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CS Aktie - Credit Suisse Aktie 

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Finma sieht keine Risiken

Finma sieht keine Risiken Banken CS-Affaire - Ruf aber beschädigt

Der Beschattungsfall bei der Credit Suisse dürfte laut der Finanzmarktaufsicht Finma kaum Risiken für die ganze Bankenbranche nach sich ziehen.

16.01.2020 08:15

"Diese Gefahr sehe ich nicht", sagte Finma-Präsident Thomas Bauer in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. "Auf die Reputation hat es aber eine Auswirkung", sagte Bauer in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Die Finma hatte kurz vor Weihnachten bekannt gegeben, dass sie wegen der Beschattungsaffäre einen Prüfbeauftragten bei der CS einsetzt.

Davor hatte die "NZZ" aufgedeckt, dass die Grossbank nicht nur den Chef des Internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts, Iqbal Khan, vor seinem Wechsel zur Konkurrentin UBS beschatten liess, sondern bereits früher ein anderes Geschäftsleitungsmitglied. Anders als zunächst behauptet, handelte es sich also bei der Beschattung Khans nicht um einen Einzelfall.

Fragen zu Dokumentation und Kommunikation

Dazu, ob Banken ihre Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen überwachen lassen dürfen, äusserte sich Bauer nicht. Der Einsatz von externen Sicherheitsfirmen per se sei kein aufsichtsrechtliches Thema. "Im vorliegenden Fall haben wir aber noch offene Fragen zur Governance, etwa zur Dokumentation, zur Kontrolle, zum Informationsverhalten und zu den Kommunikationsfällen."

Auch bei der Frage, ob es sich um einen Einzelfall handle, wich Bauer aus: "Es handelt sich für uns um einen Fall, zu dem wir noch Fragen haben." Die Untersuchung muss demnach auch nicht zwingend zu Sanktionen führen. "Ob sich daraus aufsichtsrechtliche Konsequenzen ergeben oder nicht, ist offen."

Unabhängigkeit der Finma gewahrt

Weiter äusserte sich Bauer auch zur neuen Verordnung zum Finanzmarktaufsichtsgesetz (Finmag), mit dem die Bankenaufsicht etwas zurückgebunden wird. Künftig darf die Finma etwa mittels Rundschreiben keine rechtsetzenden Bestimmungen mehr erlassen, sondern lediglich Transparenz über die Anwendung der Gesetzgebung schaffen.

Regulierungen soll die Finma ausschliesslich in Form von Verordnungen erlassen dürfen - wenn sie dazu ermächtigt ist. Die Kompetenz ist beschränkt auf den Erlass von Bestimmungen fachtechnischen Inhalts. Unter anderem diesen neuen Passus in der Verordnung hatte die Finanzmarktaufsicht in der Vernehmlassung kritisiert. Sie bestand darauf, ihre Errungenschaften in der Finanzmarktaufsicht zu wahren und ihre Regulierungsinstrumente zu behalten.

Dennoch hat sich die Finma offenbar mit der Beschränkung arrangiert: "Wir können mit der Verordnung leben", sagte Bauer. Sie formalisiere grösstenteils bereits gelebte Prozesse und Zuständigkeiten und mache diese transparenter. "Wichtige Bedenken der Firma wurden im Vernehmlassungsprozess gehört und berücksichtigt." Die Unabhängigkeit der Behörde bleibe gewahrt.

(AWP/cash)

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Zyndicate
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Credit-Suisse-Chef Thiam

Credit-Suisse-Chef Thiam angeblich von Strafermittlung betroffen

Die Beschattungsaffäre rund um den früheren Credit-Suisse-Topmanagers Iqbal Khan zieht weitere Kreise. Jetzt gerät CS-CEO Thiam erneut in den Fokus.

19.01.2020 16:43

Laut Medienberichten hat die Staatsanwaltschaft Unterlagen über CS-Chef Tidjane Thiam sowie den früheren Chef der Vermögensverwaltung angefordert. Der Grund: Anfang 2019 sei es laut Medienberichten in Herrliberg, dem Wohnort der beiden Kontrahenten, "allenfalls zu strafbaren Handlungen (Drohungen) gekommen", berichtet die "Sonntagszeitung" ohne die Nennung von Quellen.

"Aufgrund eines ­laufenden Strafverfahrens und gestützt auf Medienberichte (...) ersuche ich Sie, mir sämtliche Akten betreffend oben genannte Person (Iqbal Khan, Anm. der Redaktion) oder Tidjane Thiam, seit Anfang Jahr 2019 zukommen zu lassen", zitiert der "Sonntagsblick" aus dem Schreiben.

Lange bevor im vergangenen September die Beschattung des damaligen Credit-Suisse-Managers Iqbal Khan aufflog, kam es Anfang 2019 zu einem Streit zwischen CS-Chef Tidjane Thiam und Khan. Seither war das Verhältnis zwischen den beiden Bankern zerrüttet und führte zur Überwachung Khans. Letzterer arbeitet mittlerweile für die UBS.

Streit an Hausparty

Laut Medienberichten von letztem Herbst waren Thiam und Khan an einer privaten Hausparty des CS-Chefs aneinander geraten. Man habe über Bäume gestritten, die Thiam seinem Nachbarn Khan habe vor die Nase pflanzen lassen, und wegen Aussagen gegenüber den Frauen. Der CS-Chef soll Khan massiv bedroht haben, teils sei von Morddrohungen die Rede gewesen, schreibt nun die "Sonntagszeitung".

Vor einigen Wochen kolportierte der "Tagesanzeiger", Thiam habe an dem Abend zu Khan gesagt, dass er mit ihm die Angelegenheit auch "draussen wie unter Männern regeln" könne. Der mehr als einen Kopf kleinere Khan habe dies als eine Bedrohung gewertet.

Was genau gesprochen wurde, ist nach wie vor nicht belegt. Gesichert ist, dass Khan kurz darauf den Gewaltschutz der Kantonspolizei Zürich informierte.

Weder die Credit Suisse noch Khan wollen Genaueres zu den jüngsten Entwicklungen sagen, wie die "Sonntagszeitung" weiter schreibt.

(AWP)

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Tidjane Thiam: Trotz

Tidjane Thiam: Trotz Beschattungsfall gutes Viertquartals-Ergebnis

Die Beschattungsaffäre rund um den ehemaligen Spitzenmanager Iqbal Khan hat im Geschäft der Credit Suisse laut CEO Tidjane Thiam keine Spuren hinterlassen.

22.01.2020 09:52

"Ich war zufrieden mit den Q4-Ergebnissen", sagte Konzernchef Tidjane Thiam am Mittwoch in einem Interview mit Bloomberg TV. "Es war sehr wichtig für mich, dass wir von all dem nicht abgelenkt werden."

Bei der Veröffentlichung der Resultate am 13. Februar werde sich zeigen, dass sich die Mitarbeiter weiter auf die Kunden konzentriert hätten.

Thiam hält zudem eine Konsolidierung in der Bankbranche für wünschenswert. Die Konzentration in Europa sei deutlich geringer als in den USA. "Aber die Regulierung muss es auch erlauben, dass das passiert." Die breite Bevölkerung müsse erst akzeptieren, dass grössere Banken eine gute Sache wären für die europäische Wirtschaft. Hier müssten die Banken noch Überzeugungsarbeit leisten. 

(Reuters)

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alpenland
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endlich mal ne Raufstufung

Citigroup erhöht auf 18.30 (16.50) kaufen !

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Finma prüft Rolle der Credit

Finma prüft Rolle der Credit-Suisse-Spitze im Beschattungsskandal

Die Beschattungsaffäre droht die Credit Suisse in eine Krise zu stürzen, die auch die Unternehmensspitze erfassen könnte. Die Finanzmarktaufsicht Finma nimmt bei ihrer Untersuchung nunmehr auch die Rollen der Führungsgremien unter die Lupe.

27.01.2020 06:35

Im Fokus der Finma seien bei ihrer Untersuchung der Überwachung von zwei früheren Geschäftsleitungsmitgliedern auch die Kontrolle von Konzernchef Tidjane Thiam und anderer Führungskräfte durch den Verwaltungsrat, wie zwei mit dem Verfahren vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Die Finma prüfe, ob Kontrollmängel bei der Schweizer Grossbank zu der Bespitzelung der Manager geführt haben.

Bank relativiert

Je nach Ergebnis der Untersuchung könnte die Finma eine Erneuerung der Konzernspitze anordnen: Manager und Verwaltungsräte, denen Verstösse gegen die regulatorische Vorgabe der "einwandfreien Geschäftsführung" nachgewiesen werden, könnte sie zum Abgang auffordern. Die Insider erklärten allerdings, dass sich die Untersuchung in einem frühen Stadium befinde und noch keine Schlüsse gezogen worden seien.

Ein Finma-Sprecher lehnte eine Stellungnahme in der Nacht auf Montag ab. Die Behörde hatte im Dezember angekündigt, einen unabhängigen Prüfbeamten einzusetzen, um aufsichtsrechtlich relevante Fragen der Corporate Governance bei der Bank zu klären.

Ein Credit-Suisse-Sprecher sagte, jede Annahme, dass die Finma ihre Aufmerksamkeit auf die Geschäftsleitung oder den Verwaltungsrat richten könnte, sei Spekulation. Diese sei unbegründet und trage nur dazu bei, das Ergebnis der Prüfung vorwegzunehmen. "Die Finma wird eine unabhängige Prüfung durchführen, die keine Vollzugsmassnahme ist", erklärte der Sprecher weiter. "Die endgültige Verfügung ist noch nicht erlassen und ein Prüfer ist noch nicht ernannt worden."

Weg zum Konkurrenten

Credit Suisse steht seit September unter Druck, als bekannt wurde, dass sie ihren früheren Star-Manager Iqbal Khan durch Privatdetektive beschatten liess. Gemäss der von Credit Suisse eingeleiteten und von der Anwaltskanzlei Homburger durchgeführten Untersuchung gab der frühere Chief Operating Officer Pierre-Olivier Bouée die Überwachung in Auftrag. Sie sollte in Erfahrung bringen, ob Khan versuchen könnte, ehemalige Credit-Suisse-Kollegen abzuwerben. Khan gab seine Aufgabe bei Credit Suisse im Sommer ab und wurde am 1. Oktober Co-Divisionsleiter bei der UBS.

Früheren Angaben der Credit Suisse zufolge wusste Thiam von der Überwachung nichts. Stattdessen habe es sich um einen Alleingang Bouées gehandelt, einem langjährigen Vertrauten Thiams. Der Bank zufolge übernahm Bouée die Verantwortung für den Vorfall und trat zurück. Er selbst äusserte sich nie öffentlich zu der Affäre und Reuters konnte ihn für eine Stellungnahme nicht erreichen.

(AWP)

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Elias
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Thiam tritt zurück

Credit Suisse wechselt nach einer Serie von Negativschlagzeilen den CEO aus. Der Nachfolger von Tidjane Thiam kommt aus dem eigenen Haus.

(AWP/RB) Paukenschlag bei Credit Suisse: Die Bank teilt heute Morgen mit, ihr CEO Tidjane Thiam trete per 14. Februar zurück. Der Verwaltungsrat habe das an seiner gestrigen Sitzung einstimmig angenommen.

Thiams Nachfolger soll Thomas Gottstein werden. Seit 2015 ist er CEO der Credit Suisse Schweiz und ist als Mitglied der Konzernleitung für den Heimmarkt Schweiz verantwortlich. CS streicht in ihrer Mitteilung heraus, unter seiner Leitung sei der Beitrag des Schweizer Geschäfts zum Vorsteuergewinn der Gruppe von 1,6 auf 2,1 Mrd. Fr. gesteigert worden.

 

Ersteinschätzung von Valentin Ade um 7.30 Uhr

Den Machtkampf an der Spitze von Credit Suisse hat der Verwaltungsrat (VR) unter Präsident Urs Rohner für sich entschieden. CEO Tidjane Thiam wird nach Präsentation der Jahreszahlen nächste Woche die Bank verlassen, Schweiz-Chef Thomas Gottstein übernimmt. Rohner und der VR haben gezeigt, wer bei CS das Sagen hat, nachdem in dieser Woche gleich drei Grossaktionäre sich noch demonstrativ hinter Thiam gestellt hatten. Hätte Rohner an dem CEO, den er einst geholt hatte, festgehalten, das oberste Gremium der Bank hätte sich als komplett zahnlos erwiesen. Am Ende war der Druck zu gross. Seit Monaten kommt CS nicht aus den Negativschlagzeilen. Der Streit zwischen Thiam und Ex-Manager Iqbal Khan, Beschattungsfälle, Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Finanzmarktaufsicht und mitten drin ein CEO, der von allem nichts gewusst haben will. Doch die Geschichte ist noch nicht vorbei. Rohner ist mit seinem Entscheid auf Konfrontationskurs mit dem Aktionariat gegangen. Ihm droht nun eine Abwahlkampagne zur kommenden Generalversammlung. Gut möglich, dass die Krise nicht nur Thiam den Job kostet, sondern auch Rohner alsbald die Bank verlassen wird.

Lesen Sie um ca. 16 Uhr die ausführliche Analyse.

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CS Real Estate Fund

CS Real Estate Fund LogisticsPlus plant Kapitalerhöhung um bis zu 107 Mio Fr.

Der Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund LogisticsPlus führt eine Kapitalerhöhung von maximal 107,1 Millionen Franken durch. Für das zweite Quartal 2020 wird zudem die Kotierung an der Schweizer Börse geprüft, wie CS Asset Management am Mittwoch mitteilte.

12.02.2020 09:55

Die bisherigen Fonds-Anteilseigner können sich an der Kapitalerhöhung im Verhältnis 4 zu 1 beteiligen. Für jeden bisherigen Anteil wird ein Bezugsrecht zugeteilt, wobei vier zum Bezug eines neuen Anteils berechtigen. Ein ausserbörslicher Bezugsrechtshandel findet vom 24. Februar bis 4. März über die Credit Suisse statt.

Die Zeichnungsfrist für die 1,05 Millionen neu emittierten Papiere läuft vom 24. Februar bis zum 6. März 2020 um 12.00 Uhr (MEZ). Die Liberierung erfolgt per 13. März. Der Ausgabepreis per Liberierung wurde netto auf 102,00 Franken festgelegt, bei einem Nettoinventarwert von 100,42 Franken pro Anteil.

Die Fondsleitung hatte die Kapitalerhöhung bereits Mitte Januar angekündigt. Der Emissionserlös soll für den weiteren Ausbau des Immobilienportfolios verwendet werden.

Der CS REF LogisticsPlus investiert den Angaben zufolge in Logistik- und logistiknahe Immobilien in der Schweiz und richtet sich an qualifizierte Investoren. Das Anlageziel des Fonds bestehe hauptsächlich in der langfristigen Substanzerstellung und -erhaltung sowie in der Ausschüttung der Erträge. Durch einen Börsengang soll der Fonds für das Publikum und somit auch für nichtqualifizierte Investoren geöffnet werden.

yr/uh

(AWP)

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Zyndicate
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Credit Suisse: Hohe

Credit Suisse: Hohe Gewinnsteigerungen, aber Erwartungen nicht erfüllt

Die Credit Suisse vermag im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2019 ihren Reingewinn zu steigern. Die Zahlen, die letztmalig von Konzernchef Thiam präsentiert werden, liegen aber unter den Erwartungen der Analysten.

Aktualisiert um 07:59

Die Credit Suisse erzielt im vierten Quartal einen Reingewinn von 852 Millionen Franken. Das ist eine Steigerung um 229 Prozent. Analysten hatten allerdings einen Quartalsgewinn von 881 Millionen Franken erwartet.

Im Gesamtjahr verdiente die Grossbank unter dem Strich 3,419 Milliarden Franken. Das sind gut zwei Drittel mehr als 2018. Analysten hatten einer Umfrage der Bank zufolge mit gut 3,5 Milliarden Franken gerechnet. Zum kräftigen Anstieg trugen zwar Sonderfaktoren wie die Wertsteigerung einer Beteiligung an der Schweizer Börse und ein Immobilienverkauf bei, aber auch im Tagesgeschäft lief es rund. 

Die Aktionäre sollen in den Genuss einer Ausschüttung in bar von 0,2776 Franken je Aktie kommen nach 0,2625 Franken im Vorjahr.

Thiams Ära endet nach Beschattungsaffäre

Dass der Abschluss 2019 zum Schwanengesang des Ivorers wird, hängt mit einer Beschattungsaffäre zusammen. Obwohl Thiam wiederholt bestritt, von der Überwachung zweier ehemaliger Spitzenmanager gewusst zu haben, musste er letztlich die Verantwortung für den größten Skandal in der Schweizer Bankenbranche seit dem Kollaps des Bankgeheimnisses übernehmen und zurücktreten.

Auch wenn ihm Kritiker vorwerfen, zuletzt zu einer Verunsicherung in der Belegschaft beigetragen zu haben; seine Erfolge beim Umbau des Geschäfts sind unbestritten. Aus einem stark vom riskanten Investmentbanking abhängigen Institut machte Thiam einen Dienstleister für vermögende Privatkunden mit deutlich niedrigeren Kosten und einer solideren Bilanz.

2019 sammelte Credit Suisse 79,3 Milliarden Franken an neuem Geld ein und erreichte bei den verwalteten Vermögen mit 1,5 Billionen Franken einen neuen Rekordstand.

Milliardenschwere Kapitalerhöhungen

Aber auch Thiam gelang nicht alles. So hat sich der Aktienkurs in seiner Amtszeit halbiert, was auch mit zwei milliardenschweren Kapitalerhöhungen zu tun hat. Zudem erwiesen sich seine Zielvorgaben wiederholt als zu ehrgeizig, vor allem was das Ertragswachstum anbelangte.

Zuletzt musste er im Dezember angesichts von anhaltenden Mini-Zinsen und der Eintrübung der Konjunktur bei den Gewinnzielen für 2019 und 2020 zurückrudern. Am Donnerstag bestätigte Credit Suisse nun immerhin die Vorgabe für 2020: Selbst bei einem anhaltend schwierigen Marktumfeld soll die Eigenkapitalrendite auf rund zehn Prozent zulegen.

Zur aktuellen Geschäftslage teilte Credit Suisse mit, die Bank habe über alle Divisionen hinweg einen sehr erfreulichen Jahresauftakt verzeichnet und schätze die Aussichten für das Jahr 2020 daher vorsichtig optimistisch ein. 

(cash/Reuters/AWP/SDA)

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alpenland
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was ist da los ??

weil ein CS Banker den Virus erwischt hat wollt ihr fast alle sterben ?

XC
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alpenland hat am 27.02.2020

alpenland hat am 27.02.2020 10:54 geschrieben:

weil ein CS Banker den Virus erwischt hat wollt ihr fast alle sterben ?

Und was willst du damit sagen? Klär uns doch auf bevor du so was hier reinstellst! Quellenangabe ?

no risk...no fun...

marabu
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Wie kann man nur?

alpenland hat am 27.02.2020 10:54 geschrieben:

weil ein CS Banker den Virus erwischt hat wollt ihr fast alle sterben ?

In einer Zeit, in der die Bankenwelt und ihr Umfeld in einem grossen Umbruch begriffen sind, investiert der LANGFRISTIG orientierte Anleger nicht in Bankaktien. Da lasse man sich nicht von gelegentlichen Kursavancen täuschen! 

alpenland
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@XC

Du bist ja sicher intelligent und verstehst die Frage in der Überschrift ?

(bevor Du sowas reinstellst !)

marabu
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Banken sind ein heisses Eisen!

Eine kleine Referenz - aber zum Thema lässt sich eine Menge googeln.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/folgen-der-e...

Man denke zB an Firmenpleiten, Staatsverschuldung (bzw deren Anleihen), weitere Negativzinsen, u.v.m

 

Bellavista
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CS profitiert von ihrer Vergangenheit

Nach der wenig erfolgreichen Beschattungs-Affäre um Iqbal Khan, kann die CS nun von ihren Verbindungen zu den  Überwachungsprofis profitieren. 

Die Detektei hat bereits mit der 7/24 Überwachung des tarnfreudigen Coronavirus begonnen und den KO-CALL COVID-19 ausgegeben.  

Bellavista

Elias
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was dies für den CS Kurs bedeutet

Speedy3 hat am 26.04.2019 12:52 geschrieben:

Hey Elias, altes Haus bist ja hier im CS-Forum fast zum Alleinunterhalter geworden. Aber du machst das toll.

Bin übrigens gestern wieder bei Credit Suisse eingestiegen und alle die mich kennen, wissen was dies für den CS Kurs bedeutet.

 

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Credit Suisse rät vermögenden

Credit Suisse rät vermögenden Kunden jetzt zu allmählichen Aktienkäufen

Der Börsencrash hat ein Ausmass erreicht, bei dem langfristige Anleger beginnen sollten, ihre Positionen aufzustocken, ohne jedoch übermässig exponiert zu werden.

16.03.2020 15:18

Das rät die Credit Suisse ihren vermögenden Kunden. "Investoren, deren derzeitige Aktienallokation unter das strategische Niveau gesunken ist und die erhöhte Volatilität tolerieren können, sollten beginnen, Aktienpositionen aufzubauen“, schrieb Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer der Schweizer Bank, in einer Notiz.

Strobaek verwies auf zahlreiche Gelegenheiten bei unterbewerteten Aktien sowie breiter gefächerten Möglichkeiten in Branchen wie IT oder Energie. Obwohl Anleger ein gewisses Risiko eingehen sollten, warnte er davor, zu aggressiv einzusteigen. Er riet dazu, vorerst eine Hebelwirkung zu vermeiden, “angesichts der anhaltenden negativen Schlagzeilen und der Unsicherheit, die durch den historischen Ausverkauf in der letzten Woche entstanden ist”.

Sell-Side-Analysten der Credit Suisse teilen Strobaeks optimistische Einschätzung und erwarten eine V-förmige Erholung sowie einen Anstieg der Aktienmärkte um 15 Prozent bis 20 Prozent in den nächsten 12 Monaten.

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Die Credit Suisse will die

Die Credit Suisse will die Gemüter beruhigen

Der Kurszerfall der eigenen Aktie zwingt die Credit Suisse zur Flucht nach vorn. Rund um eine Branchenkonferenz versucht die Grossbank die jüngsten Ergebnisängste zu zerstreuen. Mit überblickbarem Erfolg.

19.03.2020 08:13

Von Lorenz Burkhalter

Die Verwerfungen an den Finanzmärkten und die Angst vor Ausfällen auf risikobehafteten Krediten setzten der Aktie der Credit Suisse in den vergangenen Wochen sichtlich zu. Zuletzt kostete sie keine sieben Franken mehr. Das sind fast drei Franken weniger als im August 2012, als der kleineren der beiden Schweizer Grossbanken ein zusätzlicher Eigenkapitalbedarf in zweistelliger Milliardenhöhe nachgesagt wurde.

Im Vorfeld einer Rede an einer Branchenkonferenz der amerikanischen Rivalin Morgan Stanley richtet sich die Credit Suisse am frühen Donnerstagmorgen in einer Medienmitteilung an die Öffentlichkeit. Wie der Mitteilung entnommen werden kann, liegt der Vorsteuergewinn nach zwei Monaten über dem Vorjahr. Damals hatte die Grossbank gut eine Milliarde Franken erzielt. Zudem sei das Volumen der risikobehafteten Ausleihungen nunmehr geringer als in früheren Jahren, so lässt man durchblicken.

Während die Credit Suisse sichtlich bemüht ist, die Gemüter zu beruhigen, bezeichnen Beobachter die gemachten Aussagen als eher halbherzig. Sie verweisen darauf, dass es an den Finanzmärkten erst im März zu Verwerfungen gekommen sei. Ausserdem warte die Grossbank - anders als die UBS tags zuvor - nicht mit konkreten Zahlen zu den Ausleihungen in die Öl- und Gasindustrie auf. Denn der Ölpreiseinbruch bedroht die Existenz vieler Firmen aus diesem Wirtschaftszweig.

Die Dividendenängste bleiben

Folglich kann sich die CS-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär nur bedingt in Szene setzen. Sie gewinnt zur Stunde eher magere 0,1 Prozent auf einen Mittelkurs von 6,63 Franken.

Wie aus den Handelsräumen hiesiger Banken weiter verlautet, bleiben Fragen rund um die zukünftige Dividendenpolitik in der Medienmitteilung vorerst unbeantwortet. Seit die norwegische Finanzaufsicht FSA die dortigen Banken vor wenigen Tagen aufforderte, die geplanten Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu überdenken, geht auch bei den Aktionären der beiden Schweizer Grossbanken die Angst vor möglichen Dividendenkürzungen um. Denn wie die FSA richtigerweise festhält, haben sich die Rahmenbedingungen wegen der Coronavirus-Krise zuletzt spürbar eingetrübt. Vermutlich sieht das auch die Finma so.

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günstige Anleihenpreise

Die CS Anleihen werden zu +/- 80% gehandelt, ist doch ein erheblicher Abschlag ...

Zyndicate
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Khan-Affäre kostet Ex-CS-CEO

Khan-Affäre kostet Ex-CS-CEO Thiam einen Teil des Bonus - Rohner geht 2021

Die Credit Suisse hat ihren Geschäftsbericht vorgestellt, der auch den Vergütungsbericht enthält. Die Bank teilt auch mit, dass Verwaltungsratspräsident Urs Rohner nächstes Jahr zurücktreten wird.

Aktualisiert um 07:21

Der Anfang Jahr zurückgetretene CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam, erhält für 2019 eine Vergütung von 10,72 Millionen Franken, wie die Bank mitteilt. Im Vorjahr waren es 12,65 Millionen gewesen. In diesem Jahr seien es damit 15 Prozent weniger, schrieb die Grossbank im am Mittwoch veröffentlichten Vergütungsbericht. Von den 10,7 Millionen macht die fixe Vergütung 3,5 Millionen aus. 7,2 Millionen sind variable Bestandteilte.

Der Beschattungsskandal um Ex-CS-Topbanker Iqbal Khan kostet Thiam einen Teil des Bonus, Khan ist heute Vermögensverwaltungschef der Konkurrentin UBS. Der Rückgang sei unter anderem auf eine tiefere "nicht-finanzielle" Bewertung - wie die Grossbank es nennt - zurückzuführen, hiess es. Diese sei wegen der "Observierungsereignisse" auf 50 Prozent reduziert worden im Vergleich zu 2018. Nichtsdestotrotz: Thiam sei für die Lohnberechnung als ein "guter Abgänger" (good leaver) behandelt worden, nachdem er die Gruppe erfolgreich restrukturiert und es keinen Beweis gegeben habe, dass er an der Beschattung direkt beteiligt war.

Mit seinem Lohn liegt Thiam hinter seinem Konkurrenten bei der UBS zurück: Sergio Ermotti als CEO der grössten Schweizer Bank erhielt für das vergangene Jahr 12,5 Millionen Franken, wie bereits seit etwa einem Monat bekannt ist.

Suche nach Rohner-Nachfolger läuft

Verwaltungsratspräsident Urs Rohner will auf die Generalversammlung 2021 zurücktreten. Die Suche nach einem Nachfolge laufe, heisst es. Rohner erhält für 2019 eine Gesamtvergütung von 4,72 Millionen Franken. 

Rohner erhält für die Zeit von der Generalversammlung 2019 bis zur GV 2020 eine Totalkompensation von 4,7 Millionen Franken und damit gleich viel wie im Vorjahr. Der gesamte Verwaltungsrat erhielt 11,3 Millionen nach 11,7 Millionen im Vorjahr.

Summe für Geschäftsleitung kleiner

Obwohl der Gewinn der Grossbank im vergangenen Jahr kräftig anzog, ging der Bonus-Pool der gesamten Firma um ein Prozent auf 3,17 Milliarden Franken zurück. Credit Suisse habe sich dazu verpflichtet, einen grösseren Anteil des Gewinns an die Eigner auszuschütten.

Die Gesamtentschädigung der CS-Geschäftsleitung, zu der Ende Jahr zwölf Mitglieder gehörten, belief sich auf 77,4 Millionen nach 93,5 Millionen im Vorjahr. Bei der UBS verdiente das Top-Management 2019 insgesamt 102,1 Millionen.

Seit Mitte Februar ist der frühere Schweiz-Chef Thomas Gottstein Gruppenchef der CS.

(cash/AWP/Reuters)

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Credit Suisse wird Umfang der

Credit Suisse wird Umfang der Aktienrückkäufe überprüfen

Der Verwaltungsrat der Credit Suisse wird den für das laufende Jahr vorgesehenen Umfang der Aktienrückkäufe überprüfen.

25.03.2020 07:50

Flickr, Lizenz CC BY-NC-ND 2.0

Dies, sobald grössere Gewissheit über die weiteren Marktaussichten und die finanziellen und ökonomischen Entwicklungen besteht. Vor der Ausbreitung des Coronavirus hatte die Bank damit gerechnet, im laufenden Jahr Aktien für mindestens 1 Milliarde Franken zurückzukaufen. Davon waren bis zum 13. März bereits Käufe für 325 Millionen erfolgt.

Das Ausmass der Auswirkungen der Coronakrise auf das Geschäft der Bank sei ungewiss und könne derzeit noch nicht vollständig abgeschätzt werden, schrieb Verwaltungsratspräsident Urs Rohner den Aktionären in der Einladung zur kommenden Generalversammlung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Gleichzeitig bleibt es aber bei der Dividende von 0,2776 je Aktie für das Geschäftsjahr 2019, wie aus den veröffentlichten Traktanden weiter hervorging. Am Markt war wegen der Coronakrise spekuliert worden, die Finanzmarktaufsicht könnte angesichts der aktuellen Lage den Schweizer Grossbanken empfehlen, selbst bereits konkret geplante Dividenden zu überdenken.

Und diese hatte den Banken in diesem Zusammenhang tatsächlich eine umsichtige Ausschüttungspolitik ans Herz gelegt, insbesondere allerdings bei Aktienrückkäufen.

(AWP)

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Elias
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Immer mehr Banken setzen Dividende aus

Immer mehr Banken setzen Dividende aus - Nur die Schweizer nicht

Zahlreiche Banken setzen nach einer Anweisung der Europäischen Zentralbank (EZB) ihre Dividendenzahlungen aus. Eine Ausnahme bilden die Schweizer Grossbanken.

30.03.2020 11:24

Die niederländischen Institute ABN Amro, ING, Rabobank und die italienische UniCredit sowie zahlreiche kleinere Geldhäuser im Euro-Raum schütten vorerst kein Geld an Aktionäre aus. Die Schweizer Banken UBS und Credit Suisse halten dagegen an ihren Dividendenplänen fest, wie sie am Montag mitteilten.

Die EZB hatte Banken vergangene Woche aufgefordert, wegen der Virus-Pandemie bis mindestens zum 1. Oktober keine Dividenden für die Jahre 2019 und 2020 zu zahlen. Von den Schweizer Behörden kam eine ähnliche Aufforderung. Sie rieten den Banken zu einer "sorgfältigen Abwägung" darüber, wie hoch die Dividenden im aktuellen Umfeld ausfallen sollten. Die EZB hat keine Aufsichtsbefugnis über die Schweizer Banken.

"Obwohl wir gut kapitalisiert und finanziert sind, halten wir es für klug, die Empfehlungen der EZB zu befolgen", sagte ING-Chef Ralph Hamers, der im Jahresverlauf CEO der UBS werden soll. Die Bank habe dadurch mehr Flexibiliät, um Kunden und die Gesellschaft bei der Bekämpfung der Corona-Krise zu unterstützen. "Dies sind außergewöhnliche Zeiten für uns alle."

Nach dem 1. Oktober werde ING weitere Entscheidungen über ihre Dividendenpolitik fällen. Bei ABN Amro hieß es, die Folgen der Virus-Krise für Kunden, die Qualität des Kreditportfolios und die gesamte Wirtschaft seien noch nicht abschätzbar. Im ersten Quartal erwarte die Bank einen Verlust, auch weil sich ein Kunde in den USA mit riskanten Wertpapieren verzockt hatte. Daher werde ABN Amro den Rat der EZB befolgen und die Dividendenpläne zunächst auf Eis legen.

Die UBS will dagegen nach wie vor 0,73 Dollar je Aktie an Aktionäre auszahlen. Das Institut verfüge über eine starke Kapitalbasis und sei strategisch gut positioniert, sagte eine Sprecherin des Geldhauses, das während der globalen Finanzkrise 2008/09 vom Staat gestützt werden musste. "UBS ist als größte Schweizer Bank in der Lage, die Wirtschaft zu unterstützen und gleichzeitig eine angemessene Dividendenpolitik zu verfolgen." Auch die Credit Suisse erklärte, sie verfolge eine nachhaltige Dividendenpolitik und werde dies auch weiterhin tun. "Es ist nicht geplant, die bestehende Politik zu ändern."

UBS-Aktie sinkt trotzdem

UniCredit kündigte bereits am Wochenende an, keine Gewinnausschüttung zu machen und auch die Aktienrückkäufe auszusetzen. Die Münchner HypoVereinsbank, die zur UniCredit gehört, darf dagegen wie geplant eine Dividende von knapp 3,3 Milliarden Euro an den italienischen Mutterkonzern überweisen, wie Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling dem "Handelsblatt" sagte. "Wir wollen mit der Empfehlung verhindern, dass in der aktuell unsicheren Lage durch Ausschüttungen womöglich später dringend benötigtes Kapital aus dem Bankensystem abfließt. Bei Zahlungen zwischen Mutter- und Tochterunternehmen innerhalb von Bankkonzernen ist das aber nicht der Fall."

Die Deutsche Bank trifft der Dividenden-Rat der EZB nicht, da sie wegen ihres Konzernumbaus bereits angekündigt hatte, auf Gewinnausschüttungen für 2019 und 2020 zu verzichten. Die Aareal Bank und die Commerzbank machten Fragezeichen hinter ihre Dividendenpläne, trafen aber noch keine entgültige Entscheidung.

Investoren gingen auf Abstand zu Bankaktien. Der europäische Bankenindex verlor 3,3 Prozent. UniCredit-Titel gaben 2,3 Prozent nach, Aktien von ING und ABN Amro verloren je rund sechs Prozent, die Papiere der UBS gaben gut zwei Prozent nach. 

(Reuters)

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Dividende

Ich finde den Kommentar der ING einfach cool:

"Obwohl wir gut kapitalisiert und finanziert sind, halten wir es für klug, die Empfehlungen der EZB zu befolgen", sagte ING-Chef Ralph Hamers, der im Jahresverlauf CEO der UBS werden soll. Die Bank habe dadurch mehr Flexibiliät, um Kunden und die Gesellschaft bei der Bekämpfung der Corona-Krise zu unterstützen. "Dies sind außergewöhnliche Zeiten für uns alle."

Das nun CSG (und auch UBS) nicht so handeln, unterstreicht einmal mehr die kurzfristige Denkweise, welche in den Teppichetagen unserer Grossbanken herrscht.

Pesche
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Homemanager hat am 30.03.2020

Homemanager hat am 30.03.2020 16:34 geschrieben:

Ich finde den Kommentar der ING einfach cool:

Das nun CSG (und auch UBS) nicht so handeln, unterstreicht einmal mehr die kurzfristige Denkweise, welche in den Teppichetagen unserer Grossbanken herrscht.

Warum kurzfristige Denkweise? Die CH Banken müssen doch nicht der EZB folgen, denn die schaut nur auf den EURO und die CH Banken sind der EZB schnurz... 

Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos 

Welbecq
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Homemanager hat am 30.03.2020

Homemanager hat am 30.03.2020 16:34 geschrieben:

Ich finde den Kommentar der ING einfach cool:

"Obwohl wir gut kapitalisiert und finanziert sind, halten wir es für klug, die Empfehlungen der EZB zu befolgen", sagte ING-Chef Ralph Hamers, der im Jahresverlauf CEO der UBS werden soll. Die Bank habe dadurch mehr Flexibiliät, um Kunden und die Gesellschaft bei der Bekämpfung der Corona-Krise zu unterstützen. "Dies sind außergewöhnliche Zeiten für uns alle."

Das nun CSG (und auch UBS) nicht so handeln, unterstreicht einmal mehr die kurzfristige Denkweise, welche in den Teppichetagen unserer Grossbanken herrscht.

Ich fände es cooler, wenn ein CEO darauf antworten würde, "Das werden unsere Aktionäre entscheiden."

Denn so ist es vorgesehen, und so sollte es auch sein. Oder sind die Wahlzettel, die wir jedes Jahr bekommen, nur Klopapier?

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Fitch bestätigt Rating für CS

Fitch bestätigt Rating für CS und UBS, setzt Ausblick aber auf 'negativ'

Die Ratingagentur Fitch hat aufgrund der Verwerfungen durch die Corona-Krise die Ratings von insgesamt sieben Schweizer Bankengruppen unter die Lupe genommen. Für die Grossbanken CS und UBS wurden die entsprechenden Rating-Ausblicke gesenkt.

31.03.2020 17:40

So hat Fitch laut Mitteilung vom Dienstag die langfristigen Emittenten-Ausfallratings (IDR) der Credit Suisse (A-) und der UBS (A+) zwar bestätigt, hat aber den Ausblick jeweils auf 'negativ' gesetzt. Dieser war bisher bei CS 'positiv' und bei der UBS 'neutral'. Ebenfalls bestätigt mit neu Ausblick 'negativ' wurde das Rating der Corner Banca SA (BBB+).

Auf die Beobachtungsliste für eine Herabstufung (Rating Watch Negative) wurde derweil das Rating 'A' der EFG International AG gesetzt. Zudem wurden die Ratings von Banque Pictet (AA-), Lombard Odier (AA-) und ZKB (AAA) mit stabilen Aussichten bestätigt.

Zwar seien die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte noch kaum absehbar, schrieb Fitch in der Mitteilung, doch die Risiken für das Kreditprofil der genannten Banken seien eindeutig nach unten gerichtet. Die Agentur geht demnach davon aus, dass sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 stark verlangsamen werde, wobei die Abwärtsrisiken zunehmen würden.

Aktivenqualität dürfte sinken

Die Schweiz habe zwar Unterstützungsmassnahmen für den Privatsektor und die Finanzmärkte beschlossen, die insgesamt positive Auswirkungen auf die Banken haben dürften. So dürften die staatlich garantierten Kredite an KMU, die von den Banken bereitgestellt und über eine von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingerichtete Sonderfazilität finanziert werden, die Lebensfähigkeit der Unternehmen und damit die Qualität der Vermögenswerte unterstützen.

Und die Vereinfachungen bei der Berechnung der Leverage Ratio und die Deaktivierung des antizyklischen Puffers durch die Regulierungsbehörden sollte etwas Kapital freisetzen, um die Kreditvergabe zu erleichtern. Dennoch dürfte sich die Qualität der Aktiva nach Einschätzung von Fitch abschwächen, vor allem wegen sinkender Erträge aufgrund des schwächeren Geschäftsvolumens und steigenden Abschreibungen auf Krediten.

uh/jb

(AWP)

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Credit Suisse zapfte Reiche

Credit Suisse zapfte Reiche an, um Kreditvergabe aufzustocken

Die Credit Suisse hat ihren ultrareichen Kunden während des Markteinbruchs im vergangenen Monat neue Finanzprodukte angeboten, um mit dem Geld die Kreditvergabe aufstocken zu können.

08.04.2020 06:07

Institutionellen Kunden, Family Offices und Milliardären wurden Papiere angeboten, die eine Verzinsung von 2 Prozent für Gelder boten, die mindestens ein Jahr bei der Schweizer Bank belassen werden, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte. Die Papiere, die als strukturiere Produkte beschrieben wurden, sind der Person zufolge in den ersten Märzwochen begeben worden, um die Kreditkapazität zu stärken. Damals begannen die Coronavirus-Infektionsraten stark zu steigen.

Die strukturierten Produkte stiessen auf das Interesse von Investoren, die angesichts der Negativzinsen auf Einlagen in der Schweiz auf der Suche nach höheren Erträgen sind. Einige Kunden zogen Gelder von Konkurrenzbanken ab, um die Papiere bei Credit Suisse zu kaufen, sagte eine andere Person, deren Bank Abflüsse von Investorengeldern zum Kauf der Credit-Suisse-Produkte verzeichnete.

"Strukturierte Produkte sind Teil unseres Produktportfolios und speziell auf die Bedürfnisse professioneller Anleger und vermögender Privatpersonen zugeschnitten", erklärte Credit Suisse in einer Mitteilung. "In der Regel haben derartige Produkte Laufzeiten von mehreren Jahren und können – abhängig von Risikoprofil und Fälligkeit - sehr attraktive Erträge erzielen."

Zwar habe Credit Suisse bereits ausreichend Liquidität, die Bank habe die Papiere jedoch begeben, um die Kreditkapazität weiter zu stärken angesichts einer möglichen Phase erhöhter Volatilität, sagte die informierte Person.

(Bloomberg)

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Credit Suisse unter Banken

Credit Suisse unter Banken des Gründers von Skandalkette Luckin

Morgan Stanley, Credit Suisse und Haitong International Securities gehören informierten Kreisen zufolge zu den Wertpapierkreditgebern des Gründers von Luckin Coffee.

08.04.2020 05:42

Die Aktie des chinesischen Starbucks-Herausforderers erlebte wegen des Vorwurfs von Bilanzfälschung einen Kurssturz, womit Luckin-Chairman Lu Zhengyao zahlungsunfähig wurde. Die Kaffeehauskette hatte gewarnt, der Konzernvorstand für das Tagesgeschäft und weitere Manager hätten möglicherweise Umsätze im Milliarden-Yuan-Volumen frei erfunden. Bis dahin war Luckin eine der besten Wachstumsstories in der chinesischen Wirtschaft. Auf den Betrugsverdacht folgte ein Kurseinbruch, der vergangene Woche umgerechnet 5,5 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtete.

Die erwähnten Banken waren laut einer darüber informierten Person Teil eines Konsortiums, das Lu im Rahmen von drei Finanzierungsrunden Margenkredite ausreichte. Haitong engagierte sich den Angaben zufolge dabei mit 140 Millionen Dollar, Credit Suisse und Morgan Stanley mit je rund 100 Millionen Dollar. Auch Barclays, Goldman Sachs und China International Capital stellten in geringerem Umfang Gelder zur Verfügung. Wie zu hören war, ist ein Teil der Kredite vor dem Zahlungsausfall zurückgezahlt worden.

(Bloomberg)

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UBS und Credit Suisse

UBS und Credit Suisse halbieren Dividende vorerst

Die Grossbanken UBS und Credit Suisse fügen sich dem Druck der Finma und machen bei ihren Dividenden Abstriche.

09.04.2020 07:20

Die Grossbanken UBS und Credit Suisse halbieren ihre ursprünglich für diesen Frühling vorgesehene Dividende 2019. Die Kürzung der Ausschüttung erfolgt auf Druck der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma). Die zweite Hälfte der Dividende soll im Herbst ausbezahlt werden.

UBS und Credit Suisse (CS) gaben die Dividendenhalbierung praktisch gleichzeitig am Donnerstagmorgen bekannt. Beide Institute wiesen in ihren Mitteilungen darauf hin, dass sie mit ihrem Entscheid den Forderungen der Finma Folge leisten und dass die Kapital- und Liquiditätssituation auch eine Ausschüttung in der bisher vorgesehenen Höhe erlaubt hätte.

Die Kürzung erachte man angesichts der Herausforderungen der COVID-19-Pandemie aber dennoch als einen umsichtigen und verantwortungsbewussten Schritt zum Kapitalschutz, heisst es dazu beispielsweise in der Medienmitteilung der CS. Auf diese Weise, so die CS weiter, sei eine umfassendere Auswertung des Ausmasses der wirtschaftlichen Folgen im weiteren Jahresverlauf möglich.

Ausschüttung wird aufgeteilt

Konkret beantragt die Credit Suisse der Generalversammlung nun, eine Barausschüttung von 0,1388 Franken brutto pro Aktie vorzunehmen. Die zweite Hälfte der ursprünglich vorgesehenen Dividende soll dann im Herbst 2020 - entsprechende Markt- und Wirtschaftsbedingungen vorausgesetzt - mittels einer zweiten Barausschüttung erfolgen. Dieser Vorschlag muss aber noch von einer ausserordentlichen Generalversammlung genehmigt werden.

Die UBS geht im Prinzip gleich vor wie die CS: Sie schreibt zwar explizit, sie halte an der ursprünglich geplanten Ausschüttung von 0,73 US-Dollar je Aktie fest. Diesen Frühling ausbezahlt werden sollen aber nur 0,365 US-Dollar. Daneben wird eine speziellen Dividendenreserve von 0,365 Dollar je Aktie geschaffen, wie es im Communiqué heisst. Und über deren Ausschüttung soll nach der Publikation der Ergebnisse des dritten Quartals dann ebenfalls eine ausserordentliche Generalversammlung entscheiden.

Über die Dividenden der Grossbanken ist vergangene Woche eine Debatte entbrannt, weil Banken wegen der Coronakrise von der Finma gewisse Erleichterungen bei den Kapitalvorgaben, der sogenannten "Leverage Ratio", gewährt wird. Konkret müssen die Banken vorübergehend ihre Bilanzen mit weniger Eigenmittel unterlegen, um die Eigenmittelanforderungen erfüllen zu können.

Am Donnerstag begrüsste die Finma die von UBS und CS angekündigte Dividendenhalbierung. Man sehe in der Vorsichtsmassnahme der beiden Institute einen Weg, verantwortungsvoll mit den grossen Unsicherheiten der Covid-19-Krise und mit den Aktionärserwartungen umzugehen. Dieser Schritt passt zu einer gemeinsamen und international koordinierten Anstrengung aller Beteiligten, den Herausforderungen der Krise zu begegnen, schreibt die Finma.

UBS meldet Eckwerte des ersten Quartals

Wie zu unterstreichen, dass man durchaus in der Lage ist, trotz Coronakrise den Aktionären eine Dividende zu bezahlen, meldete die UBS am Donnerstagmorgen auch erste Angaben zum Ergebnis des ersten Quartals. Aktuelle rechne man mit einem Reingewinn in der Höhe von 1,5 Milliarden Dollar und mit einer "starken operativen Performance" in allen Unternehmensbereichen, dies auch unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken und Bewertungsanpassungen des eigenen Kreditrisikos.

Ausserdem sei eine harte Kernkapitalquote und eine Leverage Ratio (CET1) im Einklang mit den Zielen und deutlich über den regulatorischen Vorgaben zu erwarten, schreibt die UBS weiter.

Die Credit Suisse machte noch keine konkreten Angaben zum Geschäftsgang in den ersten drei Monaten des Jahres.

(AWP)

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Drohen bei der Credit Suisse

Drohen bei der Credit Suisse empfindliche Kreditausfälle?

Der britischen Barclays sind die Kreditrisiken der Credit Suisse ein Dorn im Auge. Denn diese könnten Folgen für die zukünftige Dividendenpolitik haben. Barclays empfiehlt die Aktie neuerdings zum Verkauf.

14.04.2020 08:27

Von Lorenz Burkhalter

Eine Studie der britischen Barclays zu den europäischen Investmentbanken hat es in sich. Denn darin warnen die Autoren am frühen Dienstagmorgen, dass die Credit Suisse (CS) deutlich grössere Risiken im Kreditgeschäft fährt als andere Anbieter. Deshalb könnten die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie der kleineren der beiden Schweizer Grossbanken auch deutlich mehr zusetzen. Die Studienautoren zögern nicht lange und stufen die CS-Aktie von "Equal weight" auf "Underweight" herunter, was einer Verkaufsempfehlung gleichkommt.

Nach einer Reduktion der Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre um bis zu 44 Prozent lautet das Kursziel neuerdings nur noch 8 (zuvor 13) Franken. Zur Erinnerung: Zuletzt kostete die Aktie etwas mehr als 8,60 Franken. Ende Dezember waren es sogar noch gut 13 Franken.

Sollte es bei der CS zu Kreditausfällen kommen, hätte das vermutlich auch Auswirkungen auf die Dividendenpolitik. Die Studienautoren streichen vorsorglich sämtliche Aktienrückkäufe aus ihrem Bewertungsmodell für die Aktie. Auch bei den Dividendenschätzungen nehmen sie Anpassungen vor. Neuerdings geht sie auf Jahre hinaus von einer Dividendenrendite von weniger als zwei Prozent aus.

Eine andere Bank teilt die Ängste nicht

Erst am Freitag kündigte die CS zwar an, an der Jahresdividende in Höhe von 0,2776 Franken je Aktie festhalten zu wollen. Allerdings müssen sich die Aktionäre in Geduld üben. In Absprache mit der Finanzmarktaufsicht Finma soll nur die Hälfte der Dividendensumme zum ursprünglich geplanten Termin ausgeschüttet werden. Die andere Hälfte wird einer speziellen Dividendenreserve zugeführt. Nur wenn die Aktionäre selber grünes Licht geben, kommt die zweite Tranche zur Auszahlung. Bei der CS soll im Herbst anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung darüber befunden werden.

Mit der Verkaufsempfehlung für die CS-Aktie stemmt sich Barclays gegen Morgan Stanley. Die US-Investmentbank hatte ebenfalls am Freitag ihr Anlageurteil von "Equal-weight" auf "Overweight" erhöht. Sie veranschlagt seither ein Kursziel von 10 (zuvor 14) Franken (cash berichtete).

Mit einem Minus von gut 34 Prozent zählt die CS-Aktie im bisherigen Jahresverlauf zu den Schlusslichtern aus dem Swiss Market Index (SMI). Die Titel der Erzrivalin UBS (-21 Prozent) hielt sich um einiges besser.

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Glass Lewis lehnt laut

Glass Lewis lehnt laut Medienbericht Credit Suisse-Vergütungsbericht ab

Der Stimmrechtsberater Glass Lewis lehnt gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters auch in diesem Jahr den Vergütungsbericht der Grossbank Credit Suisse ab. Zudem spreche sich Glass Lewis auch gegen die Entlastung der Unternehmensspitze durch die Generalversammlung aus, schrieb Reuters am Dienstagabend unter Berufung auf die ihr vorliegende Stimmempfehlung.

14.04.2020 22:28

Die Ablehnung der Entlastung wird mit dem Reputationsschaden wegen des Beschattungsskandals bei der Credit Suisse begründet. In dessen Folge hatten zunächst der Chief Operating Officer (COO) Pierre-Olivier Bouée und dann auch CEO Tidjane Thiam den Hut nehmen müssen. Des weiteren sei das Vergütungspaket von Thiam für seinen Abgang zu grosszügig ausgefallen.

Glass Lewis hatte bereits im vergangenen Jahr den Vergütungsbericht der Credit Suisse abgelehnt. Die Aktionäre hatten diesem allerdings an der Generalversammlung 2019 dennoch noch mit über 80 Prozent der Stimmung genehmigt. Den Anträgen für die UBS-Aktionärsversammlung stimme Glass Lewis zu, schreibt Reuters.

tp/

(AWP)

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