Aussichten 2007

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09.12.2006 13:21
#1
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Aussichten 2007

Ich hoffe stark, dass dieses Jahr Cash mal in der Lage ist alle Grösseren Banken (auch die ganz Grossen) über die Aussichten des kommenden Jahres zu befragen. Ich möchte sehen wie diese Banken das 2007 prognosizieren und welche Titel diese Banken als Börsenfavoriten einstufen. Dies gibt mir dann Ende 07 einen Ueberblick über das Können der studierten Bankanalysten und was die Prognosen der Banken wert sind. UBS gab für dieses Jahr konne Prognose bekannt, weil sie letztes Jahr so extrem daneben lag und sich der Lächerlichkeit preis gab.

Ich bin nur Börsenlaie, aber die Banken haben studierte Leute die tagtäglich in diesem Buisness arbeiten und uns Laien überlegen sein sollten. Sie werden dementsprechend honoriert. Ich bin wirklich auf die Prognose gespannt! Was meint Ihr?

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09.01.2007 13:07
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Danke Jodellady!

Gut, dann geht's jetzt an die Hausaufgaben, schauen wir die Titel, respektive Firmen, genauer an, mal sehen wie weit ich dabei komme...

ps: Wink verstanden, glaube aber persönlich wirklich daran Wink

Gruss

xframe

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09.01.2007 12:30
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hallo xframe

gratulation :D:D:D:D

es gibt immernoch preiswerte aktien. Schau dich doch mal im Thread "6 Favoriten fürs 2007" rum. Da hats ein paar gute Aktien, die man ruhig anschauen/kaufen darf.

Am besten hör auf deinen Verstand und Herz, handle nicht aufgrund eines Users hier!

PS: eine korrektur ist natürlich nicht ausgeschlossen. Man hats gestern ja wieder gesehn, wie schnell der Ölpreis kurzfristig steigen kann (Weissrussland-Russland-Eskalation)....

09.01.2007 12:24
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jetzt wieder neu einsteigen?

Hallo zusammen

Als Börsenanfänger konnte ich die ersten beiden Transaktionen (PHBN und STMN) mit bescheidenem Erfolg abschliessen, persönliches Kursziel erreicht Smile

Als spekulatives Investment leistete ich mir ein paar Arpida Aktien, wenn die es schaffen ihr Produkt auf den Markt zu bringen, gibt das eine zweite Actelion, so hoffe ich.

So, nun sitz' ich auf einem Haufen Geld und weiss nicht, was ich damit machen soll Lol , würdet Ihr angesichts der erreichten Höhen jetzt wieder investieren oder ist es besser etwas zuzuwarten bis eine erkennbare Korrektur kommt?

Gruss

xframe

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08.01.2007 13:52
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Jodellady wrote:

Jedoch geh ich nicht ganz gleicher meinung ein.

Quote:

erstens, dass neue Kunden, die diesen Titel noch nicht in ihrem Depot haben, die Aktien nicht kaufen sollen.

da ist doch kein Widerspruch?

Für die, die aktie noch nicht haben: aktie hat nicht mehr soviel potenzial, um wirklich damit einen schönen gewinn zu erwirtschaften

für die, die die aktie bereits haben: Aktie hat noch potenzial, um einen Verkauf ist es noch ein wenig zu früh.

Ja gut Jodellady...wenn wir ehrlich sind ist es schon ein wenig widersprüchlich.

Entweder hat eine Aktie Potential und jeder sollte sie haben --> Buy / Strong Buy

Oder die Aktie ist scheisse und man sollte sie verkaufen --> Sell

Doch was heisst HOLD? Ich meine, wenn das Risiko für bestehende Anleger nicht zu gross ist um den Titel zu halten & auf höhere Kurse zu spekulieren, dann kann man auch so gut neueinsteigen nicht?

Du führst als Argument auf...für bestehende Anleger würde es sich bei einem HOLD Rating mehr lohnen im Titel zu bleiben als für Neueinsteiger. Ja gut. Was heisst jetzt das?

Wie viel % brauchst du um bei einer Aktie Potential zu sehen? 5%/10%/15%/20%?

Die Problematik liegt darin, dass kein Analyst dieser Welt weiss um wie viele Prozent eine Aktie tatsächlich noch steigen kann.

Ich mein. Nehmen wir mal Advanced Digital. Die wirklich interessanten Kurse waren um CHF 40. Doch war dort irgendeine Bank die gesagt hat: STRONG BUY?

War irgendeine Bank die bei ABB gesagt hat, STRONG BUY als die Kurse bei 2 Franken waren?

Es ist ja völlig klar, dass eine Bank nicht ihr Ruf aufs Spiel setzen will & ABB (als sie bei 1.50) waren auf STRONG BUY setzt.

Fact ist: Setzt eine Bank eine Aktie auf Buy und sie fällt, verliert diese Bank relativ schnell ihren Ruf. Setzt eine Bank jedoch eine Aktie auf HOLD und sie verliert an Wert ist es nicht ganz so schlimm.

Zudem ist der Weg von: Eine Aktie von Hold auf Sell zu setzen kleiner und es wirkt seriöser eine Aktie von Hold auf Sell zu setzen, als von Buy auf Sell. Meine Meinung.

Ich interpretiere also die Ratings folgendermassen:

SELL

Der Titel könnte langsam interessant werden. (Siehe Micronas)

Smith Barney sieht ein Kursziel von 16.70! Dennoch steigt die Aktie in den letzten Tagen an...

HOLD

Die Banken warten die Entwicklung vom Unternehmen mal ab. Wenn ich selber der Meinung bin, dass die Bude Potential hat, dann kaufe ich. (z.B Swisslog).

BUY

Eine Aktie hat sich schon recht weit entwickelt (z.B ABB) und befindet sich womöglich nahe an Höchstkursen. Ich betrachte das Rating kritisch.

Schlussendlich soll man sich nicht nur auf Ratings stützen sondern unbedingt eigenen Research betreiben. Die Ratings können allenfalls darauf hinweisen, wie bekannt eine Aktie ist. bzw. wie beliebt.

Beispiel für ein HOLD Kandidat:

Phonak. Phonak sicherlich eine super Bude hat in der Vergangenheit eine hammermässige Performance hingelegt. Aktuell notiert die Aktie nahe der CHF 100 Marke. Die höchsten Kursziele reichen bis 110. Die schlechtesten bis 77.

Nun die Frage. Was will uns das Hold Rating hier sagen?

Nehmen wir an wir hätten die Aktie bei CHF 50 gekauft und glauben langfristig an Phonak. Dann würde ich persönlich vermutlich drin bleiben trotz möglichen Korrekturen. Hätte ich aber PHBN bei 95 gekauft, würde ich mir langsam überlegen ob wirklich (kurzfristig) noch Potential vorhanden ist.

Würde hier jemand CHF 25 riskieren um ev. CHF 10 zu gewinnen? Das ist die entscheidende Frage, wenn wir uns auf die betreffenden Ratings stützen. Wenn wir davon ausgehen könnten, dass die Ratings +/- eintreffen, dann würde ich mir in diesem Fall ernsthaft Gedanken machen ob ich im Titel bleiben würde.

Aber meiner Meinung nach muss sich jemand, der wirklich selbst Analyse betreibt gar nicht gross den Kopf über die Ratingmodelle zerbrechen. Klar, Ratings können gut tun (man wird im positivem Falle in seiner Haltung gestärkt), doch wenn man seine Arbeit richtig macht, dann sind Ratings nur Nebensache. ...

Entscheidende Frage bei einem Analyst

Wie unabhängig ist er? Wem ist er Rechenschaft schuldig? Was sind die Konsequenzen bei einer Fehleinschätzung? Was sind die Anreizsysteme?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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08.01.2007 12:28
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danke für den Artikel..

Jedoch geh ich nicht ganz gleicher meinung ein.

Quote:

erstens, dass neue Kunden, die diesen Titel noch nicht in ihrem Depot haben, die Aktien nicht kaufen sollen.

da ist doch kein Widerspruch?

Für die, die aktie noch nicht haben: aktie hat nicht mehr soviel potenzial, um wirklich damit einen schönen gewinn zu erwirtschaften

für die, die die aktie bereits haben: Aktie hat noch potenzial, um einen Verkauf ist es noch ein wenig zu früh.

Natürlich bin ich auch nicht immer gleicher meinung mit den Analytikern.. Jedoch sooo schwarz/weiss wie es die NZZ schreibt, find ich es persönlich nicht.

08.01.2007 10:03
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Hold

ein interessanter Artikel der NZZ

http://www.nzz.ch/2007/01/08/bm/articleESJT7.html

Der faule Kompromiss der «Hold»-Empfehlung

Schweizer Analytiker exponieren sich weniger oft als europäische

Analytiker in der Schweiz raten den Anlegern viel häufiger zum Halten ihrer Aktien als ihre europäischen Kollegen. Portfolio-theoretisch gibt es dafür keinen plausiblen Grund.

Die meisten privaten Investoren haben weder die Zeit noch das nötige Know-how, um ihr Vermögen selbst anzulegen. Sie vertrauen ihr Erspartes lieber Profis an, die darauf spezialisiert sind, kotierte Unternehmen zu analysieren und Prognosen über die künftigen Chancen und Risiken an den Märkten zu machen. Finanzanalytiker sind solche Spezialisten. Sie werten die Informationen der Finanzmärkte systematisch aus und leiten daraus konkrete Empfehlungen für die Kunden ab. So sind etwa «Kaufen», «Verkaufen» und «Halten» (oder in Englisch «Buy», «Sell» und «Hold») typische Empfehlungen im Aktienbereich. Was dabei auffällt, ist der Hang der Finanzanalytiker zu Umsatz generierenden Empfehlungen (mehr «Kaufen» als «Verkaufen») und - im Falle der Schweiz - auch die ausgeprägte Abneigung, sich zu exponieren.

Ein Widerspruch in sich

Eine Analyse von StarMine über die Analytiker- Empfehlungen der vergangenen fünf Jahre in der Schweiz zeigt (vgl. Grafiken), dass ein Rat überwiegt: «Halten.» So legen Schweizer Finanzanalytiker den Anlegern am häufigsten nahe, eine Aktie, die sie bereits besitzen, auch weiterhin zu behalten. Dies impliziert zweierlei: erstens, dass neue Kunden, die diesen Titel noch nicht in ihrem Depot haben, die Aktien nicht kaufen sollen, und zweitens, dass die Anleger, die die Valoren schon besitzen, ihn nicht veräussern sollen. Ein Widerspruch in sich. Mit der «Halten»-Empfehlung werden für verschiedene Kunden verschiedene Ratschläge erteilt: Bestehende Kunden haben eine konkrete Aktie bereits im Depot und sollen auch daran festhalten, neue Kunden hingegen besitzen die gleiche Aktie noch nicht und sollen sie aber auch nicht erwerben. Für diese doppelspurige Strategie gibt es Portfolio-theoretisch keinen einzigen plausiblen Grund.

Finanzanalytiker sollten sämtliche Informationen über ein Unternehmen verarbeiten und daraus Rückschlüsse auf dessen zukünftige Aktienentwicklung ziehen. Kommen sie zum Schluss, dass eine Aktie ein Performance-Potenzial hat, das über der reinen Marktentwicklung liegt, sollten sie sie zum Kauf empfehlen. Folgern sie hingegen, dass die künftige Wertentwicklung unter derjenigen des Marktes liegt, sollten sie zum Verkauf der Aktie raten. Und zwar unabhängig davon, ob ein Kunde die Aktie bereits im Depot hält oder nicht, denn das Performance- Potenzial ist für alle gleich. Und Anleger verfolgen alle das gleiche Ziel, nämlich die Aktien in ihrem Depot zu haben, die am besten rentieren.

Schädliche Kompromisse

Eine «Halte»-Empfehlung ist immer ein schlechter Rat. Sie erweckt bei den Investoren den Eindruck, die Profis seien sich selbst nicht recht im Klaren, was sie empfehlen sollen. Dass die Analytiker nur selten präzise Ergebnisse liefern, kann ihnen kaum zum Vorwurf gemacht werden, schliesslich basieren ihre Prognosen auf Modellen, die die jeweils verfügbaren Informationen verarbeiten. Informationen, die heute nicht zugänglich sind, können auch die besten Analytiker nicht auswerten. Doch dieser systematische Hang Schweizer Analytiker zu einer «Weder-Fisch-noch-Vogel- Empfehlung» wirft Fragen auf. Wie kommt es, dass sich Schweizer Research-Spezialisten viel weniger oft zu einer konkreten Empfehlung durchringen können als ihre europäischen Kollegen? Eine Erklärung drängt sich auf, die eher ungemütlich ist. Die Schweiz ist ein sehr kleines Land, und je kleiner ein Markt ist, desto grösser sind die persönlichen Verflechtungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass in einem kleinen Land ein Finanzinstitut, das zum Verkauf einer Aktie rät, gleichzeitig der Kreditgeber dieses Unternehmens ist, ist viel grösser als in einem grossen Markt.

Man muss gar nicht so weit gehen, Schweizer Instituten zu unterstellen, bei ihnen würden die sogenannten chinesischen Mauern (die strikte Trennung der Finanzanalyse von anderen Bereichen wie etwa der Kreditabteilung oder dem Investmentbanking, welche die Unabhängigkeit des Research gewährleisten soll) weniger gut funktionieren als in anderen Ländern. Allein die Tatsache, dass in einem kleinen Land wie der Schweiz jeder jeden kennt, führt dazu, dass niemand dem anderen gerne auf die Füsse tritt. Wenn dann noch eine Prise typisch schweizerische Kompromissbereitschaft dazukommt, hat man schon eine plausible Erklärung für die Schweizer Tendenz hin zur «Halten»-Empfehlung gefunden. Eine Schweizer Bank wirbt auf ihrer Homepage für die eigene Finanzanalyse mit dem Versprechen, es würden «besonders die Kurs-Chancen ermittelt, um interessierten Anlegern Kaufempfehlungen abzugeben». Was konkret aber oft übrigbleibt, ist der faule Kompromiss, Aktien zu halten. Typisch schweizerisch.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

17.12.2006 18:15
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Ich hab nur mal gelesen, dass ABB alleine 500 Ingenieure sucht und eigentlich die Auftragsbücher bis Ende 2007 voll hat.....

deftig sowas, wenn man denkt, dass es vor paar Jahren noch ganz anderst verlautet wurde ..

17.12.2006 12:15
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Favoriten

Die Favoriten dieses Analysten sind:

Zurich, Synthes und ABB.

Ich frage mich nur, ab wann die ABB an gewisse (Kapazitäts-)Grenzen stösst.

Weiss jemand, wie die ABB ausgelastet ist?

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

10.12.2006 17:07
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Super learner! Danke für den guten Beitrag. Ich sehe da wird sehr intensiv gearbeitet.

Du hast sicher vollkommen recht. Die Disziplin ist entscheidend. Ich schaue halt mehr auf die News und Daten wo über die Unternehmung veröffentlich werden. Ich bin nicht der Charttyp.

Der Einstieg ist bei diesem Verfahren weniger das Problem, aber wann ist der richtige Ausstieg... Bei welchem Preis sind die positiven Aussichten der Unternehmung im Preis eingerechnet...

Aber das Problem haben wohl alle... und wenn ich keine grösseren Probleme als dies habe im Leben, dann bin ich doch glücklich... Lol

10.12.2006 16:10
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Am besten mailst du deinen Vorschlag Cash direkt. Die schauen hier nur SEHR WENIG in das forum, wer was schreibt.....

Die Idee find ich aber sehr gut!!! kompliment

10.12.2006 14:25
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Mein Thema hat Anklang gefunden.

Als Cash Abonnent erwarte ich von dieser Zeitung, dass endlich mal alle Banken zur Aussicht auf das kommende Jahr befragt werden! Es gibt bestimmt Möglichkeiten von allen grösseren Banken ein paar simple Fragen beantwortet zu bekommen! So wird es dann spannend in einem Jahr zurück blicken zu können! Man kann vergleichen, auch mit sich selbst. Cash könnte ja sogar die gemittelten Aussichten aus diesem Forum als Vergleich reinstellen. Was meint Ihr?

Wenige, die dafür sorgen, dass etwas geschieht

Viele, die zuschauen was geschieht

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10.12.2006 12:15
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technischer, jedem das Seine. Für mich aber sollen die Guidelines über allem stehen:

Buy cheap, sell expensive.

Go with the trend.

Und wie kann man das umsetzen?

Die erste Frage: Habe ich das Wissen, um mich an die Sache überhaupt machen zu können? Wenn man dazu nicht sicher ist, dann mit winzigen Trades beginnen, und sich bilden, bis man sich fähig fühlt.

Habe ich die Zeit, und das Interesse, mich beständig zu informieren und aktiv zu traden? Wenn nicht, dann gestaffelt oder nach Konsolidierung in zukunftsträchtige Firmen oder Baskets einsteigen, oder auch in Sektoren oder Länder-Indices. Buy and hold. Allenfalls einmal jährllich umschichten.

Keine emotionale Entscheide, sondern sich eine Checkliste aufstellen. Erst wenn die einzelnen Punkte der Checkliste in einem (am besten schriftlichen) Log abgehakt wurden, kommt es zu einem Kauf. Kostolany sagte, das Wochenende sei besonders geeignet, distanziert zu handeln. Sicher eher nur in selteneren Fällen sich von einem Tageschart beeinflussen lassen, und wenn, dann nur für Verkaufssignale.

Meine Checkliste, die am Entstehen ist, sieht etwa so aus:

Grundsätzliches/Checkliste vor Kauf/Verkauf

1. Kaufen:

a) Makroökonomisches: In einer Zeit mit guten wirtschaftlichen Aussichten, oder in einer Erholung. MA200 muss am Steigen sein. Superzyklus einschätzen. Grosse Indices prüfen: S&P; Nasdaq; SMI

Auf keinen Fall einen Bottom verpassen.

b) Sekundärtrend: Nach einer Konsolidierung; SMA 38 unterschritten; Bottom gefunden; Achtung: bei erstem Bottom diesen als Widerstand für einen erneuten Abschwung sehen.

c) Fundamentalanalyse: Unternehmen mit zukunftsträchtiger Pipeline/Produkten. KGV als PEG relativiert.

d) Technische Analyse:

-Charts mit extremen, sehr niedrigen Put/Call-Rations unter die Lupe nehmen.

-Nach einer Korrektur, in der die Kurse unter den MA200 gefallen sind.

-Wenn MA38 sich von unten allmählich dem MA200 annähert.

-MACD nähert sich einem Turning-Point an.

-Index in steigendem Trend: zuerst 30 Prozent, wenn Trend bestätigt, noch einmal 30

-Klarer Trendkanal, Kurse nun am unteren Ende/Bottom/Nackenlinie; oder: Widerstand überwunden; oder Teller-Rand durchbrochen

-Volumen beobachten: Hinweise für Bottoms/Topps; bullischer oder bärische Volumenentwicklung?

Rotes Licht: Topp, das nicht überboten wird; Rails an einem Topp; hohe Volumen, und trotzdem kein Fortschritt; Momentum am Fallen; MACD am Fallen (bärische Divergenz), Trigger-Signal; DMI: Trigger-Signal; Annäherung an Topp des Trendkanals

Oranges Licht: Technische Indikatoren in der Schwebe, bzw. unklar; Ende Konsolidierung, wieder Selbständigkeit des SMI (von S&P); Freitagabschläge nicht mehr gross; positive News; Bottom: Langsame Stockastik wieder am Steigen; Bottom-Rails; 30 Prozent reingeben

Grünes Licht: Nach Konsolidierung; technische Indikatoren klar: Über MA38; Momentum positiv; MACD und DMI geben Kaufsignal; volle Kanne

-Bottom: auf Indizes setzen, volle Kanne;

-Hausse: Selektive Auswahl von gefallenen Engeln, die einen Bottom erreicht haben

-Pro Aktie höchstens 10 Prozent des Geldes; sonst Indices

-Nach ausführlicher Analyse/Log geschrieben!

- Kein Schnellschuss!

Filter: Warten bis zum Wochenende (Tee trinken). Volle Kanne erst, wenn zweimal hintereinander positive Wochenabschlüsse gemacht wurden.

2. Verkaufen:

-Kursziel erreicht.

-Twin/triple top

-MACD ist am Fallen (bärische Divergenz), geht auf 0 zu oder fällt darunter.

-Wenn der Kurs die MA38 unterschreitet, bzw. wenn die 21-Tagelinie wieder unter die 34er fällt.

-Bahngeleise-Topp

-Nackenlinie durchbrochen

-Volumen beobachten: hohe Volumen an Topps, ohne dass es weiter geht.

3. Log

-Das Log enthält:

a) Analyse ausführlich beschrieben? Erst wenn ja, kaufen.

b) Nur 10 Prozent des gesamten Portfolios in einen Trade!

c) Risiko/Gewinn-Verhältnis sollte wenigstens 1 zu 3 sein

d) S&P-Index-Futurs müssen positiv sein

e) der Trade wird nicht gemacht nach einer schon langen Hausse, bzw. ist dann höchstens 30 Prozent des Kapitals auf dem Markt, wenn überhaupt. Und auch dieser Rest wird genau beobachtet (siehe: Verkaufssignale).

e) Eintritt nach Kaufenregeln oben

f) Austritt nach Verkaufen-Regeln oben

g) Jeder Trade wird wenigstens wöchentlich, falls möglich täglich, beobachtet. Die Chartsituationen werden fotografiert und mit einem Bericht begleitet in einem Ordner für jeden Trade abgelegt, so dass Fehler und Gelingen später wieder genau nachvollzogen werden können: did it work as I planned? (Backtesting)

Ja, etwa so, denke ich, ist die Gefahr des Verarmens kleiner.

Es gibt noch Schlimmeres.

10.12.2006 11:04
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Da gebe ich natürlich recht, der Sektor glättet die Ausrutscher der schwarzen Schafe aus... Nur was nützt dir der postive Trend im Sektor wenn du das schwarze Schaf im Depot hast? Also muss man doch wieder das Unternehmen als solches anschauen und versuchen zu beurteilen wie es sich im Verhältnis positioniert ist.

Zu den Banken muss man wohl wirklich nichts mehr schreiben... Die sind ja keine gemeinnützige Organisation und wollen selber Geld verdienen. Also wir die Informationspolitik so ausgelegt das in erster Linie sie davon profitieren.

Eine Frage: Wie entscheidet ihr den bei einem Aktienkauf? Charts, mit der Hoffnung das die Vergangenheit auch für die Zukunft gültigkeit hat... Analyse der Geschäftsberichte, mit der Hoffnung das die guten und soliden Zahlen ein Teil von einer rosigen Zukunft sind... Stimmungen und Meinungen in Foren, in der Hoffnung das die Stimmung die zukünftige Einstellung der Anleger wiedergibt... News aus der Presse, in der Hoffnung die Veränderungen in einem Unternehmen haben einen positiven Einfluss auf die Zukunft...

Ich selber weiss es nicht und habe noch kein geeignetes Mittel für mich gefunden.

10.12.2006 08:10
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Typhoon84 wrote:

In der Gesamtwirtschaft halte ich Ausreisser aber für weniger wahrscheinlich, da sie durch andere Unternehmen im Schnitt abgefedert werden.

Gesamtwirtschaft: MA200 zeigt die Einschätzung der Masse, und die zählt im Geschäft.

Typhoon84 wrote:

Und genau von daher meine ich eben das die Prognosen für Branchen und Gesamtwirtschaft doch eher verlässlich sind als zu Einzeltiteln, bei denen immer wieder etwas passieren kann.

Und was ist der Schluss für den Anleger? In einer Familie gibt es ein paar Saugoofen Biggrin , und trotzdem ist die Familie als ganzes gesehen eine durchaus adrette Sache. Ich habe in den letzten Tagen die Kursentwicklungen einzelner Unternehmen mit jenen der Gesamtindizes verglichen und gesehen, wie sprunghaft und häufig unvorhersehbar das Benehmen der Einzelnen ist, während der Trend eines Gesamtindexes viel klarer ist. Um das auszukosten gibt es heutzutage ETFs auf die Gesamtvehikel. Das ist bedeutend weniger spekulativ, als auf einzelne Goofen zu setzen. Da bin ich mit Don Juan einverstanden: "Ich mag sie alle". In ihrer Gesamtheit. Das ist weniger sektierisch, warum nicht jeder das nachvollziehen kann. :evil:

Typhoon84 wrote:

Aber Fundamentalanalyse ziehe ich dennoch vor, insbesondere langfristig.

Das eine braucht das andere nicht auszuschliessen. Es wird auch jeder seine Stärken einsetzen, wie er sie hat. Das Problem bei Fundamentaldaten ist einfach, dass sie der Aktie nicht zu Bewegung zu verhelfen brauchen und dass man dann als Anleger auf Eis gelegt ist, wenn man im einen oder anderen kerngesunden Unternehmen drin ist.

Novartis z.B.: Ein Unternehmen mit guten Fundamentaldaten. Aber im Augenblick einfach nicht "in". Da muss auf den nächsten Abschwung gewartet werden (der meiner Ansicht noch eine Zeit lang auf sich warten lässt), bis die Aktie wieder kommt. Oder aus welchem Grund auch immer: Sie muss Momentum haben, sonst nützt alles nichts.

Ausserdem ist es einfach so, dass der Nicht-Spezialist bei vielen Unternehmen aus der Fundamentalanalyse das Weitere kaum vorhersehen kann. Nehmen wir nur Pharma: Wer vermöchte hier in nur einer Branche den Überblick zu haben? Nur ein vollberuflicher Pharmaspezialist vermag, sich ein Bild zu machen, und sogar er wird nur im widerstreitenden Team und auch interdisziplinär (in kollektiver Intelligenz!) zu einem Schluss kommen, den er glaubhaft vertreten kann. Deswegen sieht man auch, wie eingehakt Gurus sind: Sie haben ihre Ideologie, so wie Marc Faber zum Beispiel, dessen apokalyptische Dollar-Vision seit Jahren zu gutem Geld macht.

Was mich sehr interessiert, und auch in Richtung Fundamentalanalyse geht, wenn auch nicht numerischer Art, sind grosse Wenden in Unternehmen. Ich bekomme Google-Alerts zu einigen Unternehmen, die mich interessieren, und die für den Laien/Nicht-Spezialisten fassbare Produkte herstellen: Es war klar, schon Mitte Sommer 06, dass etwa Apple, Microsoft, oder auch Boeing in diesem Jahr grosses Potenzial haben würden. Das bedeutet dann, sie auf die Watchliste zu legen, wöchentlich zu beobachten, und einzusteigen, wenn das Momentum einsetzt. Auch ein Topp sollte eigentlich wieder feststellbar sein, für Leute, die sich an Kurven nie sattsehen können. BiggrinBiggrinBiggrin

Okay, anstelle eines Wortes zum Sonntag. My humble opinion.

Es gibt noch Schlimmeres.

09.12.2006 23:44
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Da sind sehr interessante Punkte dabei- genau so wünsche ich mir einen Diskurs.

Zu Abb, da glaube ich auch eher an die 23Fr obwohl die Korrekturgefahr von Tag zu Tag steigt.

Ein Unternehmen ist aber schon sehr heikel zu bewerten. Jede Prognoserechnung basiert ja auf Zahlen der Vergangenheit und Annahmen zur Zukunft. Im Unternehmen gibt es einige Dinge die schief laufen können. Da sind direkt Menschen involviert (machen Fehler) und ich halte da ein Ausreisser eben für wahrscheinlicher als in der Gesamtwirtschaft. Z.B eben der Abbruch des Medikaments bei Pfizer- das lässt sich nicht erahnen! In der Gesamtwirtschaft halte ich Ausreisser aber für weniger wahrscheinlich, da sie durch andere Unternehmen im Schnitt abgefedert werden. Ebenso in einer Branche. Der Ausreisser bei Pfizer hat deswegen nicht gleich die Aussichten für die ganze Pharmabranche geschmälert. Und genau von daher meine ich eben das die Prognosen für Branchen und Gesamtwirtschaft doch eher verlässlich sind als zu Einzeltiteln, bei denen immer wieder etwas passieren kann. Die Wirtschaft schwächt sich ja nicht von heute auf morgen ab, da gibt es viele Frühindikatoren (z.B Bestellungseingang usw), während ein Unternehmen von heute auf morgen in Bedrängnis geraten kann.

Aber das Argument des besseren Datenzugangs stimmt wiederum auch. Nur die besten Tipps behält man ja immer für sich selbst. So dürfte das auch bei den Banken sein. Wie gesagt wurde, die handeln in erster Linie in deren Interesse und nicht weil sie für uns etwas gutes wollen.

Aber Fundamentalanalyse ziehe ich dennoch vor, insbesondere langfristig. Der Erfolg des Managements und damit des Unternehmens korreliert doch langfristig mit dem Aktienkurs. Ausgehend von der Annahme kaufe ich eine Aktie wenn ich das Gefühl habe das Management macht einen guten Job, die Bilanzkennzahlen stimmen und ich die Branche für wachstumsträchtig halte. Kurzfristige Rückschläge kann es dabei natürlich geben. Bei der Charttechnik erkennt man Wiederstände usw, aber irgendwie vollzieht man da nur nach. Ein Beispiel. Man weiss, dass bei Unternehmen X das Medikament Y in der Prüfung steckt. Der sture Charttechniker weiss das schonmal nicht. Wird das nun zugelassen bricht der Chart aus. Als Fundamentalanalytiker konnte ich darauf spekulieren (weil mit Unternehmen befasst), als Charttechniker kann ich den Ausbruch nur einordnen. Er dürfte aber relativ einmalig sein und sich nicht für einen Trend hergeben. Die Grenze zwischen den beiden Verfahren verläuft fliessend, daher ist das Wissen um News nicht klar dem einen oder anderen zuzuordnen und floglich beides wichtig. Aber der Fundamentalanalyst weiss schon eher welche Pfeile noch im Köcher der Firma stecken und wie die einzuordnen sind.

Bin einfach kein Fan davon aus Vergangenheitsdaten die Zukunft abzuleiten.

09.12.2006 22:44
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Die Banken geben ihre Aktienziele so an, wie ich's einmal in einem Comic gesehen habe: Ein Fuhrhalter hatte an einer langen Stange Zuckerrüben angebunden. Er sass bequem auf dem Kutscherbock, und die Perde trabten hinter der Schleckereien her, die er vor ihre Schnauze hielt, ohne sie natürlich zu erwischen, da sie ja immer schon ein Stück weiter waren. So ist's mit den Kurszielen, die eigentliche Werbung der Banken sind, auf neue Trades einzugehen. Das Riesenkasino will Abwechslung.

Trotzdem werden die Analysen der Banken und ihre Kursziele auch ausgewertet, und bei letzten Mal waren CS und ZKB jene, die die genauesten Einschätzungen gegeben hatten.

Aber Badener Power kann sein Wissensgebiet (etwas Naturwissenschaftliches) nicht mit Ökonomie vergleichen, und schon gar nicht mit der Finanzwelt. Ein Historiker kann Modelle zeigen und prospektiv ein Geschichsbild entwerfen, aber es gibt zu viele Imponderabilien, um eine genaue Voraussage zu machen. Genau so ist es mit der Börse. Letzte Woche las ich in der Handelszeitung, Pfizer sei günstig bewertet; nun stürtze sie ab... In einer Börse fungieren Tausende von anonymen Leute, die handeln und verkaufen, und oft scheint das Treiben von einer unsichtbaren Hand geleitet, die ihr eigenes Gesetz hat. Dadurch werden Vorhersagen sehr schwierig, das Unbekannte spielt immer mit.

Das ist doch aber auch der Kitzel an der Sache, oder nicht? Es hat etwas Spielerisches.

Immer wieder hat's Leute gegeben, die auch gut Geld machten an der Börse, das wissen wir. Und bestimmt hat das viel mit ihrer Fähigkeit zu wissenschaftlichem Erkennen zu tun.

Mein eigener Schluss ist, dass eine Aktienbewertung weitgehend subjektiv ist und vom Drang der restlichen Masse abhängt, weswegen ich nicht viel von Fundamentalanalyse halte. Dafür aber mehr von Charttechnik und entsprechendem Swing-Traden, gemäss dem, was mir die Charts zeigen. Da liegt das Geld, I'm sure. Zu meiner Unterstützung werde ich mir aber wohl noch den verlässlichen Zuercher Börsenbrief abonnieren, dessen Blätter spannend und aufklärend sind. Mit jenen Guidelines sollte man seine Entscheidungsunterlagen besser finden, denke ich.

Es gibt noch Schlimmeres.

09.12.2006 21:08
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Typhoon

Ich denke eben genau diese Einschätzung der Sektoren, Gesamtwirtschaft und Aktienmärkte klappt eben nicht... Die Jungs können zwar einen Betrieb sehr genau analysieren weil sie Zugriff auf Daten haben wo Otto Normalverbraucher nicht hat und weil sie doch einiges mehr an Zeit aufwenden können als wir. So kann man beurteilen wie fit eine Firma finanziell für die Zukunft ist. Aber ob die Strategie dann aufgeht, der Kunde das kauft wo produziert wird, eine Umweltkatastrophe die Rohstoffpreise ansteigen lässt oder was auch immer können die eben nicht voraussagen. Und zwar noch weniger als die Unternehmensspitze des jeweiligen Unternehmens, wo sich ja auch tagtäglich mit dem Geschäft befasst.

D.h. ob der Markt die Aktie der Unternehmung steigen lässt wo solide Zahlen hat (was ja analysiert werden kann), hängt davon ab ob die Strategie des Unternehmens in die Entwicklung der Umwelt passt... Und diese Entwicklung kann eben der Affe wohl besser voraussagen als die Bankgilde... Wink

09.12.2006 19:51
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<

..also 23 Stutz ist schon näher an der Wahrheit Wink

Gruss Hans

09.12.2006 17:32
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Das laut Cash Daily kein einziger CH-Fonds den SMI geschlagen hat sollte Analystenkommentare so ziemlich relativieren meint ihr nicht?

09.12.2006 15:15
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Ja da hast Du auch wieder recht. Ich denke Einschätzungen bezüglich der verschiedenen Sektoren, der Gesamtwirtschaft und Aktienmärkte sind schon ziemlich verlässlich. Hingegen halte ich von Kurszielen usw meist relativ wenig- zu undurchsichtig wie die Zustande kommen. Hier auf der Cashseite gibt es ja schöne Zusammenstellungen zu den Kurszielen und wenn man die so anschaut kommt man schon ins Grübeln. Die Differenzen sind immens, der eine sieht ABB bei 16Fr (da müsste man ja sofort verkaufen) der andere bei 23Fr um nur ein Beispiel zu nennen. Solch konkrete Zahlen sind zu relativieren.

09.12.2006 15:06
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Aussichten 2007

Ich erinnere mich an diesen Test. Habe ihn sogar vor einiger Zeit mal in diesem Forum reingestellt!

Trotzdem, ich erwarte von einem Banker ein grösseres Wissen als das Fussvolk! Sie analysieren ja die einzelnen Firmen. Sie nehmen sie auseinander und können so Sachen sehen in die wir Laien keinen Einblick haben. Sonst könnten sie ja in der Bank ein Glücksrad aufstellen.......Oder die Aktien unter einem Sternzeichen hinlegen....

Wenige, die dafür sorgen, dass etwas geschieht

Viele, die zuschauen was geschieht

Grosse Masse, die nicht merkt was geschieht!

09.12.2006 14:40
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Wie gesagt wurde: Einerseits ist es interessant diese Prognosen und Einschätzungen der Banken zu hören, andererseits sind sie auch nicht als das Nonplusultra zu werten.

Dabei vergesse ich das Experiment mit dem Affen nicht mehr: Man legte einem Affen die Namen von verschiedenen Aktien vor und liess ihn entweder darauf tippen oder nicht (ging irgendwie mit Bananen oder so). Sprich reiner Zufall. Daneben befragte man einige Experten und liess sie ebenfalls ihre Tipps abgeben.

Jetzt könnt ihr Raten wer am Ende gewonnen hat: Der Affe! Smile Soviel zu Analysteneinscätzungen. Das ganze ist kein Witz, im Internet finden sich nach wie vor Berichte zum Experiment (schon ne Weile her)

09.12.2006 14:33
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Stimmt, die haben das studiert... Nur können sie mit diesem Studium genau so wenig in die Zukunft blicken wie der einfache Laie. Und dort ist doch ein recht wesentlicher Unterschied zu Spezialisten in anderen Gebieten. Ein Ing., Buchhalter oder was auch immer wendet sein Wissen auf bestehender Basis an. Aber die Banken Jungs werfen einfach mal einen Pfeil in die Zukunft und schauen wo er stecken bleibt...

09.12.2006 14:30
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...bei den Banken wird man nur abgekocht, oder sollte es besser abgezockt heissen LolLolLol

Darum bin ich Analyst - Anlageberater - Anleger, mache also alles selber !

Klar, man ist nicht davor gefeit, ins Klo zu greifen, aber dann kann man wenigstens niemandem die Schuld in die Schuhe schieben - und schlussendlich kommt es auf die Ausgewogenheit eines Depots an - seit 2003 konnte ich mit einer aggressiven Anlagestrategie bis auf kleinere Einzeltitel echt Kohle schaufeln - Hold Strong Wink

...ab und zu kann es nicht schaden, Anlageempfehlungen der Banken zu checken, diese sind allerdings höchstens eine Beimischung Biggrin

BadenerPower wrote:

Ich möchte in erster Linie sehen was die einzelnen Banken prognoszieren und welche Börsenfavoriten sie sehen. Ich hoffe und nehme an, dass die Analysten dem Fussvolk überlegen sein werden. Diese Banker haben dies schliesslich erlernt und studiert. Wie ich etwas in einem elektrischen Gebiet. Da bin (oder sollte ich) einem Laie auch überlegen sein. Diese Banker kochen auch mit Wasser - klar -, aber in einer anderen Atmosphäre. Da beginnt das Wasser bei einer tieferen Temperatur zu kochen.... oder bei einer höheren!

Gruss Hans

09.12.2006 14:08
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Ich möchte in erster Linie sehen was die einzelnen Banken prognoszieren und welche Börsenfavoriten sie sehen. Ich hoffe und nehme an, dass die Analysten dem Fussvolk überlegen sein werden. Diese Banker haben dies schliesslich erlernt und studiert. Wie ich etwas in einem elektrischen Gebiet. Da bin (oder sollte ich) einem Laie auch überlegen sein. Diese Banker kochen auch mit Wasser - klar -, aber in einer anderen Atmosphäre. Da beginnt das Wasser bei einer tieferen Temperatur zu kochen.... oder bei einer höheren!

Wenige, die dafür sorgen, dass etwas geschieht

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09.12.2006 13:50
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Da hast Du wahrscheinlich vielen Leuten von den Lippen gelesen! Mich würde dies auch mal interessieren!

Und es würde wieder einmal bewiesen werden, das doch jeder nur mit Wasser kocht!

Gruss SLIN.