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Credit Suisse verpasst Gewinn

Credit Suisse verpasst Gewinn-Prognose - Archegos-Untersuchung kritisiert Bank

Die Credit Suisse hat im zweiten Quartal 253 Millionen Franken Reingewinn erzielt. Das ist weniger, als von Bankenkennern vorausgesagt.

Aktualisiert um 07:26

Analysten haben gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Gewinn von 365 Millionen Franken gerechnet. Im ersten Quartal hatte die Credit Suisse 252 Millionen Franken Verlust geschrieben. 

Beeinträchtigt wurde der Gewinn im zweiten Quartal von einer weiteren Archegos-Belastung von 594 Millionen, wie dem am Donnerstag veröffentlichten CS-Quartalsergebnis zu entnehmen ist. Diese fällt damit im erwarteten Rahmen aus - die Bank hatte bereits im April weitere Kosten aus dem Debakel in der Höhe von 600 Millionen angekündigt.

Organisatorische Mängel und menschliche Fehler

Der Kollaps des US-Hedgefonds Archegos hatte bereits im ersten Quartal zu einer Belastung von 4,4 Milliarden Franken geführt und die Bank im Auftaktquartal in die roten Zahlen fallen lassen.

Credit Suisse veröffentlichte am Donnerstagmorgen auch Ergebnisse einer internen Untersuchung zu dem Vorfall, der eine Reihe von Managementwechseln, Verfahren von Aufsichtsbehörden und eine Kapitalerhöhung nach sich zog. Der Bericht machte organisatorische Mängel und menschliche Versäumnisse für das Debakel verantwortlich. Anzeichen für betrügerisches, rechtswidriges oder böswilliges Verhalten gebe es aber keine.

Schwächere Erträge

Trotz eines anhaltend guten Finanzmarktumfelds fielen zudem die Erträge der Bank von April bis Juni schwächer aus als noch im Vorjahr. Insgesamt erzielte die CS einen zum Vorjahresquartal um 18 Prozent tieferen Nettoertrag von 5,10 Milliarden Franken.

Die Bank habe ihre risikogewichteten Aktiven und die Risikoposition deutlich reduziert und das Risikoprofil des Prime-Services-Geschäfts - also des Geschäfts mit den Hedgefonds - verbessert, betont die Bank in der Mitteilung. Die Credit Suisse will nun in den nächsten Monaten ihre "langfristige Vision für die Bank" ausarbeiten.

Die CS-Aktie ist im laufenden Jahr mit einer Performance von derzeit -17 Prozent mit Abstand der schwächste Blue Chip-Titel am Schweizer Markt. Hatte die Aktie im Februar noch ein Jahreshoch von 13,50 Franken erreicht, so stürzte sie Ende März nach dem Archegos-Debakel unter die Marke von 10 Franken ab - ein Niveau, das sie seither nicht mehr überschreiten konnte.

(cash/AWP/Reuters)

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Credit Suisse holt Ex-Allianz

Credit Suisse holt Ex-Allianz-Mann ins Risikomanagement

Die krisengeplagte Credit Suisse baut ihr Risiko-Management weiter aus. Der frühere Allianz-Manager Wolfram Peters stösst auf den 1. September als Risikochef der Asset-Management-Division zur Schweizer Grossbank, wie es in einer der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorliegenden internen Mitteilung des Instituts hiess.

30.07.2021 08:05

In dieser neu geschaffenen Funktion berichte er in erster Linie an den interimistischen Risiko-Chef des Konzerns, Joachim Oechslin, und in zweiter Linie an Asset-Management-Chef Ulrich Körner.

Peters hatte 16 Jahr für die Asset-Management-Tochter des deutschen Versicherers, Allianz Global Investors, gearbeitet, unter anderem auch als Risikochef. Zuvor war der Physiker wie auch Körner bei der Unternehmensberatung McKinsey. Körner hatte in den vergangenen Wochen bereits zwei Manager zur Verstärkung des Geschäfts von aussen geholt.

Credit Suisse baut die Strukturen um, nachdem zwei folgenschwere Fehlschläge die Bank im März erschüttert hatten. Der am Donnerstag veröffentlichte Bericht einer Anwaltskanzlei kam zum Schluss, dass das Management der Investmentbanking-Sparte in Zusammenhang mit dem Kollaps des Hedgefonds Archegos Capital versagt habe.

Der zweite Vorfall betrifft die zusammen mit der insolventen Greensill Capital betriebenen Fonds. Die im Asset Management angesiedelten Anlagevehikel werden derzeit abgewickelt. Im Verlauf des Quartals will die Bank auch eine Untersuchung zu den Greensill-Fonds abschliessen.

(AWP)

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Elias
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VRP kauft Aktien im Wert von rund 1 Mio. Fr.

CS-VRP kauft Aktien im Wert von rund 1 Mio. Fr.

Die Transaktion ging aus den an die Börsenbetreiberin SIX gemeldeten Managementtransaktionen vom Freitag hervor.

(AWP) Der Präsident des Verwaltungsrates der Grossbank Credit Suisse (CSGN 9.34 +2.59%) António Horta-Osório hat eigene Aktien im Wert von rund 1 Mio. Fr. gekauft. Eine Sprecherin der Grossbank bestätigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Die Transaktion ging aus den an die Börsenbetreiberin SIX gemeldeten Managementtransaktionen vom Freitag hervor.

Insgesamt wurden 115’402 Aktien der Grossbank von einem «nicht-exekutiven» Mitglied des Gremiums gekauft, hiess es in dieser offiziellen Meldung. Der aktuelle Wert des Aktienpakets wird mit 1,04 Mio. Fr. angegeben.

Dem CS-Verwaltungsrat gehören nebst Präsident António Horta-Osório, die weiteren Mitglieder Iris Bohnet, Clare Brady, Christian Gellerstad, Michael Klein, Shan Li, Seraina Macia, Blythe Masters, Richard Meddings, Kai S. Nargolwala, Ana Paula Pessoa sowie Roche-CEO Severin Schwan an.

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alpenland
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letzte Kuh endlich vom Eis ?

dies hoffe ich, nachdem auch noch die Geldblockade durch die Steuerverwaltung für CumEx public ist.

Grundsätzlich sind wir in einer Erholungsphase und ich hoffe auch neue höhere Ziele dank guten Geschäftsergebnissen. Derzeit ist das Durchschnittsziel auf CHF 10.87. .

Ich habe meine Position erheblich aufgestockt.

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Axel Lehmann in den Verwaltungsrat

CS will Axel Lehmann in Verwaltungsrat wählen

Der Ex-UBS-Topmanager soll in den Verwaltungsrat der Grossbank gewählt werden. Lehmann war bis Januar 2021 Chef der UBS Schweiz.

(AWP) Wechsel am Paradeplatz: Die Credit Suisse (CSGN 9.61 -0.46%) holt sich den Ex-UBS-Topmanager Axel Lehmann in den Verwaltungsrat und macht ihn zum Vorsitzenden des Risiko-Komitees. Der Schritt erfolgt nach den Debakeln mit dem Hedgefonds Archegos und der Greensill-Pleite.

Für die Wahl hat die CS eine ausserordentliche Generalversammlung am 1. Oktober einberufen, wie die Grossbank am Freitag mitteilte. Lehmann soll den Vorsitz des Risiko-Komitees von Richard Meddings übernehmen, der diese Funktion bislang ad interim inne hatte. Meddings leitet weiterhin das Audit Committee im Aufsichtsgremium.

Neben Lehmann soll auch Juan Colombas in den Verwaltungsrat gewählt werden. Der Spanier sitzt im Verwaltungsrat der niederländischen Grossbank ING.

Risikoteam erfährt deutliche Verstärkung

Auch Colombas ist dank seiner bisherigen Aufgaben bei der ING ausgewiesener Risiko-Experte – nach dem Debakel um die Greensill-Pleite sowie des Kollaps des Hedgefonds Archegos sorgt die CS damit für zusätzlichen frischen Wind in ihrer Risiko-Abteilung. Bereits Ende Juli ernannte die Grossbank den früheren Allianz-Manager Wolfram Peters zum neuen Risikochef der Asset-Management-Division.

Im Zuge der Archegos-Pleite sowie der Schliessung der Greensill-Fonds kam es zu einer Reihe von Personalfluktuationen, zudem steht das Investmentbanking im Zentrum einer strategischen Neuausrichtung der Credit Suisse.

Lehmann hatte im Dezember entschieden, bei der UBS (UBSG 15.68 +0.1%) per Ende Januar von seinen Funktionen zurückzutreten und die Bank am 31. Juli 2021 zu verlassen. Er leitete seit 2018 das Schweizer Geschäft, davor war er ab 2016 Group Chief Operating Officer. Ausserdem war er Verwaltungsrat der UBS AG von 2009 bis 2015 und der UBS Group AG von 2014 bis 2015. Zuvor war er lange Jahre für den Versicherer Zurich tätig.

Eine Zeitlang war Lehmann sogar als CS-Verwaltungsratspräsident und damit als Nachfolger von Urs Rohner im Gespräch. In dessen Fussstapfen trat aber dann der ehemalige Lloyds-Chef António Horta-Osório.

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CS erhöht Kapital für Real

CS erhöht Kapital für Real Estate Fund Interswiss um maximal 138,9 Millionen

Der Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss (CS REF Interswiss) braucht mehr Geld. Daher will die CS das Kapital für den Fonds um maximal 138,9 Millionen Franken erhöhen.

18.08.2021 08:38

Wie die CS am Mittwoch mitteilte, wird die Kapitalerhöhung in der Zeit vom 30. August bis zum 10. September durchgeführt werden. Jedem bisherigen Anteil werde ein Bezugsrecht zugeteilt. Zwölf Bezugsrechte berechtigten zum Bezug eines neuen Anteils. Dabei werden maximal 691'121 neue Anteile zu einem Ausgabepreis von 201 Franken netto ausgegeben. Der Nettoinventarwert beträgt weiteren Angaben zufolge 196,34 pro Anteil. Die effektive Anzahl der neuen Anteile wird am 15. September 2021 bekannt gegeben. Abgerechnet wird am 17. September 2021.

Der Emissionserlös soll dem weiteren Ausbau des Immobilienportfolios dienen. Der CS REF Interswiss verfügt über 62 Liegenschaften. Das Gesamtfondsvermögen belief sich per 31. März 2021 auf 2,35 Milliarden Franken. Der Fonds investiert vorwiegend in Liegenschaften mit kommerzieller Nutzung und Mischnutzungen.

pre/rw

(AWP)

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habe meine Position erheblich aufgestockt

alpenland hat am 09.08.2021 11:08 geschrieben:

dies hoffe ich, nachdem auch noch die Geldblockade durch die Steuerverwaltung für CumEx public ist.

Grundsätzlich sind wir in einer Erholungsphase und ich hoffe auch neue höhere Ziele dank guten Geschäftsergebnissen. Derzeit ist das Durchschnittsziel auf CHF 10.87. .

Ich habe meine Position erheblich aufgestockt.

 

<hüstel hüstel, öchö öchö, räusper räusper> 

Für Börsenspekulationen ist der August  einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, Februar, März, Juni, Dezember, und Oktober.

Mark Twain
(1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

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Credit Suisse lässt

Credit Suisse lässt Ungeimpfte in den USA nicht ins Büro

(Mit Schweizer Aspekt ergänzt) - Die Grossbank Credit Suisse verschiebt in den USA wegen der ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus die Rückkehr ihrer Belegschaft in die Büros. Zudem verlangt die Bank von Mitarbeitenden, die zurück an ihre Arbeitsplätze wollen, dass sie sich impfen lassen.

25.08.2021 13:53

Die uneingeschränkte Rückkehr ins Büro sei auf Montag, den 18. Oktober, verschoben worden, heisst es in einer internen Mitteilung der Bank aus der vergangenen Woche, die die Nachrichtenagentur Reuters gesehen hat. "Darüber hinaus haben wir beschlossen, dass ab Dienstag, dem 7. September, nur noch geimpfte Mitarbeiter vor Ort arbeiten dürfen", hiess es in dem Memo weiter. Die Bank empfahl allen Beschäftigten dringend, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Die Ausbreitung der Delta-Variante hat einige US-Banken dazu veranlasst, ihre Pläne zur Rückkehr der Belegschaft in die Büros zu überdenken. Manche Institute haben strengere Masken- und Impfvorschriften für ihre Mitarbeitenden erlassen, während sie gleichzeitig versuchen, eine hitzige Debatte über individuelle Rechte zu vermeiden.

Mit ihrem Impfregime reiht sich die Credit Suisse unter Branchengrössen wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und Citigroup ein, wo in den USA eine Immunisierung gegen Covid-19 für den Zutritt in die Büros ebenfalls verpflichtend ist.

Keine Pläne für die Schweiz

Für die Schweiz hat die Grossbank keine entsprechenden Pläne, wie eine Credit-Suisse-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP sagte. "Eine Impfpflicht inklusive Nachweis für die Covid-19-Impfung ist bei der Credit Suisse in der Schweiz derzeit nicht vorgesehen."

Allerdings würden die Mitarbeiter "ermutigt", sich über die Impfkampagnen zu informieren und diese zu nutzen.

kae/rw/ra

(AWP)

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von spekulativen Käufen angetrieben

(ich war nur geringfügig zu früh rein, aber Tiefstkurse trifft man selten)
sie ist vom ATH unglaubliche 87% entfernt !

Zürich (awp) - Die Aktien der Credit Suisse fallen am Mittwoch in einem schwächeren Gesamtmarkt mit einem kräftigen Kursgewinn auf. Händler sprechen von spekulativen Käufen, die dem Titel Auftrieb verleihen würden.

Bis um 13.15 Uhr gewinnen die Aktien der zweitgrössten Schweizer Bank 2,3 Prozent auf 9,744 Franken. Derweil verliert der Gesamtmarkt gemessen am SMI 0,43 Prozent. Auch die Aktien der Rivalin UBS (+0,4%) können mit CS nicht mithalten. Allerdings stehen die CS-Aktien noch immer mit fast 15 Prozent unter dem Stand vom Jahresanfang.

Händler verweisen als Auslöser der steigenden Kurse auf einen Bericht auf dem Internetportal "Inside Paradeplatz". Demnach sollen "laut einer Quelle" Kaufofferten für die CS auf dem Tisch von Präsident Antonio Horta-Osorio liegen. Vor allem die Amerikaner hätten es auf das CS-Private Banking abgesehen, so der Blog.

"Wenn der Aktienkurs so niedrig und damit die Börsenbewertung so gering ist, darf man sich nicht wundern, wenn früher oder später Übernahmespekulationen aufkommen", sagte ein Händler.

pre/ra

 

 

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Credit Suisse hält ao GV ohne

Credit Suisse hält ao GV ohne Anwesenheit der Aktionäre ab

Die Credit Suisse führt ihre für den 1. Oktober geplante ausserordentliche Generalversammlung aufgrund der Corona-Pandemie ohne persönliche Teilnahme der Aktionäre durch. Diese sollen im Voraus abstimmen, eine Übertragung sei nicht geplant, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

27.08.2021 07:11

An der ao GV sollen wie Mitte August gemeldet der frühere UBS-Schweiz-Chef Axel Lehmann sowie Juan Colombas in das Gremium gewählt werden. Lehmann soll zudem den Vorsitz des Risk Committee übernehmen.

dm/ra

(AWP)

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Credit Suisse hat 70 Prozent

Credit Suisse hat 70 Prozent der Greensill-Fondsvermögen zurückerhalten

Die Grossbank hat mittlerweile 7 Milliarden der ursprünglichen Greensill-Fondsvermögen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar zurückerhalten.

07.09.2021 12:41

Dies teilte die Bank am Dienstag auf ihrer Homepage mit. Beim letzten Update Ende Juli waren es noch 6,6 Milliarden gewesen. An die Kunden zurückerstattet hat die CS derweil in verschiedenen Tranchen insgesamt rund 5,9 Milliarden US-Dollar.

Zuletzt hatte die Bank am 6. August den Fondsanlegerinnen und -Anlegern eine weitere Zahlung von 0,4 Milliarden Dollar geleistet, wobei rund 350 Millionen an die Inhaber des Credit Suisse (Lux) Supply Chain Finance Fund und 55 Millionen an diejenigen des Credit Suisse Nova (Lux) Supply Chain Finance High Income Fund gingen.

Zusammen mit den bereits ausgeschütteten und den in den Fonds verbleibenden Barmitteln entspreche der Barmittelbestand somit ca. 7,0 Milliarden Dollar. Das eien 70 Prozent der Mittel der Fonds zum Zeitpunkt ihrer Aussetzung, erklärte die CS.

Ausgesetzt worden war der Handel mit diesen Lieferketten-Fonds, die bei Kunden der Bank sehr beliebt waren, am 1. März dieses Jahres. Die Vermögenswerte der Fonds waren von der Londoner Finanzgesellschaft Greensill ausgewählt worden, die ihren Verpflichtungen dann aber nicht mehr nachkommen konnte.

Die CS-"Lieferketten-Finanzierungs-Fonds" investierten in Forderungen von Zulieferern an Unternehmen: Statt auf die Bezahlung einer Lieferung zu warten, verkauften die Lieferanten die Forderung mit einem Abschlag an Greensill Capital. Die inzwischen insolvente Greensill bündelte solche Forderungen und brachte sie in die "Supply-Chain-Finance"-Fonds ein.

uh/jb

(AWP)

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CS beruft Christine Graeff

CS beruft Christine Graeff und Rafael Lopez Lorenzo in Geschäftsleitung

Die Credit Suisse hat zwei Schlüsselpositionen in der Geschäftsleitung des Konzerns neu besetzt. Rafael Lopez Lorenzo übernimmt per 1. Oktober 2021 den Posten des Compliancechefs. Und per 1. Februar 2022 übernimmt Christine Graeff die Funktion des Global Head of Human Resources, wie die Grossbank am Mittwoch mitteilte.

08.09.2021 08:08

Lopez Lorenzo, der momentan das interne Audit leitet, löst Thomas Grotzer als Chief Compliance Officer ab. Dieser übt die Funktion interimistisch seit April 2021 aus, nachdem die Risiko- und Compliancechefin Lara Warner die Bank nach dem Kollaps des US-Hedgefunds Archegos verlassen musste.

Graeff wiederum tritt die Nachfolge von Antoinette Poschung an. Diese wird Ende Januar 2022 in den Ruhestand gehen. Bevor Graef zur CS wechselte, arbeitete sie bei der Europäischen Zentralbank (EZB).

sig/ra

(AWP)

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Credit Suisse: VR-Präsident

Credit Suisse: VR-Präsident Horta-Osório will offenbar CEO Gottstein verdrängen

António Horta-Osório, VR-Präsident der Credit Suisse, ergreift immer fester die Zügel bei der krisengeschüttelten Bank. Er plant laut Medienbericht sogar die Rolle des CEO anstelle von Thomas Gottstein einzunehmen.

13.09.2021 07:37

Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Horta-Osório mische sich über das sogenannte Tactical Crisis Committe (TCC), das zur Bewältigung des Kollapses des Lieferkettenfonds Greensill und des Hedgefonds Archegos etabliert worden war, zunehmend ins Tagesgeschäft ein. An den TCC-Sitzungen, die im August jede Woche stattgefunden hätten, habe er dem CEO Gottstein Befehle erteilt, schreibt die FT weiter.

Dem TCC gehören neben dem Verwaltungsratspräsident auch Richard Meddings an, Vorsitzender des Audit- und Risikoausschusses, sowie Christian Gellerstad, Vorsitzender des Conduct and Financial Crimes Oversight Committe im Verwaltungsrat. Meddings soll bekanntlich durch den ehemaligen UBS-Banker Axel Lehmann ersetzt werden. Dieser soll an der ausserordentlichen Generalversammlung am 1. Oktober in den Verwaltungsrat gewählt werden und dort den Vorsitz des Risikoausschusses übernehmen.

Im Juli veröffentlichte die Credit Suisse einen Untersuchungsbericht der Rechtsanwaltsfirma Paul Weiss bezüglich der Vorgänge im Fall Archegos. TCC habe eine ähnliche Untersuchung im Fall Greensill eingeleitet. Deren Resultate würden für den 4. November erwartet, wenn die CS ihre Drittquartalszahlen veröffentlicht, heisst es weiter.

(AWP)

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Credit Suisse schliesst

Credit Suisse schliesst Kapitalerhöhung für Real Estate Fund Interswiss ab

Die Credit Suisse hat die angekündigte Kapitalerhöhung für den Immobilienfonds Real Estate Fund Interswiss (CS REF Interswiss) erfolgreich abgeschlossen.

15.09.2021 07:39

Durch die Emission fliessen dem Fonds Neugelder in Höhe von 138,9 Millionen Franken zu. Die Liberierung der neuen Anteile erfolge am 17. September, teilte die CS am Mittwoch mit.

Durch die Transaktion steigt die Anzahl der sich im Umlauf befindenden Anteile auf 8,98 Millionen bei einem Nettofondsvermögen von 1,76 Milliarden Franken. Der Emissionserlös soll für den weiteren Ausbau des Immobilienportfolios verwendet werden.

(AWP)

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Elias
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Heute wieder kräftig zugekauft

Wo sind eigentlich die Endloszukäufer?

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Bankaktien unter Druck -

Bankaktien unter Druck - Evergrande-Sorgen belasten Stimmung

Finanztitel sind im frühen Handel am Montag deutlich unter Druck. Befürchtungen vor einem Kollaps des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande belasten die Stimmung und nehmen offenbar auch europäische Bankentitel in Sippenhaft. Defensive Aktien halten sich im klar tieferen Gesamtmarkt hingegen klar besser.

20.09.2021 09:53

Hierzulande verlieren UBS am Montag gegen 9.35 Uhr 3,5 Prozent auf 14,78 Franken und Credit Suisse 3,6 Prozent auf 9,16 Franken. Auch Julius Bär (-2,9%), Swiss Life, Partners Group, Zurich (je -2,5%) geben deutlich ab. In ganz Europa verlieren Bankentitel an Wert: So etwa Deutsche Bank (-4,5%), Société Générale (-4,6%) oder Banco Sabadell (-3,7%).

Die sich zuspitzende Krise bei Evergrande führte am Montag bereits zu schweren Verlusten an der Hongkonger Börse. Nach der anhaltenden Talfahrt in den vergangenen Tagen und Wochen brach die Evergrande-Aktie weiter massiv ein. Auch andere chinesische Immobilien- und Finanztitel lagen tief im Minus - wegen der Ängste, die Krise könnte sich auch auf andere Unternehmen ausweiten.

Anleger befürchten, dass der hoch verschuldete Konzern fällige Zahlungen nicht bedienen kann. Das Unternehmen hat einen 305 Milliarden US-Dollar schweren Schuldenberg aufgetürmt. Insidern zufolge bildeten einige Gläubiger Rückstellungen für Kreditausfälle, während andere Fristverlängerungen einräumten, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.

Mit Blick auf die UBS steht zudem auch noch in einer Woche das Urteil des Berufungsgerichts zum Rechtsstreit in Frankreich an - mit einer möglichen Busse in Milliardenhöhe. Der Grossbank wird Steuerbetrug und Geldwäscherei vorgeworfen.

Im Berufungsprozess hatte die französische Staatsanwalt im März wegen der vorgeworfenen Steuervergehen die Maximalstrafe bei 2,2 Milliarden Euro festgelegt und eine Busse von "mindestens 2 Milliarden Euro" gefordert. Zudem forderte der französische Staat als Nebenkläger eine Milliarde Euro als Schadenersatz.

ys/ra

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pirelli
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Elias hat am 20.09.2021 11:23

Elias hat am 20.09.2021 11:23 geschrieben:

Wo sind eigentlich die Endloszukäufer?

bin kein endloszukäufer, aber heute mal ein erstkäufer

save the world, its the only planet with chocolate...

alpenland
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wer hat diese Bonds von Evergrande ?

haben die CH Banken viele von diesen "hochrentablen" Bonds in ihren eigenen Portfolios ?
wurden schon irgendwo Zahlen bekannt ?

Wenn nein, ist ja das direkte Risiko nicht so hoch.

Nach etwas "Pein" wird China die Firma nich in Konkurs schicken (ist anzunehmen).

 

Elias
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CS hat noch vergangenes Jahr Evergrande-Bonds verkauft

Credit Suisse hat noch vergangenes Jahr Evergrande-Bonds verkauft

Die Grossbank Credit Suisse hat laut einem Zeitungsbericht noch vergangenes Jahr in ihrem Besitz verbleibende Schuldpapiere des angeschlagenen chinesischen Immobilienkonzern Evergrande verkauft.

25.09.2021 08:39

Insgesamt habe die CS als Investment Bank die Emission von Evergrande-Bonds über 4,6 Milliarden Dollar arrangiert, schreibt die "Financial Times" am Freitag in ihrer Online-Ausgabe. Zum letzten Mal hatte die Schweizer Grossbank Evergrande im Januar 2020 bei einer Emission unterstützt, wie ein Insider bestätigt. Auch die Konkurrentin UBS hatte in den vergangenen Jahren für den chinesischen Immobilienkonzern die Ausgabe von Obligationen arrangiert.

Die Berichte über Verkäufe von Evergrande-Bonds durch die Grossbank wurden bei der CS am Freitag auf AWP-Anfrage nicht kommentiert. "Die Credit Suisse ist kein bestehender Kreditgeber von Evergrande und die Bank hat kein direktes Kreditengagement gegenüber dem Unternehmen", hiess es bei der Grossbank lediglich.

Wie die FT weiter schreibt, soll die CS Ende 2018 ein Kreditbegehren des Evergrande-Präsidenten Hui Ka Yuan über 1 Milliarde Dollar abgelehnt haben. Hui, damals der drittreichste Mann Chinas, habe mit dem Darlehen neu ausgegebenen Evergrande-Anleihen kaufen wollen, die als Sicherheit dienen sollten. Das sei vom CS-Risikomanagement allerdings als "zirkuläre Finanzierung" abgelehnt worden. Auch habe bereits damals die hohe Verschuldung von Evergrande für Unruhe gesorgt.

*shok* Die CS war während Jahren ein wichtiger Lead Manager bei der Emission von Evergrande-Anleihen gewesen.

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CS-Verwaltungsratspräsident

CS-Verwaltungsratspräsident will Konzernchef Gottstein nicht auswechseln

Der neue Credit Suisse-Verwaltungsratspräsident, Antonio Horta-Osorio, hat Spekulationen über einen Wechsel an der Spitze der Grossbank erneut zurückgewiesen.

26.09.2021 16:01

Er wolle Konzernchef Thomas Gottstein nicht auswechseln, sagte Horta-Osorio in einem Interview mit dem "SonntagsBlick". Auch habe er keine Pläne, selber die operative Führung zu übernehmen, sagte der Verwaltungsratspräsident weiter. Die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times" hatte in der Vorwoche unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen geschrieben, Horta-Osorio plane die Rolle des CEO anstelle von Thomas Gottstein einzunehmen.

Woher die Gerüchte kämen, wisse er nicht, sagte Horta-Osorio nun in dem gemeinsamen Interview mit Thomas Gottstein im "SonntagsBlick": Ich kann nur mit Bestimmtheit sagen, dass Thomas Gottstein das volle Vertrauen des Verwaltungsrates hat. Thomas hat 22 Jahre Erfahrung in der Vermögensverwaltung und im Investmentbanking. In der schwierigen Phase, durch die die Bank zuletzt ging, stellte er seine Führungsqualitäten eindrücklich unter Beweis. Er ist der richtige Mann für die strategische Neuausrichtung der Bank."

Damit stärkt Horta-Osorio seinem in die Kritik geratenen CEO bereits zum zweiten Mal den Rücken: Bereits am Donnerstag hatte er in einem "Bilanz"-Artikel solche Ambitionen in Abrede gestellt.

Keine vergleichbaren Fälle gefunden

Gottstein seinerseits sagte im "SonntagsBlick": In der gegenwärtig kritischen Phase sei es extrem wichtig, dass der Präsident des Verwaltungsrates und der CEO eng zusammenarbeiten und harmonieren würden. "Antonio übernahm sein Amt in einer Zeit, als die Fälle Greensill und Archegos die Bank erschütterten. Wir setzen alles daran, die richtigen Lehren daraus zu ziehen."

"Wir haben die Bilanz Zeile für Zeile und Division für Division analysiert. Mit Greensill oder Archegos vergleichbare Fälle haben wir keine gefunden", sagte Gottstein weiter. Dank der Risikoanalyse und den vorgenommenen personellen Wechseln stehe die Bank heute besser da als zuvor.

Risikoappetit zügeln

Horta-Osorio betonte: "Mein Mantra lautet, dass jeder Banker ein Risikomanager sein muss. Sorgfalt und klare Verantwortlichkeiten sind entscheidend. Hier müssen wir uns verbessern. Die CS braucht einen Kulturwandel."

Die Richtung stimme, sagte der Verwaltungsratspräsident. "Die Bank konnte den Verlust von 5,5 Milliarden Dollar durch Archegos verkraften und nahm 2 Milliarden an neuem Kapital auf. Sie ist sehr robust und verfügt über höhere Kapitalpolster als zuvor."

"Wir müssen den Risikoappetit zügeln und die Anreize richtig setzen", sagte Horta-Osorio. Auch die Personalpolitik sei wichtig. "Wir fördern intern die Leute, die diese Werte teilen und Vorbilder für andere sind. Dasselbe gilt für Leute, die wir von aussen holen." Im Bereich Risikomanagement seien bereits umfangreiche Massnahmen umgesetzt worden, damit sich die Ereignisse nicht wiederholen würden.

(AWP)

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Credit Suisse ernennt Interim

Credit Suisse ernennt Interim-Chefs für internes Audit

Die Credit Suisse hat einem Memo zufolge die Leitung des internen Audits interimistisch geregelt. Nitesh Patel und Roger Senteler übernehmen ab 1. Oktober bis auf weiteres die Leitung des Bereichs.

30.09.2021 15:28

Dies hiess es am Donnerstag in einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Mitteilung von Verwaltungsrat Richard Meddings an die Mitarbeitenden der Grossbank hiess. Beide Manager sind in leitenden Positionen im Audit der Credit Suisse tätig. Das Institut bestätigte die Neubesetzung.

Ein definitiver Nachfolger für den bisherigen Audit-Chef Rafael Lopez Lorenzo soll zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden, hiess es in dem Memo weiter. Lopez Lorenzo übernimmt am 1. Oktober die Position des Chief Compliance Officer. Die Credit Suisse hat nach den milliardenteuren Fehlschlägen mit dem Hedgefonds Archegos und der Finanzboutique Greensill Schlüsselpositionen wie beispielsweise den Risikochef neu besetzt. Zudem soll der Verwaltungsrat mit zwei Risikoexperten verstärkt werden.

(AWP)

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Elias
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Durchsuchungen bei CS wegen Greensill

Durchsuchungen bei CS im Zusammenhang mit Greensill

Credit Suisse könnte gegen Wettbewerbsgesetze verstossen haben. In den Büroräumen der Bank hat die Behörde Daten gesichert.

(Reuters) Die Pleite der britisch-australischen Finanzgesellschaft Greensill Capital schlägt in der Schweiz weiter Wellen. Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft teilte am Sonntag auf Reuters-Anfrage mit, in der Angelegenheit sei ein Strafantrag wegen Verstosses gegen Wettbewerbs-Gesetze gestellt worden. Für weitere Auskünfte verwies die Behörde auf die Oberstaatsanwaltschaft Zürich. Von den Verwaltern von Greensill war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Die «Neuer Zürcher Zeitung am Sonntag» berichtete, dass vergangene Woche Büros der Grosbank der Credit Suisse im Zusammenhang mit der Greensill-Pleite durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt wurden. Das Blatt schrieb unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, dass nicht gegen aktive und ehemalige Mitarbeiter der Schweizer Grossbank ermittelt werde.

Credit Suisse bestätigte Reuters am Sonntag die Hausdurchsuchungen. «Im Rahmen eines behördlichen Verfahrens, das sich nicht gegen die Credit Suisse richtet, hat es Datensicherungen (…) gegeben», teilte das Bankhaus mit. Credit Suisse kooperiere mit den Behörden und werde bis auf Weiteres nicht weiter dazu Stellung nehmen, weil es sich um ein laufendes Verfahren handele.

Credit Suisse hatte im Frühjahr einen Schlussstrich unter die Fonds-Zusammenarbeit mit Greensill gezogen. Sie löste vier gemeinsam betriebene Lieferketten-Finanzierungs-Fonds mit einem Gesamtvolumen von rund zehn Mrd. $ auf. Die Gelder aus der Abwicklung gehen an die Anleger. Vergangene Woche sollten Liquidationserlöse von insgesamt rund 400 Mio. $ an die Investoren gehen, hatte Credit Suisse vergangenen Montag mitgeteilt. Mit dieser fünften Ausschüttungs-Tranche steige die Summe der zurückgeführten Mittel auf rund sieben Mrd. $.

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alpenland
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raus aus Techs -> rein in Banken

die Techs sind (zu)hoch bewerte,
m.E. steigen die "Grossen" um in Bankwerte/Finanzwerte.
(gelesen/gehört irgendwo in einem Beitrag).

Elias
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Jefferies hält 7 Franken für möglich

US-Investmentbank: Credit Suisse dürfte weitere Marktanteile verloren haben

Die US-Investmentbank Jefferies warnt davor, dass das SMI-Schlusslicht Credit Suisse im dritten Quartal erneut Marktanteile verloren haben könnte.

Die Aktie der Credit Suisse konnte in den vergangenen Tagen zwar etwas Boden gutgemacht. Mit einem satten Minus von gut 15 Prozent seit Jahresbeginn wird der kleineren der beiden Schweizer Grossbanken allerdings noch immer die wenig ruhmreiche Rolle des diesjährigen SMI-Schlusslichts zuteil. Zum Vergleich: Die Aktie der ewigen Erzrivalin UBS kostete zuletzt fast 24 Prozent mehr als Anfang Januar.

Ein Kauf sei die Credit-Suisse-Aktie deswegen trotzdem nicht, wie die US-Investmentbank Jefferies festhält. Sie warnt davor, dass die Credit Suisse auch im dritten Quartal Marktanteile verloren haben könnte und stützt sich dabei auf Erhebungen der Beratungsfirma Dealogic ab. Wie diese zeigen, konnte die Grossbank zuletzt weder im Geschäft mit Kapitalmarkttransaktionen, noch in jenem mit Firmenübernahmen und –fusionen mit anderen Anbietern Schritt halten.

Jefferies hält Kurse von 7 Franken für möglich

Hinzu komme, dass sich die Credit Suisse nach den milliardenschweren Verlusten mit dem Investmentvehikel Archegos bewusst einer Reduktion von Geschäftsrisiken verschrieben habe. Auch das schlage negativ auf die Ertragsentwicklung durch, so Jefferies weiter.

Amerikanische Grossbank: Credit Suisse ist mit der heutigen Strategie grandios gescheitert

Die US-Investmentbank bleibt mit ihren Gewinnschätzungen deshalb um bis zu 5 Prozent unter den durchschnittlichen Annahmen anderer Banken. Dieser Umstand spiegelt sich auch im "Hold" lautenden Anlageurteil sowie im Kursziel von 10 Franken für die Aktie wider. Im ungünstigsten Fall sieht man ihr Kurs bei Jefferies gar auf 7 Franken fallen.

Quartalszahlen dürften Klarheit schaffen

Dem widerspricht die britische Barclays entschieden. Sie gibt den Aktie mit "Overweight" und einem Kursziel von 12,50 Franken ganz klar den Vorzug gegenüber jener der UBS. Letztere wird mit "Underweight" und einem Kursziel von 15 (zuvor 14,50) Franken eingestuft.

Doch auch Barclays räumt ein, dass von den anstehenden Drittquartalszahlen der Credit Suisse wichtige Signale für die Börse ausgehen werden. Allerdings werden sich die Aktionärinnen und Aktionäre noch bis zum 4. November gedulden müssen. Erst dann wird die Grossbank nämlich über die Geschäftsentwicklung für die Zeit zwischen Anfang Juli und Ende September berichten. An diesem Tag wird sich auch zeigen, ob die Warnung vor weiteren Marktanteilsverlusten wirklich gerechtfertigt ist.

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am Beispiel von JPM +43% Ertrag

sollte doch wohl auch hier was drinliegen

und im Gegensatz zu den Amibanken haben wir die Erholung noch vor uns.

alpenland
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ein Problem bald vom Tisch

CS offenbar kurz vor US-Einigung in Mosambik-Affäre

London/Zürich (awp) - Die Credit Suisse soll laut einem Medienbericht kurz vor einer Einigung mit der US-Regierung im Streit um Kredite an den Staat Mosambik stehen. Die Gespräche zwischen der US-Justiz und der Bank würden eine Vereinbarung über einen Aufschub der Strafverfolgung (deferred prosecution agreement) sowie eine Geldstrafe beinhalten, schreibt "Bloomberg" am Dienstag unter Berufung auf mehrere mit der Sache vertraute Personen.
Die Vereinbarung dürfte bereits am Dienstag bekannt gegeben werden, heisst es in dem Artikel weiter. Die Credit Suisse wollte die Angelegenheit auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.
Der Deal wäre das nächste Kapitel in einem seit Jahren andauernden Justiz-Marathon. Er würde die in den USA hängige strafrechtliche Untersuchung bezüglich der Rolle der CS in dem 2 Milliarden Dollar schweren Anleihenskandal in Mosambik beenden.

alpenland
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ist alles bekannt, die Frage ist...

Ist der Leichenkeller nun endlich ausgeräumt ??????????????

Elias
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CS holt neuen Asset-Management-Finanzchef von UBS

CS holt neuen Asset-Management-Finanzchef von UBS

Dierk von Schuckmann, der zuletzt Finanzchef der Asset Management Sparte bei der UBS war wechselt per 1. November zur CS.

(Reuters) Im Asset Management der Credit Suisse (CSGN 9.81 -0.67%) nimmt Divisionsleiter Ulrich Körner eine Management-Rochade vor. Dierk von Schuckmann werde zum 1. November Finanzchef der Sparte, sagte ein Sprecher der Schweizer Grossbank am Mittwoch. Von Schuckmann komme von der UBS (UBSG 16.67 +0.6%), wo er zuletzt dieselbe Funktion bekleidete. Vor seinen zehn Jahren bei der UBS hatte er auch bei den Investmentbanken Merrill Lynch, Donaldson Lufkin & Jenrette sowie Salomon Smith Barney gearbeitet.

Von Schuckmann ersetze Michael Rongetti. Dieser werde neuer Leiter des Asset Managements in Amerika. Michael Levin, der bisher sowohl das Geschäft in Amerika als auch in Asien verantwortet habe, verlasse die Credit Suisse nach zehn Jahren. Min Huang übernehme zusätzlich zu ihrer Funktion als Chefin des Asset Managements in China interimistisch auch die Leitung der Sparte in der gesamten Region Asien-Pazifik.

Der frühere UBS-Spitzenmanager Ulrich Körner hatte im Nachgang zur Greensill-Affäre im Frühling die Leitung des Credit-Suisse-Asset-Managements übernommen. Seitdem hat er mehrere Posten neu besetzt, teilweise mit UBS-Bankern.

Angesichts der Abwicklung von zusammen mit Greensill geführten Fonds und dem milliardenschweren Kollaps des Hedgefonds Archegos hat der neuen Verwaltungsratspräsident Antonio Horta-Osorio den Konzern einer Überprüfung unterzogen. Gegen Ende des Jahres will er eine neue Strategie für die zweitgrösste Bank des Landes vorlegen.

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CS kündigt kurzfristig Investorentag an

Am Donnerstag legt die Grossbank nicht zur Quartalszahlen vor, sondern stellt in London auch die Ergebnisse der Strategieüberprüfung vor.

(AWP) Die Credit Suisse (CSGN 9.53 -0.73%) wird am kommenden Donnerstag (4. November) nicht nur ihr Ergebnis für das dritte Quartal präsentieren, sondern auch einen Investorentag durchführen. Dieser werde ein Update zur Überprüfung der Konzernstrategie geben und folge auf die Präsentation der Q3-Ergebnisse, teilte die Grossbank am Montag mit.

Der Investorentag findet in London statt und ist via Webcast und Telefon-Konferenz zugänglich. Sprechen werden gemäss Programm VR-Präsident António Horta-Osório, CEO Thomas Gottstein, CFO David Mathers und weitere Mitglieder aus der Geschäftsleitung. Die Präsentationen beginnen um 09.45 Uhr CET und enden um 13.45 CET.

Früher als erwartet

Der Strategieupdate kommt eher etwas früher als erwartet. Bisher waren die Ergebnisse der Strategie-Überprüfung bis zum Ende des Jahres in Aussicht gestellt worden. Über die neue Strategie von Horta-Osório, der Ende April den langjährigen Präsidenten Urs Rohner an der Spitze des CS-Verwaltungsrats abgehölst hat, wird seit Wochen bereits ausführlich in den Medien spekuliert.

Erwartet wird, dass gewisse Entscheide des früheren CEO Tidjane Thiam rückgängig gemacht werden. So wolle die CS ihre verschiedenen Wealth-Management-Einheiten wieder zu einer einzigen globalen Sparte zusammenlegen, hiess es jüngst beim Finanzportal «Finews». Damit würden die Sparte Internationale Vermögensverwaltung (IWM), das asiatischen Pendant (Sparte APAC) sowie allenfalls Teile der Swiss Universal Banking (SUB) wieder zu einer einzigen Sparte. Dies würde in etwa dem Beispiel der UBS (UBSG 16.65 +0.54%) folgen, die vor einiger Zeit eine einzige Sparte Global Wealth Management geschaffen hat.

Interessant wird auch sein, wer die neue Einheit führen wird. Gemäss Finews wird bzw. wurde das Projekt bankintern von IWM-Chef Philipp Wehle, Yves-Alain Sommerhalder, dem Leiter des Handelsgeschäfts, sowie SUB-Chef André Helfenstein vorangetrieben. Die genannten Personen wären sicher Kandidaten für den Chef-Posten. Allerdings soll mit Francesco De Ferrari (RACE 237.17 +0.9%) auch ein externer Kandidat im Rennen sein. Der einstige Chef des Private Banking der CS in Asien hatte die Bank 2018 verlassen.

Was geschieht mit dem Asset Management?

Von Interesse wird auch sein, was mit der Sparte Asset Management geschieht, die seit Frühling bzw. seit Bekanntwerden der Turbulenzen um die «Lieferketten-Finanzierungsfonds» (Greensill) vom CS- und UBS-Urgestein Ulrich Körner geführt wird. Der Bereich Asset Management wurde per Anfang April aus der Division International Wealth Management ausgegliedert. Die Führung als eigene Division unterstreiche die strategische Bedeutung des Asset-Management-Geschäfts für die Bank und ihre Kundinnen und Kunden, so die Bank damals. Spekuliert wird aber auch, dass die Einheit – da ihr die notwendige Grösse fehlt – verkauft oder mit einem Konkurrenten zusammengeführt wird.

Nicht zuletzt dürfte auch das Investment Banking Teil des Strategie-Updates sein. Die Bank hat hier im Zusammenhang mit der Archegos-Pleite, welche die Bank Milliarden gekostet hatte, allerdings bereits im Frühling diversen Anpassungen vorgenommen. So wurde etwa die entsprechende Einheit Prime Brokerage deutlich verkleinert.

 

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jemand hat nachbörslich noch zugelangt !
 
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10.075 10.07 9.90 CHF
Off-ex: 10.12 CHF

 Morgen wird es spannend !

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