OC Oerlikon

OC Oerlikon N 

Valor: 81682 / Symbol: OERL
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phlipp
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OC Oerlikon

Kapitalist wrote:

Weshalb kauft Ihr dann keine Anrechte?

berechtigte frage, hab das noch nie gemacht, anrechte gekauft... ok, wenn ich unter oerl1, da steht 1.38 und ich gebe bei kauf zb. 1 aktie ein, dann hätte ich die für 1.38 + 3.72 = 5.10...?

ins depot gebucht werden die dann aber erst am 9.6... korrekt?

"Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage"

bvg75
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OC Oerlikon

Kapitalist wrote:

Sorry, aber Deine Berechnung kann ich jetzt nicht nachvollziehen.

Der Preis der zukünftigen (neuen) Aktien berechnet sich nur aus dem Preis des Anrechtes und dem Kaufpreis von 3.72.

Bei einem Anrechtspreis von 1.15 + 3.72 Kaufpreis = 4.87 Preis der Aktie.

Das hat gar nichts mit dem Aktienkurs zu tun. Ab 9. Juni sind alle Aktien gleich. Der Kurs bildet sich dann auch nach Angebot und Nachfrage, aber es werden neu 280 Millionen Aktien im Umlauf sein (davon ca. 80 Millionen im Publikum), anstatt jetzt 14 Millionen (davon rund 4 Millionen im Publikum).

Irgendwie bin ich da für einmal nicht mit dir einverstanden. Ich sehe es so: wenn die Berechnung des Ausgabepreises so einfach wäre, würde heute niemand mehr als 5 Franken für diese Aktie bezahlen, wenn sie in zwei Wochen zu 5 Franken herausgegeben wird!

Und trotzdem wurden heute Preise jenseits dieser Marke bezahlt.

Ich bin nachwievor der Meinung, dass sich der neue Kurs irgendwie als Mittelwert aus 3.72 und dem verhältnismässigen Anteil des letzten Kurses berechnet. Je weniger Anrechte ausgeübt werden, desto grösser wird der Einfluss des letzten Kurses. Deshalb ist das Ganze ja auch so unberechenbar, weil eben niemand weiss, wie viele Anrechte ausgeübt werden und wie hoch der Kurs zuletzt steht! Es wäre doch zu einfach, wenn man lediglich den Preis des Anrechts als Referenzwert für den neuen Kurs nehmen würde. Denn es kommt meiner Meinung nach darauf an, wie gross der Anteil dieser 3.72-Aktien auf das Total ist. Oder etwa nicht?

Ich habe gestern mit einem SQ-Berater telefoniert und mich erkundigt, wie dann diese Berechnung vor sich geht. Er meinte, dass nach dem Stichtag (Auszahlungstag) genau berechnet wird, wie viele Anrechte effektiv ausgeübt wurden, um danach den neuen Kurs bestimmen zu können. Dieses ganze Berechnungs-Prozedere wäre hinfällig, wenn man einfach 3.72 plus Anrecht-Preis rechnen könnte...

Wenn deine Aussage zutrifft, so wäre es also durchaus denkbar, dass der OERL-Kurs z.B. auf 15 Franken klettert, um dann einen Tag später für 4.87 gehandelt zu werden? Das macht für mich überhaupt keinen Sinn! Da müsste es doch am letzten Handelstag zu einer panikartigen Verkaufswelle kommen, da alle ihre Gewinne noch einfahren wollen, bevor ihre Aktien nur noch einen Drittel an Wert haben...

Ist es nicht viel eher so, dass in diesem Fall der neue Preis deutlich höher wäre, weil eben 14 Millionen Aktien zu 15 Franken im Umlauf wären und eine noch unbekannte Anzahl neuer zu 3.72 dazu kämen? Das wäre für mich nichts als logisch und auch vernünftig! Wenn der Kurs keinen Einfluss auf den neuen Ausgabewert hat, könnte man den Handel mit der OERL-Aktie eigentlich sofort einstellen... Wink

Nehmen wir den (unrealistischen aber exemplarischen) Extremfall an: keine Sau würde sich für die Anrechte interessieren und kaum ein Anrecht würde ausgeübt werden. Dann müsste man doch den Kurs einfach mehr oder weniger unverändert weiter laufen lassen, da nichts passiert ist, oder? Und sicher nicht am nächsten Tag zu 4.xx handeln, nur weil zwei oder drei Leute ihre Anrechte eingelöst haben! Das ist für mich unvorstellbar!

Nach meinem Verständnis und meiner Logik müsste es eigentlich so ablaufen:

a) wie viele Aktien werden zu 3.72 neu herausgegeben?

b) wie viele Aktien sind zu x.xx (letzter Kurs) im Umlauf

c) wie hoch ist der Kurs ALLER Aktien, die wir als Gesamtpaket neu herausgeben? Unter der Berücksichtigung, dass die bestehenden Aktien ebenfalls in die neue Preisfindung einfliessen müssen, um die treuen Aktionäre nicht noch mehr zu belasten? (Sonst würde man ja die langjährigen Aktionäre dazu animieren, die "alten" Aktien abzustossen und nur noch die "neuen" zu erwerben! Und das kann doch nicht im Sinne von OC Oerlikon sein!)

Es ist doch immer wieder spannend zu schauen, wie es schlussendlich herauskommt. Ich sage nicht, dass meine Variante stimmt. Für mich ist es einfach logischer so! Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren! Smile Hauptsache, OERL bereitet uns noch viel Freude!

nana
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OC Oerlikon

und wird der kurs heute wieder explodieren?

Kapitalist
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OC Oerlikon

bvg75 wrote:

Kapitalist wrote:

Sorry, aber Deine Berechnung kann ich jetzt nicht nachvollziehen.

Der Preis der zukünftigen (neuen) Aktien berechnet sich nur aus dem Preis des Anrechtes und dem Kaufpreis von 3.72.

Bei einem Anrechtspreis von 1.15 + 3.72 Kaufpreis = 4.87 Preis der Aktie.

Das hat gar nichts mit dem Aktienkurs zu tun. Ab 9. Juni sind alle Aktien gleich. Der Kurs bildet sich dann auch nach Angebot und Nachfrage, aber es werden neu 280 Millionen Aktien im Umlauf sein (davon ca. 80 Millionen im Publikum), anstatt jetzt 14 Millionen (davon rund 4 Millionen im Publikum).

Irgendwie bin ich da für einmal nicht mit dir einverstanden. Ich sehe es so: wenn die Berechnung des Ausgabepreises so einfach wäre, würde heute niemand mehr als 5 Franken für diese Aktie bezahlen, wenn sie in zwei Wochen zu 5 Franken herausgegeben wird!

Und trotzdem wurden heute Preise jenseits dieser Marke bezahlt.

Ich bin nachwievor der Meinung, dass sich der neue Kurs irgendwie als Mittelwert aus 3.72 und dem verhältnismässigen Anteil des letzten Kurses berechnet. Je weniger Anrechte ausgeübt werden, desto grösser wird der Einfluss des letzten Kurses. Deshalb ist das Ganze ja auch so unberechenbar, weil eben niemand weiss, wie viele Anrechte ausgeübt werden und wie hoch der Kurs zuletzt steht! Es wäre doch zu einfach, wenn man lediglich den Preis des Anrechts als Referenzwert für den neuen Kurs nehmen würde. Denn es kommt meiner Meinung nach darauf an, wie gross der Anteil dieser 3.72-Aktien auf das Total ist. Oder etwa nicht?

Ich habe gestern mit einem SQ-Berater telefoniert und mich erkundigt, wie dann diese Berechnung vor sich geht. Er meinte, dass nach dem Stichtag (Auszahlungstag) genau berechnet wird, wie viele Anrechte effektiv ausgeübt wurden, um danach den neuen Kurs bestimmen zu können. Dieses ganze Berechnungs-Prozedere wäre hinfällig, wenn man einfach 3.72 plus Anrecht-Preis rechnen könnte...

Wenn deine Aussage zutrifft, so wäre es also durchaus denkbar, dass der OERL-Kurs z.B. auf 15 Franken klettert, um dann einen Tag später für 4.87 gehandelt zu werden? Das macht für mich überhaupt keinen Sinn! Da müsste es doch am letzten Handelstag zu einer panikartigen Verkaufswelle kommen, da alle ihre Gewinne noch einfahren wollen, bevor ihre Aktien nur noch einen Drittel an Wert haben...

Ist es nicht viel eher so, dass in diesem Fall der neue Preis deutlich höher wäre, weil eben 14 Millionen Aktien zu 15 Franken im Umlauf wären und eine noch unbekannte Anzahl neuer zu 3.72 dazu kämen? Das wäre für mich nichts als logisch und auch vernünftig! Wenn der Kurs keinen Einfluss auf den neuen Ausgabewert hat, könnte man den Handel mit der OERL-Aktie eigentlich sofort einstellen... Wink

Nehmen wir den (unrealistischen aber exemplarischen) Extremfall an: keine Sau würde sich für die Anrechte interessieren und kaum ein Anrecht würde ausgeübt werden. Dann müsste man doch den Kurs einfach mehr oder weniger unverändert weiter laufen lassen, da nichts passiert ist, oder? Und sicher nicht am nächsten Tag zu 4.xx handeln, nur weil zwei oder drei Leute ihre Anrechte eingelöst haben! Das ist für mich unvorstellbar!

Nach meinem Verständnis und meiner Logik müsste es eigentlich so ablaufen:

a) wie viele Aktien werden zu 3.72 neu herausgegeben?

b) wie viele Aktien sind zu x.xx (letzter Kurs) im Umlauf

c) wie hoch ist der Kurs ALLER Aktien, die wir als Gesamtpaket neu herausgeben? Unter der Berücksichtigung, dass die bestehenden Aktien ebenfalls in die neue Preisfindung einfliessen müssen, um die treuen Aktionäre nicht noch mehr zu belasten? (Sonst würde man ja die langjährigen Aktionäre dazu animieren, die "alten" Aktien abzustossen und nur noch die "neuen" zu erwerben! Und das kann doch nicht im Sinne von OC Oerlikon sein!)

Es ist doch immer wieder spannend zu schauen, wie es schlussendlich herauskommt. Ich sage nicht, dass meine Variante stimmt. Für mich ist es einfach logischer so! Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren! Smile Hauptsache, OERL bereitet uns noch viel Freude!

Nein, ich bin mit Deinen Ausführungen nicht einverstanden.

Und leider kommen die Bankberater oft auch nicht draus.

Die Kursturbulenzen gestern haben einfach damit zu tun dass zur Zeit das Angebot von Aktien im freien Umlauf mit rund 4 Millionen stark begrenzt ist und auf Teufel komm raus gezockt wird.

Die Anrechte welche nicht ausgeübt werden, werden von den Banken übernommen und mit Schulden verrechnet, so ist die Durchführung der gesamten KE gesichert. In dem Fall wird für die nicht gewandelten Anrechte keine Entschädigung bezahlt. Die Banken zahlen in dem Fall Oerlikon für jede Aktie die sie aus der KE übernehmen 3.72.

Besser reich und gesund als arm und krank!

Kapitalist
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OC Oerlikon

phlipp wrote:

Kapitalist wrote:
Weshalb kauft Ihr dann keine Anrechte?

berechtigte frage, hab das noch nie gemacht, anrechte gekauft... ok, wenn ich unter oerl1, da steht 1.38 und ich gebe bei kauf zb. 1 aktie ein, dann hätte ich die für 1.38 + 3.72 = 5.10...?

ins depot gebucht werden die dann aber erst am 9.6... korrekt?

Genau und belastet wird sofort 1.38 und am Zahltermin (4. Juni) nochmals 3.72.

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sariv3114
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OC Oerlikon

nana wrote:

und wird der kurs heute wieder explodieren?

Hehee....Nana, du solltest nachts lieber schlafen, statt Dir zuviel Sorgen zu machen.

Der Kurs wird heute nicht explodieren. Eine Situation wie gestern wiederholt sich nicht gleich am nächsten Tag.

Und zweitens wurde der Kurs nicht ausgestoppt, darum dieses unkontrollierte Hinaufschiessen wie beim Flippern.

Cu

Kapitalist
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OC Oerlikon

@bvg75:

Der blau markierte Satz wurde gestern durchgeführt, der rot markierte Satz findet Ende KE statt, falls nicht alle Anrechte ausgeübt werden.

In diesm Artikel ist der ganze Vorgang beschrieben, das kann man gar nicht missverstehen wenn man es genau liest:

"OC Oerlikon: Aktionäre votieren für Sanierungskonzept - Erholung in Sicht (Zus)

18.05.2010 17:55

Luzern (awp) - Der Fortbestand des in finanzielle Turbulenzen geratenen Industriekonzerns OC Oerlikon ist gesichert. Die Aktionäre akzeptierten mit grosser Mehrheit das nach monatelangem Ringen mit den Gläubigern ausgehandelte Sanierungskonzept und verhinderten so eine Bruchlandung.

Das von der Krise geschüttelte Unternehmen verspürt unterdessen erste Anzeichen einer Erholung. Im ersten Quartal 2010 stieg der Umsatz vor allem wegen einer verbesserten Lage in der Textilmaschinensparte. Eine Erholung beim Bestellungseingang macht das Unternehmen in nahezu allen Divisionen aus. Für die Zukunft gibt sich das Management zuversichtlich, sieht sich bei der Sanierung auf Kurs und rechnet mit eine weiter anziehenden Nachfrage.

Einschneidende Massnahmen kommen nun nach den Beschlüssen der Generalversammlung vom Dienstag auf die Anteilseigner zu. "Danke für den schmerzhaften aber weitsichtigen Entschluss", sagte Sanierer und CEO Hans Ziegler. "Wir sind uns der Verantwortung bewusst", ergänzte er.

Denn nun wird der Nennwert der Aktien mittel Kapitalschnitt von 20 auf 1 CHF reduziert. Die Altaktionäre verlieren damit 95% ihres Einsatzes. Pro Aktie erhalten die heutigen OC-Oerlikon-Eigner demnach das Recht, 19 neue Aktien zu je 3,72 CHF zu kaufen. Hauptaktionärin Renova, die rund 45% an OC Oerlikon hält, verpflichtet sich, alle ihre Bezugsrechte auszuüben.

Die Banken dagegen werden jene neuen Aktien zeichnen, deren Bezugsrechte nicht wahrgenommen werden. Der Preis für die neuen Aktien wird dabei mit den Schulden verrechnet, die OC Oerlikon bei den Kreditgebern hat. Auf diese Weise soll rund 1 Mrd CHF in die Konzernbilanz fliessen.

NACH BEINAHE BRUCHLANDUNG FOLGT LEICHTER STEIGFLUG

Erste Anzeichen einer Erholung sind unterdessen im operativen Geschäft spürbar, lediglich die Solarsparte tritt auf der Stelle. Der Konzernumsatz stieg in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahr um 11% auf 705 Mio CHF. Der Betriebsverlust (EBIT) reduzierte sich auf 14 (114) Mio CHF. Unter dem Strich resultierte ein Nettoverlust von 104 Mio CHF, nach einem Minus von 167 Mio CHF im Vorjahreszeitraum.

Der Bestellungseingang erhöhte sich um 64% auf 937 Mio CHF. Bei Textile und Advanced Technologies wurde der Bestellungseingang mehr als verdoppelt. Coating, Vacuum und Drive Systems verzeichneten ebenfalls Zuwächse. Bei Solar fehlten dagegen die Grossaufträge.

Beim Umsatz ist der Textilmaschinenbau das stärkste Zugpferd. Die Sparte steigerte die Verkäufe um rund 48%. Advanced Technologies erwirtschafteten ein Umsatzwachstum von 44%. Coating und Vacuum legten um 12% bzw. 20% zu. Drive Systems verkauften dagegen 20% und die Solarsparte etwa 24% weniger.

Die Unternehmensführung blickt zuversichtlich in die Zukunft. Die meisten Endmärkte verzeichneten derzeit solide Wachstumsraten. Ausnahme seien Dünnschicht-Anwendungen im Solarbereich und landwirtschaftliche Anwendungen bei Drive Systems.

Das Management geht nun weiterhin von einer moderaten Erholung des Geschäftsvolumens und Rückkehr in die operative Gewinnzone (vor Restrukturierungskosten) auf Gruppenstufe in der zweiten Jahreshälfte aus.

GROSSAKTIONÄR VEKSELBERG VERLIERT DAS SAGEN

Die Machtverhältnisse im Verwaltungsrat haben sich mit der jüngsten Generalversammlung verschoben. Die Aktionäre wählten zwei weitere unabhängige Vertreter in den Verwaltungsrat. Damit gibt der russische Grossaktionär Viktor Vekselberg, wie mit den kreditgebenden Banken vereinbart, die Mehrheit im Aufsichtsgremium ab.

Neue Verwaltungsräte werden Wolfgang Tölsner sowie Gerhard Pegam. Nach ihrer Wahl setzt sich der Verwaltungsrat von Oerlikon neu aus sieben Mitgliedern zusammen, von denen vier (neben Tölsner und Pegam auch Kurt Hausheer und Hans Ziegler) als unabhängig gelten und drei (Vladimir Kuznetsov, Urs Meyer und Carl Stadelhofer) die derzeit grösste Aktionärin, Vekselbergs Renova-Gruppe, vertreten.

ps/mk

(Quelle: AWP)"

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Kapitalist
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OC Oerlikon

Aus der heutigen FuW, da kommt die Solarsparte von Oerlikon nicht so gut weg:

"Welche Solaraktien sich durchsetzen

Solaraktien vor Bewährungsprobe

Nachfrage könnte sprunghaft steigen – Solarenergie gleich teuer wie Atomstrom? – Branche im Umbau – Meyer Burger sind attraktiv

Beat D. Hebeisen

Die Nachfrage nach Solarmodulen dürfte in den nächsten Jahren sprunghaft steigen. Verschiedene Technologien verheissen für 2012 bis 2014 das Erreichen der Gridparität. Sobald der Sonnenstrom, ohne staatliche Subventionen, gleich teuer ist wie die Energie aus Atomkraftwerken, werden die Politik und die Elektrizitätswirtschaft dieser einst belächelten Energieform volle Aufmerksamkeit schenken, ist Peter Pauli, CEO von Meyer Burger, überzeugt.

Die Photovoltaik, also die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom, ist eine ideale Ergänzung zu Wasserkraftwerken und AKW. Atomstrom liefert eine stabile Grundauslastung des Stromnetzes. Solarenergie ist ideal, um Tagesspitzen über die Mittagszeit zu decken.

Wettbewerb verändert sich

Das Rennen um die Gridparität wird für die Zulieferer der Industrie zu einer Herausforderung. Das Beispiel Deutschland zeigt, dass einst komfortabel positionierte Unternehmen wie Q-Cells plötzlich ums Überleben kämpfen. Der Grund: Die Wettbewerbsparameter der Industrie verändern sich schnell.

Das zeigt das Beispiel Silizium. Noch vor einem Jahr gab es in der Produktion Engpässe. Entsprechend teuer waren Siliziumzellen. Davon profitierte OC Oerlikon. Der Konzern entwickelte Dünnschichtsolarmodule auf der Basis von Silangas. Mit der Verbilligung des Rohstoffs für kristalline Solarzellen hat sich die Wettbewerbssituation von Oerlikon Solar «markant» verschlechtert, wie CEO Jürg Henz im Gespräch erläutert. Jetzt plant die Gesellschaft per Ende Jahr die Einführung eines Beschichtungsautomaten mit einer Kapazitätssteigerung von 30%. Ob das reicht, ist ungewiss. Das US-Unternehmen First Solar, der Marktleader im Bereich Dünnfilm, plant vergleichbare Verbesserungen.

Die Krux der Branche ist, dass sich mit dem absehbaren Erreichen der Gridparität das Feld der Marktteilnehmer verändert. Neue Anbieter drängen mit neuen Technologien in den Markt. Etablierte Konzerne versuchen, sich durch Übernahmen im neuen Geschäft zu positionieren. Schnell steigende Volumen verlangen andere Managementqualitäten.

Die Schweizer Unternehmen haben in diesem Umfeld unterschiedliche Chancen. Der Drahtsägenhersteller Meyer Burger hat über Akquisitionen Technologiekomponenten dazugekauft. Sofern noch einige technische Verbesserungen in der Zellfertigung sowie die Einführung des Diamantdrahtes gelingen, ist das Unternehmen komfortabel positioniert.

Weniger gut sind die Aussichten von Oerlikon Solar. Hier winkt dann eine Chance, wenn die EU das von First Solar verwendete, hochgiftige Cadmium-Tellurid verbieten sollte. Die auf Montageautomation spezialisierte Komax wiederum verfüge mit dem Stringer X2 über das beste Produkt am Markt, sagt CEO Beat Kälin. In den vergangenen Wochen wurde zudem ein erster Laminator mit einem neuartigen Stapelkonzept verkauft.

Die von der Isolationstechnik her kommende Von Roll hat eine Solarzelle entwickelt, die im Siebdruckverfahren hergestellt wird. Die Module sind leicht, jedoch noch nicht sehr effizient. Das soll bis Ende Jahr korrigiert werden. Weil Von Roll in der Druckpaste auch Cadmium-Tellurid verwendet, könnte sie in der EU ähnliche Probleme bekommen wie First Solar.

Die reinsten Solaraktien sind Edisun Power. Das Unternehmen baut und installiert Solaranlagen, vornehmlich auf Dächern, in Spanien auch auf freiem Feld. Sollte Spanien wegen der Schuldenkrise bereits zugesagte Stromsubventionen streichen, wäre das für Edisun hart.

Gehemmte Entwicklung

Die heikle Wirtschaftslage und die Überschuldung vieler EU-Staaten, aber auch die plötzliche Zurückhaltung von China im Subventionieren der Photovoltaik könnten den Fortschritt der Solarindustrie verzögern, wenngleich wohl nur vorübergehend. Pauli kümmern kurzfristige Szenarien wenig: Die Sonne verfüge über die höchste Energiedichte. Diese gelte es jetzt zu nutzen. In der eigenen Planung rechnet Meyer Burger bereits mit Zellkosten von 50 US-Cent je Watt/Peak.

Aus der Sicht des Investors sind Meyer Burger die attraktivsten Schweizer Solarvaloren. OC Oerlikon sind vor dem Hintergrund der laufenden Restrukturierung nicht verlässlich zu bewerten. Komax gelten in den Augen der Investoren vor allem als Automobilzuliefereraktien. Wenn der Solarjoker sticht, könnte Von Roll ein Kurssprung gelingen."

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ebolsa
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Nennwert Rückzahlung

Weiss jemand, wann der Nennwertrückzahlungbetrag ausbezahlt wird? Da ich nicht mehr liquid bin, möchte ich diesen Betrag teil meinen Anrechten finanzieren.

phlipp
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schon wieder +20%, ist einfach mal nicht normal...

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Black_jack
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oc oerlikon

hab meine aktien so eben mit einem kleinen gewinn hingeschmissen in der hoffnung billiger ran zukommen wann ist es soweit etwa nach der KE?bin diesmal long eingestellt Wink

Kapitalist
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Re: Nennwert Rückzahlung

ebolsa wrote:

Weiss jemand, wann der Nennwertrückzahlungbetrag ausbezahlt wird? Da ich nicht mehr liquid bin, möchte ich diesen Betrag teil meinen Anrechten finanzieren.

Machst Du einen Witz? :oops:

Es gibt kein Geld, im Gegenteil man muss neues Geld einschiessen. Pro alte Aktie muss man 19 x 3.72 einzahlen! Oder Du kannst 19 Anrechte pro alte Aktie am Markt verkaufen.

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nana
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OC Oerlikon

sariv3114

er Explodiert hehheehee

tolggoe28
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OC Oerlikon

Mit viel Glück und wenig Verstand hab ich nun meinen gestrigen Einkauf glatt gestellt. So jetzt kann ich meine Ferien buchen. Lass aber nun die Finger davon. Eigentlich irrwitzig solche Beträge zu bezahlen wenn man das Ganze durch Anrechtskäufe viel billiger haben könnte.

Kapitalist
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OC Oerlikon

Geht nur voll rein, ist wie Poker. Lol

Nicht vergessen: Die letzten beissen dann die Hunde. :oops:

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sariv3114
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OC Oerlikon

nana wrote:

sariv3114

er Explodiert hehheehee

Nana, mag ich Dir gönnen. Wird aber nicht Ausmass von Gestern erreichen (übrigens, Titel wird immer noch nicht ausgestoppt).

Vermute, dass er sich in den nächsten Tagen einpendelt zwischen 6.50 und 7.50.

Cu

burn
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OC Oerlikon

Hallo zusammen

Bin bei swissquote.ch am traden. Habe jetzt zwei verschiedene Positionen (alte Oerlikon Aktien und die Anrechte).

Kann ich jetzt meine "alten" Oerlikon-Aktien normal verkaufen (zum wie ich finde recht hohen Kurs) und verliere die Anrechte nicht?

Müsste doch theoretisch so sein, oder?

Die Bezahlung der Anrechte nimmt Swissquote für mich aus meinem Barbestand vor, nachdem ich diesen Auftrag per Option bestätigt habe, richtig?

Danke und Gruss

burn

Kapitalist
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sariv3114 wrote:

nana wrote:
sariv3114

er Explodiert hehheehee

Nana, mag ich Dir gönnen. Wird aber nicht Ausmass von Gestern erreichen (übrigens, Titel wird immer noch nicht ausgestoppt).

Vermute, dass er sich in den nächsten Tagen einpendelt zwischen 6.50 und 7.50.

Cu

Ev. haben sich ja die Computer die den Handel kontrollieren sollten, selbstständig gemacht und pokern jetzt gegeneinander, so wie beim Kurssturz vor kurzem an NYSE. LolLolLol

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Kapitalist
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OC Oerlikon

burn wrote:

Hallo zusammen

Bin bei swissquote.ch am traden. Habe jetzt zwei verschiedene Positionen (alte Oerlikon Aktien und die Anrechte).

Kann ich jetzt meine "alten" Oerlikon-Aktien normal verkaufen (zum wie ich finde recht hohen Kurs) und verliere die Anrechte nicht?

Müsste doch theoretisch so sein, oder?

Die Bezahlung der Anrechte nimmt Swissquote für mich aus meinem Barbestand vor, nachdem ich diesen Auftrag per Option bestätigt habe, richtig?

Danke und Gruss

burn

Richtig, die Anrechte werden jetzt unabhängig von den Aktien gehandelt.

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Alpha Centauri
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OC Oerlikon

Habe mir das mit den Anrechten auch angeguckt !

Hier die Antwort eines Profis.

Normalerweise wird sich das angleichen.

Nur ist die Verwässerung in Oerlikon durch die Kapitalerhöhung enorm hoch.

Viele Anleger wollen die Kapitalerhöhung nicht mitmachen. Daher ist die

Angebotsseite sehr hoch auf dem Anrecht. Persönlich denke ich, dass

Oerlikon wieder zurück kommt. Aber eben, die Börse ist unberechenbar!

phlipp
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OC Oerlikon

Alpha Centauri wrote:

Habe mir das mit den Anrechten auch angeguckt !

Hier die Antwort eines Profis.

Normalerweise wird sich das angleichen.

Nur ist die Verwässerung in Oerlikon durch die Kapitalerhöhung enorm hoch.

Viele Anleger wollen die Kapitalerhöhung nicht mitmachen. Daher ist die

Angebotsseite sehr hoch auf dem Anrecht. Persönlich denke ich, dass

Oerlikon wieder zurück kommt. Aber eben, die Börse ist unberechenbar!

lustig, lustig, super profi, hier von gestern:

Quote:

25-05-2010 18:12 AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Erneut starke Kursverluste - Defensive stützten

OC Oerlikon zogen am Dienstag mit dem Start der Kapitalerhöhung deutlich an. Nach dem Kapitalschnitt lag der neue Referenzpreis für die Aktie bei 5,53 CHF und für das Bezugsrecht 1,81 CHF. Am Dienstagabend wurden OC Oerlikon bei 7,00 CHF gehandelt. Im Zuge des Bezugsrechtehandels seien bisher nur wenig Anrechte verkauft worden. Dies lasse darauf schliessen, dass die grosse Mehrheit der bestehenden Aktionäre bei der Kapitalerhöhung mitziehe, sagten Marktbeobachter.

"Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage"

Alpha Centauri
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OC Oerlikon

Nur, dass bei Dir genau das Gegenteil steht und wenn es natürlich im Internet publiziert wird, selbstverständlich zu 100% richtig ist und ein Profi der in der Research Abteilung arbeitet und sich täglich mit so Sachen befasst selbstverständlich falsch liegen muss.

Alpha Centauri
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OC Oerlikon

Heute wurden schon über 1'800'000 Anrechte gehandelt, was bei Deinem Artikel zusätzliche Zweifel aufkommen lässt.

Manitou
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Bezugsrechte

Wenn ich heute 1700 OERL1 Bezugsrechte kaufe, kann ich dan oder muss ich dan am 4. Juni 1700 OCN Aktien zu 3.78 kaufen?

bvg75
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OC Oerlikon

burn wrote:

Hallo zusammen

Bin bei swissquote.ch am traden. Habe jetzt zwei verschiedene Positionen (alte Oerlikon Aktien und die Anrechte).

Kann ich jetzt meine "alten" Oerlikon-Aktien normal verkaufen (zum wie ich finde recht hohen Kurs) und verliere die Anrechte nicht?

Müsste doch theoretisch so sein, oder?

Die Bezahlung der Anrechte nimmt Swissquote für mich aus meinem Barbestand vor, nachdem ich diesen Auftrag per Option bestätigt habe, richtig?

Danke und Gruss

burn

Ja, das ist korrekt so! Wenn ich noch alte Aktien hätte, dann würde ich die momentan viel zu hohen Kurse als Verkaufsgelgenheit nutzen, die Anrechte aber auf jeden Fall behalten und einlösen, sofern genügend Barmittel vorhanden sind! Smile

bvg75
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Re: Bezugsrechte

Manitou wrote:

Wenn ich heute 1700 OERL1 Bezugsrechte kaufe, kann ich dan oder muss ich dan am 4. Juni 1700 OCN Aktien zu 3.78 kaufen?

Du musst nur so viele Anrechte ausüben, wie du magst. Wenn du jetzt schon weisst, dass du einen Teil nicht ausüben wirst, dann verkaufe diese Anrechte unbedingt über den Markt! Sonst verlierst du dieses Geld!

harosher
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OC Oerlikon

hmm, habe heute meine Aktien von gestern EP 5.80 zu 7.90 verkauft.

...mit dem Gewinn nun Anrechte gekauft und werde diese auch ausüben Wink

Manitou
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@bvg75

Wie funktioniert die Ausübung?

Ich bin bei Swissquote, mir wurde von Swissquote gesagt, dass ich den Auftrag erteilen muss um diese Aktien zu kaufen.

Nur wie funktioniert das genau? Wie muss ich Bezugnehmend auf meine Anrechte den Auftrag an Swissquote erteilen?

Buffet
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OC Oerlikon

Alpha Centauri wrote:

Heute wurden schon über 1'800'000 Anrechte gehandelt, was bei Deinem Artikel zusätzliche Zweifel aufkommen lässt.

Das sind 100000 alte Aktie von 14,5 Millionen :roll:

bvg75
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Re: @bvg75

Manitou wrote:

Wie funktioniert die Ausübung?

Ich bin bei Swissquote, mir wurde von Swissquote gesagt, dass ich den Auftrag erteilen muss um diese Aktien zu kaufen.

Nur wie funktioniert das genau? Wie muss ich Bezugnehmend auf meine Anrechte den Auftrag an Swissquote erteilen?

Einfach ein Telefon an 0848 25 88 88 und mittelien, wie viele Anrechte du ausüben möchtest. Fertig! Den Rest erledigt Swissquote Smile Ist wirklich keine Hexerei! Aber es muss gemacht werden!!

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