Schmolz und Bickenbach

Schmolz + Bickenbach Aktie 

Valor: 579566 / Symbol: STLN
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Elias
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gertrud hat am 30.10.2019 09

gertrud hat am 30.10.2019 09:26 geschrieben:

! bis 1. November verfolge ich im Forum eigene Interessen !

Danach die der anderen. Da bin ich mal gespannt.....

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

gertrud
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VoestAlpine weisser Ritter?

Ich bin auch gespannt, wie es hier  weitergeht. Wie Haefner sich die S+B Rettung vorstellt, ist klar. Aber nicht, wie Vekselberg S+B refinanzieren will. Das müsste er bald mal erklären. Oder ist er für den Verkauf der S+B an die VoestAlpine? Das würde die KE überflüssig machen und den Kursanstieg der letzten Tage erklären.

S+B braucht sehr viel Geld um wieder auf die Beine zu kommen. Viel mehr als die 325 Mio die Haefner bereit wäre zu investieren.
Wer auch immer die Kontrolle über S+B anstrebt, er wird sein Geld möglichst der Firma und nicht den Altaktionären zukommen lassen.

Dann ist der Bond über 350 Mio Euro besichert und hat eine «Change of Control»- Klausel: Wenn «jemand» die Kontrolle (grösser als 33.5% glaub ich) über S+B übernimmt, können die Bondholder diesen sofort zu 101% fällig stellen. «Jemand» oder die Banken müssten diesen Betrag dann auch bereitstellen und die Anleihe Gläubiger auszahlen.

Fazit: Die Sympathien liegen wohl bei Haefner, aber Vekselberg (+ die dt Erbengemeinschaft) kann alles blockieren. Und je länger das Gerangel dauert, desto schlechter steht es um S+B und desto günstiger wird sie.
Das weiss natürlich auch ein möglicher "Weisser Ritter".

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@gertrud

@gertrud

VoestAlpine weisser Ritter?

Plausibel und eine mutmassliche Erklärung zur Kursreaktion nach oben. Schon erstaunlich wie gut sich die Aktie hält und auch das Handelsvolumen ist doch ansprechend. Es tut sich was und mir gefällts. Ich steige jetzt sicher nicht aus Biggrin

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Irgendwas geht da, ansonsten

Irgendwas geht da, ansonsten wäre das Handelsvolumen nie so hoch, und das seit Tagen. Auch seit Tagen steigt die Aktie seit der Ankündigung der Kapitalerhöhung.

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Klar - das Blatt kann sich

Klar - das Blatt kann sich noch wenden. Aber: Gewinne laufen lassen, habe ich gelernt. Die Nachfrage nach Schmobis weiterhin hoch. Wieder 2-Stellig im Plus. + 25% bis jetzt, Neuland für mich bei S+B - das gab's noch nie...eher -25%. Ich halte sie weiterhin, die Dinger werden rege nachgefragt.

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Und das Blatt wendet sich

Und das Blatt wendet sich also doch noch. Die Angst um die bevorstehende Kapitalerhöhung gewinnt an Bedeutung. Morgen wieder -10%? Oder nur Gewinnmitnahmen?

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Sieht so aus, dass ich zum

Sieht so aus, ob ich zum Alleineunterhalter werde...seit glücklich, dass ich investiert bin, ansonsten würde wohl kaum jemanden hier nur ein Buchstaben absetzen. Aber was soll dieses Auf und Ab beim Aktienkurs? Ig chume nid drus...

mats
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Ich rechne es gibt eine

Ich rechne es gibt eine Kapitalerhöhung von ca. 300 Mio ...Fantasie oder Wahrheit oder etwas dazwischen...

Es gibt ein Übernahmeangebot von 32 oder 33  Rp. das ist nur möglich weil die Firma einigermassen saniert werden soll, sonst müsste der Preis höher sein. (nach Gesetz). Die Gründerfirma welche 10 Prozent hält gibt je 2.5 Prozent je an Hafner und die Holding von Vekselberg ab. Mit diesem Geld zeichnen sie 1:1 neue Aktien Die Gründerfamile hält demnach danach noch 5 Prozent... und etwas wenig Bares weil sie dann nur mit den übernommen 5 Prozent neue Aktien zechnen werden. ca. 30 Prozent  hält der Vekselberg danach. Hafner hält 37.5 - 40 Prozent und muss damit deutlich weniger als über 300 Mio investieren. Die 3 Parteinen machen einen Deal wie auch noch mit der Schmolz und Bickenbachs Führung welche allfällige neue Aktien/Rechte welche nicht gezeichnet werden in den Eigenbestand aufnimmt. (um sie später zu einem möglichst höheren Preis zu veräussern....) Wie gesagt die neuen Aktien gibt es zu den am höchsten genannten Kurs zu 30Rp. (15-30 Rp.) 1 alte berechtigt eine neue Aktie zu zeichnen.Im freinen Handel werden danach nur noch 15-25 Prozent der Aktien sein. Weil der Vekselberg auf die Mehrheit und Kontrolle verzichtet bekommt er dafür mit 4 Verwaltungsräten die Mehrheit..Also alles Deals unter den Grossen...

Man halt also die Wahl anzudienen oder zu knapp 10 Prozent unter dieser Schwelle zu zeichnen 1 zu 1... Mal schauen...

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Wo bist du nur geblieben

Wo bist du nur geblieben Gertrud?

Ein heisser Ritt auf Schmobis-Pferd. Da müsste ich unbedingt am Pferd angebunden werden, damit ich nicht umfalle. Aber was soll dieser Kurszerfall...beängstigend das Ganze.

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@gertrud

@gertrud

Bin ich zu naiv? Ich spekuliere dass S+B übernommen wird und halte deshalb Fussstille. Falsch?

Ja, der war unerwartet, aber ich war damit nicht zufrieden. Vielleicht bekomme ich nochmals eine Chance.

 

Elias
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Schmolz + Bickenbach schreibt tiefrote Zahlen

Der Stahlhersteller weist für das dritte Quartal einen hohen Verlust aus und verfehlt die Erwartungen der Analysten.

(AWP) Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach (S+B) hat ein schwaches dritten Quartal ausgewiesen. Unter dem Strich führen hohe Wertberichtigungen und steigende Finanzierungskosten zu einem deutlichen Verlust. Die Nachfrageschwäche aus dem Bereich Automobil und Industrie belastet das Unternehmen stark. Die Ende Oktober gesenkte Jahresprognose wurde bestätigt.

Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14% auf 670,1 Mio. € zurück. Der Absatz sank dabei ebenfalls um 14% auf 405 Kilotonnen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bei leicht tieferen Durchschnittspreisen ging die Nachfrage nach Qualitäts- und Edelbaustahl zurück und auch beim Werkzeugstahl wurde ein Minus verbucht. Hingegen wurde bei RSH-Stahl (rost-, säure- und hitzebeständig) ein leichter Mengen-Anstieg verzeichnet.

S+B spricht erneut von einem «ausgeprägten und anhaltenden Nachfragerückgang». Die Absatzmärkte seien im dritten Quartal auf breiter Basis eingebrochen. Der von den weltweiten politischen Unsicherheiten und den teils eskalierenden Handelskonflikten ausgelöste Abschwung sei vom saisonal üblichen Nachfragerückgang in den ersten zwei Sommermonaten verstärkt worden.

Wertberichtigungen von 297,4 Mio. €

Beim bereinigten operativen Ergebnis wies das Unternehmen einen Verlust von -32,9 Mio. aus, verglichen mit noch einem Gewinn von 41,8 Mio. im Vorjahr. Unter dem Strich weitete sich der Fehlbetrag auf -419,9 Mio. €.  aus von zuvor -3,7 Mio. €. Das Unternehmen hat Wertberichtigungen in Höhe von 297,4 Mio. € auf die Aktiven von DEW, Ascometal, Finkl Steel und Steeltec abgeschrieben. Zudem war das Finanzergebnis durch die höhere Verschuldung deutlich negativer als im Vorjahr.

Mit den Zahlen hat der Stahlkonzern die Erwartungen der Analysten klar verfehlt. Selbst der Reingewinn ohne Wertberichtigungen lag deutlich unter den Erwartungen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 685,6 Mio. €, für den bereinigten Ebitda bei -15,7 Mio. € und das Nettoergebnis bei 50,7 Mio. €.

Gesenkte Prognose bestätigt

Mit Blick nach vorne wird an der erst Ende Oktober gesenkten Prognose festgehalten. Das Unternehmen rechnet im Gesamtjahr mit einem adjustierten Ebitda von weniger als 70 Mio. €. Davor hatte S+B eine Spanne von 70 bis 120 Mio. € genannt.

Man sei weiterhin entschlossen, den negativen Marktentwicklungen entgegenzusteuern und versuche, die Auswirkungen auf das Unternehmen zu minimieren. Operativ liege der Fokus auf der Integration von Ascometal und der laufenden Personalrestrukturierung bei DEW. Zudem arbeite man weiter an der Effizienz, Profitabilität und Optimierung der Lagerbestände. Neben Kostensenkungen und der Erhaltung der Liquidität plant S+B deshalb, wie bekannt, eine Kapitalerhöhung, über die am 2. Dezember an einer ao. GV abgestimmt wird.

 

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Benjamin Franklin

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Der heisser Ritt auf S+B

Der heisser Ritt auf S+B-Pferdchen geht weiter Man in love

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Frage

Frage

Da ich an der Kapitalerhöhung NICHT teilnehmen will, macht es nach mir Null Sinn weiter investiert zu bleiben. 

Seid ihr gleicher Meinung? Gertrud?

gertrud
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Soweit ich es verstehe

Soweit ich es verstehe, wird der Ausgabepreis der neuen Aktien nicht viel unter dem aktuellen Kurs liegen. Das heisst, der Druck mitzumachen ist für die Altaktionäre nicht so gross (wie z.B. bei der KE von Aryzta, das war schon fast Erpressung).

Also spielt es keine grosse Rolle, ob Du dabeibleibst oder nicht. Du wirst verwässert und verlierst vielleicht 10-20%. Also wenn Du jetzt mit einem kleinen Plus rauskommen kannst, würde ich das tun, und die KE von der Seitenlinie aus beobachten.
Ich denke nicht, dass hier nach der KE kursmässig viel abgeht. Mehr denn je ist S+B nach der KE eine Sache, die die Grossaktionäre unter sich ausmachen. Und dass sich das Stahlgeschäft erholen würde, danach sieht es ja wirklich nicht aus.

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@gertrud

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Bin mit CHF +170.00 raus Dirol

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@Gertrud

@Gertrud

Die Aktie sollte nicht weiter steigen?

Heute +10%. Ich nehme sie wieder auf meiner Watch-list.

Zyndicate
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Schmolz + Bickenbach zahlt in

Schmolz + Bickenbach zahlt in Deutschland Millionenbusse

Schmolz + Bickenbach hat sich in einem kartellrechtlichen Verfahren in Deutschland mit den Behörden aussergerichtlich geeinigt.

21.11.2019 08:00

Die Gruppe bezahlt eine Geldbusse in Höhe von 12,3 Millionen Euro.

S+B habe mit dem deutschen Bundeskartellamt bezüglich den Ermittlungen zu vermuteten kartellrechtswidrigen Praktiken eine Einigung erzielt, hiess es am Donnerstag in einer kurzen Mitteilung. Das Unternehmen akzeptiert die Busse.

2015 hatten die deutschen Behörden gegen mehrere Edelstahl-Hersteller kartellrechtliche Untersuchungen eingeleitet, darunter etwa Arcelor-Mittal oder Saarstahl. Im Juli 2018 wurden gegen sechs Unternehmen Geldbussen von insgesamt 205 Millionen Euro verhängt. Gegen vier weitere Unternehmen und einen Branchenverband wurde weiter ermittelt.

Schlussstrich gezogen

Ins Rollen gebracht wurden die Ermittlungen durch die österreichische Voestalpine, die einen sogenannten Kronzeugenantrag stellte und dadurch einer Strafe entging. Den Unternehmen und dem Verband wurde vorgeworfen, wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei der Festlegung von Preiszuschlägen getroffen zu haben.

Mit der nun erzielten Einigung soll für Schmolz + Bickenbach ein Schlussstrich unter das Kapitel gezogen werden. Die Einigung sei dabei vorbehältlich der Durchführung der geplanten Aktienkapitalerhöhung erfolgt, teilte S+B weiter mit. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 2. Dezember werden die Aktionäre darüber abstimmen.

Dann will die in Geldnot steckende S+B die Zustimmung zu einer Kapitalerhöhung von mindestens 325 Millionen Franken bei gleichzeitiger Nennwertreduktion erreichen. Über die Transaktion will Grossaktionär Martin Haefner seinen Anteil von 17,5 Prozent auf mindestens 37,5 Prozent aufstocken. Auch die Liwet Holding mit ihrem Grossaktionär Viktor Vekselberg soll an der Kapitalerhöhung teilhaben.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Frischluft
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(Kein Betreff)

Dance 4

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@gertrud

@gertrud

Bye das sind nun schon + 20%. Die geht noch weit übe CHF 0.30 in den nächsten Tagen.

Frischluft
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на здоровье*drinks*

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@gertrud

@gertrud

Ich sehe rund +11% und ein hohes Handelsvolumen. Ich weine mich bei dir deswegen nicht aus. Wollte nur damit sagen, dass Kursprognose im Moment für die Katze ist, auch bei eine Gertrud.

Hochexplosiv das Ding, da stimme ich dir vollkommen zu.

 

gertrud
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Der Grund

Das war also der Grund für den Kurssprung letzte Woche: Hoffnung auf ein Pflichtangebot.

Die Übernahmekommission hat die Gesuche von Martin Haefner/BigPoint Holding bzw. der Liwet Holding betreffend Ausnahme von der Angebotspflicht im Zusammenhang mit der geplanten Kapitalerhöhung des Speziallangstahlherstellers Schmolz + Bickenbach am Freitag abgewiesen

Nun denn, sie haben Rekurs eingelegt. 
Aber eben, wenn man sowas nach 3 Tagen aus der Presse hat, ist es für Kleinaktionäre ein reiner Blindflug. Obwohl das ja eigentlich hoch spannende Vorgänge sind um Schmolz+Bickenbach.

Schützt die UEK wirklich die Kleinanleger? Riskiert sie damit das Ueberleben der Firma?
Wieso mauscheln BigPoint und Liwet auch im Verborgenen statt transparent und zeitnah zu informieren?

Frischluft
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Wenn ich auf alle Ihre/deine

Wenn ich auf alle Ihre/deine Fragen/ Feststellungen eine Antwort hätte, würde ich sehr wahrscheinlich NIE eine Aktie kaufen (egal welche Firma).

Elias
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Überleben von S+B «in höchstem Masse» gefährdet

Die Sanierungspläne des finanziell angeschlagenen Stahlherstellers Schmolz + Bickenbach stossen nach einem Entscheid der Übernahmekommission (UEK) auf neue Hürden

Den Aktionären Bigpoint und Liwet wird bei der geplanten Kapitalerhöhung keine Ausnahme von einem Pflichtangebot bei Überschreiten der "Ein-Drittel-Regel" gewährt. Schmolz+Bickenbach (S+B) will den Entscheid anfechten.

S+B schreibt in einer Mitteilung vom Montag von einem "krassen Fehlentscheid". Man sei davon überzeugt, dass den Gesuchen der beiden Aktionäre entsprochen werden müsse, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ohne die Kapitalerhöhung im geplanten Ausmass steige das "Insolvenzrisiko in erheblichem Masse".

Alle Aktionäre, einschliesslich tausende Kleinaktionäre, würden in einem solchen Fall ihre Investitionen verlieren, und über 10'000 Arbeitsplätze weltweit, davon rund 800 in der Schweiz, gingen verloren, so die Mitteilung weiter.

aoGV am 2. Dezember

Die S+B-Aktionäre sollen am 2. Dezember an einer ausserordentlichen Generalversammlung über eine Kapitalerhöhung im Volumen von mindestens 325 Millionen und höchstens 614 Millionen Franken entscheiden. Dabei hat die Bigpoint Holding von Martin Haefner, die derzeit 17,5 Prozent hält, ihre Unterstützung zugesagt und will so ihre Beteiligung auf 37,5 Prozent ausbauen. Dies jedoch nur unter der Bedingung, dass man von der Pflicht zur Abgabe eines Übernahmeangebots an die übrigen Aktionäre entbunden wird. Die Schwelle hierfür liegt bei 33,3 Prozent.

Auch der mit 26,9 Prozent derzeit grösste S+B-Aktionär, die Liwet Holding, deren bedeutendster Eigentümer der russische Investor Viktor Vekselberg ist, will seine Bezugsrechte ausüben. Auch hier könnte mit der Kapitalerhöhung die Grenze von einem Drittel überschritten werden.

Sowohl Bigpoint als auch Liwet haben in diesem Zusammenhang ein Gesuche bei der UEK um Gewährung einer Ausnahme von der Angebotspflicht gestellt. Ohne solche Ausnahmen würden die grossen Aktionäre sich nicht bzw. nicht in ausreichendem Ausmass an der Kapitalerhöhung beteiligen, hiess es bei S+B.

UEK: Sanierung ohne Kontrollwechsel nicht ausgeschlossen

Das wird von der UEK anders bewertet. In ihrer Begründung der Abweisung der Gesuche verweist die Kommission darauf, dass es nicht aussichtslos sei, die Rekapitalisierung in einem ausreichendem Umfang auch ohne einen Kontrollwechsel durchzuführen. S+B habe bei der Durchführung einen hohen Ermessensspielraum.

Es sei etwa möglich, dass die Zuteilung an Bigpoint erfolge, obwohl es andere interessierte Investoren gebe. Auch sei nicht ausgeschlossen, dass Bigpoint von dem Beteiligungsziel abrückt. Zudem könne S+B das Volumen der Kapitalerhöhung senken, um einen Kontrollwechsel zu vermeiden.

Zu berücksichtigen sei auch, dass es eine laufende S+B-Anleihe über 350 Millionen Franken gebe, die eine Kontrollwechsel-Klausel enthält, so die UEK weiter. Sollten Bigpoint oder Liwet die Schwelle überschreiten, könnten damit die Bondholder eine sofortige Rückzahlung verlangen. Damit würde der Finanzbedarf von S+B weiter steigen und sei auch durch die Kapitalerhöhung nicht gedeckt.

Eine Sanierungsausnahme stelle für die Minderheits-Aktionäre einen schweren Eingriff in ihre Rechte dar und dürfe deshalb nur als "ultima ratio" gewährt werden, schreibt die UEK weiter.

Aktie im Minus

Bei der ZKB wird die Entscheidung als "schwer nachvollzielbar" gewertet. Damit sei die Kapitalerhöhung in höchstem Mass gefährdet und damit das Überleben des Unternehmens, so der Analyst. Es sei zu hoffen, dass die Situation rasch und pragmatisch durch die angesprochenen Behörden geklärt wird.

Die Aktien von S+B reagieren mit einem deutlichen Minus auf die Entscheidung und verlieren am Montagvormittag in einem positiven Gesamtmarkt (SPI +0,6%) 9,3 Prozent auf 0,246 Franken.

(AWP)

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

mlanza
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Swissmem unterstützt Rekurs von S+B gegen UEK-Entscheid

Swissmem unterstützt den Rekurs des Stahlherstellers Schmolz + Bickenbach (S+B) gegen den Entscheid der Übernahmekommission (UEK). Angesichts der dramatischen Lage von S+B sei es "unverständlich", dass die Anwendung der Ausnahmeregelung zu einem Pflichtangebot im Sanierungsfall verweigert wurde, teilte der Verband der Schweizer Maschinen- und Metall-Industrie am Dienstag mit.

26.11.2019 10:11

Swissmem erwartet daher, dass die Finanzmarktaufsicht Finma als zuständige Behörde den Rekurs gutheisst und so den "fragwürdigen Entscheid" der Übernahmekommission aufhebe. Im Gesetz sei vorgesehen, dass im Rahmen einer Sanierung eine Ausnahme von der Angebotspflicht gewährt werden könne, argumentiert der Verband.

Durch die UEK-Ablehnung entstehe damit ein hohes Risiko, dass das über 170-jährige Unternehmen in absehbarer Zeit Konkurs anmelden müsse. In der Schweiz wären damit 800 Stellen gefährdet, weltweit wären rund 10'000 Arbeitsplätze betroffen. Darüber hinaus würden Tausende von Kleinaktionären ihre Investitionen verlieren.

Die UEK hat am vergangenen Freitag die Anträge der S+B-Aktionäre Bigpoint und Liwet auf eine Ausnahme von einem Pflichtangebot beim Überschreiten der Beteiligungsgrenze von 33,3 Prozent abgelehnt. Es gebe Möglichkeiten zu einer Sanierung, ohne dass die Beteiligungsgrenze durch einen Aktionär überschritten werde, begründete die UEK. Dagegen hat S+B Rekurs am (gestrigen) Montag dann Rekurs gegen den Entscheid angekündigt.

Die S+B-Aktionäre sollen am 2. Dezember an einer ausserordentlichen Generalversammlung über eine Kapitalerhöhung im Volumen von mindestens 325 Millionen Franken entscheiden. Dabei hat die Bigpoint Holding von Martin Haefner, die derzeit 17,5 Prozent hält, ihre Unterstützung zugesagt und will so ihre Beteiligung auf 37,5 Prozent ausbauen. Dies jedoch nur unter der Bedingung, dass sie von der Pflicht zur Abgabe eines Übernahmeangebots an die übrigen Aktionäre entbunden wird.

yr/uh

(AWP)

gertrud
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Frischluft hat am 25.11.2019

Frischluft hat am 25.11.2019 13:44 geschrieben:

Wenn ich auf alle Ihre/deine Fragen/ Feststellungen eine Antwort hätte, würde ich sehr wahrscheinlich NIE eine Aktie kaufen (egal welche Firma).

Deshalb kauf ich ja auch fast nie einen einzelnen Titel - weil ich so viele Fragen habe und meist keine befriedigenden Antworten darauf.

 

Aber das hier um S+B ist schon von grundsätzlichem Interesse, und schade, dass  hier nicht mehr mitreden, denn es gibt doch einige langjährige S+B Aktionäre. Während bei anderen Blindflugtiteln  tausende von Kommentaren im Cash Forum produziert werden.

Wer schützt hier wen vor was? Und wer schaut am Ende in die Röhre?

Bei der Dramatik der Lage von S+B ist allerdings mein Vorwurf an BigPoint und Liwet schon der, dass sie zu lange hinter dem Rücken der anderen Aktionäre rumgeschachert haben. Damit sind sie mitschuldig und haben die  UEK provoziert, sich zum Retter der Kleinaktionäre aufzuspielen.
M. Haefner hätte ja sein Outing in der FuW und NZZ schon vor ein paar Wochen machen können.
Wenn man denkt wie Meyer-Burger und Sentis jüngst die Kleinaktionäre umworben haben, zwei Briefe wurden da geschickt und eine WebSite aufgeschaltet.

In den guten alten Zeiten (wobei es bei S+B eigentlich nie "gute" gegeben hat) fand ich das Reporting von der Firma sogar überdurchschnittlich. Hier geht es nun aber um das Verhalten der Haupt-Aktionäre und nicht der Firma selber. 

Vielleicht sind die S+B Kleinaktionäre halt auch einfach nur zu lieb. Und wollen gar nicht und von niemand geschützt  werden sondern lassen sich ganz gerne passiv rumschubsen. Obwohl ihnen fast die Hälfte dieser 3 Mrd. Umsatz Unternehmung gehört. 

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Vielleicht lenkt die UEK doch

Vielleicht lenkt die UEK doch noch ein und revidiert ihren ersten Entscheid. Das würde die Aktie beflügeln. Für mich ein Zock wert - ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Kapitalerhöhung abgelehnt wird.

gertrud
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Wieso denkst Du das würde die

Wieso denkst Du das würde die Aktie beflügeln?
Der Anstieg letzte Woche war ja gerade wegen dem negativen UEK Entscheid und der daraus abgeleiteten Hoffnung auf ein Pflichtangebot.

Aber ja, hier ist kurzfristig alles möglich.

Langfristig erstaunt mich, was für ein düsteres Bild vom Zustand von S+B gerade von allen Seiten gezeichnet wird. Und die harte Kritik am aktuellen Management durch M. Haefner.
Am anscheinend so desolaten Geschäftsgang ändert die KE ja schliesslich noch gar nichts.

mlanza
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Parlamentarier machen sich für Schmolz + Bickenbach stark

Der Stahlkonzern erhält im Disput mit der Übernahmekommission nun auch Rückendeckung aus dem Parlament. Mitglieder beider Kammern schrieben einen offenen Brief an Bundesrat und Finma.

 

Darin setzten sich die sieben Parlamentarier dafür ein, dass der UEK-Entscheid, keine Ausnahme von der Angebotspflicht bei der geplanten Kapitalerhöhung zu gewähren, revidiert wird. Der "unverständliche und jegliche industrielle Logik ausser Acht lassende Entscheid" müsse korrigiert werden, fordern die Unterzeichnenden. Ohne Änderung dieses Entscheids sei mit einem Konkurs des Unternehmens und dem Verlust von weltweit 10'000 Arbeitsplätzen, davon 800 in der Schweiz, zu rechnen.

Unterzeichnet haben das Schreiben Damian Müller (FDP), Andrea Gmür-Schönenberger (CVP), Yvette Estermann (SVP), Leo Müller (Fraktion CVP-EVP-BDP), Ida Glanzmann (CVP), Franz Grüter (SVP) und Albert Vitali (FDP).

S+B plant eine Kapitalerhöhung, bei der Grossaktionär Martin Haefner bis zu 325 Millionen Franken ins Unternehmen einschiessen will. Er will damit seinen Anteil an S+B auf 37,5 Prozent steigern, fordert aber eine Ausnahme von einem Pflichtangebot an die überigen Aktionäre, welches bei Überschreiten der Ein-Drittel-Marke notwendig wäre.

Die UEK hatte entsprechnde Gesuche abgelehnt. Zur Begründung hiess es, es gebe auch Sanierungsmöglichkeiten, ohne die Beteiligungsgrenze für ein Pflichtangebot zu überschreiten. Das Unternehmen hat gegen den Entscheid Rekurs bei der Finma eingereicht.

Bereits am Vortag hatte der Luzerner Regierungsrat bei der Finma und bei Wirtschaftsminister Guy Parmelin interveniert. Auch der Branchenverband Swissmem hatte die UEK-Entscheidung kritisiert und unterstützt das Unternehmen.

(AWP)

Hans
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Link hat am 28.11.2019 13:20

Link hat am 28.11.2019 13:20 geschrieben:

Vielleicht lenkt die UEK doch noch ein und revidiert ihren ersten Entscheid. Das würde die Aktie beflügeln. Für mich ein Zock wert - ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Kapitalerhöhung abgelehnt wird.

Nein, dass geht wohl kaum durch dass Haefner seinen Anteil auf über 37% erhöhen kann und damit über 80% der Aktionäre ausbotet ohne denen ein Angebot zu machen!

Gruss Hans

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