Sika

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05.04.2007 13:46
#1
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Sika

Zieht euch mal SIKA rein, ging in den letzten Tagen nur rauf und heute sogar über 4%!!!

War im 2006 schon mit einem Call drin und konnte einen schönen Gewinn einfahren. Und im mom habe ich den SIKOM, war in letzter Zeit leider im Minus aber nun geht der wieder rauf¨

Für mich ist Sika ein Top Favorit 8)

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21.11.2016 08:49
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Sika-Kaufverträge öffentlich einsehbar - keine Arbeitsplatzgarantie

Seit fast zwei Jahren ringen die Sika-Erbenfamilie mit der Sika-Führungsspitze um die künftige Kontrolle des Zuger Baustoffkonzerns. Die Veröffentlichung der Kaufverträge führt nun zu neuen Kontroversen.

Die "Sonntagszeitung" hat den Aktienkaufvertrag vom 5. Dezember 2014 und den geänderten Vertrag vom 7. April 2015 online gestellt. Die Zeitung stellt basierend darauf frühere Aussagen von Saint-Gobain und der Erbenfamilie in Frage. So warben diese für die Übernahme mit Zusagen des französischen Konzerns, beispielsweise zum Erhalt der Arbeitsplätze. Diese Zusicherungen seien gar nicht bindend, schreibt die Zeitung.

Die Erbenfamilie und Saint-Gobain wehren sich in Stellungnahmen gegen die Vorwürfe, die Öffentlichkeit in die Irre geführt zu haben. Die in der Schenker-Winkler-Holding (SWH) organisierte Sika-Erbenfamilie betonte öffentlich mehrmals, der französische Konzern sei eine Reihe von sehr klaren Verpflichtungen eingegangen, damit die Unabhängigkeit von Sika erhalten bleibe.

Sika bleibe an der Schweizer Börse und der Hauptsitz in der Schweiz, hiess es. Das bisherige Management solle Sika führen, im Verwaltungsrat würde es mehrere unabhängige Verwaltungsräte geben. Sika-Erbe und Verwaltungsrat Urs Burkard erklärte weiter an der diesjährigen Generalversammlung im April, alle Mitarbeitenden erhielten während zweier Jahre eine Arbeitsplatzgarantie.

Keine Zusagen im Vertrag

Die "Sonntagszeitung" schreibt: "Es gab nie eine solche Garantie." Sie verweist auf die Kaufverträge. In diesem sind keine entsprechenden Verpflichtungen von Saint-Gobain festgehalten. In einer Klausel heisst es zudem, es gebe zwischen den Parteien keine weiteren Vereinbarungen und Garantien als jene, die im Vertrag genannt seien.

Ein Sprecher der SWH sagte, die Zusicherungen seien nur in Vereinbarungen zwischen Saint-Gobain und Sika sinnvoll. Deshalb seien sie nicht Teil des Verkaufsvertrags. Da Sika sich solchen gegenseitigen Abmachungen verweigere, habe Saint Gobain die entsprechenden Zusicherungen öffentlich an alle Stakeholder gemacht.

Ein Saint-Gobain-Sprecher verweist auf einen offenen Brief von Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Chalendar an die Mitarbeitenden der Sika, in dem er diesen klare Zusicherungen gemacht habe. "Diese werden nach dem Vollzug des Projekts Punkt für Punkt umgesetzt."

Unter anderem schreibt de Chalendar, es sei Saint-Gobains klare Absicht, weder Entlassungen von Sika-Mitarbeitenden noch irgendwelche Restrukturierungen aufgrund des Kaufs vorzunehmen. Der Sprecher kritisierte zudem die Debatte über die Zusicherungen: "Jeglicher Versuch von Dritten, über diese feststehenden Pläne eine Kontroverse zu eröffnen, zielt ins Leere und geschieht letztlich einzig zum Schaden der Mitarbeitenden der Sika."

Deutungsstreit um Klauseln

Die "Sonntagszeitung" hält den Aussagen zu den Zusicherungen entgegen, sie hätten rechtlich keine bindende Wirkung. Die Zeitung hatte bereits in ihrer Ausgabe vom letzten Sonntag über den Vertrag von 2014 berichtet und dabei kritisiert, der Vertrag erlaube es Saint-Gobain, Sika schon vor dem Vollzug der Übernahme diktieren zu können.

So verpflichteten sich die Verkäufer, ihren Einfluss auf den Sika-Chef geltend zu machen, damit er konstruktiv mit Saint-Gobain zusammenarbeite. Zu entsprechenden Bestimmungen hiess es von Sprechern der Familie und Saint-Gobain, es handle sich um normale, mit dem Schweizer Recht konforme Bestimmungen.

Saint-Gobain will 2,75 Milliarden Franken für den Kauf der privilegierten Familienaktien bezahlen, die mit einem Anteil von rund 17 Prozent die Kontrollmehrheit von leicht über 50 Prozent garantieren. Dagegen wehren sich die Sika-Führung und Minderheitsaktionäre.

Mit einer Beschränkung der Stimmrechte - der sogenannten Vinkulierung - hat der Verwaltungsrat die Übernahme bislang blockiert. Ende Oktober entschied das Zuger Kantonsgericht, dass diese Stimmrechtsbeschränkung an der Generalversammlung vom vergangenen Jahr rechtens war.

Die SWH hat bereits angekündigt, das Urteil weiterzuziehen. Die Sika-Führung schlug der SWH derweil vor, selbst das Aktienpaket der Familie zu kaufen. Von der Familie hiess es aber, sie sei weiterhin an den Vertrag mit Saint-Gobain gebunden.

(AWP/SDA)

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31.10.2016 11:51
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@Kapitalist

Hab's auch mitverfolgt. Ich habe am Freitag keine Transaktion durchgeführt...zum Glück Wink

31.10.2016 10:57
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Link hat am 28.10.2016 - 14:03 folgendes geschrieben:

Gerichtsentscheid heute Abend. Aktie "puten"?

Sika-Aktie nach Gerichtsurteil auf RekordjagdDer Verwaltungsrat von Sika hat am Freitagabend einen wichtigen Etappensieg errungen.
Bild: cash

31.10.2016 10:36

Das Gerichtsurteil im Fall Sika vom Freitagabend überrascht. Analysten bezeichnen es aus Sicht des Verwaltungsrats als Meilenstein. Die Aktie schnuppert Rekordluft.

 

Von Lorenz Burkhalter

 

Im Streit um die Zukunft des Innerschweizer Baustoffherstellers Sika hat der Verwaltungsrat am Freitagabend einen Etappensieg gegen die Erbenfamilie Burkard errungen. Das Kantonsgericht Zug hat die Anfechtungsklage der Schenker-Winkler-Holding (SWH) gegen die Beschlüsse der Generalversammlung 2015 abgewiesen. Damit steht der Erfolg des geplanten Verkaufs der Mehrheitsbeteiligung nach Frankreich in den Sternen.

Für die Börse kommt dieser Entscheid überraschend, geriet die Aktie von Sika am Freitag im Vorfeld des Entscheids doch unter Verkaufsdruck. Bei Handelsende resultierte ein Minus von 4,2 Prozent auf 4247 Franken.

Zu Wochenbeginn setzt nun eine kräftige Gegenbewegung ein. An der Schweizer Börse SIX haussiert die Aktie des äusserst erfolgreichen Baustoffherstellers um 14,6 Prozent auf 4866 Franken. Kurz zuvor markierte sie bei 4890 Franken sogar neue historische Höchstkurse. Beobachter berichten von aggressiven Käufen aus dem In- und Ausland.

Eine mutige Kaufempfehlung nach dem Urteil vom Freitag

Für den für die amerikanische Investmentbank Bernstein tätigen Analysten stellt das Urteil aus Sicht des Verwaltungsrats von Sika einen wichtigen Meilenstein dar. Mit seinem Entscheid habe das Kantonsgericht Zug die zukünftige Diskussionsrichtung grundlegend beeinflusst, so schreibt er weiter. Seines Erachtens liegt die Börse mit ihrer Reaktion vom Freitag völlig falsch, weshalb der Experte mit stark anziehenden Kursnotierungen rechnet. Er empfiehlt die Sika-Aktie wie bis anhin mit "Outperform" und einem Kursziel von 5419 Franken.

Der Berufskollege der Bank Vontobel nimmt das Urteil vom Freitag gar zum Anlass, die Aktie mit einem neu 5550 (alt: 4600) Franken lautenden Kursziel von "Hold" auf "Buy" herauf zu stufen. Seines Erachtens überrascht nicht, dass die Erbenfamilie Burkard den Entscheid an die nächsthöhere Instanz weiterziehen will. Dennoch rechnet der Experte damit, dass Sika der SWH ihr Aktienpaket abkaufen und Saint-Gobain eine Entschädigungszahlung entrichten wird.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

In einem Kommentar aus dem Hause HSBC wird darauf verwiesen, dass der Mehrheitsaktionär vor der nächsthöheren Instanz in Berufung gehen wolle und vertraglich an den Paketverkauf nach Frankreich gebunden sei. Dennoch begrüsst der verantwortliche Analyst das Urteil vom Freitag und sieht sich darin in seiner Kaufempfehlung sowie im nach den Neunmonatsumsatzzahlen auf 5200 (alt: 5000 Franken) angehobenen Kursziel für die Aktie bestätigt.

Bei der Credit Suisse zeigt man sich überrascht vom Entscheid vom Freitag. In einer Sache zeigt sich die Schweizer Grossbank ziemlich sicher: Saint-Gobain, der französische Käufer der Mehrheitsbeteiligung, werde die Pläne nicht einfach so ohne weiteres aufgeben. Die Aktie wird bei der Credit Suisse deshalb unverändert mit "Neutral" und einem Kursziel von 4600 Franken eingestuft.

Auch eher vorsichtig äussert man sich im hiesigen Berufshandel. Obschon der Entscheid des Kantonsgerichts Zug die zukünftige Stossrichtung zumindest andeute, sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Im ungünstigsten Fall für alle Beteiligten drohe ein langwieriger Rechtsstreit, so lautet der Tenor.

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

28.10.2016 14:03
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Gerichtsentscheid heute Abend. Aktie "puten"?

27.10.2016 08:31
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Sika mit Rekord bei Umsatz und Gewinn

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat in den ersten neun Monaten 2016 seinen Wachstumskurs fortgesetzt.

So stieg der Umsatz in der Berichtsperiode um 5,8% auf 4,33 Mrd CHF. In Lokalwährungen wären die Verkäufe um 6,3% gewachsen, teilte Sika am Donnerstag mit. Besonders hervorzustreichen: Im dritten Quartal habe Sika in China nach sechs rückläufigen Quartalen wieder positive Wachstumszahlen verzeichnet.

Auf Konzernebene hat sich aber das Wachstumstempo im dritten Quartal aber etwas abgeflacht, hatte doch im ersten Semester in Lokalwährungen ein Plus von 7,6% resultiert. Das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT nahm um 17% resp. knapp 21% auf 719,5 Mio und 591,2 Mio CHF zu. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um fast 23% auf 415,5 Mio. Das sei ein neuer Rekordwert.

Die höhere Profitabilität erklärt Sika mit steigenden Bruttomargen und einer unterproportionalen Kostenentwicklung.

Die Erwartungen übertroffen

Damit hat Sika die Erwartungen der Analysten auf Gewinnebene übertroffen. Die durchschnittlichen Schätzungen der von AWP befragten Experten beliefen sich für den Umsatz auf 4,36 Mrd, für EBITDA und EBIT auf 714,5, resp. 587,7 Mio und für den Reingewinn auf 411,4 Mio CHF.

Die Jahresziele 2016 können bestätigt werden, so Sika weiter. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Umsatz von rund 5,8 Mrd CHF und eine überdurchschnittliche Margensteigerung bei einem EBIT zwischen 780 und 800 Mio CHF erwartet. Man steuere also auf ein weiteres Rekordjahr zu. Mit der Eröffnung von vier neuen Ländergesellschaften und acht neuen Fabriken liege die Anzahl der Wachstumsinvestitionen gar über Plan.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibt für die Zukunft als Unsicherheitsfaktor bestehen, heisst es weiter.

(AWP)

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20.09.2016 11:41
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Sika-CEO bestätigt an Investorentag die Guidance für 2016
20.09.2016 11:08

Zürich (awp) - Für 2016 geht Sika unverändert von einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen aus. Dies erklärte Konzernchef Jan Jenisch am Dienstag in seinen eröffnenden Worten zum Investorentag. Mit Blick auf die Profitabilität versprach Jenisch auch für die zweite Jahreshälfte 2016 eine überproportionale Steigerung der EBIT-Marge. So hoch wie die 160 Basispunkte im ersten Semester werde der Sprung aber nicht ausfallen, fügte er mit Verweis auf Basiseffekte an und bestätigte damit frühere Aussagen.

Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung neuer Fabriken und Ländergesellschaften fortgesetzt. In den ersten acht Monaten 2016 hat Sika bereits acht neue Fertigungsstätten und vier Ländergesellschaften eröffnet. "Bis zum Jahresende dürften zwei Länder dazukommen", so Jenisch.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe derweil als Unsicherheitsfaktor für die Zukunft bestehen, so der Sika-CEO. Saint-Gobain habe in den letzten zwei Jahren nie Interesse an einer ernsthaften Diskussionen gezeigt. "Das ist sehr frustrierend", so Jenisch. Er sehe daher kaum die Chance für eine einvernehmliche Lösung.

ra/cp

(AWP)

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01.09.2016 08:31
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Sika erweitert Produktpalette weiter

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika übernimmt die in den USA die FRC Industries, einen Betonfaserproduzenten.

Mit der Übernahme erweitere Sika seine Produktpalette weiter, wodurch Schlüsselprojekte besser umgesetzt werden könnten, schreibt die Gesellschaft am Donnerstag in einer Mitteilung. Zum Kaufpreis aber auch zum Umsatz des übernommenen Unternehmens macht Sika keine Angaben.

FRC Industries verfügt gemäss Mitteilung über ein breites Sortiment an qualitativ hochwertigen synthetischen Polypropylen- sowie Stahlfasern für Beton. Das Marktwachstum für Betonfasern in den USA übertreffe das Wachstum der Bauindustrie, da der Trend bei der Betonverstärkung hin zu synthetischen Fasern und Stahlfasern gehe, schreibt Sika.

"Die Übernahme von FRC Industries ergänzt unser Geschäft perfekt und unterstützt das weitere Wachstum im Einklang mit unserer Strategie 2018", wird in der Mitteilung Christoph Ganz, Regionalleiter Nordamerika, zitiert.

(AWP)

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02.08.2016 08:27
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Fall Sika könnte noch sehr lange dauern

Beim Streit um Sika scheint keine Lösung in Sicht. Solange die Anwälte am Ruder sind, wird es wohl auch keine geben.

Dies sagt Georg Stucky, ehemaliger Verwaltungsrat bei Sika, im Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag".

"Die Juristen verdienen fürstlich, solange der Streit anhält", sagt Stucky, der selbst Jurist ist. "Solange sich die Familie an ihre Anwälte hält, gibt es keine schnelle Lösung", sagt er. Der Streit dauert seit Dezember 2014. Der Fall liegt inzwischen vor Gericht.

Kenner des Falls prognostizierten einen Entscheid eigentlich für diesen Sommer. Stucky scheint nicht daran zu glauben. Für eine Lösung brauche es einen Mediator, sagt er.

Im Kern geht es im Sika-Streit um den Verkauf des Unternehmens an die französische Saint-Gobain. Die Familienerben wollen ihre Anteile verkaufen, indem sie die Familienholding verkaufen. Dagegen stemmen sich der Verwaltungsrat und das Management mit allen Mitteln.

Juristisch beruft sich der Verwaltungsrat auf einen Vinkulierungspassus in den Statuten. Demnach kann der Verwaltungsrat einen Aktionär ablehnen, der mehr als 5 Prozent der Namenaktien hält. Die Familienerben stellen sich auf den Standpunkt, dass sie gar nicht die Namenaktien, sondern die Familien-Holding verkaufen.

Wie es zum Juristen-Hickhack kommen konnte

Stucky, heute 85-Jährig, ist ehemaliger Zuger Finanzdirektor und ehemaliger Nationalrat. Er war als Verwaltungsrat bei Sika dabei, als die Vinkulierungsklausel eingeführt wurde, über die nun vor Gericht gestritten wird.

Anlass für die Einführung 1993 seien Expansionspläne in den Osten und den Fernen Osten gewesen, sagt er. Sika habe Chancen gesehen, aber keine Mittel gehabt.

"Wir mussten also Geld beschaffen", sagte Stucky, der von 1985 bis 2001 im Sika-Verwaltungsrat sass. Doch durch die Kapitalerhöhung wären die Stimmrechte der Familie unter 50 Prozent gesunken. Darum machten der damalige Präsident Kurt Furgler sowie Romuald Burkard, der damals die dritte Generation der Gründerfamilie repräsentierte, den Vorschlag einer Aufteilung von Namen- und Inhaberaktien.

Die Namenaktien waren zugleich Stimmrechtsaktien und gehörten der Familie Burkard. Durch die ungleiche Aufteilung kam die Familie wieder zu über 50 Prozent der Stimmen. Als Ausgleich wurde gemäss Stucky eine Vinkulierungsklausel in den Statuten vorgeschlagen, mit dem Ziel, dass der Verwaltungsrat bei einem künftigen Käufer der Familienaktien mitreden kann. Aus seiner Sicht ist darum der Verkauf an Saint-Gobain nicht rechtens.

(AWP)

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29.07.2016 08:20
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Sika expandiert weiter und meldet Rekordgewinn

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat im ersten Halbjahr 2016 ihren dynamischen Wachstumskurs fortgesetzt.

Dynamisch entwickelte sich vor allem der nordamerikanische Markt, während sich die Lage in China etwas aufgehellt hat. Der Gewinn wuchs deutlich überproportional zum Umsatz und die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr wurden bekräftigt.

Nach einem Umsatzplus von 8,3% in Lokalwährungen (LW) im ersten Quartal realisierte das Unternehmen im Halbjahr ein Plus von 7,6%. Der Währungseffekt lag bei moderaten -0,7%. Das organische Umsatzplus, also der um Akquisitionen bereinigte Wert, habe im zweiten Quartal bei 6,5% gelegen. Das ist der höchste Wert der letzten zwei Jahre, teilte Sika am Freitag mit.

Gewinn steigt überproportional

Dank dem Volumenwachstum bei einer unterproportionalen Kostenentwicklung habe Sika die Margen erneut verbessert. Die stabilere Währungssituation sowie niedrigere Rohstoffpreise hätten diesen Effekt verstärkt, so die Innerschweizer weiter.

In der Folge kletterte das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT um 19% resp. 23% auf 439,7 Mio und 353,7 Mio CHF. Die EBIT-Marge verbesserte sich signifikant um 1,6 Prozentpunkte auf 12,6%. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um fast 25% auf 246,3 Mio, womit die Schätzungen der Analysten einmal mehr übertroffen wurden.

"Unsere Investitionen in neue Produkte, Ländergesellschaften und in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten zahlen sich aus", lässt sich Konzernchef Jan Jenisch in der Mitteilung zitieren. Dank der Stärke des Sika-Wachstumsmodells blicke er optimistisch in die Zukunft und auf das zweite Halbjahr 2016.

Nordamerika dynamisch

Alle von Sika bearbeiteten Regionen hätten zum Wachstum beigetragen, heisst es weiter. Zweistellige Zuwachsraten habe man in den USA, Kanada, Argentinien, Chile, UK, Afrika, Südostasien, der Pazifik Region und im Bereich Automotive erzielt.

Allen voran Nordamerika erzielte mit einem Umsatzplus von 12,7% in Lokalwährungen auf 441,3 Mio CHF ein Rekordergebnis. Hier gab es zudem einen positiven Währungseffekt von 3,2%. Sika spricht von einer soliden Baukonjunktur in der Region, der beschleunigte Ausbau der Vertriebsstrukturen in den wachsenden Ballungsgebieten sei ein Wachstumstreiber.

In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stiegen die Verkäufe in Lokalwährungen um 6,6% auf 1,34 Mrd CHF. Gute Wachstumsraten habe man in Südeuropa und im Nahen Osten realisiert; in Afrika lag das Umsatzplus gab bei über 20%.

Die Region Lateinamerika legte um 5,9% in LW auf 273,9 Mio CHF zu. Währungseffekte inklusive schrumpften hingegen die Verkäufe um 9,8%. Die Wirtschaftskrise in Brasilien sowie die teilweise signifikanten Abwertungen einiger Lokalwährungen hätten zu einer Abschwächung des Geschäftsverlaufs geführt, so Sika.

In Asien/Pazifik beschleunigte sich das Wachstum auf 4,6% in LW, nach einem Wert von 2,5% im Vorjahr. Die Verkäufe lagen bei 509,5 Mio CHF. In China sei die Marktnachfrage auf einem tiefen, aber deutlich optimistischeren Niveau als noch vor einem Jahr gelegen. Dagegen seien in Südostasien und Pazifik zweistellige Wachstumsraten erzielt worden.

Zuversicht für 2016

Für 2016 geht Sika unverändert von einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen aus. Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung von 8 bis 10 neuen Fabriken und 3 bis 4 Ländergesellschaften fortgesetzt. Damit hat Sika zumindest mit Blick die Fabriken die Schlagzahl etwas erhöht: Zuvor war nämlich noch von 6 bis 8 neuen Fabriken die Rede. In der ersten Jahreshälfte 2016 hat Sika bereits vier neue Fertigungsstätten eröffnet.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe derweil als Unsicherheitsfaktor für die Zukunft bestehen, heisst es weiter.

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28.07.2016 16:08
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Ausblick Sika: Halbjahresgewinn von durchschnittlich 232,1 Mio CHF erwartet
28.07.2016 14:04

Zürich (awp) - Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika publiziert am Freitag, 29. Juli, die Zahlen zum ersten Halbjahr 2016. Insgesamt neun Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.

H1 2016
(in Mio CHF) AWP-Konsens H1 2015

Umsatz 2'780 2'625
EBIT 330,0 288,6
Konzerngewinn 232,1 197,3

FOKUS: Sika wird Analysten zufolge auch für das zweite Quartal 2016 einen gewohnt guten Abschluss präsentieren. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion Nordamerika stammen, gefolgt von Lateinamerika und Europa. Das Geschäft in Asien/Pazifik dürften indes erneut unter einer schwachen Entwicklung in China gelitten haben.

Da Sika die Schlagzahl in Sachen Übernahmen deutlich gesenkt hat, kommen kaum Akquisitionseffekte hinzu. Von Interesse für die Experten wären Aussagen zu möglichen Akquisitionszielen, wurde doch im bisherigen Jahresverlauf erst eine kleine Übernahme in den USA getätigt. Dafür aber hat die Gesellschaft zuletzt viele neue Fabriken rund um den Globus eröffnet, was das organische Wachstum stütze.

Mit Blick auf die Profitabilität habe Sika wohl erneut von den tiefen Rohstoffpreisen und einer guten Auslastung der Anlagen profitiert; die Experten gehen daher von einer neuerlichen Ausweitung der Margen aus.

ZIELE: Für 2016 verspricht Sika ein Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen und eine leichte Verbesserung der Margen. Diese Ziele dürften beim Halbjahresausweis bestätigt werden.

Für 2016 rechnet Sika mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen. Ferner sollen im laufenden Jahr sechs bis acht neue Fabriken und drei bis vier Ländergesellschaften eröffnet werden. Erhöht wurden bereits zu Jahresbeginn die Vorgaben der "Strategie 2018". Neu wird bis zum genannten Jahr eine EBIT-Marge von 12-14% und ein Operativer Freier Cash Flow von über 8% angestrebt.

PRO MEMORIA: Sika verstärkte am 1. April sein Nordamerikageschäft und übernahm die US-Firma L.M. Scofield. Das Unternehmen sei der amerikanische Marktführer im Bereich Farbzusatzstoffe für Transportbeton sowie dekorative Produkte und Lösungen für die Betonsanierung. Im Jahr 2015 habe Scofield einen Umsatz von 17 Mio CHF erzielt.

Sika war zuletzt sehr aktiv, um das organische Wachstum zu verstärken. So wurde im Berichtsquartal in Thailand eine neue Fabrik für Mörtel und Betonzusatzmittel eröffnet, in Ecuador eine Mörtelfabrik in Betrieb genommen und in Nicaragua eine neue Ländergesellschaft gegründet und in Australien eine neue Fabrik für Betonzusatzmittel und synthetische Fasern in Betrieb genommen.

In der "Sache Saint-Gobain" ist am Freitag kaum mit Neuigkeiten zu rechnen. Als nächsten Termin sollten sich die Investoren den 14. September in ihrer Agenda vermerken; dann wird das Zuger Kantonsgericht ein Hearing zur Anwendung der Vinkulierung der Stimmrechte der verkaufswilligen Familie Burkard an der Generalversammlung abhalten.

Ist eine der beiden Parteien mit dem erstinstanzlichen Entscheid nicht zufrieden - und davon ist mit Sicherheit auszugehen - kann es hernach zwei bis drei Jahre dauern, bis die Bundesrichter in Lausanne zu einem Urteilsspruch kommen. Eigentlich wollten die Franzosen den Deal im zweiten Semester 2015 unter Dach und Fach bringen.

AKTIENKURS: Die Sika-Aktien haben im laufenden Jahr bis dato etwa 20% dazugewonnen und damit deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt SPI, der seit Anfang Jahr etwa 2% verloren hat. Die Titel werden mittlerweile schon fast wieder auf einem Niveau gehandelt, das Analysten Sika als unabhängiges Unternehmen zutrauen würden. Im Markt preise man also einen Sieg des Sika-Verwaltungsrates schon zu einem guten Teil ein, heisst es.

Website: www.sika.com

ra/hr

(AWP)

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14.07.2016 13:18
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Sika eröffnet neues Produktionswerk in Australien
14.07.2016 09:42

Baar (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika baut seine Präsenz in Australien aus. So wurde in Bibra Lake an der Westküste eine neue Fabrik eröffnet, welche die Produktionskapazitäten des Unternehmens für Betonzusatzmittel und synthetische Fasern erhöhe. Sika verlegt zwei bestehende Werke und drei regionale Lager, die ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hatten, an den neuen Standort.

Mit der neuen Fabrik schaffe Sika die Grundlage für zukünftiges Wachstum in Westaustralien, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Sie verbessere überdies die Lagerhaltung und Logistik von Endprodukten und biete Raum für künftige Mörtelproduktionsanlagen. Sika habe in den letzten fünf Jahren in Australien ein starkes zweistelliges organisches Wachstum verzeichnet, heisst es weiter.

ra/cf

(AWP)

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23.06.2016 08:33
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Sika: Neue Anfechtungsklage der SWH gegen gewisse Beschlüsse der GV 2016
22.06.2016 18:28

Baar (awp) - Im Streit zwischen dem Sika-Management und der Schenker-Winkler Holding (SWH) bleiben die Fronten weiter verhärtet. Sika sei darüber informiert worden, dass SWH nun auch gewisse Beschlüsse der ordentlichen Generalversammlung vom 12. April 2016 anficht, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilt.

Mit ihrer Klage fechte SWH im Wesentlichen die Wiederwahl in den Verwaltungsrat von Monika Ribar sowie von Paul Hälg, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler sowie die Nichtwahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat an, heisst es weiter.

Vor dem Kantonsgericht Zug sind bereits zwei Anfechtungsklagen der SWH gegen gewisse Beschlüsse der ordentlichen Generalversammlung vom 14. April 2015 sowie der ausserordentlichen Generalversammlung vom 24. Juli 2015 hängig. In diesen Verfahren geht es - wie bekannt - grundsätzlich um die Frage, ob die statutarische Vinkulierung der Sika auf den angestrebten Verkauf der Sika Beteiligung der Familie Burkard (überwiegend Sika Namenaktien) an Saint-Gobain Anwendung findet.

Das Sika-Management hält zudem an seiner Ablehnung der Übernahme der Kontrollmehrheit durch Saint-Gobain fest. Man bleibe überzeugt, dass die Einverleibung des Unternehmens in einen Konzern, noch dazu in einen globalen Konkurrenten im Mörtelgeschäft, aufgrund der fundamentalen Interessenkonflikte und der unrealistischen Synergieerwartungen unternehmerisch keinen Sinn macht, heisst es. Die Transaktion sei daher nicht im Interesse der Sika und werde von der überwiegenden Mehrheit aller Stakeholder unverändert abgelehnt.

yr/tp

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12.04.2016 08:16
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Sika mit Umsatzrekord im ersten Quartal - Ziele bestätigt
12.04.2016 06:47

(Meldung um weitere Angaben zu den Regionen ausgebaut)

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat einen starken Start ins Jahr 2016 hingelegt. Vor der am Dienstagnachmittag stattfindenden GV vermeldet das Unternehmen für die Monate Januar bis März einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen von 8,3% auf über 1,27 Mrd CHF. Das sei neuer Umsatzrekord in einem ersten Quartal. Der Akquisitionseffekt lag bei +2,9%.

In Schweizer Franken gerechnet stiegen die Verkäufe um 6,6%, der negative Währungseffekt lag also bei minus 1,7%. Mit seinen Erstquartalsumsätzen hat Sika die Markterwartungen leicht übertroffen. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens im Durchschnitt mit einem Umsatz von knapp 1,26 Mrd CHF gerechnet.

Zum Gewinn im ersten Quartal macht Sika keine Angaben. Die Marge habe sich aber weiter positiv entwickelt, teilte das Unternehmen mit. Konzernchef Jan Jenisch zeigte sich im Communiqué "sehr zufrieden" mit dem Start ins Geschäftsjahr. So hätten alle Regionen zum guten Jahresstart beigetragen, mit zweistelligem Umsatzwachstum in Argentinien, Kolumbien, Nordamerika, Südostasien, Pazifik, Afrika, dem Nahen Osten und im Industriegeschäft.

NORDAMERIKA STARK - CHINA BLEIBT TIEF

Am stärksten legte Sika in Lokalwährungen gerechnet in den Regionen Nordamerika mit fast 13% zu. Der Konzern habe von einem beschleunigten Ausbau der Lieferkette und der Vertriebsstrukturen in den wachsenden Ballungsgebieten profitiert sowie von der soliden Baukonjunktur in der Region.

In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erzielte Sika eine Umsatzsteigerung von 8,7%, nach lediglich 1,1% im Vorjahr. "Gute" Wachstumsraten habe man in Südeuropa und im Nahen Osten realisiert, das stärkste Wachstum fand mit über 20% gemäss Sika in Afrika statt. Die Marktnachfrage in Westeuropa habe sich derweil auf einem "soliden" Niveau bewegt.

Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik lag bei 4,3% und damit um 1,8 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Dabei habe die Marktnachfrage in China auf einem tiefen, aber deutlich optimistischeren Niveau als noch vor einem Jahr gelegen. Dem standen zweistellige Wachstumsraten in Südostasien und im Pazifik gegenüber.

In der Region Lateinamerika verlangsamte sich das Umsatzwachstum auf 4,0% im Vergleich zu 17% im Vorjahr. Vor allem die Wirtschaftskrise in Brasilien sowie die teilweise signifikanten Abwertungen der Lokalwährungen hätten zu der Abschwächung geführt.

Der Umsatz mit Produkten für die Bauindustrie stieg um 17% auf 305,3 Mio CHF, während mit Produkten für die industrielle Fertigung mit 969,1 Mio CHF 3,7% mehr umgesetzt wurde.

GUIDANCE BEKRÄFTIGT

Für 2016 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen. Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung von 6 bis 8 neuen Fabriken und 3 bis 4 Ländergesellschaften fortgesetzt.

Am Nachmittag kommt es an der Generalversammlung von Sika einmal mehr zum "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hatte Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten. Es wird angenommen, dass der Verwaltungsrat erneut die Stimmkraft der Erbenfamilie beschränken wird, welche ihre Anteile an Saint-Gobain verkaufen will.

ra/cp

(AWP)

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05.04.2016 12:47
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Bill-Gates-Stiftung kämpft weiter um Sika

Cascade Investment und der Bill & Melinda Gates Foundation Trust unterstützen den Sika-Verwaltungsrat und das Sika-Management weiter im Kampf gegen St. Gobain.

Cascade und der Trust würden ihre Rechte als Sika-Aktionäre und Gegner der Transaktion weiterhin aktiv wahrnehmen, teilten sie am Dienstag in einem offenen Brief mit. Anlass ist die in einer Woche stattfindende Generalversammlung. Einen ähnlichen Brief hatten die Investoren bereits im Dezember verschickt.

(AWP)

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14.03.2016 08:31
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Sika-Führung gegen neuen Verwaltungsrat

Der Sika-Verwaltungsrat lehnt den Antrag der Schenker-Winkler Holding AG auf die Zuwahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat ab.

Zudem wird der Antrag der Aktionärsgruppe um Cascade Investment und den Bill & Melinda Gates Foundation Trust auf Verlängerung der Amtszeit der Sachverständigen unterstützt. Das teilt das Unternehmen mit der Bestätigung des 12. April 2016 als Termin der ordentlichen Generalversammlung am Montag mit.

Alle bisherigen Verwaltungsräte stellen sich zur Wiederwahl, heisst es in dem Communiqué weiter. Die unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder Monika Ribar, Paul Hälg (Präsident), Daniel Sauter, Frits van Dijk, Ulrich Suter und Christoph Tobler stünden jedoch nur bei einer geschlossenen Wiederwahl und der Bestätigung von Paul Hälg als Präsident zur Verfügung.

In der Stellungnahme zu den eingereichten Aktionärsanträgen empfiehlt der Verwaltungsrat den Aktionären mehrheitlich, den Antrag auf die Wahl von Jacques Bischoff als weiteren Vertreter der SWH in den Verwaltungsrat der Sika abzulehnen. Unterstützt wird hingegen mehrheitlich der Antrag, die Amtszeit der Sachverständigen bis zur ordentlichen Generalversammlung 2020 zu verlängern.

Der Ausschuss war an der GV im April 2015 eingesetzt worden und hat den Auftrag, das Geschäftsgebaren des Verwaltungsrates und des Managements in Bezug auf die Schenker-Winkler Holding und/oder Saint-Gobain hin zu untersuchen und zu prüfen sowie die Aktionäre regelmässig über die Ergebnisse zu unterrichten. Dem Gremium gehören die Anwälte Peter Spinnler und Jörg Walther sowie der frühere Journalist James Montagnon an.

Die ausführliche Traktandenliste mit den Anträgen des Verwaltungsrats zu allen Traktanden werde am 18. März 2016 an die Namenaktionäre verschickt und im Schweizerischen Handelsamtsblatt sowie auf der Homepage der Sika publiziert. Die Generalversammlung 2016 findet am 12. April ab 13 Uhr in Baar statt.

(AWP)

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04.03.2016 08:21
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Sika: Cascade will Sachverständigen-Ausschuss bis 2020 im Amt haben
04.03.2016 07:17

Baar (awp) - Bei Sika soll der Sachverständigen-Ausschuss bis zum Jahr 2020 im Amt bleiben. Die Aktionärsgruppe um Cascade Investment und die Bill & Melinda Gates Foundation Trust hat ein entsprechendes Traktandierungsbegehren für die ordentliche Generalversammlung vom 12. April 2016 eingereicht. Laut Mitteilung vom Freitag wird der Sika-Verwaltungsrat das Begehren und den Antrag prüfen und zu gegebener Zeit dazu Stellung nehmen.

Der Ausschusses war an der letzten ordentlichen Generalversammlung im April 2015 eingesetzt worden. Der Auftrag: Die Sachverständigen sollen das Geschäftsgebaren des Verwaltungsrates und des Managements in Bezug auf die Schenker-Winkler Holding und/oder Saint-Gobain untersuchen und prüfen und regelmässig über die Ergebnisse an die Aktionäre berichten.

Dem Gremium gehören drei Männer an: Die Anwälte Peter Spinnler und Jörg Walther sowie der Brite James Montagnon, der früher als Wirtschaftsjournalist und dann als Berater arbeitete.

ra/uh

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26.02.2016 08:17
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Sika legt trotz Übernahme-Streit ein weiteres Rekordjahr hin
26.02.2016 07:42

(Meldung ausgebaut)

Baar (awp) - Mitten im Übernahmepoker sorgt Sika für positive Schlagzeilen: Die Zuger Bauchemie- und Klebstoffherstellerin hat 2015 das beste Resultat in der Unternehmensgeschichte erzielt. Zum Wachstum hätten alle Regionen sowie Investitionen in neue Fabriken und Ländergesellschaften beigetragen. Davon profitieren die Aktionäre in Form einer Dividendenerhöhung.

Sika erfuhr zwar im Berichtsjahr einen Umsatzrückgang um 1,5% auf 5,49 Mrd CHF, in Lokalwährungen (LW) wuchsen die Verkäufe allerdings um 6,2%. Um den rückläufigen Markt China bereinigt wäre Sika gar um 7,4% in Lokalwährungen gewachsen.

Die hohe Wachstumsdynamik und ein diszipliniertes Kostenmanagement hätten zu neuen Höchstwerten beim EBIT von 673,3 Mio (+6,3%) und beim Gewinn von 465,1 Mio CHF (+5,4%) geführt. Auch der operative freie Geldfluss war mit 451,5 Mio CHF (+8,1%) noch nie so hoch. Geholfen hätten auch die niedrigeren Rohstoffpreise, so Sika.

In der Folge lag die EBIT-Marge mit 12,3% um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Sika die Analystenerwartungen deutlich übertroffen.

Die Aktionäre sollen in der Form einer höheren Dividende vom Rekordgewinn profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt vor, diese von 72 auf 78 CHF pro Inhaberaktie respektive von 12 auf 13 CHF pro Namenaktie zu erhöhen. Dies entspricht einer Steigerung von 8,3%.

IN ALLEN REGIONEN GEWACHSEN - CHINA SCHWÄCHELT

Mit Blick auf die regionale Umsatzentwicklung hat die frühere Wachstumslokomotive Asien/Pazifik Schwung eingebüsst. Dort verlangsamte sich das in LW gemessene Wachstum auf 2,1%; 2014 hatte die Region noch um knapp 13% zugelegt. Als Grund wird eine rückläufige Marktentwicklung in China genannt.

Den stärksten Zuwachs realisierte die Region Lateinamerika. Trotz eines schwierigen Marktumfelds in Brasilien hätten Marktanteilsgewinne in anderen Ländern zu einem Plus von 9,5% geführt. Insgesamt lag das Wachstum in den Schwellenländern bei 7,9%.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) steigerte den Umsatz um 5,6% und hat laut Sika von einem guten Geschäftsverlauf in Osteuropa, Afrika und im Nahen Osten profitiert. Die Umsätze in Westeuropa hätten derweil leicht über den Vorjahreswerten gelegen.

Nordamerika erzielte ein Umsatzplus von 8,4%, so Sika weiter. Hier habe der fortgesetzte Marktaufbau sowie eine positive Baukonjunktur mit vermehrten Investitionen in Infrastruktur- und kommerzielle Bauten zu deutlich höheren Volumen geführt.

Im margenstarken Mörtelgeschäft habe Sika mit einem Umsatzplus von 12,9% übrigens ebenfalls überproportionale Zuwachsraten generiert, heisst es weiter. Dieses habe man mit fünf neuen Fabriken und drei Akquisitionen weiter ausgebaut.

WACHSTUMSSTRATEGIE WIRD WEITERGEFÜHRT

Total hat Sika im Berichtsjahr fünf Unternehmen akquiriert, diese hätten zusammen in 2014 einen Jahresumsatz von 115 Mio CHF generiert. Der beschleunigte Aufbau der Wachstumsmärkte werde im Rahmen der "Strategie 2018" weitergeführt. Sika wolle jährlich in 6-8 neue Fabriken investieren sowie neue Ländergesellschaften gründen.

Für 2016 rechnet Sika mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen.

Die Vorgaben der "Strategie 2018" wurden bereits im Januar erhöht. Neu wird eine EBIT-Marge von 12-14% und ein Operativer Freier Cash Flow von mehr als 8% angestrebt. Der Return on Capital Employed soll bis 2018 auf 25% gesteigert werden.

VERHÄRTETE FRONTEN ZU ÜBERNAHME

Zum als feindlich eingestuften Übernahmeversuch durch Saint-Gobain bekräftigt die Sika-Führung ihre Haltung, wonach dieser die "Erfolgsgeschichte von Sika fundamental in Frage stellen" würde. Der Übernahme fehle die industrielle Logik. Am Donnerstagabend hatte Saint-Gobain per Communiqué mitgeteilt, Sika weiterhin übernehmen zu wollen.

ra/cp

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23.02.2016 16:53
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Sika-Aktionär Burkard: Am Schluss gehen alle vor das Bundesgericht
23.02.2016 15:51

Zürich (awp) - Urs Burkard, Mitglied der Sika-Besitzerfamilie Burkard, zeigt sich optimistisch, dass der Verkauf des Mehrheitsanteils an Saint-Gobain nach Beendigung der rechtlichen Verfahren über die Bühne gehen wird. Er erwartet aber auch keine schnelle Lösung. Es gebe keine Anzeichen von Seiten des französischen Konzerns, dass diese sich von der Vereinbarung zurückziehen könnten.

Zudem glaubt er kaum, dass der im zweiten Quartal erwartete Entscheid des Kantonsgerichts Zug zur Vinkulierung zu seinen Ungunsten ausfallen könnte. "Diese Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr, sehr gering", sagte Burkard gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" (online, 23.02.2016) "Am Schluss gehen alle vor das Bundesgericht, dann dauert alles noch einmal zwei oder zweieinhalb Jahre. Am Ende werden meine Geschwister und ich auf der Gewinnerseite stehen, und jemand wird verlieren."

Der mit Saint-Gobain geschlossene Vertrag habe noch einen Laufzeit bis 30. Juni. "Es gibt die Option, den Vertrag zu verlängern. Es deutet nichts darauf hin, dass Saint-Gobain diese Option nicht nutzen würde. Aber sollte es so kommen, dann sind ja immer noch wir der bestimmende Aktionär. Dann werden wir den jetzigen Verwaltungsrat nicht lange behalten", so der Sika-Aktionär.

Dass der übrige Verwaltungsrat und die Minderheitsaktionäre ein solches Problem mit dem Ausstieg der Familie haben, bringt Burkard weiter wenig Verständnis entgegen. "Es steht in den Statuen, dass Minderheitsaktionäre nichts bekommen, wenn die Familie aussteigt und einen Paketzuschlag erhält. Das wusste jeder. Auch die Pensionskassen,", so Burkard. "Ich finde es verantwortungslos von Investoren, Geld anzulegen, ohne die Statuten zu lesen."

Auch der Vorwurf, die Familie habe ihre Stellung missbraucht und profitiere als Einziger von dem Verkauf lässt er weiterhin nicht gelten. "Da müssen Sie die Statuten lesen, aus, amen, fertig. Kein einziger Aktionär ist benachteiligt, alle können von den Synergien profitieren."

yr/cp

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01.02.2016 08:31
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Saint-Gobain beim Kampf um Sika siegessicher

Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain hält trotz des Widerstands des Managements und vieler Aktionäre an der geplanten Übernahme des Schweizer Rivalen Sika fest.

"Uns gibt es seit mehr als 350 Jahren", sagte Saint-Gobain-Manager Laurent Guillot am Freitag. "Angesichts der überwältigenden industriellen Logik der Transaktion sind wir geduldig und durchaus bereit, noch ein paar Monate zu warten." Saint-Gobain habe bei den eigenen Aktionären starke Unterstützung für den Zukauf.

Saint-Gobain hatte im Dezember 2014 angekündigt, das Aktienpaket der Sika-Gründerfamilie Burkard für 2,75 Milliarden Franken zu kaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber einen Stimmenanteil von 52 Prozent. Damit können sie den Verwaltungsrat mit eigenen Vertretern besetzen und so mit einem vergleichweise geringen Kapitaleinsatz die Kontrolle über Sika übernehmen. Während die Burkards einen Aufschlag von 80 Prozent zum damaligen Aktienkurs erhalten, sollen die übrigen Aktionäre leer ausgehen.

Angesichts der verhärteten Fronten zwischen Sika und den Minderheitsaktionären einerseits und der Familie und Saint-Gobain andererseits wird schlussendlich wohl ein Gericht entscheiden, ob Sika übernommen wird. Das wichtigste von mehreren Verfahren läuft derzeit im Kanton Zug. "Wir erwarten einen Entscheid des Gerichts in Zug zwischen Juni und September", erklärte Guillot. Er sei zuversichtlich, dass sein Unternehmen vor Gericht recht erhalte.

Saint-Gobain habe weder die Verpflichtung noch die Absicht, den übrigen Sika-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten. Stattdessen peile der Konzern andere Zukäufe an, sagte Guillot. "Wir haben die finanzielle Kraft für weitere Akquisitionen."

(Reuters)

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12.01.2016 08:25
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Sika steigert Umsatz 2015 nach Jahresendspurt deutlich - Ziele 2018 erhöht
12.01.2016 07:02

(Mit Angaben zur Entwicklung in den Regionen ergänzt)

Baar (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat im Geschäftsjahr 2015 dank einem starken vierten Quartal den Umsatz deutlich und in allen Regionen gesteigert. Damit wurden die konzerneigenen sowie die Markterwartungen übertroffen. Und weil auch die Vorgaben der "Strategie 2018" bereits erreicht wurden, werden dessen Ziele nach oben angepasst.

Der Umsatz von 5,49 Mrd CHF für 2015 bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 6,2% in Lokalwährungen. Das ist mehr, als Sika selbst erwartet hatte. Ende Oktober hatte das Unternehmen die eigenen Wachstumsprognosen von 6-8% auf 5% in zu konstanten Wechselkursen gesenkt. Damit wurden auch die Schätzungen der Analysten übertroffen; diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit 5,467 Mrd CHF gerechnet.

Denn im letzten Jahresviertel 2015 hat Sika mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 8,3% wieder etwas Fahrt aufgenommen. Nach dem ersten Semester 2015 hatte in Lokalwährungen ein Plus von 5,6% resultiert, nach neun Monaten eines von 5,5%.

Getrübt wird das Umsatzresultat durch die Währungssituation. Nach Umrechnung in den starken Franken ist der Umsatz um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Der negative Währungseffekt lag also bei 7,7%.

WACHSTUM IN ALLEN REGIONEN

Das im Kanton Zug ansässige Unternehmen, das im vergangenen Jahr neun Fabriken und drei Ländergesellschaften eröffnete, verzeichnete in sämtlichen Weltregionen Zuwächse. Zweistelligem Wachstumsraten habe man in den Märkten USA, Mexiko, Afrika, Naher Osten, Südostasien und Pazifik erfahren.

Nach den ausgewiesenen Regionen betrachtet realisierte Lateinamerika mit plus 9,5% in Lokalwährungen die stärkste Dynamik. Hier standen einem schwierigen Marktumfeld in Brasilien Marktanteilsgewinne in anderen Ländern gegenüber, so Sika. Nordamerika (+8,4%) habe von einer positiven Baukonjunktur in den USA profitiert.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) steigerte den Umsatz um 5,6% und hat laut Sika von einem guten Geschäftsverlauf in Osteuropa, Afrika und im Nahen Osten profitiert. Die Umsätze in Westeuropa hätten derweil leicht über den Vorjahreswerten gelegen.

Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik verlangsamte sich hingegen auf 2,1%, als Grund wird eine rückläufige Marktentwicklung in China genannt. Insgesamt habe das Wachstum in den Schwellenländern 7,9% betragen. Um China bereinigt wäre Sika 2015 um 7,4% in Lokalwährungen gewachsen.

Im margenstarken Mörtelgeschäft habe Sika mit einem Umsatzplus von 12,9% übrigens ebenfalls überproportionale Zuwachsraten generiert, heisst es weiter.

HÖHERE ZIELE

Für das Gesamtjahr 2015 stellt der Konzern eine überproportionale Steigerung des Betriebsergebnisses und eine EBIT-Marge von 11,5 bis 12,0% in Aussicht. 2014 lag der entsprechende Wert bei 11,4%.

Weil die Vorgaben der "Strategie 2018" damit frühzeitig erreicht wurden, werden diese Ziele erhöht. Neu wird eine EBIT-Marge von 12-14% (bisher >10%) und ein Operativer Freier Cash Flow von >8% (bisher >6%) angestrebt. Der Return on Capital Employed soll bis 2018 auf 25% gesteigert werden (bisher >20%).

Die nach Ansicht von Sika "erfreuliche" Entwicklung unterstreiche die Notwendigkeit, das Erfolgsmodell des Unternehmens im Interesse aller Stakeholder zu sichern, heisst es weiter.

Verwaltungsrat, Konzernleitung, die 160 Senior Manager sowie Arbeitnehmervertreter stellten sich daher unverändert gegen den feindlichen Übernahmeversuch von Saint-Gobain. Man werde "weiterhin im Interesse von Sika und ihren Stakeholdern handeln", so die Mitteilung.

Die Sika-Erben-Familie, die mit nur rund 16% Kapital den Konzern kontrolliert, will ihre Aktien der französischen Industriegruppe verkaufen. Ein Angebot an die restlichen Aktionäre ist nicht geplant. Die Sika-Führung blockiert deswegen den Verkauf über diverse juristische Züge.

ra/cf

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11.01.2016 08:30
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Firmenergebnisse mit Spannung erwartet

Am Dienstag läutet Sika die Schweizer Unternehmensberichterstattung für 2015 ein. Zum Jahresanfang stellen diese Woche auch weitere Konzerne Umsatzzahlen vor, die zum Teil Signalwirkung für die Börse haben dürften.

Von Lorenz Burkhalter

In weniger als 24 Stunden läutet Sika an der Schweizer Börse SIX die Unternehmensberichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 ein. Doch die Zahlen des in der Innerschweiz beheimateten Baustoffherstellers wird auch noch aus einem anderen Grund mit Spannung erwartet, weist er doch seit jeher einen hohen Ergebnisbeitrag aus den Schwellenländern auf, und diese sind derzeit von Turbulenzen heimgesucht.

Den Sika-Zahlen werden in Analystenkreisen daher Signalwirkung für andere Unternehmen mit einer hohen Abhängigkeit von den aufstrebenden Regionen nachgesagt.

Wartet Sika mit einem überzeugenden Ausblick auf?

Allen Schwierigkeiten zum Trotz trauen Experten Sika ein solides Schlussquartal zu. Jener von Vontobel rechnet nicht nur mit einer Wachstumsbeschleunigung zu konstanten Wechselkursen, sondern dank Skaleneffekten und tieferen Rohmaterialkosten auch mit höheren Margen. Als bremsend könnte sich die Währungsentwicklung erweisen, geht sein für die Zürcher Kantonalbank tätiger Berufskollege doch von einem negativen Währungseffekt von gut 7 Prozent aus.

Davon lässt man sich bei Kepler Cheuvreux allerdings nicht abschrecken. Erst am Freitag erhöhte der für diese Bank tätige Analyst in Erwartung eines überzeugenden Ausblicks für das Geschäftsjahr 2016 das Kursziel für die Inhaberaktie auf 4280 (4100) Franken. An der Kaufempfehlung hält er unverändert fest. Was bleibt, ist die Ungewissheit rund um den vom Unternehmen selber angefochtenen Verkauf der Mehrheitsbeteiligung der Familienaktionäre an den französischen Mischkonzern Saint-Gobain.

Nur zwei Unternehmen aus dem SMI werden berichten

Zur Wochenmitte geht mit Geberit das erste Unternehmen aus dem Swiss Market Index (SMI) mit den Jahresumsatzzahlen an den Start. Auch dem Ostschweizer Sanitärtechnikkonzern wird bei Vontobel im vierten Quartal eine organische Wachstumsbeschleunigung auf 3,3 Prozent zugetraut. In den ersten neun Monaten wuchs das Unternehmen noch mit gut 2 Prozent. Als Gründe für die Belebung nennt die Zürcher Traditionsbank einerseits das vorteilhaft milde Wetter und andererseits die tiefe Vergleichsbasis im Schlüsselmarkt Deutschland.

Der für die Zürcher Kantonalbank tätige Analyst befürchtet allerdings, dass das letztjährige Wachstum weit unter der langfristigen Zielbandbreite von 4 bis 6 Prozent zurückgeblieben ist. Die firmeneigenen Mittelfristziele werden vom Experten als ambitiös bezeichnet.

Die ebenfalls am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Verkehrsstatistiken des Flughafens Zürich für den Dezember sind vermutlich nur von untergeordneter Bedeutung für die Anleger. Denn tags drauf legt mit dem Luxusgüterhersteller Richemont ein zweiter Vertreter aus dem SMI einen Zwischenbericht für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2015/16 vor.

Lindt & Sprüngli könnte enttäuschen

Wie der für Vontobel tätige Analyst schreibt, deuten die jüngsten Schweizer Uhrenexportstatistiken auf eine verhaltene Nachfrage in Schlüsselmärkten wie Hongkong hin. Nur dank dem rund 7 Prozent schwächeren Euro erwartet der Experte einen Umsatzanstieg, legt Richemont doch in der europäischen Einheitswährung Rechnung ab. Für seinen Berufskollegen von Kepler Cheuvreux spiegelt sich das schwierige Branchenumfeld weitestgehend in der Kursentwicklung der Aktie wieder. Diese büsste alleine vergangene Woche gut 8 Prozent ein und notiert auf dem tiefsten Stand seit fast drei Jahren.

Am selben Tag wie Richemont präsentiert Lindt & Sprüngli die Umsatzzahlen. Schon seit Tagen wird nach einer wachstumsträchtigen ersten Jahreshälfte mit einer organischen Wachstumsverlangsamung im zweiten Halbjahr spekuliert. Auffällig ist, dass gleich mehrere Analysten im Vorfeld der Umsatzveröffentlichung ihre Erwartungen nach unten genommen haben. Gerade die Credit Suisse schliesst nicht aus, dass sich das organische Umsatzwachstum im zweiten Semester auf 5 Prozent verlangsamt hat. Prompt gerieten die stolz bewerteten Valoren des Herstellers von Premiumschokolade ins rutschen.

Der Freitag steht dann im Zeichen der Jahresumsatzveröffentlichung von Zehnder und Autoneum. Zehnder wird zwar eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte nachgesagt. Allerdings bezeichnen sowohl Vontobel als auch die Zürcher Kantonalbank das Branchenumfeld als weiterhin herausfordernd und schwierig. Dem Automobilzulieferer Autoneum werden hingegen überzeugende Umsatzzahlen und ein positiver Ausblick auf das neue Jahr zugetraut. Die Aktienkursentwicklung spricht jedoch eine andere Sprache, gingen Autoneum in der ersten Handelswoche des neuen Jahres doch 8 Prozent des Börsenwerts verloren.

CASH

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08.01.2016 10:58
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Sika eröffnet neue Mörtelfabrik in Griechenland
08.01.2016 10:14

Zürich (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat ein neues Produktionswerk für Mörtel in Griechenland bei Athen eröffnet. Die Produktionskapazität betrage 20'000 Tonnen pro Jahr, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Im neuen Werk befinden sich zudem ein Labor sowie ein Logistikzentrum für Betonzusatzmittel, das den Süden Griechenlands bedienen werde. In einem nächsten Schritt soll noch eine Produktionsanlage für Flüssigmembrane zur Abdichtung von Bauwerken und Dachkonstruktionen errichtet werden.

Das neue Werk soll neben der bestehenden Fabrik in Thessaloniki mit einem erweiterten Produktportfolio und der Erschliessung neuer Marktsegmente zum Ausbau des Mörtelgeschäfts in Griechenland beitragen, heisst es weiter. "Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Lage in Griechenland sind wir vom langfristigen Potenzial des Landes überzeugt", wird Paul Schuler, Regionalleiter EMEA bei Sika, zitiert.

dm/cf

(AWP)

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07.12.2015 08:52
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Behördlicher Weg ist frei für Sika-Transaktion

Die Saint-Gobain-Gruppe hat nun sämtliche notwendige Bewilligungen für den Erwerb einer Kontrollmehrheit am Schweizer Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika erhalten.

Zuletzt habe auch die brasilianische Wettbewerbsbehörde (CADE) ihre bedingungslose Zustimmung zur Übernahme erteilt, so der französische Konzern am Montag in einer Medienmitteilung.

Saint-Gobain zeigt sich in der Mitteilung "fest entschlossen", die Transaktion umzusetzen. Dagegen wehren sich Sika-Minderheitsaktionäre, das Management und der Verwaltungsrat der Gruppe seit einem Jahr vehement. Sie sprechen von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion.

(AWP)

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13.10.2015 16:17
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Widerstand der Sika-Manager gegen Saint-Gobain-Deal wächst

13.10.2015 16:04

Baar ZG (awp/sda/reu) - Die geplante Übernahme durch die französische Saint-Gobain stösst bei den Managern des Bauchemiekonzerns Sika auf immer breiteren Widerstand. In einem Brief an Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Challendar stellen sich 140 Manager gegen die Transaktion.

Die vorgeschlagene Transaktion bringe keine Synergien und gefährde das zukünftige Wachstum von Sika, hiess es in dem der Nachrichtenagentur sda vorliegenden Brief.

Unterzeichnet haben ihn 140 der insgesamt 160 zum höheren Management gehörenden Länderchefs und Bereichsleiter, wie Sika-Sprecher Dominik Slappnig am Dienstag auf Anfrage sagte. Nicht unterschrieben wurde der Brief von der Geschäftsleitung, die ihren Standpunkt bereits früher und mehrmals zum Ausdruck gebracht hatte.

Wie Slappnig sagte, ist den Länderchefs die direkte Konkurrenz durch Saint-Gobain sehr bewusst. Behauptungen des französischen Konzerns, es gebe Synergien, wiesen die Manager von sich. Angesichts des Transaktionspreises müsse Saint-Gobain Synergien schaffen und dabei seien die Folgen ebenfalls klar: Stellenabbau ausserhalb Frankreichs, erklärte Slappnig.

ERBITTERTER WIDERSTAND

Die 140 Unterzeichneten hielten im Brief fest: "Wir bitten Sie einmal mehr dringend, Ihre Pläne zu überdenken, die unserer Einschätzung nach grosse Risiken für beide Seiten darstellen."

Die Manager verstünden nicht, wie ein Unternehmen von der Reputation Saint-Gobains sich auf ein derartiges Übernahmeabenteuer einlassen könne - ohne Buchprüfung, ohne Unterstützung des Verwaltungsrats und gegen die Opposition der Geschäftsleitung. Die Manager forderten de Chalendar zu Gesprächen auf.

Jede Entscheidung, die die Minderheitsaktionäre benachteiligen könnte, werde angefochten, hiess es in dem auf den 13. Oktober datierten Brief weiter. Sika wachse schneller als Saint-Gobain und sei zudem profitabler. Die beiden Firmen passten strategisch und kulturell nicht zusammen, eine Übernahme bringe keiner Seite Vorteile.

"Sie werden erbittertem Widerstand von allen Seiten gegenüberstehen", schrieben die Manager. Im Übernahmekampf sind mehrere Gerichtsverfahren am Laufen.

Saint-Gobain hatte im Dezember angekündigt, das Aktienpaket der Sika-Gründerfamilie Burkard für 2,75 Mrd CHF zu kaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16%, aber einen Stimmenanteil von 52%.

mk

(AWP)

 

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30.09.2015 13:02
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Sika eröffnet in Afrika weitere Produktionswerke und Niederlassungen

30.09.2015 12:20

Zürich (awp) - Der Der Spezialchemiehersteller Sika baut seine Präsenz in Afrika weiter aus. In Nigeria und der Elfenbeinküste eröffnet die Gesellschaft Produktionswerke für Betonzusatzmittel Und Mörtel. Zudem wurden neue Niederlassungen in Äthiopien und Tansania gegründet, wie Sika am Mittwoch mitteilte. Damit sei das Unternehmen nun 16 Ländern auf dem afrikanischen Kontinent vertreten.

"Unsere neuen Produktionsanlagen in Nigeria und der Elfenbeinküste stellen zusammen mit unseren neu gegründeten Tochtergesellschaften in Tansania und Äthiopien einen weiteren Meilenstein in der konsequenten Umsetzung der Sika Strategie 2018 dar", sagt in der Mitteilung Paul Schuler, Leiter der Region EMEA. Mit den jüngsten Investitionen beschleunige Sika das Wachstum in der Region südlich der Sahara und werde den Marktanteil von Sika weiter ausbauen.

Sika gründete 2014 die Tochtergesellschaften in Nigeria und der Elfenbeinküste. Nun investiere die Gesellschaft in Lagos und Abidjan in lokale Produktionsanlagen zur Herstellung von hochwertigen Betonzusatzmitteln und Mörtel, heisst es weiter.

Der Spezialchemiehersteller Sika will seine Präsenz in Afrika mittelfristig so weit ausbauen, dass mindestens 70% des Marktpotenzials auf dem Kontinent abgedeckt werden können, erklärte vergangene Woche Afrika-Chef Jean de Martres im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung "L'Agefi". Heute steht Afrika für etwas mehr als 3% des Konzernumsatzes.

sig/tp

(AWP)

 

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18.09.2015 11:27
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Sika eröffnet Betonfabrik in Argentinien

18.09.2015 10:20

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika baut ihre Produktionskapazität in Argentinien aus. Eine neue Fabrik mit dazugehörigem Lager für Endprodukte werde in Cordoba eröffnet, teilt Sika am Freitag mit. Durch die lokale Produktion würden insbesondere Transportkosten wegfallen, was zur Verbesserung der Kostenstruktur und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit beitrage. Mörtel sowie Beton- und Mörtelzusatzmittel bilden die Produktionsschwerpunkte der neuen Anlage. Die Fabrik ist die zweite Produktionsanlage von Sika in Argentinien.

Wie Sika weiter schreibt, werde für Argentinien für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich um 3,7% prognostiziert. Vor diesem Hintergrund rechne Sika mit einer Stimulierung der Bauindustrie.

cp/ra

(AWP)

 

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16.09.2015 08:49
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Sika-Streit: Weitere Runde an Saint-Gobain
 

Nach der EU-Kommission hat auch die Eidgenössische Wettbewerbskommission Weko den Erwerb der Kontrollmehrheit am Schweizer Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika durch die Saint-Gobain-Gruppe gutgeheissen.

Eine entsprechende Medienmitteilung des französischen Baukonzerns bestätige ein Weko-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP am späten Dienstagabend. Aus rein kartellrechtlicher Sicht bestünden keine Bedenken im Hinblick auf eine marktbeherrschende Stellung, sagte er.

Gemäss Saint-Gobain hatten zuvor schon die Wettbewerbsbehörden der USA und von China dem Erwerb zugestimmt. Damit hätten sich alle relevanten Wettbewerbskommissionen "bedingungslos" hinter die Übernahme gestellt, sagte Andreas Bantel, Kommunikationsbeauftragter von Saint-Gobain, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Diese Genehmigungen ohne Bedingung seien "eine Bestätigung für die industrielle Logik des Zusammenschlusses zwischen den beiden Gruppen", teilte Saint-Gobain weiter mit. Weder die Weko noch Sika waren am Abend für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bitterer Steit um Kontrollmehrheit

Im Dezember 2014 hatte die Schenker-Winkler-Holding (SWH), die von Mitgliedern der Sika-Erbenfamilie Burkard beherrscht wird, beschlossen, ihren Aktienanteil und damit die Stimmenmehrheit für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain zu verkaufen. Damit würde Saint-Gobain 16,1% des Aktienkapitals kaufen und gleichzeitig auch 52,4% der Stimmrechte von Sika erhalten.

Dagegen wehren sich Minderheitsaktionäre, das Management und der Verwaltungsrat der Gruppe vehement. Sie sprechen von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion.

Seither tobt ein erbitterter Streit um die Übernahme der Kontrolle von Sika, der inzwischen auf juristischem Weg ausgefochten wird. So hatte am 1. September das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Saint-Gobain für den Erwerb der von der SWH gehaltenen Sika-Aktien den Publikumsaktionären kein Angebot unterbreiten muss.

Damit bestätigte sie eine Verfügung der Übernahmekommission der Finanzmarktaufsicht (Finma). Diese hatte am 1. April 2015 festgestellt, dass die Opting-Out-Klausel auf die zwischen der Familie Burkard und der SWH einerseits und der Saint-Gobain andererseits beabsichtigte Aktientransaktion Anwendung findet.

Ein öffentliches Kaufangebot an die Aktionäre der Sika sei deshalb nicht nötig. Dagegen hatten die Bill & Melinda Gates Stiftung und Cascade Investment, die beide Anteile an Sika halten, Beschwerde eingereicht.

Weiter juristische Verfahren

Weitere juristische Verfahren sind noch im Gange. Dabei geht es unter anderem um die Frage der Beschränkung der Stimmrechte. Mit Berufung auf die Statuten hatte der Verwaltungsrat das Stimmrecht der Sika-Erben auf 5% beschränkt.

Dadurch konnte an der Generalversammlung Ende Juli die Abwahl der unabhängigen Verwaltungsrats-Mitglieder Paul Hälg, Monika Ribar und Daniel Sauter verhindert werden.

Rechtsexperten hatten im vergangenen April damit gerechnet, dass es bis 2017 dauern könnte, bis klar ist, ob der französische Konzern das Aktienpaket der Erbenfamilie Burkard übernehmen kann. Der Vertrag zwischen der Familie und Saint-Gobain läuft bis Juni 2016.

(AWP/SDA)

 

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02.09.2015 08:23
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Eine Hürde weniger für Sika-Übernahme
 

Die französische Saint-Gobain hat eine Hürde auf dem Weg zur Machtübernahme beim Bauchemiekonzern Sika genommen. Die Aktionärsgruppe um Bill Gates ist vor Bundesgericht abgeblitzt.

Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht entschied am Dienstag, dass Saint-Gobain nicht verpflichtet sei, allen Sika-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten. Damit ist eine von zwei zentralen Bedingungen erfüllt, die die Franzosen für den Vollzug der im Dezember angekündigten Transaktion stellen.

Die Eignerfamilie Burkard-Schenker will ihren Sika-Anteil für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain verkaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber 53 Prozent der Stimmen. Mit der Familie vereinbarte Saint-Gobain eine Prämie von rund 80 Prozent auf den damaligen Aktienkurs, die übrigen Investoren sollen leer ausgehen. Dagegen kämpfen nicht nur Sika sondern auch wichtige Aktionäre wie Microsoft-Gründer Bill Gates.

Seine Anlagegesellschaft Cascade sowie seine Stiftung scheiterten nun mit der Forderung, dass Saint-Gobain auch den Minderheitsaktionären ein Übernahmeangebot vorlegen muss. Der Entscheid sei endgültig und könne nicht angefochten werden, erklärte das Bundesverwaltungsgericht. Auf anderem Weg wollen Gates` Anlagevehikel die Transaktion dennoch weiterhin verhindern, "auch wenn das eine mehrjährige Schlacht erfordert", hiess es in einer Stellungnahme.

Die zweite Bedingung der Franzosen für eine Übernahme ist, dass die Familie mit ihren ganzen 53 Prozent stimmen und damit einen Machtwechsel im Verwaltungsrat vollziehen kann. Dies hat Sika bereits zwei Mal verhindert, indem das Unternehmen die Stimmrechte der Familie beschnitten hat. Dagegen haben die Burkards geklagt. Ein Urteil wird erst im kommenden Jahr erwartet.

(Reuters)

 

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24.07.2015 17:30
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"Building Trust"

Wobei das Wort "trust" nicht sehr ernst genommen wird!

Habe heute einige Sika Aktien gekauft. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Schenker-Winkler-Holding langfristig mit diesem Investment viel mehr verdienen könnte als mit dieser kurzfristigen Stänkerei und dem Verkauf an die Franzosen.

Beschämend, wie die Erben mit dem Vermächtnis der Vorfahren umgehen.

24.07.2015 08:31
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Sika mit hohem Gewinnwachstum im Halbjahr trotz Frankenstärke

24.07.2015 07:05

(Meldung ausgebaut)

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat auch im zweiten Quartal 2015 ihr Wachstumstempo gehalten. Dynamisch entwickelten sich weiterhin die Schwellenmärkte. Der Gewinn wuchs deutlich überproportional zum Umsatz und die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr wurden bekräftigt.

Nach einem Umsatzplus von 5,1% in Lokalwährungen (LW) im ersten Quartal realisierte das Unternehmen im Halbjahr ein Plus von 5,6%. Sika wehte dabei ein deutlich negativer Währungseffekt von 6,8 Prozentpunkten entgegen: In Schweizer Franken gerechnet nahmen die Verkäufe nämlich um 1,2% auf 2,63 Mrd CHF ab, wie Sika am Freitag mitteilte. Man habe aber Marktanteilsgewinne in allen Regionen erzielt.

GEWINN STEIGT ÜBERPROPORTIONAL

Mit 54,4% bewegte sich die Bruttomarge deutlich über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode (H1 2014: 53,3%). Die Frankenstärke habe durch Volumenwachstum, Effizienzsteigerungen und die niedrigeren Rohstoffpreise mehr als kompensiert werden können, so Sika.

In der Folge kletterte das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT um 6,5% resp. 8,3% auf 370,2 Mio und 288,6 Mio CHF. Die EBIT-Marge verbesserte sich signifikant um einen Prozentpunkt auf 11,0%. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um 11% auf 197,3 Mio, womit die Schätzungen der Analysten übertroffen wurden.

"Das erfolgreiche erste Halbjahr zeigt erneut, dass die konsequente Umsetzung unseres Wachstumsmodells hervorragende Ergebnisse liefert", wird Konzern-Chef Jan Jenisch in der Mitteilung zitiert. Das stimme ihn zuversichtlich für die Zukunft und das zweite Halbjahr 2015.

DYNAMISCHE SCHWELLENLÄNDER

Die Schwellenländer hätten mit einem Wachstum von 8,7% in LW starke Resultate geliefert, so Sika. Dies trotz einer negativen Marktentwicklung in China. Überproportional habe sich auch das Mörtelgeschäft mit einem Umsatzwachstum von über 12% entwickelt.

In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stiegen die Verkäufe in Lokalwährungen um 3,8% auf 1,24 Mrd CHF. Das Wachstum habe sich im zweiten Quartal dank Osteuropa, Afrika und dem Nahen Osten beschleunigt. Westeuropa habe hingegen das Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht.

Nordamerika generierte eine Umsatzsteigerung von 8,2% auf 380,9 Mio CHF, hier gab es einen positiven Währungseffekt von 5,4%. Sika spricht von einer positiven Baukonjunktur in der Region und der laufende Ausbau der Kapazitäten sei ein wesentlicher Wachstumstreiber für die Zukunft.

In der Region Lateinamerika konnte der Konzern um mehr als 13% auf 303,7 Mio CHF zulegen, Währungseffekte inklusive schrumpften das Plus aber auf 2,7%. Sika zufolge war das Marktumfeld in Brasilien "schwierig".

In Asien/Pazifik verlangsamte sich das Wachstum auf 1,7% in LW, die Verkäufe lagen bei 483,9 Mio CHF. Sika begründet dies mit der negativen Marktentwicklung in China. Dagegen seien in Südostasien und Pazifik zweistellige Wachstumsraten erzielt worden.

ZUVERSICHT FÜR 2015

Für 2015 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen. Mit einer Fortsetzung des Volumenwachstums, Effizienzsteigerung sowie niedrigeren Rohstoffpreisen werde eine überproportionale Steigerung der Margen erwartet. Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe allerdings ein Unsicherheitsfaktor für diese Prognose.

Ab 10.30 Uhr kommt es an der ausserordentlichen Generalversammlung von Sika erneut zum "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich mit Händen und Füssen gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hat Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten.

ra/uh

(AWP)

 

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