Schindler

Schindler Hldg N 

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Ausblick Schindler:

Ausblick Schindler: Auftragseingang von 5,78 Milliarden Franken erwartet

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler gibt am Freitag, 17. August die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2018 bekannt. Insgesamt haben acht Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

16.08.2018 14:55

H1 2018E (in Mio Fr.) AWP-Konsens H1 2017A Auftragseingang 5'777 5'346 Umsatz 5'168 4'769 EBIT 600 558

FOKUS: Die Analysten rechnen auf der Umsatzseite mit einer soliden Entwicklung bei Schindler im zweiten Quartal. Auch der Auftragseingang dürfte weiter zugelegt haben. Die Marge dürfte jedoch aufgrund der steigenden Rohmaterialpreise, steigender Löhne und der Währungsentwicklung unter Druck kommen. Die Preissteigerungen könnten nur mit einer Zeitverzögerung an die Kunden weitergegeben werden. Der Markt insgesamt wachse jedoch weiter und Schindler profitiere zudem von dem Wachstum bei der Wartung, aufgrund der höheren installierten Basis.

Da nicht alle Analysten in ihren Schätzungen den vom Unternehmen erst kürzlich kommunizierten positiven Effekt aus einer Steuerrückzahlung berücksichtigt hatten, kam hier kein verlässlicher AWP-Konsens zustande. (Siehe Pro Memoria) Gemäss den bereits aktualisierten Prognosen wird der Reingewinn bei etwa 500 Millionen Franken erwartet.

ZIELE: Der Ausblick für das laufende Jahr 2018 wurde mit der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal Ende April bestätigt. Die Guidance lautet weiterhin auf ein Umsatzwachstum von 3% bis 5% in Lokalwährungen. Der Ausblick für den Konzerngewinn soll mit der Publikation der Halbjahreszahlen bekannt gegeben werden.

Schindler-Chef Thomas Oetterli rechnet mit einer positiven Marktentwicklung. Neben den Wachstumsmärkten China, Indien und Südostasien würden auch Nordamerika und Europa eine stabile Wachstumsbasis bieten. Am Ziel, den EBIT und die Marge im Gesamtjahr zu steigern, hielt Oetterli fest. "Wir werden aber nicht so stark zulegen wie im Vorjahr."

PRO MEMORIA: Vor einigen Tagen hatte Schindler darauf hingewiesen, dass das Ergebnis im zweiten Quartal von einer einmaligen Steuerrückzahlung positiv mit 55 Millionen Franken beeinflusst wird. Allerdings könne der tatsächliche Betrag aus dieser Rückzahlung noch von dem nun gemeldeten Betrag abweichen, da die endgültigen Steuerveranlagungen noch nicht vorliegen würden, hiess es.

In einem Interview hat Schindler-Verwaltungsratspräsident Silvio Napoli Mitte Juli die Option eines "Going Private" für das Unternehmen ins Spiel gebracht. Das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen einer Börsenkotierung stimme nicht mehr. "Die Rechnungslegung ist viel komplexer, aber deswegen nicht transparenter geworden", sagte Napoli. "Ein Going Private ist eine Option." Es würde dem Unternehmen viel Freiheit zurückgeben, wäre im Moment allerdings "extrem teuer". "Konkrete Pläne haben wir keine in der Schublade", fügte er an.

Anfang Mai hatte Schindler zwei Anleihe im Volumen von zusammen 500 Millionen Franken platziert. Der Nettoerlös aus den 0,0%/2020 (100 Mio) und 0,25%/2023 (400 Mio) Bonds soll für die Entwicklung des Geschäfts eingesetzt werden. Dabei nennt Schindler die Finanzierung des weiteren Wachstums, neue Technologien und Innovationen, mögliche Akquisitionen sowie einen allfälligen Rückkauf von eigenen Aktien und Partizipationsscheinen.

AKTIENKURS: Die Schindler-Partizipationsscheine haben sich in den vergangenen Monaten von dem bisherigen Jahrestief deutlich erholt. Bis April war der Kurs bis auf 197,90 Franken zurückgegangen, von dem im Januar markierten Allzeithoch bei 239 Franken. Aktuell notieren die Titel bei rund 224 Franken.

Homepage: www.schindler.ch

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Schindler wächst zweistellig

Schindler wächst zweistellig und hebt die Ziele an

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Halbjahr Auftragseingang, Umsatz und Betriebsgewinn deutlich gesteigert.

17.08.2018 07:04

Der Konzerngewinn wurde zusätzlich durch eine Steuerrückzahlung getrieben. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wird angehoben und beim Gewinn wird ein Wert von bis zu über einer Milliarde Franken angepeilt. Der Auftragseingang und der Umsatz stiegen um je rund 10 Prozent auf 5,87 Milliarden bzw. 5,26 Milliarden Franken. In Lokalwährungen betrug das Wachstum je rund 8 Prozent, wie Schindler am Freitag mitteilte.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kam bei 613 Millionen Franken zu liegen und damit ebenfalls rund 10 Prozent über dem Wert des Vorjahressemesters. Die EBIT-Marge blieb mit 11,7 Prozent stabil zum Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn nahm derweil um 23 Prozent auf 516 Millionen zu. Ohne die bereits zuvor kommunizierte Steuerrückzahlung in Höhe von 55 Millionen betrug das Plus ebenfalls 10 Prozent.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten auf allen Stufen übertroffen. Die Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Auftragseingang von 5,77 Milliarden Franken, einem Umsatz von 5,17 Milliarden und einem EBIT von 600 Millionen gerechnet.

Das Unternehmen zeigt sich mit dem Geschäftsgang zufrieden. Der Anteil an Grossprojekten habe dank Erfolgen im Infrastrukturbereich und dem Key Account Management für globale Kunden zugenommen. Das höchste Wachstum hat gemäss Schindler die Region Amerika erzielte, gefolgt von EMEA und Asien-Pazifik. Im chinesischen Neuanlagenmarkt hat Schindler die verkauften Stückzahlen erhöht und ist wertmässig gewachsen, wie es weiter heisst.

Für das Gesamtjahr 2018 wurde das Ziel für das Umsatzwachstum angehoben: Es wird neu ein Plus von 7 bis 5 Prozent in Lokalwährungen angepeilt, nach zuvor 3 bis 5 Prozent. Zudem gibt es neu ein Ziel für den Konzerngewinn, der zwischen 960 Millionen und 1,01 Milliarden Franken erwartet wird. Im Vorjahr hatte dieser bei 884 Millionen gelegen.

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Schindler lanciert

Schindler lanciert kletternden Roboter

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler macht einen weiteren Schritt in Richtung Automatisierung: Er lanciert einen Roboter, der im Liftschacht klettern und autonom Arbeiten ausführen kann.

17.10.2018 07:35

Der Roboter mit dem Namen "R.I.S.E" (Robotics Installation System for Elevators) sei für die Automatisierung repetitiver, körperlich anspruchsvoller Tätigkeiten entwickelt worden, teilte Schindler am Mittwoch mit. Dazu zählten etwa das Bohren von Löchern in Betonwände oder die Befestigung von Ankerbolzen zur präziseren Montage von Führungsschienen. Es gehe somit auch um einen "neue Dimension der Arbeitssicherheit".

Ausserdem gab Schindler bekannt, dass mit dem Council of Tall Buildings and Urban Habitat (CTBUH) eine Partnerschaft über zwei Jahre vereinbart worden sei. CTBUH ist laut den Angaben eine Non-Profit-Organisation, die den Austausch von Know-how über den Bau von hohen Gebäuden fördert. Schindler will dank der Partnerschaft beim Thema Robotik- und Automatisierungsprozesse im Bau von hohen Gebäuden vorwärtskommen.

(AWP)

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Ausblick Schindler:

Ausblick Schindler: Jahresgewinn von 1'007 Millionen Franken erwartet

Der Lift- und Fahrtreppenhersteller Schindler veröffentlicht am Donnerstag, 14. Februar das Geschäftsergebnis 2018. Zum AWP-Konsens haben insgesamt zwölf Analysten beigetragen.

13.02.2019 14:00

2018E (in Mio Fr.) AWP-Konsens 2017A Auftragseingang 11'572 10'989 Umsatz 10'776 10'179 - Umsatzwachstum 6,2 4,6 in LW (in Wacko EBIT 1'262 1'187 Reingewinn 1'007 884 (in Fr.) Dividende je Aktie 4,59 4,00

FOKUS: Die Analysten rechnen mit einer Umsatzentwicklung in Lokalwährungen im Rahmen der vom Unternehmen gesetzten Ziele. In Franken gerechnet dürfte die Währungsentwicklung entgegengewirkt haben und auch die Umstellung auf den Rechnungslegungsstandard IFRS dürfte Spuren hinterlassen haben. Die Marge wird zum Vorjahr wenig verändert erwartet. Von Interesse dürfte der Ausblick auf das laufende Jahr sein. Im Januar hatte Wettbewerber Otis aufgrund der allgemeinen Konjunkturerwartungen einen vorsichtigen Ausblick gemeldet.

ZIELE: Schindler hat für 2018 ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 5 bis 7 Prozent prognostiziert. Beim Konzerngewinn wurde ein Wert in der Bandbreite von 960 Millionen bis 1,01 Milliarden Franken angepeilt.

PRO MEMORIA: Anfang Dezember hat das Unternehmen seinen neuen Hauptsitz in Ebikon bezogen. In den Um- und Neubau des Campus wurden in den vergangenen Jahren rund 130 Millionen Franken investiert. Die neue Firmenzentrale bietet rund 280 Mitarbeitern Raum.

Mit den Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2018 hatte Schindler die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Auftragseingang stieg um 7,1 Prozent auf 8,65 Milliarden Franken und der Umsatz um 7,9 Prozent auf 7,94 Milliarden. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 6,8 bzw. 7,6 Prozent.Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT legte um 7,7 Prozent auf 926 Millionen Franken zu und die entsprechende Marge betrug unverändert 11,7 Prozent. Der Konzerngewinn erhöhte sich durch eine Steuerrückzahlung stärker um 15,1 Prozent auf 746 Millionen Franken. Währungen und steigende Rohmaterialkosten belasteten, das Unternehmen konnte jedoch operative Verbesserungen erzielen.

Alle Regionen legen zu, wobei Amerika am stärksten wuchs. In China wurden stabile Volumen erreicht und in Indien stiegen die Neuinstallationen. In Europa hätten sowohl der Norden als auch der Süden Wachstum gezeigt, hiess es Ende Oktober.

AKTIENKURS: Die Schindler-Partizipationsscheine haben in den vergangenen 12 Monaten eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich gebracht. Von rund 240 Franken im Januar 2018 ging es bis unter 200 Franken im vergangenen Sommer hinab. Danach folgte wiederum ein Anstieg auf ein Allzeithoch bei rund 246 Franken Anfang Oktober, worauf eine erneute Schwäche bis unter 190 Franken zum Jahreswechsel folgte. Aktuell notieren die PS bei rund 212,20 Franken.

Homepage: www.schindler.ch

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Schindler steigert Umsatz und

Schindler steigert Umsatz und hält Profitabilität - Abschwächung erwartet

(Ausführliche Fassung) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler ist im vergangenen Geschäftsjahr erneut gewachsen und hat die Profitabilität gehalten. Der Reingewinn konnte durch einen Sondereffekt etwas stärker zulegen und die Aktionäre erhalten eine unveränderte Dividende. Im laufenden Jahr wird eine leichte Abschwächung in einigen Märkten erwartet.

14.02.2019 07:56

Der Auftragseingang legte um 6,2 Prozent auf 11,67 Milliarden Franken zu und der Umsatz um 6,9 Prozent auf 10,88 Milliarden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährung betrug das Wachstum 6,6 beziehungsweise 7,3 Prozent, womit die Umsatzerwartungen des Unternehmens selbst übertroffen wurden.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT konnte der Innerschweizer Konzern um 6,9 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken steigern, was einer unveränderten EBIT-Marge von 11,7 Prozent entspricht. Der Reingewinn wuchs um 14 Prozent auf 1,01 Milliarden. Zu diesem überproportionalen Wachstum habe das verbesserte operative Ergebnis sowie eine Einigung über die Besteuerung in Höhe von 60 Millionen Franken beigetragen. Die Analystenschätzungen (AWP-Konsens) wurden bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT knapp übertroffen, beim Reingewinn erreicht.

Nordamerika weiter stark - Wachstum in Asien

Das Wachstum sei in der Region Amerika am höchsten gewesen, gefolgt von den Regionen EMEA (Europe/Middle East/Africa) und Asien-Pazifik, schrieb das Unternehmen weiter. In China sei im Neuanlagengeschäft die Nachfrage leicht gestiegen und Indien sei zum Wachstum zurückgekehrt. Der nordamerikanische Markt sei unverändert stark geblieben und Südamerika habe von Volumenzunahmen in Brasilien profitiert. Die Region EMEA habe sowohl in Nord- als auch in Südeuropa eine robuste Nachfrage verzeichnet. Insgesamt sei der Anteil an Grossprojekten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Der Konzern setzt auf strategische Investitionen und die Beschleunigung von Innovationen. Das Projekt zur Modularisierung der Aufzüge schreite voran. Im Servicebereich seien mehr als 25 kleinere Unternehmen zugekauft worden und in China wurde die Beteiligung am dem Joint Venture "Volkslift Elevator" auf 49 Prozent erhöht. Zudem habe die Fertigstellung des Fahrtreppenwerks in Indien sowie die Eröffnung eines Werks für Fahrtreppenstufen in China die Position gestärkt. Zudem investiert Schindler in Digitalisierung, etwa in das Projekt "Digital Twin", das in der Entwicklung, Produktion und Montage zum Einsatz kommt, eine IoT-Plattform oder ein Robotersystem zu Installation von Aufzügen.

Unveränderte Dividende von 4 Franken

Der Generalversammlung wird eine unveränderte ordentliche Dividende von 4,00 Franken je Namenaktie und Partizipationsschein vorgeschlagen. An der Generalversammlung am 26. März stellt sich Michael Nilles auf eigenen Wunsch nicht mehr für eine Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung, wie es weiter hiess.

Für das laufende Jahr 2019 peilt das Schindler-Management eine Umsatzsteigerung in einer Spanne von 4 bis 6 Prozent in Lokalwährungen an. Einige wichtige Aufzugs- und Fahrtreppenmärkte würden sich abschwächen, so die Erwartung. Schindler sei aber aufgrund der breiten geografischen Diversifikation bestens positioniert, um von den Entwicklungen in Bereichen zu profitieren, wo die Märkte weiterhin wachsen. Langfristig würden die globalen Megatrends den Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt weiterhin begünstigen.

yr/tt

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Schindler, der defensive

Schindler, der defensive Zykliker

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler fährt an der Börse immer wieder Zickzack - trotz defensiver Qualitäten. Für höhere Kurse müssen sich Anleger langfristig orientieren.

03.04.2019 16:16

Von Ivo Ruch

Mit der Schindler-Aktie kann es schon mal kräftig nach oben oder unten gehen. Zuletzt schlug der Kurs um 3 Prozent nach oben aus wegen ermutigender Zeichen im Zollstreit. Wenige Tage davor ging es im selben Ausmass abwärts, als ein Analyst sein Rating änderte. Aktuell steht die Schindler-Aktie mit 209 Franken 10 Prozent höher als zu Jahresbeginn und 8 Prozent höher als vor einem Jahr. Beide Werte liegen unter jenen des breiten Marktes.

Kursverlauf von Schindler (rot), vom Konkurrenten Kone (violett) und des SPI (grün) in den letzten zwölf Monaten, Quelle: cash.ch

Bei dieser Sensitivität stellt sich für Anleger die Frage, wie die langfristigen Perspektiven aussehen. Schindler reagiert an der Börse immer wieder auf konjunkturelle News, was typisch ist für zyklische Titel. Kein Wunder: Als Anbieter von Aufzügen und Fahrtreppen ist Schindler abhängig von der Bautätigkeit und somit vom Konjunkturverlauf. So formulierte das Management seinen Ausblick jüngst etwas vorsichtiger. CEO Thomas Oetterli sagte gegenüber cash, der für Neuanlagen wichtigste Markt China werde sich im laufenden Jahr flach entwickeln und in Nordamerika könnte mit der Zeit "ein Ende des Zyklus" kommen.

Die zyklische Seite

Schindler hat aber auch eine weniger zyklische Seite: das Servicegeschäft. Dieses macht rund die Hälfte des Umsatzes aus. Die Reparaturen und Modernisierungen von Anlagen hängen stark mit den Neuanlagen zusammen: Je mehr Installationen, desto mehr Servicekontrakte. Doch laut Marktbeobachtern ist es vorstellbar, dass der Service-Anteil innerhalb von zehn Jahren bis auf 60 Prozent steigt.

Im Vergleich zu anderen Industrietiteln gibt es noch weitere Merkmale, die Schindler weniger schwankungsanfällig machen. Einerseits ist das Geschäftsmodell wenig kapitalintensiv. Das heisst, die Einzelteile für Schindler-Produkte werden grundsätzlich bei Bedarf eingekauft und von der Firma zusammengebaut. Andererseits sitzt der Konzern auf einem hohen Bargeldbestand. Das gibt Flexibilität in verschiedene Richtungen.

Die Netto-Cash-Position von etwa zwei Milliarden Franken könnte zum Kurstreiber werden, wenn sie den Aktionären zugute käme. Das kann mittels Aktienrückkauf oder Dividendenerhöhung geschehen. Gerade bei der Dividende hat Schindler bereits an Dynamik zugelegt: Mit knapp 13 Prozent durchschnittlichem jährlichem Dividendenwachstum in den letzten fünf Jahren (2013 bis 2018) gehört der Titel hier zur Spitzengruppe in der Schweiz (cash berichtete).

Trotzdem besteht immer noch Luft nach oben. Verglichen mit anderen Industrieunternehmen ist die aktuelle Dividendenrendite von 1,9 Prozent eher ein tiefer Wert. Auch der finnische Konkurrent Kone (3,5 Prozent) bietet seinen Aktionären eine deutlich höhere Gewinnbeteiligung. Der hohe Cash-Bestand kann aber auch für Investitionen und Zukäufe genutzt werden. Etwas, das Schindler derzeit in den Vordergrund stellt, wie mit der Gründung des Startups "Building Minds" klar wurde. Es soll die Verwaltung und den Betrieb von Immobilien mit digitalen Mitteln optimieren.

Aktie ist kein Schnäppchen

Bei all diesen Möglichkeiten – Aktienrückkauf, Dividendenerhöhung, Zukäufe – ist jedoch die Agenda der Grossaktionäre entscheidend. Die Familien Schindler und Bonnard kontrollieren rund 70 Prozent der Stimmen, und ohne ihre Zustimmung wird der Titel nicht zur Dividendenperle. Somit rücken für Anleger andere Aspekte in den Mittelpunkt.

Da ist zum einen die EBIT-Marge, die im Vergleich zur Konkurrenz stabil geblieben ist. Einen Margen-Ausblick macht Schindler erst aus Anlass der Halbjahreszahlen. Beobachter rechnen aber weiterhin mit einer stabilen und positiven Entwicklung. Die Zürcher Kantonalbank schreibt in diesem Zusammenhang von einer "umsichtigen, auf Kontinuität bedachten Wachstumsstrategie". Der folgende Chart zeigt, wie Schindler in den letzten Jahren bei den EBIT-Margen einen stetigen Aufwärtstrend schaffte, während die Konkurrenz immer wieder Schwankungen hinnehmen mussten.

Aus der Bewertungsperspektive ist Schindler bestimmt nicht günstig. Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die kommenden zwölf Monate beträgt 23, was klar über dem Industriesektor liegt. Die Prämie kann allerdings mit der hohen Qualität gerechtfertigt werden. Dazu gehören ein bewährtes Geschäftsmodell, eine gesunde Bilanz sowie ein hoher Auftragsbestand. Zudem profitiert Schindler vom Zukunftstrend der Urbanisierung in die Vertikale.

Die Analysten sind mit einem durchschnittlichen Kursziel von 216 Franken nicht besonders euphorisch. Solange die Zollstreitereien zwischen China und den USA nicht abgeschlossen sind, besteht für die Schindler eine ständige Rückschlagsgefahr. Die Qualitäten von Schindler – ein Mix aus zyklischen und defensiven Merkmalen – dürften eher langfristig zum Tragen kommen.

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Schindler setzt bei

Schindler setzt bei intelligenten Liften auf Dienste von Telefónica

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler und der spanische Telekomkonzern Telefónica spannen im Bereich der digitalen Netzwerkkonnektivität zusammen. Im Rahmen der weltweiten Partnerschaft rüstet Telefónica die intelligenten Aufzüge und Fahrtreppen von Schindler mit Konnektivitätslösungen aus.

27.05.2019 19:08

Auf der Schindler Ahead-Plattform für Wartungs-, Notruf- und Informationsdienste werde Telefónica ihre "Kite Platform" zur Verfügung stellen, teilte Schindler am Montag mit. Diese biete in Echtzeit eine transparente Übersicht und Verwaltung der Konnektivität aller Aufzüge und Fahrtreppen an.

mk/jb

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Schindler mit mehr Umsatz und

Schindler mit mehr Umsatz und tieferem Gewinn - Prognose bestätigt

(Meldung um weitere Angaben ergänzt) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Halbjahr 2019 Auftragseingang und Umsatz gesteigert. Höhere Kosten und Investitionen belasteten den Betriebsgewinn und der Reingewinn war nach einer Steuerrückzahlung im Vorjahr deutlich tiefer. Im Gesamtjahr wird weiter Wachstum erwartet, beim Gewinn jedoch ein leichter Rückgang.

14.08.2019 07:35

Der Auftragseingang verbesserter sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 6,09 Milliarden Franken, wie Schindler am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz wuchs um 3,3 Prozent auf 5,43 Milliarden. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 5,8 bzw. 5,4 Prozent. Alle Geschäftsfelder und Regionen erzielten Wachstum, wie das Unternehmen betonte.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kam bei 596 Millionen Franken zu liegen und damit 2,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die EBIT-Marge betrug 11,0 nach zuvor 11,7 Prozent.

Die Preisanpassungen, Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen hätten die negativen Währungseinflüsse, steigende Lohn- und Materialkosten sowie geplante höhere Ausgaben für strategische Projekte wie erwartet nicht vollständig kompensieren können, schrieb das Unternehmen weiter. Schindler verbuchte Restrukturierungskosten in Höhe von 7 Millionen (VJ 5 Mio) und Ausgaben für das strategische Projekt "BuildingMinds" in der Höhe von 5 Millionen.

Der Konzerngewinn lag mit 436 Millionen Franken rund 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um die im zweiten Quartal des Vorjahres verbuchte Steuerrückzahlung in Höhe von 55 Millionen belief sich das Minus auf 5,4 Prozent. Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten knapp erreicht.

Hohe Anzahl an Grossprojekten

Das Unternehmen zeigt sich mit dem Geschäftsgang angesichts des Marktumfeldes zufrieden. In einem insgesamt hart umkämpften Markt habe man die Wachstumsdynamik beibehalten können.

Die Anzahl an Grossprojekten sei "bemerkenswert" gewesen, insbesondere in Nordamerika und in China im Bereich des öffentlichen Verkehrs, hiess es weiter. Die Region Asien-Pazifik habe das grösste Wachstum erzielte, gefolgt von den Regionen Amerika und EMEA. Im chinesischen Neuanlagenmarkt sei Schindler wertmässig deutlich gewachsen und habe im Vergleich zum Vorjahr die abgesetzten Stückzahlen "substanziell" erhöht.

Die strategischen Projekte würden planmässig voranschreiten. Dazu zählen die Modularisierung des Produktportfolios, die Entwicklung von digitalen Kundenlösungen auf der Basis des Programms "Schindler Ahead" sowie die Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Das im März gegründete Berliner Start-Up "BuildingMinds", eine Serviceplattform für die Immobilienbewirtschaftung, habe sein Kernteam gefunden und konzentriere sich auf die Entwicklung erster Kundenlösungen.

Leichte Marktabschwächung erwartet

Die Märkte könnten sich im Verlauf des Jahres leicht abschwächen, heisst es im Ausblick. Schindler erwartet jedoch, dass der Konzern weiteres Wachstum erzielen wird und bestätigt seine Umsatzguidance für 2019 mit einem Plus von 4 bis 6 Prozent in Lokalwährungen. Zudem gibt es neu ein Ziel für den Konzerngewinn, der zwischen 900 Millionen und 940 Millionen Franken erwartet wird. Im Vorjahr hatte dieser Wert 1,01 Milliarden erreicht.

yr/rw

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Schindler nimmt

Schindler nimmt Verschiebungen in der Geschäftsleitung vor

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler gibt Änderungen in der Geschäftsleitung bekannt.

30.09.2019 06:41

Carlos Guembe werde nach 30 Jahren Tätigkeit für Schindler per Ende Jahr im Vorfeld seiner für 2020 geplanten Pensionierung aus der Geschäftsleitung zurücktreten, teilte Schindler am Montag mit. Die Änderungen treten per 1. Januar 2020 in Kraft.

Seine Aufgabe als Verantwortlicher für Südeuropa übernimmt Julio Arce, welche bisher für den Bereich Qualität ("Field Quality & Excellence) zuständig war. Die Position von Arce wiederum wird von Robert Seakins übernommen, welcher derzeit noch die Region Asien/Pazifik leitet.

Seakins wird ersetzt durch Jujudhan Jena, welcher aktuell noch als CEO von Jardine Schindler aktiv ist, einem Joint Venture von Schindler in Hong Kong, Taiwan und Südostasien.

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Schindler steigert Umsatz in

Schindler steigert Umsatz in den ersten neun Monaten - weniger Gewinn

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in den ersten neun Monaten 2019 zwar mehr umgesetzt, der Gewinn fiel jedoch gegenüber dem Vorjahr klar tiefer aus.

24.10.2019 06:57

Grossprojekte in Nordamerika und Asien trieben das Wachstum. Die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr wird bestätigt. Der Auftragseingang stieg um 4,1 Prozent auf 9,01 Milliarden Franken und der Umsatz um 4,0 Prozent auf 8,26 Milliarden. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 5,9 bzw. 5,8 Prozent, wie Schindler am Donnerstag mitteilte.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT ging hingegen in den Monaten Januar bis September leicht um 0,3 Prozent auf 923 Millionen Franken zurück, in Lokalwährungen hätte ein Plus von 1,6 Prozent resultiert. Die entsprechende Marge ging auf 11,2 von 11,7 Prozent im Vorjahr zurück. Der Konzerngewinn betrug 680 Millionen Franken, verglichen mit 746 Millionen im Vorjahr, als der Konzern eine einmalige Steuerrückerstattung in Höhe von 55 Millionen enthalten hatte.

Grossprojekte im Infrastruktur- und Geschäftshausbereich in Nordamerika und Asien-Pazifik seien als wesentliche Treiber hervorzuheben, schrieb Schindler weiter. Alle Geschäftsfelder und Regionen hätten Wachstum generiert. Die Region Asien-Pazifik habe - unterstützt durch die Entwicklung in China - den grössten Anstieg erzielt.

Beim Betriebsergebnis hätten die Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen die steigenden Lohn- und Materialkosten sowie geplante höhere Ausgaben für strategische Projekte nicht vollständig kompensieren können, schrieb das Unternehmen weiter.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten auf allen Stufen übertroffen. Die Experten hatten gemessen am AWP-Konsens mit einem Auftragseingang von 8,98 Milliarden Franken, einem Umsatz von 8,21 Milliarden, einem EBIT von 911 Millionen und einem Reingewinn von 668 Millionen gerechnet.

Die Zahlen zum dritten Quartals zeigen eine Beschleunigung des Wachstums in Vergleich zum ersten Halbjahr. Der Auftragseingang konnte um 4,8 Prozent und der Umsatz um 5,2 Prozent gesteigert werden (H1 3,8% bzw. 3,3%).

An den Zielen für das Gesamtjahr hält die Gruppe dennoch fest: Schindler geht für 2019 weiter von einem Umsatzwachstum (in Lokalwährungen gerechnet) von 4 bis 6 Prozent aus. Und beim Konzerngewinn wird weiterhin ein Wert in der Bandbreite von 900 bis 940 Millionen angepeilt.

yr/rw

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Auf Höchstkursen: Schindler

Auf Höchstkursen: Schindler-Verwaltungsrat verkauft weitere Aktien-Anteile

Höchstkurse beim Liftbauer Schindler verleiten offenbar zu Gewinnrealisierungen.

18.12.2019 20:45

Am Mittwoch hat ein nicht-exekutives Verwaltungsratsmitglied 25'635 Namenaktien im Wert von 6,1 Millionen Franken veräussert. Also zu 238,56 Franken das Stück. Bereits zu Wochenbeginn hatte ein grosser Blockverkauf zu reden gegeben.

Beim Verkäufer könnte es sich erneut um den Firmenpatron, früheren Konzernchef und heutigen Verwaltungsrat Alfred N. Schindler handeln. Denn nur dieser besass aus dem Kreis der nicht-exekutiven Verwaltungsräte über eine ausreichende Zahl Schindler-Namenaktien. Zumindest - laut dem jüngsten Geschäftsbericht - per Ende 2018.

Alfred Schindler hatte sich bereits am Montag von 43'330 Partizipationsscheinen im Wert von 10,9 Millionen Franken getrennt. Er hatte damit sein gesamtes PS-Paket auf einmal abgestossen.

Die Schindler-Papiere so hoch bewertet sind wie nie zuvor. Am Montag hatten sie mit 253,50 Franken noch ein Rekordhoch verbucht.

(AWP)

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Schindler-Familie schichtet

Schindler-Familie schichtet Anteile zwischen den Generationen um

Bei Schindler wird es in den kommenden zwei Jahren zu einer Reihe von grossvolumigen ausserbörslichen Aktien-Transaktionen kommen.

08.01.2020 07:21

Die durch einen Aktionärsbindungsvertrag (ABV) verbundenen Familien würden Umschichtungen zwischen der vierten und fünften Generation vornehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

In den kommenden zwei Jahren seien deshalb aus heutiger Sicht bis zu 15 Transaktionen zu erwarten. Deren Wert werde je zwischen 20 Millionen und 350 Millionen Franken liegen. Eine erste Tranche im Umfang von rund 317 Millionen erfolgte am 27. Dezember 2019.

Ziel der Umschichtung sei, dass der Schindler-Konzern langfristig als Familienunternehmen in Schweizer Hand bleiben soll, wie es weiter heisst. Die durch den ABV verbundenen Familien halten zusammen 71 Prozent der Stimm- und 44 Prozent der Kapitalanteile.

(AWP)

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