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14.05.2011 12:57
#1
Bild des Benutzers Karat1
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Ich möchte auf einfache Art und Weise eine nützliche Zusammenfassung erstellen mit Indikatoren, Hinweisen, Fakten welche frühzeitig Veränderungen und Tendenzen signalisieren. Dies vorerst mal in im Bereich der Aktienmärkte. Wenn wir da mal etwas zu stande bringen, kann man es dann auch noch auf Rohstoffe und Edelmetall ausweiten.

Ich fange mal mit einem Beispiel an welches tendenziell höhere oder tiefere Aktienkurse signalisiert.

10-jährige US - Treasury Notes

Akutelle Rendite 3,18% (minus 50-zig Basispunkte ggü. Febr.11!

Das lässt darauf schliessen, dass der Markt mehr Angst hat vor einer Konjunkturabschwächung als vor einer Inflation. Eine Konjuntureintrübung würde auch die Aktienkurse "schwächen"!

Was ist eure Idee für einen aussagekräftigen Indikator?

Karat

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 www.mama-elizza.com/

www.haller-stiftung.ch

www.waisenkinder.jimdo.com

www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

07.10.2011 23:44
Bild des Benutzers fritz.
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Agent$mith wrote:

Die meisten Indizien sind momentan sowieso am oberen Rand der Kursentwicklung...

Nur damit wie wissen, wovon du redest:

Meinst du damit den Plural von Index?

Gruss

fritz

07.10.2011 23:00
Bild des Benutzers morgenstern
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schau dir mal was in N.Y. passiert! es sieht nach einer kommende revolte aus!!

Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

07.10.2011 18:08
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Elias wrote:

Für die Preise ist es positiv. Sie sinken, keine Teuerung, tiefe Zinsen.

Yep, die Aussichten sind hervorragend. Vor allem in den USA Blum 3

07.10.2011 17:58
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Meerkat wrote:

Karat1 wrote:
Danke Pädi. Interessanter Hinweis! Nur woher stammen diese Informationen über den Handel der "Insider"? Sind die "öffentlich" zugänglich oder werden sie irgendwo publiziert?

z.B. auf der Website der SIX Börse

http://www.six-swiss-exchange.com/shares/companies/management_transactions_de.html

oder meinst du was anderes?

Ich beobachte schon längers Ypsomed. Dieses Jahr bereits 73 mal "Erwerb". Wo wäre wohl der Kurs der Aktie ohne diese Käufe?

07.10.2011 17:51
Bild des Benutzers Meerkat
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Karat1 wrote:

Danke Pädi. Interessanter Hinweis! Nur woher stammen diese Informationen über den Handel der "Insider"? Sind die "öffentlich" zugänglich oder werden sie irgendwo publiziert?

z.B. auf der Website der SIX Börse

http://www.six-swiss-exchange.com/shares/companies/management_transactions_de.html

oder meinst du was anderes?

"Das Fass ist übergelaufen"

07.10.2011 16:40
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Neu-SG wrote:

... und nicht im Keller einschliessen mit euren Weltuntergangs-stimmereien....

Wir kommt man als positiv denkender Mensch in dem Zusammenhang auf Weltuntergang?

Für die Preise ist es positiv. Sie sinken, keine Teuerung, tiefe Zinsen.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

07.10.2011 16:07
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ach was ihr nicht alles hervorbringt.... lauter böse böse News. Ich seh heut die Arbeitszahlen aus den USA... die positiv sind. Wären sie wie letztes Mal negativ hätten wir nen Absturz... I-m so happy ach ja, die letzten Zahlen wurden ja heute wieder korrigiert...

egal, bald kommen Q3-Zahlen - wieder News die was bedeuten und fertig mit irgendwelchen zusammengeschusterten Vielleicht-Hätte-Könnte-Charts und Indizes ..

schönes Wochenende... und nicht im Keller einschliessen mit euren Weltuntergangs-stimmereien....

07.10.2011 15:53
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Düsteres Signal aus dem Rohstoffmarkt

Der Kupferpreis fällt. Für die Weltkonjunktur kein gutes Omen

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

15.05.2011 07:58
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Pädi wrote:

Ein Warnsignal für die Börsianer!

Die Nervosität an der Börse steigt. Schweizer Topmanager verkaufen so viele Aktien wie seit 2007 nicht mehr. Das verheisst nichts Gutes.

Quelle: 20min

Danke Pädi. Interessanter Hinweis! Nur woher stammen diese Informationen über den Handel der "Insider"? Sind die "öffentlich" zugänglich oder werden sie irgendwo publiziert?

Karat

14.05.2011 21:40
Bild des Benutzers Agent$mith
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Die meisten Indizien sind momentan sowieso am oberen Rand der Kursentwicklung und ich erwarte, dass diese nach unten korrigieren, das heisst egal ob uns eine grosse oder nur kurze Korrektur bevorsteht, die Aktienkurse werden ihre höchststände für Mai gehabt haben. :roll:

Die Volatilität sah ich in der letzten Zeit jedoch nicht in den Aktien sondern vor allem in den Rohstoffen!

Und noch ein anderer Grund für meinen Pessismismus. (Jahreszyklus...) Siehe Attachement... :x

"Charttechnisch - What else?"

Der Autor ist in den oben stehenden Werten investiert sonst würde er sich nicht dafür interessieren.

14.05.2011 20:53
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Ein Warnsignal für die Börsianer

Die Nervosität an der Börse steigt. Schweizer Topmanager verkaufen so viele Aktien wie seit 2007 nicht mehr. Das verheisst nichts Gutes.

Die Topmanager handeln eifrig mit Aktien der eigenen Firmen: Im April wurden 300 Transaktionen getätigt. Im März waren es sogar 332 Transaktionen. Das ist die höchste Anzahl seit 2007. Zum Vergleich: In den vergangenen vier Jahren wurden monatlich im Schnitt nur rund 200 Deals gemeldet; also ein Drittel weniger.

Mitglieder der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates von börsenkotierten Unternehmen müssen der Schweizer Börse melden, wenn sie mit Beteiligungspapieren der eigenen Firma handeln. Durch diese Transparenz sollen Insider-Geschäfte, die durch einen Wissensvorsprung entstehen können, vermieden werden.

Wink mit dem Zaunpfahl

Die Management-Transaktionen geben den übrigen Privatanlegern interessante Hinweise über die Einschätzung der Wirtschafts- und Börsenlage. Stossen die die Chefs ihre eigenen Aktien ab, dann ist dies ein Wink mit dem Zaunpfahl. Offensichtlich erwarten etliche Topmanager, dass es mit der Börse bald abwärts geht.

Im April standen 161 Verkäufen bloss 139 Käufe gegenüber. Bei den Käufen sind im übrigen auch als Lohn oder Bonus erhaltenen Aktien enthalten. Diese im Rahmen von Bonus-Programmen eingebuchten Beteiligungspapiere sind jedoch meistens für mehrere Jahre gesperrt.

Ein guter Indikator

Wie die von 20 Minuten Online erstellte Statistik zeigt, hatten die Manager in der Vergangenheit mehrheitlich eine gute Nase. Sie verkauften Aktien, wenn die Kurse hoch waren und kauften Wertpapiere, wenn die Kurse tief waren. Konkret: Im Jahr 2007 waren Verkäufe klar in der Überzahl - damals notierte der Swiss Market Index (SMI) über 9000 Punkten. Im Verlaufe des Jahres 2008 sackte der SMI unter die Marke von 6000 Punkten ab; in dieser Phase überstiegen die Käufe klar die Verkäufe. Falls die Topmanager weiterhin Recht behalten, steht der Börsenindex SMI erneut am Wendepunkt: Dies würde bedeuten, die Privatanleger sollten ihre Aktien jetzt verkaufen.

Quelle: 20min

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

14.05.2011 19:18
Bild des Benutzers jheimi
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Vielen Dank für diese klaren und sehr gut erklärenden Worte!

Der frühe Vogel fängt den Wurm!!

14.05.2011 16:08
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Diese Annahme ist unter normalen Umständen ebenso richtig, wie sie jetzt falsch ist:

* Die Zinsen (in den USA) sind nicht deshalb so niedrig, weil mit schlechterer Konjunktur gerechnet wird sondern weil die FED mehr oder weniger offiziell Staatanleihen kauft und damit als Käufer in einem Markt auftritt, der unter normalen Umständen gar keine Käufer mehr hätte.

Klartext: Würde die FED nicht Staatsanleihen kaufen, gäbe es mehr Verkäufer als Käufer. Das heisst, die Preise für Staatsanleihen würden massiv sinken, deren Renditen steigen. Ähnlich also wie bei den Anleihen Griechenlands, Portugals, Spaniens, Irlands.

* Es ist eine Verschwörungstheorie, dass die Inflation steigt, wenn die Wirtschaft boomt. Im Moment haben wir steigende Inflation obschon die Realwirtschaft schwächelt.

Warum? Weil die Inflation rein monetär ist. Geld verliert an Wert, weil zuviel davon gedruckt wird. Mit der Wirtschaft hat das aber rein gar nichts zu tun.

* Das Regelsystem, wonach US-Investoren entweder in Aktien oder Bonds investieren, je nachdem, was besser ist bzw. ob die Zinsen steigen oder fallen, gilt nur dann, wenn die Währung (der Dollar) als stabil betrachtet wird!

Letztes ist aber absolut nicht mehr der Fall!

Die US-Märkte (Aktien und Bonds) werden nicht nur von US-Investoren bestimmt sondern in zunehmendem Masse von Ausländern. Und die betrachten nicht nur die Renditen im US-Markt sondern auch den Dollarverlauf im Vergleich zu ihrer Heimatwährung sowie die Chancen ausserhalb der USA. Europa, Emerging Markets etc.

---

Ich formuliere es mal anders:

Wenn der US-Investor sieht, dass er mit Bonds 3% Rendite verdient, mit Aktien hingegen 5% (reine Phantasiezahlen!!!) dann wird er sich für Aktien entscheiden. Verdient er mit Aktien hingegen nur 3.5% oder weniger, entscheidet er sich für Bonds, da die sicherere sind.

Der ausländische Investor hingegen betrachtet auch den Dollar und sieht, dass der Dollar pro Jahr 10% an Kaufkraft verliert. Ihm ist es also egal, ob Bonds 3% oder Aktien 5% rentieren, unter 12% wird er den US-Markt einfach meiden.

Nun gibt es auch US-Investoren, die diese (ausländischen) Überlegungen machen und entsprechend ihr Geld ausserhalb des Dollarraumes investieren.

Somit bleiben nur noch die grossen US-Pensionskassen, die im Ausland nicht investieren dürfen. Die sind die einzigen, die nur die Wahl zw. US Aktien und US Bonds haben.

14.05.2011 15:27
Bild des Benutzers Karat1
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Re: Signale!

MarcusFabian wrote:

Karat1 wrote:
Das lässt darauf schliessen, dass der Markt mehr Angst hat vor einer Konjunkturabschwächung als vor einer Inflation.

Nur so interessehalber: Wie kommst Du denn darauf, dass nicht gleichzeitig die Konjunktur schwächeln und die Inflation dennoch steigen kann?

Ich gehe davon aus, dass wenn die langfristigen Zinsen, oder die Zinsen ganz allgemein sinken, die Erwartungshaltung keimt, dass die Konjunktur schwächelt. Damit der Konsum angekurbelt wird, könnten dann die Preise eher sinken. Damit wäre dann auch nicht mit Inflation zu rechnen.

Karat

14.05.2011 14:48
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Re: Signale!

Karat1 wrote:

Das lässt darauf schliessen, dass der Markt mehr Angst hat vor einer Konjunkturabschwächung als vor einer Inflation.

Nur so interessehalber: Wie kommst Du denn darauf, dass nicht gleichzeitig die Konjunktur schwächeln und die Inflation dennoch steigen kann?