Panalpina (PWTN)

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Panalpina spürt schrumpfenden Öl- und Gasmarkt
21.04.2016 08:45

(Mit weiteren Details ergänzt zu den Geschäftsbereichen)

Basel (awp) - Der Logistikdienstleister Panalpina hat im ersten Quartal 2016 weniger umgesetzt und verdient. Belastet wurde das Geschäft von dem weiter rückläufigen Öl- und Gasgeschäft. Die Transportvolumen des Unternehmens haben in der Luftfracht zugenommen, sanken jedoch in der Seefracht. Das frühere Sorgenkind Logistik schrieb erneut einen operativen Gewinn.

Wie Panalpina am Donnerstag mitteilte, verblieb vom Nettoumsatz in Höhe von 1,31 Mrd CHF (-13%) ein um 1,9% tieferer Bruttogewinn von 364,9 Mio CHF. Letztere Kennzahl besitzt mehr Aussagekraft, weil sie um die volatilen Frachtraten bereinigt ist. Währungsbereinigt wäre der Bruttogewinn gar nur um 0,2% geschrumpft.

Trotz einer tieferen Kostenbasis resultiert beim Betriebsergebnis auf Stufe EBIT ein Minus von 5% auf 24,0 Mio CHF und beim Reingewinn von 12% auf 17,3 Mio. Deutlich hochgegangen ist derweil der Free Cash Flow mit 44,7 Mio CHF, gegenüber 27,5 Mio ein Jahr zuvor.

Die als operative Messgrösse geltende EBIT/Bruttogewinn-Marge erreichte 6,6%, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Mit diesen Zahlen hat Panalpina die Markterwartungen verfehlt.

Panalpina-CEO Peter Ulber scheint trotzdem zufrieden: "In den ersten drei Monaten des Jahres ist es uns gelungen, die tieferen Transportvolumen im Öl- und Gasgeschäft auszugleichen. Die positive Geschäftsentwicklung in allen anderen Bereichen sowie die schnelle Anpassung unserer Kostenbasis machten dies möglich", lässt sich dieser in der Mitteilung zitieren.

MEHR IN DER LUFT ALS ZUR SEE

Panalpinas Paradedisziplin war im Berichtsquartal die Luftfracht, wo das Unternehmen die Volumen um 5% steigern konnte. Der Gesamtmarkt sei dagegen um geschätzte 3% geschrumpft. Zwar seien die Volumen im Öl- und Gasgeschäft "substanziell" zurückgegangen, in allen anderen Industrien seien sie hingegen gewachsen.

Weil aber der Überschuss pro zur Luft beförderter Tonne um 5% auf 688 CHF zurückging, stagnierte der Bruttogewinn trotz höherer Volumen bei 148,6 Mio CHF. Das Segment erzielte einen 9% tieferen EBIT von 17,8 Mio, die EBIT/Bruttogewinn-Marge nahm um 1,2 Prozentpunkte auf 12,0% ab.

Signifikant tiefere Volumen im Öl- und Gasgeschäft und ein ausgelaufener Grossauftrag liessen Panalpinas Seefrachtvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 10% abnehmen. Zum Vergleich dazu sei der Gesamtmarkt um rund 1% geschrumpft.

Den Bruttogewinn pro Standardcontainer konnte das Unternehmen jedoch um 10% auf 339 CHF erhöhen, was in der Seefracht zu einem stabilen Bruttogewinn von 118,1 Mio CHF geführt habe. EBIT und EBIT/Bruttogewinn-Marge blieben knapp stabil mit 4,3 Mio, beziehungsweise 3,7%.

In der Logistik verzeichnete Panalpina das fünfte positive Quartal in Folge auf Stufe EBIT, was dem fortgesetzten Rückzug aus unprofitablen Anlagen zuzuschreiben sei. Konkret nahm zwar der Bruttogewinn in der Logistik um 6% auf 98,2 Mio CHF ab, aber der EBIT um 0,6 Mio auf 1,8 Mio CHF zu.

ZURÜCKHALTENDER AUSBLICK

"Die schwierige Vergleichsbasis aufgrund des Rückgangs im Öl- und Gasgeschäft wird auch noch im zweiten Quartal vorhanden sein, aber wir haben gezeigt, dass wir weiterhin profitabel sein und den Sturm überstehen können", erklärt CEO Ulber mit Blick nach vorne.

Ungeachtet der aktuellen Marktsituation blieben aber die Dienstleistungen für die Kunden aus dem Öl- und Gassegment ein zentrales Angebot von Panalpina. Gleichzeitig werde man aber den Geschäfts- und Produktemix weiter ausbalancieren.

ra/gab

(AWP)

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Blaues Hufeisen
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25.07.2016 | 08:53#PANALPINA – Zwei Kurszielerhöhungen!

(wirtschaftsinformation.ch) – Nach der Vorlage der Quartalszahlen hat die US-Bank Goldman Sachs reagiert und das Kursziel für die Aktie des Logistikkonzerns PANALPINA (CHF 130.50) von 123 auf 129 erhöht. Da der zuständige Analyst aktuell kein Kurspotenzial sieht, lautet die Einstufung „Neutral“. Zuversichtlicher gibt sich das kanadische Finanzhaus RBC. Lag das Kursziel zuvor bei CHF 115, wurde es heute Morgen auf CHF 135 erhöht. Die Einstufung lautet „Outperform“. Im aktuellen Kommentar steht, dass die Aktie zwar ein gewisses Risiko aufweise, angesichts des erneut gestiegenen Gewinns aber zunehmend attraktiver werde. Verwiesen wird auf den starken Cashflow, die steigende Dividendenrendite sowie das Aufwärtspotenzial bis Ende 2018.

 

iruch
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Panalpina bleibt eine «Baustelle» - Aktie fällt

Nach schwachen ersten drei Monaten stellte Panalpina für das zweite Quartal eine Margenbelebung in Aussicht. Nun krebst das Luftfrachtunternehmen zurück. Folglich gerät die Aktie im frühen Handel unter Druck.

https://www.cash.ch/news/top-news/gewinnwarnung-panalpina-bleibt-eine-baustelle-aktie-faellt-1076444

https://www.cash.ch/news/top-news/transport-und-logistik-panalpina-erwartet-weniger-gewinn-1076355

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Panalpina büsst 2016 an Profitabilität ein - Dividende wird erhöht
02.03.2017 08:01

Basel (awp) - Der Transport- und Logistikkonzern Panalpina hat im Geschäftsjahr 2016 bei rückläufigem Umsatz klar weniger verdient. Dies ist vor allem auf eine im zweiten Quartal vorgenommene Rückstellung zurückzuführen. Aber auch unter Ausklammerung des Effekts haben die Basler an Profitabilität eingebüsst. Die Dividende wird allerdings erhöht.

Der Nettoumsatz ging wenig überraschend um 11% auf 5,20 Mrd CHF zurück, nachdem bereits nach den ersten neun Monaten ein Minus von rund 12% resultiert hatte. Die relevantere Kennzahl ist allerdings der um die volatilen Frachtraten bereinigte Bruttogewinn. Hier zeigt sich mit -3,3% auf 1,42 Mrd eine weniger ausgeprägte Abnahme. Im Zeitraum von Januar bis September resultierte ein Rückgang um 1,4%.

Beim Ergebnis auf Stufe EBIT resultiert ein Rückgang um knapp ein Drittel auf 82,0 Mio CHF und auf Stufe Reingewinn von 41% auf 52,3 Mio, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

"2016 war ein sehr herausforderndes Jahr", wird Konzernchef Stefan Karlen zitiert. "Viel tiefere Volumen aus dem Öl- und Gassektor hatten zur Folge, dass wir diesen Teil unseres Geschäfts im ersten Halbjahr restrukturieren mussten. In der zweiten Jahreshälfte führten der Kollaps von Hanjin und eine sehr ausgeprägte Peak Season zu Kapazitätsengpässen und stark ansteigenden Frachtraten, was unsere Margen unter Druck setzte."

Mit den vorgelegten Zahlen hat Panalpina die Markerwartungen beim Nettoumsatz und Bruttogewinn erfüllt, bei den Gewinnzahlen jedoch klar verfehlt. Analysten hatten im AWP-Konsens mit einem Nettoumsatz von 5,19 Mrd CHF, einem Bruttogewinn von 1,44 Mrd, einem EBIT von 89,0 Mio und einem Reingewinn von 62,6 Mio CHF gerechnet.

Der ausgeprägte Gewinnrückgang ist vor allem mit einer im zweiten Quartal vorgenommenen Rückstellung über 26 Mio CHF für Restrukturierungen im Öl- und Gasgeschäft zu erklären. Das Unternehmen weist deswegen die Gewinnzahlen unter Einschluss sowie unter Ausklammerung (adjusted bzw. bereinigt) dieses Effekts aus. Letzteres, um eine bessere Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten zu ermöglichen. Adjustiert um diesen Effekt kam der EBIT bei 109,9 Mio CHF (-6,2%) und der Reingewinn bei 80,2 Mio (-9,1%) zu liegen.

Den Aktionären soll eine höhere Dividende von 3,75 CHF je Anteil nach 3,50 CHF im Jahr zuvor ausgeschüttet werden. Damit zeigt sich der Verwaltungsrat grosszügiger als erwartet: Analysten hatten im Durchschnitt mit einer Dividende von 3,52 CHF gerechnet.

Im Geschäftsjahr 2017 seien die Erträge im Januar und Februar weiter unter Druck geblieben und es wird davon ausgegangen, dass das erste Quartal hinter dem Vorjahresquartal zurückbleiben wird. "Obwohl 2017 mit grossen politischen und makroökonomischen Unsicherheiten verbunden sein wird, halten wir an unseren langfristigen Zielen fest und sind überzeugt, dass wir die Kosten stabil halten und so das Geschäft für Volumenwachstum positionieren können", so Karlen. Panalpina erwartet, dass die Luft- und Seefrachtmärkte 2017 um 2% wachsen werden.

cp/dm

(AWP)

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Panalpina verpasst praktisch

Panalpina verpasst praktisch alle Prognosen

Der Transport- und Logistikkonzern Panalpina hat im zweiten Quartal besser abgeschnitten als in der entsprechenden Periode in 2016. Die Markterwartungen haben die Basler aber fast auf allen Stufen verfehlt.

20.07.2017 07:56

Das Vorjahresresultat wurde allerdings von einem Rücksteller für Restrukturierungen im Öl- und Gasgeschäft stark belastet. Wird dieser Effekt für eine bessere Vergleichbarkeit ausgeklammert, zeigt sich ein etwas anderes Bild.

Der Nettoumsatz von Panalpina stieg von April bis Juni um 5,1% auf 1,35 Mrd CHF. Der um die volatilen Frachtraten bereinigte und deshalb aussagekräftigere Bruttogewinn sank hingegen um 8,4% auf 340,4 Mio, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT jedoch verbesserte sich mit 25,6 Mio deutlich gegenüber den 10,7 Mio im Vorjahr. Bereinigt man das Ergebnis um den eingangs erwähnten Sondereffekt, resultiert jedoch ein Rückgang um knapp ein Drittel. Unter dem Strich verblieben 17,6 Mio CHF nach 4,5 Mio im Vorjahr.

Prognosen verpasst

Die Markterwartungen haben die Basler fast auf allen Stufen verfehlt, wobei die Schätzungen bei den Gewinnzahlen sehr weit auseinandergingen. Analysten hatten im AWP-Konsens den Nettoumsatz auf 1,32 Mrd CHF, den Bruttogewinn auf 355 Mio, den EBIT auf 27,8 Mio und den Reingewinn auf 19,7 Mio CHF veranschlagt.

"Dank striktem Kostenmanagement verbesserten wir das Betriebsergebnis vom ersten zum zweiten Quartal und kehrten in der Seefracht im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurück", wird CEO Stefan Karlen in der Mitteilung zitiert. "Mit der erfolgreichen Einführung unseres neuen IT-Systems im Schlüsselmarkt Deutschland gewann auch unser Transformationsprogramm im operationellen Bereich weiter an Fahrt."

Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich Karlen in der Mitteilung zuversichtlich, "dass wir in der Seefracht die Profitabilität pro transportierte Einheit in der zweiten Jahreshälfte verbessern können". In der Luftfracht werde diese aber weiter unter Druck bleiben. "Deshalb werden wir uns auf das konzentrieren, was wir direkt beeinflussen können, namentlich die Kosten sehr wirksam zu kontrollieren und unser Transformationsprogramm voranzutreiben."

(AWP)

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Panalpina übernimmt zwei

Panalpina übernimmt zwei Firmen in Belgien

Panalpina geht erneut auf Einkaufstour. Das Unternehmen übernimmt die belgischen Firmen Adelantex und AD Handling, die auf die Abfertigung von importierten Frischwaren in Brüssel, Lüttich und Ostende spezialisiert sind.

19.12.2017 07:57

Dies teilt Panalpina am Dienstag mit. Die Akquisition folgt auf ähnliche Transaktionen in Deutschland und den Niederlanden im September dieses Jahres. Ziel der Transaktion in Belgien sei die Stärkung von Panalpinas Perishables Network für verderblich Waren in Europa und der Ausbau des Angebots für globale End-to-End-Lösungen für Frischwaren, heisst es weiter. Im schnell wachsenden Segment für verderbliche Waren will die Basler Gruppe bis 2020 Marktführer werden.

Zur Übernahme teilte Panalpina mit, man werde die beiden belgischen Unternehmen "unter den üblichen Bedingungen" übernehmen. Die Parteien hätten am 18. Dezember 2017 eine entsprechende Vereinbarung getroffen.

Mit jeweils einer Präsenz in Brüssel und Lüttich fertige Adelantex pro Jahr rund 75'000 Tonnen Luftfrachtimporte ab, kümmere sich um die Bodenabfertigung am Flughafen Brüssel sowie um die Zollabwicklung und Weiterverteilung in Europa. Die 46 Mitarbeitenden der Firma würden auf dem ganzen Kontinent rund 200 Kunden, die Früchte, Gemüse, Blumen, Fisch und Pflanzen nach Europa importieren, bedienen.

"Die Bodenabfertigung von Adelantex in Brüssel ist erstklassig und könnte als Modell für ähnliche Operationen in anderen Ländern dienen", wird CEO Stefan Karlen in der Meldung zur Übernahme zitiert.

Wachstumsmarkt

Das Geschäft mit leicht verderblichen Waren entwickelt sich viel dynamischer als der globale Warenhandel und ist noch dazu ein riesiger Markt. Dieser wächst gegenwärtig stabil mit 8 bis 10% jährlich und weist wenig Volatilität auf, wie die Zürcher Kantonalbank unlängst in einer Studie geschrieben hatte.

Nicht nur die Basler wollen ein Stück von dem Kuchen haben. Im Sommer hatte die Innerschweizer Konkurrentin Kuehne+Nagel ebenfalls in diesem Segment zugekauft (Commodity Forwarders). Doch auch Panalpina hat sich auf die Fahnen geschrieben, bis 2020 die "bevorzugte Anbieterin von Logistiklösungen" für leicht verderbliche Waren zu sein.

(AWP)

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Panalpina schreibt mehr

Panalpina schreibt mehr Gewinn im ersten Quartal

Der Transport- und Logistikkonzern Panalpina hat im ersten Quartal 2018 mehr Nettoumsatz erzielt und auch den um volatile Frachtraten bereinigten und deshalb aussagekräftigeren Bruttogewinn steigern können.

19.04.2018 07:32

Auch unter dem Strich schaute im Vergleich zur Vorjahresperiode ein höherer Gewinn heraus. Sorgen bereitet allerdings weiterhin die Seefrachtsparte, die erneut nicht aus den roten Zahlen herausgefunden hat.

Konkret stieg der Nettoumsatz von Januar bis März um 11 Prozent auf 1,41 Milliarden Franken, während der Bruttogewinn ebenfalls um 11 Prozent auf 370,7 Millionen zulegte, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Beim Betriebsergebnis auf Stufe EBIT resultierte derweil ein Plus von 49 Prozent auf 24,4 Millionen Franken und beim konsolidierten Reingewinn eines von 34 Prozent auf 16,6 Millionen Franken.

Die in der Branche wichtige Konversionsmarge, die das Verhältnis zwischen EBIT und Bruttogewinn ausdrückt und als wichtige Profitabilitätskennzahl gilt, legte somit auf 6,6 Prozent zu nach 4,9 Prozent in der Vorjahresperiode.

"Der Start ins 2018 war ermutigend. Die Profitabilität pro transportierte Einheit nahm sowohl in der Luft- als auch Seefracht zu", wird CEO Stefan Karlen in der Meldung zu den Zahlen zitiert.

Mit den vorgelegten Zahlen gelingt es der Konzernleitung die Markterwartungen bei den meisten Kennzahlen zu übertreffen. Beim Reingewinn waren Analysten allerdings im Schnitt von einem etwas höheren Wert ausgegangen. Konkret hatten sie gemäss dem AWP-Konsens den Nettoumsatz auf 1,38 Mrd Franken, den Bruttogewinn auf 349,7 Millionen, den EBIT auf 24,4 Millionen und den Reingewinn auf 17,8 Millionen Franken veranschlagt.

Seefrachtsparte bleibt das Sorgenkind

Nach Sparten betrachtet gelang Panalpina im profitablen Luftfrachtgeschäft ein Wachstum der Volumen von 3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Bruttogewinn pro Tonne um 19 Prozent auf 739 Franken zu. Der EBIT in der Luftfracht erhöhte sich auf 26,9 Millionen Franken von 17,1 Millionen im ersten Quartal 2017. Die Konversionsmarge der Sparte belief sich somit auf 15,1 Prozent - im Vergleich zum Vorjahreswert von 11,8 Prozent eine klare Verbesserung.

Im Gegensatz zur Luftfracht ist das Seefrachtgeschäft das Sorgenkind von Panalpina - was sich auch im ersten Quartal 2018 erneut zeigte. So verzeichnete die Sparte einen Verlust auf Stufe EBIT von 5,8 Millionen Franken, verglichen mit einem Verlust von 3,2 Millionen Franken ein Jahr zuvor. Hintergrund ist ein Rückgang von Panalpinas Seefrachtvolumen im Vergleich zum Vorjahr von 4 Prozent, da ein Grossauftrag nicht weitergeführt werden konnte.

In der Logistik nahm der Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf 84,0 Millionen Franken zu. Der EBIT erreichte in den ersten drei Monaten 3,4 Millionen Franken, verglichen mit 2,4 Millionen in der Vorjahresperiode.

Fokussierung auf Profitabilität bei Seefracht

Im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr äussert sich Panalpina zu den einzelnen Segmenten. "Die globale Nachfrage nach Luftfracht bleibt ausgeprägt und die Carriers haben begonnen, die Raten substanziell anzuheben", wird CEO Karlen zitiert. Und weiter: Mit Blick auf eine Sommersaison, die wieder betriebsamer als normal sein könnte, werden wir bei der Weitergabe dieser Mehrkosten sehr diszipliniert sein müssen."

Ebenfalls gibt das Unternehmen einen konkreten Kommentar zur Seefracht ab. Hier liege der Fokus auf der Verbesserung der Profitabilität. In der Logistik schliesslich habe man bedeutende Investitionen getätigt und sei nun in einer guten Position, um während des Jahres in dem Bereich zu wachsen.

Konkretere Ziele für 2018 stehen in der Mitteilung keine. Allerdings hatte das Unternehmen schon früher welche genannt. Im Gesamtjahr 2018 wolle Panalpina stärker zulegen als der Markt, der sowohl in der Luftfracht als auch in der Seefracht um 3 bis 4% wachsen dürfte, hatte es damals geheissen.

(AWP)

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Zyndicate
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Panalpina ist weiter auf

Panalpina ist weiter auf Einkaufstour

Der Frachtspediteur Panalpina kündigte am Mittwoch die Übernahme der argentinischen Newport Cargo mit 42 Mitarbeitenden an.

14.06.2018 07:01

Die Gesellschaft mit Sitz in Buenos Aires ist nach Angaben von Panalpina eine Frischwarenspezialistin sowie Marktführerin in der Luftfracht. Newport Cargo fertige jährlich 24'000 Tonnen Luftfracht ab.

Newport Cargo exportiere Fisch und Früchte in die USA, wo das Unternehmen eine starke Kundenbasis habe. Panalpina importiere derweil traditionell Hightech- und Konsumgüter nach Argentinien. Mit dieser Akquisition, über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart, werde sich Panalpinas Belegschaft in Argentinien nun fast verdoppeln.

In dem schnell wachsenden Segment für verderbliche Waren wollen die Basler bis 2020 Marktführer werden.

(AWP)

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Blaues Hufeisen
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Baader Helvea erhöht auf Buy

31.07.2018 | 08:51

#PANALPINA – Baader Helvea erhöht auf Buy!

(wirtschaftsinformation.ch) – Im Rahmen einer Branchenstudie hat das Finanzhaus Baader Helvea heute Morgen die Einstufung von PANALPINA (CHF 139.50) von „Neutral“ auf „Buy“ und das Kursziel von CHF 125 auf CHF 160 erhöht. Der Logistiker befinde sich nun im letzten Drittel der Restrukturierungsphase, schreibt der zuständige Branchenanalyst. Seiner Ansicht nach werden die nächsten zwei Jahre darüber entscheiden, ob die Restrukturierung ein Erfolg war oder ob PANALPINA gezwungen sein wird, sich einen Partner zu suchen. Derzeit setzt der Studienverfasser auf das erste Szenario. Weiter verfüge PANALPINA über eine solide Bilanz und weise eine respektable Free-Cash-Flow-Generierung auf. Die Implementierung des SAP-TM-Systems funktioniere in den USA gut. In diesem und im nächsten Jahr werde die Implementierung in China zur Hauptaufgabe.

Zyndicate
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Panalpina wächst im Halbjahr

Panalpina wächst im Halbjahr - Sorgen vor geopolitischen Spannungen

(Zusammenfassung) - Der Transport- und Logistikkonzern Panalpina bleibt auf Kurs: Die Gruppe wuchs im ersten Halbjahr zweistellig und verdiente mehr als noch vor Jahresfrist. Sorgen bereiten dem weltweit agierenden Unternehmen die zunehmenden geopolitischen Spannungen.

17.07.2018 11:27

In der ersten Jahreshälfte kletterte der Umsatz laut Angaben vom Dienstag um elf Prozent auf 2,92 Milliarden Franken. Und auch den um volatile Frachtraten bereinigten und deshalb aussagekräftigeren Bruttogewinn vermochte Panalpina um elf Prozent zu steigern. Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet.

Das höhere Geschäftsvolumen machte sich im Ergebnis bemerkbar: Der operative Gewinn EBIT nahm um nicht ganz einen Drittel auf 54,7 Millionen Franken zu, und der Konzerngewinn kletterte um einen Fünftel auf 36,1 Millionen.

Besserung in der Seefracht

Konzernchef Stefan Karlen zeigte mit dem Erreichten zufrieden: Panalpina sei auf Kurs. Dank einer strengen Kostenkontrolle und sich erholenden Volumen habe auch die Seefracht im zweiten Quartal wieder die Gewinnzone erreicht, wird der CEO in der Mitteilung zitiert.

Tatsächlich wies die Seefracht-Sparte im zweiten Quartal mit 0,3 Millionen Franken erstmals nach drei verlustbringenden Perioden in Folge wieder einen positiven EBIT aus. Im Halbjahr verblieb jedoch ein Verlust von 5,5 Millionen. Besserung verspricht sich Panalpina vom IT-Abwicklungssystem SAP TM, das schrittweise eingeführt wird.

Panalpinas Seefracht-Sparte macht seit letztem Herbst der Verlust eines Grossauftrags zu schaffen. Während die Frachtvolumen zur See weltweit um drei bis vier Prozent wachsen, ging es bei Panalpina in diesem Jahr um drei Prozent nach unten. Panalpina dürfte auch künftig langsamer als der Markt wachsen, blickt die Firma nach vorne.

Steigende Luftfracht-Marge

Besser läuft es in der Luftfracht: Dort wuchs Panalpina im Volumen mit drei Prozent nur leicht schwächer als der Markt. Der Bruttogewinn pro Tonne nahm in der Luftfracht im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent zu. Und die die EBIT-Marge zum Bruttogewinn, auch Konversionsmarge genannt, erhöhte sich um 1,8 Punkte auf 15,1 Prozent.

Der kleinste Bereich Logistik, in dem beispielsweise die Lagerhaltung von Waren und das Management der Warenströme angeboten wird, steuerte 169 Millionen Franken zum Bruttogewinn bei. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von drei Prozent.

Zukauf in Südafrika

Im weiteren Jahresverlauf zielt Panalpina auf ein beschleunigtes Wachstum sowohl in der Luft- als auch in der Seefracht ab. Allerdings sei der Vergleich mit dem Rekordjahr 2017 schwierig, warnt die Gruppe. Sorgen bereiten dem Management auch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Gleichzeitig arbeite Panalpina daran, die Organisation robuster und effizienter zu machen.

Gleichzeitig hat Panalpina in Südafrika zugekauft. Die Gruppe kündigte die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der südafrikanischen Frischwarenspezialistin Skyservices an. Die Gesellschaft betreibt mit 52 Angestellten zwei Lagerhäuser an den internationalen Flughäfen Johannesburg und Kapstadt.

An der Börse haben die Aktien in einer ersten Reaktion positiv auf die Zahlenpublikation reagiert und an Wert zugelegt. Positiv erwähnten Analysten vor allem die Verbesserungen in der Seefracht. Sie verwiesen aber auch auf die vom Management abgegeben Warnsignale mit Blick auf die internationalen Spannungen. Im Handelsverlauf drehte der Kurs der Aktie ins Minus; aktuell büsst sie in einem ebenfalls nachgebenden Gesamtmarkt 1,2 Prozent ein.

mk/ra

(AWP)

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Panalpina verfehlt die

Panalpina verfehlt die Erwartungen

Panalpina hat im dritten Quartal den Umsatz gesteigert, bei der Profitabilität die Werte des Vorjahres jedoch verfehlt.

25.10.2018 08:06

Die Erwartungen der Analysten verfehlte das Basler Unternehmen damit klar. Immerhin verblieb die zuletzt vom Verlust eines Grossauftrags belastete Seefracht-Sparte im zweiten Quartal in Folge über der Gewinnschwelle.

Konkret stieg in den Monaten Juli bis September der Nettoumsatz der Panalpina-Gruppe um gut 6 Prozent auf 1,53 Milliarden Franken, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Den um volatile Frachtraten bereinigten und deshalb aussagekräftigeren Bruttogewinn vermochte das Unternehmen um ebenfalls knapp 6 Prozent auf 371,9 Millionen zu steigern.

Nicht zulegen konnte Panalpina allerdings bei den Profitabilitätskennzahlen. Beim Betriebsergebnis EBIT resultierte ein Minus von gut 5 Prozent auf 28,5 Millionen Franken. Unter dem Strich ging der Reingewinn des Unternehmens gar um fast 20 Prozent auf 14,9 Millionen zurück. Damit hat Panalpina die Erwartungen der Analysten auf allen Stufen verfehlt, besonders deutlich beim Reingewinn. Laut AWP-Konsens wurde dieser bei 24,0 Millionen erwartet.

«Makroökonomischen Unsicherheiten»

Die makroökonomischen Unsicherheiten im dritten Quartal hätten in Luft- und Seefrachtmärkten resultiert, die nicht so stark waren wie prognostiziert, wurde CEO Stefan Karlen zitiert. "Wir sahen einen Markt, in dem die Hochsaison in der Seefracht schwächer ausfiel als vorhergesehen." Die Luftfrachtraten seien angestiegen, was sich wie erwartet auf die Margen ausgewirkt habe. Insgesamt habe man sich aber behauptet, so Karlen.

Auf Basis der ersten neun Monate sehen die Zahlen des laufenden Geschäftsjahres - vor allem im Bezug auf die Profitabilität - etwas besser aus. So wuchs der Bruttogewinn der Gruppe um 9 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken, während die EBIT-Marge zum Bruttogewinn um 0,5 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent verbessert werden konnte.

Im profitablen Luftfrachtgeschäft nahmen Panalpinas Volumen in den ersten neun Monaten des Jahres um 4 Prozent zu, gleich wie der Markt mit einem geschätzten Wachstum von ebenfalls 4 Prozent. Im Gegensatz dazu nahmen die Volumen in der Seefracht ab. Von Januar bis September 2018 gingen sie um 2 Prozent zurück, während der Markt um insgesamt 3 Prozent wuchs. Immerhin lag die Seefracht im dritten Quartal in den schwarzen Zahlen.

«Minutiöse Vorbereitung»

Für den weiteren Jahresverlauf warnte Panalpina vor den makroökonomischen und politischen Unsicherheiten. Aufgrund dieser sei es schwierig, die Dynamik der Hochsaison in der Luftfracht und die Auswirkungen auf Raten und Volumen präzise vorherzusagen.

Man habe sich jedoch "minutiös vorbereitet", indem man die Kapazität für die Kunden gesichert und Vorbereitungen am Boden an strategisch wichtigen Flughäfen getroffen habe, wird CEO Karlen zitiert. In der Seefracht wolle man sich derweil weiter auf die Verbesserung der Profitabilität pro transportierte Einheit konzentrieren.

(AWP)

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US-Bank wettet auf einen

US-Bank wettet auf einen Verkauf von Panalpina

Eine US-Investmentbank rät bei der Aktie des Luftfrachtspezialisten Panalpina neuerdings zum Einstieg und schürt damit Übernahmespekulationen. Die Panalpina-Aktie haussiert im vorbörslichen Handel.

26.11.2018 08:31

Von Lorenz Burkhalter

Seit letzter Woche ist bekannt, dass sich Verwaltungsratspräsident Peter Ulber beim Luftfrachtspezialisten Panalpina nicht mehr zur Wiederwahl stellen wird. Das weckte flugs Übernahmefantasien, weil Ulber als Vertreter des Ankeraktionärs Ernst-Göhner-Stiftung als vehementer Verfechter eines Alleingangs des Unternehmens galt.

Alleine schon die Wahrscheinlichkeit, dass sich Panalpina in Zukunft aktiver am Konzentrationsprozess in der Transportindustrie beteiligen könnte, bescherte der Aktie in den letzten vier Handelstagen einen Kursanstieg um fast 13 Prozent.

Eine Empfehlung mit Wett-Charakter

Aus Sicht der US-Investmentbank Jefferies ist damit das Ende der Fahnenstange allerdings noch immer nicht erreicht. Sie stuft die Panalpina-Aktie am frühen Montagmorgen mit einem neu 150 (zuvor 120) Franken lautenden Kursziel von "Hold" auf "Buy" herauf. Im vorbörslichen Handel legt die Panalpina-Aktie über 7 Prozent zu.

Die Panalpina-Aktie (rot) im Einjahresvergleich mit der Aktie von Kühne+Nagel (grün) (Quelle: www.cash.ch)

Der für Jefferies tätige Analyst macht denn auch kein Geheimnis daraus, dass die Kaufempfehlung eine Wette auf einen Verkauf von Panalpina an einen Konkurrenten ist. Er begründet sowohl die Heraufstufung als auch die Kurszielerhöhung mit der Berücksichtigung einer Übernahmeprämie von 25 Prozent. Dem Analysten zufolge ist Panalpina als alleinstehendes Unternehmen nur etwa 120 Franken je Aktie wert. Genau dort liegt das frühere Kursziel.

Kühne+Nagel signalisiert Gesprächsbereitschaft

Wurde in den letzten Jahren vor allem ausländischen Konkurrenten ein Interesse an Panalpina nachgesagt, so kommt mit Kühne+Nagel neuerdings ein weiterer möglicher Käufer ins Spiel. Man sei bereit, auch bei grösseren Akquisitionen aktiv zu werden, wenn sich bestimmte Konstellationen ergeben würden, so liess Konzernchef Detlef Trefzger gegenüber der Wirtschaftszeitung "Finanz und Wirtschaft" durchblicken. Auf eine Übernahme von Panalpina angesprochen, signalisierte Trefzger zwar Gesprächsbereitschaft, schloss eine feindliche Übernahme jedoch aus (cash berichtete).

Dass Kühne+Nagel in Verbindung mit Panalpina gebracht wird, ist nicht neu. In einer Branchenstudie schrieb die Berenberg Bank schon im Mai dieses Jahres, dass Kühne+Nagel mit einer Übernahme von Panalpina quasi über Nacht zum führenden Luftfrachtanbieter aufsteigen und die Stellung als Nummer zwei in der Seefracht beträchtlich stärken würde. Der Studienautor schätzte die Kostensynergien zwischen den beiden Unternehmen damals auf bis zu 300 Millionen Franken. Mit anderen Worten: Kühne+Nagel könnte den Panalpina-Aktionären einen Aufschlag von 30 Prozent bezahlen und käme trotzdem noch immer in den Genuss einer prozentual zweistelligen Gewinnverdichtung (cash berichtete).

Panalpina-Aktie seit Jahresbeginn nicht halb so schwach

Vor ziemlich genau zwei Wochen stufte derselbe Analyst die Aktie von Panalpina auf "Hold" herunter. Dass er dabei neben den nur schleppenden Verbesserungen beim Tagesgeschäft auch mit nachlassenden Übernahmefantasien argumentierte, entbehrt nicht einer gewissen Ironie (cash berichtete).

Nachdem die Panalpina-Aktie zuletzt Terrain gutmachen konnte, errechnet sich seit Jahresbeginn noch ein Minus von knapp 8 Prozent. Zum Vergleich: Die Aktie von Kühne+Nagel notiert um fast 20 Prozent tiefer als noch anfangs Jahr.

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Logistiker DSV will Panalpina

Logistiker DSV will Panalpina kaufen

Der Logistikkonzern Panalpina hat von der dänischen DSV ein unaufgefordertes und unverbindliches Kaufangebot erhalten.

16.01.2019 07:17

Die DSV biete pro Panalpina-Aktie einen Preis von 170 Franken je Aktie, bestehend aus einer Kombination aus Bargeld und DSV-Aktien, teilte Panalpina am Mittwoch mit.

Der Verwaltungsrat von Panalpina prüfe den Vorschlag zusammen mit seinen Beratern, heisst es in der Mitteilung weiter. Eine weitere Stellungnahme lehnte das Unternehmen am Mittwoch ab. Am Dienstag hatte die Panalpina-Aktie bei 137,00 Franken geschlossen. Der entsprechende Aufpreis auf den gestrigen Schlusskurs beträgt somit rund 24 Prozent.

Das dänische Transport- und Logistikunternehmen DSV beschäftigt in mehr als 80 Ländern rund 45'000 Mitarbeitende. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete DSV einen Umsatz von 10,1 Milliarden Euro. Es hatte bereits im vergangenen Oktober ein Kaufangebot für den Schweizer Logistiker Ceva vorgelegt.

(AWP/Reuters)

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Panalpina: Gibt Kühne+Nagel

Panalpina: Gibt Kühne+Nagel eine Gegenofferte ab?

Die dänische DSV bietet 170 Franken je Panalpina-Aktie. Das überrascht, wurde doch Kühne+Nagel ein Interesse am Luftfrachtspezialisten nachgesagt. Kühne+Nagel könnte nun ein Gegenangebot abgeben.

Aktualisiert um 08:32

Von Lorenz Burkhalter

Nach dem Scheitern von DSV bei Ceva Logistics gibt das dänische Transportunternehmen ein nichtbindendes Übernahmeangebot für den Luftfrachtspezialisten Panalpina ab. Die Offerte in Höhe von 170 Franken je Aktie setzt sich aus Bargeld und DSV-Aktien zusammen und entspricht einem Aufpreis von rund 24 Prozent gegenüber dem Schlussstand vom Vorabend.

Beobachter zeigen sich überrascht darüber, dass die dänische DSV und nicht Kühne+Nagel ein Übernahmeangebot abgibt. Erst im November signalisierte Konzernchef Detlef Trefzger Interesse an Panalpina. Eine feindliche Übernahme schloss er damals aus (cash berichtete).

Ankeraktionärin hat das letzte Wort

Ob DSV mit der vorliegenden Offerte auf offene Ohren stösst, bleibt abzuwarten. Das letzte Wort dürfte wohl die Ernst Göhner Stiftung (EGS) haben. Mit knapp 46 Prozent der Stimmen stellt sie bei Panalpina die mit Abstand grösste Macht im Aktionariat. Die EGS unterstützte in der Vergangenheit stets ein Alleingang des Luftfrachtspezialisten.

Die letzten fünf Jahre waren unter dem Strich ein Nullsummenspiel für die Aktionäre von Panalpina (Quelle: www.cash.ch)

Wie es im hiesigen Berufshandel heisst, könnten dem Ankeraktionär die gebotenen 170 Franken zu wenig sein. Das nicht zuletzt auch deshalb, weil DSV einen Teil davon doch in eigenen Aktien berappen will. Händler glauben deshalb, dass sich Kühne+Nagel einschalten und eine attraktivere Gegenofferte für Panalpina unterbreiten könnte.

Schon im Mai letzten Jahres rechnete die Berenberg Bank vor, dass Kühne+Nagel problemlos einen Aufschlag von 30 Prozent für die Panalpina-Aktie bezahlen könnte und dennoch in den Genuss einer prozentual zweistelligen Gewinnverdichtung käme. Dabei ging der für die Berenberg Bank tätige Analyst von Kostensynergien von bis zu 300 Millionen Franken zwischen den beiden Unternehmen aus (der cash Insider berichtete).

Tritt Kühne+Nagel als «weisser Ritter» auf?

Die Nähe der Panalpina-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär zur vorliegenden Offerte zeigt, dass Anleger der Möglichkeit einer Gegenofferte bereits Rechnung tragen. Denn angesichts der in der Vergangenheit zurückweisenden Haltung der Ankeraktionärin sowie der Aktien-Komponente der Offerte wäre eigentlich ein grösserer Abschlag zu den gebotenen 170 Franken zu erwarten.

Gerade die Leerverkäufer dürften ihre Wetten auf die Gefahr einer Gegenofferte durch Kühne+Nagel hin jedoch schliessen, was Beobachtern zufolge für höhere Kurse spräche.

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Panalpina: Kühne hat kein

Panalpina: Kühne hat kein Interesse

Laut Klaus-Michael Kühne wird sich der Logistikkonzern Kühne+Nagel nicht auf ein Bietgefecht um Panalpina einlassen. Der Ehren-Präsident und Mehrheitsbesitzer will sich derzeit nicht auf eine Megafusion einlassen.

24.01.2019 06:53

"Wir wollen aus uns selbst heraus wachsen", sagt der starke Mann hinter Kühne+Nagel laut der "Handelszeitung". Er könne es nicht verhindern, wenn die dänische DSV eine "hoffnungslos überbewertete" Panalpina übernehmen wolle.

Klaus-Michael Kühne, der starke Mann hinter dem Schwyzer Logistikkonzern, erteilte den entsprechenden Spekulationen eine Absage: "Wir wollen keine Megafusion tätigen", sagt Kühne im Gespräch mit der "Handelszeitung". "Die Integrationsprozesse sind problematisch."

Seit letzter Woche ist bekannt, dass die dänische Frachtfirma DSV bereit ist, den Basler Luftspeditions-Konzern für rund 4 Milliarden Franken zu übernehmen. Seither kursiert in der Finanzszene wie in der weltweiten Logistikbranche die Vermutung, auch Kühne+Nagel könnte ins Bieterverfahren einsteigen (mehr dazu hier, hier, hier oder hier).

"Wenn die Dänen eine noch hoffnungslos überbewertete Panalpina unbedingt erwerben wollen, dann kann man das nicht verhindern", kommentiert nun Klaus-Michael Kühne den Vorgang. Um für Kühne+Nagel attraktiv zu sein, müsste Panalpina schon viel tiefer bewertet sein als heute: "Vielleicht so, wie es noch vor einem Jahr der Fall war, dann wäre es vielleicht finanziell ein attraktives Objekt."

"Kunden reagieren oft allergisch"

Grundsätzlich hätten Megafusionen "äusserst komplizierte Verschmelzungsprozesse zur Folge", begründet Kühne in der "Handelszeitung" seine Skepsis, "auch reagieren gemeinsame Kunden oft sehr allergisch, weil sie dann natürlich weniger Dienstleister zur Auswahl haben. Man verliert automatisch einen Teil des Geschäftes. Ich würde in so einem Fall grosse Abschmelzprozesse befürchten."

Klaus-Michael Kühne amtiert als Ehren-Präsident von Kühne+Nagel und besitzt indirekt eine 53-Prozent-Mehrheit am Logistikriesen mit Sitz im Kanton Schwyz. "Wir wollen unsere Eigenständigkeit bewahren und aus uns selbst heraus wachsen. Damit sind wir immer gut gefahren", sagt er. "Bei Akquisitionen sind wir vorsichtig und sehr wählerisch. Früher haben wir uns öfter die Finger daran verbrannt."

Im Hintergrund steht, dass DSV mit der Übernahme von Panalpina näher an Kühne+Nagel aufschliessen könnte. Während Kühne+Nagel zuletzt Umsätze von 18,6 Milliarden Franken erzielte, kam DSV auf gut 10 Milliarden Franken (74,9 Milliarden dänische Kronen) und Panalpina auf 5,5 Milliarden Franken (Stand: 2017).

(cash)

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Panalpina-Grossaktionär sieht

Panalpina-Grossaktionär sieht keine Dringlichkeit für Verkauf der Firma

Der Panalpina-Hauptaktionär sieht derzeit "keine Dringlichkeit" zum Verkauf des Unternehmens. Wenn sich aber wesentlichen Umstände ändern sollten, "müssten wir das wieder analysieren", sagte Thomas Gutzwiller von der Ernst-Göhner-Stiftung (EGS) in einem Interview mit der Finanz und Wirtschaft (Ausgabe 6.2.).

06.02.2019 08:30

Die Stiftung hatte sich Anfang Woche gegen ein vom dänischen Logistiker DSV unterbreites Kaufangebot über rund vier Milliarden Franken ausgesprochen. Sie hält rund 46 Prozent an Panalpina, so dass niemand an einer Zustimmung der Stifung vorbei kommt.

Nach Analyse der Kaufofferte sei man zum Schluss gekommen, dass die Strategie des Panalpina-Verwaltungsrat besser für alle Stakeholder sei als eine Übernahme. Als eigenständige Firma könne Panalpina eine grössere Wertsteigerung realisieren. Das werde zwar etwas Zeit brauchen, "aber wir sprechen nicht von fünf Jahren", so Gutzwiller weiter.

Konkret gegen das Übernahme-Angebot von DSV gesprochen hat gemäss Gutzwiller, dass Panalpina in den letzten Jahren 250 Millionen bis 300 Millionen Franken in eine integrierte Prozess- und IT-Plattform investiert hat. Die meisten Frachtlogistiker hätten keine solche integrierte IT-Plattform, DSV allerdings schon. "Weil auch Panalpina eine solche Plattform hat, ist das Übernahmeangebot nicht attraktiv", erklärt Gutzwiller.

Er verstehe die Situation des anderen gewichtigen Aktionärs Cevian und anderer Investoren, die das Angebot begrüsst hatten. Die Ernst-Göhner-Stiftung sei aber kein Finanz-, sondern ein langfristiger Investor, erklärte Gutzwiller.

sig/uh

(AWP)

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Ein neuer Player kommt beim

Ein neuer Player kommt beim Panalpina-Übernahmepoker ins Spiel

Der Logistikkonzern Panalpina erwägt eine Kooperation mit der Logistikfirma Agility aus Kuwait.

15.02.2019 07:51

Die beiden Firmen seien in Gesprächen über "strategische Möglichkeiten" für ihre beiden Logistiksparten, erklärte Panalpina am Freitag. Die Diskussionen seien jedoch noch im Anfangsstadium.

Darüber hinaus werde der Verwaltungsrat von Panalpina auch weiterhin den Vorstoss des dänischen Konkurrenten DSV untersuchen. Allerdings hat der grösste Aktionär von Panalpina die rund vier Milliarden Franken schwere Offerte von DSV bereits abgelehnt. 

(Reuters)

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