Sika

179 Kommentare / 0 neu
05.04.2007 13:46
#1
Bild des Benutzers Romario
Offline
Kommentare: 1
Sika

Zieht euch mal SIKA rein, ging in den letzten Tagen nur rauf und heute sogar über 4%!!!

War im 2006 schon mit einem Call drin und konnte einen schönen Gewinn einfahren. Und im mom habe ich den SIKOM, war in letzter Zeit leider im Minus aber nun geht der wieder rauf¨

Für mich ist Sika ein Top Favorit Dirol

Aufklappen
20.09.2016 11:41
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika-CEO bestätigt an Investorentag die Guidance für 2016
20.09.2016 11:08

Zürich (awp) - Für 2016 geht Sika unverändert von einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen aus. Dies erklärte Konzernchef Jan Jenisch am Dienstag in seinen eröffnenden Worten zum Investorentag. Mit Blick auf die Profitabilität versprach Jenisch auch für die zweite Jahreshälfte 2016 eine überproportionale Steigerung der EBIT-Marge. So hoch wie die 160 Basispunkte im ersten Semester werde der Sprung aber nicht ausfallen, fügte er mit Verweis auf Basiseffekte an und bestätigte damit frühere Aussagen.

Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung neuer Fabriken und Ländergesellschaften fortgesetzt. In den ersten acht Monaten 2016 hat Sika bereits acht neue Fertigungsstätten und vier Ländergesellschaften eröffnet. "Bis zum Jahresende dürften zwei Länder dazukommen", so Jenisch.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe derweil als Unsicherheitsfaktor für die Zukunft bestehen, so der Sika-CEO. Saint-Gobain habe in den letzten zwei Jahren nie Interesse an einer ernsthaften Diskussionen gezeigt. "Das ist sehr frustrierend", so Jenisch. Er sehe daher kaum die Chance für eine einvernehmliche Lösung.

ra/cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

01.09.2016 08:31
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika erweitert Produktpalette weiter

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika übernimmt die in den USA die FRC Industries, einen Betonfaserproduzenten.

Mit der Übernahme erweitere Sika seine Produktpalette weiter, wodurch Schlüsselprojekte besser umgesetzt werden könnten, schreibt die Gesellschaft am Donnerstag in einer Mitteilung. Zum Kaufpreis aber auch zum Umsatz des übernommenen Unternehmens macht Sika keine Angaben.

FRC Industries verfügt gemäss Mitteilung über ein breites Sortiment an qualitativ hochwertigen synthetischen Polypropylen- sowie Stahlfasern für Beton. Das Marktwachstum für Betonfasern in den USA übertreffe das Wachstum der Bauindustrie, da der Trend bei der Betonverstärkung hin zu synthetischen Fasern und Stahlfasern gehe, schreibt Sika.

"Die Übernahme von FRC Industries ergänzt unser Geschäft perfekt und unterstützt das weitere Wachstum im Einklang mit unserer Strategie 2018", wird in der Mitteilung Christoph Ganz, Regionalleiter Nordamerika, zitiert.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

02.08.2016 08:27
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Fall Sika könnte noch sehr lange dauern

Beim Streit um Sika scheint keine Lösung in Sicht. Solange die Anwälte am Ruder sind, wird es wohl auch keine geben.

Dies sagt Georg Stucky, ehemaliger Verwaltungsrat bei Sika, im Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag".

"Die Juristen verdienen fürstlich, solange der Streit anhält", sagt Stucky, der selbst Jurist ist. "Solange sich die Familie an ihre Anwälte hält, gibt es keine schnelle Lösung", sagt er. Der Streit dauert seit Dezember 2014. Der Fall liegt inzwischen vor Gericht.

Kenner des Falls prognostizierten einen Entscheid eigentlich für diesen Sommer. Stucky scheint nicht daran zu glauben. Für eine Lösung brauche es einen Mediator, sagt er.

Im Kern geht es im Sika-Streit um den Verkauf des Unternehmens an die französische Saint-Gobain. Die Familienerben wollen ihre Anteile verkaufen, indem sie die Familienholding verkaufen. Dagegen stemmen sich der Verwaltungsrat und das Management mit allen Mitteln.

Juristisch beruft sich der Verwaltungsrat auf einen Vinkulierungspassus in den Statuten. Demnach kann der Verwaltungsrat einen Aktionär ablehnen, der mehr als 5 Prozent der Namenaktien hält. Die Familienerben stellen sich auf den Standpunkt, dass sie gar nicht die Namenaktien, sondern die Familien-Holding verkaufen.

Wie es zum Juristen-Hickhack kommen konnte

Stucky, heute 85-Jährig, ist ehemaliger Zuger Finanzdirektor und ehemaliger Nationalrat. Er war als Verwaltungsrat bei Sika dabei, als die Vinkulierungsklausel eingeführt wurde, über die nun vor Gericht gestritten wird.

Anlass für die Einführung 1993 seien Expansionspläne in den Osten und den Fernen Osten gewesen, sagt er. Sika habe Chancen gesehen, aber keine Mittel gehabt.

"Wir mussten also Geld beschaffen", sagte Stucky, der von 1985 bis 2001 im Sika-Verwaltungsrat sass. Doch durch die Kapitalerhöhung wären die Stimmrechte der Familie unter 50 Prozent gesunken. Darum machten der damalige Präsident Kurt Furgler sowie Romuald Burkard, der damals die dritte Generation der Gründerfamilie repräsentierte, den Vorschlag einer Aufteilung von Namen- und Inhaberaktien.

Die Namenaktien waren zugleich Stimmrechtsaktien und gehörten der Familie Burkard. Durch die ungleiche Aufteilung kam die Familie wieder zu über 50 Prozent der Stimmen. Als Ausgleich wurde gemäss Stucky eine Vinkulierungsklausel in den Statuten vorgeschlagen, mit dem Ziel, dass der Verwaltungsrat bei einem künftigen Käufer der Familienaktien mitreden kann. Aus seiner Sicht ist darum der Verkauf an Saint-Gobain nicht rechtens.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

29.07.2016 08:20
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika expandiert weiter und meldet Rekordgewinn

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat im ersten Halbjahr 2016 ihren dynamischen Wachstumskurs fortgesetzt.

Dynamisch entwickelte sich vor allem der nordamerikanische Markt, während sich die Lage in China etwas aufgehellt hat. Der Gewinn wuchs deutlich überproportional zum Umsatz und die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr wurden bekräftigt.

Nach einem Umsatzplus von 8,3% in Lokalwährungen (LW) im ersten Quartal realisierte das Unternehmen im Halbjahr ein Plus von 7,6%. Der Währungseffekt lag bei moderaten -0,7%. Das organische Umsatzplus, also der um Akquisitionen bereinigte Wert, habe im zweiten Quartal bei 6,5% gelegen. Das ist der höchste Wert der letzten zwei Jahre, teilte Sika am Freitag mit.

Gewinn steigt überproportional

Dank dem Volumenwachstum bei einer unterproportionalen Kostenentwicklung habe Sika die Margen erneut verbessert. Die stabilere Währungssituation sowie niedrigere Rohstoffpreise hätten diesen Effekt verstärkt, so die Innerschweizer weiter.

In der Folge kletterte das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT um 19% resp. 23% auf 439,7 Mio und 353,7 Mio CHF. Die EBIT-Marge verbesserte sich signifikant um 1,6 Prozentpunkte auf 12,6%. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um fast 25% auf 246,3 Mio, womit die Schätzungen der Analysten einmal mehr übertroffen wurden.

"Unsere Investitionen in neue Produkte, Ländergesellschaften und in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten zahlen sich aus", lässt sich Konzernchef Jan Jenisch in der Mitteilung zitieren. Dank der Stärke des Sika-Wachstumsmodells blicke er optimistisch in die Zukunft und auf das zweite Halbjahr 2016.

Nordamerika dynamisch

Alle von Sika bearbeiteten Regionen hätten zum Wachstum beigetragen, heisst es weiter. Zweistellige Zuwachsraten habe man in den USA, Kanada, Argentinien, Chile, UK, Afrika, Südostasien, der Pazifik Region und im Bereich Automotive erzielt.

Allen voran Nordamerika erzielte mit einem Umsatzplus von 12,7% in Lokalwährungen auf 441,3 Mio CHF ein Rekordergebnis. Hier gab es zudem einen positiven Währungseffekt von 3,2%. Sika spricht von einer soliden Baukonjunktur in der Region, der beschleunigte Ausbau der Vertriebsstrukturen in den wachsenden Ballungsgebieten sei ein Wachstumstreiber.

In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stiegen die Verkäufe in Lokalwährungen um 6,6% auf 1,34 Mrd CHF. Gute Wachstumsraten habe man in Südeuropa und im Nahen Osten realisiert; in Afrika lag das Umsatzplus gab bei über 20%.

Die Region Lateinamerika legte um 5,9% in LW auf 273,9 Mio CHF zu. Währungseffekte inklusive schrumpften hingegen die Verkäufe um 9,8%. Die Wirtschaftskrise in Brasilien sowie die teilweise signifikanten Abwertungen einiger Lokalwährungen hätten zu einer Abschwächung des Geschäftsverlaufs geführt, so Sika.

In Asien/Pazifik beschleunigte sich das Wachstum auf 4,6% in LW, nach einem Wert von 2,5% im Vorjahr. Die Verkäufe lagen bei 509,5 Mio CHF. In China sei die Marktnachfrage auf einem tiefen, aber deutlich optimistischeren Niveau als noch vor einem Jahr gelegen. Dagegen seien in Südostasien und Pazifik zweistellige Wachstumsraten erzielt worden.

Zuversicht für 2016

Für 2016 geht Sika unverändert von einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen aus. Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung von 8 bis 10 neuen Fabriken und 3 bis 4 Ländergesellschaften fortgesetzt. Damit hat Sika zumindest mit Blick die Fabriken die Schlagzahl etwas erhöht: Zuvor war nämlich noch von 6 bis 8 neuen Fabriken die Rede. In der ersten Jahreshälfte 2016 hat Sika bereits vier neue Fertigungsstätten eröffnet.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe derweil als Unsicherheitsfaktor für die Zukunft bestehen, heisst es weiter.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

28.07.2016 16:08
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Ausblick Sika: Halbjahresgewinn von durchschnittlich 232,1 Mio CHF erwartet
28.07.2016 14:04

Zürich (awp) - Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika publiziert am Freitag, 29. Juli, die Zahlen zum ersten Halbjahr 2016. Insgesamt neun Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.

H1 2016
(in Mio CHF) AWP-Konsens H1 2015

Umsatz 2'780 2'625
EBIT 330,0 288,6
Konzerngewinn 232,1 197,3

FOKUS: Sika wird Analysten zufolge auch für das zweite Quartal 2016 einen gewohnt guten Abschluss präsentieren. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion Nordamerika stammen, gefolgt von Lateinamerika und Europa. Das Geschäft in Asien/Pazifik dürften indes erneut unter einer schwachen Entwicklung in China gelitten haben.

Da Sika die Schlagzahl in Sachen Übernahmen deutlich gesenkt hat, kommen kaum Akquisitionseffekte hinzu. Von Interesse für die Experten wären Aussagen zu möglichen Akquisitionszielen, wurde doch im bisherigen Jahresverlauf erst eine kleine Übernahme in den USA getätigt. Dafür aber hat die Gesellschaft zuletzt viele neue Fabriken rund um den Globus eröffnet, was das organische Wachstum stütze.

Mit Blick auf die Profitabilität habe Sika wohl erneut von den tiefen Rohstoffpreisen und einer guten Auslastung der Anlagen profitiert; die Experten gehen daher von einer neuerlichen Ausweitung der Margen aus.

ZIELE: Für 2016 verspricht Sika ein Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen und eine leichte Verbesserung der Margen. Diese Ziele dürften beim Halbjahresausweis bestätigt werden.

Für 2016 rechnet Sika mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen. Ferner sollen im laufenden Jahr sechs bis acht neue Fabriken und drei bis vier Ländergesellschaften eröffnet werden. Erhöht wurden bereits zu Jahresbeginn die Vorgaben der "Strategie 2018". Neu wird bis zum genannten Jahr eine EBIT-Marge von 12-14% und ein Operativer Freier Cash Flow von über 8% angestrebt.

PRO MEMORIA: Sika verstärkte am 1. April sein Nordamerikageschäft und übernahm die US-Firma L.M. Scofield. Das Unternehmen sei der amerikanische Marktführer im Bereich Farbzusatzstoffe für Transportbeton sowie dekorative Produkte und Lösungen für die Betonsanierung. Im Jahr 2015 habe Scofield einen Umsatz von 17 Mio CHF erzielt.

Sika war zuletzt sehr aktiv, um das organische Wachstum zu verstärken. So wurde im Berichtsquartal in Thailand eine neue Fabrik für Mörtel und Betonzusatzmittel eröffnet, in Ecuador eine Mörtelfabrik in Betrieb genommen und in Nicaragua eine neue Ländergesellschaft gegründet und in Australien eine neue Fabrik für Betonzusatzmittel und synthetische Fasern in Betrieb genommen.

In der "Sache Saint-Gobain" ist am Freitag kaum mit Neuigkeiten zu rechnen. Als nächsten Termin sollten sich die Investoren den 14. September in ihrer Agenda vermerken; dann wird das Zuger Kantonsgericht ein Hearing zur Anwendung der Vinkulierung der Stimmrechte der verkaufswilligen Familie Burkard an der Generalversammlung abhalten.

Ist eine der beiden Parteien mit dem erstinstanzlichen Entscheid nicht zufrieden - und davon ist mit Sicherheit auszugehen - kann es hernach zwei bis drei Jahre dauern, bis die Bundesrichter in Lausanne zu einem Urteilsspruch kommen. Eigentlich wollten die Franzosen den Deal im zweiten Semester 2015 unter Dach und Fach bringen.

AKTIENKURS: Die Sika-Aktien haben im laufenden Jahr bis dato etwa 20% dazugewonnen und damit deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt SPI, der seit Anfang Jahr etwa 2% verloren hat. Die Titel werden mittlerweile schon fast wieder auf einem Niveau gehandelt, das Analysten Sika als unabhängiges Unternehmen zutrauen würden. Im Markt preise man also einen Sieg des Sika-Verwaltungsrates schon zu einem guten Teil ein, heisst es.

Website: www.sika.com

ra/hr

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.07.2016 13:18
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika eröffnet neues Produktionswerk in Australien
14.07.2016 09:42

Baar (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika baut seine Präsenz in Australien aus. So wurde in Bibra Lake an der Westküste eine neue Fabrik eröffnet, welche die Produktionskapazitäten des Unternehmens für Betonzusatzmittel und synthetische Fasern erhöhe. Sika verlegt zwei bestehende Werke und drei regionale Lager, die ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hatten, an den neuen Standort.

Mit der neuen Fabrik schaffe Sika die Grundlage für zukünftiges Wachstum in Westaustralien, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Sie verbessere überdies die Lagerhaltung und Logistik von Endprodukten und biete Raum für künftige Mörtelproduktionsanlagen. Sika habe in den letzten fünf Jahren in Australien ein starkes zweistelliges organisches Wachstum verzeichnet, heisst es weiter.

ra/cf

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

23.06.2016 08:33
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika: Neue Anfechtungsklage der SWH gegen gewisse Beschlüsse der GV 2016
22.06.2016 18:28

Baar (awp) - Im Streit zwischen dem Sika-Management und der Schenker-Winkler Holding (SWH) bleiben die Fronten weiter verhärtet. Sika sei darüber informiert worden, dass SWH nun auch gewisse Beschlüsse der ordentlichen Generalversammlung vom 12. April 2016 anficht, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilt.

Mit ihrer Klage fechte SWH im Wesentlichen die Wiederwahl in den Verwaltungsrat von Monika Ribar sowie von Paul Hälg, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler sowie die Nichtwahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat an, heisst es weiter.

Vor dem Kantonsgericht Zug sind bereits zwei Anfechtungsklagen der SWH gegen gewisse Beschlüsse der ordentlichen Generalversammlung vom 14. April 2015 sowie der ausserordentlichen Generalversammlung vom 24. Juli 2015 hängig. In diesen Verfahren geht es - wie bekannt - grundsätzlich um die Frage, ob die statutarische Vinkulierung der Sika auf den angestrebten Verkauf der Sika Beteiligung der Familie Burkard (überwiegend Sika Namenaktien) an Saint-Gobain Anwendung findet.

Das Sika-Management hält zudem an seiner Ablehnung der Übernahme der Kontrollmehrheit durch Saint-Gobain fest. Man bleibe überzeugt, dass die Einverleibung des Unternehmens in einen Konzern, noch dazu in einen globalen Konkurrenten im Mörtelgeschäft, aufgrund der fundamentalen Interessenkonflikte und der unrealistischen Synergieerwartungen unternehmerisch keinen Sinn macht, heisst es. Die Transaktion sei daher nicht im Interesse der Sika und werde von der überwiegenden Mehrheit aller Stakeholder unverändert abgelehnt.

yr/tp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

12.04.2016 08:16
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika mit Umsatzrekord im ersten Quartal - Ziele bestätigt
12.04.2016 06:47

(Meldung um weitere Angaben zu den Regionen ausgebaut)

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat einen starken Start ins Jahr 2016 hingelegt. Vor der am Dienstagnachmittag stattfindenden GV vermeldet das Unternehmen für die Monate Januar bis März einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen von 8,3% auf über 1,27 Mrd CHF. Das sei neuer Umsatzrekord in einem ersten Quartal. Der Akquisitionseffekt lag bei +2,9%.

In Schweizer Franken gerechnet stiegen die Verkäufe um 6,6%, der negative Währungseffekt lag also bei minus 1,7%. Mit seinen Erstquartalsumsätzen hat Sika die Markterwartungen leicht übertroffen. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens im Durchschnitt mit einem Umsatz von knapp 1,26 Mrd CHF gerechnet.

Zum Gewinn im ersten Quartal macht Sika keine Angaben. Die Marge habe sich aber weiter positiv entwickelt, teilte das Unternehmen mit. Konzernchef Jan Jenisch zeigte sich im Communiqué "sehr zufrieden" mit dem Start ins Geschäftsjahr. So hätten alle Regionen zum guten Jahresstart beigetragen, mit zweistelligem Umsatzwachstum in Argentinien, Kolumbien, Nordamerika, Südostasien, Pazifik, Afrika, dem Nahen Osten und im Industriegeschäft.

NORDAMERIKA STARK - CHINA BLEIBT TIEF

Am stärksten legte Sika in Lokalwährungen gerechnet in den Regionen Nordamerika mit fast 13% zu. Der Konzern habe von einem beschleunigten Ausbau der Lieferkette und der Vertriebsstrukturen in den wachsenden Ballungsgebieten profitiert sowie von der soliden Baukonjunktur in der Region.

In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erzielte Sika eine Umsatzsteigerung von 8,7%, nach lediglich 1,1% im Vorjahr. "Gute" Wachstumsraten habe man in Südeuropa und im Nahen Osten realisiert, das stärkste Wachstum fand mit über 20% gemäss Sika in Afrika statt. Die Marktnachfrage in Westeuropa habe sich derweil auf einem "soliden" Niveau bewegt.

Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik lag bei 4,3% und damit um 1,8 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Dabei habe die Marktnachfrage in China auf einem tiefen, aber deutlich optimistischeren Niveau als noch vor einem Jahr gelegen. Dem standen zweistellige Wachstumsraten in Südostasien und im Pazifik gegenüber.

In der Region Lateinamerika verlangsamte sich das Umsatzwachstum auf 4,0% im Vergleich zu 17% im Vorjahr. Vor allem die Wirtschaftskrise in Brasilien sowie die teilweise signifikanten Abwertungen der Lokalwährungen hätten zu der Abschwächung geführt.

Der Umsatz mit Produkten für die Bauindustrie stieg um 17% auf 305,3 Mio CHF, während mit Produkten für die industrielle Fertigung mit 969,1 Mio CHF 3,7% mehr umgesetzt wurde.

GUIDANCE BEKRÄFTIGT

Für 2016 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen. Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung von 6 bis 8 neuen Fabriken und 3 bis 4 Ländergesellschaften fortgesetzt.

Am Nachmittag kommt es an der Generalversammlung von Sika einmal mehr zum "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hatte Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten. Es wird angenommen, dass der Verwaltungsrat erneut die Stimmkraft der Erbenfamilie beschränken wird, welche ihre Anteile an Saint-Gobain verkaufen will.

ra/cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

05.04.2016 12:47
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Bill-Gates-Stiftung kämpft weiter um Sika

Cascade Investment und der Bill & Melinda Gates Foundation Trust unterstützen den Sika-Verwaltungsrat und das Sika-Management weiter im Kampf gegen St. Gobain.

Cascade und der Trust würden ihre Rechte als Sika-Aktionäre und Gegner der Transaktion weiterhin aktiv wahrnehmen, teilten sie am Dienstag in einem offenen Brief mit. Anlass ist die in einer Woche stattfindende Generalversammlung. Einen ähnlichen Brief hatten die Investoren bereits im Dezember verschickt.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.03.2016 08:31
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika-Führung gegen neuen Verwaltungsrat

Der Sika-Verwaltungsrat lehnt den Antrag der Schenker-Winkler Holding AG auf die Zuwahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat ab.

Zudem wird der Antrag der Aktionärsgruppe um Cascade Investment und den Bill & Melinda Gates Foundation Trust auf Verlängerung der Amtszeit der Sachverständigen unterstützt. Das teilt das Unternehmen mit der Bestätigung des 12. April 2016 als Termin der ordentlichen Generalversammlung am Montag mit.

Alle bisherigen Verwaltungsräte stellen sich zur Wiederwahl, heisst es in dem Communiqué weiter. Die unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder Monika Ribar, Paul Hälg (Präsident), Daniel Sauter, Frits van Dijk, Ulrich Suter und Christoph Tobler stünden jedoch nur bei einer geschlossenen Wiederwahl und der Bestätigung von Paul Hälg als Präsident zur Verfügung.

In der Stellungnahme zu den eingereichten Aktionärsanträgen empfiehlt der Verwaltungsrat den Aktionären mehrheitlich, den Antrag auf die Wahl von Jacques Bischoff als weiteren Vertreter der SWH in den Verwaltungsrat der Sika abzulehnen. Unterstützt wird hingegen mehrheitlich der Antrag, die Amtszeit der Sachverständigen bis zur ordentlichen Generalversammlung 2020 zu verlängern.

Der Ausschuss war an der GV im April 2015 eingesetzt worden und hat den Auftrag, das Geschäftsgebaren des Verwaltungsrates und des Managements in Bezug auf die Schenker-Winkler Holding und/oder Saint-Gobain hin zu untersuchen und zu prüfen sowie die Aktionäre regelmässig über die Ergebnisse zu unterrichten. Dem Gremium gehören die Anwälte Peter Spinnler und Jörg Walther sowie der frühere Journalist James Montagnon an.

Die ausführliche Traktandenliste mit den Anträgen des Verwaltungsrats zu allen Traktanden werde am 18. März 2016 an die Namenaktionäre verschickt und im Schweizerischen Handelsamtsblatt sowie auf der Homepage der Sika publiziert. Die Generalversammlung 2016 findet am 12. April ab 13 Uhr in Baar statt.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

04.03.2016 08:21
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika: Cascade will Sachverständigen-Ausschuss bis 2020 im Amt haben
04.03.2016 07:17

Baar (awp) - Bei Sika soll der Sachverständigen-Ausschuss bis zum Jahr 2020 im Amt bleiben. Die Aktionärsgruppe um Cascade Investment und die Bill & Melinda Gates Foundation Trust hat ein entsprechendes Traktandierungsbegehren für die ordentliche Generalversammlung vom 12. April 2016 eingereicht. Laut Mitteilung vom Freitag wird der Sika-Verwaltungsrat das Begehren und den Antrag prüfen und zu gegebener Zeit dazu Stellung nehmen.

Der Ausschusses war an der letzten ordentlichen Generalversammlung im April 2015 eingesetzt worden. Der Auftrag: Die Sachverständigen sollen das Geschäftsgebaren des Verwaltungsrates und des Managements in Bezug auf die Schenker-Winkler Holding und/oder Saint-Gobain untersuchen und prüfen und regelmässig über die Ergebnisse an die Aktionäre berichten.

Dem Gremium gehören drei Männer an: Die Anwälte Peter Spinnler und Jörg Walther sowie der Brite James Montagnon, der früher als Wirtschaftsjournalist und dann als Berater arbeitete.

ra/uh

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

26.02.2016 08:17
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika legt trotz Übernahme-Streit ein weiteres Rekordjahr hin
26.02.2016 07:42

(Meldung ausgebaut)

Baar (awp) - Mitten im Übernahmepoker sorgt Sika für positive Schlagzeilen: Die Zuger Bauchemie- und Klebstoffherstellerin hat 2015 das beste Resultat in der Unternehmensgeschichte erzielt. Zum Wachstum hätten alle Regionen sowie Investitionen in neue Fabriken und Ländergesellschaften beigetragen. Davon profitieren die Aktionäre in Form einer Dividendenerhöhung.

Sika erfuhr zwar im Berichtsjahr einen Umsatzrückgang um 1,5% auf 5,49 Mrd CHF, in Lokalwährungen (LW) wuchsen die Verkäufe allerdings um 6,2%. Um den rückläufigen Markt China bereinigt wäre Sika gar um 7,4% in Lokalwährungen gewachsen.

Die hohe Wachstumsdynamik und ein diszipliniertes Kostenmanagement hätten zu neuen Höchstwerten beim EBIT von 673,3 Mio (+6,3%) und beim Gewinn von 465,1 Mio CHF (+5,4%) geführt. Auch der operative freie Geldfluss war mit 451,5 Mio CHF (+8,1%) noch nie so hoch. Geholfen hätten auch die niedrigeren Rohstoffpreise, so Sika.

In der Folge lag die EBIT-Marge mit 12,3% um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Sika die Analystenerwartungen deutlich übertroffen.

Die Aktionäre sollen in der Form einer höheren Dividende vom Rekordgewinn profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt vor, diese von 72 auf 78 CHF pro Inhaberaktie respektive von 12 auf 13 CHF pro Namenaktie zu erhöhen. Dies entspricht einer Steigerung von 8,3%.

IN ALLEN REGIONEN GEWACHSEN - CHINA SCHWÄCHELT

Mit Blick auf die regionale Umsatzentwicklung hat die frühere Wachstumslokomotive Asien/Pazifik Schwung eingebüsst. Dort verlangsamte sich das in LW gemessene Wachstum auf 2,1%; 2014 hatte die Region noch um knapp 13% zugelegt. Als Grund wird eine rückläufige Marktentwicklung in China genannt.

Den stärksten Zuwachs realisierte die Region Lateinamerika. Trotz eines schwierigen Marktumfelds in Brasilien hätten Marktanteilsgewinne in anderen Ländern zu einem Plus von 9,5% geführt. Insgesamt lag das Wachstum in den Schwellenländern bei 7,9%.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) steigerte den Umsatz um 5,6% und hat laut Sika von einem guten Geschäftsverlauf in Osteuropa, Afrika und im Nahen Osten profitiert. Die Umsätze in Westeuropa hätten derweil leicht über den Vorjahreswerten gelegen.

Nordamerika erzielte ein Umsatzplus von 8,4%, so Sika weiter. Hier habe der fortgesetzte Marktaufbau sowie eine positive Baukonjunktur mit vermehrten Investitionen in Infrastruktur- und kommerzielle Bauten zu deutlich höheren Volumen geführt.

Im margenstarken Mörtelgeschäft habe Sika mit einem Umsatzplus von 12,9% übrigens ebenfalls überproportionale Zuwachsraten generiert, heisst es weiter. Dieses habe man mit fünf neuen Fabriken und drei Akquisitionen weiter ausgebaut.

WACHSTUMSSTRATEGIE WIRD WEITERGEFÜHRT

Total hat Sika im Berichtsjahr fünf Unternehmen akquiriert, diese hätten zusammen in 2014 einen Jahresumsatz von 115 Mio CHF generiert. Der beschleunigte Aufbau der Wachstumsmärkte werde im Rahmen der "Strategie 2018" weitergeführt. Sika wolle jährlich in 6-8 neue Fabriken investieren sowie neue Ländergesellschaften gründen.

Für 2016 rechnet Sika mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen.

Die Vorgaben der "Strategie 2018" wurden bereits im Januar erhöht. Neu wird eine EBIT-Marge von 12-14% und ein Operativer Freier Cash Flow von mehr als 8% angestrebt. Der Return on Capital Employed soll bis 2018 auf 25% gesteigert werden.

VERHÄRTETE FRONTEN ZU ÜBERNAHME

Zum als feindlich eingestuften Übernahmeversuch durch Saint-Gobain bekräftigt die Sika-Führung ihre Haltung, wonach dieser die "Erfolgsgeschichte von Sika fundamental in Frage stellen" würde. Der Übernahme fehle die industrielle Logik. Am Donnerstagabend hatte Saint-Gobain per Communiqué mitgeteilt, Sika weiterhin übernehmen zu wollen.

ra/cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

23.02.2016 16:53
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika-Aktionär Burkard: Am Schluss gehen alle vor das Bundesgericht
23.02.2016 15:51

Zürich (awp) - Urs Burkard, Mitglied der Sika-Besitzerfamilie Burkard, zeigt sich optimistisch, dass der Verkauf des Mehrheitsanteils an Saint-Gobain nach Beendigung der rechtlichen Verfahren über die Bühne gehen wird. Er erwartet aber auch keine schnelle Lösung. Es gebe keine Anzeichen von Seiten des französischen Konzerns, dass diese sich von der Vereinbarung zurückziehen könnten.

Zudem glaubt er kaum, dass der im zweiten Quartal erwartete Entscheid des Kantonsgerichts Zug zur Vinkulierung zu seinen Ungunsten ausfallen könnte. "Diese Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr, sehr gering", sagte Burkard gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" (online, 23.02.2016) "Am Schluss gehen alle vor das Bundesgericht, dann dauert alles noch einmal zwei oder zweieinhalb Jahre. Am Ende werden meine Geschwister und ich auf der Gewinnerseite stehen, und jemand wird verlieren."

Der mit Saint-Gobain geschlossene Vertrag habe noch einen Laufzeit bis 30. Juni. "Es gibt die Option, den Vertrag zu verlängern. Es deutet nichts darauf hin, dass Saint-Gobain diese Option nicht nutzen würde. Aber sollte es so kommen, dann sind ja immer noch wir der bestimmende Aktionär. Dann werden wir den jetzigen Verwaltungsrat nicht lange behalten", so der Sika-Aktionär.

Dass der übrige Verwaltungsrat und die Minderheitsaktionäre ein solches Problem mit dem Ausstieg der Familie haben, bringt Burkard weiter wenig Verständnis entgegen. "Es steht in den Statuen, dass Minderheitsaktionäre nichts bekommen, wenn die Familie aussteigt und einen Paketzuschlag erhält. Das wusste jeder. Auch die Pensionskassen,", so Burkard. "Ich finde es verantwortungslos von Investoren, Geld anzulegen, ohne die Statuten zu lesen."

Auch der Vorwurf, die Familie habe ihre Stellung missbraucht und profitiere als Einziger von dem Verkauf lässt er weiterhin nicht gelten. "Da müssen Sie die Statuten lesen, aus, amen, fertig. Kein einziger Aktionär ist benachteiligt, alle können von den Synergien profitieren."

yr/cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

01.02.2016 08:31
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Saint-Gobain beim Kampf um Sika siegessicher

Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain hält trotz des Widerstands des Managements und vieler Aktionäre an der geplanten Übernahme des Schweizer Rivalen Sika fest.

"Uns gibt es seit mehr als 350 Jahren", sagte Saint-Gobain-Manager Laurent Guillot am Freitag. "Angesichts der überwältigenden industriellen Logik der Transaktion sind wir geduldig und durchaus bereit, noch ein paar Monate zu warten." Saint-Gobain habe bei den eigenen Aktionären starke Unterstützung für den Zukauf.

Saint-Gobain hatte im Dezember 2014 angekündigt, das Aktienpaket der Sika-Gründerfamilie Burkard für 2,75 Milliarden Franken zu kaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber einen Stimmenanteil von 52 Prozent. Damit können sie den Verwaltungsrat mit eigenen Vertretern besetzen und so mit einem vergleichweise geringen Kapitaleinsatz die Kontrolle über Sika übernehmen. Während die Burkards einen Aufschlag von 80 Prozent zum damaligen Aktienkurs erhalten, sollen die übrigen Aktionäre leer ausgehen.

Angesichts der verhärteten Fronten zwischen Sika und den Minderheitsaktionären einerseits und der Familie und Saint-Gobain andererseits wird schlussendlich wohl ein Gericht entscheiden, ob Sika übernommen wird. Das wichtigste von mehreren Verfahren läuft derzeit im Kanton Zug. "Wir erwarten einen Entscheid des Gerichts in Zug zwischen Juni und September", erklärte Guillot. Er sei zuversichtlich, dass sein Unternehmen vor Gericht recht erhalte.

Saint-Gobain habe weder die Verpflichtung noch die Absicht, den übrigen Sika-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten. Stattdessen peile der Konzern andere Zukäufe an, sagte Guillot. "Wir haben die finanzielle Kraft für weitere Akquisitionen."

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

12.01.2016 08:25
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika steigert Umsatz 2015 nach Jahresendspurt deutlich - Ziele 2018 erhöht
12.01.2016 07:02

(Mit Angaben zur Entwicklung in den Regionen ergänzt)

Baar (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat im Geschäftsjahr 2015 dank einem starken vierten Quartal den Umsatz deutlich und in allen Regionen gesteigert. Damit wurden die konzerneigenen sowie die Markterwartungen übertroffen. Und weil auch die Vorgaben der "Strategie 2018" bereits erreicht wurden, werden dessen Ziele nach oben angepasst.

Der Umsatz von 5,49 Mrd CHF für 2015 bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 6,2% in Lokalwährungen. Das ist mehr, als Sika selbst erwartet hatte. Ende Oktober hatte das Unternehmen die eigenen Wachstumsprognosen von 6-8% auf 5% in zu konstanten Wechselkursen gesenkt. Damit wurden auch die Schätzungen der Analysten übertroffen; diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit 5,467 Mrd CHF gerechnet.

Denn im letzten Jahresviertel 2015 hat Sika mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 8,3% wieder etwas Fahrt aufgenommen. Nach dem ersten Semester 2015 hatte in Lokalwährungen ein Plus von 5,6% resultiert, nach neun Monaten eines von 5,5%.

Getrübt wird das Umsatzresultat durch die Währungssituation. Nach Umrechnung in den starken Franken ist der Umsatz um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Der negative Währungseffekt lag also bei 7,7%.

WACHSTUM IN ALLEN REGIONEN

Das im Kanton Zug ansässige Unternehmen, das im vergangenen Jahr neun Fabriken und drei Ländergesellschaften eröffnete, verzeichnete in sämtlichen Weltregionen Zuwächse. Zweistelligem Wachstumsraten habe man in den Märkten USA, Mexiko, Afrika, Naher Osten, Südostasien und Pazifik erfahren.

Nach den ausgewiesenen Regionen betrachtet realisierte Lateinamerika mit plus 9,5% in Lokalwährungen die stärkste Dynamik. Hier standen einem schwierigen Marktumfeld in Brasilien Marktanteilsgewinne in anderen Ländern gegenüber, so Sika. Nordamerika (+8,4%) habe von einer positiven Baukonjunktur in den USA profitiert.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) steigerte den Umsatz um 5,6% und hat laut Sika von einem guten Geschäftsverlauf in Osteuropa, Afrika und im Nahen Osten profitiert. Die Umsätze in Westeuropa hätten derweil leicht über den Vorjahreswerten gelegen.

Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik verlangsamte sich hingegen auf 2,1%, als Grund wird eine rückläufige Marktentwicklung in China genannt. Insgesamt habe das Wachstum in den Schwellenländern 7,9% betragen. Um China bereinigt wäre Sika 2015 um 7,4% in Lokalwährungen gewachsen.

Im margenstarken Mörtelgeschäft habe Sika mit einem Umsatzplus von 12,9% übrigens ebenfalls überproportionale Zuwachsraten generiert, heisst es weiter.

HÖHERE ZIELE

Für das Gesamtjahr 2015 stellt der Konzern eine überproportionale Steigerung des Betriebsergebnisses und eine EBIT-Marge von 11,5 bis 12,0% in Aussicht. 2014 lag der entsprechende Wert bei 11,4%.

Weil die Vorgaben der "Strategie 2018" damit frühzeitig erreicht wurden, werden diese Ziele erhöht. Neu wird eine EBIT-Marge von 12-14% (bisher >10%) und ein Operativer Freier Cash Flow von >8% (bisher >6%) angestrebt. Der Return on Capital Employed soll bis 2018 auf 25% gesteigert werden (bisher >20%).

Die nach Ansicht von Sika "erfreuliche" Entwicklung unterstreiche die Notwendigkeit, das Erfolgsmodell des Unternehmens im Interesse aller Stakeholder zu sichern, heisst es weiter.

Verwaltungsrat, Konzernleitung, die 160 Senior Manager sowie Arbeitnehmervertreter stellten sich daher unverändert gegen den feindlichen Übernahmeversuch von Saint-Gobain. Man werde "weiterhin im Interesse von Sika und ihren Stakeholdern handeln", so die Mitteilung.

Die Sika-Erben-Familie, die mit nur rund 16% Kapital den Konzern kontrolliert, will ihre Aktien der französischen Industriegruppe verkaufen. Ein Angebot an die restlichen Aktionäre ist nicht geplant. Die Sika-Führung blockiert deswegen den Verkauf über diverse juristische Züge.

ra/cf

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

11.01.2016 08:30
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Firmenergebnisse mit Spannung erwartet

Am Dienstag läutet Sika die Schweizer Unternehmensberichterstattung für 2015 ein. Zum Jahresanfang stellen diese Woche auch weitere Konzerne Umsatzzahlen vor, die zum Teil Signalwirkung für die Börse haben dürften.

Von Lorenz Burkhalter

In weniger als 24 Stunden läutet Sika an der Schweizer Börse SIX die Unternehmensberichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 ein. Doch die Zahlen des in der Innerschweiz beheimateten Baustoffherstellers wird auch noch aus einem anderen Grund mit Spannung erwartet, weist er doch seit jeher einen hohen Ergebnisbeitrag aus den Schwellenländern auf, und diese sind derzeit von Turbulenzen heimgesucht.

Den Sika-Zahlen werden in Analystenkreisen daher Signalwirkung für andere Unternehmen mit einer hohen Abhängigkeit von den aufstrebenden Regionen nachgesagt.

Wartet Sika mit einem überzeugenden Ausblick auf?

Allen Schwierigkeiten zum Trotz trauen Experten Sika ein solides Schlussquartal zu. Jener von Vontobel rechnet nicht nur mit einer Wachstumsbeschleunigung zu konstanten Wechselkursen, sondern dank Skaleneffekten und tieferen Rohmaterialkosten auch mit höheren Margen. Als bremsend könnte sich die Währungsentwicklung erweisen, geht sein für die Zürcher Kantonalbank tätiger Berufskollege doch von einem negativen Währungseffekt von gut 7 Prozent aus.

Davon lässt man sich bei Kepler Cheuvreux allerdings nicht abschrecken. Erst am Freitag erhöhte der für diese Bank tätige Analyst in Erwartung eines überzeugenden Ausblicks für das Geschäftsjahr 2016 das Kursziel für die Inhaberaktie auf 4280 (4100) Franken. An der Kaufempfehlung hält er unverändert fest. Was bleibt, ist die Ungewissheit rund um den vom Unternehmen selber angefochtenen Verkauf der Mehrheitsbeteiligung der Familienaktionäre an den französischen Mischkonzern Saint-Gobain.

Nur zwei Unternehmen aus dem SMI werden berichten

Zur Wochenmitte geht mit Geberit das erste Unternehmen aus dem Swiss Market Index (SMI) mit den Jahresumsatzzahlen an den Start. Auch dem Ostschweizer Sanitärtechnikkonzern wird bei Vontobel im vierten Quartal eine organische Wachstumsbeschleunigung auf 3,3 Prozent zugetraut. In den ersten neun Monaten wuchs das Unternehmen noch mit gut 2 Prozent. Als Gründe für die Belebung nennt die Zürcher Traditionsbank einerseits das vorteilhaft milde Wetter und andererseits die tiefe Vergleichsbasis im Schlüsselmarkt Deutschland.

Der für die Zürcher Kantonalbank tätige Analyst befürchtet allerdings, dass das letztjährige Wachstum weit unter der langfristigen Zielbandbreite von 4 bis 6 Prozent zurückgeblieben ist. Die firmeneigenen Mittelfristziele werden vom Experten als ambitiös bezeichnet.

Die ebenfalls am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Verkehrsstatistiken des Flughafens Zürich für den Dezember sind vermutlich nur von untergeordneter Bedeutung für die Anleger. Denn tags drauf legt mit dem Luxusgüterhersteller Richemont ein zweiter Vertreter aus dem SMI einen Zwischenbericht für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2015/16 vor.

Lindt & Sprüngli könnte enttäuschen

Wie der für Vontobel tätige Analyst schreibt, deuten die jüngsten Schweizer Uhrenexportstatistiken auf eine verhaltene Nachfrage in Schlüsselmärkten wie Hongkong hin. Nur dank dem rund 7 Prozent schwächeren Euro erwartet der Experte einen Umsatzanstieg, legt Richemont doch in der europäischen Einheitswährung Rechnung ab. Für seinen Berufskollegen von Kepler Cheuvreux spiegelt sich das schwierige Branchenumfeld weitestgehend in der Kursentwicklung der Aktie wieder. Diese büsste alleine vergangene Woche gut 8 Prozent ein und notiert auf dem tiefsten Stand seit fast drei Jahren.

Am selben Tag wie Richemont präsentiert Lindt & Sprüngli die Umsatzzahlen. Schon seit Tagen wird nach einer wachstumsträchtigen ersten Jahreshälfte mit einer organischen Wachstumsverlangsamung im zweiten Halbjahr spekuliert. Auffällig ist, dass gleich mehrere Analysten im Vorfeld der Umsatzveröffentlichung ihre Erwartungen nach unten genommen haben. Gerade die Credit Suisse schliesst nicht aus, dass sich das organische Umsatzwachstum im zweiten Semester auf 5 Prozent verlangsamt hat. Prompt gerieten die stolz bewerteten Valoren des Herstellers von Premiumschokolade ins rutschen.

Der Freitag steht dann im Zeichen der Jahresumsatzveröffentlichung von Zehnder und Autoneum. Zehnder wird zwar eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte nachgesagt. Allerdings bezeichnen sowohl Vontobel als auch die Zürcher Kantonalbank das Branchenumfeld als weiterhin herausfordernd und schwierig. Dem Automobilzulieferer Autoneum werden hingegen überzeugende Umsatzzahlen und ein positiver Ausblick auf das neue Jahr zugetraut. Die Aktienkursentwicklung spricht jedoch eine andere Sprache, gingen Autoneum in der ersten Handelswoche des neuen Jahres doch 8 Prozent des Börsenwerts verloren.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

08.01.2016 10:58
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika eröffnet neue Mörtelfabrik in Griechenland
08.01.2016 10:14

Zürich (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat ein neues Produktionswerk für Mörtel in Griechenland bei Athen eröffnet. Die Produktionskapazität betrage 20'000 Tonnen pro Jahr, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Im neuen Werk befinden sich zudem ein Labor sowie ein Logistikzentrum für Betonzusatzmittel, das den Süden Griechenlands bedienen werde. In einem nächsten Schritt soll noch eine Produktionsanlage für Flüssigmembrane zur Abdichtung von Bauwerken und Dachkonstruktionen errichtet werden.

Das neue Werk soll neben der bestehenden Fabrik in Thessaloniki mit einem erweiterten Produktportfolio und der Erschliessung neuer Marktsegmente zum Ausbau des Mörtelgeschäfts in Griechenland beitragen, heisst es weiter. "Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Lage in Griechenland sind wir vom langfristigen Potenzial des Landes überzeugt", wird Paul Schuler, Regionalleiter EMEA bei Sika, zitiert.

dm/cf

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

07.12.2015 08:52
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Behördlicher Weg ist frei für Sika-Transaktion

Die Saint-Gobain-Gruppe hat nun sämtliche notwendige Bewilligungen für den Erwerb einer Kontrollmehrheit am Schweizer Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika erhalten.

Zuletzt habe auch die brasilianische Wettbewerbsbehörde (CADE) ihre bedingungslose Zustimmung zur Übernahme erteilt, so der französische Konzern am Montag in einer Medienmitteilung.

Saint-Gobain zeigt sich in der Mitteilung "fest entschlossen", die Transaktion umzusetzen. Dagegen wehren sich Sika-Minderheitsaktionäre, das Management und der Verwaltungsrat der Gruppe seit einem Jahr vehement. Sie sprechen von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

13.10.2015 16:17
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Widerstand der Sika-Manager gegen Saint-Gobain-Deal wächst

13.10.2015 16:04

Baar ZG (awp/sda/reu) - Die geplante Übernahme durch die französische Saint-Gobain stösst bei den Managern des Bauchemiekonzerns Sika auf immer breiteren Widerstand. In einem Brief an Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Challendar stellen sich 140 Manager gegen die Transaktion.

Die vorgeschlagene Transaktion bringe keine Synergien und gefährde das zukünftige Wachstum von Sika, hiess es in dem der Nachrichtenagentur sda vorliegenden Brief.

Unterzeichnet haben ihn 140 der insgesamt 160 zum höheren Management gehörenden Länderchefs und Bereichsleiter, wie Sika-Sprecher Dominik Slappnig am Dienstag auf Anfrage sagte. Nicht unterschrieben wurde der Brief von der Geschäftsleitung, die ihren Standpunkt bereits früher und mehrmals zum Ausdruck gebracht hatte.

Wie Slappnig sagte, ist den Länderchefs die direkte Konkurrenz durch Saint-Gobain sehr bewusst. Behauptungen des französischen Konzerns, es gebe Synergien, wiesen die Manager von sich. Angesichts des Transaktionspreises müsse Saint-Gobain Synergien schaffen und dabei seien die Folgen ebenfalls klar: Stellenabbau ausserhalb Frankreichs, erklärte Slappnig.

ERBITTERTER WIDERSTAND

Die 140 Unterzeichneten hielten im Brief fest: "Wir bitten Sie einmal mehr dringend, Ihre Pläne zu überdenken, die unserer Einschätzung nach grosse Risiken für beide Seiten darstellen."

Die Manager verstünden nicht, wie ein Unternehmen von der Reputation Saint-Gobains sich auf ein derartiges Übernahmeabenteuer einlassen könne - ohne Buchprüfung, ohne Unterstützung des Verwaltungsrats und gegen die Opposition der Geschäftsleitung. Die Manager forderten de Chalendar zu Gesprächen auf.

Jede Entscheidung, die die Minderheitsaktionäre benachteiligen könnte, werde angefochten, hiess es in dem auf den 13. Oktober datierten Brief weiter. Sika wachse schneller als Saint-Gobain und sei zudem profitabler. Die beiden Firmen passten strategisch und kulturell nicht zusammen, eine Übernahme bringe keiner Seite Vorteile.

"Sie werden erbittertem Widerstand von allen Seiten gegenüberstehen", schrieben die Manager. Im Übernahmekampf sind mehrere Gerichtsverfahren am Laufen.

Saint-Gobain hatte im Dezember angekündigt, das Aktienpaket der Sika-Gründerfamilie Burkard für 2,75 Mrd CHF zu kaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16%, aber einen Stimmenanteil von 52%.

mk

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

30.09.2015 13:02
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika eröffnet in Afrika weitere Produktionswerke und Niederlassungen

30.09.2015 12:20

Zürich (awp) - Der Der Spezialchemiehersteller Sika baut seine Präsenz in Afrika weiter aus. In Nigeria und der Elfenbeinküste eröffnet die Gesellschaft Produktionswerke für Betonzusatzmittel Und Mörtel. Zudem wurden neue Niederlassungen in Äthiopien und Tansania gegründet, wie Sika am Mittwoch mitteilte. Damit sei das Unternehmen nun 16 Ländern auf dem afrikanischen Kontinent vertreten.

"Unsere neuen Produktionsanlagen in Nigeria und der Elfenbeinküste stellen zusammen mit unseren neu gegründeten Tochtergesellschaften in Tansania und Äthiopien einen weiteren Meilenstein in der konsequenten Umsetzung der Sika Strategie 2018 dar", sagt in der Mitteilung Paul Schuler, Leiter der Region EMEA. Mit den jüngsten Investitionen beschleunige Sika das Wachstum in der Region südlich der Sahara und werde den Marktanteil von Sika weiter ausbauen.

Sika gründete 2014 die Tochtergesellschaften in Nigeria und der Elfenbeinküste. Nun investiere die Gesellschaft in Lagos und Abidjan in lokale Produktionsanlagen zur Herstellung von hochwertigen Betonzusatzmitteln und Mörtel, heisst es weiter.

Der Spezialchemiehersteller Sika will seine Präsenz in Afrika mittelfristig so weit ausbauen, dass mindestens 70% des Marktpotenzials auf dem Kontinent abgedeckt werden können, erklärte vergangene Woche Afrika-Chef Jean de Martres im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung "L'Agefi". Heute steht Afrika für etwas mehr als 3% des Konzernumsatzes.

sig/tp

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

18.09.2015 11:27
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika eröffnet Betonfabrik in Argentinien

18.09.2015 10:20

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika baut ihre Produktionskapazität in Argentinien aus. Eine neue Fabrik mit dazugehörigem Lager für Endprodukte werde in Cordoba eröffnet, teilt Sika am Freitag mit. Durch die lokale Produktion würden insbesondere Transportkosten wegfallen, was zur Verbesserung der Kostenstruktur und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit beitrage. Mörtel sowie Beton- und Mörtelzusatzmittel bilden die Produktionsschwerpunkte der neuen Anlage. Die Fabrik ist die zweite Produktionsanlage von Sika in Argentinien.

Wie Sika weiter schreibt, werde für Argentinien für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich um 3,7% prognostiziert. Vor diesem Hintergrund rechne Sika mit einer Stimulierung der Bauindustrie.

cp/ra

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

16.09.2015 08:49
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika-Streit: Weitere Runde an Saint-Gobain
 

Nach der EU-Kommission hat auch die Eidgenössische Wettbewerbskommission Weko den Erwerb der Kontrollmehrheit am Schweizer Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika durch die Saint-Gobain-Gruppe gutgeheissen.

Eine entsprechende Medienmitteilung des französischen Baukonzerns bestätige ein Weko-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP am späten Dienstagabend. Aus rein kartellrechtlicher Sicht bestünden keine Bedenken im Hinblick auf eine marktbeherrschende Stellung, sagte er.

Gemäss Saint-Gobain hatten zuvor schon die Wettbewerbsbehörden der USA und von China dem Erwerb zugestimmt. Damit hätten sich alle relevanten Wettbewerbskommissionen "bedingungslos" hinter die Übernahme gestellt, sagte Andreas Bantel, Kommunikationsbeauftragter von Saint-Gobain, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Diese Genehmigungen ohne Bedingung seien "eine Bestätigung für die industrielle Logik des Zusammenschlusses zwischen den beiden Gruppen", teilte Saint-Gobain weiter mit. Weder die Weko noch Sika waren am Abend für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bitterer Steit um Kontrollmehrheit

Im Dezember 2014 hatte die Schenker-Winkler-Holding (SWH), die von Mitgliedern der Sika-Erbenfamilie Burkard beherrscht wird, beschlossen, ihren Aktienanteil und damit die Stimmenmehrheit für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain zu verkaufen. Damit würde Saint-Gobain 16,1% des Aktienkapitals kaufen und gleichzeitig auch 52,4% der Stimmrechte von Sika erhalten.

Dagegen wehren sich Minderheitsaktionäre, das Management und der Verwaltungsrat der Gruppe vehement. Sie sprechen von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion.

Seither tobt ein erbitterter Streit um die Übernahme der Kontrolle von Sika, der inzwischen auf juristischem Weg ausgefochten wird. So hatte am 1. September das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Saint-Gobain für den Erwerb der von der SWH gehaltenen Sika-Aktien den Publikumsaktionären kein Angebot unterbreiten muss.

Damit bestätigte sie eine Verfügung der Übernahmekommission der Finanzmarktaufsicht (Finma). Diese hatte am 1. April 2015 festgestellt, dass die Opting-Out-Klausel auf die zwischen der Familie Burkard und der SWH einerseits und der Saint-Gobain andererseits beabsichtigte Aktientransaktion Anwendung findet.

Ein öffentliches Kaufangebot an die Aktionäre der Sika sei deshalb nicht nötig. Dagegen hatten die Bill & Melinda Gates Stiftung und Cascade Investment, die beide Anteile an Sika halten, Beschwerde eingereicht.

Weiter juristische Verfahren

Weitere juristische Verfahren sind noch im Gange. Dabei geht es unter anderem um die Frage der Beschränkung der Stimmrechte. Mit Berufung auf die Statuten hatte der Verwaltungsrat das Stimmrecht der Sika-Erben auf 5% beschränkt.

Dadurch konnte an der Generalversammlung Ende Juli die Abwahl der unabhängigen Verwaltungsrats-Mitglieder Paul Hälg, Monika Ribar und Daniel Sauter verhindert werden.

Rechtsexperten hatten im vergangenen April damit gerechnet, dass es bis 2017 dauern könnte, bis klar ist, ob der französische Konzern das Aktienpaket der Erbenfamilie Burkard übernehmen kann. Der Vertrag zwischen der Familie und Saint-Gobain läuft bis Juni 2016.

(AWP/SDA)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

02.09.2015 08:23
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Eine Hürde weniger für Sika-Übernahme
 

Die französische Saint-Gobain hat eine Hürde auf dem Weg zur Machtübernahme beim Bauchemiekonzern Sika genommen. Die Aktionärsgruppe um Bill Gates ist vor Bundesgericht abgeblitzt.

Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht entschied am Dienstag, dass Saint-Gobain nicht verpflichtet sei, allen Sika-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten. Damit ist eine von zwei zentralen Bedingungen erfüllt, die die Franzosen für den Vollzug der im Dezember angekündigten Transaktion stellen.

Die Eignerfamilie Burkard-Schenker will ihren Sika-Anteil für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain verkaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber 53 Prozent der Stimmen. Mit der Familie vereinbarte Saint-Gobain eine Prämie von rund 80 Prozent auf den damaligen Aktienkurs, die übrigen Investoren sollen leer ausgehen. Dagegen kämpfen nicht nur Sika sondern auch wichtige Aktionäre wie Microsoft-Gründer Bill Gates.

Seine Anlagegesellschaft Cascade sowie seine Stiftung scheiterten nun mit der Forderung, dass Saint-Gobain auch den Minderheitsaktionären ein Übernahmeangebot vorlegen muss. Der Entscheid sei endgültig und könne nicht angefochten werden, erklärte das Bundesverwaltungsgericht. Auf anderem Weg wollen Gates` Anlagevehikel die Transaktion dennoch weiterhin verhindern, "auch wenn das eine mehrjährige Schlacht erfordert", hiess es in einer Stellungnahme.

Die zweite Bedingung der Franzosen für eine Übernahme ist, dass die Familie mit ihren ganzen 53 Prozent stimmen und damit einen Machtwechsel im Verwaltungsrat vollziehen kann. Dies hat Sika bereits zwei Mal verhindert, indem das Unternehmen die Stimmrechte der Familie beschnitten hat. Dagegen haben die Burkards geklagt. Ein Urteil wird erst im kommenden Jahr erwartet.

(Reuters)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

24.07.2015 17:30
Bild des Benutzers teslike_la
Offline
Kommentare: 82
"Building Trust"

Wobei das Wort "trust" nicht sehr ernst genommen wird!

Habe heute einige Sika Aktien gekauft. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Schenker-Winkler-Holding langfristig mit diesem Investment viel mehr verdienen könnte als mit dieser kurzfristigen Stänkerei und dem Verkauf an die Franzosen.

Beschämend, wie die Erben mit dem Vermächtnis der Vorfahren umgehen.

24.07.2015 08:31
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika mit hohem Gewinnwachstum im Halbjahr trotz Frankenstärke

24.07.2015 07:05

(Meldung ausgebaut)

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat auch im zweiten Quartal 2015 ihr Wachstumstempo gehalten. Dynamisch entwickelten sich weiterhin die Schwellenmärkte. Der Gewinn wuchs deutlich überproportional zum Umsatz und die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr wurden bekräftigt.

Nach einem Umsatzplus von 5,1% in Lokalwährungen (LW) im ersten Quartal realisierte das Unternehmen im Halbjahr ein Plus von 5,6%. Sika wehte dabei ein deutlich negativer Währungseffekt von 6,8 Prozentpunkten entgegen: In Schweizer Franken gerechnet nahmen die Verkäufe nämlich um 1,2% auf 2,63 Mrd CHF ab, wie Sika am Freitag mitteilte. Man habe aber Marktanteilsgewinne in allen Regionen erzielt.

GEWINN STEIGT ÜBERPROPORTIONAL

Mit 54,4% bewegte sich die Bruttomarge deutlich über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode (H1 2014: 53,3%). Die Frankenstärke habe durch Volumenwachstum, Effizienzsteigerungen und die niedrigeren Rohstoffpreise mehr als kompensiert werden können, so Sika.

In der Folge kletterte das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT um 6,5% resp. 8,3% auf 370,2 Mio und 288,6 Mio CHF. Die EBIT-Marge verbesserte sich signifikant um einen Prozentpunkt auf 11,0%. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um 11% auf 197,3 Mio, womit die Schätzungen der Analysten übertroffen wurden.

"Das erfolgreiche erste Halbjahr zeigt erneut, dass die konsequente Umsetzung unseres Wachstumsmodells hervorragende Ergebnisse liefert", wird Konzern-Chef Jan Jenisch in der Mitteilung zitiert. Das stimme ihn zuversichtlich für die Zukunft und das zweite Halbjahr 2015.

DYNAMISCHE SCHWELLENLÄNDER

Die Schwellenländer hätten mit einem Wachstum von 8,7% in LW starke Resultate geliefert, so Sika. Dies trotz einer negativen Marktentwicklung in China. Überproportional habe sich auch das Mörtelgeschäft mit einem Umsatzwachstum von über 12% entwickelt.

In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stiegen die Verkäufe in Lokalwährungen um 3,8% auf 1,24 Mrd CHF. Das Wachstum habe sich im zweiten Quartal dank Osteuropa, Afrika und dem Nahen Osten beschleunigt. Westeuropa habe hingegen das Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht.

Nordamerika generierte eine Umsatzsteigerung von 8,2% auf 380,9 Mio CHF, hier gab es einen positiven Währungseffekt von 5,4%. Sika spricht von einer positiven Baukonjunktur in der Region und der laufende Ausbau der Kapazitäten sei ein wesentlicher Wachstumstreiber für die Zukunft.

In der Region Lateinamerika konnte der Konzern um mehr als 13% auf 303,7 Mio CHF zulegen, Währungseffekte inklusive schrumpften das Plus aber auf 2,7%. Sika zufolge war das Marktumfeld in Brasilien "schwierig".

In Asien/Pazifik verlangsamte sich das Wachstum auf 1,7% in LW, die Verkäufe lagen bei 483,9 Mio CHF. Sika begründet dies mit der negativen Marktentwicklung in China. Dagegen seien in Südostasien und Pazifik zweistellige Wachstumsraten erzielt worden.

ZUVERSICHT FÜR 2015

Für 2015 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen. Mit einer Fortsetzung des Volumenwachstums, Effizienzsteigerung sowie niedrigeren Rohstoffpreisen werde eine überproportionale Steigerung der Margen erwartet. Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe allerdings ein Unsicherheitsfaktor für diese Prognose.

Ab 10.30 Uhr kommt es an der ausserordentlichen Generalversammlung von Sika erneut zum "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich mit Händen und Füssen gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hat Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten.

ra/uh

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

23.07.2015 16:22
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Ausblick Sika: Halbjahresgewinn bei 192 Mio CHF erwartet

23.07.2015 14:53

Zürich (awp) - Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika publiziert am Freitag, 24. Juli die Zahlen zum ersten Halbjahr 2015. Analysten haben dazu folgende Prognosen:

H1 2015E
In Mio CHF     AWP-Konsens   H1 2014A  
Umsatz            2'630      2'657     
EBIT              282,7      266,4     
Konzerngewinn     191,8      177,6     

FOKUS: Analysten trauen Sika trotz einer sehr hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr - das organische Wachstum lag damals bei hohen 18% - auch in der ersten Jahreshälfte 2015 ein tiefes bis mittleres einstelliges Wachstum in Lokalwährungen zu. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion Nordamerika stammen, dazu kommen Akquisitionseffekte. Dem stehen jedoch stark negative Währungseffekte gegenüber, weshalb der in Schweizer Franken ausgewiesene Umsatz leicht rückläufig sein sollte.

Die Gewinnzahlen werden derweil von den Umrechnungseffekten aus anderen Währungen kaum tangiert, haben die Innerschweizer einen sehr guten "natural hedge". Zudem habe Sika von den gefallenen Rohstoffpreisen profitiert; die Experten gehen daher von einer neuerlichen Ausweitung der Margen aus.

Gleichentags findet die ausserordentliche Generalversammlung von Sika statt. An dieser wollen die Erben des Firmengründers die Punkte durchbringen, welche die Familie Burkard an der ordentlichen GV im April nicht durchbrachte. Dies sind die Abwahl der unabhängigen Verwaltungsräte Paul Hälg, Daniel Sauter und Monika Ribar, die Wahl von Max Roesle in den Verwaltungsrat und dessen Ernennung zum Präsidenten des Gremiums.

Es ist mit höchster Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Sika-Verwaltungsrat die Stimmrechte der Familie Burkard wie im April beschneiden wird (siehe PRO MEMORIA). Daher ist die Veranstaltung diesmal eher ein Nebenschauplatz.

ZIELE: Für 2015 verspricht Sika ein Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen und eine leichte Verbesserung der Margen. Diese dürften beim Halbjahresausweis bestätigt werden.

Die Ziele im Rahmen der "Strategie 2018" sehen inklusive Akquisitionen ein jährliches Umsatzwachstum von 6-8% (in Lokalwährungen) vor und bis 2018 sollen 42-45% der Verkäufe aus den Emerging Markets stammen. Zudem soll 2018 die EBIT-Marge bei über 10% des Konzernumsatzes liegen. Allerdings denkt Konzernchef Jan Jenisch mittlerweile über ambitiösere Ziele nach. "Wir sollten intern vielleicht Diskussionen anstossen, ob vielleicht nicht doch mehr möglich ist", sagte er Ende Juni am Investorentag. 2014 lag der entsprechende Wert übrigens bei 11,4%.

PRO MEMORIA: Letzten Dezember zogen sich die Erben des Firmengründers Kaspar Winkler - kurz nach dem 100-Jahre-Jubiläum - aus dem Unternehmen zurück und verkauften ihre Stimmenmehrheit an den französischen Bauriesen Saint-Gobain. Die Drittaktionäre gingen hingegen leer aus. Der unabhängige Verwaltungsrat und das Management von Sika drohten mit dem Rücktritt und wehren sich seither mit allen Mitteln gegen den Deal.

Das zentrale "Bollwerk" der Sika-Verteidigung war im April die Beschränkung der SWH-Stimmrechte auf die statutarische Grenze von 5% der Namenaktien - die Familie hält mit 16% des Kapitals fast 53% der Stimmen. Dies, um eine vorzeitige "Konzernierung" in Saint-Gobain zu verhindern, bevor ein Gericht die Rechtmässigkeit der Transaktion in einem ordentlichen Verfahren beurteilt.

Bleiben beide Seiten stur und durchlaufen alle Instanzen, kann es hernach zwei bis drei Jahre dauern, bis die Bundesrichter in Lausanne zu einem Urteilsspruch kommen. Eigentlich wollten die Franzosen den Deal im zweiten Semester 2015 unter Dach und Fach bringen.

AKTIENKURS: Dieser korreliert seit rund sieben Monaten vor allem mit den Entwicklungen und Aussagen im Fall Saint-Gobain. Während sich die Sika-Erben den Verkauf ihres Aktienpakets mit einer Prämie von rund 80% vergolden liessen, gehen die Drittaktionäre leer aus. Entsprechend sackten die Papiere letzten Dezember innert zweier Tage um bis zu 32% ab.

Vom Tief bei 2'640 CHF haben sich die Inhaberpapiere mittlerweile zwar um gut 20% erholt, vom "vor Saint-Gobain"-Schlusskurs bei 3'886 CHF liegen sie mit aktuell rund 3'400 CHF aber immer noch ein Stück weit entfernt. Seit Jahresbeginn legten die Aktien rund 15% zu.

ra/jl/an

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

23.07.2015 14:29
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika-Verkauf: Saint-Gobain erhält von der EU grünes Licht ohne Bedingungen

23.07.2015 14:10

Paris (awp) - Die angestrebte Übernahme der Kontrollmehrheit beim Baustoffkonzern Sika durch die französische Saint-Gobain-Gruppe hat grünes Licht von der EU-Kommission erhalten. Diese habe der Transaktion am Mittwoch "ohne Bedingungen" zugestimmt, teilte Saint-Gobain am Donnerstag mit. Die Kommission sei zum Schluss gekommen, dass die Aktivitäten der beiden Gruppen einschliesslich des Mörtelgeschäfts "weitgehend komplementär" seien.

Die begrenzten Überschneidungen würden für die EU keine wettbewerbsrechtlichen Fragen aufwerfen, heisst es weiter. Zuvor hätten bereits andere Behörden ihre Zustimmung ohne Auflagen erteilt, insbesondere diejenigen der USA und Chinas.

Eine zentrales Argumente des Sika-Verwaltungsrats gegen eine Fusion der beiden Konzerne waren stets die Überschneidungen im Mörtelgeschäft gewesen, in dem auch die Saint-Gobain-Tochter Weber aktiv ist. "Selbst wenn Weber ebenfalls in der Produktion von Spezialmörtel tätig ist, werden dies von den Kunden nicht als Substitute für die Sika-Mörtel erachtet", wird die EU-Kommision von Saint Gobain zitiert.

Die Ausführungen bestätigten die industrielle Logik der Transaktion, schreibt Saint-Gobain weiter. Dagegen würden sie den systematischen Behauptungen von Sika bezüglich der Wettbewerbssituation der beiden Gruppen widersprechen.

Saint-Gobain hatte im vergangenen Dezember den fünf Sika-Familienerben ein Kaufangebot über 2,75 Mrd CHF gemacht. Diese halten mit einem Anteil von 16,1% des Kapitals insgesamt Stimmrechte über 52,4%. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung von Sika wollen dagegen die Übernahme verhindern. Am (morgigen) Freitag geht die Auseinandersetzung mit der Abhaltung einer ausserordentliche Sika-Generalversammlung in eine nächste Runde.

fr/tp

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

22.07.2015 14:05
Bild des Benutzers Alcedo atthis
Offline
Kommentare: 100

Auf die 105-jährige Verbundenheit der Familie Burkard zur Sika ...... Dieser Satz gefällt mir ausserordentlich. Die Burkards haben tatsächlich immer noch Ansichten wie 1910. Sie wollen ihren A...h vergolden und die verschaukelten Publikumsaktionäre sollen ihnen bitte schön noch "Danke sagen".

Nach dem Motto: Wir da oben, ihr da unten.

 

 

22.07.2015 12:57
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Zwischen Sika-Verwaltungsrat und Familie kriselt es seit längerem

22.07.2015 12:37

(Ergänzt um Aussagen aus Interview NLZ)

Bern (awp/sda) - Im Sika-Konzern gibt es nach Angaben von Firmenerbe Urs Burkard schon seit längerer Zeit Friktionen zwischen der Erbenfamilie und dem Verwaltungsrat. Burkard begründet damit auch den Wunsch der Erben, das Unternehmen zu verkaufen.

Der Umgang zwischen der Gründerfamilie und dem Verwaltungsrat sei je länger, je weniger sachlich und mit gegenseitigem Respekt erfolgt, sagte Burkard in einem Interview, das am Mittwoch in den Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" erschien.

Vertreter der Familie im Gremium seien von einigen Verwaltungsräten nicht akzeptiert worden. "Ich selbst merkte, wie der Respekt vor uns fünf Geschwistern verloren ging", sagte er. "Man spürt, wie einem die Firma entrissen wird, aber man kann sich nicht dagegen wehren. Dies beschleunigte unser Bedürfnis, die Nachfolge im Ankeraktionariat sowie unsere Familiennachfolge zu regeln."

VERKAUF IMMER OFFEN GELASSEN

Mit den Aussagen von Verwaltungsräten konfrontiert, die sich überrascht zeigten über den geplanten Verkauf der Aktien der Familie an den französischen Konzern Saint-Gobain, sagte Burkard: "Wenn der Verwaltungsrat behauptet, er hätte das nie für möglich gehalten, dann hätte er sich besser umhören müssen."

Der Sekretär des Verwaltungsrats, Sika-Chefjurist Stefan Mösli, hätte beispielsweise nach Burkards Darstellung wissen müssen, dass sich die Familie stets die Option zum Verkauf offen gelassen habe. Über eine Holding hält die Gründerfamilie rund 16 Prozent der Aktien, kontrolliert damit aber mehr als die Hälfte der Sika-Stimmrechte.

EINZUG EINES BURKARD-SOHNES VERHINDERT

Eskaliert ist das Verhältnis zwischen der Gründerfamilie und dem Verwaltungsrat laut Burkard, als der Verwaltungsrat gegen den Einzug seines Bruders Fritz Burkard opponiert habe. Die Mutter habe diesen Einzug gewünscht. "Meine Mutter war vor den Kopf gestossen, wie mit ihrem Sohn umgesprungen wurde", sagte Burkard.

Im Streit um den Sika-Verkauf kommt es am Freitag bei einer ausserordentlichen Generalversammlung zum nächsten Showdown. Der Verwaltungsrat behält sich erneut vor, die Stimmen der Familie zu beschränken, um so die Abwahl mehrerer Ratsmitglieder und den Verkauf der Firma zu verhindern.

Der Fall beschäftigt die Gerichte bereits seit Monaten. "Wir werden geduldig sein", sagte Burkard. Er bekräftigte erneut, dass die Familie den Kaufvertrag erfüllen werde. "Trotzdem werden wir uns dafür einsetzen, dass Gespräche stattfinden und Lösungen gefunden werden."

Diese Gespräche müssten vor allem zwischen Saint-Gobain und Sika stattfinden, wie Burkard im Interview mit der "Neuen Luzerner Zeitung" vom Mittwoch ausführte. Dabei müsse die künftige Zusammenarbeit und Unternehmensführung diskutiert werden. Am Verkauf gebe jedoch nichts zu rütteln.

PRÄMIE FÜR LANGFRISTIGES ENGAGEMENT

Das Argument der Benachteiligung der Publikumsaktionäre liess er nicht gelten: Diese hätten die Aktien wegen der Opting-Out-Klausel mit einem Abschlag kaufen können. Die Klausel entbindet einen Käufer der Stimmenmehrheit davon, auch anderen Aktionären ein Kaufangebot unterbreiten zu müssen.

"Von den Synergien mit Saint-Gobain kann auch der Publikumsaktionär profitieren", sagte er. Zudem sei das Engagement des Publikumsaktionärs wesentlich weniger langfristig. Die hohe Kaufsumme für die Kontrollmehrheit der Familie rechtfertigt Burkard mit Verweis auf das langjährige Engagement der Familie für die Firma.

Der Kaufpreis von 2,75 Mrd CHF enthält eine Prämie von rund 80% auf den damaligen Aktienkurs. Auf die 105-jährige Verbundenheit der Familie mit der Sika entspreche dies pro Jahr einer Prämie von 0,74%, argumentierte Burkard. "Dies als Kompensation dafür, dass wir über all die Jahre hinweg das gesamte Familienvermögen dort investiert und riskiert hatten, zahlreiche Arbeitsplätze schafften und auf die Möglichkeit des täglichen Verkaufs unserer Aktien an der Börse verzichteten."

cf

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

16.07.2015 13:15
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika-VR erhält vor ao GV offenbar weitere Unterstützung von Stimmrechtsberatern

16.07.2015 12:03

Zürich (awp) - Das Sika-Management und der Verwaltungsrat haben im Vorfeld der für den 24. Juli geplanten Ausserordentlichen Generalversammlung Unterstützung für ihre Position von wichtigen Stimmrechtsberatern erhalten. Auch die amerikanischen Aktionärsberater ISS und Glass Lewis empfehlen den Aktionären die Position des Verwaltungsrates zu stützen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag unter Berufung auf vorliegende Dokumente. Bereits zuvor hatten die Schweizer Berater Ethos und zRating empfohlen, den Antrag der Schenker-Winkler Holding (SWH) zur Abwahl der unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder und die Zuwahl des SWH-Kandidaten abzulehnen.

Die SWH hatte anlässlich der ordentlichen GV Mitte April die ao GV beantragt. Als Traktanden sind die Abwahl von Paul Hälg (Präsident), Monika Ribar und Daniel Sauter sowie die Zuwahl von SWH-Kandidat Max Roesle (als Präsident) vorgesehen. Auch über die Genehmigung der Vergütung des VR für die laufende Amtsdauer bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung wird votiert.

Mit den Änderungen im Verwaltungsrat will die SWH den geplanten Verkauf der Stimmrechtsmehrheit durchsetzten. Die Erben-Familie hatte im Dezember bekannt gegeben, ihre in der SWH gebündelten Sika-Anteile an den französischen Grosskonzern Saint-Gobain zu verkaufen. Sie bekäme dafür 2,75 Mrd CHF. Weil sie die Stimmenmehrheit hat, ginge auch die Kontrolle über Sika zu Saint-Gobain über. Der Fall beschäftigt inzwischen auch die Gerichte.

yr/cf

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

13.07.2015 13:15
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika: Cascade und Gates-Trust starten Verantwortlichkeitsklage gg Urs Burkard

13.07.2015 12:55

(Meldung um weitere Details ergänzt)

Zürich/Kirkland/Seattle (awp) - Der Streit um die Übernahme der Kontrollmehrheit bei Sika durch Saint Gobain mündet in einem weiteren Rechtsstreit. Cascade Investment und der Bill & Melinda Gates Foundation Trust haben gegen Sika-Verwaltungsratmitglied Urs Burkard eine Verantwortlichkeitsklage eingereicht. Zudem bekräftigen sie ihre Absicht, sich der Transaktion mit Saint Gobain weiter zu widersetzen.

Die Kläger fordern, dass Burkard Sika für Aufwendungen entschädigt, die ihr infolge seiner Aktivitäten, die zur geplanten Transaktion mit Saint-Gobain geführt haben, entstanden sind, heisst es in einer Mitteilung am Montag. Er sei einer der Urheber der geplanten Transaktion, obwohl er öffentlich habe verlauten lassen, dass das Engagement der Familie Burkard ungebrochen sei. Cascade und der Trust werfen Burkard vor, als Verwaltungsrat die Transaktion mitverhandelt zu haben, die den Interessen des Unternehmens und den übrigen Aktionären entgegenstehen, ohne die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrates konsultiert zu haben.

Die Klage wurde demnach beim Friedensrichteramt in Baar, Kanton Zug, eingereicht. Zudem behalten sich Cascade und der Foundation Trust vor, weitere Schadenersatzansprüche gegen Burkard geltend zu machen. Zudem könne die Klage auf weitere Mitglieder des Verwaltungsrats, die als Repräsentanten der SWH und der Familie Burkard in den Verwaltungsrat gewählt wurden, oder auf andere Mitglieder der Familie Burkard ausgeweitet werden, heisst es.

UNTERSTÜTZUNG FÜR VRP IN EINEM OFFENEN BRIEF

In einem offenen Brief an Sika-VRP Paul Hälg bekräftigen Cascade und der Foundation Trust ihre Unterstützung der unabhängigen Verwaltungsräte. Sie betonen zudem ihr Engagement, sich dieser Transaktion solange zu widersetzen, bis sich eine vernünftige Lösung abzeichnet, welche die Interessen von Sika, deren Mitarbeitenden, Kunden und aller Aktionäre berücksichtigt, heisst es weiter.

Insbesondere treten Cascade und der Trust der Argumentation entgegen, den Aktionären seien die Implikationen und Risiken der Opting-Out-Klausel bewusst gewesen. Bei der Investitionsentscheidung für Sika seien die möglichen Konsequenzen der Klausel mit den Schutzmechanismen, insbesondere der Rolle der unabhängigen Verwaltungsräte bei einem Kontrollwechsel, gegeneinander abgewogen worden, heisst es in dem Schreiben. Dies und das langfristige öffentliche Bekenntnis der Erbenfamilie zu Sikas Unabhängigkeit habe die Investoren darin bestärkt, dass ein "Bollwerk" gegen ungewollte und nicht empfehlenswerte Gebote bestehe.

yr/cf

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

09.07.2015 15:28
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika: Saint-Gobain-Chef gibt sich zuversichtlich und geduldig

09.07.2015 14:46
 

Paris (awp/sda) - Der Chef der französischen Saint-Gobain ist überzeugt, dass der Verkauf der Sika-Mehrheit an sein Unternehmen gelingen wird. Er habe Geduld, sagte Pierre-André de Chalendar vor Journalisten in Paris.

Auf ein paar Monate mehr oder weniger käme es nicht an, denn die Übergabe der Kontrollmehrheit an Saint-Gobain sei eine sinnvolle, gewinnbringende Transaktion für beide Seiten. Er glaubt indes nicht, dass sich der Streit noch über Jahre hinziehen wird. Einen Zeitraum wollte er hingegen nicht nennen.

Einmal vollbracht, glaubt er, dass die meisten Manager nach der Übergabe an Bord bleiben. Er lobte ausdrücklich die Leistung der Sika-Manager. Die Gegenseite, also das Top-Management und der Verwaltungsrat, betonen jeweils ebenfalls, dass es bisher im breiten Management keine Kündigungen gegeben haben. Sie werten dies als Zeichen der Verbundenheit.

De Chalendar betonte auuserdem seine Gesprächsbereitschaft. Nur über drei Punkte verhandle er nicht: Den Rückzug von Saint-Gobain, die Vollübernahme und den Verkauf des Moertel-Geschäfts. Die Sika-Geschäftsführung und der Verwaltungsrat wollten aber mit ihm nur genau über diese drei Punkte diskutieren. In den Augen von Saint-Gobain sind das Killer-Argumente. Bereit wäre de Chalendar für Gespräche über die Governance, also zum Beispiel über die Besetzung des Verwaltungsrates.

Entfacht war der Streit um Sika im vergangenen Dezember. Die Erben-Familie will ihre Anteile an den französischen Grosskonzern Saint-Gobain verkaufen. Sie bekäme dafür 2,75 Mrd CHF. Weil sie die Stimmenmehrheit hat, ginge auch die Kontrolle über Sika zu Saint-Gobain über. Der Sika-Verwaltungsrat sowie das Management lehnten diese Transaktion von Anfang an ab.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

01.07.2015 08:30
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika übernimmt verbleibende Anteile an Addiment Italia von Buzzi Unicem

01.07.2015 06:58

Zürich (awp) - Sika übernimmt die verbleibenden Anteile an der italienischen Addiment Italia vom Joint-Venture Partner Buzzi Unicem. Der Baustoffkonzern stärke damit die Produktionskapazität in Italien und baue zudem seine Marktpräsenz weiter aus, heisst es in der Medienmitteilung vom Mittwoch. Addiment ist in der Herstellung und im Vertrieb von Betonzusatzmitteln und Mahlhilfen für Zement aktiv und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 14 Mio EUR.

Zusammen mit dem Joint-Venture Partner Buzzi Unicem ist Sika im Jahr 2003 die Kooperation mit Addiment eingegangen. Über den Preis werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

hr/cp

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

30.06.2015 09:36
Bild des Benutzers TAUR
Offline
Kommentare: 13
.

Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn . ... ...

AnhangGröße
Image icon sika1.jpg13.34 KB
24.06.2015 13:21
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Neuer Grossaktionär für Sika
 

Das Sika-Management hat im Streit um den Verkauf der Kontrollmehrheit an den französischen Saint Gobain-Konzern einen neuen Verbündeten gewonnen.

Der US-Vermögensverwalter Southeastern Asset Management hat 3% an Sika erworben und unterstützt das Management und die unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder im Streit mit der durch die Schenker-Winkler-Holding vertretene Erbenfamilie. Der Sika-Anteil wird durch einen Fond gehalten, der mit dem ägyptischen Investor Nassef Sawiris, Southeastern und anderen strategische Investoren assoziiert ist.

Man habe die Sika-Aktien über die vergangenen Wochen hinweg am Markt erworben, bestätigte Southeastern gegenüber AWP auf Anfrage. Den Kauf betrachte man als langfristige Investition - ungeachtet dessen, was mit Saint Gobain geschehe - da Sika ein gutes Unternehmen sei, heisst es weiter. Ob sich Southeastern den rechtlichen Klagen von Threadneedle und der Bill & Melinda Gates Foundation anschliesse, wisse man derzeit nicht. Im Interesse aller Aktionäre suche man den Dialog mit allen Parteien.

Southeastern glaubt an Sika

Southeastern glaube, dass Sika in seiner Branche ein innovativer Marktführer sei, einen guten Ruf für Vertrauenswürdigkeit habe und globales Wachstumspotenzial aufweise, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichtem Communiqué. Der Vermögensverwalter vertritt die Position, dass der Verkauf der Familien-Anteile von 16% an Saint-Gobain mit einer Prämie von 80%, ohne ein gleichzeitiges Angebot an die übrigen Aktionäre, alle Nicht-Familien Sika Beteiligten - Mitarbeiter, Kunden, und insbesondere, andere Aktionäre - benachteilige. Der Deal sollte demnach nicht wie derzeit geplant verlaufen, heisst es weiter.

Man werde sich darum bemühen, mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um strategische Szenarien zu finden, die allen Sika-Beteiligten einen vollen und fairen Wert liefern, schreibt Southeastern weiter.

Der Asset Manager beschreibt sich selbst als unabhängigen, globalen, Value-Investment-Vermögensverwalter mit 25 Mrd EUR verwaltetem Vermögen. Man habe sich immer um einen konstruktiven Dialog mit den Führungsgremien der Unternehmen bemüht, um dadurch eine langfristige Wertschöpfung zum Nutzen aller Beteiligten zu schaffen.

Der Ägypter Sawiris ist in Frankreich und der Baubranche kein Unbekannter. Er ist Lafarge-Grossaktionär mit Sitz im Verwaltungsrat und wird - bei Gelingen der Fusion - auch im Aufsichtsgremium von LafargeHolcim Mitglied sein.

Die Sika-Aktien notieren am Donnerstagvormittag in einem verhaltenen Marktumfeld (SMI-0,2%) um 0,7% tiefer auf 3'292 CHF. Gleichzeitig findet ein Investorentag des Unternehmens statt.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

12.06.2015 08:25
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika gewinnt in Übernahmekampf Zeit
 

Die geplante Übernahme des Schweizer Bauchemiekonzerns Sika wird für die französische Saint-Gobain zur Geduldsprobe.

Ein Gericht verhinderte vorerst, dass der traditionsreiche Baustoffhersteller die Kontrolle über Sika gewinnt. Das Unternehmen begrüsste den Entscheid am Donnerstag in einer ersten Stellungnahmen. Juristen gehen nun davon aus, dass die Transaktion - wenn überhaupt - erst im nächsten Jahr über die Bühne gehen kann.

Die Familie Burkard hatte im Dezember angekündigt, ihren Anteil an Sika für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain zu verkaufen. Sie hat zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber 52 Prozent der Stimmen. Sollte Saint-Gobain die Stimmenmehrheit erlangen, könnte sie den Sika-Verwaltungsrat auswechseln und damit die Geschicke des Unternehmens bestimmen.

Dagegen wehrt sich Sika mit der Unterstützung vieler Minderheitsaktionäre wie etwa Anlagevehikeln von Microsoft-Gründer Bill Gates. So beschränkte das Unternehmen die Stimmrechte der Familie auf fünf Prozent.

Obergericht Zug entscheid

Dagegen ging die Familie gerichtlich vor und verlangte ein einstweiliges Verbot dieser Beschränkung. Damit erlitt die sie nun vor dem Obergericht Zug wie bereits vor einem anderen Gericht eine Niederlage. Die Richter begründeten ihren Entscheid damit, dass Sika einschneidende Nachteile drohten, sollte die Massnahme einstweilig verfügt werden. Eine Einverleibung von Sika in Saint-Gobain könne kaum mehr rückgängig gemacht werden. Ein Sprecher konnte nicht sagen, ob die Familie den Entscheid anficht. "Bevor wir über weitere Schritte entscheiden, müssen wir das Urteil vertieft prüfen."

Die grundsätzliche Frage, ob Sika die Stimmrechte der Familie beschränken darf, klärt nun ein anderes Gericht. Experten zufolge könnte dies allerdings bis zu einem Jahr dauern. Gegen dieses Urteil kann Sika dann noch an zwei weiteren Gerichten Rekurs einlegen. Insidern zufolge könnte Sika im Fall einer juristischen Niederlage darauf setzen, dass Saint-Gobain die Geduld verliert und die Übernahme abbläst. Die vertraglich vereinbarten Bedingungen der Transaktion gelten bis Mitte 2016. Danach kann Saint-Gobain einseitig entscheiden, ob sie die Sika-Anteile noch kaufen will.

Saint-Gobain bedauerte den Entscheid des Gerichts. Die Verzögerung habe für alle Beteiligten Nachteile. Die Verunsicherung bei den Kunden und Zulieferern nehme zu.

(Reuters)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

05.06.2015 11:03
Bild des Benutzers Sonicht
Offline
Kommentare: 12

 

Ems hat das Geld dazu und wäre 2. Sparte nebst Automotive.

07.05.2015 15:28
Bild des Benutzers pirelli
Offline
Kommentare: 905

seh das eigentlich ähnlich, drum kauf ich mir heute wieder calls...

save the world its the planet with chocolate...

07.05.2015 15:28
Bild des Benutzers pirelli
Offline
Kommentare: 905

save the world its the planet with chocolate...

05.05.2015 08:21
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika: Gates-Stiftung scheitert mit Berufung
 

Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates hat im Übernahmekampf um den Schweizer Baustoffkonzern Sika eine Niederlage erlitten.

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA stellte sich am Montag hinter die Entscheidung der Schweizer Übernahmekommission, dass der französische Baukonzern Saint-Gobain nicht verpflichtet sei, den Sika-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten. Damit wird es unwahrscheinlich, dass Anteilseigner wie Bill & Melinda Gates Foundation Trust eine Offerte von Saint-Gobain erhalten. Neben der Gates-Stiftung hatte auch Sika-Aktionär Cascade Investment Berufung eingelegt.

Die Sika-Eignerfamilie Familie Burkard-Schenker hatte im Dezember entschieden, ihren Sika-Anteil für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain zu verkaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber 52 Prozent der Stimmen. Mit der Familie vereinbarte Saint-Gobain eine Prämie von rund 80 Prozent auf den damaligen Aktienkurs, die übrigen Investoren sollen leer ausgehen.

Mitte April hatte die Sika-Aktionärsversammlung eine Machtübernahme durch Saint-Gobain mit einem Kniff vorerst abgewendet. Auf dem Treffen entzog Sika dem Hauptaktionär in den Schlüsselfragen den größten Teil der Stimmrechte. Damit wurde verhindert, dass der Verwaltungsrat mit Saint-Gobain-treuen Mitgliedern neu besetzt wird und die Franzosen damit das Sagen bekommen. Dagegen hat die Familie Burkard-Schenker inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet.

   

(Reuters)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

27.04.2015 08:25
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika-Erben beschreiten juristischen Weg
 

Neues Kapitel im Sika-Streit: Wie erwartet lässt die Erbenfamilie Burkard die Beschränkung ihrer Stimmrechte an der Generalversammlung nicht auf sich sitzen.

Mit einem Begehren beim zuständigen Friedensrichteramt ist das juristische Nachspiel eröffnet. Mit dem Schritt wehrt sich die Schenker Winkler Holding (SHW), die die Anliegen der Burkards vertritt, gegen diejenigen Beschlüsse der Generalversammlung, die ohne ihre Stimmkraft zustande gekommen sind. Die SWH bestätigte in einer Mitteilung am Sonntag einen entsprechenden Bericht der NZZ am Sonntag.

Das Begehren beim Friedensrichteramt in Baar hat gemäss der SWH aber nur formalen Charakter. Die Holding habe die Sika bereits dazu aufgefordert, beidseitig auf das Verfahren zu verzichten, da dort keine Einigung zu erwarten sei.

Es sei auch im Interesse der Sika, das Verfahren zu beschleunigen und der gegenwärtigen Unsicherheit möglichst rasch ein Ende zu setzen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die nächste Instanz ist den Angaben zu Folge das Kantonsgericht Zug.

Juristische Schlacht um Sika

Die Erbenfamilie Burkard hatte im Dezember beschlossen, ihren Aktienanteil an der Sika für 2,75 Mrd. Franken an die französische Konkurrenzfirma Saint-Gobain zu verkaufen. Um die Transaktion einzuleiten, wollten die Erben an der Generalversammlung vom 14. April eigene Kandidaten in den Verwaltungsrat wählen lassen.

   

Der Sika-Verwaltungsrat verhinderte dies allerdings, indem er zu einem juristischen Kniff griff. Er beschränkte die Stimmrechte der SWH gestützt auf eine Interpretation der Statuten bei den entscheidenden Traktanden auf 5 Prozent.

Die Familienerben halten mit einem Kapitalanteil von rund 16 Prozent eigentlich eine Mehrheit von 52 Prozent der Stimmrechte. Die unabhängigen Verwaltungsräte argumentierten aber, die SWH habe das Stimmrechtsprivileg mit dem geplanten Verkauf an Saint-Gobain verwirkt.

Die Abwehrschlacht des Baustoffkonzerns gegen die feindliche Übernahme hat die Sika bisher 5,7 Mio. Fr. gekostet. Gemäss der Antwort auf ein Auskunftsbegehren der SWH Mitte April entfielen davon 2,6 Mio. Fr. auf Rechtsberater und -gutachten, 1,1 Mio. auf Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit und 2,0 Mio. Fr. für übrige Berater.

Sollten sich die Streitparteien nicht doch noch finden, dürfte der Rechtsstreit laut Experten bis zu zwei Jahre dauern.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

20.04.2015 10:25
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Kommentare: 1785

Zyndicate hat am 20.04.2015 - 08:24 folgendes geschrieben:

Nun hat die "SonntagsZeitung" erfahren, wie der Vorschlag aussehen könnte. In einem ersten Schritt kaufe Sika der Familie Burkard für 2,25 Mrd CHF die Aktien ab. Saint-Gobain zahlt 2,75 Mrd, weshalb die fünf Geschwister auf je 100 Mio CHF verzichten müssten.

 

Das ist ja wohl kaum realistisch dass die Erbenfamilie freiwillig auf 500 Millionen verzichtet!

Besser reich und gesund als arm und krank!

20.04.2015 08:24
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Plan B im Sika-Knatsch
 

Der Verwaltungsrat des Baustoffkonzerns Sika will der Besitzer-Familie Burkard ein Alternativangebot zum Deal mit Saint-Gobain unterbreiten. Die fünf Erben müssen aber je auf 100 Millionen Franken verzichten.

Wie Sika-Präsident Paul Hälg letzte Woche bereits im Anschluss an die Generalversammlung erklärt hatte, arbeitet man an einem Alternativvorschlag zum Deal mit dem französischen Konkurrenten Saint-Gobain. Dieser erlaube sowohl der Familie eine ansprechende Prämie, sei aber auch "im besten Interesse" der Sika.

Nun hat die "SonntagsZeitung" erfahren, wie der Vorschlag aussehen könnte. In einem ersten Schritt kaufe Sika der Familie Burkard für 2,25 Mrd CHF die Aktien ab. Saint-Gobain zahlt 2,75 Mrd, weshalb die fünf Geschwister auf je 100 Mio CHF verzichten müssten.

Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte inzwischen den Medienbericht. Es treffe zu, dass der Verwaltungsrat der Familie ein Angebot gemachte habe, sagte Dominik Slappnig der Nachrichtenagentur AFP. Zur Höhe des Angebots äusserte er sich nicht. Das Angebot umfasse aber eine Prämie, sagte er weiter.

Dem Blatt zufolge bietet der Verwaltungsrat der Familie zudem an, vorerst einen Teil der Aktien zu behalten. So könnten die Erben vom voraussichtlichen Kursanstieg profitieren und würden letztlich in der Summe wohl keine Einbusse erfahren. Zuletzt ist die Sika-Aktie bei jeder Nachricht gestiegen, die den Verkauf nach Frankreich etwas weniger wahrscheinlich hat erscheinen lassen.

Einheitsaktie geplant

Gemäss den im Bericht zitierten Insidern wäre die Finanzierung des Kaufpreises kein Problem. Sika verfügte Ende 2015 über flüssige Mittel von fast 899 Mio CHF, der Rest würde über Kredite finanziert. Laut dem fertig ausgestalteten Plan würde Sika in einem zweiten Schritt die Einheitsaktie einführen.

Im dritten Schritt würden die in Einheitsaktien umgewandelten Papiere an der Börse abgestossen oder paketweise an grosse Investoren verkauft. Bereits gebe es Interessenten, so die "Sonntagszeitung".

Dank Sonderprivilegien kontrolliert die Familie Burkard mit einem Kapitalanteil von rund 16 Prozent knapp 53 Prozent der Stimmen an Sika. Diese Kontrollmehrheit will die Familie an Saint-Gobain verkaufen, wogegen sich der Verwaltungsrat und das Management von Sika wehren. Mit dem Fall beschäftigen sich mittlerweile Gerichte.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

15.04.2015 07:12
Bild des Benutzers pirelli
Offline
Kommentare: 905

  
ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUNG DER SIKA AG VOM 14. APRIL 2015

Nach eingängiger Prüfung hat der Verwaltungsrat der Sika am 14. April 2015 beschlossen, das Stimmrecht der Schenker-Winkler Holding AG (SWH) an der ordentlichen Generalversammlung auf 5% aller Namenaktien zu beschränken, soweit dies zur Verhinderung des vorzeitigen Kontrollübergangs auf Saint-Gobain notwendig ist. Konkret bedeutete dies, dass das Stimmrecht der SWH nur bei folgenden Traktanden beschränkt wurde: 

  • Abstimmungen über die Wiederwahl von Monika Ribar, Paul Hälg, Frits van Dijk, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler (Traktandum 4.1)
  • Abstimmung über die Neuwahl von Max Roesle (Traktandum 4.2)
  • Abstimmung über die Wahl des Präsidenten des Verwaltungsrats (Traktandum 4.3)
  • Abstimmung über die Wiederwahl in den Nominierungs- und Vergütungsausschuss, mit Ausnahme von Urs Burkard (Traktandum 4.4)

Bei allen übrigen Traktanden konnte die SWH mit ihrem vollem Stimmrecht abstimmen.

An der Generalversammlung haben die Aktionäre die meisten Anträge des Verwaltungsrats angenommen und sind vorwiegend dessen Empfehlungen gefolgt. Im Einzelnen wurden die folgenden Beschlüsse gefasst: 

 

Der Jahresbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung für das Geschäftsjahr 2014 wurden genehmigt. 

Die Aktionäre stimmten auch dem Antrag des Verwaltungsrats einer um 26.3% höheren Bruttodividende von CHF 72.00 je Inhaberaktie und CHF 12.00 je Namenaktie zu.

 

Im Gegensatz zu Urs Burkard, Willy Leimer und Jürgen Tinggren wurde den unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern Monika Ribar, Paul Hälg, Frits van Dijk, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler die Décharge nicht erteilt. Die Konzernleitung wurde entlastet.  

 

Die Aktionäre haben alle bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrats sowie Präsident Paul Hälg für eine weitere Amtsperiode von einem Jahr wiedergewählt. Der von SWH als Verwaltungsratspräsident vorgeschlagene Kandidat Max Roesle wurde nicht in das Gremium gewählt. In den Nominierungs- und Vergütungsausschuss wurden Frits van Dijk, Urs Burkard and Daniel Sauter wiedergewählt. Sowohl die Revisionsstelle, als auch der unabhängige Stimmrechtsvertreter wurden für ein weiteres Jahr wiedergewählt. 

 

Im Rahmen einer nicht-bindenden Konsultativabstimmung lehnte die Generalversammlung den Vergütungsbericht 2014 ab. Zudem stimmte sie gegen die künftige Vergütung für den Verwaltungsrat. Am Engagement des Gremiums für die Gesellschaft ändert dies aber nichts. Die vom Verwaltungsrat beantragte künftige Vergütung für die Konzernleitung haben die Aktionäre genehmigt.

 

Den Antrag der Aktionärsgruppe um die Ethos Stiftung zur Streichung der Opting out-Klausel hat die Generalversammlung abgelehnt. 

 

Der Antrag von Cascade Investment L.L.C./Bill & Melinda Gates Foundation Trust/Fidelity Worldwide Investment/Threadneedle Investments für eine Sonderprüfung wurde von der Generalversammlung angenommen. Diese Sonderprüfung wird untersuchen, ob die Gesellschaft, insbesondere die Vertreter von SWH im Verwaltungsrat der Sika, der Familie Burkard oder Saint-Gobain in den vergangenen 24 Monaten nicht-öffentliche Informationen zugänglich gemacht haben. Mit der Annahme dieses Vorschlags haben sich die Aktionäre gegen einen Gegenantrag der SWH ausgesprochen. 

 

Der zweite Antrag der Aktionärsgruppe um Cascade zur Einsetzung eines Sachverständigen-Ausschusses, bestehend aus Peter Montagnon, Peter Spinnler und Jörg Walther, wurde von den Aktionären ebenfalls angenommen. Damit wird ein Kontrollorgangremium geschaffen, das nach einem allfälligen Kontrollwechsel die zukünftige Tätigkeit des Verwaltungsrats überwachen soll, um Interessenkonflikte und daraus resultierende Benachteiligungen für die Publikumsaktionäre zu verhindern. Die Amtszeit des Ausschusses dauert mindestens bis zur ordentlichen Generalversammlung 2017. Das Gremium wird jedoch inaktiv bleiben, solange die Mehrheit des Verwaltungsrats aus Personen besteht, die vom Familienaktionär und Saint-Gobain unabhängig sind. Der Ausschuss wird regelmässig über seine Arbeit berichten. Mit der Annahme des Antrags der Gruppe um Cascade lehnten die Aktionäre automatisch einen Gegenantrag der SWH ab. Bei diesem Traktandum und der Abstimmung zur Sonderprüfung war gemäss Aktienrecht die Mehrheit des Kapitals und nicht die Mehrheit der Stimmen ausschlaggebend.

 

Ein Zusatzantrag der SWH für eine weitere Sonderprüfung wurde von den Aktionären abgelehnt. Dagegen stimmte die Generalversammlung dem Zusatzantrag der SWH auf Abhaltung einer ausserordentlichen Generalversammlung bis 24. Juli 2015 zu. Als Traktanden nannte SWH die Abwahl der unabhängigen Verwaltungsräte Monika Ribar, Paul Hälg und Daniel Sauter, die Zuwahl von Max Roesle als Verwaltungsratspräsident sowie die Festlegung der Vergütung des Verwaltungsrats. Eine Einladung für diese ausserordentliche Generalversammlung erfolgt zu gegebener Zeit.

 

DATUM

SIKA AG  

15. April 2015

Zugerstrasse 50
6341 Baar, Schweiz 
www.sika.com

KONTAKT 

TELEFON 
E-MAIL

Dominik Slappnig
Corporate Communications und
Investor Relations
+41 58 436 68 21
slappnig.dominik@ch.sika.com

 

SIKA FIRMENPROFIL

Sika ist ein Spezialchemieunternehmen mit marktführender Position in der Entwicklung und Herstellung von Systemen und Produkten für die Bereiche Klebung, Dichtung, Dämpfung, Verstärkung und Schutz im Bau- und Kraftfahrzeugsektor. Sika hat Tochterunternehmen in 91 Ländern weltweit mit über 160 Produktionsstätten. Seine rund 17'000 Mitarbeiter haben 2014 einen Jahresumsatz von CHF 5.6 Milliarden erwirtschaftet.

 

Die Medienmitteilung ist auf folgendem Link als PDF abrufbar:

Medienmitteilung

This announcement is distributed by NASDAQ OMX Corporate Solutions (One Liberty Plaza, 165 Broadway, New York, NY 10006. Tel: +1 212 401 8700www.nasdaqomx.com) on behalf of NASDAQ OMX Corporate Solutions clients. Source: Sika AG, Zugerstrasse 50, Baar CH-6341
If you would like to unsubscribe and stop receiving these e-mails click here.

save the world its the planet with chocolate...

14.04.2015 15:20
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Volle Ränge bei der Sika-Generalversammlung

14.04.2015 15:13

Baar ZG (awp/sda) - Grossaufmarsch an der Generalversammlung von Sika in Baar ZG: Zahlreiche Kleinaktionäre sind gekommen, um dabei zu sein, wenn sich die Kontrahenten des Machtkampfes gegenüber stehen. Schätzungsweise sind 1'800 Aktionäre anwesend. Entscheiden dürfte sich der Streit um Sika an diesem Dienstag aber noch nicht.

Die Züge nach Baar waren gut besetzt. Vom Bahnhof aus fuhren eigens Shuttle-Busse in die Waldmannhalle, wo die Generalversammlung ausnahmsweise stattfindet. In der Mehrzweckhalle finden üblicherweise Sportveranstaltungen statt.

Und genauso könnte man die Stimmung im Vorfeld verstehen: "Ich lese nochmals die Traktandenliste", sagte eine Kleinaktionärin im Zug von Luzern nach Baar. "Werden die Chefs von Saint-Gobain" da sein?", fragt eine andere. Die Frauen sind gespannt, in welchen Sprachen an der Generalversammlung gesprochen wird. Es wird Deutsch sein, mit englischer Übersetzung.

"Wenn Frau Burkard noch lebte, wäre das hier nicht", sagte ein Mann im Shuttle-Bus zum Sitznachbar. Das hier, das ist die Generalversammlung, die zwar ordentlich heisst, aber in der Geschichte von Sika eben doch sehr ausserordentlich ist. Denn wie auch immer die Beschlüsse ausfallen: Sie sind Wegbereiter in der Zukunft von Sika, wohl aber nicht Wendepunkte.

ENTSCHEIDENDE WAHLEN

Mit Spannung erwartet werden die Entscheide zu den Wahlen im Verwaltungsrat. Darum dreht sich der Machtkampf, denn die Familien-Erben wollen den Verwaltungsrat so besetzen, dass sie ihren geplanten Verkauf durchbringen. Ohne die Macht im Verwaltungsrat bleiben die Pläne blockiert.

Auf der anderen Seite des Machtkampfs stehen der unabhängige Sika-Verwaltungsrat sowie Minderheitsaktionäre. Der Präsident Paul Hälg sowie die bisherigen Mitglieder stellen sich zur Wiederwahl. Allerdings werden Hälg sowie Monika Ribar, Frits van Dijk, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler die Wahl nur annehmen, wenn alle von ihnen wieder gewählt werden. Zudem steht die Annahme der Wahl unter der Voraussetzung, dass Hälg erneut Präsident wird.

Der Verwaltungsrat will aber die Stimmrechte der Familie auf 5% beschränken. Möglich ist dies durch eine Interpretation der Vinkulierungsbestimmungen in den Statuten. Durch die Beschränkung würden die Familien-Erben also nicht mit ihrem 52%-Stimmenanteil entscheiden, sondern nur mit 5%. Noch offen blieb bis zuletzt, bei welchen Traktanden diese Beschränkung angewendet wird.

Doch das letzte Wort ist auch dann noch lange nicht gesprochen. Das Zuger Obergericht wird nämlich nachträglich entscheiden müssen, ob die Stimmrechtsbeschränkung, sofern angewendet, überhaupt rechtens war.

Zudem wollen die Familien-Erben die Entscheide dann nicht hinnehmen. Das haben sie bereits angekündigt. Sie werden alle Beschlüsse anfechten, bei denen ihre Stimmkraft begrenzt war. Weiter werden sie auch Verantwortlichkeitsansprüche gegen aus ihrer Sicht fehlbare Verwaltungsräte geltend machen. Es droht damit ein langwieriger juristischer Kampf.

VERGÜTUNGEN UND ANTRÄGE

Weiter wird die Generalversammlung über die Vergütungen entschieden. Die Familien-Erben werden hier wohl ihre Zeichen setzen. Weiter beantragt die Anlagestiftung Ethos die Streichung der Opting-Out-Klausel. Diese Klausel ist für Sika ein heisses Eisen, denn dadurch können die Familien-Erben ihren Anteil exklusiv an Saint-Gobain verkaufen.

Ohne diese Klausel gilt, dass ein Investor, der mehr als ein Drittel der Stimmrechte übernimmt, ein öffentliches Kaufangebot machen muss. Im Sika-Streit haben sich auch prominente Minderheitsaktionäre zu Wort gemeldet. Die Stiftung um Bill Gates etwa verlangt eine Sonderprüfung zu spezifischen Fragen, wie den Informationsfluss während der Verkaufsverhandlungen, und den Einsatz von Sachverständigen.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.04.2015 11:58
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika Aktie vom Börsen-Handel ausgesetzt

Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX Swiss Exchange verfügte heute die Suspendierung der Sika-Aktie auf Anfrage des Unternehmens. Damit ist offen, ob die Papiere am Dienstag überhaupt noch gehandelt werden können.

Denn die GV beginnt erst um 14 Uhr und könnte laut Experten mehrere Stunden dauern. An der Versammlung kommt es zum «Showdown» zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich mit Händen und Füssen gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt.

Leichte Abgaben am Morgen

Die Aktien litten am Morgen bereits unter der Zurückhaltung der Investoren im Vorfeld der GV, obwohl die veröffentlichten Quartalszahlen punkto Wachstum die Erwartungen übertroffen hatten.

Gegen 9.30 Uhr büssten die Sika-Papier um 0,2 Prozent an Wert ein, der am Swiss Performance Index (SPI) gemessene Gesamtmarkt notierte 0,1 tiefer. (sda)

(Erstellt: 14.04.2015, 11:04 Uhr)

tagesanzeiger.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.04.2015 08:19
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika wächst in Lokalwährungen und hebt Margen-Ziel an

14.04.2015 06:48

(Meldung um Angaben zu den Regionen und zum Mörtelgeschäft ausgebaut)

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat einen starken Start ins Jahr 2015 hingelegt. Vor der mit Spannung erwarteten Generalversammlung am Dienstagnachmittag vermeldet das Unternehmen für die Monate Januar bis März einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen (LW) von 5,1% auf 1,20 Mrd CHF. Der Akquisitionseffekt lag bei +1,1%.

Das ist umso beachtlicher, als der Umsatz schon im Vorjahr um über 23% gewachsen war. Sika spricht denn auch von einem "starken Jahresstart". In Schweizer Franken gerechnet allerdings gingen die Verkäufe um 0,9% zurück, der negative Währungseffekt lag bei 6,0%. Mit seinen Erstquartalsumsätzen hat Sika die Markterwartungen übertroffen.

Trotz "erheblicher Herausforderungen durch den starken Schweizer Franken" entwickelten sich die Margen positiv, heisst es weiter. Entsprechend hebt Sika die Guidance leicht an. Basis dafür seien das erfolgreiche Geschäftsmodell sowie sinkende Rohmaterialkosten. Zum Gewinn macht Sika keine Angaben.

STARKE SCHWELLENLÄNDER

"Das erfolgreiche Quartal zeigt einmal mehr, dass unser Wachstumsmodell funktioniert", lässt sich CEO Jan Jenisch in der Mitteilung zitieren. Mit Investitionen in neue Fabriken und Produkte, Zukäufen sowie dem beschleunigten Ausbau von Wachstumsmärkten werde man auch 2015 den Erfolgskurs fortsetzen, so Jenisch.

Am stärksten legte Sika in Lokalwährungen gerechnet in den Regionen Lateinamerika und Nordamerika zu mit 17,0% und 10,7%. Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik verlangsamte sich hingegen auf 2,5%. Insgesamt weist Sika ein Umsatzwachstum von 10,3% in LW in den Schwellenländern aus.

In EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) nahmen die Verkäufe um 1,1% zu aufgrund von zweistelligen Wachstumsraten in Osteuropa, Afrika und dem mittleren Osten. Hingegen sei die Marktnachfrage in Westeuropa auf einem tieferen Niveau gelegen.

Der Umsatz mit Produkten für die Bauindustrie stieg Sika zufolge um 4,8% auf 934,8 Mio CHF, während mit Produkten für die industrielle Fertigung mit 260,0 Mio CHF 6,3% mehr umgesetzt wurde. "Besonders erfreulich" habe sich das margenstarke Mörtelgeschäft mit Zuwachsraten von 7,5% entwickelt. Das Mörtelgeschäft sei ein zentraler Bestandteil der "Strategie 2018".

NEU HÖHERE MARGEN ERWARTET

Für 2015 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen. Aufgrund sinkender Rohstoffpreise wird neu eine leichte Verbesserung der Margen gegenüber dem Vorjahr angestrebt, heisst es weiter. Damit hat Sika die Prognosen angehoben; bis dato wurden gehaltene Margen in Aussicht gestellt.

Am Nachmittag kommt es an der Generalversammlung von Sika zum grossen "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich mit Händen und Füssen gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hat Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten.

ra/mk

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

13.04.2015 15:24
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Ausblick Sika: Umsatz von durchschnittlich 1'179 Mio CHF erwartet

13.04.2015 13:51

(Ergänzt um weitere Schätzungen)

Zürich (awp) - Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika publiziert am Dienstag, 14. April, die Zahlen zum Umsatz im ersten Quartal 2015. Sechs Analysten haben dazu folgende Prognosen:

Q1 2015E
In Mio CHF             AWP-Konsens      Q1 2014   
Umsatz                    1'179         1'206,2        

Umsatz nach Regionen
-EMEA                      542,0          609,1        
-Nordamerika               156,2          136,0        
-Lateinamerika             143,8          138,9         
-Asien/Pazifik             231,4          222,1         
-Übrige Segmente           105,3          100,1        

FOKUS: Die Publikation der Erstquartalsumsätze von Sika wird am Dienstag zu einem Nebenschauplatz degradiert, kommt es doch gleichentags an der Generalversammlung zum "Showdown" zwischen der Schenker-Winkler Holding (SWH) und dem Verwaltungsrat. Obschon die zuvor jahrelang stabile Sika-Welt seit dem 8. Dezember gehörig durcheinandergeraten ist - das operative Geschäft ist seither weitergegangen.

Und die Analysten trauen Sika trotz einer sehr hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr - das organische Wachstum lag damals bei hohen 14% - auch im ersten Jahresviertel 2015 ein tief einstelliges Wachstum in Lokalwährungen zu. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion Nordamerika stammen, während der relativ milde Winter die mit Abstand grösste Region EMEA (Europe/Middle-East/Africa) vor einem allzu drastischen Rückgang bewahrt haben dürfte, meinen Experten.

Gewinnzahlen werden von Sika zum ersten Quartal nicht genannt. Analysten gehen aber davon aus, dass sinkende Rohstoffpreise die Margen gestützt haben.

Die operative Leistung Sikas steht natürlich im Schatten der "Causa Saint-Gobain" (siehe PRO MEMORIA). Die Unsicherheit rund um die bevorstehende Übernahme der Kontrollmehrheit durch die Franzosen prägt das Geschehen und jeder Kommentar von Seiten des Unternehmens, der zu einer Klärung der Situation beitragen könnte, wäre natürlich sehr willkommen. Direkt im Vorfeld der um 14 Uhr stattfindenden Generalversammlung ist dazu aber kaum mehr etwas zu erwarten.

ZIELE: Für 2015 rechnet Sika mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen und die Margen sollen sich auf dem Level von 2014 bewegen. Mit dem Ziel, den Ausbau der Wachstumsmärkte weiter voranzutreiben, sei zudem die Eröffnung von sieben bis neun weiteren Fabriken geplant.

PRO MEMORIA: Der Paukenschlag ertönte am frühen Morgen des 8. Dezembers 2014: Die Erben des Firmengründers Kaspar Winkler zogen sich kurz nach dem 100-Jahre-Jubiläum aus dem Unternehmen zurück und verkauften ihre Stimmenmehrheit an den französischen Bauriesen Saint-Gobain. Die Drittaktionäre gingen hingegen leer aus. Der unabhängige Verwaltungsrat und das Management von Sika drohten mit dem Rücktritt und wehren sich seither mit allen Mitteln gegen den Deal.

Das zentrale "Bollwerk" der Sika-Verteidigung ist die geplante Beschränkung der SWH-Stimmrechte auf die statutarische Grenze von 5% der Namenaktien. Ob dies für alle GV-Traktanden gilt, oder nur für die Besetzung des Verwaltungsrates, ist immer noch nicht geklärt.

Wie der Entscheid auch ausfällt: Die SHW könnte keinen ihr genehmen Verwaltungsrat bestellen. Ein "feindlicher" Verwaltungsrat würde wohl in dem Moment, in dem die Aktien von den Familienaktionären an Saint-Gobain übertragen werden, die Stimmrechtsbeschränkung für das Paket in Kraft setzen. Die Franzosen könnten dann Sika nicht voll konsolidieren und keine Mehrheit im Verwaltungsrat stellen. Das würde Saint-Gobain dann von dem Deal abschrecken, so das offensichtliche Kalkül.

Die Sache beschäftigte auch die Gerichte: Insgesamt vier Mal sind die Sika-Erben bis dato vor Zuger Kantons- und Obergericht abgeblitzt. Sie wollten die Beschränkung der Stimmrechte verhindern. Ob der Sika-Verwaltungsrat zur Einschränkung der SWH-Stimmrechte auch tatsächlich berechtigt war, wird aber erst nach der Generalversammlung in einem ordentlichen gerichtlichen Verfahren definitiv geklärt.

Die SWH hat jedenfalls schon einmal angekündigt, sämtliche GV-Beschlüsse anzufechten, die ohne Berücksichtigung ihrer Stimmen gefasst werden. Zudem würden Verantwortlichkeitsansprüche gegen "fehlbare Verwaltungsräte" geltend gemacht.

Bleiben beide Seiten stur und durchlaufen alle Instanzen, kann es hernach zwei bis drei Jahre dauern, bis die Bundesrichter in Lausanne zu einem Urteilsspruch kommen. Die Parteien scheinen sich auf einen längeren Rechtsstreit gefasst zu machen. Saint-Gobain und die Familie Burkard haben unlängst ihren Verkaufsvertrag bis im Sommer 2016 verlängert. Eigentlich wollten die Franzosen den Deal im zweiten Semester 2015 unter Dach und Fach bringen.

AKTIENKURS: Dieser korreliert seit rund vier Monaten von den Entwicklungen und Aussagen im Fall Saint-Gobain. Während sich die Sika-Erben den Verkauf ihres Aktienpakets mit einer Prämie von rund 80% vergolden liessen, gehen die Drittaktionäre leer aus. Entsprechend sackten die Papiere letzten Dezember innert zweier Tage um bis zu 32% ab.

Vom Tief bei 2'640 CHF haben sich die Inhaberpapiere mittlerweile zwar um gut 37% erholt, vom "vor Saint-Gobain"-Schlusskurs bei 3'886 CHF liegen sie mit aktuell 3'637 CHF aber immer noch ein Stück weit entfernt.

Website: www.sika.com

yl/jl/ra

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

02.04.2015 08:14
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika-Aktionäre Cascade und Gates Foundation rekurrieren gegen UEK-Entscheid

02.04.2015 08:10



Kirkland/Bern (awp) - Die Sika-Aktionäre Cascade und Gates Foundation wollen den Entscheid der Übernahmekommission (UEK) zur Gültigkeit der Opting-Out-Klausel bei der Übernahme von Sika durch Saint Gobain nicht akzeptieren. Man sei mit der Argumentation und der Schlussfolgerung der UEK nicht einverstanden und werde bei der Finanzmarktaufsicht FINMA gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen, heisst es in einer Mitteilung von Cascade und Gates Foundation am Donnerstag.

Die UEK hatte im Streit um die Übernahme des Baustoffherstellers Sika in einem zweiten Entscheid erneut der Erbenfamilie den Rücken gestärkt. Demnach findet bei dem geplanten Verkauf des Aktienpakets die in den Sika-Statuten enthaltene Opting-Out-Klausel Anwendung und Saint-Gobain muss den übrigen Aktionären kein Kaufangebot für ihre Aktien unterbreiten.

yr/ys

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

25.03.2015 13:08
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9485

Sika eröffnet neue Produktionsstätten in den VAE und auf La Réunion

25.03.2015 13:00



Baar (awp) - Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika expandiert international und eröffnet neue Produktionsstätten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und auf La Réunion. In Dubai wird ein neues Mörtelwerk eröffnet, auf der französischen Exklave La Réunion eine Produktionsanlage für Betonzusatzmittel, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

Damit reagiere Sika auf die wachsenden Nachfrage in den jeweiligen Märkten und stärke die Kundennähe, heisst es weiter. "Mit 31% Wachstum im Jahr 2014 ist der Mörtelbereich eines der stärksten Wachstumsfelder von Sika und zugleich ein Schlüsselelement unserer Strategie 2018", betont Paul Schuler, bei Sika Leiter der Region EMEA.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten produziert Sika bereits seit 2008. Das neu Werk befindet sich auf dem firmeneigenen Gelände im Dubai Investment Park und ergänzt die Mörtelproduktion der bestehenden Werke in Bahrain und Saudi Arabien.

Auf der Insel La Réunion ist das Unternehmen seit rund 20 Jahren mit einer Tochtergesellschaft von Sika Frankreich präsent. Die neu errichtete Produktionsanlage für Betonzusatzmittel soll die Bedürfnisse lokaler Baufirmen decken und bei der Verwirklichung von Grossprojekten wie dem Bau der neuen Fernstrasse "Route du Litoral" helfen.

yr/cf

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten