Julius Bär

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26.04.2007 09:56
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Julius Bär

was ist mit bär los? -50%??

Valor: 
10248496 - Julius Baer Gruppe
vor 12 Stunden 31 Minuten
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Moody's attestiert Julius Bär einen besseren Ausblick

Die Agentur Moody's hat ihr Rating für die Julius-Bär-Gruppe bestätigt, dabei aber den Ausblick auf «stabil» von «negativ» angehoben.

Das Langfrist-Rating werde bei A3 belassen, hiess es in einer Mitteilung vom Montagabend. Der optimistischer Ausblick wurde mit der höheren Ertragskraft der Gesellschaft und der verbesserten Fähigkeit begründet, externen Schocks zu widerstehen.

Er gilt auch für das Rating der eigentlichen Bank und nicht nur für jenes der Gruppe, wie es weiter hiess. Besser sei der Ausblick ausserdem, weil Julius Bär nach der Einigung mit dem US-Justizministerium nun über ein geringeres Risikoprofil verfüge.

(AWP)

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17.11.2016 08:13
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Julius Bär steigert Kundenvermögen stärker als erwartet

Die Vermögensverwaltungsgruppe Julius Bär weist per Ende Oktober 327 Milliarden Franken verwaltete Vermögen aus. Das ist mehr als vom Markt erwartet. Vorbörslich legt die Aktie 1,1 Prozent zu.

Die Julius Bär Gruppe hat per Ende Oktober 2016 Vermögen (AuM) 327 Mrd CHF verwaltet, gegenüber 311 Mrd CHF per Ende Juni. Dies entspreche einem Rekordwert, wie Julius Bär am Donnerstag in einem Zwischenbericht zu den ersten zehn Monaten mitteilte. Der annualisierte Netto-Neugeldzufluss lag bei knapp 4 Prozent und damit am unteren Ende des mittelfristigen Zielbereichs von 4-6 Prozent. Seit Ende 2015 nahmen die verwalteten Vermögen um 27 Mrd oder um 9 Prozent zu.

Die Entwicklung der verwalteten Vermögen seit Jahresbeginn war gemäss Mitteilung geprägt von anhaltenden Netto-Neugeldzuflüssen, einer positiven Marktentwicklung, der per 1. April 2016 erstmaligen Konsolidierung von Kairos Investment Management SpA (Kairos) mit verwalteten Vermögen von knapp 9 Mrd CHF sowie der Akquisition der Commerzbank International S.A. Luxembourg (CISAL) mit verwalteten Vermögen von fast 3 Mrd. Analysten (AWP-Konsens) hatten mit verwalteten Vermögen von lediglich 320 Mrd gerechnet.

Diese positiven Faktoren seien teilweise beeinträchtigt worden durch negative Währungseinflüsse, hauptsächlich aufgrund der Frankenstärke gegenüber dem Britischen Pfund und dem US-Dollar, so Julius Bär weiter.

Bruttomarge tiefer

Mit Ausnahme von Lateinamerika hätten alle Regionen zum Nettoneugeldwachstum beigetragen. Basierend auf den Neueinstellungen von Kundenberatern und den aktuellen Aussichten für das Netto-Neufeld werde erwartet, dass sich dieses im Jahr 2017 verbessern und klar im Zielbereich von 4-6 Prozent liegen werde, heisst es weiter.

Die Kundentransaktionsvolumina dagegen haben trotz leichten Verbesserungen in Asien in den vier Monaten seit Ende Juni deutlich abgenommen. Die Bruttomarge verringerte sich infolgedessen in den ersten zehn Monaten auf knapp über 91 Basispunkte (BP), verglichen mit knapp 95 BP im Halbjahr 2016.

Der Margenrückgang habe durch Fortschritte bei den Kostensenkungsmassnahmen und dank positiven Auswirkungen aus einer Änderung des Pensionskassenplans in der Schweiz weitgehend kompensiert werden können. In der Folge lag die Cost/Income Ratio in den ersten zehn Monaten 2016 knapp am oberen Ende des Zielbereichs von 64-68 Prozent, den die Gruppe mittelfristig erreichen will.

Die Kapitalisierung bleibt weiterhin solid. Ende September 2016 betrugen die BIZ Gesamtkapitalquote 18,2 Prozent und die BIZ Kernkapitalquote (CET1) bei 16,2 Prozent. Damit seien die minimal angestrebten Zielwerte der Gruppe übertroffen worden, heisst es.

(AWP)

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27.09.2016 10:46
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Julius Bär legt Rechtsstreit in Singapur bei
27.09.2016 10:03

(Ergänzt mit Analystenkommentar und Aktienkurs)

Zürich (awp) - Julius Bär hat einen Streit über eine Schadenersatzklage in Singapur für sich entschieden. Der Fall sei in Übereinstimmung verworfen und für die Privatbank abgeschlossen worden, heisst es in einer Mitteilung des Instituts vom Dienstag. Die Kosten trägt der High Court von Singapur.

Zwei ehemalige Kunden hätten die Niederlassung des Vermögensverwalters in Singapur sowie einen ehemaligen Relationship Manager auf 94 Mio SGD und 186 Mio HKD eingeklagt, hatte Julius Bär bereits vor drei Jahren mitgeteilt. Die zwei Kläger machten laut damaliger Mitteilung geltend, dass sie bei Transaktionen in den Jahren 2007 und 2008 zu Schaden gekommen seien und erhoben gleich eine ganze Reihe von Vorwürfen. Diese bestritt Julius Bär bereits damals.

Damit sei wieder eine Kuh vom Eis, hält Michael Kunz, Analyst bei der ZKB, fest. Verglichen mit anderen Rechtshändeln im Bankenbereich sei dieser Fall in Singapur allerdings von relativ kleinem Gewicht. Nichtsdestotrotz sei es eine gute Nachricht, dass Julius Bär diesen Fall nun vom Tisch habe. Für eine spürbare und länger anhaltende Aktienkursreaktion dürfte er aber zu geringfügig sein, ist Kunz überzeugt

Am Dienstagmorgen stützt die Nachricht den Aktkienkurs auf jeden Fall nicht. Julius Bär verlieren bis gegen 9.50 Uhr 1,1% auf 39,32 CHF und bilden damit das Schlusslicht im SMI. Allerdings tendieren sämtliche Bankenvaloren am Dienstag schwächer.

ys/sig/ra

(AWP)

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19.07.2016 08:15
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Julius Bär mit neuer Organisation

Die Bank Julius Bär gibt sich eine neue Organisation und besetzt mehrere Posten in der Geschäftsleitung neu.

Philipp Rickenbacher ist zum Leiter Advisory Solutions und Nic Dreckmann zum neuen Chief Operating Officer (COO) der Bank ernannt worden. Dagegen verlässt Barend Fruithof, Leiter Schweiz & Global Custody, die Bank, und Geschäftsleitungsmitglied Giovanni Flury tritt in den Ruhestand, wie die Vermögensverwalterin am Dienstag mitteilte.

Die neue Struktur der Julius Bär umfasst künftig fünf Regionen: Neu gibt es die Regionen Europa sowie Emerging Markets, dazu kommen die bereits bestehenden Regionen Schweiz, Lateinamerika und Asien-Pazifik. Von den Änderungen in den verschiedenen Märkten innerhalb der neuen Regionenstruktur sowie den Anpassungen in den Produkteeinheiten und Corporate Functions würden die Kunden profitieren, gibt sich die Bank in der Mitteilung überzeugt. Zudem werde die Effizienz gesteigert.

Alle neuen Positionen hätten intern besetzt werden können, betont die Bank weiter. Die Region Schweiz wird von Gian Rossi geleitet, der derzeit der Region Nord-, Zentral- und Osteuropa vorsteht. Der bisherige Leiter der Region Schweiz & Global Custody und Geschäftsleitungs-Mitglied, Barend Fruithof, verlässt die Bank aufgrund "unterschiedlicher Vorstellungen über die organisatorischen Änderungen der Regionenstruktur". Er hatte den Posten erst im Oktober 2015 angetreten.

Bisheriger COO zieht es zurück in die Staaten

Die neue Region Europa - ohne Zentral- und Osteuropa, einschliesslich Israel - wird aus Luxemburg von Yves Robert-Charrue geführt, derzeit zuständig für das Intermediaries-Geschäft. Die neu gebildete Region Emerging Markets wird künftig von Dubai aus von Rémy Bersier geführt, dem derzeitigen Leiter der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika.

Die strategische Ausrichtung der Einheit Investment Solutions Group soll künftig "noch stärker auf ein verbessertes Dienstleistungsangebot ausgerichtet" werden und wird per Anfang August 2016 in Advisory Solutions umbenannt und unter die Führung von Philipp Rickenbacher gestellt, aktuell Leiter Strukturierte Produkte. Rickenbacher wird gleichzeitig zum Mitglied der Geschäftsleitung der Bank.

Der neue COO Nic Dreckmann löst in dem Amt Gregory F. Gatesman, ab der 2012 von der Bank of America Merrill Lynch zu Julius Bär kam und in die USA zurückkehren will. Dreckmann ist derzeit verantwortlich für die technologische Transformation bei Julius Bär und hat laut Mitteilung zur Integration des International-Wealth-Management-Geschäfts (IWM) von Merrill Lynch beigetragen.

(AWP)

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05.07.2016 08:19
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Julius Bär schliesst Übernahme der Commerzbank International Luxembourg ab
04.07.2016 18:28

(Um Angaben einer Sprecherin ergänzt)

Zürich (awp) - Die Vermögensverwalterin Julius Bär hat den im Dezember 2015 angekündigten Kauf der Commerzbank International S.A. Luxembourg (CISAL) abgeschlossen. Das erworbene Unternehmen werde in Zukunft unter dem Namen Bank Julius Baer Luxembourg S.A. tätig sein. Die Einheit werde vom ehemaligen CISAL-CEO geleitet.

Wie Julius Bär am Montagabend mitteilt, verzeichnet CISAL mit heutigem Datum rund 2,5 Mrd EUR an verwalteten Vermögen und beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Den Übernahmepreis von 78 EUR, darin seien 35 Mio an regulatorischem Kapital eingeschlossen, habe man in bar entrichtet, so Julius Bär. Der Restrukturierungs- und Integrationsaufwand wird auf rund 20 Mio EUR veranschlagt.

Im Dezember 2015 - als die Transaktion angekündigt wurde - war noch von "knapp" 3 Mrd EUR verwalteten Vermögen die Rede und von einem Kaufpreis in Höhe von "rund" 68 Mio EUR.

Der Kaufpreis bleibt im Endeffekt aber der gleiche, betonte eine Sprecherin der Privatbank auf Anfrage von AWP. Der Unterschied liege darin, dass man das Eigenkapital der CISAL Mio EUR mit 10 Mio EUR mehr unterlegt habe, als ursprünglich geplant. Daher habe sich der Anteil des regulatorischem Kapitals am Kaufpreis von 25 Mio auf 35 Mio EUR erhöht.

Die tieferen verwalteten Vermögen liessen sich mit verschiedenen Faktoren erklären, so die Sprecherin weiter. Einerseits habe man während der Due-Diligence-Prüfung beschlossen, "gewisse" Vermögenswerte nicht zu übernehmen. Zudem seien Währungsverschiebungen in den letzten sechs Monaten zu berücksichtigen sowie die im Vergleich zum Dezember 2015 schwächeren Aktienmärkte, was den aktuellen Wert der Assets ebenfalls geschmälert habe.

ra/rw

(AWP)

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19.05.2016 08:19
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Julius Bär legt Sparprogramm auf

Julius Bär ist verhalten ins neue Jahr gestartet. Nun setzt das Management erneut den Rotstift an.

Der Vermögensverwalter hat in den ersten vier Monaten 2016 die verwalteten Vermögen auf einen neuen Höchstwert von 305 Mrd CHF erhöht, dies nach 300 Mrd CHF per Ende 2015. Dabei profitierte die Gruppe von der erstmaligen Konsolidierung der italienischen Vermögensverwalterin Kairos. Bei einem deutlichen Anstieg der Zahl an Kundenberatern hat sich das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechtert. Nun werden noch weitere Einsparungen angestrebt.

Die Netto-Neugeldzuflüsse lagen auf annualisierter Basis bei unter 3 Prozent und damit unter dem Zielwert. Die Bank begründet dies mit dem "anhaltend gedrückten Momentum" in Osteuropa und Lateinamerika, einem "Deleveraging durch Kunden in Asien" sowie mit den Selbstdeklarationen in Frankreich und Italien. Sie rechnet dennoch damit, den selbst gesetzten Zielbereich von 4-6 Prozent im Gesamtjahr noch zu erreichen.

Dank der auf Anfang April erfolgte Konsolidierung der Kairos Investment Management flossen verwaltete Vermögen von knapp 9 Mrd CHF zu. Beeinträchtigt wurden die Vermögen vor allem durch negative Währungseinflüsse - hauptsächlich durch die Frankenstärke gegenüber US-Dollar und britischem Pfund.

Mehr Kundenberater

Die Bruttomarge lag in den ersten vier Monaten dank einer positiven Bewertungsanpassung von 39 Mio CHF an Kairos bei 95 Basispunkten gegenüber 94 BP im Gesamtjahr 2015. Ohne die Anpassung hätte sich die Bruttomarge noch 91 BP betragen - was noch eine Verbesserung gegenüber dem 2. Halbjahr 2015 (88 BP) darstelle, wie Julius Bär betont. So habe sich vor allem der Kundenhandel leicht verbessert.

Durch Neueinstellungen verzeichnete Julius Bär einen Netto-Zuwachs von 30 Kundenberatern. Dies wirkte sich negativ auf die Cost/Income-Ratio aus, die leicht über den Zielbereich von 64-68 Prozent anstieg. Die Investitionen in die Neueinstellung von Kundenberatern sollen bis weit in die zweite Jahreshälfte hinein fortgeführt werden, so die Bank.

Parallel dazu habe die Bank eine Reihe von Kostensenkungsmassnahmen definiert und teilweise bereits umgesetzt - diese sollen im restlichen Jahr 2016 zu Einsparungen von rund 50 Mio CHF führen. Dies solle für 2016 eine Cost/Income Ratio "sehr nahe am mittelfristigen Zielbereich" ermöglichen.

Schätzungen leicht übertroffen

Mit den verwalteten Vermögen (AuM) hat Julius Bär die Schätzungen der Analysten leicht übertroffen. Diese hatten die AuM durchschnittlich bei 302,7 Mrd CHF (AWP-Konsens) erwartet. Zudem hatten sie die Bruttomarge bei 89 Prozent und die Cost-Income-Ratio bei 69 Prozent prognostiziert.

Die BIZ Kernkapitalquote (Tier 1) betrug per Ende April 17,1 Prozent (2015: 19,4 Prozent), die BIZ Gesamtkapitalquote 15,9 Prozent (18,3 Prozent). Weiterhin übertrifft die Gruppe damit ihre Zielwerte von 12 Prozent respektive 15 Prozent deutlich.

(Reuters)

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18.05.2016 15:47
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Ausblick Julius Bär: AuM nach 4 Monaten im Durchschnitt von 303 Mrd CHF erwartet
18.05.2016 14:00

Zürich (awp) - Die Privatbankengruppe Julius Bär wird am kommenden Donnerstag, 19. Mai, einen Zwischenbericht über den Geschäftsverlauf in den ersten vier Monaten 2016 publizieren. Fünf Analysten haben folgende Schätzungen per Ende April:

Per 30.04.2016
In Mrd CHF AWP-Konsens 31.12.2015
Assets under Management: 302,7 299,7

AWP-Konsens 30.04.2015
Bruttomarge (in BP): 89,4 ">100"
Cost/Income-Ratio (in %): 69 "<65-70"
NNM (in%, annualisiert): 4,5 "lower end 4-6%"

FOKUS: Die Erwartungen am Markt für das "Interim Management Statement" sind recht gedämpft. Die ersten vier Monate des Jahres 2016 dürften recht ruhig verlaufen sein - dies im Gegensatz zu der gleichen Periode 2015 mit hohen Handelsaktivitäten in der Folge des SNB-Entscheids, bemerkt etwa die ZKB. Entsprechend dürfte die Bruttomarge unter dem Vorjahr zu liegen kommen. Die Analysten erwarten einen anhaltenden Nettoneugeld-Zufluss innerhalb der Zielbandbreite von 4-6% pro Jahr, dagegen dürften die schwache Finanzmärkte und negative Wechselkurseinflüsse auf den Vermögen gelastet haben. Dass die verwalteten Vermögen (AuM) mehrheitlich über dem Wert von Ende 2015 erwartet werden, ist vor allem auf die im April erfolgten Mehrheits-Übernahme der italienischen Kairos mit Vermögen von 8 Mrd EUR zurückzuführen. Wegen der Anstellung neuer Kundenberater könnte laut den Analysten auch das Kosten-Ertragsverhältnis unter Druck gekommen sein.

ZIELE: Mit dem Abschluss des US-Steuerstreits und der abgeschlossenen Integration der ehemaligen IWM-Einheiten von Merrill Lynch hatte die Gruppe ihre Mittelfrist-Ziele teilweise angepasst. Weiterhin strebt sie ein Neugeldwachstum von 4-6% an, die Vorsteuer-Gewinnmarge wird nun bei "über 30%" angepeilt. Die Cost/Income-Ratio soll in der Bandbreite von 64-68% zu liegen kommen. Bezüglich der Kapitalisierung hat die Bank Untergrenzen für die Gesamtkapitalquote von 15% und für die Tier-1-Quote von 11% festgelegt. Bei der Dividendenpolitik strebt sie eine Ausschüttung von rund 40% des adjustierten Konzerngewinns an.

PRO MEMORIA: Die Bank gab im Mai einen Wechsel in der Führung der Abteilung Investment Solutions Group (ISG) bekannt. Neuer Leiter ist Yves-Robert Charrue, der auf Burkhard Varnholt folgt. Letzterer wechselt zur Grossbank Credit Suisse.

Julius Bär will sich auch weiterhin nach Übernahme-Gelegenheiten umsehen. "Wir wollen von der laufenden Konsolidierung in unserer Industrie profitieren", sagte Bär-CEO Boris Collardi an der Generalversammlung im April. Nach dem Abschluss der Übernahme des Internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts (IWM) von Merrill Lynch sei eine fast zehnjährige Transformationsphase der Bank zu einem Ende gekommen, sagte er. Die Gruppe sei nun "bereit für eine neue Phase der Geschäftsentwicklung und der Transformation".

Anfang April gab Julius Bär bekannt, weitere 60,1% an der italienischen Kairos Investment Management für 276 Mio EUR erworben zu haben. Damit erhöhte die Schweizer Bank den Anteil an Kairos auf 80%. Wie schon im November letzten Jahres angekündigt, plant Julius Bär in einem weiteren Schritt eine Kotierung von Kairos durch Angebot eines Minderheitsanteils am Aktienkapital. Ende Dezember 2015 beliefen sich die verwalteten Vermögen von Kairos auf über 8 Mrd EUR.

Den Steuerstreit mit den USA hatte Julius Bär im Februar endgültig abgeschlossen. Zur Beilegung des Verfahrens hatte das Institut einer Busse von 547,25 Mio USD zugestimmt. Zudem bekannten sich zwei Mitarbeiter von Julius Bär vor einem US-Gericht schuldig. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) gab ausserdem bekannt, dass sie Julius Bär wegen ihres US-Geschäfts gerügt hatte. Die Bank habe Aufsichtsrecht verletzt. Die Rückstellungen für die Busse hatte Julius Bär dem Geschäftsjahr 2015 belastet.

AKTIENKURS: Der Kurs der Julius Bär-Aktie hat im laufenden Jahr 19,6% verloren und sich damit deutlich schlechter entwickelt als der Gesamtmarkt (SMI -10,1%). Die Titel des Vermögensverwalters haben im Jahresverlauf allerdings immer noch eine etwas bessere Performance gezeigt als die beiden anderen im Bluechip-Index SMI vertretenen Bankenwerte UBS (-25,5%) und CS (-38,3%).

Homepage: www.juliusbaer.com

an/tp

(AWP)

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10.05.2016 08:18
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Julius Bär verliert ihren Investmentchef

Die Privatbank Julius Bär hat Yves Robert-Charrue zum Leiter ad interim der Abteilung Investment Solutions Group (ISG) ernannt. Er folgt auf Burkhard Varnholt, der die Bank per Ende Mai verlässt.

Die Privatbank Julius Bär hat Yves Robert-Charrue zum Leiter ad interim der Abteilung Investment Solutions Group (ISG) ernannt. Robert-Charrue übernimmt die Position mit sofortiger Wirkung - zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter Intermediaries. Er folgt auf Burkhard Varnholt, der nach Angaben der Bank nach Anpassungen bei ISG zu Beginn dieses Jahres Julius Bär per Ende Mai verlassen wird.

Zudem werde Yves Bonzon nun alleiniger Chief Investment Officer (CIO) von Julius Bär. Er wird weiterhin den Bereich Investment Management (IM) leiten, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Robert-Charrue ist laut Julius Bär seit 2009 bei der Bank tätig und seit 2010 Mitglied der Geschäftsleitung. Von 2010 bis 2011 war er bereits Leiter Investment Solutions Group.

Die Bank kommentiert den Abgang von Varnholt nicht weiter und verweist lediglich auf seine Rolle bei der Gestaltung des Anlageansatzes von Julius Bär im Bereich Produkt- und Serviceangebot und in der Weiterentwicklung der Next-Generation-Plattform. Er habe insbesondere systematisch ökologische, soziale und Governance-Kriterien in die Auswahl der Vermögenswerte integriert, heisst es weiter.

(AWP)

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13.04.2016 13:09
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Julius-Bär-CEO will sich weiter nach Übernahmegelegenheiten umsehen
13.04.2016 11:40

Zürich (awp) - Die Privatbank Julius Bär will sich auch weiterhin nach Übernahme-Gelegenheiten umsehen. "Wir wollen von der laufenden Konsolidierung in unserer Industrie profitieren, wenn sich Gelegenheiten bieten", sagte Bär-CEO Boris Collardi am Mittwoch an der Generalversammlung des Vermögensverwalters in Zürich.

Beispielsweise könne ohne Akquisitionen der Eintritt in gewisse neue Märkte nicht innerhalb einer "vernünftigen Zeitspanne" gelingen, betonte Collardi laut Redetext vor den Aktionären. Allerdings sei nicht alles "Gold, was glänzt". Man werde potentielle Übernahmekandidaten sehr genau daraufhin unter die Lupe nehmen, ob sie die strategischen, kulturellen und finanziellen Kriterien erfüllten.

Nach dem Abschluss der Übernahme des Internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts (IWM) von Merrill Lynch sei eine fast zehnjährige Transformationsphase der Bank zu einem Ende gekommen, so Collardi weiter. Bereits die Hälfte der von Bär verwalteten Vermögen (AuM) stamme aus den sogenannten Wachstumsmärkten, die andere Hälfte komme aus den reiferen Märkten in Europa. "Unsere Gruppe ist nun bereit für eine neue Phase der Geschäftsentwicklung und der Transformation."

RAUER START INS 2016

Das neue Jahr 2016 hat einen "recht rauen Start für die Finanzmärkte" gebracht, sagte Verwaltungsratspräsident Daniel Sauter in seiner Rede. Das erinnere daran, dass das Vermögensverwaltungsgeschäft von Natur aus ein zyklisches Geschäft sei und das auch bleiben werde, sagte er. Insgesamt weise das Geschäft aber ein relativ niedriges Risikoprofil auf.

Der Julius-Bär-Präsident gab sich zudem zufrieden mit dem im Februar erreichten Abschluss des US-Steuerstreits. Dabei strich er vor allem heraus, dass die Bank nicht auf ein Schuldeingeständnis habe eingehen müssen und dass die Behörden keine Überwachung der Bankaktivitäten angeordnet hätten.

Ebenfalls wichtig sei es für Julius Bär, dass die beiden 2011 in den USA angeklagten Mitarbeitenden wichtige Schritte zur Lösung ihrer Fälle vornehmen konnten. "Beide konnten und können auch in Zukunft auf unsere Unterstützung zählen", betonte er.

tp/ys

(AWP)

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04.04.2016 08:50
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Julius Bär erhöht Anteil an Kairos auf 80%
04.04.2016 07:55

(Ausführliche Fassung)

Zürich (awp) - Die Privatbanken-Gruppe Julius Bär hat weitere 60,1% an der Kairos Investment Management für 276 Mio EUR erworben. Die Transaktion wurde am 1. April 2016 abgeschlossen. Julius Bär hält nun 80% an Kairos, wie das Institut am Montag mitteilte.

Julius Bär hatte im November 2015 angekündigt, ihren Anteil am in Mailand ansässigen Unternehmen Kairos nach dem ursprünglichen Erwerb von 19,9% im Jahr 2013 durch den Kauf weiterer 60,1% zu erhöhen. Nach Erhalt der notwendigen behördlichen Genehmigungen wurde die Transaktion nun abgeschlossen.

Wie ebenfalls im November letzten Jahres angekündigt, plant Julius Bär in einem weiteren Schritt eine Kotierung von Kairos durch Angebot eines Minderheitsanteils am Aktienkapital von Kairos, wenn die Marktbedingungen dies zulassen und vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.

Die Geschäftsleitung von Kairos bleibt unverändert und das Unternehmen wird weiter unter eigenen Namen tätig bleiben. Mit der Transaktion werde die Position von Julius Bär und Kairos in Italien langfristig deutlich gestärkt und der ambitionierte Wachstumskurs von Kairos beschleunigt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die auf das Wealth- und Asset-Management spezialisierte Kairos wurde 1999 als Partnerschaft gegründet und beschäftigt derzeit insgesamt mehr als 150 Mitarbeitende. Ende Dezember 2015 beliefen sich die verwalteten Vermögen von Kairos auf über 8 Mrd EUR, gegenüber rund 4 Mrd zu Beginn der strategischen Partnerschaft von Julius Bär und Kairos im Jahr 2013. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen eine Bruttomarge von mehr als 140 Basispunkten und verzeichnete einen Vorsteuergewinn von 55,9 Mio EUR verglichen mit 39,7 Mio im Jahr 2014.

sig/cp

(AWP)

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21.03.2016 09:03
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Julius Bär-CEO Boris Collardi erhält für 2015 Lohn von 6,16 Mio CHF
21.03.2016 07:46

Zürich (awp) - Der CEO des Vermögensverwalters Julius Bär, Boris Collardi, hat im Geschäftsjahr 2015 mehr verdient als im Vorjahr. Die Gesamtvergütung stieg um 7,6% auf 6,16 Mio CHF. Dabei erhöhte sich das Basissalär nur leicht auf 1,44 von 1,42 Mio CHF, wie dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

Die Erhöhung der Gesamtvergütung des CEO widerspiegle die Tatsache, dass die Anfang 2015 gewährte EPP-Zuteilung in Übereinstimmung mit den Bestimmungen als Vergütung für das Jahr 2015 (und nicht als Vergütung für das Jahr 2014) ausgewiesen werden müsse, heisst es im Bericht weiter. Die EPP-Zuteilung 2016 sei im Vergleich zu jener im Vorjahr entsprechend um 8,2% gekürzt worden.

Insgesamt wurde an die Mitglieder der Geschäftsleitung eine Gesamtvergütung von 17,19 Mio nach 18,69 Mio im Vorjahr entrichtet. Geschmälert wurde deren Entlöhnung durch Rückstellung für den Vergleich im US-Steuerstreit. Insbesondere wurde die variable Gesamtvergütung der Mitglieder der Geschäftsleitung um 10% gekürzt.

Der Verwaltungsrat senkte zudem seine Gesamtvergütung für die Amtsperiode GV 2015 bis GV 2016 um 10%. Verwaltungsratspräsident Daniel Sauter kommt für das Geschäftsjahr 2015 auf eine Vergütung von 1,05 Mio CHF gegenüber 1,10 Mio CHF im Jahr davor. Total erhält der acht Mitglieder umfassende Verwaltungsrat Vergütungen in der Höhe von 2,73 Mio CHF nach 2,83 Mio CHF im Jahr davor.

sig/rw

(AWP)

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05.02.2016 10:40
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Julius Bär schliesst US-Steuerstreit ab

Die Vermögensverwalterin Julius Bär kann den Steuerstreit mit den USA definitiv hinter sich lassen. An der Börse legen die "Bären" am Freitagmorgen zu.

Die Bank hat mit dem US-Justizministerium ein Abkommen über dessen Beilegung abgeschlossen. Die Busse, um sich vom Verfahren freizukaufen, beträgt wie bereits bekanntgegeben 547,25 Millionen Dollar. Zudem haben sich zwei Mitarbeiter von Julius Bär vor einem US-Gericht schuldig bekannt.

Die Bank und das US-Justizministerium (Department of Justice, DoJ) gaben den Abschluss eines sogenannten Deferred Prosecution Agreement in der Nacht auf Freitag bekannt. Im Rahmen des Abkommens wird die US-Regierung das Verfahren während dreier Jahre aufschieben und dann die Anklage fallen lassen, wie das DoJ schreibt.

Julius Bär gab sich entsprechend erleichtert, diese "bedauerliche Altlast" bereinigt zu haben. Die Bussensumme hatte Bär bereits Ende 2015 mit der Bildung von Rückstellungen bekanntgegeben.

Zwei seit 2011 in den USA angeklagte Julius-Bär-Kundenberater erklärten sich am Donnerstag vor Gericht schuldig, US-Steuerzahlern dabei geholfen zu haben, Einkommens- und Vermögenswerten vor den US-Steuerbehörden zu verstecken. Das Strafmass soll nun am 12. August festgelegt werden - die Maximalstrafe beträgt fünf Jahre Haft. Die Bank Bär schreibt in ihrem Communiqué lediglich von "wichtigen Fortschritten im Hinblick auf eine Lösung der Fälle" der beiden Mitarbeitenden.

Rund 87 Millionen Dollar Gewinn

Julius Bär habe seit mindestens den 1990er Jahren bis 2009 vielen ihrer US-Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen, so das DoJ. So habe sie undeklarierte Konten eröffnet, bei denen sich Kunden über Codenamen oder Nummern identifiziert hätten oder habe für US-Kunden Konten im Namen von nicht US-Körperschaften wie etwa Stiftungen geführt. Die Bank sei sich bewusst gewesen, dass viele US-Kunden ihren Steuerpflichten nicht nachgekommen seien und habe ihren Angestellten auch entsprechende Richtlinien für den Umgang mit solchen Kunden erteilt.

Laut den DoJ-Angaben verwaltete Julius Bär bis zu 4,7 Milliarden Dollar in knapp 2600 nicht deklarierten Konten von US-Steuerzahlern. In der Zeit zwischen 2001 und 2011 habe Julius Bär mit diesen Geschäften rund 87 Millionen Dollar Gewinn erzielt.

Finma-Rüge für Julius Bär

Die US-Strafverfolger räumen aber ein, dass Julius Bär ab 2008 eine Abkehr von ihrer Politik begonnen habe. Die Bank habe Ende 2009 mit den US-Behörden in Kontakt treten wollen, aber auf Wunsch der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma zunächst darauf verzichtet. Laut DoJ wollte die Finma damit verhindern, dass Verhandlungen des Bundesrates mit den USA gefährdet werden könnten. In der Folge habe Julius Bär aber Verantwortung übernommen und sich vorbildlich verhalten, hiesst es weiter.

Nach Ankündigung der Vereinbarung gab die Finma in der Nacht zudem bekannt, dass sie Julius Bär wegen ihres US-Geschäfts gerügt hatte. Die Bank habe Aufsichtsrecht verletzt. Das Verfahren sei 2010 und 2011 geführt worden und die Bank habe die verlangten Massnahmen umgesetzt, so dass das Verfahren im November 2011 abgeschlossen worden sei. Die Finma warf der Bank unter anderem vor, im Jahr 2008 US-Kunden von der UBS übernommen zu haben, als diese aus ihrem US-Geschäft wegen Problemen mit den US-Behörden ausstieg.

Aktie gesucht

Julius Bär gehörte zu den sogenannten Kategorie-1-Banken, gegen die die USA wegen des Verdachts auf Verstösse gegen US-Gesetze ermittelten. Zuvor hatten sich bereits die UBS (780 Millionen Dollar Busse), die Credit Suisse (2,6 Milliarden Dollar) und die Bank Leumi (400 Millionen Dollar) freigekauft. Eine Einigung steht noch für zehn Kategorie-1-Banken aus, unter ihnen die Zürcher und die Basler Kantonalbank.

An der Börse legen Julius Bär zu und gehören mit zu den grössten Gewinnern mit einem Kursplus von 1,6% (Stand 10.05 Uhr; SMI -0,1%). Seit der auf exakt 547,25 Millionen Dollar aufgestockten Rückstellung habe man davon ausgehen können, dass Julius Bär mit hoher Sicherheit die Vergleichssumme kennt, merkt die Zürcher Kantonalbank dazu an. Der Aktie traue man aktuell keine nachhaltige "Outperformance" gegenüber dem Gesamtmarkt zu, weshalb die Einstufung unverändert auf "Marktgewichten" lautet.

(AWP)

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01.02.2016 08:24
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Julius Bär-Ergebnis 2015 von US-Busse belastet - DOJ stimmt Einigung zu
01.02.2016 07:34

Zürich (awp) - Die Julius Bär Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2015 wegen der hohen Bussenrückstellung im US-Steuerstreit einen deutlich kleineren Konzerngewinn aus: Gemäss IFRS-Zahlen sind es 121 Mio CHF gegenüber 367 Mio CHF im Jahr davor. Der adjustierte Konzerngewinn, der diverse Sonderposten ausklammert, betrug 279,2 Mio CHF (-52%), wie Julius Bär am Montag mitteilte.

Das US-Justizdepartement hat nun seine finale Zustimmung zu der Einigung gegeben. Die Bank hatte im vergangenen Jahr insgesamt Rückstellungen im US-Steuerstreit von 547,25 Mio USD respektive 521 Mio CHF getätigt. Nach der anstehenden Gerichtsverhandlung über die Einigung, welche in Kürze erwartet werde, würden die Bank und das DOJ die endgültige Einigung bekannt geben, heisst es in der Mitteilung. Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,10 CHF (VJ 1,00) erhalten.

Der Neugeldzufluss belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 12 Mrd CHF nach einem Zufluss von 13 Mrd CHF im Jahr davor. Die verwalteten Vermögen (AuM) lagen per Jahresende 300 Mrd CHF, was einem Anstieg gegenüber Ende 2014 von 3% und einem neuen Höchststand entspricht.

Unter Ausklammerung der US-Bussenzahlung legte der adjustierte Konzerngewinn um 20% auf bei 701,5 Mio CHF. Der Betriebsertrag erhöhte sich um 6% auf 2,69 Mrd CHF, was einer unveränderten Bruttomarge von 94 Basispunkten entspricht. Der Aufwand stieg zwar um knapp 30% auf 3,39 Mrd, ohne die US-Rückstellung waren es allerdings nur +1% auf 1,86 Mrd CHF. Die adjustierte Cost/Income Ratio verbesserte sich damit auf 67% von 70% und lag damit innerhalb der Bandbreite von 65-70%, die sich die Gruppe ab 2015 als Ziel gesetzt hatte.

Mit den Zahlen hat Julius Bär die Markterwartungen nicht durchgehend erfüllt. Der adjustierte Konzerngewinn unter Ausschluss der Bussenrückstellung wurde gemäss AWP-Konsens etwas höher bei 719 Mio CHF erwartet. Der IFRS-Konzerngewinn war von den Analysten dagegen zwar im Schnitt bei 77 Mio CHF geschätzt worden, allerdings mit recht grossen Schwankungen zwischen den Schätzungen. Die verwalteten Vermögen waren bei 296 Mrd CHF etwas tiefer erwartet worden.

OPERATIVE ZIELE AKTUALISIERT

Mit dem Abschluss des US-Steuerstreits und auch der 2015 abgeschlossenen Integration der ehemaligen IWM-Einheiten von Merrill Lynch hat sich die Vermögensverwalterin auch neue operative Ziele gesetzt. So wird der der mittelfristige Zielbereich für die adjustierte Cost/Income Ratio (ohne Wertberichtigungen etc.) auf 64-68% von 65-70% angepasst. Unverändert bleiben dagegen die Zielbereiche für die (adjustierte) Vorsteuermarge von mindestens 30 Basispunkten und des Netto-Neugeldzuflusses von 4-6%.

Ausserdem wurden auch die Ziele für die Kapital- und Dividendenpolitik aktualisiert. Unter Berücksichtigung der regulatorischen Mindestanforderungen und der Interessen der Kunden, Investoren und Aktionäre, erachte man die bisherigen Untergrenze von 15% für die BIZ Gesamtkapitalquote weiterhin als angemessen. Gleichzeitig führt die Bank aber eine neue Untergrenze für die Kapitalquote (BIS CET1) von 11% ein.

Nebst dem "ständigen Augenmerk auf die Kapitalquoten" habe Julius Bär ausserdem beschlossen, eine "nachhaltige und besser vorhersehbare Dividendenpolitik" festzulegen, bei der die ordentliche Ausschüttungsquote auf gegen 40% des adjustierten Konzerngewinns ansteigen soll. Sofern nicht wichtige Umstände dagegen sprächen, sollte die ordentliche Dividende pro Aktie mindestens dem entsprechenden Betrag des Vorjahres entsprechen, heisst es.

tp/uh

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29.01.2016 15:24
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Ausblick Julius Bär: Adj. Konzerngewinn von durchschnittl. 719 Mio CHF erwartet
29.01.2016 14:00

Zürich (awp) - Die Privatbankengruppe Julius Bär publiziert am Montag, 1. Februar, die Zahlen zum Geschäftsjahr 2015. Analysten haben dazu folgende Prognosen:

2015E
In Mio CHF AWP-Konsens 2014A
Betriebsertrag 2'728 2'547
IFRS-Konzerngewinn: 77 367
Adj. Konzerngewinn* 719 586

In Mrd CHF AWP-Konsens per 31.10.2015
Kundenvermögen (AuM) 296 297

* Unter Ausklammerung von Integrations- und Restrukturierungskosten sowie
Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten

FOKUS: Die Analysten erwarten, dass sich das positive Momentum des Julius Bär-Geschäfts aus dem ersten Halbjahr 2015 in der zweiten Jahreshälfte wieder abgeflacht hat. Auch der Start in das neue Jahr dürfte eher schwach verlaufen sein, heisst es in verschiedenen Kommentaren - interessieren wird deshalb auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Der IFRS-Konzerngewinn dürfte von den Rückstellungen über insgesamt rund 550 Mio USD für den US-Steuerstreit stark beeinträchtigt werden. Weitere Erläuterungen des Managements zum noch immer nicht ganz abgeschlossenen US-Rechtsstreit werden auf grosses Interesse stossen, ebenso wie solche zu weiteren strategischen Schritten im Hinblick auf die Konsolidierung im Privatbankenmarkt.

ZIELE: Zu den mittelfristigen Zielen von Julius Bär gehört ein Neugeldwachstum von 4-6% und eine Vorsteuer-Gewinnmarge von 30-35 Basispunkten. Die Cost/Income-Ratio wird bei 65-70% angepeilt. Trotz der Rückstellungen für den US-Steuerstreit erwartet die Bär-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 einen Gewinn sowohl nach IFRS wie auch adjustiert, wie die Gruppe Ende 2015 mitteilte.

PRO MEMORIA: Im US-Steuerstreit steht die Bank "kurz vor einer definitiven Einigung", wie sie Ende 2015 bekanntgab. Laut den damaligen Angaben hat sie sich mit der US-Staatsanwaltschaft des Southern District of New York im Prinzip geeinigt, wobei die Busse gemäss den Angaben gut eine halbe Mrd USD betragen soll. Den definitiven Abschluss erwartet Julius Bär im ersten Quartal 2016, hiess es. Die bereits im ersten Halbjahr 2015 getätigte Rückstellung von 350 Mio USD erhöhte die Bank per Ende des vergangenen Jahres um weitere 197,25 Mio - damit hat Julius Bär im Jahr 2015 für die US-Busse insgesamt 547,25 Mio USD zurückgestellt.

Im Zusammenhang mit der FIFA-Affäre hat Julius Bär einen ihrer Kundenberater entlassen, wie im Januar bekannt wurde. Er ist bis jetzt der einzige Mitarbeiter, der wegen der Korruptionsaffäre seinen Stuhl räumen musste. Der Mann habe das Unternehmen bereits verlassen, hiess es. Weiter wollte sich die Bank nicht dazu äussern.

Im Dezember gab Julius Bär die Übernahme der Privatbank Commerzbank International SA Luxembourg (CISAL) mit verwalteten Vermögen (AuM) von knapp 3 Mrd EUR von der deutschen Commerzbank bekannt. Der Übernahmepreis für die CISAL beträgt rund 68 Mio EUR - dies unter der Annahme, dass als Teil der Transaktion 25 Mio EUR an regulatorischem Kapital übertragen werden. Der Restrukturierungs- und Integrationsaufwand soll voraussichtlich ungefähr 20 Mio EUR ausmachen. Der Abschluss der Transaktion wird für den Sommer 2016 erwartet. Nach dem Abschluss werde Julius Bär in Luxemburg auf Pro-forma-Basis insgesamt Vermögen von rund 5 Mrd CHF verwalten. Attraktiv ist CISAL für Bär auch, weil die Kundenvermögen der Bank auf einem Buchungszentrum gebucht sind, das auf einer T24-Banking-Plattform von Temenos läuft. Temenos ist als Partner für die Planung der Erneuerung der Julius Bär-Plattform ausgewählt worden.

Kein Interesse hat die Bank Bär dagegen an einer Übernahme der zum Verkauf stehenden Tessiner Privatbank BSI. Das erklärte Bär-Chef Boris Collardi Mitte Januar am Rand einer Veranstaltung. Die derzeitige BSI-Besitzerin, die brasilianische BTG Pactual Gruppe, braucht offenbar dringend Liquidität, seit sie im Zuge des Korruptionsskandals beim brasilianischen staatlichen Ölkonzern Petrobras unter Druck geraten ist.

Im Heimmarkt Schweiz gab Bär im Dezember eine Anpassung der Führungsstruktur für die Region Schweiz und die Schaffung eines eigenen Bereichs für Superreiche bekannt. Der Bereich für Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) wird von Christian Blum geleitet werden, der mit einem Team von Kundenberatern am 1. Februar 2016 zu Julius Bär stösst. Man wolle im Heimmarkt in den kommenden Jahren nachhaltig wachsen und den Marktanteil steigern, hiess es.

Bär kaufte im Dezember 2015 Schuldinstrumente zurück, die sie im Jahr 2005 ausgegeben hatte. Dabei handle es sich um insgesamt eine Million an nicht Basel III konformen "Non-cumulative Guaranteed Perpetual Preferred Securities". Dabei bezahle man 225 CHF pro Preferred Security zuzüglich eines Betrags in Höhe der unbezahlten Dividenden für die gegenwärtige Dividendenperiode, hiess es damals. Die Papiere waren im Dezember 2005 im Zusammenhang mit der Akquisition der SBC Wealth Management Gruppe (UBS Privatbanken und GAM) durch die damalige Julius Bär Holding ausgegeben worden.

Im November hatte Bär dagegen in Singapur eine Anleihe im Volumen von 450 Mio SGD (umgerechnet rund 318,5 Mio CHF) bei Privatbanken und institutionellen Investoren platziert. Die perpetuierende Tier-1-Anleihe hat einen Coupon von 5,90% und eine optionale Rückzahlungsfrist zum 18. November 2020. Die Anleihe "diene der Optimierung der Finanzstruktur und steigere die Flexibilität für zukünftiges Wachstum", hiess es.

Am italienischen Vermögensverwalter Kairos hatte Julius Bär im November die Beteiligung um rund 60% auf 80% erhöht. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Zuvor hatte Bär schon mitgeteilt, dass ein Teil von Kairos an die italienische Börse gebracht werden soll. Bär und Kairos haben seit 2013 eine strategische Partnerschaft. Als Teil davon wurde die italienische SIM, die zu Bär gehörte, in Kairos integriert, und Julius Bär erwarb eine Beteiligung von 19,9% an Kairos. Ende Oktober 2015 betreute Kairos Vermögen von 8 Mrd EUR.

AKTIENKURS: Der Kurs der Julius Bär-Aktie hatte sich nach einem starken Einbruch nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 bis im Sommer gut erholt. Seither ist der Kurs aber wieder deutlich abgebröckelt und hat im Januar 2016 bisher gar um 11% nachgegeben - womit er sich im bisherigen Jahresverlauf auch klar schlechter entwickelt als der Bluechip-Index SMI (-4,0%).

sig/tp

(AWP)

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30.12.2015 08:50
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Nach US-Einigung: Aktie von Julius Bär steigt

Julius Bär hat sich im Steuerstreit mit den US-Behörden im Grundsatz geeinigt. Die Angelegenheit kommt den Vermögensverwalter zwar teuer zu stehen. Der Markt hatte aber wohl noch Schlimmeres erwartet.

Von Daniel Hügli

Die bereits bestehenden Rückstellungen von 350 Millionen Dollar habe das Institut um 197,25 Millionen Dollar aufgestockt, teilte Julius Bär am Mittwoch mit. Grundlage dafür sei eine vorläufige Einigung mit den US-Behörden, die allerdings noch vom US-Justizministerium bestätigt werden müsse.

Damit würde der Steuerstreit Bär eine Summe von 547 Millionen Dollar kosten. Das ist zwar mehr als aufgrund der Rückstellungen von der Bank selber erwartet wurde, aber weniger als die "Worst-Case"-Szenarien des Marktes. Denn zu Beginn der Verhandlungen ging man mitunter davon aus, dass Julius Bär den USA mit zu 1 Milliarde Dollar zahlen müsse.

Die Aktie von Julius Bär steigt denn auch im vorbörslichen Handel am Mittwoch um 1,8 Prozent.

Eine definitive Lösung erwartet Bär im ersten Quartal 2016. Die zusätzlichen Rückstellungen werde Bär in der Bilanz 2015 verbuchen. Dennoch erwarte die Bank einen bereinigten Nettogewinn.

Erst rund zwei Drittel der Schweizer Banken haben nach ihrer Selbstanzeige im US-Steuerstreit eine Einigung mit dem US-Justizministerium erzielt. Eigentlich hätte der Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA bis Ende Jahr beigelegt sein sollen.

Dennoch darf davon ausgegangen werden, dass nun auch die anderen Schweizer Banken der Kategorie 1, zu der auch Bär gehört, sich bald mit den USA einigen werden. Dazu gehören die Zürcher Kantonalbank und die Basler Kantonalbank.

Bisher höchste Bussen

Die bisher mit Abstand höchste Busse wurde im März, als erster Schweizer Bank überhaupt, der Tessiner Bank BSI mit 211 Millionen Dollar auferlegt. Die nächsthöheren Bussen für Crédit Agricole (Suisse) und Bank Safra Sarasin liegen bei 99,2 Millionen bzw. 85,8 Millionen Dollar.

Relativ glimpflich davon kamen 12 Banken, mit zum Teil deutlich unter 1 Millione Dollar als Vergleichssumme. 14 mussten zwischen einer und 2 Millionen berappen. Einen zweistelligen Millionenbetrag wendeten 16 Banken auf, wobei rund Drittel davon unter 20 Millionen Dollar zahlen musste.

Eine Bewertung der Höhe der jeweiligen Bussen ist laut der Schweizerischen Bankiervereinigung unmöglich. Das US-Justizministerium veröffentlicht kein Berechnungsmodell und kommuniziert nicht, wie die Bussenhöhe zustande gekommen ist. Die Bankiervereinigung ist, wie auch das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF), nicht in die Verhandlungen zwischen dem US-Justizministerium und den Banken involviert.

(Mit Material von Reuters und AWP)

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18.12.2015 11:35
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Julius Bär soll laut Zeitungsbericht vor Abschluss US-Steuerstreit stehen
18.12.2015 09:05

Zürich (awp) - Bei der Privatbank Julius Bär soll der seit langem ersehnte Abschluss des US-Steuerstreits näherrücken. Vertreter der Bank würden sich noch vor Jahresende mit dem US-Justizdepartement (DoJ) treffen, schreibt die Zeitung "Finanz und Wirtschaft" am Freitag auf ihrem Onlineportal. Das lasse auf eine Einigung noch im laufenden Geschäftsjahr hoffen. Eine Sprecherin von Julius Bär wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Julius Bär hatte im Sommer dieses Jahres 350 Mio USD für den angestrebten Vergleich im Steuerstreit mit den USA zurückgelegt. Das Institut gehört zu den sogenannten "Kategorie 1-Banken", gegen die bereits seit längerer Zeit ein Strafverfahren in den USA läuft. Zu diesen gehören unter anderen auch die Zürcher und die Basler Kantonalbank sowie Pictet.

Von den Kategorie 2-Banken, die sich im Rahmen des Steuerprogramms mit den US-Behörden einigen, haben im laufenden Jahr derweil knapp 70 von insgesamt um die 100 Instituten ihre Situation in den USA bereinigt. Zuletzt hatte das DoJ am Donnerstagabend eine Einigung mit der Postfinance, der Bordier & Cie Switzerland und der PBZ Verwaltungs AG (PBZ) vermeldet.

tp/cp

(AWP)

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16.12.2015 08:28
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Julius Bär tätigt Übernahme in Luxembourg

Die Vermögensverwalterin Julius Bär übernimmt in Luxemburg die Privatbank Commerzbank International Luxembourg mit verwalteten Vermögen (AuM) von knapp 3 Milliarden Euro.

Der Übernahmepreis beträgt rund 68 Mio EUR - dies unter der Annahme, dass als Teil der Transaktion 25 Mio EUR an regulatorischem Kapital übertragen werden. Der Restrukturierungs- und Integrationsaufwand wird voraussichtlich ungefähr 20 Mio EUR ausmachen, teilte die Bank am Mittwoch mit.

Die Übernahme werde die Präsenz von Julius Bär in Luxemburg deutlich stärken, heisst es in der Mitteilung. Den Abschluss der Transaktion erwartet Bär für den Sommer 2016, dies vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden und im Anschluss an die Abkopplung der lokalen IT-Plattform. Nach dem Abschluss werde Julius Bär in Luxemburg auf Pro-forma-Basis insgesamt Vermögen von rund 5 Mrd CHF verwalten. Die Transaktion werde bereits nach ihrem Abschluss sofort einen positiven Beitrag zum adjustierten Gewinn leisten.

Attraktiv sei CISAL für Bär auch, weil die Kundenvermögen der Bank auf einem Buchungszentrum gebucht seien, das auf einer T24-Banking-Plattform von Temenos laufe. Zum Personal von CISAL zähle auch ein IT-Team, das über Erfahrung mit der Temenos-T24-Technologie verfüge. Julius Bär hatte im laufenden Jahr bekanntgegeben, dass Temenos als Partner für die Planung der Erneuerung ihrer Banking-Plattform ausgewählt wurde.

Die auf Private Banking spezialisierte Geschäftseinheit mit ihrer stabilen Basis an europäischen Kunden passe sehr gut zum Geschäftsmodell und zur Strategie von Julius Bär, heisst es in der Mitteilung von Bär weiter. Bär könne das lokale Geschäft im wichtigen internationalen Finanzzentrum Luxemburg "deutlich vergrössern und mit der Vollbanklizenz neue geschäftliche Möglichkeiten wahrnehmen".

(AWP)

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20.11.2015 08:42
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Julius Bär kauft «Preferred Securities» zurück

Die Privatbank Julius Bär tätigt einen umfangreichen Wertpapier-Rückkauf.

Bär kauft sämtliche der ausstehenden "Non-cumulative Guaranteed Perpetual Preferred Securities" zurück. Dabei bezahlt sie 225 CHF pro Preferred Security zuzüglich eines Betrags in Höhe der unbezahlten Dividenden für die gegenwärtige Dividendenperiode, wie die Bank am Freitag mitteilte.

Es handelt sich dabei um insgesamt eine Million an nicht Basel III konformen Preferred Securities. Diese wurden im Dezember 2005 im Zusammenhang mit der Akquisition der SBC Wealth Management Gruppe (UBS Privatbanken und GAM) durch die damalige Julius Bär Holding ausgegeben. Die damit verbundenen Verpflichtungen wurden 2009 von der Julius Bär Gruppe AG übernommen.

(AWP)

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16.11.2015 08:30
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Julius Bär übernimmt Mehrheit an Kairos - Kairos soll an italienische Börse
16.11.2015 07:30

Zürich (awp) - Die Privatbank Julius Bär kommt mit dem Ausbau der Beteiligung am italienischen Vermögensverwalter Kairos rasch voran. Vor knapp einer Woche wurde die Absicht bekanntgegeben, dass der Anteil ausgebaut und ein Teil von Kairos an die italienische Börse gebracht werden soll. Am Montag teilt nun Julius Bär mit, dass der Anteil an Kairos um weitere 60,1% auf 80% erhöht worden sei. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Transaktion soll im Laufe des Jahres abgeschlossen werden und die langfristige Marktposition von Julius Bär und Kairos in Italien deutlich stärken. Sowohl die Transaktion als auch die Absicht, einen Minderheitsanteil von Kairos Aktienkapital an der Börse zu kotieren, müssen noch von den Behörden genehmigt werden.

Bär und Kairos haben seit 2013 eine strategische Partnerschaft. Als Teil davon wurde die italienische SIM, die zu Bär gehörte, in Kairos integriert, und Julius Bär erwarb eine Beteiligung von 19,9% an Kairos. Ende Oktober 2015 betreute Kairos Vermögen von 8 Mrd EUR.

cf/rw

(AWP)

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10.11.2015 08:47
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Julius Bär mit höheren Vermögen nach 10 Monaten - Neugelder unterhalb Zielband
10.11.2015 08:37

(Meldung durchgehend ergänzt)

Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter Julius Bär hat in den vergangenen vier Monaten einen etwas verlangsamten Neugeldzufluss hinnehmen müssen. Die verwalteten Vermögen (AuM) nahmen dennoch klar zu und erreichten per Ende Oktober einen neuen Rekordwert von 297 Mrd CHF gegenüber 284 Mrd CHF per Ende Juni. Neben den Neugeldern profitierte Bär dabei von einer positiven Marktentwicklung sowie von Akquisitionen.

Bei der Neugeldentwicklung blieb Julius Bär in den ersten zehn Monaten etwas hinter den eigenen Zielen zurück: Der annualisierte Netto-Neugeldzufluss (NNM) lag "knapp unterhalb" des mittelfristigen Zielbereichs von 4-6%, wie dem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht zu entnehmen ist. Zum Halbjahr hatte der Neugeldzufluss noch bei 4,5% gelegen. Negativ ausgewirkt haben sich die anhaltenden Selbstdeklarationen in Frankreich und Italien, aber auch ein in den letzten vier Monaten verlangsamter Zufluss hauptsächlich aus Osteuropa und Lateinamerika.

Neben den Neugeldzuflüssen und der positiven Marktentwicklung konnte die Bank vom Vermögenstransfers des International Wealth Management-Geschäfts von Merrill Lynch (IWM) in Indien im September 2015 profitieren. Im ersten Halbjahr hatte die Bank bereits die Vermögen der Leumi Private Bank integriert. Der negative Währungseffekt wegen der Aufwertung des Schweizer Frankens seit Mitte Januar beläuft sich dagegen auf 11 Mrd CHF. Gegenüber dem Stand von Ende 2014 liegen die verwalteten Vermögen wieder um 6 Mrd CHF oder 2% im Plus.

GESTIEGENE UNSICHERHEIT

Die Kundenaktivität war laut Mitteilung in den letzten vier Monaten von Zurückhaltung geprägt. Das habe nicht nur saisonale Gründe, sondern sei auch auf die Unsicherheit nach der volatilen Aktienmarktentwicklung im August und September und auf gesunkene Handelsvolumina im Fremdwährungsbereich zurückzuführen, so Julius Bär. Die Bruttomarge für die zehn Monate lag noch bei 95 Basispunkten und damit unter den 99 BP vom ersten Halbjahr 2015.

Auf der Kostenseite wirkten sich die im ersten Halbjahr implementierten Senkungsmassnahmen aus. Die Cost/Income Ratio sei in den ersten zehn Monaten "leicht oberhalb des unteren Endes des mittelfristigen Zielbereichs von 65-70%" ausgefallen. Im ersten Halbjahr 2015 war die Kennzahl mit 64,7% noch leicht unter dem Zielband gewesen. Auch die Vorsteuermarge lag knapp über dem unteren Ende des Zielbereichs von 30-35 Basispunkten.

ERWARTUNGEN LEICHT ÜBERTROFFEN

Mit den verwalteten Vermögen liegt Julius Bär am oberen Ende der Analysten-Erwartungen der Analysten, diese hatten die AuM im Durchschnitt bei 290 Mrd CHF (AWP-Konsens) prognostiziert. Der Rückgang der Bruttomarge gegenüber dem Stand des ersten Halbjahrs kommt für die Beobachter hingegen nicht überraschend.

Mit der Kapitalposition bleibt die Bank klar über den eigenen Minimalvorgaben. Ende September 2015, nach der finalen IWM-Zahlung an Bank of America, erreichte die BIZ-Gesamtkapitalquote den Angaben zufolge 19,7% und die BIZ Kernkapitalquote (Tier 1) 18,4%.

KAIROS SOLL AN DIE BÖRSE

Wie das Institut weiter mitteilte, soll der Anteil am italienischen Vermögensverwalter Kairos nun auf eine Mehrheitsbeteiligung erhöht werden. Angesichts des guten Momentums von Kairos habe man diesbezügliche Verhandlungen aufgenommen. Danach soll ein "geeigneter Minderheitsanteil" an Kairos an der italienischen Börse kotiert werden. Ende Oktober 2015 betreute Kairos Vermögen von 8 Mrd EUR. Bär und Kairos haben seit 2012 eine strategische Partnerschaft.

Weiter vermeldet Julius Bär den Abschluss der Übernahme einer Beteiligung von 40% am mexikanischen Finanzberater NSC Asesores, die im Juli angekündigt worden war. Damit trete Bär in den zweitgrössten Vermögensverwaltungsmarkt Lateinamerikas ein. Zudem sei Jan Gunnar Karsten per 1. Dezember 2015 zum CEO des brasilianischen Vermögensverwalters GPS ernannt worden. Gründungspartner José Eduardo Martins wird VR-Vizepräsident.

tp/uh

(AWP)

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06.11.2015 13:23
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Julius Bär-CEO erwägt verschiedene Alternativen für Wachstum in China
06.11.2015 09:34

Zürich (awp) - Die Privatbank Julius Bär erwägt für ein weiteres Wachstum auf dem chinesischen Markt auch strategische Partnerschaften sowie direkte Investitionen in chinesische Unternehmen. Auch der Aufbau eigener Aktivitäten in einer der Freihandelszonen in China sei eine Möglichkeit, sagte Julius Bär-CEO Boris Collardi am Freitag in einem Interview mit Bloomberg TV. "Wir sehen uns verschiedene Alternativen an."

Namen über interessante Übernahmeziele in China nannte Collardi nicht. Bei den direkten Investitionen würde sich Julius Bär aber vor allem Unternehmen ansehen, die keine "typischen Bankmodelle" hätten, wie etwa solche aus dem Bereich der Finanztechnologie.

Der asiatische Markt sei die am stärksten wachsende Region für Julius Bär, betonte der CEO im Interview weiter: Heute mache Asien rund 25% des Geschäftes aus, vor neun Jahren sei es noch "Null" gewesen.

tp/ra

(AWP)

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03.11.2015 08:23
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Julius Bär übernimmt Genfer Vermögensverwalter Fransad Gestion
03.11.2015 07:23

Zürich (awp) - Die Julius Bär-Gruppe übernimmt den Genfer Vermögensverwalter Fransad Gestion und baut damit ihr Geschäft im Bereich der unabhängigen Vermögensverwalter sowie in der französischsprachigen Schweiz aus. Fransad Gestion beschäftigt 19 Angestellte und verwaltet Vermögen über 1,3 Mrd CHF, wie die Privatbanken-Gruppe am Dienstagmorgen mitteilte. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Die 2010 gegründete Fransad verfügt laut Mitteilung über ein "rentables Geschäft" und hat in den vergangenen Jahren ein "gesundes Wachstum" gezeigt. Das Unternehmen soll in einer ersten Phase unter der bestehenden Marke und mit demselben Management-Team weitergeführt werden. Die Gründungsmitglieder würden im Verwaltungsrat verbleiben und so das Unternehmen und das Management weiter unterstützen. Julius Bär wird im Fransad-Verwaltungsrat durch Giovanni Flury vertreten werden.

Fransad soll laut Mitteilung das bestehende Julius Bär-Geschäft mit dem unabhängigen Vermögensverwalter WMPartners, ergänzen. Allfällige Vorteile einer stärkeren Integration sollen zu einem späteren Zeitpunkt beurteilt werden. Die zu Julius Bär gehörende WMPartners, die 2014 aus dem Zusammenschluss der zur Bär-Gruppe gehörenden Infidar und WMPartners entstanden war, verwaltet mit rund 40 Mitarbeitenden Kundenvermögen im Umfang von 4 Mrd CHF.

tp/ra

(AWP)

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15.10.2015 13:00
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Julius Bär weist Fifa-Bericht zurück
 

Julius Bär hat einen Zeitungsbericht über Konten von einem Dutzend Fifa-Spitzenfunktionären bei dem Schweizer Vermögensverwalter zurückgewiesen.

Eine entsprechende Vorabmeldung der "Handelszeitung" vom Mittwoch zu einem Bericht in der Donnerstagausgabe enthalte "falsche Behauptungen", erklärte die Bank am Donnerstag ohne Details zu nennen. Das Blatt habe diese für seine Printausgabe teilweise korrigiert. "Die Bank Julius Bär wird sich mit allen Mitteln gegen die geschäftsschädigenden und jeder Grundlage entbehrenden Behauptungen wehren", erklärte der Vermögensverwalter.

Die "Handelszeitung" hatte am Mittwoch vorab berichtet, Julius Bär habe Konten von einem Dutzend Spitzenfunktionären des Weltfußballverbandes Fifa geführt. Jedes Konto eines Fifa-Verantwortlichen sei exklusiv von einem Mitglied der Bär-Geschäftsleitung betreut worden. In seiner Printausgabe vom Donnerstag berichtete das Blatt jedoch, Bär habe angeblich Konten von Fifa-Verantwortlichen "in einer tiefen einstelligen Zahl" geführt. Andere Medien hatten den Vorabbericht aufgegriffen.

Bereits im Juni hatte die Bank in Zusammenhang mit dem Fifa-Korruptionsskandal eine interne Untersuchung eingeleitet. Bär gehört zu den Geldhäusern, die in der Fifa-Anklageschrift des US-Justizministeriums erwähnt wurden.

(Reuters)

 

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20.07.2015 08:16
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Julius Bär im Halbjahr operativ verbessert - US-Steuerrückstellung belastet

20.07.2015 07:26

Zürich (awp) - Die Julius Bär Gruppe hat sich im ersten Semester des laufenden Jahres trotz der Auswirkungen der Frankenstärke operativ verbessert. Der adjustierte Konzerngewinn für die ersten sechs Monate unter Ausklammerung der US-Steuerrückstellung liegt mit 384 Mio CHF um 34% über dem Wert des Vorjahres, wie das Zürcher Institut am Montag mitteilte. Wegen der Rückstellung für die erwartete Busse im US-Steuerstreit resultiert unter dem Strich jedoch ein Konzerngewinn nach IFRS von 40 Mio CHF nach 179 Mio CHF im Vorjahr.

Julius Bär hatte im Juni angekündigt, eine Rückstellung im US-Steuerstreit von 350 Mio USD zulasten des Halbjahresresultats zu tätigen. Julius Bär werde weiterhin darauf hinarbeiten, diese bedauerliche Altlast "möglichst bald beizulegen", heisst es in der Mitteilung dazu. Mit einer Tier 1 Ratio von 19,1% (Ende April 2015: 21,1%) bleibt die Bär-Gruppe gut kapitalisiert.

Zum Semesterende verwaltete die Bank Vermögen in der Höhe von 284 Mrd CHF gegenüber 289 Mrd CHF per Ende April 2015. Der Netto-Neugeldzufluss im Sechs-Monatszeitraum betrug 6,5 Mrd CHF nach 7,5 Mrd im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Betriebsertrag erhöhte sich im Halbjahr derweil um 14% auf 1,41 Mrd CHF. Die Bruttomarge kam damit im ersten Semester auf 99 Basispunkte zu stehen und damit über den 95 Basispunkten im Vorjahreszeitraum. Der adjustierte Geschäftsaufwand erhöhte sich ohne die US-Rückstellung um 8% auf 954 Mio CHF. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich damit leicht auf 64,7%, nachdem sie im Gesamtjahr 2014 noch bei 69,9% gelegen hatte.

Mit den vorgelegten Zahlen hat der Vermögensverwalter die Konsenserwartungen bei den Gewinnzahlen leicht übertroffen. Von AWP befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem adjustierten Konzerngewinn - unter Ausklammerung der US-Busse - von 357 Mio CHF gerechnet und einen IFRS-Konzernverlust von 40 Mio CHF erwartet. Zudem hatten sie den Neugeldzufluss im Schnitt bei 6,1 Mrd CHF erwartet, das Kundenvermögen allerdings mit 288 Mrd CHF etwas höher prognostiziert.

KAUF EINER 40%-BETEILUNG AN MEXIKANISCHEM VERMÖGENSVERWALTER BEABSICHTIGT

Der Vermögensverwalter stellt zudem eine erneute kleinere Übernahme in Aussicht. Es sei beabsichtigt, eine Beteiligung von 40% am mexikanischen Finanzberatungsunternehmen NSC Asesores für einen nicht genannten Betrag zu übernehmen, heisst es in der Mitteilung. Die Transaktion würde den Eintritt von Julius Bär in den zweitgrössten Vermögensverwaltungsmarkt Lateinamerikas ermöglichen und unterstreiche die Absicht der Gruppe, die Präsenz in wichtigen Wachstumsmärkten weiter auszubauen.

NSC verwaltet den Angaben zufolge Vermögen in Höhe von knapp 3 Mrd USD und beschäftigt insgesamt 46 Mitarbeitende. Julius Bär werde im Verwaltungsrat von NSC durch zwei Mitglieder vertreten sein.

tp/rw

(AWP)

 

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17.07.2015 15:51
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Ausblick Julius Bär H1: Adj. Konzerngewinn von durchschnittlich 357 Mio CHF erw.

17.07.2015 15:34

Zürich (awp) - Die Privatbankengruppe Julius Bär veröffentlicht am Montag, 20. Juli, die Ergebnisse zum ersten Halbjahr 2015. Zehn Analysten haben dazu folgende Schätzungen:

(in Mio CHF)             AWP-Konsens       H1 2014  

Betriebsertrag             1'407            1'236   
Geschäftsaufwand             956              882  
Adj. Konzerngewinn*          357              288 
IFRS-Konzerngewinn           -40              179  

(in Mrd CHF)
Neugeldzufluss               6,1              7,5     
Kundenvermögen (AuM)         288              289** 

* Unter Ausklammerung von Integrations- und Restrukturierungskosten sowie 
  Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten

**per 30. April 2015

FOKUS: Die Analysten erwarten nach positiven Angaben zu den ersten vier Monaten auch für das erste Halbjahr einen im Vorjahresvergleich klar verbesserten Geschäftsverlauf und einen höheren adjustierten Konzerngewinn. Allerdings dürften sich die Märkte und wohl auch die Kundenaktivitäten in den Monaten Mai und Juni noch etwas abgeschwächt haben. Gemäss den Schätzungen haben die von Julius Bär verwalteten Vermögen (AuM) in den vergangenen beiden Monaten in etwa stagniert, wobei die Beobachter auch auf die anhaltenden Abflüsse europäischer Kundengelder aus Steuergründen verweisen.

Unter dem Strich erwarten die Analysten ein IFRS-Halbjahresresultat von Null oder sogar klar im Verlustbereich, nachdem Julius Bär im Juni eine Rückstellung im US-Steuerstreit von 350 Mio USD zulasten des Halbjahresresultats angekündigt hatte. Im Streit mit den US-Behörden gehen die Investoren nun davon aus, dass der Vergleich in der Grössenordnung der zurückgestellten Summe ausfallen wird - dennoch würde der definitive Abschluss der seit Jahren hängigen Angelegenheit mit Erleichterung aufgenommen.

ZIELE: Zu den mittelfristigen Zielen von Julius Bär gehört ein Neugeldwachstum von 4-6% und eine Vorsteuer-Gewinnmarge von 30-35 Basispunkten. Die Cost/Income-Ratio soll bei 65-70% zu liegen kommen. Bezüglich der Kapitalisierung soll die Gesamtkapitalquote über 15% und die Tier-1-Quote mehr als 12% betragen.

PRO MEMORIA: Im Steuerstreit mit den USA gab Julius Bär im Juni bekannt, dass die Bank zulasten des Halbjahresresultats Rückstellungen in Höhe von 350 Mio USD für den angestrebten Vergleich mit den US-Justizbehörden bildet. Der Betrag widerspiegele das "gegenwärtige Verständnis und den derzeitigen Stand der Vorbesprechungen mit dem DoJ betreffend den angestrebten Vergleich" und könne sich noch ändern. Obwohl kein fester Zeitplan für einen abschliessenden Vergleich bestehe, werde Julius Bär weiter darauf hinarbeiten, diese "bedauerliche Altlast" möglichst bald zu bereinigen, hiess es.

Vor weiteren Übernahmen will Julius Bär laut Aussagen von CEO Boris Collardi zunächst den Abschluss des Steuerstreits mit den USA abwarten, wie Collardi in einem Interview im Juni sagte. "Bevor der Steuerstreit erledigt ist, planen wir kein grösseres Übernahmeprojekt", sagte er. Eine positive Bilanz zog Collardi in dem Interview zudem zur Integration des Internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts von Merrill Lynch (ML) - das Institut bewege sich auf dem vorhergesehen Pfad. Nun müsse der Vermögensverwalter während des Sommers nur noch den indischen Teil integrieren.

Für die ersten vier Monaten 2015 hatte Julius Bär einen leichten Rückgang der verwalteten Vermögen (AuM) auf 289 Mrd CHF nach 291 Mrd per Ende des Jahres 2014 vermeldet. Die starke Aufwertung des Frankens gegenüber den meisten Währungen nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB führte dabei zu einem negativen Effekt von 19 Mrd CHF. Positiv wirkten sich dagegen anhaltende Netto-Neugeldzuflüsse, eine positive Marktentwicklung und der Transfer von 4,3 Mrd CHF von Leumi Schweiz im März 2015 aus. Der Nettozufluss bewegte sich in den ersten vier Monaten wegen dem Währungseffekt und den anhaltenden Selbstdeklarationen in Frankreich und Italien annualisiert aber "am unteren Ende des mittelfristigen Zielbereichs von 4-6%". Die Bruttomarge stieg in den ersten vier Monaten auf über 100 Basispunkte (BP) (2014: 94 BP). Die Cost/Income-Ratio lag noch "leicht unterhalb" des mittelfristigen Zielbereichs von 65-70%.

AKTIENKURS: Der Kurs der Julius Bär-Aktie hat im laufenden Jahr um rund 19% zugelegt und sich damit besser entwickelt als der Bluechip-Index SMI (+3,7%). Bereits im Jahr 2014 hatte die Bär-Aktie mit einem Anstieg um gut 25% den Gesamtmarkt klar übertroffen.

hr/tp/ab

(AWP)

 

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24.06.2015 10:08
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ZKB erhöht auf Übergewichten!
24.06.2015 08:26
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Julius Bär stellt 350 Millionen Dollar zurück
 

Der Vermögensverwalter Julius Bär steht im Steuerstreit mit den USA vor einer Einigung mit dem amerikanischen Justizministerium (DoJ).

Die Vergleichsverhandlungen mit dem US-Justizdepartement seien nun so weit gediehen, dass Julius Bär eine vorläufige Einschätzung eines wahrscheinlichen und ungefähren Betrags vornehmen könne, der für den Abschluss eines Vergleichs erforderlich sei, schrieb die Bank. Der Betrag widerspiegele das "gegenwärtige Verständnis und den derzeitigen Stand der Vorbesprechungen mit dem DoJ betreffend den angestrebten Vergleich" und könne sich noch ändern.

Die Rückstellungen würden das Halbjahresresultat belasten, hiess es weiter. Wäre die Rückstellung bereits Ende April 2015 gebildet worden, hätten die BIZ Gesamtkapitalquote der Gruppe 20,9% und die BIZ Kernkapitalquote (Tier 1) 19,6% betragen. Julius Bär veröffentlicht am 20. Juli Halbjahreszahlen.

Kein fester Zeitplan

Obwohl kein fester Zeitplan für einen abschliessenden Vergleich bestehe, werde Julius Bär weiter darauf hinarbeiten, diese bedauerliche Altlast möglichst bald zu bereinigen, so die Bank weiter. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ergänzte ein Sprecher von Julius Bär, die US-Behörden hätten für einen Vergleich im Steuerstreit kein Schuldeingeständnis gefordert.

Zur Zeit ist noch nicht bekannt, wie hoch die US-Vermögen bei Julius Bär waren, die vor dem US-Fiskus versteckt wurden. Diese Zahl gibt das DOJ erst bei der definitiven Einigung bekannt. Grundsätzlich sind Strafzahlungen von bis zur Hälfte der versteckten Gelder vorgesehen.

Das US-Justizministerium hatte seit Jahren gegen Schweizer Banken ermittelt und zur Beilegung des Steuerstreits 2013 ein Selbstanzeigeprogramm angeboten. Weil die US-Behörden damals aber schon ein Verfahren gegen Julius Bär wegen mutmasslichen Steuerdelikten eingeleitet hatten, landete die Bank automatisch in Kategorie 1.

ZKB noch ausstehend

In dieser Kategorie waren auch die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie die Bank Leumi, die sich alle mit hohen Bussgeldzahlungen freikauften: Die Bank Leumi zahlte 400 Mio USD, die UBS 780 Mio und bei der Credit Suisse waren es gar 2,6 Mrd.

Noch nicht abgeschlossen sind die Vergleichsverhandlungen neben Julius Bär bei der Zürcher Kantonalbank und rund zehn weiteren in der Kategorie 1 eingeteilten Banken.

(AWP)

 

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17.06.2015 14:13
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Fifa-Skandal: Interne Untersuchung bei Bär
 

Julius Bär hat in Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal beim Weltfussballverband Fifa eine interne Untersuchung eingeleitet.

"Wir kooperieren vollumfänglich mit den Behörden", erklärte ein Sprecher am Mittwoch. Er wollte weder sagen, um welche Behörden es sich handelt noch um den Zeitpunkt, zu dem die Untersuchung eingeleitet wurde.

Zuvor hatte die Schweizer Strafverfolgungsbehörde erklärt, dass sie im Zuge ihrer Ermittlungen rund um die Vergabe der Fußballweltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar 104 Bankverbindungen identifiziert habe. In 53 Fällen bestehe Verdacht auf Geldwäsche. Bär gehört neben der UBS zu den Banken, die in der Fifa-Anklageschrift des US-Justizministeriums erwähnt wurden.

(Reuters)

 

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26.05.2015 08:39
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Kommt Bank Bär mit geringerer Busse davon?
 

Die Julius Bär Gruppe könnte laut einem Zeitungsbericht im US-Steuerstreit um unversteuerte Vermögen mit einer geringeren Busse davon kommen als bisher erwartet. Die Aktie reagiert positiv.

Als Grund nennt das Wall Street Journal (online) in einem Bericht, dass der Schweizer Vermögensverwalter den US-Behörden offenbar freiwillig Informationen in diesem Zusammenhang angeboten habe.

Laut den Quellen des US-Blattes hat der Julius Bär Verwaltungsrat bereits 2009 versucht, dem US-Justizdepartement Details im Zusammenhang mit der Angelegenheit zukommen zu lassen, die Bank sei dann aber von den Schweizer Behörden zurückgepfiffen worden.

Laut dem Blatt dürfte ein Entscheid über eine Busse in den nächsten zwei Monaten fallen. Analysten rechnen mit einem Betrag von bis zu 900 Mio USD für das Verfahren, das 2011 angefangen hat.

Julius Bär gehört zu den gut einem Dutzend sogenannten Kategorie 1 Banken, gegen die bereits seit längerer Zeit ein Strafverfahren in den USA läuft; davon hat erst die Credit Suisse vor rund einem Jahr den Fall abgeschlossen. Zur Gruppe 1 gehören neben Julius Bär u.a. auch die ZKB, die Basler Kantonalbank oder Pictet.

Die Aktie von Julius Bär reagiert vorbörslich positiv auf die News und wird in einem leicht schwächeren Gesamtmarkt rund 1 Prozent höher gestellt.

(AWP)

 

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19.05.2015 08:50
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Julius Bär spürt Frankenstärke
 

Die Julius Bär-Gruppe hat in den ersten vier Monaten 2015 die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB zu spüren bekommen und muss einen leichten Rückgang der verwalteten Vermögen (AuM) vermelden.

Per Ende April 2015 wurden Vermögen in Höhe von 289 Mrd CHF verwaltet, nach 291 Mrd per Ende des Jahres 2014, wie die Privatbank am Dienstag in einem Zwischenbericht zu den ersten vier Monaten des Jahres mitteilte.

Positiv wirkten sich anhaltende Netto-Neugeldzuflüsse, eine positive Marktentwicklung und der Transfer von 4,3 Mrd CHF von Leumi Schweiz im März 2015 aus. Der negative Effekt wegen der starken Aufwertung des Frankens gegenüber den meisten Währungen belief sich auf 19 Mrd CHF, wie es heisst. Der Währungseffekt habe sich zusammen mit den anhaltenden Selbstdeklarationen in Frankreich und Italien teilweise auf den Netto-Zufluss ausgewirkt, der sich annualisiert "am unteren Ende des mittelfristigen Zielbereichs von 4-6%" bewegte.

Die Bruttomarge stieg laut den Angaben in den ersten vier Monaten auf über 100 Basispunkte (BP) an, nachdem die Marge im Gesamtjahr 2014 noch 94 BP betragen hatte. Die "deutliche Zunahme des Kundenengagements" war von der höheren Marktvolatilität getrieben, was besonderes im Januar unmittelbar nach dem SNB-Entscheid zu hohen Volumen geführt habe. In der Periode Februar bis April 2015 bewegte sich die Bruttomarge leicht unter 100 Basispunkten.

Die Cost/Income-Ratio verbesserte sich den Angaben zufolge leicht und lag "leicht unterhalb" des mittelfristigen Zielbereichs von 65-70%. Dazu habe der klar Anstieg der Bruttomarge beigetragen, aber auch die mittlerweile voll wirksamen Kostensynergien im Zusammenhang mit der Integration des Internationalen Wealth Management-Geschäfts von Merrill Lynch.

Die BIZ Kernkapitalquote (Tier 1) betrug per Ende April 21,1% (2014: 22,0%), die BIZ Gesamtkapitalquote bei 22,4% (23,4%). Weiterhin übertrifft die Gruppe damit ihre Zielwerte von 12% respektive 15% deutlich.

 

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