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ProgressNow!

Am Sonntag ist in der Presse ein Beitrag über die Firma ZymeQuest erschienen, resp. über deren Entdeckung. ProgressNow hat 87% ihres gesamten Anlagevermögens in diese Firma investiert. Aktuell notiert die Aktie bei Fr. 32.-, der innere Wert pro Aktie beträgt aber Fr. 83.50:

http://www.progressnow.ch/progressnow/

"Die "NZZ am Sonntag" vom 8. April 2007 über ZymeQuest

Blut, das für alle passt

Erstmals ist es geglückt, aus Blutgruppe A, B und AB die gut verträgliche Blutgruppe 0 zu machen. Von Anna Klott

Ob nach einem Unfall oder bei einer schweren Operation: Wer Blut einer fremden Blutgruppe bekommt, reagiert in der Regel mit einer heftigen Immunabwehr, die zum Tod führen kann. Ausgelöst wird die Reaktion unter anderem durch charakteristische Zuckermoleküle an der Oberfläche der roten Blutkörperchen. Diese Antigene sind je nach Blutgruppe anders aufgebaut, und zwar so, dass die Blutzellen entweder die Eigenschaft A oder B besitzen oder beide: AB. Das kann das Immunsystem erkennen und entsprechend darauf reagieren - im Falle einer Unverträglichkeit verklumpt das Blut. Bei Blutgruppe 0 fehlen solche Antigene ganz, deshalb passt Spenderblut der Gruppe 0 prinzipiell zu allen Empfängern, immer vorausgesetzt, der Rhesusfaktor stimmt, ein weiteres entscheidendes Merkmal der Blutgruppen.

Forscher aus den USA, Dänemark und Frankreich haben nun einen Weg gefunden, die Antigene der Blutgruppen A, B und AB im Labor zu kappen und so die neutrale Gruppe 0 herzustellen. Dazu haben sie zwei ausgewählte Enzyme aus zwei verschiedenen Bakterienarten verwendet. Zuvor hatten sie viele Enzyme von Bakterien und Pilzen auf ihre Fähigkeit getestet, die Antigene von der Oberfläche der Blutzellen zu entfernen.

Die Idee ist nicht neu. Bereits vor mehr als 25 Jahren hatten Forscher ein Enzym entdeckt, das in der Lage war, das Blutgruppen-Antigen B zu entfernen. Das so gewonnene Blut konnte sogar sicher in Patienten der Gruppe A oder 0 infundiert werden. Für eine praktische Anwendung war das Enzym aber offenbar nicht stark genug.

Weitere klinische Studien sollen jetzt zeigen, ob sich die neu entdeckten Enzyme besser bewähren. Experten hoffen, dass sich so gewisse Engpässe in der Blutversorgung überbrücken lassen. «Das wäre ein Riesenschritt», sagt Rudolf Schwabe, Direktor des Blutspendedienstes des Schweizerischen Roten Kreuzes. Die Auswirkungen in der Schweiz stuft er zwar als weniger dramatisch ein als in anderen Ländern, denn an Spenden mangelt es hierzulande eigentlich nicht. Doch in Ferienzeiten oder bei Grippewellen wird das Blut trotzdem gelegentlich knapp. Das gilt besonders für die Blutgruppe 0. Sie ist mit einem Anteil von 41 Prozent bei der Bevölkerung in der Schweiz zwar nicht selten, wird aber wegen ihrer allgemeinen Verträglichkeit auch regelmässig bei den Trägern der anderen Blutgruppen eingesetzt.

Für den Blutspendedienst und die Spitäler würde sich mit der neuen Technologie die Logistik stark vereinfachen, weil es damit nur noch zwei Sorten Blut (rhesusnegatives und -positives) zu verwalten und zu verteilen gäbe anstatt wie heute acht (A, B, AB und 0, jeweils rhesuspositiv oder -negativ). Dies bedeutet weniger Verwechslungsgefahr und damit höhere Sicherheit für den Patienten. Der Blutspendedienst erhofft sich derart viele Chancen von der neuen Methode, dass er bereit wäre, bei den klinischen Studien mitzumachen. Mit der beteiligten Biotech-Firma Zymequest führe man deswegen schon seit längerem wissenschaftliche Gespräche, sagt Schwabe.

Das Problem der Blutgruppenunverträglichkeit kennt man auch bei den Organtransplantationen, allerdings hat die Medizin auf diesem Gebiet bereits vor Jahren einen entscheidenden Fortschritt gemacht. Es wurde nämlich eine Methode gefunden, die es ermöglicht, Organe lebender Spender über die Blutgruppen-Grenze hinweg zu verpflanzen. Statt die Antigene der Blutzellen zu entfernen, setzt man hier bei den Antikörpern gegen die fremde Blutgruppe an. Sie werden aus dem Blut des Organ-Empfängers herausgefiltert. Durch die einmalige Gabe spezieller Medikamente vier Wochen vor der Transplantation wird zusätzlich das Immunsystem unterdrückt, genauer gesagt die B-Zellen, die die Antikörper produzieren.

In Basel gelang die erste Transplantation gegen die Blutgruppe im Oktober 2005 mit einer Niere, in Schweden und in den USA wird das schon seit einigen Jahren gemacht. Die Methode habe bereits dazu beigetragen, «dass 20 Prozent der Lebendspenden in Basel von Blutgruppen-inkompatiblen Spendern stammen», sagt Jürg Steiger, Chefarzt am Unispital Basel und Leiter der Transplantationsimmunologie und Nephrologie. Bei diesem Verfahren ist stets von lebenden Spendern die Rede, schon weil planbar sein muss, wann genau ein Organ zur Verfügung steht, damit der Empfänger richtig vorbereitet werden kann.

Von lebenden Spendern kann eine gesunde Niere oder ein Stück Leber verpflanzt werden. Eine Transplantation über die Blutgruppengrenzen hinweg gibt es aber bis heute nur bei Nieren. Wer ein anderes Organ braucht, muss weiterhin nicht nur einen Spender mit dem passenden Gewebe, sondern auch einen mit der richtigen Blutgruppe finden. Organspender gibt es in der Schweiz aber immer weniger. Vergangenes Jahr sind 38 Menschen gestorben, während ihr Name bereits auf der Warteliste für ein neues Organ gestanden ist. "

Kapitalist
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Die Aktie enthält natürlich ein beträchtliches Risiko, wenn die klinischen Tests welche jetzt begonnen wurden, nicht erfolgreich sind, schifft die Aktie total ab, dann gibt es fast einen Totalverlust, aber wenn die klinischen Tests positiv abschliessen dann macht man mit dieser Aktie das grosse Geschäft, vor allem kann man aktuell Aktien von ZymeQuest für gut 30% des aktuellen Wertes kaufen.

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rorda1981
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und weiss man dann schon wenn die Testergebnise rauskommen?

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Die ersten Tests wurden erfolgreich abgeschlossen aber eigentliche Transfusionen werden erst jetzt durchgeführt. Die Blutsparte von Novartis ist am Projekt übrigens auch beteiligt, das ist im Jahresbericht 2006 von ProgressNow! nachzulesen.

Die Aktie liegt übrigens aktuell gut 4% im Plus.

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Kapitalist
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Allfällige Fragen kann man im Geschäftsbericht 2006 nachlesen:

http://www.progressnow.ch/progressnow/PRON_GB_2006_D.pdf

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Kapitalist
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Gestern am Fernsehen in einer Medizinsendung gesehen: Vor allem im Notfalldienst wird von der Umwandlung von Blutkonserven in die Gruppe 0 eine grosse Zukunft gesehen, in Notfällen kann man selten eine Blutgruppenbestimmung machen, da ist es von grossem Vorteil wenn man dem Patienten einfach eine solche Blutkonserve hinein lassen kann.

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Kapitalist
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Frauenfeld, 3. Mai 2007

Pressemitteilung der ProgressNow! advisers AG, Frauenfeld

ProgressNow!-Beteiligung Hansen Medical erhält FDA-Zulassung

Die in Mountain View (USA) beheimatete Hansen Medical, Inc., eine der Beteiligungen im Portefeuille der Schweizer Investmentgesellschaft ProgressNow! invest AG, hat heute bekannt gegeben, dass sie von der US-amerikanischen Food & Drug Administration (FDA) die Zulassung zum Vertrieb ihres Sensei Robotic Catheter System mit dem dazugehörigen Artisan Control Catheter erhalten hat. Der Medizinalroboter dient der verbesserten Positionierung und Handhabung von medizinischen Kathetern bei chirurgischen Eingriffen.

"Hansen Medical ist hocherfreut über die Zulassung des Sensei-Systems durch die FDA, insbesondere da wir erst in der zweiten Jahreshälfte 2007 mit dieser Zulassung gerechnet haben", meinte Dr. Frederic Moll, Gründer und Geschäftsführer von Hansen Medical. "Unser Aussendienst, unterstützt von unseren Experten für klinische Anwendungen, kann jetzt den Vertrieb aufgleisen und dabei die Beziehungen nutzen, die wir mit führenden Spitälern im ganzen Land aufgebaut haben." Das Sensei Robotic Catheter System hat bereits das für den europäischen Markt gültige CE-Zertifikat erhalten, und der Artisan Control Catheter ist ebenfalls zur Zulassung angemeldet. Kürzlich wurde eine erste europäische Niederlassung, Hansen Medical U.K., Ltd., gegründet und Vertreter für den Vertrieb in Grossbritannien und den Benelux-Ländern eingestellt.

Im Weiteren gab Hansen Medical bekannt, dass sie mit dem in St. Paul (USA) ansässigen Medtech-Unternehmen St. Jude Medical ein Entwicklungs- und Vertriebsabkommen geschlos­sen hat. Jane Song, Leiterin der Atrial Fibrillation Division von St. Jude Medical, meint: "St. Jude Medical freut sich auf eine enge Zusammenarbeit mit Hansen Medical, um die Technologien der beiden Unternehmen miteinander zu integrieren und diesen innovativen Ansatz zur Durchführung von aufwändigen elektrophysiologischen Eingriffen heute und in Zukunft weiterzuentwickeln." Das Abkommen ist vorläufig auf zwei Jahre hinaus angelegt.

Weitere Informationen zu ProgressNow! finden sich unter www.progressnow.ch, zu Hansen Medical unter www.hansenmedical.com.

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nousi
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@kapitalist...

kansst du mir etwas über diese Firma erzählen?? warum ist der kurs so extrem gesunken?? ich finde rein vom kurs her der titel sehr interessant..

greez nousi

"Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit."

sunny
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nousi wrote:

ich finde rein vom kurs her der titel sehr interessant..

:roll: ist jetzt nicht dein ernst. du kennst die firma nicht und fragst nach mehr infos, da du sie "vom kurs her" interessant findest?

Kapitalist
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@nousi:

Das Problem bei Progressnow ist, dass praktisch das gesamte Kapital (86%) in ZymeQuest investiert ist. ZymeQuest versucht die roten Blutzellen der Gruppen A, B und AB in Blutkonserven, alle in Blutzellen der Gruppe 0 umzuwandeln. Das ganze dient dazu, dass in Zukunft Blutgruppen bei Blutspenden keine Rolle mehr spielen. Die Forschung ist relativ weit fortgeschritten, bisher nur mit positiven Resultaten. Wenn die Versuche zu einem positiven Ende geführt werden und man das Produkt am Markt einführen kann, dann kann man mit dieser Aktie vermutlich das grosse Geld machen.

Aber wenn irgend etwas schief läuft, ist praktisch das gesamte Geld verloren und ProgressNow am Rande der Pleite, resp. es sind 86% der Anlagemittel verloren. Da die ganze Sache sehr einseitig ist, und selbst bei einer positiven Markteinführung der kommerzielle Erfolg nicht garantiert ist, ist ein Investment in diese Firma selbst für mich zu riskant.

http://www.progressnow.ch/beteiligungen/default3.asp

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nousi
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@sunny..

ich fragte nach einer erklärung und nicht ob es mein ernst sei.. allso halt doch mal dein .... und mach es so wie kapitalist. es nervt einfach wenn man fragen stellt und solche Typen wie du mit antworten kommen die mich nicht interessieren. ich frage was ich will und der, der mir antwort geben will ist ok und ich bin dankbar, der, der es nicht will muss es nicht tun aber keine coments hinterlassen..

@kapitalist..

danke.. ich habe das ganze ziemlich ähnlich eingestufft. ist hald sehr gefährlich, wenn die firma gewissermasen nur auf einem Standbeinsteht. entweder es geht auf oder eben nicht.. nur das risiko ist hald hier schon gross.. wir werden sehen..

thanks,

lg nousi

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sunny
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nousi wrote:

@sunny..

ich fragte nach einer erklärung und nicht ob es mein ernst sei.. allso halt doch mal dein .... und mach es so wie kapitalist. es nervt einfach wenn man fragen stellt und solche Typen wie du mit antworten kommen die mich nicht interessieren. ich frage was ich will und der, der mir antwort geben will ist ok und ich bin dankbar, der, der es nicht will muss es nicht tun aber keine coments hinterlassen..

ich habe keine antwort gegeben. ich habe eine frage gestellt Wink

Kapitalist
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Ich habe jetzt die Homepage von Progressnow nochmals genauer angeschaut. ZymeQuest versucht noch die Haltbarkeit der Blutplättchen zu verlängern, das könnte natürlich durchaus ein kommerzieller Erfolg werden, wenn es denn geligt. An meiner Beurteilung ändert das allerdings nichts, ein Investment in Progressnow ist einfach mit einem grossen Klumpenrisiko verbunden.

"ZymeQuest, Inc ist führend in der Entdeckung, Entwicklung und Kommerzialisierung von Systemen zur enzymatischen Umwandlung roter Blutkörperchen der Blutgruppen A, B und AB in rote Blutkörperchen der Blutgruppe 0 (ECO®). Nur Blutkörperchen der Gruppe 0 können problemlos auf jeden Patienten ungeachtet seiner Blutgruppe übertragen werden. Durch Umwandlung aller Blutreserven der Gruppen A, B und AB in Reserven der Gruppe 0 entfallen die akuten Engpässe bei seltenen Blutgruppen (wie B- und AB-). Ausserdem wird die Gefahr einer irrtümlichen Transfusion mit der falschen Blutgruppe eliminiert. Zusätzlich werden Verluste durch die Entsorgung verdorbener Blutkonserven minimiert.

Im Weiteren ist ZymeQuest Mitentdecker und Mitentwickler für ein revolutionäres Verfahren zur Behandlung von Blutplättchen, welches die Haltbarkeit der Blutplättchen ausserhalb des menschlichen Körpers verlängert. Für ZymeQuest stellt diese Technologie neben der enzymatischen Umwandlung roter Blutkörperchen der Blutgruppen A, B und AB in rote Blutkörperchen der Blutgruppe 0 (ECO®) ein zweites Standbein dar.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Gesellschaft, in unseren News und unseren Berichten."

http://www.progressnow.ch/beteiligungen/bet_detail.asp?news=59

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Kapitalist
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ProgressNow!

@nousi:

Progressnow ist im Vergleich innerer Wert (Fr. 36.11) zu Börsenkurs (14.50) tatsächlich scheinbar interessant, wenn da nur das Klumpenrisiko nicht wäre.

Wenn es dann schon eine Beteiligungsgesellschaft sein muss, dann würde ich eher New Venturetec empfehlen, dort beträgt der innere Wert Fr. 24.47 und der Börsenkurs nur Fr. 15.80. New Venturetec hat aber den Vorteil dass die Gesellschaft wesentlich besser diversifiziert ist.

http://www.newventuretec.com/

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fritz.
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@nousi:

Eroeffne doch mal einen neuen "nousi-Kapitalist-Hochrisiko" Thread, und wenn du dort gleich zu oberst hinschreibst, dass dieser Thread nur fuer euch zwei reserviert ist, dann werden wir euch dort auch in Ruhe lassen, dann duerft ihr dort spekulieren und traeumen wie ihr wollt.

Aber wenn du hier unqualifizierte Meinungen verteilst, dann musst du auch damit rechnen, dass jemand zu solch einer Meinung Fragen stellt.

Du musst dich entscheiden, willst du hier im Forum etwas lernen, dass dich bei deinen Boersentaetigkeiten weiterbringt, oder nur Hoffnungen und Gefuehle austauschen.

Also respektiere die Nachfrage von sunny, der zu den Forummitgliedern gehoert, die sinnvolle Tatsachen und Meinungen posten, auch wenn er eine etwas spezielle Meinung zu Analysten und deren Arbeit hat. Wink

Und gleich noch ein Gratis-Tipp von einem langjaehrigen Trader, der immer noch am lernen ist: Wenn du dich nur auf Hochrisikotitel beschraenkst, wirst du frueher oder spaeter genauso auf die Schnauze fallen wie dieser (zeitlich gemessen) erfahrene Trader und viele andere auch.

Wenn du wirklich darauf aus bist, diese Erfahrung selber zu machen, anstelle aus der Erfahrung anderer zu lernen, ist das fuer mich auch okay.

Viel Glueck beim Traden

fritz

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@fritz:

Dass sich jemand Gedanken über eine Aktie macht, wenn er auf so eine krasse Unterbewertung stösst (innerer Wert Fr. 36.11 zu Börsenkurs 14.50) ist ja eigentlich logisch, solche Gedanken darf und soll man sich sicher noch machen können.

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sunny
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darum gehts ja nicht. die sache war ja "ich finde den kurs interessant", kenne die unternehmung zwar nicht, aber der kurs sieht interessant aus ??!??? wie geht sowas?

marco
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kaptialist@

Wie kommst du auf einen inneren Wert???

Wie hast du das errechnet ??????

:?: :?: :?:

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Der innere Wert wird von ProgressNow jeweils selber berechnet und auf deren Homepage puliziert (aktuell Fr. 26.02).

http://www.progressnow.ch/beteiligungen/default3.asp

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marco
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UIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII

Was fuer eine S##### web page!

Hat mich gerade abgeschreckt!

Sieht ja aus wie Sek Schueler einen Blog aufgemacht hat! Lol

marco
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Also ich bin ja nicht so bewandert mit Invest AG's, aber werden die nicht meistens nach ihrer Perormance gehandelt?

Und da sie ja eine total ausfall von Oceanlinx Ltd hatten, (minus sagen wir 700'000) ist das sicherlich nicht sehr foerderlich!

Wuerd diese Aktie als High Risk einstuffen!

nousi
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und was würdest du dann für eine aktie als low risk bezeichnen??

mit was für aktien handelst du??

greez

"Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit."

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Am 2. Mai 2011 hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität des Kantons Thurgau in den Büroräumlichkeiten der Progress Now! invest AG eine Hausdurchsuchung stattgefunden, welche im Zusammenhang mit einem Strafverfahren gegen das Verwaltungsratsmitglied Rolf Kälin wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung etc. steht. Aussagen der Staatsanwaltschaft zufolge soll das Verfahren im Zusammenhang mit einer Strafanzeige der Aktionärsgruppe Rüetschi Zehnder AG, Frick stehen. Die Gesellschaft distanziert sich von diesen Anschuldigungen und geht davon aus, dass keine Handlungen oder Unterlassungen vorliegen, welche den Straftatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung oder ähnlicher Delikte erfüllen.

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sariv3114
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Kapitalist wrote:

Am 2. Mai 2011 hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität des Kantons Thurgau in den Büroräumlichkeiten der Progress Now! invest AG eine Hausdurchsuchung stattgefunden, welche im Zusammenhang mit einem Strafverfahren gegen das Verwaltungsratsmitglied Rolf Kälin wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung etc. steht. Aussagen der Staatsanwaltschaft zufolge soll das Verfahren im Zusammenhang mit einer Strafanzeige der Aktionärsgruppe Rüetschi Zehnder AG, Frick stehen. Die Gesellschaft distanziert sich von diesen Anschuldigungen und geht davon aus, dass keine Handlungen oder Unterlassungen vorliegen, welche den Straftatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung oder ähnlicher Delikte erfüllen.

Ich nahm vor drei Jahren an der GV der ProgressNow! teil.

Geschäftsleitung machte mir einen überaus seriösen Eindruck. Dubbiös erschienen mir hingegen Leute der Aktionärsgruppe Rüetschi Zehnder AG, Frick, die vor der GV Flugblätter an die Aktionäre verteilten, und zum Umsturz des VR aufriefen. Fragt sich nur wer hier der Bösewicht ist....

Bei Robert Straub und Bettina Steffen würde ich die Hand ins Feuer legen.

Uebrigens, PRON hat eine interessante Geschichte hinter sich.

mats
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Der Kälin das ist doch der Bärtige um die 50-55 Jahre alt.

sariv3114
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mats wrote:

Der Kälin das ist doch der Bärtige um die 50-55 Jahre alt.

Bericht vom September 2008

Ausser Spesen fast gar nichts gewesen

Zehn Millionen Franken Gebühren hat das Management von Progressnow in neun Jahren kassiert. Jetzt droht Ungemach

Der Aktienkurs der Beteiligungsgesellschaft hat seit der Gründung 92% verloren. Nun will eine Gruppe Minderheitsaktionäre Progressnow einklagen und die Rückerstattung von Gebühren einfordern.

Charlotte Jacquemart

«Progressnow ist die einzige Investment-Gesellschaft, (. . .) die auf echten Fortschritt setzt.» Damit warb die Frauenfelder Beteiligungsgesellschaft in ihrem ersten Halbjahresbericht im Jahr 2000. Der «echte Fortschritt» hat die Aktionäre viel Geld gekostet. Sie haben in neun Jahren 10 Mio. Fr. Verwaltungsgebühren bezahlt. Im selben Zeitraum ist der Wert des an der Börse SWX kotierten Vehikels von 70 Mio. Fr. auf 5,4 Mio. Fr. geschmolzen.

Anzeige:

Der innere Wert der Gesellschaft (NAV) beträgt laut Halbjahresbericht 2008 zwar noch 25,1 Mio. Fr. – fünfmal mehr als der Börsenwert. Ob der Börsenkurs oder der vom Management angegebene NAV der Realität näherkommt, ist offen.

Zu hohe Entschädigung?

Fakt ist: Die Aargauer Aktionärsgruppe Rüetschi Zehnder (über 3,2%) hat genug. Sie will noch in diesem Monat eine Verantwortlichkeitsklage gegen die Verwaltungsräte von Progressnow erheben. Diese hätten ihre Sorgfaltspflichten teils fahrlässig, teils absichtlich verletzt, so Rechtsanwalt Bruno M. Bernasconi: «Im Vordergrund steht die jahrelange Aufrechterhaltung einer krass überhöhten Bewertung der Kernbeteiligung Zymequest. Das Entschädigungsmodell für das Management des im Wesentlichen inexistenten Portfolios war völlig verfehlt und hat die Gesellschaft nachhaltig geschädigt.» Für die Entschädigung an das Management war bis Ende 2007 der innere Wert massgeblich gewesen – und nicht der (tiefere) Aktienkurs. Jeweils 2% vom NAV liess man sich auszahlen. Die Kläger fordern für das Jahr 2007 eine siebenstellige Summe und lassen offen, ob sie für weiter zurückliegende Jahre zusätzliche Haftungsansprüche geltend machen werden, auch weil die Firma ein Klumpenrisiko eingegangen war.

Die Chefs von Progressnow sind keine Unbekannten: Verwaltungsratspräsident ist Robert Straub, ehemals Chef der kantonalen Zürcher Finanzverwaltung. Straub war während seiner Amtszeit für die Beamtenversicherungskasse (BVK) verantwortlich gewesen. Die Zürcher Pensionskasse hat mit dem Engagement bei Progressnow selbst über 2 Mio. Fr. in den Sand gesetzt. Im dreiköpfigen Verwaltungsrat der Progressnow sitzt sodann ihr Gründer Rolf Kälin. Kälin und Straub waren beide bei der 2004 Konkurs gegangenen Pro KMU Invest dabei, mit der die BVK 15 Mio. Fr. verlor.

Zum ersten Mal ins Rampenlicht geraten war Progressnow 2004 bei der Pleite von Pendragon. Die Frauenfelder besassen 45% der Medtech-Firma. Das Wachstum von Pendragon war forciert worden, obwohl deren einziges Diabetiker-Produkt den medizinischen Ansprüchen nicht genügte.

Die klagewilligen Minderheitsaktionäre werfen Straub und Kälin vor, seit fast vier Jahren statutenwidrig zu handeln, indem sie 90% des Portefeuilles in nur einem Investment, Zymequest, konzentriert hätten. Zymequest ist ein amerikanisches Start-up, im Medizinalbereich tätig. Die Statuen der Progressnow limitieren die einzelnen Engagements auf maximal 30%. Für Kälin ist «das Klumpenrisiko eine Folge der Wertveränderungen der restlichen Investitionen über die Jahre».

Straub sagte im April 2005 gegenüber der «NZZ am Sonntag», Zymequest sei ein vielversprechendes Investment. Mitte 2008 machte das «vielversprechende Investment» 20,1 Mio. des 23 Mio. Fr. schweren Portefeuilles von Progressnow aus. Ob die Aktien von Zymequest noch jene 2 $ wert sind, mit denen sie in den Büchern der Progressnow stehen, ist fraglich. Selbst die Verantwortlichen von Progressnow scheinen nicht daran zu glauben. Sie liessen im April Optionen, welche zum Kauf von Zymequest-Aktien zu 0,54 $ berechtigt hätten, teilweise wertlos verfallen. Sicher ist: Ohne schnelle solide Finanzierung droht dem Start-up das Aus, wie im Halbjahresbericht 2008 der Progressnow angedeutet wird: «Ohne zusätzliches Kapital könnte sich die heutige Situation der Gesellschaft noch verschlimmern.» Die Rechnung von Zymequest wird seit 2005 aus Kostengründen nicht mehr revidiert.

Die Gruppe Rüetschi Zehnder glaubt, dass die Beteiligung Zymequest bereits vor drei Jahren hätte abgewertet werden müssen. Das habe man nicht getan, um höhere Gebühreneinnahmen zu generieren, so der Vorwurf. Grundsätzlich müssen Bewertungen von nichtkotierten Firmen nach dem Prinzip «true and fair» vorgenommen werden. Kälin verteidigt das Vorgehen: «Alle Beteiligungen der Progessnow sind zum Fair Value bewertet.»

Untätige Bâloise

Lukas Rüetschi erklärt, man sehe sich zu einer Klage gezwungen, weil sich seit Jahren nichts bewege: «Seit über drei Jahren weisen wir den Verwaltungsrat auf das statutenwidrige Klumpenrisiko hin. Die illusorische Bewertung der Zymequest-Beteiligung kritisieren wir seit 2005.» An der letzten Generalversammlung wollte die Aktionärsgruppe den Verwaltungsrat auswechseln lassen. Der Putsch misslang – weil Grossaktionär Bâloise (29%) nicht mitzog. Wieso die Basler am erfolglosen Management der Progressnow festhalten, will Finanzchef Martin Wenk nicht kommentieren. Möglich, dass die Bâloise das Vehikel so schnell als möglich liquidieren will. Die Basler hatte bis Ende 2005 einen Vertreter im Progressnow-Verwaltungsrat. Am Vehikel Progressnow Advisers, in das die Gebühren flossen, hielt der Versicherer bis 2005 20%.

Ohne die Unterstützung der Bâloise könnten sich die Minderheitsaktionäre nur mittels Verantwortlichkeitsklagen wehren, analysiert der unabhängige Rechtsprofessor Peter V. Kunz die Lage, da es für kotierte Beteiligungsgesellschaften keine Aufsichtsbehörde gebe. «Die Statutenwidrigkeit bleibt damit ohne Sanktion», so Kunz. Eine Verantwortlichkeitsklage mit Einforderung eines Schadens habe dann eine Chance, wenn dem Verwaltungsrat nachgewiesen werden könne, dass er seine Treuepflicht verletzt habe. Dies wäre der Fall, wenn die Wertvernichtung mit dem statutenwidrigen Klumpenrisiko der einzig namhaften Beteiligung zusammenhänge, meint Kunz.

Untätig ist man in Frauenfeld nicht geblieben: Man ist vom teuren Bahnhofplatz an eine günstigere Logis an der Zürcherstrasse gezügelt. Zudem hat man eingewilligt, vorerst die Gebühren auf 150 000 Fr. zu beschränken.

N.B. An der GV gab es übrigens nur etwas Mineralwasser Smile

Kapitalist
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sariv3114 wrote:

Kapitalist wrote:
Am 2. Mai 2011 hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität des Kantons Thurgau in den Büroräumlichkeiten der Progress Now! invest AG eine Hausdurchsuchung stattgefunden, welche im Zusammenhang mit einem Strafverfahren gegen das Verwaltungsratsmitglied Rolf Kälin wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung etc. steht. Aussagen der Staatsanwaltschaft zufolge soll das Verfahren im Zusammenhang mit einer Strafanzeige der Aktionärsgruppe Rüetschi Zehnder AG, Frick stehen. Die Gesellschaft distanziert sich von diesen Anschuldigungen und geht davon aus, dass keine Handlungen oder Unterlassungen vorliegen, welche den Straftatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung oder ähnlicher Delikte erfüllen.

Ich nahm vor drei Jahren an der GV der ProgressNow! teil.

Geschäftsleitung machte mir einen überaus seriösen Eindruck. Dubbiös erschienen mir hingegen Leute der Aktionärsgruppe Rüetschi Zehnder AG, Frick, die vor der GV Flugblätter an die Aktionäre verteilten, und zum Umsturz des VR aufriefen. Fragt sich nur wer hier der Bösewicht ist....

Bei Robert Straub und Bettina Steffen würde ich die Hand ins Feuer legen.

Uebrigens, PRON hat eine interessante Geschichte hinter sich.

Ja, die haben vor allem diverse Fehlinvestitionen gemacht, haben damit schon viel Geld verloren. Und auch aktuell ist der grösste Teil des Geldes in einer einzigen Firma (89,4%) investiert, das kommt selten gut heraus.

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sariv3114
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Nach anfänglichem Erfolg durch Beteiligung PENDRAGON schnellte der Kurs bis auf 125.-

Nach dem Pendragon Debakel blieb Klumpenrisiko ZYMEQUEST, die leider immer noch am pröbeln sind... (Umwandlung Blutkörper).

Bericht aus dem 2004

Progressnow im Visier der Behörden

Frauenfelder Beteiligungsfirma setzte einseitig auf Pendragon, um Kasse zu machen

Probleme mit einem Diabetes- Gerät der Firma Pendragon haben zu einem Kurssturz der Progressnow-Aktie geführt. Nun ermittelt die Bankenkommission wegen Insiderverdacht.

Der Frauenfelder Beteiligungsgesellschaft Progressnow steht eine Untersuchung der Eidgenössischen Bankenkommission ins Haus, wie die Pressesprecherin Tanja Kocher von der EBK auf Anfrage bestätigt: «Wir führen aufgrund eines Berichtes der Schweizer Börse SWX Vorabklärungen wegen Insiderverdachts durch.» Gegenstand der Untersuchung könnte der Kurssturz der Progressnow-Aktie sein, der Stunden vor der Ausstrahlung eines Fernsehberichts stattgefunden hatte: Vor zwei Wochen berichtete die Nachrichtensendung «10 vor 10» über die gescheiterte Markteinführung des Blutzuckermessgerätes Pendra der Firma Pendragon Medical. Verschiedene Distributoren hatten sich geweigert, das Messgerät anzunehmen, weil «es nicht die minimalsten Anforderungen erfüllt (. . .) und als gefährlich eingestuft werden muss, weil es falsche Werte angibt».

Pendragon befindet sich zu 45% in den Händen der Beteiligungsgesellschaft Progressnow und bestimmt zu 66% den inneren Wert des Portefeuilles. Ein erfolgreicher Launch hätte bei 150 Millionen Diabetikern weltweit einen Milliardenmarkt erschlossen.

Unprofessionelles Risiko

Das Klumpenrisiko hat Progressnow in den letzten Monaten aufgebaut, weil man voll auf Pendragon und die Marktlancierung des Blutzuckermessgerätes

gesetzt hat. So passte der Progressnow-Verwaltungsrat die Anlagerichtlinien im Mai 2003 derart an, dass Anlagen bis zu 100% im Sektor Gesundheit möglich wurden.

Zudem hat man sich durch den Verkauf von Beteiligungen Liquidität für Pendragon verschafft. Im März 2004 verkaufte man eine Beteiligung namens WebCT für gut 2 Mio. Fr. an die Beteiligungsgesellschaft Netinvest. Pikant dabei: Bei der ebenfalls in Frauenfeld angesiedelten Netinvest mischen dieselben Personen mit wie bei Progressnow. Über diese «Transaktion sich nahestehender Personen» wird in den Halbjahresberichten der beiden Gesellschaften keine Transparenz geschaffen.

Vor allem aber ist der Wert der Beteiligung angewachsen, weil Pendragon im Mai und Juni zwei Kapitalerhöhungen von total 31 Mio. Fr. durchgeführt hat

Seit Anfang Jahr vervierfachte sich damit der Wert von Pendragon in den Büchern der Progressnow von 15 Mio. Fr. auf über 66 Mio. Fr. und machte damit über die Hälfte des Portefeuilles aus. «Wir wollten nicht aussteigen, weil sich das Investment gut entwickelt hat», erklärt Progressnow-Präsident Robert Straub das Wachstum des Anteils. «Höchst unüblich» nannte ein Experte einer bekannten milliardenschweren Beteiligungsfirma dieses Vorgehen.

Verdient hat an dieser Entwicklung vor allem Rolf Kälin. Kälin trägt im kleinen Firmenkonglomerat viele Hüte: Er ist Verwaltungsrat von Progressnow, Pendragon und Netinvest sowie auch Inhaber jener Firmen, welche das Portfolio für Progressnow und Netinvest aktiv verwalten. Kälin profitiert, wenn Beteiligungen aufgewertet werden. Seine Beratungsfirma Progressnow Advisers erhält jährlich 2% des inneren Wertes der Gesellschaft; seine zweite Firma Net Advisers erhält 1,8% des inneren Wertes. Zusätzlich entschädigt wird der Portfoliomanager durch eine Performance Fee, die vom Börsenkurs abhängt: Ende Juni waren dazu im Halbjahresbericht von Progressnow 2,5 Mio. Fr. zurückgestellt. Total haben Progressnow und Netinvest seit 2000 rund 15 Mio. Fr. für das Portfoliomanagement ausgegeben.

Progressnow wies Mitte September noch einen inneren Wert von 112 Mio. Fr. aus. An der Börse jedoch hat das Unternehmen nur noch einen Wert von rund 50 Mio. Fr. Nach dem Kurssturz der letzten Wochen müsste die Firma den Wert von Pendragon eigentlich heruntersetzen. Entscheidend dafür ist die Frage, zu welchem Preis neue Pendragon-Aktien derzeit placiert werden

könnten. Im Juni hatte Progressnow wie erwähnt neue Pendragon-Aktien für 49 Fr. das Stück an private Investoren verkauft. Nachdem die Lancierung des Messgerätes Pendra auf unbestimmte Zeit verschoben wurde und unklar ist, ob die Technologie überhaupt funktioniert, dürften 49 Fr. ein Phantasiepreis sein. Trotzdem findet es Rolf Kälin «voreilig, zum jetzigen Zeitpunkt eine Bewertungskorrektur . . . vorzunehmen.» Rechtzeitig hat die Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich ihr Risiko reduziert: Sie hat seit 2000 in Progressnow investiert. Anlagechef Daniel Gloor bestätigt, dass man den Anteil an Progressnow Mitte Juli auf unter 5% gesenkt habe, weil «wir Bedenken wegen des Klumpenrisikos Pendragon im Portefeuille hatten».

Bei der Bâloise, mit einem Aktienanteil von 28,5% schwergewichtig bei Progressnow vertreten, machte man sich weniger Gedanken. Für Thomas Kull, Bâloise-Vertreter im Progressnow-Verwaltungsrat, sind «die Schwierigkeiten rund um Pendragon neu». Das erstaunt, denn die letzten Feldtests für die Diabetiker-Uhr wurden im Februar in Frankreich durchgeführt - mit negativem Ausgang. Kenntnisse davon hatte man auch bei Progressnow. Dies bestätigte Präsident Straub. Die Tests im Februar seien mit einer Beta-Version absolviert worden, erklärte er.

Bis heute aber nennen die Beteiligten keine neueren Studien oder glaubwürdige Experten, welche die Tauglichkeit des Messgerätes beweisen würden. Der Verdacht, dass das Gerät wider besseres Wissen als funktionstüchtig erklärt und damit Aktionäre geködert wurden, bleibt bestehen. Max Link, seit Mai CEO und Verwaltungsratspräsident von Pendragon, war für die «NZZ am Sonntag» nicht zu sprechen. Pendragon werde die Öffentlichkeit am 26. November informieren.

Fragen an Max Link

Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic wartet kaum so lange. Kürzlich sandte es einen Fragenkatalog an Pendragon. Laut gut unterrichteten Quellen plant das Institut nun eine Inspektion bei der Medtech-Firma. Peter Studer von Swissmedic bestätigt, dass das Verfahren noch

laufe: «Inspektionen können wir jederzeit dann vornehmen, wenn wir auf unsere Fragen unbefriedigende Antworten erhalten.»

Unbefriedigende Antworten in Sachen Pendragon haben bis jetzt auch die Investoren erhalten, die im Mai und Juni bei der Zürcher Medtech-Firma eingestiegen sind. Viele dieser Investoren stiegen ein, weil sie Max Link vertrauten. Der ehemalige Pharmachef bei Sandoz und CEO von Centerpulse geniesst eine Reputation als Kenner im Biotech-Bereich. Ein namhafter Schweizer Bankier, der rund 100 000 Franken bei Pendragon investierte, sagt: «Max Link ist eine grosse Nummer auf dem Markt. Nur dank seiner Reputation sind die meisten der Investoren eingestiegen. Er muss die Frage beantworten, ob es im Februar schon Resultate gab, die klar erkennen liessen, dass das Produkt die Erwartungen nicht erfüllte.»

sariv3114
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ProgressNow!

mats wrote:

Der Kälin das ist doch der Bärtige um die 50-55 Jahre alt.

Der Kälin trug damals einen Oberlippenbart. Bei ihm würde ich allerdings die Hand nicht ins Feuer legen.

mats
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Heute wieder recht auffällig. Bei 5 Millionen Kapitalisierung ist immer viel möglich was anstehen könnte...

Kapitalist
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Dem gesamten Verwaltungsrat wurde an der letzten Generalversammlung die Entlastung verweigert und es wurde Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung eingereicht. Im 2. Quartal 2012 wollten die eine ausserordentliche GV durchführen, offenbar ist da bisher nichts passiert, mindestens findet ich nichts.


Mit sämtlichen Investitionen die bisher eingegangen wurden (wurden mehrmals ausgewechselt) wurden nur Flops produziert. Ich frage mich was das für Pfeiffen sind! Mit Investments in Biotechfirmen kann man sicher einmal auf die Schnauze fallen, aber wenn über Jahre sich alle Investments als totaler Reinfall herausstellen, muss man sich wirklich fragen was diese Leute, ausser hohe Saläre zu kassieren, können!


 


 

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