MeyerBurger MBTN

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23.11.2006 08:43
#1
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MeyerBurger MBTN

Was haltet Ihr von dieser Firma ?

ERFOLGREICHER BÖRSENGANG DER MEYER BURGER TECHNOLOGY AG PLATZIERUNGSPREIS DER NAMENAKTIEN BETRÄGT CHF 39

Der Börsengang der Meyer Burger Technology AG ist bei Investoren auf sehr grosses Interesse gestossen. Der Platzierungspreis pro Namenaktie wurde auf CHF 39 festgesetzt. Heute werden die Aktien erstmals an der SWX Swiss Exchange gehandelt.

Baar, 23 November 2006 – Die Zeichnungsfrist für die Aktien der Meyer Burger Technology AG, einer führenden Anbieterin von Draht-, Band- und Trennsägen für die Bearbeitung von sehr harten und spröden Materialien, mit Sitz in Baar, Schweiz, ging gestern zu Ende. Bei einer Preisspanne zwischen CHF 33 und CHF 39 wurde der Platzierungspreis pro Namenaktie nach Abschluss der Zeichnungsfrist, auf CHF 39 festgelegt. Das Angebot war beim Platzierungspreis 8,4-mal gezeichnet.

Im Rahmen des IPO wurden 2'070’000 Namenaktien von je CHF 0.50 Nennwert angeboten. Davon sind 900’000 neu geschaffene Namenaktien, 900’000 Namenaktien wurden von der bisherigen Mehrheitsaktionärin BB-Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH (BBK), Berlin, und von bestehenden Minderheitsaktionären angeboten. Weitere 270’000 Namenaktien stehen für eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) zur Verfügung. Der Freefloat wird damit bei voller Ausübung des Greenshoes bei rund 70% liegen.

Mit dem Nettoerlös in Höhe von rund CHF 31.8 Millionen aus den neu geschaffenen Aktien wird die Gesellschaft ihr weiteres Wachstum finanzieren und ihre führende Marktposition ausbauen.

Auf Basis des Platzierungspreises beträgt die Marktkapitalisierung der Meyer Burger Technology AG vor Börsenstart rund CHF 115.4 Millionen. Die Namenaktien werden heute, am 23. November 2006, ab 09.00 Uhr MEZ erstmalig an der SWX Swiss Exchange mit dem Tickersymbol MBTN gehandelt. Die Zahlung und Lieferung der Aktien ist für den 28. November 2006 vorgesehen.

Die bisherige Mehrheitsaktionärin BBK wird weiterhin mit mindestens 20% an Meyer Burger beteiligt bleiben. Für die BBK gilt eine Lock-up Frist von 180 Tagen. Die Gesellschaft selbst und das Management von Meyer Burger haben sich zu einer Lock-up Frist von 360 Tagen verpflichtet. Diese Fristen beginnen mit dem ersten Handelstag.

Die Zürcher Kantonalbank und die Landesbank Baden-Württemberg waren Joint Lead Manager und Joint Bookrunner.

Peter M. Wagner, Verwaltungsratspräsident, erklärt: „Wir freuen uns über den erfolgreichen Börsengang von Meyer Burger an der SWX Swiss Exchange. Für uns ist dies ein Beweis dafür, dass Investoren vom zukünftigen Wachstum unserer Gesellschaft überzeugt sind und mit Vertrauen auf unser Unternehmen setzen.“

Peter Pauli, CEO von Meyer Burger, bekräftigt: „Mit dem erfolgreichen Börsengang können wir unsere Wachstumsstrategie zügig umsetzen und uns als integrierte Systemanbieterin in der Waferproduktionslinie in der wachsenden Solarindustrie gut positionieren.“

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

Peter Pauli

Chief Executive Officer

Tel.: +41 41 761 80 00

Michel Hirschi

Chief Financial Officer

Tel.: + 41 41 761 80 00

Werner Buchholz

Corporate Communications

Tel.: +41 33 439 05 06

Informationen über Meyer Burger Technology AG

www.meyerburger.ch

Die Meyer Burger Gruppe hat sich seit der Gründung im Jahre 1953 auf die Trennung von harten und spröden Materialien spezialisiert und ist heute eine führende Anbieterin von Draht-, Band- und Trennsägen für die Trennung von Siliziumblöcken oder Ingots in Wafer oder andere Formen. Die Maschinen, Kompetenzen und Technologien von Meyer Burger werden hauptsächlich in der Photovoltaik-, der Halbleiter- und der Optikindustrie eingesetzt, die zugleich die drei hauptsächlichen Absatzmärkte von Meyer Burger bilden. Meyer Burger produziert ihre Maschinen in Steffisburg und Thun (Schweiz). Die Maschinen werden über ein dreistufiges globales Vertriebs- und Servicenetzwerk vertrieben: Meyer Burger hat in China und Japan Tochtergesellschaften sowie in Deutschland, Italien und auf den Philippinen Servicestützpunkte mit eigenen Mitarbeitern vor Ort. In Taiwan und den USA arbeitet Meyer Burger mit selbständigen Vertriebs- und Servicepartnern zusammen, die in das Servicenetzwerk von Meyer Burger eingebunden sind; in weiteren wichtigen Ländern stützt sich Meyer Burger auf ausgewählte unabhängige Agenten. Meyer Burger beschäftigt derzeit 279 Mitarbeitende. Neben dem Verkauf von Maschinen generiert Meyer Burger ihre Erlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien sowie aus Dienstleistungen, wie Schulung oder Berillungsservice.

Valor: 
10850379 - Meyer Burger
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29.09.2016 11:36
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Brautschau

Die Braut macht sich schön für den Chinesen.

Demnächst ertönen die Hochzeitsglocken.

Ich freue mich schon jetzt auf das Fest.

29.09.2016 09:50
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@ gertrud

Nur damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich wäre der letzte, der diesen Stellenabbau, der viele der Mitarbeitenden trifft, nicht bedauern würde. Schade, habe ich dies in meinem Kommentar nicht besser zum Ausdruck gebracht.
In Bezug auf meine Investments in MBT möchte ich noch erwähnen, dass ich die Wandelobli vor ein paar Tagen verkauft habe. Ich halte noch eine kleinere Aktienposition mit Einstand CHF 5.70. Dazukaufen werde ich selbstverständlich nicht.
Da würde ich dann eher mit kleinem Einsatz auf ein Hebelprodukt setzen. Allerdings nicht zum heutigen Zeitpunkt.
 

29.09.2016 09:20
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Zuerst mal tun mir die Entlassenen leid. Dazu kann man ja auch in so einem Forum ruhig mal einen Satz verlieren. Dass der Wachstumsoptimist Pauli damit vielleicht zulange gewartet hat, ist nur aus finanzieller Sicht schlechtes Management, nicht aus menschlicher.

Dann die folgenden Gedanken:

Man entlässt nicht 16% der Mitarbeitenden wenn man in naher Zukunft eine signifikante Belebung des Geschäfts erwartet. Diese offensichtliche Neueinschätzung der Aussichten ist die schlechteste Nachricht für die Aktionäre heute.

Ein Stellenabbau kostet zuerst gewaltig (Sozialpläne), die 3-4Mio. scheinen mir zu tief geschätzt. Der Moral der Verbleibenden bekommt so eine Übung auch nicht. Also Rückstellungen in Millionenhöhe und entsprechend tiefrote Zahlen in 2016.

Gut möglich, dass diese Restrukturierung eine Bedingung der Refinanzierer ist, aber ich denke, eine Kapitalerhöhung wird jetzt doch wahrscheinlicher. Wenn man die eigene Belegschaft nicht schont kann man auch die Eigner leichter zur Kasse bitten.

 

Ich bin mit Ursinho einer Meinung: Die Meldung heute allein ist kein Grund die Aktie zu kaufen.

 

29.09.2016 09:15
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Und schon sieht alles wieder anders aus. Gemäss Radio DRS 1 baut Meyer Burger 250 der 1500 Arbeitsplätze in der Schweiz und im Ausland ab. Daraufhin steigt der Aktienkurs bereits auf 3.50.
Ich gehe mal davon aus, dass dieser massive Stellenabbau (Einsparung 50 Mio) nicht ohne Druck der Banken erfolgt ist.
Schlecht für die Büezer, vermutlich gut für die Anleger. Ich denke, dass jetzt in Kürze eine Meldung über eine Refinanzierung erfolgen müsste. Uebrigens haben vorgestern nicht weniger als 500'000 Wandelobli die Hand gewechselt.

29.09.2016 08:53
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Sehe das auch so.

Bei Verkündigung von Stellenabbau steigt der Aktienkurs des betreffenden Unternehmens. Aber ob diese Reaktion bei jeder Firma richtig ist?

Kommen keine weiteren News bezüglich der Refinanzierung, d.h. dauert dies weiter an, wird der Kurs in wenigen Tagen wieder den Rückwärtsgang einlegen.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

29.09.2016 07:37
Bild des Benutzers GEKO74
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wäre Pauli ein guter Manager, hätte er diese Maßnahme bereits viel früher eingeleitet. Dann würde die Refinanzierung auch längst stehen und MB hätte eine gute Zukunft vor sich

In dieses Form sehe ich es so, dass Meyer Burger durch die Banken gezwungen wird zu dieser Handlung, um überhaupt eine Überlebenchance zu erhalten. Mit weitsichtigem Management hat das nichts zu tun.

Dieser CEO gehört längst abgesetzt!

 

28.09.2016 18:52
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Muss sagen, dass ich einen guten Entscheid traf, als ich alle Stücke um CHF 4.00 mit einem anständigen Gewinn verkauft habe.

Was mich stutzig macht, ist die Tatsache, dass seit dem HJB keine Meldung mehr über einen grösseren Auftrag kommt. Was im möglichen Megadeal mit Brasilien läuft, tappt man auch im Dunkeln genauso wie bei der Refinanzierung.

All dies führt dazu, dass bald neue Tiefstkurse getestet werden, wenn weiterhin keine echte positive Meldung kommt.

 

 

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

28.09.2016 17:08
Bild des Benutzers gertrud
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Kolumne Francois Bloch

Heute schreibt der Kolumnist F.Bloch in einigen Tageszeitungen: "Warnen möchte ich vor den Obligationen des Thuner Solarzulieferers Meyer-Burger. . . . . Der Preisverlauf des einstigen Hoffnungsträgers scheint in die falsche Richtung zu gehen. Anlageempfehlung: Passen Sie auf bei Meyer-Burger-Obligationen"

Erstaunlich, dass er das Thema aufnimmt. Ausser Kroki und mir wird es wohl nicht sehr viele Privatanleger in diesen Papieren geben.

Da ich aber im Mai auf den Reiz des Wandlers hingewiesen habe, fühle ich mich angehalten, hier F.Bloch's Warnung unkommentiert weiterzugeben.

Sicher ist, dass wenn die Obligationen einen Schnupfen bekommen, die Aktien eine Lungenentzündung haben werden. Das geht dann ganz schnell. Noch ist es aber nicht soweit.

21.09.2016 21:41
Bild des Benutzers Ladycool
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MeyerBurger schreibt doch wieder schwarze Zahlen. Da könnte es doch ruhig wieder mal gegen die 3.68 gehen. Sie werden bestimmt wieder neue Zahlungen bekommen, wenn auch zur Zeit nicht die Aufträge. Da wäre ein 2-3tägiges Plus schon drin.

Es steht zumindest ein Kaufauftrag mit 100000 Stück im Orderbuch zu 3.46

Cash is King

21.09.2016 14:23
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Krokodil hat am 21.09.2016 - 10:55 folgendes geschrieben:

Frage: Siehst du bei einer allfälligen Kapitalmassnahmen, z.B. KE die Gefahr, dass auch die Wandelobligationäre Abstriche machen müssen?

Die Wandlergläubiger sind in einer recht starken Position, wegen den diversen Rechten, die ihnen von MBT eingeräumt werden mussten. Risikolos ist der Wandler aber keineswegs, sonst würde er aktuell nicht 13% auf den Put Termin rentieren.
Bei einer "normalen" Kapitalerhöhung wäre er nur insofern betroffen, dass der Wandelpreis von 11.39 in illusorische Ferne rücken würde, selbst wenn er wegen Bezugsrechten etwas angepasst würde. Aber das ist er eigentlich schon heute, und wer investiert ist, tut das wohl primär wegen der Put-Rendite.

Anders ist es, wenn MBT die Refinanzierung nicht schafft und den 17er Bond nicht zurückzahlen kann. Dann ist MBT insolvent, und geht entweder Konkurs oder verhandelt mit den Gläubigern einen Kapitalschnitt. Da ist dann alles möglich. Ich schätze mal, die Bondgläubiger würden wohl so 70% des Nominals verlieren. Die Aktionäre hätten Totalverlust.

Dass der Wandler so kurz vor dem Zinstermin etwas unter Druck kommt, braucht nichts zu heissen. Und der 17er hält sich ja  recht stabil.

21.09.2016 10:55
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gertrud hat am 20.09.2016 - 09:52 folgendes geschrieben:

Das sieht hier langsam rabendüster aus für MBTN.

Auch wenn ich - wie ich meine wohl begründet - skeptisch bin, was das Kurspotential der Aktie über 5 CHF betrifft, so wünsche ich der Firma und den Aktionären doch ein Überleben ohne dramatische Kapitalmassnahmen.

Die Tatsache, dass sich die Bonds gut halten, zeigt, dass sich die Gläubiger ihres Investments (noch) sicher sind. Wenn die Bondkurse ins Wanken kommen, wird es wirklich kritisch.

@ gertrud

Die Aktie scheint sich nun bei knapp unter CHF 3.50 zu stabilisieren. Hingegen bereitet mir der Wandler 2020 doch, wie von dir angedeutet etwas Kopfweh, jedenfalls hat sich die Kursstellung zwischen 87 - 88 % nun doch etwa auf 85.50 reduziert.
Frage: Siehst du bei einer allfälligen Kapitalmassnahmen, z.B. KE die Gefahr, dass auch die Wandelobligationäre Abstriche machen müssen?

20.09.2016 10:17
Bild des Benutzers DirtyCashHarry
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Die letzte Auftragsmeldung ist ne ganze Weile her, sieht tatsächlich nach einer Auftragsflaute aus, so wird es schwierig das erste Halbjahr zu wiederholen und entsprechend wird auch die Refinanzierung nicht einfacher. Solange es einfach still bleibt, wird der Kurs weiter Richtung CHF 3 laufen, das Intraday-Tief dieses Jahr liegt bei CHF 3.20, dies werden wir wohl nochmals sehen. Schade, schade, hat man bei CHF 4.80 nicht mehr realisiert. Was mir aber die Sicherheit gibt, investiert zu bleiben, ist die Hintertüre Übernahme. Wertlos wird MB meines Erachtens nie werden, zu diesen Preisen gäbe es für die Technologie alleine sicher einige chinesische Kaufinteressenten, denke ich. Wäre sehr schade für die Schweiz, aber als Aktionär müsste ich damit leben können. Und die werden dann wohl etwas mehr als nur 2% Aufschlagsprämie zahlen müssen.

20.09.2016 09:52
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Das sieht hier langsam rabendüster aus für MBTN.

Auch wenn ich - wie ich meine wohl begründet - skeptisch bin, was das Kurspotential der Aktie über 5 CHF betrifft, so wünsche ich der Firma und den Aktionären doch ein Überleben ohne dramatische Kapitalmassnahmen.

Die Tatsache, dass sich die Bonds gut halten, zeigt, dass sich die Gläubiger ihres Investments (noch) sicher sind. Wenn die Bondkurse ins Wanken kommen, wird es wirklich kritisch.

12.09.2016 10:49
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Schlechter Börsentag + keine News = Meyer Burger -3.24%

Beunruhigend finde ich v.a., dass keine Meldungen mehr über grössere Aufträge kommen und natürlich, dass die Refinanzierung immer noch nicht geregelt ist. Bleibt das noch einige Tage so, wird wohl ein neues Jahrestiefst getestet.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

07.09.2016 12:59
Bild des Benutzers DirtyCashHarry
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Also ich habe keine Meldung für diesen Auftrag erhalten, ging wohl nur an die Presse, weil es mehr um Prestige als um einen finanziell interessanten Auftrag ging. Gestern Abend kam die News zum neuen CIO wie gewohnt per Mail, aber heute folgte keine weitere ad hoc Meldung, insofern würde ich das ganze gar nicht werten.

07.09.2016 12:29
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Diese Meldung interpretiere ich negativ. Es handelt sich um einen kleinen Auftrag, der m.E. keine Meldung wert ist. Wenn MBTN trotzdem eine Meldung macht, haben sie offenbar keine besseren News.

 

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

07.09.2016 08:30
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Meyer Burger liefert Photovoltaikmodule für Swiss Krono-Gebäude
07.09.2016 07:50

Gwatt (awp) - Der Solarzulieferer Meyer Burger hat für das neue Swiss Krono-Bürogebäude in Menznau die Photovoltaik-Module geliefert. An den vier Seiten des neuen Bürogebäudes seien 406 Hochleistungs-Solarmodule installiert worden, teilt Meyer Burger am Mittwoch mit. Die vollflächig integrierte und bunte Solarfassade weise eine Leistung von 103 kWp aus. Angaben zu den finanziellen Details des Auftrags werden in der Meldung keine gemacht.

an/rw

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

06.09.2016 14:43
Bild des Benutzers Krokodil
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Die Aktie zeigt heute wieder mal ein freundliches Gesicht und steigt bei regem Interesse um mehr als 2 Prozent. (3.88) Ich denke, wer zu diesen Zeitpunkt nun MBTN kauft, macht nicht viel falsch. Der Monat September wird wohl in Bezug auf Refinanzierung oder Kapitalmarkttransaktion für Klarheit sorgen. Uebrigens wird auch die Wandelanleihe MBT14  bei leicht steigenden Kursen (88%) wieder nachgefragt.

05.09.2016 16:50
Bild des Benutzers haslerw
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Ich habe den wöchentlichen Börsenkurier auch abonniert, bei mir steht nichts von einer Kaufempfehlung von MeyerBurger!

Kannst Du mir das bitte erklären?

Gruss Williams

05.09.2016 11:08
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Scheint, dass der Abwärtstrend gestoppt ist. Ob dies die Kaufempfehlung vom Wiler Börsenkurier bewirkt hat? Vermutlich ist man allgemein zur Überzeugung gekommen, dass der Absturz von rund CHF 4.80 auf 3.80 zu massiv war.

Solange die Meldung über die Refinanzierung nicht kommt, dürfte der Kurs nun wohl um dieses Niveau pendeln. Was natürlich auch einen positiven Impuls geben könnte, wäre der erfolgreiche Abschluss des Megadeals mit Brasilien.

 

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03.09.2016 00:39
Bild des Benutzers Flippi
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Der Wiler Börsenkurier gibt heute "eine spekulative Kaufempfehlung"

für Meyer Burger ab. Good

02.09.2016 09:44
Bild des Benutzers otth
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Nein, bitte nicht, Gertrud, kommentiere weiter!

Ich bin hier nicht engagiert, informiere mich aber mit zunehmendem Interesse über MBTN vor allem auch dank deiner Posts, die mit rarer Klarheit und Kultiviertheit geschrieben sind. Dafür ein herzliches Dankeschön!

 

02.09.2016 09:31
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Schon extrem wie der Kurs wieder absäuft..........

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31.08.2016 23:41
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auf ein letztes

ursinho007 hat am 31.08.2016 - 22:43 folgendes geschrieben:

aber ob dein technisches Verständnis auch so fundiert ist, bezweifle ich.

und dann halt ich hier für mindestens 7 Tage zu MBT wieder die Klappe, lieber ursinho007

Die Technologie von MBT ist top, keine Frage. Das ist aber auch nicht das momentane Problem von MBT sondern die Altlasten der zu raschen und zu teuren Expansion vor einigen Jahren. Man sollte Technikbegeisterung und Spekulieren/Anlegen eiskalt und emotionslos trennen.

Ich hatte mal auf VonRoll gesetzt als die in Umwelttechnologie/Abfallentsorgungsanlagen expandierten.  Ich fand das cool und sah einen riesigen weltweiten Zukunftsmarkt. War um die Jahrtausendwende, die Geburt meines ersten Sohnes, und ich war jung und voller Zukunftsglauben. Du brauchst nur den Chart von VonRoll anzuschauen, um zu sehen, was daraus geworden ist... während der grösste Teil des weltweiten Mülls noch immer auf stinkenden Halden gelagert oder bestenfalls in der Erde verscharrt wird.

Übrigens: Ich bin promovierte Chemikerin. Was per se natürlich nicht heisst, dass ich deswegen alles verstehe. Ein bisschen aber schon.

Mögen die Tage ohne meine Kommentare hier dem Kurs der MBTN gut bekommen!

 

31.08.2016 22:43
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@niknik: Du hast es richtig erkannt: Solarzelle ist eben nicht = Solarzelle. Es ist doch sonnenklar, dass Solarzellen mit tiefem Wirkungsgrad mit fortschreitender Entwicklung von effizienteren Solarzellen aus dem Markt fallen. MBTN hat deshalb weiter starkes Potenzial um seine Umsätze steigern zu können.

@Gertrud: Ich bezweifle nicht, dass du viel von Wertpapiermärkten verstehst, aber ob dein technisches Verständnis auch so fundiert ist, bezweifle ich. Wie niknik richtig schreibt, muss man unterscheiden und kann nicht einfach generell sagen, dass der Solarmarkt gesättigt sei und deshalb die Umsatzaussichten von MBTN schlecht seien.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

31.08.2016 18:47
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HJT+Perc

@007 Ich befürchte derzeit reichen schon keine Infos (bez. Finanzierung, Grossaufträge usw.), dass der Kurs fällt/gedrückt werden kann. Wobei gemäss den Halbjahreszahlen von den offenen Aufträge ca.100Mio fürs 2017 sein sollen und somit für die zweite Hälfte 16 auch ohne einen einzigen neuen Auftrag über 200Mio verbleiben sollten und ja monatlich derzeit ca. 21 Mio nomale Aufträge reinkommen sollen.

@Gertrud: Danke für deine fundierten und spannenden Beiträge. Bezüglich Marktsättigung allerdings eine Anregung: Die Sättigung dürfte hauptsächlich Module mit tiefem Wirkungsgrad betreffen. Umstellung auf PERC und HJT wird gerade als sinnvollen Ausweg empfohlen: http://m.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/ihs--perc--und-n-typ...

31.08.2016 16:35
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Kommt da nächstens eine Negativ-Meldung?......der inzwischen starke Kurszerfall mit hohem Volumen könnte darauf hindeuten. Vielleicht sehen sich aber einfach die Leerverkäufer wieder auf der sicheren Seite und verkaufen kräftig.

Zeit die Tradingposition wieder zurückzukaufen?

 

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

31.08.2016 14:01
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@ursinho007

Naja, sagen wir für 3 Jahre. Dann wird man sehen, ob das Management an den Zielen 20/21 festhält und kann die Firma neu beurteilen.

Aber bis dann wird    (!) nur in meinem hypothetischen Szenario (!)    die Verwässerung von 30% bei 5.20 wie eine Kappe auf dem Kurs liegen. Um bei 5.20 nebst der Bedienung der Finanzschulden eine angemessene Rendite für die dannzumal 135 Mio Aktien zu erwirtschaften, müsste MBT wohl einen Gewinn von 80 Mio erwirtschaften. Da müsste ein sehr schneller und steiler Turnaround gelingen. Nicht einfach für einen Zulieferer der doch schon reifen Solarindustrie. Diese wird in den nächsten 3 Jahre eher weitere Konsolidierung statt einen neuen Boom erfahren.

Aber ich möchte mein Beispiel nicht zu ernst genommen sehen. Wollte nur zeigen, was eine Refinanzierung kosten könnte, für eine Firma, deren 2 jährige Schulden zu 11% verzinst werden (MBT14 auf Put 2018).

 

31.08.2016 14:00
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HJT

Die HJT-Technologie ist am Markt ja offenbar gefragt : "Mit der Partnerschaft reagierten die Unternehmen auf die zu erwartende steigende Nachfrage nach HJT-Solarzellen." aus http://m.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/singulus-unterzeichn... Fragt sich, ob bzw. wann davon auf MB im grösserem Umfang profitieren kann.

31.08.2016 11:27
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gertrud hat am 31.08.2016 - 10:37 folgendes geschrieben:

Wie wird der Aktienkurs auf die Meldung reagieren? Nervös zucken ein paar Tage und sich dann für Jahre zwischen 3.50 und 4.50 einrichten. Eine 5 vor dem Komma würde man nicht sehen.

 

Voraus leitest du die Kurserwartung für Jahre zw. 3.50 und 4.50 ab?

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

31.08.2016 10:48
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Gertrud, dein Szenario scheint durchaus realistisch. Von Corporate Actions im Investmentbanking verstehst du ausserordentlich viel.
Bei dieser Lösung wäre es auch für die FF-Bank ein schönes Geschäft.

31.08.2016 10:37
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Gedankenspiel

ursinho007 hat am 29.08.2016 - 11:04 folgendes geschrieben:

Das Schlechtreden von MBT verfehlt seine Wirkung nicht: Vom kürzlichen Hoch von CHF 4.84 auf CHF 4.15, was ein Minus von 15% bedeutet.

Der positive HJB ist offenbar schon wieder vergessen und alles konzentriert sich auch die Refinanzierungsfrage. Wenn hier die positive Meldung kommt, geht's dann zügig über CHF 5. ...

Eine Firma mit so grosser Marktkapitalisierung kann man nicht einfach in der Sonntagspresse schlechtreden.

Ich habe seit Jahren keine MBT Aktien, bin aber seit dem Frühjahr zufriedene und relaxte Besitzerin des Wandlers, und halte deshalb mein wohlwollendes Auge auf MBT ohne den Aktienkurs kurzfristig voraussagen zu wollen.

Zur momentanen Lage: Dass die Refinanzierung so harzig läuft, ist Anlass zur Sorge. Viele Banken und Institutionelle werden sich die mittelfristigen Aussichten von MBT angeschaut haben, und finden anscheinend kein ausgewogenes Chancen/Risiko Verhältnis.

Ich denke auch, dass die Refinanzierung schliesslich zustande kommt. Aber sie wird teuer und die Meldung wird den Aktienkurs höchstens kurzfristig positiv beeinflussen.

Hier eine hypothetische (!) Meldung:

„MBT begibt eine Wandelanleihe über 234 Mio CHF mit Vorzeichnungsrecht für Altaktionäre. Laufzeit: 15. November 2023, Verzinsung 7%, Wandelpreis 5.20 CHF. An einer a.o. GV wird die Schaffung von 45 Mio. neuen Aktien @ 0.05CHF beantragt. Altaktionäre können per 1000 gehaltener Aktien nominal 2500 der Anleihe zeichnen.“

Wäre doch denkbar. Und bei dem Anlagenotstand würden sich sicher ein paar PKs finden, die je ein paar Mio. investieren würden und die nicht gezeichneten Anteile übernehmen.

Falls jetzt jemand meint, die brauchen doch gar nicht soviel Geld: Doch brauchen sie, denn sie verbrennen immer noch Cash und im obigen Szenario wird der bestehende Wandler (100Mio) natürlich auf den Put Termin 2018 gekündigt werden.

Wie wird der Aktienkurs auf die Meldung reagieren? Nervös zucken ein paar Tage und sich dann für Jahre zwischen 3.50 und 4.50 einrichten. Eine 5 vor dem Komma würde man nicht sehen.

 

31.08.2016 09:15
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Eine grössere Auftragsmeldung wäre mal wieder fällig, um den Kurs zu stabilisieren. Der Glaube, dass das zweite Halbjahr ähnlich gut läuft wie das erste, geht sonst verloren und damit auch der Glaube an ein gutes Ende der Refinanzierungsgeschichte. Die Frequenz der Meldungen hat nach meinem Empfinden in den letzten Monaten wieder spürlich nachgelassen, seit dem letzten Auftrag sind fast 1.5 Monate vergangen.

30.08.2016 09:15
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Die Aktie nun wieder bei 4 Franken. Kommt jetzt vielleicht doch eine Kapitalerhöhung. Weshalb tun sich die Banken mit der Refinanzierung denn so schwer?

29.08.2016 11:04
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Das Schlechtreden von MBT verfehlt seine Wirkung nicht: Vom kürzlichen Hoch von CHF 4.84 auf CHF 4.15, was ein Minus von 15% bedeutet.

Der positive HJB ist offenbar schon wieder vergessen und alles konzentriert sich auch die Refinanzierungsfrage. Wenn hier die positive Meldung kommt, geht's dann zügig über CHF 5. Aber es könnte auch noch eine andere Meldung einen Kursschub bewirken: Abschluss des Brasildeals. Diese Meldung könnte schon sehr bald eintreffen, schliesslich fand die Intersolar Messe vergangene Woche (23. - 25.8.16) in São Paulo statt.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

26.08.2016 21:52
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Ihr meint wohl eher Cash-Insider und nicht Cash-Guru

 

Sich mit Banken an die wichtigsten Finanzmetropolen zu begeben und vor interessierten Investoren Firmenpräsentationen abzuhalten, gehört heutzutage zum festen Bestandteil der Tätigkeit eines Konzernchefs und seines Finanzchefs.

Doch obschon diese Präsentationen höchst selten kursrelevante Neuigkeiten bergen und die Unternehmensvertreter für gewöhnlich nur so von Zuversicht strotzen, gibt es allenfalls den einen oder anderen verdeckten Hinweis.

Mit überraschend offenen Karten spielte kürzlich Michel Hirschi, der Finanzchef von Meyer Burger, anlässlich einer von der Bank Vontobel organisierten Firmenpräsentation in London. Wie ich einem Kommentar der traditionsreichen Zürcher Bank entnehme, zeigte er sich sichtlich enttäuscht darüber, dass die Refinanzierung für die im Mai nächsten Jahres zur Rückzahlung fällig werdenden Obligationsanleihe noch nicht steht.

Eigenen Angaben zufolge wurde die Bank Rothschild mit der Suche nach Investoren oder einem Überbrückungskredit beauftragt. Eine Analyse der Mandatsträgerin habe ergeben, dass das Interesse bei einem auf Stufe EBITDA ausgeglichenen Ergebnis eigentlich vorhanden sein sollte. Allerdings hätten Investoren selbst nach der Vorveröffentlichung solider provisorischer Eckdaten für die erste Jahreshälfte keine Bereitschaft gezeigt, so Hirschi. Soviel Ehrlichkeit verdient eigentlich Anerkennung.

Wie mir ein Teilnehmer der Firmenpräsentation in London berichtet, habe er die Aussagen des Finanzchefs so verstanden, dass die Bank Rothschild bereits einen Investor an der Angel gehabt habe, dieser dann aber abgesprungen sei.

Diese Spekulationen passen gut zu jenen rund um einen Einstieg des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg bei Meyer Burger (siehe Kolumne vom 25. Juli). Ausserdem kaufte sich nur wenige Wochen zuvor Veraison über die Wandelanleihe beim Solarzulieferunternehmen aus dem bernischen Gwatt ein (siehe Kolumne vom 15. Juli). Gut möglich, dass damals auch mit dem Vermögensverwalter Gespräche stattgefunden haben.

Die Refinanzierung der im Mai nächsten Jahres zur Rückzahlung fällig werdenden Obligationsanleihe gestaltet sich bei Meyer Burger schwieriger als gedacht. Kommen erschwerend die zuletzt so stark wie seit 2011 nicht mehr gefallenen Preise für Solar-Panels hinzu. Kenner der Situation berichten von gewaltigen Überkapazitäten, weshalb die Investitionsbereitschaft bei den Kunden des Solarzulieferunternehmens weiterhin eher gering bleiben sollte. Obwohl ich es für die nicht gerade erfolgsverwöhnten Aktionäre nicht hoffe, ist eine weitere verwässernde Kapitalerhöhung wieder wahrscheinlicher als noch vor wenigen Wochen.

26.08.2016 16:37
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MBTN und Performance

 

 

Überheblich möchte ich nicht sein aber meine Performance ist besser als die von Cash Guru !!!

26.08.2016 16:12
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Ich würde zuerst Cash Guru von heute lesen.

26.08.2016 14:46
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MBTN Konsolidierung abgeschlossen

 

 

Nach der Enttäuschung mit den Zahlen resp nicht den Zahlen sondern dem Ausbleiben der News betr. Refinanzierung gehe ich noch einmal long, der Boden sollte erreicht sein für den Moment

23.08.2016 17:50
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Ich warte jetzt mal bis die Meldung über die Refinanzierung erfolgt. Trotz dieses Artikels bin ich weiterhin der Meinung, dass die Refinanzierung ohne KE erfolgen wird. Sollte meine Spekulation aufgehen, werden Kurse über CHF 5 die Folge sein.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

23.08.2016 07:47
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Grossartig, Nachtfalter, das hast du gut gemacht. Herzlichen Dank.

23.08.2016 02:43
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Meyer Burger droht Kapitalerhöhung

Das Geschäft des Solar-zulieferers zieht an, aber die Finanzlage wird zunehmend prekär
NZZ am Sonntag
21 Aug 2016

(Gwatt, 21. 8. 2013)Hohe Fluktuation: Rund jeder fünfte Mitarbeiter in Thun schied 2015 bei Meyer Burger aus.

Die Thuner sind stark verschuldet und verlieren Geld. Im Frühjahr müssen sie Schulden von 250 Millionen Franken refinanzieren. Eine neue Kapitalerhöhung droht. Franziska Pfister

Es ist ein Anfang. Meyer Burger hat im ersten Halbjahr weiter Geld verloren, aber deutlich weniger als in den Vorjahren. Der Solarmarkt erholt sich, neue Aufträge gingen ein, und zusätzlich hat das Unternehmen Kosten gesenkt. Dadurch reduzierte sich der Verlust im ersten Semester auf 26 Mio. Fr., nachdem in den Geschäftsjahren 2012 bis 2015 stets Fehlbeträge in dreistelliger Millionenhöhe resultiert hatten.

Entsprechend angespannt ist die Finanzlage. Das Eigenkapital erreichte Mitte Jahr einen Tiefpunkt und schrumpfte auf ein Fünftel des Werts von 2011. Der Solar-zulieferer steht mit einem Eigenfinanzierungsgrad von 26% auf wackligen Beinen, gelten doch für Industriefirmen 30% als Minimum.

Hektische Verhandlungen

Die Führung arbeitet seit Anfang Jahr mit Hochdruck daran, die Finanzierung zu sichern. Trotzdem gelang es bisher nicht, die im Mai 2017 zur Rückzahlung anstehende Anleihe in Höhe von 130 Mio. Fr. zu refinanzieren. «Wir bearbeiten diverse Alternati- ven und führen intensive Gespräche mit den relevanten Parteien», sagt Geschäftsführer Peter Pauli. Wie diese Alternativen aussehen könnten, sagt er nicht. Man werde informieren, sobald die Verhandlungen abgeschlossen seien.

Scheitert Meyer Burger dabei, die Anleihe zu refinanzieren, droht ein Kreditausfall. «Anleger für eine neue Obligation zu finden, wird eine Herausforderung», sagt Nathalie Dantès, Kreditanalystin der Credit Suisse. Der operative Cashflow reiche nicht aus, um den Investoren ein Gefühl der Sicherheit zu geben, dass sie ihr Geld zurückerhalten. Ausserdem werde Meyer Burger wohl einen höheren Coupon bieten müssen, was die Zinslast nach oben treiben würde.

Die kommendes Jahr auslaufende Obligation hat eine Verzinsung von 5%, der Kurs hat sich zuletzt erholt und notiert mit 98,5% nur noch leicht unter dem Nennwert. Im Januar 2015 war dieser kurzzeitig auf 60% getaucht. Heute herrscht mehr Zuversicht, der Kapitalmarkt stellt sich auf die Rückzahlung ein. «Der Wendepunkt könnte im ersten Semester erreicht worden sein, die Unsicherheit ist aber weiterhin gross», schreibt Michael Foeth, Aktienanalyst der Bank Vontobel. Um die Firma nachhaltig in «die rentable Zone» zu bringen, müsse sich die Auftragsdynamik weiter verbessern.

An der Telefonkonferenz mit Investoren zeigte sich Pauli überzeugt, eine Lösung für die Obligation zu finden. Dass Meyer Burger im ersten Halbjahr erstmals seit fünf Jahren einen operativen Cashflow erwirtschaftet habe, erhöhe zudem die Chance einer Refinanzierung zu ansprechenden Konditionen.

Die Anleihe ist jedoch nicht die einzige Fälligkeit, die in den nächsten Monaten ansteht. Im April, also rund einen Monat bevor die Obligationäre ausgezahlt werden müssen, laufen ein Bankkredit über 90 Mio. Fr. und eine Hypothek über 30 Mio. Fr. auf den Firmensitz in Thun aus. Der Bankkredit stellt die Lebensader des Geschäfts dar, dient der Akquisitions- und Betriebsmittelfinanzierung und wurde laut Angaben der Firma vom gleichen Bankenkonsortium gesprochen wie die Hypothek. Angesichts der bedrängten Lage hat sich Meyer Burger die Banken Rothschild und UBS als Berater angeheuert.

Denn noch ein weiterer Eckpfeiler der Finanzierung wackelt. Dem Unternehmen droht, im Herbst 2018 die Wandelanleihe über 100 Mio. Fr. ablösen zu müssen. Diese läuft bis 2020, Investoren haben aber mittels einer Put-option das Recht, sich zwei Jahre früher auszahlen zu lassen. Das Ziel war es, mit dem Wandler an neues Eigenkapital zu gelangen. Der Aktienkurs notiert jedoch auf Fr. 4.54, und der Wandelpreis beträgt Fr. 11.39. Die Aktie direkt zu kaufen, ist also weitaus günstiger, was es für Inhaber des Wandlers trotz der Verzinsung von 4% interessant machen könnte, ihr Geld frühzeitig zurückzufordern.

Giftpille für Obligationäre

Das sind ungute Aussichten für Interessenten einer neuen Anleihe. Das Unternehmen müsste einen Teil des Emissionserlöses für die Rückzahlung des Wandlers aufwenden, sagt Kreditanalystin Nathalie Dantès. «Für Investoren ist dies eine weitere hohe Hürde, die schwierig zu umgehen sein wird.» Dantès fordert denn auch umfassende Finanzmassnahmen: «Die Obligation zu refinanzieren, reicht nicht. Es braucht eine Gesamtlösung für alle anstehenden Fälligkeiten.» Auch eine neuerliche Kapitalerhöhung müsse geprüft werden. Meyer Burger hatte zuletzt im Jahr 2013 Aktien im Wert von 150 Mio. Fr. ausgegeben.

Geschäftsführer Pauli will sich nicht zu einer Kapitalerhöhung äussern. «Das Eigenkapital genügt operativ», sagt er lediglich. Im März hatte die Führung eine solche Transaktion noch als Option bezeichnet. Im Halbjahresbericht heisst es dazu lediglich, in den letzten Monaten seien mehrere «mögliche Szenarien und Modelle» ausgearbeitet worden, um alle Verbindlichkeiten fristgerecht zu refinanzieren.

Ein Analyst erkundigte sich an der Telefonkonferenz, ob womöglich ein Kaufinteressent aus China in Thun vorgesprochen habe. Der Verkauf der Firma zu einem Preis, der die Schulden übersteigt, wäre für den einen oder anderen Aktionär mit Blick auf die hohen Kursverluste eine elegante Lösung. Doch Pauli verneinte. «Wir brauchen keinen Aktionär aus Asien, um voranzukommen, schliesslich verlieren wir keine Marktanteile», sagte er.
 

22.08.2016 17:50
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@ chips

Nein sorry, das kann ich nicht. Da hätte ich Stunden zum Reinkopieren, vor allem wenn man dies technisch als Greis nicht so gut versteht. Bericht erschien gestern, NZZ am Sonntag, Seite 28 Wirtschaft.

22.08.2016 14:01
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Bericht NZZ am Sonntag

Krokodil hat am 21.08.2016 - 10:43 folgendes geschrieben:

Ein kritischer Bericht unter dem Titel "Meyer Burger sucht verzweifelt Geldgeber" in der "NZZ am Sonntag". Untertitel:
Das Geschäft des Solar-Zulieferers zieht an, aber die Finanzlage wird zunehmend prekär.

Lesenswert, die Probleme mit der Refinanzierung der Anleihen werden erörtert und eine Kapitalerhöhung müsse auch geprüft werden, schreibt Autorin Franziska Pfister.

Hallo Kroko

Kannst Du uns den Link zum Bericht von NZZ am Sonntag (21.08.2016) schicken oder falls nicht öffentlich, diesen Bericht hier reinkopieren mit Quellangaben? Danke.

22.08.2016 09:24
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Ich frage mich, ob da wieder MBTN gezielt schlecht geredet wird.

Die Refinanzierung wird zur Zufriedenheit gelöst werden können. Das Zinsniveau ist so tief wie noch nie und das kommt auch MBTN zu Gute, auch wenn sie vielleicht etwas über Marktniveau bezahlen müssen.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

21.08.2016 13:59
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Danke Kroi

Krokodil hat am 21.08.2016 - 10:43 folgendes geschrieben:

Ein kritischer Bericht unter dem Titel "Meyer Burger sucht verzweifelt Geldgeber" in der "NZZ am Sonntag". Untertitel:
Das Geschäft des Solar-Zulieferers zieht an, aber die Finanzlage wird zunehmend prekär.

Lesenswert, die Probleme mit der Refinanzierung der Anleihen werden erörtert und eine Kapitalerhöhung müsse auch geprüft werden, schreibt Autorin Franziska Pfister.

@ Krokodil

Herzlichen Dank für deine tollen Informationen. Überhaupt zeigt deine Schreibweise Stil!! Dies im Gegensatz zum neuen Cash-Forum, wo man 5 Minuten für den Einstieg zum Schreiben braucht.

NB. Schreckenszenario Kapitalerhöhung. Ich würde lieber eine Verwässerung (unechte) via Kapitalerhöhung in Kauf nehmen, als den Banken einen hohen Zins, wie er derzeit in Verhandlung stehen dürfte, zu zahlen. Dieser Zins belastet die ER höher als mein "Zins" für das Aktienengagement. Ich wäre mit einer Eigenrendite von 4-5 % pro Jahr durchaus zufrieden; die Banken dürften mehr verlangen!

 

 

21.08.2016 10:43
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Ein kritischer Bericht unter dem Titel "Meyer Burger sucht verzweifelt Geldgeber" in der "NZZ am Sonntag". Untertitel:
Das Geschäft des Solar-Zulieferers zieht an, aber die Finanzlage wird zunehmend prekär.

Lesenswert, die Probleme mit der Refinanzierung der Anleihen werden erörtert und eine Kapitalerhöhung müsse auch geprüft werden, schreibt Autorin Franziska Pfister.

18.08.2016 15:54
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MBTN da heute niemand postet

 

 

Nächste Woche ist die Intersolar Messe in Südamerika Brezil !! man weiss ja nie, man wartet ja immer noch auf den 100 Mil Auftrag

 

 

17.08.2016 15:08
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Nils2009 hat am 17.08.2016 - 15:00 folgendes geschrieben:

 

 

Deine Berichte sind fundiert und auf hohem Niveau, aber auch sehr analytisch, MB ist eine sehr emotionale und volatile Angelegenheit, ein PE von 12 wäre bei einem Turnaround zu tief, der Markt ist bereit mehr zu bezahlen denke ich...Wichtig ist der Outlook, der Rest zählt im Moment nicht...herzliche grüsse

Eine P/E kann man zudem nur berechnen wenn die Firma Gewinne schreibt. Ein Kurstreiber ist zudem der Umstand dass rund 10 Millionen leerverkaufte Aktien ausstehend sind, wenn es dreht müssen die gedeckt werden und das ist nur zu steigenden Kursen möglich!

 

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

17.08.2016 15:00
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@hausdame gertrud

 

 

Deine Berichte sind fundiert und auf hohem Niveau, aber auch sehr analytisch, MB ist eine sehr emotionale und volatile Angelegenheit, ein PE von 12 wäre bei einem Turnaround zu tief, der Markt ist bereit mehr zu bezahlen denke ich...Wichtig ist der Outlook, der Rest zählt im Moment nicht...herzliche grüsse

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