Nestle

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Nestlé verkauft

Nestlé verkauft Geschäftseinheit in Malaysia

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé verkauft Produktionsstätte für gekühlte Milchprodukte in Malaysia.

09.10.2018 07:03

Käufer ist Lactalis Trading Malaysia, die dafür 155,3 Millionen Ringgit (rund 37 Millionen Franken) bezahle, wie es in einem Bericht von Reuters am Dienstag heisst. Nestlé konnte vorerst noch nicht für eine Bestätigung erreicht werden.

Der Verkauf soll Nestlé gemäss dem Artikel einen Einmalgewinn von 27 Millionen Ringgit gesplittet auf die Jahre 2018 und 2019 bescheren. 100 Millionen Ringgit des Erlöses sollen zum Aufbau eines Fertigungs-Centers in der Produktionsstätte Chembong verwendet werden

(AWP)

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Nestlé Health Science kauft

Nestlé Health Science kauft weitere Aimmune-Aktien

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut seine Beteiligung am kalifornischen Biopharma-Unternehmen Aimmune Therapeutics aus. Wie Aimmune am Montag mitteilte, hat Nestlé Health Science weitere 98 Millionen US-Dollar investiert und so 3,24 Millionen Aktien von Aimmune erworben. Damit einhergehend werde auch die strategische Zusammenarbeit der beiden Firmen erweitert.

12.11.2018 15:32

Mit der Übernahme weiterer Aktien besitze Nestlé nun einen Anteil von rund 19 Prozent an Aimmune und sei mit 273 Millionen Dollar investiert, so die Mitteilung weiter. Gleichzeitig sei die vor bereits zwei Jahren eingegangene Kooperation um weitere zwei Jahre verlängert worden. Das Ziel der Kooperation ist es, gemeinsam Behandlungsoptionen gegen lebensbedrohende Lebensmittelallergien zu entwickeln.

mk/cf

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Presse: Nestlé in

Presse: Nestlé in Endausmarchung um indisches GSK-Geschäft

Das Interesse von Nestlé am indischen Nahrungsmittelgeschäft des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) hat sich offenbar konkretisiert. Aktuell seien nur noch Nestlé und Unilever im Rennen, schrieb die indische Zeitung "Economic Times" am Montag mit Verweis auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Coca Cola habe sich hingegen zurückgezogen.

19.11.2018 07:58

Für die Endausmarchung habe Nestlé mutmasslich die aggressivere Offerte abgegeben, hiess es weiter. Konkret wird laut der Zeitung von Geboten in der Grössenordnung von 3,1 bis 3,5 Milliarden Dollar für den GSK-Mehrheitsanteil ausgegangen. Der Gewinner müsste dann laut dem Bericht aber auch noch ein öffentliches Kaufangebot für die Minderheitsaktionäre abgeben.

Gemäss der Zeitung wurde die Frist zur Abgabe der verbindlichen Offerte, die am letzten Samstag abgelaufen sei, um einige Tage verlängert. Weder Nestlé noch Unilever wollten sich gegenüber dem Blatt zum Thema äussern.

Teil des GSK-Nahrungsmittelgeschäfts in Indien ist der Malzgetränkehersteller Horlicks.

rw/cf

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Nestlé streicht 380 Stellen

Nestlé streicht 380 Stellen in Deutschland - Aus für Caro-Werk

(Ausführliche Fassung) - Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé streicht Hunderte Stellen in Deutschland. Nach monatelangen Verhandlungen mit Gewerkschaften und Betriebsräten habe man die Bedingungen für den Abbau von 380 Jobs beschlossen, teilte Nestlé Deutschland am Montag in Frankfurt. Das traditionsreiche Caro-Werk in Ludwigsburg bei Stuttgart und ein Lebensmittel-Labor werden geschlossen, zwei weitere Werke umstrukturiert.

17.12.2018 12:13

Allein in Ludwigsburg sind rund 100 Mitarbeiter von dem Stellenabbau betroffen. Ferner gebe es für das Labor in Weiding mit 85 Beschäftigten keine wirtschaftliche Perspektive, auch weil es in unmittelbarer Nähe kein Nestlé-Werk gebe. Darüber hinaus sollten die Standorte im nordrhein-westfälischen Lüdinghausen und im bayerischen Biessenhofen, in denen Nestlé Maggi beziehungsweise Babynahrung produziert, 2019 neu aufgestellt werden. Man wolle die Kosten in deutschen Werken senken, hiess es. Auch sei die Produktion von Maggi in Lüdinghausen in den vergangenen Jahren "angesichts veränderter Ernährungs- und Konsumgewohnheiten" deutlich geschrumpft.

Bei den Stellenstreichungen gebe es keine betriebsbedingten Kündigungen, teilte Nestlé mit. Es sei ein "aussergewöhnlich gut ausgestatteter Sozialplan" ausgehandelt worden, sagte Ralf Hengels, Personalvorstand bei Nestlé Deutschland. Betroffene Mitarbeiter könnten Anfang Februar in eine Transfergesellschaft wechseln. Auf Betriebsversammlungen vor Ort werde es Details, etwa zu Abfindungen, Weiterbildungen und Altersteilzeit, geben.

Nestlé hatte das Aus für das Caro-Werk in Ludwigsburg im Sommer angekündigt. Der Konzern leidet darunter, dass die Nachfrage nach Caro, einem aus Getreide hergestellten Ersatzkaffee, sinkt. Das Werk in Luwigsburg sei bei weitem nicht ausgelastet, teilte Nestlé weiter mit. Caro-Kaffe werde künftig in Portugal produziert.

Bisher wurde Caro-Kaffee ausschliesslich in Ludwigsburg hergestellt. Das Werk geht zurück auf eine Kaffee-Manufaktur aus dem Jahr 1828, wo der Kolonialwarenhändler Johann Heinrich Franck als erster im grossen Stil den Landkaffee herstellte. Er mischte Gerste, Malz und Roggen mit der Zichorie-Pflanze. Die Marke Caro gibt es seit 1954. Nestlé vertreibt das Getränk seit 1971 weltweit, teils unter anderem Namen.

Mit Ludwigsburg schliesst das nächste Kaffee-Werk von Nestlé: Ende 2017 hatte der Konzern schon sein Nescafé-Werk in Mainz dicht gemacht. Hingegen hat der Konzern im Zuge eines europaweiten Effizienzprogramms zuletzt in sein Schokoladenwerk in Hamburg und seine Produktion für Aufbaunahrung in Osthofen nahe Worms investiert. Nestlé beschäftigt insgesamt 10 500 Mitarbeiter in Deutschland./als/DP/nas

(AWP)

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Nestlé eröffnet Kaffeefabrik

Nestlé eröffnet Kaffeefabrik in Ägypten

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat eine Kaffeefabrik in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eröffnet. In der umgerechnet rund 14 Millionen Franken teuren Anlage sollen 240 Mitarbeitende Kaffee produzieren.

24.01.2019 10:54

Die rund 13'000 Quadratmeter grosse Fabrik mit 8 Produktionslinien verfüge über die fortschrittlichsten Technologien zur Kaffeezubereitung, teilte Nestlé am Donnerstag mit. Vorerst ist eine Produktion von 14'000 Tonnen vorgesehen, die in Zukunft bis auf 44'000 Tonnen erhöht werden soll.

Eingeweiht wurde die Anlage im Zuge der im Januar 2017 erfolgten Übernahme der Caravan Marketing Company (CMC) durch Nestlé. CMC produzierte Instantkaffee der Marke Bonjorno, die Nestlé ebenfalls übernommen hat.

Die Fabrik soll als Exportzentrum für Kaffee in der Region genutzt werden. Nestlé betreibt den Angaben nach in Ägypten insgesamt 3 Fabriken mit mehr als 3'500 Beschäftigten.

sta/kw

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WEF 2019: Konsumriesen wie

WEF 2019: Konsumriesen wie Nestlé versuchen sich an haltbaren Verpackungen

Bei Konzernen wie Nestlé, Procter & Gamble und Unilever werden nicht unbedingt die Pioniere im Kampf gegen Plastikabfall vermutet. Jetzt lancieren die Konsumgüterunternehmen jedoch eine Initiative, künftig Glacé, Waschpulver oder Deo in wiederverwendbaren Verpackungen zu verkaufen.

24.01.2019 21:41

Insgesamt 25 Konsumgüterunternehmen schliessen sich einem neuartigen Einkaufssystem namens Loop (englisch für "Schlaufe") an, das am Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt wurde. Ab April 2019 soll das Ganze zunächst in New York und Paris starten. Weitere Märkte sollen in den Jahren bis 2020 dazu kommen.

Das Recyclingunternehmen TerraCycle wird für die Unternehmen - neben Nestlé, P&G und Unilever sind weitere grossen Namen dabei wie Beiersdorf ("Nivea"), The Bodyshop oder Danone - die Kunden beliefern. Nach dem Verzehr werden die haltbaren Verpackungen wieder eingesammelt, gereinigt und erneut benutzt.

"Reboot" des Milchmanns

Von Nestlé gibt es als erstes Häagen-Dazs in wiederverwendbaren Eisbehältern aus Stahl, per abonnierten Heimlieferdienst in New York wird das Speiseeis bis vor die Haustür gebracht. Für die Lieferung arbeitet TerraCycle mit dem Logistiker UPS zusammen.

Die Eigentümerschaft der Produkte verschiebt sich weg vom Nutzer zum Produzenten, sagte Tom Szaki, der Gründer von TerraCycle, am WEF in Davos. "Abfall" sei ein modernes Konzept, und die Initiative sei eine Art Wiederbelebung des Milchmanns.

Aber können sich wiederverwendbare Verpackungen bei Lebensmitteln durchsetzen? Nestlé glaubt daran, "dass Loop sehr wohl funktionieren kann". Auch Caroline Frery von TerraCycle gibt sich im Pavillon des Unternehmens, wo die Behälter der verschiedenen Unternehmen ausgestellt sind, überzeugt.

Glacé eignet sich besonders gut

Gerade auch Speiseeis eigne sich ideal für die Heimlieferung, sagte sie mit Blick auf Nestlé. In den USA sei man es sich gewöhnt, einfach immer etwas davon da zu haben. Also sei es quasi kein Problem, dass die Lieferung erst am nächsten Tag erfolgt.

Loop solle anregen, gänzlich zu überdenken, wie wir konsumieren. Denn es sei technologisch zum Beispiel durchaus möglich, Stifthüllen oder Kaffeekapseln wiederverwendbar zu machen. "Ich würde schliesslich auch nicht meine Jacke wegwerfen."

Und trotz dem immensen logistischen Aufwand würden eines Tages tatsächlich alle Lebensmittel in wiederverwendbaren Verpackungen verkauft. Die Langzeitverpackungen seien im Vergleich zu Einwegverpackungen besser für die Umwelt, sagte Frery. Um das zu belegen, führt TerraCycle Studien durch.

Politik macht Druck

Vergangene Woche erst hatte Nestlé verkündet, bis 2025 sämtliche Verpackungen wiederverwendbar oder wiederverwertbar zu machen. Wie viel der Schweizer Lebensmittelkonzern für die Vermeidung von Kunststoffabfall investiert, will er nicht sagen.

Die Branche ist zunehmendem Druck von Politik und Umweltschützern ausgesetzt, Plastikabfälle zu reduzieren. So sagte die EU wegen der zunehmenden Verschmutzung der Meere bereits Wegwerfgegenständen wie Einwegbesteck oder Trinkhalmen den Kampf an und einigte sich im Dezember auf ein Verbot bestimmter Plastikprodukte.

(AWP)

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bonobolio
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Nestle pusht Klimapolitik

Nach dem WEF dürfte die Klimapolitik weiter im Fokus stehen.

Nestle ist vorbildlich und benutzt bereits GenDrive von Plug Power (PLUG):

https://www.plugpower.com/customer/whos-using-gendrive/

Bitte ausbauen

Domtom01
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die und umweltfreundlich?

Wohl eher nicht!

https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/was-ist-besser-fuer-di...

Ich trinke schon seit Langem keinen Kapsel-Kaffee mehr, sondern Kaffee aus der Mokkakanne. Oder Tee.

Aber Nespresso ist ein Goldesel, muss man anerkennen! Doch Nestlé mit Nachhaltigkeit in einem Atemzug zu nennen, ... käme mir nicht in den Sinn.

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Nestlé springt auf Blockchain

Nestlé springt auf Blockchain-Zug auf

Auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé macht jetzt in «Blockchain». Mit der Technologie wollen die Westschweizer die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln sicherstellen - für Konsumenten, Unternehmen und für Lieferanten.

28.01.2019 14:24

Dazu arbeitet Nestlé bereits seit anderthalb Jahren als Teil des Projekts "IBM Food Trust" an dem Thema "dezentral geführte Datenbanken" mit. "Die Blockchain-Technologie soll der Forderung der Konsumenten nach mehr Transparenz nachkommen", sagte Benjamin Dubois, der die Blockchain-Projekte bei Nestlé leitet, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Nestlé sei bereits seit einiger Zeit Teil der Food-Trust-Initiative des Computerkonzerns IBM, sagte Dubois weiter. Nebst Nestlé engagieren sich auch Weltkonzerne wie Walmart oder Unilever am Programm. Konkret wollen die beteiligten Unternehmen etwa Daten zur Ernte, Verarbeitung, Produktkennzeichnung und zum Transport auf der Blockchain-Lösung von IBM bereitstellen.

Dank der Blockchain erhoffen sich die Firmen, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen Abfragemethoden innert weniger Sekunden solche Daten einsehen können. Mit dem neuen Verfahren sollen vom Produzenten über den Verkäufer bis hin zum Endkunden alle Zugang zu einer breiten Palette an Informationen über die verschiedenen Produkte erhalten.

Als Option zur Datenerfassung werde der bereits verbreitete QR-Code geprüft, erklärte der Nestlé-Manager. Ein solcher Code, auf dem Produktetikett angebracht, könne Daten zum Ursprung und der Zusammensetzung des Produkts liefern. Es wäre so auch möglich, Konsumenten über den Hersteller, das Verarbeitungsdatum oder über das Bio-Label des Produktes zu informieren.

Test mit Babybrei

Erste Tests hat Nestlé mit einfachen Produkten bereits durchgeführt - zum Beispiel mit Babybrei. In diesem Jahr sei geplant, das Projekt auf weitere Produkte auszuweiten, fügte Dubois an.

Die Nahrungsmittelkonzerne versprechen sich diverse Vorteile von der Blockchain: Eine verbesserte Kontrolle ihres Angebots sowie eine schnellere Identifikation etwaiger Probleme. Damit sind verunreinigte oder bereits verdorbene Produkte gemeint. "Ziel ist eine volle Visibilität in Echtzeit", so die Vision des Nahrungsmultis Nestlé, dessen Portfolio rund 2'000 Marken umfasst und 165'000 Lieferanten zählt.

Unterstützung erhält Nestlé auch von Seiten der Konsumentenschützer. Der Westschweizer Konsumentenverband FRC begrüsst etwa die Initiative: "Die Rückverfolgbarkeit bei Produkten entspricht einem starken Bedürfnis der Konsumenten", sagte FRC-Generalsekretärin Sophie Michaud Gigon. Denn einige Etiketten, die zwei oder drei Jahre lang nicht geprüft werden, seien problematisch.

Die Vergangenheit habe gezeigt, dass beispielsweise im Zusammenhang mit dem Pferdefleischbetrug in der Lasagne aus dem Jahr 2013 die fehlende Rückverfolgbarkeit die Suche nach den Verantwortlichen erschwert habe. Daher sei der Versuch, die Transparenz bezüglich der Herkunft von Produkten zu erhöhen, löblich, halten die Konsumentenschützer fest.

(SDA)

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iruch
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«Nestlé muss mehr in die Marken investieren»

«Nestlé muss mehr in die Marken investieren»

Mark Denham vom französischen Fondshaus Carmignac erwartet im europäischen Aktienmarkt baldige Kursgewinne. Zurückhaltend äussert er sich aber zu grossen SMI-Titeln - besonders einem Schweizer Blue Chip misstraut er.

https://www.cash.ch/news/top-news/mark-denham-nestle-muss-mehr-die-marken-investieren-1270560

Zyndicate
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Ausblick Nestlé: Organisches

Ausblick Nestlé: Organisches Wachstum 2018 von 3,0 Prozent erwartet

Der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller Nestlé veröffentlicht am Donnerstag, 14. Februar die Resultate zum Geschäftsjahr 2018. Insgesamt 16 Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.

13.02.2019 14:00

2018E (in Mio Fr.) AWP-Konsens 2017A* Umsatz 91'338 89'590 Trading op. profit (adj.) 15'510 14'771 - Marge (in Wacko 17,0 16,5 Reingewinn n. M. 11'541 7'156 (in Fr.) Dividende je Aktie 2,48 2,35 (in Wacko Organ. Wachstum 3,0 2,4 RIG 2,4 1,6 *teilweise revidiert

FOKUS: Klar im Vordergrund stehen werden bei Analysten und Investoren das organische Wachstum (OG) sowie die (bereinigte) operative Marge. Das OG gilt bekanntlich als die wichtigste Umsatzzahl, entsprechend findet die Umsatzentwicklung in Franken weniger Aufmerksamkeit. Es setzt sich zusammen aus dem sogenannten RIG (Real internal growth, Mengenwachstum) sowie den Preisveränderungen; Akquisitionen und Wechselkursveränderungen werden dagegen herausgerechnet. In den letzten sechs Jahren musste der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller einen deutlichen Rückgang der Wachstumsrate hinnehmen, wobei die Werte für das Gesamtjahr 2017 (2,4%) und für das vierte Quartal 2017 (1,9%) die jeweils tiefsten im laufenden Jahrhundert waren.

Für 2018 dürfte nun eine (leichte) Erholung eingetreten sein. Nestlé rechnet (gemäss Angaben vom Oktober) mit einem Wert von rund 3 Prozent. Im Vergleich zum Wert nach 9 Monaten (2,8%) wäre dies eine leichte Beschleunigung im vierten Quartal. Nestlé begründete diese mit der sehr tiefen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr, aber auch damit, dass das vierte Quartal 2018 einen Handelstag mehr hatte als im Jahr davor. Die meisten Analysten haben sich den Schätzungen von Nestlé angenähert, entsprechend liegt der Konsens für das Gesamtjahr bei 3,0 Prozent mit einer engen Bandbreite. Allerdings könnte das vierte Quartal auch etwas schwächer ausgefallen sein als noch im Oktober erwartet und das Gesamtjahr etwas nach unten ziehen. Der Konkurrent Unilever etwa hat beim organischen Wachstum enttäuscht.

Mühe hatte Nestlé zuletzt vor allem mit der Preissetzung. War der Konzern früher bekannt dafür, dass er mit seinen starken Marken höhere Preise am Markt gut durchsetzen konnte, war ihm das zuletzt kaum mehr gelungen. Das lag zu einem guten Teil am lange Zeit schwachen Wachstum und der tiefen Inflation in einigen Regionen, aber auch an der zunehmenden Konkurrenz. Grundsätzlich bleibt das Branchenumfeld trotz der jüngsten Verbesserung denn auch schwierig. Stichworte in diesem Zusammenhang sind etwa gesündere Produkte, lokale Marken, Premiumisierung oder E-Commerce. Vor allem kleinere, lokale Unternehmen, welche den grossen Multis Marktanteile abjagen, sind eine grosse Herausforderung.

Um nicht abgehängt zu werden bzw. um die Wachstumsraten wieder zu steigern, setzt Nestlé stark auf Forschung und investiert Milliarden-Beträge in neue Produkte. "Es gibt nichts Wichtigeres im Hinblick auf das langfristige Wachstum von Nestlé als Innovation", sagte Konzernchef Mark Schneider denn auch jüngst in einem Interview.

Der Druck kommt allerdings nicht nur von der Konkurrenz, sondern auch von Investorenseite. Gewisse Investoren fordern einen verstärkten Fokus weg vom Wachstum hin zur Profitabilität in der Nahrungsmittel-Industrie. Auch Nestlé kann sich bekanntlich solchen Forderungen nicht entziehen. So tritt etwa der aktivistische Hedgefund Third Point von US-Investor Daniel Loeb, der seit Mitte 2017 rund 1,3 Prozent an Nestlé hält, immer wieder mit Forderungen an die Öffentlichkeit. Vor ein paar Monaten nannte Loeb den strategischen Kurs von Nestlé 'konfus'. Nestlé bewege sich nicht schnell genug bei der Abtrennung von Firmenteilen. Er forderte konkret den Verkauf, die Abspaltung oder andere Massnahmen zur Devestition von 15 Prozent des Umsatzes. Die Mittel daraus seien für Akquisitionen und weitere Aktienrückkäufe zu verwenden.

Nestlé wehrt sich (zum Teil) dagegen. CEO Schneider argumentierte etwa jüngst in der Presse, dass Nestlé mit seiner langfristigen Denkweise und seinem bisherigen Ansatz zur Unternehmensführung seit Jahrzehnten erfolgreich sei. Dass Nestlé vor einiger Zeit aber ein Margenziel formuliert hat, dürfte doch eine (gewisse) Konzession an diese Seite sein.

ZIELE: Für 2018 erwartet Nestlé beim organischen Wachstum gemäss Angaben von Mitte Oktober (9-Mte-Abschluss) einen Wert von rund 3 Prozent (9 Mte: 2,8%, Q3: 2,9%). Zudem sollte sich die bereinigte operative Ergebnismarge entsprechend der Zielvorgaben für 2020 entwickeln. Auch wird eine Steigerung sowohl beim zugrunde liegenden Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen als auch bei der Kapitaleffizienz erwartet. Für das laufende Jahr gehen Analysten aufgrund des anhaltendend herausfordernden Umfeldes von einer eher vorsichtigen Prognose aus und erwarten zumeist eine leichte Verbesserung gegenüber 2018.

In Bezug auf die längerfristige Entwicklung hat das Management um CEO Schneider bekanntlich anlässlich des Investorentages 2017 erstmals ein Margenziel gesetzt und damit das sogenannte Nestlé-Modell (org. Wachstum 5-6% etc.), das viele Jahre gegolten hatte, abgelöst. Neu soll bis 2020 eine bereinigte EBIT-Marge von 17,5 bis 18,5% erreicht werden. Gegenüber dem Wert 2017 (16,4%) entspricht das einer Verbesserung um rund 200 Basispunkte. Beim Umsatz will Nestlé bis 2020 ein mittleres einstelliges organisches Wachstum erreichen. Da die Marge bisher nicht allzu stark im Fokus war, sehen viele Analysten dort noch deutlich mehr Verbesserungspotential auch nach 2020. So ist etwa die Rede von 20 Prozent bis 2023.

PRO MEMORIA:

M&A: Der Nestlé-Konzern hat im September den Bereich Skin Health (Hautpflege) auf den Prüfstand gestellt oder - wie gewisse Kreise sagen - zum Verkauf angeboten. Nach deutlichen Fortschritten in den letzten zwei Jahren sei nun der richtige Zeitpunkt für eine Prüfung der Eigentümerstruktur gekommen, hiess es damals von Nestlé. Die Überprüfung von Skin Health, das 2017 immerhin einen Umsatz von 2,7 Milliarden Franken erwirtschaftet hat, soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein.

Gemäss einem Bericht der Agentur Reuters hat der potentielle Verkauf eine Reihe von Finanzinvestoren auf den Plan gerufen. Advent habe sich mit Cinven zusammengeschlossen, um das Geschäft mit einem Wert von rund sieben Milliarden Franken zu übernehmen, hiess es etwa. Zudem sei die in Privatbesitz stehende deutsche Merz Pharma Group auf der Suche nach einem Finanzinvestor als Partner. Und auch die Private-Equity-Gesellschaften Partners Group, Blackstone, CVC, KKR, EQT und Carlyle dürften Offerten für Nestle Skin Health unterbreiten. Der Verkaufsprozess werde in den kommenden Wochen formell starten, hiess es im Bericht vom 21. Januar. Die erste Angebots-Runde ende dann voraussichtlich Anfang März.

In der ersten Hälfte 2018 hatte Nestlé bekanntlich zwei grössere M&A-Transaktionen getätigt. Im Mai kaufte er für einen Anfangsbetrag von über 7 Milliarden US-Dollar gewisse Rechte an Starbucks (weltweite Vermarktung sämtlicher Konsum- und Gastronomieprodukte). Dies war die grösste Akquisition der Firmengeschichte. Mitte September folgte dann der Verkauf von Gerber Life Insurance für 1,55 Mrd US-Dollar.

L'ORÉAL: Immer wieder wird über das 23%-Paket von Nestlé am französischen Kosmetikkonzern spekuliert. Im März 2018 lief ein Abkommen mit der französischen Familie Bettencourt aus bzw. wurde von Nestlé nicht verlängert. Dieses sah vor, dass sowohl der Schweizer Konzern als auch die Familie ihren Anteil bis zu sechs Monate nach dem Tod der L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt - sie ist im September 2017 gestorben - nicht erhöhen können. Nestlé betonte vor einem Jahr, dass man nicht beabsichtige, den Anteil zu erhöhen. Allerdings fordern Investoren eher den Verkauf des Anteils, insofern hat die Äusserung von Nestlé diesbezüglich für keine Klarheit gesorgt.

AKTIENRÜCKKAUF: Bei Nestlé läuft bekanntlich ein grösseres Aktienrückkauf-Programm: bis Mitte 2020 und damit über drei Jahre sollen Aktien im Wert von 20 Milliarden Franken zurückgekauft werden. Aktuell (per 05.02.19) sind Aktien im Gesamtwert von rund 11,0 Milliarden zurückgekauft bzw. gut die Hälfte des Programms abgewickelt.

AKTIENKURS: Die Nestlé-Aktie hat sich im bisherigen Jahresverlauf in etwa gleich entwickelt wie der Gesamtmarkt. Aktuell notiert das Papier mit rund 86,50 (Stand Dienstag 12 Uhr) 8,4 Prozent über dem Stand von Ende 2018(SMI +8,3%). Das Kursband im bisherigen Jahrverlauf reicht von 79,86 (3.1.) bis 87,72 (6.2.) Franken.

Homepage: http://www.nestle.com

an/uh

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Nestlé-Zahlen kommen am

Nestlé-Zahlen kommen am Aktienmarkt gut an

Nestlé hat im vergangenen Jahr drei Prozent organisches Wachstum erreicht und somit die Analystenerwartungen erfüllt. Die Aktie steigt vorbörslich.

Aktualisiert um 08:13

Das organische Wachstum erreichte im Berichtsjahr 3,0 Prozent, wie der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller am Donnerstag mitteilte. Die wichtigste Umsatzkenngrösse in der Nahrungsmittelindustrie, bei der Wechselkursverschiebungen und Zukäufe/Verkäufe heraus gerechnet werden, hat sich im vierten Quartal (+3,7%) damit etwas beschleunigt von den 2,8 Prozent nach 9 Monaten.

Die 3,0 Prozent setzten sich zusammen aus einem Mengenwachstum (RIG) von 2,5 Prozent und Preissteigerungen von 0,5 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg derweil um 2,1 Prozent auf 91,4 Milliarden Franken. Nettozukäufe erhöhten den Umsatz um 0,7 Prozent, die Wechselkurseffekte reduzierten ihn um 1,6 Prozent.

Die operative Gewinnmarge stieg auf bereinigter Basis um 50 Basispunkte (BP) auf 17,0 Prozent. Nestlé legt den Fokus bzw. die Zielgrösse aufgrund grösserer Restrukturierungen seit einiger auf die bereinigte Kennzahl. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 10,1 Milliarden nach 7,2 Milliarden im Vorjahr. Grund für den deutlichen Anstieg waren laut Mitteilung von mehreren grossen Einmaleffekten positiv beeinflusst.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten ziemlich genau getroffen. Der AWP-Konsens lag für das organische Wachstum bei +3,0 Prozent (RIG +2,4%) und für die operative Marge bei 17,0 Prozent.

Vorbörslich legen die Titel um 0,9 Prozent zu. 

2019 weitere Verbesserungen erwartet

CEO Mark Schneider zeigt sich in der Mitteilung "zufrieden mit den erzielten Fortschritten". Alle Finanzkennzahlen hätten sich deutlich verbessert. Das Wachstum habe sich in den beiden grössten Märkten von Nestlé, den Vereinigten Staaten und China, zudem auch im Bereich Säuglingsnahrung wiederbelebt.

Für das Gesamtjahr rechnet das Nestlé-Management mit einer weiteren Verbesserung des organischen Wachstums, ohne aber eine konkrete Zahl zu nennen. Zudem soll sich gemäss den Angaben vom Donnerstag die bereinigte operative Ergebnismarge entsprechend der Zielvorgaben für 2020 entwickeln. Nestlé erwartet dabei Restrukturierungskosten von etwa 700 Millionen Franken für das laufende Jahr.

Die Nestlé-Aktie hat sich im bisherigen Jahresverlauf in etwa gleich entwickelt wie der Gesamtmarkt. Aktuell notiert das Papier mit rund 86,50 Franken rund 8,4 Prozent über dem Stand von Ende 2018. Der SMI, dessen wichtigster Titel Nestlé ist, stieg um 8,3 Prozent. Das Kursband im bisherigen Jahrverlauf reicht von 79,86 bis 87,72 Franken.

(cash/AWP/Reuters)

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