Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

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in_God_we_trust
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

Rückblick September

... but remember to be back in September!

Alle wichtigen Börsenplätze haben im September leichte Verluste verzeichnet, ausser dem Schweizer (leichte Gewinne), dank SNB Eingriff Anfangs September.

Die meisten wichtigen Aktienmärkte stehen heute auf oder unter dem Niveau vom 16. August, inklusive dem SMI wenn man ihn in Dollar rechnet.

Der CHF hat sich in diesem Monat um 10 bis 15% abgeschwächt.

Gold und Oel ist um 15% und Kupfer um 25% eingebrochen.

Im Zuge von Operation Twist sind 10y-US-Trs-Bond-Yields von 2.5% auf 1.7% gesunken!

Wer den September noch nicht genutzt hat, sich in Aktien einzukaufen, erhält nun im Oktober wohl seine letzte Chance für dieses Jahr!

Ausblick Oktober

Nach dem Windowdressing der letzten Woche gibt es nächste Woche vermutlich eine Korrektur, indem alle schlechten News der letzten Woche aufgefrischt und zu den eventuell noch nächste Woche dazukommenden addiert werden.

Zu viele positive Daten in der nächsten Woche könnten diesem Szenario aber einen Strich durch die Rechnung machen!

Aufgepasst! In den nächsten drei Wochen werden wir sehr wahrscheinlich das letzte Mal für dieses Jahr Tiefstkurse sehen.

Prognosen:

SMI 5100 - 5800

€/CHF 1.20 - 1.27

$/CHF 0.90 - 0.95

Kupfer 300 - 370

Oel 75 - 85

Gold 1300 - 1800

10y-US-Trs-Bond-Yields 1.5% - 2.3%

Wichtiger als Stop-Loss zu setzen ist es jetzt auf Start-Win zu setzten!

Happy Trading!

Vaan
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

Und was genau verleitet dich zu dieser Schlussfolgerung? Die Aussichten sind düster, klar kann man die These des "come back in september" herbeiziehen. Auch wenn es vielleicht kurzfristig ein paar Prozent raufgehen wird, ich denke kaum, dass dies nachhaltig sein wird.

Könntest du mir konkrete Gründe aufzählen, wieso jetzt plötzlich eine lange Rally einsetzen sollte?!

Brunngass
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Lieber Marcus Fabian,

es freut mich dass Du die Welt so positiv siehst.

chateauduhartmilon
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Re: Lieber Marcus Fabian,

Brunngass wrote:

es freut mich dass Du die Welt so positiv siehst.

Da verwechselst du wohl was Lol

igwt ist nicht mf :idea:

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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

Vaan wrote:

Und was genau verleitet dich zu dieser Schlussfolgerung? Die Aussichten sind düster, klar kann man die These des "come back in september" herbeiziehen. Auch wenn es vielleicht kurzfristig ein paar Prozent raufgehen wird, ich denke kaum, dass dies nachhaltig sein wird.

Könntest du mir konkrete Gründe aufzählen, wieso jetzt plötzlich eine lange Rally einsetzen sollte?!

Wir haben jetzt drei negative Quartale hinter uns. Das Vierte und erste Quartal sind meist positiv!

Du denkst vielleicht wie viele, dass die Aussichten auf Herbst und Winter düster sind, weil Du nicht mehr ins Freibad gehen und die lauen Tage geniessen kannst. Gerade deshalb gibt es viele, die ihre Aktien verkaufen um sich doch noch etwas Schönes zu gönnen! Das ist aber für andere eine Kaufgelegenheit!

Wir haben einfach genug vom monatelangen Schwarzsehen! Wir wollen wieder einmal gute Nachrichten hören und hoffnungsvollen Visionen frönen.

Alles Böse ist langsam in den Aktien eingepreist. Es gibt aber genausoviel Gutes in der Welt!

Die Börsen crashen genau alle 14 Jahre: 1917, 1931, 1945, 1959, 1973, 1987, 2001, 2015! (2009 war nur eine Finanzkrise, kein Crash).

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

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Re: Lieber Marcus Fabian,

Brunngass wrote:

es freut mich dass Du die Welt so positiv siehst.

Genau. Im Grunde ist die Welt doch etwas Positives. Diese Welt geht für uns unter, wenn wir sterben! Also sind wir doch froh und lustig, dass wir (noch) leben! Sterben können wir noch früh genug.

Gruss
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

Vaan wrote:

Und was genau verleitet dich zu dieser Schlussfolgerung? Die Aussichten sind düster, klar kann man die These des "come back in september" herbeiziehen. Auch wenn es vielleicht kurzfristig ein paar Prozent raufgehen wird, ich denke kaum, dass dies nachhaltig sein wird.

Könntest du mir konkrete Gründe aufzählen, wieso jetzt plötzlich eine lange Rally einsetzen sollte?!

Denk nur einmal ans Internet. Es kommt erst jetzt so langsam richtig in Fahrt mit den schnellen Anschlüssen und indem immer breitere Schichten davon profitieren. Und denk an die Tablet PC's, die das ganze Zeitungs- und Zeitschriftenwesen, Bücher, CD's, DVD's vom Papier und Hardware unabhängig machen. Denke an die A380, Dreamliner etc., die den globalen Verkehr multiplizieren werden. Die Welt wächst mit 4% pro Jahr. Dann sollte die Aktien eigentlich mit etwa 8% wachsen!

Gruss
iGwt

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chateauduhartmilon
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in_God_we_trust wrote:

Die Börsen crashen genau alle 14 Jahre: 1917, 1931, 1945, 1959, 1973, 1987, 2001, 2015! (2009 war nur eine Finanzkrise, kein Crash).

So ist das? Lol

Also, dann war 2001 eine Internetkrise, kein Crash

in 1987 eine Ölkrise, kein Crash, ergo 1973

usw., usw.

chateauduhartmilon
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in_God_we_trust wrote:

Denk nur einmal ans Internet. !

dot.com ist doch schon längst vorbei....

Wennschon muss es etwas ganz Neues sein,eine Erfindung in diesem Ausmass.

Jedoch sehe ich nichts.

Weltraumtechnisch sind wir ja wieder tief in die 70er zurückgefallen...

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chateauduhartmilon wrote:

in_God_we_trust wrote:

Die Börsen crashen genau alle 14 Jahre: 1917, 1931, 1945, 1959, 1973, 1987, 2001, 2015! (2009 war nur eine Finanzkrise, kein Crash).

So ist das? Lol

Also, dann war 2001 eine Internetkrise, kein Crash

in 1987 eine Ölkrise, kein Crash, ergo 1973

usw., usw.

Du wirst sehen, in spätestens 3 Jahren sehen wir den DJ auf 15000 - 20000 und den SMI auf 10000 - 12000!

Kann sein, dass wir ein bisschen Teuerung erhalten, aber nicht mehr als in den 1990er Jahren.

Gruss
iGwt

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chateauduhartmilon wrote:

in_God_we_trust wrote:

Denk nur einmal ans Internet. !

dot.com ist doch schon längst vorbei....

Wennschon muss es etwas ganz Neues sein,eine Erfindung in diesem Ausmass.

Jedoch sehe ich nichts.

Weltraumtechnisch sind wir ja wieder tief in die 70er zurückgefallen...

Das Internet hat eine enorme wirtschaftliche Sprengkraft, wie eine Atombombe! Die Auswirkungen werden wir noch die nächsten hundert Jahre lang spüren!

Das ist durchaus positiv, dass die Weltraumträumereien und damit -Geldvernichtungen im Westen etwas abgeklungen sind. Gestoppt werden sie dabei nicht, sondern auf die Privatwirtschaft verlagert, die bekanntlich mit Geld viel sparsamer umgeht. Das wird helfen die Staatsfinanzen im Westen zu sanieren und das überschüssige Geld der chinesischen- und indischen Regierungen zu verbraten!

Gruss
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chateauduhartmilon
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in_God_we_trust wrote:

Du wirst sehen, in spätestens 3 Jahren sehen wir den DJ auf 15000 - 20000 und den SMI auf 10000 - 12000!

Kann sein, dass wir ein bisschen Teuerung erhalten, aber nicht mehr als in den 1990er Jahren.

Die Indexstände sind möglich, dann werden wir aber eine starke Inflation haben.

Und die nächste Krise wäre schon vorprogramiert, dieses mal in der Schweiz: Immobiliencrash!

Mir graust es schon jetzt, wenn die Hypozinsen wieder auf 5-7% steigen! Du wirst sehen wieviele dann Ihre ganzen ersparnisse verlieren!

Gruess

chateauduhartmilon
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in_God_we_trust wrote:

Das ist durchaus positiv, dass die Weltraumträumereien und damit -Geldvernichtungen im Westen etwas abgeklungen sind. !

Naja, Fantasie regt auch das Wachstum an Wink

in_God_we_trust wrote:

Gestoppt werden sie dabei nicht, sondern auf die Privatwirtschaft verlagert, die bekanntlich mit Geld viel sparsamer umgeht.

Solche Riesenprojekte können nicht von der Privatwirtschaft getragen werden, ich hoffe es auf jeden Fall, kaum zu Denken was dann da oben noch getrieben wird, so Resident Evil mässig :shock: :roll: Lol

Bullish
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in_God_we_trust wrote:

Die Börsen crashen genau alle 14 Jahre: 1917, 1931, 1945, 1959, 1973, 1987, 2001, 2015! (2009 war nur eine Finanzkrise, kein Crash).

1929 zählt dann wohl auch nur als "Finanzkrise" und nicht als Crash.

Alles, was zwischen ca 1917 bis 1971 geschah, kann nicht mit jetzt verglichen werden.

Unter dem Goldstandard musste bei zunehmender Kreditnachfrage der Zinssatz eher steigen, im jetzigen System muss er bei erhöhter Nachfrage eher sinken, weil nun nicht die Zinskosten sondern die Assetpreise steigen.

Statt mehr Zinsen zu zahlen, muss man nun einfach mehr für das Haus bezahlen. Naiverweise denkt man, man spare so, weil der Zins ja weg wäre, während das Haus "immer mehr Wert" wird.

Steigende Assetpreise, sinkende Renditen und sinkende Zinsen gehen logischerweise einher, nun sind wir aber an einem Punkt angelangt, an dem zwingend etwas Neues passieren muss (z.B. 30jährige Trendumkehr, Totalzusammenburch, neg. Zinsen, whatever).

Seit 1981 läuft eine Hausse für 20 und 30jr US Treasury Bonds.

Die letzten Monate wurden Preise von gegen 150 für 30jr Bonds mit 5% Coupon bezahlt.

Rechnet man alles zusammen, was diese Bonds jemals einbringen werden, sind das 30 Coupons a 5 (=150) und 100 bei Rückzahlung des Bonds, also total 250.

Wären auf den Coupons jeweils 30% Einkommenssteuer fällig, dann könnte man damit 200 kriegen, also in 30 Jahren einen 100% return erzielen.

Weiter zu beachten ist folgendes: Im Extremszenario würden solche Bonds schon bei Ausgabe zu 250 verkauft. Nach der ersten Couponzahlung blieben noch weiteren 29 Couponzahlungen, also könnte der Bond auf dem Markt nur noch 248 einbringen.

Was heisst das nun, wenn das FED solche Bonds über dem Nominalwert einkauft? Ab irgend einem Punkt MÜSSEN Abschreibungen auf den Bonds erfolgen, nämlich spätestens dann, wenn der Einstandspreis höher liegt, als Nominalwert und zukünftige Zinszahlungen zusammen ausmachen.

Schau auf die Yields der Notes, schade habe ich keine der Bonds. Steigern liesse sich das ganze, wenn bei Nullzinsen 50yr und 100yr Bonds auf den Markt kämen, zb 100yr zu 3% liesse einen Maximalpreis von 400 zu. Das könnte dann alles vom FED aufgekauft werden, "um die langfristigen Zinsen weiter tief zu halten".

So könnten Aktien noch Jahrzehnte in einem Abwärtskanal auf und ab schwanken. Die Frage wäre dann, welches Asset überhaupt noch steigen könnte. Von der Logik her wären das Assets, die kaum Leverage aufweisen, der abgebaut werden müsste - also z.B. neue Erfindungen, Startups, die aber, da es ja noch keine Cashflows geben kann, kaum bewertbar sind.

in_God_we_trust
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

chateauduhartmilon wrote:

in_God_we_trust wrote:

Du wirst sehen, in spätestens 3 Jahren sehen wir den DJ auf 15000 - 20000 und den SMI auf 10000 - 12000!

Kann sein, dass wir ein bisschen Teuerung erhalten, aber nicht mehr als in den 1990er Jahren.

Die Indexstände sind möglich, dann werden wir aber eine starke Inflation haben.

Und die nächste Krise wäre schon vorprogramiert, dieses mal in der Schweiz: Immobiliencrash!

Mir graust es schon jetzt, wenn die Hypozinsen wieder auf 5-7% steigen! Du wirst sehen wieviele dann Ihre ganzen ersparnisse verlieren!

Och. Das sehe ich nicht so problematisch. Das hatten wir doch schon alles in den Neunzigerjahren. 1992 stieg die Teuerung in der CH auf 7% und die Zinsen ebenfalls.

Natürlich werden die Immopreise dann etwas zurückgefahren. Das tut auch Not, sind sie doch heute jenseits von gut und böse.

Ja, die Dümmsten und Unvorsichtigsten werden etwas verlieren. Das ist gesund und völlig richtig so.

Gruss
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

chateauduhartmilon wrote:

Solche Riesenprojekte können nicht von der Privatwirtschaft getragen werden, ich hoffe es auf jeden Fall, kaum zu Denken was dann da oben noch getrieben wird, so Resident Evil mässig :shock: :roll: Lol

Werden sie ja schon heute. Ah, Du denkst sie werden ganze Villen da hinaufschicken mit Swimmingpool und ausschweifende Partys über unseren Köpfen feiern? Gute Idee! :idea:

Gruss
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Leonator
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Börsen-Talk

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http://www.cash.ch/video/19839

Naja immerhin hat er Silber Call Optionen gekauft Wink

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http://www.biotechinvestorsnetwork.com/#!top-gainers/c7py

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Bullish wrote:

Alles, was zwischen ca 1917 bis 1971 geschah, kann nicht mit jetzt verglichen werden.

Unter dem Goldstandard musste bei zunehmender Kreditnachfrage der Zinssatz eher steigen, im jetzigen System muss er bei erhöhter Nachfrage eher sinken, weil nun nicht die Zinskosten sondern die Assetpreise steigen.

Statt mehr Zinsen zu zahlen, muss man nun einfach mehr für das Haus bezahlen. Naiverweise denkt man, man spare so, weil der Zins ja weg wäre, während das Haus "immer mehr Wert" wird.

Du vermischst hier zwei verschiedene Dinge:

1) Kreditnachfrage: da gebe ich Dir recht. Weil bei einem Goldstandard das Geldangebot endlich ist, steigen die Zinsen automatisch bei höherer Kreditnachfrage. Das hat den Nachteil, dass das Wachstum unnatürlicherweise begrenzt wird.

2) Angebot und Nachfrage: bei höherer Nachfrage steigt der Preis immer, wenn das Angebot begrenzt ist, Goldstandard hin oder her.

Gruss
iGwt

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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

@Bullish

Bei einem Goldstandard würden die Goldpreise rasch ins schier Unendliche steigen. Deshalb ist es verständlich, dass Goldbesitzer gerne den Goldstandard wieder einsetzen möchten. Dann würden sie nämlich schnell unendlich reich!

Warum würde Gold schnell steigen? Heute hat zum Beispiel Wüstenland praktisch keinen Wert. Könnte man es aber kostengünstig bewässern oder könnten Solaranlagen wirtschaftlich betrieben werden, bekäme es plötzlich einen Wert, würde es zu einem neuen Asset! Die Assets dieser Erde steigen unaufhörlich und exponentiell. Die Goldmenge aber bleibt praktisch konstant.

Gold aber gehört an die Finger der Frau und nicht in kühle und dunkle Tresore!

Heute haben wir eine Alternative zum Goldstandard, die es früher nicht gab. Das ist die Transparenz und die schnelle Informationsverbreitung an Jedermann und -frau! Der Markt schaut den Staaten und Notenbankern auf die Finger! Und er klopft ihnen auf die Finger, falls notwendig, wie wir das heute sehr deutlich erleben!

Gruss
iGwt

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Bullish wrote:

in_God_we_trust wrote:

Die Börsen crashen genau alle 14 Jahre: 1917, 1931, 1945, 1959, 1973, 1987, 2001, 2015! (2009 war nur eine Finanzkrise, kein Crash).

1929 zählt dann wohl auch nur als "Finanzkrise" und nicht als Crash.

... (z.B. 30jährige Trendumkehr, Totalzusammenburch, neg. Zinsen, whatever).

Seit 1981 läuft eine Hausse für 20 und 30jr US Treasury Bonds.

2 x 14 = 28

Fällt Dir etwas auf? Trendumkehr der Staats-Zinsen nach jeweils ca. 28 Jahren! :roll:

Gruss
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Re: Börsen-Talk

Leonator wrote:

C(r)ash Guru über die Entwicklung der Börsen

http://www.cash.ch/video/19839

Naja immerhin hat er Silber Call Optionen gekauft Wink

Silberpreise steigen nicht nur schnell, sondern fallen auch wieder sehr schnell! Danach kannst Du ca. 20 Jahre warten, bis sie wieder steigen.

Gruss
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Seht Euch das Eröffnungspost von MarcusFabian an. Sehr empfehlenswert!

Was dort jedoch völlig ausgeklammert wird, ist die Möglichkeit, dass ohne QE3 die Aktien langsam steigen werden, währenddem die Tresuryzinsen nur moderat ansteigen.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Treasuryzinsen im Oktober (nach einem kleineren Taucher Anfangs Monat)langsam auf 2.2% ansteigen, der Oelpreis auf 84, der SMI auf 5800 und Kupfer auf 350, während Gold auf 1400 fällt.

Im November würde es stetig in diesem Sinne weitergehen: Treasuryzinsen auf 2.4%, der Oelpreis auf 87, der SMI auf 6000 und Kupfer auf 380, während Gold auf 1200 fällt.

Darauf könnte es im Dezember ein kleines QE3 absetzen, was die Treasuryzinsen auf 2.1% senkt, während der Oelpreis auf 92, der SMI auf 6300, Kupfer auf 410 und Gold auf 1500 treibt.

Aber damit versteige ich mich schon etwas. So genaue Prognosen jetzt schon für Nov. und Dezember zu machen ist schon sehr gewagt.

Gruss
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Bullish
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in_God_we_trust wrote:

@Bullish

Bei einem Goldstandard würden die Goldpreise rasch ins schier Unendliche steigen. Deshalb ist es verständlich, dass Goldbesitzer gerne den Goldstandard wieder einsetzen möchten. Dann würden sie nämlich schnell unendlich reich!

Bei einem Goldstandard verändert sich der Goldpreis nicht, somit gibt es auch keine Goldspekulationsgewinne.

Bullish
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in_God_we_trust wrote:

Ich könnte mir vorstellen, dass die Treasuryzinsen im Oktober (nach einem kleineren Taucher Anfangs Monat)langsam auf 2.2% ansteigen,

Das sind doch nicht die Treasuryzinsen... das sind die Renditen je nach Laufzeiten.

Gerade bei den Bonds interessiert sich doch kaum einer für die Couponzahlung sondern für die Kursschwankung, weil Kursgewinne steuergünstiger (-frei) sind. Mit Bonds konnte man in den letzten 2 Monaten gute 30% holen.

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Bullish wrote:

in_God_we_trust wrote:
@Bullish

Bei einem Goldstandard würden die Goldpreise rasch ins schier Unendliche steigen. Deshalb ist es verständlich, dass Goldbesitzer gerne den Goldstandard wieder einsetzen möchten. Dann würden sie nämlich schnell unendlich reich!

Bei einem Goldstandard verändert sich der Goldpreis nicht, somit gibt es auch keine Goldspekulationsgewinne.

Wenn sich der Goldpreis nicht verändert, dann gibt es eben eine ungeheure Deflation! Jedes Jahr würde man sich für 100 Dollar mehr und mehr kaufen können, weil immer mehr und neue Assets auf den Markt kommen. So steht es heute mit Japan, nota bene ohne Goldstandard.

Gruss
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Bullish wrote:

in_God_we_trust wrote:

Ich könnte mir vorstellen, dass die Treasuryzinsen im Oktober (nach einem kleineren Taucher Anfangs Monat)langsam auf 2.2% ansteigen,

Das sind doch nicht die Treasuryzinsen... das sind die Renditen je nach Laufzeiten.

Gerade bei den Bonds interessiert sich doch kaum einer für die Couponzahlung sondern für die Kursschwankung, weil Kursgewinne steuergünstiger (-frei) sind. Mit Bonds konnte man in den letzten 2 Monaten gute 30% holen.

Ah Sorry. Da habe ich etwas vermischt! Gut, dass Du mich darauf aufmerksam machst. Natürlich habe ich die Rendite gemeint!

Zinsen = Coupon (Vereinbarter Zins bei Ausgabe)

Rendite = "Zins" bei gegenwärtigem Kurs

Richtig?

Gruss
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

Lasst Euch nicht verwirren: Aktien werden nicht eingezogen. Deshalb gibt es (von Neuemissionen, Kapitalerhöhungen und Aktienrückkäufen und Konkursen abgesehen) immer gleich viele Aktien auf dem Markt!

Die Frage ist nur, ob diejenigen, die heute Aktien in ihrem Portfolio haben eher die Dummen oder die Gescheiten sind.

Gruss
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Bullish
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in_God_we_trust wrote:

Zinsen = Coupon (Vereinbarter Zins bei Ausgabe)

Rendite = "Zins" bei gegenwärtigem Kurs

Richtig?

Ja, bei "Rendite" ungefähr.

Da wird ja immer viel verwechselt, z.B. sinkt eine Anleihe extrem, meinen einige, es müsse jetzt mehr Zins gezahlt werden.

DEN Zins gibt es sowieso nicht, denn obwohl die Treasury Renditen tief sind, sind viele Renditen auf Unternehmensanleihen sehr hoch.

in_God_we_trust
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

Bullish wrote:

in_God_we_trust wrote:

Zinsen = Coupon (Vereinbarter Zins bei Ausgabe)

Rendite = "Zins" bei gegenwärtigem Kurs

Richtig?

Ja, bei "Rendite" ungefähr.

Da wird ja immer viel verwechselt, z.B. sinkt eine Anleihe extrem, meinen einige, es müsse jetzt mehr Zins gezahlt werden.

Dabei werden Anleihen wie Aktien rein von Angebot und Nachfrage getrieben. Steigt z.B. die Nachfrage, so steigt (bei gleichem Angebot) auch der Kurs!

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

Bullish
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

in_God_we_trust wrote:

Dabei werden Anleihen wie Aktien rein von Angebot und Nachfrage getrieben. Steigt z.B. die Nachfrage, so steigt (bei gleichem Angebot) auch der Kurs!

Ja, der Anleihenhandel ist wichtiger. Sobald nun Anleihen als Sicherheit gegeben werden, um weitere Anleihen zu kaufen, steigen durch diese Nachfrage die Anleihenpreise und die Renditen sinken. Somit sinkt auch der Zins für die Ausgabe von neuen Anleihen... das ist selbstverstärkend.

Wenn aber die Renditen an den Anleihemärkten sinken, wird die Rendite der Aktien interessanter und somit werden auch Aktien gekauft.

Was passiert aber nun, wenn die Zinsen nicht weiter sinken können und versucht wird, "die Gewinne zu realisieren"?

Bullish
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2011

in_God_we_trust wrote:

Bullish wrote:
in_God_we_trust wrote:
@Bullish

Bei einem Goldstandard würden die Goldpreise rasch ins schier Unendliche steigen. Deshalb ist es verständlich, dass Goldbesitzer gerne den Goldstandard wieder einsetzen möchten. Dann würden sie nämlich schnell unendlich reich!

Bei einem Goldstandard verändert sich der Goldpreis nicht, somit gibt es auch keine Goldspekulationsgewinne.

Wenn sich der Goldpreis nicht verändert, dann gibt es eben eine ungeheure Deflation! Jedes Jahr würde man sich für 100 Dollar mehr und mehr kaufen können, weil immer mehr und neue Assets auf den Markt kommen. So steht es heute mit Japan, nota bene ohne Goldstandard.

Diese ungeheure Deflation ist auch nicht sicher. Wie sieht denn die Assetvermehrung heute aus?

2 Entwicklungen sind für mich dominierend:

1.) Der Preis bestehender Assets stieg. Eine 30yr Treasury Anleihe kostete vor 30 Jahren 45 USD, jetzt wird sie für 135 USD gehandelt. Hat immer noch Nominalwert von 100 und trägt einen viel tieferen Coupon. Häuser, die vor Jahren noch neu waren, sind nun alt aber teuerer?

2.) Mehr und mehr Schuldpapiere werden emittiert und sind Assets.

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