Eher weniger...

spesenmoos hat am 01.11.2018 10:32 geschrieben:

Wenn die Kapitalerhöhung durchkommt, ist der Kurs der Aktie Fr. 10.- + plus Fantasie, dass Turnaround gelingt

Theo. Aktienkurs nach Anrechtsabgang liegt bei CHF 1.76. Das wird die neue Realität sein....

Chuck Norris
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Leerverkäufer...

Gemäss FUW vom 29.10.2018 sind ja 17.7% leerverkaufte Aktien bei Aryzta im Spiel. https://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2018/10/tab_front_gha.jpg

Die Leerverkäufer haben bisher aus ihrer Sicht alles richtig gemacht (Leider...). Doch nun wurde mit der von Gertrud korrekt/gut dargestellten Bezugsrecht-Logik etwas aufgebaut, was eventuell den Leerverkäufern nicht so passt. Wenn nun sehr viele Aktionäre ihre Bezugsrechte nicht auf den Markt schmeissen, sondern Gelder nachschiessen ("genötigt" gefällt mir), können sie ihre leerverkauften Positionen nicht einfach mal schnell durch Zukaufen der Optionen und anschliessendem Aktienbezug schliessen. Könnte mir gut vorstellen, dass dieses Bezugsverhältnis und der Bezugspreis nicht in ihrem Interesse ist.

Wenn es so kommt wie oben beschrieben, könnte es danach effektiv nach der Kapitalerhöhung spannend werden. Die Verschuldung scheint im Griff zu sein, wenn danach das Risiko kleiner, die Gewinnaussichten besser daherkommen und immer noch viel leerverkaufte Aktien im Spiel sind, könnte es rasch gehen. Bleibt spannend, bleibe (noch) in Lauerstellung.

 

(Die Kapitalerhöhung wurde eher knapp angenommen... Da werden entsprechend viele auf das Management sauer sein!)

https://www.cash.ch/news/top-news/generalversammlung-aryzta-aktionaere-geben-gruenes-licht-fuer-kapitalerhoehung-1224688

 

Um via Börse auf ein kleines Vermögen zu kommen, investierst du ein Grosses...

spesenmoos
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Deppen

Alles okey mit der Deppenliste. Aber wie können wir in den nächsten Tagen etwas verdienen, das Frage ich mich?

Gertrud, es ist halt trotz allem eine Sanierung, auf dem schwer belasteten Rücken der Altaktionäre, die genötigt werden dem schlechten Geld noch gutes nachzuwerfen.

Ich bin aber zuversichtlich, dass es nachher hoch geht. Das Konkursrisiko ist raus... Bei Meyer Burger gings ja dann auch 100% opsi Smile

kirschbaum
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toll, exakt, einwandfrei

toll, exakt, einwandfrei @Getrud. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ausser vielleicht, dass die Banken gar etwas mehr als 50 Mio. garniert haben (meinte ca. 60, aber ohne Gewähr). Und dabei ihre investierten Mittel noch sichergestellt haben....

gertrud
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norisknomoney hat am 01.11

norisknomoney hat am 01.11.2018 10:24 geschrieben:

 

Was meinst du mit Nötigung?

 

Hoffe, das wird jetzt klar:
Man kann sich für die KE  zwei extreme Bedingungen denken:

Variante A: 1 neue Aktie pro Altaktie für 10 CHF (der theoretische Wert des Bezugsrechts ist +/- Null)
Wenn ein Altaktionär mitmacht, zahlt er 10 Franken und ist beteiligt an Aryzta wie zuvor.
Wenn er nicht mitmacht, verfällt sein Bezugsrecht, das eh fast nichts wert ist, und er hat noch halb soviel Beteiligung an Aryzta.

Variante B, aktuell von Aryzta vorgeschlagen: 10  neue Aktien pro Altaktie für 1 CHF (der theoretische Wert der 10 Bezugsrechte ist zusammen ungefähr 7-8 CHF)
Wenn ein Altaktionär mitmacht, zahlt er 10 Franken und ist beteiligt an Aryzta wie zuvor.
Wenn er nicht mitmacht, muss er versuchen, seine Bezugsrechte zu verkaufen, und er hat nur noch 10% soviel Beteiligung an Aryzta wie zuvor.

Weil es unter den von Aryzta vorgeschlagenen Bedingungen sehr schwierig sein wird, die Bezugsrechte zu einem guten Preis zu verkaufen, wird der Altaktionär  fast gezwungen, die KE mitzumachen und die zusätzlichen 10 Franken nachzuschiessen. Wenn er die Bezugsrechte verkauft, wird er Verluste realisieren und ist kaum mehr an Aryzta beteiligt. Das meine ich mit Nötigung. Nicht mitmachen ist bei Variante B viel ungünstiger als es bei Variante A wäre. Deshalb, und das weiss Aryzta, hätten bei einem hohen Bezugspreis viel weniger mitgemacht und die Banken wären auf den neuen Aktien sitzengeblieben.

 

Also, hier ist die Deppenrangliste, wenn die KE so durchgeht.

1. Rang: Die Altaktionäre. Sind die Oberdeppen, haben schon Buchverluste und zahlen jetzt noch dafür
2. Rang: Das aktuelle Aryzta Management: Sie müssen als Deppen hinstehen und sich beschimpfen lassen. Werden aber dafür bezahlt.
3. Rang: Das alte Aryzta Management: Jeder weiss, dass die die grössten Deppen waren, das juckt sie aber nicht, sind mit ihren Millionengehältern längst über alle Berge und lachen sich einen.
4. Rang: Die Banken. Sind fein raus bei tiefem Risiko, und kassieren Gebühren und Kommissionen bei allen Vorgängen und Transaktionen, geschätzte 50 Mio an dieser KE. Also sind sie strenggenommen keine Deppen. Banker, eben.

Per
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gertrud hat am 01.11.2018 11

gertrud hat am 01.11.2018 11:02 geschrieben:

Also, hier ist die Deppenrangliste, wenn die KE so durchgeht.

1. Rang: Die Altaktionäre. Sind die Oberdeppen, haben schon Buchverluste und zahlen jetzt noch dafür
2. Rang: Das aktuelle Aryzta Management: Sie müssen als Deppen hinstehen und sich beschimpfen lassen. Werden aber dafür bezahlt.
3. Rang: Das alte Aryzta Management: Jeder weiss, dass die die grössten Deppen waren, das juckt sie aber nicht, sind mit ihren Millionengehältern längst über alle Berge und lachen sich einen.
4. Rang: Die Banken. Sind fein raus bei tiefem Risiko, und kassieren Gebühren und Kommissionen bei allen Vorgängen und Transaktionen, geschätzte 50 Mio an dieser KE. Also sind sie strenggenommen keine Deppen. Banker, eben.

coole rangliste..... Lol macht spass die zu lesen Good

spesenmoos
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Zeit drängt

die Leeren haben noch einen Tag Zeit um zu schliessen. Das kann schnell gehen. würde fast wetten, dass wir morgen die 8+ noch sehen. Aber bei Arzyta wett ich gar nichts mehr...

Bargain
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Es ist Ihnen wohl vollkommen

Es ist Ihnen wohl vollkommen bewusst, dass es viel Mut braucht, wenn Sie eine dezidierte Verkaufsempfehlung auf einen Milliarden Franken Wert abgeben. Sie kennen meine Meinung zu Aryzta (Börsensymbol: ARYN SW): -80.71% seit dem 1.1.2018 ist klares Verdikt, dass sich der Markt auch nicht mit wohlwollenden Artikel auf das Glatteis führen lässt. Die anstehende Kapitalerhöhung wird zu einem Börsenspektakel der Extraklasse, an der die bisherigen Altaktionäre richtig bluten werden, wenn Sie nicht vollumfänglich mitmachen. Richtig brutal erwischt hat es den spanischen Finanzspezialisten Cobas, welcher im Markt einen glänzenden Ruf besitzt: Der Anteil von 14.5% am schweizerisch-irischen Backwarenhersteller ist eine traurige Angelegenheit, insbesondere, weil die Iberer mit Ihrem Vorschlag nur die Hälfte der Kapitalerhöhung durchzuführen, ins Abseits gestellt wurden. Doch nun wird es noch spannender: Ab dem 7. November 2018 bis zum 15.November 2018, werden die Aryzta Papiere ex Bezugsrechte gehandelt. Als erster Handelstag der neuen Aktien ist der 19. November 2018 an der Börse vorgesehen. Seien wir uns bewusst, dass es unter den aktuellen Bedingungen für den Altaktionär sehr schwierig sein wird, seine Bezugsrechte zu einem guten Preis zu veräussern. Er ist faktisch gezwungen bei der Kapitalerhöhung mitzumachen. Seien wir uns auch bewusst, dass bei Aryzta die Leerverkäufer bislang die grossen Gewinner sind: Bei 18% Short Positionen ist die Rechnung wohl schnell gemacht. Aus der Sicht der Short Players, würde ich die Positionen schliessen, denn seit ein Bankenkonsortium die Komplettübernahme der Kapitalerhöhung garantiert hat, könnte es zu einem kurzfristigen Short Squeeze kommen. Daher würde ich kurzfristig die Positionen schliessen und dem Treiben an der Börse von der Seitenlinie aus verfolgen. Fazit: Sie haben einen eklatanten Gewinn erzielt. (Schliessen der Verkaufspositionen)

Kapitalist
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Kurzfristige Kursgewinne?

Laut Cashinsider seien 18% der Aryztaaktien leerverkauft, das würde bedeuten dass jetzt innert kurzer Zeit 16,5 Millionen Aktien zurückgekauft werden müssen. Am letzten Freitag betrug der Umsatz 1 Million gehandelte Aktien.

Entweder werden vor dem Bezugsrechtsabgang 16,5 Millionen Aktien zurück gekauft, oder dann müssen während dem kurzen Bezugsrechtshandel 16,5 Millionen Aktien plus 165 Millionen Bezugsrechte gekauft werden resp. allenfalls eine Mischung von beidem. In dieser Grössenordnung und in dieser kurzen Zeit kann das doch fast nur über deutlich steigende Kurse passieren. Ein kurzer Einstieg und anschliessender Verkauf bei höheren Kursen scheint mir beinahe garantiert zu sein.

Yahoo

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

Kapitalist
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Verstehe ich das jetzt

Verstehe ich das jetzt richtig?

Aktuell sind bei Aryzta gut 92 Millionen Aktien ausstehend. Pro bestehende Aktie erhalte ich 10 Anrechte. 

Für 1 neue Aktie benötige ich 1 Anrecht und muss noch 1.- nachzahlen.

Aktuell kostet 1 Aktie 7.454. Somit hätte 1 Anrecht also theoretisch einen Wert von ca. 60 Rappen (falls der Aktienkurs stabil blieibt)?

Die Aktien nach der KE hätten einen geschätzten Wert von ca. 1.60.

Neu wären dann bei Aryzta rund 1 Millarde Aktien ausstehend.

Das sind natürlich nur grobe Schätzungen.

 

 

 

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

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Der Insider hat dazu

Der Insider hat dazu folgendes geschrieben:

Als der hochverschuldete Backwarenhersteller Aryzta gestern um 10 Uhr zur ausserordentlichen Generalversammlung lud, war eine Annahme der umgerechnet gut 900 Millionen Franken schweren Kapitalerhöhung alles andere als sicher.

Gleich mehrere namhafte Aktionäre hatten im Vorfeld ihren Widerstand gegen die geplante Ausgabe neuer Aktien angekündigt, unter ihnen der spanische Vermögensverwalter Corbas. Doch obwohl gestern alleine der grösste Einzelaktionär gut einen Viertel der anwesenden Stimmen stellte, sprach sich letztendlich eine knappe Mehrheit der 272 Teilnehmer für eine Kapitalerhöhung aus - mit verheerenden Folgen für die Aktien von Aryzta. Sie gingen um satte 20 Prozent tiefer aus dem Handel.

Anders als die langjährigen Aktionäre des Backwarenherstellers hatten die Leerverkäufer gestern allen Grund zum Feiern. Denn auf eine alte Aktie kommen nicht weniger als 10 neue Aktien. Ich gehe alleine schon deshalb davon aus, dass viele der langjährigen Aktionäre nicht im vollen Umfang neue Aktien zeichnen und sich zumindest von einem Teil ihrer Bezugsrechte trennen. Mit einem solchen Verkauf spielen sie wiederum den Leerverkäufern in die Hände, die dann ihre Wetten gegen Aryzta gewinnbringend über die Bezugsrechte schliessen können.

Dem Beratungsunternehmen IHS Markit zufolge wurde Ende Oktober mit fast 18 Prozent der ausstehenden Aktien gegen den Backwarenhersteller spekuliert. Das sind 11 Prozent mehr als noch einen Monat zuvor.

Totalabsturz der Aryzta-Aktien über die letzten zwölf Monate. (Quelle: www.cash.ch)

Neben den Leerverkäufern sind übrigens auch die kreditgebenden Banken sowie die Anleihengläubiger die Gewinner der anlaufenden Bilanzsanierung. Nach deren Abschluss sind sie nämlich frei raus.

Seit nahezu zwei Jahren warne ich eindringlich davor, dass Aryzta nicht darum herum komme, in den sauren Apfel einer stark verwässernden Kapitalerhöhung zu beissen. Seit gestern ist letztere beschlossene Sache. Alleine seit Jahresbeginn ist der Börsenwert des Backwarenherstellers um fast 80 Prozent geschmolzen.

Das darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich mit meinen Schweizer Aktienfavoriten für das Börsenjahr 2018 in den letzten Wochen ziemlich schief lag (siehe Viele Höchstkurse werden wir so schnell nicht wieder sehen von gestern). Was bleibt, ist Demut meinerseits und die Erkenntnis, dass meine Gabe offenbar vor allem darin besteht, rechtzeitig vor absturzgefährdeten Aktien zu warnen.

 

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mats
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Die Frage ist mehr willst du

Die Frage ist mehr willst du zocken oder längerfristig anlegen.

An beiden Orten liegt wahrscheinlich was drin. Beim Zocken würde ich versuchen tief reinzugehen.

Wenn ich es jetzt mit Leonteq vergleiche da waren etwas weniger Leerverkäufer im Frühling 10-15% bei Aryzta über 20%..!

Bei Leonteq ging der Kurs(Aktie und Rechte) am ersten Tag kurz in die Knie um sich nachher auf sehr hohen Niveau zu bewegen, nach der Wandlung ging es aber wieder bachab..wie auch langsam allgemein mit den kl. und mitleren Unternehmen.

Bei Aryzta ist es noch schwieriger zu sagen wann die 20% Leerverkäufer ihre Positionen mit Wandelanrechten schliessen wollen.

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Einstieg während KE?

Und was denkt Ihr? Könnt Ihr einen Einstieg während der KE über Bezugsrechte empfehlen? Ich habe mich mit Aryzta nur am Rande befasst, aber eine Saniierung in dieser Grössenordnung sollte den Konzern eigentlich schon wieder fit machen,oder? Scratch one-s head

 

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Blaues Hufeisen
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gertrud hat am 01.11.2018 14

gertrud hat am 01.11.2018 14:01 geschrieben:

Die KE kann jetzt technisch gar nicht mehr scheitern.

Die Banken haben ja fest übernommen. Also kann jeder, der ein Bezugsrecht zugeteilt bekommen hat, oder eins an der Börse kauft, eine neue Aktie zu 1 CHF kaufen, und er wird auch in jedem Fall beliefert.

Mal hypothetisch angenommen, niemand will die BZR ausüben und alle versuchen zu verkaufen. Dann werden die BZR gegen Null gehen, die Aktie (alt wie neu) gegen CHF 1. Und die Banken sitzen auf 900 Mio. Aktien.

Klar?

Alles klar, das mit der Festübernahme hatte ich nicht mehr präsent....

Bargain
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Fragte mich noch folgendes:

Fragte mich noch folgendes:

Der cash insider beschreibt ein Szenario, wonach die Altaktionäre aufgrund der starken verwässerung wohl einen Teil ihrer BZR verkaufen werden. Es entstünde Druck auf die BZR = die shorties könnten dann günstig über diese rein.

Aber:

Wäre ich Altaktionär mit dem Wissen, dass 18% der Titel darauf warten, gedeckt zu werden, würde ich meine BZR nur dann verkaufen, wenn die shorties über die BZR decken = Kurs der BZR nach oben.

Oder ich würde ausüben, falls die Leerverkäufer erst nach dem BZR Handel kaufen. 

Demnach könnte der Verlauf der BZR doch auch umgekehrt verlaufen. BZR hoch (leerverkäufer kaufen) und danach BZR runter (Altaktionäre verkaufen)?

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Ich würde da gar nicht zu

Ich würde da gar nicht zu viel denken. Ich denke nämlich, dass die KE etwas ähnlich wie bei Evolva verläuft und nach Abschluss der KE die Aktien billiger über den Markt zu haben sind. Jedenfalls hatte ich bei Evolva über KE 30 Rappen investiert und die Aktie notiert jetzt bei 25......

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Verständnisfrage @Spesenmoos

spesenmoos hat am 05.11.2018 13:52 geschrieben:

die Leeren haben noch einen Tag Zeit um zu schliessen. Das kann schnell gehen. würde fast wetten, dass wir morgen die 8+ noch sehen. Aber bei Arzyta wett ich gar nichts mehr...

Wieso können die Leerverkäufer nicht warten, bis die neuen Aktien ohne Bezugsrechte gehandelt werden. Da kämen sie doch noch genau so billig an die Papiere und müssten nicht noch Geld in die Finger nehmen um die Bezugsrechte auszuüben. Ich habe zugegebenermassen nicht wirklich eine Ahnung mit dem Leereverkafuen. Darum bin ich froh um eine kleine Nachhilfe.

So wie das Volumen im Moment aussieht, könnte man auf jeden Fall nicht meinen, dass sich da Leerverkäufer mit Titeln eindecken müssten? 

Bellavista

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Vielleicht wurde die

Vielleicht wurde die federführende Bank beauftragt heute die Kurse der Aktie an der Börse stabil zu halten, was vermutlich mit relativ wenig Aufwand möglich sein sollte. 

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Kurs stabil auf 7.50... Gründe?

Hat jemand im Forum eine Annahme/Erklärung, wieso sich der Kurs um die 7.50 halten kann resp. so stabil bleibt. Gibt es rechnerisch einen vernünftigen Grund für diese Marke. Oder ist es eher psychologischer Natur. Marktkapitalisierung nach der KE. 1.7 Mia. Könnte dies eine Grösse sein, an der man sich am Markt orientiert.

Bellavista

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Die Bank wird dem

Die Bank wird dem Leerverkäufer die Anrechte als Minus-Bestand einbuchen und der Kunde muss diese dann während der Bezugsfrist eindecken womit der Bestand dann auf Null geht. 

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Bellavista hat am 05.11.2018

Bellavista hat am 05.11.2018 14:24 geschrieben:

spesenmoos hat am 05.11.2018 13:52 geschrieben:

die Leeren haben noch einen Tag Zeit um zu schliessen. Das kann schnell gehen. würde fast wetten, dass wir morgen die 8+ noch sehen. Aber bei Arzyta wett ich gar nichts mehr...

Wieso können die Leerverkäufer nicht warten, bis die neuen Aktien ohne Bezugsrechte gehandelt werden. Da kämen sie doch noch genau so billig an die Papiere und müssten nicht noch Geld in die Finger nehmen um die Bezugsrechte auszuüben. Ich habe zugegebenermassen nicht wirklich eine Ahnung mit dem Leereverkafuen. Darum bin ich froh um eine kleine Nachhilfe.

So wie das Volumen im Moment aussieht, könnte man auf jeden Fall nicht meinen, dass sich da Leerverkäufer mit Titeln eindecken müssten? 

Meiner Meinung nach müssen die leerverkauften Aktien mit den Anrechten zurück gegeben werden, so wie sie ausgelehnt wurden oder mindestens etwas gleichwertiges.

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pee1983
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Achtung fertig los

Achtung fertig los

stockcat
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Valor Bezugsrecht

43'992'155

Bellavista
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Valor der Bezugsrehte?

Ich finde das  Valorensymbol für die Bezugsrechte nicht. Kann mir jemand helfen? Danke.

Bellavista

Bargain
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Ein short squeeze wurde schon

Ein short squeeze wurde schon oft bei div. anderen Titel erwartet und passiert ist dann praktisch nichts. Wird ein solcher nicht vor allem durch shorties in Kombination mit einer Verknappung des Angebots ausgelöst? Von einer Angebots Knappheit kann man hier wohl nicht davon ausgehen. 

Sollten ich die BZR “ tief“ bekommen, werde ich es mir überlegen. Aber brauchen tue ich sie nicht.

Gruss

Kapitalist
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Einstieg

Ich bin heute für meine Verhältnisse relativ gross in Aryzta eingestiegen. Ich spekuliere darauf dass es in dieser Aktie zu einem short squeeze kommen könnte. Bis zum 15. November müssen meiner Meinung nach rund 16,5 Millionen Aktien und 165 Millionen Anrechte gehandelt werden nur um die ausstehenden leerverkauften Aktien zurück zu kaufen! Pro Börsentag müssen somit durchschnittlich mindestens 2,75 Millionen Aktien und 27,5 Millionen Anrechte gehandelt werden. Ich bezweifle ob das in dieser kurzen Zeit möglich ist. Da ist die Chance gross, dass es am letzten Handelstag zu einem short squeeze mit extrem hohen Kursen kommt, weil einach zu wenig Aktien zum Verkauf zur Verfügung stehen. Für mich wäre das dann ein grosses Glück (der Lottojackpot quasi).

 

Sollte dieses Szenarium nicht eintreten behalte ich die Aktien einfach. Durch diese KE fliessen Aryzta rund 900 Millionen zu. Mit disem Geld werden sie vor allem laufende Kredite zurück zahlen und damit relativ viele Kreditzinsen einsparen, was sich logischerweise positiv auf die zukünftigen Gewinne auswirkt. Mit dieser riesigen KE ist Aryzta für die Zukunft saniert und sollte finanziell deutlich besser dastehen.

Der Kurs von Aryzta ist in letzter Zeit massiv eingebrochen (ich meine in der Grössenordnung von etwa 80 Wacko und nach der Sanierung sollte dieser eigentlich mittelfristig wieder einiges vom Verlust wieder wettmachen. Ich gehe deshalb davon aus dass sich ein aktueller Einstieg auf alle Fälle lohnen sollte.

 

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