LafargeHolcim

Lafarge Holcim Aktie 

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Der Zement-Fusion steht nichts mehr im Weg

Die grossen Holcim-Aktionäre Eurocement und Harris unterstützen definitiv die Fusion mit Lafarge. Damit sind alle Unsicherheiten über den nötigen Support an der Generalversammlung vom 8. Mai beseitigt.

http://www.fuw.ch/article/holcim-fusion-nimmt-wichtige-hurde/

 

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Holcim-Lafarge-Fusion im Trockenen

Harris Associates stimme für die Fusion, erklärte eine Sprecherin des US-Fonds am Montag. Harris ist mit einem Anteil von gut sechs Prozent der drittgrößte Eigner des Schweizer Unternehmens. Zuvor hatten sich bereits die beiden größten Eigner Thomas Schmidheiny und Filaret Galchev hinter den Deal gestellt. Damit dürfte der Zusammenschluss praktisch in trockenen Tüchern sein. Die Holcim-Aktionäre stimmen am Freitag über die 40 Milliarden Euro schwere Transaktion ab.

http://www.cash.ch/news/front/holcimlafargefusion_im_trockenen-3320953-449

 

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Aktionärsvereinigung lehnt Holcim-Lafarge-Deal ab

Die drei grössten Aktionäre stehen hinter dem Deal. Kurz vor der Holcim-GV sorgt nun aber die Aktionärsvereinigung Actares für Tumult: Sie lehnt die Fusion mit Lafarge ab.

Die Aktionärsvereinigung Actares hat angekündigt, an der ausserordentlichen Generalversammlung von Holcim am Freitag, 8. Mai, gegen die Fusion mit Lafarge zu stimmen. Das Unternehmen gebe keine Garantien für die Entschärfung von sozialen und ökologischen Folgen dieses Geschäfts, lautet die Kritik. Ausserdem wird eine Schwächung der unternehmerischen Verantwortung befürchtet, heisst es in einer Stellungnahme am Donnerstag.

Als Grund hierfür werden die strukturellen Schwächen der geplanten neuen Gremien genannt, insbesondere das Doppelpräsidium im Verwaltungsrat. Zudem gebe es bei den anderen Mitgliedern des Verwaltungsrats einen Mangel an Unabhängigkeit.

Fünftgrösster Produzent von Treibhausgasen

Weiter kritisieren die Aktionärsvertreter ungenügende Arbeitsplatzgarantien für die bei der Fusion von beiden Parteien ausgelagerten rund 15'000 Angestellten. Auch die Auswirkungen der Fusion auf die Umwelt blieben im Dunkeln. LafargeHolcim wäre die fünftgrösste Produzentin von Treibhausgas weltweit und eine bedeutende Verbraucherin von Wasser und Sand, schreibt die Aktionärsvereinigung weiter.

Die drei grössten Eigner des Zementkonzerns Holcim haben sich bisher positiv zur Fusion geäussert. Thomas Schmidheiny, Filaret Galchev und der US-Fonds Harris Associates stehen geeint hinter dem Deal.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/aktionaersvereinigung-lehnt-hol...

 

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Holcim-Angebot für Lafarge-Aktien läuft vom 1. Juni bis 3. Juli

11.05.2015 19:20

Zürich (awp) - Nachdem die Holcim-Aktionäre am vergangenen Freitag den Weg für die Fusion mit dem französischen Konkurrenten Lafarge freigemacht haben, hat Holcim nun am Montagabend den Angebotsprospekt für den Kauf der Lafarge-Aktien veröffentlicht. Demnach findet die Angebotseröffnung am 1. Juni statt und läuft bis zum 3. Juli 2015, am 9. Juli soll dann das Ergebnis des Angebots veröffentlicht werden.

Das Angebot unterliegt der Voraussetzung, dass Lafarge-Aktien im Umfang von mindestens zwei Dritteln des Aktienkapitals oder der Stimmrechte von Lafarge angedient werden, unter Einbezug der von Lafarge oder ihren Tochtergesellschaften gehaltenen Aktien.

Wenn das Angebot erfolgreich ist, wird es den Angaben zufolge spätestens zehn Handelstage nach der Ergebnis-Veröffentlichung automatisch für zehn weitere Handelstage wiedereröffnet, wie es heisst. Die AMF müsse in einem solchen Fall dann einen Zeitplan veröffentlichen.

Holcim behält sich laut Prospekt das Recht vor, bei der AMF zu verlangen, dass innerhalb von drei Monaten nach Ende der Annahmefrist für das Angebot für die nicht angedienten Lafarge-Aktien ein Squeeze-out durchgeführt wird; dies unter der Voraussetzung, dass diese Aktien nicht mehr als 5% des Aktienkapitals oder der Stimmrechte von Lafarge repräsentieren.

Der detaillierte Angebotsprospektentwurf (exklusiv für Frankreich gültig) kann auf der Homepage von Holcim (www.holcim.com) oder der französischen Finanzmarktaufsicht AMF (www.amf-france.org) eingesehen werden.

uh

(AWP)

 

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Holcims Problem im Zukunftsmarkt Indonesien

Die in Jakarta kotierte Holcim-Tochter ist ein Kernstück des Konzerns – und krankt. Der steigende Strompreis lässt den Gewinn implodieren. Nun baut der Konzern in Indonesien jede zehnte Stelle ab.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/holcims-problem-im-zukunftsmark...

 

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Holcim-Fusion kostet 120 Schweizer Stellen
 

Die Grossfusion mit Lafarge kostet beim Zementkonzern Holcim Stellen.

Das Schweizer will Angaben vom Mittwoch zufolge rund 120 Arbeitsplätze in Konzernfunktionen in der Schweiz streichen, teilte Holcim am Mittwoch mit. Am Vortag hatte die französische Lafarge den Abbau von 380 Stellen angekündigt. Holcim hat nun mit den Arbeitnehmervertretern in der Schweiz den Konsultationsprozess lanciert, um die "Auswirkungen auf die von der Reduktion betroffenen Mitarbeitenden zu minimieren", wie es heisst. Auch Lafarge führe Gespräche mit den Vertretern ihrer Sozialpartner.

Holcim und Lafarge wollen sich bis im August zum weltgrössten Zementkonzern zusammenschließen. Die Zementkonzerne nehmen die Reorganisation ihrer Gruppenfunktionen im Hinblick auf die Fusion zur neuen LafargeHolcim in Angriff. Das Ziel sei die Schaffung einer schlanken Organisation mit "starken Länderorganisationen, regionalen Management-Plattformen sowie Zentralfunktionen", teilte Holcim am Mittwochmorgen mit.

Der Zusammenschluss der beiden Zementkonzerne wird - vorbehältlich der Annahme des öffentlichen Tauschangebots von Holcim durch die Aktionäre von Lafarge - für den Juli 2015 erwartet. Die Umsetzung der neuen Organisation sei für Anfang 2016 geplant, nach Abschluss aller relevanter Dialoge mit den Sozialpartnern in der Schweiz und Frankreich, so Holcim weiter.

Der fusionierte Zementkonzern LafargeHolcim wird auf einen Umsatz von rund 27 Mrd EUR kommen und nach den von den Wettbewerbsbehörden verordneten Verkäufen 115'000 Personen beschäftigen.

(AWP/Reuters)

 

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Neue Holcim-Aktien werden ab 9. Juli an Euronext gehandelt

29.05.2015 15:27

Zürich/Paris (awp) - Die neuen Holcim-Aktien für das Tauschangebot an die Lafarge-Aktionäre werden ab dem 9. Juli an der Euronext Paris gehandelt. Das geht aus einer Medienmitteilung der beiden Zementkonzerne und den betreuenden Banken am Freitag hervor. Demnach hat die französische Autorité des Marchés Financiers (AMF) dem Angebotsdokument, in Anwendung ihrer Konformitätserklärung des öffentlichen Umtauschangebots, eine Visa Nummer zugeteilt.

Der AMF wurden am gestrigen Donnerstag Informationen betreffend der rechtlichen, finanziellen und buchhalterischen Verhältnisse der Holcim Ltd eingereicht und der Öffentlichkeit am heutigen 29. Mai zur Verfügung gestellt, heisst es weiter.

Vor Beginn der Angebotsfrist werden AMF und Euronext Paris einerseits eine Mitteilung publizieren, in welcher der Beginn der Angebotsfrist sowie der Zeitplan für das Angebot bekannt gegeben werden (avis d'ouverture et de calendrier). Andererseits werden sie eine Mitteilung publizieren, welche die Bestimmungen und Bedingungen des Angebots sowie den Zeitplan enthalten wird.

Wie bereits bekannt, soll die Angebotseröffnung am 1. Juni starten und bis zum 3. Juli laufen. Das Ergebnis soll am 9. Juli veröffentlicht werden.

Der Angebotsprospekt ist auf der Website der AMF (www.amf-france.org) sowie auf der Website von Holcim Ltd abrufbar (www.holcim.com).

yr/cf

(AWP)

 

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Holcim-Fusion erreicht finale Phase
 

Die Fusion der Zementkonzerne Holcim und Lafarge erreicht eine letzte Etappe. Das öffentliche Umtauschangebot für alle Aktien von Lafarge und Holcim ist lanciert.

Nach dem Erhalt der Freigabe der französischen Finanzmarktaufsicht AMF am vergangenen Donnerstag habe Holcim am Montag das öffentliche Umtauschangebot für alle Aktien von Lafarge mit einem Umtauschverhältnis von neun Holcim-Aktien für zehn Lafarge-Aktien lanciert, teilten die Gesellschaften gemeinsam mit. Das Angebot gilt, wie bereits bekannt, für 25 Handelstage bis zum 3. Juli 2015. Der Vollzug des geplanten Zusammenschlusses wird nach wie vor für Juli 2015 erwartet.

Mit der Annahme des öffentlichen Umtauschangebots würden die Aktionäre von Lafarge, den Weg zur Bildung von LafargeHolcim ebnen, hiess es am Montag. Anfang Mai hatten bereits die Holcim-Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung den fusionsrelevanten Traktanden zugestimmt. Der fusionierte Konzern soll bei einem Nettoverkaufsertrag von rund 33 Mrd CHF etwa 115'000 Mitarbeiter in 90 Ländern beschäftigen.

Die Unterlagen zum öffentlichen Umtauschangebot und der Kotierung der Aktien sind auf den Unternehmens-Webseiten verfügbar.

(AWP)

 

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Monteroks
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«Wir sollten einen Kurs um 100 Franken erreichen»Erstmals seit Ankündigung der Fusion von Holcim und Lafarge äussert sich Thomas Schmidheiny öffentlich zur Zementhochzeit. Der Holcim-Hauptaktionär rechnet mit einer raschen Kurssteigerung. http://www.bilanz.ch/unternehmen/wir-sollten-einen-kurs-um-100-franken-e...

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Holcim-CEO Bernard Fontana tritt zurück
 

Holcim-CEO Bernard Fontana tritt nach dem erfolgreichen öffentlichen Umtauschangebot für Lafarge zurück. Mit ihm gehen auch andere Mitglieder der Konzernleitung.

Bernard Fontana wird zudem alle Mandate in den Konzerngesellschaften von Holcim niederlegen. Das teilt Holcim am Freitag mit. Auch Andreas Leu und Bernard Terver werden mit Vollzug des Zusammenschlusses aus der Konzernleitung ausscheiden, wie es weiter heisst. Für Fontana und Leu waren bei der Zusammenstellung des Management des fusionierten Unternehmens LafargeHolcim keine Positionen vorgesehen worden. Terver wird für das Indiengeschäft von Lafarge Holcim verantwortlich sein.

"Es war eine Freude und eine Ehre, in den vergangenen Jahren mit bemerkenswerten und engagierten Leuten bei Holcim zusammenzuarbeiten. Ich wünsche dem neuen Unternehmen LafargeHolcim und dem gesamten Team für die Zukunft das Beste", wird Fontana in der Mitteilung zitiert.

Fontana hatte den Chefposten bei Holcim im Februar 2012 übernommen und dem Unternehmen ein straffes Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm unter dem Namen Holcim Leadership Journey verordnet. In dieser Funktion wird er weiterhin die Mandate in den Verwaltungsräten von Ambuja Cements und ACC Limited in Indien wahrnehmen.

Andreas Leu, gegenwärtig für die Konzernregion Amerika verantwortlich, wird Holcim mit Wirkung zum 1. August 2015 verlassen. Bernard Terver, gegenwärtig verantwortlich für Südasien und Afrika Naher Osten, wird bei LafargeHolcim in einer neuen Position das Indiengeschäft mit Vollzug des Zusammenschlusses übernehmen.

Holcim und Lafarge hatten zu einem früheren Zeitpunkt die Führung von LafargeHolcim mit Wolfgang Reitzle als statutarischem Präsidenten des Verwaltungsrats und Eric Olsen als CEO mitgeteilt. Lafarge-CEO Bruno Lafont wird neben Reitzle Co-VRP. Das Mandat des neuen Verwaltungsrates und der Konzernleitung wird mit Vollzug der Fusion in Kraft treten.

Die Fusion wurde mit dem erfolgreichen Umtauschangebot von Holcim für Lafarge gesichert. Demnach wurden Holcim 87,46% der Lafarge-Aktien angedient.

(AWP)

 

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Elias
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Holcim und Lafarge schliessen Fusion ab

Die Fusion der Zementkonzerne Holcim und Lafarge ist abgeschlossen. Die neuen LafargeHolcim-Aktien werden erstmals am 14. Juli gehandelt.

http://www.fuw.ch/article/holcim-und-lafarge-schliessen-fusion-ab/

 

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LafargeHolcim stellt neues Betriebsmodell vor
 

Der fusionierte Konzern LafargeHolcim präsentiert seine Ziele für den Integrationsprozess und bestätigt seine Erwartungen für die Synergien des Zusammengehens.

Der neue Konzern arbeite nun darauf hin, das führende und leistungsstärkste Unternehmen der Baustoffindustrie zu werden, heisst es in einer Medienmitteilung am Mittwoch.

Die Synergien aus der Fusion sollen sich in den kommenden drei Jahren auf insgesamt 1,4 Mrd EUR belaufen. Bei der Kapitalallokation will LafargeHolcim einen konsequenten Ansatz verfolgen und insgesamt eine Verringerung der Investitionsausgaben erreichen. Unter dem Stichwort "Commercial Transformation" wird das Ziel formuliert, sich mit innovativen Produkten und Lösungen vom Wettbewerb abzuheben.

Dabei verfolge man ein Betriebsmodell mit klaren Verantwortlichkeiten für Länder, Regionen und Konzernfunktionen, heisst es weiter. Das neue Modell solle es erlauben, Kunden vor Ort optimal zu bedienen und gleichzeitig die Grösse des Konzerns, seine Präsenz und Ressourcen auf globaler Ebene wirksamer einzusetzen.

"Vorreiter auf allen Ebenen"

"Als LafargeHolcim werden wir nun die nächste Phase unserer Transformation zum Vorreiter auf allen Ebenen einleiten - ein Unternehmen, das einen positiven Einfluss auf die Welt hat und für Kunden, Mitarbeitende, Aktionäre und die Gesellschaft einen wirklichen Mehrwert leistet", wird Eric Olsen, der CEO des fusionierten Unternehmens in der Mitteilung zitiert.

Die Integration verfolge das Ziel der Bildung eines Unternehmens und einer Kultur, betont LafargeHolcim weiter. Gesundheit und Sicherheit würden im Zentrum der neuen Organisation stehen.

Die Lancierung des Konzernauftritts und die formulierten Ziele werden am heutigen Mittwoch an einem Medienanlass in Zürich präsentiert.

(AWP)

 

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LafargeHolcim präsentiert Pläne für die zweite Jahreshälfte 2015

29.07.2015 07:16

Zürich (awp) - Der fusionierte Zementkonzern LafargeHolcim hat seine Pläne und Ziele für die zweite Jahreshälfte 2015 genannt. Das Unternehmen will eine Verbesserung der Margen und Profitabilität inklusive einer Kostenreduktion erreichen, wie es am Mittwochmorgen in einer Medienmitteilung heisst.

Die in diesem Zeitraum erreichten Synergien sollen mindestens 100 Mio CHF erreichen. Dieser Wert ist Teil der bis zum Jahr drei nach der Fusion angestrebten Summe von 1,5 Mrd CHF (1,4 Mrd EUR). Die Investitionsausgaben sollen um mindestens 200 Mio CHF bis zum Jahresende gesenkt werden.

Das Unternehmen will eine attraktive Dividendenpolitik verfolgen und für 2015 sollen mindestens 1,30 CHF ausgeschüttet werden, solte die GV dem zustimmen.

Ausserdem gibt das Unternehmen bekannt, dass der Ertrag aus den Veräusserungen von 6 Mrd CHF dem Schuldenabbau dienen soll, die Nettefinanzschulden sollen bis Jahresende unter 15 Mrd CHF sinken.

yr/rw

(AWP)

 

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sarastro
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Monteroks hat am 12.06.2015 - 12:31 folgendes geschrieben:

«Wir sollten einen Kurs um 100 Franken erreichen»Erstmals seit Ankündigung der Fusion von Holcim und Lafarge äussert sich Thomas Schmidheiny öffentlich zur Zementhochzeit. Der Holcim-Hauptaktionär rechnet mit einer raschen Kurssteigerung. http://www.bilanz.ch/unternehmen/wir-sollten-einen-kurs-um-100-franken-e...

Es lohnt sich, die Geschichte von "Holderbank" zu betrachten. So war nämlich der frühere Name von Holcim. Im Dörfchen Holderbank wurde vor Jahren im angeblich "modernsten" Werk Zement gebrannt. Heute ist dort nur noch eine Ruine. Um 1970 herum wurde ein neues Werk in Reckingen gebaut, angeblich wiederum das modernste Werk der Welt, zusammen mit einem überdimensionierten SBB-Bahnhof, der dafür auch gebaut werden musste (Schmidheiny war damals im VR der SBB). Heute befindet sich dort nur noch eine weitere Ruine des Zementriesen mit einem überdimensionierten Bahnhof.

Das scheint bei Schmidheiny System zu haben: Man baut ein Werk, lässt es nach einigen Jahren als Ruine zurück und zieht  an einen neuen Standort weiter. Ich frage mich, wie solche Ruinen abgeschrieben wurden und wie dort namhafte Gewinne erzielt werden konnten.

Die Flucht in neue Standorte passt zur internationalen Expansion von Holcim, nachdem in der Schweiz vermutlich nicht viel Geld verdient werden konnte. Nur warum sollte Holcim im Ausland mehr verdienen, wenn es in der Schweiz nicht klappte? Tatsache ist, dass Holcim über Jahre die Kapitelkosten nicht verdienen konnte, d.h. es wurde laufend Kapital vernichtet. Die Fusion mit Lafarge passt genau in das gleiche Schema. Lafarge ist in Ländern vertreten, wo Holcim schwach vertreten war. Es ist also eine ideale Ergänzung der internationalen Expansionsstrategie, die Holcim seit Jahren verfolgt hat. Aber auch Lafarge verdiente die eigenen Kapitalkosten kaum. Nun soll plötzlich die Fusion von Lafarge und Holcim das Wunder bewirken.

Auf eine rasche und nachhaltige Kurssteigerung muss Schmidheiny also lange warten. Die Flucht in die internationale Expansion führt keineswegs zu einer raschen und nachhaltigen Kurssteigerung, weil zuerst die Kapitalkosten verdient werden müssten. Ob das bisherige Lafarge-Management diese Aufgabe nun meistert, habe ich ernsthafte Zweifel.  Diese Leute haben bisher in Frankreich noch schlechter gewirtschaftet als das bisherige Holcim-Management in der Schweiz.

Ich werde deshalb meine vorhandenen Holcim-Titel vorerst nicht aufstocken, obwohl ich in der Regel eine Aktiengewichtung nach dem SMI anstrebe.

Fine-Tuner
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sarastro hat am 01.08.2015 - 15:34 folgendes geschrieben:

Monteroks hat am 12.06.2015 - 12:31 folgendes geschrieben:

«Wir sollten einen Kurs um 100 Franken erreichen»Erstmals seit Ankündigung der Fusion von Holcim und Lafarge äussert sich Thomas Schmidheiny öffentlich zur Zementhochzeit. Der Holcim-Hauptaktionär rechnet mit einer raschen Kurssteigerung. http://www.bilanz.ch/unternehmen/wir-sollten-einen-kurs-um-100-franken-e...

Es lohnt sich, die Geschichte von "Holderbank" zu betrachten. ......

Ich werde deshalb meine vorhandenen Holcim-Titel vorerst nicht aufstocken, obwohl ich in der Regel eine Aktiengewichtung nach dem SMI anstrebe.

Habe den Beitrag mit Interesse gelesen. Teile Ansicht wegen magerer Kapitalrendite. Teile aber Beurteilung daraus nicht.

Betrieb hat 90% Fixkosten und 10% var. Kosten (v.a. Personalkosten). Wegen dieser hohen Investitionen sind Kapitalkosten natürlich sehr hoch und Eigenkapitalrendite scheint tief.....typisch für Infrastrukturbetriebe. Holcim handelt wie eine Minengesellschaft oder Ölgeselschaft.....wenn  ein Werk nicht mehr zu Weltmarktpreisen produzieren kann, muss es geschlossen werden.....Holcims schöpft Kies und versch. Erden (Ressourcen) und produziert Cement und Beton....je nach Marktpreis und Effektivität der einz. Werke werden diese geschlossen und eröffnet.

Infrastrukturbetriebe haben dafür einen grossen Vorteil. Sie liefern stetige, heisst wenig volatile, Renditen.

Howsoever. Ich sehe bei Holcim an ganz einem anderen Ort Risiken, enorme Risiken.....namentlich bei der Technologie und der Umwelt.......wer glaubt tatsächlich, dass wir in 100 Jahren noch mit Beton bauen?.......wir sollten Etnernit und Asbest nicht vergessen....hier konnte Schmidheiyni seinen Kopf nochmals aus der Schlinge ziehen....hätte man ihn schuldig gesprochen, wäre Holcim längst Konkurs und er nicht der reichste Schweizer.

Hände weg von Aktien. Die paar Prozente bei den gewaltigen Risiken sind lächerlich.

Fine-Tuner

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LafargeHolcim startet Squeeze-out Prozess für restliche Lafarge-Aktien

04.08.2015 07:36

Jona (awp) - Der Zementkonzern LafargeHolcim startet mit dem Squeeze-out Prozess für die noch ausstehenden Lafarge-Aktien. Nachdem der notwendige Schwellenwert von 95% des Aktienkapitals und der Stimmrechte überschritten wurde, werde bei der französischen Autorité des marchés financiers (AMF) ein entsprechendes Gesuch eingereicht, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Weitere Details zum Squeeze-Out würden anlässlich der Anmeldung bei der AMF veröffentlicht, heisst es weiter. Bereits letzten Freitag hatte LafargeHolcim gemeldet, nach dem Ende des öffentlichen Umtauschangebots 96,41% des Kapitals und mindestens 95,25% der Stimmrechte an der Lafarge S.A zu halten.

an/uh

(AWP)

 

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Kreditrating LafargeHolcim: S&P bestätigt "BBB/A-2"-Ratings - Ausblick stabil

07.08.2015 06:48

Zürich (awp) - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Lang- und Kurzfrist-Kreditratings für den fusionierten Zementkonzern LafargeHolcim mit "BBB/A-2" bestätigt und ebenso den Ausblick bei "stabil" belassen. LafargeHolcim habe als kombiniertes Unternehmen in etwa ein finanzielles Risikoprofil, das dem von Holcim alleine entsprechen, begründete die Agentur am Donnerstagabend ihre Einschätzung. Insgesamt dürfte das kombinierte Unternehmen ein solides "Investment-grade" Kreditprofil aufweisen. Zudem wird das Rating von Lafarge (zuvor "BB+/B") alleine betrachtet heraufgesetzt und dem der neuen Gruppe angepasst.

Die Ratingagentur begründet den stabilen Ausblick für LafargeHolcim und die Tochterunternehmen mit der Erwartung, dass die Gruppe den pro forma-Cashflow und den operativen EBIT bis 2016 fortschreitend verbessern könne verglichen mit dem Zeitraum 2014-2015. Diese Annahme beruhe vor allem auf dem günstigeren Länder-Mix und den erwarteten Kostensenkungen.

yr/tp

(AWP)

 

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Aurum
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Zürich (awp) - Wie angekündigt, erhalten die Aktionäre des zusammengeführten Konzerns LafargeHolcim eine ausserordentliche Aktiendividende. Diese beträgt 1 Aktie auf 20 bestehende Titel. Die Zuteilung der Aktiendividende beruhe auf der anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung am 8. Mai 2015 genehmigten Kapitalerhöhung, schreibt die Gruppe am Donnerstag in einer Mitteilung.

Für die Aktiendividende werden 28'870'252 neue Aktien ausgegeben. Dies entspreche 5% des Aktienkapitals und der Stimmrechte.

Der letzte Tag, an dem die LafargeHolcim-Aktien mit der Berechtigung zur Aktiendividende gehandelt werden, ist Montag der 7. September 2015. Ab Dienstag, dem 8. September 2015, werden die Aktien ohne die Berechtigung gehandelt. Die Abwicklung und Übertragung der neu ausgegebenen Aktien findet ab 10. September 2015 statt, so die Mitteilung weiter.

Gestückelte Aktien würden keine ausgegeben. Allfällige Differenzen würden in bar ausbezahlt, heisst es weiter.

Desshalb kriegt LHN vermutlich heute so auf den Deckel...

sarastro
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Der heutige Kurstaucher ist vermutlich auf die außerordentliche Aktiendividende zurück zu führen. Aktiendividenden haben den Vorteil für die Firma, eine Dividende vorzuspiegeln, die nicht aus Geld besteht, sondern aus „selbtgedruckten“ Papieren.

Die Aktie ist und bleibt miserabel. Zwei Kranke (Holcim und Lafarge) ergeben zusammen noch keine gesunde Firma LafageHolcim. Seit dem Absturz von Holcim vom Höchstkurs von rund Fr. 120 dümpelt dieser Titel nun schon seit sieben Jahren im Bereich zwischen Fr. 45 und Fr. 75. Nach der Fusion hat jetzt das Management der ehemaligen Lafarge das Sagen. Lafarge ist noch schlechter gelaufen als Holcim. Es ist mir schleierhaft, wie nun mit diesen Leuten plötzlich alles besser werden könnte.

Zyndicate
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LafargeHolcim wechselt Finanzchef aus
 

Nur drei Monate nach der Fusion von Lafarge und Holcim wechselt der neugeschaffene Zementriese den Finanzchef aus. Der Niederländer Ron Wirahadiraksa ersetzt Thomas Aebischer.

Nur drei Monate nach der Fusion von Lafarge und Holcim wechselt der neugeschaffene Zementriese den Finanzchef aus. Thomas Aebischer verlasse das Unternehmen, teilte LafargeHolcim am Montag mit. Seine Nachfolge übernimmt am 1. Dezember Ron Wirahadiraksa. Der 1960 geborene Niederländer ist Finanzchef des niederländischen Elektronikkonzerns Philips, der sein Geschäft in den vergangenen Jahren stark umgebaut hat.

(Reuters)

 

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Ausblick LafargeHolcim: Netto-Umsatz von 8,02 Mrd CHF erw.
24.11.2015 14:02

Zürich (awp) - Der Zementhersteller LafargeHolcim präsentiert am Mittwoch, 25. November, das Geschäftsergebnis zum dritten Quartal 2015. Insgesamt dreizehn Analysten haben dazu die folgenden Schätzungen:

Q3 2015E
In Mio CHF AWP-Konsens Q3 2014A

Netto-Umsatz 8'023 8'570
Operativer EBITDA 1'555 1'837
Operativer EBITDA bereinigt* 1'765 1'953

*bereinigt um Transaktions- und Restrukturierungskosten

FOKUS: Die Analystenschätzungen für den Umsatz und das operative EBITDA rechnen im Vergleich zu den vom Unternehmen veröffentlichten Pro-Forma-Zahlen des Vorjahres mit einem Rückgang. Neben dem schwierigen Umfeld würden insbesondere die Integrationskosten und andere buchhalterischen Effekte das Ergebnis beeinflussen. Detaillierte Angaben zum Stand der Integration der beiden Konzerne werden erst am Investorentag Anfang Dezember in London erwartet.

ZIELE: Bei der Ergebnisvorlage zum ersten Halbjahr, die letztmalig getrennt erfolgte, hat das Management erstmals gemeinsame Ziele formuliert. Bis Ende Jahr sollen Synergien von mindestens 100 Mio CHF realisiert werden, und die Investitionsausgaben sollen um mindestens 200 Mio CHF tiefer liegen, verglichen mit den ursprünglichen Plänen der Einzelunternehmen. Das Capex soll unter 1,4 Mrd CHF betragen. Zudem will der Konzern eine attraktive Dividendenpolitik verfolgen und nennt für 2015 eine Ausschüttung von mindestens 1,30 CHF pro Aktie als Ziel. Der Ertrag aus den Devestitionen in Höhe von 6 Mrd soll dazu verwendet werden, die Schulden bis Jahresende auf unter 15 Mrd CHF zu senken. Eine Guidance zu Umsatz, Ergebnis oder Marge wurde nicht genannt.

PRO MEMORIA: Auch nach Abschluss der Fusion rotierte das Personalkarussell bei LafargeHolcim weiter. Nur drei Monate nach dem Zusammenschluss wechselte der neugeschaffene Zementriese LafargeHolcim den Finanzchef aus. Thomas Aebischer hat das Unternehmen Mitte Oktober verlassen und wird per Anfang Dezember durch Ron Wirahadiraksa ersetzt, der zuvor CFO beim niederländischen Elektronikkonzern Philips war. "In einer Transformationsphase, wie sie derzeit LafargeHolcim nach der Fusion durchläuft, ist es normal, dass es zu personellen Veränderungen kommt", kommentierte ein Unternehmenssprecher den Wechsel.

Der Squeeze-Out der restlichen Lafarge-Aktionäre wurde Ende Oktober vollzogen und die Lafarge-Aktien wurden von der Euronext in Paris dekotiert. Damit hält LafargeHolcim nun 100% des Aktienkapitals und der Stimmrechte von Lafarge. Die Eigner der restliche Anteile konnten zwischen einer Barabfindung von 60 EUR oder dem Eintausch von 10 Lafarge-Aktien gegen 9,45 LafargeHolcim-Aktien wählen. Beim Abschluss des Umtauschangebot wurden Quoten von 96,41% beim Aktienkapital und 95,25% der Stimmrechte erreicht.

AKTIENKURS: Die LafargeHolcim-Aktie hat sich in den vergangenen Wochen in einer vergleichsweise engen Spanne zwischen 58,25 CHF im Hoch und 54,40 CHT im Tief bewegt. Damit konnte sich der Kurs von dem Ende Oktober markiertem Mehrjahrestief von 46,40 CHF wieder etwas erholen. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus aber immer noch rund 18%.

Website: www.lafargeholcim.com

yl/yr/an

(AWP)

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Zyndicate
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Erste LafargeHolcim-Zahlen schwach

Der neue Zementriese LafargeHolcim ist schlecht gestartet: Die ersten gemeinsamen Zahlen fallen schwach aus.

Verglichen mit dem Vorjahr sanken sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn deutlich. Gebremst hat den neuen Weltmarktführer der Abschwung in Brasilien und China sowie ein Mangel an Infrastrukturprojekten in Indien. Dazu kamen negative Währungseffekte. Auch die Integration verursachte Kosten, wie der aus der Schweizer Holcim und der französischen Lafarge entstandene Konzern am Mittwoch mitteilte.

Der Umsatz sank im dritten Quartal um 8,7 Prozent auf 7,83 Milliarden Franken. Das um die Fusionskosten bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) sank um 16,1 Prozent auf 1,64 Milliarden Franken. Für den Vergleich mit der Vorjahresperiode wurden hypothetische Vorjahreszahlen berechnet, so als wäre die Fusion schon ein Jahr früher erfolgt. Die vorgelegten Zahlen sind tiefer als Analysten erwartet hatten.

Auch über die ersten neun Monate gesehen sind die Zahlen deutlich rückläufig. "Die ersten neun Monate dieses Jahres und insbesondere das dritte Quartal wurden von den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einigen unserer grossen Märkte sowie deutlich negativen Währungsschwankungen beeinflusst", wird LafargeHolcim-Chef Eric Olsen in der Mitteilung zitiert.

Zudem habe der Abschluss der Fusion zu Einmalkosten und organisatorischen Veränderungen geführt, deren Vorteile bereits im nächsten Jahr spürbar sein sollen. Nach umfangreichen Vorbereitungen sei der eigentliche Integrationsprozess im dritten Quartal lanciert worden. Man habe begonnen, das "solide Fundament für unser neues Unternehmen zu legen", so Olsen.

(SDA)

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Elias
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Safra-Sarasin für kaufen, Kepler Cheuvreux wiederholt Kauf mit Kursziel 65. Baader-Helvea weniger heiss: Halten 56: Ursprünglich mehr Synergien erwartet.

http://www.cash.ch/news/guru/

 

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Elias
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Die «atemberaubendsten» Aktien-Kursziele

Der cash Insider nennt die abstrusesten Kursziele für Aktien aus der Schweiz und die nicht immer offensichtlichen Beweggründe dahinter.

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Selbst den verschmähten Aktien von LafargeHolcim traut man bei Goldman Sachs über die nächsten zwölf Monate einen Kursanstieg von 39 Prozent auf 68,50 Franken zu. Dazu müsste sich die Nachfragesituation in den für den Weltmarktführer wichtigen Schwellenländern vermutlich grundlegend aufhellen.

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http://www.cash.ch/news/top_news/die_atemberaubendsten_aktienkursziele-3...

 

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GloomBoomDoom
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Unabhängig von den Kurszielen: Hier wird wiedermal richtig gehämmert...

Wohin geht die LHN wohl? 40? Oder fängt sie sich beim Jahrestiefst?

So langsam scheint sie doch noch attraktiv für eine erste Tranche.

Wenn das WindowDressing für die Ausweise per 31.12.2015 vorbei ist, könnte die Aktie sich wohl wieder in den Bereich von CHF 52 - 53 bewegen.

Klar ist die Bude abhängig von den Ölpreisen und der wirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern. Aber der Kurs hat doch schon ordentlich was drin von dem?!

Elias
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Die Gründe für den grossen Kurssturz bei LafargeHolcim

Die Aktie des Zementgiganten hat ein Drittel an Wert verloren. Dabei versprach Investor Schmidheiny im Juni noch Gewinne. Mehrere Faktoren sind für den grössten Kursrutsch seit Jahren verantwortlich.

Im Frühsommer versprach der Zementbaron Thomas Schmidheiny den LafargeHolcim-Aktionären ein sattes Kursplus. Auf bis zu 100 Franken sah er die Aktie seinerzeit «relativ zügig» steigen. Seit Mitte Juli kennt das Papier aber nur noch eine Richtung: nach unten. Die Aktie stürzte von fast 75 auf nunmehr weniger als 50 Franken. Damit ist rund ein Drittel des Wertes verloren.

Der Kurs notiert gerade einmal bei der Hälfte dessen, was Schmidheiny nach der Ankündigung der Grossfusion von Holcim und Lafarge in Aussicht gestellt hat. Für den Zementhersteller Holcim ist es der grösste Kursrutsch seit Jahren. Zuletzt waren die Titel 2012 günstiger zu haben. Gestern schloss der Titel mit einem Minus von fast vier Prozent schlechter als fast alle anderen wichtigen Papiere an der Schweizer Börse.

Schwache Weltkonjunktur

Zwar haben Aktien rund um den Globus in den vergangenen Wochen auf breiter Front an Wert eingebüsst. Doch LafargeHolcim entwickelt sich weit schlechter als der Gesamtmarkt: Der SMI hat im gleichen Zeitraum knapp zehn Prozent verloren. Und auch die Konkurrenz – allen voran HeidelbergCement – kann die schlechte Performance des französisch-schweizerischen Konzerns locker toppen.

Den ersten Baustein zur Erklärung dieser Malaise liefert Finanzanalyst Martin Hüsler von der Zürcher Kantonalbank (ZKB): «LafargeHolcim ist ein typischer Konjunkturtitel», sagt er. Das heisst: Boomt die Weltwirtschaft, steigt der Kurs. Läuft es schlechter, sinken die Titel in der Gunst der Anleger. Und derzeit bereiteten laut Hüsler vor allem die Schwellenländer sorgen. Deren Ausblick hat sich jüngst derart verschlechtert, dass die Chefin des Internationalen Währungsfonds von einem geringeren globalen Wachstum ausgeht.

Zinswende mit Folgen

Für LafargeHolcim sind das besonders schlechte Nachrichten, arbeiten doch sieben von zehn Zementanlagen in aufstrebenden Schwellenländern. «Kaum ein Zementkonzern ist so exponiert wie LafargeHolcim», so ZKB-Experte Hüsler. Ähnlich sieht es Muriel Fellous von der französischen Grossbank Société Générale: Erst vor wenigen Tagen empfahl die Analystin die Titel zum Verkauf, sie rechnet mit einem Kursziel von lediglich 43 Franken. Ein wichtiger Grund: Die starke Abhängigkeit von den kriselnden Schwellenländern.

Richtig turbulent könnte es für LafargeHolcim werden, wenn die US-Notenbank Fed in den kommenden Monaten erstmals seit neun Jahren den Leitzins anhebt. Als Folge des Zinsschrittes könnten Milliarden von Dollar aus den Schwellenländern zurück in die USA fliessen, erwarten Experten. Der brasilianische Real, die indische Rupie und andere Schwellenlandwährungen dürften dann noch stärker als in den vergangenen Wochen schon an Wert verlieren.

Ölpreis-Flaute trifft LafargeHolcim

Das wäre für die volkswirtschaftliche Erholung in den betroffenen Ländern problematisch – und für den Grosskonzern LafargeHolcim. Das Wachstum in diesen Regionen könnte sich abschwächen, Investitionen in die Infrastruktur aufgeschoben werden. Das wiederum würde die Baubranche hart treffen. Auch diese Aussichten bewegte Anleger zuletzt dazu, die Titel massenhaft zu verkaufen.

Erschwerend kommt dazu, dass sich Holcim mit Lafarge in eine Vielzahl von Ländern eingekauft hat, die stark vom Öl abhängig sind – darunter Nigeria, Irak oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Weil aber der Preis für das schwarze Gold seit einem Jahr im Tief ist und die Einnahmen dieser Länder belasten, ist eine Vielzahl an staatlichen Bauprojekten auf Eis gelegt oder sogar abgeblasen. Auch das belastet den Umsatz des fusionierten Kolosses .

«Merger-Idiotie»

Neben der schwachen Weltwirtschaft und dem Ölpreistief kämpft LafargeHolcim mit hausgemachten Problemen. Experten rätseln noch immer über die Gründe des Zusammenschlusses. Der Merger sei wertvernichtend, heisst es. Die Rede ist von «Merger-Idiotie» oder davon, dass Schmidheiny «nicht mehr zurechnungsfähig» sein müsse. Der grösste Kurssturz seit Jahren sei die «Quittung für eine Dummheit», urteilen Beobachter unter vorgehaltener Hand.

An einen schnellen Turnaround glaubt kaum jemand, zahlreiche Fachleute haben ihr Kursziel – wie Fellous von der Société Générale – nach unten geschraubt. Allgemein wird damit gerechnet, dass der Konzern schon bald eine Schocknachricht absetzen dürfte. «Die operative Gewinnschätzung könnte weiter nach unten angepasst werden», spekuliert etwa ZKB-Analyst Hüsler. Baader-Helvea-Analyst Patrick Appenzeller erwartet dagegen einen grösseren Abschreiber beim Goodwill.

Silberstreifen am Horizont

Alles schlecht also? Gehen die Kurse noch weiter in den Keller? Ist der Boden erreicht? Mit Spannung erwarten Analysten die Ergebnisse für das dritte Quartal, die in wenigen Wochen vorgelegt werden. Anfang Dezember folgt dann die erste Bewährungsprobe für den neuen Geschäftsleiter Eric Olsen. Am Investorentag muss er das Vertrauen wieder zurückgewinnen.

ZKB-Experte Hüsler sieht für die Zukunft des Zementriesen jedenfalls einen Silberstreif am Horizont: «Die Börse hat in einer Baissephase die Tendenz, Risikofaktoren stärker zu gewichten als längerfristiges Chancenpotenzial, weshalb Aktienkurse oftmals auch unterschiessen können.»

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/die-gruende-fuer-den-grossen-ku...

 

 

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LHN auf 52w Low...

LAFARGEHOLCIM (-1,2% auf 47,60 CHF): Nächste Überreaktion

Die im Angebot liegenden LafargeHolcim würden die aktuelle Markt-Malaise treffend reflektieren, ist am Markt zu hören. Nachdem ein Medienbericht von einem bevorstehenden Verkauf eines Teils des Indien-Geschäfts berichtet hatte, notierten die Zement-Blue Chips im vorbörslichen Handel in London rund ein halbes Prozent fester. Mit dem Start des Aktienhandels an den europäischen Aktienbörsen wendete sich jedoch das Blatt und die Titel wurden von Verkäufen aus dem Ausland erfasst. Händler fragen: Sollten die LafargeHolcim-Titel nicht positiv auf die laufenden Restrukturierungs-Massnahmen reagieren?

 

 

Zyndicate
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LafargeHolcim kann mehr Werke schliessen

Angesichts der Überkapazitäten des weltgrössten Zementkonzerns denkt LafargeHolcim-Chef Eric Olsen über die Schliessung von Werken nach.

"Das ist möglich, wenn wir in einem bestimmten Land Überkapazitäten haben", sagte Olsen in einem Interview. Am grössten seien die Überkapazitäten in China, Indonesien, Brasilien und Griechenland. "Unsere Produktionskapazität ist momentan weltweit nur zu zwei Dritteln ausgelastet. Das ist nicht akzeptabel", sagte Olsen der "SonntagsZeitung": "Wir streben eine Auslastung von über 80 Prozent an."

Erneut wiederholte der französisch-amerikanische Doppelbürger die Konzernziele nach der Fusion der französischen Lafarge mit der schweizerischen Holcim im vergangenen Jahr: Bis 2018 würden Synergien von 1,5 Milliarden Franken gehoben.

"Zweitens werden wir als Konsequenz aus der Fusion die Investitionen von heute 3 Milliarden Franken pro Jahr auf unter 2 Milliarden Franken zurückfahren können. Und drittens werden wir Firmenteile im Wert von 3,5 Milliarden Franken verkaufen", sagte Olsen.

Stellenabbau

Zudem werde eine signifikante Zahl an Stellen gestrichen. "An unseren Verwaltungssitzen in der Schweiz und Frankreich bauen wir rund 280 Stellen ab, davon 166 in Paris und Lyon, 120 in Zürich und Holderbank AG", sagte Olsen.

Dazu komme ein grösserer Stellenabbau in Ländern, in denen man überlappende Geschäfte habe wie beispielsweise in Brasilien. In den Länderorganisationen sei der Stellenabbau mehr oder weniger schon vollzogen. In Zürich und Paris werde der Abbau Ende Februar beendet sein.

Nach dem Wegfall der meisten internationalen Sanktionen sei der Iran zwar ein interessanter Markt. "Wir planen aber zurzeit keine Investitionen im Iran oder in anderen neuen Märkten", sagte Olsen. LafargeHolcim sei in 90 Ländern aktiv. "Das reicht. Wir müssen nicht überall sein."

Schwellenländer kein Nachteil

Trotz der Krise vieler grosser Schwellenländer sei es kein Nachteil, dass LafargeHolcim über die Hälfte des Umsatzes in Schwellenländern mache, sagte Olsen: "In vielen Schwellenländern, in den wir tätig sind, verzeichnen wir weiterhin ein gutes Wachstum, etwa in Indien oder Indonesien."

Das Wachstum in den Schwellenländern sei grösser als in den reifen Industrieländern. Die Margen seien ebenfalls höher. Dagegen sehe man in China und Brasilien noch keine Erholung. Beide Länder würden noch während einiger Jahre ein tieferes Wachstum aufweisen.

"Für LafargeHolcim als Ganzes ist das aber nicht tragisch, weil wir in China nur drei Prozent unseres Umsatzes machen. In Brasilien ist der Anteil noch geringer", sagte Olsen.

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Elias
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«Die Fusion wird einen gewaltigen Mehrwert schaffen»

Herr Olsen, seit dem Vollzug der Fusion im Juli 2015 ist der Aktienkurs von LafargeHolcim um 45 Prozent eingebrochen. Ist die Fusion damit gescheitert, wie Kritiker sagen?

Nein, überhaupt nicht. Der aktuelle Aktienpreis berücksichtigt in keiner Weise den Wert, den die Fusion schafft. Die Synergien, die wir beabsichtigen, werden erst noch kommen. Wir müssen jetzt liefern, dann wird der Aktienpreis steigen.

Sie beschönigen. Der grösste Aktionär Thomas Schmidheiny meinte kurz vor der Fusion: «Wir sollten relativ zügig einen Kurs um 100 Franken erreichen.» Inzwischen notieren die Aktien bei 44 Franken. Das ist doch ein Desaster.

Wir können sicher nicht zufrieden sein. Aber wichtig ist, dass wir einen klaren Plan haben, wie wir uns verbessern wollen. Wenn wir die Ziele erreichen, die wir uns gesteckt haben, werden die Aktien von LafargeHolcim automatisch an Wert zulegen.

Wann kommt die Kurswende?

Ich will keine Prognose abgeben. Kurzfristige Bewegungen des Aktienkurses sind kein guter Gradmesser. Mein Job ist es, Resultate abzuliefern, die langfristig Wert schaffen.

Fakt ist doch: Die Fusion hat bisher nicht die beabsichtigten Resultate gezeigt, und viele Beobachter zweifeln, ob sie je Wert schaffen wird. Die Kritiker hatten doch recht.

Ich sehe das anders. Bis alle Massnahmen greifen und Resultate zeitigen, braucht es noch etwas Zeit. Das ist bei einer derart komplexen und globalen Transaktion normal. Aber die Fusion wird einen gewaltigen Mehrwert schaffen, und die Aktionäre werden davon durch Sonderdividenden und Aktienrückkaufprogramme profitieren.

Wie wollen Sie das erreichen?

Wir haben klare Massnahmen eingeleitet, die wir bis 2018 durchziehen. Erstens werden wir Synergien in der Höhe von 1,5 Milliarden Franken heben. Zweitens werden wir als Konsequenz aus der Fusion die Investitionen von heute 3 Milliarden Franken pro Jahr auf unter 2 Milliarden Franken zurückfahren können. Und drittens werden wir Firmenteile im Wert von 3,5 Milliarden Franken verkaufen.

LafargeHolcim ist momentan weit davon entfernt, Wert zu schaffen. Die Rendite auf dem investierten Kapital liegt unter 5 Prozent. Wann wird sie über den Kapitalkosten liegen?

Ich will, dass wir bis 2018 die Rendite auf dem investierten Kapital so stark steigern, dass sie über dem Kapitalkostensatz von 7 bis 8 Prozent liegt.

Viele Aktionäre und Analysten bezweifeln, dass es LafargeHolcim gelingt, die versprochenen Synergien zu schaffen. Was gibt Ihnen die Gewissheit, dass Sie das Ziel erreichen?

Vor mir liegen ganz konkrete Aktionspläne, die Tausende Massnahmen beinhalten. Wenn Sie die sehen würden, wären auch Sie überzeugt, dass wir es schaffen. Wir haben zum Beispiel die wichtigsten 2000 Einkaufsverträge durchgekämmt und grosse Einsparmöglichkeiten entdeckt. Allein so können wir 380 Millionen Franken pro Jahr einsparen. Weitere 220 Millionen Einsparungen sind durch eine effizientere Produktion in unseren Zementwerken möglich.

Wie viele Stellen werden Sie abbauen?

Es ist eine signifikante Zahl. An unseren Verwaltungssitzen in der Schweiz und in Frankreich bauen wir rund 280 Stellen ab, davon 166 in Paris und Lyon, 120 in Zürich und Holderbank. Dazu kommt ein grösserer Stellenabbau in Ländern, in denen wir überlappende Geschäfte haben, so in Brasilien.

Bis wann wollen Sie den Stellenabbau durchziehen?

In den Länderorganisationen ist er mehr oder weniger schon vollzogen. In Zürich und Paris wird er Ende Februar beendet sein.

Sie schliessen wegen sinkender Verkäufe mehrere Produktionswerke in China. Schliessen Sie auch in anderen Ländern Werke?

Das ist möglich, wenn wir in einem bestimmten Land Überkapazitäten haben.

Wo sind sie am grössten?

In China, Indonesien, Brasilien, Griechenland. Unsere Produktionskapazität ist momentan weltweit nur zu zwei Dritteln ausgelastet. Das ist nicht akzeptabel. Wir streben eine Auslastung von über 80 Prozent an.

Umgekehrt gibt es bedeutende weisse Flecken auf der Landkarte von LafargeHolcim. In grossen Wachstumsmärkten wie Peru, Äthiopien oder der Türkei sind Sie gar nicht vertreten. Wollen Sie das ändern?

Es ist nicht unser Ziel, überall eine Flagge von LafargeHolcim aufzustellen. Wir sind in 90 Ländern aktiv. Das reicht. Wir müssen nicht überall sein.

Ein anderer weisser Fleck ist der Iran. Werden Sie dort nach dem Ende der Sanktionen eine Produktion aufziehen?

Der Iran ist interessant. Wir beobachten die Entwicklung genau. Wir planen aber zurzeit keine Investitionen im Iran oder in anderen neuen Märkten.

Wie verlaufen Ihre Geschäfte in den beiden Kriegsländern Irak und Syrien?

Unsere beiden Fabriken im Irak funktionieren gut. Aber das Geschäft leidet darunter, dass viele Verkehrswege geschlossen oder zerstört sind. Die Verkäufe sind deshalb deutlich zurückgegangen. In Syrien mussten wir unser Produktionswerk im Herbst 2014 aus Sicherheitsgründen schliessen. Wir hoffen, dass wir dort die Produktion so rasch wie möglich wiederaufnehmen und so zum Wiederaufbau des Landes beitragen können.

Lafarge musste letztes Jahr wegen des Niedergangs der Geschäfte in Syrien und im Irak 385 Millionen Euro abschreiben. Rechnen Sie mit weiteren Abschreibungen?

Wenn wir eine Fabrik einmotten müssen wie in Syrien, schauen wir ihren Buchwert genau an.

Sie erzielen mehr als die Hälfte des Umsatzes in Schwellenländern. Ist das nun in Zeiten der Wachstumsschwäche ein Nachteil?

Nein. Die Fakten sprechen eine andere Sprache als die Angst, die an den Aktienbörsen herumgeht. In vielen Schwellenländern, in denen wir tätig sind, verzeichnen wir weiterhin ein gutes Wachstum, etwa in Indien oder Indonesien. Das Wachstum in den Schwellenländern ist grösser als in den reifen Industrieländern. Die Margen sind ebenfalls höher.

Aber grosse Märkte wie China und Brasilien schwächeln.

Sehen Sie dort eine Erholung des Marktes.

Nein. China und Brasilien werden noch während einiger Jahre ein tiefes Wachstum aufweisen. Für LafargeHolcim als Ganzes ist das aber nicht tragisch, weil wir in China nur drei Prozent unseres Umsatzes machen. In Brasilien ist der Anteil noch geringer.

Sie wollen die Dividenden steigern und fahren im Gegenzug die Investitionen herunter. Damit schwächen Sie die Innovationskraft des Unternehmens. Ist das nicht gefährlich?

Nein. Wir senken nicht unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung, sondern nur die Kosten für die Erweiterung der Produktionswerke. Das ist angesichts unserer Überkapazitäten problemlos machbar.

Präsident Wolfgang Reitzle sagte im April 2015, ein neuer Name sei der logische nächste Schritt für LafargeHolcim. Wann wird das kommen?

Ich erwarte, dass der Integrationsprozess Ende Jahr abgeschlossen ist. Das heisst nicht, dass wir das Unternehmen schon dann umbenennen, aber wir werden eine klare Idee ausgearbeitet haben.

 

Ganzer Beitrag unter SonntagsZeitung

 

 

 

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Rückkauf-Vereinbarung

Sberbank übernimmt Lafarge-Holcim-Aktienpaket

(sda/Reuters) ⋅ Die grösste russische Bank hat vorübergehend ein Aktienpaket am Zementriesen LafargeHolcim übernommen. Die Sberbank habe vom russischen Grossaktionär Eurocement einen Anteil von 6,12% bezogen, hatte das Institut am Freitag mitgeteilt. Am Dienstag meldete nun auch Lafarge-Holcim die Veränderung im Aktionariat. Es handle sich um ein sogenanntes Repurchase- Agreement. Dies bedeutet, dass Eurocement Anteile an die Bank verkauft und zu einem festgelegten Datum und einem festgelegten Preis später wieder zurückkauft. Mit der Transaktion kann sich Eurocement kurzzeitig finanzieren. Eurocement bestätigte die Transaktion, gab aber keine Einzelheiten bekannt. Gemäss letzten verfügbaren Angaben hält Eurocement 6,4% am Baustoff-Weltmarktführer und ist damit der drittgrösste Eigner.

http://www.nzz.ch/finanzen/sberbank-uebernimmt-holcim-aktienpaket-1.1868...

 

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