Rieter

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30.03.2007 11:19
#1
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Rieter

Hallo zusammen

habe mir gerade Rieter etwas angesehen.

Rieter ist in der Textil- Kunststoff- und Automobilindustrie tätig. Negativ zu werten ist die Asienabhängigkeit von Rieter und Auftragsrückgang in der Textilbranche.

Der Chart sieht aber sehr interessant aus. Ein KZ von 680-700 könnte in absehbarer Zeit drinliegen

Was haltet ihr davon?

Greez Hotzenplotz

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-=[ Alles wird gut... ]=-

21.07.2016 11:54
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Rieter: Stark verbesserter Bestellungseingang

Rieter hat im ersten Halbjahr 2016 wieder mehr Bestellungen an Land gezogen als im Vorjahr. Der Reingewinn hat sich hingegen mehr als halbiert.

Der Auftragseingang von Rieter stieg um 32% auf 510,7 Mio CHF, wie der Hersteller von Spinnereimaschinen am Donnerstag mitteilt. Damit wurden die Prognosen der Analysten deutlich übertroffen: Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Bestellungseingang von 458 Mio CHF gerechnet.

Die anderen Kennzahlen fielen in etwa im Rahmen der Prognosen aus. Der Umsatz nahm wegen des Einbruchs des Bestellungseingangs im letzten Jahr um 21% auf 436,9 Mio CHF ab. Noch stärker war in der Folge der Rückgang bei den Gewinnkennzahlen: Der EBIT verringerte sich auf 15,7 Mio von 46,1 Mio CHF und die entsprechende Marge auf 3,6% von 8,3%. Unter dem Strich steht ein Reingewinn von 11,0 Mio nach 29,1 Mio CHF im Vorjahr.

Die Analysten hatten mit einem Umsatz von 429 Mio CHF, einem EBIT von 15,8 Mio CHF, einer EBIT-Marge von 3,7% sowie einem Reingewinn von 10,7 Mio CHF gerechnet.

Hauptgrund für den höheren Auftragseingang ist das anziehende Geschäft mit neuen Maschinen, wie es im Halbjahresbericht heisst. Die entsprechenden Bestellungen nahmen um 52% zu. Doch auch die Nachfrage in den Bereichen Components und After Sales sei gut gewesen.

Am Ausblick für das Gesamtjahr 2016 hält das Management fest. Demnach peilt es weiterhin einen tieferen Umsatz und Gewinn als im Vorjahr an, wobei das zweite Halbjahr jedoch in Bezug auf Umsatz und Profitabilität bessere Ergebnisse als das erste liefern soll.

(AWP)

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15.03.2016 08:20
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Rieter 2015 mit Gewinnrückgang - Dividende unverändert 4,50 CHF
15.03.2016 07:00

Winterthur (awp) - Der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter hat im Geschäftsjahr 2015 beim Betriebs- und Reingewinn wie erwartet Einbussen verzeichnet: Während der EBIT um 14% auf 73,1 Mio CHF sank, gab der Reingewinn mit 49,8 Mio um rund 6% nach. Die EBIT-Marge ging damit um 30 Basispunkte auf 7,0% zurück, während sie beim Konzerngewinn um 20 Basispunkte auf 4,8% stieg, wie Rieter am Dienstag mitteilt.

Die Aktionäre sollen in den Genuss einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividende von 4,50 CHF je Aktie kommen. Die Gewinnzahlen waren keine grosse Überraschung, hatte doch das Unternehmen bei der Präsentation der Umsatzzahlen Ende Januar Werte in dieser Grössenordnung in Aussicht gestellt.

Wie bereits Ende Februar gemeldet sank der Umsatz von Rieter im vergangenen Jahr um 10% auf 1,04 Mrd CHF und der Bestellungseingang um 30% auf 802 Mio CHF. Dabei nahmen die Bestellungen im zweiten Halbjahr dank einer positiveren Dynamik gegenüber dem ersten Halbjahr um 6% zu.

2015 sei gekennzeichnet von einer deutlich gesteigerten Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von After Sales und Components gekennzeichnet gewesen, heisst es weiter. Demgegenüber zögerten die Spinnereibesitzer mit Investitionen in neue Anlagen.

Für das Gesamtjahr 2016 rechnet Rieter mit einem tieferem Umsatz und Gewinn als im Vorjahr. Man arbeite aber konsequent weiter an den Programmen zur Stärkung der Innovationskraft, dem Ausbau des After-Sales-Geschäfts und der Steigerung der Profitabilität.

Der Start ins laufende Geschäftsjahr verlief laut der Mitteilung vom Dienstag uneinheitlich. Die Verbesserung der Nachfrage nach Spinnereimaschinen seit Ende 2015 habe sich in den ersten beiden Monaten 2016 fortgesetzt. Der zyklisch bedingt tiefere Bestellungsbestand von Machines & Systems werde jedoch den Umsatz im ersten Halbjahr 2016 beeinflussen.

NEUER LEITER MACHINES & SYSTEMS

Zudem kommt es zu personellen Veränderungen. Der Geschäftsbereich Machines & Systems wird per 1. April neu von Jan Siebert geleitet, der auch in die Konzernleitung der Rieter Gruppe berufen wird. Siebert kommt von der Krauss Maffei Gruppe und war davor bei der GEA Gruppe tätig. Er löst damit CEO Norbert Klapper ab, welcher den Geschäftsbereich seit Januar 2014 ad interim geführt hat.

Im Verwaltungsrat von Rieter haben die beiden bisherigen Mitglieder Jakob Baer und Dieter Spälti entschieden, sich 2016 nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stellen. Als neue Mitglieder des Gremiums werden Roger Baillod und Bernhard Jucker als Kandidaten vorgeschlagen.

yr/cf

(AWP)

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29.01.2016 08:28
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Rieter mit weniger Umsatz und Bestellungen

Der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter hat 2015 sowohl beim Umsatz als auch beim Bestellungseingang einen Rückgang verzeichnet. Dennoch wurden die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen.

Im zweiten Halbjahr sei jedoch eine Verbesserung zum ersten Semester erreicht worden. Der Umsatz sank um 10% auf 1,04 Mrd CHF, die Aufträge verringerten sich gleichzeitig um 30% auf 802 Mio CHF, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 1,00 Mrd CHF und einem Auftragseingang von 792 Mio gerechnet.

Die Geschäftsbereiche Components und After Sales haben die Umsätze im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesteigert, während der Geschäftsbereich Machines & Systems einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte, heisst es in der Mitteilung des Winterthurer Unternehmens weiter. Die Bestellungen nahmen im zweiten Halbjahr dank einer positiveren Dynamik gegenüber dem ersten Halbjahr um 6% zu. Der Bestellungsbestand belief sich per Jahresende auf rund 470 Mio CHF.

Sparte Components legt kräftig zu

Aufgeschlüsselt nach Sparten fiel der Umsatz im Maschinengeschäft (Machines & Systems) um 18% auf 702,3 Mio CHF und stieg bei den After Sales um 10% auf 139,8 Mio. Components legte um 13% auf 194,7 Mio CHF zu.

Beim Auftragseingang büsste das Maschinengeschäft um 45% auf 457,6 Mio CHF und verringerte sich bei den After Sales um 10% auf 126,3 Mio. Components legte hingegen um 26% auf 217,7 Mio CHF zu.

Mit den Umsatz- und Bestellungszahlen gibt Rieter einen Ausblick auf die Gewinnentwicklung: Demnach erwartet das Management für 2015 eine EBIT-Marge von 7,0% und einen Konzerngewinn von rund 4,8% des Umsatzes, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die genauen Zahlen werden am 15. März publiziert.

Das Unternehmen hatte im Oktober eine umfangreiche Umstrukturierung und einen Arbeitsplatzabbau am Standort Winterthur angekündigt.

(AWP)

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23.07.2015 08:22
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Rieter mit deutlich weniger Bestellungen
 

Rieter hat im ersten Halbjahr 2015 41 Prozent weniger Bestellungen erhalten als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnte der Spinnereimaschinenhersteller aber den Umsatz und den Gewinn steigern.

An den Zielen für das Gesamtjahr hält das Unternehmen fest. Im ersten Halbjahr zog Rieter neue Aufträge im Umfang von 388,3 Mio CHF an Land, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Das waren 41% weniger als im ersten Halbjahr 2014. Damit hat Rieter die Erwartungen deutlich verfehlt: Analysten hatten im Vorfeld (AWP-Konsens) mit Bestellungen von 471 Mio CHF gerechnet.

Hauptgrund dafür war, dass das Neumaschinengeschäft schlecht lief. Die entsprechende Sparte (Machines & Systems) erhielt nur noch Aufträge über 225,5 Mio CHF (-54%). Die Investitionszurückhaltung der Kunden sei deutlich spürbar gewesen, schreibt Rieter dazu. Das Management erklärt sich dies mit den tiefen Margen der Spinnereien sowie mit den Währungsturbulenzen. Vor allem aus der Türkei seien weniger Bestellungen eingetroffen, auch aus China sei die Nachfrage verhalten geblieben.

In den beiden anderen Sparten des Unternehmens waren die Veränderungen des Auftragseingangs weniger drastisch: Das erstmals separat ausgewiesene After-Sales-Geschäft weist ein 11% tieferes Volumen aus (65,1 Mio CHF), das Komponentengeschäft hingegen ein 9% höheres (97,6 Mio CHF).

Höhere Profitabilität

Abgesehen vom Bestellungseingang entwickelte sich das Geschäft besser als im Vorjahreszeitraum bzw. als von Analysten erwartet: Der Umsatz stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 6% auf 553,9 Mio CHF, wobei in Lokalwährungen ein Plus von 7% resultierte. Der EBITDA stieg um 36% auf 66,0 Mio CHF (Marge: 11,9%), der EBIT sogar um 60% auf 46,1 Mio CHF (Marge: 8,3%). Alle drei Segmente hätten zur positiven Entwicklung der Profitabilität beigetragen, betont das Unternehmen.

Der Reingewinn verdoppelte sich auf 29,1 Mio CHF, wobei sich auch ein Gewinn von 5 Mio CHF aus dem Verkauf einer Liegenschaft positiv auswirkte.

Analysten hatten gemäss AWP-Konsens mit einem Umsatz von 528 Mio CHF, einem EBIT von 32,6 Mio CHF und einem Reingewinn von 20,0 Mio CHF gerechnet.

Weniger Temporäre

Wegen der Frankenstärke hatte Rieter im ersten Halbjahr ein Massnahmenprogramm gestartet. Dieses habe bereits eine Wirkung entfaltet und zur Profitabilitätssteigerung beigetragen, heisst es weiter. In den kommenden Monaten soll nun das Einkaufsvolumen in Schweizer Franken gesenkt und die "Produktionsstruktur" im Werk in Winterthur gestrafft werden. Ausserdem wurde wegen der tieferen Bestellmengen die Zahl der temporären Mitarbeiter reduziert: auf 871 von 1'265 im Vorjahr.

Am Ausblick für das Gesamtjahr 2015 hält das Management fest. Demnach peilt es weiterhin einen Umsatz, EBIT und Reingewinn unter dem Vorjahr an. Die negative Auswirkung des starken Frankens auf die Profitabilität wird zudem weiterhin auf 100 bis 200 Basispunkte geschätzt. Beim Bestellungseingang wird kurzfristig "keine wesentliche Veränderung dieser Marktsituation" erwartet. Das Unternehmen weist aktuell noch einen Bestellungsbestand von 540 Mio auf; am Ende des Jahres 2014 waren es 730 Mio CHF gewesen.

Verkauf von Schaltag

Ausserdem gibt das Unternehmen bekannt, dass wegen der Fokussierung auf das Kerngeschäft die Schaltag Gruppe an eine private Schweizer Investorengruppe mit industriellem Hintergrund verkauft worden sei. Schaltag und Rieter werden gemäss den Angaben im Bereich Schaltschrankbau aber weiterhin zusammenarbeiten. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Über den Umsatzbeitrag von Schaltag macht Rieter in der Mitteilung keine Angaben. Laut einer Firmenbroschüre auf der Internetseite beschäftigt das Unternehmen in der Schweiz und in Tschechien 350 Mitarbeiter.

(AWP)

 

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04.02.2015 08:23
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Rieter kündigt sattes Gewinnplus an
 

Der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter hat 2014 einen leicht höheren Umsatz erzielt, gleichzeitig aber etwas weniger Bestellungen verbucht. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen ein sattes Gewinnplus an.

Der stärkere Schweizer Franken wird laut dem Management zu steigendem Preisdruck führen. Rieter habe 2014 die Marktdynamik gut genutzt und den Marktanteil gesteigert, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Konkret stieg der Umsatz um 11% auf 1,15 Mrd CHF,

Deutlich verbessert zeigte sich dabei vor allem das Neumaschinengeschäft (Division Spun Yarn Systems), das um 14% auf 980,9 Mio CHF zulegte. Das Service- und Komponentengeschäft (Premium Textile Components) erzielte hingegen einen 3% geringeren Umsatz von 172,4 Mio.

Aufgeschlüsselt nach Regionen wuchs Rieter insbesondere in der Türkei (+33%), das mit einem Umsatzanteil von knapp einem Viertel zum wichtigsten Absatzland wurde. Höhere Verkaufszahlen wurden auch in Amerika (+78% auf 199,5 Mio) und Indien (+21% auf 130,9 Mio) erzielt, während der Absatz in China (-22% auf 173,7 Mio) harzte.

Erwartungen erfüllt

Weniger erfolgreich als im laut der Mitteilung "starken Vorjahr" war Rieter bei der Akquirierung neuer Aufträge. Die Bestellungen verringerten sich um 9% auf 1,15 Mrd CHF. Der Geschäftsbereich Spun Yarn Systems büsste um 10% auf 973,8 Mio CHF ein, Premium Textile Components um 2% auf 172,3 Mio. In China sei die Nachfrage zurückhaltend gewesen. Im zweiten Halbjahr seien auch weniger Bestellungen aus der Türkei eingetroffen, heisst es dazu.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Rieter die Erwartungen der Analysten aber erfüllt: Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 1,13 Mrd CHF und einem Auftragseingang von 1,15 Mrd gerechnet.

Klares Gewinnplus

Mit den Umsatz- und Bestellungszahlen gibt Rieter auch einen Ausblick auf die Gewinnentwicklung: Demnach erwartet das Management für 2014 eine EBIT-Marge von gut 7% und einen Konzerngewinn von rund 4,5% des Umsatzes, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die genauen Zahlen werden am 18. März publiziert.

In absoluten Zahlen dürfte somit ein EBIT von gut 80 Mio CHF und ein Reingewinn von gut 50 Mio CHF ausgewiesen werden, womit die Profitabilität im zweiten Halbjahr deutlich gesteigert wurde (EBIT im ersten Halbjahr: 28,8 Mio, Reingewinn: 14,3 Mio). Die Werte wären auch eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als noch 60,2 Mio (EBIT) und 37,4 Mio (Reingewinn) vermeldet wurden.

Preisdruck wegen Frankenstärke

Ebenfalls erst im März will Rieter einen genauen Ausblick auf das Jahr 2015 geben. Mit einem Bestellungsstand von 730 Mio CHF am Jahresende 2014 gebe es "eine Auslastung bis weit in das Geschäftsjahr 2015", heisst es in der aktuellen Mitteilung dazu.

Wegen der Frankenstärke erwartet das Unternehmen 2015 auf dem in Schweizer Franken fakturierten Umsatz jedoch steigenden Preisdruck. Dieser mache jedoch nur noch 40% aus, heisst es dazu in der Mitteilung. 37% würden in Euro fakturiert und 23% in US-Dollar sowie weiterer Währungen. Der Kostenanteil in Schweizer Franken beträgt laut der Mitteilung noch 34% des Umsatzes gegenüber 43% im Jahr 2011.

Im vergangenen Jahr spielten Währungseffekte beim Bestellungseingang und Umsatz nur eine bescheidene Rolle. So hätte das Umsatzplus in Lokalwährungen 13% statt 11% betragen, das Minus bei den Bestellungen 8% statt 9%.

(AWP)

 

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02.12.2014 08:32
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Rieter stärkt After-Sales-Geschäft - Ziel ist laut CEO höhere Profitabilität

02.12.2014 08:23



(Mit Aussagen des CEO ergänzt)

Winterthur (awp) - Der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter gibt sich eine neue Struktur. Das bisher im Bereich Spun Yarn Systems (Maschinengeschäft) angesiedelte After-Sales-Geschäft soll neu in eine eigene Konzerndivision ausgegliedert werden, wie der Konzern am Montagabend mitteilte. Rieter besteht damit ab Januar 2015 aus drei Divisionen: Spun Yarn Systems, Premium Texile Components und After Sales.

Es geht darum, die Entwicklung in diesem Bereich zu beschleunigen, heisst es in der Mitteilung weiter. "Wir wollen die installierte Rieter-Basis optimal mit Ersatzteilen und Dienstleistungen versorgen", sagte CEO Norbert Klapper auf Anfrage von AWP. "Das bedeutet kürzere Lieferzeiten, bessere Liefertreue bei den Ersatzteilen und schnelle Reaktion auf Kundenwünsche."

Mit der Ansiedlung der Funktion in der Konzernleitung soll laut dem CEO die Wichtigkeit des Bereichs unterstrichen werden. "Mit dem zusätzlichen Dienstleistungsangebot wollen wir die Kundenbindung verbessern und profitabler werden", so Klapper.

BISLANG DOMINANTES MASCHINENGESCHÄFT

Angaben zur aktuellen Grösse des Geschäfts werden von Rieter aktuell keine gemacht. Mit der neuen Organisation werde jedoch auch die Segmentsberichterstattung angepasst. Im ersten Halbjahr 2014 steuerte die Division Spun Yarn Systems gut vier Fünftel zum Umsatz und fast 90% zum Bestellungseingang bei.

Die Leitung der neuen Business Group übernimmt Carsten Liske. Der 41-Jährige ist den Angaben zufolge seit 2009 für Rieter tätig, zuletzt als Senior Vice President Operations Spun Yarn Systems.

ys/cp/rw

(AWP)

 

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23.07.2014 08:48
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Rieters Zahlenset fällt durchzogen aus
 

Rieter hat im ersten Halbjahr 2014 zwar mehr Umsatz und einen deutlich höheren Gewinn erzielt, die Schätzungen lagen dennoch leicht höher. Der Bestellungseingang hingegen fiel besser als erwartet aus.

Im ersten Halbjahr konnte Rieter neue Aufträge im Umfang von 655,5 Millionen CHF verbuchen, wie der Hersteller von Spinnereimaschinen am Mittwoch mitteilte. Das waren 8 Prozent weniger (Lokalwährungen -5 Prozent) als im laut Rieter "sehr guten Vorjahreszeitraum", aber knapp 20 Prozent mehr als im zweiten Semester 2013. Damit hat Rieter die Erwartungen aber deutlich übertroffen: Analysten hatten im Vorfeld mit Bestellungen von lediglich 603 Millionen CHF gerechnet.

Das Marktumfeld sei im ersten Semester freundlich gewesen, heisst es dazu. Der Weltmarkt für Stapelfasermaschinen und -komponenten habe sich weiterhin günstig entwickelt. Am meisten Bestellungen erhielt Rieter aus Türkei, gefolgt von China, Indien, den USA, Vietnam, Usbekistan, Pakistan, Indonesien und Brasilien. Der weltweite Trend zu Maschinen im oberen Qualitätssegment mit hoher Automatisierung und Leistungsfähigkeit habe angehalten, so die Mitteilung weiter. Für Ende Juni weist Rieter einen Bestellungsbestand von rund 880 Millionen CHF aus.

Leicht höhere Margen

Alle anderen Kennzahlen zeigen auch gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 in die positive Richtung: Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 522,1 Millionen CHF, wobei in Lokalwährungen ein Plus von 12 Prozent resultiert hätte. Das Segment Spun Yarn Systems (Maschinen) legte um 11 Prozent auf 435,7 Millionen CHF zu, das Komponentengeschäft wuchs um 1 Prozent auf 86,4 Millionen CHF. Gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2013 ging der Umsatz zwar um 6 Prozent zurück. Der Grund seien hauptsächlich Lieferungen gewesen, die Rieter auf Wunsch der Kunden noch im Dezember 2013 ausgeführt habe.

Der EBIT stieg derweil um 68 Prozent auf 28,8 Millionen CHF, die entsprechende Marge verbesserte sich somit auf 5,5 Prozent von 3,6 Prozent. Beide Business Groups hätten ihre Profitabilität verbessert, heisst es weiter. Im Maschinengeschäft verbesserte sich die Marge aufgrund des höheren Umsatzes auf 4,5 Prozent von 3,4 Prozent, wobei der Produktmix aber ungünstig gewesen sei. Im Komponentengeschäft stieg sie auf 10,8 Prozent von 7,6 Prozent.

Reingewinn verdreifacht

Der Reingewinn verdreifachte sich beinahe auf 14,3 Millionen CHF. Die Investitionen reduzierten sich nach Abschluss des Wachstumsprogramms auf 12,5 Millionen von 26,5 Millionen CHF.

Abgesehen vom Bestellungseingang hat Rieter mit den vorgelegten Zahlen die Erwartungen der Analysten nicht ganz erreicht. Diese hatten gemäss AWP-Konsens mit einem Umsatz von 528 Millionen CHF, einem EBIT von 30,7 Millionen CHF und einem Reingewinn von 19,0 Millionen CHF gerechnet.

Als letzter Schritt des 150-Millionen-Investitionsprogramms führte Rieter ab Anfang Jahr neue IT-unterstützte globale Geschäftsprozesse ein. Nun will das Unternehmen ernten. Im zweiten Halbjahr wird eine stabile Nachfrage auf leicht tieferem Niveau als im ersten Semester erwartet.

Am Ausblick für das Gesamtjahr 2014 hält das Management abgesehen von einer Nuance fest. Es sei mindestens mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich zu rechnen, wobei das Wort "mindestens" neu ist. Der EBIT soll höher ausfallen als im Vorjahr.

AWP

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18.03.2014 08:43
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Rieter 2013: Gewinn um fast 50% gesteigert - Höhere Dividende beantragt (AF)

18.03.2014 08:30



(ergänzt um weitere Details)

Winterthur (awp) - Der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter weist für das Geschäftsjahr 2013 markant höhere Gewinnzahlen aus. Für das laufende Jahr geht das Unternehmen von einer weiteren Steigerung beim Umsatz und Ergebnis aus. Denn das Investitionsprogramm der letzten beiden Jahre soll jetzt richtig zu wirken beginnen.

Rieter hat sich im Geschäftsjahr 2013 bei allen Kennzahlen verbessert: Der EBIT stieg um 84% auf 60,2 Mio CHF und der Reingewinn um 46% auf 37,4 Mio CHF, wie der Konzern am Dienstag mitteilt. Das Plus beim Reingewinn sei umso besser, weil der Vorjahresreingewinn von einem Verkauf von Beteiligungen (17,6 Mio CHF) positiv beeinflusst gewesen sei.

Schon vor einigen Wochen hatte der Konzern einen gestiegenen Umsatz (+17% auf 1,04 Mrd CHF) und einen höheren Bestellungseingang (+50% auf 1,26 Mrd) vermeldet. An die Aktionäre soll eine 40% höhere Dividende von 3,50 CHF pro Aktie ausgeschüttet werden. Mit den vorgelegten Gewinnzahlen hat Rieter die Erwartungen der Analysten erfüllt. Diese waren im Durchschnitt (AWP-Konsens) von einem EBIT von 60,1 Mio CHF und einem Reingewinn von 36,8 Mio ausgegangen.

FABRIKEN BESSER AUSGELASTET

Beide Geschäftsbereiche trugen zur verbesserten Profitabilität bei. Die Sparte Spun Yarn Systems (Maschinengeschäft), die gut 80% zum Umsatz beisteuert, weist einen 49% höheren EBIT von 45,3 Mio CHF aus und eine Marge von 5,3% nach 4,2%. Der kleinere Bereich "Premium Textile Components" (Komponentengeschäft) steigerte den EBIT sogar um 62% auf 25,9 Mio CHF und die Marge auf 10,0% nach 6,9%.

Rieter erklärt die Steigerungen mit einem erhöhten Volumen im zweiten Halbjahr und einer dadurch verbesserten Auslastung der Fabriken, einem günstigeren Produktmix und einer erhöhten Marktdurchdringung im Ersatzteilgeschäft. Zudem habe sich der Stellenabbau im zweiten Semester mit 6 Mio CHF positiv im EBIT niedergeschlagen. Am Ende des Jahres beschäftigte Rieter zwar 2% mehr Angestellte (4'790). In dieser Zahl seien aber 1'210 Temporäre enthalten. Neue Stellen seien ausschliesslich in Asien geschaffen worden.

WACHSTUMSPROGRAMM BELASTET EBIT

Die höheren Gewinnzahlen kamen trotz der Kosten für das Wachstumsprogramm 2012/2013 zustande. Rieter beziffert dessen Effekt auf den EBIT mit 23,7 Mio CHF. Der EBIT ohne diese Kosten hätte somit 83,9 Mio CHF erreicht, was einer Marge von 8,1% entspricht. Neben den EBIT-wirksamen Kosten tätigte Rieter 2013 im Rahmen des Programms Investitionen von 35,7 Mio CHF.

Die Projektkosten über die gesamte Dauer beziffert der Textilmaschinenkonzern nun auf gut 146 Mio CHF und damit 6 Mio höher, als beim Start im Jahr 2012 geplant war. Abgesehen von einem IT-Projekt, das den EBIT im laufenden Geschäftsjahr um 10 Mio CHF mindern wird, sei das Projekt abgeschlossen, heisst es in der Mitteilung. Dazu zählten die Werkserweiterungen in China und Indien. Zudem sei die Serienfreigabe für die neue Luftspinnmaschine J20 Ende 2013 erfolgt.

GUTE NACHFRAGE ZUM JAHRESBEGINN

Der Start ins laufende Geschäftsjahr verlief laut der Mitteilung vielversprechend: Rieter habe in den ersten beiden Monaten weiterhin eine gute Nachfrage nach Textilmaschinen und -komponenten verzeichnet. Für das ganze Jahr rechnet das Management um den neuen CEO Norbert Klapper mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Der Auftragsbestand reiche bereits ins Jahr 2015. Nur in China habe die Nachfrage gegen Jahresende nachgelassen.

Die operative Marge werde vom Volumenwachstum profitieren. Deshalb wird ein höherer EBIT erwartet, auch wenn die Kapazitäten für Luftspinnmaschinen schlechter ausgelastet seien als im Vorjahr und der Auftragsbestand zum Teil tiefere Margen aufweise.

AWP

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