CS

CS Aktie - Credit Suisse Aktie 

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alpenland
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was ist da los ??

weil ein CS Banker den Virus erwischt hat wollt ihr fast alle sterben ?

XC
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alpenland hat am 27.02.2020

alpenland hat am 27.02.2020 10:54 geschrieben:

weil ein CS Banker den Virus erwischt hat wollt ihr fast alle sterben ?

Und was willst du damit sagen? Klär uns doch auf bevor du so was hier reinstellst! Quellenangabe ?

no risk...no fun...

marabu
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Wie kann man nur?

alpenland hat am 27.02.2020 10:54 geschrieben:

weil ein CS Banker den Virus erwischt hat wollt ihr fast alle sterben ?

In einer Zeit, in der die Bankenwelt und ihr Umfeld in einem grossen Umbruch begriffen sind, investiert der LANGFRISTIG orientierte Anleger nicht in Bankaktien. Da lasse man sich nicht von gelegentlichen Kursavancen täuschen! 

alpenland
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@XC

Du bist ja sicher intelligent und verstehst die Frage in der Überschrift ?

(bevor Du sowas reinstellst !)

marabu
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Banken sind ein heisses Eisen!

Eine kleine Referenz - aber zum Thema lässt sich eine Menge googeln.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/folgen-der-e...

Man denke zB an Firmenpleiten, Staatsverschuldung (bzw deren Anleihen), weitere Negativzinsen, u.v.m

 

Bellavista
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CS profitiert von ihrer Vergangenheit

Nach der wenig erfolgreichen Beschattungs-Affäre um Iqbal Khan, kann die CS nun von ihren Verbindungen zu den  Überwachungsprofis profitieren. 

Die Detektei hat bereits mit der 7/24 Überwachung des tarnfreudigen Coronavirus begonnen und den KO-CALL COVID-19 ausgegeben.  

Bellavista

Elias
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was dies für den CS Kurs bedeutet

Speedy3 hat am 26.04.2019 12:52 geschrieben:

Hey Elias, altes Haus bist ja hier im CS-Forum fast zum Alleinunterhalter geworden. Aber du machst das toll.

Bin übrigens gestern wieder bei Credit Suisse eingestiegen und alle die mich kennen, wissen was dies für den CS Kurs bedeutet.

 

Man sieht es

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Credit Suisse rät vermögenden

Credit Suisse rät vermögenden Kunden jetzt zu allmählichen Aktienkäufen

Der Börsencrash hat ein Ausmass erreicht, bei dem langfristige Anleger beginnen sollten, ihre Positionen aufzustocken, ohne jedoch übermässig exponiert zu werden.

16.03.2020 15:18

Das rät die Credit Suisse ihren vermögenden Kunden. "Investoren, deren derzeitige Aktienallokation unter das strategische Niveau gesunken ist und die erhöhte Volatilität tolerieren können, sollten beginnen, Aktienpositionen aufzubauen“, schrieb Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer der Schweizer Bank, in einer Notiz.

Strobaek verwies auf zahlreiche Gelegenheiten bei unterbewerteten Aktien sowie breiter gefächerten Möglichkeiten in Branchen wie IT oder Energie. Obwohl Anleger ein gewisses Risiko eingehen sollten, warnte er davor, zu aggressiv einzusteigen. Er riet dazu, vorerst eine Hebelwirkung zu vermeiden, “angesichts der anhaltenden negativen Schlagzeilen und der Unsicherheit, die durch den historischen Ausverkauf in der letzten Woche entstanden ist”.

Sell-Side-Analysten der Credit Suisse teilen Strobaeks optimistische Einschätzung und erwarten eine V-förmige Erholung sowie einen Anstieg der Aktienmärkte um 15 Prozent bis 20 Prozent in den nächsten 12 Monaten.

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Die Credit Suisse will die

Die Credit Suisse will die Gemüter beruhigen

Der Kurszerfall der eigenen Aktie zwingt die Credit Suisse zur Flucht nach vorn. Rund um eine Branchenkonferenz versucht die Grossbank die jüngsten Ergebnisängste zu zerstreuen. Mit überblickbarem Erfolg.

19.03.2020 08:13

Von Lorenz Burkhalter

Die Verwerfungen an den Finanzmärkten und die Angst vor Ausfällen auf risikobehafteten Krediten setzten der Aktie der Credit Suisse in den vergangenen Wochen sichtlich zu. Zuletzt kostete sie keine sieben Franken mehr. Das sind fast drei Franken weniger als im August 2012, als der kleineren der beiden Schweizer Grossbanken ein zusätzlicher Eigenkapitalbedarf in zweistelliger Milliardenhöhe nachgesagt wurde.

Im Vorfeld einer Rede an einer Branchenkonferenz der amerikanischen Rivalin Morgan Stanley richtet sich die Credit Suisse am frühen Donnerstagmorgen in einer Medienmitteilung an die Öffentlichkeit. Wie der Mitteilung entnommen werden kann, liegt der Vorsteuergewinn nach zwei Monaten über dem Vorjahr. Damals hatte die Grossbank gut eine Milliarde Franken erzielt. Zudem sei das Volumen der risikobehafteten Ausleihungen nunmehr geringer als in früheren Jahren, so lässt man durchblicken.

Während die Credit Suisse sichtlich bemüht ist, die Gemüter zu beruhigen, bezeichnen Beobachter die gemachten Aussagen als eher halbherzig. Sie verweisen darauf, dass es an den Finanzmärkten erst im März zu Verwerfungen gekommen sei. Ausserdem warte die Grossbank - anders als die UBS tags zuvor - nicht mit konkreten Zahlen zu den Ausleihungen in die Öl- und Gasindustrie auf. Denn der Ölpreiseinbruch bedroht die Existenz vieler Firmen aus diesem Wirtschaftszweig.

Die Dividendenängste bleiben

Folglich kann sich die CS-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär nur bedingt in Szene setzen. Sie gewinnt zur Stunde eher magere 0,1 Prozent auf einen Mittelkurs von 6,63 Franken.

Wie aus den Handelsräumen hiesiger Banken weiter verlautet, bleiben Fragen rund um die zukünftige Dividendenpolitik in der Medienmitteilung vorerst unbeantwortet. Seit die norwegische Finanzaufsicht FSA die dortigen Banken vor wenigen Tagen aufforderte, die geplanten Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu überdenken, geht auch bei den Aktionären der beiden Schweizer Grossbanken die Angst vor möglichen Dividendenkürzungen um. Denn wie die FSA richtigerweise festhält, haben sich die Rahmenbedingungen wegen der Coronavirus-Krise zuletzt spürbar eingetrübt. Vermutlich sieht das auch die Finma so.

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harley-rider
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günstige Anleihenpreise

Die CS Anleihen werden zu +/- 80% gehandelt, ist doch ein erheblicher Abschlag ...

Zyndicate
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Khan-Affäre kostet Ex-CS-CEO

Khan-Affäre kostet Ex-CS-CEO Thiam einen Teil des Bonus - Rohner geht 2021

Die Credit Suisse hat ihren Geschäftsbericht vorgestellt, der auch den Vergütungsbericht enthält. Die Bank teilt auch mit, dass Verwaltungsratspräsident Urs Rohner nächstes Jahr zurücktreten wird.

Aktualisiert um 07:21

Der Anfang Jahr zurückgetretene CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam, erhält für 2019 eine Vergütung von 10,72 Millionen Franken, wie die Bank mitteilt. Im Vorjahr waren es 12,65 Millionen gewesen. In diesem Jahr seien es damit 15 Prozent weniger, schrieb die Grossbank im am Mittwoch veröffentlichten Vergütungsbericht. Von den 10,7 Millionen macht die fixe Vergütung 3,5 Millionen aus. 7,2 Millionen sind variable Bestandteilte.

Der Beschattungsskandal um Ex-CS-Topbanker Iqbal Khan kostet Thiam einen Teil des Bonus, Khan ist heute Vermögensverwaltungschef der Konkurrentin UBS. Der Rückgang sei unter anderem auf eine tiefere "nicht-finanzielle" Bewertung - wie die Grossbank es nennt - zurückzuführen, hiess es. Diese sei wegen der "Observierungsereignisse" auf 50 Prozent reduziert worden im Vergleich zu 2018. Nichtsdestotrotz: Thiam sei für die Lohnberechnung als ein "guter Abgänger" (good leaver) behandelt worden, nachdem er die Gruppe erfolgreich restrukturiert und es keinen Beweis gegeben habe, dass er an der Beschattung direkt beteiligt war.

Mit seinem Lohn liegt Thiam hinter seinem Konkurrenten bei der UBS zurück: Sergio Ermotti als CEO der grössten Schweizer Bank erhielt für das vergangene Jahr 12,5 Millionen Franken, wie bereits seit etwa einem Monat bekannt ist.

Suche nach Rohner-Nachfolger läuft

Verwaltungsratspräsident Urs Rohner will auf die Generalversammlung 2021 zurücktreten. Die Suche nach einem Nachfolge laufe, heisst es. Rohner erhält für 2019 eine Gesamtvergütung von 4,72 Millionen Franken. 

Rohner erhält für die Zeit von der Generalversammlung 2019 bis zur GV 2020 eine Totalkompensation von 4,7 Millionen Franken und damit gleich viel wie im Vorjahr. Der gesamte Verwaltungsrat erhielt 11,3 Millionen nach 11,7 Millionen im Vorjahr.

Summe für Geschäftsleitung kleiner

Obwohl der Gewinn der Grossbank im vergangenen Jahr kräftig anzog, ging der Bonus-Pool der gesamten Firma um ein Prozent auf 3,17 Milliarden Franken zurück. Credit Suisse habe sich dazu verpflichtet, einen grösseren Anteil des Gewinns an die Eigner auszuschütten.

Die Gesamtentschädigung der CS-Geschäftsleitung, zu der Ende Jahr zwölf Mitglieder gehörten, belief sich auf 77,4 Millionen nach 93,5 Millionen im Vorjahr. Bei der UBS verdiente das Top-Management 2019 insgesamt 102,1 Millionen.

Seit Mitte Februar ist der frühere Schweiz-Chef Thomas Gottstein Gruppenchef der CS.

(cash/AWP/Reuters)

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Zyndicate
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Credit Suisse wird Umfang der

Credit Suisse wird Umfang der Aktienrückkäufe überprüfen

Der Verwaltungsrat der Credit Suisse wird den für das laufende Jahr vorgesehenen Umfang der Aktienrückkäufe überprüfen.

25.03.2020 07:50

Flickr, Lizenz CC BY-NC-ND 2.0

Dies, sobald grössere Gewissheit über die weiteren Marktaussichten und die finanziellen und ökonomischen Entwicklungen besteht. Vor der Ausbreitung des Coronavirus hatte die Bank damit gerechnet, im laufenden Jahr Aktien für mindestens 1 Milliarde Franken zurückzukaufen. Davon waren bis zum 13. März bereits Käufe für 325 Millionen erfolgt.

Das Ausmass der Auswirkungen der Coronakrise auf das Geschäft der Bank sei ungewiss und könne derzeit noch nicht vollständig abgeschätzt werden, schrieb Verwaltungsratspräsident Urs Rohner den Aktionären in der Einladung zur kommenden Generalversammlung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Gleichzeitig bleibt es aber bei der Dividende von 0,2776 je Aktie für das Geschäftsjahr 2019, wie aus den veröffentlichten Traktanden weiter hervorging. Am Markt war wegen der Coronakrise spekuliert worden, die Finanzmarktaufsicht könnte angesichts der aktuellen Lage den Schweizer Grossbanken empfehlen, selbst bereits konkret geplante Dividenden zu überdenken.

Und diese hatte den Banken in diesem Zusammenhang tatsächlich eine umsichtige Ausschüttungspolitik ans Herz gelegt, insbesondere allerdings bei Aktienrückkäufen.

(AWP)

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Elias
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Immer mehr Banken setzen Dividende aus

Immer mehr Banken setzen Dividende aus - Nur die Schweizer nicht

Zahlreiche Banken setzen nach einer Anweisung der Europäischen Zentralbank (EZB) ihre Dividendenzahlungen aus. Eine Ausnahme bilden die Schweizer Grossbanken.

30.03.2020 11:24

Die niederländischen Institute ABN Amro, ING, Rabobank und die italienische UniCredit sowie zahlreiche kleinere Geldhäuser im Euro-Raum schütten vorerst kein Geld an Aktionäre aus. Die Schweizer Banken UBS und Credit Suisse halten dagegen an ihren Dividendenplänen fest, wie sie am Montag mitteilten.

Die EZB hatte Banken vergangene Woche aufgefordert, wegen der Virus-Pandemie bis mindestens zum 1. Oktober keine Dividenden für die Jahre 2019 und 2020 zu zahlen. Von den Schweizer Behörden kam eine ähnliche Aufforderung. Sie rieten den Banken zu einer "sorgfältigen Abwägung" darüber, wie hoch die Dividenden im aktuellen Umfeld ausfallen sollten. Die EZB hat keine Aufsichtsbefugnis über die Schweizer Banken.

"Obwohl wir gut kapitalisiert und finanziert sind, halten wir es für klug, die Empfehlungen der EZB zu befolgen", sagte ING-Chef Ralph Hamers, der im Jahresverlauf CEO der UBS werden soll. Die Bank habe dadurch mehr Flexibiliät, um Kunden und die Gesellschaft bei der Bekämpfung der Corona-Krise zu unterstützen. "Dies sind außergewöhnliche Zeiten für uns alle."

Nach dem 1. Oktober werde ING weitere Entscheidungen über ihre Dividendenpolitik fällen. Bei ABN Amro hieß es, die Folgen der Virus-Krise für Kunden, die Qualität des Kreditportfolios und die gesamte Wirtschaft seien noch nicht abschätzbar. Im ersten Quartal erwarte die Bank einen Verlust, auch weil sich ein Kunde in den USA mit riskanten Wertpapieren verzockt hatte. Daher werde ABN Amro den Rat der EZB befolgen und die Dividendenpläne zunächst auf Eis legen.

Die UBS will dagegen nach wie vor 0,73 Dollar je Aktie an Aktionäre auszahlen. Das Institut verfüge über eine starke Kapitalbasis und sei strategisch gut positioniert, sagte eine Sprecherin des Geldhauses, das während der globalen Finanzkrise 2008/09 vom Staat gestützt werden musste. "UBS ist als größte Schweizer Bank in der Lage, die Wirtschaft zu unterstützen und gleichzeitig eine angemessene Dividendenpolitik zu verfolgen." Auch die Credit Suisse erklärte, sie verfolge eine nachhaltige Dividendenpolitik und werde dies auch weiterhin tun. "Es ist nicht geplant, die bestehende Politik zu ändern."

UBS-Aktie sinkt trotzdem

UniCredit kündigte bereits am Wochenende an, keine Gewinnausschüttung zu machen und auch die Aktienrückkäufe auszusetzen. Die Münchner HypoVereinsbank, die zur UniCredit gehört, darf dagegen wie geplant eine Dividende von knapp 3,3 Milliarden Euro an den italienischen Mutterkonzern überweisen, wie Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling dem "Handelsblatt" sagte. "Wir wollen mit der Empfehlung verhindern, dass in der aktuell unsicheren Lage durch Ausschüttungen womöglich später dringend benötigtes Kapital aus dem Bankensystem abfließt. Bei Zahlungen zwischen Mutter- und Tochterunternehmen innerhalb von Bankkonzernen ist das aber nicht der Fall."

Die Deutsche Bank trifft der Dividenden-Rat der EZB nicht, da sie wegen ihres Konzernumbaus bereits angekündigt hatte, auf Gewinnausschüttungen für 2019 und 2020 zu verzichten. Die Aareal Bank und die Commerzbank machten Fragezeichen hinter ihre Dividendenpläne, trafen aber noch keine entgültige Entscheidung.

Investoren gingen auf Abstand zu Bankaktien. Der europäische Bankenindex verlor 3,3 Prozent. UniCredit-Titel gaben 2,3 Prozent nach, Aktien von ING und ABN Amro verloren je rund sechs Prozent, die Papiere der UBS gaben gut zwei Prozent nach. 

(Reuters)

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Benjamin Franklin

Homemanager
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Dividende

Ich finde den Kommentar der ING einfach cool:

"Obwohl wir gut kapitalisiert und finanziert sind, halten wir es für klug, die Empfehlungen der EZB zu befolgen", sagte ING-Chef Ralph Hamers, der im Jahresverlauf CEO der UBS werden soll. Die Bank habe dadurch mehr Flexibiliät, um Kunden und die Gesellschaft bei der Bekämpfung der Corona-Krise zu unterstützen. "Dies sind außergewöhnliche Zeiten für uns alle."

Das nun CSG (und auch UBS) nicht so handeln, unterstreicht einmal mehr die kurzfristige Denkweise, welche in den Teppichetagen unserer Grossbanken herrscht.

Pesche
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Homemanager hat am 30.03.2020

Homemanager hat am 30.03.2020 16:34 geschrieben:

Ich finde den Kommentar der ING einfach cool:

Das nun CSG (und auch UBS) nicht so handeln, unterstreicht einmal mehr die kurzfristige Denkweise, welche in den Teppichetagen unserer Grossbanken herrscht.

Warum kurzfristige Denkweise? Die CH Banken müssen doch nicht der EZB folgen, denn die schaut nur auf den EURO und die CH Banken sind der EZB schnurz... 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

Welbecq
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Homemanager hat am 30.03.2020

Homemanager hat am 30.03.2020 16:34 geschrieben:

Ich finde den Kommentar der ING einfach cool:

"Obwohl wir gut kapitalisiert und finanziert sind, halten wir es für klug, die Empfehlungen der EZB zu befolgen", sagte ING-Chef Ralph Hamers, der im Jahresverlauf CEO der UBS werden soll. Die Bank habe dadurch mehr Flexibiliät, um Kunden und die Gesellschaft bei der Bekämpfung der Corona-Krise zu unterstützen. "Dies sind außergewöhnliche Zeiten für uns alle."

Das nun CSG (und auch UBS) nicht so handeln, unterstreicht einmal mehr die kurzfristige Denkweise, welche in den Teppichetagen unserer Grossbanken herrscht.

Ich fände es cooler, wenn ein CEO darauf antworten würde, "Das werden unsere Aktionäre entscheiden."

Denn so ist es vorgesehen, und so sollte es auch sein. Oder sind die Wahlzettel, die wir jedes Jahr bekommen, nur Klopapier?

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Fitch bestätigt Rating für CS

Fitch bestätigt Rating für CS und UBS, setzt Ausblick aber auf 'negativ'

Die Ratingagentur Fitch hat aufgrund der Verwerfungen durch die Corona-Krise die Ratings von insgesamt sieben Schweizer Bankengruppen unter die Lupe genommen. Für die Grossbanken CS und UBS wurden die entsprechenden Rating-Ausblicke gesenkt.

31.03.2020 17:40

So hat Fitch laut Mitteilung vom Dienstag die langfristigen Emittenten-Ausfallratings (IDR) der Credit Suisse (A-) und der UBS (A+) zwar bestätigt, hat aber den Ausblick jeweils auf 'negativ' gesetzt. Dieser war bisher bei CS 'positiv' und bei der UBS 'neutral'. Ebenfalls bestätigt mit neu Ausblick 'negativ' wurde das Rating der Corner Banca SA (BBB+).

Auf die Beobachtungsliste für eine Herabstufung (Rating Watch Negative) wurde derweil das Rating 'A' der EFG International AG gesetzt. Zudem wurden die Ratings von Banque Pictet (AA-), Lombard Odier (AA-) und ZKB (AAA) mit stabilen Aussichten bestätigt.

Zwar seien die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte noch kaum absehbar, schrieb Fitch in der Mitteilung, doch die Risiken für das Kreditprofil der genannten Banken seien eindeutig nach unten gerichtet. Die Agentur geht demnach davon aus, dass sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 stark verlangsamen werde, wobei die Abwärtsrisiken zunehmen würden.

Aktivenqualität dürfte sinken

Die Schweiz habe zwar Unterstützungsmassnahmen für den Privatsektor und die Finanzmärkte beschlossen, die insgesamt positive Auswirkungen auf die Banken haben dürften. So dürften die staatlich garantierten Kredite an KMU, die von den Banken bereitgestellt und über eine von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingerichtete Sonderfazilität finanziert werden, die Lebensfähigkeit der Unternehmen und damit die Qualität der Vermögenswerte unterstützen.

Und die Vereinfachungen bei der Berechnung der Leverage Ratio und die Deaktivierung des antizyklischen Puffers durch die Regulierungsbehörden sollte etwas Kapital freisetzen, um die Kreditvergabe zu erleichtern. Dennoch dürfte sich die Qualität der Aktiva nach Einschätzung von Fitch abschwächen, vor allem wegen sinkender Erträge aufgrund des schwächeren Geschäftsvolumens und steigenden Abschreibungen auf Krediten.

uh/jb

(AWP)

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Credit Suisse zapfte Reiche

Credit Suisse zapfte Reiche an, um Kreditvergabe aufzustocken

Die Credit Suisse hat ihren ultrareichen Kunden während des Markteinbruchs im vergangenen Monat neue Finanzprodukte angeboten, um mit dem Geld die Kreditvergabe aufstocken zu können.

08.04.2020 06:07

Institutionellen Kunden, Family Offices und Milliardären wurden Papiere angeboten, die eine Verzinsung von 2 Prozent für Gelder boten, die mindestens ein Jahr bei der Schweizer Bank belassen werden, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte. Die Papiere, die als strukturiere Produkte beschrieben wurden, sind der Person zufolge in den ersten Märzwochen begeben worden, um die Kreditkapazität zu stärken. Damals begannen die Coronavirus-Infektionsraten stark zu steigen.

Die strukturierten Produkte stiessen auf das Interesse von Investoren, die angesichts der Negativzinsen auf Einlagen in der Schweiz auf der Suche nach höheren Erträgen sind. Einige Kunden zogen Gelder von Konkurrenzbanken ab, um die Papiere bei Credit Suisse zu kaufen, sagte eine andere Person, deren Bank Abflüsse von Investorengeldern zum Kauf der Credit-Suisse-Produkte verzeichnete.

"Strukturierte Produkte sind Teil unseres Produktportfolios und speziell auf die Bedürfnisse professioneller Anleger und vermögender Privatpersonen zugeschnitten", erklärte Credit Suisse in einer Mitteilung. "In der Regel haben derartige Produkte Laufzeiten von mehreren Jahren und können – abhängig von Risikoprofil und Fälligkeit - sehr attraktive Erträge erzielen."

Zwar habe Credit Suisse bereits ausreichend Liquidität, die Bank habe die Papiere jedoch begeben, um die Kreditkapazität weiter zu stärken angesichts einer möglichen Phase erhöhter Volatilität, sagte die informierte Person.

(Bloomberg)

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Credit Suisse unter Banken

Credit Suisse unter Banken des Gründers von Skandalkette Luckin

Morgan Stanley, Credit Suisse und Haitong International Securities gehören informierten Kreisen zufolge zu den Wertpapierkreditgebern des Gründers von Luckin Coffee.

08.04.2020 05:42

Die Aktie des chinesischen Starbucks-Herausforderers erlebte wegen des Vorwurfs von Bilanzfälschung einen Kurssturz, womit Luckin-Chairman Lu Zhengyao zahlungsunfähig wurde. Die Kaffeehauskette hatte gewarnt, der Konzernvorstand für das Tagesgeschäft und weitere Manager hätten möglicherweise Umsätze im Milliarden-Yuan-Volumen frei erfunden. Bis dahin war Luckin eine der besten Wachstumsstories in der chinesischen Wirtschaft. Auf den Betrugsverdacht folgte ein Kurseinbruch, der vergangene Woche umgerechnet 5,5 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtete.

Die erwähnten Banken waren laut einer darüber informierten Person Teil eines Konsortiums, das Lu im Rahmen von drei Finanzierungsrunden Margenkredite ausreichte. Haitong engagierte sich den Angaben zufolge dabei mit 140 Millionen Dollar, Credit Suisse und Morgan Stanley mit je rund 100 Millionen Dollar. Auch Barclays, Goldman Sachs und China International Capital stellten in geringerem Umfang Gelder zur Verfügung. Wie zu hören war, ist ein Teil der Kredite vor dem Zahlungsausfall zurückgezahlt worden.

(Bloomberg)

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UBS und Credit Suisse

UBS und Credit Suisse halbieren Dividende vorerst

Die Grossbanken UBS und Credit Suisse fügen sich dem Druck der Finma und machen bei ihren Dividenden Abstriche.

09.04.2020 07:20

Die Grossbanken UBS und Credit Suisse halbieren ihre ursprünglich für diesen Frühling vorgesehene Dividende 2019. Die Kürzung der Ausschüttung erfolgt auf Druck der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma). Die zweite Hälfte der Dividende soll im Herbst ausbezahlt werden.

UBS und Credit Suisse (CS) gaben die Dividendenhalbierung praktisch gleichzeitig am Donnerstagmorgen bekannt. Beide Institute wiesen in ihren Mitteilungen darauf hin, dass sie mit ihrem Entscheid den Forderungen der Finma Folge leisten und dass die Kapital- und Liquiditätssituation auch eine Ausschüttung in der bisher vorgesehenen Höhe erlaubt hätte.

Die Kürzung erachte man angesichts der Herausforderungen der COVID-19-Pandemie aber dennoch als einen umsichtigen und verantwortungsbewussten Schritt zum Kapitalschutz, heisst es dazu beispielsweise in der Medienmitteilung der CS. Auf diese Weise, so die CS weiter, sei eine umfassendere Auswertung des Ausmasses der wirtschaftlichen Folgen im weiteren Jahresverlauf möglich.

Ausschüttung wird aufgeteilt

Konkret beantragt die Credit Suisse der Generalversammlung nun, eine Barausschüttung von 0,1388 Franken brutto pro Aktie vorzunehmen. Die zweite Hälfte der ursprünglich vorgesehenen Dividende soll dann im Herbst 2020 - entsprechende Markt- und Wirtschaftsbedingungen vorausgesetzt - mittels einer zweiten Barausschüttung erfolgen. Dieser Vorschlag muss aber noch von einer ausserordentlichen Generalversammlung genehmigt werden.

Die UBS geht im Prinzip gleich vor wie die CS: Sie schreibt zwar explizit, sie halte an der ursprünglich geplanten Ausschüttung von 0,73 US-Dollar je Aktie fest. Diesen Frühling ausbezahlt werden sollen aber nur 0,365 US-Dollar. Daneben wird eine speziellen Dividendenreserve von 0,365 Dollar je Aktie geschaffen, wie es im Communiqué heisst. Und über deren Ausschüttung soll nach der Publikation der Ergebnisse des dritten Quartals dann ebenfalls eine ausserordentliche Generalversammlung entscheiden.

Über die Dividenden der Grossbanken ist vergangene Woche eine Debatte entbrannt, weil Banken wegen der Coronakrise von der Finma gewisse Erleichterungen bei den Kapitalvorgaben, der sogenannten "Leverage Ratio", gewährt wird. Konkret müssen die Banken vorübergehend ihre Bilanzen mit weniger Eigenmittel unterlegen, um die Eigenmittelanforderungen erfüllen zu können.

Am Donnerstag begrüsste die Finma die von UBS und CS angekündigte Dividendenhalbierung. Man sehe in der Vorsichtsmassnahme der beiden Institute einen Weg, verantwortungsvoll mit den grossen Unsicherheiten der Covid-19-Krise und mit den Aktionärserwartungen umzugehen. Dieser Schritt passt zu einer gemeinsamen und international koordinierten Anstrengung aller Beteiligten, den Herausforderungen der Krise zu begegnen, schreibt die Finma.

UBS meldet Eckwerte des ersten Quartals

Wie zu unterstreichen, dass man durchaus in der Lage ist, trotz Coronakrise den Aktionären eine Dividende zu bezahlen, meldete die UBS am Donnerstagmorgen auch erste Angaben zum Ergebnis des ersten Quartals. Aktuelle rechne man mit einem Reingewinn in der Höhe von 1,5 Milliarden Dollar und mit einer "starken operativen Performance" in allen Unternehmensbereichen, dies auch unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken und Bewertungsanpassungen des eigenen Kreditrisikos.

Ausserdem sei eine harte Kernkapitalquote und eine Leverage Ratio (CET1) im Einklang mit den Zielen und deutlich über den regulatorischen Vorgaben zu erwarten, schreibt die UBS weiter.

Die Credit Suisse machte noch keine konkreten Angaben zum Geschäftsgang in den ersten drei Monaten des Jahres.

(AWP)

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Drohen bei der Credit Suisse

Drohen bei der Credit Suisse empfindliche Kreditausfälle?

Der britischen Barclays sind die Kreditrisiken der Credit Suisse ein Dorn im Auge. Denn diese könnten Folgen für die zukünftige Dividendenpolitik haben. Barclays empfiehlt die Aktie neuerdings zum Verkauf.

14.04.2020 08:27

Von Lorenz Burkhalter

Eine Studie der britischen Barclays zu den europäischen Investmentbanken hat es in sich. Denn darin warnen die Autoren am frühen Dienstagmorgen, dass die Credit Suisse (CS) deutlich grössere Risiken im Kreditgeschäft fährt als andere Anbieter. Deshalb könnten die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie der kleineren der beiden Schweizer Grossbanken auch deutlich mehr zusetzen. Die Studienautoren zögern nicht lange und stufen die CS-Aktie von "Equal weight" auf "Underweight" herunter, was einer Verkaufsempfehlung gleichkommt.

Nach einer Reduktion der Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre um bis zu 44 Prozent lautet das Kursziel neuerdings nur noch 8 (zuvor 13) Franken. Zur Erinnerung: Zuletzt kostete die Aktie etwas mehr als 8,60 Franken. Ende Dezember waren es sogar noch gut 13 Franken.

Sollte es bei der CS zu Kreditausfällen kommen, hätte das vermutlich auch Auswirkungen auf die Dividendenpolitik. Die Studienautoren streichen vorsorglich sämtliche Aktienrückkäufe aus ihrem Bewertungsmodell für die Aktie. Auch bei den Dividendenschätzungen nehmen sie Anpassungen vor. Neuerdings geht sie auf Jahre hinaus von einer Dividendenrendite von weniger als zwei Prozent aus.

Eine andere Bank teilt die Ängste nicht

Erst am Freitag kündigte die CS zwar an, an der Jahresdividende in Höhe von 0,2776 Franken je Aktie festhalten zu wollen. Allerdings müssen sich die Aktionäre in Geduld üben. In Absprache mit der Finanzmarktaufsicht Finma soll nur die Hälfte der Dividendensumme zum ursprünglich geplanten Termin ausgeschüttet werden. Die andere Hälfte wird einer speziellen Dividendenreserve zugeführt. Nur wenn die Aktionäre selber grünes Licht geben, kommt die zweite Tranche zur Auszahlung. Bei der CS soll im Herbst anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung darüber befunden werden.

Mit der Verkaufsempfehlung für die CS-Aktie stemmt sich Barclays gegen Morgan Stanley. Die US-Investmentbank hatte ebenfalls am Freitag ihr Anlageurteil von "Equal-weight" auf "Overweight" erhöht. Sie veranschlagt seither ein Kursziel von 10 (zuvor 14) Franken (cash berichtete).

Mit einem Minus von gut 34 Prozent zählt die CS-Aktie im bisherigen Jahresverlauf zu den Schlusslichtern aus dem Swiss Market Index (SMI). Die Titel der Erzrivalin UBS (-21 Prozent) hielt sich um einiges besser.

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Glass Lewis lehnt laut

Glass Lewis lehnt laut Medienbericht Credit Suisse-Vergütungsbericht ab

Der Stimmrechtsberater Glass Lewis lehnt gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters auch in diesem Jahr den Vergütungsbericht der Grossbank Credit Suisse ab. Zudem spreche sich Glass Lewis auch gegen die Entlastung der Unternehmensspitze durch die Generalversammlung aus, schrieb Reuters am Dienstagabend unter Berufung auf die ihr vorliegende Stimmempfehlung.

14.04.2020 22:28

Die Ablehnung der Entlastung wird mit dem Reputationsschaden wegen des Beschattungsskandals bei der Credit Suisse begründet. In dessen Folge hatten zunächst der Chief Operating Officer (COO) Pierre-Olivier Bouée und dann auch CEO Tidjane Thiam den Hut nehmen müssen. Des weiteren sei das Vergütungspaket von Thiam für seinen Abgang zu grosszügig ausgefallen.

Glass Lewis hatte bereits im vergangenen Jahr den Vergütungsbericht der Credit Suisse abgelehnt. Die Aktionäre hatten diesem allerdings an der Generalversammlung 2019 dennoch noch mit über 80 Prozent der Stimmung genehmigt. Den Anträgen für die UBS-Aktionärsversammlung stimme Glass Lewis zu, schreibt Reuters.

tp/

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Ethos lehnt CS-Vergütungen ab

Ethos lehnt CS-Vergütungen ab und stellt sich gegen Wiederwahl von VRP Rohner

Der Aktionärsvertreter Ethos bringt sich im Vorfeld der am 30. April stattfindenden Generalversammlung der Credit Suisse in Stellung. Ethos empfiehlt den CS-Aktionären, der Bankleitung die Décharge zu verweigern und den Vergütungsbericht abzulehnen. Zudem sollen sie den amtierenden Präsidenten Urs Rohner nicht mehr wählen und auf die Ausrichtung einer Dividende verzichten.

21.04.2020 13:54

Angesichts der schwerwiegenden Führungsmängel, die während der Beschattungsaffäre rund um ehemalige Kadermitglieder ans Licht gekommen sind, sei es noch zu früh um der Führung der Bank die Décharge zu erteilen, schreibt Ethos am Dienstag in einer Medienmitteilung. Die Affäre insbesondere um die Beschattung des vormaligen "CS-Starbankers" Iqbal Khan, der zur Konkurrentin UBS gewechselt war, habe dem Ruf der Bank sehr geschadet.

Vergütungen zu hoch

Dem wird nach Meinung von Ethos auch bei den Vergütungen ans Management zu wenig Rechnung getragen. Vor allem der Jahresbonus, der dem im Februar 2020 zurückgetretenen CS-Chef Tidjane Thiam gewährt wurde, sei viel zu hoch. Daher sei der Vergütungsbericht an der GV zurückzuweisen, empfiehlt der Aktionärsvertreter.

Ethos stellt sich überdies gegen die Wiederwahl des Verwaltungsratspräsidenten Urs Rohner. Seit 2017 halte man angesichts der zahlreichen Affären einen Wechsel des Präsidiums für unumgänglich, um das Vertrauen der Aktionäre wiederherzustellen.

Finanzielle Unsicherheiten

Zu guter Letzt sollen die Aktionäre laut Ethos auf die Zahlung einer Dividende in diesem Jahr verzichten. Aufgrund der mit der Corona-Pandemie verbundenen wirtschaftlichen und finanziellen Unsicherheiten, sei dies angebracht. Die CS hatte vorgeschlagen, die Dividende in zwei Schritten von je 0,1388 Franken je Aktie auszubezahlen.

Bereits vergangene Woche hatte der Stimmrechtsberater Glass Lewis die Ablehnung des Vergütungsberichts der Grossbank empfohlen. Glass Lewis sprach sich mit Blick auf den erlittenen Reputationsschaden ebenfalls gegen die Entlastung der Unternehmensspitze aus.

Der Stimmrechtsberater ISS hingegen hat den Aktionären empfohlen, die entsprechenden Anträge anzunehmen.

mk/tp

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US-Klage gegen Credit Suisse

US-Klage gegen Credit Suisse wegen Manipulation bei Firmenbonds

Eine US-Klage wirft zehn der weltgrössten Banken eine Manipulation am Markt für Unternehmensanleihen vor. Demnach sollen die Grossbanken - darunter die Credit Suisse - fast 14 Jahre lang zu hohe Preise verlangt haben.

22.04.2020 06:46

Dadurch seien Investoren finanziell geschädigt worden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die am Dienstag veröffentlicht worden sind. Zu den beschuldigten Finanzinstituten zählen neben der Credit Suisse JPMorgan Chase, Bank of America, Barclays, Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland und Wells Fargo.

Die meisten Grossbanken, darunter auch die Credit Suisse, lehnten eine Stellungnahme ab.

ra/

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Credit Suisse steigert

Credit Suisse steigert Reingewinn um 75 Prozent

Die Credit Suisse hat im ersten Quartal deutlich verdient mehr als im Vorjahr. Wegen der Coronakrise musste die Grossbank allerdings Rückstellungen bilden.

Aktualisiert um 07:15

Der Reingewinn stieg im Startquartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent auf 1,31 Milliarden Franken, wie die Credit Suisse am Donnerstag mitteilte. Die Bank profitierte dabei von einem negativen Steuersatz.

Auf Vorsteuerebene lag der Gewinn bei 1,20 Milliarden Franken. Ohne den Gewinn aus dem Abschluss des Verkaufs der Fonds-Plattform Investlab an Allfunds in Höhe von 268 Millionen Franken und kleineren Rückstellungen für bedeutende Rechtsstreitigkeiten hätte der Vorsteuergewinn 951 Millionen betragen.

Die Erträge stiegen auf 5,78 Milliarden Franken nach 5,49 Milliarden im Vorjahr. Dank der Marktturbulenzen handelten die Kunden häufiger und spülten der Handelsparte Global Markets Erträge von 1,7 Milliarden Franken in die Kasse. 

"Das erste Quartal unter meiner Leitung als CEO der Gruppe war durch ein sehr schwieriges Umfeld mit einschneidenden Auswirkungen infolge der COVID-19-Pandemie geprägt", liess sich Thomas Gottstein zitieren, der erstmals als Gruppenchef die Zahlen präsentiert. Obwohl eine in bedeutendem Umfang gebildete Reserve von über 1 Milliarde Franken absorbiert worden sei, habe die Bank ein solides Ergebnis erzielt.

Wegen Corona wurden zudem Rückstellungen für Kreditrisiken in der Höhe von 568 Millionen gebildet. Das Ausmass der Corona-Auswirkungen sei nach wie vor schwierig zu beurteilen, hiess es. In den kommenden Quartalen könnte es nötig sein, weitere Reserven zu bilden und Wertberichtigungen vorzunehmen, insbesondere im Corporate-Banking-Geschäft und bei sonstigen Darlehen ausserhalb der Schweiz und im Hinblick auf unsere Anlagen im Asset Management.

Zudem könne die Erholung bei Beratungs- und Emissionsgebühren verhalten sein - wenigstens kurzfristig, bis die Covid-19-Pandemie nachlässt und die Erholung der globalen Wirtschaft einsetzt. Man sei aber überzeugt, auch während dieser Krise solide Finanzergebnisse zu erzielen, so die CS mit Blick in die Zukunft.

Mit den Ergebnissen wurden die Schätzungen von Analysten auf Stufe Ertrag und Reingewinn übertroffen. Es hatte aber im Vorfeld eine hohe Unsicherheit gegeben - entsprechend gross waren die Schätzungsbandbreiten. Laut AWP-Konsens gingen die Experten im Durchschnitt von einem Gesamtertrag von 5,44 Milliarden sowie von einem Vorsteuergewinn von 1,25 Milliarden und einem Konzerngewinn von 910 Millionen Franken aus.

(AWP/Reuters)

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CS hat schon 14'000 Covid

CS hat schon 14'000 Covid-Kredite im Umfang von 2,4 Mrd Fr. gewährt

Die Grossbank Credit Suisse hat im Rahmen des laufenden Überbrückungskreditprogrammes für Schweizer Unternehmen bereits rund 14'000 Kredite im Umfang von insgesamt 2,4 Milliarden Franken gesprochen. Die Bank sei in diesen schwierigen Zeiten für die eigenen Kunden da und stehe diesen angesichts der beispiellosen Herausforderungen zur Seite, heisst es in der Medienmitteilung zum Abschluss des ersten Quartals.

23.04.2020 07:55

Spendenaktion von Mitarbeitenden und Bank

Zur Unterstützung der Gemeinschaften sei zudem eine bankweite Spendenaktion lanciert worden, um Spenden von Mitarbeitenden zugunsten von wohltätigen Organisationen zu fördern. Die Bank selbst verdoppelt anschliessend die von ihren Mitarbeitenden geleisteten Spenden.

Und auch die Geschäftsleitung engagiert sich: Alle Mitglieder hätten sich verpflichtet, im Rahmen des Spendenprogramms mindestens 20 Prozent ihres Basissalärs der nächsten sechs Monate zu spenden. Einen vergleichbaren Beitrag werde zudem auch der Verwaltungsratspräsident leisten.

gab/kw

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CS-Immofonds investiert in

CS-Immofonds investiert in Luzerner Entwicklungsprojekt

Credit Suisse Asset Management investiert via ihren Immobilienfonds 1a Immo PK in das städtebauliche Entwicklungsgebiet LuzernNord. Der Kauf umfasst laut Mitteilung vom Mittwoch ein Neubauprojekt mit zwei Gebäudekomplexen, das als multifunktionales Zentrum etabliert werden soll.

29.04.2020 08:25

LuzernNord stehe für ein innovatives städtebauliches Konzept mit dem Ziel, "ein durchmischtes und vielseitiges neues Zentrum zu erschaffen, das durch seine architektonische und planerische Strahlkraft regional und überregional wirkt", heisst es.

Durch den Projektkauf werde ein entstehender Neubau mit zwei Gebäudekomplexen von der Viscosuisse Immobilien AG übernommen und in eine gesamtheitliche Arealentwicklung des genannten CS-Immobilienfonds integriert.

uh/jr

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Credit-Suisse

Credit-Suisse-Generalversammlung stimmt VR-Anträgen zu

Die diesjährige Generalversammlung der Credit Suisse ist in vielerlei Hinsicht aussergewöhnlich gewesen. Zum einen musste sie ohne Anwesenheit der Aktionäre stattfinden und dauerte lediglich eine Stunde. Zum anderen war es die erste für den neuen Bankchef Thomas Gottstein und zugleich die letzte von Präsident Urs Rohner. Alle Anträge des Verwaltungsrats wurden derweil angenommen.

30.04.2020 13:32

Der Anlass fand am Donnerstag wegen des Coronavirus nicht wie üblich im Zürcher Hallenstadion statt, sondern in einem Konferenzzentrum der Grossbank in Horgen bei Zürich. Die Aktionäre mussten sich deswegen alle durch einen Stimmrechtsvertreter vertreten lassen, wobei sich die Grossaktionäre der zweitgrössten Schweizer Bank üblicherweise sowieso vertreten lassen. Zu ihnen gehören etwa die Qatar Holding, die Olayan Group, Harris Associates, Blackrock oder der Norwegische Staatsfonds.

Insgesamt waren mit 1,65 Milliarden rund 65 Prozent der Aktienstimmen vertreten.

Beschattungsaffäre hinterlässt Spuren bei Rohner

Die Aktionäre und Aktionärinnen segneten unter anderem den Vergütungsbericht 2019 konsultativ ab und erteilten der Konzernspitze Entlastung. Diese Punkte waren umstritten, hatten doch der US-Stimmrechtsberater Glass Lewis sowie der Westschweizer Aktionärsvertreter Ethos die entsprechende Traktanden zur Ablehnung empfohlen. Von Ethos hiess es etwa, im Zuge der Beschattungsaffäre sei es zu schwerwiegenden Führungsmängeln gekommen.

Des Weiteren wurde auch die - wegen der Coronakrise auf Druck der Finma - gegenüber dem ursprünglichen Antrag halbierte Dividende von 0,1388 Franken je Aktie genehmigt. Die zweite Hälfte sollen die Aktionäre erst im vierten Quartal erhalten. "Eine umfassendere Auswertung des Ausmasses der wirtschaftlichen Folgen dieser Krise wird hoffentlich im weiteren Jahresverlauf möglich", sagte Verwaltungsratspräsident Rohner. Dann könne man an einer ausserordentliche Generalversammlung im Herbst über die Auszahlung des zweiten Teils entscheiden.

Derweil wurden am Donnerstag alle bisherigen Verwaltungsräte mit grosser Mehrheit (jeweils über 90 Prozent) für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt. Einzige Ausnahme war dabei Rohner selbst, der zwar auch wiedergewählt wurde - dies allerdings mit lediglich 77,5 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 93,2 Prozent gewesen.

Präsidentensuche kommt gut voran

Der Schweizer tritt im kommenden Jahr nach zwölf Jahren im Verwaltungsrat und zehn Jahren als Präsident nicht mehr zur Wiederwahl an. Die Suche nach einem Nachfolger für ihn sei "gut unterwegs" und komme "planmässig" voran, sagte Rohner.

Mit Blick auf die Coronakrise sagte er zudem: Die Pandemie sei eine grosse Bewährungsprobe für die Credit Suisse und den Schweizer Finanzplatz. Die getroffenen Massnahmen seien für den Schutz des Gesundheitssystems zwar unvermeidlich. Sie könnten aber in der Schweiz und weltweit länger anhaltenden Schaden an den Marktstrukturen verursachen.

Die Bank begrüsse daher eine pragmatische aber zügige Öffnung des Regimes, um die wirtschaftlichen Folgen so gut wie möglich zu begrenzen.

Aktienkurs "nicht zufriedenstellend"

Während es für Rohner ein Abschied war, war es für Gottstein vor den Aktionären der Einstand als CEO. "Es ist mir eine besondere Ehre, seit dem 14. Februar 2020 das Amt des Group Chief Executive Officers ausüben zu dürfen", sagte dieser. Er arbeite seit 21 Jahren bei der Credit Suisse und habe die Bank in dieser Zeit in all ihren Facetten kennengelernt und mit ihr Höhen und Tiefen durchschritten.

Ihm sei bewusst, dass die Bank in den vergangenen Monaten für die Aktionäre nicht immer nur Anlass zur Freude war. Der Ruf habe insbesondere in den Wintermonaten gelitten, und auch der Aktienkurs sei "für uns alle nicht zufriedenstellend". Seine oberste Priorität sei es, nachhaltigen Wert für die Investoren und die weiteren "Anspruchsgruppen" zu schaffen, sagte Gottstein.

Der Aktienkurs der Credit Suisse war im Zuge der Marktverwerfungen wegen der Corona-Pandemie auf bis zu 6,18 Franken gefallen, hat sich zeitweise aber wieder auf über 9 Franken erholt. So konnte die Aktie etwa auch nach der Publikation der Ergebnisse zum ersten Quartal vor einer Woche klar zulegen.

ys/uh

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Credit-Suisse-«Traumkunde»

Credit-Suisse-«Traumkunde» Luckin Coffee wird zum Albtraum

Vor dem Bilanzskandal, dem Aktiencrash und den Kreditausfällen war Lu Zhengyao, Milliardär und Gründer von Luckin Coffee, der ideale Kunde für den früheren Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam.

30.04.2020 17:01

"Ich hatte wer weiss wie viele Dinner mit ihm in Peking, und er ist absolut das Aushängeschild für das, was wir tun wollen", sagte Tidjane Thiam auf einer Konferenz im letzten Jahr, als er noch Chef der Bank war. Er lobte Lus Beziehung zur Credit suisse, die von Private Banking bis zu Aktienemissionen reichten: "Er ist ein Traumkunde." 

Luckins dramatischer Absturz in diesem Monat hat einige der Top-Namen im globalen Finanzwesen auf dem falschen Fuss erwischt, aber für nur wenige sind die Auswirkungen so stark wie für Credit Suisse. Die Grossbank verlor nach dem Skandal einen hochkarätigen Börsengang in Hongkong und meldete eine Verfünffachung der Risikovorsorge im asiatisch-pazifischen Raum, hauptsächlich aufgrund eines Zahlungsausfalls von Lu.

Die Bank führt eine interne Überprüfung des Falls durch, und die Prüfung von Krediten an chinesische Unternehmen hat zugenommen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten.

Risiko von China-Geschäften

Leitende Angestellte von Luckin Coffee haben möglicherweise 310 Millionen Dollar an Umsatz erfunden. Auch wenn Lu selbst kein Fehlverhalten zur Last gelegt wird, unterstreicht Luckins Enthüllung das Risiko für China-Geschäfte von Investmentbanken. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt ist das Kernstück der Strategie der Credit Suisse, Geschäfte mit wohlhabenden Unternehmern in ganz Asien an Land zu ziehen.

"Luckin ist ein Mikrokosmos dessen, was passieren kann, wenn schwache Underwriting-Standards im Streben nach schnellem Wachstum zugelassen werden", sagte Mark Williams, Professor an der Boston University und ehemaliger Bankprüfer der US-Notenbank. "Bei Luckin gab es viele Anzeichen für ein wachstumsstarkes und risikoreiches Geschäft."

Keine Änderung

CS-Chef Thomas Gottstein, der im Februar die Nachfolge von Thiam angetreten hatte, wollte sich in einem Interview mit Bloomberg Television in der vergangenen Woche zu Luckin nicht äussern. Das Kreditinstitut befinde sich noch am Anfang der Ermittlungen, an denen Wirtschaftsprüfer und Anwälte beteiligt seien, sagte er. Es seien "zu viele Beteiligte, um frühzeitig eine Schlussfolgerung zu ziehen".

Gottstein signalisierte, dass der Absturz der Luckin-Aktie keine strategischen Kurswechsel auslösen und die Bank weiterhin wohlhabende Unternehmer in China ins Visier nehmen werde.

"Es ist eine Strategie, an die unser Unternehmen glaubt, weil sie unsere Stärke im Private Banking und im Investment Banking vereint und wir weltweit so viele Erfolge verzeichnen konnten", sagte Gottstein.

Illustre Investoren

Die Credit Suisse war nicht das einzige Unternehmen, das vom Skandal bei Luckin betroffen war, dessen Büros diese Woche von chinesischen Aufsichtsbehörden durchsucht wurden. Zu den ersten Investoren von Luckin gehörten globale Giganten wie GIC, der Staatsfonds von Singapur.

Morgan Stanley war Teil der IPO-Gruppe und stellte Lu einen Teil der Margenkredite zur Verfügung, ebenso wie Barclays. Morgan Stanley, Credit Suisse und die anderen IPO-Banken sehen sich nach dem 91-Prozent-Absturz seit Luckins Hoch im Januar mit einer Anlegerklage konfrontiert.

Die engsten Beziehungen zu dem Unternehmen hatte jedoch die Credit Suisse. Beim Börsengang von Luckin im vergangenen Jahr in New York und beim Sekundärverkauf im Januar war sie der Lead Underwriter, der 60 Prozent der Bankgebühren einnahm. Diese beliefen sich auf rund 30 Millionen Dollar für zwei Deals, die nach Angaben von Bloomberg mehr als 1,2 Milliarden Dollar für die Kaffeekette und einen Aktionär einbrachten.

Die Bank leitete im Januar auch den Verkauf einer Wandelanleihe in Höhe von 460 Millionen Dollar und ist für einen Teil der 518 Millionen Dollar an Margenkrediten an Lu am Haken, die jetzt in Verzug sind. Die Firma arbeitet mit dem Gründer zusammen, seit er vor sechs Jahren seine Autovermietungsfirma an die Börse brachte.

Weitreichende Verbindungen

Abgesehen von den Geschäften hat die Bank auch andere Verbindungen zum Einzelhändler. Der Finanzvorstand von Luckin, Reinout Hendrik Schakel, arbeitete bis 2016 acht Jahre als Analyst und Investmentbanker für die Credit Suisse in Hongkong. Und Lus Tochter Nancy arbeitet für die Credit Suisse in Hongkong in einer Rolle, die nicht mit den Luckin-Verbindungen zusammenhängt. Sie antwortete nicht auf Anrufe und Textnachrichten, während die Bank sich weigerte, Kommentare abzugeben.

Angesichts dieser Verbindungen hat Luckins Sturz die Credit Suisse stärker getroffen als andere. Aufgrund des Skandals wurde die Bank nach Angaben informierter Personen von einem Börsengang in Höhe von 500 Millionen Dollar in Hongkong für WeDoctor, dem von Tencent Holdings Ltd. unterstützten Startup im Gesundheitswesen, ausgeschlossen.

Modell-Kunde

Helman Sitohang, der bei der Credit Suisse das Asia-Pacific-Geschäft leitet, sagte, seine Konkurrenten hätten zwar "grössere Muskeln und Bilanzen", doch die Konzentration auf die 1000 Milliardäre in ganz Asien zahle sich aus. "Wir wollen nicht die Grössten sein", sagte er auf einem Investorentag im Dezember. "Wir wollen die profitabelsten sein."

Sitohang lobte Lu als eine der Erfolgsgeschichten der Bank. Lu gründete 2007 die Car Inc. und baute sie zu Chinas grösstem Auto-Vermietungsunternehmen aus. Die Credit Suisse war von Anfang an dabei, brachte sie 2014 zusammen mit Morgan Stanley in Hongkong an die Börse und leitete drei Verkäufe von US-Anleihen im Gesamtwert von fast 1,2 Milliarden Dollar.

Starbucks-Konkurrent

Lu machte sich dann daran, Starbucks in China herauszufordern und baute Luckin in nur zwei Jahren auf 4500 Geschäfte aus. Eine Zeit lang war Luckin ein Liebling der US-Investoren, die Aktie verdreifachte sich in den ersten acht Handelsmonaten.

Die Aktie bleibt an der Nasdaq bis zur Überprüfung ausgesetzt, wobei der letzte Handel am 6. April bei 4,39 Dollar lag, nach einem Januar-Hoch von 51,38 Dollar. Die Wandelanleihen des Unternehmens werden inzwischen zu nur 24 Cent je Dollar gehandelt, ein klares Signal der Not.

Am Ende wird die Credit Suisse den Fall Luckin hinter sich lassen, auch wenn es zu kurzfristigen Verlusten führt, sagte Ismail Ertürk, Dozent für Bankwesen an der Alliance Manchester Business School in Grossbritannien. Die Bank wird es als "Kosten der Geschäftstätigkeit" verbuchen.

(Bloomberg/cash)

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So läuft bei Credit Suisse

So läuft bei Credit Suisse die Rückkehr zur Büro-Normalität

Wenn die Zeit der Corona-bedingten Heimarbeit vorbei ist, geht es wieder ins Büro. Bei der Credit Suisse wird die Rückkehr zur Arbeitsnormalität in vier Schritten erfolgen.

Aktualisiert um 07:48

In der ersten Phase soll nur eine sehr begrenzte Zahl von Beschäftigten in Schlüsselfunktionen wieder ins Büro kommen, wie aus einem Memo an die Beschäftigten hervorgeht. In Phase zwei folgen dann weitere Mitarbeiter in alternierenden Gruppen.

Phase drei sieht die Aufstockung der Beschäftigtenzahl vor, die wieder am Schreibtisch vor Ort sind, wobei das Modell der gesplitteten Anwesenheit beibehalten wird. Erst danach soll es zur vierten Phase kommen: der vollen Rückkehr an den Arbeitsplatz und der Wiederaufnahme aller Dienste.

In den ersten Wochen und Monaten sei damit zu rechnen, dass viele Mitarbeiter weiter von Zuhause aus oder in geteilten Gruppen arbeiten werden, heißt es in dem Memo der zweitgrößten Schweizer Bank. Der Übergang zwischen den Phasen soll vom Management auf Regionalbasis entschieden werden, in Abstimmung mit regionalen Krisenmanagern.

Wann die Rückkehr in die Büros beginnen soll, wurde in der Mitteilung an die Beschäftigten nicht erwähnt. Ein Banksprecher lehnte einen Kommentar ab.

Mitarbeiter der UBS in New York City erhielten die Ansage, nicht vor Juni mit einer Rückkehr an den Arbeitsplatz zu rechnen, womöglich auch erst mitten im Sommer.

(Bloomberg)

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