MeyerBurger MBTN

Meyer Burger Aktie 

Valor: 10850379 / Symbol: MBTN
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Krokodil
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ursinho007 hat am 11.11.2016 - 16:14 folgendes geschrieben:

Ich gehe davon aus, dass wir nächste Woche die CHF 2.00-Grenze testen.......

........dann befinden sich die Inhaber der Wandelanleihe wohl auch bald auf dem falschen Dampfer, oder? Nimmt mich wunder, welche Kräfte da am wirken sind.

ursinho007
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Die letzten beiden Tage sah es noch so aus, als ob CHF 2.4 und 2.3 verteidigt würden. Da die Abwärtskräfte offenbar stärker  sind, hat man die Übung abgebrochen und es geht heute ungebremst Richtung Süden.

Ich kann mir vorstellen, dass bei CHF 2.00 ein weiterer Versuch gestartet wird, diese Marke zu halten. Ob dies dann halten wird, werden wir nächste Woche sehen. Ich habe meine Zweifel........

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

gertrud
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auf dem Dampfer

 

........dann befinden sich die Inhaber der Wandelanleihe wohl auch bald auf dem falschen Dampfer, oder? Nimmt mich wunder, welche Kräfte da am wirken sind.

Kroki - für die Wandlergläubiger kann der Kurs gar nicht genug absaufen in den nächsten drei Wochen. Je tiefer, desto besser. Das ist ja, wovor ich hier die ganze Zeit zu warnen versuche . . .

Ich stell vielleicht am Wochenende mal einen Post über die verschiedenen Interessegruppen hier rein wenn ich die Zeit finde.

 

Krokodil
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Und die GV der Aktionäre, die ja nach der Obligationärsversammlung stattfindet, bewilligen dies in jedem Fall?

otth
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gertrud hat am 11.11.2016 - 18:00 folgendes geschrieben:

 

........dann befinden sich die Inhaber der Wandelanleihe wohl auch bald auf dem falschen Dampfer, oder? Nimmt mich wunder, welche Kräfte da am wirken sind.

Kroki - für die Wandlergläubiger kann der Kurs gar nicht genug absaufen in den nächsten drei Wochen. Je tiefer, desto besser. Das ist ja, wovor ich hier die ganze Zeit zu warnen versuche . . .

Ich stell vielleicht am Wochenende mal einen Post über die verschiedenen Interessegruppen hier rein wenn ich die Zeit finde.

 

Ich freue mich schon auf deinen Post, hoffentlich findest du Zeit. Mit deinen Posts erbringst du uns hier allen eine unbezahlbare Dienstleistung zur Meinungsbildung bezüglich MBTN. Was hier abgeht, ist für mich als Interessierten, aber an der Seitenlinie Stehenden unverständlich. Dank dir sehe ich vielleicht bald etwas klarer...

Danke!

maxim
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mbtn

Was hier abgeht in letzten 3-4 Jahren erinnert mich sehr an Petroplus,eine Kapitalerhöhung nach der andere,am Schluss hat alles nichts genützt. Und genau gleiche Grund:Überkapazitäten. Dazu kommen noch ein Paar Übernahmen die man auf Pump bezahlt hat,besser gesagt überbezahlt.

gertrud
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Rekapitalisierung

Im Frühling war's ein kleines Investment unter anderen, doch inzwischen interessiert mich das Geschick von MBT wirklich und weil jetzt bis zum 2.12. morgens relative Ruhe sein sollte, hier einige Überlegungen zu den verschiedenen Interessengruppen und Akteuren der Refinanzierung, eingeteilt nach relativer Einfluss-Stärke.

1) Banken: stark
Schauen, dass ihre gesicherten Kredite/Hypotheken gesichert bleiben. Ansonsten verdienen sie an allem (Kommissionen, KE Fees, Beratung), je komplexer desto lukrativer. Hauptsache das eigene Risikoexposure wird nicht erhöht.

2) MBT14 Gläubiger: sehr stark
Das sind die eigentlichen Gewinner bis jetzt und vertreten durch Veraison auch Mitgestalter der Restrukturierung, (vgl. mein post vom 18.7. „Macht des Wandlers“, im Rückblick ziemlich prophetisch). Wenn die Strategie aufgeht, war das ein Lehrstück eines activist investors: Mit Einsatz von ca. 10 Mio CHF in den Wandler MBT14 einer Meyer-Burger mit damals ca. 400 Mio Kapitalisierung die Restrukturierung „nahelegen“ und dabei die Bedingungen weitgehend diktieren.

3) Neue Geldgeber: neutral bis stark
Können in Ruhe abwarten, bis am 2.12. alles klar ist, das Potential der sanierten MBT abschätzen und entscheiden, ob sie einsteigen oder nicht. Dürfen sich bitten lassen.

4) MBT12 Gläubiger: neutral
Die MBT12 Refinanzierung ist zwar der Auslöser des ganzen Dramas, diese Gläubiger konnten und können aber nur zittern und hoffen. Scheinen glimpflich davonzukommen und nichts von ihrem Einsatz zu verlieren. Mit dem Neugeld von Gruppe 3 wird hauptsächlich ihr Kredit zurückgezahlt.

5) Leerverkäufer: neutral
Das sind die Profis, teilweise sicher auch aus Gruppe 2, schauen aus hoher Warte und gehen auch Risiken ein, beschleunigen Trends, aber bestimmen nicht wirklich. Ausser dass sie mit gelegentlichen Deckungskäufen der letzten Gruppe hier vorübergehende Glücksgefühle bescheren und trügerische Einstiegssignale geben.

6) Die Firma Meyer-Burger: schwach
MBT war nicht einfach zu führen in den letzten 5 Jahren bei den gewaltigen Auftragsschwankungen. Sicher wurden auch Fehler gemacht, zulange auf Wachstum gesetzt. Die (entlassenen) Mitarbeiter haben arg dafür gelitten. Kriegen wenigstens Mitleid, Management ausgenommen, und man will ihnen mit der Refinanzierung ja nun das Überleben sichern.

7) Die Altaktionäre: sehr schwach
Die bezahlen das Ganze seit Jahren ohne was zu bekommen, ausser sporadisch ein Fünkchen Hoffnung. Jetzt sind sie als erste eingeladen, der Gruppe 3 beizutreten und die Gruppe 4 schadlos zu halten. Manche sind vielleicht aus ethischen Motiven in diese „Greentec“ Firma eingestiegen und finden sich nun als Risikokapitalisten wieder. Die Altaktionäre sind auch bei dieser Rekapitalisierung die Einfluss-schwächsten, da die Interessen der Gruppen 1+2+3+5 gegen sie laufen. Und sie tun noch nicht mal jemandem leid, da sie per Definition Risikokapitalgeber sind.
Sie könnten allerdings an der GV am 2.12. mit einer Verweigerung 2+4+6 mit in den Abgrund reissen.

Die beiden wichtigsten Werte - Bezugsverhältnis und Bezugspreis - sollen erst am Morgen der GV am 2.12. bekannt werden. Diese beiden Werte legen fest, zu welchen Teilen die sanierte MBT den Altaktionären, den Neugeldgebern und gegebenenfalls den Wandelgläubigern gehören wird.
Hier gilt: Je tiefer der Ausgabepreis der neuen Aktien, desto mehr Aktien müssen ausgegeben werden, um die 160 Mio CHF einzusammeln. Je mehr neue Aktien, desto grösser die Verwässerung. Je grösser die Verwässerung, desto grösser ist der Besitz-Anteil der Neugeldgeber an der sanierten Firma und damit umso attraktiver ist es, hier Geld einzuschiessen. Das Konsortium muss den Ausgabe-Preis also so tief ansetzen, dass die KE genug Neugeldgeber anlockt um voll gezeichnet zu werden. Das läuft gegen die Interessen der Altaktionäre deren Besitzanteil dadurch schrumpft.
Gruppe 2 freut sich über tiefe Preise vor, aber auch unmittelbar nach der KE. Ihr neuer Wandelpreis soll erst im Januar 17 fixiert werden. Je tiefer dieser ist, desto mehr Firmenanteile bekommen sie, sollten sie jemals wandeln.

Weil einige doch unverdrossen MBTN bei 2.20 CHF als günstig sehen wollen: Ausser man ist ein abgebrühtes Kurzfrist-Zocker-Krokodil muss man jetzt nicht unbedingt bei der letzten Gruppe noch neu dabei sein. Während einer KE gibt es oft heftige Kursschwankungen und Verzerrungen, die auszunutzen für Trader interessant sein kann. Ein todsicheres Geschäft sind KE aber keineswegs, CS z.B. hat vor einem Jahr neue Aktien zu 18 CHF ausgegeben…
In drei Wochen liegen alle Karten zu MBT auf dem Tisch. Dann kann man sich allenfalls ein Investmentrational zurechtlegen.

 

Ich hoffe, das kam jetzt nicht zu lehrerinnenhaft rüber und wird die Routinierten hier im Forum unbeeinflusst lassen. Vielleicht überschätze ich auch die Rolle von Veraison. Ausser meinem Frühjahrsinvestment bin ich selber nicht zusätzlich engagiert und bleibe Beobachterin. Meyer-Burger wird eine der interessantesten Sanierungen einer Schweizer Publikumsgesellschaft und ich bin gespannt auf die Kommentare und Meinungen hier in den nächsten zwei Monaten.

 

Krokodil
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Gertrud, nachdem sich heute alle gratulieren, (Biotech etc) gratuliere ich dir auch zu diesem wirklich fundierten, professionellen Beitrag. Investment-Bankerin pur, nicht wahr? Da kann ich es sogar verschmerzen, als abgebrühter Kurzfrist-Zocker Viech betltelt zu werden.
Die wirklich grossen Verlierer unter der Publikumsaktionären sind ja insbesondere jene die auf Empfehlung von Banken vor Jahren bei 40 Franken und höher MBT gekauft haben und MBT treu geblieben sind. Und solche gibts einige.  Die haben wirklich ihren ganzen Einsatz verloren. Wenn's bei mir nicht aufgeht, dann lasse ich halt schlimmstenfalls wieder mal einen Tausender liegen.

Ich werde nun die Entwicklung weiter verfolgen aber höchstens noch beim Anrechtshandel einen kleinen Zock wagen, sollte sich die Gelegenheit dazu ergeben.  

Krokodil
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Aus der SonntagsZeitung:

Jahrelang hatte Peter Pauli die Aktionäre mit dem Versprechen beruhigt, er sehe für den von ihm geführten Solarzulieferer
MBT "Silberstreifen am Horizont. Nichts davon ist eingetreten. MBT muss eine 3. KE durchführen. Wie verzweifelt die Lage ist, zeigt die Einladung zur ao. GV v. 2.12, die der VR am Freitag verschickt hat. Er beantragt die Schaffung von nicht weniger als 3,2 Milliarden NA mit einem NW von je 5 Rappen. Bisher hatte mBT nur 91 Mio. Aktien zum gleichen NW ausgegeben. Durch die KE erleiden die Alt-Aktionäre also eine gewaltige Verwässerung, sofern sie ihre Aktienanzahl nicht um das 35-Fache erhöhen. Offen bleibt, wie lange sie den Daueroptimisten Pauli noch stützen.

Wenn ich 1000 Aktien besitze, dann habe ich nach der KE 21'000 Shs, die je etwa 11 Rappen wert sein würden? Oder?

gertrud
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Glühendes fallendes Messer ?

Eigentlich wollte ich mich nach dem langen Sermon von gestern hier bis zur GV mit Beiträgen zurückhalten weil meinerseits alles gesagt ist, aber dann habe ich heute morgen auf der MBT-Homepage die GV Einladung studiert (wie von SZ/Kroki teilzitiert).

Das Ausmass der geplanten Verwässerung sprengt selbst meine Erwartungen. Ich hätte schlimmsten-/bestenfalls (je nach Gesichtspunkt) einen Ausgabepreis von ca. 0.60 CHF angenommen, jetzt wird er wohl zwischen 0.05 und 0.10 CHF liegen.

In meiner Aufstellung von gestern heisst das, die Gruppe 7 wird praktisch in die Gruppe 3 gezwungen und muss nochmals Geld in der Grössenordnung ihres momentanen Engagements nachschiessen wenn sie dabei bleiben will.
Wer das nicht will, sondern plant das Bezugsrecht zu verkaufen (dieses wird jetzt nicht wertlos sein, bei den vorgeschlagenen Bedingungen), hat nach der KE nur noch eine Microposition. Da kann er gleich die "Alt"-Aktie vor dem 2.12. verkaufen.

Wenn ich keinen Denkfehler gemacht habe, müsste konsequenterweise die MBTN morgen wieder tauchen: Ein glühendes fallendes Messer.

 

 

maxim
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Petroplus

Sagte ich doch,Petroplus lässt grüssen! Ich würde hier nichteinmal mehr ein Zock wagen,so unberechenbar die Firma geworden ist. Von wegen hier noch Geld investieren bzw. KE mitmachen. Am Montag wird es blutig wen nicht sehr blutig.

niknik
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Anzahl und Preis noch unbekannt

Vielen Dank Gertrud für den sehr hilfreichen Beitrag, tolle Arbeit. Weniger glücklich bin ich mit dem zitierten Beitrag der Sonntagszeitung. In der GV- Einladung steht von maximal(!!!) 3.2 Mia. neue Aktien und in Fettduck darunter, dass der definitiv beantragte gesamte Nennbetrag und die definitiv beantragte Anzahl der auszugebenden Aktien, die sich nach dem Bezugspreis richten werden, erst noch mitgeteilt werden.
Ist also 3.2 Mia nicht einfach eine von der Realität weit entferte maximale Zahl von 160 Mio. durch 0.05 Nennwert und wird ersetzt werden, wenn die tatsächlichen Zahlen bekannt gegeben werden?

Krokodil
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Damit dies dann nicht an mir hängenbleibt: Falsch zitiert habe ich nicht, die SZ schreibt "von nicht weniger als 3.2 Mrd. Aktien". Wenn dem so wäre, so wäre m.E. die Möglichkeit durchaus gegeben, dass die Aktionäre an der GV dazu nein sagen.
Es bliebe dann ja immerhin noch Zeit für eine andere Lösung, bei welcher auch die 2017-Gläubiger auf eine 100 prozentige RZ der Obli verzichten müssten.
Mich erinnert das ganze eher noch an den Konkurs der Biber Holding in den 90iger Jahren. Ist zwar schon weit weg, aber auch dort wurde viel versemmelt.

ursinho007
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Wenn die Anzahl von 3.2 Mia. NA anlässlich der GV voll ausgeschöpft wird, bedeutet dies einen kompletten Neuanfang und die Altaktionäre müssen praktisch einen vollen Abschreiber hinnehmen. Sie müssen sich also entscheiden, ob sie einen definitiven Schlusstrich ziehen und  den Verlust realisieren oder machen bei der KE mit, in der Hoffnung, den Buchverlust in einigen Jahren wieder in einen Gewinn umwandeln zu können. Da würd ich mal sagen, oft ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende!

Ich bin froh, dieser Entscheidung entgangen zu sein. Aber gesellschaftlich gesehen, ist es sehr bedauerlich, dass ein Unternehmen, welches dem Grossproblem "Klimaerwärmung/Umweltverschmutzung" entgegenwirkt, sich in solchen Schwierigkeiten befindet!

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gertrud
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Taktik?

@niknik
Du hast wahrscheinlich recht, die Einladung deckt einfach den Extremfall ab, da kann auch Taktik dahinter sein. Bis die MBT14 Bondholder am 25.11. zugestimmt haben soll es attraktiv für diese aussehen, und das tut es im Moment.
Wenn es dann schliesslich vor der a.o.GV am 2.12. heisst statt möglichen 1:30 wird die Verwässerung nur 1:10 tönt das wie eine gute Botschaft für die Aktionäre und ermuntert auch sie zur Zustimmung. Tatsächlich verlieren die dann „nur“ 90% statt 97% ihres Einflusses.

Das KE-Konsortium muss Verhältnis und Ausgabepreis so bestimmen, dass die maximal eintreibbare Summe an Neugeld für MBT erreicht wird und gleichzeitig alle Interessengruppen im Boot bleiben. Dann hat es aus Sicht der Firma einen guten Job gemacht.

@Krokodil
Ich denke, es gibt keine Alternative, die für die Altaktionäre besser wäre. Ihre rechtliche Position ist einfach zu schwach denn ihre Ansprüche sind klar nachrangig zu denen aller Gläubigergruppen.
Alternativen müssten über die formale Insolvenz, und so ein mehrmonatiges Prozedere wäre fatal für den Auftragseingang.

Krokodil
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Ein ziemlich grober Schnitzer des Journalisten der SonntagsZeitung. Die Aktie eröffnet bei etwa 2.09 und von einem Kurssturz ist zumindest bei Eröffnung nichts zu sehen.
Also nochmals: Das Bezugsverhältnis und die Ausgabe der neuen Aktien wird am 2.12. am Morgen der GV bekanntgegeben.

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Krokodil hat am 14.11.2016 - 09:08 folgendes geschrieben:


Ein ziemlich grober Schnitzer des Journalisten der SonntagsZeitung. Die Aktie eröffnet bei etwa 2.09 und von einem Kurssturz ist zumindest bei Eröffnung nichts zu sehen.
Also nochmals: Das Bezugsverhältnis und die Ausgabe der neuen Aktien wird am 2.12. am Morgen der GV bekanntgegeben.

Der ist wohl von einer KE von 160 Millionen nominal ausgegangen, so kommt man auf 3,2 Milliarden neue Aktien.

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

cashspotter
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ursinho007 hat am 13.11.2016 - 15:32 folgendes geschrieben:

Wenn die Anzahl von 3.2 Mia. NA anlässlich der GV voll ausgeschöpft wird, bedeutet dies einen kompletten Neuanfang und die Altaktionäre müssen praktisch einen vollen Abschreiber hinnehmen. Sie müssen sich also entscheiden, ob sie einen definitiven Schlusstrich ziehen und  den Verlust realisieren oder machen bei der KE mit, in der Hoffnung, den Buchverlust in einigen Jahren wieder in einen Gewinn umwandeln zu können. Da würd ich mal sagen, oft ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende!

Ich bin froh, dieser Entscheidung entgangen zu sein. Aber gesellschaftlich gesehen, ist es sehr bedauerlich, dass ein Unternehmen, welches dem Grossproblem "Klimaerwärmung/Umweltverschmutzung" entgegenwirkt, sich in solchen Schwierigkeiten befindet!

Aber wer kauft den all die Millionen von Aktien die in den letzten Tagen gehandelt wurden. Muss doch immer noch einen Hoffnungsschimmer vorhanden sein.....! Glaube nicht das diese auf einen Totalverlust aus sind!

Domtom01
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Was hier abläuft, ist "Sterben auf Raten". Einzige Rettung aus meiner Sicht: Übernahme. Vermutlich soll die Firma erst saniert werden, auf Kosten der Alt-Aktionäre, dann wird sie versilbert.

Blaues Hufeisen
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Die Frage ist vielmehr, ob es da überhaut noch etwas zu versilbern gibt. Für mich jedenfalls schleierhaft, wer die CHF 160 Mio. einschiessen sollte. Das gibt ein Fiasko!

Domtom01
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Die Hoffnung stirbt zuletzt! Da werden noch etliche der Altaktionäre  im Glauben mitziehen, doch noch einen Teil ihres krassen Verlustes wettzumachen. Und verruchte skrupellose "Berater" werden mithelfen, zumindest teilweise. Und was hinter den Kulissen genau abläuft, weiss kein Schwein, bzw. doch, die Schweine wissen es!

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Gertrud hat sehr schön die unterschiedlichen Interessengruppen und die wechselseitigen Abhängigkeiten aufgelistet- vielen Dank auch von meiner Seite dazu.

Seit vielen Jahrzehnten beobachte ich nun speziell am schweizer Markt die Ineffizienzen in den Bewertungen von EK und FK. Im Fall MEY ist Aktie nach wie vor vollkommen überwewertet. Ausser gelegentlichen Short Eindeckungen sehe ich da keine überhaupt keine steigenden Kurse. Die Aktie kann sich vom aktuellen Niveau von 2 Fr aus nochmals problemlos halbieren wenn es nicht noch schlimmer kommt... 

Ich bleibe hier auf der Zuschauertribüne. Hochinteressant ist diese Restrukturierung in jedem Fall.

jimmy
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Danke Gertrud

Es war sehr interessant. Die Wolken werden immer dunkle. Schade für die Zukunft orientierter Firma aber ich denke es war eine Zeit für gewisse Leute in Verwaltung die Hut zu nehmen. Sie haben sicher viel gekämpft etc. es ist nicht einfach, wenn man an etwas glaubt und weiss das es sind gute Produkte. Ein KMU war schon lange Konkurs gegangen, die können nicht einfach Kapital beschaffen. Jeder Firma hat hohe und tiefes aber da sind es ein paar Tiefs zu viel.  Die Szene und die Worte wiederholen sich zu oft. Optimismus ist super aber nicht wiederholt auf kosten von dritte.

Krokodil
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Die Aktie scheint sich nun knapp unter 2 Franken zu stabilisieren. Das Volumen ist stark gesunken. Kann MBTN bis zum Start des Bezugsrechtshandel dieses Niveau halten, so wäre eine erfolgreiche KE vielleicht doch noch möglich.

ursinho007
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Wenn man schon im Sektor "erneuerbare Energien" dabei sein will, sollte man den Blick auf Leclanché richten. Da ist das Risiko momentan viel kleiner bei intakten Chancen in kürzerer Zeit als bei MBTN.

 

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

Ice9
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ursinho007 hat am 16.11.2016 - 18:08 folgendes geschrieben:

Wenn man schon im Sektor "erneuerbare Energien" dabei sein will, sollte man den Blick auf Leclanché richten. Da ist das Risiko momentan viel kleiner bei intakten Chancen in kürzerer Zeit als bei MBTN.

 

kenne leclanche nicht sehr gut aber ich sehe auf den ersten blick nichts was Tesla/Solar City nicht auch abdecken könnten. Sobald Musks Gigafactory läuft wird es noch viel härter für Firmen wie Leclanche um da mithalten zu können. Oder übersehe ich was?

jimmy
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Ausser was sonst lauft bei MB ,  die heutiger Verlust  konnte ein  Zusammenhang mit  die News von  First Solar  USA    schlechte zahlen, personal Abbau- 13% (Atfter hours).

Krokodil
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Wie läuft dies eigentlich konkret mit Leerverkäufen? Geht dies alles über Securities Lending / Borrowing oder gibt es Banken oder Broker, die ganz einfach Minuspositionen in Depots akzeptieren?
Früher  war dies viel transparenter, da sah man diese Liq-Abschlüsse auf dem Kurstableau mit 1 - 3 +++, "ultimo, 1, 2, 3 Monate".

jimmy
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Frage mich ob sie die CHF 160 million überhaupt bekommen.

Krokodil
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Meine Vermutung: Irgendjemand kauft die Titel nun zu Tiefstpreisen. Vielleicht werden wir dann Ende Jahr wissen, wer der Investor ist.

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