Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

59 Kommentare / 0 neu
09.08.2006 22:29
#1
Bild des Benutzers Asterion
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

In den letzten Tagen und Wochen konnte man immer wieder beobachten wie nervös die Märkte sind. Es scheint mir als ob alle mit Cash in der Hand darauf warten wieder voll einzusteigen, aber keiner traut sich.

Unsicherheiten gibt es leider genug:

Politische Krisen (Israel / Libanon, Iran)

knappes, teures Öl (und andere Rohstoffe)

verlangsamendes Wirtschaftswachstum

traditionell schwacher September steht vor der Tür

4-Jahreszyklus Baisse Ängste (1998, 2002, 2006?)

usw.

Das einzige was die Kurse momentan einigermassen stützt sind die guten Unternehmenszahlen.

Was sagt euer Gefühl? Aussteigen, abbauen oder weiter investieren?

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Gruss



Asterion
12.09.2006 15:15
Bild des Benutzers marabu
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Slin wrote:

Dem stimme ich voll und ganz zu! Es wird ja niemand gezwungen hier zu bleiben! Es ist halt viel einfacher zu kritisieren als was konstruktives zu schreiben.

Aber trotzdem.... den Börsenbrief von Marc Faber würde ich auch nicht abonieren.

Gruss SLIN.

Natürlich - im Prinzip richtig. Aber gerade in euphorischen Zeiten sollte man mit beiden Füssen auf dem Boden bleiben und daran denken, dass die Weltwirtschaft im langjährigen Durchschnitt nicht über 3% wächst.

Es sind eben viele Parameter, die auf eine Börsenentwicklung Einfluss nehmen. Aber nicht immer sind alle "eingeschaltet" oder wirken in gleicher Stärke.

12.09.2006 12:14
Bild des Benutzers Jodellady
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Für sowas sind mods da, und werden weiterhin Beiträge editieren, wenn wieder beleidigungen ausgesprochen werden..

also seid friedlich zueinander!

danke

12.09.2006 02:57
Bild des Benutzers Slin
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Dem stimme ich voll und ganz zu! Es wird ja niemand gezwungen hier zu bleiben! Es ist halt viel einfacher zu kritisieren als was konstruktives zu schreiben.

Aber trotzdem.... den Börsenbrief von Marc Faber würde ich auch nicht abonieren.

Gruss SLIN.

11.09.2006 20:28
Bild des Benutzers marabu
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Hans wrote:

<<>>

...na dann kauf bitte, aber ohne dies hier rumzuposaunen, BITTE..sonst verblöden hier noch einige Poster deinetwegen, wäre echt schade - das Niveau ist eh schon bedenklich hier :twisted:

Bitte immer höflich bleiben, auch wenn man einmal - aus welchen Gründen auch immer - unter Stress leidet. Denn trotz allem gibt es wichtigere Dinge als Geld, nicht wahr?

Ich hoffe, es handelt sich bloss um einen Ausrutscher. Ich meinerseits möchte kein Forum benützen, in denen die Schreiber sich gegenseitig bestätigen. Schliesslich handelt es sich bei der Börsenspekulation um keine exakte Wissenschaft. Deshalb ist Meinungsvielfalt wichtig. Smile

11.09.2006 19:07
Bild des Benutzers Hans
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

<<>>

...na dann kauf bitte, aber ohne dies hier rumzuposaunen, BITTE..sonst verblöden hier noch einige Poster deinetwegen, wäre echt schade - das Niveau ist eh schon bedenklich hier :twisted:

Gruss Hans

11.09.2006 10:55
Bild des Benutzers marabu
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Erfahrung

Ich teile die Meinung von sin. Er spricht zweifellos aus Erfahrung. Wer die letzten zwanzig Jahre Wirtschafts-, Börsen- und politisches Geschehen mitverfolgt hat, kennt langsam die "Musik", die aufgelegt wird.

Ein untrügliches Zeichen sind jeweils folgende Ausdrücke: "- Einige Titel haben durchaus noch Potenzial - die Titel sind fair bewertet - die Wirtschaft läuft sehr gut,... etc."

So ein Quatsch: die Börse ist tendenziell optimistisch, nicht pessimistisch, d.h. sämtliche positiven Entwicklungen werden in der Regel vorausgenommen. Aber was sag' ich da, das wisst Ihr natürlich selbst.

Ich überlege, mir ein Userabo für 300$ bei Marc Faber zu kaufen. Wink

11.09.2006 10:23
Bild des Benutzers Friederich
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Vermutlich nervöser Handelstag (9/11).

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

10.09.2006 10:01
Bild des Benutzers learner
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Umsteigen!, meint der Survival-Report

Es gibt noch Schlimmeres.

09.09.2006 23:00
Bild des Benutzers Slin
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Ich würde mich eher als realist betiteln.

09.09.2006 22:33
Bild des Benutzers Kapitalist
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Scheinst mir ein grosser Pessimist zu sein Slin. Lol

Besser reich und gesund als arm und krank!

09.09.2006 20:34
Bild des Benutzers Slin
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Aussagen wie "Der Abschwächung in den USA steht sodann eine anziehende Wirtschaft in Europa und Japan gegenüber....." und "....in Sachen Konsum einen grösseren Nachholbedarf. Zudem ist die Sparquote in der Bundesrepublik laufend gestiegen, die Konsumenten verfügen folglich über genügend Geld..." finde ich absolut lächerlich!

Wenn ein so grosser Handelspartner wie die USA einen Abschwung verzeichnet, wird mit 100% Sicherheit dies auch Europa betreffen. Wie stark, könnte man nur sagen wenn man wüsste wieviel Bestellungen von der Asien Seite eintreffen werden, um den Abschwung der USA zu kompensieren.

Es stimmt, die Sparquote der Deutschen ist gestiegen. Aber was bedeutet das? Wer die Deutsche Mentalität kennt (und die kenne ich sehr gut!), der weiss das ein Bisschen Aufschwung dieses Geld nicht so schnell lockern wird. Genausowenig hat die Steuersenkung was gebracht! In diesem Zusammenhang den Vergleich mit den Amis zu machen ist ja höchst unprofessionell!

Wer sagt eigentlich das bei einem Aufschwung die Arbeitslosenzahlen in Deutschland sinken werden?

1. Grad in Deutschland hütet sich ein Arbeitgeber vor einer zu voreiligen Belegschaftserweiterung, weil der Kündigungsschutz viel zu krass ist. Dies ist einer der Gründe wieso viele Unternehmen ins Ausland (z.B. in die Schweiz) gehen. Dort können sich die Unternehmen viel flexibler dem Markt anpassen.

2. Wenn die Produktivität erhöht wird (z.B. durch neue Maschinen, Arbeitsablauf Verbesserung u.s.w.) dann sinkt die Arbeitslosenquote auch nicht.

soviel dazu.....

Kommen wir zur Immoblase und Rezessionsängste.

Wie wir alle wissen, sind die Immopreise in den USA seit ein paar Monaten am sinken. Verschiedene kleine Provinzbanken hat es schon "Gelupft" weil sie zu viele zahlungsunfähige Kunden hatten.

Wie wir in der letzten Woche erfahren haben, sind die Löhne in den USA gestiegen, dies ist ganz klar eine Inflationäre Entwicklung. Eine weitere Zinserhöhung ist somit also noch nicht ausgeschlossen.

Somit sind Rezessionsängste ganz berechtigt. Jetzt schon von einem Softlanding zu sprechen, wie man es ja schon überall lesen kann, finde ich für völlig übertrieben. Das Platzen der Immoblase wird auch die Grossbanken arg in Leidenschaft ziehen. Die Amis haben immer weniger Kohle, alles basiert auf Schulden. Die Sparquote ist zum erstenmal seit Jahrzehnten negativ, und das in einer Zeit von niedrigzins Politik!

Ich glaube da kommt noch ganz schön was auf uns zu in den nächsten Jahren, vielleicht auch in den nächsten 8-10 Jahren.

Gruss SLIN.

09.09.2006 17:34
Bild des Benutzers Kapitalist
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Es gibt wenig Gründe, Aktien zu verkaufen

Hier ein guter Artikel aus der heutigen FuW:

"Es gibt wenig Gründe, Aktien zu verkaufen

Zu viel Skepsis unter den Anlegern – Unternehmensgewinne sind schneller gewachsen als die Börsenkurse – Ruhig Blut bewahren

Von Andreas Meier

Die Unsicherheit an den Aktienmärkten hat in den vergangenen Wochen wieder zugenommen, obwohl neue Höchst im SPI erreicht wurden, die Kaufbereitschaft also entsprechend rege blieb. Die ambivalente Stimmung spiegelt die gegenwärtige Wirtschaftslage. Diese Woche titelte etwa «Financial Times» auf ihrer Frontseite: «EU mit bestem Wachstum seit sechs Jahren.» Am Tag darauf war an gleicher Stelle zu lesen: «IWF warnt vor starkem weltweitem Abschwung.»

Die Konjunkturaussichten scheinen so nebulös wie seit einigen Jahren nicht mehr. Das ist Wasser auf die Mühlen der Pessimisten: Nachdem weder der gestiegene Ölpreis noch die Inflationsangst dem Markt viel anhaben konnten, haben die Skeptiker den Schreckbegriff Rezession aus der Tasche gezogen und gehen damit nun eifrig hausieren. Der Mix aus hohen Rohstoffpreisen, Inflationsdruck, anziehenden Zinsen, Konsumentenverschuldung (in den USA) und einer möglichen Preiskorrektur an den Immobilienmärkten ist für die Schwarz- und die Grauseher unter den Börsianern derzeit der Giftcocktail, der die Aktienmärkte spürbar unter Druck setzt.

Zeit deshalb, die Dinge ins rechte Licht zu rücken, Negativargumente auf ihren Gehalt abzuklopfen und die Faktoren, die für weiter steigende Aktienkurse sprechen, wieder in Erinnerung zu rufen, aber auch kritisch zu hinterfragen.

Nebulöse Konjunkturaussichten

Es stimmt: In den USA bahnt sich eine Wirtschaftsabschwächung an, die erste seit vier Jahren. Bisher gehörte Amerika zu den am schnellsten wachsenden westlichen Industrieländern und war damit ein gewichtiger Faktor und Taktgeber für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Das globale Wachstum hat in den vergangenen Jahren denn auch ein Tempo erreicht, das seit den frühen Achtzigerjahren nie mehr verzeichnet worden war; 2006 soll die Weltwirtschaft gemäss IWF 5,1% expandieren.

Eine globale Wachstumswende wäre ein einschneidendes Ereignis, das auch die Finanzmärkte nicht kalt lassen würde. Doch bereits hier gilt es, genau hinzusehen und zu differenzieren. Der Zusammenhang Börse und Wirtschaftswachstum ist nämlich nicht so eng, wie gemeinhin angenommen wird. Dass hohes Wachstum immer gleich steigende Kurse bedeuten muss, ist ein Fehlschluss. Das zeigt ein Blick auf die US-Börse in den letzten drei Jahren: Obwohl die Gewinne der S&P-500-Unternehmen seit zwölf Quartalen zweistellig zunehmen, sind die Aktienkurse kaum vom Fleck gekommen.

Ein wichtiger Grund für die zögerliche Börsenentwicklung war der im Sommer 2004 einsetzende Zinsanstieg. Die Zinsen, und auch das zeigt die Vergangenheit, haben mittelfristig den grösseren Einfluss auf die Aktienkurse. Erst auf ganz lange Sicht sind es die Unternehmensgewinne, die dem Börsentrend den Weg weisen. So zeigt sich etwa in den USA, dass Börsenindizes und Unternehmensgewinne in den letzten dreissig Jahren in ähnlichem Umfang gestiegen sind; seit einigen Jahren hinkt der Markt gar der Gewinnentwicklung hinterher.

Kurse gut abgesichert

Die heutigen Kurse sind demnach durch die reale Entwicklung gut abgesichert, solange es keinen markanten Gewinnrückschlag gibt. Doch selbst in diesem Fall könnte es sein, dass die Kurse nur geringfügig nachgeben, denn anders als in den Jahren 2000 und 2001 ist keine Überbewertung zu erkennen. Im Gegenteil: Das erwähnte Nachhinken der Aktienkurse zum Gewinntrend zeigt, dass die US-Anleger sehr vorsichtig gestimmt sind und bereits einen Gewinnrückgang (oder einen markanten Zinsanstieg) in die heutigen Börsenkurse «einpreisen».

Eine solch vorsichtige Haltung der Investoren gab es in der Vergangenheit nicht oft. Nur in den späten Siebzigerjahren und in den frühen Achtzigern lief der Gewinntrend wie heute der Aktienindexentwicklung davon; danach nochmals kurz nach dem Börsencrash von 1987. In den Siebzigern war die Situation allerdings ganz anders als heute. Damals verzeichneten die USA eine rasch steigende Inflation, die ihren Spitzenwert Anfang 1980 mit 15% (!) erreicht hatte. Im Gefolge dessen zog die US-Notenbank die Notbremse und erhöhte die Zinsen massiv auf 18%. Das löste zwei Rezessionen hintereinander aus (1980 und 1982), was die Aktienkurse selbstredend nicht unbeeindruckt liess.

Die vom seinerzeitigen Fed-Chef Paul Volcker initiierte Rosskur bewirkte, dass die Inflation nachliess, womit die Grundlage geschaffen war für die danach folgende, lange andauernde Phase rückläufiger Inflation und sinkender Zinsen – und den Börsenboom der Achtzigerjahre.

Von ähnlich schwierigen Problemen, wie sie sich um 1980 stellten, kann heute keine Rede sein. Die Abschwächungssignale kommen bisher nur aus den USA, und sie sind noch diffus. Betroffen sind auch nur einzelne Wirtschaftssektoren, allen voran die Bauindustrie. Weil zudem der Privatkonsum teilweise auf dem Immobilienboom der letzten Jahre basierte (die Konsumenten haben den höheren Wert ihrer Immobilien genutzt, um die Hypothek zu erhöhen; das so gelöste Geld wurde konsumiert – so lautet jedenfalls die Theorie der Ökonomen, um den in den letzten Jahren trotz fehlender Ersparnisse laufend gestiegenen Konsum in den USA zu erklären), wird auch dort eine Abschwächung erwartet. Bisher ist davon allerdings noch nicht viel sichtbar. Der Detailhandelsverkauf zeigt jedenfalls noch immer grosse Stabilität.

Lichtblicke

Die günstigen Einflussfaktoren für die Wirtschaft sollten nicht vergessen werden: Die Unternehmen sind heute so profitabel wie kaum je zuvor. Die Gewinnmargen sind auf Rekordniveau und die Bilanzen sehr stark. Auch das Bankensystem prosperiert, was ein wichtiger Stabilitätsfaktor ist. Die gute Lage der Unternehmen hat zur Folge, dass die Investitionskraft und – noch wichtiger – die Investitionsbereitschaft hoch bleiben werden. Das könnte einen wichtigen Gegenpol zum möglicherweise nachlassenden Privatkonsum bilden.

Der Abschwächung in den USA steht sodann eine anziehende Wirtschaft in Europa und Japan gegenüber. Nach langer Quasi-Stagnation sind vor allem in Deutschland deutliche Anzeichen eines Aufschwungs zu erkennen. Die Chancen stehen gut, dass er sich fortsetzt, denn die Deutschen haben, im Gegensatz zu den Amerikanern, in Sachen Konsum einen grösseren Nachholbedarf. Zudem ist die Sparquote in der Bundesrepublik laufend gestiegen, die Konsumenten verfügen folglich über genügend Geld. Was fehlt, ist Zuversicht. Die hohe Arbeitslosigkeit war ein wichtiger Faktor in der Konsumzurückhaltung der Deutschen. Doch auch hier sind Entspannungsanzeichen zu beobachten. Der Arbeitsmarkt hinkt der allgemeinen Konjunkturentwicklung hinterher, weshalb es noch eine Weile dauern wird, bis sich das anziehende Wachstum in der Arbeitslosenstatistik niederschlägt.

Weil Europa kaum im grossen Stil Konsumgüter in die USA exportiert (sondern eher Investitionsgüter), dürfte sich eine Konsumschwäche in Übersee nicht automatisch auf Europa rückkoppeln. Deshalb ist es gut möglich, dass in den USA die Wirtschaft abflaut, jedoch in Europa weiter an Stärke gewinnt.

Tieferer Ölpreis, sinkende Zinsen

Eine solche Entwicklung würde insgesamt wohl zu einem etwas moderateren Weltwirtschaftswachstum führen. Das wiederum hätte zur Folge, dass sich die Lage am Rohstoff- und am Ölmarkt beruhigen dürfte. Bereits heute sind am Ölmarkt Schwächeanzeichen zu erkennen; wenn die US-Konjunktur spürbarer zurückfällt, dürfte der Ölpreis weiter erodieren. Auch die Zinspolitik stünde dann wieder auf dem Prüfstand – wenn der Ölpreis sinkt und die Konjunktur stottert, rückt die Zinswende näher. Gut möglich deshalb, dass schon Anfang 2007 die Leitzinsen in den USA wieder gesenkt werden. Wie eingangs erwähnt, würde dies den Aktienmarkt günstig beeinflussen.

Klar ist aber auch, dass Wendezeiten schwierige Phasen sind. Die Anleger sind orientierungslos und schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Sollte die US-Wirtschaft einen über Erwarten ausgeprägten Wachstumseinbruch verzeichnen, würden davon hierzulande vor allem die zyklischen Aktien (etwa Maschinen-, Bau- und Autozuliefervaloren) leiden. Kaum betroffen wären defensive Titel wie Nestlé, Novartis, Roche oder auch die Versicherungen. Wir halten deshalb vorerst noch an unserer Empfehlung von Ende Mai fest, vor allem auf defensive Aktien zu setzen («Korrektur läutet Comeback der Standardwerte ein»; FuW Nr. 41 vom 27. Mai). Das hat sich bisher bewährt. Mit Nestlé und Swiss Re beispielsweise liessen sich seither rund 10% Performance erzielen. Das gilt auch weiterhin: Rückschläge sollten zum Kauf bekannter Standardwerte genutzt werden.

Auf Blue chips setzen

Derzeit scheinen besonders die Versicherungsaktien interessant, allen voran Zurich Financial. Verläuft die Hurrikansaison einigermassen glimpflich, dürfte diesen tief bewerteten Blue chips (Kurs-Gewinn-Verhältnis bezogen auf 2006 von bloss 9) ein goldener Herbst bevorstehen. Gleiches gilt für Swiss Re.

Potenzial haben auch die internationalen Pharmapapiere wie Novartis, Roche, Glaxo Smith Kline oder auch Sanofi-Aventis (trotz Plavix). Unter den Nebenwerten sollten Titel mit ausgesprochener Ausrichtung auf die Schweiz und Europa gewählt werden (etwa Galenica, Vögele, Valora).

Finanz und Wirtschaft vom 9. September 2006"

Besser reich und gesund als arm und krank!

07.09.2006 21:38
Bild des Benutzers Chris
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

@speedy3

da gebe ich dir zu 100% recht. Die Amis sind naiv doch was ist den der SMI? Der SMI ist doch nur noch eine Zahl an der man sieht ob es bei den Amis rauf oder runter geht ! Was denkst du,wird sich das eines Tages wieder ändern?

Eine grössere Korrektur halte ich für nicht wahrscheinlich wenn sich die Amis nicht über Zins oder ähnliches Sorgen machen.Doch ich glaube 70% der Amis wissen gar nicht was genau Zinsen für ein Wort ist und welche Bedeutung es hat Lol

Es ist einfach SEHR Schade das unsere guten und stabielen Titel unter dieser "Weltgrossmacht :shock: " leiden.

Halten wir die Ohren steif und verdienen Geld wenn es uns der grosse Bruder erlaubt BiggrinBiggrinBiggrin !!

Gruss Chris

Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab !

06.09.2006 23:57
Bild des Benutzers Speedy3
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Überreaktion

Die Börsianer neigen oft zur Überreaktion.

Jede idiotische Zahl der US-Wirtschaftsstatistiker wird in seiner

Tendenz überbewertet und entsprechend wird an der Börse

überreagiert. Die Amis sind da absolute Hirsche.

Gestern war die Zinsangst verflogen, heute machen sich

wieder alle ins Hemd deswegen.

Dabei wäre man wohl gut beraten, eine durchschnittliche Grund-

tendenz aus all den Zahlen rauszulesen, als jeden Tag

panisch auf irgend eine Käszahl zu reagieren.

Das die US-Wirtschaft sehr gut läuft und durch die aktuelle

Zinspolitik nur eine kleine Delle erhält und keine Rezession

eintrifft, ist bereits bewiesen. Die Abnahme des Immobilienmarktes,

die nur 5% der US-Wirtschaft ausmacht und der Rückgang der

letzten Inflationszahlen wie auch der markante Rückgang des Ölpreises

werden die FED garantiert dazu veranlassen, eine Zinspause einzulegen.

Also Sarahfrei, ich würde die Sache locker angehen, die Börsianer

müssen ja mit Ihrem Rauf und Runter auch ihren Spiel- und Gewinntrieb

befriedigen können, aber die Grundtendenz auf den Herbst sieht

positiv aus. Ich rechne damit, dass der DJIA vor Ende Jahr die 12'000 Grenze

knackt.

06.09.2006 22:48
Bild des Benutzers HOTZENPLOTZ
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Kommentare: 920
Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Kann mich vontobel voll und ganz anschliessen, inkl. der Belehrung. Wink

Quote:

sarahfrei: Habe den Eindruck am besten geht es der Börse wenn die Entwicklung flach verläuft und der Feed nicht eingreifen muss, oder will.

Is doch langweilig. Ein bisschen rauf und runter macht das Ganze doch erst spannend.

Greez Hotzenplotz

-=[ Alles wird gut... ]=-

06.09.2006 22:41
Bild des Benutzers Vontobel
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Hmmm...obwohl wir derzeit auf einem ziemlich hohen Niveau sind, empfinde ich die Märkte als sehr stabil. Kann mir zwar morgen Abgaben vorstellen, aber denke nicht, dass wir in den nächsten Tagen schlimme Kurseinbrüche erleben werden.

Aber ich wurde von der Börse schon des öfteren belehrt...von dem her Biggrin

Take it easy.

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06.09.2006 22:34
Bild des Benutzers sarahfrei
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Geht es wieder von neuem los.

-Zinsängste

- Unsicherherheiten

Habe den Eindruck am besten geht es der Börse wenn die Entwicklung

flach verläuft und der Feed nicht eingreifen muss, oder will.

Werden wir wieder eine Korrektur hienneheen müssen ?

Was ist Eure Meinung ?

06.09.2006 20:15
Bild des Benutzers Jodellady
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Weiss nicht genau, wo am "schnellsten" die News verbreitet wird (reuters/bloomberg?)

der immobilienmarkt beinhaltet auch das "beige book"...

06.09.2006 20:08
Bild des Benutzers Vontobel
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Beige Book

Im "Beige Book" berichten die zwölf regionalen Zentralbanken der USA über die Wirtschaftsaktivitäten in ihrer Region. Das 50 Seiten starke Werk setzt sich zusammen aus den einzelnen Berichten über die Regionen und einer Zusammenfassung, die ein Bild von der konjunkturellen Lage der Volkswirtschaft geben soll. Es erscheint acht Mal pro Jahr, und zwar jeweils zwei Wochen vor der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Zentralbank (FOMC).

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06.09.2006 19:58
Bild des Benutzers Vontobel
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Wo finde ich diese Infos Manu? bzgl. Beige Book...

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06.09.2006 19:56
Bild des Benutzers Jodellady
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Bin auf das Beige-Book gespannt, das in 4 Minuten veröffentlich wird Wink

Es entscheidet wohl den morgigen Börsen-Tag

04.09.2006 23:19
Bild des Benutzers Vontobel
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Hat schon was Chris...nur eben...eine Korrektur kanns jederzeit geben...einmal bad news und wir sind weg vom Fenster...

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04.09.2006 23:08
Bild des Benutzers Chris
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

@marabu

...und das was alle erwarten wird nicht eintreffen !!!!!!! :evil:

Es warten alle auf eine Korrektur,einen Crash um billig einzukaufen.Wir sind ja schliesslich jetzt alle schlau nach den letzten Jahren und wissen ja jetzt alle ganau wie wir uns verhalten müssen,ODER ???

Das was wir denken wird nicht sein ist meine Meinung Lol

Gruss Chris

Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab !

04.09.2006 21:32
Bild des Benutzers marabu
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Ich laufe offene Türen ein...

Da es andere bereits gesagt haben: Die Börse wird in Kürze abtauchen "müssen". Sie wird jetzt nur den den Trigger suchen, welcher einen kräftigen Downmove erklären darf.

Die Frage ist nur: In drei Tagen, zwei Wochen??? :roll:

Ich habe Cash frei gemacht und warte ab, bis sich die Börsen dann ausgek...t haben

:roll:

29.08.2006 11:28
Bild des Benutzers laut
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

So, Mädels, neues Jahreshöchst!!! :idea:

15.08.2006 22:56
Bild des Benutzers Hans
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

...wer ist schon Guru = Schimpfwort :?:

...die Aussage stimmt mehrheitlich, manchmal kommt's dann auch vor, dass nachgeholfen wird von grossen "Häusern", indem man genau am Widerstand noch einige Meldungen streut, wie zB. Halbleiterbranche abstraft oder sonst ein Gag...

...Amis sind eh alles Lemminge die Analysten hinterher hecheln - die kaufen jeden Schrott oder verkaufen die beste Aktie wenn irgend ein Heini oder Mad Dog Cramer was rauslässt LolLolLol

sarahfrei wrote:

Im Günstigsten Moment aussteigen, d.h. Gewinne Realisieren, oder dabei bleiben ist glaube immer ein Thema.

Dies vor allem bei Aktien mit grossen schwankungen.

Ich versuche mich einerseits an die allgemeine Stimmung und technisch

Analysen zu orientieren. (Bin kein Profi sondern ehemaliger Maschinenbauer, welcher eine Logik herauslesen will.)

Beispiel: Swissquote Equity Analyzer sagt einen Wiedestand des NAS/NMS COMPOSITE von 2119.01 mit Zyklenaussage "Die Aktie befindet sich aktuell in der letzten Phase eines mittelfristigen Abwärtstrends"

Meine Reaktion könnte sein:

- Unsicherheit immer noch vorhanden

- Technischer Deckel erreicht

--> Gewinnmitnahme

Wie sehen dies die Gurus von welchen es scheinbar viele gibt.

Gruss Hans

15.08.2006 22:28
Bild des Benutzers sarahfrei
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Kommentare: 131
Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Im Günstigsten Moment aussteigen, d.h. Gewinne Realisieren, oder dabei bleiben ist glaube immer ein Thema.

Dies vor allem bei Aktien mit grossen schwankungen.

Ich versuche mich einerseits an die allgemeine Stimmung und technisch

Analysen zu orientieren. (Bin kein Profi sondern ehemaliger Maschinenbauer, welcher eine Logik herauslesen will.)

Beispiel: Swissquote Equity Analyzer sagt einen Wiedestand des NAS/NMS COMPOSITE von 2119.01 mit Zyklenaussage "Die Aktie befindet sich aktuell in der letzten Phase eines mittelfristigen Abwärtstrends"

Meine Reaktion könnte sein:

- Unsicherheit immer noch vorhanden

- Technischer Deckel erreicht

--> Gewinnmitnahme

Wie sehen dies die Gurus von welchen es scheinbar viele gibt.

15.08.2006 22:21
Bild des Benutzers Vontobel
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Last

11'229.86

(15.08./22:03) Change

+131.99 (+1.19%)

Schöner Schluss.

Du ich hab gelernt, dass es jederzeit sofort drehen kann. Warten wir mal ab.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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15.08.2006 22:06
Bild des Benutzers Chris
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Der SMI wagt morgen kaum eine korrektur nach unten da noch Zahlen von Amerika erwartet werden.Fallen die auch noch gut aus wird es noch besser Lol

Doch der Nachtag könnte weh machen.

Gruss Chris

Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab !

15.08.2006 21:21
Bild des Benutzers Vontobel
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Ist jetzt die Zeit um auszusteigen?

Scheinbar legt er noch einen drauf Smile

Last

11'216.98

(15.08./20:59) Change

+119.11 (+1.07%)

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