Julius Bär

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Julius Bär übernimmt Mehrheit

Julius Bär übernimmt Mehrheit an Vermögensverwalter aus Mexiko

Die Privatbank Julius Bär erhöht ihren Anteil am mexikanischen Vermögensverwalter NSC Asesores auf 70 Prozent.

04.03.2019 07:23

Julius Bär übernehme weitere 30 Prozent an dem Institut mit einem verwalteten Kundenvermögen von rund 3,5 Milliarden Dollar, teilte die Bank am Montag mit. Angaben zum Kaufpreis machte Bär nicht. Der Zukauf wirke sich unmittelbar positiv auf den Gewinn der Privatbank aus. Der Einfluss auf die Kapitalquoten werde gering ausfallen.

An NSC Asesores, einem der grössten unabhängigen Vermögensverwalter in Mexiko, ist Julius Bär seit 2015 beteiligt. Aufgrund der erfolgreichen Entwicklung der Partnerschaft habe sich Julius Bär entschlossen, ihre Beteiligung zu erhöhen, heisst es in der Mitteilung. Mexiko sei die zweitgrösste Volkswirtschaft Lateinamerikas und stelle für Julius Bär einen Kernmarkt in der Region dar, so die Bank.

Das derzeitige Managementteam von NSC Asesores unter der Leitung von CEO Claudio Núñez und seiner Stellvertreterin Mariví Esteve de Murga bleibt bestehen.

(AWP/Reuters)

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Julius-Bär-Chef Hodler hat im

Julius-Bär-Chef Hodler hat im letzten Jahr 6,16 Millionen verdient

Der Chef des Vermögensverwalters Julius Bär, Bernhard Hodler, hat im vergangenen Jahr 6,16 Millionen Franken verdient. Das ist mehr als die 4,82 Millionen aus dem Jahr 2017, was jedoch kaum überrascht. Denn Hodler übernahm damals erst im November die Leitung der Bank von Boris Collardi, der als Partner zur Genfer Privatbank Pictet gewechselt war.

18.03.2019 08:12

Der Lohn Hodlers setzt sich aus dem Basissalär von 1,50 Millionen Franken, Beiträgen in die Pensionskasse in Höhe von 0,51 Millionen sowie variable Entschädigungen im Umfang von 4,15 Millionen zusammen, wie aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Doch auch Collardi erhielt im letzten Jahr noch Geld von der Bank. Er schied nach Ablauf der sechsmonatigen Kündigungsfrist offiziell erst im Mai 2018 aus der Gruppe aus. Julius Bär bezahlte Collardi ein Basissalär von 0,62 Millionen und Sozial- sowie Unfallversicherungsbeiträge von 0,10 Millionen. 2017 hatte Collardi insgesamt 1,72 Millionen erhalten.

Mit den Vergütungen an Collardi erhöhten sich im vergangenen Jahr die gesamten Leistungen, die an die Mitglieder der Geschäftsleitung bezahlt wurden. Sie beliefen sich auf 20,6 Millionen nach 17,7 Millionen im Vorjahr.

Die Gesamtvergütung an den zehnköpfigen Verwaltungsrat erhöhte sich derweil leicht auf 3,82 Millionen nach 3,73 Millionen. Verwaltungsratspräsident Daniel Sauter kommt für das Geschäftsjahr 2018 erneut auf einen Lohn von 1,10 Millionen.

mk/rw

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Julius Bär an der Börse im

Julius Bär an der Börse im Zuge von Übernahmefantasien gesucht

Eigentlich müssten die Aktien von Julius Bär am Mittwochnachmittag unter Verkaufsdruck stehen. Denn seit dem Vorabend ist bekannt, dass die Papiere der Zürcher Bank schon in wenigen Tagen aus dem renommierten Swiss Market Index ausscheiden. Dass sich die Aktien stattdessen einer regen Nachfrage erfreuen, begründen Händler mit Übernahmefantasien.

03.04.2019 16:33

Um 16.22 Uhr gewinnen Julius Bär Namen bei stark anschwellenden Umsätzen gut 3,5 Prozent auf ein Tageshöchst von 43,07 Franken. UBS Namen steigen um 1,5 Prozent auf 12,51 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert im Gegenzug um 0,2 Prozent über dem Schlussstand vom Vortag.

Händler verweisen dabei auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die UBS strategische Möglichkeiten in der Vermögensverwaltung auslote und dabei eine Übernahme der deutschen DWS geprüft habe.

Im hiesigen Berufshandel wird auch Julius Bär als ein potenzielles Übernahmeziel für die UBS oder eine andere Grossbank genannt. Spekulationen zufolge ist Julius Bär auf der Suche nach einem neuen Firmenchef.

Es sei nicht auszuschliessen, dass diese Suche gar in einem Verkauf des Unternehmens ende. Das wiederum sorge für Fantasie, heisst es weiter. In den letzten Jahren wurde schon der Credit Suisse gerüchtweise ein Interesse an Julius Bär nachgesagt.

Nachdem den Valoren von Julius Bär 2018 die undankbare Rolle des Schlusslichts unter den SMI-Titeln zuteil wurde, zählen sie mit einem Plus von knapp 23 Prozent zu den diesjährigen Gewinnern.

lb/kw

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Ausblick Julius Bär: AuM nach

Ausblick Julius Bär: AuM nach 4 Monaten von 410 Milliarden Franken erwartet

Die Privatbankengruppe Julius Bär publiziert am Freitag, 24. Mai, einen Zwischenbericht über den Geschäftsverlauf in den ersten vier Monaten 2019. Insgesamt haben sechs Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

23.05.2019 14:00

Per 30.04.2019E (in Mrd Fr.) AWP-Konsens 31.12.2018A Kundenvermögen (AuM) 410 382 (in BP) AWP-Konsens 30.04.2018A Bruttomarge 86 93 (in Wacko AWP-Konsens 30.04.2018A Nettoneugeld (NNM) 5 5 Cost/Income-Ratio 69 67

FOKUS: Julius Bär publiziert in ihren "Interim Statements" neben der Höhe der verwalteten Vermögen jeweils meist nur qualitative Angaben zu weiteren Kennzahlen wie Bruttomarge oder Neugeldentwicklung. Bei den verwalteten Vermögen erwarten die Analysten einen klaren Anstieg dank der positiven Entwicklung der Finanzmärkte seit Jahresbeginn. Weniger zuversichtlich sind die Erwartungen bezüglich der Margen, die zum Vorjahr tiefer gesehen werden. Keine Neuigkeiten werden zur italienischen Tochter Kairos erwartet, um die es seit einiger Zeit Verkaufsgerüchte gibt.

ZIELE: Zu den mittelfristigen Zielen von Julius Bär gehört ein Neugeldwachstum von 4-6% und eine Vorsteuer-Gewinnmarge von 25-28 Basispunkten. Die Cost/Income-Ratio wird "unter 68%" angepeilt. Zudem will die Bank eine Rendite auf dem Kernkapital von über 32 Prozent erreichen.

PRO MEMORIA: Im April hatten die Julius Bär-Aktionäre Romeo Lacher zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Er löst in dem Amt Daniel Sauter ab, der nach sieben Jahren als Julius Bär-Präsident zurücktrat. Lacher ist derzeit auch Verwaltungsratspräsident des Börsenbetreibers SIX. Er will das Amt bei der SIX allerdings bis spätestens 2020 niederlegen.

Seit April gehört die Julius Bär-Aktie nicht mehr zum Bluechip-Index SMI. In einer ausserordentlichen Index-Anpassung wurden neu die Titel des vom Pharmakonzern Novartis abgespaltenen Augenheilunternehmens Alcon in den Schweizer Leitindex aufgenommen, Julius Bär sind noch im "Swiss Leader Index" (SLI) der 30 grössten Titel der Schweizer Börse vertreten.

Bei der italienischen Vermögensverwaltungstochter Kairos ist Fabio Bariletti per Mitte April zum neuen CEO ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Paolo Basilico an, einem der Gründer von Kairos.

In Brasilien kündigte Julius Bär im April eine Partnerschaft mit dem lokalen digitalen Finanzberater Magnetis an. In Thailand gründet die Privatbank ausserdem mit der Siam Commercial Bank ein Joint Venture, das sich um die besonders wohlhabenden Kunden, die sogenannten High Net Worth Individuals, kümmern soll.

Julius Bär zudem hat ihre Beteiligung am mexikanischen Vermögensverwalter NSC Asesores von 40 auf 70 Prozent aufgestockt, wie sie im März mitteilte. NSC Asesores laut Bär einer der grössten unabhängigen Vermögensverwalter in Mexiko und verwaltet Kundenvermögen von rund 3,5 Milliarden US-Dollar.

Im Bereich digitaler Vermögenswerte will Julius Bär künftig mit der SEBA Crypto zusammenarbeiten. Ziel sei es, den Kunden von Bär diesbezüglich "zukunftsweisende Lösungen" zur Verfügung zu stellen, teilte die Bank im März mit. Die Partnerschaft werde in Kraft treten, sobald SEBA die FINMA-Lizenz für Banken und Effektenhändler erhalten hat.

AKTIENKURS: Der Kurs der Julius Bär-Aktie hat im laufenden Jahr um rund 20% zugelegt und sich damit etwas besser entwickelt etwas als der breite SPI-Index (+17,5%). Im vergangenen Börsenjahr 2018 hatten die Bär-Papiere allerdings noch um deutliche 42 Prozent nachgegeben.

jl/an/tp

(AWP)

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Julius Bär erfüllt

Julius Bär erfüllt Analystenprognosen nur teilweise

Julius Bär hat per Ende April mehr Geld verwaltet als von Analysten erwartet. Bei der Profitabilität und Neugeldzufluss hingegen enttäuscht die Privatbank.

Aktualisiert um 07:31

Die Vermögensverwaltungsbank Julius Bär hat in den ersten vier Monaten 2019 von der guten Entwicklung der Finanzmärkte profitiert und die verwalteten Vermögen auf einen neuen Rekordstand gesteigert. Die Neugeldzuflüsse blieben zum Jahresbeginn allerdings unter den eigenen Zielsetzungen.

Die von Julius Bär verwalteten Vermögen beliefen sich Ende April auf 427 Milliarden Franken gegenüber 382 Milliarden per Ende 2018, wie das Institut am Freitag mitteilte. Massgebend sei dafür die "ausgeprägt positive Marktentwicklung" in den letzten vier Monaten sowie Währungseffekte gewesen, dazu kam die erstmalige Konsolidierung des mexikanischen Vermögensverwalter NSC Asesores.

Die Bruttomarge profitierte von vermehrten Kundentransaktionen und erholte sich zum zweiten Halbjahr wieder auf 82 Basispunkte. Gleichzeitig habe sich das Kostenwachstum abgeschwächt, was zu einer Cost-Income-Ratio von "unter 73 Prozent" führte. Angepeilt wird von Julius Bär allerdings ein CI-Ratio von "unter 68%".

Gegenüber den Analystenerwartungen hat Julius Bär mit den verwalteten Vermögen die Prognosen gemäss AWP-Konsens klar übertroffen, erwartet wurden 410 Milliarden Franken. Die Neugeldzuflüsse waren allerdings stärker erwartet worden und auch mit der Bruttomarge (Prognose: 86 Basispunkte) ist der Vermögensverwalter unter den Prognosen geblieben.

Geldzuflüsse unter eigenen Vorgaben

Die Netto-Neugeldzuflüsse beliefen sich annualisiert auf 3 Prozent der Kundenvermögen, womit sie unter der eigenen Zielbandbreite von 4 bis 6 Prozent lagen. Nach einem verhaltenen Jahresbeginn hätten sich die Zuflüsse aber zum Ende der Berichtsperiode beschleunigt, so Bär.

Gebremst wurde die Entwicklung zudem durch Netto-Abflüsse bei den Fonds der italienischen Tochter Kairos sowie "einer geringen Zahl" an Kundenabgängen im Zusammenhang mit der Beurteilung des Kundenrisikos.Noch keinen Einfluss auf die Zahlen hatte das im Februar angekündigte Kostensenkungsprogramm, das zu einer Nettoreduktion des Personalbestands der Gruppe um 2 Prozent bis Ende 2019 führen soll. Die Einsparungen würden sich zum Teil bereits in den Finanzergebnissen für das zweite Halbjahr 2019 niederschlagen und im Jahr 2020 ihre volle Wirkung entfalten, heisst es.

(AWP/cash)

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Julius Bär erhält mit

Julius Bär erhält mit Singapurer Staatsfond neuen Grossaktionär

Die Bank Julius Bär hat einen neuen Grossaktionär. GIC, der Staatsfond der Regierung von Singapur, hält an der Private-Banking-Gruppe neuerdings einen Anteil von 3,09 Prozent, wie Julius Bär am Dienstag im Rahmen einer Pflichtmitteilung bekannt gab.

04.06.2019 08:04

GIC ist damit neben den beiden amerikanischen Investmentgesellschaften BlackRock und Wellington Management sowie dem UBS Fund Management zu einem der der gewichtigsten Anteilseigener der Zürcher Bank geworden.

Der Staatsfonds von Singapur ist hierzulande kein unbekannter Investor. Ins Rampenlicht geriet er 2007 durch sein Engagement bei der damals wegen der Finanzkrise in Not geratenen UBS. Quasi als Retter in der Not erwarb GIC für 11 Milliarden Franken Aktien der Grossbank in Form einer Wandelanleihe. Das entsprach damals einer Beteiligung von rund 9 Prozent.

Gut zehn Jahre später, im Mai 2017, trennte sich GIC dann von einem grossen Teil seiner UBS-Aktien und reduzierte seine Beteiligung auf 2,7 Prozent.

In der Schweiz ist GIC auch am Reisedetailhändler Dufry beteiligt. An diesem hält der Fonds einen meldepflichtigen Anteil von 5,05 Prozent.

sig/rw

(AWP)

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Julius Bär erhöht AT1-Anleihe

Julius Bär erhöht AT1-Anleihe um 25 Mio auf total 325 Mio Fr.

Der Vermögensverwalter Julius Bär hat die vor knapp zwei Wochen aufgelegte Additional Tier 1-Anleihe (AT1) um 25 Millionen Franken erhöht. Total beläuft sich das Volumen des mit einem Coupon von 2,375 Prozent verzinsten Papiers damit auf 325 Millionen.

17.06.2019 14:35

Es handle sich um die finale Möglichkeit zur Erhöhung des Anleihebetrags, teilte die Bank am Montag mit. Das Papier mit unbegrenzter Laufzeit wurde bei institutionellen Investoren und Privatbanken in der Schweiz platziert und soll Julius Bär dabei helfen, die Kapitalstruktur zu optimieren.

Liberiert wird die Anleihe am 25. Juni und ab dem 21. Juni soll sie im Handel an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange aufgenommen werden. Die erste optionale Rückzahlungsfrist sei am 25. September 2025 oder danach jährlich zum Fälligkeitsdatum des Coupons, wie Julius Bär Anfang Monat mitteilte.

Die Ratingagentur Moody's habe dem Instrument das Rating Baa2 verliehen.

mk/pre

(AWP)

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Privatbank Bär wählt neuen

Privatbank Bär wählt neuen Chef aus den eigenen Reihen

Julius-Bär-Konzernchef Bernhard Hodler geht nach zwei Jahren an der Spitze. Kadermann Philipp Rickenbacher soll Anfang September neuer CEO der Vermögensverwaltungsgruppe werden.

Aktualisiert um 07:57

Der Verwaltungsrat von Julius Bär habe Philipp Rickenbacher per 1. September 2019 als Teil der Langzeit-Nachfolgeplanung zum neuen CEO ernannt, wurde am Montagmorgen mitgeteilt. Der jetzige CEO Bernhard Hodler werde per 31. August 2019 zurücktreten. 

Das Kontrollgremium hat Insidern zufolge bereits vor einiger Zeit mit der Suche nach einem Nachfolger für Hodler begonnen. Dieser steht nach dem überraschenden Abgang des früheren Bär-Chefs Boris Collardi seit November 2017 an der Spitze der Bank und galt als Übergangskandidat. Er war damit beschäftigt, Rechtsfälle aus den vergangenen Jahren abzuarbeiten.

Mit Rickenbacher wählte der Verwaltungsrat einen interenen Kandidaten. Der 48-jährige ist derzeit Head of Intermediaries & Global Custody von Julius Bär. Er hat nach seiner Karriere bei McKinsey seit 15 Jahren für Bär gearbeitet und war zuletzt auch in Rollen im Vorstand tätig.

Die Wahl fällt eher überraschend aus, denn Rickenbacher ist ausserhalb der Bank relativ wenig bekannt. In den vergangenen Tagen hatte es Gerüchte gegeben, dass Iqbal Khan neuer Chef der Bank werden könnte. Khan hat vor wenigen Tagen einen Top-Posten im Private Banking der Credit Suisse verlassen. 

(cash/Reuters)

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Gewinn von Julius Bär

Gewinn von Julius Bär schrumpft

Die Zurückhaltung verunsicherter reicher Privatkunden bei Handelsgeschäften hat der Privatbank Julius Bär im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang eingebrockt.

22.07.2019 07:40

Der adjustierte Konzerngewinn für die ersten sechs Monate verminderte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 19 Prozent auf 391 Millionen Franken, wie die Vermögensverwaltungsbank am Montag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein um 23 Prozent tieferer Konzerngewinn nach IFRS von 343 Millionen Franken.

Zum Semesterende verwaltete die Bank Vermögen in der Höhe von 412 Milliarden Franken, rund 15 Milliarden Franken weniger als noch per Ende April 2019, aber rund 8 Prozent mehr als noch per Ende 2018.

Insgesamt flossen der Bank in den ersten sechs Monaten 6,2 Milliarden Franken zu gegenüber 9,9 Milliarden im gleichen Vorjahreszeitraum. Das entsprach einem annualisierten Netto-Neugeldzufluss von 3,2 Prozent, womit die Bank unter dem eigenen Zielbereich von 4 bis 6 Prozent blieb. Unter Ausklammerung der italienischen Tochter Kairos hätten sich die Nettozuflüsse zufriedenstellend und innerhalb der angestrebten Bandbreite entwickelt, so Julius Bär - dies dank stabilen Zuflüssen von Kunden aus Asien, Europa und dem Nahen Osten.

Die Vermögensverwalterin erwirtschaftete im ersten Semester einen Betriebsertrag von 1,70 Milliarden Franken, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert um 5 Prozent entsprach. Gegenüber der gedrückten zweiten Hälfte 2018 sei der Betriebsertrag aber um 8 Prozent gestiegen.

Das Anfang 2019 eingeleitete Kostensenkungsprogramm im Umfang von 100 Millionen Franken sei auf Kurs, heisst es weiter. Die resultierenden Kosteneinsparungen dürften sich zum Teil bereits in den Finanzergebnissen für das zweite Halbjahr 2019 niederschlagen und 2020 dann ihre volle Wirkung entfalten, verspricht Julius Bär. Im Zusammenhang mit dem Programm fielen im ersten Halbjahr einmalige Abfindungskosten von 17 Millionen Franken an.

(Reuters/SDA)

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Verkäufer von Julius-Bär

Verkäufer von Julius-Bär-Aktien hat einen Namen

Mit T. Rowe Price reduziert innerhalb nur weniger Wochen bereits der zweite Grossaktionär in Folge seine Beteiligung an Julius Bär. Was der neue Firmenchef damit zu tun haben könnte.

09.08.2019 08:20

Von Lorenz Burkhalter

Schon seit Tagen leidet die Aktie von Julius Bär unter einer geheimnisvollen Kursschwäche. Zum einen geheimnisvoll, weil bisweilen keine Neuigkeiten vorlagen, die die Kursschwäche erklären würden. Zum anderen aber auch, da im hiesigen Berufshandel von auffälligen Titelverkäufen aus dem amerikanischen Raum die Rede war.

Seit dem frühen Freitagmorgen hat der Verkäufer nun einen Namen. Wie einer Offenlegungsmeldung an die Schweizer Börse SIX entnommen werden kann, hat der Grossaktionär T. Rowe Price seine Beteiligung auf unter 3 Prozent reduziert.

Kursentwicklung der Aktie von Julius Bär während der letzten zwei Wochen (Quelle: www.cash.ch)

Viel Geld dürfte der bekannte US-Vermögensverwalter, er betreut Kundenvermögen in Höhe von 900 Milliarden Dollar, wohl nicht verdient haben. Als er seine Beteiligung im März dieses Jahres zum ersten Mal seit Oktober 2016 wieder auf über 3 Prozent erhöhte, kostete die Aktie noch gut 42 Franken.

Viele hatten sich einen neuen Firmenchef von Ausserhalb erhofft

Dass die Julius-Bär-Aktie am heutigen Freitagmorgen im vorbörslichen Handel nur um 0,2 Prozent auf einen Mittelkurs von 39 Franken, lässt Beobachtern zufolge vermuten, dass T. Rowe Price nicht länger als Verkäufer in Erscheinung tritt.

Der US-Vermögensverwalter ist übrigens nicht der erste Grossaktionär, der sich aus dem Aktionariat von Julius Bär zurückzieht. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass der Rivale Wellington seine Beteiligung von 4,97 auf 2,97 Prozent reduziert hat.

Über die Gründe für diesen Exodus lässt sich zwar nur spekulieren. Allerdings folgen die beiden Beteiligungsveränderungen unmittelbar auf die Ernennung von Philipp Rickenbacher zum Nachfolger von Firmenchef Bernhard Hodler. Rickenbacher stiess bereits 2004 von McKinsey zu Julius Bär. Wie es im hiesigen Berufshandel heisst, habe man sich gerade im angelsächsischen Raum einen externen und keinen internen Nachfolger für den ausscheidenden Hodler erhofft. Unter Rickenbacher dürfte bei Julius Bär vieles beim Alten bleiben, so der Tenor.

Mit einem Plus von knapp 12 Prozent seit Jahresbeginn braucht sich die Aktienkursentwicklung von Julius Bär nicht zu verstecken. Denn die Aktie der Credit Suisse notiert nur um gut 4 Prozent höher als Ende Dezember, bei jener der UBS errechnet sich sogar ein Minus von mehr als 13 Prozent.

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Julius Bär wirbt neues

Julius Bär wirbt neues Brasilien-Team mit fünf Personen von der CS ab

Die Privatbank Julius Bär stellt per Anfang November ein neues Team für den brasilianischen Markt mit fünf Personen ein. Die neuen Angestellten wechseln alle von der Grossbank Credit Suisse zu Julius Bär. Sie werden von Zürich aus arbeiten.

02.10.2019 08:38

Mit dem neuen Team wolle Julius Bär das Engagement in seinem Schlüsselmarkt Brasilien verstärken, teilte der Zürcher Vermögensverwalter am Mittwoch mit. Geleitet wird das Team von Jorge Torea, der bereits bei der Credit Suisse für die internationale Vermögensverwaltungsgeschäft in Brasilien zuständig war.

Julius Bär ist in Brasilien mit seinen Tochtergesellschaften GPS und Reliance nach eigenen Angaben der grösste unabhängige Vermögensverwalter. Seit Ende August operiere die Bank in dem südamerikanischen Land unter der neu lancierten Marke "Julius Baer Family Office" mit über 200 Angestellten, heisst es in der Mitteilung.

tp/ra

(AWP)

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Julius Bär verkleinert

Julius Bär verkleinert Geschäftsleitung auf neun von bisher 15 Personen

(Meldung durchgehend ergänzt) - Der neue Julius-Bär-Chef Philipp Rickenbacher verkleinert die Geschäftsleitungen der Gruppe und Bank. Ab Anfang 2020 sitzen noch neun statt wie bisher 15 Personen in den obersten Gremien. Damit werden die Zuständigkeiten mehrerer der verbleibenden Geschäftsleitungsmitglieder erweitert.

03.10.2019 08:12

Mit der neuen Organisationsstruktur würden "Kompetenzen und Marktzuständigkeiten gebündelt" und der" Kundenfokus erhöht", teilte Julius Bär am Donnerstag mit. Nicht mehr in der Geschäftsleitung vertreten sein werden Kommunikationschefin Larissa Alghisi Rubner und Chefjurist Christoph Hiestand. Sie berichten weiterhin an CEO Rickenbacher.

Die aktuell fünf geografischen Regionen werden in der künftigen Organisationsstruktur in drei "Fronteinheiten" zusammengefasst. Yves Robert-Charrue, derzeit Leiter Europa, erhält neu das Ressort "Schweiz & Europa, Naher Osten und Afrika". In der Geschäftsleitung verbleiben zudem die Leiterin Lateinamerika Beatriz Sanchez und der Leiter Asien-Pazifik Jimmy Lee Kong Eng.

Leiter Schweiz tritt ab

Der derzeitige Leiter Schweiz Gian Rossi verlässt die Bankengruppe "im gegenseitigen Einvernehmen", wie es in der Mitteilung heisst. Er trete Ende 2019 ab, nachdem er die reibungslose Übergabe seines Bereichs sichergestellt habe.

Der bisherige Leiter Emerging Markets Rémy Bersier wird zum "Chairman Private Banking Key Clients" ernannt, wird aber nicht mehr in der Geschäftsleitung vertreten sein. Er soll in der neuen Funktion die Entwicklung des Kundensegment der sehr reichen Personen (Ultra-High-Net-Worth-Kunden) unterstützen. Zudem bleibt er Chairman der Bank Julius Baer Monaco.

Einheiten zusammenführen

Die Einheit Markets, die bisher von dem aus der Geschäftsleitung ausscheidenden Luigi Vignola geführt wurde, soll unter Führung von Finanzchef Dieter Enkelmann mit dem Treasury- und dem Kredit-Management zusammengeführt werden. Das Intermediärgeschäft untersteht künftig dem Chief Operating Officer (COO) Nic Dreckmann, der es zuletzt bereits interimistisch geführt hatte.

Der 48-jährige Philipp Rickenbacher war im Juli zum neuen CEO der Julius Bär-Gruppe und Nachfolger von Bernhard Hodler ernannt worden. Er hatte die Führung des Vermögensverwalters per Anfang September übernommen. Vor seiner Amtsübernahme war er in der Julius Bär-Geschäftsleitung für das Intermediär-Geschäft zuständig.

tp/ys

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Verhaltener Einstand des

Verhaltener Einstand des neuen Julius-Bär-Chefs

Der Zwischenbericht von Julius Bär nach zehn Monaten ist von Licht und Schatten geprägt. Punkten kann die Zürcher Bank mit der Bekanntgabe eines Aktienrückkaufprogramms. Die Aktie liegt vorbörslich im Angebot.

19.11.2019 08:16

Von Lorenz Burkhalter

Seit nunmehr neun Wochen ist Firmenchef Philipp Rickenbacher bei Julius Bär am Ruder. Nicht zuletzt auch deshalb wurde der Zwischenbericht für die ersten zehn Monate mit Spannung erwartet.

Was die traditionsreiche Zürcher Bank zu berichten weiss, reisst allerdings niemanden so richtig vom Hocker. Das Neugeldwachstum hat sich zwischen Juli und Oktober weiter verlangsamt und verfehlt nach zehn Monaten mit "knapp unter 3 Prozent" sowohl die bei 3,6 Prozent liegenden Analystenerwartungen als auch unter der firmeneigenen Zielbandbreite von 4 bis 6 Prozent. Das Unternehmen selbst rechnet denn auch nicht mehr damit, diese Bandbreite im laufenden Jahr noch erreichen zu können.

Auch die Bruttomarge erfährt zwischen Juli und Oktober eine weitere Verschlechterung, bewegt sich mit "etwas über 82 Basispunkten" aber immerhin im Rahmen der Erwartungen.

Punkten können Rickenbacher und seine Mitstreiter vor allem mit einem mit 400 Millionen Franken dotierten Aktienrückkaufprogramm.

Dennoch liegt die Aktie von Julius Bär vorbörslich im Angebot. Zum Mittelkurs von 46,30 Franken errechnet sich ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. Beobachtern zufolge verhindert das bekanntgegebene Aktienrückkaufprogramm ein stärkeres Abrutschen.

Julius-Bär-Aktie stellt jene von UBS und CS in den Schatten

Die unterkühlte Börsenreaktion dürfte vor allem den für Mediobanca tätigen Bankenanalysten freuen. Er stufte die Julius-Bär-Aktie unmittelbar vor dem Wochenende mit einem Kursziel von 40 Franken von "Neutral" auf "Underperform" herunter (der cash Insider berichtete). Rückblickend erwies sich die damit einhergehende Warnung des Analysten vor einem wenig erbaulichen Zwischenbericht als richtig.

Mit einem Kursplus von 32 Prozent seit Jahresbeginn steht die Aktie bei den Vertretern aus dem 30 Titel starken Swiss Leaders Index (SLI) allerdings noch immer weit oben auf der diesjährigen Gewinnerliste. Die Julius-Bär-Aktie stellt damit jene der beiden direkten Rivalen UBS (+ 4 Prozent) und Credit Suisse (+ 22 Prozent) klar in den Schatten.

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Ist bei Julius Bär der

Ist bei Julius Bär der Aktienrückkauf gefährdet?

Julius Bär muss im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit Rückstellungen in Millionenhöhe buchen. Das schmälert den Jahresgewinn und weckt Zweifel am Aktienrückkaufprogramm. Der Kurs der Aktie fällt vorbörslich.

Aktualisiert um 08:32

Von Lorenz Burkhalter

Julius Bär unterliegt im sogenannten "Cantrade-Rechtsstreit" mit der deutschen Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS). Es geht um rund 97 Millionen Franken plus Zinsen. Die Zürcher Bank will das Urteil zwar am Bundesgericht anfechten und die Summe im Fall einer erneuten Niederlage bei der früheren Cantrade-Mutter UBS geltend machen.

Allerdings muss Julius Bär vorsorglich Rückstellungen in Höhe von 153 Millionen Franken bilden. Es ist nach dem knapp 100 Millionen Franken schweren Goodwill-Abschreiber auf Kairos bereits die zweite Hiobsbotschaft für die Aktionäre innerhalb weniger Wochen.

Und obwohl noch nicht klar ist, ob das Bundesgericht das Urteil bestätigt und die Zürcher Bank die Kosten auch wirklich selber tragen muss, verliert die Julius-Bär-Aktie am frühen Donnerstagmorgen im vorbörslichen Handel 1,4 Prozent auf einen Mittelkurs von 45,45 Franken.

Das Handelsgeschehen wird von der Angst überschattet, wonach das Mitte November angekündigte Aktienrückkaufprogramm gefährdet sein könnte. Denn neben dem "Cantrade-Rechtsstreit" sind weitere möglicherweise kostspielige Rechtsfälle offen.

Eigenen Angaben zufolge will das Unternehmen bis Februar 2021 für 400 Millionen Franken eigene Aktien zurückkaufen. Zumindest in Analystenkreisen gibt man diesbezüglich aber Entwarnung und hält diese Ängste für übertrieben.

Beste Schweizer Grossbankaktie in diesem Jahr

Wie der für Vontobel tätige Bankenanalyst in einer ersten Stellungnahme schreibt, sei Julius Bär nach dem jüngsten Urteil des Obergerichts Zürich gezwungen, die gesamte Streitsumme buchhalterisch zurückzustellen. Ausserdem lasse die Übernahmevereinbarung für Cantrade von 2005 ein Regress auf die UBS als früheres Mutterhaus zu, so ergänzt er. Das Anlageurteil lautet weiterhin "Hold" und das Kursziel 44 Franken.

Nachdem die Aktie von Julius Bär 2018 zu den Verlierern aus dem Swiss Market Index (SMI) zählte und aus dem viel beachteten Börsenbarometer ausschied, scheint sie mittlerweile rehabilitiert. Mit einem Kursplus von gut 30 Prozent hat die Aktie gegenüber jenen der beiden anderen Schweizer Grossbanken UBS (-3,4 Prozent) und Credit Suisse (+18,6 Prozent) die Nase vorn.

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Banken steuern auf die

Banken steuern auf die grössten Stellenstreichungen seit 2015 zu

Die Banken rund um den Globus haben den grössten Stellenabbau seit vier Jahren angekündigt.

28.12.2019 18:28

Kosteneinsparungen stehen auf der Tagesordnung angesichts einer Abkühlung der Konjunktur und der Anpassung an die digitale Technologie.

In diesem Jahr haben mehr als 50 Banken Pläne zur Streichung von insgesamt 77'780 Arbeitsplätzen angekündigt, wie aus Mitteilungen von Unternehmen und Gewerkschaften hervorgeht. Das ist der stärkste Jobabbau seit 2015 mit damals 91'448 Stellen. Fast 82 Prozent des Gesamtvolumens entfällt auf Banken in Europa, die noch auf Jahre hinaus der zusätzlichen Belastung durch Negativzinsen ausgesetzt sind.

Die Einschnitte von 2019 bringen die Summe der letzten sechs Jahre auf über 425'000. Die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich höher, da viele Banken Mitarbeiter entlassen, ohne ihre Pläne offenzulegen. Morgan Stanley ist das jüngste Unternehmen mit einer Effizienzoffensive zum Jahresende und der Streichung von rund 1500 Stellen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Laut Chief Executive Officer James Gorman entsprechen die Kürzungen rund 2 Prozent der Belegschaft der Bank.

Die diesjährigen Zahlen unterstreichen auch die Schwäche der europäischen Banken, nachdem die exportorientierte Wirtschaft der Region mit internationalen Handelskonflikten konfrontiert ist und die Negativzinsen die Krediterträge weiter belasten. Anders ist die Lage in den USA. Dort haben staatliche Programme und steigende Zinsen den Kreditinstituten zu einer raschen Erholung nach der Finanzkrise verholfen, während die Banken in Europa immer noch Schwierigkeiten haben, wieder Tritt zu fassen. Viele entlassen Mitarbeiter und trennen sich von Geschäftsfeldern, um die Rentabilität zu verbessern.

Deutschlands größtes Geldinstitut führt die Liste der geplanten Stellenstreichungen an. Die Deutsche Bank plant, im Laufe des Jahres 2022 18'000 Mitarbeiter zu entlassen. Sie will sich aus einem großen Teil ihres Investmentbanking-Geschäfts zurückziehen. Deutschland hat den am stärksten fragmentierten großen Bankenmarkt in Europa und gehört zu den am meisten von Negativzinsen betroffenen Märkten, da die Banken des Landes mehr Einlagen halten als Wettbewerber im Ausland.

Die Banken werden voraussichtlich auch im nächsten Jahr weitere Personalabbaupläne bekannt geben. Der Vermögensverwalter Julius Bär erwägt aus Kostengründen Stellenstreichungen angesichts des zunehmenden Wettbewerbs und engerer Gewinnspannen, wie Personen mit Kenntnis der Angelegenheit Anfang dieses Monats sagten. Spaniens Banco Bilbao Vizcaya Argentaria plant einem Zeitungsbericht zufolge im Geschäft für Kundenlösungen den Abbau von Arbeitsplätzen und könnte dies auf das Gesamtgeschäft ausweiten.

(Bloomberg)

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Öffnet der neue Julius-Bär

Öffnet der neue Julius-Bär-Chef die Barmittelschatulle?

Mit der Aktie von Julius Bär liess sich 2019 viel Geld verdienen. Die US-Investmentbank Jefferies entdeckt diese jedoch erst jetzt und glaubt, dass die Zürcher Bank zukünftig im grossen Stil eigene Aktien zurückkauft.

15.01.2020 08:15

Von Lorenz Burkhalter

Nach einem schwachen Vorjahr stand die Julius-Bär-Aktie letztes Jahr weit oben auf der Gewinnerliste. 43 Prozent liess sich mit ihr verdienen, die Dividendenzahlung von Mitte Mai mitberücksichtigt sogar fast 48 Prozent.

Das hält Jefferies am frühen Mittwochmorgen allerdings nicht davon ab, im Rahmen einer Erstabdeckung der Zürcher Bank eine Kaufempfehlung für die Aktie auszusprechen. Vom Kursziel von 67 Franken lässt sich auf ein Aufwärtspotenzial von 35 Prozent schliessen.

Kaufempfehlung weckt Ausschüttungsfantasien

Die US-Investmentbank sieht den neuen Firmenchef Philipp Rickenbacher dem Unternehmen anlässlich der Veröffentlichung des Jahresergebnisses vom 3. Februar den persönlichen Stempel aufdrücken. Sie rechnet damit, dass er auf der Kostenseite endlich Anpassungen vornimmt und die Kostenbasis ein Einklang mit den verhalteneren Ertragsaussichten bringt.

Dadurch sollte das Kosten-Ertrags-Verhältnis auf unter 68 Prozent fallen. In den letzten beiden Jahren lag dieses Verhältnis deutlich über 70 Prozent. In Erwartung tieferer Kosten liegen die Gewinnschätzungen von Jefferies für die kommenden Jahre um bis zu 10 Prozent über den durchschnittlichen Erwartungen sämtlicher anderen Banken.

Die Fantasie der Anleger könnte die US-Investmentbank aber insbesondere mit ihren Aussagen zur zukünftigen Ausschüttungspolitik anregen. Nachdem Julius Bär im November erstmals seit acht Jahren wieder ein 400 Millionen Franken schweres Aktienrückkaufprogramm ins Leben rief, sieht sie dieses zu einem Dauerzustand werden. Sprich: Die Zürcher Bank könnte nach dessen Vollzug zusätzlich zur ordentlichen Dividende jährlich für 300 Millionen Franken eigene Aktien zurückkaufen.

Warten auf den 2. Februar

Das wiederum käme einem Bruch zur Strategie unter Rickenbachers Vorgänger Boris Collardi gleich. Collardi setzte mit mehr oder weniger mässigem Erfolg auf ergänzende Firmenübernahmen.

Damit gilt das Interesse bei Julius Bär jetzt erst recht der Veröffentlichung des Jahresergebnisses vom 2. Februar. Jefferies prognostiziert für 2019 Erträge in Höhe von 3,38 Milliarden Franken, einen Vorsteuergewinn von 950 Millionen Franken sowie einen Gewinn von 3,61 Franken je Aktie. Letzteres liegt etwas über den durchschnittlichen Markterwartungen von 3,53 Franken je Titel.

Grösseres Gewicht als die Gewinnentwicklung in der zweiten Hälfte letzten Jahres dürften die Höhe der Jahresdividende sowie Aussagen zur zukünftigen Strategie.

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Julius Bär will mit

Julius Bär will mit Sparprogramm Gewinnerosion stoppen

Der Gewinn der Vermögensverwalterin sackt 2019 um über einen Drittel ab. Analysten beurteilen den neuen Kosten-Ertragssatz. Eine Tageszusammenfassung.

03.02.2020 19:30

Der neue Julius-Bär-Konzernchef Philipp Rickenbacher verabschiedet sich vom Wachstumskurs seiner Vorgänger. Statt bei den Kunden möglichst viel neues Geld einzusammeln, will der ehemalige McKinsey-Berater alles der Gewinnsteigerung der Bank unterordnen. "Das ist die richtige Strategie für Julius Bär in der nächsten Dekade", erklärte Rickenbacher am Montag. Konkret bedeutet dies zunächst einmal vor allem ein neues Sparprogramm. Im laufenden Jahr will der Vermögensverwalter weltweit rund 300 Stellen oder knapp fünf Prozent aller Jobs streichen. Die Anleger reagierten kühl auf die neue Marschroute Rickenbachers und den ebenfalls am Montag veröffentlichten Jahresabschluss. Die Aktie sackte fast vier Prozent ab.

Gewinn bricht ein

Im vergangenen Geschäftjahr brach der Gewinn des weltweit grössten reinen Vermögensverwalters für reiche Privatkunden um 37 Prozent auf 465 Millionen Franken ein. Bär machte für den Rückgang vor allem eine Wertberichtigung auf die unter Vermögensabflüssen leidende italienischen Fondstochter Kairos und eine Rückstellung in Zusammenhang mit einer Klage der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben verantwortlich. Aber auch im Tagesgeschäft verdiente Bär weniger.

Nun will Rickenbacher mit einem Massnahmenpaket gegensteuern. Innerhalb von drei Jahren soll die Bank insgesamt 200 Millionen Franken einsparen. Der Stellenabbau werde sowohl Mitarbeiter mit Kundenkontakt als auch solche in der Abwicklung treffen. "Ich glaube nicht, dass wir damit tief ins Muskelfleisch schneiden", sagte Rickenbacher. Routine-Arbeiten würden zunehmend Roboter übernehmen. Bis zur Jahresmitte will Bär zudem entscheiden, ob sich die Bank aus weiteren Ländern zurückzieht.

Gleichzeitig peilt das Institut im selben Zeitraum auch Mehreinnahmen von über 150 Millionen Franken an. Helfen soll etwa eine verstärkte Vergabe von komplizierten und deshalb lukrativen Krediten, ein Ausbau des Geschäfts mit digitalen Vermögenswerten sowie Preiserhöhungen. Dank dieser Massnahmen soll der bereinigten Vorsteuergewinn ausgehend von den 917 Millionen Franken in 2019 um über zehn Prozent pro Jahr anziehen. Die geplante Verbesserung der Kosten-Ertragsquote bezeichnete ZKB-Analyst Michael Kunz als ambitioniert: "Ein Markteinbruch darf dem Management von daher auf keinen Fall dazwischenkommen."

Das Wachstumsziel 2019 verpasst

Sein ehrgeiziges Wachstumsziel gibt der Vermögensverwalter auf. Bisher hatte sich Bär vorgenommen, jedes Jahr vier bis sechs Prozent neues Geld bei den Kunden einzusammeln, das Ziel 2019 aber verpasst. Vor allem Rickenbachers Vorvorgänger Boris Collardi hatte Bär auf Wachstum getrimmt. Nach seinem Rücktritt im November 2017 wurden aber auch die Schattenseiten dieser Stossrichtung sichtbar. Sein Nachfolger Bernhard Hodler liess nach Korruptions- und Geldwäschefällen Kundenakten durchleuchten und trennte sich auch von einigen Klienten.

"Ein strukturierter Neustart ist notwendig", erklärte der seit September amtierende Rickenbacher. Mit dem Abschied vom Wachstumsziel ist Bär nicht alleine. Vor zwei Wochen preschte die UBS vor. Der Branchenprimus begründete den Verzicht auf ein Neugeld-Wachstumsziel mit den hohen Bargeldbeständen der Kunden. Das lastet gleich doppelt auf den Banken: Zum einen gehen ihnen damit Gebühreneinnahmen verloren. Zum anderen erheben die Zentralbanken in der Euro-Zone und der Schweiz Strafzinsen. In einem solchen Umfeld mache es keinen Sinn, möglichst viel neues Geld anziehen zu wollen, so UBS-Chef Sergio Ermotti.

(Reuters)

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