LafargeHolcim

Lafarge Holcim Aktie 

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Moody's bestätigt LafargeHolcim Kreditrating Baa2 trotz Brexit
05.07.2016 18:04

Zürich (awp) - Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditbewertungen für fünf europäische Baustoffkonzerne bestätigt, darunter die für LafargeHolcim. Der schweizerisch-französische Konzern wird weiter mit Baa2 und negativem Ausblick bewertet. Das langsame Wirtschaftswachstum nach dem Brexit-Abstimmungsresultat werde die Ergebnisse der Konzerne belasten, jedoch nicht in solchem Masse, dass das Rating beeinflusst werde, schreibt Moody's am Dienstagabend.

Neben dem LafargeHolcim-Rating wurden auch die Bewertungen für Saint Gobain (Baa2, stabil) Wienerberger (Ba2, stabil), HeidelbergCement (Ba1, positiv) und CRH (Baa2, stabil) bestätigt. Bei allen Unternehmen betrage der Umsatzanteil in Grossbritannien rund 10%.

yr/ys

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LafargeHolcim verkauft indische Werke an Nirma Limited - Wert von 1,4 Mrd USD
11.07.2016 08:42

(Meldung um weitere Details ergänzt)

Zürich (awp) - LafargeHolcim macht bei dem geplanten Verkauf von Unternehmensteilen im Wert von 3,5 Mrd CHF im laufenden Jahr einen wichtigen Schritt nach vorn. Der Konzern verkauft die Werke von Lafarge India an Nirma Limited. Die getroffene Vereinbarung bewertet die Einheiten mit 1,4 Mrd USD und steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der indischen Wettbewerbsbehörde.

Der französich-schweizerische Konzern muss sich aufgrund der regulatorischen Bedingungen für die Fusion von Einheiten in Indien trennen. Lafarge India betreibt drei Zement- und zwei Mahlwerke mit einer Gesamtkapazität von rund 11 Millionen Tonnen pro Jahr, wie es in einer Medienmitteilung am Montag heisst. Das Unternehmen vertreibt zudem Zuschlagstoffe und ist einer der führenden Transportbetonproduzenten Indiens. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen zur weiteren Schuldenreduzierung genutzt werden.

Der Deal ist vorbehaltlich der Genehmigung durch die Competition Commission of India (CCI). LafargeHolcim hatte diese Unternehmensteile zum Verkauf gestellt, nachdem ein ursprünglich geplanter Verkauf anderer Einheiten an die indische Birla Corporation an regulatorischen Rahmenbedingungen gescheitert war.

CEO: VERÄUSSERUNGSPROGRAM AUF KURS

LafargeHolcim will mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Einnahmen die Verbindlichkeiten reduzieren. "Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt in unserem Veräusserungsprogram von 3,5 Mrd CHF und mit ihr haben wir zwei Drittel des Programms gesichert", wird LafargeHolcim CEO Eric Olsen in der Mitteilung zitiert. "Wir sind mit dem verbleibenden Teil des Programms voll auf Kurs und zuversichtlich, dass wir unser Ziel bis Ende Jahr erreichen werden." Mit Nirma habe man den richtigen Partner gefunden, der in der Lage sei, das Geschäft im Interesse aller Anspruchsgruppen weiterzuentwickeln, so Olsen weiter.

Das Unternehmen hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Nettoverschuldung bis Ende 2016 auf 13 Mrd CHF zu senken, von 17,3 Mrd CHF per Ende 2015.

Zuvor hatte der Konzern bereits den Verkauf seines Geschäfts in Südkorea abgeschlossen. Dabei wurde Lafarge Halla Cement mit umgerechnet rund 465 Mio CHF bewertet. Eine Vereinbarung zur Veräusserung seiner 25%-Minderheitsbeteiligung an der an der Al Safwa Cement Company in Saudi Arabien wurde mit 131 Mio CHF bewertet. Zudem hatte LafargeHolcim seine Einheiten in Marokko in das Joint-Venture mit SNI eingebracht.

Der Konzern bleibt über die Tochtergesellschaften ACC und Ambuja Cements mit einem landesweiten Netzwerk in Indien vertreten. Die verbleibende Zementkapazität liegt bei mehr als 60 Millionen Tonnen, wie es weiter heisst.

BEWERTUNG IM RAHMEN DER ERWARTUNGEN

Die Bewertung der Einheiten liegt in etwa im Rahmen der von Analysten erwarteten Spanne. Vontobel hatte laut früheren Schätzungen den Wert auf 1,2 bis 1,5 Mrd CHF veranschlagt und den Verkauf als zentral für das Erreichen der gesetzten Ziele angesehen.

Nirma Limited ist den Angaben zufolge einer von Indiens diversifizierten Konzernen mit Aktivitäten in den Bereichen Industrie- und Verbraucherprodukte. Das Portfolio reicht von Seifen, Waschmitteln, Salz, kalziniertem Soda und Natronlauge bis Zement, Verpackungen und anderen Haushaltswaren. Für das abgelaufene Geschäftsjahr (per 31. März) hat Nirma demnach einen Umsatz von mehr als 1,1 Mrd USD ausgewiesen.

Neben Nirma wurden laut früheren Presseberichten auch Piramal Enterprises, JSW Cement, Anhui Conch Cement aus China sowie der mexikanische Baustoffkonzern Cemex als Interessenten gehandelt.

yr/cf

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LafargeHolcim erhält grünes Licht für Restrukturierung in Indien
21.07.2016 10:32

(Meldung um Analystenkommentar und Aktienkurs ergänzt)

Zürich (awp) - Der Zementkonzern LafargeHolcim hat für die seit drei Jahren geplante Restrukturierung der ehemaligen Holcim-Töchter Ambuja und ACC grünes Licht erhalten. Das indische Cabinet Committee on Economic Affairs hat die Genehmigung für die Transaktion erteilt. Damit ist die letzte Hürde für den Abschluss aus dem Weg geräumt.

Im Zuge der internen Reorganisation erhöht LafargeHolcim seine Beteiligung an Ambuja auf 61,14% und Ambuja übernimmt im Gegenzug eine Beteiligung von 50,05% an ACC Limited, wie der Konzern am Donnerstag mitteilt. Die Transaktion wird mittels einer Fusion der Holcim India Private Ltd. (HIPL) mit Ambuja vollzogen. In zwei Tranchen übernimmt Ambuja vorerst 24% von HIPL zum Bar-Preis von 35'000 Mio INR. Im Anschluss sollen die Aktien von HIPL und Ambuja fusioniert werden. Im Rahmen der Fusion erhält Holcim 584 Mio neue Aktien von Ambuja, was einer Beteiligungserhöhung von derzeit 50,28% auf 61,14% entspricht, heisst es weiter.

Die Transaktion habe bereits zuvor von allen Anspruchsgruppen einschliesslich der unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder, der Minderheitsaktionäre, des Securities and Exchange Board of India, der Börse sowie der zuständigen Gerichte in Indien Zustimmung erhalten. LafargeHolcim erwartet nun die offizielle Kommunikation vom Foreign Investment Promotion Board (FIPB), um die Transaktion abzuschliessen. Den Plan der Restrukturierung der indischen Beteiligungen hatte die ehemalige Holcim bereits im Juli 2013 präsentiert.

SYNERGIEN UND BARMITTEL FREISETZEN

Die Analysten werten den Abschluss positiv, auch wenn das Indien-Geschäft bei LafargeHolcim (geschätzt 8%) nicht den Stellenwert hat, wie bei der früheren Holcim (bis zu 20%). Der Schritt soll laut früheren Angaben zudem Synergien von bis zu 130 Mio CHF erzielen und Barmittel von 500 Mio freisetzen. Eine stärkere Verbindung zwischen Ambuja uns ACC könne auch einer Wettbewerbsentspannung führen und damit Preissteigerungen befördern, schreibt ein Analyst.

Die Aktien von LafargeHolcim gewinnen am Donnerstagmorgen in einem freundlichen Gesamtmarkt 0,9% auf 43,67 CHF hinzu.

yr/ra

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LafargeHolcim überrascht beim Betriebsgewinn

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim hat im zweiten Quartal 2016 einen geringeren Umsatz erzielt, auf bereinigter Basis aber die EBITDA-Marge gesteigert.

Der Umsatz sank auf 7,28 Mrd CHF, das sind 6,7% weniger als die pro forma Vergleichszahlen der Vorjahresperiode. Auf vergleichbarer Basis (like for like) wurde hingegen ein geringeres Minus von 2,1% ausgewiesen.

Der um die Merger- und Einmalkosten adjustierte betriebliche EBITDA stieg um 2,6% (vergl. +6,0%) auf 1,70 Mrd CHF und die entsprechende Marge auf 23,4% von 21,3% im Vorjahreszeitraum, wie LafargeHolcim am Freitag mitteilt. Der Konzerngewinn beträgt im ersten Halbjahr 452 Mio CHF von pro forma 134 Mio im Vorjahreszeitraum.

Der freie Geldfluss aus Geschäftstätigkeit im Quartal beträgt 525 Mio CHF verglichen mit 655 Mio im Vorjahresquartal.

Verkaufsvolumen beim Zement negativ

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz verfehlt, beim EBITDA jedoch übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 7,62 Mrd CHF und für den bereinigten operativen EBITDA bei 1,62 Mrd.

Die Entwicklung der Verkaufsvolumen war beim Zement negativ. Der konsolidierte Zement- und Klinkerabsatz sank um 7,8% auf 62,8 Mio Tonnen (vergl. -3,0%). Die Zuschlagstofflieferungen wuchsen hingegen um 1,8% auf 78,6 Mio Tonnen (vergl. +3,0%), während die Transportbetonvolumen um 0,3% auf 14,9 Mio Kubikmeter (vergl. +0,3%) ebenfalls leicht anstiegen.

Bei der Nettoverschuldung hat das Unternehmen sein Ziel einer Reduktion bis Ende 2016 auf 13 Mrd bekräftigt, wobei die Effekte des Veräusserungsprogramms enthalten sind. Das Devestitionsziel von 3,5 Mrd CHF für das Gesamtjahr sei durch die jüngsten Veräusserungen in Indien, Sri Lanka, China und Vietnam in wenig mehr als sieben Monaten übertroffen worden, heisst es weiter.

Die Synergien aus der Fusion werden im zweiten Quartal auf 170 (Q1 104) Mio CHF beziffert, und im ersten Halbjahr auf 273 Mio. Das zeige, dass man auf Kurs sei, um das Ziel von CHF 450 Mio an Synergien für das gesamte Jahr zu übertreffen.

Der Konzern hat seine Markterwartungen für das Jahr 2016 etwas gesenkt. Neu wird mit einer Nachfragesteigerung von 1-3% gerechnet, verglichen mit 2-4% zuvor. Der konjunkturelle Gegenwind in einigen aufstrebenden Märkten werde dabei anhalten.

Zwei neue Chefs

Weiter kommt es in der Konzernleitung des Baustoffkonzerns zu personellen Veränderungen. So haben sich Alain Bourguignon und Ian Thackwray entschieden, neue Herausforderungen ausserhalb des Konzerns wahrzunehmen. Mit Wirkung ab 5. August neu zur Konzernleitung stossen dafür die LafargeHolcim-Manager Martin Kriegner und Oliver Osswald.

Zudem teilt das Unternehmen mit, dass Pascal Casanova, aktuell verantwortlich für die Region Lateinamerika, neu die Verantwortung für Nordamerika einschliesslich Mexiko übernimmt. Roland Köhler, derzeit für die Region Europa verantwortlich, wird zusätzlich für Australien, Neuseeland und Trading zuständig sein.

Das neue Konzernleitungsmitglied Martin Kriegner, aktuell verantwortlich für Indien, wird zusätzlich für Südostasien zuständig sein. Oliver Osswald, aktuell verantwortlich für Argentinien, wird die Verantwortung für Zentral- und Südamerika übernehmen.

(AWP)

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LafargeHolcim-Fusion kommt nur langsam voran

Für Beat Hess, Verwaltungsratspräsident des Zementkonzerns LafargeHolcim, ist die Fusion der beiden Zementriesen bisher zu langsam abgelaufen. Hess spricht sich auch für einen neuen Firmennamen aus.

"Wir haben viel Zeit verloren und nicht von Anfang an grösstes Gewicht auf eine schnelle Integration gelegt", erklärte Hess in einem Interview mit der "SonntagsZeitung". Bei ABB, wo er die Fusion als Chefjurist begleitet habe, sei dies anders gewesen.

"Wir haben lange gebraucht, bis wir uns auf Verwaltungsrats- und Konzernleitungsebene zusammengerauft haben", sagte der seit Mai als Verwaltungsratspräsident amtierende Hess. Hess spricht von einem gegenseitigen Abtasten und einem Gewöhnen an die jeweils andere Kultur.

Vor wenigen Tagen gab der Konzern den Abbau von 250 Stellen weltweit in der Verwaltung bekannt. Laut Hess sind daher grössere Abbaumassnahmen auf Konzernebene momentan nicht mehr nötig. In grossen Märkten, wo sowohl Lafarge wie Holcim präsent seien, gebe es aber Doppelspurigkeiten und müssten die Strukturen noch angepasst werden.

Der Zementkonzern ist derzeit in neunzig Ländern tätig. Künftig wird er aber in weniger Ländern präsent sein. "Wir sind daran, uns all jene Länder anzuschauen, wo wir unbefriedigende Ergebnisse haben", so Hess. Das Ziel sei es, in absehbarer Zeit wieder die Kapitalkosten zu verdienen. Laut Hess dürfte dies bis Ende 2018 zu schaffen sein.

Neuer Name, neue Identifikation

Der Verwaltungsratspräsident kennt nach eigenen Angaben die Gesamtkosten im Konzern, verfügt aber nicht über genaue Informationen, was einzelne Funktionen kosten. "Wir wissen zum Beispiel nicht genau, wie viel uns der Personalbereich weltweit kostet", sagte Hess. Künftig solle aber nicht mehr jedes Land für sich entscheiden, wie es sich lokal finanziere. Das müsse zentral vom Finanzchef gesteuert werden.

Die Fusion hat sich laut Hess auf jeden Fall gelohnt. "Die beiden grössten, schärfsten Konkurrenten konnten sich zusammenschliessen und haben damit in vielen Märkten eine starke Marktstellung bekommen", stellte Hess fest. Das werde es in den kommenden Jahren ermöglichen, "schöne Erträge" zu erarbeiten.

Hess propagiert eine Namensänderung. Konkrete Vorschläge lägen auf dem Tisch. Ein neuer Name sei wichtig, damit sich die Belegschaft mit dem neuen Unternehmen identifizieren könne. Der Aufbau einer neuen Marke koste aber sehr viel Geld. "Wir reden da nicht von ein paar Millionen, wir reden von Hunderten Millionen", sagte Hess.

(AWP)

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LafargeHolcim kooperiert mit xTreeE im Bereich 3D-Druck
20.09.2016 19:05

Zürich (awp) - Der Zementkonzern LafargeHolcim will sich mit Baulösungen auf dem 3D-Druckmarkt positionieren und ist eine Kooperation mit dem französischen Startup xTreeE eingegangen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sei es erstmals in Europa gelungen, ein tragendes Betonelement im 3D-Druckverfahren für kommerzielle Zwecke herzustellen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstagabend.

xTreeE sei auf grossformatige 3D-Drucklösungen spezialisiert. Die Verwendung von 3D-Druckstrukturen stehe für eine digitale Revolution in der Baustoffindustrie, die es erlaubt, komplexe geometrische Strukturen kostengünstiger und schneller zu produzieren als mit herkömmlichen Technologien, heisst es.

LafargeHolcim habe drei potenzielle Märkte für Lösungen dieser Art identifiziert: qualitativ hochstehende Architekturprojekte, erschwingliche Wohnbauten sowie den robotergestützten Bau von Fertigteilelementen.

ys/hr

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alpenland
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Trump Gewinner

Gehe mal davon aus, dass LafrageH einer der Gewinner durch die angekündigten Infrastrukturverbesserungen sein könnte.

Habe mal etwas investiert.

LafargeHolcim-Aktie: Zweistellige Gewinnzuwächse möglich - Kaufempfehlung, Kursziel erhöht - Aktienanalyse (Vontobel sieht 65 CHF)

http://www.aktiencheck.de/exklusiv/Artikel-LafargeHolcim_Aktie_Zweistell...

 

 

 

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LafargeHolcim kauft in Indien zu - Verschuldung steigt

LafargeHolcim erhöht seine Beteiligung an zwei indischen Zementfirmen. Einen Preis gab der Konzern am Dienstag nicht bekannt.

Durch den Zukauf steige die Nettoverschuldung von LafargeHolcim jedoch um 325 Millionen Franken. Damit werde der Konzern sein Ziel wohl verfehlen, bis Ende 2016 die Nettoverschuldung auf rund 13 Milliarden Franken zu senken. Die Zementfirma passe die Zielgröße daher entsprechend an.

(Reuters)

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habe etwas Mühe zu erkennen

warum die Schuldenerhöhung von 13 mrd auf 13,325 (+2.5%) für ein Investment in einen Zukunftsmarkt heute negativ von der Börse bewertet wird ? Dies ja sicher bei günstigen Zinsen.

Dies bei einem Unternehmenswert (yahoo

Enterprise Value 3 50.88B

mehr wird man erfahren am: 18-11-2016 Capital Markets Day

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LafargeHolcim kippt sein Mittelfrist-Ziel

Der Zementriese LafargeHolcim hat seine Ziele für 2018 teilweise gesenkt und will überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückführen. Die Aktie steigt im vorbörslichen Handel deutlich an.

Dies soll über einen Aktienrückkauf und Sonderdividenden geschehen. Für 2016 etwa werden der GV 2 CHF je Aktie als Dividende vorgeschlagen.

Im vorbörslichen Handel steigt die LafargeHolcim-Aktie um 1,6 Prozent in einem leicht positiven Gesamtmarkt.

Das Ziel für den bereinigten betrieblichen EBITDA bis 2018 wird auf 7 Mrd CHF gesenkt, von zuvor 8 Mrd. Als Gründe für die Anpassung nennt das Unternehmen Veränderungen im Konsolidierungskreis und Währungseinflüsse. Darin enthalten seien 200 Mio CHF an geplanten zusätzlichen Kostenreduzierungen, heisst es in einer Medienmitteilung am Freitag anlässlich des Investorentages in London.

Auch die Erwartungen für die Run-Rate werden gesenkt. Für 2018 wird mit einem betrieblichen Free Cashflow im Bereich von 2,8 bis 3,3 Mrd CHF oder 5 CHF pro Aktie gerechnet. Zuvor war eine Wert von mindestens 3,5 bis 4,0 Mrd oder 6 CHF pro Aktie genannt worden. Der kumulierte betriebliche Free Cashflow soll 7,5 Mrd betragen, statt der zuvor genannten 10 Mrd.

Demgegenüber wird beim Return on invested Capital (ROIC) weiter eine Erhöhung um mindestens 300 Basispunkte bis 2018 im Vergleich zu 2015 als Ziel genannt. Den Startpunkt hatte CEO Eric Olsen zuvor auf "unter 5%" beziffert.

Zwei Franken Dividende

Olsen bekräftigt in der Mitteilung die Verpflichtung zu einem soliden Investment-Grade-Rating. Bei der bei der Kapitalallokation soll Cash an die Aktionäre zurückgeführt werden. Der Konzern will an einer attraktiven Dividendenpolitik festhalten und schlägt der Generalversammlung im Mai 2017 eine Dividende von 2 CHF pro Aktie vor, nach 1,5 CHF 2015.

Das Unternehmen erwartet, diesen Wert weiter steigern zu können und nennt als Ziel eine Ausschüttungsquote von 50%. Zudem ist über die kommenden zwei Jahre ein Aktienrückkaufprogramm in der Höhe von bis zu 1 Mrd CHF geplant. Überschüssiges Kapital soll vornehmlich in Form von Sonderdividenden an die Aktionäre fliessen.

(AWP/Reuters)

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DB sieht 68 chf
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Moody's überprüft LafargeHolcim-Ratings

Die Ratingagentur Moody's überprüft die Kreditbewertungen für alle Ratings des Zementkonzerns LafargeHolcim auf eine mögliche Abstufung.

Der Grund für die Überprüfung sei die vom Konzern anlässlich des Investorentags vom Freitag gemachten Ankündigung, das Pay-Out-Ratio erhöhen und eigene Aktien zurückkaufen zu wollen, heisst es in der Mitteilung der Agentur vom Montag. Diese Versprechen seien zu einer Zeit gemacht worden, in der Moody's die für das heutige Rating massgebenden Kennzahlen bereits als "schwach" einstufe.

Zudem wollen die Moody's-Experten auch das von LafargeHolcim vorgegebene Ziel, bis 2018 einen bereinigten betrieblichen EBITDA von 7 Mrd CHF zu erzielen, bezüglich den Auswirkungen auf die Rating-Situation überprüfen, heisst es weiter. Dieses Ziel hatte LafargeHolcim anlässlich des Investorentags um eine Milliarde gekürzt.

Derzeit lautet das Rating für den schweizerisch-französischen Zementkonzern auf "Baa2". Zwar hätten sich die Kredit-Kennzahlen im Vergleich zu den pro-forma-Angaben aus dem Jahr 2015 verbessert, jedoch seien sie nach wie vor schwach, so die Mitteilung. Bei der Ratingüberprüfung fokussiere man sich nun auf die kurz- und mittelfristigen Geschäftsaussichten. Bei einer allfälligen Abstufung, dürfte sich diese wohl auf eine Stufe bzw. einen "Notch" beschränken.

(AWP)

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daher diese sch...... Entwicklung

Hohe Wellen wirft auch die Beteiligungsreduktion bei LafargeHolcimdurch Dodge & Cox. Der bekannte amerikanische Substanzinvestor hält neuerdings weniger als 3 Prozent am Zementkonzern aus der Ostschweiz und bewegt sich damit unter dem Radar der Öffentlichkeit.

Schon seit Wochen kursierten im hiesigen Handel Spekulationen, wonach sich ein Grossaktionär aus den Aktien von LafargeHolcim zurückziehen wolle. Nun hat dieser endlich einen Namen.

Am diesjährigen Investorentag sah sich der Weltmarktführer vergangene Woche nach mehreren von den Wettbewerbshütern auferlegten Bereichsverkäufen zu einer Reduktion der Mittelfristziele gezwungen. Gleichzeitig kündigte er allerdings eine kräftige Dividendenerhöhung sowie ein Aktienrückkaufprogramm an.

Geplant Dividende 2.-

Rückkäufe bis 1 Mrd

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positivere Töne

LAFARGEHOLCIM (+2.47% auf 53,85 CHF):

Umtäusche von anderen Zementvaloren

 

LafargeHolcim legen wegen Umtäuschen aus anderen Zementvaloren im Frühhandel auffallend zu. Sales-Trader hören, dass die Titel wegen ihren relativ geringen Italien-Risiken gesucht seien. Entstünden kommende Woche an den Kapitalmärkten Italien-Turbulenzen, könnten sich die Mittelzuflüsse in solide Werte wie LafargeHolcim weiter verstärken. Das gelte umso mehr, weil die Stimmung für die Titel derzeit generell recht positiv sei. Weil die Gesellschaft ihre Ausschüttungen in den kommenden Jahren klar anheben will, würden vor allem Institutionelle wieder vermehrt ein Auge auf sie werfen.

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ich bin raus

Call raus Sad Es gab eine Ratingabsenkung von ???Blackrock hat vor paar Tagen seinen Anteil ausgebaut. Trotzdem, für eine Option zu heiss.

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ich bin raus

Call raus Sad Es gab eine Ratingabsenkung von ???Blackrock hat vor paar Tagen seinen Anteil ausgebaut. Trotzdem, für eine Option zu heiss.

<gelöscht>

Heute morgen (vor Börseneröffnung) im Orderbook eine Position mit 50.30 gefunden.

Darauf hin den Auftrag erteilt mit Limit 50.30, hat aber nicht geklappt. Was ist der Grund?

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LafargeHolcim: Französische Behörden ermitteln wegen Syrien-Aktivitäten
19.01.2017 22:13

(Ergänzt mit Stellungnahme des Unternehmens)

Zürich (awp/sda/afp/reu) - LafargeHolcim droht juristischer Ärger in Frankreich. Das Wirtschaftsministerium hat im Herbst rechtliche Schritte gegen den schweizerisch-französischen Zementkonzern ergriffen. Es geht um eine Fabrik von Lafarge in Syrien, die vor der Fusion mit Holcim trotz des europäischen Embargos betrieben wurde.

Das Ministerium bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass bei der Pariser Staatsanwaltschaft eine entsprechende Anzeige eingereicht wurde. Laut einer Gerichtsquelle startete die Staatsanwaltschaft im Oktober eine Voruntersuchung.

Ein Sprecher des Unternehmens, das 2015 aus der Fusion des französischen Lafarge-Konzerns mit dem Schweizer Rivalen Holcim entstanden ist, erinnerte in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur sda am Donnerstagabend daran, dass das Unternehmen selber eine Untersuchung eingeleitet habe und mit den Behörden zusammenarbeite.

Im November hatte der Konzern Vorwürfe zurückgewiesen, in Syrien die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) finanziert zu haben. Zwei Menschenrechtsorganisationen hatten in Paris eine Anzeige gegen Lafarge eingereicht. Darin werfen sie dem Unternehmen vor, Vereinbarungen mit dem IS getroffen zu haben, um den Betrieb des Werks aufrechtzuerhalten. So soll Lafarge etwa für Passierscheine bezahlt haben.

(AWP)

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LafargeHolcim räumt Fehler in Syrien ein
02.03.2017 07:32

Zürich (awp) - LafargeHolcim räumt ein, dass im firmeneigenen Werk in Syrien Fehler begangen worden sind. Das lokale Management hatte an Dritte Gelder bezahlt, um den Weiterbetrieb der Fabrik zu sichern. Aufgrund der von LafargeHolcim nach dem Auftauchen der Vorwürfe eingeleiteten internen Untersuchung können die endgültigen, hinter diesen Dritten stehenden Empfänger der Gelder nicht eindeutig ermittelt werden.

Aus heutiger Sicht könne festgestellt werden, dass die für den weiteren Betrieb des Werks erforderlichen Massnahmen "nicht akzeptierbar" waren, folgert LafargeHolcim gemäss einer Mitteilung von Donnerstag. Wohl hätten die für Syrien Verantwortlichen offenbar in der Absicht gehandelt, wie sie dies für das Unternehmen und die Mitarbeitenden für richtig gehalten hatten. "Dennoch haben die Untersuchungen ergeben, dass erhebliche Fehleinschätzungen vorlagen, die nicht mit dem geltenden Verhaltenskodex vereinbar waren", so die Mitteilung weiter.

Als Folge der internen Prüfung und ihrer Ergebnisse hat der Verwaltungsrat verschiedene Massnahmen getroffen. Er stellt zudem klar, dass es im Hinblick auf die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und den im Verhaltenskodex verankerten Standards keine Kompromisse geben dürfe, gleich welcher Art die betrieblichen Herausforderungen seien.

Die aktuell vorliegenden Informationen liessen nicht darauf schliessen, dass die genannten Vorwürfe einen wesentlichen nachteiligen Einfluss auf die Finanzlage des Konzerns haben werden, hält LafargeHolcim fest.

Im Zusammenhang mit den geschilderten Aktivitäten in Syrien sei zudem in Frankreich über Strafanträge berichtet worden. Derartige Verfahren unterliegen der Geheimhaltungspflicht, so die Mitteilung weiter. Weder Lafarge SA noch irgendeine Tochtergesellschaft seien Partei in diesen Verfahren. LafargeHolcim werde die Erkenntnisse oder das Verhalten von einzelnen Personen nicht weiter kommentieren.

gab/yr

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LafargeHolcim ernennt Sika-Chef Jan Jenisch zum neuen CEO
22.05.2017 07:24

Zürich (awp) - Der Zementkonzern LafargeHolcim hat Jan Jenisch per 16. Oktober 2017 zum neuen Group CEO ernannt. Der bisherige Sika-CEO sei "weit herum respektiert für seine nachhaltig erfolgreichen Geschäftsergebnisse" und verfüge über ein tiefes Verständnis für den Baumaterialsektor, lässt sich Beat Hess, Verwaltungsratspräsident von LafargeHolcim, in einer Mitteilung vom Montag zitieren.

Er freue sich darauf, zum globalen Führungsteam von LafargeHolcim zu stossen und "das Unternehmen in eine sehr erfolgreiche Zukunft zu führen", so wiederum Jenisch selbst. Jenisch ersetzt Eric Olsen, welcher vor kurzem im Zusammenhang mit der Syrien-Affäre zurückgetreten ist, obwohl er vom Verwaltungsrat zuvor von jeglicher Verantwortung freigesprochen wurde. Der "Tages-Anzeiger" hatte in (heutigen) Montagausgabe bereits spekuliert, dass dieser Wechsel bei den beiden Unternehmen bevorstehe.

Sika wiederum hat Paul Schuler per 1. Juli als Nachfolger von Jenisch ernannt, wie der Baustoffkonzern ebenfalls am Montag mitteilt. Schuler ist derzeit Regionalleiter Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA). Gleichzeitig bestätigte Sika den Ausblick für das laufende Jahr mit einem erwarteten Umsatzwachstum von 6 bis 8%. Damit dürfte erstmals ein Umsatz von über 6 Mrd CHF erreicht werden.

ys/rw

(AWP)

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Elias
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Ausblick LafargeHolcim: Q2-Umsatz von 6'92 Mrd CHF erwartet

FOKUS: Die Analysten rechnen mit einem "ordentlichen" zweiten Quartal bei LafargeHolcim. Der Umsatz dürfte aufgrund der Devestitionen erneut rückläufig gewesen sein, auf vergleichbarer Basis (like for like) jedoch gestiegen sein. Einfluss dürfte auch der Oster- und Ramadan-Termin in diesem Jahr gehabt haben. Besondere Aufmerksamkeit wird der Preisentwicklung zuteilwerden, etwa in Nigeria, Mexiko, USA oder Indien. Auch beim adjustierten operativen Ergebnis werden Einflüsse aus den Verkäufen und von Seiten der Währungsbewegungen erwartet. Hier wird erneut mit einem Anstieg gerechnet, der jedoch geringer ausfallen dürfte als im ersten Quartal (+15%).

Bei der Guidance werden keine Anpassungen erwartet, ebenso wie Nachrichten zur Strategie. Nach dem Abgang von Eric Olsen werden die Ergebnisse von VRP und Interim-CEO Beat Hess und COO Roland Köhler präsentiert. Der Neue Konzernchef Jen Jenisch tritt erst im Oktober an, und bis dahin werden von den Analysten keine tiefgreifenden Veränderungen erwartet.

ZIELE: Für 2017 rechnet das Management des Zementkonzerns in seinen Märkten mit einem Wachstum der Nachfrage von 2 bis 4%. Einen besonderen Beitrag würden mehrere Märkte wie die USA, Indien, Nigeria und einige europäische Länder leisten, so die Erwartung. Der bereinigte betriebliche EBITDA soll auf vergleichbarer Basis ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aufweisen. Der wiederkehrende Gewinn soll um mehr als 20% zulegen.

PRO MEMORIA: Die überraschende Rücktrittsankündigung von CEO Eric Olsen Ende April, nur wenige Tage vor der Präsentation der Zahlen zum ersten Quartal, hatte bei LafargeHolcim für Aufregung gesorgt. Auch wenn Olsen in der Affäre um das Lafarge-Werk in Syrien kein Fehlverhalten vorgeworfen wurde, so wurde der Schritt doch damit in Zusammenhang gesetzt. Zudem hatte es im Verwaltungsrat laut Medienberichten auch Bestrebungen gegeben den früheren Lafarge-Manager zu ersetzen, um einen Kurswechsel einzuleiten.

Ein Nachfolger wurde mit der Berufung von Sika-Chef Jan Jenisch überraschend schnell gefunden. Die Personalie wurde von Analysten begrüsst und auch die Kursreaktion der Aktie war klar positiv.

Die Turbulenzen um die Causa Syrien und den CEO-Abgang sorgte auch an der Generalversammlung für rote Köpfe. Hier haben die Aktionäre der Führung des Zementriesen einen Denkzettel verpasst. Statt sich für das erfreuliche Quartalsergebnis feiern zu lassen, musste der Verwaltungsrat am Mittwoch zu Kidnapping und Strafverfahren Stellung nehmen - und wurde mit 61% nur knapp entlastet. "Das ist kein schönes Resultat", kommentierte Verwaltungsratspräsident Beat Hess.

Für etwas Beruhigung dürfte bei den Aktionären das bereits im vergangenen Herbst angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Volumen von rund 1 Mrd CHF sorgen. Über eine zweite Handelslinie sollen bis 2018 Aktien zur anschliessenden Vernichtung erworben werden.

Frankreich hat im Juni im Zusammenhang mit den Geschäften von Lafarge in Syrien eine Rechtsuntersuchung eröffnet. Ein mit Anti-Terror-Themen betrauter Richter und zwei auf Finanzfragen spezialisierte Richter arbeiten an dem Fall. Im Mittelpunkt stehe der Vorwurf der "Finanzierung von terroristischen Vorhaben" und die Gefährdung von Leben.

Im Juni wurde Heike Faulhammer (per 1. Juli) zur neuen Group Head of Research & Development ernannt. Als Leiterin des Bereichs Forschung und Entwicklung ist sie im globalen Forschungszentrum des Konzerns in der Nähe von Lyon tätig. Faulhammer arbeitete zuvor für mehr als 20 Jahre in verschiedenen Funktionen für das französische Chemieunternehmen Arkema.

AKTIENKURS: Seit Jahresbeginn hat die LafargeHolcim-Aktie mit aktuell 56,85 CHF gut 6% an Wert gewonnen. Seit die 50-CHF-Marke im vergangenen Oktober nachhaltig überschritten wurde ging es bis auf 60,80 CHF Anfang März hinauf.

 

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Untermauert LafargeHolcim die Fortschritte?

Die Aktien des Baustoffkonzerns sind noch nicht durchgestartet. Der Semesterausweis sollte den operativen Aufwärtstrend bestätigen.

Anders als in den Vorjahren haben sich LafargeHolcim (LHN 57.5 0.61%) 2017 bislang besser als die Konkurrenzpapiere HeidelbergCement (HEI 85.24 0.73%) entwickelt. Während die Aktien des französisch-schweizerischen Baustoffkonzerns 6,5% gewonnen haben, notieren die Valoren des deutschen Unternehmens 5% im Minus.

Der für Mittwoch anberaumte Halbjahresbericht von LafargeHolcim wird zeigen, ob sich die operativen Fortschritte der vergangenen Quartale fortgesetzt haben. Erneut wird der Umsatz von Devestitionen geprägt sein.

Zudem ist mit einem ungünstigen Währungseffekt zu rechnen, sodass insgesamt geringere Einnahmen als im Vorjahressemester ausgewiesen werden. Die Zürcher Kantonalbank etwa kalkuliert einen 6% niedrigeren Wert von 6,8 Mrd. Fr. Auf vergleichbarer Basis dürfte aber, wie schon im ersten Quartal, ein Wachstum von 3 bis 4% resultieren.

Das Warten auf den neuen CEO

Zudem ist, dank höherer Preise und Massnahmen zur Effizienzsteigerung, eine höhere Betriebsgewinnmarge zu erwarten. Für das Gesamtjahr hat sich LafargeHolcim vorgenommen, den bereinigten Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda (vor Abschreibungen und Amortisation) mit einer prozentual zweistelligen Prozentrate zu steigern. Der Gewinn sollte ein Fünftel steigen.

Der Semesterbericht wird noch nicht von Jan Jenisch präsentiert werden. Der neue CEO und frühere Chef von Sika (SIK 6495 0.54%) beginnt seine Arbeit Mitte Oktober. Vorgänger Eric Olsen war über die Syrien-Affäre gestolpert. Er gab seinen Job Anfang Juli auf.

HeidelbergCement wird den Semesterausweis am Dienstag, 1. August, publizieren.

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LafargeHolcim steigert Umsatz

LafargeHolcim steigert Umsatz und Gewinn

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim konnte im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch nur beim Gewinn erreicht.

26.07.2017 07:23

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim ist im zweiten Quartal 2017 auf vergleichbarer Basis gewachsen um 3,6% gewachsen. Nominell sank der Umsatz dagegen um 5,9% auf 6,85 Mrd CHF. Der um die Merger- und Einmalkosten adjustierte betriebliche EBITDA stieg geringfügig um 0,1% (vergleichbar +10,1%) auf 1,74 Mrd CHF und die entsprechende Marge auf 25,3% von 23,8% im Vorjahreszeitraum, wie LafargeHolcim am Mittwoch mitteilt.

Der Konzerngewinn beträgt im Berichtsquartal 787 Mio CHF nach 400 Mio im Vorjahreszeitraum. Der freie Geldfluss aus Geschäftstätigkeit wird mit 174 Mio CHF ausgewiesen, verglichen mit 79 Mio im Vorjahresquartal. Die Nettofinanzschulden lagen zum Quartalsende bei 15,7 Mrd CHF und damit rund 2,4 Mrd tiefer als zum Ende der Vorjahresperiode.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht unterschritten, beim Ergebnis jedoch gut erreicht. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 6,92 Mrd CHF mit einem Anstieg auf vergleichbarer Basis von 4,3%. Beim bereinigten operativen EBITDA wurde ein Wert von 1,73 Mrd erwartet, beim operativen EBITDA von 1,63 Mrd.

Die Entwicklung der Verkaufsvolumen war beim Zement mit 15% auf 53,9 Mio Tonnen rückläufig. Auf vergleichbarer Basis resultierte ein kleines Plus von 0,7%. Die Zuschlagstofflieferungen gingen um 2,9% auf 76,3 Mio Tonnen (vergl. -2,1%) zurück, während die Transportbetonvolumen um 13% auf 13,0 Mio Kubikmeter (vergl. 6,9%) sanken.

Markterwartung für 2017 reduziert

Im Berichtsquartal wurden Synergien von 121 Mio CHF erzielt, wie das Unternehmen weiter schreibt. Damit seien zum Quartalsende bereits die anvisierten Gesamtsynergien für 2017 von 1 Mrd CHF annähernd erreicht worden.

Die Konzernregionen Naher Osten, Afrika, Lateinamerika und Nordamerika trugen alle zur verbesserten Ertragskraft bei, schreibt der Konzern weiter. Dabei erbrachten die Vereinigten Staaten, Nigeria und Mexiko besonders gute Leistungsausweise. Die Region Asien, Ozeanien wurde durch das anhaltend herausfordernde Marktumfeld in Indonesien, Malaysia und den Philippinen belastet. Indien habe positiven Ergebnisses gezeigt und sich weiter von den Auswirkungen der Geldentwertung erholt.

Der Konzern hat seine Markterwartungen für das Jahr 2017 reduziert. Das Management des Zementkonzerns rechnet in seinen Märkten nun mit einem Wachstum der Nachfrage von 1 bis 3%, nach zuvor 2 bis 4%. Man sei trotzdem auf Kurs die eigenen Prognosen für 2017 zu erreichen. So soll der bereinigte betriebliche EBITDA auf vergleichbarer Basis ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aufweisen. Der wiederkehrende Gewinn soll um mehr als 20% zulegen.

(AWP)

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UBS Keyinvest Daily Markets: Kursausbruch wird möglich

 

Rückblick: Für LafargeHolcim geht es seit Februar 2016 nach einem Tief bei 33,29 CHF wieder nach oben.

Die Notierungen konnten mit dem Anstieg über die 50,45 CHF-Marke ein Kaufsignal aktivieren, scheiterten jedoch im November an der Hürde bei 58,30 CHF. Seitdem geht es seitwärts zwischen diesen beiden Kursmarken voran. Ab Februar 2017 kam es mehrfach zu einem Ausbruchsversuch über die 58,30 CHF-Marke, was sich aber nicht durchsetzen konnte. Auch ein im Mai 2017 ausgebildeter schneller Aufwärtsimpuls scheiterte an dieser Hürde, bildete aber die Grundlage für eine symmetrische Dreiecksformation. Darin rutschten die Notierungen im Juni bis zur 54,75 CHF-Marke zurück, um sich ausgehend von dieser Unterstützung nach oben zu lösen. Der Abwärtstrend der vergangenen Wochen wird derzeit erreicht.

Ausblick: Die seit einigen Monaten ausgebildete symmetrische Dreiecksformation dürfte bald verlassen werden, was ein neues mittelfristiges Richtungssignal bieten könnte. Die LongSzenarien: Schafft LafargeHolcim den Ausbruch über den Abwärtstrend der Vorwochen sowie die Hürde bei 58,30 CHF, bietet sich die Chance der Generierung eines neuen Kaufsignals. Kursgewinne bis zur 60,80 CHF-Marke sind in diesem Fall wieder möglich, bevor dort die Bären nochmals im Vorteil wä- ren. Auf Basis des symmetrischen Dreiecks könnte mittelfristig eine grössere Aufwärtswelle folgen, welche zum langfristigen Abwärtstrend führen dürfte. Dieser bildet zusammen mit der Oberkante des Trendkanals bei 64,00 CHF einen wichtigen Widerstand und könnte die Abwärtsbewegung erneut aktivieren. Gelingt es dem Wert aber, sich über die 64,00 CHF-Marke zu bewegen, könnten mittelfristig auch 77,45 CHF erreichbar werden. Die Short-Szenarien: Unterhalb des Abwärtstrends der Vorwochen könnte sich LafargeHolcim auch direkt wieder nach unten bewegen und den bei 54,00 CHF liegenden Aufwärtstrend erreichen. Wird dieser durchbrochen und das symmetrische Dreieck nach unten verlassen, könnte eine stärkere Abwärtswelle bis zur 50,45 CHF-Marke folgen. Der derzeit noch bei 47,00 CHF liegende langfristige Aufwärtstrend sollte anschliessend der Käuferseite erhöhte Chancen bieten.

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UBS Keyinvest Daily Markets: Kursausbruch wird möglich

 

Rückblick: Für LafargeHolcim geht es seit Februar 2016 nach einem Tief bei 33,29 CHF wieder nach oben.

Die Notierungen konnten mit dem Anstieg über die 50,45 CHF-Marke ein Kaufsignal aktivieren, scheiterten jedoch im November an der Hürde bei 58,30 CHF. Seitdem geht es seitwärts zwischen diesen beiden Kursmarken voran. Ab Februar 2017 kam es mehrfach zu einem Ausbruchsversuch über die 58,30 CHF-Marke, was sich aber nicht durchsetzen konnte. Auch ein im Mai 2017 ausgebildeter schneller Aufwärtsimpuls scheiterte an dieser Hürde, bildete aber die Grundlage für eine symmetrische Dreiecksformation. Darin rutschten die Notierungen im Juni bis zur 54,75 CHF-Marke zurück, um sich ausgehend von dieser Unterstützung nach oben zu lösen. Der Abwärtstrend der vergangenen Wochen wird derzeit erreicht.

Ausblick: Die seit einigen Monaten ausgebildete symmetrische Dreiecksformation dürfte bald verlassen werden, was ein neues mittelfristiges Richtungssignal bieten könnte. Die LongSzenarien: Schafft LafargeHolcim den Ausbruch über den Abwärtstrend der Vorwochen sowie die Hürde bei 58,30 CHF, bietet sich die Chance der Generierung eines neuen Kaufsignals. Kursgewinne bis zur 60,80 CHF-Marke sind in diesem Fall wieder möglich, bevor dort die Bären nochmals im Vorteil wä- ren. Auf Basis des symmetrischen Dreiecks könnte mittelfristig eine grössere Aufwärtswelle folgen, welche zum langfristigen Abwärtstrend führen dürfte. Dieser bildet zusammen mit der Oberkante des Trendkanals bei 64,00 CHF einen wichtigen Widerstand und könnte die Abwärtsbewegung erneut aktivieren. Gelingt es dem Wert aber, sich über die 64,00 CHF-Marke zu bewegen, könnten mittelfristig auch 77,45 CHF erreichbar werden. Die Short-Szenarien: Unterhalb des Abwärtstrends der Vorwochen könnte sich LafargeHolcim auch direkt wieder nach unten bewegen und den bei 54,00 CHF liegenden Aufwärtstrend erreichen. Wird dieser durchbrochen und das symmetrische Dreieck nach unten verlassen, könnte eine stärkere Abwärtswelle bis zur 50,45 CHF-Marke folgen. Der derzeit noch bei 47,00 CHF liegende langfristige Aufwärtstrend sollte anschliessend der Käuferseite erhöhte Chancen bieten.

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Branchenführer Lafargeholcim hat die Q2-Zahlen bereits vorgelegt

Danach lief es in den USA, Mexiko, Nigeria und Südamerika besser als im Vorjahr. Allerdings wusste der Zementriese auch von Belastungen durch schlechtes Wetter in den USA zu berichten. Davon dürfte auch Heidelbergcement nicht verschont geblieben sein.

 

AUSBLICK/Heidelbergcement profitiert von steigendem US-Zementpreis

   FRANKFURT (Dow Jones)--Höhere Zementpreise in den USA und eine Erholung der kanadischen Ölindustrie haben nach Einschätzung von Analysten der Deutschen Bank den Baustoffhersteller HeidelbergCement im zweiten Quartal gestützt. Insgesamt erwarten die Experten auf vergleichbarer Basis Wachstum sowohl bei Umsatz als auch beim Betriebsgewinn. Zuletzt hatte der DAX-Konzern operativ enttäuscht.

   Gebremst wird die gute Entwicklung allerdings davon, dass anders als im Vorjahr sowohl das Osterfest als auch der Ramadan in das zweite Quartal gefallen sind. Das schlägt sich in Marokko, Ägypten und Indonesien nieder. In Indonesien stand der Baustoffkonzern ohnehin schon unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die dort ansässige Tochter Indocement wies am Montag für das erste Halbjahr knapp zwei Drittel weniger Gewinn aus.

   Der Mutterkonzern wird seine Zahlen am Dienstag um 7.00 Uhr vorlegen. Um sie vergleichbar zu machen, rechnet Heidelbergcement in die Vorjahresbilanz die Ergebnisse der im vergangenen Herbst übernommenen Italcementi pro forma mit ein. Nach der von Heidelberg zusammengestellten Konsensschätzung erwarten die Analysten etwa zwei Prozent mehr Umsatz (4,7 Milliarden Euro) und ein operatives EBITDA von fast 1 Milliarde Euro. Auch das wären 2 Prozent mehr.

   Unter dem Strich dürfte das Unternehmen 26 Prozent mehr verdient haben. Dazu trugen auch Kostensynergien aus der Italcementi-Übernahme bei. Die Analysten der Deutschen Bank erwarten sich allein hiervon 50 Millionen mehr Gewinn. Offiziell peilt der Konzern 470 Millionen Euro an Synergieeffekten an. Unternehmenschef Bernd Scheifele hat allerdings kürzlich die Erwartung geäussert, es könnten auch 500 Millionen Euro werden.

   In den Blick nehmen dürften Investoren schliesslich Aussagen zur Prognose: Die Analysten der Deutschen Bank rechnen mit verstärkten Anzeichen für eine Erholung des europäischen Baumarktes. Das zweite Quartal markiere hier möglicherweise einen Wendepunkt. Bisher will Heidelbergcement Umsatz und operatives EBITDA 2017 um 5 bis 10 Prozent steigern und den bereinigten Jahresüberschuss um mehr als 10 Prozent.

 

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HSBC senkt Ziel für LafargeHolcim auf 67 Franken - 'Buy'

Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für LafargeHolcim von 72 auf 67 Franken gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aussichten für die Free-Cashflow-Entwicklung europäischer Baustoffkonzerne seien nicht ganz so gut wie zunächst erwartet, schrieb Analyst John Fraser-Andrews in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Unter anderem aufgrund negativer Währungseffekte reduzierte er seine Sektor-Gewinnprognosen (Ebitda) für die Jahre 2017 bis 2019 um bis zu 8 Prozent, schätzt sämtliche großen Branchenwerte aber unverändert positiv ein.

/edh/zb

Datum der Analyse: 28.09.2017

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Deutsche Bank belässt LafargeHolcim auf 'Hold' - Ziel 62 Franken

FRANKFURT (dpa-AFX Analyser) - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für LafargeHolcim nach einem Treffen mit dem Finanzvorstand des Baustoffkonzerns auf "Hold" mit einem Kursziel von 62 Franken belassen. Der Tenor sei eher vorsichtig gewesen, schrieb Analyst Xavier Marchand in einer Studie vom D.

26.09.2017, 12:41 Uhr | dpa-AFX

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JPMorgan belässt LafargeHolcim auf 'Neutral' - Ziel 57 Franken

NEW YORK (dpa-AFX Analyser) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für LafargeHolcim nach einem Treffen mit dem Finanzvorstand auf "Neutral" mit einem Kursziel von 57 Franken belassen. Der Baustoffhersteller verzeichne in den wichtigsten Märkten immer noch nur recht schwache Trends, schrieb Analystin Elodie Rall in einer Studie vom Dienstag.

In den USA habe das Geschäft aber auch unter den jüngsten Überschwemmungen gelitten, was einen dort robusten Trend überschatte.

/la/mis

Datum der Analyse: 26.09.2017

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LafargeHolcim zeigt sich an Analystentreffen zurückhaltend

CFO Ron Wirahadiraksa habe am gestern Montag in London stattfindenden Sell-Side-Meeting vorsichtige Töne zur Geschäftsentwicklung in einigen Schlüsselmärkten angeschlagen, lautet der Tenor der in Nachgang veröffentlichten Analystenkommentare. Die Aktien sind auch am Dienstag leicht unter Druck, nachdem sie bereits am Montag um 4,6% an Wert eingebüsst hatten.

Die Wachstumsstrategie von LafargeHolcim fokussiert nach Abschluss der Fusion vor allem auf die Schwellenländer, wo der Konzern vergleichsweise stark vertreten ist. Aussagen zur Entwicklung der einzelnen Länder und Regionen stossen deshalb bei den Analysten jeweils auf grosses Interesse. Diesbezüglich seien die Ausführungen des Finanzchefs etwas zurückhaltender ausgefallen als noch Ende Juli, schreibt der Experte der ZKB.

In Mexiko hätten sich die Zementpreise in letzter Zeit aussergewöhnlich stark entwickelt, was die Schwäche des Pesos gegenüber dem Dollar mehr als aufgewogen habe, heisst es in einem Kommentar der Privatbank Berenberg. Der CFO habe aber durchblicken lassen, dass es aufgrund der Angebotserweiterung eines Konkurrenten künftig schwierig werde, weitere Preiserhöhungen durchzusetzen.

Ähnlich präsentiert sich die Situation in Algerien, das gemäss der Schätzung von Berenberg 8 bis 9% zum Konzern-EBITDA beisteuert. Auch in diesem traditionell hochmargigen Markt habe die Konkurrenz zusätzliche Kapazitäten geschaffen und ausserdem nehme die Regierung die Zementpreise genauer unter die Lupe. Dies dürfte sich ab 2018 verstärkt auf den Geschäftsgang bei LafargeHolcim auswirken.

Anpassung der Guidance?

Ebenfalls anspruchsvoll sei die Situation in Kolumbien (Lokale Konkurrenz), Philippinen (wenige Infrastrukturprojekte), sowie währungsbedingt in Ägypten und Nigeria, so die kolportierten Aussagen des Finanzchefs. In Indonesien sei die Volumenentwicklung gut, allerdings auch der Preisdruck hoch. Solide scheint dagegen die Preis- und Volumenentwicklung im grössten Markt Indien zu sein.

In den USA wurde der Volumenabsatz im dritten Quartal durch die Hurrikan-Saison gebremst. Auch die US-Nachfrage aus dem Infrastruktur-Segment bleibe verhalten, allerdings seien die Werke laut CFO weiterhin gut ausgelastet und auch bei den Preisen bestehe noch Raum gegen oben. Mit Blick auf Europa zeige sich in Westen eine Stagnation, während sich Osteuropa erfreulich entwickelt habe.

Insgesamt bestätigte der Finanzchef laut den Angaben aber den Ausblick, wonach der globale Zementmarkt im laufenden Jahr um 1% bis 3% wachsen dürfte. Die Ausführungen hätten aber Anlass zur Annahme geboten, dass die Erwartungshaltung zum dritten Quartal erneut nach unten angepasst werde, schreibt der Natixis-Experte. Auch gehe er nicht davon aus, dass die Guidance eines betrieblichen EBITDA von 7 Mrd CHF bis 2018 vom neuen CEO Jan Jenisch aufrecht erhalten werde.

Keine Neuigkeiten gab es am Analystentreffen zur Causa des Lafarge-Werks in Syrien. Der Konzern erwarte aus den laufenden Verfahren in Frankreich keinen materiellen Einfluss auf die Finanzen und habe auch keine Kenntnis von einer möglichen weiteren Untersuchung durch das DoJ, bestätigte das Management frühere Aussagen.

(AWP)

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